Münstersche Zeitung will „Sanierungsfusion“ mit Westfälischen Nachrichten

Die vom Dortmunder Medienhaus Lensing herausgegebene Münstersche Zeitung (MZ) will ihre Ausgaben in Münster, Greven und Steinfurt mit  dem Mitbewerber Westfälische Nachrichten fusionieren. Ein entsprechender Antrag auf eine Sanierungsfusion sei beim Bundeskartellamt gestellt worden, erfuhren die Beschäftigten am 1. August auf einer Betriebsversammlung der MZ, an der auch der Herausgeber Lambert Lensing-Wolff teilnahm.

Als Grund für den Fusionsantrag verweist der Verlag auf die schlechte wirtschaftliche Entwicklung der Ausgaben. Angesichts der nachrangigen Wettbewerbsposition gegenüber dem Marktführer Westfälische Nachrichten und der sinkenden Anzeigenerlöse sei die MZ seit Jahren defizitär. Die Prüfung des Antrags kann einige Monate dauern.

Gerüchten zufolge sollen alle Ausgaben der Münsterschen Zeitung in Münster, Greven und Steinfurt eingestellt werden, falls das Kartellamt die Fusion ablehnt. Das vom Medienhaus Lensing herausgegebene Anzeigenblatt „kaufen+sparen“, die Emsdettener Volkszeitung und die Münsterland Zeitung in Ahaus soll dem Vernehmen nach unverändert weiter erscheinen

Die Journalistengewerkschaften dju in ver.di und DJV-NRW befürchten erhebliche Arbeitsplatzverluste durch die angestrebte „Sanierungsfusion“. Wie viele Beschäftigte aus Redaktion, Verkauf und Vertrieb davon betroffen sein werden, ist derzeit offen.

296 Antworten zu “Münstersche Zeitung will „Sanierungsfusion“ mit Westfälischen Nachrichten”

  1. Landlust: Bienchen auf Stilblüten sagt:

    Sommerleben. Eine Biene. Eine Million verkaufte Auflage… – Michalis Pantelouris hat für Übermedien die Landlust aus Münster gelesen:
    http://uebermedien.de/5594/bienchen-auf-stilblueten/

  2. Adieu kaufen+sparen!!! sagt:

    Eine Ära, nicht die schlechteste im Anzeigenblattjournalismus, geht zu Ende: morgen erscheint die letzte Ausgabe des traditionsreichen Anzeigenblatts kaufen+sparen, das nach fast 40 Jahren (!) vom Markt genommen wird. Den dominiert dann Hallo aus dem Hause Aschendorff!
    Im letzten Heft datiert vom 6. Juli 2016, Nr. 27 im 39. Jahrgang mit dem Titel „Wir sind dann mal weg“ heisst es unter „Liebe Leserinnen und Leser“: „In den vergangenen Jahren hat es auf dem münsterschen Zeitungsmarkt viele Veränderungen gegeben. Auch wenn wir gerne weiter gemacht hätten – wir haben uns schweren Herzens entschlossen, unsere Produktion einzustellen. (…) Auf uns alle warten neue Aufgaben“. Unterzeichnet hat das „Team der kaufen+sparen“
    Nachzulesen hier:
    http://www.kus-muenster.de/nachrichten/allgemein/ace2bc2e97eb92f7b3cee6f04dec0633.html

  3. hier wurde berichtet... sagt:

    …über den etwas merkwürdig anmutenden Marktaustritt von kaufen+sparen
    https://www.facebook.com/Münstersche-Volkszeitung-807802282668628/
    http://mvz-online.chayns.net/tapp/index/91958

  4. gewerkschaftliche Stellungnahme sagt:

    die Vorstand der dju in ver.di Münsterland hat jetzt eine Stellungnahme zur Einstellung von kaufen+sparen herausgegeben
    http://www.dju-muensterland.de

  5. Landwirtschaftsverlag und G+J sagt:

    über die Zukunft des Landwirtschaftverlages und die geplanten Projekte mit Gruner+Jahr in der Deutschen Medienmanufaktur hat meedia.de ein Gespräch mit dem Geschäftsführer Hermann Bimberg geführt. Von Personalabbau ist da erfreulicherweise nicht die Rede
    http://meedia.de/2016/07/12/produkt-offensive-im-herbst-gj-entwickelt-mit-landlust-verlag-neue-magazine/

