Was befürchtet wurde, ist seit gestern amtlich: Die WP-Redaktionen Siegen, Ennepe-Süd, Werl und Soest werden geschlossen, Warstein wackelt noch. Auch in anderen Redaktionen soll die Zahl noch heruntergefahren werden, z.B. NRZ Düsseldorf/Hilden.
Die „freigesetzte“ Anzahl der Beschäftigten wird auf das bisher in Rede stehende Kontingent hinzugerechnet, so dass sich die Verlagsleitung von insgesamt 330 Beschäftigen (kaufmännische Angestellte inklusive) statt gut 260 (ebenfalls inkl.) trennen will.
Das ist die bittere Nachricht von gestern aus der Unterrichtung der Betriebsräte durch die Geschäftsführung. Von der ursprünglich geplanten gemeinsamen Betriebsversammlung am kommenden Freitag haben die Betriebsräte inzwischen Abstand genommen. Derzeit stehen zwei getrennte Versammlungen für je zwei Titel und an einem der daraf folgenden Tage noch eine gemeinsame in Rede.
Die Gewerkschaften sind zudem von den Betriebsräten aufgefordert, sich „Gedanken zu machen“ über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung.

102 Kommentare zu “Sparziel neu gesteckt: Jetzt 330 Stellen”

  1. William Travisam 17.02.2009 um 16:13

    “Mit einer kleinen Mannschaft und neuem Konzept versuchen wir, die Siegener Zeitung anzugreifen”. Fünf Leute sollen in Siegen nach neuester Info bleiben. Also los: “Remember the Alamo!”

  2. ver.di-Mitgliedam 17.02.2009 um 16:14

    Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung geht nur mit Vollstreik – und dann alle! Es rührt sich hier im Blog verdammt wenig! Auch Du kannst der Nächste sein! Es geht um jeden Arbeitsplatz!!! Die Journalistengewerkschaften und EUER Betriebsrat benötigen aktive Unterstützung durch EUCH ALLE!

  3. [...] Schon lange ist die WAZ-Mediengruppe nicht mehr Thema hier im Pottblog gewesen – die Nachrichten die von dort kommen sind ehrlich gesagt fast schon zu traurig. Gerade jetzt erst wurde bekannt, dass das Sparziel von 260 auf 330 Stellen gesteigert wurde1. [...]

  4. WAZleram 17.02.2009 um 19:27

    Man wird sprachlos, wer stoppt diesen Irrsinn!

  5. Katharina Borchertam 17.02.2009 um 19:35

    Der Vollständigkeit halber sollte man allerdings noch anfügen, dass bei der Zahl 330 die Fotografen (55) noch einbezogen sind. Da sieht es allerdings zum Glück so aus, als würde man gemeinsam eine auf den Vorschlägen des Betriebsrats beruhende Lösung finden, die nicht im Stellenabbau mündet. Die Zahl wäre dann entsprechend niedriger (wenngleich natürlich immer noch höher als in der ersten Planung).

  6. waz-Mannam 17.02.2009 um 20:46

    @Borchert: Es ist schon traurig, dass Frau Bochert recht unwissend ist. Es handelt sich keineswegs um “Fotografen”, sondern um festangestellte Bildredakteure. Bisher ist nichts bekannt, dass alle Bildredakteure ihre Festanstallung verlieren sollen.

  7. Bloggeram 17.02.2009 um 20:47

    Was ist das für eine Chefetage?
    Mal Hüh, mal Hott, mal Warstein ja, mal Warstein nein, mal 260, mal 330 Leute… Was soll man da noch glauben? Werden da gezielt Ängste geschürt, um Mitarbeiter möglichst schnell zur Kündigung zu bewegen?

  8. Ladefehleram 17.02.2009 um 20:52

    @Borchert
    Der Vollständigkeit halber sollte man allerdings noch anfügen, dass die Fotografen (55) vorher auch bereits einbezogen worden waren.

  9. tippseam 17.02.2009 um 21:24

    Der weiteren Vollständigkeit halber sollte man auch noch anfügen, dass die 55 Fotografen/Bildredakteure bei Frau Borchert und derwesten.de landen sollen.

  10. tippseam 17.02.2009 um 21:27

    Und um noch vollständiger zu sein, möchte ich den Anstand von Frau Borchert ausdrücklich hervorheben, als einzige CR mit dem “Fußvolk” hier zu reden.

  11. WP_Freundam 17.02.2009 um 21:43

    Ich glaub es ja nicht… die WP schließt auch Redaktionen? Und was ist mit Warstein? Werden die weiter verarscht? Wie sollen die denn ohne den Kreis Soest überleben? Außerdem sollten doch Soest und Werl fusionieren… Das geht alles ziemlich wirsch und schnell über die Bühne!

  12. Tachelesam 17.02.2009 um 22:04

    An Tippse: Frau Borchert hat nichts anderes gelernt als zu bloggen, sie schreibt über ihr armseliges Sexualleben (Lyssa), so dass selbst Bodo Hombach die Tränen gekommen sind, um Abhilfe zu schaffen.

  13. Blog-Leseram 17.02.2009 um 22:22

    Werl ist doch praktisch schon zu. Und der heutige Umfang besorgt doch automatisch den Rest. Die Frage ist nur noch, wann das endgültige Ende kommt…

  14. Tachelesam 17.02.2009 um 22:23

    Ich nehme diese letzte Bemerkung wieder zurück, da es hier nicht um irgendwelche Personen geht, sondern um das Ganze. Frau Borchert oder Herr Hombach sind auch nur Namen. Ich muss gestehen, ich kenne die beiden gar nicht, nicht persönlich. Und die Gesichter von denen, die werde ich mir auf meine alten Tage nicht mehr merken. So schön sind die nicht.

  15. WAZ-Knipseram 17.02.2009 um 23:01

    So mies das jetzt alles zu kommen scheint für die Foto-Redakteure: zukünftig Katharina Borchert als Chefin zu haben anstelle der komplett kommunikations-unfähigen Herren Reitz und Klümper – das ist doch fast schon ein Lichtblick! Chapeau, Chefin in spe, für Ihren Auftritt in diesem Blog!

  16. Katharina Borchertam 17.02.2009 um 23:02

    @waz-mann: Ich kann auch gerne den formal korrekten Begriff der Bildredakteure wählen (wobei mir gesagt wurde, dass seit Jahren alle ohnehin Verträge als Bild- und Textredakteure haben), aber auch die Betriebsräte selbst haben der Einfachheit halber immer Fotografen gesagt, also habe ich mich dem einfach angeschlossen.

    Und ja @tippse, wir reden derzeit intensiv über eine “Anbindung” an WAZ NewMedia anstelle einer Auslagerung in eine eigene Gesellschaft, weil beide Seiten dort Synergiepotential sehen.

  17. tippseam 17.02.2009 um 23:17

    @Tacheles: Ich kenne beide, und sie kennt mich (hat aber zum Glück keine Ahnung, wer die tippse ist ;) ). Aber das ist ja das Gute hier – der einzige Ort, wo man/frau geschützt (für jeden Eintrag wäre ja eigentlich eine Abmahnung fällig) seine und ihre Meinung sagen kann. Zum Beispiel, dass es nett war, dass du deine Bemerkung wieder zurückgenommen hast. Die war nicht so gut…

  18. weepeeam 17.02.2009 um 23:44

    aber traurig ist es: Der defacto-Rückzug der WAZ aus dem Siegerland spielt in diesem Blog schon keine Rolle mehr. Haken hinter, bisschen Mitleid und Schluss. Eine Minnimalbesetzung für die Rundschau Siegen, eine Null für die WP. Den Vergleich mit Alamo finde ich übrigens wirklich hübsch und zutreffend. Die nächste Rundschau-Redaktion ist schließlich in Lüdenscheid.

    Erinnert sei nur an die Bemerkung, die Aufgabe von Gebieten sei eine Niederlage für die WAZ.

    Tatsache ist, dass diese Entscheidung die Folge von jahrzehntelangen Managementfehlern und Versäumnissen der Chefredaktionen ist.

    Eine Niederlage … Ob der Looser aus Mülheim und seine Büchsenspanner in der WP-Chefredaktion das heute auch noch so formulieren würde? Keine Ahnung. Bin auch mit Fremdschämen ausgelastet.

  19. tippseam 18.02.2009 um 00:21

    Und nicht nur das, @weepee: Die NRZ-Lokalredaktion Essen, immerhin Konzernsitz, galt als unantastbar und ist jetzt auf eine kleine Viermanntruppe reduziert worden, die die WAZ-Lokalseiten “branden” soll. Medienvielfalt ade – und das angesichts der kommenden Kulturhauptstadt. Es ist eine Schande. Und glaubst du, dass das wen aufregt? Nö. Ich schreibe das nämlich schon zum zweiten Mal, und nicht mal ein NRZ-Kollege hat bisher reagiert. Sie scheinen sich damit abgefunden zu haben – oder der Schock sitzt noch zu tief.

  20. Blattspinatam 18.02.2009 um 00:39

    Warum protestiert eigentlich kein Herr Pleitgen gegen den massiven Medienabbau vor dem Kulturhauptstadt-Jahr? Weil er sich mit Reitz und Rüttgers so gut versteht. Machtmenschen unter sich.

