Essen. Bei der WAZ-Mediengruppe droht ein weiterer massiver Personalabbau. Nach Informationen des Gewerkschaftblogs medienmoral-nrw.de stehen im Bereich des Finanz- und Rechnungswesens 70 Arbeitsplätze auf der Kippe. Gerüchte liefen schon länger über die Flure der WAZ KG in der Essener Friedrichstraße. Sie wurden am Freitag vorletzter Woche erhärtet durch eine Mitteilung des Leiters des Finanz- und Rechnungswesens der WAZ-Mediengruppe, Stephan Künzer. Danach sollen 70 Arbeitsplätze der Debitoren und Kreditorenbuchhaltung von Essen nach Erfurt zur Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT) verlagert werden.

Aber nicht jeder Mitarbeiter aus den betroffenen Abteilungen kann mit einem Arbeitsplatz bei der ZGT rechnen, hieß es. Die Personalkosten wären um 30% zu hoch, dem solle nun entgegen gewirkt werden. Zwei Standorte sollen zukünftig die Arbeiten des Finanz- und Rechnungswesens übernehmen. In Essen verbleibt die Abschlussbuchhaltung und die Finanzen. Erfurt übernimmt die Massenarbeiten. Für einige Abteilungen des Finanz- und Rechnungswesen ist zukünftig Kurzarbeit nicht ausgeschlossen.

Die schlechten Nachrichten über den Abbau von weiteren 130 Arbeitsplätzen sollen detailliert auf einer Betriebsversammlung erörtert werden, die am 6. Oktober stattfindet.

Dazu hat der Betriebsrat auch Bodo Hombach eingeladen.

139 Kommentare zu “Bei der WAZ KG stehen bis zu 200 Arbeitsplätze auf der Kippe”

  1. [...] “Bei der WAZ-Mediengruppe droht ein weiterer massiver Personalabbau. Nach Informationen des Gewerkschaftblogs medienmoral-nrw.de stehen im Bereich des Finanz- und Rechnungswesens 70 Arbeitsplätze auf der Kippe. Gerüchte liefen schon länger über die Flure der WAZ KG in der Essener Friedrichstraße. Sie wurden am Freitag vorletzter Woche erhärtet durch eine Mitteilung des Leiters des Finanz- und Rechnungswesens der WAZ-Mediengruppe, Stephan Künzer. Danach sollen 70 Arbeitsplätze der Debitoren und Kreditorenbuchhaltung von Essen nach Erfurt zur Zeitungsgruppe Thüringen (ZGT) verlagert werden …” weiterlesen [...]

  2. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von ojour.de und zoom. zoom sagte: WAZ-KG: 200 Arbeitsplätze auf der Kippe: http://bit.ly/3tIoBI [...]

  3. Lach-Haftam 22.09.2009 um 22:48

    Geiles Blog. 200 Arbeitsplätze in Gefahr und bisher praktisch kein Kommentar. Dann hat man es auch nicht besser verdient.

  4. Der Bodoam 22.09.2009 um 22:55

    Und zum Jahresende sollen nach unbestätigten Informationen aus Mitarbeiterkreisen die Geschäftsstellen bzw. die Leserläden geschlossen werden. Die WAZ spart sich kaputt.

  5. Besorgter Mitarbeiteram 23.09.2009 um 04:39

    @ Bodo:

    Die Geschäftsstellen und Leserläden werden definitiv geschlossen, und zwar alle! Die ersten hat es bereits in den zurückliegenden Wochen und Monaten getroffen. Jetzt sind offensichtlich die kaufmännischen Mitarbeiter/innen der WAZ KG an der Reihe. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Kreditoren- bzw. Debitorenbuchhaltung wurden ja bereits von dem ihnen blühenden Schicksal (Arbeitslosigkeit und Hartz 4, denn wer will schon – selbst wenn er kann und darf – “freiwillig” rüber nach Thüringen?) in Kenntnis gesetzt. Unter den übrigen cirka 600 Leuten der WAZ KG geht das Zittern währenddessen weiter. 130 dürfen noch gehen – wer hat noch nicht, wer will noch mal?!

    Und unsere Geschäftsführer fahren Porsche und stellen reihenweise neue und kommende Führungskräfte ein (sogenannte Young Professionals). Um es mit Hagen Rether zu sagen: “Ich kann gar nicht soviel essen, wie ich kotzen möchte!”

  6. Besorgter Mitarbeiteram 23.09.2009 um 04:44

    PS: Wer jetzt noch Schwarz-Gelb für die richtige Wahl hält, dem ist echt nicht mehr zu helfen! Ich wähle die Linken, auch oder gerade weil das unseren Oberen nicht in den Kram passt (siehe den Lafontaine-Verriss in der NRZ vom 22. September).

  7. Kollegeam 23.09.2009 um 06:42

    @Besorgter Mitarbeiter
    Bodo Hombach ist, so glaube ich, immer noch in der SPD.

  8. Pressebeobachteram 23.09.2009 um 07:38

    @Lach-Haft: Wäre die WAZ jetzt ein metallverarbeitender Betrieb, würde die IG Metall selbstredend verständlichen Krawall machen. Aber…..noch Fragen? Die Bsirske-Truppe versteht sich mehr als Interessenvertretung für Einzelhandel und öffentlichen Dienst.
    .
    @und zu Kollege: Wolfgang Clement wollte man für weitaus minderen Peanuts aus der SPD ausschließen, ehe er von sich aus das Parteibuch seinem Ortsverein vor den Kopf geworfen hat. Mittlerweile würde B.H. besser in die Rüttgers-Partei passen.

  9. Pottblogam 23.09.2009 um 08:34

    200 Stellen in Gefahr * Neue “Westfalenpost” kurz bewertet * Projekttagebuch des Videopunks (WAZ gibt’s neues?)…

    Medienmoral NRW, das hier im Pottblog bereits oft erwähnte Gewerkschaftsblog, welches die WAZ-Mediengruppe “begleitet”, berichtet aktuell davon, dass bei der WAZ KG bis zu 200 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen.
    Diesmal nicht im r…

  10. Ruhrpilot » ruhrbaroneam 23.09.2009 um 09:28

    [...] WAZ: 200 Jobs bei der KG auf der Kippe…Medienmoral NRW [...]

  11. Katharina Borchertam 23.09.2009 um 09:34

    @BesorgterMitarbeiter: Nicht ganz. Die “Young Professionals” sind nicht neu eingestellt, sondern unter diesem Stichwort konnten Abteilungen Nachwuchskräfte für ein Weiterbildungsprogramm in Zusammenarbeit mit der Hamburg Media School nominieren.

  12. Fakeam 23.09.2009 um 11:28

    @Katharina Borchert: hm ja, natürlich alles stromlinienförmige Kandidaten, die natürlich keine eine eigene Meinung haben- und nur den von oben vorgebenenen Weg mitgehen dürfen, der sich mehr und mehr als völlig falsch erweist. Eigene Meinung und andere Ansichten wären auch gefährlich, sind Herrn Stemmle und Herrn Wahls auch nicht wirklich gut bekommen…..

  13. Kollegeam 23.09.2009 um 11:45

    @Pressebeobachter
    Und Gewerkschafter ist Bodo, so fürchte ich, auch immer noch…

  14. Medienmoralam 23.09.2009 um 13:04

    hier einige Medienreaktionen auf unsere Blogmeldung
    http://www.wuv.de/nachrichten/medien/waz_steht_vor_massivem_stellenabbau
    http://www.dwdl.de/story/22703/bericht_weitere_200_jobs_bei_wazgruppe_auf_der_kippe/
    http://www.turi2.de/2009/09/22/heute-waz-streicht-laut-gewerkschaft-200-stellen-7016549/
    mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de

  15. Katharina Borchertam 23.09.2009 um 13:08

    #Fake: Was für ein Unfug. Ich kenne natürlich nicht jeden einzelnen Teilnehmer, aber aus unserer kleinen Abteilung kommen garantiert keine meinungslosen, glattgebügelten Kandidaten. Eher im Gegenteil.

  16. Mindestlohnam 23.09.2009 um 15:21

    Gespart wird nur ausdrücklich n u r bei den Personalkosten, in Thüringen gibts die Mitarbeiter für die Hälfte der jetzigen Kosten, und in 3 Jahren sind die Abteilungen wieder in Essen. Siehe Vertrieb, der gerade im Aufbau ist und vor 2 Jahren nach “Hartz” geschicklert wurde.

  17. Alter Kollegeam 23.09.2009 um 15:50

    @Katharina Borchert
    Wir wissen aber natürlich auch beide, dass sich die Bestrebungen, Menschen mit Hilfe von Abfindungen und angekündigten Versetzungen über weite Distanzen hinweg “betriebsfreundlich” zu entfernen, in erster Linie gegen die älteren Mitarbeiter wenden. Das sind dann in der Regel auch die mit den teureren und unbefristeten Arbeitsverträgen. “Young Professional” – honi soit qui mal y pense.
    Ob Ihre Mitarbeiter “stromlinienförmig” sind, wie hier jemand mutmaßte, vermag ich nicht zu sagen. Dass sich aber die Jüngeren, zumal mit befristeten Arbeitsverträgen, leichter lenken lassen und nicht so widerborstig sind, sagt Ihnen jeder Student der Betriebswirtschaft im zweiten Semester. Dass allerdings mit den Älteren zugleich ein Riesenkapital an Erfahrungen auf Nimmerwiedersehen entsorgt wurde und wird, das sage ich Ihnen.

  18. Nachtigallam 23.09.2009 um 19:02

    Ich möchte nicht wissen, wie viele Stellen bei WAZ Dialog oder WVW landen, wo ja bekanntlich wesentlich weniger bezahlt wird als bei WAZ KG. Tätigkeiten werden an sogenannte Servicepunkte (Reisebüros, Zeitschriftenhändler etc.) vergeben. Die WVW-Geschäftsstellen übernehmen die Aufgaben der geschlossenen WAZ-Geschäftsstellen. Teilweise gibt es nur einen fachkundigen Mitarbeiter, dem mehrere Aushilfskräfte zur Seite stehen. All das, was die WAZ in ihrer Berichterstattung anprangert, ist im eigenen Hause zu finden.
    Wenn keine Indianer mehr da sind, was machen dann die vielen Häuptlinge?
    Vielleicht fragen sie dann auch mal Schickler.

  19. richtigam 23.09.2009 um 21:12

    @Alter Kollege: Gib’ dir keine Mühe. Die Dame ist selbst noch ein “young professional”. Mit dem Unterschied, dass sie nicht erst auf ein Weiterbildungsseminar musste, nachdem Bodo und ihr Papa sich einig waren.

  20. Hannesam 23.09.2009 um 21:36

    @richtig:
    Alter Kollege hat’s auf den Punkt getroffen. Ich denke nicht, dass er K.B. überzeugen will.

  21. Zeitzeugeam 24.09.2009 um 11:33

    @Nachtigall: Jetzt startet der Verlag eine Pemium-Abo Kampagne. Von Leserläden und Geschäftsstellen wird eine aktive Unterstützung erwartet. Hat man da noch nicht bemerkt, daß es viele gar nicht mehr gibt und die frei gewordenen Mitarbeiter gekündigt oder in der Fläche verteilt werden. Ende offen.
    Und man wird weiterhin so tun, als wenn nichts geschehen wäre und niemand wird eine Kommunikation mit den betroffenen Mitarbeitern suchen – ob in den Redaktionen, bei der KG oder im Medienverkauf. Wer kritisch – besorgt – fragt, wird sofort als Bedenkenträger und nicht positiv ausgerichtet dargestellt.

  22. jeromeam 24.09.2009 um 16:33

    Gewisse Entscheidungsträger sollte man endlich an die Krokodile verfüttern … ist aber wahrscheinlich eh zu spät.
    Eigentlich bin ich ja ein friedlicher Mensch, aber wenn man sieht, wie der Karren mutwillig in den Dreck gefahren wird und dann mit den Mitarbeitern umgesprungen wird – da kommt mittlerweile einfach nur noch Hass auf …

  23. Schlechtes Futteram 24.09.2009 um 17:38

    @jerome (”Gewisse Entscheidungsträger sollte man endlich an die Krokodile verfüttern”)
    .
    Bitte hierzu unbedingt §3 Abs. 10 TierSchG beachten: “Es ist verboten, einem Tier Futter darzureichen, das dem Tier erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden bereitet.”
    .
    SCNR

  24. Wazismusam 24.09.2009 um 18:25

    WAZ-News überall: Videoschnipsel für den Online-Auftritt werden ab sofort auch vom ZDF gekauft (Medizin-Themen usw.). Und mit Burda wird angeblich über eine Vertriebs-Kooperation verhandelt. Wohin das wohl führt?

  25. Nachtigallam 24.09.2009 um 19:35

    #Wazismus
    Redaktion ist durch, Finanz- und Rechnungswesen ist auch klar, Anzeigenbereich ist noch in Arbeit. Jetzt auch noch Vertrieb? Ja, da braucht die WAZ demnächst nur noch ein Einfamilienhaus für den Rest der Belegschaft. Aber im Hause WAZ ist alles ruhig. Wo bleibt der Aufschrei? Vielleicht bei der Betriebsversammlung am 6.10.