  6. Landlust verliert an Auflage sagt:

    die erfolgsverwöhnte Landlust aus dem Landwirtschaftsverlag in Münster-Hiltrup verliert an Auflage, viele andere Zeitschriften auch
    http://meedia.de/2016/07/20/ivw-blitzanalyse-der-zeitschriften-top-50-der-spiegel-verliert-62-prozent-die-landlust-9-prozent/
    und
    http://www.wuv.de/medien/6_thesen_zur_print_ivw

  7. Boten bekommen Mindestlohn - vorzeitig sagt:

    Unerwartet gute Nachrichten gibt es für die (nach Verlagsangaben) mehr als 1.300 Zustellerinnen und Zusteller, die für das Medienhaus Aschendorff/ Zeitungsgruppe Münster die Tageszeitungen MZ und WN austragen (http://www.aschendorff-logistik.de) . Sie sollen schon ab dem 1. September den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro bezahlt bekommen, was erst ab dem 1. Januar 2017 gesetzlich verpflichtend gewesen wäre. Wohl einer der Gründe dafür, dass die sonst ja eher als knauserig bekannten Verleger dies machen: Es ist inzwischen immer schwierigen geworden überhaupt noch Zusteller zu finden, die diesen prekär bezahlten Knochenjob ohne Aufstiegschancen machen wollen. Da helfen wohl auch die ganzen Stellenanzeigen nicht, die in den Aschendorff-Publikationen zu finden sind. Die Fluktuation unter den Zustellern wurde immer größer, was die Qualität der Zustellung nicht besser gemacht hat, was auch Anzeigenkunden abwandern läßt.
    „Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir diese Lohnerhöhung für die Zusteller der Tageszeitung bereits auf den 1. September 2016 vorziehen können, so dass für Sie bereits ab diesem Zeitpunkt eioe Lohnsteigerung von 17 % (!) eintritt“, schreibt der Leiter Logistik, Jörg Huxoll an die Zusteller. „Betrachten Sie diese Maßnahme als Zeichen unserer Wertschätzung Ihnen gegenüber verbunden mit dem Wunsch auf eine lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ (sic!) Ob die Lohnerhöhung dann tatsächlich in dem Umfang bei den Zustellern ankommt und nicht im wesentlichen beim Finanzamt oder in der Sozialversicherung landet, ist fraglich.
    Wie viele Zustellbezirke noch zu besetzen sind, kann man u.a. hier sehen
    http://www.karriere.ms/Unternehmensgruppe_Aschendorff.html
    mit den sich ansonsten weiter verschlechternden Arbeits- und Einkommensbedingungen der Zusteller hat sich aktuell auch die Zeitschrift druck+papier beschäftigt
    http://verdi-drupa.de/2016/09/19/zusteller-zahlen-die-zeche/

  8. Mitarbeiterversammlung bei Aschendorff sagt:

    heute um 17 Uhr wird eine Mitarbeiterversammlung im Verlag Aschendorff an der Hansalinie stattfinden. Betrifft wohl hauptsächlich Titel und Mitarbeiter der Anzeigenblattgruppe Münsterland (mit Hallo usw. http://www.ag-muensterland.de/) und wird, so ist im Vorfeld zu hören, sicher Änderungen bringen.
    Personelle Veränderungen im Anzeigenbereich soll es im Münsterland wohl schon zum Jahresende geben. Nur bei den Anzeigenblättern? Wer weiß mehr?

  9. Vermarktung aus einer Hand? sagt:

    hier eine erste Zwischeninfo aus der Mitarbeiterversammlung bei Aschendorff am Freitag. In der wurde dem Anzeigenverkauf ein neues Konzept vorgestellt . Bald werden Tageszeitung (WN/MZ) und Anzeigenblätter(AGM) weitgehend aus einer Hand vermarktet. Es wird auch Veränderungen in der Redaktion geben, die Redaktionen von WN und AGM sollen enger miteinander verzahnt werden, ausserdem soll es keine Neubesetzung von Stellen geben, die wegen Ruhestand frei werden. Offenbar wird auch über eine personelle Alternative zum derzeitigen AGM-Geschäftsführer Thilo Grickschat nachgedacht…