  21. klickam 18.02.2009 um 00:57

    Hallo Frau Borchert, vielen Dank für ihre Beiträge in diesem Forum. Egal ob Fotograf oder Bildredakteur, ein Chefredakteur der uns nicht mehr dabei haben will, weil ihm nur an seiner eigenen Karriere gelegen ist, den bin ich nicht traurig zu verlassen.
    In diesem Sinne auf die positive Gestaltung unserer gemeinsamen Arbeit. Bitte nehmen sie mich/uns? ( ich weiß ja nicht ob alle wollen) Fotografenvolk wohlwollend auf. Wir sind gar nicht so übel.

  22. Tachelesam 18.02.2009 um 01:25

    Ach Tippse und all die Ahnungslosen, die hier noch angeblich ernsthaft bloggen: Über Wochen und Monate habt Ihr nichts von Euch hören und lesen lassen und dann kommt Frau Borchert daher. und Du oder Ihr findet das gut? Wie kann man Euch helfen?

  23. porschekilleram 18.02.2009 um 01:39

    @Tacheles: Das mit dem “Bloggen” hier sind die ersten Fingerübungen für das kleine Licht am Ende des Tunnels – derwesten.de als evt. Auffanglager für die “Alamo-Flüchtlinge”. Dann werden sie nämlich auch “angemessen” entlohnt als Blogger wie “Freie” im dreistelligen Monatsbereich, na vielleicht nicht ganz so doll, denn einige von den ersten Blogger, die auf das Angebot reinfielen, sind ja jetzt schon wieder draussen.
    Da sind also Stellen frei…

  24. Tachelesam 18.02.2009 um 02:10

    Wie gesagt, ich will hier niemanden persönlich angreifen, weder in einem anonymen Blog noch sonst wo. Natürlich kann man sich über die Fähigkeiten von vermeintlichen Führungskräften auslassen, dazu brauche ich keinen anonymen Blog. Das sollte Unternehmenskultur einer jeden Firma sein. Darum geht es doch: Mit Frau Borchert kann man bloggen, aber kann man mit ihr auch reden? Ich habe sie noch auf keiner Betriebsversammlung reden gehört und ich glaube auch nicht, dass sie es will. Und dafür habe ich absolutes Verständnis. Sie ist zu diesem Job gekommmen – ja wie eigentlich? Was qualifiziert die Dame, die Frage darf, ja muss man sich stellen.

    Für so einen Job brauchen manche offensichtlich keinen Universitätsabschluss, noch eine journalistische Ausbildung. Manche brauchen eben nur Kontakte, ohne irgendeinen Plan von irgendetwas zu haben. Und dann tritt das ein, was wir gegenwärtig erleben. Hombach, Reitz, Borchert, die Liste kann man fast endlos fortführen. Aber wie gesagt, wenn einer der Herren oder Damen einen guten Job machen würde, müssten wir uns hier nicht beklagen.

  25. David Zwadloam 18.02.2009 um 03:16

    Seltsam? Seit dem 14. Februar 2009 sucht die WAZ Mediengruppe wieder nach Volontären für die Journalistenschule Ruhr “zum 01. Januar 2010 bzw. 1. Juli 2010″. Bewerbungsfrist läuft bis zum 13. März 2009.

    Ausgerechnet in der Soester Westfalenpost gefunden.

  26. porschekilleram 18.02.2009 um 03:20

    @Tacheles
    Ich weiß, dass ich nachher von Katharina wieder eins drüber bekomme, aber sehen wir’s doch mal so: derwesten entspricht in der Ausrichtung als zentral manage-bares Online-Instrument für die WAZ-Gesellschafter zumindest in Teilbereichen der vielbeschworenen “Erlösung” aus der Kostenfalle. Wenig Fixkosten (2- 3 Mios für den Launch plus 0,5 Mios nachschiessen im Vergleich zu den Kosten für Präsenz-Redaktionen), maximale Reichweite – Verleger-Herz, was willst Du noch mehr?
    Als Marketing-UBoot war zeitgeist-mäßig Bloggen angesagt. Das ist etwas, was Frau Borchert nun nachweislich gut kann und weswegen sie auch als “Head” des neuen Instruments in Betracht kam. Alles völlig nachvollziehbar bis hierhin.
    Dann aber die anscheinend unausweichbare “Wenn wir schon sowas machen, dann könnten wir doch auch…”-Rationalisierungs-Denke des einfach strukturierten deutschen Managers. Sprich: Blogs zentral, News drumherum gestrickt, fertig ist das eierlegende Wollmilchsau-Portal für einen Großverleger.
    Ergebnis (mal beispielweise): Von der Dortmunder WR werden pro Woche(!) momentan mal so knapp 20-30 neue Online-Artikel der Lokal-Redaktion auf derwesten.de freigeschaltet (die doppelten und dreifachen Freischaltungen rechne ich jetzt mal großzügig wie bei den Fotografen raus;-) Auf Print und ohne Werbung runtergerechnet könnte mir der Zeitungsbote also jeden Tag die WR gefaltet unter der Haustür durchschieben, da sie nur aus einer Seite besteht. Die Blogs liest eh’ kaum Einer, da dort die Frage nach *Inhalt* eher inflationär sparsam als qualitativ anspruchsvoll beantwortet wird. Die damals auch vielbeschworene “Web2.0-Interaktivität” z.B. mittels Geotagging taugt vielleicht noch als Partygag (”Kumma, der peilt Hombruch nach Castrop, höhö!”) oder – was auch im Stadtteil-Bereich seit dem Relaunch auffällt – höchstens noch als Klick-Generator, weil man anders nicht mehr an die eigentlichen Inhalte drankommt.
    Kurz gefasst: Um mit neuen Instrumenten neue “Musik” im Verlagsgeschäft zu generieren, ist es zwar sinnvoll, erfahrene “Musiker” einzukaufen, aber ein erfahrener Produzent wäre noch viel wichtiger und effektiver gewesen.

  27. 1000 Fragezeichenam 18.02.2009 um 07:37

    Heute morgen im WDR:
    .
    “WAZ will mehr Stellen streichen
    .
    Die WAZ-Mediengruppe will mehr Stellen streichen als zunächst geplant. Nach Informationen der Gewerkschaft Verdi baut der Essener Konzern bei den vier Tageszeitungen in NRW insgesamt 330 Stellen ab. Angekündigt worden waren 260. Zum WAZ-Konzern gehören auch die Westfälische Rundschau aus Dortmund und die Westfalenpost aus Hagen. Künftig soll es an jedem Redaktions-Standort von WR und WP nur noch eine gemeinsame Lokalredaktion geben.”
    .
    Ego, das würde dann nicht nur die bisher erwähnten Redaktionen betreffen, sondern auch z.B Hagen, Wetter/Herdecke usw. usf., oder nicht ?!?

  28. waz-Mannam 18.02.2009 um 07:47

    @K.Bochert: Die 55 Bildredakteure waren nie in der Summe der 261 freizusetzenden Redakteure drin. Oder sollte sich in der Zwischenzeit wieder eine Zahlenjongliererei etwas anderes ergeben haben? Wie erinnerlich, ist in der Informationsveranstaltung in der Lichtburg bei der Vorstellung des Schicklerpapiers mit der Bekanntgabe der 261 “Freizusetzenden” erst aufgefallen, dass die 55 Bildredakteure im Nichts verschwunden waren. Sie wurden dann unter allgemeinen Kosten “wiedergefunden”. Folglich können sie nicht in der Summe von 261 enthalten gewesen sein.

  29. waz-Mannam 18.02.2009 um 07:53

    @K.Bochert: Hatte vergessen: Es wäre hochinteressant, wenn jetzt bei der neuen Zahl von 330 “Freizusetzenden” die 55 Bildredakteure nachträglich aufgenommen sind. Das kann aber nicht sein, dann wäre die neue Zahl viel höher.

  30. Blattkritikam 18.02.2009 um 08:00

    Meine Güte, was für eine akademische Diskussion das hier ist: Leute, die GGF hat und ebenso wie die CR nur verarscht und hingehalten! Das dürfen sich BR und Belegschaft nicht bieten lassen.

    Meiner Meinung nach reicht es nicht aus, wenn der Betriebsrat die Sitzung verlässt (Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen, sagte schon Herbert Wehner).

    Der Schmusekurs muss vorbei sein!

    Wie ist der BR eigentlich hinsichtlich seiner Ziele aufgestellt?
    Das alleinige Ziel muss doch sein, betriebsbedingte Kündigungen unter allen Umständen zu vermeiden.

    Das zweite nicht minder wichtige ziel ist es, menschenwürdige Arbeitsplätze zu bekommen: Was hat es noch mit Journalismus zu tun, wenn sechs bis acht Leute an Regio-Desks 50 bis 60 Seiten zusammenbraten? Nichts mehr. Wie sieht die Arbeitswelt eines WAZ-Mediengruppen-Journalisten in Zukunft aus?
    Wo bleiben kollegialer Austausch und Lernen voneinander, wenn künftig nur noch Mojos durch die Gegend sausen und mobil arbeiten. Gleiches gilt für die Bildredakteure, die bisher wegen ihrer vielen Außeneinsätze Gesicht der Redaktion und als Sensoren und ständige Informaten der Redaktionen unverzichtbar waren.
    Das wird alles zerschlagen. Damit wird der Untergang von Tageszeitung vorprogrammiert. Darüber muss auch gesprochen werden. Auch von Betriebsräten. Leute: Wehrt Euch! Gewerkschaften: Informiert! Betriebsräte: Denkt nicht nur eindimensional in Zahlen und Sozialplänen! Reitz: Hau endlich ab!

