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	<title>Kommentare zu: Überwiegend Enttäuschung: Kündigungen nicht vom Tisch</title>
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	<description>Blog zur aktuellen Situation bei der WAZ-Gruppe</description>
	<lastBuildDate>Thu, 11 Mar 2010 22:40:23 +0100</lastBuildDate>
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		<title>Von: Neues von Mahlzeit</title>
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		<dc:creator>Neues von Mahlzeit</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 20:39:46 +0000</pubDate>
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		<description>Ich versuche mal hier, etwas zur heutigen Betriebsversammlung der WAZ loszuwerden - einen Bericht gibt es hier leider ja noch nicht...

Eines vorweg: Es lässt einen &quot;normalen&quot; Lokalredakteur vor Wut fast platzen, was da heute wieder für ein Drama abgegeben wurde.

Wären wir Kollegen nicht so in Angst um unsere Arbeitsplätze und denkbaren Szenarien einer Abstrafung durch die Obrigkeit bei klaren Worten aus der Belegschaft, es wäre heute wohl zur offenen Konfrontation insbesondere mit dem Menschen gekommen, der eigentlich mit aller ihm zur Verfügung stehenden Wortgewalt für den Ethos des journalistischen Berufsstandes Partei ergreifen sollte, sich aber in Eitelkeit, Selbstherrlichkeit und Ignoranz gegenüber der Bedeutung lokalen Inhaltes in unserer Regionalzeitung so sehr verstrickt hat, dass er lediglich als Marionette der Geschäftsführung und als Medienkaspar taugt.

Es war schon ein Trauerspiel, Reitz heute außer Fassung geraten zu sehen ob der (im Verhältnis zum Denkbaren) noch harmlos formulierten Kritik aus dem Betriebsrat. Hat er tatsächlich erst heute gemerkt, dass in den Lokalredaktion blankes Entsetzen, Wut und Verständnislosigkeit herrscht ob des Kahlschlags in den Redaktionen? Das heute durchexerzierte Beispiel Hattingen ist doch wirklich nur ein Beispiel. Hattingen ist überall, wo Reitz keinen &quot;Metropolenzuschlag&quot; verteilt. Teilweise wird das Personal in den Redaktionen fast halbiert, es soll aber gleich viel bzw. noch etwas mehr Platz in der Zeitung redaktionell &quot;gefüllt&quot; werden. Das ist schon jetzt in vielen, wenn nicht allen Redaktionen nur möglich, weil Redakteure unbezahlte Überstunden machen, sich für IHR Produkt aufreiben, in der Familie in Erklärungsnot geraten, warum sie denn wieder so spät zuhause sind, warum sie so wortkarg aufs Sofa fallen und ewig müde sind. Wenn Reitz oder Klümper in ihrer Amtszeit nur ein wenig mehr als null Gespräche über das Thema Arbeitsverdichtung und -belastung im Lokalen geführt hätten, wäre ihnen nicht verborgen geblieben, dass in den Redaktionen schon jetzt die am Stock gehen, die sich reinhängen fürs Produkt, weil sie für eine gute WAZ stehen wollen, weil sie sich bei den Lesern und in ihrer Stadt nicht blöd angucken lassen wollen nach dem Motto: Ach, Sie sind von der WAZ. Ja, die ist mir nicht hintergründig genug...

Hintergrund, Inhalt, investigativer und damit qualitätsvoller Journalismus vor Ort bedingt eine adäquate Personalstärke. Wenn heute die Arbeitslosenzahlen präsentiert werden, reicht es nicht, zur PK der Agentur zu gehen. Guter Journalismus hinterfragt die Dinge, deckt soziale Schieflagen dahinter auf etc. Das ist schon heute in den Lokalredaktionen kaum möglich, weil Thema B und C auch noch zu beackern sind, daneben Online, Telefonate, Leserkontakt, Redaktionsbesuche, Tagesplan, Wochenplan, Bilderwünsche, Anforderungen aus dem Mantel etc pp. - Klar, dass Reitz, Klümper und Co. immer noch denken, es sei mehr möglich. Sie haben sich nie mit der Arbeitssituation vor Ort auseinandergesetzt. Sie sind völlig entfremdet. Es ist letztlich wie bei Hartz IV. Die Chefredaktion fordert, aber sie fördert nicht.

Erst heute hat Reitz wohl Lunte gerochen, dass in den Lokalredaktionen längst ein riesiges Pulverfass steht, das hochzugehen droht. Er macht sich mit einem gut bestückten Content Desk schick für Lobhudeleien der High Society, wir in den Lokalredaktionen kriegen die Schmäh vom Leser. Es ist eine Farce, dass Reitz heute rumschicklerte und mit den Prozentzahlen der Einsparungen in Mantel vs. Lokalem (die auf den ersten Blick fast identisch sind) versuchte, die Stimmung wieder ein wenig zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Fakt ist ein anderer: Der Mantel der drei Titel wird zusammengelegt, die Lokalredaktionen bestehen aber fort. Der Mantel (Content Desk) könnte, weil er weniger Inhalt zu produzieren hat, mehr einsparen als das Lokale. Aber es scheint, dass Reitz sich sonnen will, sein Arbeitsumfeld muss stimmen. Überspitzt könnte seine Auffassung von der Zukunft SEINER WAZ so aussehen: Was kümmert mich das Lokale, das, wo die Leser sich mit verbinden? Hauptsache, ich kann mit einem bei Regionalzeitungen unvergleichlichen Konzept im Mantel prahlen...

Sorry, aber: WAS FÜR EINE SCHEISSE!!!