    Aktualisiert 6.10. Inzwischen hat die Verlagsleitung die Mitarbeiter auch schriftlich über die „Reorganisation der gemeinsamen Werbevermarktung Tageszeitung und Anzeigenblattgruppe Münsterland“ und „über einige wesentliche organisatorische Veränderungen in der Unternehmensgruppe Aschendorff“ informiert. Die disziplinarische Zuständigkeit für die Mitarbeiter der Werbevermarktung der Anzeigenblattgruppe Münsterland geht auf den Aschendorff Verlagsleiter Marc Arne Schürmann über, die disziplinarische Zuständigkeit für die Mitarbeiter der Redaktion der Anzeigenblattgruppe Münsterland geht zum 1. Januar 2017 auf den WN-Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann über, die Chefredakteurin der Hallo-Gruppe Claudia Bakker muss zukünftig an Tiemann (was auch immer) berichten. Unterzeichnet ist das Schreiben von Dr. Benedikt Hüffer, sein Cousin Dr. Eduard Hüffer ist zurzeit verreist

  10. […] Münster. Folgenden Wortbeitag findet man auf Medienmoral NRW: Unerwartet gute Nachrichten gibt es für die (nach Verlagsangaben) mehr als 1.300 Zustellerinnen und Zusteller, die für das Medienhaus Aschendorff/ Zeitungsgruppe Münster die Tageszeitungen MZ und WN austragen (http://www.aschendorff-logistik.de) . Sie sollen schon ab dem 1. September den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro bezahlt bekommen, was erst ab dem 1. Januar 2017 gesetzlich verpflichtend gewesen wäre. Wohl einer der Gründe dafür, dass die sonst ja eher als knauserig bekannten Verleger dies machen: Es ist inzwischen immer schwieriger geworden überhaupt noch Zusteller zu finden, die diesen prekär bezahlten Knochenjob ohne Aufstiegschancen machen wollen. Da helfen wohl auch die ganzen Stellenanzeigen nicht, die in den Aschendorff-Publikationen zu finden sind. Die Fluktuation unter den Zustellern wurde immer größer, was die Qualität der Zustellung nicht besser gemacht hat, was auch Anzeigenkunden abwandern läßt. „Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass wir diese Lohnerhöhung für die Zusteller der Tageszeitung bereits auf den 1. September 2016 vorziehen können, so dass für Sie bereits ab diesem Zeitpunkt eioe Lohnsteigerung von 17 % (!) eintritt“, schreibt der Leiter Logistik, Jörg Huxoll an die Zusteller. „Betrachten Sie diese Maßnahme als Zeichen unserer Wertschätzung Ihnen gegenüber verbunden mit dem Wunsch auf eine lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ (mehr …) […]

  11. Bericht sagt:

    über die neue Situation bei Aschendorff ist ein Bericht im lokalen Online-Portal Münstersche Volkszeitung erschienen
    http://mvz-online.chayns.net/ticker

  12. Mitarbeiter- und Betriebsversammlung bei Aschendorffs sagt:

    am 14. November soll es im Medienhaus Aschendorff eine Mitarbeiterversammlung geben, zu der die Verleger die stets netten Doktores Hüffer eingeladen haben, am 5. Dezember findet dann eine Betriebsversammlung statt, wie sie nach dem Betriebsverfassungsgesetz vorgeschrieben ist, zu der hat der Betriebsrat eingeladen. Irgendwas scheint da intern nicht so ganz rund zu laufen beim schwarzen Zeitungsriesen.
    Vier Kollegen haben durch die ab 1.1.2017 geplanten gemeinsame Vermarktung von Anzeigenblättern und Tageszeitungen ihren Job verloren, sie konnten sich dem Vernehmen nach einvernehmlich mit dem Verlag über ein Ausstiegsszenario einigen.

  13. […] Münster. Folgenden Wortbeitrag gibt es auf Medienmoral NRW: Am 14. November soll es im Medienhaus Aschendorff eine Mitarbeiterversammlung geben, zu der die Verleger die stets netten Doktores Hüffer eingeladen haben, am 5. Dezember findet dann eine Betriebsversammlung statt, wie sie nach dem Betriebsverfassungsgesetz vorgeschrieben ist, zu der hat der Betriebsrat eingeladen. Irgendwas scheint da intern nicht so ganz rund zu laufen beim schwarzen Zeitungsriesen. Vier Kollegen haben durch die ab 1.1.2017 geplanten gemeinsame Vermarktung von Anzeigenblättern und Tageszeitungen ihren Job verloren, sie konnten sich dem Vernehmen nach einvernehmlich mit dem Verlag über ein Ausstiegsszenario einigen. (mehr …) […]

