20.08.2009
Abo-Einbruch: Kein Geschmack am Einheitsbrei
Miese Stimmung in den Redaktionen und ein Einbruch bei den Abozahlen: So präsentieren sich die NRW-Blätter der WAZ-Mediengruppe gut zwei Monate nach Einführung des zentralen Content Desks in Essen. Um rund 26.000 Exemplare soll die Gesamtzahl der Abonnements aller vier WAZ-Titel an Rhein und Ruhr im Juli 2009 im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen sein. Das berichtet die taz mit Bezug auf WAZ-interne Zahlen, die der Redaktion vorlägen. Die taz schließt daraus, dass der “redaktionelle Zentralismus der WAZ-Gruppe” bei den Leserinnen und Lesern nicht gut ankommt.
Seit Mitte Juni werden WAZ, NRZ und WR vom zentralen Content Desk unter Führung von WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz beliefert. Allein von Juni bis Juli sollen sich taz-Informationen zufolge rund 8.500 WAZ-Abonnenten verabschiedet haben, bei WR und NRZ jeweils über 4.000.
Auch bei der “Heimatzeitung” WP, die nicht vom Essener Newsdesk versorgt wird, wurde der taz zufolge im Vergleich zum Juli 2008 ein Abo-Einbruch um fast 10 Prozent verzeichnet. Hier rächt sich wohl, dass die WP als Preis für ihre Eigenständigekeit im Frühsommer mehrere Lokalredaktionen schließen musste.
Die Stimmung in den betroffenen Redaktionen sei “total im Arsch”, zitiert der Beitrag Insider – und der Buhmann habe einen Namen: Ulrich Reitz.
Zum taz-Text: http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/einheitsbrei-schmeckt-lesern-nicht/

Hombach ist aber auch ganz schön verlogen. Dazu fand ich einen schönen Blogbeitrag bei http://www.freischreiber.de:
http://www.freischreiber.de/home/gro%C3%9Fe-worte-gro%C3%9Fer-m%C3%A4nner
Kein Wunder, dass die Abos in den Keler gehen.
Dies ist doch wohl keine überraschung, oder? Es zeigt sich mal wieder, dass die leute vor Ort anscheinend mehr Ahnung vom Zeitungsgeschäft haben, als iregndwelche Lenker, die trotz Radikalschnitt von Qualitätsjournalismus erzählen und irgendwelchen Synergien. Es ist alles das eingetroffen, wo engagierte Lokalredakteure an dieser Stelle (456 bzw. 441 Kommentare konnten nicht irren) dringlichst gewarnt haben.
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Wenn man sich mit dem kompletten Cut der Geschäftsstellen noch weiter von den Lesern entfernt gibt es die nächste Rutsche. An Ippens und Lensings Stelle würde ich mir jetzt so etwas von den A…. ablachen.
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Meine Güte wie kann man eine komplett falsche Weg nur so konsequent ins Verderben gehen? Wenn das so weitergeht, schreibt man irgendwann nicht mehr von Frau Schickedanz (fast hämisch) wie sie mit 500-600 Euro auskommen muß, sondern dann werden andere Blätter davon schreiben wie die Familien Brost und Funke leider wegen falscher Strategien vom Notgroschen leben müssen. Das ist natürlich jetzt übertriebene Fiktion aber es wird an entscheidenen Stellen jetzt Zeit, umzudenken.
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Alles gehört auf den Prüfstand, jeder Fehlschuß der vergangenen Jahre muss schonungslos auf den Tisch und es müssen Konsequenzen her. Verlegerfamilien hört nicht alleine auf die GGF und auf Selbstdarstellung bedachte CR’s, sondern auch auf langjährige Beschäftige, die genau wissen, was seit Jahren schief läuft. Die Zeit drängt!!!!
Pressebeobachter, ich möchte Dir ja eigentlich die im Grunde völlig verständliche Schadenfreude nicht nehmen. Aber der Notgroschen jeder der beiden Besitzerfamilien beträgt zurzeit sechs Millionen Euro im Jahr, wenn man nur die 400 Millionen Entnahme aus dem Verkauf der RTL-Anteile berücksichtigt, die nach Grotkamps leider verlorenem Prozess nun doch nicht re-investiert werde. 400 Millionen Euro, geteilt durch zwei Familien, jeweils zu läppischen vier Prozent angelegt, minus 25 Prozent Abgeltungssteuer. Fazit: Allein der Zinsertrag dieser Entnahme, die zu einer Zeit stattfand, als der Mediengruppe das Sparkonzept auferlegt wurde, lässt sich von normal strukturierten Menschen nicht nur nicht ausgeben, das Geld wird sogar immer mehr.
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Da ist jetzt aber die schlappe Milliarde aus dem Verkauf der Otto-Anteile 2008 noch nicht drin. Du wirst also die Familien Funke, Holthoff und Schubries, Grotkamp und Frau Brost nicht so schnell am Hungertuch nagen sehen. Während es den WAZ-Zeitungen und ihren Beschäftigten immer schlechter geht, können die Erben der einst so verantwortungsvollen Gründer weiter Geld verprassen, dass die Fetzen nur so fliegen.
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Vor diesem Hintergrund sind denen vermutlich die gesamten albernen Fehlentscheidungen der Geschäftsführer, des Chefredakteurs-Darstellers und der ganze offensichtliche Abbruch der Mediengruppe insgesamt piepegal. Hauptsache, die abgegriffene Kohle ist auf dem Privatkonto, man kann nicht einmal die Zinsen ausgeben – was will man mehr.
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Irgend etwas stimmt da nicht. Irgend etwas stimmt da ganz gewaltig nicht mehr.
@len
Was in dem verlinkten Artikel wesentlich angeprangert und dokumentiert wird, ist ein Reinfall des Westens. Das kommt davon, wenn man junge und unerfahrene Leute nimmt und sie unerschrocken einfach mal machen lässt. Qualität geht auf jeden Fall anders.
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Das soll aber nicht heißen, dass das Reiz-Konzept(los) die tolle Qualität liefert…
ist doch geil, wenn alles den b a c h runtergeht.
Hmmm ….
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2009/08/20/dlf_20090820_1930_e332dc35.mp3
#derwüsste – Dafür senden uns dann Hombach und Nienhaus zukünftig Infos kostenpflichtig aufs Handy. Als wenn es das noch nicht schon gäbe. Oder machen Online lokale Nachrichten kostenpflichtig. Wie wäre es da mal mit einer Lese-Gebühr für die Inhalte der bisher kostenlosen Anzeigenblätter aus dem eigenen Haus. Denn die machen die Lokalberichterstattung oft besser als die teure Tageszeitung. Zahlen lassen würde ich allerdings für interne Infos aus der GF-Riege – vielleicht läßt sich das ja vermarkten. Beachtung findet zumindesten immer mehr das WIE wir mit Lesern, Kunden und Mitarbeitern umgehen und nicht das WAS wir unseren Lesern und Kunden bieten.
ohne weiteren Kommentar von uns hier ein WAZ-Kommentar von Ulrich Reitz zum Thema Journalismus hat seinen Preis. Man darf gespannt sein, wie das “Experiment” aussieht, das er ankündigt, und welche “Preisschilder” die Zeitungsinhalte verpasst bekommen.
http://www.presseportal.de/pm/55903/1461024/westdeutsche_allgemeine_zeitung
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de
Dieser Kommentar von Herrn Reitz ist leider nun auch kein Qualitätsjournalismus, da er nur Nachplapperei seines big Bosses ist. Er hatte – durfte nicht – auch keine eigene Meinung haben, als er vor Jahren die Lokalredaktionen anwies, dass erst Online bedient werden musste, dann erst das Printprodukt an die Reihe kam. Dass hier Qualitätsjournalismus kostenlos verschleudert wurde, war uns allen doch klar. Print subventionierte und subventioniert immer noch Online. Wäre Reitz ein wirklicher Chefredakteur, hätte er dies versucht zu unterbinden. Was soll also heute seine dämliche Klugschwätzerei? Daran erkennt man, wes Geistes Kind er ist.
Ganz abgesehen, dass guter Journalismus schon immer seinen Preis hatte, ist eine Binsenweisheit. Qualität hat übrigens in jedem Beruf seinen Preis! Nur vergessen die “hohen Herren” in den Verlagsetagen bei dem Gebrauch des Begriffs Qualitätsjournalismus immer bewusst ( und das ist verlogen ), dass die Verleger es in den letzten Jahren waren, die Bezahlung der journalistischen Leistung immer mehr reduzierten. Sie waren es, die “Billigjournalismus” kreierten, in dem sie dafür sorgten, dass guter Journalismus nichts mehr kosten durfte. Dafür stieg ihr Profit. Siehe das Motto auch bei der WAZ: Artikel einmal bezahlen, für alle weiteren Veröffentlichungen kein Geld für den Autor, aber für die WAZ ( nicht nur bei den Reiseseiten ).
Kommentar: Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass es Qualitätsjournalismus auf jedem Niveau gibt. Bodo, Bodo, du bist ein Schlawiener!
Wisst ihr, was ich nicht mehr hören kann?
“Qua-li-täts-jour-na-lis-mus”. Vor allem nicht aus dem Mund von Leuten, die den guten Journalismus, den wir alle seit -zig Jahren täglich erarbeiten, seit Monaten gnadenlos einebnen.
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Die Auflagen brechen durch die von ihnen verantworteten Einsparungen überall dramatisch ein. Aber Hombach und Reitz singen im Wechsel das Hohelied vom “Qualitätsjournalismus”, der “seinen Preis” habe. Wieviel Chuzpe, welche Ignoranz muss eigentlich dahinter stecken? Schon jetzt sind Leser nicht mehr bereit, für geringeren Umfang und sichtbar verminderte Qualität überhaupt etwas zu bezahlen, egal ob Print oder Online. Schon jetzt muss das grandiose Superportal DerWesten mit einem kräftig erhöhten Anteil an Spielen die Zugriffszahlen halten. Was das mit Journalismus zu tun hat? Nichts.
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Meine Ausgabe hatte früher montags mindestens fünf Seiten netto lokale Nachrichten zu bieten. Und jetzt? Zweieinhalb sind es oft nur noch. Mehr geht nicht, weil Leute fehlen. Weil, wie viele erfahrene Kolleginnen und Kollegen früh befürchetet hatten, das ganze Konzept nicht funktioniert. Dumm, dass logischerweise das lokale Online-Angebot in gleichem Umfang sinkt wie das lokale Print-Angebot. Nicht bedacht, Herr Reitz? Sieht ganz so aus.
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Was geht nur in diesem Mann vor? Rings um ihn herum brennt die Hütte, die Mannschaft wendet sich geschlossen von ihm ab, aber er thront noch in der Mitte und faselt von Qualität. Irgendwie erinnert er an Kaiser Ferdinand 1848: Majestät, das Volk macht Revolution! “Ja, dürfen’s denn das?”
Man kann es ganz einfach sagen: Im Unterschied zur WAZ-Gruppe haben es andere Verlage nicht nötig, ständig von Qualitätsjournalismus reden. Sie machen ihn.
Anstatt auf die selbst ernannten Medienexperte von Schickler zu hören, hätte man bei WAZens besser mal zu Ippens rüber geschaut. Dort wird vorgemacht, wie man Regionalzeitung macht: gute Lokalteile mit entsprechender Personalausstattung, dafür ein sehr knapper Mantel.
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Aber dann hätten ja die ganzen CR, allen voran U.R., ihr ganz großes Räppelchen “Mantel” nicht mehr…
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Es ist zum Heulen, wie alles von ganz oben vor die Wand gefahren wird. Wenigstens das hat negative Qualität.
@schicksenachhause
Woher nimmst du das Wissen über “gute Lokalteile mit entsprechender Personalausstattung”? Beispiel letzte Bastion der WP im Kreis Soest. Dort hatte die WP schon früher mehr Redakteure als die Ippen-Konkurrenz. Und letztere hat Auflage gemacht und freut sich auch aktuell über stark steigende Zahlen. Jetzt sitzen dort sogar mehr als zehn Redakteure und es gibt eine auch noch im Blatt breitgetretene Doppelspitze als Redaktionsleitung. Und was ist – die Konkurrenz hat trotzdem noch deutlich die Nase vorn, sowohl bei Qualität als auch bei Quantität.
Irgendwann wurde mal als “Minimalbesatzung” hier im Blog “one man one page” gefordert – es gibt Standorte im Ippen-Haus, da wäre man über solch eine komfortable Besetzung froh…
“Um rund 26.000 Exemplare soll die Gesamtzahl der Abonnements aller vier WAZ-Titel an Rhein und Ruhr im Juli 2009 im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen sein.”
Wohlgemerkt, das sind die Abozahlen der Abonnenten die aus dem Vertrag herausgekommen sind, bzw. ihr Abo nicht verlängert haben.
In Regionen wie Hilden, Monheim, Langenfeld dürfte die Abozahl über kurz oder lang auf 0 zurückgehen – denn 1 Seite Lokales als Anhang zur Düsseldorfer Ausgabe, das ist keine Lokalzeitung. Die wz und Rheinische Post macht in diesem Gebiet ordentlich Werbung, und entsprechend gute Vertragsabschlüsse.
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Und so nebenbei scheinen auch die Anzeigenblätter einen zentralen Überbau zu bekommen. In der letzten Ausgabe stand etwas von Kompass als einheitliches Logo, besserer irgendwas und sonstigem Marketinggesülz. Wahrscheinlich bekommen die dann die Bilder und Artikel der WAZ-Gruppe (kosten ja nix, ist ja alles schon beim ersten mal bezahlt worden…)
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Die Internet-Blase der kostenlosen Zeitungsseiten wird früher oder später platzen. Die nachwachsende Internetaffine Generation kommt nicht auf die Idee, für Nachrichten die heute kostenfrei gelesen wurden, morgen eine gedruckte kostenintensive Print-Ausgabe zu kaufen. Kauft aber keiner mehr die Printausgabe, gibt es keine Möglichkeit für die GF Einnahmen zu generieren, mit denen Printreakteure und Fotografen bezahlt werden können – mit der Folge das der Fluss von kostenlosen Inhalten fürs Internet versiegt.
Für diese Erkenntnis braucht man nicht mal BWL studiert zu haben, geschweige denn eine externe Beratungsfirma zu engagieren.
Der unter http://www.presseportal.de/pm/55903/1461024/westdeutsche_allgemeine_zeitung stehende Beitrag zeigt die Hilflosigkeit einer Frau Borchert (+Hombach +Reitz), und ihre Unfähigkeit ein tragfähiges Konzept für derwesten.de zu schaffen. Es ist halt etwas anderes, ob ich in meiner Freizeit über artfremde Gegenstände im Anus schreibe, oder meinen Lebensunterhalt finanzieren möchte.
Fotolieferant, vielleicht ist es eine Überlegung wert, den Spieß endlich umzudrehen. Es ist doch Deine ureigene Entscheidung, ob Du einem Konzern zu dessen Bedingungen Fotos lieferst, oder ob Du dies nur zu deinen eigenen tust – mit der Folge, dass sie dann eben auf Deine guten Fotos verzichten müssen. Sollen sie doch Handybildchen von Schülern bringen. Wären sich die Freien in diesem Punkt einig, dann würde den allzu unverschämten Begehrlichkeiten irgendeines Verlags schnell der Nährboden entzogen.
In unserem Gebiet gibt es zum Beispiel eine recht nahe liegende Alternative: Die örtliche Konkurrenz zahlt schlicht und einfach besser.
Die Fehlbesetzungen und Fehleinschätzungen bezüglich des Westens ist das eine Probleme, der Rückzug aus dem Lokalen (und das Protzen mit einem Content-Desk) das andere. Vollkommen richtig erkannt vom Kollegen Fotolieferant.
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Und vor allem der Satz ist wichtig: Um das zu erkennen, braucht man kein BWL-Studium!
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Um das Schiff wieder in die richtige Richtung zu steuern müsste man:
1. die Lokalteile inhaltlich, personell und umfangsmäßig aufwerten, denn nur deshalb wird die Zeitung gelesen
2. dadurch bedingt den Mantel zurückstutzen, auch wenn die CR dann kein großes Räppelchen mehr hat
3. zumindest das Verschleudern von allen Print-Inhalten im Internet unterbinden (warum soll denn alles online stehen?)
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@wazzens
One man, one page wünschen sich die Ippen-Kollegen allenfalls im Mantel, denn da sieht es bei denen (berechtigterweise) so aus. Die Lokalredaktionen sind stets besser bestückt und das ist auch gut so. Deine Zahlen sind falsch.
Man muss aber bitte auch mal sagen, dass es nicht nur an den angeblich dick besetzten Mänteln liegt. Bei unserer kleinen süßen Heimatzeitung stellt sich die Lage nämlich nach wie vor wie folgt da: Ein sehr großer Teil arbeitet sehr fleißig (und wir haben Stress), ein anderer Teil eher nicht (und pflegt sein laues Leben weiter). Die Themenauswahl empfinden viele Kollegen als unglücklich, oft ein aufgekochter Brei aus Dingen, die parallel im Internet zu lesen sind. Heraus kommen dann noch Sachen wie heute, wo das Mallorca Magazin als Quelle für den Aufmacher herhält. Oder es wird ein Aufmacherfoto aus Soest veröffentlicht, wo wir uns ehrenlos verabschiedet haben… Das könnte man anders machen.
Ich habe in den letzten Wochen mir mal genau die WAZ-Ausgabe und den kostenlosen “WAZ-Anzeiger” ( Stadtspiegel ) angeschaut. Seitenmäßig ist der Stadtspiegel umfangreicher, was aber besonders erstaunlich ist, ist das redaktionelle Angebot. Während ich in der WAZ-Lokalausgabe mehr oder weniger “beliebige” Geschichten finde ( wo sind eigentlich die von Herrn Reitz angekündigten Exklusivgeschichten ? ) spiegelt der Stadtspiegel das Geschehen unserer Großstadt wesentlich besser wieder. Kostenlos!!! Fernbsehen, Radio und Stadtspiegel, was brauche ich da die von Herrn Reitz fast in die Belanglosigkeit gesteuerte WAZ noch? Ein Blick auf die vom Contentdesk fabrizierten ersten Seiten zeigt, dass der Nachrichtenkonsument nur “Verdorbenes” serviert bekommt. War alles am Vorabend schon in den Nachrichten.
Es gab WAZ-Zeiten, da hieß die Devise: Kein Aufguss von TV und Radio ( geschweige denn Online ) ! . . . und dann dafür noch bezahlen. Wenn denn dieser “Aufguß” wenigstens noch angereichert, “schmackhafter” offeriert würde, aber dafür fehlt dem Chefkoch des WAZ-Einheitsbreis das notwendige handwerkliche Können, die notwendigen Ideen. Den Verantwortlichen in der Geschäftsleitung scheint dieser “Grottenjournalismus” zu genügen.
@kostenlos: ja und das geht eben vielen Lesern so und bestellen daher die Zeitung ab……
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Denn merke: Der Pleitegeier sitzt in den Chefetagen und nicht an der Drehbank!
Bodos ist wirklich erstklassig. Es hat Orwellsche Sprachqualität, wenn ausgerechnet die Wegbereiter und Betreiber des journalistischen Billig-Einheitsbreis immer wieder von “Qualitätsjournalismus” reden! Chapeau!
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Unser Bodo, der geschulte Politiker und Redner, kennt natürlich den Zusammenhang: In der Rhetorik nennt man es “Antiphrase”, wenn man einen Sachverhalt durch sein Gegenteil ausdrückt. Nicht wahr, Bodo?
@Alter Kollege
Den Spieß endlich umzudrehen – ja schöne Idee, zumal die Festangestellten davon reichlich Antigebrauch gemacht haben, und einige ihre Mehrbelastung gerne auf die Freien abwälzen.
Wenn etwas zu ändern ist, dann nur gemeinsam!!!
Reitz und Hombach sind auch nur solange Chef, wie alle Angestellten glauben sie seinen wichtig – nein, sie sind genauso austauschbar wie Jede(r).
Von Gewerkschaftsseite kann man wohl keine Unterstützung erwarten, die hängen sich erst dran wenn die Belegschaft losgelegt hat (oder springen schnellstmöglich auf die andere Seite, um nicht in die Versuchung zu kommen etwas für die Arbeitnehmer tun zu müssen).
Das Abonenten und Käufer fehlen mag auch daran liegen das die BWLer im WAZ Konzern für ihre Zeitungen einen Premiumpreis verlangen (=mehr Profit je verkauften Einheit), und gleichzeitig die Produktionskosten senken (=weniger Kosten je verkaufter Einheit). Da muss unweigerlich doppelter Gewinn für die Unternehmer bei rauskommen… (Ich frage mich allerdings bei solchen Betriebswirtschaftlichen Entscheidungen ob es sich um Studenten aus der BWL-Schwemme handelt, die in der letzten Reihe des 500 Menschen fassenden Saales, nicht mitbekommen haben das Realität aus komplexen Formeln besteht [die die es mitbekommen haben, lassen sich bei Beraterfirmen anheuern, und verstecken sich gerne hinter Exceltabellen)
Fotolieferant, Du hast mich nicht ganz verstanden. Suche Dir, wenn die Schrauben unerträglich angezogen werden, Alternativen. Wie sagte der Esel zum Hahn? “Etwas Besseres als den Tod findest Du überall.”
Wie man eine fabelhafte Zeitung macht und gleichzeitig einen erstklassigen Online-Auftriit hinlegt, zeigt seit Jahren die FAZ.