  26. Margaret Pynchonam 24.09.2009 um 23:12

    @besorgtermitarbeiter
    @fake:
    Das Rummäkeln an allem ist nicht zielführend. Die Ausbildung der WAZ ist immer noch gut und kann sich sehen lassen. Das liegt nicht zuletzt an der Arbeit der JSR (Volontäre) und der kaufmännischen Abteilungen (z.B. Young Professionals).
    .
    Schade ist nur, was mit den Leuten gemacht wird und gemacht wurde, die die WAZ zu dem gemacht haben, was sie ist: Ein geldstrotzendes Unternehmen, das leider in eine falsche Richtung geführt wird.
    .
    Mehr und Besseres im Lokalen statt Beliebigkeiten im Mantel, der von 85 Leuten gefüttert wird und damit letzlich teurer ist als ein unverhandelter dpa-Bezug nebst Vollredaktion.
    .
    Aber das ist eben der Aktionismus auf der Führungsebene: Wahnwitizge Konzepte (Schickler und Co.) werden durch noch wahnwitziger Ideen getoppt, weil man nichts anderes vorzuweisen hat, Verträge verlängert werden wollen und den Gesellschaftern Silberstreifen am Horizont aufzuzeigen sind.
    .
    Jetzt auch noch die Kooperation mit dem ZDF….
    .
    Vielleicht sagt Hombach ja auch mal bei der BV, wo’s eigentlich hingehen soll.
    Oder Reitz erklärt bei seiner 2. Rundreise in vier Jahren durch die Lokalredaktionen im Spätherbst mal, was er sich so eigentlich unter einer Lokalzeitung vorstellt, bei der die Redakteure kaum noch Zeit haben, um sich um Dinge zu kümmern, die Leser heute wollen. Von wegen Schickler 1:1 (one man – one page) Die Realität sieht doch längst anders aus, liegt bei 2:1 oder höher (zwei Seiten – ein Redakteur). Bei seiner Leitungs- und Leistungsbilanz würde ich mich nicht mal mehr in eine Lokalredaktion hineinwagen…
    .
    @katharina Borchert
    Das stimmt, mit der Nominierung von Nachwuchskräften, ist aber nur Schminke – in die Weiterbildung der Redakteure wird seit Jahren kaum noch Geld investiert.
    .
    Dadurch – und durch den Auskauf von Redakteuren gibt es eine Errosion an Qualität und (vor allem lokalem) Wissen (”Bundesfinanzminister zu Guttenberg” lässt grüßen). Zumal: Im Hugo-Archiv steht längst nicht alles, was kollektives Redaktionswissen ist/war.
    .
    Dieser Errosion beugt die Print-Chefredaktion aber nicht vor. Das ist grob fahrlässig und beschädigt die Substanz. WAZ-Weiterbildung: Gestoppt bzw. nur noch für Redaktionsleiter.

  27. Medienmoralam 26.09.2009 um 15:58

    hier noch ein Bericht aus der Süddeutschen Zeitung
    http://www.sueddeutsche.de/a5X38V/3067336/Die-WAZ-Ecke.html
    mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de

  28. kamikazekatzeam 26.09.2009 um 18:56

    Es ist ein Trauerspiel. Immer neue Zahlen, immer neue Zahlenspiele und keiner sagt, was eigentlich Ziel der ganzen Maßnahme ist. Was, wenn nach der Personaldezimierung keine Leser mehr da sind? Keine Leser – keine Anzeigen – kein Umsatz. Und dann? Zusammenlegung mit der WVW? Von der Aufmachung her sind sie sich ja schon ähnlicher geworden. Soll die Zeitung etwas auch nur noch 1-2x wöchentlich erscheinen?? Wäre doch auch mal ein Zahlenspiel wert, oder? Ließe sich bestimmt eine Menge mit sparen. Dann sind aber auch etliche der sogenannten Vorgesetzen irgendwie übrig, oder?
    Es ist schade drum!!

  29. Briskoam 26.09.2009 um 19:22

    mit der Kooperation von WAZ-Mediengruppe und ZDF setzt sich heute kritisch Steffen Grimberg in der taz auseinander, nicht nur derwesten.de soll das öffentlich-rechtliche Material verwenden dürfen, auch NRW TV, an der die WAZ-Mediengruppe beteiligt ist
    http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/zdf-bilder-auch-fuer-nrw-tv/

  30. Hannesam 26.09.2009 um 21:16

    @medienmoral:
    Ich mag den Artikel nicht. Er ist eine Liebedienerei für die Konzernleitung der WAZ.

  31. [...] Medienmoral NRW, das hier im Pottblog bereits oft erwähnte Gewerkschaftsblog, welches die WAZ-Mediengruppe ‘begleitet’, berichtet aktuell davon, dass bei der WAZ KG bis zu 200 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen. [...]

  32. Zeitzeugeam 27.09.2009 um 12:44

    @kamikazekatze
    Ziel kann doch nur sein, sich von allem zu trennen was zu viel Geld kostet und unbequem ist. Von unzufriedenen Lesern, Kunden, Mitarbeitern……Wenn man dann feststellt, daß sich mit den verbliebenen traurigen Überresten kein Geld mehr verdienen läßt, sucht man nach den Schuldigen. Das sind dann die Leser, die den Qualitätsjournalismus nicht lesen wollten, Kunden, die die Qualität der Produkte nicht erkennen konnten und Mitarbeiter, die unangemessen viel Geld für ihre Arbeit gefordert haben.

  33. Aufgewacht!!!am 27.09.2009 um 21:47

    Liebe Kolleg(innen),
    seid Ihr blind und taub? Wie kann es sein, daß es immer noch Kolleg/innen gibt, die aus allen Wolken fallen? Die erst jetzt anfangen, sich Gedanken über die Zukunft zu machen? Seit langer Zeit steuert “der Kahn” in die falsche Richtung! Hintern hoch und auf!!! Bestimmung? -Mit Vollgas- die Karre vor die Wand…!

  34. Briskoam 28.09.2009 um 11:57

    wenn nichts mehr aufwärts geht bei der Auflage, dann dürfen plötzlich auch mal die Leser “ein Wörtchen mitreden”, zumindest bei der Redaktion der Westfälischen Rundschau in Wetter und Herdecke, da soll nämlich ein Leserbeirat eingerichtet werden
    http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/wetter/2009/9/24/news-134410329/detail.html

  35. Medienmoralam 28.09.2009 um 14:26

    Katharina Borchert, Chefredakteurin von “DerWesten.de” und Geschäftsführerin der WAZ NewMedia GmbH (und gelegentliche Beiträgerin hier im Blog), wird zum 1. April 2010 Geschäftsführerin von Spiegel Online. Die entsprechende Pressemitteilung der WAZ-Mediengruppe dazu gibt es hier
    http://www.waz-mediengruppe.de/fileadmin/template/Inhalte/Downloads/PDF/Pressemitteilungen_2009/PMKatharina_Borchert.pdf
    mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de

  36. Tschüss Tollwütigeam 28.09.2009 um 20:56

    Lyssa haut ab. Nun sind die Jungs wieder unter sich.

    War’s so schrecklich mit denen? Bestimmt.

  37. Klaus Mülleram 29.09.2009 um 08:46

    Die Borchert macht sich aus dem Staub, bevor auffällt, dass sie lediglich immense Kosten verursacht hat, ohne Zugriffszahlen oder Werbeumsätze in nennenswerter Höhe zu steigern. Cleverer Schachzug. Gehen bevor jemand nachrechnet.

    Der Westen ruckelt immer noch. Zuletzt bei der Kommunalwahl. Nennenswerte Funktionen wie das Geo-Tagging funktionieren gar nicht, andere nur sehr schleppend. Über die HuGO-Schnittstelle müssen wir gar nicht reden.

    Mit der Dachmarken-Strategie hat Borchert den Zeitungstiteln erheblich geschadet und den Einheitsbrei Content Desk vorweggenommen. Die Community, angepriesen als MySpace für die Region, ist ein Witz. Ein Großteil der – ach so wichtigen – Kommentare stellt einen permanenten Verstoß gegen Persönlichkeitsrechte dar.

    Ihr Nachfolger wird es angesichts eine Millionendefizits schwer haben, bei WAZ New Media Kündigungen zu vermeiden.

    Das Einzige, wovon Frau Borchert wirklich etwas versteht, ist Eigenmarketing. Darin ist sie ihren Chefredakteurskollegen Reitz, Oppers und Hinz sehr ähnlich.

    Als es darum ging, von Kündigung bedrohte Kolleginnen und Kollegen aus den Zeitungshäusern einzustellen, hat Borchert schamlos ihre eigenen Interessen verfolgt.

    Wir sollten ihr wirklich keine Träne nachweinen.

  38. Pressebeobachteram 29.09.2009 um 08:50

    Was hat sich SPIEGEL ONLINE eigentlich dabei gedacht? Bisher habe ich gerade dieses Online-Portal vom SPIEGEL-Verlag als absolut mustergültig und qualitativ ansprechend gehalten. Ob das so bleiben wird? Leider ist der DER WESTEN bis heute einiges schuldig geblieben und steht den Online-Portalen der regionalen Konkurrenz in vielerlei Hinsicht zurück. Bodo Hombach ist anscheinend der Einzige, der aus dem Schwärmen für DER WESTEN nicht mehr herauskommt. Aber jedem seine eigene Meinung!
    .
    Na ja, letztendlich müssen die jetzt in Hamburg wissen, ob das alles so richtig und eine gute Entscheidung war.

  39. kamikazekatzeam 29.09.2009 um 13:03

    Frau Borchert geht. Der supermoderne NewsDesk verwaist? Da scharrte doch bestimmt schon länger einer mit den Hufen.

  40. unglaublich!!am 29.09.2009 um 13:41

    Vielleicht reicht mein Geist nicht mehr aus, das, was bis jetzt bei der waz abgelaufen ist, auch nur entfernt zu verstehen! Über Jahre war ich der Meinung, das Verlagsgeschäft von “der Pike auf” zu kennen und muss jetzt feststellen, ich war nur ein blöder Kostenfaktor, der nur glaubte, zum Erfolg des Verlags beigetragen zu haben. Frage: Wie sind die Eigner-Familien eigentlich an ihre Privatvermögen gekommen? Und wo ist meins?!

  41. Platzgemachtam 29.09.2009 um 16:42

    Pressebeobachter zum Borchert-Wechsel:

    Tjaa, was hat sich Spiegel-Online eigentlich dabei gedacht. Beim Spiegel wird eben auch zunehmend nicht mehr in journalistischen Kriterien gedacht. Das schlägt sich dann auch sichtbar in der Personalauslese nieder. Warum sollte es im Spiegel-Verlag tendenziell anders sein als in anderen Medien? Das ist der Geist der Medienzeit.

  42. Platzgemacht IIam 29.09.2009 um 17:26

    Pressebeobachter zum Borchert-Wechsel:

    Es muss noch präziser formuliert sein sein: Es geht eben vielfach und zunehmend nicht mehr nach journalistischen QUALITÄTSKRITERIEN.

  43. fiftyruhram 29.09.2009 um 19:35

    Frau Borchert wird bei Spiegel Online Geschäftsführerin, nicht Chefredakteurin. Also: noch mache ich mir keine Sorgen um mein Lieblingsnachrichtenportal… ;o)

  44. Gewerkschafteram 29.09.2009 um 21:33

    Leute,

    Ihr seid arme Schweine. Die WAZ ist jetzt der Bayernkurier der NRW-CDU. Da fällt es jedem schwer, noch solidarisch zu sein. Die WAZ schreibt die linken Parteien systematisch kaputt und macht nur noch für Rüttgers Propaganda. Dafür möchte ich keine Abokosten mehr bezahlen, tut mir leid.

  45. Katharina Borchertam 01.10.2009 um 11:01

    @Klaus Müller: Wir haben die Reichweite um 300 respektive 490 Prozent gesteigert und die Werbeerlöse im ersten Jahr um fast 800 Prozent. Was genau ist daran bitte katastrophal?
    Auf die HuGo-Schnittstelle habe ich leider keinen Einfluß.
    Wie genau haben wir den Zeitungen mit der Dachmarkenstrategie geschadet? Können Sie das irgendwie belegen?
    Und natürlich haben wir auch viele Fehler gemacht und längst nicht alles hat so funktioniert, wie wir es erhofft hatten. Das passiert aber auch Firmen wie Google. Und die Null-Risiko-Strategie der Jahre zuvor hat die WAZ im Internet auch genau Null vorangebracht.
    Und könnten Sie bitte auch Ihre letzte Äußerung bezüglich der Einstellungen der von Kündigungen bedrohten Redakteure erläutern? Inwiefern habe ich da Eigeninteressen verfolgt, schamlos gar? Wir hatten transparent ausgeschrieben, alle Gespräche von der PA begleiten lassen und dann Kollegen übernommen. Wo ist da der Fehler?

  46. Kolleginam 01.10.2009 um 14:06

    1. Prozentrechnung macht mich schon seit der Schulzeit misstrauisch. Klingt oft nach schön viel, ohne wirklich viel zu sein. Absolute Zahlen sind mir deshalb lieber. Also: 800 Prozent Werbeerlöse von wieviel? Doch hoffentlich nicht nur von 1 Euro in der Eröffnungsbilanz der WAZ New Media? “300 respektive 490 Prozent” Reichweite: dito.
    2. Manche Formulierungen klingen auch nach viel, machen aber auch misstrauisch. Beispielsweise O-Ton WAZ: “Katharina Borchert studierte Jura und Journalistik in Hamburg und Lausanne.” Demnach zwar schön studiert, aber eben wohl keinerlei Studienabschluss. Stimmts? Falls ja, sollte man solch einen Satz besser weglassen. Oder näher erläutern.