  14. Medienmanufaktur bringt Mindstylemagazin heraus sagt:

    Die Deutsche Medienmanufaktur an der neben Gruner&Jahr auch der Hiltruper Landwirtschaftsverlag beteiligt ist, gibt jetzt ein sogenanntes Mindstyle-Magazin mit dem Titel Wolf heraus (https://www.wolf-mag.de/startseite). Die Titelgeschichte der ersten Ausgabe befasst sich mit dem „schon fast vergessenen Gefühl, einfach mal offline zu sein und seinen Freunden in der Realität zu begegnen“, wie es in einer Mitteilung des Verlags heißt. Ob die Bauern im Münsterland mit dem Trecker zum Kiosk fahren um sich das Heft für schlappe 8,50 Euro zu kaufen , da habe ich meine Zweifel, aber die sind vermutlich auch nicht die Zielgruppe dieses Achtsamkeitsmagazins (sic!)
    http://www.dnv-online.net/medien/detail.php?rubric=Medien&nr=114753

  15. Zusteller bei der WN sagt:

    laut einer Zeitungsannonce in der na dann sollen die Zusteller der Zeitungsgruppe Münster (WN/MZ) inzwischen nicht nur den gesetzlichen Mindestlohn (wie hier im Thread weiter oben berichtet) von 8,50 Euro bezahlt bekommen, sondern 9,35 Euro inklusive steuerfreiem Nachtzuschlag. Reich wird man auch damit nicht, aber immerhin….

  16. Tweet auf Twitter sagt:

    Haben sich die Westfälischen Nachrichten mit „@heimspielonline eine Art Billig-Sportredaktion eingekauft? Es sieht stark danach aus!
    Jedenfalls wird zunehmend mehr Heimspiel-Material auch im regulären WN/MZ-Sportteil verwendet, Aschendorff hatte sich im Laufe dieses Jahres bei Heimspiel eingekauft und den Laden übernommen, der Geschäftsführer ist allerdings noch der alte

  17. Einstellungsstopp bei Aschendorff sagt:

    die Doctores Eduard und J.Benedikt Hüffer, Chefs des Medienhauses Aschendorff, haben auf einer sogenannten Mitarbeiterversammlung Ende November einen generellen Einstellungsstop für ihr Medienhaus angekündigt, mit Ausnahme der Zeitungszusteller und Boten, die werden weiterhin händeringend gesucht!

  18. 19. Januar 2017 sagt:

    Im nächsten Jahr am 19. Januar 2017 jährt sich zum zehnten Mal der schwarze Freitag in Münsters Pressegeschichte. Der Tag an dem der Dortmunder Zeitungsverleger Lambert Lensing-Wolff die fast komplette 19-köpfige Lokalredaktion der Münsterschen Zeitung vor die Tür setzte und damit Münsters Stadtgesellschaft für sechs Wochen so richtig in Wallung brachte. Mal gucken was zehn Jahre später noch so passiert!

  19. Münster vor zehn Jahren sagt:

    erst kam Kyrill, dann kam Lensing-Wolff
    http://mvz-online.chayns.net/tapp/index/91958?M=51681108

  20. Nicht vergessen sagt:

    https://kress.de/news/detail/beitrag/136842-ex-mz-redakteur-wolfram-linke-erinnert-sich-an-den-19-januar-2007-wie-ein-lamm-das-zur-schlachtbank-gefuehrt-wird.html
    Ex-„MZ“-Redakteur Wolfram Linke erinnert sich an den 19. Januar 2007: „Wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird“
    Interview mit Wolfram Linke

  21. Rede zum 19. Januar 2007 sagt:

    gehalten vom Sektionschef der Deutschen Journalisten-Union im Münsterland, Frank Biermann
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=10597

  22. […] Die „Münstersche Zeitung“ wird im November 2014 im Rahmen einer vom Kartellamt genehmigten Sanierungsfusion vom Verlag Aschendorff übernommen und existiert seitdem ohne eigene Lokalredaktion. In der  2007 […]

  23. Aschendorff kauft zu sagt:

    Aschendorff (WN/MZ/Hallo usw. u.v.a. mehr) hat eine Mehrheitsbeteiligung an der Bielefelder Online-Marketing Agentur Qualitytraffic mit etwa 35 Mitarbeitern übernommen
    http://www.inar.de/unternehmensgruppe-aschendorff-uebernimmt-mehrheit-an-der-qualitytraffic-gmbh/