Online feine Appetit-Häppchen, die Lust auf die Print-Ausgabe machen.
Und für Abonnenten freier Zugriff ab 18 Uhr auf die Print-Ausgabe des nächsten Tages, aber kostenlos nur für 24 Stunden. Danach muß für jeden Text happig bezahlt werden.
Mit solchen Angeboten macht man intelligente Leser glücklich.
der Spiegel-Verlag beherrscht das profitable Print/Online-Geschäft ebenfalls, man muss sich eben nur mal Gedanken machen und Ideen haben.
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Das der Spiegel-Verlag so erfolgreich ist liegt auch an der Tatsache, dass dort die Mitarbeiter mit am Verlag beteiligt sind und sich aktiv an der Unternehmenspolitik beteiligen und mitentscheiden können und das geht weit über das (Abnick-)Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates hinaus. Ist auch pfiffig, durch die alltägliche Arbeit und durch Leserreaktionen merkt man ziemlich schnell, was läuft und was nicht. Dieser Mitarbeiterrat hat meines Wissens auch maßgeblich dazu beigetragen, dass man mit Stefan Aust den CR-Vertrag nicht verlängert hat.
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Tja WAZ-Mann nimm Dir an solchen Unternehmensstrukturen einmal ein Beispiel, aber Du hast ja etwas anderes im Sinn als zufriedene Mitarbeiter und wieder rentable Tageszeitungen, die dem Leserauftrag auch vollends gerecht werden. Du ziehst ja ur überall zurück, produzierst (Mantel)-Einheitsbrei und die einheitlichen Lokalteile in Essen, Meschede, Bad Berleburg und sonstwo will kein Bürger, Unternehmer und Politiker irgendwie noch weiterlesen.
@ Alter Kollege,
die Suche ist bereits am Gang.
Nur kampflos aufgeben, das möchte ich eigentlich nicht. Alleine kämpfen allerdings auch nicht.
@waz-leser und @pressebeobachter
Ohne die inhaltliche Qualität und eine Exklusivität der Nachricht würde kaum jemand auf die Idee kommen für Webinhalte zu zahlen.
@Bodos Neusprech
Hombach und Reitz werden auch noch von Qualität reden, wenn die Auflagenverluste über zehn Prozent klettern. Die beiden haben einfach Recht. Basta.
@kostenlos
Die Anzeigenblätter bedienen immer mehr die Wünsche der Leser und der Anzeigenkunden. Die lokalen Inhalte entsprechen, da schon ab der ersten Seite und nicht ummantelt, den Wünschen der Leser einer Lokalzeitung. Das ganze dann noch kostenlos und 2x in der Woche. Da kann auch DerWesten nichts mehr richten. Jetzt übernehmen an vielen Orten die Anzeigenblätter die Aufgaben der geschlossenen Leserläden.
Und WVW + ORA und die Mitbewerber lachen über uns.
@Zeitzeuge
Sehr richtig, was Du da schreibst. Bei mir im Siegerland sind es sogar drei verschiedene kostenlose Anzeigenblätter pro Woche, eines davon zweimal. Zusammen bieten die mehr Lokal-Inhalt als die Tageszeitung, die ich jetzt bald abbestellen will.
Es gibt bekanntlich einen WAZ-Anzeigenverbund zwischen den fast hundert Anzeigenblättern von WVW und ORA. Immer mehr Anzeigenkunden inserieren nicht mehr im Verbund, sondern verzichten auf die WAZ. Warum wohl? Dass die “WAZ-Angelegenheiten” jetzt in den WVW-Geschäftsstellen erledigt werden, ist ein Hohn. Die redaktionellen WAZ-Seiten werden schon lange nicht mehr komplett in diesen Anzeiger-Geschäftsstellen ausgehängt. Die WAZ wird zweitrangig behandelt. Dafür dürfen die Redaktionen sich immer mehr um Geschäftsstellenangelegenheiten kümmern.
Es wird immer deutlicher, dass die Verlagsleitung ohne Gesamtkonzept seit Jahren herumwurschtelt, die Zeichen der Zeit nicht erkennen will. Hier fehlt ein kluger Kopf. Berater von außen haben ihren Teil zum Chaos beigetragen. Grosse Teile des WAZ-Imperiums sind schon gegen die Wand gefahren. Was geht unter der Regie von Hombach und Nienhaus als nächstes zu Bruch?
Was als nächstes zu Bruch geht, steht doch auch längst schon fest – wenn die Zeitschriften beim WaSo-Verlag in Düsseldorf alle nach München umziehen sollen …
ebenso wie die Fach- und Hobbyzeitschriften vom vth-Verlag und der Verlagsgruppe Bahn, die von Baden-Baden bzw. Nürnberg auch nach München sollen …
wobei alle Kollegen sich dort auf den Umzug schon wahnsinnig freuen …
Immer mehr Anzeigenkunden verzichten auf die WAZ – richtig!!!
Auch das ist durchaus hausgemacht. Hier werden Kunden durch den Berater in äußest unattraktive Dienstagsbeilagen gedrängt. Dazu braucht es keine Berater von außen, dass würde ein Schüler der 10 . Klasse feststellen. Aber wozu braucht die WAZ Umsatz wenn es doch für alles eine Liste gibt, in der das Minus erklärt werden kann. Der Kunde ist tot,es lebe die Liste.
Man muss sich mal die heutige WAZ-Beilage “Mein Einkauf” angucken. Grauenhaft. Man fragt sich, worin die redaktionelle Leistung besteht. Bei mir ist das Unding schnell im Papierkorb gelandet.
@der Anzeigenleser
Es stellt sich grundsätzlich die Frage, warum Kunden aus dem lokalen Umfeld der Tageszeitung – hier könnte ja der angesagte Qualitätsjournalismus geleistet werden – gedrängt werden und sich in fragwürdigen Dienstagsbeilagen wiederfinden. Als logischer Schluß kann man folgern, daß die lokale Berichterstattung immer weiter reduziert werden soll. Wir geben also das auf, was uns einmal stark gemacht hat.
Die zum Qualitätsjournalismus aufgeforderten Redakteure können dann zukünftig Informationen formulieren, die auf Handydisplays passen.
Die Zahlen, die da der taz vorlagen, sollen doch angeblich gefälscht sein …(???))
Das ist richtig! Die echten Verlustzahlen liegen höher!
@schicksnachhause
One man one page, würde bei uns 13 Redakteure bedeuten. Das ist auch im Lokalen einer Kleinstadt nur ein frommer Wunsch und wahrscheinlich sogar hinderlich. Wie sich die Leser die Zeitung wirklich wünschen, kann in Werne beobachtet werden, wo ein gesunder Wettbewerb zwischen zwei voll aufs Lokale ausgerichteten Zeitungen (WA und RN) stattfindet. Da kommt wirklich jede Katzenkirmes zu ihrem Recht. Aber die Leute danken es.
Wenn beide Kontrahenten große Mengen lokaler Nachrichten bieten, zählt übrigens auch wieder Qualität, wie wir erlebt haben. Ansonsten geht zunächst Masse (an lokalem Kontent) vor Klasse… Der Grund, warum die WAZ mit ihrem Produkt seit Jahren in Konkurrenz mit “echten” Lokalzeitungen massiv verliert (übrigens auch schon vor den Regio-Desks)
Hier ein Aspekt meiner Diplomarbeit:
http://cgi.uni-muenster.de/exec/Rektorat/upm.php?rubrik=Alle&neu=0&monat=200711&nummer=09335
Hier noch mehr…
http://zeitung-hat-zukunft.blog.de/
Dieses Ergebnis der Diplomarbeit ist nicht neu, aber gut, dass alles schwarz auf weiß jetzt nachzulesen ist. Diese Erkenntnisse haben vor über 20 Jahren beispielsweise dazu geführt, dass die WAZ in Haltern eine neue Redaktion eröffnete und mit der neuen Ausgabe ( verhältnismässig gute Redaktionsbesetzung ) aus dem Stand grossen Erfolg hatte und es in Konkurrenz zur RN in Haltern eine sehr gute “Grundversorgung” für den Leser gab. Dass ausgerechnet hier die WAZ den Laden im Rahmen ihrer “Plattwalzung” schloss, zeugt von Ignoranz. Hier soll es ja bekanntlich einen Deal mit der RN gegeben haben.
Ähnliches trifft auf Dorsten für die WAZ zu. Die Auflagenzahlen sind bis heute nicht schlecht, so dass es hier auch im Gegensatz zum übrigen Kreis Recklinghausen auch keine Redaktionsschließung gab. Dass man die Erkenntnisse aus diesem Raum jedoch bei den “Schickleria-Maßnahmen” nicht berücksichtigte, zeigt, dass man es hier nicht mit Zeitungsprofis zu tun hat.
Tschuldigung, aber mich kotzt die ganze Debatte um sogenannten Qualitätsjournalismus an. Das ist ein Nebenkriegsschauplatz, da man keine wirklichen Argumente für Sparmaßnahmen hat. Managementfehler sind ja bekanntlich tabu. Was unter Qualitätsjournalismus zu verstehen ist, sagt niemenand, meint es aber zu wissen. Ich möchte den Journalisten bei einer Tageszeitung sehen, der nicht nach bestem Wissen und Gewissen Qualitätsjournalismus abliefert . . . natürlich entsprechend den Rahmenbedingungen, die ihm sein Arbeitgeber vorgibt. Qualitätsjournalismus gibt es bekanntlich auf jedem Niveau!
Ein Blick in die Lokalteile der SZ, FZ oder des Tagesspiegels zeigt, dass hier nichts anderes passiert als bei den sogenannten Heimatzeitungen. Eine Frechheit wozu dieser Begriff mißbraucht wird. Würde Herr Reitz besten “Heimatzeitungs-Journalismus” bei der WAZ betreiben, würden die Auflagenzahlen seit Jahren nicht so in den Keller gehen.
Im Rahmen der “Kooperations- und Fusionsdiskussion” im DuMont-Schauberg-Verlag bei der Frankfurter Rundschau und Berliner Zeitung sagte Konstantin Neven DuMont laut Süddeutscher Zeitung vom Montag, dass kein gemeinsamer Mantel geplant ist, dann wörtlich: “Ein solcher Einheitsbrei verträgt sich nicht mit dem Anspruch unseres Hauses”.
Da müssen den Herren Hombach und Reitz doch die Ohren geklingelt haben. Es ist aber auch bezeichnend, was andere namhafte Verleger vom WAZ-Niveau halten. Wie sagte der NRW-Zeitungsverlegerpräsident C. Bauer in der letzten Belegschaftsversammlung der RP so schön ( war hier im Blog schon zu lesen ): Es gibt keine Zeitungskrise, sondern nur eine Krise bei schlecht gemachten Zeitungen.
Zeitungskrise, dieses Wort könnte die WAZ erfunden haben. Hat denn sonst jemand einen solchen Einbruch wie die WAZ??
Der angebliche Qualitätsjournalismus treibt die Leser in Scharen davon. Es soll Menschen geben, die brauchen nur noch ein paar Minuten um die Zeitung durchzulesen. Meist reicht dann ja auch die Überschrift. Die vielen freien Mitarbeiter und die vielen Rechtschreibfehler (Word kann eben nicht alles) tun ihr übriges.
Besonders erfreut mich, dass die hohen Herren aus den tags zuvor erschienen Titeln der SZ Bild und FAZ abschreiben. AhA Qualität läßt sich kopieren……aber nichts ist doch so alt, wie die Meldung von gestern.
Ja und richtig die Dienstagsbeilage interessiert inhaltlich eh keinen, wird aber auch nicht im Hause geschrieben, dass wäre viel zu teuer. Aber so fügt sich eins zum anderen – schlecht gemacht ist im Hause ja nicht nur die Zeitung.
Nur mal so… Der Content Desk arbeitet nicht seit Mitte Juni – sondern seit Anfang Mai 2009!
Wenn schon, dann bitte richtig recherchiert! Danke!
Es war einmal…- ein Medienmärchen (DJV NRW Journal 4/09 Seite 16)
@total lokal
Und was steht da?
Bin aus diesem Haufen ausgetreten, seit der Glanzgala der Gewerkschaften und der (sich zur Schickeria hocharbeitenden) Betriebsräte.
Ich finde es widerlich, wie hier über Herrn Hombach und Herrn Reitz hergezogen wird! Bloß weil die versuchen, dem Leser endlich begreiflich zu machen, was Qualitätsjournalismus ist.
Klar: Ihr alle hier seht das natürlich ganz anders. Ihr würdet am Ende wahrscheinlich sogar genau die Zeitung machen, die der Leser gerne haben möchte. Ihr Ignoranten!
“Wir lassen uns vom Leser nicht vorschreiben, wie unsere Zeitung auszusehen hat”: Ihr alle tätet gut daran, dieses Reitzsche Credo zu verinnerlichen. Was wäre das für eine Anbiederung, dem Leser eine ihm gefällige Zeitung zu machen – am Ende gar noch mit der völlig idiotischen Begründung, dass er sie schließlich bezahlt.
Übertragt solche abstrusen Gedanken doch nur mal auf andere Bereiche täglichen Lebens. Stellt euch vor, ihr verlangtet in einer Bäckerei fünf Brötchen. Und man packte euch tatsächlich fünf Brötchen in die Tüte – und nicht etwa ein Pfund Schwarzbrot, verbunden natürlich mit der lautstarken Belehrung, dass Schwarzbrot schließlich viel gesünder sei. Was, bitteschön, würdet ihr denn dann sagen, heh?
Herr Hombach, Herr Reitz, ich bitte Sie inständig: Machen Sie weiter mit Ihrem Qualitätsjournalismus! Bleiben Sie unbeirrt – selbst wenn es den letzten Leser kostet. Qualität hatte schließlich immer schon ihren Preis.
@lokalist
ausleihen oder ein probeexemplar bestellen! auch die seite 14 des heftes(”geschichte eines vertraulichen briefes”ist lesenswert).
Um es anschaulich zu machen: Faktisch haben die Einwohner einer Kleinstadt – beispielsweise Rees am Niederrhein – der WAZ-Mediengruppe signalisiert: “Wir wollen diesen Mist nicht mehr.”
Zu Recht. Dümmliche Politiker-Interviews – ein anschauliches Beispiel dafür gab der WR-Chefredakteur mit seinem Sous-Chef im Gespräch mit Gysi. Das waren allenfalls freundliche Stichworte, aber keine harten journalistisch-fundierten Fragen (Mit Verlauib, da ist ja Horst Schlämmer besser).
Auch die Lokalteile sind oft nicht mehr besser. Und das findet seinen Grund darin, dass die Freien Mitarbeiter oftmals Praktikanten, schlecht bezahlte Schüler/Studenten oder Rentner sind. Welcher professionelle freie Journalist kann es sich leisten für ein Taschengeld zu arbeiten ??? Immer mehr Lokalredakteure sind zudem nicht mehr motiviert. Das hat Reitz geschafft.
Offenbar sind aber auch viele Themen vom Essener Haus unerwünscht. Was soll eigentlich ein Leser davon halten, der zu seiner Lokalredaktion geht, dort erzählt, dass ihm die Postbank das Konto gekündigt hat, weil er sich gegen aufdringliche Telefonwerbung wehrte. Der zuständige Lokalredakteur bei der WAZ griff die Geschichte nicht auf, weil “dann muß ich ja bei der Postbank in Bonn anrufen. Und die kriegt man immer so schlecht.”
Der Leser ging zur Konkurrenzzeitung (die gibt es in dem Ort tatsächlich noch) von einem anderen Verlag. Dort war ein aufgeweckter Lokalredakteur. Der erkannte das Thema, schrieb die Geschichte sogar für den Mantel. Und am Ende landete die peinliche Postbank-Storie mit Stellungnahme auch der Verbraucherzentrale sogar im Fernsehen. Klar, dass der Leser von “seiner” Lokalzeitung die Nase voll hatte und zur Konkurrenz wechselte, sei nur noch am Rande erwähnt! Einige Nachbarn kündigte ebenfalls das WAZ-Abo.
Eine Geschichte. Davon gibt es viele, die man erzählen könnte. Genauso unerträglich ist es, dass Leser immer weitere Wege machen müssen, um noch eine Geschäftsstelle zu finden.
Und dann der Internetauftritt dieser Mediengruppe. Verheerend. Nichtssagende Bildstrecken, Reporter vor laufender Kamera die wirklich nur noch dummes Zeug zu noch dümmeren Themen schwafeln. Fotostostrecken, über die sich selbst die Leser beschweren – auf den Kommentarseiten indes, auf denen sich anonyme Leser, sich gegenseitig beleidigen dürfen. Ein Auszug vom 26. 8. 2009:
“Wie krank sind Sie eigentlich, solche Vergleiche anzustellen? ”
“der ist nicht krank, der ist verrückt ! ”
“Dieser Kommentator Stefan S. -also der angebliche SPD-Fan – ist wohl zu lange mit Horsti Schlemmer auf dem Jakobsweg spazieren gelaufen?”
“wobei einer von beiden, wohl ohne kopfbedeckung durch die pralle sonne getapert sein muss …
) ”
Und das sind noch die “harmlosen” Beleidigungen, die nicht gelöscht werden. Da darf auch Schlimmeres stehen. Vor allem nachts.Denn da ist kein Moderator da.
User, die sich beschweren, bekommen die ganze Macht der und Arroganz WAZ-Mediengruppe zu spüren. Schlimmstenfalls wird mit Ihnen nicht mehr geredet, Anweisung von oben.
Ergebnis: Abbestellungen. Und Beschwerden – das ist nun ganz neu – Beschwerden beim Presserat! Ja, die gibt es inzwischen dort. Und zwar wegen der Seiten “Der Westen”.
Das sind die wahren Gründe, warum die Leser sagen “WAZ, nein danke.”
Drum merke: Wer Freie Mitarbeiter mit einem Taschengeld entlohnt, Redakteure eher frustriert statt motiviert, der braucht sich nicht zu wundern, wenn inzwischen tatsächlich in den Redaktionen der WAZ-Mediengruppe “tapsige Laienjournalisten” (Hombach) eine “Q u a l i t ä t” produzieren, vor denen nicht nur den Lesern grauselt.
Wie schrieb Hombach noch auf der Seite “Der Westen” zum Thema Internet und Kosten: “Menschenwerk bedarf eines Lohnes.” Eines Hungerlohnes sicherlich nicht. Und um Leser zu halten, bedarf es eines Dialoges. Nicht aber eines Verhaltens, wie es tagtäglich von diesem Verlag an den tag gelegt wird. Leser wollen Ernst genommen werden. Wer das nicht beherzigt, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Zeitungen keine Abnehmer mehr finden.
Aber Hombach konnte bereits Politik nicht. Medien schon gar nicht.
Na, immerhin reicht es ja in der heutigen Ausgabe noch zu kostenloser Wahlwerbung für die SPD in Essen, indem man ganz zufällig 3 Tage vor der Kommunalwahl wieder olle Kamellen ausgräbt. ( Story Stadt/ Strunz/ RWE ).
@Kopfschüttler Noch eine Ergänzung zu “Drum merke:” Wer erfahrene, jahrelang bewährte Journalisten per Abfindung entsorgt, deren Berichte eine feste Größe im Leben einer Stadt darstellten und die gern gelesen wurden…
Liebe Ex-Wr-Leserin,
Sie haben natürlich Recht. Solche Dinge gehen ebenfalls nicht.
Vor allem bei der Rundschau “schmerzt” mich die Entwicklung sehr. Dort habe ich in den alten Revier-Redaktionen meine ersten journalistischen Schritte gemacht, bei Redakteuren, die gut schrieben, ordentlich recherchierten und echte “Blattmacher” waren.
Auch wenn die Rundschau damals in den Revierstädzten nur eine Lokalseite hatte und gegen die üermächtige WAZ (vergeblich) anschreiben mußte: Sie war wirklich die besser gemachte Zeitung.
Ähnliches gilt auch für die NRZ. Beide Blätter, Rundschau und Neue Ruhr/Rhein Zeitung, – so jedenfalls wirkt es auf mich – könnten langfristig wohl in diesem Konzern dem Verfall preisgegeben sein. Jedenfalls wird derzeit alles dafür getan, dass diese Titel durch die journalistische Gleichschalterei an Format verlieren und letztlich eingestampft werden.
Die Chefredakteure von NRZ und WR jedenfalls sind journalistisch ohne wirklichen Biss (gemessen an ihren Vorgängern), offenbar für Hombach und Reitzaber leicht händelbare willfähige Figuren auf dem kapitalistischen Medien-Schachfeld geführt von nimmersatten Geschäftsführern auf der ewigen Suche nach noch mehr Profit.
Dass die Redakteure der Titel, den Konzern erst reich geschrieben haben, wird dabei vergessen.
Und auch, dass Zeitrungen zwar auch ein Wirtschaftsgut sind. Aber eben ein sehr sensibles, weil kulturell wertvolles Gut.
Habe gerade den neu aufgemachten Dortmunder Stadt-Anzeiger in der Hand, der heute erstmals im neuen Look erschienen ist. Sieht aus wie ne’ Tageszeitung – kostet nur nix! Und das mit für ein Anzeigenblatt ungewöhlich umfangreicher lokaler Berichterstattung. Darauf weist auf der Titelseite auch der Chef des Anzeigers ausdrücklich mit dem Satz hin: “Wissen, was wichtig ist” und meint damit das Lokale. Das die WR (wie auch Kopfschüttler vermutet) bald plattgemacht wird, ist wohl wirklich nur noch eine Frage der Zeit. Dann gibt es eben den Stadt-Anzeiger, der dann wahrscheinlich Stadt-Zeitung heißen wird…
Hauptsache, isch hab mein’ ***** gerettet.