  31. ver.di-Mitgliedam 18.02.2009 um 08:20

    Wenn Ihr nicht langsam kämpft – sprich für Euch selber streikt und schreibt – wird es keine Chance mehr für die 330 Arbeitsplätze geben. Aber Redakteure und Verlagsangestellte fühlen sich ja meistens berufen und sind nicht abhängig Beschäftigte. In eigener Sache steckt Ihr den Kopf in den Sand und sonst macht Ihr Meinung für die ganze Republik!

  32. ver.di-Mitgliedam 18.02.2009 um 08:39

    P.S. Für die Durchsetzung eines Tarifvertrags zur Beschäftigungssicherung darf man zum Streik aufrufen! Es müssen natürlich alle mitmachen. Aktionen vor den Geschäftsstellen und Redaktionen können und sollten nicht durch Hauptamtliche von dju, ver.di und DJV ausgeführt werden. Dort muss der Leser seinen Redakteur oder die Kollegin Verlagsangestellte erkennen können. Die Gewerkschaften können solche Dinge nur begleiten. Aktiv muss das einzelne Mitglied werden!!!

  33. Ein Sauerländeram 18.02.2009 um 08:53

    Schon seit einigen Wochen müssen wir im Kreis Olpe mit stark abgespeckten Ausgaben von WP und WR leben. Schon davor waren die Lokalteile, vergleicht man diese mit Zeitungen andererer Regionen, alles andere als vorzeigbar.
    Was aber zur Zeit abgeht, ist eine Verdummung der Leser. Der überregionale Sport wird gekürzt, dafür gibt es den Lokalsport direkt auf der zweiten Sportseite.
    Ein eigenes (übersichtliches) Buch as Lokalteil gibt es auch nicht mehr. Kann durchaus sein, ich finde meine zweite Seite Lokales irgendwo im letzten Buch zwischen Kultur und Anzeigenteil.
    So etwas funktioniert halt da, wo ein Monopolist am Werke ist. Hoffentlich werden die Kolleginnen und Kollegen der Siegener Zeitung wach und mischen den Kreis Olpe ordeentlich auf.
    Und dann gibt es ja noch den SauerlandKurier. Ein gutes und informatives Anzeigenblatt, welches der WAZ-Gruppe im Sauerland und Siegerland seint nunmehr 25 Jahre die Zähne zeigt.
    Mal schauen was passiert, wenn es nur noch die Westfalenpost gibt im Kreis. Die Westfälusche Rundshau wir ihre Lokaredaktion ja mit Sicherheit zu Grabe tragen. Und damit auch die Kollegen, die seit 40 Jahren und mehr viel Einsatz die WR-Fahne gegen eine übermächtige WP hoch gehalten haben.

  34. downunderam 18.02.2009 um 09:07

    @ver.di-Mitglied: Gute Vorschläge – allein mir fehlt der Glaube. Die Hoffnung in die Kampfbereitschaft von Redakteuren habe ich fast aufgegeben. Leider fühlen sich viel zu viele Kollegen eher als Künstler denn als Arbeitnehmer. Sie können ausführlich über die Arbeitswelt berichten, aber beim Einsatz für die eigenen Belange hört es meist auf. Was ist denn mit den Kollegen, die bei den letzten Versammlungen vorzeitig vom Acker machten und dienstbeflissen in die Redaktionen eilten, um noch eine vollständige Ausgabe zu machen? Was ist mit denen, die beim letzten großen Streik unsere Ziele verraten und in fleißig in den Redaktionen gearbeitet haben? Und was ist mit denen, die sich hier im Blog seit Wochen und Monaten in Selbstmitleid ergehen, aber den Arsch nicht hoch bekommen?
    Die Ansätze von Aktionismus kommen reichlich spät, zu spät. Die Geschäftsführung hat ihr abgekartetes Spiel von Anfang an durchgezogen – und die Betriebsräte haben zu lange gute Miene zum bösen Spiel gemacht und geglaubt, ihre Konzepte würden beachtet. Das war aber alles Arbeit für die Tonne. Besser hätte man von Beginn an einen harten Kurs gefahren. Ich kriege noch das Kotzen, wie sich am 5.12. in der Lichtburg alle haben einlullen lassen.
    Jetzt ist der Zug abgefahren – und er wird mächtig vor die Wand knallen. Und der aktuelle Stellenabbau wird nicht der letzte gewesen sein. Das sollten auch jene Kollegen wissen, die auf vermeintlich “sicheren” Stellen sitzen und deshalb glauben, sich jegliche Solidarität sparen zu können.
    Ach ja, Solidarität. Die habe ich schmerzlich vermisst. Schon in der Nachbarstadt interessiert es die auf sicheren Stellen sitzenden Kollegen nicht mehr, was aus ihren Kollegen ein paar Kilometer weiter wird, deren Redaktion geschlossen wird. So nach dem Motto: Jeder ist sich selbst der Nächste.
    Deshalb bezweifle ich, ob man in der gegenwärtigen Atmosphäre von Unsicherheit und Halbinformation geschlossen zu Kampfmaßnahmen findet. Schön wäre es, doch da sind wir wieder bei den “Arbeitnehmer-Qualitäten” von Journalisten. Ist leider so.

  35. Norbertam 18.02.2009 um 09:17

    Ich bin gerade über einen Bericht auf http://www.bo-alternativ.de auf diesen Blog gekommen. Mich erschüttert die Überschrift: “Sparziel neu gesteckt: Jetzt 330 Stellen”. Der Begriff “Sparziel” ist der euphemistische Kampfbegriff der Konzernleitung. Journalist-inn-en, die so einen Begriff unkritisch übernehmen und nicht von Stellenkürzung oder -vernichtung oder von Entlassungen schreiben, dürften kaum eine Chance haben, sich zu wehren. Schön dass wenigstens “freigesetzt” in Anführungszeichen gestellt wurde.

  36. Klartextam 18.02.2009 um 09:18

    @ Ein Sauerländer: Da schreibst du aber reichlich wirres Zeug.
    1. Die Lokalteile sind in den vergangenen Wochen nicht abgespeckt, sondern eher ausgeweitet worden – auf Kosten von Mantelseiten.
    2. Dass Lokalseiten aus dem lokalen Buch ausgelagert werden, ist die absolute Ausnahme.
    3. Eingangs schreibst du, die Lokalteile von WR und WP seien alles andere als vorzeigbar und am Ende lobst du den Einsatz der WR-Redaktion. Was denn nun?
    4. Der Sauerlandkurier als gutes Blatt? War vielleicht mal ansatzweise so, ist es aber lange nicht mehr.
    5. Die Siegener Zeitung soll den Kreis Olpe aufmischen? Mit ellenlangen Berichten von jeder Katzenkirmes oder was?

  37. downunderam 18.02.2009 um 09:21

    Kress und Kölner Stadtanzeiger berichtenn, 200 Kollegen hätten bereits Altersteilzeit oder Aufhebungsverträge vereinbart.
    http://www.kress.de/cont/story.php?id=126730
    http://www.ksta.de/html/artikel/1234873763335.shtml

    Ist mal wieder interessant, dass man so etwas aus anderen Medien erfährt und nicht im eigenen Laden.

  38. WPleram 18.02.2009 um 09:39

    Warum werden die WP-Kollegen in Warstein verschont, wenn Soest und Werl geschlossen werden? Oder ist das nur Hinhaltetaktik, um einen Komplettrückzug aus dem Kreis Soest zu verschleiern? In Warstein verliert die WP doch schon seit Jahren und die WR ist schon lange weg.

  39. Mitbestimmungam 18.02.2009 um 09:48

    Malte Hinz hat dem Magazin MITBESTIMMUNG ein Interview gegeben, in dem er auch zu den Sparplänen Stellung bezog. Wenngleich sich das noch deutlich optimistischer liest…

    Download unter:

    http://www.schmitz-kuhl.de/fileadmin/user_upload/Interviews/Medienkrise.pdf

  40. czyslansky » Aus 300 mach 20am 18.02.2009 um 10:36

    [...] Einen Kampfblog mit dem Namen Medienmoralnrw möchte ich als Zeichen meiner Solidarität noch verlinken. er hat sogar einen [...]

  41. Alamoam 18.02.2009 um 10:37

    Hat schon jemand überlegt, wie beispielsweise künftig vier Leute aus dem Siegerland mit den Städten Siegen, Hilchenbach, Netphen, Kreuztal, Freudenberg und den Gemeinden Wilnsdorf, Burbach und Neunkirchen einen Lokalteil liefern sollen? Ganze vier Figuren machen Lokalseiten und Sport aus einem 270000-Einwohner-Gebiet für WR und WP? Was wird das für eine Zeitung?

  42. 1000 Fragezeichenam 18.02.2009 um 10:53

    @Alamo: Fragen über Fragen! Aber mal ehrlich, ist denen doch egal. Wenn die Zeitung katastrophal wird und die Abozahlen in den Keller rauschen, dann wird eben auch Siegen und Umgebung eingestampft…. Merke: Es gibt keinen Skrupel mehr!

  43. [...] Einen Kampfblog mit dem Namen Medienmoralnrw möchte ich als Zeichen meiner Solidarität noch verlinken. er hat sogar einen [...]