  24. Vois macht zu sagt:

    Vois, das 2009 gegründete Online-Format für die Stadt Steinfurt hat Ende Januar den Betrieb eingestellt
    http://mvz-online.chayns.net/ticker?M=53039996

  25. Vois ist Geschichte sagt:

    Über Medienvielfalt in der Provinz
    http://www.epd.de/fachdienst/fachdienst-medien/tagebuch

  26. nicht zu fassen sagt:

    das ist kaum noch zu glauben, aber die Münstersche Zeitung, die ja den Mantel von den Dortmunder Ruhrnachrichten bezieht, ist heute ohne einen aktuellen Spielbericht von der CL-Partie des BVB erschienen, das gibt es doch wohl gar nicht, den Andruck soweit nach vorne zu legen, das wird auch noch die letzten treuen Zeitungsleser vergraulen, wetten dass! Bei Funkes haben sie ja offenbar etwas ähnliches vor, gute nacht Zeitungs-Deutschland!

  27. Aschendorff sourct aus und übernimmt sagt:

    Gegenläufige Tendenzen gibt es derzeit aus dem Medienhaus Aschendorff in Münster zu vermelden. Einerseits hat eine Teileingliederung der Hallo-Redaktion in die Tageszeitungsredaktion der Westfälischen Nachrichten/ Münstersche Zeitung/ Zeitungsgruppe Münster stattgefunden. Diese Eingliederung, ist für die sieben oder acht Kolleginnen und Kollegen von Hallo jedenfalls nicht mit Verschlechterungen beim Gehalt verbunden gewesen, eher im Gegenteil, so ist jedenfalls aus gut informierten Kreisen zu hören. Zudem konnten befristete Stellen in der Hallo-Redaktion in unbefristete Stellen umgewandelt werden.
    Andererseits versucht der Verlag durch Outsourcing weiter zu sparen. So sind etwa 20 der ca. 80 Arbeitsplätze im Aschendorff Callcenter ASC nach Halle in den Osten der Republik abgewandert. Auch im Bereich Medienservice (Anzeigenproduktion/Satz) sollen möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen Arbeitsplätze outgesourct werden. Ein Konzept dafür wurde von der Geschäftsleitung auf einer Betriebsversammlung am 11. März , zu der der Betriebsrat eingeladen hatte und zu der ca. 200 Kolleginnen und Kollegen gekommen waren, vorgestellt. Gefreut haben sich die Aschendorff-Beschäftigten sicher über die Aussage der Geschäftsleitung, dass das Unternehmen „kerngesund“ ist.

  28. […] Münster. Auf Medienmoral NRW befindet sich folgender Beitrag: Gegenläufige Tendenzen gibt es derzeit aus dem Medienhaus Aschendorff in Münster zu vermelden. Einerseits hat eine Teileingliederung der Hallo-Redaktion in die Tageszeitungsredaktion der Westfälischen Nachrichten/ Münstersche Zeitung/ Zeitungsgruppe Münster stattgefunden. Diese Eingliederung, ist für die sieben oder acht Kolleginnen und Kollegen von Hallo jedenfalls nicht mit Verschlechterungen beim Gehalt verbunden gewesen, eher im Gegenteil, so ist jedenfalls aus gut informierten Kreisen zu hören. Zudem konnten befristete Stellen in der Hallo-Redaktion in unbefristete Stellen umgewandelt werden. Andererseits versucht der Verlag durch Outsourcing weiter zu sparen. So sind etwa 20 der ca. 80 Arbeitsplätze im Aschendorff Callcenter ASC nach Halle in den Osten der Republik abgewandert. Auch im Bereich Medienservice (Anzeigenproduktion/Satz) sollen möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen Arbeitsplätze outgesourct werden. Ein Konzept dafür wurde von der Geschäftsleitung auf einer Betriebsversammlung am 11. März , zu der der Betriebsrat eingeladen hatte und zu der ca. 200 Kolleginnen und Kollegen gekommen waren, vorgestellt. Gefreut haben sich die Aschendorff-Beschäftigten sicher über die Aussage der Geschäftsleitung, dass das Unternehmen „kerngesund“ ist. (mehr …) […]

