07.03.2009
220 Menschen demonstrieren für Pressevielfalt
In Soest haben heute (am Samstag) 220 Journalisten, Bürger und Politiker gegen die geplante Schließung von Zeitungsredaktionen in Soest, Werl und Siegen demonstriert. Umweltminister Eckhard Uhlenberg, der zu Beginn der Demo auf dem Marktplatz sprach, bezeichnete die geplanten Redaktionsschließungen der WAZ-Mediengruppe ais „Katastrophe”.
Eine Zeitung wie die Westfalenpost, die für sich Anspruch nehme, Heimatzeitung für Südwestfalen zu sein, könne ihre Redaktionen in Soest (wo die Zeitung von 63 Jahren gegründet wurde) und Werl nicht so einfach schließen. Mit dem Verlust von Pressevielfalt gehe in den Städten auch „Kultur und Lebensqualität” verloren. Uhlenberg kündigte an, weitere Versuche zu unternehmen, damit in der Essener Konzernzentrale „andere Konzepte auf den Weg gebracht werden.”
Mit Trillerpfeifen und Transparenten zogen die Demonstranten dann durch die sonnige Innenstadt zur Westfalenpost-Redaktion, wo eine Bodo Hombach-Figur wartete, die auf einer großen Walze saß.
Der Betriebsratsvorsitzende der Westfalenpost, Volker Dörken, brachte die Stimmung der Demonstranten auf den Punkt: „Mir geht die Galle über, wenn ich sehe, was mit der Zeitung passieren soll”. Nicht nur 20 Redakteure auch Anzeigenberater und zahlreiche Boten seien von den Sparmaßnahmen betroffen. „Sechzig Jahre lang wurde mit der Zeitung Geld gescheffelt, und jetzt, wo es gerade Mal nicht so gut läuft, wird sofort alles radikal weggespart”.
Der Dank der Beteiligten ging an die Journalisten-Gewerkschaften dju in ver.di NRW und DJV, die zur Demonstration aufgerufen hatten.


moin moin
220 menschen waren dabei – das ist mehr als mancher erwartet hat-
viel wichtiger ist aber das die bürger von soest, die sich nicht an der demo beteiligt haben, über das thema diskutiert haben, und so mancher seinen UNMUT geäußert hat-
das alles wird sicherlich nicht viel helfen, und schon gar nicht wenn man einen SOZIALPLAN als großen erfolg darstellt, und viele unwissende denken: na siehste, so schlimm ist das alles doch nicht-
dennoch, die aktion war richtig, hätte allerdings eher stattfinden müssen
Klar, die Demo hätte früher stattfinden müssen. Mehr bewirkt hätte sie vor sechs oder vier Wochen allerdings wohl auch nicht. Es galt ein Zeichen zu setzen gegen die WAZ-Walze. Und das ist gelungen. Erstaunlich viele Soester – auch “ganz normale” Bürger – waren dabei. Schön, dass viele Ippen-Kolleginnen und -Kollegen mit durch die Fußgängerzone zogen. Aus anderen WP-Redaktionen war die Resonanz dagegen mau. Angst? Keine Sorge, Kollegen, nur weil ihr nicht mitdemonstriert, rettet ihr euren Job auf Dauer auch nicht.
Wo Wepe Recht hat, hat er Recht. Ein bisschen mehr Solidarität der WP-ler, bei denen sich anscheinend immer noch einige in “Sicherheit” wiegen, wäre wünschenswert gewesen. Es war eine gute, eine richtige Aktion. Schön auch, dass viele Ippener Kollegen gemeinsam mit uns durch die Fußgängerzone gezogen sind.
Aber “wir resignieren vor einem Konkurrenten” – hört man in der Lokalzeit des WDR. Absprachen mit Ippen? Ein Schelm, wer böses dabei denkt…
Etwas mehr? Wenn 220 Leute demonstriert haben und davon sogar noch “viele Ippener Kollegen, erstaunlich viele Soester und nomale Bürger”, wo um Himmels Willen waren denn dann eigentlich bei 900 Redakteurinnen und Redakteuren der WAZ-Mediengruppe die Betroffenen aus dem Hause selbst? So betrachtet ist die Beteiligung nicht nur von “etwas” mangelnder Solidarität gekennzeichnet. Der Mangel an Solidarität ist schlicht katastrophal.
Ironie an: die WP-ler müssen Stefan Raab und den Interessen der Region dienen:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/winterberg/2009/3/6/news-113614314/detail.html
Außerdem sind sie als Heimatzeitung nicht betroffen. Wer Kyrill übersteht, dem kann auch Bodos WAZ-Axt keine Angst einjagen.
Ironie aus
Ja- schade, dass anscheinend wenige WPler aus dem Süden in Soest waren.
…schon wieder die Mär von der Absprache mit ippen…
Bitte zuerst an die eigene Nase fassen, bevor man anderen die Ohren langziehen will. Und wenn ich dann noch lese, dass “one man one page” die Kollegen überfordert, Frage ich mich nur, in welchem Paradies hat man bislang gearbeitet?
220 Teilnehmer – das ist kein Erfolg, liebe Gewerkschafter und Betriebsräte. Das ist ein Armutszeugnis! Vor drei Monaten, da hattet ihr 700 in der Lichtburg, von denen wären bestimmt die meisten durch die Essener Innenstadt gezogen und hätten ihrer Wut über die “Mahlzeit”-Rede freien Lauf gelassen. Jetzt ist alles gelaufen, aus und vorbei. Versucht bitte nicht, uns dieses Fiasko auch noch als Erfolg zu verkaufen.
Die Schreibkräfte im WAZ-Land sind eher zurückhaltend und sind damit voll trendy.
Deshalb gibt es für Thomas Hunsteger-Petermann (CDU Hamm), Dr. Eckhard Ruthemeyer (CDU Soest), Steffen Mues (CDU Siegen) und Michael Grossmann (CDU Werl) eine Empfehlung. In den CDU-Städten sollen weitere Lokalredaktionen geschlossen werden. Die Taskforce des St. Homberg News Fund unterbreitet Empfehlungen gegen eine fehlgeleitete Siedlungspolitik aus dem letzten Jahrtausend.
„Wir brauchen Strategien in den Tageszeitungen, das ‘NRW-Remote-WAZ- involution Territory’ (NRW-it) zu retten!“, so der News Fund als zukünftiges Basislager zur Makrofauna NRW.
Leider war das (auch damals) nicht so, @ חוצפה
Habe gerade mein Video zum Protestmarsch online gestellt. Siehe Eintrag “Webseite” mit Link zu YouTube.
Ich würde mich sehr freuen, wenn das Video hier auf der Seite verlinkt oder gar direkt eingebaut werden könnte.
David Zwadlo
Es gibt auf Youtube ein Video von der Protestaktion vom 07.03.09 in Soest – einfach Name anklicken!
@fiftyruhr
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Es gab damals sehr wohl die Bereitschaft zum offenen Protest. Es gab sogar Kollegen, die ihre Ansicht vor laufender Kamera äußerten. Aber die Beschwichtigungs- und Schweigepolitik, die die Betriebsräte gefahren haben, wies in die gänzlich andere Richtung. Das Potenzial, den zweifellos vorhandenen Ärger zum Widerstand auszubauen, wurde nicht genutzt. Stattdessen hatten die Betriebsräte den dritten Schritt vor dem ersten gemacht und sich früh auf die Sozialplanverhandlungen festlegen lassen. Dass sie sich von einer weiteren gemeinsamen Betriebsversammlung, die Hombach und Co. zu diesem Zeitpunkt tatsächlich gefürchtet hatten, abbringen ließen, ist der beste Beweis für das völlige Versagen. Sie ließen sich sogar das Hausrecht abnehmen und gestanden Kontrollen zu – grobe Fehler, die der Einschüchterung der Belegschaft durch die GGF in die Hände spielte. Dies nur mal zu Erinnerung, um falscher Legendenbildung vorzubeugen. Lässt sich bei Bedarf hier im Blog nachlesen.
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Wenn in Soest unter 220 Teilnehmern viele Ippener, Soester und normale Bürger waren, dazu natürlich auch Funktionäre und Organisatoren der Gewerkschaften – wieviele Beschäftigte der WAZ-Gruppe waren denn dann eigentlich überhaupt dabei? 80? 100? Wohl eher hoch gegriffen. Unsere Demo war, gerade weil sie um Monate zu spät kam, ein völliger Schlag ins Wasser. Ein gefährlicher zumal, denn das Essener Dreigestirn kann sich jetzt an zehn Fingern abzählen, dass der noch zu erwartende Widerstand und die Solidarität in der Belegschaft lächerlich gering sind. Hombach, Nienhaus und Reitz werden jetzt noch vielleicht auf die öffentliche Wirkung achten, die dank der bekannten Connections der GGF einerseits und der eilfertigen Selbstzensur der WAZ-Kolleginnen und Kollegen andererseits aber gering bleiben wird. Dann dürfen sie sich sicher fühlen, also: “Feuer frei!”
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So geriet diese hoffnungslos verspätete Alibi-Veranstaltung ungewollt zum willkommenen Gesinnungstest für die WAZ-Geschäftsführung. Der Berg kreißte und gebar eine Maus.
Ich würde die Flinte nicht ins Korn werfen, nur weil gerade mal 220 Menschen am Ende der Welt (sorry) demonstriert haben.
Wie wütend, wir überreitzt und wie bereit die Belegschaft ist, hat sie vergangene Woche bei der BV in Essen einem Reitz und einem Hombach deutlich gezeigt.
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Oder wie soll man sonst die Tatache erklären, dass Reitz, weil er konstruktive Kritik (Danke Sise, wurde ja auch mal Zeit!) nicht ab kann und noch weniger die Wahrheit vertägt, desmaskiert und mit dem Rücken zur Wand steht. Deshalb wurde er laut, wurde ausfallend und hatte seine Stimme nicht mehr unter Kontrolle. Die fuhr Achterbahn. Er wurde ausgelacht.
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Genau wie Lafrenz (Schicklers ausgebuhter Erfüllungsgehilfe), der auf Fragen nur dümmlich grinsen konnte. Und Klümper, der ins Stottern kam, als er einfache Fragen wie die nach Vertretungen nicht erschöpfend beantworten konnte, kann man als stellvertretenden Chefredakteur sowieso nicht für voll nehmen.
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Stattdessen zeichnete der Ahnungslose ein Bild von gegenseitigen Vertretungen (unterbesetzte Redaktion hilft unterbesetzter und durch Ausfälle geschwächter Redaktion. Falls das nicht geht, hilft das unterbesetzte Regio Desk, im übrigen kümmern sich die Quali-Manager. Und Freie werden als Redakteursvertreter eingeplant). Diesen Dumpfsinn will Klümper wahrscheinlich bei seinen Lokal-Bereisungen dieser Tage kommunizieren.
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Wenn Hombach dann versöhnlich apellierte, dass man nach dem das alles vorbei sei ja wieder zusammenarbeiten müsse, dann weiß Essen mittlerweile, wo Barthel den Most holt. Und wenn dann ein Minister der CDU-Landesregierung öffentlich Front gegen die WAZ macht, dann ist das vielleicht der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Will sagen: Nachdenken Verleger!
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Zeitung, Online und weitere Medienprodukte kann man nicht ohne qualifizierte und motivierte Menschen, die zu 100 Prozent hinter dem Produkt stehen, machen. Das, was bei WAZens im Lokalen, im Mantel und mit den Fotografen – die sich durch eine vermeintliche Perspektive und ein wackeliges Outcourcing-Modell haben blenden lassen – passiert, kann nur zum Absturz führen.
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Denn die Theorie, die in Essen für die schöne neue WAZ-World am grünen Tisch entwickelt wird, sie wird im Lokalen und Regionalen nicht funktionieren. Aber was schert das einen Reitz und einen Klümper, die dreist lügen, wenn sie sagen, das Modell sei mit den Lokalchefs abgestimmt: Der veröffentlichte Brandbrief sagt etwas gänzlich anderes! Herr Reitz mit der Pinoccio-Nase!
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Deshalb weiter demonstrieren (!), langsam Widerstände aufbauen, Sand ins Getriebe werfen, Stundenzettel scheiben und “ruhig lachen, wenn was lächerlich und zwar laut – und wenn man auch der einz’ge ist der sich zu sagen traut: Was micht betrifft ich hab die Faxen satt. Sieht denn hier keiner, dass der Kaiser keine Kleider an hat. Das ist weder noch orginell, das ist nur beknackt. Seht doch mal richtig hin, der arme Kerl ist splitternackt.” (Reinhard Mey)
Einfach ***Video von Soest” anklicken*** anklicken!
Wie kommt es, dass die WDR-Lokalzeit Südwestfalen über die Demo-Aktion in Soest nur über die WP und deren Schließungen von Lokalredaktionen in Soest, Werl und Siegen berichtete? Tut sich sonst nichts mehr in Südwestfalen? GF Hombach verbreitete in einer Einblendung des FS-Beitrages ohne jede kritische Nachfrage, die Lokalredaktionen leisteten “fantastische” (Zitat) journalistische Arbeit vor Ort, müßten aber aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werden. Wie geht das und wie passt das zusammen?
Es mag sein – es war zu spät. Dennoch war es ein Zeichen in die richtige Richtung! Über den Abschluss des Sozialplanes müssen jetzt die Betroffenen urteilen. An dieser Stelle DANKE an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Spätestens, wenn der Altersteilzeit-Puffer weg ist… wenn sich die dürren 4er oder 5er Besetzungen in den Lokalredaktionen in der Praxis (5-Tage-Woche, Urlaub, Krankheit) als schwache Zweier oder Dreier entpuppen… wenn die ersten Fototermine platzen, weil die nicht mehr fest zugeordneten Kamera-Kolleg(inn)en gerade andernorts eingesetzt sind… und spätestens, wenn sich der eigentliche angestrebte Super-Vorzeige-Mantel dann durch Schrumpf-Lokales noch negativer in Abo-Zahlen niederschlägt…
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… spätestens dann werden Ulrich “Pinocchio” Reitz, der Ewig-Falschverstandene, sowie Bodo “Die Walze” Hombach und Christian “Die Rechenmaschine” Nienhaus erkennen, dass sie lieber mal ihre Mitarbeiter(innen) gefragt hätten.
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Es mag ja sein, dass es Handlungsbedarf gab. Aber warum zum Teufel hören diese Verlagsmanager immer nur auf ihre leitenden Blender, die eigene Süppchen kochen?
[...] Gewerkschaftsangaben zählte die Kundgebung 220 Teilnehmer. In den engen Gassen von Soest sah das schon gewaltig [...]
hier ein Bericht von der Demo vom Soester Anzeiger
http://www.soester-anzeiger.de/soeststart/00_20090308093011_zweinullnull_demonstrierten_fuer_Pressevielfal.html
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw
Ganz losgelöst von der Frage, ob man mit Soest den richtigen Ort für Proteste gegen die Herren in Essen gewählt hat , freut es mich, dass immerhin ca. 220 Menschen da waren. Ich habe schlimmeres befürchtet. Leider haben aber min. 700 weitere Kolleginnen und Kollegen gefehlt….
@ חוצפה
Widerstand beizeiten ist wichtig. Die Entlassungswelle im WAZ-Konzern ist jedoch nur ein Surrogatparameter auf dem Weg von Pygmalion: Das sind die Projektionen von den Indikatoren NRW.
Die Fortschreibung der aktuellen Verhältnisses wurde bereits als REITZ-Folge nummeriert. Hier beim WAZ-Prostest-Blog gibt es (früher angemahnte) Versäumnisse, rechtzeitig lösungsorientierte Blog-Nachrichten aufzulegen.
Guckt euch doch mal die Verhältnisse in Südwestfalen genau an, beobachtet, wie da verzweifelt herumgewurstelt wird. Lest die Berichterstattung der WP oder WR aus Winterberg – und überlegt, was daraus in fünf Jahren wird.
Der Protest muss in eine Richtung auf der Metaebene weisen. Sonst sind die Jobs weg!
Oh Herr, lass’ Hirn regnen!
@lokalzeitseher: Dieser Widerspruch hat Methode. Aus dem fernen Essen lässt sich -basierend auf klugen Excel-Tabellen- allerlei daher faseln und man merkt an den Essener Verkündungen, dass man schon lange nicht mehr vor Ort war, weder redaktionell noch im Verkauf. Allerlei war von der Fachtagung aus Mülheim zu erfahren. Erst einmal waren die Chefredaktionen dort vertreten (somit wäre ein kleines Demo-WarmUp vor Soest doch sinnvoll gewesen).
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Trotz aller Schließungen im redaktionellen und kaufmännischen Betrieb (Leserladen Winterberg ist ja nun auch zum Abschuß freigegeben) will man verstärkten Dienst am Kunden und Leser betreiben.
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Sehr bizarr war das Trauerspiel um das Reisejournal. Zunächst beklatscht als eines der Top3-Magazine unter deutschen Tageszeitungen, ging es Herrn Nienhaus nachher nur noch um den negativen Deckungsbeitrag, den das Reisejournal nun einmal abwerfen würde und daher weichen müsste. Überhaupt die Rede. Einerseits das Bekenntnis zu den Tageszeitungen, gerade im lokalen- und regionalen Bereich (”man will den Nachbarsjungen ja im Lokalsport sehen”) aber andererseits die Abkehr da, wo es sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt und die Leser die Nase gezeigt bekommen. Grundtenor von Herrn Nienhaus sind die 3 K’s: KUNDE, KREATIVITÄT UND KASSE, wobei letzteres sein allerwichtigstes zu sein scheint. Wieder einmal wurden die Anzeigenblätter in den höchsten Tönen gelobt aufgrund ihrer fantastischen Rendite.
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Nein KASSE und Qualitätsjournalismus passen nicht zusammen, daher können wir uns auf weitere Streichorchester gefasst machen, da KASSE bestimmt. Aber auf Fotohandys bei den Journalisten setzen wollen, wobei nicht eins dieser Modelle annäherend Zeitungsqualität erreicht. Also doch Startschuß für den Weg zum Sudeljournalismus wie bei den 4 B(ild)uchstaben?
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Und Lafrenz? Der lacht sich doch ins Fäustchen, dass die Allerweltsschablone auch von diesem Auftraggeber auch wieder unwidersprochen geglaubt wird. Würde ja gerne hier mal Stimmen von KollegInnen von Zeitungen hören, wo Schickler ach so erfolgreich beraten hat. Die Ausführungen im aktuellen “Journalisten” von diesem Menschen Lafrenz hat einem nur wieder die Zornesröte ins Gesicht getrieben.
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Daher sollte Soest_070309 nur ein Anfang gewesen sein. Bei der nächsten Demo bin ich natürlich auch wieder dabei!
@warum “…spätestens dann werden Ulrich “Pinocchio” Reitz, der Ewig-Falschverstandene, sowie Bodo “Die Walze” Hombach und Christian “Die Rechenmaschine” Nienhaus erkennen, dass sie lieber mal ihre Mitarbeiter(innen) gefragt hätten.”