  44. tippseam 18.02.2009 um 11:15

    @Tacheles: Ja, ich finde es gut, dass Frau Borchert sich hier äußert. Ich fände es noch besser, wenn sich mein eigener Chefredakteur daran ein Beispiel nähme.
    -
    Ich bin keine Freundin von blindem Aktionismus. Die Umstrukturierung, die ich für falsch halte, werden wir nicht verhindern können. Wenn die GF eine Redaktion in XY schließen will, dann macht sie es. “Sichere” Arbeitsplätze gibt es nicht, wenn sich jeder neu auf seine/ihre Stelle neu bewerben muss, wobei ich die Gewerkschaften bitte, einmal zu prüfen, ob das überhaupt zulässig ist. Darf meine Stelle, die ich besetze, überhaupt neu ausgeschrieben und neu besetzt werden, obwohl ich noch weiter im Betrieb bin und auch in meiner Redaktion auf meiner Stelle bleiben möchte?
    -
    Was wir versuchen müssen, zu verhindern, sind betriebsbedingte Kündigungen. Dafür sind mir viele Mittel recht. Druckmittel. Streikmittel. Beispielsweise. Mir fällt noch mehr ein…

  45. Gerd N.am 18.02.2009 um 11:37

    @tippse: “Mir fällt noch mehr ein…” Langsam im eigenen Medium ‘mal etwas Öffentlichkeit herstellen, wenigstens so für den Anfang? Nicht nur immer die Seiten zutexten mit Stellenabbau bei GM und Opel, sondern auch ab und zu über die WAZ-Axt berichten?

  46. fiftyruhram 18.02.2009 um 12:06

    Die Gewerkschaften warten wohl auf eine entsprechende breite Kampfbereitschaft in den Redaktionen.
    Klare Worte in einer Pressemitteilung des DJV:
    http://www.djv.de/SingleNews.20+M5baed1f19b2.0.html

  47. downunderam 18.02.2009 um 12:37

    @Alama: Das wird dann bestimmt Qualitätsjournalismus a la Reitz und Hombach. Siegen mit vier Leuten kann man vergessen – da ist der Fall der ohnehin bescheidenen Auflagenzahlen gegen 0 vorprogrammiert.
    Und auch Hagen mit 4 Leuten wird nicht laufen.
    Kurz- bis mittelfristig wird es wohl so sein, dass sich die WAZ ganz aus den Außenbereichen des Verbreitungsgebietes zurückziehen und sich aufs Ruhrgebiet beschränken wird. Das spart durch kurze Vertriebswege Kosten. Und den maßgebenden Leuten geht’s ja schließlich nur um Geld. Dann ist auch die WAZ-Einheitszeitung nicht mehr weit, denn das mit Content-Desk und Titelredaktionen ist sicher keine Lösung für die Ewigkeit. Und wie lange die WP noch ihren Spezialweg “Heimatzeitung” machen darf, sei auch mal dahingestellt. Wahrscheinlich so lange, bis Zapp in Rente geht …
    Alles nur noch schlimm.

  48. Katharina Borchertam 18.02.2009 um 12:58

    @Tacheles Natürlich kann man mit mir reden. Ich habe schon bei Betriebsversammlungen geredet und werde das auch gerne wieder tun, wenn man mich einlädt (ist ja nicht “meine” Betriebsversammlung also fände ich es anmaßend, uneingeladen zu kommen).

    @waz-mann Laut Aussage von Schickler sind die Fotografen in der neuen Zahl von 330 eingerechnet. Wenn man sich da jetzt auf eine feste Weiterbeschäftigung einigt, und danach sieht es zum Glück ja aus, sinkt die Zahl entsprechend.

    @tippse Wir kennen uns? Wie gut dass ich nicht paranoid bin ;-)

  49. uscham 18.02.2009 um 13:29

    Warum werden die WP-Kollegen in Warstein verschont, wenn Soest und Werl geschlossen werden?

    Hey WPler – denk mal, du wärst Teil einer Wette in der zwei Herausgeber 5 Euro setzen, dass irgendwann einer mit der Zerfleischung anfängt… also mir würde das Angst machen, dass ich so kalkulierbar wäre.

    Freu dich doch für die Kollegen – ich würde mit denen nicht tauschen wollen!

    Also weiter: Solidarität!

    Grüße usch

  50. Gerd N.am 18.02.2009 um 14:30

    @tippse “Dafür sind mir viele Mittel recht. Druckmittel. Streikmittel. Beispielsweise. Mir fällt noch mehr ein…”
    .
    Jetzt bekommen die drei Waz-Äxte in Essen aber ganz schreckliche Angst. Da droht jemand, der bereits Manschetten davor hat, im eigenen Medium die Öffentlichkeit zu informieren, mit einem wilden Streik. Na prima, das passt ganz gut. Da wandeln wir doch gleich die betriebsbedingten Kündigungen in fristlose Kündigungen um. Spart einen Haufen Geld.
    .
    Andererseits: So, wie das in den letzten Monaten gelaufen ist brauchst Du Dich vor “blindem Aktionismus” bestimmt nicht zu fürchten. Die Gefahr, dass einer aufsteht und laut protestiert, besteht nicht. Was man auch gut daran ablesen kann, dass die große Betriebsversammlung nach einem kleinen Hinweis der GGF schleunigst abgesagt wurde. Nicht, dass da am Ende noch einer etwas gegen die “Sparmaßnahmen” sagt.
    .
    In diesem Sinne: Mahlzeit! Und, natürlich: Der Letzte macht das Licht aus!

  51. waz-Mannam 18.02.2009 um 15:02

    @K.Bochert: In der neuen Zahl von 330 können die 55 Bildredakteure nicht enthalten sein, da nach gestriger Angabe des Verlages von den 70 Beschäftigten, die nun mehr gehen sollen, 40 kaufmännische Angestellte sind. Hier wird rumgekrückt, dass sich die Balken biegen.

  52. [...] 330 Stellen weg! Wortgewaltig, aber bislang aktionsschwach diskutieren WAZ-Redakteure ihren Untergang … medienmoral [...]

  53. Merlinam 18.02.2009 um 17:48

    Ist schon Bitter hier lesen zu müssen, dass die Lokalredaktionen der WP geschlossen werden. Gerade die WP in den ländlichen Bereichen sind die Nachfolger älterer Zeitungstitel (durch Übernahme der RTedakteure und damit auch deren “Know-How”, Bekanntheitsgrad etc.) mit denen Generationen aufgewachsen sind.

    Komisch ist es schon, das in euren Titeln keine Informationen an die Leser, immerhin die Personen die euch bisher bezahlten, gehen. Verkauft eure Kunden nicht weiter für dumm, die Ausgaben werden immer dünner, inhaltlich anspruchsvolle Themen werden reduziert, Fehlerkontrollen finden offensichtlich gar nicht mehr statt. Der Anzeigenmarkt für Familienanzeigen scheint einzubrechen usw. Ist das alles von langer Hand vorbereitet?

    Und die Idee Inhalte der anderen Titel zu “branden”: Sind die Verantwortlichen der WAZ-Gruppe so naiv? Es gibt Leser, die lesen auch andere Printausgaben der WAZ-Gruppe entweder zu Hause oder die Zeitung vom Kollegen in der Pause. Sind eigentlich nur WAZ/NRZ/WR/WP betroffen oder auch die zugekauften Titel “Braunschweiger …” oder in den neuen Bundesländern bzw. sonstwo?

    Merlin
    - ein langjähriger Leser aus dem Ruhrpott -

  54. tippseam 18.02.2009 um 19:41

    @Katharina Borchert: Ja, ja, manchmal kennt man Leute, man ahnt es nicht… ;)
    -
    @Gerd N.: Also schön, ich verspreche, dass ich nicht mehr so böse böse Worte wie Druckmittel oder Streikmittel in den Mund nehme, und unser famoses Essener Dreigestirn aus Bauer, Bauer und Bauer nicht mehr erschrecken werde. Vorausgesetzt natürlich, du hast etwas anderes zu bieten als Polemik, Heruntergeziehe und Geschichtsverklärung, die heute “da oben” nicht mehr zählt. Denn ich habe nicht vergessen, zu kämpfen, wenn es sein muss. Von einem “wilden Streik” habe ich übrigens nie geschrieben. Da wüsste ich was Besseres…
    -
    Ich habe übrigens auch überhaupt keine Manschetten, im eigenen Medium die Öffentlichkeit zu informieren. Ich tue das doch schon laufend. Das hier, das ist mein eigenes Medium, ein Gewerkschaftsblog für eine Gewerkschafterin. Das ist mein eigenes Medium, es “gehört” mir und wird – indirekt über meine Beiträge – von mir bezahlt. Das “andere” Medium, das dir vielleicht vorgeschwebt hat, das gehört mir nicht. Ich bin dort eine lohnabhängig Beschäftigte, von einem von oben eingesetzten und instruierten Lokalchef kontrolliert, und schreibe für Geld die Zeitung voll. Nicht “meine”, sondern “deren” Zeitung. Klartext?

  55. WP-Leseram 18.02.2009 um 20:20

    hallo,

    ich als abonnent der wp habe mich schon gewundert, warum die Zeitung auf einmal so dünn ist. trotzdem fühle ich mich mit nachrihten gut versorgt. aber hier in soest wohl nicht mehr lange. wenn die wp weg ist, muss ich wohl zum anzeiger wechseln, obwohl ich das gar nicht möchte. die wp ist meiner meinung nach die seriösere zeitung. sie schafft ein mediales gleichgewicht in unserer schönen stadt. mit ihrem verschwinden verlöre soest ein stück identität. das macht traurig,

  56. Gerd N.am 18.02.2009 um 22:01

    @tippse: “Ich bin dort eine lohnabhängig Beschäftigte, von einem von oben eingesetzten und instruierten Lokalchef kontrolliert, und schreibe für Geld die Zeitung voll. Nicht “meine”, sondern “deren” Zeitung. Klartext?”
    .
    Oh ja, Klartext. Man nennt und nannte das, was Du beschreibst, dann übrigens nicht mehr Journalismus, sondern Propaganda. Wozu Menschen alles fähig sind: Tagsüber gegen Geld die Meinung des Verlags vertreten, nach Feierabend dann im Blog dagegen agitieren. Das klingt nicht nur schizoid, das ist es auch. Du solltest dringend dein berufliches Selbstverständnis überprüfen. Vielleicht mal beim morgendlichen Blick in den Spiegel.