Und von dem eingesparten Geld kann dann glatt noch ein Assistent des Assistenten der GL, Bereich IX- XII, eingestellt werden- frisch von der Uni, Promotion im Augenwinkel, per Studium Outsourcing bei den lästigen Ameisen bereits eingeplant …. max 5 Jahre gebe ich meiner lieben alten Dame WAZ noch; dass ein Karren in eigentlich einem Jeden bewussten Wissen um den unvermeidlichen Aufprall mit einer solchen Lust – aka Boni – und noch stets zulegenden Beschleunigung vor die Wand gesetzt wird … ich staune täglich von Neuem.
Der große Totalausverkauf bei der WAZ-Mediengruppe hat doch längst begonnen. Angefangen hat das Dilemma mit dem Verkauf des Tafelsilbers (Anteile an RTL und Otto-Versand). Was folgte, war die Schließung von Geschäftsstellen und Redaktionen vor allem in ländlichen Gebieten. Dann kam die WAZ-Axt. Und jetzt? Stehen auch die noch verbliebenen Geschäftsstellen und Leserläden mit den dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor dem endgültigen Aus. Geschäftsführer Hombach begründet diese Maßnahme mit den modernen Kommunikationswegen (Internet, E-Mail, Fax), lässt dabei jedoch ausser acht, dass der Großteil der Leserschaft von WAZ, NRZ, WR und WP zu der Generation 50- bzw. 60+ zählt. Und die setzen nach wie vor auf das persönliche Gespräch mit den Mitarbeitern und Redakteuren vor Ort.
Das Prekäre an der Situation ist, dass sich die Gruppengeschäftsführung immer mehr Häuptlinge (Nieten in Nadelstreifen) an Bord holt, während die Indianer an der Basis nach und nach freigesetzt, outgesourced und durch billige und willige 400-Euro-Jobber ersetzt werden. Bislang kann ich nicht erkennen, dass einer dieser studierten Fatzkes die goldene Idee hätte, wie man den WAZ-Karren wieder aus dem Meter hohen Dreck bekommt, in dem er schon seit vielen Monaten steckt. Ganz im Gegenteil: Eine klare Linie ist nicht erkennbar, und kein Mensch im Unternehmen weiss, wohin es mit der WAZ in den nächsten Jahren gehen soll. Online? Damit hat die WAZ viel zu lange gewartet. Paid content? Wofür, für schlecht recherchierte und schnell dahingerotzte Meldungen? Nein danke, die bekommt man anderswo kostenlos und in journalistisch deutlich besserer Qualität. Und das Stammgeschäft mit den Tageszeitungen? Wird auf dem Altar des Profits geopfert und immer weiter zurückgefahren.
Leider sind die WAZ-Gesellschafter (mit Ausnahme von Herrn und Frau Grotkamp) aufgrund ihres mitunter recht gesegneten Alters offensichtlich nicht mehr in der Lage zu begreifen, was die Geschäftsführung um die Herren Hombach, Nienhaus und Reitz aus dem bis vor wenigen Jahren noch florierenden Musterunternehmen WAZ gemacht hat: Ein zweites Arcandor. Der verstorbene Ex-Geschäftsführer Erich Schumann würde sich im Grabe umdrehen, könnte er sehen, wie sein Lebenswerk und das der Herren Grotkamp, Brost und Funke in nicht nachvollziehbarer Weise zerstört und ausgeplündert wird.
Die Raffkes da oben saugen den Laden aus, um das sinkende Schiff mit Millionen schweren Abfindungen zu verlassen. Was zurückbleibt, sind die einst hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich früher oder später allesamt in Hartz 4 wiederfinden dürften und die Erinnerungen an ein ehemals beispielloses und mustergültiges Unternehmen.
Wäre das alles nicht so traurig, könnte man fast darüber lachen.
# besorgter Mitarbeiter- d’accord! leider auf ganzer Linie!
Herr Hombach soll ja angeblich auch in diesem Forum mitlesen bzw. mitgelesen haben. Dann frage ich mich allerdings, wieso in aller Welt er nach wie vor an Herrn Reitz festhält. Der kam einst von der “Rheinischen Post” aus Düsseldorf und hat der WAZ inhaltlich wie optisch zunächst einen Anstrich verpasst, der hoffen ließ. Sein Content desk jedoch kommt bei der Mehrzahl der Lesern nicht an, wie wir alle in dem angeblich mit gefälschten Auflagenzahlen bestückten taz-Artikel vom 21. August lesen konnten.
Die “Rheinische Post” ist nach wie vor eine gut gemachte regionale Abozeitung, da kommen die WAZ-Titel nicht mal ansatzweise ran. Noch mehr jedoch hinkt ein Vergleich mit der “Thüringer Allgemeinen”. Was man da gelegentlich im Intranet sehen und lesen kann, verschlägt einem vor lauter Staunen die Sprache.
Herr Hombach, ist Qualitätsjournalismus nur im Osten möglich? Und warum verlangen wir für unsere Blätter mehr Geld als zum Beispiel die “Rheinische Post”? Sicher, Qualität hat ihren Preis. Das, was wir unseren Lesern augenblicklich zumuten, ist jedoch oftmals nicht das Papier wert, auf dem es gedruckt ist.
Schöne neue (Über)Schriften für die WVW-Blätter.
Der Erscheinungsbild sieht beinahe so aus wie das der WAZ. Ja, so ist das wohl. Hombach und Co modeln die Anzeigenblätter zu kostenlosen Tageszeitungen um. Und dann stimmen sie Klagelieder an über die Auflagenverluste der Bezahlzeitungen. Widerlich.
Inhaltlich sind die WVW-Blätter ein Sammelsurium an Zufällig- und Beliebigkeiten,vermischt mit mehr oder weniger offenkundiger Schleichwerbung. Auch diese ewigen Wettbewerbsverstöße haben den Tageszeitungen geschadet. Lesen will das niemand. Ist ja auch egal: Als Anzeigenblatt braucht man keine Leser. Die Auflage wird einfach gedruckt und in die Hausflure geschmissen.
Reitz kriegt schon noch die Quittung für seinen und Hombachs Aktionismus: Baustellen aufmachen, Ankündigungs-Journalismus in eigener Sache betreiben, die Kollegen dann allein lassen und darüber reflektieren, dass Leser und Lokal-Kollegen nur zu blöd seien, um den Reitz-Content und den großen Plan zu verstehen.
Na, wie wär’s, Sie skifahrender Chefredakteur-Darsteller?
Warum machen Sie nicht wieder so eine peinliche Jahreskonferenz in der Bottroper Skihalle wie 2007? Dorthin, wo Ihnen nur ihre Entourage und einige neugierige Kollegen folgten. Schon damals war’s eine Abstimmung mit den Füßen. Jetzt ziehen die Leser nach, weil sie erkannt haben, dass der Kaiser keine Kleider anhat.
Sie würden sich wundern, wie viele Kollegen heuer kommen würden um zu sehen, wie Sie unter der Abbestellungs-Lawine begraben werden.
Mahlzeit, Meister!
Anstatt sich Monat für Monat selbst in Szene zu setzen – mittlerweile sogar unter Einbindung unseres Haus-und-Hof-Senders nrw.tv -, sollte sich Herr Reitz lieber mal gemeinsam mit den Herren Hombach und Nienhaus und dem WAZ-Mobil auf Tour begeben, um sich den kritischen Meinungen unserer Leser zu stellen. Aber dafür fehlen den Herren die sprichwörtlichen Eier. Die da oben wissen doch gar nicht, was an der Basis abgeht. Die Basis, das sind die Geschäftsstellen und Leserläden. Und die werden bald komplett dicht gemacht.
Aber was stört es die Manager unseres Hauses, was die Leser denken und ob wir in Zukunft überhaupt noch eine Leserschaft haben? Wenn der Laden runtergewirtschaftet ist, zieht man mit fetten Abfindungen ein paar Häuser weiter. “Top-Manager” wie Thomas Middelhoff oder Hartmut Mehdorn finden immer wieder neue Betätigungsfelder, auf denen sie sich austoben und ihre Inkompetenz unter Beweis stellen können.
@Besorgte Mitarbeiter “Herr Hombach soll ja angeblich auch in diesem Forum mitlesen”…
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Ich möchte ja Deinen Optimismus nicht dämpfen. Aber was erwartest Du vom Charakter eines Menschen, der als Gewerkschafter und ehemaliger Gewerkschaftsfunktionär vehement die Arbeitgeberseite vertritt? Von einem, der als ehemals exponierter Sozialdemokrat bis zur Peinlichkeit einen CDU-Ministerpräsidenten hofiert und unterstützt? Eben.
@Besorgter Mitarbeiter:
“Anstatt sich Monat für Monat selbst in Szene zu setzen – mittlerweile sogar unter Einbindung unseres Haus-und-Hof-Senders nrw.tv -, sollte sich Herr Reitz lieber mal gemeinsam mit den Herren Hombach und Nienhaus und dem WAZ-Mobil auf Tour begeben, um sich den kritischen Meinungen unserer Leser zu stellen. Aber dafür fehlen den Herren die sprichwörtlichen Eier.”
Stimmt. Kann ich da nur sagen. Denn wehe, wenn man als Leser Kritik übt oder sich gar beschwert. Dann reagieren Hombach und Co sensibelst. Und erlassen sogar ein Sprechverbot mit dem Beschwerdeführer.
Ich kann mich da noch an andere zeiten in der Sachsenstraße erinnern. Nämlich daran, dass es mal ein Grundbedürfnis für die ehrwürdige NRZ-Chefredaktion war, in den Dialog mit den leser zu treten. Da gab es große Leser-Treffen bei Schnittchen und kühlen Blonden auf denen Tacheles geredet werden konnte.
Nichts für Sensibelchen wie Hombach und Co. Es könnte ja unangenehm werden. Da redet man sich den “Q u a l i t ä t s j o u r n a l i s m u s” selber ein und merkt nicht, dass andere Blätter die geschichten haben, die den WAZ-Blättern fehlen….
@Besorgter Mitarbeiter: Auch von mir leider 100% Zustimmung. Ziehen wir doch mal Bilanz. Was ist seit der Palastrevolution in 2005 besser geworden? Nun, vielleicht hat sich die Qualität der Zeitungszustellung gebessert, aber das war es auch schon. Die ehemaligen Vertriebler sitzen in den sog. Logistikzentren bis zu 50km von ihren Zustellern entfernt, die Zustellung der Post ist vom ersten Tag an bis heute ein Millionengrab, die Zustellung der Postwurfsendungen wurde wieder eingestellt, “Einkauf aktuell” steht kurz vor der Einstellung, aber dafür wird hier und da das – um das eigene Produkt zu schwächen – zu einer Tageszeitung aufgemotzte Anzeigenblättchen ausgetragen. Das hochgelobte System Paper Boy ist im Paperbag verschwunden. Die Verkaufslogistik wurde nach wenigen Monaten aufgelöst und die 4 Markenteams dümpeln vor sich her. Die beiden Herren, die in der Bochumer Jahrhunderthalle das neue Konzept vorgestellt hatten sind auch nicht mehr aktuell. Sch. hat das sinkende Schiff Ende 2008 verlassen und Z. wird am Sonntagabend wissen, dass er nicht Bürgermeister von Mülheim wird. Der ganze Verwaltungsapparat wird immer mehr aufgebläht, aber es soll natürlich gespart werden. In den oberen Etagen sitzen dafür Leute, die auch nach 4 1/2 Jahren überhaupt nicht wissen wovon sie reden und eine Abladestelle in Verbindung mit der städtischen Müllabfuhr bringen.
Seit heute ist bekannt: Der Kahlschlag bei der WAZ geht weiter, diesmal in der Verwaltung. Hier die Meldung des WAZ KG-Betriebsrates aus dem Intranet:
“WAZ News
Was weiß der Betriebsrat ?
Gespräch mit dem Arbeitgeber über Personalanpassungen in der WAZ-KG
Der Betriebsrat wurde zu einer ersten Infoveranstaltung eingeladen.
Wir wissen, dass die Gerüchteküche brodelt. Die entstandene Unruhe ist ganz klar nachzuvollziehen.
Gültigkeiten und Ergebnisse von Aussagen oder Verhandlungen trifft aber nur der Betriebsrat und die Personalleitung. Wir bitten Sie daher, konkrete Erkenntnisse erst einmal abzuwarten.
Bislang hatte der Betriebsrat ein erstes Gespräch mit dem Arbeitgeber, in dem deutlich wurde, dass es zu Arbeitsplatzabbau kommen soll. Wie diese Umsetzung erfolgen wird, z.B. über Freiwilligkeit, Altersteilzeit, Kurzarbeit, Sozialplan usw. ist bislang überhaupt noch nicht definiert worden. Gesetzmäßig unterstützt wird der Betriebsrat durch einen Rechtsanwalt.
Wir werden immer sofort auf Sie/Euch zukommen, sobald es zu neuen Verständnissen kommt. Mehr dazu auf jeden Fall am 6. Oktober 2009, auf der Betriebsversammlung. Herr Hombach wird ebenfalls zugegen sein.
Sollten Sie Fragen haben, sind wir dazu jederzeit offen.
Für den Betriebsrat der WAZ-KG
Mit kollegialen Grüßen
Jutta Schmidt, stv. BR-Vorsitzende
Essen, den 28.8.09″
Seit heute, Frau Schmidt?
Der BR war ja wohl schon länger im Thema, wenn auch aus eher zufälligem Blick auf zu viele “0″ bei Herrn K geboren, spätestens also seit der gut 4stündigen Sitzung in der PA, und die war definitiv nicht heute.
Als ehemaliger WAZ-Volontär und Redakteur, der noch bei den legendären 12 Uhr Konferenzen mit Lehmann/Maruhn und BROST dabei war, frage ich mich, was der alte Herr wohl denkt, wenn er von oben sieht, wie ein selbstverliebter, dafür aber von Fachwissen sowohl in Sachen Ruhrgebiet als auch in Sachen WAZ verschonter Möchtegern-Journalist , ne habe gerade skifahrender Chefredakteurs-Darsteller gelesen, das gefällt mir noch besser, weil Darsteller GAR KEIN Talent haben, seine große Idee vor die Wand fährt. Reitz, geh schnell und nimm deinen Dummschwätz-faselnden St-(Kl) ümper mit !
Wohin soll er denn noch gehen?
@Blattspinat
Ach ja, der Ärmste. Wohin soll er nur gehen? Golf- oder Tennis-Club? Yacht-Club? Oder besser Polo-Club? Irgendetwas, wo man sich produzieren und Geld ausgeben kann. Er wird schon was finden, nachdem er die WAZ richtig tief in den Dreck gekarrt hat.
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Wisst Ihr was? Sucht euch alle so langam neue Jobs. Wenn schon in anderen Zeitungen ganz offen von der “im Abbruch befindlichen” WAZ-Gruppe geschrieben wird, dann stinkt es. Und zwar gewaltig.
Tja, die Anzeigenblätter sind inzwischen die Anlaufstelle für die Tageszeitungskunden. Klar das dann auch die Kleinanzeigen dort bleiben, genauso wie die lokalen Gewerbetreibenden – was zur Folge hat das die Tageszeitung als Werbeträger auch für die großen Anzeigenkunden unattraktiv wird (das Werbeumfeld stimmt nicht mehr).
Die Abwärtskurve der waz verläuft immer steiler, und es ist keine Anflachung in Sicht. Oder, um es mit den Worten der Skifahrer zu sagen: Den Berg hinunter kommt man anfangs langsam, um dann mit Schuss gerade ins Tal zu schießen. Aber der Aufstieg ist mühsam, wenn man keinen Lift findet der einen nach oben bringt. Oder kurz gesagt: Runter geht es schneller als hoch.
Die Talfahrt von Reitz ist nur zu stoppen wenn er stürzt.
Danke Frau Jutta Schmidt, für die frohe Botschaft zum Wochenende! Obwohl: Böses geahnt hatten wir schon seit längerem. Nur dürfte es kaum gelingen, die Belegschaft der WAZ-KG bis zum 6. Oktober im Zaum zu halten. Was her muss, ist eine außerordentliche und kurzfristig anberaumte Betriebsversammlung in Anwesenheit von Geschäftsführung und Personalleitung!
Dort hätten wir Beschäftigten dann gerne gewusst, wie es mit uns und der WAZ-Mediengruppe weitergehen soll. Während bei den kleinen Angestellten und Arbeitern schon bei früheren Umstrukturierungen kräftig gespart wurde und offensichtlich weiter rationalisiert werden soll, wird auf Führungsebene fast jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf getrieben, sprich im Intranet oder sonstwo präsentiert. Dazu zahllose Trainees und Nachwuchsführungskräfte. Bloß: Wen sollen und wollen die führen, wenn kaum noch Mitarbeiter/innen da sind, die die Arbeit verrichten, für die sich diese neoliberale Elite zu fein ist…?!
Ich appelliere an alle Betriebsräte der WAZ-Mediengruppe, dem Geschehen nicht weiter tatenlos zuzusehen, sondern sich aktiv einzumischen! Gestern waren es die Redakteure, heute sind es die Verwaltungsangestellten und morgen…? Man kann den rapiden Auflagenschwund und die sinkenden Werbeerlöse nicht allein der Wirtschaftskrise und der strukturellen Krise im Hauptverbreitungsgebiet, dem Ruhrgebiet, anlasten. Im Osten läuft es doch auch besser. Aber da haben wir mit der Thüringer Allgemeinen und ihrem Chefredakteur Sergej Lochthofen das, wovon die WAZ-Titel nur träumen können: Qualitätsjournalismus und ein Layout, das sich hinter dem der Süddeutschen Zeitung nicht verstecken muss.
Ich kann dem Ex-Wazmann nur beipflichten: Wenn nicht bald etwas Gravierendes geschieht (durch personelle Wechsel in der Geschäftsführung), wird die WAZ-Mediengruppe zum zweiten Fall Arcandor. Seit dem Tod unseres ehemaligen, hochgeschätzten Geschäftsführers Erich Schumann wird sein Lebenswerk und das der Herren Brost, Funke und Grotkamp ausgeschlachtet wie eine Gans und vollends an die Wand gefahren. Die Führungselite gönnt sich dicke, fette Saläre, prunkvoll eingerichtete Büros und demnächst (Herrn Nienhaus sei dank!) möglicherweise sogar eine Porsche-Panamera-Flotte, während die kleinen Angestellten an der Front mit billiger und ständig defekter Hardware, unergonomischen Büromöbeln und einer krankmachenden Klimaanlage zu kämpfen haben.
Leute, die WAZ geht unter! Rette sich, wer kann!
Achtujng Satire:
Es gab mal einen Chefredakteur. Der war einem kantigen Mann nachgefolt, der mit eiserner Hand manchmal auch die Redakteure der großen Zeitung züchtigte, von der rheinis che Leser behaupteten: “Es liegt auf der Treppe und lügt. Was ist das ?”
Die Post im Rhgeinland hatte es nicht leicht. Denn der neue Mann kehrte mit noch eisernerer Hand im Unternehmen. Er wollte Kosten sparen, so sein Auftrag.
Dann wechselte der Mann zu neuen Aufgaben. Es reiz(t)e ihn, mal einen Fluß-Wechsel zu machen. Vom Rhein an die Ruhr. Dort nun versucht er ebenfalls auszukehren, was ihm in den Weg kommt.
Nun begab es sich aber, dass dieser Mann zugleich für einen herbben Auflagenverlust sorgte im gemeinsamen Kpnzern mit einem Chef, der wiederum seine Affinität zum neugeborenen Arbeiterführer entdeckt hatte.
Und da keimte dann doch der Verdacht auf: Kö n nten b eide vielleicht entsendet worden sein ? Zu vernichten, was noch Konkurrenz macht der Post im Rheinland ?
Sollte es sich also um eine konzertierte Aktion einer dritten Macht handeln ? Schlie0ßlich wurde nichts ausgelassen, damit die Auflage sinkt, die Leser nicht mehr ernst genommen werden und Redakteure keine Motivation mehr erfahren.
Und wenn diese handelnden Personen ihr zerstörerisches Werk noch nic ht beendet haben, dann zerstören sie noch heute….
Als Herr Nienhaus von der Blöd-Zeitung zur WAZ-Gruppe wechselte, gab er in diversen Interviews zu verstehen, dass er sich durchaus vorstellen könne, auch mit Nebenprodukten wie Dessous Geld zu verdienen.
Wie wärs also mit Reitz-Wäsche?
@Besorgter Mitarbeiter
Mir tut das sehr leid, was bei euch jetzt passiert.
Aber auf die Betriebsräte braucht ihr gar nicht zu bauen, das war bei uns so und das ist jetzt bei euch so. Sieht man ja an dem Schreiben. Und es ist übrigens auch bei den Leserläden so.
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2010 sind Betriebsratswahlen. Da wollen wir doch mal ein paar Schäfchen vom Trockenen ins Nasse scheuchen, gell?
@träumweiter
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Es gibt sicher hinreichend Gründe, sich über einzelne Betriebsräte zu ärgern, über Verschwiegenheitsgelübde, über Hinhalte- und Beschwichtigungstaktiken, ja sogar über plötzliche Wechsel vom Stuhl des Verhandlungsführers der Beschäftigten auf einen Chefsessel. All’ das ist schlimm, sicherlich.