Das, was auch künftig im Mantel stehen wird, wird die Leser nicht wesentlich mehr interessieren, weil sie die Themen längst anderswo aufgefangen und deren Inhalt aufgesogen haben. Das Lokale kann ihnen bis jetzt niemand in der Form bieten wie die Tageszeitung. Anstatt diese inhaltlich (!) und konzeptionell (!), werden sie rasiert. Ohne dass mal einer der Herren Reitz, Klümper und Co. über Konzepte und Möglichkeiten mit denen gesprochen und debattiert haben, die die Erfordernisse und die Arbeit vor Ort kennen. Da schwadroniert Reitz heute darüber, viele seien froh, in Zukunft unter seinem neuen Konzept mit Regio Desk arbeiten zu können. Lokalchefs stünden dahinter... Welch eine Lüge, welch ein Offenbarungseid für diesen Egozentriker. Reitz hat wohl vergessen, dass die Lokalchefs einen Brief formuliert haben, in denen sie sich entschieden gegen die Pläne im Lokalen wenden. Wenn ich richtig informiert bin, hat die Chefredaktion, als sie davon Wind bekommen hat, den Lokalchefs Sanktionen angedroht, wenn sie ihr Papier unterschreiben und an Geschäftsleitung und Gesellschafter versenden.

Darin heißt es: &quot;Wir, die Leiterinnen und Leiter der WAZ-Lokalredaktionen, fürchten, dass mit der Restrukturierung der vier NRW-Titel eine Strategie verfolgt wird, die dauerhaft für die WAZ und ihre Abonnentenzahl schädlich ist: Das Schickler-Konzept sieht eine Schwächung der Lokalredaktionen vor. Das widerspricht der erklärten WAZ-Philosophie, die ihre Kernkompetenz im Lokalen sieht und daraus ihre Leserschaft bezieht.

Mit der Zielvorgabe &quot;One man one page&quot; im Lokalen ist die geforderte und für die Zukunft der WAZ notwendige Qualität der Berichterstattung nicht zu gewährleisten. Dieser Personalschlüssel steht zudem in keinem Verhältnis zu der für den Content Desk geplanten Mitarbeiterzahl. Aus unserer Sicht ist es unumgänglich, die Relationen zu Gunsten der Lokalredaktionen anzupassen. Die bereits erfolgte Umfangsreduzierung hat überdies in vielen Lokalredaktionen schon zu gravierenden Qualitätsverlusten geführt.

Auch die bislang geplanten Regionalen Produktionsdesks betrachten wir als kontraproduktiv. Aus lokaler Sicht sind mit der beabsichtigten Struktur keine Synergien zu erzielen, sondern eher das Gegenteil: zusätzliche organisatorische Hürden, die wertvolle Arbeitszeit binden. Eine regionale Produktion von Seiten widerspricht elementar unserern Erfahrungen aus dem redaktionellen Alltag in den Stadtredaktionen. Sie würde keine Entlastung bringen, sondern Mehrarbeit und Qualitätsverluste. Die geäußerte Erwartung, dass - in der Struktur der Revierstädte - durch Auslagerung produktionstechnischer Prozesse Freiräume zur journalistzischen Arbeit geschaffen werden, teilen wir nicht.

Uns geht es dabei nicht um die grundsätzliche Ablehnung von Desks und Arbeitsbündelung. Vielmehr befürworten wir diese Organisationseinheiten für Großstädte wie Duisburg, Essen, Bochum oder Gelsenkirchen, in denen in der Tat Arbeitsabläufe konzentriert werden können, ohne die Nähe vor Ort zu gefährden. 

Wir, die Leiterinnen und Leiter der WAZ-Lokalredaktionen, sind der festen Überzeugung, dass lokale Qualitätsberichterstattung das Pfund ist, mit dem wir heute und in Zukunft wuchern müssen, im Print, Online, TV oder anderen mobilen Diensten. Auch im Namen unserer Mitarbeiter bitten wir Sie eindringlich, das geplante Restrukturierungskonzept gründlich zu überdenken und zu Gunsten der Lokalredaktionen zu verändern. Wir bieten dazu unsere engagierte Mitarbeit an.&quot;

Bedarf es hierzu noch Worten? Erst heute hat die Chefredaktionen ihren autoritären, ja monarchistischen Führungsstil wohl doch mal etwas kritischer gesehen, weil es in der Betriebsversammlung offensichtlich war, dass sie jeglichen Rückhalt in den Lokalredaktionen verloren hat und die Motivation der Mannschaften vor Ort durch ihre Ignoranz kräftig beschädigt hat.

Heute Abend trudelte dann plötzlich folgende Mail in die Lokalredaktionen:

&quot;Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
im Nachgang zur heutigen Betriebsversammlung werden Herr Kloß und ich in den nächsten Wochen jede Lokalredaktion aufsuchen, um etwaige Fragen im Zusammenhang mit den geplanten Umstrukturierungen in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen zu klären. Terminabsprache folgt über Frau Emich-Hermes. Einen schönen Abend.

Mit freundlichem Gruß
Wilhelm Klümper&quot;

Na, schönen Dank auch. Hoffentlich ist es nicht zu spät...