  57. weepeeam 18.02.2009 um 22:30

    # Alamo: Natürlich hat die WR in Siegen keine Chance mit vier Leuten. Aber vielleicht kauft ja die WAZ die SZ? Und dann brauchts gar keine WR mehr.
    # tippse: Tatsache ist, dass der Markenkern der WAZ-Zeitungen durch diese Aktion rettungslos beschädigt wird. So geht kein vernünftiger Unternehmer mit seinem Betrieb um. Die Krake WAZ hat mittlerweile spindeldürre Ärmchen.
    Ob es bei der nächsten Sparwelle in fünf Jahren noch Abfindungen gibt?

  58. Medienmoralam 18.02.2009 um 22:36

    hier noch ein paar Zeitungsartikel zum Thema
    Thomas Gehringer im Tagesspiegel
    http://www.tagesspiegel.de/medien-news/WAZ;art15532,2733747
    Boris Rosenkranz in der taz
    http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/alles-fuer-die-qualitaet/
    Reuters
    http://de.reuters.com/article/deEuroRpt/idDELI41266120090218
    Kress
    http://www.kress.de/cont/story.php?id=126730
    Netzzeitung
    http://www.netzeitung.de/medien/1278817.html
    FAZ
    http://tinyurl.com/ctwdvn
    Kölner Stadt-Anzeiger
    http://www.ksta.de/html/artikel/1234873763335.shtml
    mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw

  59. Gewerkschafteram 18.02.2009 um 23:00

    Das ist, was Kolleginnen und Kollegen wie “tippse” nicht begreifen wollen: Wir machen uns inzwischen gnadenlos lächerlich und unglaubwürdig, wenn wir versuchen, unseren Lesern vorzuenthalten, was in anderen Medien schon zum Dauerbrenner geworden ist. Wie bodenlos dumm: Abends im WDR die Bilder von der Lichtburg, morgens steht in der WAZ darüber kein Wort. Und jeder merkt es.

  60. Gewerkschafteram 18.02.2009 um 23:02

    Das ist, was Kolleginnen und Kollegen wie “tippse” nicht begreifen: Wir machen uns inzwischen gnadenlos lächerlich und unglaubwürdig, wenn wir versuchen, unseren Lesern vorzuenthalten, was in anderen Medien schon zum Dauerbrenner geworden ist. Wie bodenlos dumm: Abends im WDR die Bilder von der Lichtburg, morgens steht in der WAZ darüber kein Wort. Und jeder merkt es.

  61. Beobachteram 18.02.2009 um 23:21

    Was mich irrtiert, sind die 20 zusätzlichen Stellen für DerWesten. Einerseits ist es natürlich löblich, wenn der Konzern wenigstens einen Bruchteil der vernichteten Arbeitsplätze “zurückgibt” – aber in meinen Augen ist das Konzept des Onlineauftritts insgesamt nicht stimmig. Da gibt es keine Aktualität, was das Lokale angeht, da dauert rein technisch alles viel zu lange. Kann es sein, dass hier ein Basisfehler der WAZ-Gruppe wiederholt und ein (weiterer) schwerfälliger Tanker geschaffen wird?

    B.

  62. hamburgeriaam 18.02.2009 um 23:33

    Interessant bei Kress: Nienhaus – Geschäftsführer seit: 07/2008
    Seit 09/2008: lähmende Angst, Chaos, keine Zeit mehr für Inhalte, Markenbeschädigung in Serie, Mitarbeiter-Demotivation ohne Ende, Kahlschlag ohne Konzept. Ganz sauberer Job, Herr Nienhaus!

  63. Andyam 18.02.2009 um 23:50

    @weepee: Spindeldürr sind die Arme nicht. Aber die Krake hat sie mehr nach Osteuropa ausgestreckt. Da ist mehr Kohle zu machen. Zuhause scheint sie nur noch der Tradition und wohl auch des Namens wegen ein Interesse an der Zeitung WAZ zu haben.
    -
    @hamburgeria: Um genau diesen “sauberen” Job zu machen, haben sie den netten Herrn Nienhaus eingestellt.

  64. Dr. Faustam 19.02.2009 um 00:10

    @hamburgeria: Der Name Nienhaus ist in der Tat ein interessanter Aspekt. Bei BILD aus welchen Gründen auch immer irgendwann in die Sackgasse geraten, dreht er in Essen mächtig auf, wo man ihn bei Springer anscheinend nicht so gelassen hat. Was hat Herr Hombach die Jahre davor den ganzen Tag gemacht? Denn vieles war bereits dort absehbar, so daß erst Herr Nienhaus Angst und Schrecken in die WAZ Mediengruppe getragen hat und dieser Kahlschlag das Ergebnis ist. Auffällig auch, wieviele ehemalige Springer bzw. BLÖD äh BILD-Vertraute er sich an die wichtigen Schaltstellen holt. Werden wir etwa unterwandert, denn von Springer hat es aufgrund der ganzen Abwerbungen nie den großen Aufschrei gegeben? Lediglich mit Herrn Stemmle ist das nicht ganz so glücklich gelaufen und der wollte nicht so funktionieren, wie die GGF es wollte und er dankend das Weite gesucht hat.
    .
    Wieso hat Springer die Beteiligungen an den Regionalblättern an Madsack verkauft? Weil dieses Portfolio die WAZ idealerweise bisher abgedeckt ? Soll mit Hilfe der ehemaligen Springer-Manager bei WAZens erst einmal ordentlich durchgekehrt werden, bevor man auf eine wirkliche trickige Art- und Weise miteinander anbandelt, aber nicht so, dass das Kartellamt den Schlagbaum sofort senkt?
    .
    Ich bin sehr gespannt, denn dieses Konstrukt würde eine Welle nach sich ziehen, wo uns allen erst recht Hören und Sehen vergeht.

  65. fiftyruhram 19.02.2009 um 00:54

    Der liebe Herr Nienhaus hat vor ein paar Jahren bei BILD Ruhrgebiet/Westfalen schon den “Kettwig-Kahlschlag” kühl grübchenlächelnd durchgezogen: Aufgabe des Verlagsstandorts in Kettwig, Aufteilung von Redaktion(en)/Anzeigenabteilung/Vertrieb nach Dortmund und Essen, Versetzung ganzer Redaktionsbereiche in weit entfernte zentrale Pools … und gleichzeitig wurde damals jede dritte frühere Kettwiger Stelle abgebaut.
    Vor allem die Erfahrung wurde rausgedrängt und rausgekauft.

  66. hamburgeriaam 19.02.2009 um 08:20

    Und seit Herr N. da ist, wird die WAZ wie eine Aktiengesellschaft geführt: Kurzfristige Renditesteigerungen, kein Blick mehr für das Ganze. In der Tat hat er überall seine Springer-Vasallen untergebracht, ganz schlimm muss es bei der WP sein, der man ein Wachtelei untergeschoben hat. Das Ergebnis sieht man im Kreis Soest. Schickler war das bekanntlich nicht…

  67. hamburgeriaam 19.02.2009 um 09:43

    Kleine Ergänzung: Damit man es nicht missversteht (verstehen will) – Ei ist im Sinne von Ausbrüten und ist nicht menschlich despektierlich gemeint.

  68. tippseam 19.02.2009 um 10:05

    Ja, @Gewerkschaftler und Gerd N., dann haut mal in die Tasten. Ich freue mich auf eure schönen Enthüllungsberichte. Dann, aber auch nur dann, lieber Gerd, hast du das Recht, meine langjährige Arbeit zu bekritteln und abzuqualifizieren. Und, verehrter Kollege, ich kann morgens noch immer sehr gut in den Spiegel schauen. Ich mache nämlich meine Klappe noch auf.
    -
    Mein lieber Genosse Gewerkschaftler, ich begreife das alles sehr gut. Was ich nicht begreife, ist, dass ein Genosse Gewerkschaftler die Arbeit einer lohnabhängig beschäftigten tippse angreift, die sich tatsächlich nicht über den Skandal im eigenen Haus zu berichtet traut, weil sie dann nämlich keine lohnabhängig beschäftigte tippse mehr wäre – da gibt es nämlich so etwas wie geschäftsschädigendes Verhalten; warum würde ich sonst hier wohl unter einem Pseudonym schreiben? Ganz abgesehen davon, dass es der Artikel nie bis zum Leser bringen würde. Wie wäre es denn stattdessen mit Kritik an einem Chefredakteur, der das auch nicht tut? Der darf sich viel mehr erlauben als ich. Warum bitte sollen wir kleinen Lohnschreiber uns um Arbeit und Brot bringen? Das musst du mir mal erklären, Genosse Gewerkschaftler.