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Aber: Auch die Beschäftigten waren und sind viel zu träge. Viel zu viele duckten und ducken sich ängstlich weg. Wie das Kaninchen auf die Schlange starrend hoffen sie, dass es sie schon nicht erwischen wird. Das macht sie angreifbar. Vor knapp einem Jahr kündigte sich der massive Abbau in der Gruppe an. Wo war der massive Widerstand der Belegschaft? Wann gab es die machtvollen Demonstrationen, die sich viele erhofften? Wo war die Solidarität? Bei den öffentlichen Veranstaltungen, die ich miterlebt habe, machten sich ausgerechnet die Betroffenen, in diesem Fall Redakteure, ausgesprochen rar. Da kann man natürlich keie Solidarität von Lesern oder Kolleginnen und Kollegen aus anderen Teilen der WAZ-Gruppe erwarten. Selbst bei den wenigen Betriebsversammlungen fehlten Kollegen. Motto: Macht Ihr das mal und berichtet uns, wir machen in der Zeit Produktion.
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Fazit: Die Betriebsräte und Gewerkschaften haben sich bei der ganzen Geschichte wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Die Beschäftigten aber auch nicht. Die weitaus meisten haben sich bei uns in einer Weise über den Tisch ziehen lassen, die dem Berufsstand “Journalist” völlig unangemessen ist. Hätte sich früh oder überhaupt irgenwann ein nennenswerter Widerstand geregt, so hätten die Drei nicht derart schalten und walten können. Das sollten alle bedenken, die jetzt in das große Jammerkonzert einstimmen. Oder sich auf die Betriebsratswahlen freuen: Ob und wen ihr da ins Nasse scheucht, das ist den höheren Herrschaften piepegal. Die denken schon viel weiter – wahrscheinlich an eine Ära ganz ohne Betriebsräte.
Die Kunst der Personalführung besteht ja angeblich darin, das Gegenüber so schnell über den Tisch zu ziehen, dass die entstehende Reibungshitze als Nestwärme empfunden wird; überaus hilfreich ist hier sicher die immer mal wieder Aufsplitterung und Neustrukturierung der Betriebszugehörigkeiten.
Ich bin recht sicher, dass bei nur einer einheitlichen Gruppierung von Beschäftigten weder so schwache BR noch ein solches partielles Desinteresse am jeweils gerade in Abwicklung befindlichen Kollegen hätten entstehen können.
@socursu “dass bei nur einer einheitlichen Gruppierung von Beschäftigten weder so schwache BR noch ein solches partielles Desinteresse am jeweils gerade in Abwicklung befindlichen Kollegen hätten entstehen können.”
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Ich erinnere mich allerdings an Zeiten, in denen es allein wegen Verhandlungen um Tarifverträge gelang, praktisch alle Kolleginnen und Kollegen auf die Straße zu bringen und den gesamten Betrieb nahezu stillzulegen. Damals standen Chefredakteure in der Mettage und klebten mit Schweißtropfen auf der Stirn Notausgaben zusammen, übrigens mit recht drolligen Ergebnissen. Redakteure erklärten sich mit Druckern solidarisch, et vice versa. Und damals gab es keine E-Mail, keine SMS, keine Handys, um die Belegschaft zu mobilisieren. Aber es ging, sehr gut sogar.
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Ausgerechnet heute, wo es doch alle diese schönen neuen Kommunikationsmöglichkeiten gibt, in einer Zeit, in der immerhin ein einzelner Azubi einem Mänätscher vor der gesamten Belegschaft der Mediengruppe abteilungsübergreifend und binnen Sekunden via Mail die Hose herunter ziehen konnte (noch einmal vielen Dank dafür!), heute, da es um nichts weniger geht als um die berufliche Existenz mindestens der Hälfte der Belegschaft, heute passiert so gut wie nichts mehr. Woran liegt das? Ich weiß es nicht.
Bezeichnender für unsere modern times wohl eher, dass es des geballten Einsatzes der PA bedurfte, den Hosenrunterzieher vor sofortiger Vierteilung durch Z resp. Entlassung zu schützen.
(btw ist das natürlich eine der wenigen dauerhaft in meinem lotus gespeicherten mails)
Klar stimmt Ihre Reminiszenz an damals, aber ist eben damals … ich sehe das als schleichenden Prozess seit max. Mitte der 90er- das ist ja nicht nur WAZ- Gebräu, aber spätestens als der DAX auf die Titelseite rutschte hat “man” sich vom Zeitgeist auflutschen lassen.
Wir – auch wir – haben gut zwei Jahrzehnte permanenter Indoktrination mit der absolut, stets, immer und überall primären Wichtigkeit von “Wettbewerbsfähigkeit”, “Zwängen der Globalisierung”, “Wachstum, Wachstum, Wastun” nicht einfach in den Kleidern hängen gelassen.
Geht es nur um die berufliche Existenz? Zwar kann ich selbst mich angesichts vorhandener ( meist bezahlter) Immobilien und evtl möglicher “Hau-ab-Vergütung” noch relativ versorgt fühlen, aber der Altersschnitt der betroffenen Bereiche ist verdammt hoch- ich selbst (mit 50) und die Mehrzahl der KollegInnen kann den Gedanken an weitere sinnstiftende Arbeit sicherlich ad acta legen.
Eigentlich müsste man ja noch dankbar sein – anderes als der mutige Schritt in die Selbständigkeit bleibt ja nicht, und so eröffnet der sicher nötige Schritt der BWL- gesteuerten mir noch einmal völlig neue Horizonte.
@socursu “eröffnet noch einmal völlig neue Horizonte”
Done! Und siehe da: Es gibt ein Leben nach der WAZ! (Und sogar, fast ist es mir noch etwas peinlich – aber bestimmt nicht mehr lange – ohne WAZ.)
Die Webseite des stärksten Anzeigenblattes in Südwestfalen, des Siegerlandkuriers, am Wahlabend: Kontinuierliche, im Zehn-Minutentakt aktualisierte Berichterstattung aus allen Siegerländer Kommunen.
Die WR Siegen auf DerWesten dagegen bringt zur selben Zeit aus der Kreisstadt Siegen noch immer die Spitzenmeldung vom Samstag: “Zauberhaftes Kindertheater mit der “kleinen Hexe”.
Noch Fragen?
Siegerlandkurier: “20.25 Uhr: Falk Heinrichs (SPD) und Michael Groß (Grüne) haben gerade eben Paul Breuer (CDU) zur Wiederwahl als Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein gratuliert.”
WR Siegen auf DerWesten um 20.25 Uhr? “Zauberhaftes Kindertheater mit der “kleinen Hexe”.
@anzeigenblatt am Wahlabend aktueller als der Westen: das ist, wenn man 300 Redakteure einspart, Siegen massiv bewusst schwächt und das Konzept nicht stimmt. Auf der Westen wird erst dann etwas aus Siegen aktualisiert, wenn die Redaktion die Seiten für die Printausgabe fertiggestellt und der Technik übermittelt hat. Erst dann ist es möglich die Inhalte auch online zu generieren. Für nebenbei hyperaktuelle Online-Berichterstattung sind vor ort zuwenige Mitarbeiter und bei der Westen wird gewartet, was so kommt. Noch Fragen?
Gerade ist bekannt geworden, dass Z. in Mülheim voll verrissen hat. War ja nicht anders zu erwarten. Für die MuK-Leute kann man daher nur Mitgefühl haben, was dann da bald wieder abgeht, gerade wo der Lebenstraum nun geplatzt ist wie eine Seifenblase.
Mülheim: Dagmar Mühlenfeld ist die klare Gewinnerin, Startseite derWesten, der Link führt nach Essen, das ist Qualitätsjournalismus! Kommentare werden gar nicht angezeigt?!
Nicht nur Siegener blieben beim Klick auf Den Westen uniformiert. Auch andere Regionen glänzten mit Null-Informationen. So erfuhr man vielerorts erst sehr, sehr spät die Ergebnisse.
Wer aus Witten den Weste n anklickte, erfu8hr, dass ein Tischgrill eine Abzugshaube entzündete oder konnte etwas über das “Comeback der Krauttrockner” lesen.
Von Wahlergebnissen koi Spur – bis heut e nicht.
Dafür bat denn ein Leser auf der Seiote gevelsberg im Westen die Administratoren um Löschung eines Beitrages wegen Beleidigung.
Peinlich. Deuts ch land grlößte Regionalzeitungskonzern kriegt Wahlergebnisse nicht hin und löscht Beleidigungen erst, wenn Leser den Admin darum bitten.
Das alles ist nur peinlich. Man möchte sich schon fast fremd schämen.
Wer sich am Wahlabend auf DerWesten informieren wollte, sah auf der Wahlkarte meistens nur die Meldung “lädt Daten”. Bei mir war das jedenfalls so. Und dann hängte sich das Script meistens auf. Lokale Meldungen aus den Städten? Für meinen Bereich völlige Fehlanzeige – obwohl es ja (im Gegensatz zur oben vertretenen Ansicht) sehr leicht möglich und auch gefordert ist, per WestEd Texte noch vor dem Senden der Printseiten online zu stellen. Wer Infos wollte, wechselte auf eine der vielgeschmähten lokalen Webseiten kleinerer Betreiber; die waren teilweise hochaktuell.
Vielleicht könnte uns ja unsere Spitzenbloggerin Lyssa ‘mal vertwittern, warum ihr prächtiges Superportal ausgerechnet bei solchen Ereignissen so kläglich hinterhinkt?
Welch ein Eigentor:
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Die CDU im Revier – zu weit weg vom Wähler
Nachrichten, 31.08.2009, Ulrich Reitz
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Genauso wie der Chefredakteur von seinen Lesern im Revier!
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Mahlzeit!
Die KDVZ hatte bis Mitternacht massive Probleme. Viele Portale die da dran hingen, waren nicht in der Lage die Informationen zu bringen. Ich weiß nicht, ob DerWesten von der KDVZ beliefert wurde. Auch einige Stadtportale waren deswegen(KDVZ) nicht in der Lage die lokalen Ergebnisse zu präsentieren.
Beim WDR gab es allerdings zeitnahe Informationen und Schaubilder.
Ich hatte mich auch schon den ganzen Tag auf die KDVZ-Ergebnisse gefreut. Hat mich dann 5 Minuten unter Adrenalin gekostet, um an andere Info-Quellen zu kommen.
Weiß auch nicht, aus welchem Grund DerWesten das nicht gebracht hat. Solch ein Wahlabend muss absoluter Ausnahmezustand sein, und ein technischer Plan B sollte existieren.
Technische Probleme und Plan B: Da stießen die Blogger und technikverliebten Web-2.0-Kids unter unseren Onlinern offensichtlich an ihre Grenzen. In einem solchen Fall wären vielleicht einige richtige Journalisten, geübt im Umgang mit Telefonen, ganz gut gewesen. Naja – andere machten ‘mal wieder vor, wie es geht. Woher die wohl die Ergebnisse hatten?
Das nicht aktuelle mag auch daran liegen das man Flash statt Ajax einsetzt, und sich im Vorfeld nicht um die Datenmasken gekümmert hat.
Wenn dann die Lokalredaktion damit beschäftigt ist unattraktive Textwüsten mit Zahlen zu versehen, statt Diagramme sprechen zu lassen, dann ist man auf dem Niveau der Schreibmaschine angekommen.
Der Technische Umweg erst HUGO Import, dann von dort aus in den Onlineartikel exportieren und anschließend uploaden, ist außerdem zu unbequem und langwierig. Selbst einfache CMS-Systeme lassen den direkten Bildupload zu.
Wer allerdings aktuelle Wahlergebnisse haben wollte, der war besser auf den Seiten der Städte und Gemeinden aufgehoben – topaktuell und vor allem Werbefrei!
@Fotolieferant:
Der Express-Flash von DerWesten funktioniert im Übrigen bei mir nicht. Aber das ist nicht mein Problem
@Alter Kollege:
Ich wollte eigentlich ausdrücken, dass es auch “Web2.0″-mäßig funktioniert hätte, wenn sich denn jemand auf alternative Routen begeben hätte.
Telefon ist natürlich auch noch eine gute Idee, um “persönlichere” Informationen zu beschaffen.
Hi Leute,
sind ja (leider) schon viele Leute gegangen (worden) oder auch in Regionen versetzt, die vermuten lassen, daß die Verlagsleitung auf eine freiwillige Kündigung hofft.
Ist es denn wahr, daß der Leserladen in Warstein Ende Oktober geschlossen wird? Okay, sind “nur” 2 Mitarbeiterinnen, aber die kämen dann auch noch auf den großen Haufen der Ehemaligen …
Naja, dann würde es auch nicht lange dauern, bis der Rest der Warsteiner auch von der Karte gestrichen wird.
Okay, wer den Vergleich mit dem Konkurrenten nicht scheut, muß sagen: Die sind aktueller, phantasievoller (Bürgermeister-Bastelbogen), attraktivere Sonderveröffentlichungen – nicht immer nach Schema 08/15 (siehe den ganzen Schützenfest-Einheitsbrei, freundliche Damen am Schalter …
da stimmt eigentlich alles. Da kann kein Content-Desk, WAZ-Eínheitsbrei, Anzeigenberater aus völlig anderen Regionen,
mithalten. So geht das – warum nicht bei uns ???
Wer bei der WAZ anruft, kriegt vom Band unter anderem eine idiotische Ansage über die wunderbaren Leserläden/Geschäftsstellen zu hören. Das ist nur noch dummdreist. Übrigens: Hat jemand schon einmal eine richtige Exklusivgeschichte aus der investigativen Abteilung gelesen? Nein? Eben.
Nun war es doch am Wahlabend für jederman ersichtlich: DerWesten kann es einfach nicht! Kluge technische Ratschläge helfen nicht, eine in jeder Hinsicht clevere Vorbereitung auf das Wahlgroßereignis gab es nicht, nichts klappte wirklich. Ein Desater. Wer die vielen Luftblasen in diesem Laden kennt, wußte: Es konnte nicht funktionieren. Wer hier noch etwas schönredet, ist schlichtweg ein Versager. Hieran erkennt man, dass Hombach, Reitz und Co keine Qualifikation besitzen, um einen Zeitungsladen mit Onlineanhänger zu steuern.
Sollten Angela Gareis und Norbert Robers die Nase vom WAZ-Einheitsbrei voll gehabt haben? Die Leiterin der Berliner WAZ-Redaktion und frühere Chefin des WAZ-Büros Brüssel ist nicht nur eine hervorragende Journalistin, aber auch eine Streiterin für guten Journalismus in jeder Hinsicht. Wenn sie die Brocken bei WAZens hingeschmissen hat, ist das eine Bankrotterklärung der Geschäftsleitung und der Chefredaktion. Dass nun auch Norbert Robers geht, den Reitz aus Oldenburg holte, damit er für ihn in der Zentralredaktion die “Drecksarbeit” machte und als Claqueur diente ( Journalistentag in Bochum ), macht nach dem freiwilligen Weggang mehrere hervorragender Redakteure deutlich, dass die Personalpolitik der WAZ-Chefredaktion nichts mehr mit dem zu tun hat, was sie einmal groß gemacht hat.
@Die Axt neue Runde
Am Ende soll keine Geschäftsstelle mehr übrig bleiben. Den Rest-Service übernehmen entweder WVW oder Post-Service-Agenturen, Imbiss-Buden, Bäckereien, Telefonier-Läden, Ein-Euro-Shops, Reinigungen, Tankstellen.
Anzeigen sollen die Leute per Internet selber eingeben.
Ich bin schon mal gespannt auf die selbstgebastelten Familienanzeigen (auch die schwarzen)!
Das Chaos im Online-Bereich wird nach der Struktur-Reform von Reitz und Borchert doch noch deutlicher: Von wegen Online wird besser.
Von wegen Lokal wird gehaltvoller.
Wie denn? 33 Prozent weniger Manpower im Lokalen, das Gros davon fehlt bei der WAZ (Danke, liebe Betriebsräte, dass ihr so brav stillgehalten und Aufbegehrende auf Linie gebracht habt!!).
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Wie denn? Die Online-Koordinatoren und auch der CvD “-matz” sind weg, die Arbeit macht keiner mit.
Stattdessen zwei Onliner pro Regio-Desk, zuständig für alle Städte und noch das Video-Euipment im Gepäck. Vorschau auf Regio-TV, Herr Oppers?
Wie denn? Abbau und Schließung von Leser-Läden!
Was glauben Sie Hombach eigentlich, der Sie als Mercedes-Chauffeur-Gefahrener immer gerne Opel bemühen, was passieren würde, wenn die Opel Werkstätten dicht machen würden? Klar, die Opel-Fahrer sind ja so überzeugt, dass sie online und per DHL-Versand ihren Wagen reparieren lassen würden.
“Feste Jungs, macht nur weiter so – ihr bekommt noch alles kaputt” (Robert Long).
Aber immerhin haben wir jetzt eines: Gewisheit, dass Herr Sowieso wiederkommt, nachdem er auch in Mülheim gescheitert ist. Wo darf der künftig Geld verbrennen? Österreich, Balkan, Braunschweig?
Oder geht der zusammen mit Reitz und Klümper nach der Bundestagswahl nach Berlin (Regierungsbrecher, Bundespräseramt – das wären echte Alternativen…. vielleicht ist dann in 25 Tagen ja wieder Hoffnung für die WAZ.
Lasst uns doch bitte mal bei den Fakten bleiben: Ich habe mir eben mal die offiziellen, an die IVW gemeldeten Auflagen der WAZ angeschaut. Da haben die WAZ-Zeitungen in NRW in Q2-2009 im Vergleich zum Vorjahresquartal tatsächlich 26.000 Abos verloren.
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Aber wenn man die selbe Übung für die Quartale der letzten sagen wir 3 Jahre macht, stellt man schnell fest, dass der Verlust in fast jedem Quartal sogar bei deutlich über 30.000 Abos lag!
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Mein Fazit:
1) Die WAZ verliert nicht erst in den letzten Monaten, sondern bereits seit Jahren massiv Abonnenten.
2) Der Verlust war im Schnitt fast doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt (in dem ja auch die strukturschwachen östlichen BL enthalten sind!).
3) Die Argumentation, dass der Content Desk dafür verantwortlich sein soll ist zumindest mit den derzeit verfügbaren Zahlen VÖLLIGER QUATSCH.
@Zahlendreher
Mal angenommen, deine Argumentation stimmt. Dann kann man aber auch festhalten, der Content Desk macht NICHTS BESSER. Und ist somit auch keine Lösung. Oder wo sind die Hammer-Exlusivgeschichten?
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Davon abgesehen haben die Probleme mit den Regio-Desks im Lokalen ja erst angefangen. Zettelwirtschaft ohne Ende, umständliche Layout-Absprachen, künstlich verlängerte Arbeitszeiten bis in die Nacht. Wo ist da eigentlich der Sinn und die Entlastung? Im Moment geht im Lokalen gar nichts mehr, weil man sich nur noch abstimmen, abstimmen, abstimmen muss. Totaler Quatsch, was da läuft. Das wird sich ganz sicher mittelfristig auf die Abozahlen niederschlagen!
Und still und leise relaunchen sich die WVW Anzeigenblätter und bieten alles, was der lokale Makt erwartet. Und WAZens kommt mit einer farblosen Flying Page zur Rettung Deutschlands.
korrektor:
Garantiert wird sich das auf Leserzahlen auswirken. Schon jetzt beklagen die Leser mangelnde Professionialität bei den täglichen Zeitungsausgaben.
@ Zahlendreher. Natürlich ist auch schon in den Vorjahren Auflage verloren gegangen. Aber durch die Änderungen im Vertrieb, beim Marketing und im redaktionellen Bereich sollte doch alles besser werden. Das einzige was dadurch gestiegen ist, sind die Kosten. Und die Mitarbeiter aller Abteilungen müssen dieses Fehlmanagement jetzt ausbaden.
@ Zahlendreher:
Hier mal bei ivw nach den Verlusten geschaut (immer die Februarzahlen genommen):
1998 – 1999: 11671
1999 – 2000: 9802
2000 – 2001: 11065
2001 – 2002: 15019
2002 – 2003: 28198
2003 – 2004: 26830
2004 – 2005: 23798
2005 – 2006: 37500
2006 – 2007: 34365
2007 – 2008: 27048
2008 – 2009: 25800
Es ist also richtig, dass auch in den Jahren zuvor die Abozahlen gesunken sind. Aber mal genauer hingeschaut: Seit 2002 haben sich die Zahlen richtig verschlechtert. Vorher waren es um die 10.000 weniger Abonenten pro Jahr (schlimm genug), von 2001 – 2002 waren es schon ein paar tausend mehr, nämlich ca. 15.000. Ab dann lagen die Zahlen IMMER WEIT über 20.000, teilweise sogar weit über 30.000.
Eine Zwischenfrage sei erlaubt: Wann hat Super-Bodo denn angefangen, bei der WAZ zu schaffen (jetzt musste ich selber grinsen
). Mh, war doch 2002, oder? DA HAT DER GUTE MANN JA VON ANFANG AN GAS GEGEBEN! Naja, wer kann, der kann. Er hat sich ja auch ein Haus gebaut.
So richtig schlecht waren die Zahlen dann von 2005 – 2007. Und viel besser sind sie bis heute nicht geworden. Wann hat der Super-Uli eigentlich bei der WAZ angefangen??