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Klingt wie die Weissagung der Cree, “dass man Geld nicht essen kann” – und interessiert die Marktradikalen vermutlich ebenso wie die Indianerweisheit einen Scheissdreck. Wie Dr. Faust bereits schrieb: Es geht um Kassemachen. Dumm für uns, dass die Kasse inzwischen zum großen Teil im Ausland gemacht wird, und dass genau das noch ausgebaut werden soll. Während hier im Lande vermutlich nur noch der unbedingt notwendige Rumpf übrig bleiben soll, streckt die Krake ihre Arme im Ausland aus: Das große Geld lacht auf dem Balkan, in Russland und Vietnam. Deshalb pfeifen die Schamlosen auch auf das, was die Mitarbeiter(innen) sagen. Sie pfeifen auch darauf, was die fühlen und auf das, was mit denen geschieht.
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@Blattkritik
Und wenn “Hombach dann versöhnlich appelliert” und Nachdenklichkeit mimt: “Füchs’chen, glaub’ ihm nicht!” (auch Reinhard Mey).
220, wow. Gleich so viele… Dann war die enge Soester Innenstadt ja fototechnisch doch viel besser vermarktbar als Essen. Ein Schelm, wer Weitsicht dabei vermutet…
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Solange die WAZ-Redakteure ihr ureigenstes Handwerkszeug, den Printartikel, nicht in die Hand nehmen, um das zu machen, was sie aus ihrer Profession heraus eigentlich machen müssten – die Öffentlichkeit über Missstände zu informieren – solange wird sich kein Widerstand bilden, weder intern noch innerhalb der Kundschaft.
Da anscheinend selbst die Journalisten-Gewerkschaften nicht mehr in der Lage sind, ihre Existenz als Bewahrer eines unabhängigen Journalismus durch mehrheits-aufrüttelnde Taten zu legitimieren, steht nicht nur die schwanzkneifende Pseudo-Aufregung von “tippsen” zur Debatte, sondern die Lokalpresse in ihrer bekannten und bewährten Form allgemein. Und das zurecht!
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Aktuelle Beispiele? Hier der Soester Anzeiger zur Demo:
“Der Rathaus-Chef sorgte sich um die Aktionen der Lokalzeitung: Wer soll den Silvesterlauf machen? Wer das Jägerken stellen?”
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derwesten.de in seinen dollen, dollen Blogs:
“Heute haben wir 1 Abendspaziergang nach Westerholt gemacht, durch die Felder..”
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Die WR:
“Jüngere Biker entdecken Spaß am Motorrad”
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usw., usw., usw.
Wer soll euch nach solchen “Ergüssen” denn noch ernsthaft glauben, dass mit euch irgendwas Schlimmes passiert, dass Menschen in ihrer Existenz gefährdet sind und dass die Meinungsfreiheit am Abgrund steht????
220 sind anscheinend ausreichend für den Sargdeckel, den ihr eurem eigenen Anspruch zubilligt. Wenn ich demnächst einen öffentlichen Aufreger melden möchte, dann mache ich dafür ein eigenes Blog auf, statt “meinen Redakteur” zu informieren. Self-fulfilling prophecy nennt man sowas…
“Kasse machen auf dem Balkan”? – Im Interesse des Gesamtunternehmens sollte man sich freuen, aber die Fakten sehen anders aus.
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Zum Thema “Balkan” jagt eine Krisensitzung die nächste, denn von dort stapeln sich die Katastrophenmeldungen. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat die WAZ-Länder auf dem “Balkan” wesentlich härter getroffen. Bei dramatisch gesunkenen Erlösen (fette rote Zahlen!!!) kommen die in Euro zu zahlenden Verpflichtungen doppelt und dreifach teuer, denn auch die Währungswerte auf dem “Balkan” befinden sich im freien Fall.
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Jetzt rächt sich, dass nach dem Ausscheiden von G. Grotkamp und dem Tod von E. Schumann das Prinzip aufgegeben wurde, Expansion eben nicht über Kredite zu finanzieren. Jetzt rächt sich auch, dass die RTL-Millionen eben nicht in der WAZ-Kasse geblieben sind. Und wer glaubt, die Otto-Millionen seien doch ein gutes Polster, der möge zur Kenntnis nehmen, dass dies ein quasi Privatgeschäft der Familiengesellschaft war, jedenfalls sind diese Millionen nicht in der angeblich prallen Kriegskasse gelandet.
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Jetzt rächt sich übrigens auch Hombachs lockere Hand bei der Akquise neuer Titel. Im Poker um die Braunschweiger Zeitung zum Beispiel ist Springer bei 180 Millionen ausgestiegen – “mehr wäre zu teuer”. Die WMG hat für das”Schnäppchen” über 230 Mio Euro bezahlt.
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Kurzum: Die Lage ist insgesamt sehr viel ernster als allgemein gerne gemunkelt wird. Was in der Chefetage gerne so beantwortet wird: Wir kaufen weitere Häuptlinge ein – siehe WAZ vom Samstag – und erhöhen dafür die Zahl der Indianer, die wir in die Prärie verjagen.
Kollege Wrzesinski-
Danke sagen, wofür? – Dafür das wir uns um unseren Arbeitsplatz
gekümmert haben (viel zu spät) – Und der Sozialplan- du hast doch von einem “SOZIALPLANMACHER” gehört worauf es ankam: bestimmte Jahrgänge abzusichern. Dennoch war die DEMO in Soest wichtig, denn nicht nur viele Kolleginnen und Kollegen wissen gar nicht worum es geht, sondern auch die Leser wissen es nicht. Die Diskussionen am Straßenrand, wenn auch zaghaft, die sind und waren wichtig- nur nützen werden die jetzt auch nicht mehr viel.
Ist es eigentlich jemandem aufgefallen, wie Mitarbeiter im Hause mitlerweile wertgeschätzt werden?
Beispiel Betriebsversammlung in Essen: Da bedankt sich ein U.Reitz bei dem federführenden Fotografen (Ilja Höpping) für sein Konzept des Outsourcings, spricht ihn aber nicht mit seinem Namen, sondern mit dem eines anderen Fotografen (Jakob Studnar) an. Die beiden sind zwar nicht zu verwechseln, Höpping groß und blond, Stundar, kleiner und dunkel, doch was schert das einen Reitz.
Hombach machte den selben Fehler in der Ansprache – und Kopatzki auch.
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Fotografen uppjepasst! Denn selbst DIESE Wertschätzung, die ihr jetzt noch bekommt, wird vorbei sein, wenn ihr erst einer Auslagerung zugestimmt habt. Das Modell kann nicht funktionieren, weil es die Unbekannte ETAT gibt. Der sieht zurzeit noch gut aus, doch wenn der gedeckelt wird und ihr nicht mehr in der Lage seid, alle Fotowünsche zu bedienen, geht’s euch an den Kragen. Dann drohen Kürzungen, letztlich der Rausschmiss. Denn die Fotohandy-Blödsinns-Theorie von Schickler sagt doch alles.
Denkt mal bitte kritisch drüber nach und stellt das Konzept noch einmal sorgfältig auf den Prüfstand! Und glaubt nicht jeden Mist von Mahlzeit!
Wir dürfen nicht nachlassen, bis das Thema “betriebsbedingte Kündigungen” endgültig vom Tisch ist. Und aus den Redakteur(inn)en darf keine variable Verschiebemasse werden, die man mal schnell von A nach B und von NRZ nach WAZ oder WR durchmischen kann. Dran bleiben, es gibt noch einiges zu tun.
@tippse
1. Wer sich auf die Forderung “es darf keine betriebsbedingten Kündigungen geben” reduziert, unterschreibt sein Einverständnis mit einem Konzept, das kurzfristig Ausgaben reduziert, aber schon mittelfristig weitere Redaktionsschließungen nach sich ziehen wird, denn mit dem Reitz-Konzept der Entlokalisierung wird weitere Auflage vernichtet.
2. Das “Durchmischen” ist gewollt und nicht zu verhindern. Dafür sorgen im ersten Schritt die Stellenausschreibungen Contentdesk und im zweiten Schritt die Stellenausschreibungen Regiodesks.
@wertschätzung
Für das Fotografen-Konzept können Hombach und Reitz in der Tat nur sehr dankbar sein. 55 Bildredakteure werden nach diesem Konzept aus den Stellenplän der Redaktionen gestrichen. Als Mitarbeiter von derwesten.de werden sie an die Regiodesks ausgeliehen und sich mit dem natürlichen Gang der Dinge nach und nach von diesem Haus verabschieden. Keiner von ihnen wird ersetzt – das Berufsbild Bildredakteur ist bald Vergangenheit bei der WAZ Mediengruppe.
Hier noch einige Medienreaktionen im Überblick
http://www.youtube.com/watch?v=lakuxn2zoBo
http://www.youtube.com/watch?v=-4j020am-k4
WDR – Lokalzeit Südwestfalen – 7. März 2009
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2009/03/07/lokalzeit-suedwestfalen-demonstration.xml;jsessionid=01AAB672E14CEF0646B7A4C96A6BA1CE.mediathek3
Artikel taz
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/mitarbeiterkapazitaeten-statt-menschen/
dpa-Meldung in der Süddeutschen
http://www.sueddeutsche.de/254387/759/2789709/Demo-gegen-WAZ-Plaene.html
Soester Anzeiger:
http://www.soester-anzeiger.de/soeststart/00_20090308093011_zweinullnull_demonstrierten_fuer_Pressevielfal.html
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw
[...] Bemerkung von Dr. Faust im Protestblog der Gewerkschaften (Hervorhebung von [...]
Global Revier 2010: „Pack and Pray!“, so hieß es vor einem Jahr in einem Blog, das heute zur Vorwegnahme der Entwicklung des WAZ-Konzerns zählt.
Gegen zauderhafte Journi-Seelen vom Typ der Abwickler im WAZ-Konzern wird jetzt mit ‘Democratic Entrepreneurship’ argumentiert. Eine Aufforderung an den WAZ-Konzern und seine Mitarbeiter. Es geht nur noch lösungsorientiert! Der WAZ-Weg muss für Fußkranke gebahnt werden. Reitz nimmt die WAZ-Journalisten in Weicheihaft!
Jetzt blogge ich hier seit ein paar Monaten als Kommentator mit, versuche einen harmlosen Nebenkriegsschauplatz des WAZ-Imperiums wie in Winterberg hochzuziehen. Und siehe, es klappt doch ganz allein. Der WAZ-Konzern und sein WAZ-Land hat nicht nur jenseits des Rest-NRW-Kerns massive Probleme. Das Regiem der Migranten-Demokratie hat sich durch die Publizistik des WAZ-Konzerns verbreitet.
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Zoom berichtet, wie WP-Brötchen eingepackt werden: Winterberg: Leserladen der Westfalenpost wird Ende März geschlossen.
Nun könnte, nachdem im Kommentar “balkan?” von “fetten roten Zahlen” die Rede war, ein Rat lauten: Nimm die Abfindung, solange der Laden noch Geld in der Kasse hat. Aber so schlimm wird es schon nicht sein, die Herren gehen ja nach wie vor im Ausland shoppen.
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Warum ich diesem Hause den Rücken kehre, das hat der Kommentar “Wertschätzung” gut erfasst. Für ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter derart gering achtet, wie dieser unsägliche Mensch es in seiner “Mahlzeit!”-Rede tat, kann und will ich meine Arbeitsleistung nicht mehr geben. Dass man praktisch einer Zensur unterworfen ist, dass man von Kollegen nach dem dpa-Desaster spöttisch angesehen wird, wenn man sagt, man arbeite bei der WAZ, tat ein Übriges. Diese ganze neue Unternehmenspolitik wirkt auf mich zutiefst asozial. Mir wurde zuletzt so oft speiübel beim Gedanken daran, dass ich nun unterschrieb – auch wenn mein Schmerzensgeld nicht üppig ausfällt und obwohl ich noch keine berufliche Alternative habe. Doch wollte ich mir wenigstens eines bewahren: meinen aufrechten Gang.
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Ich schreibe das wohl wissend, dass Kolleginnen und Kollegen mit Familie diesen Weg nicht so leicht beschreiten können wie ich, der ich ledig bin. Und ich weiß sehr genau, welchem Druck sie ausgesetzt werden. Vielleicht sind die “fetten roten Zahlen” ja nicht nur schlecht; vielleicht helfen sie möglichst bald, dass in der GGF-Etage das große Aufräumen beginnt. Ich wüsste da ein paar MAKs, die gut eingespart werden könnten…
@Ex-Mak
Das “Shopping” ist eine mehr als bescheidene Veranstaltung und basiert immer auf dem Prinzip Hoffnung – es könnte ja mal was daraus werden. Diese Hoffnung hat sich mit dem Shopper Hombach fast durchweg als trügerisch erwiesen.
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Den Image-Verlust der WAZ bei Kolleginnen und Kollegen anderer Medien, bei Politikern (z.B. in Düsseldorf) und besonders bei Leserinnen und Lesern kann ich aus eigener Erfahrung leider nur bestätigen. Man amüsiert sich über diese “Autorenzeitung”, die regelmäßig aktuelle Themen schlichtweg verpennt, die statt dpa zu bezahlen jetzt Spiegel, Stern, Focus und die Bild-Zeitung zitiert (abschreibt), deren Chefredakteur eine Lachnummer ist, den man zudem auch gerne als entlarvten Lügner (Wiederholungstäter) bezeichnen darf.
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Ja, jede Silbe verrät Frust ohne Ende und jede Menge Wut. Aber es kommt der Tag, da will die Säge sägen. (Keine Terrordrohung sondern ein Filmtitel!)
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Irgendwann kommt auch für Mr. Mahlzeit, der mit einem Selbstbewusstsein herumläuft als würde er jeden Morgen mit seinem Arsch die Sonne neu gebären, die Stunde der Wahrheit. Hoffentlich früh genug, um von dieser einst guten und seriösen Zeitung noch etwas zu retten.
@einwurf: Ich bin Pragmatikerin. Das Verlagskonzept ist schlecht und falsch, aber wir ändern es nicht. Allein hier wurden den Herren, die Medienmoral ja wenigstens noch jeden Tag lesen, das bestimmt 200 Mal und öfter in aller Deutlichkeit gesagt. Sie wollen es nicht, sie wollen die Zerschlagung durchsetzen. Daran reibe ich mich nicht auf.
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Aber bei der Ausgestaltung des Elends können wir mitmischen, da ist noch nicht alles gelaufen. Das merkt man/frau doch schon allein bei Klümpers Redaktionsbereisungen, auch so eine Panikaktion nach der letzten WAZ-BV, wo er auf die drängenden Fragen der Redakteur(inn)en stets ahnungslos reagiert. Das bedeutet aber auch, da ist noch Luft drin. Deshalb: Keine betriebsbedingten Kündigungen. Keine variable Verschiebungsmasse.
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@ex-MAK: Alles schön und gut und nachvollziehbar. Nur lass denjenigen, die es sich nicht leisten (können), deinen Weg zu gehen, auch ihren aufrechten Gang. Wir bemühen uns zumindest. Viele von uns.
@tippse
Das sind die Mitarbeiter, die sich Reitz nur wünschen kann: Brav auch noch nach dem dümmsten Konzept arbeiten – und sich damit sehenden Auges Schritt für Schritt dem Abgrund nähern. Mit dieser Haltung übersteht man vielleicht den aktuellen Cut, aber dann ist eben in 3 bis 5 Jahren Schicht am Schacht.
Aufrechten Ganges in den Untergang – dümmer geht’s nimmer!
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Mir jedenfalls wäre ein Konzept lieber, dass diesen Zeitungen das Überleben sichert, das noch creativen lokalen Journalismus ermöglicht. Wenn dieses Konzept nur mit dem Tribut betriebsbedingter Kündigungen zu realisieren ist, dann muss es eben so sein.
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Das ist Pragmatismus, aber nicht die Opel-Maxime “Wir retten alle Werke, auch wenn die Autos keiner kaufen will!”
#sei’s drum
Bei allem Verständnis für Ihren Frust und Ihre Empörung – immer mit der Kontenangs. Und weil wir hier ja ein Blog von Besserwiss… äh, Journalisten sind: es muss heißen “…ein Konzept lieber, das…” nicht “dass”. So viel richtiges Deutsch muss sein._
Viele der Blog-Beiträge sind nach der gelungenen Demo in Soest, die ich auch für viel zu spät gehalten habe, viel besser wären innere und äußere Aktionen im Weihnachtsmonat Dezember gewesen, aber sei´s drum. Was jedoch eine Katastrophe größten Ausmaßes ist, ist die Imagebeschädigung des Produktes durch Hombach, Nienhaus und Reitz. Dass es noch nie besonders gross war – auch in Verlegerkreisen – , war ja nun kein Geheimnis, aber nun werden WAZ-Journalisten viel zu oft auf die Noveaustufe von ihrem Chefredakteur gestellt. Mit der Wahrheit nimmt er es ja nicht genau ( erster Informationsveranstaltung in der Lichtburg, dpa, ZAPP,
WAZ-Lokalchefs), seine Glaubwürdigkeit ist auf dem Nullpunkt. Das färbt im äußeren WAZ-Erscheinungsbild leider auf die guten WAZ-Redakteure und auch freie Redaktionsmittarbeiter ab, die engagiert ein gutes Zeitungsprodukt machen. Wenn man allein das Feldwebelgehabe seines Stellvertreters Klümper täglich erlebt, weiß man, in diesem Klima kann kein gutes Produkt mehr entstehen wie es jeder Journalist gern machen möchte.
Klümper on Tour, aber im Gepäck hat er nur dumme Sprüche:
- Hätte alles noch schlimmer kommen können.
- Gut, dass WIR Schickler 1:1 verhindert haben.
- Wir bekommen ein ganz tolles neues Redaktionssystem.
- Alles wird leichter als bisher.
- Es bleibt dabei, wir wollen auf jeden Fall Kündigungen verhindern.
- Ich bin hier, um alle ihre Fragen zu beantworten.
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Auf die wichtigsten Fragen kommen dann solche Antworten:
- Das muss noch im Detail geklärt werden.
- Das besprechen die Redaktionen später mit den Qualitätsmanagern.
- Dafür ist die Personalabteilung zuständig.
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In einem Punkt ist Klümper zuversichtlich: “Die Auflage wird noch weiter sinken!”
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Kein Scherz, aber dies hat er wirklich so gesagt.
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Mensch Klümper, brechen Sie die Rundreise ab. Mission gescheitert. Mit solchem Gewäsch können Sie den Reitz-Auftrag “Sorgen Sie für Ruhe an der lokalen Front”nicht erledigen.
Ich habe bei mir im Blog eine Pressemitteilung der Kreistagsfraktion (HSK) der Sauerländer Bürgerliste abgelegt. Die SBL-Fraktion beantragt beim Landrat eine Kulturausschusssitzung mit dem Thema “WAZ”. Wenn sich solch eine Sitzung realisierte, böte sie eventuell eine Chance ein Stück Öffentlichkeit zu erreichen. Vielleicht auch eine Möglichkeit für den BR der WP? Ich kann es nicht beurteilen.
@ Zoom, die Projektionen für den HSK – nicht nur unter WAZ-Aspekten – stehen lange fest. Das ist schlimm. Der Kampf um Arbeitsplätze ist verständlich, ändert aber nichts an den Rahmenbedingungen. Ziel der Diskussion hier bei MedienMoral muss die Meta-Ebene werden. Dabei müssen auch Kollegen abgeholt werden, wie nachfolgender:
Wer die nächste Lokalredaktion ist, das bestimmt REITZ II (WAZ).
