Münstersche Zeitung will „Sanierungsfusion“ mit Westfälischen Nachrichten

Die vom Dortmunder Medienhaus Lensing herausgegebene Münstersche Zeitung (MZ) will ihre Ausgaben in Münster, Greven und Steinfurt mit  dem Mitbewerber Westfälische Nachrichten fusionieren. Ein entsprechender Antrag auf eine Sanierungsfusion sei beim Bundeskartellamt gestellt worden, erfuhren die Beschäftigten am 1. August auf einer Betriebsversammlung der MZ, an der auch der Herausgeber Lambert Lensing-Wolff teilnahm.

Als Grund für den Fusionsantrag verweist der Verlag auf die schlechte wirtschaftliche Entwicklung der Ausgaben. Angesichts der nachrangigen Wettbewerbsposition gegenüber dem Marktführer Westfälische Nachrichten und der sinkenden Anzeigenerlöse sei die MZ seit Jahren defizitär. Die Prüfung des Antrags kann einige Monate dauern.

Gerüchten zufolge sollen alle Ausgaben der Münsterschen Zeitung in Münster, Greven und Steinfurt eingestellt werden, falls das Kartellamt die Fusion ablehnt. Das vom Medienhaus Lensing herausgegebene Anzeigenblatt „kaufen+sparen“, die Emsdettener Volkszeitung und die Münsterland Zeitung in Ahaus soll dem Vernehmen nach unverändert weiter erscheinen

Die Journalistengewerkschaften dju in ver.di und DJV-NRW befürchten erhebliche Arbeitsplatzverluste durch die angestrebte „Sanierungsfusion“. Wie viele Beschäftigte aus Redaktion, Verkauf und Vertrieb davon betroffen sein werden, ist derzeit offen.

313 Antworten zu “Münstersche Zeitung will „Sanierungsfusion“ mit Westfälischen Nachrichten”

  1. Monopol bei den Anzeigenblättern sagt:

    der Verlag Aschendorff, schon Monopolist auf dem Tageszeitungsmarkt in Münster, strebt nun auch auch noch ein Monopol bei den Anzeigenblättern im Münsterland an. Es gilt als offenes Geheimnis in der Branche, dass alle Wir in-Ausgaben von Aschendorff übernommen werden sollen. Wie, wann etc. ist noch unbekannt.
    Die Verbreitungsgebiete von Wir in… stimmen nicht exakt mit denen vom Aschendorff-eigenen Anzeigenblatt Hallo überein. Evtl. werden da die Gebiete neu zugeschnitten. Wir in Ibbenbüren gehört anscheinend schon irgendwie zu Aschendorff, wie der Online-Auftritt der Aschendorff-Anzeigenblätter vermuten lässt.
    https://ag-muensterland.de

  2. Landlust verliert sagt:

    Landlust, das eigentliche unverwüstliche ländliche Wohlfühlmagazin, ein leuchtender Fixstern am Zeitschriftenhimmel, entwickelt im Landwirtschaftsverlag in Münster-Hiltrup, hat wohl auch wegen der vielen Nachahmer deutlich an Auflage verloren, nun gleich über 20 % gegenüber dem Vorjahr berichtet meedia.de
    http://meedia.de/2017/10/30/land-lego-programmies-und-bordexemplare-sieben-spannende-erkenntnisse-aus-der-zeitschriften-ivw/

  3. MZ bekommt Landespolitik von der RP sagt:

    wußte ich auch noch nicht, hab das heute beim Schwätzen auf einem Termin erfahren, die Münstersche Zeitung bekommt inzwischen die Landespolitik von der Rheinischen Post geliefert, tja, auf Terminen erfährt man immer was – auch abseits des eigentlichen Themas :-))

  4. Gruner+Jahr ante portas sagt:

    hier eine exklusive Nachricht des lokalen Blogs Münstersche Volkszeitung
    http://mvz-online.chayns.net/ticker?M=69247745

  5. Gruner+Jahr vor den Türen sagt:

    das war wohl ein wohlfeiler, gutsortierter und recht charmanter Aprilscherz, woll?

  6. Westfalen-Blatt baut Stellen ab sagt:

    Das Westfalen-Blatt, das in Bielefeld und Ostwestfalen erscheint, ist weiter fleißig dabei Redakteursstellen abzubauen, Im Kreis Gütersloh findet inzwischen eine zentrale Produktion aller Lokalseiten für den Kreis Gütersloh in der Redaktion Gütersloh statt. Kollegen aus den Lokalredaktionen wurden für Produceraufgaben nach Gütersloh versetzt. Die Zentralisierung der Produktion geht inzwischen schon so weit, dass auch die Mails für die Lokalredaktionen in Gütersloh auflaufen, dort werden auch die Texte und Layouts auf die Seiten gestellt. Sowohl die Zentralredaktion in Gütersloh als auch die Lokalredaktionen sind chronisch unterbesetzt, das nennt sich dann: Synergien nutzen. Der Pieper für Polizeieinsätze kreist immer schneller und sonntags ist es dann nur noch furchtbar, ob das nur Anpassungsprobleme sind? Am Westfalen-Blatt ist das münsteraner Medienhaus Aschendorff mit etwa 25 % beteiligt