Wofür dieser aufgepopelte Contest-Desk verantwortlich sein mag oder nicht, weiß ich nicht. Ist mir mittlerweile auch deutlich egaler geworden. Auch leider!
Nein, nicht der ContentDesk macht die Zeitungen der WAZ-Gruppe schlechter.
Ein News- oder ContentDesk KANN zwar (muss aber nicht) die Arbeitsorganisation bei der Seitengestaltung verbessern, wenn man Zentralität (samt möglicher Personaleinsparung) automatisch als Verbesserung ansieht und Originalität als Anspruch aufgibt.
Ein NewsDesk führt in der Regel NICHT zu besseren Inhalten. Der Hauptgrund dafür ist, dass mindestens 60 bis 70 Prozent des gebündelten Sachverstands für eitle Selbstverwaltung, Absprachen, Anordnungen, technische Zwänge und Konferenzen draufgehen und verpuffen.
Der Plan, wenn der denn neben reiner Profitgier hinter der ganzen Aktion stand… der Plan, eine für ihren Mantel bundesweit beachtete Regionalzeitung zu machen, mit der die Chefs glänzen können, geht deshalb schief.
Der größte Fehler ist die Abkehr vom Anspruch, gute Lokalzeitungen zu machen.
Allen Sonntagsreden zum Trotz: Wer gute Lokalausgaben anbieten will, macht vor Ort keine solchen Streichorgien (erst recht desaströs wird’s, wenn die Altersteilzeiter wegfallen); auch nicht bei den Leserläden.
Lokales und direkte Leserbindung nur noch als ständig zurükgefahrenes Beiwerk, der Mantel als erhofftes Blendwerk, den aber keiner braucht … so wird Zukunft verspielt.
Guter Hinweis auf die Altersteilzeitler, die bald kontinuierlich das Haus verlassen werden. Motto: Das Schlimmste kommt erst noch. The worst is yet to come.
Hombach kam, als der Aboverlust von 15019 auf 28198 stieg. Aber um den Teil des Geschäftskümmerte er sich nicht. Ihm war es wichtiger in dier WAZ- Organisation umzurüsten, auf Niveau der Partei- und des Kanzleramt. Die Höhe der Tresen in den Geschäftsstellen war so ein Beispiel. Davon berichtete er stolz in der Redaktionsvollkonferenz an der er erstmals teilnahm. Oder wie er sich einen Fahrer für seinen Dienstwagen “besorgte” ohne eine neue Planstelle zu schaffen. Auflagenverluste?
Übrigens Herr Reitz fing 2004 an. Von da ab ging die Auflage richtig in den Keller. Seine großsprecherische Ankündigung den Abwärtstrend zu stoppen – uns den Journalismus zurückzugeben -war ja wohl ein Desaster. Die immer wieder vorgebrachte Forderung einmal zu überprüfen, ob wir die “richtige lesernahe Zeitung” machen, lehnte Reiz immer wieder ab. Er verließ sich lieber auf seine “Erfahrungen”. Übrigens die einmal im Jahr stattfindende Redaktionsvollkonferenz schaffte Reiz ab. Da hätten ja unangenehme Themen angeschnitten werden können.
Wenn man jetzt die unterschiedlichsten großen Reibungsverluste im Contentdesksystem anschaut, ist das eine katastrophale Vergeudung von “echter” Redakteursarbeitskraft. Die Regiodesk sind eine Redaktionsbremse. Aber das wird alles nicht zur Kenntnis genommen. Nur weiter so!
was ich langsam nicht mehr lesen kann, sind die Lobhuldigungen der beiden GGF’s auf den Lokaljournalismus und Lokalredakteure. Sie reden und schreiben nur darüber, aber im eigenen Haus handeln sie genau anders herum. Da wird an Lokaljournalisten und deren Redaktionen nur so herumgeschnitten und herumgespart, so daß vom qualitativen Lokaljournalismus nichts übrigbleibt. Sehr geehrte Herren, wenn man nur auf eine zweitklassige Unternehmensberatung blind hört und vertraut und alles nach BWL-Theorien ausrichtet und einem “Zeitungsvorstand” freie Hand gibt, der sich lieber selber darstellt anstatt sich Gedanken um hervorragenden Lokaljournalismus VOR ORT zu machen, dann wird das nichts mehr.
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Das Ansehen unserer Zeitungen ist leider so in den Keller gegangen, dass es einem in der Seele wehtut, doch leider haben lokale Leser und die dortigen Instutitionen aus Wirtschaft und Politik leider so recht, dass unsere (Tageszeitungs-)Produkte sie nicht mehr ansprechen.
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Und durch das von der GGF abgesegnete Relaunch der WVW-Anzeigenblätter wird das bestimmt nicht besser, die stoßen jetzt biestig in die gerissenen Wunden, die geschlossene Lokalredaktionen hinterlassen haben. Steckt dahinter vielleicht eine kühl kalkulierte Strategie? Es ist ja wohl auch kein Zufall, dass der WVW dort in die Bresche springt, wo Geschäftsstellen geschlossen werden. So wird das immer weiter verzahnt, wobei der Tageszeitungsbereich gegen die “Rendite-Rakete” und Lieblingskind von Herrn Nienhaus -WVW- wohl kurz über lang keine Schnitte mehr haben wird. Chapeau, geschickt eingefädelt!
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Letztendlich läuft doch alles auf eine einzige “Ruhri-FAZ” hinaus, daher ein Content-Desk mit 84 Leuten. Also tut endlich “Butter bei die Fische”.
Warum sagen die Betriebsräte eigentlich mal wieder nichts zu den Regio-Desks? Es ist so schon unerträglich, wie wir im Lokalen ausgehöhlt worden sind. Aber seit unsere Seiten zentral in Essen geplant werden, geht gaaaaaaaaaar nichts mehr. So ein blanker, bodenloser Unsinn.
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Man stelle sich das bitte einmal vor: Erwachsene Redakteure sichten Material, LISTEN ES AUF EINEM ZETTEL AUF (!!!), schicken den ans Regio-Desk, dort wird umständlich und nicht den Wunschen entsprechend ein Layout zusammengezimmert. Synergie: N-u-l-l. Weil in der Zeit, in der wir die Listen machen, haben wir früher das Layout gebaut. Dann kommt der ganze Mist zurück, passt nicht, es wird telefoniert. Wie im Kindergarten.
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Mit normalem Menschenverstand hätte man ahnen können, dass das nicht klappen kann. Also was soll der Quatsch? Hallo, wir wollen eine gute WAZ-Lokalzeitung machen, aber man lässt uns nicht mehr!
Es ist ja schon weiter oben durch#Exodus angeklungen und es ist bezeichenend, dass im Hause WAZ einiges im Argen liegt und die Stimmung alles andere als berauschend ist.
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Auffällig viele (auch langjährige) Mitarbeiter verlassen den Konzern und das kann keiner mehr als normale Fluktuation abtun.
Ich glaube, dass es keinen Sinn hat, hier noch nach Betriebsräten zu rufen. Viele sehr gute Kolleginnen und Kollegen sind bereits gegangen, das Personal insgesamt drastisch reduziert, die Umfänge ebenso, Qualitätsansprüche können nicht mehr erfüllt werden – alles sehenden Auges und ohne nennenswerten Widerstand.
Wenn sich jetzt herausstellt, dass die Regiodesks und andere zentrale Elemente des Kürzungs- und Synergieabenteuers nicht die erhofften Effekte bringen, sondern sogar schädlich wirken, so wird wohl dennoch jegliche Kritik, und sei sie noch so sinnvoll und konstruktiv, ignoriert werden. Denn der gesamte Prozess ist längst viel zu weit fortgeschritten und kaum noch umkehrbar. Allein der gewollte Weggang zahlreicher fähiger und renommierter Mitarbeiter ist ein Aderlass, der sich fatal in der Produktqualität niederschlägt und den kein vernünftiger Medienmanager jemals hätte dulden, geschweige denn befördern dürfen.
@eskotztmichan
Das mag ja bei Euch so sein – bei uns klappt das mit dem Regiodesk einigermaßen und zwingt uns im Lokalen dazu, besser als bisher (für den Leser) Geschichten und Ausgaben zu planen, ist halt ‘ne Frage, wer das wie souverän plant und wer wie professionell am Regiodesk ausführt. Wie immer ist’s ‘ne Sache von Menschen.
Was mir richtig stinkt, ist das Durchsacken der Qualität im Mantel wie im Lokalen. Da liest man in der WAZ was von Bundesfinanzminister zu Guttenberg!
Online steht was von Franz-Walter Steinmeier!
Da sind im Leitartikel des Politikchefs ganz blöde Rechtschreib- oder Kürzungsfehler, findet man Meldungen, die plötzlich abgeschnitten sind.
Warum? Kollegen bedienen im Lokalen wie im Content die Copy/Paste-Tasten, lassen mit Blick auf die Arbeitzeit und den personellen Aderlass fehlerhafte Texte von Pressestellen, Vereinen und freien Autoren ungefiltert einlaufen und redigieren lieblos. Qualität sieht anders aus!
Reitz hat den Laden inhaltlich und offenbar auch orthografisch nicht unter Kontrolle – und sein Chef vom Dienst leider auch nicht. Bodo Zapp – früher WAZ-CvD – hat jede Seite ausgedruckt und gelesen – deshalb war der auch oft bis Nachts vor Ort, so, wie es sich für einen CvD gehört. Und er hat nicht Verantwortung auf Nachhausegeher und Anzugträger delegiert, denen das Herzblut für ihre Zeitung fehlt.
Herr Reitz, ich würde an Ihrer Stelle erst mal die Ausgabe abends selbst Korrektur lesen, meine Leute motivieren und qualifizieren, bevor ich in NRW-TV oder sonstwo große Reden schwinge und den Lesern eine Zeitung zum Abgewöhnen präsentiere.
Mit ‘nem Kicker im Großraumbüro allein geht das nicht: Zeitung soll zwar allen auch Spaß machen, ist aber keine Dauer-Spaßveranstaltung.
Ein weiteres Ärgernis: Die Leser, die sich beschweren, kommen ja gar nicht mehr zu Reitz durch: Negative Leserbriefe blockt der ab, nimmt sie nicht zur Kenntnis.
Kein Wunder, dass es auch deshalb Abbestellungen hagelte. Der frühere WR-Chefredakteur Frank Bünte rief Leser, die abbestellt hatten, noch selbst an und versuchte so, die Abos zu retten.
Wen rettet Reitz?
Unselige Wut im Hause WAZ. Aber liebe Redakteure, die Zeitungen bestehen eben nicht nur aus Euren Artikeln. Es geht in allen Abteilungen “drunter und drüber” nicht zuletzt auch in der Werbeabteilung und den sogenannten Leserläden. So wie uns Leser in Scharen davonlaufen, laufen auch die Werbekunden davon. Nicht die Redaktion, sondern das ganze Haus steht am Abgrund. Wir alle , die Mitarbeiter, die einst hinter dem Unternehmen standen wie ein Mann, sind die Verlierer von Selbstdarstellern und falschen Kandidaten, die getrieben von Geltungs- und Machtsucht wider besseren Wissens der Basis, Entscheidungen treffen, die den Karren immer tiefer in den Dreck ziehen. Eine Umkehr scheint fast unmöglich. Im Gegenteil täglich erhöt sich die Geschwindigkeit mit der der Kahn gegen den Eisberg getrieben wird. Da hilft auch nicht das man ihn längst sieht. Feiert, feiert, die Kapelle spielt ja noch!
Deutschland schafft es, hieß eine Werbebotschaft am Mittwoch, teuer aber fast werbefrei. Exemplarisch für die unerwünschten, aber durchgedrückten Maßnahmen in der Abteilung. Kümmert es noch jemanden, was der Markt will? Oder diktiert die WAZ Gruppe was der Markt machen darf? In den Leserläden (die paar, die ez zurzeit noch gibt) hagelt Abbestellungen, weil plötzlich (Und wie auch bei Preiserhöhungen üblich) ohne Mitteilung die ersten Tage von Aussetzern nicht mehr erstattet werden, weil plötzlich Leser vor verschlossenen Türen stehen und dies mit Serviceverbesserung benannt wird. Will sagen: Ja liebe Redakteure ihr macht Zeitung, aber beben nicht allein. Die Abbestellungen gehen auf Fehler im ganzen Haus zurück. WIR SIND EIN HAUS! Und so hat jeder seinen Reitz, heißt er nun Zurwislo, Nothelfer oder sonstwie. Und während wirklich immer mehr Ratten das sinkende Schiff verlassen, bleibt zu hoffen dass diese Herren auch mit dem Kahn untergehen, wie es sich für gute Käpten nunmal gehört. Aber dies bleibt sicherlich ein frommer Wunsch. Am Ende bleiben dort die letzten Millionen.
Q WirSindDieWAZ : 100% Zustimmung !!!
@WirSindDieWaz “Am Ende bleiben dort die letzten Millionen.”
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Aber vorher werden noch einmal kräftig alle Günstlinge versorgt, wie Freund Z. nach verlorener Wahl oder das Töchterchen von Jagdfreund B. nach ihrem gescheiterten Jurastudium.
Neue Qualitätsoffensive: WR greift zuverlässig Themen der überregionalen Blätter auf – natürlich notdürftig regionalisiert. Schon 1-2 Tage später erfährt man also, was in der Süddeutschen Zeitung einmal wichtig war. Zwei neue Beispiele von vielen: Trend zu 60-Minuten-Stunden in der Schule oder die Frage, ob Sitzenbleiben noch zeitgemäß ist.
Für den, der es sonst nicht glauben kann: Den “Bundesfinanzminister zu Guttenberg” servierte die Essener Großküche des Qualitätsjournalismus am Montag, 3. August in der WAZ-Ausgabe NR.178 auf Seite Meinung und Tagesthema. Übrigens gleich in einer Überschrift und in der prominenten Nachbarschaft eines Reitz-Kommentars. Wahrscheinlich, damit die besondere Qualität jedem Leser sofort ins Auge fällt.
@ WirSindDieWAZ:
Deine Wut auf die eitlen Selbstdarsteller “da oben” in allen Ehren, doch wollen (und können) die meisten kleinen Arbeiter und Angestellten das sinkende Schiff nicht einfach sehenden Auges verlassen. Wie auch, sind doch die wenigen Beiboote allein für die Führungsebene reserviert. Auf alle anderen wartet der sichere Tod durch Ertrinken (= Arbeitslosigkeit und Hartz 4).
Was muss noch alles passieren, damit die WAZ-Gesellschafter endlich realisieren, dass der einst als träge verspottete WAZ-Dampfer von eitlen Selbstdarstellern wie Hombach, Nienhaus, Reitz & Co. mit Volldampf im Ozean versenkt wird…?! Noch sind die Geldströme (Renditen) nicht versiegt, doch fließen sie allein, weil an allen Ecken und Enden gespart und das Tafelsilber verscherbelt wird. Doch irgendwann hat auch dieses Treiben ein Ende. Was dann?
Und die Betriebsräte? Sind wie Herr Lucht und Frau Schmidt von der Geschäftsführung geschmiert, getreu dem Motto: “Was schert uns die Belegschaft? Hauptsache, unser Einkommen und unsere Zukunft sind gesichert!” Leider sind die nächsten Betriebsratswahlen erst 2010. Bis dahin wird von der guten, alten WAZ nicht mehr allzuviel übrig sein, leider!
153.854 Duisburger haben von 1995 bis 2006 die Stadt verlassen (Fortgezogene). Am Ende des Zeitraums waren es etwa 32.000 Zugezogene weniger, so die Originaldaten des Migrationssaldos. Etwa 12.000 Duisburger bestellen jedes Jahr einen Umzugs-LKW, um Duisburg zu verlassen. Und würden endlich die Daten über die Entwicklung des Pro-Kopf-Einkommens über das IFG NRW von der Stadt Duisburg herausgerückt, ließe sich die Abo-Entwicklung noch besser deuten.
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Im Gegensatz zu sprunghaften Veränderungen beim WAZ-Auflagenverlust war die eMigration über den Zeitraum eher linear. Die Verluste der Zeitungsauflage sind demnach sowohl revier- als auch hausgemacht.
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Politik und Presse konnten diesen üblen Trend bisher nicht wenden. Insgesamt besteht der dringliche Wunsch an die Presse, deutlich näher an die Wirklichkeit heranzurücken – unter Anwendung fundamentaler Grunderkenntnisse der morgen- und abendländischen Kulturen, dann wird die WAZ „wieder lesbar“, so Leser(innen)stimmen aus meinem Umfeld. Der verbreitete Reviergeist ist ein Vergrämungsmittel für Abonnenten und Revierbürger.
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Nur handfeste Innovation – so echt wirklich – kann diesen Trend wenden, alles andere ist fortgesetzte Segregation. Da wo die WAZ-Axt zuerst einschlug, lodert die Demographie in NRW lichterloh. In Der Westen Duisburg wurde Innovation dargelegt. Ich will Hoffnung, sonst überwältigt mich mein Mandelkern: MEIDEN = Abo-Verweigerung oder Abo-Scheu (shunning) und nicht Abo-Verdrossenheit.
Lieber Hohenberg,
nicht nur Frank Bünte rief die Leser an. Auch Günter Hammer sorgte sich bei Abbestellungen.
Und Kritik nahm das alte Chefredakteursgespann der NRZ von Lesern ernst.
Das ist leider nun bei WAZens anders! Da wird entschieden: Mit dem Beschwerdeführer wird nicht mehr gesprochen! Was interessiert uns die kritik. Das nervt doch nur.
Wie schon geschrieben: Ich kann mich noch daran erinnern, dass es bei der NRZ sogar mal regelmäßige Lesertreffen gab. Und ein Chefredakteur Feddersen (mag er auch am Ende seltsam gewesen sein) hörte sich die Kritik an geduldig an unmd suchte tatsächlich den Dialog mit den Lesern.
Und wer sich bei der Chefredaktion (auch bei Maruhn etc) beklagte als Leser, erhielt eine Antwort.
Reitz, H ombach und Co haben das leider nicht mehr nötig.
@WirSindDieWAZ: Ein toller Beitrag, genauso ist es! Dieser Eintrag ist beinahe gleichzusetzen mit der viel gepriesenen E-Mail des WAZ-Azubis, der verständlicherweise noch heute dafür von der gesamten WAZ-Mitarbeiter-Schar geliebt wird. Dieser gesamte Q7-, A6-Avant und S-Klasse geschwängerte Haufen guckt nur auf die eigenen Privilegien. Das Schlimme ist, dass manchem dabei noch nicht einmal die eigens angeschaffte S-Klasse reicht, sondern plötzlich ein Porsche Panamera in den Blickpunkt gerät.
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Das hat dann auch nichts mit Neid zu tun, so ein Auto passt nur nicht, wenn man von sich gibt, dass 30 Millionen gespart werden müssen und 300 Redakteursstellen weggefallen sind und es jetzt munter bei Medienberatern, Damen der Geschäftsstellen und bei mindestens 30% der WAZ-KG-Beschäftigten weitergeht. Hierbei wäre es in der Tat wünschenswert, wenn sich gerade dieser Betriebsrat, der die schlechten Beispiele von Redaktions- und MSG-Betriebsräten vor Augen hatte, diesmal nicht nicht die Schmeichel-Taktik der Personalleitung und GGF mitmacht und offensiver an das bevorstehende Dilemma herangeht.
Wo 30% Personal eingespart wurden, können anschließend 30% in der Personalabteilung eingespart werden. Logisch?
@wir sind die WAZ – du sprichst mir aus der Seele…
Porsche Panorama? Hab ich was verpasst? wer fährt denn das Ding …lach mich kaputt…
@kopfschüttler
Dazu hätte Reitz auch gar keine Zeit: Der Beschwerden und Abbestellungen sind zu viele. Und er zu oft “außer Haus” – Sitzungen (mit wem auch immer), Fernsehen (was kaum einer sieht), Termine (gerne in Berlin), Tennisplatz (immer dann, wenn am Desk noch gearbeitet wird) bzw. im pünktlichen Feierabend.
Da nützt dann auch kein handverlesener Leserbeirat, der den Lesern draußen eine Mitmach-Zeitung vorgaukeln soll, und erst recht keine Ombudsfrau, bei der offenbar nur die harmlosen Fälle anlanden.
Die Multiplikatoren draußen, die Vereinsvorsitzenden, die Lehrer, die Politiker – sie schütteln mittlerweile nicht nur die Köpfe, sie sind erschüttert, wie es vor lauter Fehlleistungen weiter bergab geht.
Eines von vielen Beispielen, an dem die verheerende Außenwirkung von Reitz zu studieren war: Bei der Diskussionsrunde am Montag, 11. Mai 2009, in der Dorfkirche Bochum-Stiepel, blamierte sich unser aller Content-Erfinder bei der Frage “Gibt es ethische Kriterien für einen verantwortungsvollen Zeitungsjournalismus?” bis aufs Mark. Anstatt in einen offenen Diskurs einzutreten, meierte Reitz Leser ab, indem er sie herblassend – eines WAZ-Chefredakteurs unwürdig – schurriegelte. Viele Gäste waren anschließend irritiert und dachten, sie wären auf der falschen Veranstaltung gewesen.