Die Lokalredaktion ist ein Standortfaktor: Siegen mit 100.000 Einwohnern wird aufgegeben! Ich habe nicht nur Mitgefühl, das schmerzt mich: Ich habe Mitleid.
Strategisch müssen Strukturen und Ziele jenseits des Flachwassers eines vergreisten WAZ-Reviergeists und seiner Teilnehmer aufgebaut werden. Auch die Sprache wird sich dadurch radikalisieren: REITZ 2 (WAZ) – The End of Democratic Entrepreneurship. – Ein Spaß: Es gibt eine globale Initiative „Deworm the World“. Vielleicht hilft das gegen das Madenwerk von Systemfuzzies.
Im HSK gibt es durchaus Reliquien aus dem letzten Jahrtausend. Einst fällte der HSK-Borkenkäfer den Stamm; nun höhlt ihn allerlei Gewürm aus. Hilft es mit den Bürgermeistern Thomas Hunsteger-Petermann (CDU Hamm), Dr. Eckhard Ruthemeyer (CDU Soest), Steffen Mues (CDU Siegen) und Michael Grossmann (CDU Werl) zu sprechen? Diese Herren sind die Basis der CDU-Landespoltik.
@sei’s drum: Ich habe dich da nicht ganz verstanden. “Wenn dieses Konzept nur mit dem Tribut betriebsbedingter Kündigungen zu realisieren ist, dann muss es eben so sein.” Du bist also zur Not für betriebsbedingte Kündigungen? Wenn das so sein sollte, dann sind wir krass unterschiedlicher Meinung.
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Ich bin bereit, zu kämpfen, aber nicht gegen Windmühlen. Ob eine tippse oder hundert, das verlegerische (Miss-)konzept ändern wir nicht mehr. Da hätte letztes Jahr von den Gewerkschaften, BR und auch aus der Politik viel mehr kommen müssen, um einen solchen Kampf zu führen und uns zu unterstützen. Das kam nicht, die WAZ-Axt (oh, das liest der arme GGF Hombach jetzt aber gar nicht gerne) hat zugeschlagen und der Zug ist abgefahren. Da können wir noch so viel jammern und schreien. Den Umbau halten wir nun nicht mehr auf.
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Jetzt geht es ganz realistisch darum, im ersten Schritt Kündigungen zu verhindern. Das scheint möglich zu sein. Dafür müssen wir Energien aufwenden. Dann müssen wir versuchen, nicht zur beliebig austauschbaren und verschiebbaren Masse degradiert zu werden. Wir sind mehr als Halma-Pöppel. Das sollte doch selbst ein Ahnungsloser einsehen können.
@tippse
“Da hätte letztes Jahr von den Gewerkschaften, BR und auch aus der Politik viel mehr kommen müssen, um einen solchen Kampf zu führen und uns zu unterstützen.”
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Hätten sich nicht vielleicht auch die Kirchen, Sportvereine und Brieftaubenzüchter für die arme “tippse” engagieren müssen?
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“Ich bin bereit zu kämpfen.” – Aber natürlich nur aus der sicheren Anonymität heraus, die diese Internet-Klagemauer der armen “tippse” bietet.
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In Betriebsversammlungen, Redaktionskonferenzen etc. geben wir uns dann geschmeidig, denn wer riskiert schon seinen Arbeitsplatz.
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“tippse” möchte im ersten Schritt durch den Kampf anderer für sie die Kündigungen verhindern. Und im zweiten Schritt? Lehnt sich Frau Halma-Pöppel beruhigt zurück und schreibt auf, was sie später den Enkeln erzählen möchte: Eure “tippse” hat sich damals, als es noch Lokalzeitungen gab, jeden Tag ganz tapfer dem K(r)ampf gestellt.
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Pöppelchen, schlaf weiter!
@nach der Visite
Es stimmt, Klümper hatte keine Antworten parat, verbreitete eher konfuses Zeug.
Und die Mär, die Chefredaktion habe sich eingesetzt, damit es nicht so schlimm kommt, wie Schickler meint, wie es kommen müsste.
Prima!
Vier volle Jahre nach Amtsantritt interessiert sich das Duo Reitz-Klümper plötzlich für die WAZ-Lokalredaktionen und es meint, es würde redaktionelle Stellen gerettet haben – dann, wenn schon längst nichts mehr geht. Wenn Shopper Hombach die Kassen geleert und die von ihm zur WAZ geholte cholerische und Personal verschleißende Marketing-Größe Zowislo Millionen verbrannt haben.
Fakt bleibt: Die Schickler Zahlen sind falsch, das Benchmarking ist durch nichts unterlegt – verglichen werden Heimat-Zeitungen in ländlichen Regionen mit den Großstadt- und Stadtausgaben der WAZ-Gruppe. Diese arbeiten bekanntlich in einem Ballungsraum mit sechs Millionen Einwohnern – und mit einem journalistischen Anspruch. Äpfel und Birnen…..
Diese Lügen zu unterstützen ist sträflich, die Chefredaktion baut sich durch Klümpers Rundreise ihre Legende auf, um selbst im Abbruch-Schutt und im Abbruch-Staub, den ein Hombach hinterlässt, ihren Strahlenkranz zum Leuchten zu bringen.
“Wir haben” heißt es da – ja was haben Sie denn, Herr Reitz und Herr Klümper? – jahrelang gepennt! Waren beratungsresistent? Haben sich keinen Deut um die Lokalen gekümmert? Das zumindest ist meine Wahrnehmung.
Schönen Tag noch! Mahlzeit!
Meint dieser Klümper eigentlich, sein ihn überforderndes Amt gebe ihm das Recht, die Mitarbeiter zu verhöhnen?
Laut Schickler I sollten 262 Stellen abgebaut werden. Schickler II hat nahtlos die Vorgaben der GGF übernommen und und setzt die Benchmark von 330 Stellen, die zu streichen sind.
Wo bitte schön hat das Duo Reitz-Klümper seine Heldentaten vollbracht? Die Antwort ist einfach: Am Schreibtisch von Hombach, wo alle Vorgaben abgenickt wurden, damit Reitz sein Ziel erreicht: Chef zu sein von Deutschlands größtem….
Für Reitz-Klümper sind die Lokalredaktionen doch reine Verfügungsmasse im Redaktionsmonopoly. Dass diese beiden Ignoranten den Ast absägen, auf dem sie sitzen, merken sie eines Tages beim harten Aufschlag.
So sieht’s aus, Herr Klümper. Ihr dummes Gelaber nach dem Motto “alles wird nicht nur gut, sondern noch besser” ist lächerlich und beleidigend.
@halma: Natürlich kämpfe ich hier aus der Anonymität heraus. Ja hör’ mal, was denn sonst? Heißt du etwa “halma”? Ein Segen, dass es dieses Blog gibt mit dem Schutz der Anonymität. Soll ich denn Klümper & Co. bei ihrem Redaktionsbesuch die Hand geben und sagen, guten Tag, ich bin übrigens die tippse, und so geht das nicht weiter, Freundchen. Er wird tief beeindruckt sein und mich umgehend feuern.
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Natürlich erwarte ich von den Gewerkschaften, in denen ich organisiert bin und die ich bezahle, dass sie mich im Konfliktfall mit ihrem breiten Kreuz unterstützen. Deshalb bin ich nämlich da reingegangen. Gleiches gilt für den Betriebsrat, den ich gewählt habe und nun wirklich nicht mit einem Taubenzuchtverein vergleichen will. Natürlich soll der für mich verhandeln und auch die Klappe aufreißen (Kompliment, sise!). Doch, Unterstützung von den Kirchen wäre auch willkommen, gerne auch von den Sportvereinen, die demnächst ihre WAZ/NRZ/WR-Berichte kurz oder gar nicht mehr finden werden, aber zuerst doch mal von meinen eigenen Arbeitervertretern.
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So, und jetzt wittere ich so langsam eine Falle. Denn ob ich mich in “Betriebsversammlungen, Redaktionskonferenzen etc. geschmeidig” gebe, das lasse ich jetzt mal ganz unbeantwortet. Bei der WAZ-BV haben sich zehn Leute, davon sechs Frauen, zu Wort gemeldet. Angenommen, ich würde dir jetzt beispielsweise zornig widersprechen, dann könnte der dort im Publikum anwesende WAZ-Aufpasser schon mal anfangen, Überlegungen anzustellen. Nee nee, mein Lieber, das machen wir jetzt mal nicht. Vergiss’ es…
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Natürlich kämpfen andere für mich, um auch meine Kündigung zu verhindern, ganz richtig. Ebenso, wie ich für sie und ihren Arbeitsplatz im Rahmen meiner Möglichkeiten und Fähigkeiten kämpfe. Mit einem Fremdwort nennt man das Solidarität, halma. Nie gehört?
Nur mal so zur Information. In Soest hatten wir einige Vertreter der Parteien (CDU, SPD, Linke), gesellschaftliche Gruppen (KAB, Bauernverband, Sportvereine) und Kolleginnen und Kollegen aus anderen Betrieben (Soester Anzeiger, Hellweg Radio, Westfälischer Anzeiger, Lippstädter Zeitung Der Patriot) dabei. Nur so Blocker wie tippse waren nicht dabei. Wie wollen wir denn an anderen Orten mehr auf die Beine stellen. Wir können nicht die ganze Welt aufrufen und erscheinen selbst nicht. So läuft das nicht!
Ich bin hier nur Leser und Beitragszahler bei der IG Metall. Solidarität, verehrte tippse, kann man nicht kaufen, die muss man praktizieren. Mit Ihrem Verständnis von Solidarität, nämlich hier zu schimpfen, aber im Betrieb brav die Klappe zu halten, fallen Sie dem Betriebsrat in den Rücken. Aber mit der Solidarität scheint es bei den Redakteuren Ihres Hauses ohnehin nicht besonders gut zu stehen. Wenn bei über 300 gefährdeten Arbeitsplätzen nicht einmal 200 Redakteure für eine Demo zu mobilisieren sind, ist Ihre Meinung “Ich zahl ja meinen Beitrag” wohl die Mehrheitsmeinung. – Viel Spaß beim Untergang.
“War einmal ein Revoluzzer
im Zivilstand Lampenputzer;
ging im Revoluzzerschritt
mit den Revoluzzern mit.
.
Und er schrie: “Ich revoluzze!”
Und die Revoluzzermütze
schob er auf das linke Ohr,
kam sich höchst gefährlich vor.
.
Doch die Revoluzzer schritten
mitten in der Straßen Mitten,
wo er sonsten unverdrutzt
alle Gaslaternen putzt.
.
Sie vom Boden zu entfernen,
rupfte man die Gaslaternen
aus dem Straßenpflaster aus.
zwecks des Barrikadenbaus.
.
Aber unser Revoluzzer
schrie: “Ich bin der Lampenputzer
dieses guten Leuchtelichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!
.
Wenn wir ihn’ das Licht ausdrehn,
kann kein Bürger nichts mehr sehen.
Laßt die Lampen stehn, ich bitt! -
Denn sonst spiel ich nicht mehr mit!”
.
Doch die Revoluzzer lachten,
und die Gaslaternen krachten,
und der Lampenputzer schlich
fort und weinte bitterlich.
.
Dann ist er zu Haus geblieben
und hat dort ein Buch geschrieben:
nämlich, wie man revoluzzt
und dabei doch Lampen putzt.”
.
—-
Erich Mühsam widmete das Gedicht 1907 der deutschen Sozialdemokratie. Auf wenn passt es wohl noch sehr gut, liebe “tippse” und all’ ihr anderen “kämpfenden” Journalisten der WAZ-Gruppe? Dann putzt mal schön weiter…
@ver.di-Mitglied: Woher weißt Du, daß tippse nicht in Soest war? Hast Du die Mitgliedsausweise bei der Demo kontrolliert?
@Bernd Melzer: Du solltest den Beitrag von tippse nochmal lesen. Du hast ihn nicht verstanden, gründlich mißverstanden. Denk’ mal über mehr Solidarität unter Gewerkschaftskollegen nach, wenn Du die schon einforderst.
“War einmal ein Revoluzzer
im Zivilstand Lampenputzer;
ging im Revoluzzerschritt
mit den Revoluzzern mit.
.
Und er schrie: “Ich revoluzze!”
Und die Revoluzzermütze
schob er auf das linke Ohr,
kam sich höchst gefährlich vor.
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Doch die Revoluzzer schritten
mitten in der Straßen Mitten,
wo er sonsten unverdrutzt
alle Gaslaternen putzt.
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Sie vom Boden zu entfernen,
rupfte man die Gaslaternen
aus dem Straßenpflaster aus.
zwecks des Barrikadenbaus.
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Aber unser Revoluzzer
schrie: “Ich bin der Lampenputzer
dieses guten Leuchtelichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!
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Wenn wir ihn’ das Licht ausdrehn,
kann kein Bürger nichts mehr sehen.
Laßt die Lampen stehn, ich bitt! -
Denn sonst spiel ich nicht mehr mit!”
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Doch die Revoluzzer lachten,
und die Gaslaternen krachten,
und der Lampenputzer schlich
fort und weinte bitterlich.
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Dann ist er zu Haus geblieben
und hat dort ein Buch geschrieben:
nämlich, wie man revoluzzt
und dabei doch Lampen putzt.”
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Erich Mühsam widmete das Gedicht 1907 der deutschen Sozialdemokratie. Auf wenn passt es wohl noch sehr gut, liebe “tippse” und all’ ihr anderen “kämpfenden” Journalisten der WAZ-Gruppe? Dann putzt mal schön weiter…
Danke, Erich Mühsam, für diese Überlieferung. Man fragt sich zunehmend, wer setzt sich in diesem Blog eigentlich mit wem und worüber auseinander.
Worüber, das sollte inzwischen unbedingt die grundsätzliche Frage sein, ob es überhaupt möglich ist, zu “kämpfen”, während man zugleich seinem Gegner auf Gedeih’ und Verderb gehorcht.
.
Nur andere aufzufordern, stellvertretend den Kampf gegen den bösen Onkel zu führen und ihm selbst im Dienst täglich Pfötchen zu geben, das kann nicht funktionieren.
@tipper
Auch beim zweiten Lesen des “tippse”-Beitrages komme ich zum gleichen Ergebnis. Kein Arbeitgeber dieser Welt könnte einer Arbeitnehmerin kündigen, wenn diese sachlich und auf gute Argumente gestützt ein Restrukturierungskonzept kritisiert, wenn diese Arbeitnehmerin Alternativen vorschlägt. Wie sollte denn wohl eine solche Kündigung vor dem Arbeitsgericht begründet werden? Weil genau dieser Weg aber von “tippse” und offenbar der großen Zahl der Mitarbeiter nicht gewählt wird, hat der Arbeitgeber leichtes Spiel und kann den Betriebsrat auf die Rolle eines Verhandlungspartners über diverse Abfindungsmodelle reduzieren. Mehr steht dem Betriebsrat in einem Tendenzbetrieb nicht zu – wohl aber jedem einzelnen Mitarbeiter.
Diese Kritik richtet sich übrigens gar nicht persönlich an “tippse”, sondern an die WAZ-Belegschaft insgesamt.
Als Leser der WAZ frage ich mich zunehmend nach der Charakterstärke der WAZ-Redakteure, deren Mut wohl nur reicht, sich über Gott und die Welt in Kommentaren auszulassen, aber sich in eigener Sache mit der Begründung “ich zahl doch meinen Beitrag” hinter anderen zu verstecken. Diese Feigheit ist schon bemerkenswert.
Wie gut ist das Portal derwesten.de?
Über eine halbe Stunde hat es jetzt gedauert, den Tod des Amokläufers von Winnenden zu melden. Spiegel-online brachte diese News um 13.17 Uhr, um 13.45 Uhr berichtete die “Tagesschau extra” der ARD.
So sieht es dann eben aus, wenn man meint, auf den aktuellen Nachrichteneinlauf von dpa verzichten zu können.
Nur gut, dass Winnenden in Baden-Württemberg liegt, sonst wären es wieder die bösen WAZ-Lokalredakteure, denen man das Versagen an die Schuhe kleben könnte.
So müssen sich ja wohl der große Contentdirektor Reitz und seine online-Königin Borchert in die Ecke stellen lassen. Aber sie werden schon einen Sündenbock finden.
@Bernd Melzer
Deine Einschätzung, was kein Arbeitgeber der Welt kann oder nicht kann, ist von jeder Realität getrübt. Wer etliche Arbeitsprozesse bei er WAZ-Mediengruppe erlebt hat, muss zur Kenntnis nehmen, dass man sich nur “unbeliebt” zu machen braucht ( mit zu vielen “legalen” Fragen beispielsweise ) und schon beginnen die äußerst subtilen Schwierigkeiten. Wie sich viele Kolleginnen und Kollegen jetzt verhalten, ist das Resultat des “Rabiatumgangs” des DUO Reitz/Klümper mit der Redaktionsbelegschaft. Sie wollen halt keine Schwierigkeiten bekommen und vor dem Arbeitsrichter landen.
Bravo!
Ihr zerfleischt euch gegenseitig, statt in der Sache aktiv zu werden.
Wie geht es denn nun weiter im Sauerland? Was wird als nächstes zu gemacht? Was passiert im Kreis Soest? Nach der neuen Schickler-Info scheint es ja weiterhin eine Zeitung dort zu geben… Wird eine Mini-Redaktion vor Ort in Soest oder/und Werl bleiben (siehe Schickler)? Was passiert mit Warstein in unmittelbarer Nähe zum großen “Desk” in Meschede? Ist das die “Ausnahme” im Konzept, die mit viel Pesonal aufgepumpt wird?
Fragen über Fragen, die ausrecherchiert werden wollen…
@Bernd Melzer, Manfred Neuberger: Ihr seid nicht von hier, stimmt’s? Ich meine, aus dem WAZ-Konzern? Sonst würdet ihr nicht so hehre Worte wie “Kein Arbeitgeber dieser Welt könnte einer Arbeitnehmerin kündigen, wenn diese sachlich und auf gute Argumente gestützt ein Restrukturierungskonzept kritisiert, wenn diese Arbeitnehmerin Alternativen vorschlägt.” schreiben. Das geht an unserer internen Welt meilenweit vorbei. Alle diese sachlichen und gut fundierten Argumente sind auf BV von Betriebsräten bis zur kleinen tippse und auch hier x-Mal vorgetragen worden. Um es noch einmal laut und deutlich zu sagen: DIE WOLLEN DAS NICHT HÖREN. Kein Wort davon. Die wollen ihr falsches Konzept mit der Axt durchziehen, und wenn wir uns den Mund fusselig reden und die Finger blutig tippen. Danke, @Klump und @tipper, für eure Solidarität hier.
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“Nur andere aufzufordern”, Manfred Neuberger, wo liest du das? “Natürlich kämpfen andere für mich, um auch meine Kündigung zu verhindern, ganz richtig. Ebenso, wie ich für sie und ihren Arbeitsplatz im Rahmen meiner Möglichkeiten und Fähigkeiten kämpfe.” habe ich geschrieben. Das müsste doch eigentlich eindeutig genug sein, was Solidarität betrifft, oder? Und ob ich im Betrieb die Klappe halte und dem BR in den Rücken falle – woher willst du das denn eigentlich so genau wissen, Bernd Melzer? Das sind ziemlich üble Unterstellungen, die zersetzen und zu Isolierung und Entsolidarisierung führen. Das sollte dir/euch als Gewerkschaftskollegen doch wohl klar sein. Ebenso, warum ich mich hier nicht einmal dazu äußern kann, ob ich mich auf der letzten BV zu Wort gemeldet habe oder nicht. Das ist unsere Realität.