  29. Sparkasse direkt telefoniert für Aschendorff sagt:

    im letzten Posting hier war schon die Rede davon, dass es im Aschendorff Callcenter ein Outsourcing gegeben hat. Inzwischen ist auch klar, wohin die Arbeit aus Münster gewandert ist, zum Callcenter „Sparkasse direkt“ in Halle an der Saale und Kaiserslautern, wie dieser Aschendorff Hausmitteilung von vorgestern zu entnehmen ist (kein Aprilscherz!) Der Tenor der Mitteilung ist eindeutig: Alles wird besser!
    Das Callcenter der Sparkassen ist auch schon für die Tageszeitung Rheinpfalz tätig. Für die Kunden könnte dies ja dann durchaus Vorteile haben, die können sich dann mit einem Anruf über das Ausbleiben der Zeitung beschweren und ihren Kontostand auf der Kasse abfragen…:-))
    Hier nun die Hausmitteilung:
    03.04.2017
    Neuerungen im Kundenservice Lesermarkt
    Die Übernahme großer Teile des Kundenservice im Lesermarkt durch den externen Dienstleister „Sparkasse Direkt“ ist am vergangenen Samstag (1. April) gestartet. Alle Beteiligten haben mit großem Einsatz darauf hingearbeitet und dafür gesorgt, dass der Übergang reibungslos verlaufen ist und zu den angestrebten Verbesserungen und Optimierungen für die Kunden führen wird. Mehrere Kolleginnen und Kollegen von Aschendorff sind vor Ort in Halle, um die Umsetzung zu begleiten und auf eventuell auftretende Probleme schnell reagieren zu können.
    Die Mitarbeiter der „Sparkasse Direkt“ übernehmen seit dem vergangenen Wochenende die Bearbeitung der Standard-Geschäftsvorfälle des Lesermarktes wie Reklamationen, Urlaubsservice und Umzüge. Komplexere Vorgänge, für die Spezialwissen oder z.B. SAP-Eingaben erforderlich sind, werden weiterhin intern vom verbleibenden Inbound-Team im ASC bearbeitet.
    Um die Anrufe bzw. Vorgänge den jeweils zuständigen Teams zuordnen zu können, wird den unterschiedlichen Service-Rufnummern für die jeweiligen Titel und Servicebereiche ein entsprechendes Auswahl-Menü vorgeschaltet.
    In den vergangenen beiden Wochen wurde ein Team von 31 Mitarbeitern der „Sparkasse Direkt“ in Halle für den Leserservice unserer Tageszeitungen durch den Bereich Lesermarkt und das DBM geschult. In einer nächsten Welle folgt
    eine weitere Schulung von 15 Mitarbeitern der „Sparkasse Direkt“ in Kaiserslautern, die bei hohen Telefonvolumina als sogenannter „Überlauf“ dienen und Gespräche annehmen. Bei sehr hohen Anrufvolumina, z.B. bei Produktionsstörungen, können auch noch weitere zusätzliche Mitarbeiter mit eingesetzt werden, um eine hohe Erreichbarkeit sicherzustellen. Die für Aschendorff tätigen Mitarbeiter der „Sparkasse Direkt“ werden künftig auch im Intranet zu finden sein, um die Zuordnung zu erleichtern.
    „Sparkasse Direkt“ ist ein zentraler Service-Dienstleister für viele Sparkassen mit 950 Mitarbeitern und Standorten in Halle an der Saale und Kaiserslautern. Neben zahlreichen Projekten für Sparkassen betreut die „Sparkasse Direkt“ seit vier Jahren u.a. erfolgreich den Leserservice für die Tageszeitung Rheinpfalz. Im Rahmen des CMC-Qualitätsmonitors, einer unabhängigen Qualitätsmessung des Leserservice von über 18 Tageszeitungen, hat die „Sparkasse Direkt“ regelmäßig gute bis sehr gute Platzierungen erzielt. Das Kundenbindungsteam/Outbound-Team des ASC ist mit Wirkung zum 01.04.2017 in gleicher personeller Besetzung organisatorisch in den Bereich Lesermarkt übergegangen.