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WAZ 2.0 mit Reitz ist gescheitert. Vielleicht haben die Gesellschafter ja einen Plan für WAZ 3.0 in der Schublade. Falls nicht: Nehmen Sie bloß nicht wieder die Blaupause von Hombach, sondern setzen zur Abwechslung mal auf einen Blattmacher, der das Revier und seine Menschen kennt und dem das Lokale am Herzen liegt. Dazu noch einen fitten Marketing-Chef. Dann klappt’s auch wieder mit der Auflage.
Die WAZ ist und bleibt eine Regionalzeitung, die nur im Lokalen und im Ruhrgebiet eine solide finanzielle Grundlage hat. Alles andere ist ein schlechter Traum.
“2005 verkaufte die WAZ-Gruppe ihren 7,4-Prozent-Anteil am Fernsehkonzern RTL für geschätzte 520 Mio. Euro an die RTL-Mutter Bertelsmann. Rund 409 Mio. Euro aus dem Erlös teilten die Eignerfamilien unter sich auf.” (Zitat FTD *)
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BigBrother, wer sich als Eigentümer in einer Krise so verhält, während zugleich in seinen Unternehmen drastisch “gespart” werden muss, der dürfte für Deinen Appell unzugänglich sein.
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* http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:schlappe-fuer-grotkamp-gericht-billigt-ausschuettung-an-waz-eigner/549486.html
@# kurzvorladenschluss: Porsche Panamera: Es war ein Tag mitten in der Woche, als mehrere Zeugen durch Zufall den Fahrer des Mannes von Springer gesehen haben als dieser mit einem Porsche Panamera (E-BO)aus der Tiefgarage geflitzt ist. Angeblich soll es eine Vorführung gewesen sein. Aber was ist das denn für ien Fingerspitzengefühl? Kann man sich die Karre nicht am Wochenende vorführen lassen, wenn es keiner mitbekommt?
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Noch einmal: Bei einem Jahressalär von schätzungsweise 1,5 Millionen kann man sich die Kiste auch locker privat leisten und wer es braucht soll das auch tun, da ist keiner neidisch. Aber in einer Firmenflotte einer ach so kriselnden Mediengruppe hat dann so ein Auto nichts zu suchen.
Mit 400 PS durch die Innenstadt, von Essen nach Düsseldorf und zurück, einfach herrlich. Genau das Richtige bei defizitärem Selbstwertgefühl und zur kurzzeitigen Kompensation erektiler Impotenz.
@frenzy: Nee nee jetzt nichts alles verdrehen. Erst einmal war Uli R. nie bei Springer und um den geht’s gar nicht. Der “Neuere” von den Beiden ganz oben hat anscheinend jetzt den Porsche Panamera-Tick. Aber wie gesagt, privat kann der den Ofen ja gerne fahren, aber als WAZ-Mobil fände ich es einfach nur krass und geschmacklos.
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Die Dienstwagen-Flotte ist eh zu aufgeblasen, wer da jetzt alles ein Big-Vehikel für ein bisschen durch das Ruhrgebiet-Tingeln bekommt ist durch nichts zu rechtfertigen. Wofür überhaupt einen Q7? Es gab mal Zeiten beim WAZ-Mann, da wurden Saab, Rover und kleine Autos mit dem Stern zur Verfügung gestellt. Und jetzt? Immer größer und protziger und vor allem teurer. Sparsame VW, Opel und vor allem Hybrid-Autos wären ja wohl beispielhafter und mal als Vorbildfunktion einsetzbar. Herr Großmann von RWE hat die Dienstwagenflotte auch kräftig downsized, schon alleine um Kosten zu sparen.
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Aber es ist seit Jahren so, dass erhebliche Beträge in unsinnige Bereiche fließen, die woanders sinnvoller eingesetzt würden.
@ Fingerspitzengefühl. Wenn die Waz tief genug gesunken ist, bitte selbständig – so ganz ohne Auftrag und Vordenker – Schwimmbewegungen ausführen.
@Alter Kollege: “wer sich als Eigentümer in einer Krise so verhält, während zugleich in seinen Unternehmen drastisch “gespart” werden muss, der dürfte für Deinen Appell unzugänglich sein.”
Das ist lakonisch auf den Punkt getroffen. Deine nüchternen und ernüchternden Beiträge gefallen mir sehr gut.
@Fingerspitzengefühl: Danke für die Aufklärung. Und ja, mit einer Opel-Dienstwagenflotte hätte man mit Sicherheit mal wieder ein positives Signal gegeben
)) (dies natürlich vollkommen unvoreingenommen)
@Fingerspitzengefühl Er hat ja keinen Namen genannt. Es wissen wahrscheinlich eher nur Insider, wer gemeint sein könnte. Das mit der Kompensation mangelnden Selbstwertgefühles durch PS-Protzerei scheint aber nicht völlig falsch zu sein.
Jedenfalls passt es ins Gesamtbild. Frühere Geschäftsführer und Chefs überzeugten vor allem durch ihre eigenen Leistungen. Heutige setzen stattdessen, so scheint es, mehr auf die Leistung ihrer Autos.
Ich habe das Wochenende im Kreis Wesermarsch nahe Bremen verbracht und dort am Samstag die Nordwest-Zeitung lesen können. Kleinformatig zwar, dafür aber um einiges dicker und informativer als die Zeitungstitel der WAZ-Mediengruppe. Fast jeder Kreis hat seinen eigenen, mehrseitigen Lokalteil, und von einer Anzeigenkrise im gewerblichen wie privaten Bereich weit und breit keine Spur. Ganz im Gegenteil. Das, was sich bei uns “Fröhliche-Guten-Tag-Anzeigen” nennt und im tristen Schwarz-Weiss-Einheitslook daherkommt, ist in der Nordwest-Zeitung vielfach farbig und individuell gestaltet. Selbst zum Thema Ausbildung hat die Nordwest-Zeitung eine zwölfseitige Sonderbeilage mit zahlreichen lokalen und prominenten Inserenten auf die Reihe bekommen. Trotz Agenturmeldungen im überregionalen Teil, ist die Nordwest-Zeitung im lokalen Bereich leserverbunden und heimatnah. So, wie sich auch unsere Leser ihre Zeitung wünschen würden!
Heute morgen beim Öffnen des Briefkastens dann der Schock: Fast schon hatte ich vergessen, wie schlecht und käseblättrig unsere WAZ daherkommt. Wenn das Qualitätsjournalismus sein soll, dann möchte ich nicht wissen, wie das Gegenteil davon ausschaut.
Einer der heutigen PS-Protzer ging letztes Jahr in einer Redaktion der WAZ-Gruppe hausieren und erinnerte sich, wie er als Schüler für wenige Pfennige pro Zeile Lokalberichte in Hohenlimburg verfasst habe. Da kommen einem die Tränen; wie immer, wenn man an diesen Typen denkt.
Darüber lacht die Branche:
….über den 10 Mio € Deal, bei Umsatzverlust
……über eine Qualitätszeitung die immer mehr Lehrer aus dem Unterricht verbannen, weil sie vor Fehlangaben und Rechtschreibfehlern wimmelt
Darüber lacht die Welt:
………über ein Unternehmen, das so mit seinen Mitarbeitern umgeht und glaubt das diese immer noch loyal sind…….
Zu den überschätztesten Dingen unter der Sonne gehören zweifellos die aus anderen Titeln abgeschriebene Qualitatszeitung, die Schweinegrippe (steht 1 +2 vielleicht in einem Zusammenhang?) und Unternehmensberatungen a `la Schickler.
Auflage runter – Preis rauf – Mitarbeiter raus!
Nun soll also auch die Vermarktung (die Anzeigenabt.) schlanker werden. Auch hier schlägt Schickler zu und unsere tatenlosen Helden werden wieder kopflos folgen. Kritik an der Informationspolitik dürfte hier schon deshalb angebracht sein, da die einzige Information hierzu bisher aus dem Kontakter vom 31.09.2009 stammt: “Ein deutlicher Stellenabbau ist nicht ausgeschlossen” – heißt auf deutsch: Ist beschlossen!
FEIN! Irgendwoher müssen die Porsche dieser Welt ja auch bezahlt werden. Für das Tanken reicht ja vielleicht die Bezugspreiserhöhung für die Mitarbeiter, die dieses Qualtitätsprodukt des Reitzclans immer noch nach Hause geliefert bekommen und die Auflage stützen.
Ja, es ist schon eine seltsame Sache, das Verhältnis der WAZ und dem Geld. Da werden 10 Mio. € Deals ins Leben gerufen, die künstlich am Leben gehalten werden, indem man aus der TZ Umsatz abzieht, ihn mit viel TamTam in den Dienstag hebt (Ist besser für die Blattplanung der Technik!) dabei Umsatz und Kunden verbrennt und sich dann auch noch selbst über den Klee lobt. Toll!
Was also ist an unserer Unternehmensführung nicht in Ordnung? Diese Leute sind sozial nicht mehr halb so geländegängig wie es noch ein Herr Grotkamp oder Herr Schuhmann war. Höchst unvorteilhafte Organisationsstrukturen von Menschen mit zweifelhaften Kompetenzen und Karakter , Überkreuzzuständigkeiten, Baustellen im ganzen Haus und in Essen ein Biotop für Machtkämpfe.
Um beim Sinnbild Schiff zu bleiben: Im Mai erst wurden die Segel gesetzt. Heute zeigt sich es war der falsche Dampfer und viele Ratten verlassen das sinkende Schiff. Die da oben feiern sich kräftig weiter. Vielleicht würde hier auch eine Art Abwrackprämie für Führungskräfte helfen um den Kahn wieder flott zu bekommen.
Manchmal ist aber auch der Kalauer, der unversehens an Bedeutung gewinnt: Vielleicht hätte man jemanden fragen sollen, der sich mit sowas auskennt.
Man mag sich abschließend einmal ausdenken, die WAZ wäre in Frankreich…………………….na, was es da wohl für einen Aufstand unter den Mitarbeitern gäbe..Tumulte…..Streiks……….?
In Essen ….: Still ruht der See……………
Ein Unternehmen ist immer das, was die Mitarbeiter draus macchen – und die sind wir alle. WIR SIND DIE WAZ!
Der neuste Witz: Da will ein mittlerer Chef die Adressen sämtlicher Ratsmitglieder um ihnen Abos zu verkaufen…
Anscheinend hat der noch nie was von Pressespiegel der Stadt gehört.
Wie wäre es mit Abo-Patenschaften statt Belegexemplare.
Nun pfeifen es die Spatzen von den Dächern: In Düsseldorf und in Essen! WAZ-Chefredakteur U. Reitz soll ein Angebot von seinem “Kumpel” Ministerpräsident Rüttgers bekommen haben, in die Staatskanzlei einzuziehen. Medienminister und mehr . . . Für ihn soll die Organisation der Staatskanzlei neu gestrickt werden. Und Reitz überlegt . . . Das ist kein Gerücht!
Heute ist er wieder, der Tag der Tage.
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Der Tag, an dem sich ein armes Würstchen aus dem Lokalen in der Konferenz an der Blattkritik versuchen darf, ohne den Essenern Content-Leuten und dem Reitzenden zu sehr auf die Füße zu treten.
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Mal sehen, ob das aufgefallen ist und erwähnt wird:
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Seite 1: Kanzlerin keilt zurück
Das steht: “In fünf Jahren wollen sie die ersten Soldaten zurückholen”.
Das ist Unfug und falsch. Die jetzt in Afghanistan stationierten Bundeswehrsoldaten kehren wesentlich früher zurück, das Personal dort wird regelmäßig ausgetauscht.
Gemeint ist: Die Sollstärke des Kontingents soll ab 2015 reduziert werden. Wäre das zu schwer zu verstehen für den Leser?
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Rhein-Ruhr: Pizza geht immer
Tage nach der WDR-Untersuchung über Schüler-Verpflegung nun ein Pflicht-Stückchen über die Revier-Realität. Exklusiv und aktuell? Wohl kaum. Da waren ja selbst Lokalredaktionen schneller – die haben sich schon vor einem halben Jahr und ausführlicher damit beschäftigt. Themen setzen und die Meinungsführerschaft behalten, das geht anders. Dies hier ist bloß ein lauwarmer zweiter Aufguss.
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Kultur: Herr wer salbadert zum Afghanistan-Einsatz? Precht? Den Ehemann der stellvertretenden Chefredakteurin von RTL Luxemburg (Achtung: Vermarktungs-Querverbindung!) kennt kein Mensch draußen – außer vielleicht den Titel seines Buches “Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?”. Warum Philosoph? Woher kommt der, was macht der so, warum kennt den kein WAZ-Leser – diese Fragen bleiben ohne Infokasten zur Person offen. Wikipedia lässt grüßen. Andere bekanntere Unterzeichner – wie z.B. TV-Moderator Friedrich Küppersbusch aus Dortmund – wären ein besserer Griff mit Revierbezug gewesen. Doch diese Leute muss man erst einmal kennen.
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Menschen: Gabriele Krone-Schmalz
Mit einer was? Einer faustischen Frisur? Auch hier wieder gut gemeint, aber am Ziel der sauberen Sprache vorbei geschossen. Eine Mephisto-Frisur ist teuflisch, aber nicht faustisch.
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Wirtschaft: GEZ
Hatten wir schon nachrichtlich und viel zu lang auf der Seite 1. Wiederholungen, Längen und überhaupt…. Dafür werden die Bank-Boni gekonnt im 1-Spalter versteckt
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Und sonst?
Die verwendeten Bilder sind zum Teil Schrott – entweder sie wurden nicht nachbearbeitet, sind Archiv-Alt oder ein nicht passender Notstopfen (dpa hat man ja leider nicht mehr). Schönen Gruß ans neue – teure – Foto-Management.
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Fazit: Die WAZ vermittelt auch heute wieder den Eindruck, als wüssten einzelne Redakteure nicht, was präziser Umgang mit Sprache ist. Da ist manchmal echtes Kauderwelsch im Blatt.
Guckt da abends überhaupt einer drüber, der außer Richtlinienkompetenz auch Kompetenz hat? Da arbeiten 85 Mann!
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Insofern schließe ich mich den Fragen von Hohenberg (s.o.) an.
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Blattkritik wird fortgesetzt.
@spatz
Wenn das klappt, schmeiß ich ‘ne Runde für die ganze Belegschaft!
Und Klümper wird Sekretär, Staatssekretär !!!!!
@spatz Aha, die Ratten beginnen, das sinkende Schiff zu verlassen!
Bestimmt hat Rüttgers Club auch noch ein Pöstchen für Bodo und seinen Geschäftsführer-Antagonisten. Wenn alle drei samt ihren Adlati weg wären, könnten wir erst einmal Klarschiff machen und ein paar Fachleute auf die Brücke des Tankers WAZ stellen. Vielleicht hilft es ja noch. (Hoffentlich nehmen die auch ihre spätpubertären, PS-starken Phallus-Symbole mit. Dann sähe es bei uns schon nicht mehr ganz so prollig aus.)
Wow, sollten uns die Zeitungsgötter für gut gemachte Zeitungen doch einmal erhört haben? Das wäre der Clou und eine absolute Traumerfüllung! Und jetzt bitte noch die Fee für drei freie Wünsche: 1) Platzierung von Verlegern bzw. Verlagsmanagern die mit Herzen bei der Sache sind und sich nicht von Inkompetenz á la Schicker reinquatschen lassen. Solche Profis gibt es noch in Deutschland, also abwerben. 2) Einen Mann vom Schlage Giovanni Di Lorenzo (der übrigens im Gegenteil den Spagat zwischen hervorragender Zeitungsmache und TV-Präsenz hinbekommt) ins Board für den Zeitungsbereich, der Chefredakteure auswählt, die hier auch ins Verbreitungsgebiet passen. 3) Stopp des Tabularasa und Neufindung eines Kunden- und leserfreundlichen Konzepts VOR ORT!
@Blattkritik: Kleine Ergänzung in Sachen WR. Dort stehen heute auf der Regionalseite zwei Meldungen (Olpe, Dortmund) und eine Story (Hagen) aus dem Vebreitungsgebiet, die alle von ddp genommen worden sind. Fehlt die Kraft zur Eigenleistung?
Medienminichter icht doch chön, cher geehrter Reitch! Dann kanncht Du mir dach mit der Prechefuchionchkontrolle aucheianderklamüchern. Diechech Gechetch will die Watch doch chon cho lange abchaffen.
Ech grücht mit einem herchlichen Mahlcheit und wie immer vertraulich,
Dein Rüttgerch
Giovanni Di Lorenzo (Tagesspiegel Berlin ) ist ja nun in der vergangenen Woche “Talkmaster” der qualitätsvollen Diskussionsrunde im Düsseldorfer Ständehaus geworden. Nicht Ulrich Reitz!
@Spatz: Der Typ ist journalistisch auch eine Granate und seine “Zeit” (sorry Spatz nicht Tagesspiegel) ist eine klasse zu lesendes Blatt. Seine Ansichten noch einmal hier mit Bravour:
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http://www.rp-online.de/public/article/duesseldorf-stadt/754047/Der-Neue-beim-Staendehaus-Treff.html
Von mir aus kann dieser aufgeblasene laie auch papst werden oder der erste astronaut auf einer bemannten mars-mission. Hauptsache, er ist weit weg und kommt nicht wieder zurück.
Nachtabschaltung der Ampeln – Die Killermentalität von Duisburg – Ihr könnte nie sagen, ihr hättet es nicht gewusst.
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http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/duisburg/2009/9/9/news-132557111/detail.html#975615
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Die WAZ Duisburg war von Anbeginn über die Ratsvorlage zur Nachtabschaltung von Ampeln informiert und hatte sogar auf Anfrage auch den Link auf das Ratsinformationssystem Duisburg erhalten. Dankenswert ist, dass jetzt die Öffentlichkeit über die Folgen unterrichtet wird und weiterhin nachgehakt wird.
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Doch eins muss sich die WAZ und NRZ vorwerfen lassen – und dass ist nicht nur mein Gefühl, sondern die Beschwerden beim Presserat mehren sich, die Journastisten leben nicht nur mit dem Verstand als Ausläufer der fünfhundertjährigen Buchkultur, sondern dienen seit Jahrzehnten einem Monopolisten im Ruhrgebiet. Das ist der doppelte Monopolismus. ‘Ruhr hoch n’, wie es eine namhafte Werbefirma aus Düsseldorf (für viel Geld) nannte.
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Der Griffel des Revierjournalisten wurde vom Reviergeist eingeschläfert. Das machen die Bürger nicht mit. Die WAZ verliert jährlich im Ruhrgebiet 25.000 Abonnenten und böse Zungen des St. Homberg News Funds schreiben diesen Trend in einer Projektion fort: 2024 wird das letzte Exemplar der WAZ verkauft.
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Hallo WAZ-Journis und SPD-Mietfinger im WAZ-Konzern. Wir brauchen Euch als sog. Vierte Kraft für den Standort Duisburg. Aber bitte mit neuem Schwung und großem Einsatz bei der Lokalberichterstattung.
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Mittlerweile wird auf prominenten journalistischen Internet-Seiten nach dem Beitrag des WAZ-Konzerns für die Kulturhauptstadt 2010 gefragt und ein WAZ-Schützenkönig wird vorgeschlagen. Das klingt ungefähr so: „Der WAZ-Konzern steht an einer Schwelle. Die Kante. Nehmen ist besser als sich geben. Wer wird in 2010 WAZ-Schützenkönig in des Kaisers neuen Kleidern?“
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Kultur Homberg, Duisburg, Ruhrgebiet in Weicheihaft: Wann geht die letzte Ampel aus? – Angeblich kein Gerücht: Rüttgers hat dem Chefredakteur Ulrich Reitz einen Posten angeboten. Flucht im Dunklen bei der Nachtabschaltung von Ampeln?
Wie kann man ein Top-Unternehmen nur so schlecht machen wie ihr hier!?! Schämt Euch!!!
Tenrix, bitte nimm deine Pillen!
@Anerkennung: Richtig. Hatte oft mit Di Lorenzo zu tun, als er noch beim Tagesspiegel war. War mir durchgerutscht.
Themen setzen, Meinungsführerschaft usw. sind keine Vorgaben am Contentdesk in Essen mehr. Es muss preisgünstig sein. Wie sonst erklärt sich wohl die Beliebigkeit des Inhalts. Und dann noch nicht einmal mehr aktuell. Manchmal hat man den Eindruck man hat eine gut gemachte “Kundenzeitschrift” vor sich. Aber Vorsicht: Das liegt nicht an den Kolleginnen und Kollegen, die hier arbeiten! Wenn sie könnten wie sie wollten, gäbe es ab sofort wieder eine WAZ-Qualitätszeitung.
@Winterbottom: Verbirgt sich in W. ein kleiner Hombach? Hier geht es überwiegend um Realität. Mach dir mal die Mühe und vergleiche die ersten WAZ-Seiten mit der RP, dem Kölner Stadtanzeiger oder der WZ. Dann wirst du schnell erkennen, was aktuelle Themensetzung bedeutet, die nicht nur Abklatsch von TV und Radio ist.
@Winterbottom Es gibt inzwischen sehr viele Leute im Unternehmen, die schämen sich den ganzen Tag. Das fängt frühmorgens schon an, wenn man die eigene Zeitung aufschlägt.
Heute zeigt sich der neue ” Qualitätsjournalismus ” besonders deutlich. Die Seite ” Politik ” gibt es gleich 2-mal mit den genau identischen Artikeln. Echt Klasse.
Wenn Reitz zu Rüttgers geht, büßt er doch Gehalt ein.