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Was wir brauchen ist Solidarität. Gegen betriebsbedingte Kündigungen. Keine einzige darf es geben. KEINE. Gegen Sozialdarwinismus. Die Alten, Teuren, Behinderten, Aufmüpfigen zuerst raus oder nach weit weg versetzen in eine Redaktion, die man dann womöglich schließt – das darf es nicht geben. Und wir sind keine variable Verschiebemasse. Eigentlich wollen wir nichts als arbeiten auf unseren Arbeitsplätzen. Dafür kämpfen wir. Dafür brauchen wir starke Gewerkschaften mit all ihrer Kraft. Und unkündbare Betriebsräte, die für uns sprechen, wo wir nicht reden können – denn so sieht die Wirlichkeit aus.
Blog-Leser, Du hast Recht! Hier findet tatsächlich ein unproduktives Zerfleischen statt.
Darüber zu räsonieren, wer was wann hätte tun müssen, bringen mich zumindest nicht weiter. Selbst die Analyse, welche Fehler wir, unsere Gewerkschaften oder die Betriebsräte gemacht haben, ist nur noch für Sozialwissenschaftler interessant. Zwar kann man aus Fehlern lernen und ist beim nächsten Mal dann schlauer – doch es wird für uns kein nächstes Mal geben!
Metaller, die zum Beispiel mir oder der hier gescholtenen Tippse beibringen wollen, was Solidarität bedeutet, leben tatsächlich in einer anderen Arbeitswelt. Sie haben nicht die Erfahrung gemacht, dass bei einem Ausstand “Kollegen” die per sms angekündigten Termine der Streikmaßnahmen an die Chefredaktion meldeten, dass “Kollegen” stolz darauf waren, besonders umfängliche Notausgaben herausgebracht zu haben, dass Kollegen Streikende als Faulenzer beschimpften – aber dann meckerten, dass die Tariferhöhung so mies ausgefallen sei.
So sehr ich Erich Mühsam schätze, sein oben zitiertes Gedicht hilft mir zumindest nicht weiter. Wer hat hier zur Revolution aufgerufen? Wo ist hier ein Lampenputzer der sich nicht den Revolutionären anschließen will? Ich sehe keine Revolution! Ich sehe übrigens auch bei den Opelanern keine Revolution. Franz und Einenkel arbeiten doch wohl mit dem Vorstand zusammen, um zu retten, was noch zu retten ist. Natürlich hinkt dieser wie fast jeder Vergleich.
Was ich sehe und spüre ist Angst, die leider häufig zur Entsolidarisierung führt. Angst, die durch die Verunsicherung und die Einsicht in die eigene Ohnmacht geschürt wird. Was haben wir, die Gewerkschaften und unsere Betriebsräte denn in der Hand? Da ist eine Geschäftsführung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die NRW-Titel auf Teufel komm raus zu “verschlanken” und wieder in die Profitzone zu bringen – koste es was es wolle. Und wenn das nicht klappt – dann wird der Laden eben ganz dicht gemacht, dann hat man sich eben in einem “kranken” Bereich in einem sonst kerngesunden Unternehmen getrennt. Basta!
So, Ihr Poster, die Ihr vieles besser wisst, wie will ein einfacher Redakteur das nun verhindern? Kritische Fragen an die Chefredaktion stellen? Habe ich gemacht! In der Gewerkschaft versuchen, zumindest kleine Aktionen am Ort des Geschehens (Essen) zu initiieren? Ist geschehen! Dem Betriebsrat erklären, dass man den nach außen “weichgespült” erscheinenden Verhandlungskurs nicht optimal findet? Ist passiert!
Und was kann man so erreichen? Was kann man jetzt noch machen? Wer hat die Mittel, die WAZ-Walze noch zu stoppen? Gut, wir können Bodo von Soest aus ein wenig ärgern. Sise hat in ihrer wirklich hervorragenden Rede dafür gesorgt, dass Mahlzeit ein wenig sein TV-Grinsen abgelegt hat und seine Stimme ihren sonoren Klang verlor. Und was ändert das, außer, dass wir uns in der BV etwas besser fühlten und danach das K&K-Dreamteam Kloss/Klümper durch die Lokalredaktionen tourte?
Gut, als Außenstehender ist es leicht, mit dem Begriff Pressefreiheit zu hantieren und von uns zu fordern, das skandalöse Verhalten der WAZ in der WAZ/NRZ/WR/WP bloß zu stellen. Das würde der GGF den Stellenabbau nur erleichtern, geschäftsschädigendes Verhalten wäre sicher eine Vokabel in dem Kündigungsschreiben. Es bliebe auch nur bei dem Versuch, das zu schreiben. denn irgendein “Kollege” würde eine Schnellmeldung an die Chefredaktion absetzen.
Vor diesem Hintergrund komme ich eigentlich zu dem selben Schluss wie Tippse, dass das vosdirngliche Ziel hier und jetzt nur sein kann: Vermeidet betriebsbedingte Kündigungen!
Unter welchen Bedingungen die “Überlebenden” dann arbeiten und wie lange unsere Blätter so noch existieren, das ist dann eine andere Frage.
Und was ist jetzt mit den Fakten? Wird Soest dicht gemacht oder gibt es weiter eine soester Ausgabe? Und in unserm Werl? Und bleibt Warstein als personalstarker und damit teurer standort? Kann oder will dies niemand beantworten?
“Es bliebe auch nur bei dem Versuch, das zu schreiben. denn irgendein “Kollege” würde eine Schnellmeldung an die Chefredaktion absetzen.”
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Wenn das alles wirklich so ist, dann lasset fahren alle Hoffnung! Wenn ihr unter solchen Umständen (die ich euch gerne glaube) Widerstand leisten wolltet, so wäre der zum Scheitern veurteilt. Das Dumme ist, dass euch die Leser fortlaufend, wenn ihr euch entschließt, außerhalb der eng umgrenzten Blogosphäre, in den WAZ-Medien, zu schweigen. Letztlich habt ihr also nur die Wahl zwischen Typhus oder Cholera.
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Bitte faselt dann hier aber auch nicht ständig von “Kampf”. Der sieht nämlich anders aus. Auch wird er nicht im virtuellen Raum eines “Protestblogs” geführt.
@Hans Plagwitz
“Es bliebe auch nur bei dem Versuch, das zu schreiben. denn irgendein “Kollege” würde eine Schnellmeldung an die Chefredaktion absetzen.”
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Wenn das alles wirklich so ist, dann lasset fahren alle Hoffnung! Wenn ihr unter solchen Umständen (die ich euch gerne glaube) Widerstand leisten wolltet, so wäre der zum Scheitern veurteilt. Das Dumme ist, dass euch noch mehr Leser fortlaufen, wenn ihr euch entschließt, außerhalb der eng umgrenzten Blogosphäre, in den WAZ-Medien, zu schweigen. So dumm sind die nämlich nicht – und wer zahlt schon gern für ein zensiertes, frisiertes Nachrichtenprodukt. Letztlich habt ihr also nur die Wahl zwischen Typhus oder Cholera.
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Bitte faselt dann aber auch nicht mehr von eurem “Kampf”. So etwas sieht nämlich völlig anders aus, jedenfalls findet so etwas nivht allein im virtuellen Raum statt.
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@Blog-Leser: Wer “Fakten, Fakten, Fakten” haben will, kann sich ja Focus reinziehen. Jedenfalls nützt da keine WAZ-Zeitung und kein Protestblog. Vermutlich wissen es aber die Herren GGF selbst nicht so genau.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir möchten Euch an dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön sagen. Ein Dankeschön dafür, dass Ihr euch hier so vollständig und erbarmungslos zerfleischt, wie wir selbst das ungestraft nie mit euch tun könnten. Dankeschön auch für all die defätistischen Äußerungen, für all das Gepfeife im dunklen Walde und für die Larmoyanz, mit der ihr die schwere Bürde eures Seins hier immer wieder beklagt. Wären da nicht so Schweinehunde wie dieser „Balkan?“, dessen unverschämt sachliche, zutreffende und offensichtlich von Insider-Kenntnissen nicht völlig freie Skizzierung unserer Fehler uns tatsächlich unter die Haut geht – unsere Freude bei der abendlichen Lektüre des Medienmoral-Blogs wäre fürwahr grenzenlos! Fahrt also bitte fort in eurem Gejammer, in euren Beschimpfungen, in eurem „Kampf“– bloß immer zornig, wichtig und bierernst in der Sache. Denn nichts – um es mit Dario Fo zu sagen – nichts fürchten die Mächtigen mehr, als Menschen, die lachen! Es hat uns zugegebenermaßen erschreckt, ein bisschen etwas davon auf unserer letzten Betriebsversammlung zu hören. Glücklicherweise aber werden wir hier ja davon verschont. Und das ist auch gut so. Schließlich sind die Zeiten viel zu ernst, um über sie zu lachen. Nein, nicht für uns. Aber für Euch.
Lügt Euch doch nichts in die eigene Tasche:
Ob nun betriebsbedingte Kündigungen oder nicht, 330 Stellen werden dank Balkan-Bodo unwiederbringlich weg sein.
Das ist übrigens der größte Personalabbau in einer Zeitungsgruppe der Nachkriegsgeschichte!
Euch geht es nicht so schlecht, wie immer behauptet wird, sonst würden auch nicht schon wieder weitere Zukäufe angekündigt.
Das ist auch bei allen anderen Verlagen so: Madsack kauft für 400 Mio. die Springer-Beteiligungen, Dumont den Berliner Verlag für 152 Mio und die SWMH für 600 Mio. die Süddeutsche. Springer vermeldet ein histrosiches Rekordergebnis.
Die sind nicht in der Krise – auch nicht die WAZ! Hier geht es einzig und allein um einen Strukturwandel. Desks überall, ein paar Planer und Entscheider, die die produktion sicher – und der Rest wird dann nach und nach mit schlecht bezahlten Freien abgedeckt. Die Honoraretats werden ja auch gekürzt.
Das ist die Zukunft, wenn man sich nicht wehrt.
Also, wann sind die nächsten Aktionen?
Legt den Laden doch endlich mal lahm. Das ist das einzige, was Walze Bodo und Kassenwart Christian verstehen.
Wenn alle mitmachen, muss auch keine/r Angst haben!
“Bitte faselt dann aber auch nicht mehr von eurem “Kampf”. So etwas sieht nämlich völlig anders aus, jedenfalls findet so etwas nivht allein im virtuellen Raum statt.”
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@Dante: Von Kampf war bei mir nicht die Rede. Ich habe doch oben deutlich gemacht, das mich meine “solidarischen Kampferfahrungen” bei Streiks gründlich ernüchtert haben.
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“Legt den Laden doch endlich mal lahm. Das ist das einzige, was Walze Bodo und Kassenwart Christian verstehen.
Wenn alle mitmachen, muss auch keine/r Angst haben!”
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@Aufwachen: Diesen Traum hatte ich auch einmal. Alle Räder stehen still… Das ist mit unserem Berufsstand offenbar nicht möglich. s.o.
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@Hombacht/Spreizt: Humorvolle Idee, aber etwas an der Realität vorbei. Ich glaube nicht, dass sich B.H. ernsthaft Gedanken über uns macht. Wir arbeiten bei einem kleinen Teilbereich des Unternehmens, der Verluste bringt. Da wird noch einmal ein Versuch unternommen, wieder gewinne zu machen und wenn das nicht klappt, dann wird der Laden dicht gemacht! Basta!
Die wickeln uns hier ohne irgendwelches altmodisches Verleger-Ethos einfach ab.
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Die Zeiten sind vorbei, als man noch bei Brosts im Garten Streusselkuchen genießen konnte. Da waren wir noch Redakteure. Heute ist unser Status MAK.
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Noch etwas zum Thema Kampf und Solidarität: Wir haben ein System, in dem der einzelne Mitarbeiter zur Kostenstelle degradiert wurde und keinerlei Machtmittel mehr in der Hand hält. Was hat einem Nokianer das Solidaritätsfeuer vor dem Werkstor genützt? Sichert ein Ausstand dem Bochumer Opelaner den Arbeitsplatz?
Was bringt es, wenn wir einige WAZ-Ausgaben verhindern bevor der Laden doch dicht gemacht wird?
Vielleicht wahrt Bodo H. noch eine gewisse Schamfrist solange Anneliese B. noch ihre schwache aber schützende Hand über den Laden halten kann. Auch, wenn Bodo sie abschirmt, eine komplette Einstellung ihrer WAZ würde sie wohl nicht hinnehmen. Aber, wenn der Mülheimer Sozialdemokrat (Wie wäre es mit einem Partei-Ausschlussverfahren) ert einmal freie Hand hat…
Es ist genau so, wie @Hans Plagwitz schreibt, und die Verräter-Liste vom letzten Streik könnte mühelos um einige andere Beispiele ergänzt werden, etwa um den “Kollegen”, der es für seine Loyalitätspflicht hielt, nach jeder Streikversammlung zu seinem Chefredakteur zu fahren und ihm Bericht zu erstatten. Das Dumme ist nur, der Kollege ist (wie die von Hans Plagwitz Genannten auch) bekannt, der Chefredakteur längst in die Wüste geschickt worden, und wir sind immer noch da.
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Aber dennoch, @Dante A., rede ich weiter vom Kampf, denn die Sache ist noch nicht ausgestanden. Soll ich denn wie das Kaninchen vor der Schlange hypnotisiert zuschauen, wie die Konkursverwalter eines früher engagierten Journalismus bei WAZ, NRZ und WR jetzt Leute auf die Straße setzen und Redaktionen zerschlagen wollen, die über Jahre hinweg überdurchschnittlich gute Arbeit geleistet haben? Die eine Spitzenredaktion wie NRZ Lokales Essen “brand”-marken?
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Nein, Freunde, es gibt noch etwas zu kämpfen, und die Chancen stehen gut. Gegen den wahnwitzigen Umbau des Konzerns hätte im Oktober/November etwas passieren müssen, und hier erneuere ich meine Kritik an den beiden Gewerkschaften. Da fühlte ich – und nicht nur ich – mich von meinen Arbeitnehmervertretern im Stich gelassen. Das hier ist aber kein Jammern, sondern der Aufruf zur Aktivität: Wir können und müssen betriebsbedingte Kündigungen verhindern, selbst für solche “Kollegen” wie den von Hans Plagwitz und mir genannten. Wir müssen versuchen, das Zerschlagen von Redaktionen und einen Sozialdarwinismus zu verhindern, der durchaus in “Alte und Behinderte raus” gipfeln kann.
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Man darf nicht glauben, Hombach & Co. hätten sich nicht schon längst mal das Lensing-Wolff-Modell angesehen: Alle “Schwachleister” und Querdenker komplett in zwei, drei Redaktionen versetzen, und wenn der Sack zu ist, werden diese Redaktionen nach kurzer Schamfrist geschlossen. Aufpassen, wohin uns Klümper schicken will. Der ist gar nicht so ahnungslos. Denn so macht man das.
Einmal ein Beitrag zur Pressevielfalt und QUALITÄT: Der Amoklauf war ja eine Sternstunde des Journalismus im Westen. Höhepunkt war ein peinliches Interview einer Radiomoderatorin, das sie mit einem verstörten Schüler geführt hatte, während nebenan vielleicht noch geballert wurde. Der Wortlaut war im Westen so lange zu lesen, bis die Proteste zu viel wurden. Da gab es Fragen wie: Hast du jetzt Angst? Wie ist die Stimmung? Das reiht sich nahtlos in die Aktion zur Kommunalwahl ein, wo mit heruntergelassenen Damenschlüpfern versucht wurde Beinahe-Schleichwerbung zu verkaufen. So wird es halt gemacht: Ein Desk, ein paar junge, hippe Schreiberlinge und los geht es…
Der DGB-Chef Michael Sommer hat sich im letzten DGB-Medien-Newsletter zur aktuellen Entwicklung bei der WAZ-Mediengruppe geäußert.
Der Newsletter kann hier herunter geladen werden
http://www.dgb.de/themen/themen_a_z/abiszdb/abisz_search?kwd=Medien-Newsletter&showsingle=1
Wer ihn abonnieren möchte, kann dies hier tun
http://www.dgb.de/mediennewsletter/index_html?-C=
Auf S. 6 ff. findet sich auch eine redaktionelle Zusammenfassung der Pressemitteilungen der Journalistengewerkschaften
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw
@ Aufwachen am 12.03.2009 um 02:45
> Also, wann sind die nächsten Aktionen?
So liebe Leute (ich sag nicht Journis),
also, ich habe seit etwa 2005 versucht, die Lage der Tageszeitungen in NRW zu verstehen. Letztes Jahr noch vor Schickler wurde der Begriff ‘Armenauflage der WAZ’ geprägt. Letztlich ist es ein Scheitern der Weiterentwicklung unseres Standorts NRW. Innovation wird als Folge des Reviergeists nach 50 Jahren Madenwerk, Migranten-Demokratie und ihren geschichtlichen Vorläufer ausgeblendet. WAZ Online von heute: „Was hilft gegen Ärztemangel?“ – Antwort: „Umziehen!“, so die neusten Migranten-Witze aus Duisburg und NRW.
Es ist nicht einfach, ein Geschäft mit einigen Angestellten aufzugeben. Ich habe bei der Bekanntgabe als alter Reviersack geheult und konnte kein Wort herausbringen. Es war eine schöne Firma. Ich habe sie vertickt. Bloß weg! Flucht vor den Madenwerk der Systemfuzzies.
NRW geht wegen des historischen Madenwerk der Systemfuzzies kaputt. Daran hat sich auch Reitz beteiligt. Brave Menschen wie aus Werberingen sind in NRW zutiefst politisch eingeschüchtert – mit Unterstützung der Medien. Sie gehen und ich werde gehen. NRW ist eine Looser-Region.
Auch die Headlines hier im sog. WAZ-Protestblog neigen zur Einschläferung der publizistischen und bürgerlichen Leistungsträger und sind ein Migrationsimpuls. Ich fordere noch einmal: MedienMoral muss lösungsorientierte Blogbeiträge bringen und werben, dass sich eine „Schlaue Menge“ durchaus im Sinne von Demokratie und partizivativem Journalismus findet.
Ich bin weg aus NRW! Das ist endgültig. Aber das wird nicht das Ende sein, selbst wenn der Deutsche Städtetag 2005 in seiner Projektion für das Ruhrgebiet ein ‘REITZ 2 – Das Ende …’ sieht.
Berlin Institut – Die Demografische Entwicklung der Nation, DTV, € 10 – und tschüss.
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Die bpb veranstaltet demnächst mit dem WAZ-Konzern das Thema Lokalredaktion. Journis, kämpft! Sonst bliebe nur mein html-Stinkefinger m|m – aus Innenhandsicht.
@tippse
Diese Versetzungsstrategie gibts nicht nur bei den Ruhrnachrichten, auch bei der WAZ. Kollegen wurden in den Kreis RE versetzt, dann acht Wochen später der Laden dicht gemacht.
tippse! Bitte halt ein! Diese inhaltsleere Kampf-Rhetorik ist so langsam nur noch schwer zu ertragen. Meine Güte, über euren Köpfen brennt die Hütte längst lichterloh, und ihr diskutiert darüber, wann ihr in den nächsten Wochen wohl zwei oder drei Eimerchen Wasser holen werdet und wieviele Kollegen dabei mitmachen werden – schön nach Dienstschluss, versteht sich. Aua.