WIR WOLLEN GUTE ARBEIT ABLEISTEN, NUR WERDEN WIR DER MÖGLICHKEITEN DAZU BERAUBT!!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich versuche mal hier, etwas zur heutigen Betriebsversammlung der WAZ loszuwerden &#8211; einen Bericht gibt es hier leider ja noch nicht&#8230;</p>
<p>Eines vorweg: Es lässt einen &#8220;normalen&#8221; Lokalredakteur vor Wut fast platzen, was da heute wieder für ein Drama abgegeben wurde.</p>
<p>Wären wir Kollegen nicht so in Angst um unsere Arbeitsplätze und denkbaren Szenarien einer Abstrafung durch die Obrigkeit bei klaren Worten aus der Belegschaft, es wäre heute wohl zur offenen Konfrontation insbesondere mit dem Menschen gekommen, der eigentlich mit aller ihm zur Verfügung stehenden Wortgewalt für den Ethos des journalistischen Berufsstandes Partei ergreifen sollte, sich aber in Eitelkeit, Selbstherrlichkeit und Ignoranz gegenüber der Bedeutung lokalen Inhaltes in unserer Regionalzeitung so sehr verstrickt hat, dass er lediglich als Marionette der Geschäftsführung und als Medienkaspar taugt.</p>
<p>Es war schon ein Trauerspiel, Reitz heute außer Fassung geraten zu sehen ob der (im Verhältnis zum Denkbaren) noch harmlos formulierten Kritik aus dem Betriebsrat. Hat er tatsächlich erst heute gemerkt, dass in den Lokalredaktion blankes Entsetzen, Wut und Verständnislosigkeit herrscht ob des Kahlschlags in den Redaktionen? Das heute durchexerzierte Beispiel Hattingen ist doch wirklich nur ein Beispiel. Hattingen ist überall, wo Reitz keinen &#8220;Metropolenzuschlag&#8221; verteilt. Teilweise wird das Personal in den Redaktionen fast halbiert, es soll aber gleich viel bzw. noch etwas mehr Platz in der Zeitung redaktionell &#8220;gefüllt&#8221; werden. Das ist schon jetzt in vielen, wenn nicht allen Redaktionen nur möglich, weil Redakteure unbezahlte Überstunden machen, sich für IHR Produkt aufreiben, in der Familie in Erklärungsnot geraten, warum sie denn wieder so spät zuhause sind, warum sie so wortkarg aufs Sofa fallen und ewig müde sind. Wenn Reitz oder Klümper in ihrer Amtszeit nur ein wenig mehr als null Gespräche über das Thema Arbeitsverdichtung und -belastung im Lokalen geführt hätten, wäre ihnen nicht verborgen geblieben, dass in den Redaktionen schon jetzt die am Stock gehen, die sich reinhängen fürs Produkt, weil sie für eine gute WAZ stehen wollen, weil sie sich bei den Lesern und in ihrer Stadt nicht blöd angucken lassen wollen nach dem Motto: Ach, Sie sind von der WAZ. Ja, die ist mir nicht hintergründig genug&#8230;</p>
<p>Hintergrund, Inhalt, investigativer und damit qualitätsvoller Journalismus vor Ort bedingt eine adäquate Personalstärke. Wenn heute die Arbeitslosenzahlen präsentiert werden, reicht es nicht, zur PK der Agentur zu gehen. Guter Journalismus hinterfragt die Dinge, deckt soziale Schieflagen dahinter auf etc. Das ist schon heute in den Lokalredaktionen kaum möglich, weil Thema B und C auch noch zu beackern sind, daneben Online, Telefonate, Leserkontakt, Redaktionsbesuche, Tagesplan, Wochenplan, Bilderwünsche, Anforderungen aus dem Mantel etc pp. &#8211; Klar, dass Reitz, Klümper und Co. immer noch denken, es sei mehr möglich. Sie haben sich nie mit der Arbeitssituation vor Ort auseinandergesetzt. Sie sind völlig entfremdet. Es ist letztlich wie bei Hartz IV. Die Chefredaktion fordert, aber sie fördert nicht.</p>
<p>Erst heute hat Reitz wohl Lunte gerochen, dass in den Lokalredaktionen längst ein riesiges Pulverfass steht, das hochzugehen droht. Er macht sich mit einem gut bestückten Content Desk schick für Lobhudeleien der High Society, wir in den Lokalredaktionen kriegen die Schmäh vom Leser. Es ist eine Farce, dass Reitz heute rumschicklerte und mit den Prozentzahlen der Einsparungen in Mantel vs. Lokalem (die auf den ersten Blick fast identisch sind) versuchte, die Stimmung wieder ein wenig zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Fakt ist ein anderer: Der Mantel der drei Titel wird zusammengelegt, die Lokalredaktionen bestehen aber fort. Der Mantel (Content Desk) könnte, weil er weniger Inhalt zu produzieren hat, mehr einsparen als das Lokale. Aber es scheint, dass Reitz sich sonnen will, sein Arbeitsumfeld muss stimmen. Überspitzt könnte seine Auffassung von der Zukunft SEINER WAZ so aussehen: Was kümmert mich das Lokale, das, wo die Leser sich mit verbinden? Hauptsache, ich kann mit einem bei Regionalzeitungen unvergleichlichen Konzept im Mantel prahlen&#8230;</p>
<p>Sorry, aber: WAS FÜR EINE SCHEISSE!!!</p>