@Controller Natürlich wird es eine nette Abfindung geben. Und jeden Tag ein Interview im richtigen Fernsehen…
Rüttgers soll ihm ein Angebot machen, das er unmöglich ablehnen kann.
“Sie sind ihrem Don eine Gefälligkeit schuldig. Er zweifelt nicht daran, dass sie ihm diese Gefälligkeit erweisen werden.”
Zeitungshäuser sind Orte der Kommunikation. Sollte man meinen. Nicht so bei Deutschlands größtem regionalen Zeitungsverlag.
Anruf gegen 16 Uhr in der telefonzentrale, mit der Bitte zu einer Redaktion verbunden zu werden. Antwort des telefonisten: “Das darf ich nicht. Hinterlassen Sie mir Ihre Rückrufnummer.”
Es folgt die kurze Erklärung, warum man nicht warten könne. Die prompte Antwort: “Ich muß mit meinem Teamleiter darüber reden.”
Dann ist der teamleiter am Telefon. “Was wollen Sie da, worüber wollen Sie da konkret mit der Person sprechen? Nein, ich darf da nicht mit verbinden.”
Wieso darf die Zentrale nicht mit Redaktionen verbinden ? Warum werden Menschen so abgewimmelt ? Was hat dieser Zeitungskonzern eigentlich zu verbergen ?
Übrigens: Auch mit der Chefredaktion wollte der “Teamleiter” nicht verbinden.
Ein wirklich toller Zeitungskonzern, der so handelt. Das also ist der berühmte Draht zum Leser.
WAZ – Nein, Danke! Das ist kein Medienhaus, sondern ein im eigenen Saft dahinschmorendes Zentrum für Dilletanten.
ja das ist perfekter Kunden- und Leserservice…. zum Abgewöhnen!!! Aber Hauptsache Callcenter zu Discount-Tarifen und solchen Teamleiter, die sich mal so richtig schön wichtig tun können wie ein minderbemittelter Türsteher vor einer Disco, der nach seinem Gusto den Teens cool mitteilen kann: “Du kommscht hier nischt rein”
Dieser Teamleiter gab an, er hieß Saal. Ob das sein richtiger Name ist, weiß ich nicht. Callcenter operieren gern schon mal mit Pseudonymen.
Aber so ist das bei WAZens. Und offenbar ist dieses Verhalten gedeckt von der geschäftsführung. Sonst würde man sich wohl kaum so am telefon aufführen.
Für meine Person steht fest: Ich will kein Produkt mehr aus diesem Hause in meinem Briefkasten sehen! Das jedenfalls ist das Letzte wie man mit Kunden umgehen kann.
@*grrrr* Nach Schliessung eines Leserladens und Versetzung der Kolleginnen in andere Geschäftsstellen rief ein Kunde die ihm bekannte alte Nummer an und landete im Callcenter. Dort wurde der Anrufer mit der Auskunft bedient, daß die gewünschte Mitarbeiterin nicht mehr bei der WAZ arbeitet.
Jetzt fangt nicht an bei den Geringstverdienern in der Kette anzufangen, Das Kundenservicecenter muß abertausende Anrufe
am Tag bewältigen!
Das herrn dort immerwieder Personen aus welchem Grund auch immer den Chefredakteur sprechen wollen ist doch klar…
aber wenn die order von diesen Herren ist…keine gespräche durchstellen!
wessen versagen ist es dann…also lasst mal die kirche im dorf!
wie sollten denn die leserläden etc das anrufsvolumen bewältigen ohne dem kundenservicecenter???
natürlich ist immer etwas zu verbessern…
aber als erstes sollte die waz mediengruppe die qualität ihrer titel verbessern…
somit würden auch weniger kündiger+reklamationen
aufschlagen.
und im endeffekt hätten so alle mitarbeiter im kundenservice oder im leserladen mehr zeit für die kunden!
@auge “Ohne d e m Kundencenter” haben wir in den LL u. GST jahrelang hunderte von Anrufen entgegenommen u. die Kunden bzw. Leser zufrieden gestellt. Da hat es noch Spaß gemacht, auch wenn es teilweise Stress war, aber positiver! Heute hören wir uns doch nur noch die Beschwerden an – von den wenigen Kunden, die noch den Weg zu uns in die LL finden – über das Callcenter, weil sie ewig lange in der Warteschleife hängen u. das soll Kundenservice sein??? Irgendetwas läuft doch hier schief?!
@ kaumzuglauben
> Irgendetwas läuft doch hier schief?!
Meinst Du MedienMoral? Du hast hier den 16.878igsten Kommentar gemacht. Ich denke, so kann man sich die WAZ gut vorstellen.
deshalb bin ich ja auch nicht gegen die leserläden…
beides sollte vorhanden sein…ein gut ausgelastetes callcenter, das die überkapazitäten an anrufen die an die geschäftstellen,leserläden etc abfedert…
damit die mitarbeiter vor ort nah am kunden sein können,
wenn ein leser eine frage oder ein problem hat.
leider scheint die gruppengeschäftsführung ja nicht bei sich zu sparen sondern beim kleinen mann/frau..
dh. ein callcenter ist günstiger als ein leserladen.
nochmal zum callcenter :ich kenne nicht die genauen zahlen vom anrufvolumen pro tag dort…aber bei 100-130 kundenberatern, kommen sicherlich jeweils ca 100-200 anrufe durch und das ist minimum!
wie sollen die leserläden das allein bewältigen?
und du glaubst doch nicht das alle kunden anrufen um sich über den service+warteschleife zu beschweren?
die typischen anliegen sind nämlich z.b:
urlaubsaussetzter+reklamation zur zustellung,
adressänderung, verbindung zu ansprechpartnern,probenbestellungen,abobestellungen etc etc…
und immer öfter sicherlich die umfangsreduzierung der titel,bezugspreiserhöhung,herr reitz
+content desk,lokalredaktionsschließung usw usw…
@saftladen, auge, etc. zum Thema callcenter:
Ja, der Kundenservice der WAZ ist unter aller Kanone. Minutenlange Warteschleife zu den Spitzenzeiten, saublöde Bandansagen, überforderte Mitarbeiter, unklare Zuständigkeiten,…..um nur einige Punkte zu nennen.
Und es gibt im callcenter auch tatsächlich einen Teamleiter mit echtem Namen Saal, übrigens ein sehr netter und wirklich mehr als kompetenter Mann!
Leider geht es ihm wie allen anderen dort tätigen auch.
Man würde ja gern echten Kundenservice bieten wenn man dürfte und Gelegenheit dazu hätte.
Einige Fakten:
Gesamtstärke des callcenters etwa 160-170 Leute. Abzüglich Führungs-und Verwaltungskräfte, Outboundmitarbeiter, Urlaubs-und Krankheitsfälle und der Leute mit Frei-Tagen bleiben vielleicht 110 Aktive.
Diese 110, fast alles Teilzeitkräfte oder Studenten, verteilen sich dann auf die gesamten 14 Stunden Servicezeit von 6 bis 20 Uhr………
In dieser Zeit kommen je nach Tag 4000 bis 8000 Anrufe.
Rechnerisch kein Problem. Tatsächlich aber ist es viel komplizierter.
Denn der Kundenservice erstickt in Arbeit.
Zu den tausenden Anrufen kommen die komplette eMail-Bearbeitung des Leserservice, die komplette Verwaltung und Pflege der Fremdverlagstitel, die kompletten Kundenrückrufe nach schweren Reklamationen, die komplette Kündigungsbearbeitung, die Eingabe neuer Abos und Sonderabos, die Bearbeitung von Prämienreklamationen, die Pflege der eigenen Intranet-Datenbank, neuerdings auch das Abfangen von Rechnungsreklamationen,…….
nebenbei sind die Mitarbeiter verpflichtet sich fit zu halten bei den inzwischen wöchentlich neuen Aboaktionen, müssen laufend neue interne Arbeitsanweisungen beachten, müssen dienstliche eMails und Mitteilungen lesen,…………..
Während die Mitarbeiter diese Aufgabenfülle erledigen, müssen sie natürlich auch jederzeit alle Hintergrundinfos im Kopf haben. Man weiß schließlich nie was der nächste Anruf bringt. Mindestens müssen sie wissen, wo die nötige Information steht.
Das aber ist nicht so leicht, denn die Informationsflut ist riesig und unübersichtlich, und Einweisungen in die Software erfolgen häufig in 10 Minuten.
Der Rest ist Eigenarbeit und gegenseitige Hilfe. Natürlich neben der Telefonie.
Diese Telefonie ist im Minutentakt zu erledigen. Die Zahlen stimmen sonst nicht.
Das Ziel lautet durchschnittlich 120 Sekunden pro Gespräch. Aber alles komplett.
Und immer lächeln, egal wie groß der Streß ist oder die Kopfschmerzen deswegen.
Begrüßung, Vergleich/Änderung/Neuaufnahme der Telefonnummer, Abfrage des telefonischen Werbeeinverständnisses, dann endlich darf der Kunde seine Wünsche äußern. Schnell alles mitschreiben und Erledigung zusagen, der nächste Anrufer hört schon seit Minuten die beliebte Eigenwerbung der WAZ auf Band.
Darüber freut sich nicht nur der Anrufer, auch dem Mitarbeiter geht das Herz auf in Vorfreude auf den nächsten sicher sehr entspannten Gesprächsbeginn…..
Wieder einmal also ein toller Tag im callcenter.
Und während man sich nach stundenlanger pausenloser Telefonie und noch nebenbei erledigter Zusatzaufgaben endlich auf den nahenden Feierabend freut, erscheint wieder einmal die schon bekannte eMail des Schichtleiters mit der dringenden Bitte um Überstunden wegen des großen Arbeitsanfalls.
Auch gern am Wochenende…………..
Wenn also demnächst ein Anruf im callcenter wieder etwas länger dauert, dann steckt keine böse Absicht oder Faulheit dahinter.
Die Mitarbeiter würden ja gern schneller, aber sie können einfach nicht.
Und wenn der Anruf von saftladen nicht an die Chefredaktion weiterverbunden wurde ist das keine Idee des bösen Mitarbeiters der gerade keine Lust hat oder seine Machtgefühle am Telefon auslebt.
Es ist einfach nicht erlaubt. Auf Anweisung von Oben.
Ebenso dürfen keine Telefonnummern der Hauptredaktion herausgegeben werden.
Wer es dennoch macht riskiert Ärger.
Auch wenn es bei allem Ärger häufig anders empfunden wird, ist das callcenter dennoch nah am Kunden und leistet gute Arbeit. Jedoch immer nur im Rahmen der Möglichkeiten die von Oben vorgegeben werden.
Welcher Sinn hinter diesen Möglichkeiten steckt ist eine andere Frage.
Kopfschütteln:
Es ist ja nicht das erste Mal gewesen, dass man nicht zu einer Redaktion durechgestellt worden ist.
Und mal im Ernst: Warumsoll ich einen Telefonisten zuerst ins Vertrauen ziehen, wenn ich vertrauensvoll einen redakteur sprechen möchte ? Ihm vielleicht sogar vertrauliche Unterlagen schicken möchte ?
Wie bitteschön soll investigativer Journalismus funktionieren, wenn die Anrufer erst gar nicht zu den investigativen Journalisten durchgestellt werden dürfen.
Das ist schon ein ziemlicher Brüller, was sich da WAZens leistet. Und was ist, wenn ein Leser berechtigte Beschwerden hat ? Dann wird er im Call-Center abgeblockt.
Eine der möglichen Folgen: Statt zum Beispiel einen redaktionellen Faux-pas im persönlichen Gespräch zu klären, könnte nun zu einer handfesten juristischen Auseinandersetzung werden, weil der Betroffene am Call-Center scheitert…..
Deshalb: WAZ, nein Danke. Und sowie ich, denken immer mehr. Die horrenden Verlustzahlen belegen diese meine Ansicht.
..
@ Saftladen:
Ich kann deine Verärgerung über das Gebahren unserer Geschäftsführung, unserer (Zentral-)Redaktion und unser Callcenter sehr gut nachvollziehen. Trotzdem oder gerade deshalb möchte ich dich bei deiner Kündigung bitten, diese per Einschreiben und Rückschein und mit entsprechender Begründung an unsere Geschäftsführung, z. Hd. Herrn Bodo Hombach bzw. Herrn Christian Nienhaus, zu richten.
Dies sollten im Übrigen alle unzufriedenen Leser und Abonnenten tun. Nur so wird ein Schuh draus. Kündigungen, die einfach so an WAZ, NRZ, WR, WP oder an eine unserer vor der Schließung stehenden Geschäftsstellen adressiert sind, werden zwar bearbeitet, gehen aber ansonsten in der Flut von Kündigungsschreiben und Protestbriefen unter.
Darüberhinaus solltest du dich mit deinen Erfahrungen in Sachen WAZ an die Redaktionen von “Markt” und “Aktuelle Stunde” (WDR) sowie an die Verbraucherzentrale NRW und an die Stiftung Warentest wenden. Je mehr unserer (Noch-) und ehemaligen Leser das tun, desto größer wird der Druck werden, einmal ausführlich über das Unternehmen WAZ in aller Öffentlichkeit zu berichten. Negative Publicity ist offensichtlich das Einzige, was unsere elitären und selbstherrlichen Sonnenkönige an der Geschäftsführungsfront noch aus ihrem Dornröschenschlaf reissen kann.
Lieber WAZler,
dankeschön für den Tipp. Einiges ist schon auf den Weg gebracht. So habe ich der Redaktion von Zapp eine Mail geschickt. Denn ich finde das Gebahren, Anrufer nicht eh r zu Redaktionen durchzustellen, schon mehr als denkwürdig.
Das erinnert mich sehr an windige Reiseunternehmen, die noch windigere Kaffeefahrten veranstalten. Auf diesem Niveau scheint man offenbar inzwischen bei der WAZ angekommen zu sein.
So bin ich gern bereit, dieses auch der Verbraucherzenztrale mitzuteilen. Gern auch anderen Redaktionen. Aber wie wäre es denn, wenn die Gewerkschaft, und dies ist ja nun auch eine Gewerkschaft, das ebenfalls öffentlich thematisiert ?
Sind da nicht die beiden Journalisten-Gewerkschaften gefordert ? Können die nicht ebenfalls sich an die genannten Institutionen und Medien wenden ? Ich ma che das sicherlich sehr gerne. Auch mit dem Verweis auf diese Seite. Aber was kann ein Einzelner ausrichten ?
Warum schließen sich nicht Redakteure zusammen, form ieren einen Rundbrief, eine Pressekonferenz und tragen das öffentlich vor – oder lassen es öffentlich vortragen ?
Ich bin gern bereit meinen teil dazu beizutragen. Denn wie schon geschrieben: Mit der WA Z-Gruppe habe ich fertig. Und mir kommt auch kein Produkt mehr aus diesem Hause in meinen Briefkasten. Selbstverständlich habe ich das dem (un-)geehrten Hombach in einem persönlich an ihn gerichteten Brief samt meiner tief empfundenen Missachtung mitgeteilt!
Wazler: “Negative Publicity ist offensichtlich das Einzige…”
Es fällt mir schwer, dies angesichts fortwährenden öffentlichen Absturzes auf der nach unten offenen Peinlichkeitsskala zu glauben.
erst einmal sorry an die Damen und Herren von WAZ Dialog und danke für die ausführliche Information von Kopfschütteln, was da abgeht sprengt ja jeglichen Rahmen von menschenwürdiger Arbeit. Auch das Verbot, nicht an die Hauptredaktion weiterleiten zu dürfen, ist eine Unverschämtheit, lebt eine Zeitung nicht vom Dialog mit den Lesern.
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Wenn ich richtig informiert bin, dann darf WAZ Dialog nebenbei mit so einem browsergestützen Baukasten-Programm durch den Wegfall der Geschäftsstellen auch die Familienanzeigen “setzen”. So ist auch die lausige Qualität zu erklären, wofür aber die Angestellten nichts können. Das sogar dieser gerade der sensible Bereich des Trauergewerbes “nebenher” erledigt werden soll, ist ein Unding.
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Diese ganze Zentralisierung nach Essen ist absoluter Kappes. Klar, nach BWL-Richtlinien ist das hervorragend, aber in der Realität im Umgang mit Lesern und Kunden eine Katastrophe. Diese 170 Angestellten bei WAZ Dialog in der “Legebatterie” wären vor Ort in einladenen Kundencentern weitaus besser aufgehoben gewesen. Es ist unglaublich in welche Richtung sich die WAZ Mediengruppe bewegt.
ich finde es gut das kopschütteln die prozesse bei WAZ Dialog so klar dargestellt hat!
jetzt kann jeder nachvollziehen was für ein täglicher spagat ist für den Kundenberater jeden Kunden entsprechend in einer vorgegeben kurzzeit von max 120sec gut zu “versorgen”!
vom lohn wollen wir gar nicht sprechen…wobei der besser ist als in den üblichen callcentern.
was wirklich wichtig herauszustellen ist, das die teamleiter und die verantwortlichen bemüht sind, die mitarbeiter zu unterstützen..es ist also nicht das typische bild eines callcenters (tectum)
Mal was aus der Schweiz zum Thema Lokazeitung:
http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/man_braucht_eine_gewisse_demut_1.3487562.html
@wazleser
“Man braucht eine gewisse Demut”
Sehr richtig, was die Braunschweiger WAZ-Kollegen da machen. Bei der Ur-WAZ läuft das ganz anders. Da steht ein Blender an der Spitze, der sich und nur sich in Szene setzt. Leser kommen doch trotz Kummerkasten-Tante gar nicht mehr mit ihren Anliegen zur Zentralredaktion oder zum Chefredakteur durch, der sich im Elfenbeinturm versch(r)anzt und sich so der Kritik entzieht. Kein Wunder, wenn die WAZ-Leser in Scharen kündigen.
@ saftladen, grrrr, auge
Bevor Mißverständnisse auftreten:
Natürlich werden Leser weiterhin an die Redaktionen verbunden.
Gar kein Problem ist das bei den Kollegen im Lokalbereich, die freuen sich sogar meistens denn sie erhalten feedback und Anregung von den Lesern vor Ort. Hier dürfen auch die Durchwahlen herausgegeben werden weil diese ja sowieso abgedruckt werden.
Etwas anders ist es bei den Hauptredaktionen.
Auch hier werden die Leser weiterverbunden wenn sie wegen eines bestimmten Artikels anrufen. Sie können oft auch mit dem Verfasser direkt sprechen oder zumindest mit der Sekretärin.
Es ist aber unmöglich bei rund 1 Million Lesern alle redaktionellen Anfragen/Beschwerden durchzustellen denn dann gäbe es am nächsten Tag keine Zeitung.
Deshalb dürfen hier auch keine Durchwahlen an die Leser gehen.
Es gibt nämlich inzwischen zuwenig Ansprechpartner in den Redaktionen. Die hat man wegrationalisiert.
Deshalb muß im callcenter zwingend vorgefiltert werden.
Dasselbe gilt für die Chefredaktionen.
Diese Leute sitzen doch ehrlicherweise nicht den ganzen Tag im Büro und warten auf Leseranrufe.
Die haben genauso Zeitdruck wie jeder andere auch.
Um spätestens 23 Uhr muß der Andruck beginnen sonst kommt am nächsten Morgen die Zeitung wieder mal verspätet.
Wenn von den 1 Million Lesern nur jeder 1000ste die Chefredaktion sprechen will……und das für nur 5 Minuten…….. dann sind das 83 Stunden am Tag……..
Geht also nicht!
Und deshalb gibt es auch hier keine Durchwahlen an Leser.
Das ist der ganze Hintergrund.
Für die Leser ist das natürlich nicht schön.
Das sehen die callcenter-Agenten ganz genauso, sie sitzen schließlich in der ersten Reihe und bekommen den ganzen Frust ab.
Es ist aber wirklich so, daß alle begründeten und gesitteten redaktionellen Beschwerden auch in den Abodaten der Leser vermerkt und auf diesem Weg weitergegeben werden.
Dasselbe gilt für eMails an den Leserservice.
Was daran anschließend mit den Beschwerden passiert entzieht sich aber dem Einfluß des callcenters.
Die Agenten arbeiten im Glauben daß die vermittelten Beschwerden ernstgenommen und im Interesse aller weiterverfolgt werden.
Nachprüfen können sie es aber nicht. Dazu fehlt einfach die Zeit.
Die erwähnten 120 Sekunden sind ein Durchschnittswert!
Manche Gespräche dauern länger, manche kürzer.
Richtig ist natürlich daß der Agent am Telefon bei jeder verzwickten Anfrage/Reklamation nervös auf die Uhr schaut.
Es wird niemandem der Kopf abgerissen wenn die Telefoniezeit am Ende der Woche über dem Teamdurchschnitt liegt.
Aber es wird dennoch geschickt auf Produktivität und Servicelevel verwiesen. Das schlechte Gewissen telefoniert anschließend immer mit und es bleibt bei jedem Telefonat ein Konflikt zwischen Anspruch an gutem Service und der Wirklichkeit der zu erfüllenden Zahlen.
Was die Unterstützung durch Teamleiter und Vorgesetzte betrifft so würde sich dazu ebenso ganz viel schreiben lassen.
Aber da hat auch jeder Agent seine eigenen guten oder schlechten Erfahrungen.
Es hängt auch immer vom Teamleiter, dem Agenten, der Situation, usw ab.
Tatsache ist daß viel zu oft ein Ansprechpartner fehlt und die Agenten sich selbst überlassen sind. Die Teamleiter wissen nämlich selber vor Arbeit nicht wohin oder sind gerade mal wieder alle irgendwie nicht da.