  47. Kolleginam 01.10.2009 um 14:29

    Oh, eines habe ich noch vergessen, hoch verehrte Frau Borchert: Dass das dauernde, kostenlose Verramschen redaktioneller Arbeit jeweils am Abend vor Veröffentlichung der Printausgaben diesen geschadet hat, erklärten uns viele (Ex-)Leser mit dem schlichten Satz: “Steht sowieso alles im Internet”. Und dass dieses schädliche, kostenlose “Online First” mit Einführung der Dachmarkenstrategie stark forciert wurde, weiß niemand besser als Sie.
    Wenn Sie nun mit leicht triumphierendem Unterton (warum eigentlich?) feststellen, die Null-Risiko-Strategie der vorangegangenen Jahre habe im Internet null gebracht, so müssen Sie sich fragen lassen, zu wessen Lasten das Risiko, das Sie eingingen, ging. Zu Ihren? Kaum. Sie hatten ja die schöne Quersubventionierung durch lokalen Content. Während die Lokalausgaben ausbluten, feiern Sie vergleichsweise minimale Steigerungen. Wie sagt Luther? Auf fremdem Arsch ist gut durchs Feuer reiten!
    Dabei haben Sie das einst selbst ausgegebene Ziel, DerWesten zum führenden regionalen Online-Portal zu machen, offensichtlich nicht erreicht. Aber jetzt wechseln Sie ja zu einem der Marktführer. Für Sie persönlich hat es also geklappt. Glückwunsch.

  48. fiftyruhram 01.10.2009 um 15:09

    Was ich nie verstehen werde:
    Warum bieten die Online-Auftritte der Zeitungen fürs Lokale bzw. Regionale (also dort, wo sie unschlagbar sind) nicht lediglich kurze nachrichtliche Anschmecker mit den Hinweis: Mehr und ausführlicher in Ihrem Lokalteil?
    Der Chronistenpflicht im Internet (für die stets auf kostenlos pochenden Newsjunkies und Wahnnetzigen) ist damit Genüge getan. Und Online würde die Lokalzeitung, die ja die Inhalte liefert, so wenigstens nicht völlig kannibalisieren. Weil sie in jedem Fall mehr bietet.

  49. Pressebeobachteram 01.10.2009 um 16:48

    @fiftyruhr: Dein Hinweis auf “Appetithäppchen” hat es schon einmal am 21.12.2008 von einem anderen Blogger gegeben:

    http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/#comment-3265

    Die Idee ist auf jeden Fall diskussionswürdig. Die Anschmecker auf jeden Fall so auf den Westen stellen, alles andere muß in ein Premium-Bereich, wo jedermann entweder im Abo oder für den Einzelbeitrag zahlt.

  50. Traumjobam 01.10.2009 um 16:59

    Bevor Schickler bei der WAZ weiter Unsinn macht, wäre da ein verlockendes Angebot: ich denke, da werden die viel dringender gebraucht :-)
    .
    http://www.ftd.de/sport/fussball/1bundesliga/news/:schalke-in-finanznot-mitarbeitern-gekuendigt/50017463.html

  51. Besorgter Mitarbeiteram 01.10.2009 um 17:25

    Zu Frau Borcherts Arbeit kann und will ich mich nicht weiter äußern. Grundsätzlich ist DerWesten keine schlechte Sache, nur kam dieser gemeinsame Internetauftritt der WAZ-Zeitungstitel geschätzte zehn Jahre zu spät. Eines jedoch muss man Frau Borchert zugute halten: Anders als beispielsweise die Herren Reitz oder Oppers, hat sie auf dem Gang oder im Aufzug auch für fremde Leute aus dem Haus immer ein freundliches “Hallo” auf den Lippen. So verdorben kann Frau Borchert dann doch (noch) nicht sein. Immerhin hat sie bald einen Job bei dem scheinbar krisensicheren Spiegel.

    Die Veröffentlichungen im heutigen Pressespiegel indes machen mir Angst. Wenn Herr Hombach sich einerseits auf dem Oktoberfest in München fröhlich-feiernd ablichten lässt, noch dazu für unsere Yello-Press-Titel und (gerüchteweise) im Rahmen einer bezahlten Dienstreise, andererseits jedoch einen weiteren massiven Stellenabbau im Verlag ankündigt, dann passt was nicht zusammen. Das ist das, was man allgemein unter Wasser predigen und Wein saufen versteht. Ganz toll auch Hombachs Spruch: “Wir drucken Zeitungen, kein Geld!”.

    Herr Hombach, wussten Sie eigentlich, dass Geld keine Zeitungen kauft?! Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken. Oder wie Fritz Eckenga in seiner wöchentlichen WDR 2-Glosse zu sagen pflegt: “Viertelstunde, das schaffst du schon!”

  52. (Noch-)WAZleram 02.10.2009 um 05:01

    Liest der Betriebsrat der WAZ-KG hier eigentlich auch mit? Fall ja, sollten wir dieses Forum dazu nutzen, Fragen und Anmerkungen für die Betriebsversammlung am kommenden Dienstag zu sammeln. Vor Ort traut sich – aus durchaus nachvollziehbaren Gründen – ohnehin niemand, den Mund aufzumachen.

  53. WR-leram 02.10.2009 um 07:09

    @(Noch)-Wazler
    Die Betriebsräte – aus sattsam bekannten Gründen – auch nicht.

  54. Klaus Mülleram 02.10.2009 um 07:57

    @Katharina Borchert: Wie Sie zu ihrem Ergebnis kommen, müssen Sie mir mal erklären. Ein Blick in die Statistiken bei IVW zeigt, dass sie seit September 2007 die Nutzung der WAZ-Internet-Seiten verdoppeln konnten. Das ist angesichts der rasanten Entwicklung im Internet völlig normal.

    Ein Beispiel:Im Mai 2006 lagen die 5 WAZ-Titel, die gewestet wurden, bei fast 18 Mio Seitenabrufen und rund 2 Mio Besuchen, im Mai 2007 waren es 25 Mio Seitenabrufe und 2,6 Mio Besuche. Im Mai 2008 unter DerWesten.de 31 Mio Seitenabrufe bei 3,6 Mio Besuchen und im Mai 2009 bei 51 Mio Seitenabrufe bei 6,2 Mio Visits.

    Wie kommen sie da auf 300 bzw 490 Prozent?

    Vielleicht, weil sie die Zahlen von August 2009 zugrunde legen.
    Da hatte DerWesten 78 Mio Seitenabrufe bei 6,8 Mio Beuschen. Allerdings waren nur 51 Mio redaktioneller Inhalt. Mehr als 20 Millionen Seitenabrufe kamen durch Spiele zustande. (Im Mai waren es noch knapp 1 Mio.)

    Was wollen sie aus dem Westen machen: Eine Daddel-Community? Und was aus Spiegel online? Eine Spielhölle?

    Was die Vermarktungszahlen angeht: Die kann man glauben oder nicht. Aber nicht nachprüfen. Und deshalb sind sie hier irrelevant.

    Was ihre Personalpolitik angeht: Das war ja schon Thema im Juni auf der Betriebsversammlung der WAZ/NRZ. Da klang das aber ganz anders. So sollen sie sich zum Beispiel geweigert haben, die 20 Stellen für die Regio-Onliner vollständig aus dem Bestand der WAZ-Gruppenzeitungen zu besetzen. Zudem sollen Leitungsfunktionen besetzt worden sein ohne Ausschreibung.

    Stimmt das etwa nicht?

    Seltsam auch, dass kein Redakteur von WAZ.de in den Westen gewechselt ist.

    Alle erfolgreichen Onlineportale in Deutschland stehen in Verbindung mit einer starken Marke. Spiegel, Bild etc… lediglich die größte Regionalzeitung in Deutschland hat ihren Auftritt auf einen Reiter reduziert.

    Aus vielen Gesprächen mit Lesern und Nutzern weiß ich, dass das gar nicht gut ankommt, dass die Indentifikation fehlt.

  55. Katharina Borchertam 02.10.2009 um 12:10

    @Klaus Müller: Ich habe in der Tat die Augustzahlen zugrunde gelegt. Auch die alten Auftritte haben nicht unbeträchtlich Reichweite durch Spiele generiert, diese aber nicht als solche ausgewiesen. Wir machen unser Vorgehen heute lediglich transparenter. Und einer unser Kollegen hat in einer ruhigen Minute ein Spiel programmiert, das den Nutzern erstaunlich viel Spaß macht (die Spiele von externen Anbietern, die es schon auf den alten Seiten gab, werden eh nicht gezählt bei uns). Schränkt das in irgendeiner Form unsere journalistische Leistung ein, weil auf irgendeiner Unterseite korrekt ausgewiesen das Spiel liegt? Nein.
    Soll ich das Angebot dem Nutzer besser vorenthalten?

    - Der Vergleich in der Vermarktung beruht auf dem Vergleich der heutigen Umsätze zu den damaligen Umsätzen aller fünf Auftritte. Und ja, das können ich natürlich leider nicht für jeden nachprüfbar offenlegen.

    - Zur Personalpolitik: Ich habe mich überhaupt nie geweigert, alle Stellen mit bestehendem Personal zu besetzen. Ganz im Gegenteil. Ich habe von Anfang an (also auch bereits bei der allerersten Ausschreibung 2006 großen Wert darauf gelegt, möglichst viele Kollegen aus dem Haus selbst für das Projekt zu gewinnen).
    Ich habe mich allerdings geweigert Kollegen zu übernehmen, die das Vorstellungsgespräch eingeleitet haben mit den Worten “also ich hab ja keine Ahnung von Online und mich dafür auch noch nie besonders interessiert, aber mein Lokalchef hat mir gesagt, es sei besser für mich, hier mal vorzusprechen”. Im übrigen haben wir mittlerweile alle Regio-Stellen erfolgreich mit tollen Kollegen aus dem Haus besetzt, worüber ich sehr froh bin.
    Die Position des Regio-Leiters, die so gar nicht vorgesehen ist, haben wir nicht ausgeschrieben, das ist richtig. Denn diese Position gibt es als eigene Stelle gar nicht. Ein sehr online- und lokalerfahrener Kollege der WP, der schon früh zu uns gewechselt ist, hat sich bereiterklärt, zusätzlich zu seiner Funktion als Regio-Onliner weitere Koordinations- und Leitungsaufgaben zu übernehmen. Es gab laut Aussage der Personalabteilung überhaupt gar keine Veranlassung, da irgendetwas auszuschreiben.
    Wir hätten übrigens gerne verdiente Kollegen von waz.de übernommen (was diese auch wissen), aber die Betroffenen wollten, wie übrigens auch die Kollegen der WR, zu unserem großen Bedauern nach vielen Jahren mühevoller Onlinearbeit lieber wieder mehr selbst schreiben und sind daher zurück zu Print gewechselt.

    - Aus sicherlich nicht weniger Gesprächen weiß ich, dass DerWesten sehr gut angenommen wird, auch von Zeitungslesern, und sehr wohl hohes Identifikationspotential besitzt. Ich denke, da wird jeder reichlich Unterstützer für die eigene Position finden. Ich stelle Ihnen aber auch gerne die Ergebnisse einer Studie vor (wir haben die natürlich nicht selbst gemacht, sondern ein Institut beauftragt), wonach die befragten Zeitungsleser wie -nichtleser das Dachmarkenkonzept für sehr gelungen halten. Die hier im Haus zurecht geführte Markendiskussion interessiert draußen im Markt viel weniger Menschen als wir intern gerne denken mögen.

  56. Katharina Borchertam 02.10.2009 um 12:12

    @Besorgter Mitarbeiter: Danke fürs “Bemerken”. Zum Glück erweist sich gute Kinderstube zumindest bei mir als sehr verderbnisresistent.

  57. Soniboyam 02.10.2009 um 19:31

    Hallo,

    auch wenn das Thma “derwesten.de” nicht gerade zum Thema dieses Thread gehört wundere ich mich aber doch, wie hoch gelobt dieses Portal doch wird.
    Komisch finde ich jedoch, das in meinem doch recht großen Bekanntenkreis es kaum einer gut findet. Darunter sind aber recht viele, die damit selber ihr Geld im und mit dem Internet verdienen.
    Aber ob ein besseres Portal Arbeitsplätze im Debitoren/Kreditorenbereich retten würde ist sowieso fraglich..

    lg
    Soniboy

  58. Besorgter Mitarbeiteram 02.10.2009 um 20:13

    @ Soniboy:

    Der Internetauftritt der WAZ-Zeitungstitel hat zunächst einmal recht wenig mit den von der Verlagerung nach Thüringen bedrohten Arbeitsplätzen in der Debitoren- bzw. Kreditorenbuchhaltung zu tun. Sicher, derwesten.de ist ein kostenintensives Angebot, das sich gerade in Zeiten der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise allein durch Werbung kaum refinanzieren lässt.

    Wenn die Geschäftsführung plant, bislang in Essen beheimatete Arbeitsplätze nach Erfurt zu verlagern, dann geschieht das nicht ohne Hintergedanken. Fakt ist, dass die betroffenen MitarbeiterInnen in aller Regel nicht mal eben den beruflichen wie privaten Standort wechseln können oder wollen, sei es weil der Partner beruflich gebunden ist oder man (gemeinsames) Eigentum besitzt. Die Herren Hombach und Nienhaus spekulieren indes darauf, dass sich möglichst viele Leute “freiwillig” mit einer Abfindung aus dem Unternehmen verabschieden. Außerdem: Wer sagt denn, dass es nicht schon bald in Thüringen in Punkto Arbeitsplatzabbau kräftig zur Sache gehen wird? Erste Ankündigungen gibt es doch bereits.

    Retten lässt sich das Unternehmen WAZ nur mit einem radikalen Richtungswechsel, unter Austausch der bestehenden Führungsriege. Vielleicht gibt es ja Unternehmensberatungen, die nicht nur Kostensenkungen und Profitmaximierung im Angebot haben, sondern auch zukunftsfähige Konzepte. Schickler hat die jedenfalls nicht.