<p>Das, was auch künftig im Mantel stehen wird, wird die Leser nicht wesentlich mehr interessieren, weil sie die Themen längst anderswo aufgefangen und deren Inhalt aufgesogen haben. Das Lokale kann ihnen bis jetzt niemand in der Form bieten wie die Tageszeitung. Anstatt diese inhaltlich (!) und konzeptionell (!), werden sie rasiert. Ohne dass mal einer der Herren Reitz, Klümper und Co. über Konzepte und Möglichkeiten mit denen gesprochen und debattiert haben, die die Erfordernisse und die Arbeit vor Ort kennen. Da schwadroniert Reitz heute darüber, viele seien froh, in Zukunft unter seinem neuen Konzept mit Regio Desk arbeiten zu können. Lokalchefs stünden dahinter&#8230; Welch eine Lüge, welch ein Offenbarungseid für diesen Egozentriker. Reitz hat wohl vergessen, dass die Lokalchefs einen Brief formuliert haben, in denen sie sich entschieden gegen die Pläne im Lokalen wenden. Wenn ich richtig informiert bin, hat die Chefredaktion, als sie davon Wind bekommen hat, den Lokalchefs Sanktionen angedroht, wenn sie ihr Papier unterschreiben und an Geschäftsleitung und Gesellschafter versenden.</p>
<p>Darin heißt es: &#8220;Wir, die Leiterinnen und Leiter der WAZ-Lokalredaktionen, fürchten, dass mit der Restrukturierung der vier NRW-Titel eine Strategie verfolgt wird, die dauerhaft für die WAZ und ihre Abonnentenzahl schädlich ist: Das Schickler-Konzept sieht eine Schwächung der Lokalredaktionen vor. Das widerspricht der erklärten WAZ-Philosophie, die ihre Kernkompetenz im Lokalen sieht und daraus ihre Leserschaft bezieht.</p>
<p>Mit der Zielvorgabe &#8220;One man one page&#8221; im Lokalen ist die geforderte und für die Zukunft der WAZ notwendige Qualität der Berichterstattung nicht zu gewährleisten. Dieser Personalschlüssel steht zudem in keinem Verhältnis zu der für den Content Desk geplanten Mitarbeiterzahl. Aus unserer Sicht ist es unumgänglich, die Relationen zu Gunsten der Lokalredaktionen anzupassen. Die bereits erfolgte Umfangsreduzierung hat überdies in vielen Lokalredaktionen schon zu gravierenden Qualitätsverlusten geführt.</p>
<p>Auch die bislang geplanten Regionalen Produktionsdesks betrachten wir als kontraproduktiv. Aus lokaler Sicht sind mit der beabsichtigten Struktur keine Synergien zu erzielen, sondern eher das Gegenteil: zusätzliche organisatorische Hürden, die wertvolle Arbeitszeit binden. Eine regionale Produktion von Seiten widerspricht elementar unserern Erfahrungen aus dem redaktionellen Alltag in den Stadtredaktionen. Sie würde keine Entlastung bringen, sondern Mehrarbeit und Qualitätsverluste. Die geäußerte Erwartung, dass &#8211; in der Struktur der Revierstädte &#8211; durch Auslagerung produktionstechnischer Prozesse Freiräume zur journalistzischen Arbeit geschaffen werden, teilen wir nicht.</p>
<p>Uns geht es dabei nicht um die grundsätzliche Ablehnung von Desks und Arbeitsbündelung. Vielmehr befürworten wir diese Organisationseinheiten für Großstädte wie Duisburg, Essen, Bochum oder Gelsenkirchen, in denen in der Tat Arbeitsabläufe konzentriert werden können, ohne die Nähe vor Ort zu gefährden. </p>
<p>Wir, die Leiterinnen und Leiter der WAZ-Lokalredaktionen, sind der festen Überzeugung, dass lokale Qualitätsberichterstattung das Pfund ist, mit dem wir heute und in Zukunft wuchern müssen, im Print, Online, TV oder anderen mobilen Diensten. Auch im Namen unserer Mitarbeiter bitten wir Sie eindringlich, das geplante Restrukturierungskonzept gründlich zu überdenken und zu Gunsten der Lokalredaktionen zu verändern. Wir bieten dazu unsere engagierte Mitarbeit an.&#8221;</p>
<p>Bedarf es hierzu noch Worten? Erst heute hat die Chefredaktionen ihren autoritären, ja monarchistischen Führungsstil wohl doch mal etwas kritischer gesehen, weil es in der Betriebsversammlung offensichtlich war, dass sie jeglichen Rückhalt in den Lokalredaktionen verloren hat und die Motivation der Mannschaften vor Ort durch ihre Ignoranz kräftig beschädigt hat.</p>
<p>Heute Abend trudelte dann plötzlich folgende Mail in die Lokalredaktionen:</p>
<p>&#8220;Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,<br />
im Nachgang zur heutigen Betriebsversammlung werden Herr Kloß und ich in den nächsten Wochen jede Lokalredaktion aufsuchen, um etwaige Fragen im Zusammenhang mit den geplanten Umstrukturierungen in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen zu klären. Terminabsprache folgt über Frau Emich-Hermes. Einen schönen Abend.</p>
<p>Mit freundlichem Gruß<br />
Wilhelm Klümper&#8221;</p>
<p>Na, schönen Dank auch. Hoffentlich ist es nicht zu spät&#8230;</p>
<p>WIR WOLLEN GUTE ARBEIT ABLEISTEN, NUR WERDEN WIR DER MÖGLICHKEITEN DAZU BERAUBT!!!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Anonymous</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/comment-page-9/#comment-3974</link>
		<dc:creator>Anonymous</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 04:59:10 +0000</pubDate>
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		<description>@ Außenstehender:

Ja, tolle Aktion, das mit der Aussetzervergütung! So hält man bestimmt die Auflage. Früher oder später aber werden sich die Verbraucherzentralen damit beschäftigen (müssen). Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Vorgehensweise rechtlich abgesichert ist. Wenn ich beim RWE eine Überzahlung von 100 Euro habe, können die mir ja auch nicht bloß 50 Euro zurückerstatten, nur weil dieser Buchungsvorgang mit Kosten verbunden ist.

Daran wird einmal mehr deutlich, was für Idioten mittlerweile bei der WAZ am Werk sind: Lauter Raffkes, die nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind und den Hals nicht vollbekommen. Unten hingegen wird weiter outgesourced und wegrationalisiert. Schon mal überlegt, wer die Sch....arbeit machen soll, wenn es nur noch Geschäftsführer, Abteilungsleiter, Trainees und Assistenten gibt? Ach ja, ich vergaß: Dafür gibt es ja das Outsourcing.

Gut, dass im Herbst Wahlen sind! Wie sagte schon unser Bundespräsident Köhler? &quot;Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen.&quot; Hoffentlich ein radikaler Linksruck, damit die ganzen Kapitalistenschweine endlich mal beiseite gefegt werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Außenstehender:</p>
<p>Ja, tolle Aktion, das mit der Aussetzervergütung! So hält man bestimmt die Auflage. Früher oder später aber werden sich die Verbraucherzentralen damit beschäftigen (müssen). Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Vorgehensweise rechtlich abgesichert ist. Wenn ich beim RWE eine Überzahlung von 100 Euro habe, können die mir ja auch nicht bloß 50 Euro zurückerstatten, nur weil dieser Buchungsvorgang mit Kosten verbunden ist.</p>
<p>Daran wird einmal mehr deutlich, was für Idioten mittlerweile bei der WAZ am Werk sind: Lauter Raffkes, die nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind und den Hals nicht vollbekommen. Unten hingegen wird weiter outgesourced und wegrationalisiert. Schon mal überlegt, wer die Sch&#8230;.arbeit machen soll, wenn es nur noch Geschäftsführer, Abteilungsleiter, Trainees und Assistenten gibt? Ach ja, ich vergaß: Dafür gibt es ja das Outsourcing.</p>
<p>Gut, dass im Herbst Wahlen sind! Wie sagte schon unser Bundespräsident Köhler? &#8220;Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen.&#8221; Hoffentlich ein radikaler Linksruck, damit die ganzen Kapitalistenschweine endlich mal beiseite gefegt werden.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Außenstehender</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/comment-page-9/#comment-3953</link>
		<dc:creator>Außenstehender</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 20:40:37 +0000</pubDate>
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		<description>Mit einem Umfang von nur noch 24 Seiten haben WAZ und NRZ Essen heute einen neuen Tiefpunkt erreicht: Nur drei Seiten Lokales, danach folgen schon die Familienanzeigen. Obendrein erdreisten sich die verantwortlichen Entscheidungsträger im WAZ-Konzern, Aussetzer (= Bezugsunterbrechungen) ab sofort erst ab dem 4. Tag gutzuschreiben. Heisst im Klartext: Wer als Abonnent für zwei Wochen die Zeitung abbestellt, wird zwar 12-mal nicht beliefert, bekommt aber nur 9 Ausgaben gutgeschrieben. Mit den restlichen drei Tagen finanziert die Führungsriege ihre fetten Saläre und Tantiemen. Glaubt man wirklich, so neue Leser gewinnen und Noch-Leser halten zu können? *kopfschüttel*

Mich würde mal interessieren, wie Ex-Geschäftsführer Günther Grotkamp über all diese Entscheidungen denkt. Das Lebenswerk, das er und Erich Schumann in Jahrzehnte langer Arbeit errichtet haben, wird nun binnen weniger Monate bzw. Jahre vollends vor die Wand gefahren. Am Ende verlassen die Ratten das sinkende Schiff und werfen die Meute (= Mitarbeiter) den Aasgeiern zum Fraß vor.