  69. thadeusam 19.02.2009 um 10:06

    Ich habe gehört, dass die NRZ-Lokalredaktion in Essen, also im Kerngebiet der WAZ-Gruppe eingestampft werden soll – von 12 auf 4 Mitarbeiter runter mit einem gebrandeten Lokalteil der WAZ – stimmt das Gerücht, wenn ja, werden die Leser darüber informiert?

  70. tippseam 19.02.2009 um 10:35

    @thadeus: Siehe meine Antwort im anderen Thread.
    -
    @klick: Sag mal, ich bin etwas begriffsstutzig heute morgen. War dein Kommentar von gestern Ironie oder eine sehr hübsche Ergebenheitsadresse an deine künftige CR?

  71. fiftyruhram 19.02.2009 um 12:42

    tippse hat doch völlig Recht: Kein aufklärerischer Artikel bliebe im Blatt bzw. würde gedruckt.
    In einem Punkt hat aber auch Gewerkschafter Recht: Verlag und Chefredaktionen machen sich zunehmend lächerlich, wenn sie das eigene Thema aussparen, während landauf-landab die anderen darüber berichten; sicher auch von der Pk der Betriebsräte der WAZ-Gruppe am Freitag.
    Was in Funk, Fernsehen und überregionalen Zeitungen sowie breit im Internet läuft und zu erfahren ist, kriegen auch Abonnenten mit.
    Die Zurückhaltung in eigener Sache (anfangs gab’s was, danach Schweigen) ist inzwischen ein publizistisches Eigentor der Chefredakteure. Vertrauen schwindet. Als Leser fragt man sich: Was verschweigen die noch? Was drehen die noch so hin, wie sie es wollen?

  72. sauerlandthemenam 19.02.2009 um 12:50

    WAZ-Marketing erfrischend anders…

    Zeitungsmarketing der WAZ-Mediengruppe: Am 18. Februar lag auch der Mescheder Ausgabe der Westfälischen Rundschau noch ein Beileger für die Abonnentenwerbung bei. Es ist aber längst beschlossen, dass die WR-Lokalredaktion in Meschede …

  73. Fujiam 19.02.2009 um 14:42

    Auf Spiegel.de war auch ein Artikel. Radio ennepe-Ruhr berichtet über Schliessungen der Redaktionen in Wetter, Gevelsberg, Ennepetal, Schwelm – hier sollen die Lokalteile der WR in die WP übernommen werden …

  74. [...] sich damit von 260 auf 330 Mitarbeiter. Weitere Informationen hierzu bei Medienmoral NWR hier>> Artikel mit ähnlichem Inhalt:Im Kreis Olpe sind 6100 Beschäftigte in Kurzarbeit1. [...]

  75. ramentumam 19.02.2009 um 21:15

    @Katharina Borchert: Du schreibst nicht mehr wie ein Blogger, nur noch Rechtfertigung. Du bloggst nicht mehr (oder ich habe es verpasst?). Du erklärst vorher erkennbare Problematiken der Online-News, die sich realisiert haben (inkl. social, wenn es sein mag) nur aufgrund der Fragen und Kritiken anderer. was.0? Was war vor dem Start?

    Ich vermute, würdest Du noch bloggen, dann würde man auch Deine journalitische Öffentlichkeit hier im Web Punktfragmichnicht anders und ehrlicher wahrnehmen, wäre Dein Blog so wie Du und Deine Fantasie, nicht wie Deine Arbeit.
    So ist es nur journalistischer und verlagsgebundener Quark (um sich noch ein paar Monate weiter zu retten.)

  76. Niederrheineram 19.02.2009 um 21:21

    @thadeus. In Essen soll bei der NRZ AFAIK nur noch gebrandet werden. Und das wohl, weil Hagen auch nur brandet.Zudem wird Düsseldorf-Süd quasi komplett platt gemacht. Produziert wird dann in D’dorf wohl von nur noch vier oder fünf Leuten das Lokal, Sport und eine Umlandseite.

  77. enkikiam 19.02.2009 um 22:24

    ich bin WP Leserin und finde es unglaublich, dass die LeserInnen nicht schon längst darüber informiert werden, dass die Lokalredaktionen in den einzelnen Städten umgehend geschlossen werden. Was soll diese Geheimnisstuerei? Soll die Leser für dumm verkauft werden? Ich werde die WP sofort abbestellen!!

  78. Alternativeam 19.02.2009 um 23:13

    Wenn die WR 2008 tatsächlich ein Minus von rund 30 Mio. Euro erwirtschaftet bzw. verursacht hat, stellt sich die Frage, wie konnten die Geschäftsführungen in der Vergangenheit diesen Irrweg zulassen. Warum hat niemand vorher eingegriffen? Offensichtlich sind entweder Redaktionen personell unverantwortlich aufgebläht, unrentable Standorte viel zu lange am Leben gehalten oder verwaltende Wasserköpfe sinnlos toleriert worden.
    Oder es fehlte schlicht und einfach der Sachverstand, um eine Tageszeitung in Westfalen für die Leser interessant zu produzieren.
    Die WR wurde von völlig unterschiedlichen Führungsmannschaften geleitet. Von Günter Hammer ging es weiter über Frank Bünte/Karl-Heinz Ewers und Klaus Schrotthofer zu Kathrin Lenzer und schließlich zu Malte Hinz/Frank Fligge.
    Dieser häufige Wechsel erinnert mich an den untauglichen Versuch eines erfolglosen Fußballclubs, den Abstieg durch hektische Trainerwechsel zu verhindern.
    Fest steht, dass es bis auf das Duo Hinz/Fligge, über die sich eine Bewertung derzeit noch verbietet, keiner der vorherigen Chefs geschafft hat, die WR auch nur in die Nähe des Erfolgs zu führen. Das lag in erster Linie daran, dass sie wenig oder gar nichts vom Lokaljournalismus verstanden, der für eine Regionalzeitung die entscheidende Größe auf dem Weg zum Erfolg ist.
    Aber sämtlichen Chefredaktionen standen ihre eigenen Mannschaft im Haupthaus näher als die Lokalredaktionen. Und genau daran hakt es auch jetzt wieder.
    Eine monströs aufgeblähte Überredaktion unter der Führung des offenbar umstrittendsten Vorgesetzten der Gruppe soll effizienten und qualitativen Journalismus bieten?
    Lieber Bodo Hombach, verehrter Christian Nienhaus: Man kann vielleicht unter Druck, Angst und Zurücksetzung der eigenen Persönlichkeit an einer Stanze arbeiten und erfolgreich zwei Metallteile miteinander erfolgreich verbinden, man kann mit gebeugtem Rückgrat aber keine stolze Zeitung machen, die die Menschen in Westfalen davon überzeugt, sie zu abonnieren und die ihrer für die Demokratie so lebenswichtigen Wächterfunktion gerecht wird.
    Wer die Lokalteile auf eine derart plumpe und offensichtlich unwissende Art und Weise demontiert, wird keinen Erfolg haben.

    Nun ein Wort zum Konzept des Unternehmensberaters: Das vorgelegte Streichorchester hätte auch ein dressierter Affe dirigieren können. Den jeweils kleineren Titel an Standorten zu streichen, und das war’s – das ist nun wirklich kein Beitrag, für den man einen sicherlich kostspieligen Volks- oder Betriebswirt benötigt hätte. So, wie geplant, zerstört es die Meinungsvielfalt. Wohlgemerkt die Meinungsvielfalt, denn die ist weit wichtiger als die Titelvielfalt.
    Hätte man die Doppelstandorte zu jeweils einer Redaktion zusammengelegt, in der jeweils die Hälfte der Redakteure des einen und die Hälfte des anderen Titels künftig zusammenarbeiten würden und das auch noch unter einem neuen gemeinsamen Titel, wäre der Leser davon zu überzeugen gewesen, dass tatsächlich zwei Meinungsströmungen in einem neuen Titel zusammengeführt würden. Die Meinungsvielfalt wäre erhalten geblieben.

    Eine Westfälische Morgenpost mit weitaus mehr Personal in der Fläche könnte weitaus preisgünstiger und qualitativ besser aufgestellt werden, als die jetzt geplanten Krücken mit monströsen, separaten Über- Titel- und Regionalredaktionen. Vor Ort wird Journalismus gemacht, ganz nah dran muss man sein und entscheidungsfrei, ohne den Zwang, unendliche und lähmende Rücksprachen zu treffen.

    Aber all das hätte bedeutet, dass sehr viele Redakteure der Mantelredaktionen überflüssig geworden wären. Und genau die und ihre unmittelbaren Vorgesetzten sind der Geschäftsführung tagtäglich viel näher als die lokalen Kollegen, die tagtäglich um eine Qualität kämpfen, die sie so nie bieten konnten und denen künftig wohl nur noch die innere Kapitulation bleibt.

  79. Beobachteram 20.02.2009 um 00:07

    @Alternative,

    was für ein schönes und fulminantes Posting. Gratulation! Die Art und Weise, wie das Lokale mit Füßen getreten wird und die Realität vor Ort machen Angst – da wird eine Karre in den Sand gesetzt, und zwar gründlichst. Die Auflagenzahlen sprechen da eine sehr deutliche Sprache.

  80. downunderam 20.02.2009 um 00:38

    @Alternative: Eine sehr gute Analyse, die den Nagel auf den Kopf trifft. Das Plattmachen des Lokalen ist der Weg in en Untergang!