    Unsere Leser wünschen sich:
    - eine aktuelle, informative, journalistisch gut aufbereitete Tageszeitung mit dem Schwerpunkt Lokalberichterstattung
    - ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis statt immer weniger Seiten für immer mehr Geld
    - einen kompetenten Vor-Ort-Service anstelle eines anonymen Callcenters mit unterbezahlten und schlecht geschulten Mitarbeitern

    All das hat es bis zum vergangenen Herbst gegeben. Dann kam die sogenannte WAZ-Axt. Wird ihr nicht endlich Einhalt geboten, dann droht ein sozialer Kahlschlag, wie es ihn in über 60 Jahren WAZ noch nie gegeben hat. Mit tiefschürfenden Folgen für die Betroffenen und das Unternehmen.

  59. Fahrstuhlam 02.10.2009 um 20:38

    Katharina B. mag im Fahrstuhl grüßen. Aber sie kann sich auch abschotten und Leute abwimmeln wie jeder gewöhnliche Machtmensch. Ich spreche aus Erfahrung.

  60. Besorgter Mitarbeiteram 03.10.2009 um 06:41

    Wäre mal schön zu erfahren wie der Beitrag aussieht, den Geschäftsführung und Gesellschafter zum Sparkurs der WAZ-Mediengruppe beisteuern. Vermutlich gibt es gar keinen.
    Ansonsten wünsche ich mir am Dienstag von Herrn Hombach zu erfahren, wie er den in schwerer Seenot geratenen Dampfer WAZ wieder auf Kurs bringen will. Damit meine ich natürlich nicht weitere Personalstreichungen auf unterster Ebene, sondern Konzepte zur Steigerung der Qualität unserer Zeitungen und zur Stabilisierung der Auflage. Soll mir keiner sagen, dass WAZ, NRZ, WR und WP nur deshalb so schlecht dastünden, weil wir im Ruhrgebiet ein strukturelles Problem mit der Arbeitslosigkeit und der Kaufkraft hätten. Das haben andere Regionen auch. Andere Zeitungen in Deutschland verlieren auch an Auflage, aber keine so dramatisch wie WAZ und Konsorten. Auch die angebliche Werbekrise ist zu einem guten Teil selbstverschuldet. Jahrzehnte lang hat man sich in unserem Haus nur um die großen Fische gekümmert, die kleinen hat man den Anzeigenblättern überlassen. Heute zeigt sich, wohin uns die Abhängigkeit von Aldi, Lidl, Media Markt & Co. geführt hat: An den Rand des Abgrundes. Springen diese Großkunden auch noch ab, dann haben unsere Tageszeitungen ein echtes Einnahmeproblem. Ein Blick über den Tellerrand, z. B. in den Norden oder Süden der Republik zeigt, dass lokale Händler nach wie vor dazu bereit sind, in der Tageszeitung zu werben. Nur müssen die Konditionen, Reichweite und Anzeigenpreise, stimmen.

    Herr Hombach, haben die neunmalklugen Herren von Schickler das in ihren Konzepten auch bedacht?

  61. Klaus Mülleram 04.10.2009 um 05:29

    @alle: Sorry, dass ich ein wenig vom Thema abschweife. Muss aber sein, da es leider keinen Pfad gibt, der sich mit dem Umgang von Katharina Borchert mit der Waheheit beschäftigt.

    @Katharina Borchert: Gut, dann gucken wir mal auf die Augustzahlen. Da hatte DerWesten 78 Mio Seitenabrufe bei 6,8 Mio Besuchen. Die Zeitungstitel hatten im August 2007 zusammen 36 Mio Seitenabrufe bei 2,8 Mio Besuchen. Egal, wie sie es drehen und wenden, 300 bzw. 490 Prozent Zuwachs sind schlicht und einfach erstunken und erlogen. Punkt!

    Wenn Sie seriös rechnen, dann müssen sie sogar noch 20 Mio Seitenabrufe abziehen wegen der Spiele. Dann würden sie bei 58 Mio Seitenabrufe im Vergleich zu 36 Mio vor zwei Jahren rechnen. Das sind nicht einmal 100 Prozent, gell?

    Außerdem liegen die erreichten Zuwächse in etwa im Branchentrend.

    Außerdem: Die Zugriffszahlen der Einzel-Titel haben sich innerhalb von zwei Jahren zwischen August 2005 und August 2007 auch verdoppelt (Von 16 Mio auf 36 Mio), die Besuche konnten ebenfalls erheblich gesteigert werden (von 1,8 Mio auf 2,8 Mio).

    Wer sich selbst von den Fakten überzeugen will: http://www.ivw.de

    Was ihre Behauptungen zu den Stellenbesetzungen angeht:
    Zur Ausschreibung der Leitungsstelle haben die Betriebsräte öffentlich eine andere Position vertreten. Die Tatsache selbst erklären Sie zwar wortreich, aber bestreiten sie im Grunde nicht.

    Im übrigen mag ich mir nicht recht vorstellen, dass alle abgewiesenen Kollegkinnen und Kollegen eine solche von ihnen beschriebene Bräsigkeit an den Tag gelegt haben. Im Gegenteil: Ich kenne nur Kollegen, denen auch auf Nachfrage nicht erklärt werden konnte, was denn genau ihr Arbeitsgebiet beim Westen sein sollte.

    Zu den Kollegen von WAZ.de habe ich gegenteilige Informationen. Da steht Aussage gegen Aussage. Zu den Fakten gehört allerdings, das ein Kollege lieber die Abfindung genommen. Vermutlich, weil er mehr schreiben wollte. Die anderen beiden sind in die Redaktionstechnik/ins Layout gewechselt. Auch da schreibt man bekanntermaßen extrem viel.

    Die von ihnen erwähnte Studie würde ich in der Tat gerne mal lesen. Stellen Sie sie doch einfach in den Westen. Ich hoffe nur, dass sie seriöser ist als ihr Umgang mit Fakten.

  62. Klaus Mülleram 04.10.2009 um 06:01

    @Katharina Borchert: Zu den Spielen. Es geht hier nur um die Vergleichbarkeit von Zahlen. Und da lässt sich m.E. nur redaktioneller Content seriös miteinander vergleichen.

    Außerdem: Die Titel hatten in 8/07 ebenfalls ca 1,2 Mio Seitenabrufe für Spiele gemeldet. Ob das alles war, kann ich nicht beurteilen. Ich kann mir allerdings auch kaum vorstellen, dass die WAZ-Mediengruppe frisierte IVW-Zahlen meldet

  63. Offlineram 04.10.2009 um 22:15

    @Klaus Müller
    ..
    Der kreative Umgang mit der Wahrheit zeigt sich bereits, wenn sie mit Sätzen wie “in meinem Jurastudium habe ich gelernt…” gelegentlich suggeriert, sie sei Juristin. Tatsache ist: Studium abgebrochen, Abschluss nicht geschafft.

  64. off969am 04.10.2009 um 23:31

    @K. Borchert
    Sie sollten nicht versuchen, hier eine Erfolgsgeschichte zu schreiben. Die Zahlen sind doch mehr als eindeutig:
    Die erste IVW-Notierung für derwesten.de gibt es für den Dezember 2007 und weist für redaktionellen und von Usern generierten Content 13.530.806 PI’s aus. Für das zum Hauptwettbewerber erklärte Portal rp-online.de gab es im gleichen Monat 29.986.153 PI’s. Der Rückstand von derwesten.de gegenüber rp-online.de betrug also für Dezember 2007 genau 16.455.347 PI’s.
    Die Vergleichszahlen für August 2009: 53.378.540 PI’s für derwesten.de und 70.200.97 PI’s für rp-online.de. Der Rückstand von derwesten.de gegenüber rp-online.de: 16.821.557 PI’s.
    Dabei muss man wissen, dass in der aktuellen Klickzahlen von derwesten.de knapp 10 Mio Klicks enthalten sind, die über reviersport.de generiert (und bezahlt) werden, weil der Mantel- und Lokalsport der Titel z.B. an den sportintensiven Samstagen gemessen an der online-Konkurrenz nicht wettbewerbsfähig ist (auch nicht sein kann).
    Für 2008 hatte Hombach – wohl befeuert durch den Borchert-Optimismus – angekündigt, man werde rp-online.de bis Jahresende überholt haben. Das wurde fulminant verpasst und wenn Frau Borchert heute die online-Games verteidigt, dann ist das die gleiche Frau Borchert, die 2007 erklärt hat, online-Games würden nicht zum Qualitätsprofil von derwesten.de passen.
    So hält es die RP auch heute noch: 34.604 Klicks auf online-Games im August 2009. Bei derwesten.de wurden 21.022.426 Klicks auf online-Games gezählt.
    Für 2010 hatte Hombach in mehreren Interviews 2007, 2008 und auch noch 2009 angekündigt, derwesten.de werde 2010 „schwarze Zahlen“ schreiben. – Das Gegenteil ist richtig, das Defizit wächst und wächst, aber jetzt gibt es ja die schöne Ausrede der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise.

  65. Frenzyam 05.10.2009 um 06:16

    Vielleicht dämmert es ja der aphrodisierten Altherrenriege nach dem Weggang ihrer stöckelbeschuhten “Lyssa”, dass die Dame nicht nur viel Geld, sondern vor allem auch den Wert der Printausgaben verbrannt hat, um ihre heiße Luft zu produzieren!

  66. Löweam 05.10.2009 um 20:45

    Ist das hier die Seite für Frau Borchert oder für fast 200 Mitarbeitern, denen Ungemach geschehen soll?
    Wer sich über Frau Borchert aufregen möchte, dafür bitte eine eigene Seite schaffen. Hat hier nichts zu suchen. Danke.

  67. kaumzuglaubenam 05.10.2009 um 21:31

    @Löwe
    Du sprichst mir aus der Seele!!! Wo stehen denn Kündigungen an bzw. sind schon vollzogen? In der Verwaltung u. den GST bzw. LL!!!
    Das Thema wird ignoriert! Aber wir sind ja nur das “Fußvolk”, das an der Basis arbeitet.

  68. Crasham 05.10.2009 um 21:34

    Betriebsräte lesen mit und werden auf der kommenden Betriebsversammlung für ihre Kolleginnen und Kollegen das Wort ergreifen … 200 Arbeitsplätze auf einer Betriebsversammlung “abhandeln”, Sozialplan verhandeln und alles ist dann “gut gelaufen”, das ist nicht unser Ziel. Wir sehen uns morgen und werden auf dieser Versammlung als auch danach für die Sicherung unseres Standortes und der Arbeitsplätze in unseren Abteilungen eintreten.

  69. Löweam 06.10.2009 um 13:42

    zu Crash: Waren Sie nicht auf der Betriebsversammlung? Habe nichts gehört von Ihnen. Vom Betriebsrat schon. Von “abhandeln” war da nie die Rede. Also bitte diese Art von Kommentaren einzustellen. Das hilft wirklich keinem.

  70. Alter Kollegeam 06.10.2009 um 14:13

    @Löwe “Ist das hier die Seite für Frau Borchert … Hat hier nichts zu suchen.”
    .
    Das Thema Borchert hatte Medienmoral in diesen Diskussionsfaden eingestellt. Es ist also völlig korrekt, dann auch hier entsprechend zu kommentieren.
    .
    Außerdem darf man davon ausgehen, dass die Ansichten einer Geschäftsführerin der WAZ-Gruppe, egal in welchem Thread, auf großes Interesse stoßen und dass ihre Tätigkeit und Geschäftspolitik im Online-Bereich große Auswirkungen auch auf die Arbeitsplätze bei der WAZ KG haben dürfte. Das Thema hat hier also durchaus etwas zu suchen – im Gegensatz zu Versuchen, anderen hier den Mund zu verbieten.
    .
    Übrigens rechne ich es Frau Borchert, deren Ansichten ich längst nicht in allen Punkten teile, hoch an, dass sie sich hier trotz mancher heftigen Angriffe an der Diskussion beteiligt. Das ist für jeden, der die WAZ-Gruppe länger kennt, eine völlig neue Kultur.

  71. Löweam 06.10.2009 um 16:32

    Es hat keinen Sinn und Zweck bei Medienmoral. Thema verfehlt “alter Kollege”.

  72. Crasham 06.10.2009 um 16:49

    Die Betriebsversammlung hat nichts Neues für die Betroffenen
    aus Kreditoren- und Debitorenbuchhaltung gebracht. Erschütternd war die Verkündung des Abbaus der Arbeitplätze durch die Betriebsräte vor allem auch für diejenigen, die vorher nichts vom Outsourcing oder Arbeitsplatzabbau in ihrer Abteilung wussten. Dieser Vortrag gehört immer den Arbeitgebern, evtl. wäre dabei auch mehr an Infos an die Betroffenen weiter gegeben worden. Der Verlust der Arbeitsplätze mit vorheriger einjähriger Kurzarbeit scheint fest geschrieben zu sein. Leider haben die Betriebsräte keine Berater, Gutachter oder ähnlich versierte Fachleute, die ihnen zur Seite stehen. Die Betriebsräte der Zeitungsverlage hatten Berater und Gutachter und sie haben betriebsbedingte Kündigungen verhindert. Herr Hombach sagte, dass nichts fest gesetzt ist. Das sollte bei den Verhandlungen berücksichtigt werden, nichts ist gesetzt, alles ist offen. Die Arbeit muß am Standort Essen bleiben, unredlich ist, wen nur Sozialpläne verhandelt werden und keine Maßnahmen zum Arbeitsplatzerhalt ergriffen werden.