Herr Hombach, wachen Sie endlich auf!!! Inkompetente Nieten in Nadelstreifen wie die Herren Reitz und Zowieslo verbrennen seit Jahren Millionen von Euro, malträtieren ihre eigenen Mitarbeiter und führen sich auf wie Graf Rotz persönlich. Mit der Folge, dass die Auflagen der NRW-Titel mmer stärker und schneller wegbrechen und selbst die letzten treuen Leser vergrault werden. Unter den Folgen der heutigen Umstrukturierungen wird der WAZ-Konzern noch in vielen Jahren leiden. Wenn es ihn dann überhaupt noch gibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem Umfang von nur noch 24 Seiten haben WAZ und NRZ Essen heute einen neuen Tiefpunkt erreicht: Nur drei Seiten Lokales, danach folgen schon die Familienanzeigen. Obendrein erdreisten sich die verantwortlichen Entscheidungsträger im WAZ-Konzern, Aussetzer (= Bezugsunterbrechungen) ab sofort erst ab dem 4. Tag gutzuschreiben. Heisst im Klartext: Wer als Abonnent für zwei Wochen die Zeitung abbestellt, wird zwar 12-mal nicht beliefert, bekommt aber nur 9 Ausgaben gutgeschrieben. Mit den restlichen drei Tagen finanziert die Führungsriege ihre fetten Saläre und Tantiemen. Glaubt man wirklich, so neue Leser gewinnen und Noch-Leser halten zu können? *kopfschüttel*</p>
<p>Mich würde mal interessieren, wie Ex-Geschäftsführer Günther Grotkamp über all diese Entscheidungen denkt. Das Lebenswerk, das er und Erich Schumann in Jahrzehnte langer Arbeit errichtet haben, wird nun binnen weniger Monate bzw. Jahre vollends vor die Wand gefahren. Am Ende verlassen die Ratten das sinkende Schiff und werfen die Meute (= Mitarbeiter) den Aasgeiern zum Fraß vor.</p>
<p>Herr Hombach, wachen Sie endlich auf!!! Inkompetente Nieten in Nadelstreifen wie die Herren Reitz und Zowieslo verbrennen seit Jahren Millionen von Euro, malträtieren ihre eigenen Mitarbeiter und führen sich auf wie Graf Rotz persönlich. Mit der Folge, dass die Auflagen der NRW-Titel mmer stärker und schneller wegbrechen und selbst die letzten treuen Leser vergrault werden. Unter den Folgen der heutigen Umstrukturierungen wird der WAZ-Konzern noch in vielen Jahren leiden. Wenn es ihn dann überhaupt noch gibt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: tippse</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/comment-page-9/#comment-3951</link>
		<dc:creator>tippse</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 20:36:11 +0000</pubDate>
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		<description>Aber nicht mit theatralischem Masssensterben, @stopp. Da müssen wir kreativ werden und den Rotsiftlern weh tun. Weh tut ihnen der Geldbeutel und - in Maßen - schlechtes Image. Wir müssen den Druck nach innen erhöhen, den Druck auf die Chefs und die Chefetage. Der Satz muss stehen: Keine betriebsbedingten Kündigungen. Um das zu erreichen, muss uns jedes kreative Mittel willkommen sein. Und diese Mittel wollen wir hier nicht breittreten. Erst intensiv verhandeln und unsere Fotografen retten, Turboprämie denjenigen sichern, die sich darauf einlassen können/wollen, dann zügig Betriebsversammlung, und dann los.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aber nicht mit theatralischem Masssensterben, @stopp. Da müssen wir kreativ werden und den Rotsiftlern weh tun. Weh tut ihnen der Geldbeutel und &#8211; in Maßen &#8211; schlechtes Image. Wir müssen den Druck nach innen erhöhen, den Druck auf die Chefs und die Chefetage. Der Satz muss stehen: Keine betriebsbedingten Kündigungen. Um das zu erreichen, muss uns jedes kreative Mittel willkommen sein. Und diese Mittel wollen wir hier nicht breittreten. Erst intensiv verhandeln und unsere Fotografen retten, Turboprämie denjenigen sichern, die sich darauf einlassen können/wollen, dann zügig Betriebsversammlung, und dann los.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: stopp</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/comment-page-9/#comment-3901</link>
		<dc:creator>stopp</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 19:12:50 +0000</pubDate>
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		<description>@ tippse
Es hat keinen Zweck die Vergangenheit zu beschwören, die bei WAZens für die Beschäftigten nie rosig war. Es gab jedoch journalistische Freiheit und Unabhängigkeit. Auf Wunder zu hoffen bringt nichts. Man muß für die Wunder selber sorgen. Also endlich das in den letzten Wochen in die Hose gerutschte Herz in die Hand nehmen und solidarisch für Furore sorgen . . . in aller Öffentlichkeit.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ tippse<br />
Es hat keinen Zweck die Vergangenheit zu beschwören, die bei WAZens für die Beschäftigten nie rosig war. Es gab jedoch journalistische Freiheit und Unabhängigkeit. Auf Wunder zu hoffen bringt nichts. Man muß für die Wunder selber sorgen. Also endlich das in den letzten Wochen in die Hose gerutschte Herz in die Hand nehmen und solidarisch für Furore sorgen . . . in aller Öffentlichkeit.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: tippse</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/comment-page-9/#comment-3826</link>
		<dc:creator>tippse</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 00:15:56 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medienmoral-nrw.de/?p=604#comment-3826</guid>
		<description>Einmal ganz abgesehen davon, dass die Regio-Desks mittelfristig den Tod der ihnen zuarbeitenden Satelliten-Redaktionen bedeuten werden: Der Zuschnitt dieser Desks muss von Timbuktu oder sonstwo weit weg gemacht worden sein, sicherlich nicht aber von Leuten, die auch nur ein einziges Mal tagsüber über die A40 oder A42 gefahren sind.
--
Da wird laut Schickler also demnächst die WAZ Gelsenkirchen von Duisburg aus produziert. Der zuständige Redakteur fährt dafür dann quer durch Essen, um nach Duisburg zu gelangen. In Essen kann Gelsenkirchen nicht produziert werden, weil da Dorsten und Langenberg layoutet werden. Auch Mülheim fährt nach Duisburg, obwohl es mit Essen viel mehr Gemeinsamkeiten (=Synergien) in der Berichterstattung gäbe; ich denke da nur z.B. an MEO, das Bistum oder den Nahverkehr. Kann mir da einmal jemand bitte den Sinn erklären?
--
Dorsten schickt dann einen Redakteur nach Essen an den Regio-Desk, ein weiterer wird wohl fotografieren. Da bleibt nicht mehr viel Dorsten in Dorsten, und offenbar ist das ja auch gewünscht. Ich behaupte: Alle kleineren Redaktionen werden das Vest-Schicksal teilen und innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre geschlossen werden. Dann gibt es noch drei WAZ-Standorte im &quot;alten&quot; Kern-Ruhrgebiet fürs Lokale, was wegen der dann stark gesunkenen Abonnentenzahl auch völlig ausreichend sein wird.
--
Warum nur, warum machen die einen solchen hahnebüchenen Unsinn, den jeder frisch angefangene Volontär umgehend als solchen erkennen würde? Warum lässt man die Lokalredaktionen - zur Relevanz derselben siehe Hans Plagwitz oben - ausbluten bis zur Kraftlosigkeit? Wieso stampft der Ahnungslose sein letztjähriges Konzept &quot;Stärken stärken&quot;, das den Ausbau von Lokalredaktionen vorsah, nun sang- und klanglos wieder ein? Und wieso dürfen die Lokalchefs das alles nicht an Frau Brost schreiben?
--