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Die Realität hat euch doch längst überholt. Wenn ihr jetzt euer höchstes Ziel darin seht, wenigstens noch “betriebsbedingte” Kündigungen zu verhindern, so ist das doch bereits ein Eingeständnis eurer Niederlage. Tatsache ist doch, dass der Arbeitsplatzabbau so oder so durchgezogen wird, dass Redaktionen geschlossen, Ausgaben eingestellt, Umfänge reduziert und alteingesessene Zeitungen schlicht gleichgeschaltet werden. DAS ist die Katastrophe – nicht die betriebsbedingten Kündigungn, die einigen vielleicht noch blühen. Die sind, bei allem Respekt vor den Einzelschicksalen, verglichen mit den anderen Folgen doch noch das geringere Übel. Abgesehen davon wisst ihr doch sehr genau: In einem Tendendenzbetrieb finden sich auch sonst leicht Gründe, jemandem zu kündigen.
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Peinlich, dass von einem “Kampf” weit und breit nichts zu sehen ist und auch nicht zu sehen war, von der durch WMG-Mitarbeiter trotz allem recht spärlich besuchten Alibi-Vorstellung in Soest (ja, ich war auch da) einmal abgesehen. Dieser so genannte Kampf findet doch nur virtuell statt, hier im Blog und in der Phantasie, in der sich die Ohnmacht des Einzelnen ein Ventil schafft. Dem, was weiter oben in einem Kommentar gesagt wurde, kann man nur zustimmen: Das ist kein Kampf. Und ihr wisst nach den früheren Erfahrungen mit Streikbrechern und nach den heutigen mit gewissen IM’s doch genau, dass ein Aufruf zum Kampf nahezu wirkungslos verhallen wird.
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So traurig es ist: Es gibt praktisch nichts mehr, womit man Hombach und Nienhaus ernsthaft drohen könnte, aller scheinbaren Einsicht und Zerknirschtheit dieser Herren zum Trotz. Die hätten vermutlich nicht einmal mehr ein Problem damit, ganze Zeitungen einzustellen. Bei der WR stand es ja wohl bereits zur Debatte.
@Die Hütte brennt!:
Noch mal langsam zum Mitlesen:
Ich kann nicht gegen Umfangreduzierungen vorgehen.
Ich kann keine Ausgaben-Schließungen verhindern.
Ich kann keine Redaktionsschließungen verhindern.
Ich kann keinen Arbeitsplatz-Abbau stoppen.
Für all das bin ich eine bis mehrere Nummern zu klein.
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Ich kann gegen betriebsbedingte Kündigungen kämpfen.
Ich kann gegen Sozialdarwinismus und Selektion der Schwachen und Alten kämpfen.
Ich kann gegen Versetzungs-Verschiebebahnhöfe kämpfen.
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Das ist keine “inhaltsleere Kampf-Rhetorik”, das sind ganz pragmatische Ziele. Aber um diese umzusetzen, brauche ich meine Gewerkschaft und den Betriebsrat. Wir müssen retten, was noch zu retten ist, und nicht bejammern, was alles irgendwann mal hätte gerettet werden können.
PS: Mit Defaitismus ist noch nie etwas erreicht worden.
Stimmt es, dass……
Bei seinem Besuch in der WAZ-Redaktion Vest konnte Klmper schließlich nicht mehr abstreiten, dass das Aus für diese Redaktion quasi beschlossene Sache ist.
“Ja, wir verhandeln mit Bauer…” – bedeutet: Die WAZ Mediengruppe möchte die lokalen Inhalte gerne beim lokalen Wettbewerber einkaufen und selber nur noch den Mantel liefern für die Ausgabe Vest. “Aber Bauer zögert noch…”, so Klümper weiter.
Was wird sein, wenn Bauer nicht will? Darauf gab es von Klümper natürlich keine konkrete Antwort.
Unter dem Strich steht nun: Diese Ausgabe Vest, im Januar 2007 vom Duo Reitz-Klümper mit großem Hallo als “Zeitung der Zukunft” eingeführte Regio-Ausgabe, für die bis auf Dorsten alle WAZ-Redaktionen im Kreis Recklinghausen geschlossen wurden, hat so stark an Auflage verloren (50%), dass sie ein jährliches Minus von über 5 Mio € (Erwartung 2009) einfährt.
Natürlich hat Reitz nicht den Mumm, nach Recklinghausen zu fahren, um seinen Mitarbeitern das Scheitern zu gestehen. Der Mann der großen Worte ist einfach feige.
Und dieser Mann soll jetzt der große Retter der WAZ-Zeitungen sein? Als Lachnummer oben drauf: Klümper hält die Ausgabe Vest unverändert für erfolgreich, “ein Modell für die Zukunft” – da weiß man doch, wo die Reise hingeht.
@tippse. Noch mal etwas deutlicher:
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Du allein bist natürlich viele Nummern zu klein. Alle gemeinsam hätten etwas ausrichten können. Sie taten es nicht, sie tun es nicht. Wahrscheinlich ist das eine Eigenart der Deutschen. Die haben es seit 1848 nie anders getan. Franzosen oder Italiener hätten Hombachs Mitarbeiter-Schießbude vorübergehnd dichtgemacht, ein Transparent ans WAZ-Haus gehängt, Zufahrten blockiert und die Arbeit auf unbestimmte Zeit eingestellt. Deutsche können das nicht. “Das ist Mist…”
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Sei’s drum. Tatsache ist, dass das, was Du hier noch unter Zielen eines “Kampfes” aufzählst, aus gesamtgesellschaftlicher Sicht weitgehend Nebenschauplätze sind. Betriebsbedingte Kündigungen, Versetzungs-Verschiebebahnhöfe – das ist Partikularismus. Aus der Außensicht sind das eher persönliche Interessen der Beschäftigten.
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Doch ausgerechnet das, was von Bedeutung für die gesamte Gesellschaft wäre, als da sind: Umfangreduzierungen, Verlust der Meinungsvielfalt, Ausgaben-Schließungen, Redaktionsschließungen, Arbeitsplatz-Abbau – das erklärst Du für gegeben und unantastbar. Ein Kampf dagegen, sagst Du, sei nicht möglich.
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Dabei unterliegst Du auch noch der Täuschung, dass gegen die betriebsbedingten Kündigungen und Versetzungen wirklich ein “Kampf” geführt werden könne. Liebe Tippse, wenn ein Kampf gegen das eine nicht möglich ist, dann ist er es gegen das andere auch nicht. Denn der lässt sich ebenso wenig aus der Anonymität heraus führen, und ebensowenig, ohne beim Arbeitgeber in Ungnade zu fallen. Und es wird garantiert ebensowenig Solidarität geübt.
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Das alles ist traurig, aber (leider) kein bloßer Defätismus, sondern Realismus. Selbst wenn es – was ich nicht für einen besonders großen Erfolg halten würde – tatsächlich keine “betriebsbedingten” Kündigungen geben würde, so wäre doch das gesamte Unternehmen durch die Probleme, die Du als nicht bekämpfbar ausblendest, derart geschädigt, dass die weitere Arbeit dort unwürdig und höchst prekär werden wird. Also: Operation “betriebsbedingte Kündigungen verhindert” gelungen, Patient “Zeitung” tot.
@tippse. Noch mal etwas deutlicher:
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Du allein bist natürlich viele Nummern zu klein. Alle gemeinsam hätten etwas ausrichten können. Sie taten es nicht, sie tun es nicht. Wahrscheinlich ist das eine Eigenart der Deutschen. Die haben es seit 1848 nie anders getan. Franzosen oder Italiener hätten Hombachs Mitarbeiter-Schießbude vorübergehnd dichtgemacht, ein Transparent ans WAZ-Haus gehängt, Zufahrten blockiert und die Arbeit auf unbestimmte Zeit eingestellt. Deutsche können das nicht. “Das ist Mist…”
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Sei’s drum. Tatsache ist, dass das, was Du hier noch unter Zielen eines “Kampfes” aufzählst, aus gesamtgesellschaftlicher Sicht weitgehend Nebenschauplätze sind. Betriebsbedingte Kündigungen, Versetzungs-Verschiebebahnhöfe – das ist Partikularismus. Aus der Außensicht sind das eher persönliche Interessen der Beschäftigten.
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Doch ausgerechnet das, was von Bedeutung für die gesamte Gesellschaft wäre, als da sind: Umfangreduzierungen, Verlust der Meinungsvielfalt, Ausgaben-Schließungen, Redaktionsschließungen, Arbeitsplatz-Abbau – das erklärst Du für gegeben und unantastbar. Ein Kampf dagegen, sagst Du, sei nicht möglich.
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Dabei unterliegst Du auch noch der Täuschung, dass gegen die betriebsbedingten Kündigungen und Versetzungen wirklich ein “Kampf” geführt werden könne. Liebe Tippse, wenn ein Kampf gegen das eine nicht möglich ist, dann ist er es gegen das andere auch nicht. Denn der lässt sich ebenso wenig aus der Anonymität heraus führen, und ebensowenig, ohne beim Arbeitgeber in Ungnade zu fallen. Und es wird garantiert ebensowenig Solidarität geübt.
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Das alles ist traurig, aber (leider) kein bloßer Defätismus, sondern Realismus. Selbst wenn es – was ich nicht für einen besonders großen Erfolg halten würde – tatsächlich keine “betriebsbedingten” Kündigungen geben würde, so wäre doch das gesamte Unternehmen durch die Probleme, die Du als nicht bekämpfbar ausblendest, derart geschädigt, dass die weitere Arbeit dort unwürdig und höchst prekär werden wird. Also: Operation “betriebsbedingte Kündigungen verhindert” gelungen, Patient “Zeitung” tot.
Wenn alle WAZ-Mitarbeiter diese Energie, diese Kreativität nicht in den Blog, sondern die letzten 10 bis 15 Jahre in die Zeitung gesteckt hätten, müsste man nun nicht über Schließungen usw. diskutieren.
Kenne genug Redaktionen, in denen Dornröschen geruhsam auf Rosen gebettet war…
Was auch @Kampf-Rhetorik (er) hier zuletzt verbreitet ist bestenfalls verbale Kampf-Rhetorik in seinem Kopf. Wer wie dieser und einige andere sich so realitätsfremd über die laufende WAZ-Abwicklung verbreitet, diese auch – irgendwo von außerhalb – mit den Arbeitsbedingungen gar nicht kennen kann, WAZler können sich so nicht äußern, anderes kann man bei diesen Kommentaren nicht annehmen, der führt hier eine Diskussion, die mit der konkreten Situation der Arbeitsplatzbetroffenen nichts mehr zu tun hat und nicht weiterhilft. Wie oben im Blog vermerkt: da zerfleischen sich einige in einer abgehobenen wirklichkeitsfremden Diskussion, in der sie ihre Kampffantasien verbreiten. Kommt in die Wirklichkeit zurück. Das hat auch weit mehr mit Solidarität zu tun, als einige vorzugeben versuchen.
Das ist ja makaber. Die WAZ im Vest wird vom Bauer-Verlag ausgetragen. Wenn Bauer den lokalen Inhalt liefert, dann gute Nacht. Das ist ein journalistischer Niveauverlust. Wenn nur noch der WAZ-Mantel geliefert werden soll, ist das nicht mehr die WAZ. Viele Leser haben vor Jahren bewußt die Alternative zu Bauer gesucht. Was da konstruiert werden soll, kann nur in einem kranken Journalistenkopf entstehen. Wenn Herr Klümper vor Jahren im Kreishaus RE schwadronierte, dass man mit der Vestausgabe “die Zeitung fast neu erfindet”, wenn er betonte, dass man bundesweit “noch staunen wird, was hier entsteht”, wenn er ankündigte, dass “hier fast nur Exklusivgeschichten entstehen”, dann muß man trotz allem Engagement der Kolleginnen und Kollegen vor Ort heute sagen: Die Chefredaktion hat dieses Projekt an die Wand gefahren. Der Abonnementverlust und die Verkaufszahlen sind vernichtend. Wer etwas anderes resümmiert, erzählt gefährlichen Müll. Mit dieser Regio-Ausgabe ist man nicht nahe genug am Leser. Wie soll man auch, wenn man im größten Kreis Deutschlands nicht mehr wirklich vor Ort ist. Ganz abgesehen davon, wenn die Produktion nach dem Reitz-Desk-Verfahren täglich viel zu viel Arbeitsverlust per “Diskussion, Abstimmung und Organisation” verschlingt.
Nach dem Besuch von Herrn Klümper in RE steht fest, dass Chefredakteur Reitz in der waz-Betriebsversammlung nach seinem Wissensstand bewußt die Unwahrheit gesagt hat. Die Wahrheit erfuhren die Kolleginnen un d Kollegen auch nicht, als sie mit einem 4,5 Mio-Verlust für 2008 konfrontiert wurden und man wissen wollte wie sich diese hohe Verlustsumme zusammensetzt, was man alles hineingerechnet hat . . . was die Redaktion überhaupt nicht zu verantworten hat.
Nun wird auch offensichtlich, was man davon zu halten hatte, als die WAZ bei der Schließung der Buerschen Zeitung in Gelsenkirchen feierlich erklärte, dass man mit dem Bauer-Verlag keine gemeinsame Sache gemacht hat.
In dieser Situation noch Vertrauen in irgendetwas “aus Essen” zu haben, ist nicht möglich. Dieser Zeitungsflickenteppich – wenn er denn in RE realisiert wird, hat keine Zukunft. So dumm ist kein Leser, selbst wenn er von dieser reizenden Chenfredaktion oft genug für dumm verkauft wird.
Wer soll denn bei diesem Konstrukt die Anzeigen liefern? Auch Bauer? Oder vielleicht eine waz-Anzeigenangentur? Dann kann man diese Kollegen auch gleich noch in den Wind schießen.
ich sage doch, da sind durch und durch geistige Brandstifter am Werk, die vor lauter Eurozeichen in den Augen und unsinniger Kurzfriststrategie nicht wissen, was die da eigentlich anrichten.
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Aber jetzt kann man sich nur noch zurücklehnen und schauen, was da passiert, denn für eine Bewegung zum erforderlichen Turnaround ist es jetzt zu spät. Da hätten ab November jeden Montag schöne “WAZ-Montagsdemos in Essen-City staffinden müssen, wo dann die beiden WAZ-Kapitäne geschäumt hätten vor Wut. Jetzt sind sie am Ziel und können knallhart Kasse statt Vielfalt durchsetzen und bei Vest mit Bauer anfängt, lässt sich dann in Dortmund (Ruhr Nachrichten), in Unna/Kamen (Hellweger Anzeiger), in Lüdenscheid (Lüdenscheider Nachrichten oder auch in Siegen (Rhein-Zeitung/Siegener Zeitung) beliebig fortsetzen. Daher ist man auch so scharf darauf, dass Pressefusionsgesetz gelockert zu sehen. Ade qualitativer Lokaljournalismus und es tut uns liebe Leser, aber vor Arroganz triefende Betonköpfe (vor allem das R-K-K-Trio) lassen sich von ihrem Harakirikurs nicht mehr abbringen.
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Mit diesem (gescheiterten) Konzept (siehe Vest) können wir wirklich unseren Kindern bald erzählen “es war einmal….” Und daher habe ich -der Name sagt es schon- jeden Tag die Faust in der Tasche und mittlerweile den Kaffee gestrichen auf. Diese Ohnmacht, dass man selber nichts gegen diese An-die-Wand-Fahrer ausrichten kann und von uns als große Gruppe bewegungsmäßig gar nichts kommt und gekommen ist.
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Mahlzeit!
Liebe WAZ-Journalisten, ich lese seit sieben Jahren die WAZ. Jetzt haben wir das Abo abgemeldet. Auf manipulierte Nachrichten können wir verzichten. Es ist mir egal, wer bei euch daran schuld hat. In andern Zeitungen steht mehr drin. Alles was ihr hier schreibt gibts nicht in der WAZ.
@ Dr. Faust
Dein letzter Beitrag beschreibt die Lage absolut treffend. Es wird von uns allen zuwenig unternommen, aus welchen Gründen auch immer. Die Faust in der Tasche balle ich auch – aber das reicht eben bei weitem nicht. Und es reicht leider auch nicht, wenn man wie tippse und tipper dabei markig vom Kampf spricht. Insofern stimme ich auch dem Kommentar zur “Kampf-Rhetorik” zu. Das Grundproblem ist unsere weitgehende Handlungsunfähigkeit, wenn es um die grundsätzliche Zukunftsfähigkeit der vier Zeitungen geht. So geht es, dank des Harakiri-Kurses von Hombach, Nienhaus und Reitz, in Schussfahrt den Hang hinunter, voll auf den Abgrund zu. Ob wir dabei unterwegs noch kurzfristig eine gewisse Anzahl betriebsbedingter Kündigungen vermieden haben, spielt am Ende keine Rolle mehr.
@DJV-Mitglied: daher sollten wir- wenn wir es mit uns und unserer Ehre ernst meinen- wirklich noch einmal in Essen versammeln. Mit Meschede, Olpe und bald folgenden Redaktionen ist das Kind zwar in den Brunnen gefallen, doch wir sollten dennoch auf dem Essener Kennedyplatz doch noch einmal Präsenz zeigen. Und dann können auch alle die gerne kommen, denen Soest zu piefig und zu weit außen vor war.
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Auf geht’s-ich wünsche mir dann von Medienmoral & Friends eine baldige Terminbekanntgabe für Essen! Schon alleine, um möglichst viele Leute mobilisieren zu können. Vielleicht schauen ja dann Münte und ein paar Ruhrgebiets-Oberbürgermeister auch mal vorbei.
Ähem, bevor sich dieser Blog endgültig in die Parallelgesellschaft verabschiedet, sei nur noch mal kurz daran erinnert, dass im wahren Leben die Auflagen sinken, und zwar nicht erst seit Hombach und Nienhaus. Sie sinken auch nicht nur im Ruhrgebiet, sondern nahezu überall in Deutschland, vom Rest der Welt ganz zu schweigen (in Frankreich helfen da übrigens auch nicht die französischen Streik-Qualitäten, wie hier einer vollmundig meinte).
Herrgott, werdet endlich erwachsen. Mit dem Beruf Zeitungsredakteur geht es bergab, egal wer Manager oder Chefredakteur ist. Die meisten hier kommen mir vor wie die Heizer auf der E-Lok. Was soll denn dieser Blödsinn, den Erhalt von Redaktionen zu fordern, die kaum eine vierstellige Auflage erreichen? Da lohnt doch das Drucken nicht mehr, da geht man doch besser morgens von Tür zu Tür und erzählt den Leuten, was war.
Schaut mal in Blogs wie den Ruhrbaronen vorbei, da liest man wenigstens mal was Intelligentes zur Zukunft der Medien. Dagegen ist dieses Gegreine hier nur noch peinlich.