  73. (Noch-)WAZleram 06.10.2009 um 18:11

    @ Crash:

    Allein die Tatsache, dass der Betriebsrat der WAZ KG bereits seit dem 19. August über den geplanten Personalabbau in der Verwaltung informiert war, spricht Bände. Bislang hat der Betriebsrat stets den Eindruck zu erwecken versucht, man wisse lediglich von den Personalmaßnahmen in der Kreditoren- und der Debitorenbuchhaltung. Heute dann der Schock für die Kolleginnen und Kollegen der Post- und Kurierstelle und der Hausverwaltung: Ihre Arbeitsplätze sollen outgesourced werden. Diese Maßnahme scheint vom Betriebsrat der WAZ KG bereits abgesegnet worden zu sein. Das, obwohl deren stellvertretende Vorsitzende selbst mal in der Poststelle gearbeitet hat und sich das dort zu erzielende Einsparpotential nun wirklich im Erdnussbereich bewegt. Diejenigen, die sich tagtäglich sprichwörtlich den Arsch aufreissen, Pakete und sonstige Post schleppen und dabei ohnehin am unteren Ende der Einkommensskala herumkrebsen, sollen nun noch weiter nach unten durchgereicht werden.

    Herr Hombach, Herr Kopatzki, Herr Lucht, Frau Schmidt: Wo ist ihr soziales Gewissen? Dass die WAZ-Mediengruppe in Nöten steckt, möchte ich gar nicht in Zweifel ziehen. Jedoch sind viele Probleme hausgemacht. Der Wasserkopf auf den oberen Ebenen wird immer größer und vor allem teurer, während die kleinen Arbeiter und Angestellten für die Fehlentscheidungen der letzten Jahre büßen müssen. Wo ist denn der von Ihnen beschworene Qualitätsgewinn bei unseren Zeitungen? Glauben Sie da wirklich dran, Herr Hombach? Stellen Sie sich doch mal mit unserem WAZ-Mobil für einen Vormittag in eine Fußgängerzone. Was Sie sich da an Kritik von ehemaligen und (Noch-)Lesern anhören müssten, dürfte Sie glatt aus den Schuhen hauen.

    Herr Hombach, ich glaube Ihnen, dass Sie sich nicht persönlich um alle Belange kümmern können. Doch glauben Sie mir und den Kolleginnen und Kollegen, wenn wir Ihnen aus unserer täglichen Arbeit sagen, dass eine Vielzahl von Lesern mit der Qualität und der Quantität unserer Tageszeitungen längst nicht mehr zufrieden ist. Neben dem Inhalt (beliebige Themenauswahl, ausgedünnte Lokalteile) werden immer häufiger die vielen Grammatik- und Rechtschreibfehler kritisiert. Auch der Service ist ein Sorgenkind. Seit der Einführung von WAZ Dialog als zentrale Anlaufstelle für alle Serviceangelegenheiten, klagen unsere Leserinnen und Leser zunehmend über schlecht geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Telefon, die in vielen Angelegenheiten nicht einmal wissen, mit wem sie überhaupt verbinden sollen. Und nun sollen auch noch die verbliebenen Leserläden und Geschäftsstellen zugunsten eines fragwürdigen Shop-In-Shop-Systems geschlossen werden.

    Was wir dringend bräuchten, ist ein Mehr an Qualität und Service auf allen Ebenen sowie eine Rückkehr zu den Zeitungsumfängen, wie wir sie bis zum Herbst des vergangenen Jahres hatten! Auch die Kanibalisierung der Tageszeitungen durch den Westen muss ein Ende haben! Warum sollten sich die Leute unsere Zeitungen kaufen, wenn sie viele Berichte schon am Vorabend online lesen können?! Hier muss endlich wieder mehr Exklusivität her! Schlagzeilen und Kurzberichte ja, ausführliche Informationen und archivierte Beiträge aber nur für die Abonnenten unserer Zeitungen.

    Herr Hombach, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WAZ-Mediengruppe hätten viele Ideen, was man wo wie besser machen könnte. Nur scheint das leider nicht zu interessieren.

  74. Nachtigallam 06.10.2009 um 20:44

    Ist es in der Unternehmensspitze noch nicht angekommen, dass das größte Kapital eines Unternehmens kompetente und loyale Mitarbeiter sind? Schon jetzt sind die Auswirkungen zu spüren, wie Noch-(WAZler) hier treffend beschrieben hat. Und an die Betriebsräte: Wie wäre es denn mal mit Sachkompetenz, mit Gegengutachten. Es gibt sicher noch andere Methoden für Einsparungen außer Personalkostensenkung. Herr Hombach hat gesagt, er sei für Vorschläge offen. Also ran an die Arbeit, Sozialpläne sind auch teuer.

  75. Richtigam 06.10.2009 um 21:00

    (Noch-) WAZler – Nur scheint das leider nicht zu interessieren.

    Genau. Aber hier weiß wohl keiner mehr was wen noch interessiert. In den Chefetagen scheinen alle nur noch Amok zu laufen. Alle Abteilungen geraten außer Rand und Band, keine Linie zu erkennen, nur noch Chaos. Wie soll das nur weitergehen…

  76. Jutta Schmidtam 06.10.2009 um 23:24

    Über offene Fragen freuen wir uns und setzen uns auch damit auseinander. An anonymen Fragen, Beschuldigungen und Andeutungen nehmen wir nicht teil. Sie sind überhaupt nicht hilfreich.
    Sonst immer gerne.

  77. (Noch-)WAZleram 07.10.2009 um 04:53

    @ Jutta Schmidt: “Über offene Fragen freuen wir uns und setzen uns auch damit auseinander. An anonymen Fragen, Beschuldigungen und Andeutungen nehmen wir nicht teil. Sie sind überhaupt nicht hilfreich (…)”

    Warum wohl, Frau Schmidt, haben im Rahmen der gestrigen Betriebsversammlung nur wenige Leute den Mumm gehabt, Fragen zu stellen oder gar Kritik an den Plänen von Geschäftsführung und Personalleitung zu üben? Weil sie schlichtweg Angst vor Repressalien und dem Verlust ihrer Arbeitsplätze haben! Ein Betriebsrat, der sich nach außen als Vertrauenskörper der Mitarbeiter darstellt, hinterrücks jedoch das Outsourcing von Poststelle und Hausverwaltung abnickt, trägt nicht gerade zur Vertrauensförderung bei. Hier trifft es genau diejenigen, die ohnehin kein großes Einkommen und erst recht keine Lobby haben!

    Überhaupt: Was ist das für ein Betriebsrat, der sämtliche Absichten der Geschäftsführung als gegeben hinnimmt? Sie haben gestern selbst gesagt, dass der Betriebsrat keine Kündigungen verhindern könne. Es geht also nicht mehr um das ob, sondern allein um das wie! Und auch hier drohen die von dem Verlust ihrer Arbeitsplätze betroffenen MitarbeiterInnen ein zweites Mal übers Ohr gehauen zu werden: Statt Abfindungen auszuhandeln, die sich prozentual gesehen auf demselben Niveau befinden wie in den Redaktionsbereichen, soll eine Transfergesellschaft gegründet werden. Was sollen die MitarbeiterInnen unserer Buchhaltungsabteilungen davon halten? Glauben Sie allen ernstes, dass jemand, der die 40 oder 45 überschritten hat, noch ernsthaft eine Chance auf dem (ersten) Arbeitsmarkt hat? Wohl kaum.

    Kolleginnen und Kollegen, wir müssen uns selbst helfen und um unsere Arbeitsplätze kämpfen! Sonst sind wir unweigerlich verloren.

  78. Aja Lenzam 07.10.2009 um 12:18

    Liebe Jutta
    In diesem Blog sind eine ganze Menge Fragen an den Betriebsrat der WAZ KG gestellt worden, besser gesagt an den Kollegen Lucht und dich. Dass sie anonym gestellt wurden, versteht jeder, vor allem der, der schon mal mit der WAZ Geschäftsleitung zu tun hatte. Wenn der Betriebsrat von den geplanten Kündigungen bereits am 19.8.2009 wusste, warum wurde die Belegschaft nicht informiert und mit den KollegInnen beraten, was zu tun ist? Warum verkündet der Betriebsrat die Kündigungen auf der Betriebsversammlung und überlässt das nicht der Geschäftsleitung und macht damit die Entlassungen zu seiner eigenen Angelegenheit. Anlass zur Freude sind diese Fragen nicht, aber die Kollegen haben ein Recht auf Antwort.
    Den Kolleginnen und Kollegen raubt es den Schlaf, dass ihre Existenz bedroht ist. Davon zeugen auch die Zeitangaben der eingestellten Kommentare. Ich kann das sehr gut verstehen, weil ich gemeinsam mit meinen Kolleginnen aus dem Schreibpool in der gleichen Lage war. Als wir damals voraus sagten, dass wir nur die ersten sind, die es trifft und Massenentlassungen bei der WAZ bevorstehen, haben uns noch sehr wenige geglaubt. Die Konzernleitung verfolgte schon vor Hombach, aber vor allem mit ihm, das Motto: teile und herrsche. Die Salamitaktik ist inzwischen zu einer offenen Schlacht ausgeweitet worden. Als wir seinerzeit als Vertrauensleute von einem gewerkschaftsfeindlichen Verhalten der Medien-Konzerngruppe und ihrer Repräsentanten sprachen, sollten wir gar wegen Verleumdung belangt werden.
    Die Zeit hat uns Recht gegeben. Wir haben bereits damals die Erfahrung gemacht, dass nur wer kämpft gewinnen kann und die Rücknahme von politisch-motivierten Kündigungen mit großer Solidarität erstritten.
    Dieser Weg ist sicher nicht einfach.
    Es gab bereits wichtige und gute Ansätze, die Hombach-Walze zu stoppen und den Kampf um jeden Arbeitsplatz aufzunehmen. Diese sollten wir auswerten und steigern. Deswegen stimme ich (Noch-)WAZler zu.

  79. Jutta Schmidtam 07.10.2009 um 12:44

    Hallo Aja,

    die Begründung warum erst jetzt, wurde gestern auf der Betriebsversammlung erklärt. Das die Vorgesetzten ihre Mitarbeiter nicht oder kaum informieren, können wir nicht ändern. Wir haben immer dazu aufgefordert. Auch zu einzelnen Abteilungsversammlungen, die aber kaum etwas nützen, wenn die Vorgesetzten “keinen Termin frei haben”. So blieb es an uns gestern, die Zahlen zu nennen. Und wir haben eine Intranetseite, auf der wir informieren, sobald es aktuelles gibt. Und es ist keine Frage, um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu fechten. Ich denke, das haben wir auch schon außreichend bewiesen. Aber wir können wohl kaum veröffentlichen, um welche Mitarbeiter/innen es sich dabei handelt.
    Wir würden uns wünschen das nicht ein Arbeitsplatz verloren geht. Nicht der Betriebsrat überlegt sich die Einsparungen, das kommt von Arbeitgeberseite. Und wir geben nie was im vorhinein verloren.

    Grüße Jutta

  80. Crasham 07.10.2009 um 18:43

    Wir wollen unsere Arbeitsplätze bei der WAZ KG erhalten und wir wollen, dass der Betriebsrat, auch Herr Lucht und Frau Schmidt sich dafür einsetzen.
    Es ist an der Zeit die Kolleginnen und Kollegen der betroffenen Abteilungen ernst zu nehmen, ihre Existenzängste zum Maßstab des Handelns machen.

    Verhandlungen über Sozialplan, Abfindungen, ein Bewerbungstraining, oder ähnliche auf der Betriebsversammlung vom Betriebsrat angesprochene Maßnahmen können nur im Konsens mit der Belegschaft erfolgen.

    Wer von den Betroffenen wurde gefragt? Der Betriebsrat wurde von der Belegschaft gewählt, nun soll der Betriebsrat sich auch für diese einsetzen. Für den Erhalt der Arbeitsplätze nicht aber für einen Ausgleich für den VErlust der Arbeitsplätze. Das erwarten wir vom Betriebsrat und zwar von jedem einzelnen BR Mitglied.

    Verhandelt nicht im stillen Kämmerlein, macht nicht nur Andeutungen, sondern redet über die ganze Wahrheit.

  81. Ameiseam 07.10.2009 um 19:13

    Schlimmer gehts nimmer.

    Kein Chef hat Zeit, die Mitarbeiter über geplanten Arbeitsplatzabbau zu infomieren, schlechtes Timing. Alle sind in Urlaub, wenn 186 MAK abgebaut werden sollen. Keiner fühlt sich zuständig.
    Herr Kopatzki sitzt unweit von Herrn Lucht auf dem Podium und trotzdem muss H. Lucht die Nachricht überbringen ….

    Aber ein Zeitplan steht, im November sollen trotz der großen Zeitnot alle Betroffenen Bescheid bekommen, so Herr Kopatzki auf der Betriebsversammlung.

  82. Kein Verständnisam 07.10.2009 um 19:14

    @Betriebsrat,

    die Einladung zur Betriebsversammlung erfolgte nach § 43 Betriebsverfassungsgesetz, zumindest war es auf der Einladung so zu lesen. Kann es sein, dass ihr, der Betriebsart, ihn überhaupt nicht kennt? In jedem Kalendervierteljahr muss der Betriebsrat eine Betriebsversammlung einberufen. Viel wichtiger ist aber, er muss einen Tätigkeitsbericht gegenüber der Belegschaft abliefern. Die letzte Betriebsversammlung fand im Januar statt. Kann man daraus schließen, dass der Betriebsrat das letzte halbe Jahr Däumchen gedreht hat?

    Auf der Versammlung fiel nicht einmal das Wort “Interessensausgleich”. Der Betriebsrat kann dem Arbeitgeber Vorschläge zur Beschäftigungssicherung machen, auch darüber kein Wort. Oder fehlt hier der Sachverstand?

    @Jutta Schmidt,

    die Vorgesetzten sollen die Mitarbeiter informieren? Ich fasse es nicht. Was hat der Betriebsrat für ein Interesse es nicht zu tun?