Wieso werden die Kolleginnen und Kollegen, die für WAZ World vorgesehen sind, angesprochen und unter Druck gesetzt, keine Stellenkürzungen auf 90 oder 80% vorzunehmen, weil sie ansonsten nicht für den Content Desk in Frage kämen? Das heißt doch nichts anderes, als dass die Stellenreduzierungen nur und ausschließlich von lokalen Kolleginnen/Kollegen geschultert werden (und von den Mantel-Kollegen der drei Titel, die gleich ganz weggehen) - und das heißt, dass uns schon jetzt klar sein muss, dass, was immer die Lokalen tun und an finanziellen Einbußen auf sich nehmen, nicht reichen wird. Dass es außerdem zu einer extremen Entsolidarisierung zwischen teilreduzierten lokalen und &quot;hundertprozentigen&quot; Mantel-Kolleg(inn)en kommen wird. Und zu betriebsbedingten Kündigungen, wenn nicht irgend ein Wunder geschieht.
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Was ist aus dieser Vorzeige-Zeitung mit ihren vier starken Titeln nur geworden? Wäre doch nur der Original-Plagwitz noch da! Und meinetwegen sogar: Uwe, komm zurück, es war nicht so gemeint, wir haben dich auch wieder lieb.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Einmal ganz abgesehen davon, dass die Regio-Desks mittelfristig den Tod der ihnen zuarbeitenden Satelliten-Redaktionen bedeuten werden: Der Zuschnitt dieser Desks muss von Timbuktu oder sonstwo weit weg gemacht worden sein, sicherlich nicht aber von Leuten, die auch nur ein einziges Mal tagsüber über die A40 oder A42 gefahren sind.<br />
&#8211;<br />
Da wird laut Schickler also demnächst die WAZ Gelsenkirchen von Duisburg aus produziert. Der zuständige Redakteur fährt dafür dann quer durch Essen, um nach Duisburg zu gelangen. In Essen kann Gelsenkirchen nicht produziert werden, weil da Dorsten und Langenberg layoutet werden. Auch Mülheim fährt nach Duisburg, obwohl es mit Essen viel mehr Gemeinsamkeiten (=Synergien) in der Berichterstattung gäbe; ich denke da nur z.B. an MEO, das Bistum oder den Nahverkehr. Kann mir da einmal jemand bitte den Sinn erklären?<br />
&#8211;<br />
Dorsten schickt dann einen Redakteur nach Essen an den Regio-Desk, ein weiterer wird wohl fotografieren. Da bleibt nicht mehr viel Dorsten in Dorsten, und offenbar ist das ja auch gewünscht. Ich behaupte: Alle kleineren Redaktionen werden das Vest-Schicksal teilen und innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre geschlossen werden. Dann gibt es noch drei WAZ-Standorte im &#8220;alten&#8221; Kern-Ruhrgebiet fürs Lokale, was wegen der dann stark gesunkenen Abonnentenzahl auch völlig ausreichend sein wird.<br />
&#8211;<br />
Warum nur, warum machen die einen solchen hahnebüchenen Unsinn, den jeder frisch angefangene Volontär umgehend als solchen erkennen würde? Warum lässt man die Lokalredaktionen &#8211; zur Relevanz derselben siehe Hans Plagwitz oben &#8211; ausbluten bis zur Kraftlosigkeit? Wieso stampft der Ahnungslose sein letztjähriges Konzept &#8220;Stärken stärken&#8221;, das den Ausbau von Lokalredaktionen vorsah, nun sang- und klanglos wieder ein? Und wieso dürfen die Lokalchefs das alles nicht an Frau Brost schreiben?<br />
&#8211;<br />
Wieso werden die Kolleginnen und Kollegen, die für WAZ World vorgesehen sind, angesprochen und unter Druck gesetzt, keine Stellenkürzungen auf 90 oder 80% vorzunehmen, weil sie ansonsten nicht für den Content Desk in Frage kämen? Das heißt doch nichts anderes, als dass die Stellenreduzierungen nur und ausschließlich von lokalen Kolleginnen/Kollegen geschultert werden (und von den Mantel-Kollegen der drei Titel, die gleich ganz weggehen) &#8211; und das heißt, dass uns schon jetzt klar sein muss, dass, was immer die Lokalen tun und an finanziellen Einbußen auf sich nehmen, nicht reichen wird. Dass es außerdem zu einer extremen Entsolidarisierung zwischen teilreduzierten lokalen und &#8220;hundertprozentigen&#8221; Mantel-Kolleg(inn)en kommen wird. Und zu betriebsbedingten Kündigungen, wenn nicht irgend ein Wunder geschieht.<br />
&#8211;<br />
Was ist aus dieser Vorzeige-Zeitung mit ihren vier starken Titeln nur geworden? Wäre doch nur der Original-Plagwitz noch da! Und meinetwegen sogar: Uwe, komm zurück, es war nicht so gemeint, wir haben dich auch wieder lieb.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Tenrix</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/comment-page-9/#comment-3671</link>
		<dc:creator>Tenrix</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 05:51:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medienmoral-nrw.de/?p=604#comment-3671</guid>
		<description>Hinweis für MedienMoral, bestimmte Begriffe auszuschließen:
.
&lt;blockquote&gt;aus Kulturhauptstadtteil-Blogging
.
Jetzt reicht´s: „Wir wollen einen Staatshöchstanteil!“  2008-01-16 
.
Die Menschen haben kein Geld und der Binnenmarkt hinkt; denn gnadenlos mästet sich das M...w... an der Bevölkerung. (M...w... ist eine begriffliche Synthese von Kraken und Dinosaurier aus den achtziger Jahren, wie Alemann in seinem Buch „Das Parteiensystem“ die Teilnehmer nennt – umsonst bei der BPB zu beziehen.) &lt;/blockquote&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hinweis für MedienMoral, bestimmte Begriffe auszuschließen:<br />
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<blockquote><p>aus Kulturhauptstadtteil-Blogging<br />
.<br />
Jetzt reicht´s: „Wir wollen einen Staatshöchstanteil!“  2008-01-16<br />
.<br />
Die Menschen haben kein Geld und der Binnenmarkt hinkt; denn gnadenlos mästet sich das M&#8230;w&#8230; an der Bevölkerung. (M&#8230;w&#8230; ist eine begriffliche Synthese von Kraken und Dinosaurier aus den achtziger Jahren, wie Alemann in seinem Buch „Das Parteiensystem“ die Teilnehmer nennt – umsonst bei der BPB zu beziehen.) </p></blockquote>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tenrix</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/comment-page-9/#comment-3670</link>
		<dc:creator>Tenrix</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2009 05:28:23 +0000</pubDate>
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		<description>ARD-VideoText hat gestern im 400er Seitenbereich eine Meldung gebracht, dass die Leser hauptsächlich wegen des Lokalteils in die Zeitung schauten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ARD-VideoText hat gestern im 400er Seitenbereich eine Meldung gebracht, dass die Leser hauptsächlich wegen des Lokalteils in die Zeitung schauten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Daniela F.</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/comment-page-9/#comment-3654</link>
		<dc:creator>Daniela F.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 22:22:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medienmoral-nrw.de/?p=604#comment-3654</guid>
		<description>Herr Reitz entwickelt eine rechte Meisterschaft darin, sich selbst zu dementieren. So geschehen nach der denkwürdigen &quot;Mahlzeit&quot;-Betriebsversammlung, wo er sich gleich anschließend bei der Pressekonferenz selbst Lügen strafte - und nun nach der &quot;Zapp&quot;-Sendung, indem er es anschließend zustande brachte, seinen eigenen Auftritt, seinen eigenen O-Ton als &quot;extrem verfälschend&quot; zu bezeichnen. 