@westi:Bitte selber nicht greinen. Schau dir die Beiträge oberhalb deiner eigenen Zeilen an. Die sind sprachlich und analytisch deinem Rundumschalg um Meilen voraus. Auch das von dir angeführte Blog lebt (beim Thema) von den Artikeln und Denkanstößen aus diesem Blog. So ist das halt in einer vernetzten Welt
Ich meinte “Rundumschlag”
@sternstunde:
Ist es eigentlich Frau B. mit runtergelassenen Hosen als Testimonial für den Westen? Das würde ich einen tollen Einsatz in schwerer Zeit nennen.
Das Pendant für die Printausgabe hätte bestimmt auch seinen Reitz.
Spaß beiseite: Bei einem derartigen Griff ins Klo, muss man sich über andere Fehlgriffe nicht mehr wundern. So vergrault man den letzten Leser mit Verstand im Kopf.
@An alle, die hier über das “richtige“ Kämpfen streiten
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Nun kommt mal alle wieder auf den Teppich und macht Euch daran, die Fransen zu kämmen. Der Gang der Dinge hat doch längst das Stadium der Rituale erreicht, wir befinden uns im vorerst letzten Akt.
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Die Geschäftsführung ist am Ziel. Die kartellrechtlichen Hemmnisse der 70er Jahre sind aus dem Weg, es ist ein wichtiger Anfang gemacht beim Ziel, aus vier Blättern zuletzt maximal zwei zu machen.
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Das war – jedenfalls bei fairer Betrachtung – von den Gewerkschaften und Betriebsräten nicht zu verhindern. Und da der Widerstand gegen das inhaltliche Konzept aus der Belegschaft heraus nicht stattfand, wird kommen, was zwar schlecht ist für die Zeitungslandschaft in NRW und die Zeitungen dieses Hauses, aber es wird kommen.
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Diesen nicht zu bestreitenden Sieg lässt sich die Geschäftsführung durchaus etwas kosten und sie setzt dabei auf zusätzlichen Imagegewinn durch Reparatur des demolierten Images.
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Zur Beruhigung aller „Tippsen“ und „Tipper“: Es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Das ist in den Kulissen beschlossene Sache. Und so wird sich dann jeder bei der Bekanntgabe der guten Nachricht auf seine Art feiern dürfen:
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Hombach (als Ersatz für die rätselhaft verschwundene Diplomarbeit und die an der Fernuni Hagen verschlampte Diplomprüfung zum Sozialwissenschaftler) etwa so: „… ist es in einer bemerkenswerten gemeinsamen Anstrengung von Geschäftsführung, Chefredakteuren und Betriebsräten gelungen, alle Maßnahmen sozialverträglich und einvernehmlich…“
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Reitz Im Interview mit der Süddeutschen: „Dieses Haus – und da danke ich besonders der Geschäftsführung und den Gesellschaftern – nimmt den sozialen Frieden wichtiger als kurzfristig erreichbare Sparziele.“
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Betriebsräte und Gewerkschaften: „… ist es mit dem Druck zahlreicher Verhandlungen und gezielter Aktionen gelungen, die Geschäftsführung von der Notwendigkeit zu überzeugen…“
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So oder so ähnlich wird es durch den Blätterwald rauschen und die breite Öffentlichkeit auch überzeugen, zumal das Feingewirkte der Schickler- und/oder Reitz-Konzepte, also das Gerangel um Content- und Regio-Desks draußen schwer zu vermitteln ist und auch kein(e) Leser(in) wirklich interessiert.
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Alles nur Spinnerei? Nun, die Turbo-Prämie gibt es auch jetzt noch für „Spätheimkehrer“ (aber bitte nicht darüber reden), sie war und ist nicht auf den 28.2. befristet. Und auch in anderen Punkten ist die PA (sie hat sich übrigens im gesamten Prozess bisher bemerkenswert fair verhalten) äußerst entgegenkommend.
Die Geschäftsführung hat sich längst einverstanden erklärt mit einer Stellenreduzierung, die deutlich unter 300 Arbeitsplätzen liegt.
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Um nicht falsch verstanden zu werden: Was inhaltlich passiert, ist eine Katastrophe, aber aus der öffentlichen Schlacht (ja, wo schlagen sie denn???) geht die Geschäftsführung als klare Siegerin hervor. Und hat für die Zukunft alle Hände frei.
@sg: ja, sachmal, kann man sich auch die Betriebsrente jetz als Turboprämie auszahlen lassen?
@oldie
Das wäre für alle Beteiligten eine Rechenaufgabe:
1. Die Betriebsrente ist steuerlich ein Versorgungsbezug
2. Bei monatlicher Auszahlung kann jährlich der entsprechende Freibetrag geltend gemacht werden
3. Bei einmaliger Auszahlung kommt dieser steuerliche Vorteil nur einmal zur Geltung
4. Wie hoch ist der individuelle Steuersatz?
5. Mit Normaleinkommen plus Abfingung dürfte der Spitzensteuersatz schnell erreicht sein und findet dann auch auf die Einmalzahlung Betriebsrente seine Anwendung
6. Auf welches fiktives Lebensalter einigen sich AG und AN bei der Berechnung des Einmalbetrages?
7. Angesichts der durch frühzeitiges Ausscheiden zu erwartenden Kürzungen bei Rente und Presseversorgung würde ich die monatliche Aufstockung durch die Betriebsrente bevorzugen.
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Viel Erfolg bei den Verhandlungen – Vorschläge des AG unbedingt mit einem Steuerberater durchrechnen.
Das ist ja schön, @sg, dass es keine betriebsbedingten Kündigungen gibt. Dann kann ich ja endlich die Klappe halten und mir ein schönes Wochenende machen.
. Deshalb, um Meinegütewieheißternochgleich zu zitieren: Schönen Tag noch.
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Hast du, mal als Journalistin gefragt, auch eine verlässliche Quelle dafür? Oder hast du hinter dem Vorhang gestanden, als das besprochen wurde? Lieber wäre es mir, wenn Hombachnienhausreitz das (unter-)schreiben würden. Und selbst von denen hat es bekanntlich schon Rückzieher gegeben.
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Aber gut, ich habe verstanden, ihr wollt hier von kämpfen nichts lesen. Dieses Blog will seine Ruhe haben. Meinetwegen. Ich will nicht lästig fallen. Und ehrlich, ich glaube, ich habe bei Leuten, die betriebsbedingte Kündigungen, den Langjährigen angedrohten Sozialdarwinismus, gewünschte “behindertenfreie” Redaktionen und Versetzungen in ferne schließungsbedrohte Redaktionen als Nebenschauplätze abtun, nichts verloren.
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Dabei ist jede(r) Einzelne eine(r) zuviel, und der Druck auf jede und jeden von uns wird bis Mitte/Ende April massiv zunehmen; der größte Umschlagplatz für Beruhigungsmittel im Ruhrgebiet sind zurzeit die WAZ/WR/NRZ-Redaktionen, und das ist kein Scherz. Und dagegen, um das böse Wort noch einmal zu benutzen, werde ich weiter kämpfen.
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Aber nicht mehr hier. Macht ihr hier mal nur schön Steuerberatung
@tippse
Solche Tipps sind näher am Leben als das Kampfgelaber.
Ich weiß von zwei Kollegen, die erst im März mit den Abfindungsgesprächen begonnen haben und sich jetzt mit der Personalabteilung einig sind – inklusive Turboprämie! So schafft man ja wohl Rechtsansprüche (Gleichbehandlung) für alle.
Vielleicht könnten sich ja die Betriebsräte zu diesem Punkt mal äußern.
Sagt mal: Kommt hier eigentlich irgend jemand vor lauter Kampfbloggen auch noch dazu, mal die Zeitung zu lesen? Beispielsweise heute mal inne WAZ gekuckt, auf POLITIK? Hab’ ich gelacht – sind wirklich verückt, diese Franzosen…
“Bordeaux. Wütende Arbeiter des Elektronikkonzerns Sony haben in Südfrankreich mit harten Bandagen um höhere Abfindungen gekämpft. Sie nahmen kurzerhand Sony-France-Chef Serge Foucher gefangen und hielten ihn die Nacht zum Freitag in dem Magnetbandwerk in Pontonx-sur-l’Adour fest. Die Aktion hatte Erfolg. Sony verhandelt nun wieder. afp”
Ich glaube, Lenin wird folgende Aussage zugeschrieben: “Wenn deutsche Revolutionäre einen Bahnhof besetzen wollen, lösen sie vorher Bahnsteigkarten.”
@sg: Wie authentisch sind deine Informationen zum Thema Kündigungen usw..?
@Leserecho: Merkwürdig. Da war der Beitrag “Kampf-Rhetorik” http://www.medienmoral-nrw.de/2009/03/220-menschen-demonstrieren-fur-pressevielfalt/#comment-4732 weiter oben ja richtig prophetisch.
Was die Franzosen gemacht haben, wäre in D unmöglich. Hier gibt es in Betrieben nur seidenweichen “Kampf” à la tippse: “Ich bin zwar unheimlich gefährlich und entschlossen, aber ich will lieber unerkannt bleiben, damit ich vielleicht meinen Arbeitsplatz behalte und tu’ euch deshalb nix”.
…es wird ja doch auf “DERWESTEN” über die Schließung in Soest berichtet:
http://www.derwesten.de/nachrichten/zeusmedienwelten/zeuskids/meine-artikel/archiv/soest/2009/3/12/news-114303141/detail.html
@blog-leser Danke für den Link.
Eine echte Sternstunde: Eine 10-jährige ZeusKids-Reporterin schreibt das, was sich die ängstlichen “großen” Journalisten der WAZ seit Monaten nicht trauen. Respekt!
@Sternstunde Damit wäre die Zehnjährige ja jetzt schon überqualifiziert für eine Karriere im Waz-Konzern
Jedenfalls ist sie offensichtlich weiter als die tipper und tippsen hier. Die werden nun weitschweifig erklären, warum sie so etwas nicht schreiben dürfen und warum das dann trotzdem Kampf ist.
…aber es muss ja doch ein (mutiger) Redakteur aus Soest das Ganze ins Netz gestellt haben…
@Hans Plagwitz
Das sind keine Flurgeschichten.
Die Betriebsräte sollten sich dazu äußern, um für Klarheit und gleichen Informationsstand für alle zu sorgen.
Mindestens die Info, dass die Turboprämie unverändert in Anspruch genommen werden kann, sollte keine geheime Kommandosache sein.
Ach, wie wird mir das alles fehlen: tippse und tipper, die ihren einsamen kampf nur nach feierabend führen und bei risiken und nebenwirkungen ihren arzt oder apotheker fragen. Gewerkschafter wie verdi.mitglied, die sich beim malte-hinz-dju-komplex an der quadratur des kreises versuchen und zur samstagsdemo auf irgendeinem sauerländer kartoffelacker aufrufen. Realos wie sg, die sauber kalkulieren, wie der turbo-vorruhestand aussieht. Tenrix, der bei seinem freigang immer dann ins internet-café entwischt, wenn er morgens wieder seine pillen nicht genommen hat. Nicht zuletzt das protestblog, dieses überaus geniale überdruckventil, das die wutanfälle aus der waz-belegschaft ins nirwana des virtuellen raumes leitet.
Eine sache gibt es, die mir nicht fehlen wird: Es ist die zeitung, für die ich fast zwei jahrzehnte selbst geschrieben habe.
Eigentlich wollte ich hier nicht mehr schreiben, sondern nur noch lesen. Aber ich hoffe sehr, “Nochn Blog-Leser”, “Franzosen” und “und tschüss” sind keine Kollegen, sondern einfach nur Blog-Schwätzer. Leute, die das Engagement anderer verspotten (und vermutlich selbst nichts tun, außer öffentlich ihren Steuervorteil bei Abfindungszahlungen auszurechnen), noch nachtreten und Häme kübeln, wenn andere gegen die weit verbreitete “Wir können doch sowieso nichts machen”-Lethargie anschreiben, mochte ich noch nie.
.
Ich kann “Nochn Blog-Leser” aber noch ganz kurz erklären, warum wir über das eigene Haus nicht schreiben dürfen: Eine zehnjährige Zeus-Reporterin kann nicht wegen geschäftsschädigen Verhaltens entlassen werden. Ich schon.
Oh, hättest Du geschwiegen, Zeilenschinder!
..
Willst Du jetzt etwa journalistische Laien verschaukeln oder bist Du selbst einer? Natürlich kann eine Zehnjährige nicht entlassen oder sonst belangt werden. Aber sie kann auch nichts allein veröffentlichen. Und verantwortlich ist der- oder diejenige, der die Veröffentlichung des Kinder-Beitrages zugelassen bzw. ihn nicht gelöscht hat. In unserem Hause sind das immer noch Redakteurinnen und Redakteure – in diesem Fall also entweder jemand von der JSR oder von WAZ NewMedia. Beides 100-prozentige Tochtergesellschaften der WAZ Mediengruppe. Du solltest besser “nicht ganz kurz erklären, warum wir über das eigene Haus nicht schreiben dürfen”, wenn Widersprüche derart augenfällig sind. Das Dumme ist, dass auch unsere Leserinnen und Leser es merken, wenn sie auf eine solch’ plumpe Art vera….. werden.
..
Abgesehen davon kann ich es sehr gut verstehen, wenn sich Leser darüber ärgern, dass über das ganze Drama kein einziges Wort in ihrer WAZ, NRZ, WR und WP steht. Und IST auch nicht zu verstehen, warum auf der WAZ-Tochter DerWesten das ganze Schickler-Konzept veröffentlicht ist, wir aber nichts darüber schreiben. Wieso ist auf DerWesten online etwas möglich, das im Printbereich derselben Mediengruppe angeblich zu Entlassungen führen soll? Da gibt’s nichts zu erklären und zu rechtfertigen – das IST bescheuert. Das kapiert keiner. Ich übrigens auch nicht, und ich bin seit 25 Jahren in dem Laden. Deshalb sollten wir uns nicht aufs hohe Ross setzen, wenn sich hier Leute ohne Innensicht erst recht immer wieder laut darüber wundern. Wir sollten deren Meinungen ernst nehmen. Sonst verlieren wir noch mehr Leser.
@Klaus: Hast Du Deine/Unsere Leser schon im Print über die Veränderungen, die sie erwarten, informiert?
Wenn das nicht geschehen sein sollte, warum nicht?
Liebe Blogleserinnen- und leser,
hier ein sonntäglicher Hinweis auf einen interessanten Beitrag über den Verleger Dirk Ippen und seine publizistische Strategie
“Die Lokalzeitung als Zugpferd in der Krise”
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/934650/
@Hans Plagwitz
.
Bitte genau lesen: Ich habe von keinem Einzelnen gefordert, auf eigene Faust die Leser zu informieren. Ich halte es aber
.
a) für einen fundamentalen Fehler der Verlagsspitze und Chefredaktionen, in dieser Hinsicht keinen sauberen Journalismus zu betreiben und dabei sogar noch völlig unerklärliche Unterschiede zwischen Print und Online Unterschiede zu machen,
.
b) für einen mindestens ebenso großen Fehler, sich hier über Leserinnen und Leser zu erheben, die genau das (m.E. völlig zu Recht) kritisieren.
.
Jetzt verstanden?
Tschulligung, ein Unterschied zuviel
@ Klaus
Ich habe eine ganz klare Frage gestellt und Dir nicht irgendeine Aufforderung unterstellt.
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Jetzt verstanden?
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Die Frage hast Du nicht beantwortet!
@Hans Plagwitz
Was soll denn der inquisitorische Blödsinn? So wie der Ministerialrat nicht für den Minister auf eigene Faust wichtige Erklärungen abgeben kann, so können dies auch keine Redakteure für die Verlagsleitung. So war Klaus auch ohne weiteres zu verstehen. Wollen Sie ihm Feigheit unterstellen, weil er sich nicht nachts ins Verlagshaus schleicht und eigenmächtig Texte ins Blatt hebt?
Sie sind ja einer der wortmächtigen Scharfmacher hier. Einen Ihrer früheren Beiträge verstehe ich so, dass Sie nicht zu jenen gehören, die vor der Besetzung des Bahnhofs die Bahnsteigkarte lösen. Nun denn, wenn Sie nicht als Hänschen Maulheld und Salon-Revolutionär in die Geschichte dieses Blogs eingehen wollen, schlage ich vor, dass Sie so langsam mal mit der Revolution beginnen, die Sie hier indirekt annoncieren. Ich werd’ dann drüber berichten, versprochen.
Lokalredaktion Soest zu, Ärzte weg. In Westfalen und dem Verbreitungsgebiet ihrer Post bröckeln die Standortfaktoren des Kreis Soest.
´.
Der Kreistag Soest hat wohl am 12.03.09 ein Problem gehabt: Kreisausschuss.
Fraktionsantrag 20/2009 „Ärztemangel im Kreis Soest“. anderes wort für gegenwehr – ähh, das war´s wohl.
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Migranten-Demokratie NRW. Gegenwehr statt wegmiggen! Fällt Euch was ein? Vielleicht: “lesen, was gesund macht”
Werter Klaus, werter Franky,
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ich gehörte wie tippse und Zeilenschinder von Anfang an zu denen, die begründeten, warum eine Veröffentlichung in eigener Sache zumindest im Printbereich nicht möglich ist. Was soll das dann mit “Hänschen Maulheld”? Wenn schon zitieren, dann bitte den Zusammenhang betrachten! Das Lenin-Zitat war eine Antwort auf die französische Sony-Aktion. Auch Ihnen, Franky, sollte als journalistisch Außenstehendem bekannt sein, wie das mit Zitaten ohne Zusammenhang ist.
Und Klaus habe ich eine Frage gestellt, die ich als Replik auf seine harsche Antwort an Zeilenschinder verstehe. Wenn Franky das als inquisitorischen Blödsinn wertet, sei es ihm freigestellt. Ich habe zu den Beiträgen von Klaus und Franky auch eine Meinung, die ich aber für mich behalte, da ich nicht wie sie das Klima vergiften möchte.
Hans Plagwitz, so ganz verstehe ich deine Aufregung nicht. Es ist doch tatsächlich so, dass jemand in einer Redaktion für eine Veröffentlichung geradestehen muss, auch wenn es der Text einer 10-Jährigen ist. Wenn hier im Blog jemand etwas anderes suggeriert, dann ist das schlicht Unfug. Nichts anderes hatte Klaus auf den Beitrag von Zeilenschinder geantwortet.
Vielleicht hilft der Diskussion die Erkenntnis, dass ein CR einer unserer Zeitungen höchstselbst in die Berichterstattung über die Demonstration eingegriffen haben soll…
Der etwas weiter oben von “Medienmoral” verlinkte Beitrag “Die Lokalzeitung als Zugpferd in der Krise” ist lesens- und bemerkenswert:
Da stehen sich also nun zwei Modelle gegenüber. Das Ippen-Modell, das konsequent versucht, lokalen und sublokalen Solidarnetzen ein passendes Zeitungsangebot zu machen, auf der anderen Seite das Schickler-Hombach-Reitz-Modell einer zunehmend entlokalisierten Regionalzeitung, deren Lokalteile nicht mehr vor Ort, sondern von Regio-Desks produziert werden sollen.
Für beide Modelle liegen inzwischen Erfahrungen vor, die eine klare Sprache sprechen. Mit den 20 Lokalausgaben (!) des Münchener Merkur hat Ippen 2008 in München zwar auch einen Auflagenverlust (von 248.000 auf 245.000 Exemplare) hinnehmen müssen, aber Reitz hat mit seiner Regio-Ausgabe Vest die Auflagen der dort ehemals selbständigen Lokalausgaben in nur zwei Jahren halbiert. Ippen hat in München als lokale Konkurrenz u.a. die Süddeutsche Zeitung.