Trotzdem gilt das Motto:”Bei Fragen fragen”………..
Oder Warteschleife und Servicelevel sind augenblicklich wieder wichtiger als die Not des Agenten der dann angepflaumt und als doof hingestellt wird.
“Bei Fragen fragen”………..
Es gibt gottseidank aber auch noch andere Teamleiter….
Und viele nette Kollegen.
Insgesamt ist es wirklich nicht das typische Bild eines callcenters wie tectum usw.
Jedoch war es bei Dialog einmal besser als zur Zeit und was tectum anbelangt steuert alles leider in diese Richtung.
Zuviel Arbeit, wenig Geld aber umso mehr Überstunden, wenig soziale Kontakte, und bloß keine Fragen stellen.
Stattdessen keulen keulen keulen und die Schnauze halten.
In diesem Zusammenhang: Wir suchen immer gute Leute.
Gerade heute war wieder eine Stellenanzeige in der Zeitung.
Wenn jemand Interesse hat…………..
Ich kann aber verstehen wenn nicht……………….
Trotzdem Danke für Euren Zuspruch.
Nicht Blödbach, Kopfschütteln und andere
Mir ist schon klar, dass wer zahlende Leser wie Störenfriede und Querulanten behandelt, mit seinen Mitarbeitern nicht besser umgeht.
Die Aufführung von Hombach, Nienhaus, Reitz und Co als unfehlbare Götterwar nicht anders zu erwarten, nach den ganz persönlichen Erlebnissen mit der WAZ. Sonst gäbe es wohl so hirnrissige Anordnungen an das Callcenter wohl auch nicht.
Hier zu lesen war, dass die Abteilung “Investigativer Journalismus” bislang keine einzige Geschichte hervorgebracht hat. Wie auch, wenn Anrufe nicht durchgestellt werden. Oder sollen Informanten sich erst dem Call-Center-Agenten anvertrauen….Ich fasses nicht, wie dumm die WAZ-Führung nur sein kann!
Ich stelle mir gerade vor, wenn das WDR, NDR und andere öffentlich-rechtliche Rundfunksender mit ein bisschen mehr Zuschauern als die WAZ jemals lLeser haben könnte genauso machen würde. Dort sind in den meisten hauptredaktionen Anrufe sogar ausdrücklich erwünscht. So manches Gespräch mit einer Redaktion ergab auch schon einen Beitrag, der gesendet wurde!
Für mich steht deshalb wirklich fest: Mit der WAZ habe ich fertig. Für immer. Kein Produkt mehr aus diesem Haus darf in meinen Briefkasten! Und wehe dem Werber, der demnächst wieder an meiner Tür klingeln sollte.
Der kriegt sofort eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs. Dieses hat Hombach bereits persönlich und schriftlich von mir mitgeteilt bekommen! Natürlich mit dem Vermerk, dass ich mir Hausbesuche durch seine “schlecht bezahlten und ausgebeuteten Mitarbeiter” verbiete. Und dies mit meiner “tiefen Missachtung” quittiert.
PS: Ich weiß, es ist schwierig. Aber wie wäre es mal mit einem kollektiven Streik. Solange, bis die Arbeitsbedingungenwieder halbwegs stimmen. Oder machen da die Gewerkschaften nicht mit ?
Offenbar müssen leser so handeln, wenn selbst Journalisten sich im eigenen hause nicht mehr gegen die selbsternannten Götter wehren können.
@Saftladen: Deinem Ärger in allen Ehren, aber Du weißt hoffentlich, dass solche Streiks in Deutschland verboten sind. Dafür haben Arbeitgeber und die Helfershelfer in der Politik gesorgt. Mir wären manchmal Verhältnisse wie Frankreich mehr als genehm, nur so hätten wir im November als das Unheil seinen Lauf nahm, vielleicht etwas bewegen können.
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@Kopfschütteln: Es ist schön, dass Du alles erklären und rechtfertigen willst, aber mit WAZ Dialog hat sich die Geschäftsführung nur Ärger mit Kunden- und Lesern ins Haus geholt. Ihr macht (schließlich hast Du Dich ja geoutet wo Du arbeitest und vielleicht ist man jetzt schon bei Euch fieberhaft auf der Suche wer Kopfschütteln ist) zwar bestmögliche Arbeit, aber es gibt draußen jede Menge Anrufe (wegen Beschwerden, nicht gelieferter Zeitungen usw. usf.) in Redaktionen und Medienberatern, weil die mit Euch, dem Callcenter nicht reden wollen. Ich weiß auch, dass es den Bestattern ein Greuel ist, bei WAZ Dialog anzurufen. Irgendwann zwingt man diese auch noch dazu, die Todesanzeigen selbst über das Internet zu gestalten, oder wie? Das hat aber nichts mit Euch zu tun, die wollen VOR ORT bedient werden, weil die die ganze Jahre, seit es die WAZ gibt, wunderbar damit gefahren sind. Zu den glorreichen Zeiten, als es noch in jeder Kleinstadt eine Geschäfsstelle gab, waren noch Dinge möglich, wovon man heute nur noch träumen kann.
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Das ist wie mit den Tante Emma-Läden. Sie wurden geliebt und dann von den großen Discountern verdrängt. Zwar haben Aldi&Co heute weiterhin die Oberhand, aber da wo es Mutige wagen, wieder Lebensmittel und darüber hinaus Service anzubieten, wird das dankend angenommen. Mir graust es, wenn es Ende 2010 keine einzige WAZ-eigene Dependance (die können erzählen was sie wollen, aber das ist Fakt) mehr geben wird. Es bleibt nur die Hoffnung, dass über die WVW-Vertretungen in Städten , wo Anzeigenblatt und Tageszeitung angeboten wird, der Service für Kunden-und Lesern großgeschrieben-und weiter ausgebaut wird.
deshalb wäre ich ja für ein gesundes verhältniss….dh. callcenter
aber auch genug geschäftsstellen+leserläden…
@saftladen
In fast 30 Jahren habe ich mir einiges an Beschwerden anhören müssen, aber eine solche Hassrede wie Ihr Beitrag hier war niemals dabei. Und da ich niemanden für so dämlich halte, dass er angeblich der Geschäftsführung seiner Zeitung Strafanzeigen androht, um im selben Schreiben seinerseits Beleidigungen (”meine tiefe Missachtung”) abzufassen und zu unterschreiben, gehe ich davon aus, dass es sich bei Ihnen in Wahrheit nicht um einen Beschwerde führenden Leser handelt.
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Die Sorgen und der Ärger im Haus, unter den Kolleginnen und Kollegen sind groß; und so gibt es beinahe tägliche neue Anlässe für Kritik und Protest. Wir sollten allerdings auch hier im Blog ein gewisses Niveau nicht unterschreiten, wenn wir noch ernst genommen werden wollen.
Alter Kollege
Sorry, wenn ich Ihnen zu nahe getreten sein sollte.
Aber als ehemals zahlender Leser dieser Zeitung ist das Maß nun voll. Ich habe fertig. Und will nun mal nicht weiter von Werbern, Telefonisten etc. nachdem was vorgefallen ist belästigt werden!
Sollte durch meinen Eintrag das Niveau hier abgerutscht sein, bitte ich dies zu entschuldigen. Es wird nicht mehr passieren. Aber die Mitarbeiter dieses Konzerns sollten wissen, dass es auch sehr verärgerte Ex-Leser mit Rückgrat gibt. Zu diesen zähle ich mich.
Ich wünsche allen Betroffenen deshalb viel Erfolg bei Ihrem Kampf um mehr Lesernähe und bessere Arbeitsbedingungen.
Das alles zeigt doch, dass es in keiner Sparte dieses “Saftladens” eine echte Führungskraft mit Überblick für das Ganze gibt. Ich habe in den letzten 30 Jahren zu viele “Speichellecker” erlebt, die nach oben buckeln und nach unten treten. Nur bloß noch einen Sparvorschlag machen, koste es was es wolle. Hier werkelt jeder vor sich hin. Die WAZ interessiert im mittleren Mangement niemand mehr, hier kämpft jeder gegen jeden. Hier muss ausgemistetr werden.
Wie sagte Clemens Bauer, Geschäftsführer der RP in Düsseldorf und NRW-Boss der Zeitungsverleger: “Es gibt keine Zeitungskrise, nur eine Krise der schlecht gemachten Zeitungen”. Das gilt nicht nur im journalistischen, sondern auch Managementbereich.
Ist doch alles bestens bei der WAZ – laut Welt am Sonntag!! Wären da nicht die bösen Mitarbeiter, die alles schlecht reden.
http://www.welt.de/wams_print/article3792533/Ein-Gigant-erfindet-sich-neu.html
Interessant auch die Aussage des NRZ-Betriebsrates.
Welche Interessen vertritt dieser Mann nun wirklich ?
Dies von Hombach so gern benutzte Wort, dass Opel-Mitarbeiter niemals ihr Produkt so schlecht reden würden wie WAZ-Mitarbeiter ihren “Laden” klingt zwar hübsch,aber läßt erkennen wie wenig Qualität der GF in seinem Sprachgebrauch und Vergleichen ( und mehr? ) drauf hat.
Bei Opel gibt`s die Mitbestimmung, da können Dinge wie bei der WAZ nicht vorkommen, da die Beschäftigten es nicht zulassen würden.
Wenn bei Opel so dilettantisch gearbeitet würde wie bei der WAZ würde niemals ein farbereites Auto vom Band gehen.
Von der Bezahlung möchte ich erst garnicht anfangen.
Was die WAZ-Mediengruppe-Geschäftsführer Nienhaus und Hombach an diesem Wochenende gemacht haben, kann man ebenfalls in der Welt am Sonntag nachlesen. Sie hörten in der schönen Essener Philharmonie FDP-Chef Guido Westerwelle zu, der auf Einladung von Stephan Holthoff-Pförtner, dem Sprecher der Funke-Familie in der WAZ-Mediengruppe, an die Ruhr gekommen war.
http://www.welt.de/die-welt/vermischtes/article4522894/Prominenz-beim-Politischen-Forum-in-Essen.html
Eine Melange aus diversen, schlecht umgeschriebenen Pressemitteilungen. Einzige Neuigkeit, immerhin: Auch Herr Peters empfiehlt sich jetzt öffentlich, nach bewährtem Muster anderer Gruppen-Betriebsräte, auf einer beachtlichen Schleimspur für höhere Aufgaben. Aber auch das hatten wir schon länger geahnt.
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Wir dürfen also gespannt sein, in welchem Chefsessel er demnächst sitzen darf.
…oder ob er 2010 abgewählt wird und auch mal auf Knien um Informationen betteln darf.
Ich denke, dass Bodo H. nach wie vor nicht weiß worüber er spricht.
Und über Hn. Peters möchte ich auch kein Wort mehr verlieren. Sein Handeln und Reden spricht für sich selbst.
Die 70 Kollegen der Kreditoren-und Debitorenbuchhaltung finden den ganzen Saftladen seit vergangenem Freitag sicher auch nicht mehr so toll.
Der Verfasser dieser Sternstunde des Journalismus in der WamS hätte eigentlich nur nach der Auflagenentwicklung fragen müssen, um die angeblichen Erfolgsmeldungen von Hombach, Reitz und Peters ins rechte Licht zu rücken. Aber er durfte wohl nicht mit einer sauberen Recherche die bestellte Jubel-Geschichte kaputtmachen. Der Auflagen-Absturz hätte ja auch nicht so gut zum “Giganten” gepasst.
Der BDZV-Präsident Helmut Heinen ( “Kölnische Rundschau”) hat sich heute kurz vor dem Beginn des Jahreskongresses der Zeitungsverleger in der “Fuldaer Zeitung” über die lokale Zukunft ausgelassen und die Stärkung, den Ausbau der lokalen Kompetenz gefordert. Aber so erwas interessiert die WAZ ja nicht.
In 14 Tagen, am Mittwoch, 30. September, wird es in der Gruga-Halle Essen, Messe-Centrum Süd, um 11 Uhr wieder eine Betriebsversammlung für die verbliebenen etwa 600 Redakteurinnen und Redakteure der vier NRW-Zeitungstitel der WAZ-Mediengruppe geben. Auf ihr soll, so die Erwartung der Betriebsräte, von Gruppengeschäftsführer Bodo Hombach verkündet werden, dass die Sparmaßnahmen und die größten personellen Einschnitte in der Geschichte der WAZ-Gruppe ohne betriebsbedingte Kündigungen vollzogen werden. Wie dies die Betriebsräte immer gefordert haben.
Thema sollen auch die “sozialen Fragen” sein, die trotz des Verzichts auf Kündigungen, bei vielen Betroffenen “tiefe Spuren” hinterlassen haben, wie die BRs in der Einladung schreiben. Die Arbeit der Redaktionen habe sich durch die Einrichtung der “Tische” (also Content-, News-, und Regio Desks) erheblich verändert. Ausgaben wurden aufgegeben, die gruppeninterne Konkurrenz vor Ort zumeist eingestellt. Die Betriebsräte fordern deshalb ein Monitoring, das die neuen Strukturen begleitet und ihre Arbeitsbelastungen sowie ihre Erfolge und Mißerfolge kontrolliert. Außerdem wollen die BRs mit den Kolleginnen und Kollegen über die neue Redaktionstechnik “Eidos” und die Einführung von Flip-(Video-) Kameras in den Lokalredaktionen sprechen.
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de
Wer sich zum Thema “Eidos” schon ‘mal warmlaufen möchte:
http://druck-medien.net/no_cache/aktuell/newsdetail/article/9342-eidos-media-crossmediale-probleme/
Kann mir einer das Heimatzeitungskonzept der kleinen Blauen erkären? Heute beim Durchblättern fand ich Aachen, Paderborn und Mettmann auf der Drei. Ausnahme oder gewollt?
@ fragezeichen
Die Westfalenpost wird ab Montag, 21. September mit einem neuem Konzept und einer neuen Blattstruktur erscheinen. Dies hat die WAZ-Mediengruppe heute in einer Pressemitteilung angekündigt. “Um die Bedeutung heimatnaher lokaler Information hervorzuheben, erscheint die größte Zeitung in Südwestfalen mit zwei statt vier Büchern: Dem Mantel- und dem Lokalteil”, heißt es in der Mitteilung.
Alle lokalen Seiten – inklusive Lokalsport – liegen nun zusammen. Der Seitenumfang der WP bleibt unverändert. Der WP-Relaunch ist mit einer “behutsamen Layout-Anpassung verbunden”.
Weitere Details der Blattreform sind in der Pressemitteilung zu finden, die unter http://www.waz-mediengruppe.de als pdf heruntergeladen werden kann.
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de
@Medienmoral
Aha. Jetzt verstehe ich auch warum Bodo geZAPPt durchs Land tingelt und mit den Bürgern über die “neue WP” sprechen will…
Weiss jemand aktuelle Abo-Zahlen für das neue Quartal? Wird bei uns großes Geheimnis drum gemacht….
Großes Geheimnis? Also bestimmt keine Steigerung. Eher so im Gegenteil.
Großes Geheimnis? Also bestimmt keine Steigerung. Eher so im Gegenteil.
Bedeutet das eine Umverteilung von Redakteuren in das Lokale oder ist das nur PR?
@fragezeichen
natürlich reine pr. So will man die neuen schwächen kaschieren.
@Wazzens
Das wird der Leser dann aber merken und sich ärgern.
Das was bei der WP am Montag kommen soll ist ja alles gut und schön….auf dem Papier! Das Konzept Richtung Leser ist richtig und anscheinend hat man sich bei der WP wirklich Gedanken gemacht. NUR: Im westlichen Erscheinungsgebiet kann man nicht mit 3 Lokalthemen auf Seite 1 eigene Werbung machen, wenn man den Inhalt quasi von der WR übernimmt, was ist denn daran eigenes (und Exclusives) und wie will man sich dort abheben? Es ist 1:1 der gleiche Inhalt zur WR nur mit anderen Kopfleisten. Da hätte eben Herr Zapp den dortigen Redaktionsschließungen niemals zustimmen dürfen. Da sieht man eben, in welche fatale Situation Schickler die Lokalredaktionen gebracht hat. Einerseits will man sich lokal informativer und leserfreundlicher aufstellen, aber wegen fehlender Konkurrenzsituation laufen diese Bemühungen irgendwie ins Leere.
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Trotzdem darf man auf Montag gespannt sein, wie sich die “Blaue” neu aufstellt. Dort, wo sie den Redaktionssitz behalten hat KÖNNTE das Konzept neue Leserschaften ansprechen.
Ob es Ende Oktober zur Schließung fast aller leserläden auch eine Pressemitteilung gibt?
Vielleicht sollte man sich fragen, warum die WAZ fast überall Ippen unterliegt. Es könnte daran liegen, dass dort wirklich auf das Lokale gesetzt wird und man sich einen schmalen Mantel leistet.
@realist
schau dir mal bitte als Beispiel unsere WP-Redaktion im kreis Soest an. Da sitzen meines Wissens inzwischen 10 Redakteure inklusive zweier Redaktionsleiter. Die ippen-Konkurrenz hat die Hälfte. Und macht eine bessere Zeitung samt auflagenzuwachs….
Eben habe ich mit einem institutionellen Abonnenten gesprochen, oder besser gesagt: Ex-Abonnenten. Zitat: “Wir haben die andere Zeitung abbestellt. Es ist ja sowieso derselbe Lokalteil drin.” Recht hat der Mann. So wie er werden sich inzwischen viele Behörden, Kulturkreise, Schulen, Praxen, Gastronomen usw. entschieden haben. Die nutzen jetzt eben auch “Synergien”! Ob die glorreichen Schicklers und deren ahnungslose Apologeten diesen (vermutlich nicht unerheblichen) Effekt bedacht hatten?
Ich bin ebenfalls sehr gespannt auf die neuen Auflagenzahlen.
Zweimal werden wir noch wach, heißa dann ist relaunchtach…
Thema “Neue WP”: Naja nicht schlecht, aber noch steigerungsfähig! Man sollte sich noch mehr von der WR im Bereich des Mantels abgrenzen und noch weniger ddp (die sogar jetzt auf den Lokalseiten platziert werden) benutzen. Es kann zum Beispiel nicht sein, dass ein Ereignis aus Wenden (Olper Raum = WP-Raum) auf Seite 3 von ddp “verfrühstückt” wird, wo ist dann der Beitrag von den dortigen lokalen Kollegen????
Nur wer einmal geliebt hat, kann auch hassen!!!
Ich wünsche diesem Laden, dass er die Quittung für all das bekommt, was er da ausrollt.
Weitere zig Tausend Abbestellungen und abwandernde Mitarbeiter, die (hoffentlich) was anderes finden. Eine immer wache Konkurrenz!! Uns möge es die richtigen eines Tages auch mal treffen…………..tschö!
Was musste ich in etlichen Ausgaben lesen: Heute wurde extra “ein Draht” in die Redaktion geschaltet – ja sind die sonst nicht telefonisch erreichbar?
@Wut!
Deine frommen Wünsche in allen Ehren, aber sie sind unnötig. Und sie tun den Kolleginnen und Kollegen, die bleiben mussten, sicher nicht gut.
Auch mir lag meine Zeitung einst sehr am Herzen, denn sie war meine berufliche Heimat, mehr als zwei Jahrzehnte. “Gut gelaunt in den Tag…” hieß es früher, auch für mich. Nun ja, das ist vorbei. Geschichte. Es entwickeln sich neue Perspektiven. Wie sagte H. Hesse? “Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen.” Wut? Ach was. Wieso denn? Und das mit den Abbestellungen, so fürchte ich, das schafft das jetzige Management sowieso. Leider.
@all:
Schreibt doch bitte etwas Fundiertes zum Relaunch der WP. Ich persönlich war enttäuscht, bin aber kein Fachmann.
@relaunch
mehr lokales habe ich in der montagsausgabe der wp nicht gesehen
wohl aber mehr mantel
mal schauen, was die woche so bringt, vor allem, wo die anzeigen(seiten) landen – im mantel oder im lokalen?
Die “neue WP” – heute mit nur noch 2 x 14 Seiten statt der angekündigten 2 x 16 Seiten – “mehr lokales”….
lasst uns hoffen das sich die neue wp ordentlich schlägt, denn das wäre für den einheitsbrei waz+wr+nrz endlich der beweis
das der contentdesk eine todgeburt ist und reitz der falsche kapitän!….was wäre das für ne freude!!!!
bis jetzt sollen wenige beschwerden zu wp gekommen sein…
man hat mit mehr auflauf gerechnet,ein gutes zeichen
das war beim relaunch der waz ja anders
Nach dem “Die neue WP”-Relaunch folgt nun die Werbeoffensive. Da werden doch neuen Abo-Bestellern 150 EURO als “Werbegeschenk” versprochen… Unglaublich.
Erst fährt man den Karren vor die Wand, nun, da er arg verbeult ist, versucht man den Lack wieder aufzufrischen. Ohne die Macken auszubügeln…
Sicherlich werden einige Leser darauf anspringen, aber hat nicht die Masse gekündigt, weil die Qualität und die Quantität nicht mehr stimmten?
… soll doch alles besser geworden sein – oder werden.
Im Übrigen gibt es die 150 Mücken offenkundig nicht nur für WP-Neuleser. Auf Westen-Seiten habe ich das auch für die WR gelesen – ganz ohne Relaunch…