  81. tippseam 20.02.2009 um 01:08

    @Alternative: Gratulation – besser kann man/frau es nicht ausdrücken. Leider hast du Recht…
    -
    Last uns das aber nicht als schönes Schlusswort nehmen, sondern als Appell. Bislang sind es alles nur Pläne, vielleicht ist doch noch etwas zu retten. Zumindest die Idee mit den Kündigungen muss vom Tisch, und die Schließungen müssen sehr gründlich überdacht werden. Wir müssen auch deutlich machen, dass weitere Schließungen nicht mehr hingenommen werden, sei es in Siegen oder im Vest. Jetzt reicht’s.

  82. Dr. Faustam 20.02.2009 um 12:41

    @Alternative:Super Beitrag, genauso ist es!

  83. Medienmoralam 20.02.2009 um 13:59

    hier noch der angesprochene Artikel auf spiegel.de
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,608408,00.html
    und zwei weitere Artikel
    http://meedia.de/nc/details/article/waz-kahlschlag–300-stellen-fallen-weg_100016338.html
    http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,608456,00.html
    mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw

  84. Tachelesam 20.02.2009 um 22:46

    @Katharina Borchert: Sie müssen zu den Betriebsversammlungen ja nicht extra eingeladen werden, Sie können ganz sicher auch so kommen. Und es wäre auch ganz nett gewesen, wenn Sie aus Ihrer Sicht etwas zur Zukunft des Online-Auftritts der WAZ-Gruppe gesagt hätten.

    Vom Online-Auftritt haben sich auch viele Lokalredakteure etwas erwartet und sind nun bitter enttäuscht, weil es technisch lange Zeit nicht lief und auch der eine oder andere Chefredakteur dies nicht als Chance begriffen hat und wohl noch immer nicht begreift. Online first (U. Reitz) ist etwas, was wohl die meisten Journalisten unterstreichen können, weil es sich von selbst versteht.

    Das aber nur nebenbei, weil viele Kollegen schon gar nicht mehr wissen, was Sie das noch angeht, denn ihre Redaktion wird bald ohnehin geschlossen.

    Ich habe den Online-Aufritt der WAZ-Gruppe immer so verstanden, dass wir der Konkurrenz die geballte lokale Kompetenz entgegensetzen können. Ansonsten sind wir nur ein Abklatsch von Spiegel online und anderen, die es besser und schon länger machen. Aber da sich die WAZ-Gruppe aus Städten und ländlichen Regionen zurückzieht, fragt man sich, auf welche Kompetenz sie auch online setzen will, wenn nicht auf die lokale. Eine andere hat sie nicht als Regionalzeitung.

    Vielleicht können und wollen Sie hier als Chefredakteurin und Geschäftsführerin mal wie früher als Bloggerin (siehe ramentum) etwas ausführlicher Stellung beziehen.

    Ich kann nach all der Zeit noch immer nichts Prickelndes an der westen.de entdecken, ganz abgesehen vom Namen. Und meine über 20 Jahre alten Söhne haben auch nur mir zu Liebe mal reingeschaut und dann abgewunken. Ist leider so.

  85. Dooferleseram 20.02.2009 um 23:31

    Aus den Blättern werden Feigenblätter für Bodos Adamskostüm. Schade um die NRZ in Essen, man kann gar nicht so viel kotzen wie man möchte.

  86. [...] Ein Newsdesk ist ein riesengroßer Mist. Das muss stimmen, schließlich hört und liest man es seit Jahren. Eigentlich dachte ich, dass diese Anti-Haltung unter Medienmenschen langsam ausgestorben wäre. Doch hin und wieder flackert sie noch auf, wie beispielsweise bei der Frankfurter Rundschau, wo ein Lokalredakteur das Newskdesk-Modell ablehnt – weil es eine Neuerung ist, und alle Neuerungen total doof sind (zu sehen hier im Video). Das kann man auch lesen im Medienmoral-Blog, in dem die Umstrukturierungen der WAZ-Mediengruppe gegeißelt werden. Dort wird die Frage gestellt, ob an regionalen Newsdesks menschenwürdiges Arbeiten möglich ist. [...]

  87. Dr. Faustam 21.02.2009 um 21:22

    @tacheles: Dir ist aber schon klar, dass Du mit der Zustimmung zu”Online First” die letzte Daseinsberechtigung der Zeitung ad acta legst? Wenn wir demnächst die lokale Berichterstattung erst einmal für lau bei DER WESTEN reinstellen, dann sage mir doch mal bitte, warum ich dann noch Abonnent einer der vier WAZ-Tageszeitungen sein soll?
    .
    Kann ich mir doch schon am Vortag alles aus dem Netz ziehen und daher lese ich auch keinen Mantel der Zeitung mehr und switche sofort ins Lokale, weil ich den Mantel mir abends 1:1 schon bei Spiegel Online, WDR, Videotext usw. holen kann. Wenn wir nun auch die letzte “exklusive” Bastion aufgeben, die wir mit der lokalen Berichterstattung haben, dann können wir auch gleich einpacken und die Rotationen -zumindest für die Tageszeitungen- abgestellt lassen.
    .
    Sinnvoll wäre es dagegen, dass in DER WESTEN lokal etwas publiziert wird, was nicht unbedingt auch am nächsten Tag aus welchen Gründen auch immer in der Zeitung steht. SPIEGEL ONLINE weicht ja auch vom Heft ab und bringt nur daraus nur vereinzelte Storys. Die User kann man auch mit Anreißern “anfüttern” und die Neugierde auf die kommende Printausgabe wecken, wo dann die Story ausführlich enthalten ist und die Zeitung entweder im Einzelverkauf erworben wird, oder den Abonnenten hält.
    .
    Ich würde es auch begrüßen,wenn wir den Tunnelblick verlieren würden. Im Grunde genommen ist die WAZ mittlerweile ein durchgängiger Mediendienstleister, bei dem man die vorhandenen Medien Print, Online, Radio und demnächst verstärkt TV nur geschickt vernetzen müsste. Aber wir arbeiten immer noch wie Konkurrenten und zwar in allen Bereichen.

  88. Nochn Lokaleram 22.02.2009 um 00:21

    @ Dr. Faust
    -
    Das habe ich nicht ganz verstanden. Der größte Teil der lokalen Inhalte wird doch längst online gestellt. Ob die nun vier oder sechs Stunden früher als bisher kostenlos im “Westen” verschleudert werden, was spielt das für die Zeitung noch eine Rolle? Die ist für die meisten Internetnutzer jetzt schon völlig entbehrlich, und wenn sie sich dann noch ein bisschen entbehrlicher macht – wazsolls.
    -
    Das geschickte Vernetzen geschieht bestimmt, es hat ja schon angefangen. Im Neusprech der GGF heißt das allerdings “Synergien heben”.

  89. Dr. Faustam 22.02.2009 um 09:04

    @Nochn lokaler: Das ist schon richtig, aber glücklicherweise ist dieser Auftritt eine Katastrophe. Es steht ja nicht alles drin, sondern meistens der Aufmacher. Und dann -wenn zwei Titel vorhanden- die Artikel zum gleichen Thema untereinander, eine Zumutung. Aber durch das verantwortungslose Tabularasa in den kommenden Wochen wird sich das ja ändern….
    .
    Synergien hebst du aber nicht, in dem Du einen Teil des Medienportfolios so beschädigst, dass er keine Zukunft hat, weil er Leser, Anzeigenkunden usw. vergrault.

  90. hansboteam 22.02.2009 um 12:11

    halllo ich habe das alles verfolgt, auch die Berichte im Radio, was ich aber nicht verstehe ist, was mit den vielen Boten passiert. Meine ganze Familie arbeitet bei der WAZ als Zusteller sowohl in Soest wie auch in Werl. Ist denn schon bekannt zu wann die Ausgabe eingestellt werden soll?

  91. Tachelesam 25.02.2009 um 00:41

    @Dr. Faust: Die Zeitung können wir ja erst am nächsten Tag drucken, online first muss und kann nur bedeuten, dass Nachrichten noch am selben Tag im Netz stehen und dann auch aktualisiert werden. Ohne Personal geht das aber nicht. Ich meine hier ganz dezidiert die lokale Kompetenz der WAZ.
    Da es aber noch immer kein stimmiges Konzept, abgestimmt mit den verschiedenen Redaktionen und Chefredaktionen, gibt, muss man es als Fiasko bezeichnen. Die lokale Kompetenz der WAZ-Gruppe wird beim WAZ-Konzern eben auch online nicht gesehen. Da wird nur unnötig Geld reingebuttert. Und so wird auch dieser kleine Hoffnungsschimmer den Bach runtergehen. Online first ist eine Banalität, eines Herrn Reitz durchaus würdig.

  92. offlineam 25.02.2009 um 01:24

    “online first” – auch nur eine der typischen Seifenblasen.
    Nur mal so zum Mitrechnen: Die Arbeitswoche des Redakteurs hat 5 Tage, die Zeitungswoche hat 6 Tage, die online-Woche hat 7 Tage. Es werden aber nicht Stellenpläne erweitert, sondern 330 Stellen abgebaut.
    Folgt man dem Diktat “online first”, dann ist dem Zeitungsverlag WAZ Mediengruppe die Zukunft der Zeitung scheiß egal, Hauptsache online wird angeboten, was bei auch nur halbwegs ehrlicher Auswertung der Klickzahlen aber online offensichtlich kaum jemand lesen will.
    Das Millionengrab derwesten.de wird noch stärker als bisher subventioniert. Eine Verzweiflungstat, um das online-Desaster irgendwie abzuwenden – es wird nicht gelingen. Auch das zeigen die Klickzahlen und Visits.
    Laut Reitz hat die Zeitung das “Zeug zum Kultobjekt”. Auch so eine Seifenblase. Die Leute im Ruhrgebiet wollen kein Kultobjekt, sondern eine Tageszeitung, die Lebenhilfe und Orientierung anbietet. Über 50% der Haushalte im Ruhrgebiet haben keinen Internet-Anschluss, fast 60% sind es in der Emscherzone. Für diese Haushalte eine Zeitung zu produzieren, die nach dem Prinzip “online first” arbeitet, ist das Werk von Wahnsinnigen.
    “online first” – im WDR wird ja aktuell viel Werbung für derwesten.de geschaltet. Zum Wochenende wird das tolle Portal dann als DAS Sportportal schlechthin beworben. Wer das Portal testen will, möge doch mal am späten Samstag oder auch am Sonntag mal den Lokalsport online lesen. – Peinlicher geht’s nimmer!