Die Lokalzeitungen von Ippen sind nicht auf Hochglanz und Magazin-Anspruch getrimmt, sauberes Handwerk und die Verpflichtung “Lokales First” stehen dort oben auf der Agenda.
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Mit solchen Rezepten macht man keine Schlagzeilen in anderen Medien, aber man hat offenbar zufriedene Leser.
1. Das “Klaus” jetzt kneift, habe ich erwartet. Es gibt so eine Sorte Leute, die gerne andere in die erste Reihe schieben, und sich dann gerne alles aus der Ferne ansehen. “Nun kämpft mal schön für uns.” Ich habe das beim letzten Streik zur Genüge erlebt, mit genau diesem Zitat der Streikbrecher, und @Hans Plagwitz offensichtlich auch.
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2. In dem WP-Text ist eine nicht-repräsentative Umfrage einer Zehnjährigen in drei oder vier Sätzen wiedergegeben. Tenor: Die Leute sind traurig, dass es bald keine WP mehr gibt. Das steht im WP-DerWesten-Internet, das ohnehin kaum jemand liest; ich behaupte mal, das hier lesen mehr Leute als den Soester WP-Auftritt im Netz. Stand das übrigens auch in der gedruckten WP?
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3. @Franky: Hans Plagwitz ist kein Scharfmacher oder Maulheld und schreibt keinen Blödsinn. Er sagt vielmehr, ebenso wie ich und einige wenige andere hier, klar seine Meinung und nennt auch Namen. Klares Formulieren gehört zum journalistischen Handwerk. Auch der “Original-Plagwitz” war so einer. Was deine Forderungen an ihn angeht: siehe 1.
….es soll mittlerweile einen CR geben, bei dem es scheint , dass er langsam die Nerven verliert. Aussagen “Wann kündigt ihr denn endlich sonst sind wir gezwungen, diese Kündigungen auszusprechen” tragen bestimmt nicht mehr zu einem effektiven Arbeitsklima bei. Und zumal als ArbeitnehmerIn einem immer eingebleut worden ist, sei nie so blöd und kündige von Dir aus, wenn Du keine Alternative hast.
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Mein Güte WAZ-Mann, was ist bloß aus Dir geworden? Ich meine, das dass alles eine erschreckende Entwicklung nimmt! Glaubt man in Essen allen Ernstes noch, dass trotz wohlwollender Turboprämie und anderen Zuckerstückchen nach dieser “Abwicklung” noch allerorts eine gute Zeitung gemacht werden kann, wenn soviel verbrannte Erde hinterlassen wird?
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Das Konzept von Ippen sehe ich auch zukunftsträchtiger als irgendwelche Zeitungspläne mit Regio-Desks und anderem Konzept-Gehampel, die allesamt nur durch höchster Theorie vom Reißbrett stammen und deren praktikable Umsetzung und Erfolgsaussichten durch nichts bewiesen ist.
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Aber machen wir uns nichts vor, Herr Ippen ist Verleger der alten Schule und kein angestellter Manager. Es ist sein Laden, der durch seine unternehmerischen Geschicke entweder toppt oder floppt. Ein angestellter Manager zieht aber wie eine Karawane weiter, wenn sein Konzept floppt. Aber auch ein Herr Ippen wird seine Belegschaft nicht mit Samthandschuhen anfassen, der steht auch unter Kostendruck und wird vermutlich dort genauso Zumutungen abverlangen.
Hier soll auch kein Denkmal für Ippen gebaut werden. Aber mir ist doch ein Verleger lieber, der zwar einen Sparkurs fährt, aber dies mit vernünftigen Konzepten für die Zukunftsfähigkeit seiner Zeitungen; jedenfalls lieber als ein Club von Ignoranten und Blendern, die ihre Zeitungen fü eigene Eitelkeiten missbrauchen und mit falschen Konzepten kaputtsparen.
Das Zeitungsgen hat Ippen wohl von seinem Vater geerbt – Miteigentümer der WAZ in Gründerzeiten. Wenn man so will, baut Ippen genau aufs WAZ-Konzept dieser Gründerzeit…
Ist euch schon mal der Gedanke gekommen, daß hier Honorar-Zersetzer ihr Unwesen treiben? Solche, die den Auftrag haben, hier nahezu täglich gebetsmühlenartig zu wiederholen, daß in eurem Verlag demjenigen fürchterliche Konsequenzen drohen der das Maul zu weit aufreißt? Die immer wieder schreiben, daß Journalisten, die es wagen, in ihren Zeitungen auch nur leise Andeutungen über den WAZ-Umbau zu verlieren, “wegen geschäftsschädigen Verhaltens entlassen” (zit. n. zeilenschinder) werden? Solche, die immer wieder 101 Argumente dafür finden, daß ausgerechnet Journalisten ausgerechnet und vor allem bei der WAZ-Gruppe die Hände gebunden sind, wenn sie ihre Arbeitsplätze nicht gefährden wollen. Und so weiter, und so weiter…
Eure Konzernspitze kann sich über diese Beträge jedenfalls sehr freuen.
@Hallo…
der gleiche Gedanke kam mir die Tage auch schon. Nennt doch bitte mal ein Beispiel für einen festangestellten Redakteur, der in den vergangenen 50 Jahren bei den WAZ-Titeln wegen eines derartigen Artikels gefeuert wurde.
Es gab mal böse Worte für einen, aber mehr auch nicht.
Wenn man manche hier liest, glaubt man, ihr schreibt im Gulag-Monatsblatt oder der KZ-Illustrierten.
Dürfen die von der WR im Sport eigentlich noch schreiben, dass Schalke vor Dortmund steht?
Nach wie vor fehlen überall Fakten – das was Journalisten eigentlich ausrecherchieren sollen…
Wann erfolgen welche Schließungen?
Wo geht das Personal hin?
Werden die Abos im Kreis Soest aufgegeben?
Wie geht es im Sauerland weiter?
Hat die Schließungswelle dort bereits alle WR-Redaktionen im Sauerland erwischt?
Fragen über Fragen, stattdessen nur schnödes Aufeinanderrungehaue.
Arme WAZ-Gruppe…
Auch die WR-Ausgabe Bad Berleburg wurde zum Wochenende für die Leser völlig überraschend zu diesem Zeitpunkt geschlossen. WR-Leser wurden ohne Vorankündigung oder Hinweis von Verlag und Redaktion mit dem WP-Lokalteil konfrontiert.
Nachfolgend dokumentiert eine Reaktion aus der Wittgensteiner Kommunalpolitik:
An die WR-Redaktion Bad Berleburg/Chefredaktion Dortmund:
“Sehr geehrte Damen und Herren,
in der Hoffnung, nicht zu spät zu sein, möchte ich Sie bitten, diesen
Leserbrief noch in der Samstagsausgabe der Rundschau am 14.03.09 im Lokalteil Wittgenstein zu veröffentlichen.
Es ist uns ein ganz dringendes Bedürfnis uns bei den Mitarbeitern dieser
Lokalredaktion für Ihre wirklich gute Arbeit zu bedanken.
Leider kam die Schließung so plötzlich, das unser Leserbrief womöglich auch zu spät ist.
Bitte finden Sie eine Möglichkeit diesen Brief zu veröffentlichen, da man
auch mal den Machern danken muss.- Sie kommen sonst immer zu kurz. Wir werden diese Herren, die uns in langen Jahren und zahlreichen Sitzungen begleitet haben, sehr vermissen.
Vielen Dank nochmals an ALLE.
Mit ganz herzlichen und freundlichen Grüssen
Die FDP-Fraktion in Erndtebrück”
Leserbrief vom Freitag, 13. März, an die Redaktion:
“Mit großem Bedauern haben wir durch Radio Siegen erfahren, dass die
Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau in Bad Berleburg schon ab Montag geschlossen ist. Die letzte Ausgabe wird also am heutigen Samstag erscheinen.
Wir möchten uns auf diesem Wege in diesem Leserbrief ganz herzlich bei den Redakteuren der Rundschau in Bad Berleburg für Ihre objektive Berichterstattung aus den Rats- und Ausschusssitzungen in Erndtebrück bedanken. Der Kontakt zwischen
den Redakteuren und unserer Fraktion war über viele Jahre durch eine
vertrauensvolle Zusammenarbeit geprägt.
Wir wünschen allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihre weitere
berufliche Zukunft alles Gute und viel Erfolg.
Für die FDP Ratsfraktion Erndtebrück”
Antwort von Malte Hinz, Chefredakteur Westfälische Rundschau:
“Sehr geehrte
herzlichen Dank für Ihr Schreiben, das den Kollegen in Bad Berleburg und der Westfälischen Rundschau insgesamt sehr gut getan hat. Angesichts der Krise der nordrhein-westfälischen Tageszeitungen hat – das ist Ihnen sicher bekannt – die WAZ-Mediengruppe entschieden, “Doppelstrukturen” an ihren Standorten zugunsten der verlagseigenen Zeitung mit der größeren Auflage vor Ort aufrzugeben. In Bad Berleburg traf es leider die Westfälische Rundschau. Das bedauern wir natürlich sehr. Dennoch müssen Sie auch künftig nicht auf die WR verzichten. Unser “Mantel” erscheint schließlich auch künftig in Ihrer Region – dann allerdings mit den lokalen Inhalten unserer “Schwesterzeitung” Westfalenpost. Ich hoffe, Sie bleiben uns auch in Zukunft gewogen.
Mit freundlichen Grüßen
Malte Hinz
Westfälische Rundschau/WAZ
- Chefredaktion -”
P.S. Der Leserbrief kam zu spät. Die Redaktion war bereits zu gemacht.
Und wann soll bei uns in Soest die WP eingestellt werden? Es wurde schon gemunkelt, dass eine Mini-Redaktion erhalten bleiben soll. Aber das wäre doch ein Widerspruch?
mit der Frage “Gibt es eine Zukunft ohne Zeitung” beschäftigt sich der Kollege David Schraven bei den Ruhrbaronen. Hier der Link zu dem lesenswerten Beitrag
http://www.ruhrbarone.de/gibt-es-eine-eine-zukunft-ohne-zeitung/
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw
habe ich durch Zufall entdeckt:
> http://www.salzkotten.tv/topthema
es handelt sich um Bürgermeinungen, denen man auch die Lokalpresse vor der Haustür genommen hat….
Interessant der Bericht über Wittgenstein, ich selbst als Leser der Rundschau habe von der Schließung am Wochenende gar nichts mitbekommen.
Weder in der Zeitung, noch aus Radio Siegen.
Was lese ich denn jetzt in meinem Lokalteil? Etwa die Westfalenpost? – Vor Jahren musste ich von der WP zur WR wechseln, da die lokale Berichterstattung in der WP sehr einseitig gelastet war. Kann es denn nun sein, daß ich wider meines Wissen einfach nun wieder zum WP Leser werde?
Das kann ich gar nicht glauben. – Kann sich die WAZ-Gruppe denn leisten, die Menschen nicht zu informieren? Und so etwas passiert in einem Medium, die sich damit auszeichnen, Informationen zu verbreiten??
Reichlich unklug. Sicherlich werden die Leser dann Konsequenzen ziehen müssen.
Hier ist der Link von Dr. Faust
mit der Frage “Gibt es eine Zukunft ohne Zeitung” beschäftigt sich David Schraven bei den Ruhrbaronen. Hier der Link zu dem lesenswerten Beitrag
http://www.ruhrbarone.de/gibt-es-eine-eine-zukunft-ohne-zeitung/
ciao, Sven
@Hallo Spiegelfechter, liebe Schattenboxer!: Dann schreib’ mal schön…
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Was die Siegerländer/Wittgensteiner Ausgaben angeht – manchmal kann dieses Haus sehr schnell sein. Vor allem, seit sich der Maxime “Papier sparen” so ziemlich alles unterordnen muss.
@zeilenschinder “Dann schreib’ mal schön…”
Muss man das verstehen? Der Autor des betreffenden Kommentars scheint nicht zum Verlag zu gehören. Was soll er denn schreiben?
@Micha: Was er schreiben soll – nun, einen Leserbrief vielleicht, oder einen Kommentar auf DerWesten.de unter dem betreffenden Beitrag; da steht ja einiges über die Schickler-Papiere. Wenn er oder sie nicht zum Konzern gehört, hat er oder sie ja auch nichts zu befürchten. Aber warum wohl kommentiert von Anfang an kein einziger WAZ/WR/NRZ/WP-Journalist die Westen-Beiträge? Ganz einfach: Weil wir unsere IP-Adressen nicht bei Lyssa abliefern wollen.
@Zeilenschinder: “Weil wir unsere IP-Adressen nicht bei Lyssa abliefern wollen.”
.
Mein Gott, ihr arbeitet bloß bei der WAZ und nicht bei der Stasi. Die personenbezogenen Daten zu IP-Adressen gibt Dein Provider nur auf richterliche Anordnung hin und bei Straftaten heraus und nicht, wenn ihn “Lyssa” danach fragt.
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Wer seine Paranoia ausleben will, der kann sichja hier kostenlos austatten: http://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/vorratsdatenspeicherung/privacydongle/index Damit kannst dann auch Du bei “DerWesten” Deine Meinung sagen.
.
Im Übrigen finde ich das Ansinnen, dass jetzt Leser in Leserbriefen über die Situation bei den Zeitungen der WAZ-Gruppe informieren sollen ziemlich irrsinnig.
Ein Witz ist übrigens das Impressum der WR. Da stehen einige Leute drin, die überhaupt nicht mehr in der Redaktion sind.
mit der Frage “Gibt es eine Zukunft ohne Zeitung” beschäftigt sich David Schraven bei den Ruhrbaronen. Hier der Link zu dem lesenswerten Beitrag
http://www.ruhrbarone.de/gibt-es-eine-eine-zukunft-ohne-zeitung/
wie zukünftig die Bezahlung der Journalisten, Grundgehalt + Bezahlung nach Klicks, aussehen könnte, darüber berichtet die taz am Beispiel der schwedischen Internet-Zeitung Nyheter24
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/klicks-als-kick/
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw
Brüderchen, wenn ihr chabt nur Zeitung noch als Fassade und Fake, warum sollt ihr nicht haben Fake-Redakteure? Attrappe hat sich sehrrr bewährt.
@Potemkin
*lol*
Hier findet ein solcher Betrug am Leser statt. Meinen Blick ins Internet abends kann ich mir jetzt sparen.
Lokalnachrichten aus Wittgenstein spärlich und armselig. Morgens in die “Rundschau” – unerfreulich. – Von nun an nur noch Einheitsbrei. (Viel Spass bei der Kommunalwahl)
Hat man wirklich geglaubt das merkt keiner? Der gewohnte Leser merkt doch den Qualitätsunterschied. Aber die Leser werden ja anscheinend für blöd gehalten. Getreu dem Motto, wenn nichts anderes da ist, wird man sich schon daran gewöhnen. Aber zum Glück gibt es ja noch eine Alternative. Vielleicht sollte man mal zur Aufklärung das Wochblatt heranziehen – vielleicht halten die noch etwas von Pressevielfalt. Wäre natürlich überaus peinlich, aber wenigsten ehrlich gegenüber dem, der zahlt.
@Micha
Naja, das mit den IP-Adressen muss Lyssa nicht beim Staatsanwalt beantragen, denn sowohl die WAZ-internen als auch die Server-Adressen von derwesten bleiben ja “im Haus”, sprich: sie stammen zum größten Teil noch aus der guten, alten cityweb-Zeit und Lyssa braucht nur einen der WAZ-Netzadmins zu “befragen”. Bloggen aus’m Büro läuft da also schon mal unter berechtigter Paranoia…
Aber der “Tor”-Hinweis ist schon korrekt. Nur frage ich mich natürlich, ob Diejenigen, die in so einer angst-gesteuerten Umgebung weiter arbeiten wollen, sich nicht schon längst in einem Stasi-Staat im Staate befinden und sich damit arrangiert haben.
@porschekiller
Angstgesteuerte Umgebung, das trifft es wohl sehr genau, wenn man sich hier manche Kommentare vergegenwärtigt. Allerdings: Wer so dusselig ist, seinen WAZ-Arbeitsplatzrechner zum Bloggen und Privatsurfen zu benutzen, der sollte sich in diesen Zeiten sowieso nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen.
Da fällt mir ein: Mancher hat vielleicht noch privat einen alten Cityweb-Account. Da ist dann natürlich auch Vorsicht die Mutter der Porzellankiste.
Eine neue Blüte aus der Verlagsabteilung “Leserveralberung”: Soester, die die WP aufgrund der offiziell von GF Hombach im Fernsehen verkündeten Redaktionsschließung und dem damit verbundenen kompletten WAZ-Rückzug abbestellen, bekommen ein Schreiben mit folgendem Wortlaut:
“(…) Wir bedauern sehr, dass Sie Ihr Abonnement der WP kündigen möchten. (…) Die WP liefert Ihnen jeden Morgen viele Informationen aus der Region und aller Welt regelmäßig nach Hause. Es wäre schade, wenn Sie auf diesen Service künftig verzichten wollten. Vielleicht überlegen Sie es sich ja noch einmal.
Kennen Sie unsere Lese-Angebote? Wir finden sicher genau das richtige Abo für Sie und beraten Sie gerne! (…)”
Ist der Leserservice etwa noch nicht auf dem neuesten Stand? Lesen die nur die eigenen Blätter und wissen deshalb nichts?
Eine Lachnummer, wenn’s nicht so traurig wäre.
Schön ist auch die absolute Peinlichkeit, dass auf den umgebauten Mescheder und Bad Berleburger WR-Seiten noch hervorragend die WP-Vignette, das Impressum und die Infobox mit E-Mail-Adresse der WP den Leser angrinsen. Noch nicht einmal hier wird sich die Mühe gemacht, die Elemente auszutauschen, die E-Mail-Anschrift umzuleiten und die WR virtutell weiter existieren zu lassen. Mit besten Wissen und Gewissen werden die Leser da im dortigen Bereich verarscht, daher ist auch kein Wunder, dass im dortigen Bereich die Abbestellungen nur so hageln!
.
Und unter den Bedingungen läuft der Wettbewerb “Wir sind Zeitung” weiter? Unfassbar!!!! Was soll man dem potentiellen Neu-Leser denn erzählen? Der entscheidet sich womöglich für eine WR, die dann 8 Wochen später vielleicht in der Form nicht mehr erscheint!
Ja wenn der Leser doch so doof ist und es nicht merkt!
Auch in der Pilot-Redaktion Warstein gibt es noch einen WR-Bodensatz, der zumindest noch zum Leser-Prämien-hinundher-Schieben taugt. Inhaltlich war die alte WR aber frecher.
zzz zzzz zzzz zzz zzzz zzz zzz ….
@Schnarch: Wer meldet sich da aus dem Schlaflabor? Medienmoral: Werden solche Schnarchlaute inzwischen publizistisch auch als Kommentare anerkannt? Oder soll mit diesen Lauten eine Zustandsbeschreibung dieses Forums vermittelt werden?
Tut mir wirklich Leid, liebe WR-Mitarbeiter, aber als Abonnentin der “Wittgensteiner” (höhöhö)-Ausgabe der WR habe ich nur eine Wahl: Nämlich Abbestellung!