    Schade, dass es kein Gremium gibt, dass die Kollegen vor den Betriebsrat schützt.

  83. (Noch-)WAZleram 07.10.2009 um 19:48

    @ Jutta Schmidt: “Aber wir können wohl kaum veröffentlichen, um welche Mitarbeiter/innen es sich dabei handelt.”

    Kann man aus dieser Aussage folgern, dass die Namen der vom Verlust ihrer Arbeitsplätze bedrohten MitarbeiterInnen bereits feststehen? Falls ja, gibt es eine Sozialauswahl? Auch wenn einige Vorgesetzte die bitteren Wahrheiten (noch) zurückhalten: Je länger die Ungewissheit andauert, desto stärker werden der psychische Druck auf und die berechtigten (Zukunfts-)Ängste der Beschäftigten.

    @ Aja Lenz:
    Vielen Dank für Ihre Solidarität und Ihre Anteilnahme! Obwohl ich nicht unbedingt Ihre politische Gesinnung teile, so haben Sie mit Ihren Ausführungen – leider! – recht. Trotzdem wird sich auch unter den Beschäftigten der WAZ KG keine öffentliche Protestbewegung entwickeln, wiederum aus Angst vor Repressalien und dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes. Jetzt, wo die Umstrukturierungen in den Redaktionsbereichen de facto abgeschlossen und die dort verbliebenen MitarbeiterInnen eingeschüchtert sind, geht auch keine Silbe mehr an den WDR heraus. Dabei wäre es mehr als angebracht, den Personalabbau im WAZ-Verlag publik zu machen. Wer selbst über andere (be-)richtet, muss das umgekehrt ebenfalls aushalten können.

  84. Nachtigallam 07.10.2009 um 19:58

    Wenn schon Herr Hombach auf der Betriebsversammlung sagte, er sei für Vorschläge offen und die Vertreterin von Verdi dem Betriebsrauf auf die Sprünge half, indem sie vorschlug, Sachverständige einzuschalten, steht ja entsprechendem Handeln jetzt wohl nichts mehr im Wege. Die Mitarbeiter haben deutlich gemacht, dass sie ihre Arbeitsplätze behalten und nicht mit Abfindungen in die Arbeitslosigkeit geschickt werden wollen. Und wie schon ganz richtig gesagt wurde, das wird auch mit Recht vom BR erwartet. Man kann den Mitarbeitern nur raten, dem Betriebsrat die Bude einzurennen und Druck zu machen.

  85. (Noch-)WAZleram 08.10.2009 um 06:31

    Herr Hombach ist als einer von zwei Gruppengeschäftsführern darauf angewiesen, was ihm die Bereichsleiter berichten. Und wenn ein gewisser Herr Reitz behauptet, man habe mit weniger Leuten in den Redaktionen die inhaltliche Qualität der Tageszeitungen steigern können, dann muss das Herr Hombach zunächst als gegeben hinnehmen. Aber das war schon immer so. Noch zu Zeiten eines Herrn Dr. Gaßdorf wurden die Abozahlen regelmäßig geschönt, weil die damals zugegebenermaßen äußerst moderaten Auflagenrückgänge sonst zu einem heftigen Donnerwetter geführt hätten. Warum sollte das heute, wo jedem Bereichsleiter weitere Assistenten und Trainees zur Seite stehen, anders sein? Auf jeder Ebene werden Informationen (heraus-)gefiltert, vorzugsweise die schlechten.

    Über die Qualität unserer Produkte und den Service unseres Hauses indes entscheiden und urteilen ganz allein unsere Leser! Und jeder von uns, der in irgendeiner Weise Kundenkontakt hat weiss, dass die Verärgerung und der Frust über ausgedünnte, inhaltlich belanglose und mit Rechtschreib- und Grammatikfehlern übersäte Zeitungen von Tag zu Tag wächst. Hinzu kommen Probleme in der Zustelllogistik. Immer häufiger steckt die Zeitung deutlich später als um 6 Uhr in der Frühe in den Briefkästen. Vielfach werden die Zeitungen trotz vorhandener Briefkästen einfach vor die Haustüren gepfeffert. Mit der Folge, dass die Kunden morgens erst einmal die Beilagen einsammeln dürfen und mitunter eine völlig durchnässte Tageszeitung in der Hand halten. Herr Hombach, ist das etwa so gewollt? Ich glaube kaum.

    Auch der Service von WAZ Dialog ist, gelinde gesagt, unter aller Kanone, was aber nicht in der mangelnden Arbeitsbereitschaft der dort Beschäftigten begründet liegt, sondern in der Arbeitsdichte und der Aufbürdung immer neuer Aufgaben.

    Ich kann mich nur wiederholen: Was wir brauchen, ist eine Qualitätsoffensive auf allen Ebenen! Bei den Tageszeitungen, Online und nicht zuletzt im Service. Das alles ist aber nur mit qualifizierten und gerecht (=tariflich) entlohnten MitarbeiterInnen zu schaffen. Statt immer neue Kostensparprogramme aufzulegen, sollte sich die Geschäftsführung einmal mit den von mir geschilderten Problemen an der Basis beschäftigen und nach zukunftsfähigen Konzepten suchen. Dann kann und wird es auch wieder aufwärts gehen.

  86. Interessierter Leseram 19.10.2009 um 20:36

    Hallo,

    wie zu lesen ist, wird hier auch viel die Schuld für schlechte Ergebnisse oder schlechte Leistungsbedingungen auf die Führungspersönlichkeiten der WAZ KG angezeigt.

    Vielleicht hilft sich mal Luft zu verschaffen und diese zu bewerten. Dazu würde ich vorschlagen: http://www.bizzwatch.de

    Ähnlich wie bei den Lehrern sollte solch eine Bewertung dann wohl auch rechtlich möglich sein.

    lg
    ein interessierter LEser

  87. Besorgter Mitarbeiteram 24.10.2009 um 06:01

    Neues von Jutta Schmidt, gestern im Intranet entdeckt: “Auch am 22.10.09 hat der Betriebsrat (Verhandlungsgruppe) mit der Personalleitung noch keine Übereinstimmung in allen Punkten der Vereinbarung (Sozialplan) erzielt. Der Rahmen steht (soweit). Die Ausgleichszahlungen werden noch weiter verhandelt. Nächster Termin ist wahrscheinlich der 5.11.09.”

    Danke, Frau Schmidt! So sieht es also aus, wenn der WAZ-Betriebsrat um jeden einzelnen Arbeitsplatz kämpft. Mit den Ausgleichszahlungen sind wahrscheinlich ohnehin nur die Summen gemeint, die an unsere Betriebsräte fließen, damit diese sang- und klanglos das Todesurteil über knapp 200 MitarbeiterInnen abnicken. Die Kolleginnen und Kollegen aus der Poststelle hat man ja bereits über die Klinge springen lassen.

    Von Protest und Widerstand innerhalb der Belegschaft ist indes weit und breit keine Spur! Leute, habt ihr euch etwa schon mit der bevorstehenden Arbeitslosigkeit und Hartz 4 abgefunden?!

  88. rheinfallam 25.10.2009 um 19:28

    @Besorgter Mitarbeiter
    Bei uns steht die Belegschaft hinter den Betriebsräten und zerfetzt sie nicht in alle Stücke. Die Aussage, das Gelder an den Betriebsrat gehen sagen mir:
    Du bist nur noch pathologisch interessant!
    Gott sei Dank können die meisten noch denken …im Gegensatz zu dir. Schlimmer gehts nimmer. Klink dich aus dem Geschehen aus.

  89. Beobachteram 25.10.2009 um 22:39

    @rheinfall:
    Das jemand so blöd wäre, irgendeinen Betriebsrat bei irgendeiner Gesellschaft der WAZ zu bestechen, halte ich auch für unwahrscheinlich.
    Die sind nämlich ALLE – patholgisch betrachtet – schon längst mausetot oder – zumindest – bewegungsunfähig.
    Warum sollte man an einen von euch Geld verschwenden?
    WIR stehen trotzdem voll hinter euch. Denn nur da ist man vor euch sicher.

  90. Nicht bestechlicham 26.10.2009 um 08:33

    Bestechlichkeit ist Unsinn. Wenn schon mal einer vom Betriebsratsvorsitzenden und Gewerkschaftsboss mitten in den Verhandlungen zum Chefredakteur avanciert, sollte uns das nicht weiter beunruhigen. Ist völlig normal.

  91. Nachtigallam 26.10.2009 um 15:58

    Hallo, auf welchem Niveau bewegen wir uns denn jetzt?
    Tatsache ist jedoch, dass von den Betriebsräten herzlich wenig zu hören ist, es fließen weder Informationen noch wird die Lage diskutiert nach dem Motto “schön alles unter dem Deckel halten, bis die Bombe platzt”. Und die Mitarbeiter gehen in Deckung, damit es sie nicht trifft. Aber es wird sie treffen, und vermutlich auch solche, die sich für sicher halten. Das sind halt auch die Folgen von falscher Personalpolitik. Bei 40-Stunden-Verträgen braucht man eben nicht mehr so viele Mitarbeiter, das kann man sich ja hochrechnen. Und Jahresarbeitszeitkonten sind auch super, da kann man sich mal so richtig abarbeiten. Doch bloß nicht aufmucken, deutscher Michel. Schlaf ruhig weiter.

  92. Am Besten nichts Neuesam 26.10.2009 um 16:52

    “Und wenn die Stunde schlägt
    Und wenn die Stunde schlägt
    Und wenn die letzte Stunde schlägt
    Löscht man die Lichter aus
    Und wir gehn brav nach Haus
    Juja, juja,
    gar glücklich ist fürwahr der Staat
    Der solche Bürger hat
    Der solche Bürger hat”

    Text: Hoffmann von Fallersleben
    Melodie: Ein Jäger aus Kurpfalz

  93. Sorgesblickam 15.11.2009 um 21:00

    Hallo,

    wie man hört sind nun auch andere Bereiche der Verwaltung an der Reihe – wer wohl noch überbleibt und ob diese dann das schwankene Schiff WAZ wieder auf Kurs bringen können?
    Finde es nur schlimm wenn noch immer auf den Fahrzeugen steht “Im Ruhrgebiet zuhause..” wenn Arbeitsplätze aus diesem Ruhrgebiet hinausgelagert wird. :-(

  94. Flurfunkeram 17.11.2009 um 06:06

    @ Sorgesblick:

    Gerüchten zufolge sollen jetzt sogar die Aufgaben der Personalabteilung oder zumindest Teile davon ausgelagert und an einen externen Dienstleister vergeben werden. Das habe ich während einer meiner Raucherpausen so läuten gehört.

    Wenn jetzt sogar schon “ganz oben” die Keule angesetzt wird, wie muss es dann um die WAZ stehen?! Man könnte fast schon den Eindruck gewinnen, die WAZ stünde kurz vor der Pleite.

    Weiss jemand mehr?

  95. falsch!am 17.11.2009 um 08:13

    @Flurfunker
    Die Rechnung geht anders: Schickler bekommt x Prozent von der vermeintlich eingesparten Summe. Und je mehr Schickler die Keule ansetzt, umso mehr steigert Schickler seinen eigenen Profit. Leider kenne ich kaum ein Unternehmen, in dem Schickler so wüten darf wie es will. Hier versucht das eigene Management die Versäumnisse von Jahrzehnten auf dem Rücken der Mitarbeiter auszutragen, indem man mit Brachialgewalt von den frühen 70-ern sofort in die Neuzeit will.

  96. Heroldam 17.11.2009 um 20:14

    Wenn das so weiter geht, gibt es bald für jede Abteilung eine eigene Firma. Mit Auslagerungen kann man sicher viel Geld sparen. Tarife werden ausgehöhlt und Niedriglohnniveau ist normal. Dann gehts wieder zurück in die große WAZ-Familie, wenn sie sich bis dahin nicht kaputtgespart hat. Die Frage von Flurfunker bzgl. Pleite ist gar nicht so abwegig. Ich wüßte auch gern mehr.

  97. Newbieam 17.11.2009 um 21:57

    Hallo,

    was vergessen wird, mit Niedriglöhnen kann man wohl kaum hohe Qualität verlangen – oder arbeiten die Chefetagen auch für’n Appel und nen Ei?
    Führungsgremien arbeiten mit Zahlen welche ihnen vorgelegt werden – wenn diese Zahlen aber nicht richtig ermittelt werden – führt das sicher bald zu faschen Rückschlüssen – aber das Ende vom Lied werden die meisten Wazler wohl nicht mehr erleben oder im Internet lesen! :-(

  98. xxxdergehasstexxxam 18.11.2009 um 17:05

    Wir fehlen die Worte, das ist der Anfang vom Ende

  99. Exiam 18.11.2009 um 23:52

    @ newbee ist das jetzt endlich angekommen?! Mann Exe-/’is, da hätte ich schon wesentlich frühere Erkenntnis erwartet.

  100. Was vergessen wird...am 19.11.2009 um 01:24

    Herr, schmeiß’ Hirn vom Himmel!