  93. Treuer Leseram 27.02.2009 um 09:02

    Mit der Verkürzung der WAZ-Autorenzeilen bekommt der Personalkahlschlag auch noch ein optisches Symbol. Erst fällt das “von”, demnächst der Name.

    Warum lasst Ihr Euch diese Stillosigkeit gefallen?

    So segeln die Namen scheinbar ziellos durch die Seiten. Holt das “von” zurück!

    Ein Treuer Leser

  94. Hans Lassmannam 27.02.2009 um 12:07

    @treuer Leser
    Die Stillosigkeiten des Herrn Reitz bei der beabsichtigten Gleichschaltung der Titel geht doch noch weiter: Erkennbar ist schon jetzt, dass durch Einbeziehung des Essener WAZ-Produktionsdeks in den Content-Desk die beiden Schwestertitel NRZ und WR nur noch Anhängsel sind, die bei nächster Gelegenheit über Bord geworfen werden können.
    Zeitung aus einem Guss – Von Ulrich Reitz, äh..pardon … nur Ulrich Reitz.

    Hauptsache, er kriegt sein Räppelchen – vielleicht auch ein neues Content-Desk-Büro. Dann aber auch wieder mit Lichthimmel für mindestens 40.000 Euro….. Damit er immer schön weiter blenden kann.

  95. Linienrichteram 27.02.2009 um 12:17

    @offline
    Das tut uns Sportkollegen weg und ist ungerecht. Gerade wir haben in vielen Lokalausgaben einen exellenten Sportteil online, der die Klickzahlen im Lokalen und im Mantel streckenweise lang hinter sich lässt. Denk mal drüber nach und sprich mit nem Sportredakteur über seinen Online-Auftritt. Du wirst wenige finden, die das ausgeblendet haben.
    Recht gebe ich dir hinsichtlich der generellen online-Bedenken. Haushaltsabdeckung und Nutzung sind desaströs: Die täglichen Klickzahlen im Mantel machen’s deutlich.
    Das Lastenheft noch zu vergrößern und gleichzeitig Personal abzubauen ist die Quadratur des Kreises.
    Übrigens: Die Onliner-Stellen, die bei DerWesten.de angesiedelt werden und mit Redakteuren der Titel besetzt sollen, sollen meines Wissens nun nicht mit Redakteursveträgen ausgestattet werden. Sie sollen unter Tarif arbeiten!!!!
    Das wäre dann ein Hombachscher Wortbruch erster Güte.
    Es gilt das gebrochene Wort!

  96. Hannesam 02.03.2009 um 21:40

    Statt in Siegen, Soest usw. die Redaktionen zu schließen, sollte man im Hagener Stadtteil Hohenlimburg die Mini-Redaktionen schließen. Die anderen Stadtteile in Hagen haben auch keine eigenen Redaktonen. Was soll denn dieser Partikularismus, der auf den Rücken der übrigen WAZ-Redaktionen ausgetragen wird. Es kann doch nicht sein, dass in Hohenlimburg zwei Redaktonen sind, während in anderen größeren Städten eigene Redaktionen geschlossen werden.

  97. Lüge?am 06.03.2009 um 09:02

    > Der Vollständigkeit halber sollte man allerdings noch anfügen, dass bei der Zahl 330 die Fotografen (55) noch einbezogen sind.

    Hat Frau Borchert bei dieser Aussage ganz zu Beginn eigentlich gelogen? Im Schickler-Papier auf DerWesten sehe ich Fotografen (30). Oder was ist hier los?

  98. tippseam 06.03.2009 um 10:39

    @Lüge?: Die anderen sind schon weg :( . Die Aussage von Frau Borchert war insoweit korrekt, als es damals noch 55 fest angestellte Fotografen gab und damit 330 Stellen gekappt werden sollten. Jetzt sind es noch rund 30, und 300 Stellen sollen mithin noch weg.
    -
    30 Fotografen für WAZ und NRZ zusammen, Mantel und sämtliche Lokalteile, Foto und Video. Die Kolleg(inn)en tun mir leid.

  99. lüge?am 06.03.2009 um 12:09

    @tippse
    Verstehe ich trotzdem nicht. Wenn unter den 330 Stellen 55 Fotografen waren, dann wären 275 Redakteure betroffen gewesen.
    .
    Wenn jetzt 300 Stellen gekappt werden sollen, dann wären es 270 Redakteure und 30 Fotografen.
    .
    Bei Schickler liest es sich aber so: 300 Redakteure plus 30 Fotografen kappen. Und das ist doch der aktuelle Stand oder nicht? Und an diesem aktuellen Stand hat sich doch seit der 330er Ankündigung nicht mehr geändert, oder?

  100. knippseam 06.03.2009 um 16:28

    Völlig korrekt: 300 Text-Redakteure plus 30 Bild-Redakteure sollen “freigesetzt” werden. Die Bildredakteure werden sofort aus den Stellenplänen der Redaktionen gestrichen und im Stellenplan von Frau Borchert “geparkt”. Das Ziel: Sie sollen möglichst bald gehen und werden auf keinen Fall ersetzt.
    Die lokalen Qualitätszeitungen werden auf Dauer ohne Bildredakteure produziert, dafür bekommen die Lokalredaktionen dann je ein Fotohandy!!! Zwischen “online first” und Print in der Überstunde bleibt doch sicher Zeit genug, das eigene Blatt mit Bildern zu versorgen.
    Im Zweifel folgt das Lokale bei der Fotoauswahl dem Mantel: Gestern Hilde, heute Heike, morgen Knef und übermorgen Makatsch, die Alternativen liegen auf der Hand Rüttgers und Reitz!

  101. einer der sich Sorgen machtam 04.05.2009 um 13:48

    Wenn mann das so liest fragt mann sich ob die Menschen schon einmal wirklich über den Begriff Demokratie nachgedacht haben …ich denke es wird Zeit das sich alle bei der WAZ mal 5 Minuten Zeit nehmen und mal anfangen über diesen Begriff den Sie ja jeden Tag nutzen nachzudenken……… 5 Minuten das schaft Ihr …..Wenn ihr das geschafft habt, dann fällt euch wahrscheinlich auf, das es nicht sein kann was ihr da gerade vom Stapel lasst. Ihr seid als gebildete Menschen nicht in der Lage demokratisch zu handeln, ihr seit nicht in der Lage euch gegen wenige die euch den Arbeitsplatz weg organisieren zu wehren, ihr schreibt über die Menschen bei Opel und erkennt nicht eure Lage das kann eigentlich nicht sein…oder ist der Deutsche Zeitungsmann so korrupt und so dumm das er nicht erkennt wo uns das als Gesellschaft hinführt ….Wenn ihr Hilfe braucht schaut doch mal ins Grundgesetz. Die Väter unserer Gesellschaft haben sich doch das eine und das andere dabei gedacht. Wenn ihr mal ein bisschen mutig seid und einig, dann werdet ihr schon wider in der Lage sein diesem Land zu dienen…”Das meine ich ganz positiv”
    Es wird allerhöchste Eisenbahn das die Menschen gegen diese Wahnsinnigen endlich was machen eure Manager müssen in die Wüste geschickt werden ….alle macht geht vom Volke aus das ist nicht nur ein Spruch sondern in einer Demokratie der wichtigste Grundsatz überhaupt.
    Wenn wir als Gesellschaft weiter bestand haben wollen sollten wir uns nicht von wenigen sagen lassen wie eine Zeitung gemacht wird oder…… 30 Jahre Erfahrung muss doch irgendetwas bedeuten….in diesem Sinne wünsche ich euch viel Kraft und Einigkeit für eure Aufgabe……

    PS. Ihr arbeitet bei einem Unternehmen welches nicht in Geldnöten ist sondern in einem Unternehmen das wahrscheinlich zuviel Geld hat und zu viel …….ich sach ma ich denk ma aah also wie viele seit Ihr….. na ja da muss doch wat geehn oder…

  102. Georg H.am 04.05.2009 um 18:02

    Genau:
    “Mann der Arbeit aufgewacht!
    Und erkenne deine Macht!
    Alle Räder stehen still,
    Wenn dein starker Arm es will.”
    ..
    Aber das war natürlich 1864. Heute ist es leider möglich, dass bei einem Streik eine Handvoll arschkriechender, nützlicher Idioten aus irgendwelchem im Internet zusammengeklauten Zeugs “Not”-Ausgaben zusammenkloppt. Und dann gibt es da noch Gesetze, die wilde Streiks verhindern, willfährige Betriebsräte und Gewerkschaftsbosse, die mitten in der Auseinandersetzung zu Chefs mutieren…

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