Das, was ich mal bestellt habe, ist nicht mehr drin. Der für mich wichtigste Teil – der Lokalteil – existiert nicht mehr. Statt dessen verderben mir die Mitarbeiter der WP-Lokalredaktion, deren erzreaktionäres Geschreibsel ich seit Jahren nicht mehr lese, schon beim Frühstück die Laune!
Als größte Unverschämtheit empfinde ich, dass die Abonnenten nicht mit einem einzigen Wort auf diese Veränderung hingewiesen wurden. Alles nach dem Motto: Die sind ja so blöd, die merken das bestimmt nicht.
Die für uns bittere Konsequenz ist: Wir können nicht mehr fristgerecht kündigen, sondern müssen uns noch drei Monate jeden Morgen ärgern und noch dafür bezahlen!
@ zornigrunde
Kündigen Sie! Mit der Begründung, dass sie ein anderes Produkt bekommen, als sie vor Jahren bestellt haben. Das ist auf jeden Fall grobe Täuschung..
Auf diese Weise ist die WAZ vor Jahren im Revier auch vorgegangen, als sie die “Rundschau” übernahm. Viele bestellten ab.
Kündigung natürlich mit sofortiger Wirkung, “außerordentlich”.
… und WAZ-Geschäftsführung direkt anschreiben und eine begründete Erklärung für ihr Verhalten und ihre Mogelpackung verlangen!
@zornigunde:
wie wirst du dich denn in Zukunft über die Lokalpolitik etc. informieren? Anzeigenblätter(bäähhh). Internet – DerWesten(höhöhö), oder am Stammtisch? Ich frage deswegen, weil ich selber noch nicht weiß, woher ich mir die Lokalnachrichten im Wahljahr 2009 holen soll.
@Frustigunter:
Zornigunde hat – anders als viele Abonnenten in NRW – den Vorteil, eine weitere, überhaupt nicht mit der WAZ verbundene Lokalzeitung abonnieren zu können.
@geschockte Konkurrenz: “eine weitere, überhaupt nicht mit der WAZ verbundene Lokalzeitung”.
Jaja. Fragt sich nur, wie lange noch. Über die Vertriebskooperation nähert man sich bereits an. Und wenn erst die Pressefusionskontrolle nach WAZ-Wunsch gestaltet ist, kanns ja losgehen mit der Nutzung weiterer “Synergien”.
@geschockte Konkurrenz: Aber was für eine. Das solltest dann gleich auch dazu sagen!
@medienblick
.
Wie schön, dass es auch dort bereits um eine Vetriebskooperation mit der lokalen Heimatzeitung geht. Und wenn die von der WAZ betriebene Lockerung der Pressefusionskontrolle erst einmal durch ist, locken im südlichsten Kreis des Landes weitere “Synergien”. Dann kommt vielleicht das lokale Material für den WRWP-Mischmasch nur noch vom lokalen Heimatblatt. Das kriegt dafür im Gegenzug Manteltexte von der WP und kann sich so einen Haufen Leute sparen. Ähnlich treiben WAZens es ja schon mit der Rhein-Zeitung.
@medienblick
..
Wie schön, dass es auch dort bereits um eine Vetriebskooperation mit der lokalen Heimatzeitung geht. Und wenn die von der WAZ betriebene Lockerung der Pressefusionskontrolle erst einmal durch ist, locken im südlichsten Kreis des Landes weitere “Synergien”. Dann kommt vielleicht das lokale Material für den WRWP-Mischmasch nur noch vom lokalen Heimatblatt. Das kriegt dafür im Gegenzug Manteltexte von der WP und kann sich so einen Haufen Leute sparen. Ähnlich treiben WAZens es ja schon mit der Rhein-Zeitung.
@medienblick:
meinst Du die Siegener Zeitung? Ist die denn schlecht? Und wenn ja, warum?
@Grauwacke:
Verstehe ich dich richtig, dass es im Siegerland eine “Zusammenarbeit” zwischen WAZ und SZ gibt?
@Frustigunter
Besser als das, was WR und WP hier jetzt nur noch abliefern können, ist die Siegener Zeitung allemal. Außerdem stehen da alle Familienanzeigen drin: WR/WP maximal 1-3 Anzeigen, SiZ am selben Tag 2-3 Seiten.
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“Zusammenarbeit SiZ-WAZ”:
Soweit ich weiß, wurde darüber für den Vertrieb erst vor kurzem wieder verhandelt.
@Hauberg
An Familien- und Todesanzeigen ist die konservativ und CDU nah ausgerichtete Siegener Zeitung, eine Lokalzeitung mit schwachem journalistischen Profil, tatsächlich weit vorn. Fragen muss man aber auch, wie das mit dem Qualitätsprofil der WAZ-Blätter an diesem Standort und an anderen ist? Was hat der Leser für Auswahl? Zeitungsvielfalt ist nicht gleich Meinungsvielfalt. Gute Unterhaltung weiter beim Lesen der Familienanzeigen.
@Medienblick “konservativ und CDU nah ausgerichtete”
.
Da darf man natürlich fragen, wie die WP ausgerichtet ist.
Die SZ ist für mich keine Alternative! Sie ist zwar im Lokalteil qualitativ etwas anspruchsvoller als die WP, aber wie schon einige von euch erwähnt haben: Sie ist ebenfalls sehr konservativ und somit auch ein Frühstücksärgernis!
Was mich so ärgert, ist die fehlende Alternative: Ganz Wittgenstein liest nur noch schwarz.
Ich will meine alte WR wieder haben!
Zeit für eine neue Zeitung. Gibt es niemand, der als Verleger hier Geld verdienen möchte? Ich mach mit. Meine Bewerbung wäre demjenigen sicher.
Eine ausgesprochen zeitungspessimistische Studie “Zum Verschwinden der Zeitung” haben jetzt für die Friedrich Ebert-Stiftung die Medienwissenschaftler Stephan Weichert, Professor für Journalistik an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Hamburg, und Leif Kramp, Mitarbeiter am Institut für Medienpolitik in Berlin, erstellt. Ihre Kernthese lautet: “Das Internet verdrängt zweifellos die klassische Zeitung auf Papier.”
Dabei wusste doch schon der Medienhistoriker Winfried B. Lerg: Neue Medien ergänzen immer nur die alten Medien, ganz verdrängt hat ein ein altes Medium noch nie!
Die Studie findet sich als pdf-Datei hier.
http://library.fes.de/pdf-files/stabsabteilung/06156.pdf
Eine Zusammenfassung der Ergebnisse liefert der kressexpress
http://www.kress.de/cont/story.php?id=127270
allen einen schöne Sonntag, medienmoral-nrw
Bereits nach dem Lesen der Eingangsthesen von Weichert/Kramp stellt sich die Frage, ob es Sinn macht, sich mit solchen pauschal und sprachlich verquast vorgetragenen pseudowissenschaftlich daher kommenden Betrachtungen auseinanderzusetzen. Und das in einer Veröffentlichung der Friedrich-Ebert-Stiftung! Da sollte man es mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunkmann Berg halten, der die Mediennutzung begründeter festgemacht und überblickt hat: Die Internetmedien werden die klassischen Medien noch mehr als bisher ergänzen, über eine Komplementärfunktion zu den klassischen Printmedien werden sie aber nicht hinauskommen. Qualitativ gute und lokal-lesernahe Tageszeitungen werden im Briefkasten bleiben und nicht in die Auflagenschwundspirale geraten. Dazu braucht es publizistische Qualitätsoffensiven und nicht einen Rückzug von journalistischer Qualität, wie dies mit dem Umbau bei der WAZ beispielhaft abgewickelt wird. Da liegt der Trugschluss des WAZ-Missmanagements um Hombach, Reitz, Borchert und Co., das meint, mit online statt offline im mainstream zu liegen und sich von journalistischer Qualität verabschieden zu können. Die werden sich alle noch über die Folgen ihres Tuns ganz schön wundern, soweit sie dazu überhaupt fähig sind. Zu Weichert/Kramp und Co. muss man sich ergänzend nur die Veröffentlichung “Die Alpha-Journalisten – Deutschlands neue Wortführer” im Halem-Verlag und den Kreis der dort – und wie – Porträtierten-Auswahl vornehmen, dann weiß man, was im Mainstream-Verständnis und bemerkenswert dürftigen empirischen Belegen in der Studie dieser Möchtegern-Journalistikwissenschaftler (FH) abläuft.
@Medienblick “Gute Unterhaltung weiter beim Lesen der Familienanzeigen”
-
Ich hoffe, dass Du das nicht ironisch gemeint hast. Man kann dazu stehen, wie man will, meinetwegen auch hoch darüber, aber für die meisten Leser, zumal in ländlichen Regionen, haben Familienanzeigen einen sehr hohen Unterhaltungswert. Ein großer Teil der Leserschaft beginnt deshalb mit der Lektüre auf den hinteren Seiten. Wer das als Zeitungsmacher unterschätzt, hat schon so gut wie verloren. Genau das war (und ist noch) das Problem von WR und WP in der beschriebenen Region. Deren Lokalteil und lokaler Sportteil konnten noch so überzeugend sein, die praktisch völlig fehlenden Familienanzeigen waren durchweg ein triftiger Grund, lieber die konkurrierende Heimatzeitung zu abonnieren. Der Einspalter mit um einen Tag späteren (warum wohl) Kurzmeldungen “Gestorben: Heini Dralle” sind da eher ein Eingeständnis dieses Mankos als ein akzeptabler Ersatz.
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Dies über Jahrzehnte hinweg vernachlässigt zu haben ist auch so ein Kardinalfehler der Verlagsstrategen, den die Kolleginnen und Kollegen in diesem Konkurrenzgebiet nun ausbaden dürfen.
Dieses Blog schläft ein, der “Kampf” gegen die Axt schläft ein. Die wunderbare, riesengroße Demo ist nun wieder über zwei Wochen her. Seitdem ist nichts mehr geschehen – außer natürlich, dass wieder eine Redaktion vorzeitig dicht gemacht wurde. Alle schlafen den Schlaf der Gerechten, und ich bin jetzt auch sehr müde.
.
Gute Nacht, liebe WAZ-Gruppe.
Angeblich haben die Boten in Werl eine Mitteilung bekommen, dass sie ab dem 1. April nicht mehr tragen müssten… Kann doch nur ein (schlechter) Scherz sein, oder?
Vielleicht sollten die WP-Leser mal beim Vertrieb nachfragen ob denn ab 1. April noch ‘ne Zeitung im Briefkasten sein wird …
Telefon: 02921 / 3591-13 /-14
Die gute Nachricht aus dem WAZ-Intranet, Abteilung Humor und Leserveralberung: Überall wird das Abo teurer, nur in Soest und Werl bleibt der Preis konstant. (”Soest”, “Werl” und “konstant” sind fett gedruckt).
Lieber Leser, du bekommst zwar bald keine WP mehr, aber zum Glück musst du nicht auch noch mehr bezahlen. Endlich mal ein positives Zeichen in der Krise.
Das ist ja wohl die absolute Frechheit !!!
Erst werden wir Leser besch…. indem der Umfang der Zeitung um etwa ein Drittel reduziert wurde und wir uns jetzt mit so ‘nem “Käseblättchen” zufrieden geben müssen und jetzt sollen wir für den Mist auch noch mehr bezahlen???
Also, sobald ich eine höhere Rechnung bekomme, war ich die längste Zeit Leser der Westfalenpost…
GARANTIERT !
Wartet es mal ab, die Abbestellungswelle kommt noch. Und alle ippens freuen sich.
@Wazzens Abbestellungswelle: Im Siegerland ein Auflagenverlust von über zwei Prozent für WP und WP zusammen – innerhalb eines einzigen Monats!
Hier noch etwas Aktuelles von Bodo Hombach aus der Wirtschaftswoche
Interessant ist vor allem diese Passage: “Ob es bei 300 Stellenkürzungen (im eigenen Haus) bleibt lässt Hombach offen: „Wer in diesen Zeiten sagt, es bleibt alles, wie es ist, der hat sie nicht mehr alle, oder er handelt unverantwortlich.“”
Der Link zum Artikel:
http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/online-angebot-der-westen-soll-2010-schwarze-zahlen-schreiben-384937/
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw
Heute stand die Preiserhöhung bei mir in der WP – 1,50 Euro im Monat mehr für weniger Seiten.
Jetzt kommt eine andere Walze – die Abbestellungswalze der Leser….
@Medienmoral
Unter “Aktuelles” verstehe ich aber doch etwas ganz anderes als einen Artikel, der bereits im Januar (!) erschien.
Paßt aber bestens zu meinen Erfahrungen mit Journalisten-Gewerkschaften …
WAZ-Mediengruppe mit Erfolgsmeldungen weiter im Höhenflug. Die WAZ-Gruppe steckt den Auflagenverlust ihrer Zeitungen scheinbar locker weg: Millionen User gehen bei der WAZ online:
Auf der WAZ-Homepage verbreitete Unternehmenssprecher Binder den Quantensprung der Mediengruppe mit Pressemitteilung am 19. März: ”DerWesten in den Top Ten der deutschen Nachrichtenportale” und: ”Sprung unter die zehn reichenweitenstärksten Nachrichtenportale”.
Die nächste Pressemitteilung der WAZ-Mediengruppe wird im April über die Auflagenentwicklung der WAZ-Zeitungen fällig, wenn IVW die aktuellen Auflagenzahlen für das 1. Quartal 2009 veröffentlicht.
Anregung für den WAZ-Unternehmenssprecher: Auflagenvergleich der WAZ-Zeitungen der letzten Quartale und Jahre online stellen!
Wer sich die gesteuerten Abstürze der einzelnen Ausgaben antun möchte, hier ist schon mal der Link: http://www.ivw.eu/index.php Zwar sind dort nicht die neuesten Ergebnisse der Aktivität des berühmten Sonderkoordinators fürs Millionen-Versenken in Südosteuropa abzulesen. Aber auch da halten Captain Bodo und sein Halbvulkanier Mister Chris mit ihrem Traumschiff Enterprise festen Kurs aufs schwarze Loch.
Spannend finde ich ja, welche Angebote inzwischen zum Westen zählen und auch IVW-technisch gezählt werden. Also, nicht erschrecken, aber so kann ich mir Reichweite auch kaufen! Frau Borchert muss ebenso weg wie Herr Reitz, die beiden sind ein Herz und eine Seele und machen gemeinsam alles kaputt. Mit Online Geld verdienen? Wer schafft das denn mit seriösen Medien?
Diese Seiten werden bei der IVW für Derwesten.de mitgezählt:
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*nrw.autoanzeigen.de*
*nrw.stellenanzeigen.de*
*nrw.stellenanzeige.de*
*nrw.motoso.de*
*derwesten.sportal.de*
@Roberts Liste
Hier ist der ganze Krempel zu finden:
http://ivwonline.de/ausweisung2/search/ausweisung.php
auf “L” klicken.
Bei der obigen Liste heißt es: Die Local-Liste wird auf Antrag des Anbieters veröffentlicht, wenn nicht alle Angebotsteile die FQDN-Bedingung erfüllen (siehe “Anlage 1 zu den IVW-Richtlinien für Online-Angebote”, Kap.1).
http://ivwonline.de/downloads/Anlage1_Richtlinien-V1_8.pdf
Die WAZ-Gruppe selbst ist für das Messverfahren kein FQDN (Fully Qualified Domain Name), sondern ein “Netzwerk”:
“Mehrere von der IVW geprüfte Angebote können sich zu einem Netzwerk zusammenschließen und sich gemeinsam als Netzwerk ausweisen lassen. Jedes Angebot kann nur jeweils einem Netzwerk zugeordnet werden.”
Insofern scheint alles seine Ordnung zu haben
Bild.de hat eine solche Liste nicht, rp-online aber sehr wohl.
@Robert: Die beiden sind schon längst nicht mehr ein Herz und eine Seele. “Hund und Katze” passt viel besser. Wenn ein Laden nicht fluppt, und das ist beim Westen ja immer noch der Fall, lässt Reitz ihn (und damit auch sie) fallen wie eine heiße Kartoffel. Könnte ja seinem messianischen Macher-Image schaden. Was wird er nur machen, wenn die “Mega-WAZ” auch nicht fluppt?
Hat sich was mit Hund und Katze. Solange nämlich der große Bello Bodo, bekanntlich begeisterter Jäger, mit dem Präsidenten aller deutschen Jäger Jochen B. dicke ist, wird er das Kätzchen Kathrin schön weiter beschützen. Auch vor “Mahlzeit!”.
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Es zeugt ja von einer gehörigen Portion Chuzpe, dass Katharina Borchert im Netzwerk Xing ihre Berufserfahrung mit satten “zwei Jahren” angibt. Solch ein phänomenaler Erfahrungsreichtum scheint für eine Chefredakteurin bei der WAZ völlig auszureichen.
Offenbar um den Auflagenrückgang an Standorten aufzufangen, wo Redaktionen dicht gemacht werden, wird mit Telefonwerbung eine bis zu sechs Wochen kostenlose Zeitungslieferung von WP oder WR bei weiterer Bestellung angeboten. Wahrscheinlich soll an den Standorten, wo nur noch ein WAZ-Titel zukünftig erscheinen wird, fürs erste der Auflagenrückgang ins nächste Quartal geschönt und kaschiert werden.
@kopfschüttler: Moment mal. Es gibt da noch Gedanken von einem bemerkenswerteren, interkulturellen Geist. Deshalb seien diese Gedanken von Bodo H. auch in diesem Blog aus einem Festvortrag der interkulturellen Akademie in Düsseldorf zum Dialog-Thema “Wirtschaften im Spannungsfeld der Kulturen” hier für die postmoderne Nachwelt festgehalten:
Hombach beleuchtete die Rolle der Medien als Brücke zwischen den Kulturen: “Ein Journalist, der in Zeitung, Sender oder Internet die interkulturelle Verständigung fördern will, braucht offene Sinne, einen gelüfteten Verstand und die Fähigkeit, über den Schatten seiner eigenen kulturellen Traditionen zu springen.” Allerdings könnten Medien “das Wichtigere und Wirksamere nicht ersetzen, die persönliche Begegnung. Zeitung, Rundfunk und Internet erzeugen ein Klima, das interkulturelle Begegnung fördern oder behindern kann”. Den entscheidenden Schritt müssten aber die Menschen tun.
Die Frage blieb offen: Was meint Bodo H. konkret damit, was hat ihm die offenen Sinne und den gelüfteten Verstand und die Fähigkeit vermittelt, über den Schatten seiner eigenen kulturellen Traditionen zu springen, und schließlich, worin bestand sein entscheidender Schritt?
@Medienmoral
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Bitte die Kommentare “WAZ-Land NRW” und “Anti-gaga NRW” löschen, da sie in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstacheln.
@medienmoral:
Müssen solche “schwachsinnigen” Kommentare, die oben kritisiert werden, hier stehen und fortlaufend neue Artikel zu Randthemen aufgemacht werden, die den Blog immer mehr entvölkern und zunehmend unübersichtlicher machen?
Morgen ist der 1. April – kommt dann wirklich das Ende der Soester und Werler WP?
[...] Schließung der Westfalenpost in Soest und Werl Ende Juni hat anscheinend für einen Neuzugang bei der Westfalenpost in Brilon gesorgt. Stefan [...]