  101. Sozialplan-Moralam 25.11.2009 um 16:53

    Am 4. Dezember werden Anzeigenbereich und Medien Sales Service Gesellschaften über Rationalisierungen in ihren Bereichen vom Arbeitgeber infomiert, so zu lesen im Intranet. Die WAZ KG hat – Lucht und Schmidt sei Dank – dafür bereits den passenden Sozialplan zur Hand. Wie und wer sorgt jetzt noch für Maßnahmen, die Arbeitsplätze zu erhalten?
    Keiner der Betroffenen der anderen Abteilungen hat Kenntnis erlangt, wann das Arbeitsverhältnis für sie endet, alle befinden sich im Unklaren. Für diese Unklarheit gibts 30 Prozent zusätzlich zur Normalabfindung, wenn man das Haus mit einem Aufhebungsvertrag unter Einhaltung der Kündigungsfrist verlässt, bis zum 15. Januar 10 muss man sich entschieden haben.
    Das man mit langjährigen Mitarbeitern so umgeht, sie über das Wesentliche nicht informiert, ist sehr bitter. Niemand weiß wann die ersten betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen werden. Das ist das Arbeitsklima in dem die Betroffenen arbeiten müssen.

  102. Schweigen im Waldeam 25.11.2009 um 23:26

    Gibt es niemanden, der einen Überblick geben kann, wie viele Leute im letzten Jahr (in den letzten Jahren) gehen mussten, wie viele Hundert Arbeitsplätze bei der WAZ bereits abgebaut wurden?
    Ich meine nicht nur Redakteure, ich meine wirklich alle. Vielleicht kann man hier im Blog eine Extra-Rubrik einrichten, in der die Leute von Buchhaltung und Vertrieb, von Geschäftsstellen etc. ihren Kenntnisstand niederschreiben, damit mal einer zusammenzählen kann und damit endlich auch mal “draußen” die dramatische Entwicklung des Konzerns wahrgenommen wird.
    Berichtet wird in den Zeitungen über Opel und Co, aber wenn es um die Verlage selber geht, herrscht Schweigen im Walde. Die Leser würde es interessieren, da bin ich mir sicher.

  103. (Noch-)WAZleram 26.11.2009 um 05:40

    @ Schweigen im Walde:

    Was meinst du wohl, warum bei den neuerlichen Maßnahmen die Axt zuerst bei den Redakteuren angesetzt wurde? Zwar gab es auch in den Reihen der Schreiberlinge kaum Wiederstand gegen die massiven Personalabbaumaßnahmen von Hombach, Nienhaus, Kopatzki, Schickler & Co., doch drang zumindest einiges an die Öffentlichkeit, insbesondere an den WDR.

    Wir Kaufmännischen hingegen verfügen weder über Kontakte zu anderen Medienhäusern noch interessiert sich irgendeine Sau für unser Schicksal. Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus. Warum hat denn die WAZ in den vergangenen Jahren so gute Kontakte zum WDR (Stichwort: Mediathek, Der Westen) aufgebaut?!

    Das einzige Blatt im Verbreitungsgebiet, das wirklich medienwirksam über uns berichten könnte (”Bild”), wird dies nicht tun, weil Herr Nienhaus nach wie vor über allerbeste Kontakte zu seinem früheren Brötchengeber verfügt. Und die Landesregierung in Düsseldorf, die sich normalerweise vertreten durch Herrn Rüttgers medienwirksam vor jedes Werkstor stellt, das von der Schließung bedroht ist (Nokia, Opel…) wurde im Vorfeld von der WAZ-Geschäftsleitung gefügig gemacht.

    Von unserem ach so tollen Betriebsrat ganz zu schweigen.

    Wenn wir nicht selbst den Arsch hochkriegen und auf die Straße gehen, wird niemand außerhalb des eigenen Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreises was mitbekommen. Aber auch das sind Multiplikatoren, die wirken. In meinem Umfeld gibt es genügend Leute, die ihr Abo als Solidarität kündigen werden oder bereits gekündigt haben. Ist es das, was unsere Herren Manager wollen…?

  104. Richtigam 26.11.2009 um 08:19

    @Schweigen im Walde – …Extra-Blog
    Stimme Dir voll zu – gerade wo jetzt die Verkündigungen am 4.12. vor der Tür stehen.

  105. Wolke7am 27.11.2009 um 09:12

    *(Noch-)WAZler
    Du sprichst mir aus der Seele. Auch die Leute in meinem Umfeld können es oft nicht glauben, wie die WAZ mit ihren Angestellten umgeht. Auch bei Opel und Nokia ist eine unternehmerische Entscheidung gefallen. Aber haben die Betriebsräte dort die Waffen gestreckt und gesagt “da kann man nichts machen” so wie die WAZ-Betriebsräte? Nein, sie haben die Mitarbeiter zur Gegenwehr aufgerufen und sind an die Öffentlichkeit gegangen, haben Kontakte zur Politik aufgenommen. Am Beispiel WAZ kann man sehr schön erkennen, wie Wirtschaft und Politik zusammenspielen. Auch im Pressespiegel ist erkennbar, wie sich die Medienwelt entwickelt.
    Wenn man aber einen BR-Vorsitzenden hat, der nichts weiter zu sagen hat als “da kann man nichts machen”, dann kann sich die Belegschaft schon auf die nächsten Maßnahmen freuen, die mit Sicherheit kommen werden. Selbst wenn man was machen könnte, würde es dieser Betriebsrat nicht tun.

  106. unglaublich!am 03.12.2009 um 17:41

    Als Ex würde ich mir auch wünschen, der Betriebsrat könnte etwas bewirken. Leider war es schon vor Jahrzehnten bei der WAZ so, dass der Betriebsrat nur immer das bewirken konnte, was der GF genehm war. Betriebsräte waren schon immer ein lästiges Übel, denen mal ab und zu das Gefühl gab, sie könnten was tun! In Wirklichkeit wurden schon vor Jahrzehnten Betriebsversammlungen und Wortmeldungen von Mitarbeitern von der GF als lächerlich angesehen. (Rundblick über die versammelten Mitarbeiter und der Ausspruch “Es ist noch viel zu viel Personal hier”) bereits vor 20 Jahren! Es wurde nie, wirklich nie anerkannt, wer die WAZ überhaupt so weit gebracht hat. Nämlich liebe Kollegen, wir!
    Übrigens: Unliebsame Betriebsräte wurden auch schon mal entlassen. Die verlorenen Prozesse (auch in anderen Fällen) wurden dann den amtierenden Betriebsräten vorgeworfen.
    Die Frage ist nach wie vor: was wird damit bezweckt? Vielleicht könnte man das ja alles besser verstehen!

  107. freddyam 04.12.2009 um 22:30

    die waz ist die unseriöseste firma die es gibt

  108. S.Henzeam 04.12.2009 um 22:48

    Ich bin im dialog jetzt und mir hat man gesagt das die da noch 100 leute suchen also bewirbt euch im waz dialog

  109. (Noch-)WAZleram 05.12.2009 um 06:44

    @ S.Henze:

    Dein Vorschlag in allen Ehren. Aber glaubst du wirklich, dass die von der Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeiter/innen freiwillig auf bis zu 2/3 ihres Gehaltes verzichten würden, nur um bei WAZ Dialog unterzukommen? Als es noch keine Call Center gab, da hatte die WAZ eine eigene Telefonzentrale mit geschulten und gut bezahlten (Vollzeit-)Mitarbeiterinnen. Heutzutage gibt es WAZ Dialog: Ursprünglich als reines Call Center geplant, übernimmt dieser Bereich immer mehr Aufgaben von Abteilungen, die bereits geschlossen wurden oder kurz vor der Schließung stehen (Geschäftsstellen, Vertrieb etc.). Aufgrund fehlender oder unzureichender Schulungen und Einarbeitung, zu denen die Mitarbeiter/innen von WAZ Dialog nun wirklich gar nichts können, ist die Qualität mitunter unter aller Kanone. Wir Verwaltungsmitarbeiter müssen uns das tagtäglich von verärgerten Anrufern sagen lassen, die quer durchs Haus weitergeleitet werden, nur weil bei WAZ Dialog auf Anweisung der Vorgesetzten keine detaillierten Telefonlisten verwendet werden dürfen. Stattdessen nutzt man vermutlich auf gut Glück das in Lotus Notes integrierte Telefonbuch.

    Nimm es mir bitte nicht persönlich, aber solange es Menschen gibt, die prekäre Arbeitsverhältnisse wie bei WAZ Dialog – für ein paar Euro Stundenlohn und oftmals auf 400-Euro-Basis – annehmen (müssen), wird sich der Abbau gut und fair bezahlter, sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse fortsetzen. Mit fatalen Folgen für das ganze System und unsere Gesellschaft.

    PS… Was gibts eigentlich Neues von der Anzeigenfront?

  110. Ex-WR-Redakteuram 05.12.2009 um 10:50

    Nein, es ist kein Trost; auch wenn viele Leser den Abbau des bisherigen Service bedauern.

    Es wird sich rächen, wenn in den Städten keine Geschäftsstellen mehr da sein werden. Wenn der kurze Draht zu Zeitung von Seiten des Verlages abgebaut sein wird.

    Gern erinnere ich michdaran, dass so manche gute Lokalgeschichte von den Zeitungsboten über die Geschäftsstelle in die Redaktion getragen wurde. Auch das wird fehlen.

    Zeitung, das ist Kommunikation. Zwischen Leser, Verlag und Redaktion. Zwischen Anzeigenkunden und Akquisiteur. Wer in der Stadt über ein gutes Kontaktnetz zur werbetetreibenden Wirtschaft verfügte, bei orderten die Kunden manchmal auch Anzeigen über den eigentlichen Bedarf hinaus. Solche Kontakte werden auch das Geschäft vermiesen.

    Was bleibt ? Die Öffentlichkeit aufrütteln. Vielleicht durch konzertierte Protestaktionen vor den demnächst geschlossenen Geschäftststellen und vielleicht auch die Redakteure zur Geschlossenheit auffordern, mitmachen bei den Aktionen. Vielleicht könnten die Gewerkschaften auch ineigener Sache Anzeigen schalten,in denen die Leser aufgeklärt werden.

    Die Entwicklung jedenfalls ist beängstigend. Zumal noch etwas auf`s Spiel gesetzt wird: Wie will die Zeitung glaubwürdig sein, wenn in den Kommentaren für den Erhalt der Arbeitsplätze bei Opel, Quelle etc. geschrieben wird, aber der eigene Verlag, der die Zeitung herausgibt, den ebenfalls in den Blättern oftmals bemängelten Service zusammen mit den Arbeitsplätzen abbaut. Und das auch noch in der Zeitung totgeschwiegen wird…..

  111. No Visionsam 05.12.2009 um 11:43

    @Ex-WAZler: war eine komische Veranstaltung gestern. Die Frage darf erlaubt sein, ob die Leute auf dem Podium dazu stehen, was sie da gestern erzählt haben. Denn von einem Konzept, was den Aufbruch und wieder bessere Anzeigenerlöse verspricht, war nichts zu sehen. Wieder wurde von Benchmarking im Vergleich zu anderen Tageszeitungen erzählt, was Schickler aufgestellt hat. Aber auf die Frage, wie Schickler das Benchmarking dokumentiert hat, kam keine zufriedenstellende Antwort.
    .
    Auf jeden Fall wird es die Rolle rückwärts geben. Was die SIPA-Strategen vorgeschlagen haben (eigentlich sollte man von denen das Honorar zurückfordern, sämtlicher Kram von denen ist von Erfolglosigkeit gekrönt) mit 5 Mediensales@Service-Gesellschaften für die Medienberater wird nun zum 01.01.2010 wieder aufgelöst und alle Medienberater gehen wieder in eine Gesellschaft (vermutlich MSG).
    .
    Insgesamt sind ca. 113 MAK’s im Anzeigenbereich zuviel an Bord. Da ca. 40 schon vorher von sich aus das Weite gesucht werden und ca. 15 im rentennahen Alter sind, denen der Abgang versüßt wird, sind ca. 50 Kolleginnen und Kollegen von dem Streichkonzert betroffen. Man setzt auf die freiwillige Lösung mit Abfindungen und Auflösungsverträgen. Bei der tristen Stimmung innerhalb des Verkaufes wird man die Leute auch zusammen bekommen, die sich nicht länger mit den gängigen Methoden und dem was noch kommen wird, auseinandersetzen wollen.
    .
    Aber sonst eben “no visions”. Auf viele Fragen gab es keine Antworten, weil man eben vieles noch offen gelassen hat. Von einem klaren Kurs Richtung Erfolg kann keinesfalls die Rede sein, nur beim Personalabbau ist man ganz entschlossen. Mnn will sich zwar vermehrt crossmedial aufstellen, was in der Tat vom Prinzip her völlig richtig ist, aber solange innerhalb des Konzerns die Verkaufabteilungen nebeneinander wursteln dürfen, anstatt an einem Strang zu ziehen, darf der durchschlagende Erfolg bezweifelt werden.
    .
    Es ist zu befürchten, dass WAZ-Dialog wieder ein Stück Kuchen mehr dazu bekommt und bald “Gelegenheitskunden” per Telefon bedienen darf. Der Erfolg wird wieder bahnbrechend sein, denn im Anzeigenverkauf wie auch in anderen Verkaufsbereichen zählt der persönliche Kontakt Face-to-Face. Wir wissen alle selber, wie schnell wir alle auflegen, wenn da zu Hause wieder einmal ein nervender Telefonanruf mit Verkaufsabsichten aufläuft.
    .
    Also schaun mer mal!

  112. Sascha Henzeam 07.12.2009 um 21:58

    @(Noch-) WAZler

    also ich bin noch über eine Zeitarbeitsfirma genau wie andere und die haben uns gesagt die übernehmen uns zum 01.01.2010, wir kriegen erst mal ein 25 stunden vertrag + 15 überstunden bar auf die hand. Und stundenlohn ist 9,50 euro, das ist sehr gut. Die anzeigenfront ist unten, da werden auch jetzt leute über zeitarbeitsfirmen gesucht. ok wir wurden jetzt nur 4 tage geschult aber wir kriegen im januar nochmal eine schulung, un inbound ist sehr gut.