  7. […] Bielefeld / Gütersloh / Münster. Folgenden Beitag findet man auf Medienmoral NRW: Das Westfalen-Blatt, das in Bielefeld und Ostwestfalen erscheint, ist weiter fleißig dabei Redakteursstellen abzubauen, Im Kreis Gütersloh findet inzwischen eine zentrale Produktion aller Lokalseiten für den Kreis Gütersloh in der Redaktion Gütersloh statt. Kollegen aus den Lokalredaktionen wurden für Produceraufgaben nach Gütersloh versetzt. Die Zentralisierung der Produktion geht inzwischen schon so weit, dass auch die Mails für die Lokalredaktionen in Gütersloh auflaufen, dort werden auch die Texte und Layouts auf die Seiten gestellt. Sowohl die Zentralredaktion in Gütersloh als auch die Lokalredaktionen sind chronisch unterbesetzt, das nennt sich dann: Synergien nutzen. Der Pieper für Polizeieinsätze kreist immer schneller und sonntags ist es dann nur noch furchtbar, ob das nur Anpassungsprobleme sind? Am Westfalen-Blatt ist das münsteraner Medienhaus Aschendorff mit etwa 25 % beteiligt.  (mehr …) […]

  8. DJV/verdi-Erfolg bei der Aschendorff-BR-Wahl sagt:

    bei der konstituierenden Sitzung des neugewählten elfköpfigen Betriebsrats des Medienhauses Aschendorff (Westfälische Nachrichten) in Münster wurde heute der Redakteur Kristian van Bentem (DJV) zum Vorsitzenden gewählt, an seiner Seite wird Ansgar Breulmann (verdi) als sein Stellvertreter agieren. Von der arbeitgebernahen Liste kam bei der Wahl des Vorsitzenden und seines Stellvertreters niemand zum Zuge!
    „Das Haus trauert“

  9. Hüfferei weitet Einflußsphären aus sagt:

    Die Hüfferei in Münster weitet ihre Einflußsphären in Münster noch einmal aus. Dr. J. Benedikt Hüffer, Geschäftsführer der Aschendorff GmbH&Co KG ist am Dienstagabend letzter Woche auch noch zum neuen 20. Vorsitzenden des einflußreichen Vereins der Kaufmannschaft von 1835 in Nachfolge von Matthias Lückertz gewählt worden. Der hatte satzungsgemäß nicht wieder kandidieren können. Hüffer, zusammen mit seinem Cousin Herausgeber der Westfälischen Nachrichten und Monopolist auf dem Münsteraner Zeitungsmarkt mit Beteiligungen auch in OWL (Westfalen-Blatt), ist auch schon Präsident der IHK Nord-Westfalen. An der zunehmenden Machtfülle und Ämterhäufung in der Hand einer einzigen Familie wird in Münster Kritik bislang allenfalls hinter vorgehaltener Hand laut.
    https://kaufmannschaft-muenster.de/wp-content/uploads/2018/05/Mitgliederversammlung-15.05.2018-WN-16.05.2018.pdf

  10. Neues aus der Hüfferei sagt:

    das neue Online-Magazin msl24.de für Münster und das Münsterland, das von der zur Aschendorff-Gruppe gehörenden Media 24 GmbH & Co. KG herausgegeben wird, ist jetzt online. Es wird An der Hansalinie von einer sechsköpigen Redaktion produziert
    https://www.msl24.de

  11. Aschendorff next sagt:

    Aschendorff next
    Das Medienhaus Aschendorff aus Münster hat eine neue Beteiligungsgesellschaft gegründet, Aschendorff Next, die sich in verschiedenen Branchen engangiert, sie will einerseits als Kapitalgeber für Start Ups agieren aber auch als Berater
    http://www.new-business.de/medien/detail.php?rubric=MEDIEN&nr=723822

  12. WN-Verleger erhält Landesverdienstorden sagt:

    der Verleger der Westfälischen Nachrichten in Münster Dr. J. Benedikt Hüffer ist jetzt mit einem Landesverdienstorden ausgezeichnet worden, u.a. für „für sein außerordentlich hohes soziales Engagement“, wie es in der Laudatio hieß. Offenbar spielt es in unserem Lande schon überhaupt keine Rolle mehr, dass die Belegschaft im eigenen Laden keineswegs nach geltenden Tarifverträgen bezahlt wird!
    https://mvz-online.chayns.net/ticker?M=76369896

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