  30. ach ja, Verleger haben es schwer... sagt:

    ach ja, die Zeitungsverleger in NRW haben es schwer, da machen auch die beiden in einem Monopol agierenden münsteraner Verleger der Westfälischen Nachrichten, Dr. Benedikt und Dr. Eduard Hüffer keine Ausnahme. Im Editorial „Herausfordernde Zeiten“ der aktuellen Ausgabe ihrer Hauszeitung Aschendorff intern klagen sie gegenüber ihren „lieben Aschendorfferinnen und Aschendorffern“ mal wieder über Gott und die Welt und natürlich den Druck auf der „Kostenseite“, der bei ihnen durch den „gesetzlich aufgezwungenen Mindestlohn“ entstanden ist. Und dann ist da noch die böse, böse Deutsche Post, „ein vom Staat kontrolliertes Unternehmen“, das ihnen auf dem Beilagenmarkt mit „Einkauf aktuell“ zu angeblichen Dumpingpreise Konkurrenz macht und inzwischen lukrative Kunden wie Aldi abgeworben hat.
    Weiter heißt es dort: „Manchen Politikern scheint dabei die Existenz der von Zwangsabgaben lebenden öffentlich-rechtlichen Medien, die wieder durch die Politik kontrolliert werden, zu genügen“. An diesem Satz irritiert mindestens gleich zweierlei: Erstens die Verwendung des politischen Kampfbegriffes „Zwangsangaben“, mit dem man sich in eine sehr merkwürdige Gesellschaft begibt. Und zweitens irritiert, dass der eine Verleger, der auch Chef der örtlichen IHK ist, nicht weiß oder wissen will, dass die IHK einen Sitz im WDR-Rundfunkrat hat, womit auch schon klar ist, dass der ö-r. Rundfunk nicht nur durch Politiker, sondern durch gesellschaftliche relevante Gruppen kontrolliert wird.
    Immerhin gibt es auch dies zu lesen: Die „Erlöse im Printbereich haben im vergangenen Jahr noch ein kleines Wachstum erreichen können“ und die „digitalen Erlöse steigen (sogar) erfreulicherweise stark an“. Na, dann geht es ja alles noch….
    P.S.: Früher gab es in „Aschendorff intern“ auch noch eine Kolumne des Betriebsrats, die gibt es inzwischen nicht mehr – warum auch immer!

  31. Rundfunkrat sagt:

    Ich finde die Begriffe Zwangsabgabe und Staatsfunk auch ohne rechten Wutbürgerhintergrund voll umfänglich zutreffend. Und ich bin sehr frohen Mutes, dass die nächste Generation von Richtern dieses nicht mehr zu haltende System komplett kippen wird.

  32. Frank Sbirske sagt:

    @Rundfunkrat:

    Man kann ja durchaus über die Art und Weise der Erhebung dieses Beitrags und den ÖR streiten.
    Doch ohne diesen wäre den privaten Medien das Feld komplett überlassen, und das verhieße auch nichts wirklich Gutes. Der rechte Wutbürgerhintergrund nennt sie ja u.a.“Lügenpresse“.
    Und hat dieser „Staat“ nicht viel für die privaten getan ? Mindestlohnausnahme z. B. ?
    Eine gute Idee wird immer Geld bringen, nur leider fehlt es den privaten Medienunternehmern an solchen, daher basht man lieber die öffentlichen.
    Und keine Angst: Dieser Staat wird immer für seine Schäfchen sorgen, dafür sorgen schon die privaten Medienlobbyisten. Also bitte: Für den einen RTL, für den anderen ARTE.

  33. ÖR-Fan sagt:

    dann lieber Arte und Phönix

  34. dafür ist geld da sagt:

    http://www.turi2.de
    BZV Medienhaus in Braunschweig übernimmt Citycards-Verteiler New CityMedia.
    von Markus Trantow 18. Apr. 2017, 14:12
    Funke kauft über sein BZV Medienhaus die New CityMedia in Braunschweig. Der regionale Werbevermarkter verteilt Citycards in der Gastronomie und vermarktet Plakatflächen in sieben Landkreisen östlich von Hannover. Bisher hält die Frische Ideen GmbH aus Magdeburg die Mehrheit der Anteile, sie soll auch künftig weiter mit New CityMedia zusammenarbeiten.

  35. Rundfunkrat sagt:

    @Frank Sbirske
    Als „Lügenpresse“ werden üblicherweise alle Medien besudelt, insbesondere aber der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Oft trifft es WDR und Co. zu Recht, weil sie versuchen jedem Funktionär im Rundfunkrat alles Recht zu machen und jede Interessensgruppe zu befriedigen. Da bleibt objektive Berichterstattung sehr häufig auf der Strecke. Über den Firlefanz der Shows und Klamauk-Formate, die von Privaten abgekupfert und dort genauso dargeboten werden, haben wir noch gar nicht gesprochen…