  113. Ex mitarbeiter dialogam 07.12.2009 um 22:04

    mich haben die im dialog gefeuert weil ích eine behinderung habe obwohl ich da lange war, waz ist sehr schlimm geworden: kunden beschweren sich über die zeitung und über den service im dialog. man sollte den dialog schliessen und leserläden offen lassen, aber waz will sparen da die mitarbeiter vom dialog billige arbeitskräfte sind

  114. exMS@Sam 08.12.2009 um 11:32

    warum stellt medienmoral nichts über die ms@s rein, sind die es nicht wert? oder ist noch nichts bekannt über die entlassungswelle in dieser abteilung?

  115. Richtigam 08.12.2009 um 18:18

    exMS@S
    Hier meine Infos in Kurzform:
    113 Leute (lt. Schickler) sind zuviel an Bord des Schlagseite geschossenen WAZ-Tankers (inkl. kaufm. Mitarbeiter).
    Abfindung wird angeboten, 1 Monatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit (+ 30% wer freiwillig geht). Dann Aufhebungsvertrag und raus. Den verbleibenden Beratern werden alle A-Kunden und ein Teil der B-Kunden weggenommen. Diese werden dann von den MTL und MVL (voher die GF der MS@S) betreut. Für den Außendienst stehen dann 12 Kundenbesuche täglich bei den übriggebliebenen c-, d- und e-Kunden (sprich Pommes- und Dönerbuden, Nähstudios, Fleischereien etc.) auf dem Programm (auf eigene “Benzin”-Kosten versteht sich) und mit Besuchsberichten. Der Innendienst kann sich an einem Anzeigen-Desk die Finger wund wählen und Kundenlisten abtelefonieren. Und wenn dann alle weichgekocht sind und gehen (dann natürlich ohne Abfindung), stehen die billigen Leiharbeiter (Schlecker läßt schön grüßen) für ‘nen ganz kleinen Euro parat.
    Sollte jemand mehr (und/oder es besser) wissen, bitte schreiben!!

  116. Auweh...am 08.12.2009 um 20:21

    Inzwischen sollten sich einige überlegen ob sie warten bis das Schiff sinkt, oder noch rechtzeitig abspringen…. :-(

    Was sind denn MTL und MWL?

  117. ex mitarbeiter Dialogam 08.12.2009 um 20:55

    kennt jemand von euch den klaus saal?

  118. Frankam 08.12.2009 um 20:57

    Wie kann ich dafür sorgen das der WAZ dialog geschlossen wird? habe viele unseriöse sachen mitbekommen, die die WAZ in Schwierigkeiten bringen könnte. DANK dem Dialog sind alle geschäftstellen dicht.

  119. Richtigam 08.12.2009 um 21:48

    @Auweh…
    MTL sind Medienteamleiter, also die Vorturner der Medienberater (davon gibt es – noch – ca. 30).
    MVL sind Medienverkaufsleiter (jetzt noch Geschäftsführer der ms@s, ab 1.1.2010 die Rolle rückwärts wieder zum MVL). Davon gibt es – noch – 5 (bzw. 4). Diese turnen den MTL und den Medienberatern vor.

  120. nistian chrienhausam 12.12.2009 um 14:50

    Ist euch eigentlich noch nicht aufgefallen, dass es erst so rund geht, seit Christian Nienhaus an Bord ist? Sicherlich: Bodo Hombach hätte den Tanker früher in die ein oder andere Richtung steuern müssen. Das hat er versäumt. Aber seit Herr Nienhaus mit am Ruder ist, ist – dank seinen Hamburger Freunden von Schickler – volle Kraft auf den Eisberg angesagt.
    .
    Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, warum man sich weitgehend blind auf eine überbezahlte Unternehmensberatung verlässt, die phantasievoll gestaltetelte Bechmarks mit Power Point präsentiert.
    .
    Dazu zwei Beispiele: Die Auflösung aller Doppelstrukturen bei den Redaktionen im Lokalen, da hätte man als Geschäftsführer auch selbst kommen können. Dafür bedarf es keiner Unternehmensberatung. Oder: Jetzt das Kaputtmachen von Strukturen im Anzeigenbereich. Um da Stellen zu streichen, braucht man keinen Schickler. Der macht es nur noch schlimmer: So gibt es Regionen, da müssen nicht mal Mitarbeiter entlassen werden, weil sich die Sache durch Fluktuation erledigt. Dennoch müssen die Verbliebenen künftig in affigen Deskstrukturen arbeiten, während sie vorher gute Arbeit dank klarer und sinnvoller Abläufe geleistet haben. Gute Leute gehen grad von Bord!
    .
    Was ich vermisse:
    Zum einen mehr Selbstvertrauen einer Geschäftsführung und den Verzicht auf teure, alberne Berater. (Sonst können die Schicklers auch gleich den Laden übernehmen und wir brauchen keine Geschäftsführer mehr).
    Zum anderen mehr Zutrauen in die Mitarbeiter. Warum hat man Redaktionen und Sales nicht mal gefragt, wie man schlankere Strukturen schaffen könnte, wenn es denn sein muss? Man macht die klare Ansage, dass die Summe x gespart werden muss, dass man y Arbeitsplätze abbauen muss. Und dann lässt man eher mal die Leute, die täglich die Kohlen aus dem Feuer holen, überlegen, wie man weiter sinnvoll arbeiten kann / könnte. Da kämen mit Sicherheit bessere Ideen heraus als diese affigen Desks, die nur Chaos stiften und die Abläufe bürokratischer machen.
    .
    Aber in fünf Jahren wird die nächste Unternehmensberatung für viel Geld die Zentralisierung zurückdrehen, dann sind wieder die Alleskönner vor Ort gefragt, jede Wette… Nur die guten Leute sind dann alle weg.
    .
    WAZ hieß mal: Wir arbeiten zusammen.
    Heute heißt es: Wir alle zittern.

  121. unglaublich!am 16.12.2009 um 17:47

    @nistian chrienhaus
    Wie recht du hast: “Wir alle zittern”. Nie hätte ich das jemals für möglich gehalten. Es ist einfach nur zum Heulen. Vor allem die Ohnmacht, zuzusehen, wie die guten Leute verschwinden und leider Leute auf die Kunden losgelassen werden, die meinen, 4 Tage Schulung seien was tolles in diesem Bereich. Hier braucht man unbedingt Erfahrung!

  122. exBerateram 18.12.2009 um 12:56

    @ nistian chrienhaus

    man kann es nicht besser zusammenfassen.

    Ich bin seit knapp einem Jahr bei einem kleinen Verlag und verkaufe tatsächlich wieder Anzeigen ohne Strichlisten, Planungen, Zielvorgaben, höchster und allerhöchster Priorität.

    Und das beste: Man ist mit meiner Arbeit zufrieden und gibt mir nicht ständig das Gefühl, ich sei lediglich faul, unfähig oder unwillig.

    Bei den alten WAZ-Kunden höre ich in der Regel nur eins: “Von denen (WAZ) hört man ja nichts mehr… – die wollen uns wohl nicht mehr…”

  123. xxxdergehasstexxxam 18.12.2009 um 13:07

    der Untergang naht

  124. molliam 20.12.2009 um 07:25

    Es geht noch besser. Die WAZ macht ihren Postdienst im Ruhrgebiet zu. Ab den 01.02.10 stehen über 500 Zusteller auf der Straße.

    Wenigsten schreibt die WAZ schwarze Zahlen.

  125. Sascha Hinzeam 23.12.2009 um 23:00

    Die Waz hat jetzt beim dialog alte mitarbeiter die schon seit 10 jahren da sind entlassen und von zeitarbeitsfirmen sehr viele leute jeweils immer nur für 3 monate eingestellt

  126. Martina Herrmannam 07.01.2010 um 14:46

    WAZ = Wir Arbeitslosen Zigeuner

  127. Ulla Schaumam 15.01.2010 um 09:44

    Hallo die waz hat in bochum ein call center, wo man zeitungsabo verkauft, hat jemand die nummer für mich`?

  128. Gruppe 4 LH 2010am 20.01.2010 um 09:44

    Sauerei! So geht es nicht weiter! Wir erklären uns solidarisch mit den Mitarbeitern der WAZ.

    Gruppe 4 Lage-Hörste 2010

  129. der bochumeram 26.01.2010 um 00:45

    hallo jutta schmidt,

    mach im sinne der geschäftsführung weiter so!

  130. Ullaam 26.01.2010 um 21:20

    Hallo ich suche dringend ein job im call center der waz irgendo wo man abos verkauft, kennt jemand was ?? bitte helft mir bin arbeistlos geworden

  131. Karlheinz Schreieram 27.01.2010 um 05:35

    @ Ulla:

    Lass es besser sein! Wer abonniert heutzutage noch eine Tageszeitung, geschweige denn eine der WAZ-Mediengruppe? Ich bin Jahrzehnte lang treuer Abonnent und Leser der NRZ gewesen, doch nachdem ich hier und anderenorts gehört und gelesen habe, wie selbstherrlich und menschenverachtend das Unternehmen mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umgeht, haben ich und viele meiner Nachbarn, Freunde, Verwandte und Bekannte unsere Abos gekündigt. Eine Firma, die in ihren Zeitungen die Methoden eines Anton Schlecker anprangert, im eigenen Haus jedoch rigoros anwendet, gehört boykottiert und vom Markt gefegt. Auch wenn das für die (Noch-)Beschäftigten noch so hart sein mag. An mir jedenfalls verdient die WAZ keinen einzigen Cent mehr.

  132. Protestantam 31.01.2010 um 13:07

    Genau das ist der Effekt, der unterschätzt wird. Aber indem sich die Verantwortlichen andere Geschäftsfelder erschließen wollen (Radio, Fernsehen, Telefon), vergessen sie, dass der Erfolg dieser neuen Strategie erst noch zu erbringen ist. Und wenn sich ihre Erwartungen nicht erfüllen, haben sie ihr Kerngeschäft längst demoliert. Da machen sich die politischen Kontakte des Herrn Hombach jetzt nützlich. Man sollte alles, was bei diesem Unternehmen geschieht, im Zusammenhang sehen. Das was mit den Postleuten passiert, geschieht auch bei der WAZ. Ich denke dabei an die Hausboten, Facility Management usw. Und diese Gangart ist ja nicht nur. Schon vor mehreren Jahren wurden Abteilungen ausgelagert und danach geschlossen, um Mitarbeiter loszuwerden. Es hat sich eine Kultur der sozialen Kälte entwickelt. Dass sich da auch die Leser, die das mitbekommen, distanzieren, ist für mich auch ein Zeichen der Solidarität. Auf der Strecke bleiben die Mitarbeiter, die in schlechter bezahlte Jobs transferiert werden oder die, die nach jahrelanger Tätigkeit ungewollt arbeitslos werden. Aber Hauptsache Herr Hombach rühmt sich damit, keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen.

  133. Luxam 08.02.2010 um 23:10

    Jedes andere Unternehmen, dem die Kunden davon rennen versucht mehr für seine Kunden zu tun, bei der WAZ-Mediengruppe geht man scheinbar davon aus das man Zeitungsleser hinzugewinnt indem man Kundenunfreundlicher wird.
    Ein Regionalblatt das den Bezug zum regionalen Kunden durch Schließung der Lokalredaktionen (bzw Zusammenlegung) abbricht ist einfach nicht sonderlich attraktiv.
    Überregionale Nachrichten bekommt man überall, einfach, schnell und oft besser aufgearbeitet.
    Dazu die jährlichen Bezugspreiserhöhungen die dem Kunden auch nicht transparent bekannt gemacht werden, das neue “Konzept” für Lieferunterbrechungen etc.

  134. Wissensuchendam 10.02.2010 um 22:44

    Hallo, ich habe gehört, das für jeden Arbeitsplatz der bei uns im Westen aufgelöst wird und dafür im Osten ein neuer Arbeitsplatz geschaffen wird, auch Subvensionen möglich wären? Kann das wirklich sein, wenn – dann wäre das der Hammer! :-(

  135. Ossiam 10.02.2010 um 23:14

    Klar, kommt alle rüber! Hier gibt´s Gold und jede Menge Ackerland!

  136. Anonymousam 02.03.2010 um 18:35

    Na, der Osten als solches kann ja nichts dafür. Einige sind ja schon nicht mehr in der DDR geboren sondern in der BRD.
    Was aber ärgert ist, seit dem Mauerfall gibt es den Soli – und jetzt verlieren die, welche seit Jahren für den Aufbau Ost bezahlen auch noch den Job, weil es JETZT besser und billiger für unsere Wirtschaft im Osten geworden ist.
    Das ist ja sowas von ………
    Wenn das die Firmengründer der WAZ wüßten, was aus ihrer Sozial ausgerichteten Zeitung geworden ist :-(

  137. Anonymousam 02.03.2010 um 23:41

    “Denn es muß uns doch gelingen,
    Daß die Sonne schön wie nie
    Über Deutschland scheint,
    über Deutschland scheint.”

  138. Axel Haderam 03.03.2010 um 09:58

    Hombach fordert ermäßigte Mehrwertsteuer für Presseprodukte??? Die gibt es seit Jahren! Da sieht man mal wieder, welche Profis diesen Konzern leiten.

    http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/2374898_Wir-sind-eine-Journalismus-Manufaktur.html

  139. Alter Kollegeam 03.03.2010 um 12:11

    Er hat sich zumindest sehr schief ausgedrückt. Denn die Verlegerverbände fordern schließlich die gänzliche Befreiung von der Mehrwertsteuer – nicht bloß eine “Senkung”. (Zurzeit gilt für Presseprodukte eine ermäßigte Mehrwertsteuer von sieben Prozent.)

Trackback URI | Kommentare als RSS

Einen Kommentar schreiben