Und jetzt? &quot;Danke, Sie haben uns den Journalismus wiedergegeben!&quot; Würg! Jetzt muss er sogar schon seine Jubelperser selbst erfinden! Denn richtige Menschen dazu zu bewegen, solchen Unsinn laut vor Kamera und Mikrofon äußern, das schafft er nicht. Schließlich wird es wohl auch der am stärksten unterdrückte Redakteur, die am stärksten unterdrückte Redakteurin mit Kästners Epigramm halten:

Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken!

Mahlzeit!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Herr Reitz entwickelt eine rechte Meisterschaft darin, sich selbst zu dementieren. So geschehen nach der denkwürdigen &#8220;Mahlzeit&#8221;-Betriebsversammlung, wo er sich gleich anschließend bei der Pressekonferenz selbst Lügen strafte &#8211; und nun nach der &#8220;Zapp&#8221;-Sendung, indem er es anschließend zustande brachte, seinen eigenen Auftritt, seinen eigenen O-Ton als &#8220;extrem verfälschend&#8221; zu bezeichnen. </p>
<p>Und jetzt? &#8220;Danke, Sie haben uns den Journalismus wiedergegeben!&#8221; Würg! Jetzt muss er sogar schon seine Jubelperser selbst erfinden! Denn richtige Menschen dazu zu bewegen, solchen Unsinn laut vor Kamera und Mikrofon äußern, das schafft er nicht. Schließlich wird es wohl auch der am stärksten unterdrückte Redakteur, die am stärksten unterdrückte Redakteurin mit Kästners Epigramm halten:</p>
<p>Was auch immer geschieht:<br />
Nie dürft ihr so tief sinken,<br />
von dem Kakao, durch den man euch zieht,<br />
auch noch zu trinken!</p>
<p>Mahlzeit!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tenrix</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/comment-page-9/#comment-3652</link>
		<dc:creator>Tenrix</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 19:18:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.medienmoral-nrw.de/?p=604#comment-3652</guid>
		<description>Dysdemokratie im Ruhrgebiet. Aus MedienMoral ein Kommentar von &#039;innen – außen&#039; am 28.01.2009 um 16:32 

&lt;blockquote&gt;http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/#comment-3648

Unter Herrn Reitz ist die WAZ unter Kollegen bundesweit zur Lachnummer geworden. Die Beispiele journalistischen Fehlverhaltens, der Verstoß gegen die Grundsätze journalistischen Handelns, sein anmaßender rüder Ton oder seine unüberhörbaren Drohungen Kollegen gegenüber lassen keine normale journalistische Arbeit mehr zu. Seit langem wurde gefordert eine Analyse zu erstellen, ob die “richtige” WAZ gemacht wird, ob das WAZ-Produkt “ankommt”. So auch in der letzten Belegschaftsveranstaltung, Herr Reitz lehnt dies ab. Er will sich seine Leser “erziehen”. Der Abonnementrückgang unter seiner Redaktionsführung scheint die Eigentümer noch nicht zu schrecken. Auch die Leser merken, dass “ihre” Zeitung nicht mehr ihre Umwelt widerspiegeln. Wozu dann eine Zeitung?&lt;/blockquote&gt;

Zu dieser Problematik äußerte sich der Blog http://abo-sharing.blog.de seit 2005. „REITZ 2 (WAZ) – Das Ende heißt Reviergeist!“

Das Madenwerk der Systemfuzzies hat die &quot;Gemeinschaft der Vernünftigen&quot; gebrochen. Der Zorn reicht weit: Redakteure, Lehrer, Polizisten, Ärzte und Richter in NRW sind die Opfer. In der Loeser-Region NRW konnte sich der Mittelstand nie gegen Groß-Kapital und seine Diener, die Parteifuzzies des Madenwerk etablieren. Jetzt schrumpft das WAZ-Land - Die Flucht der YADOMs, wenn die Integration Duisburg scheitert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dysdemokratie im Ruhrgebiet. Aus MedienMoral ein Kommentar von &#8216;innen – außen&#8217; am 28.01.2009 um 16:32 </p>
<blockquote><p><a href="http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/#comment-3648" rel="nofollow">http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/#comment-3648</a></p>
<p>Unter Herrn Reitz ist die WAZ unter Kollegen bundesweit zur Lachnummer geworden. Die Beispiele journalistischen Fehlverhaltens, der Verstoß gegen die Grundsätze journalistischen Handelns, sein anmaßender rüder Ton oder seine unüberhörbaren Drohungen Kollegen gegenüber lassen keine normale journalistische Arbeit mehr zu. Seit langem wurde gefordert eine Analyse zu erstellen, ob die “richtige” WAZ gemacht wird, ob das WAZ-Produkt “ankommt”. So auch in der letzten Belegschaftsveranstaltung, Herr Reitz lehnt dies ab. Er will sich seine Leser “erziehen”. Der Abonnementrückgang unter seiner Redaktionsführung scheint die Eigentümer noch nicht zu schrecken. Auch die Leser merken, dass “ihre” Zeitung nicht mehr ihre Umwelt widerspiegeln. Wozu dann eine Zeitung?</p></blockquote>
<p>Zu dieser Problematik äußerte sich der Blog <a href="http://abo-sharing.blog.de" rel="nofollow">http://abo-sharing.blog.de</a> seit 2005. „REITZ 2 (WAZ) – Das Ende heißt Reviergeist!“</p>
<p>Das Madenwerk der Systemfuzzies hat die &#8220;Gemeinschaft der Vernünftigen&#8221; gebrochen. Der Zorn reicht weit: Redakteure, Lehrer, Polizisten, Ärzte und Richter in NRW sind die Opfer. In der Loeser-Region NRW konnte sich der Mittelstand nie gegen Groß-Kapital und seine Diener, die Parteifuzzies des Madenwerk etablieren. Jetzt schrumpft das WAZ-Land &#8211; Die Flucht der YADOMs, wenn die Integration Duisburg scheitert.</p>
]]></content:encoded>
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