  36. Westfalen-Blatt schrumpft im Altkreis Halle sagt:

    Die redaktionelle Struktur des Westfalen-Blatts im Altkreis ist in der letzten Zeit deutlich ausgedünnt worden und geschrumpft, eine eigene Redaktion in Versmold gibt es nicht mehr, genauso wenig wie in Werther und Borgholzhausen, diese Lokalseiten werden jetzt zentral von Halle aus betreut, Entlassungen hat es bis jetzt keine gegeben. Versetzungen bzw. Umsetzungen schon, zum Beispiel von Versmold nach Herford. OWL ist groß, das Erscheinungsgebiet des WB auch. Da die Verlegerfamilien Best und Busse alle im benachbarten Steinhagen wohnen, wird den Ausgaben im Altkreis aber noch ein gewisser Bestandsschutz eingeräumt. Am Westfalen-Blatt hält seit Juli 2011 der Münsteraner Verlag Aschendorff (Westfälische Nachrichten) eine Beteiligung in Höhe von 24, 9 Prozent, bei dem auch Ex-Bild Chef Kai Dieckmann sein journalistisches Handwerk erlernte!

  37. Gesinnungstest bei der WN? sagt:

    Bei den Westfälischen Nachrichten finden aktuell gerade die Übernahmegespräche für die sieben bis acht Kolleginnen und Kollegen statt, die von der Hallo-Redaktion in die Redaktion der Westfälischen Nachrichten/ Münsterschen Zeitung/ Zeitungsgruppe Münster übernommen werden sollen, dabei wird nicht nur die fachliche Eignung der Kandidaten geprüft, sondern auch die richtige ethisch-charakterliche Einstellung, von wegen christliche Werte und so, aber Zeitungen sind halt Tendenzbetriebe, da darf das der Arbeitgeber sogar! Oder?

  38. Gutso! sagt:

    Das finde ich gut so. Als Leser einer Zeitung erwarte ich eine klare Linie. Es macht im schwarzen Münster wenig Sinn überproportional viele grüne Kommentare zu drucken.

  39. Chefredakteurin und CDU-Landtagskandidatin sagt:

    kann man gleichzeitig für die CDU für den NRW-Landtag kandidieren und im gleichen Beritt auch Chefredakteurin eines Lokalradios sein. Andrea Stullich, Chefredakteurin von Radio RST in Rheine im Kreis Steinfurt und CDU-Kandidatin im Wahlkreis Steinfurt II, meint sie kann das und will ihr „Baby RST“ partout nicht alleine lassen und ihr Amt ruhen lassen, während des Wahlkampfs, das bleibt nicht unwidersprochen
    https://lebenanderems.wordpress.com/2017/02/01/kandidatin-mit-schere-im-kopf/

  40. MZ sagt:

    was es alles bei der MZ noch so gibt, einen Verlagsleiter, einen Sportchef, eine Sportredaktion usw., interessant, vlt. sollte mal jemand in die Neubrückenstrasse fahren und nachgucken, ob die tatsächlich auch alle noch da sind! :-)) Oder ob das mehr so als eine Fakenews einzustufen ist, die die Zeitungsverleger ja offiziell eigentlich eher bekämpfen wollen
    http://www.muensterschezeitung.de/Sport/Lokalsport/Fussballer-des-Jahres/2794468-Wahl-zu-Muensters-Fussballer-des-Jahres-Das-sind-die-elf-Kandidaten-fuer-die-Trophaee

  41. Neugründung an der Hansalinie sagt:

    An der Hansalinie in Münster, dort wo das Medienhaus Aschendorff seine Zelte aufgeschlagen hat, ist ein Unternehmen neu gegründet worden, Media 48, ein Unternehmen mit ähnlichem Namen gab es übrigens schon mal der der Münsterschen Zeitung. Media 48 soll digitale Produkte im Münsterland vertreiben und sucht Vertriebsmitarbeiter (m/w) für Online-Stellenanzeigen.

  42. oops sagt:

    Westfälischen Nachrichten droht Auflagenverlust, das Borken-Bocholter Volksblatt will ab 2019 den Mantel wieder von der Rheinischen Post übernehmen
    http://mvz-online.chayns.net/ticker?M=59546816

  43. oops2 sagt:

    Berthold Blesenkemper hat Antworten auf der Frage nach dem Warum? gesucht, das BBV verliert, wie alle anderen Regionalzeitungen auch, kontinuierlich an Auflage
    http://madeinbocholt.de/bbv-kooperiert-ab-2019-wieder-mit-der-rheinischen-post/

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