Funke-Gruppe: NRW verliert den Content Desk

Schon länger war bekannt, dass die Funke Mediengruppe in Berlin eine Zentralredaktion für alle Titel aufbauen will. Dabei ließ das Unternehmen im Ungewissen, welche Konsequenzen dies für die Mitarbeiter am Content Desk NRW hat, der bisher die Mantelinhalte für die NRW-Titel der Gruppe (WAZ, NRZ, WP und WR) erstellt. Nun steht fest: Die Zentralredaktion in Berlin startet zum 1. September 2015, der Desk in Essen wird wegfallen.

Einmal mehr steht zu befürchten, dass die Umbaupläne mit einem Verlust von Arbeitsplätzen verbunden sein werden. Auch wenn die Funke-Gruppe nach eigenen Angaben betriebsbedingte Kündigungen vermeiden will, ist nicht klar, wie viele der rund 80 am Essener Desk Beschäftigten tatsächlich eine Perspektive im Unternehmen haben.

Die Zentralredaktion in Berlin soll mit rund 50 Mitarbeitern starten. Für einen Arbeitsplatz in der neuen Redaktionseinheit können sich Mitarbeiter aller Funke-Titel in Deutschland bewerben. In NRW soll die WAZ-Titelredaktion, derzeit mit nur zehn Redakteuren besetzt, auf das Doppelte aufgestockt werden. Diese soll dann NRW-spezifische Inhalte liefern.

Zudem will die Funke-Gruppe die Gesellschaften Funke Sport NRW und Funke Online NRW gründen und in ihnen Sport- bzw. Onlineaktivitäten bündeln. Wie zu hören ist, sollen diese Gesellschaften aber nicht tarifgebunden sein. Die Beschäftigten sollen zwar bei dem Übergang in die neue Gesellschaft ihre Verträge behalten. Wie immer in solchen Fällen fragt sich aber, wie lange der Bestandsschutz tatsächlich Gültigkeit hat. Außerdem ist davon auszugehen, dass künftige Redakteure dann wohl zu schlechteren Konditionen angestellt werden.

50 Antworten zu “Funke-Gruppe: NRW verliert den Content Desk”

  1. […] Die Zentralredaktion in Berlin soll mit rund 50 Mitarbeitern starten. Für einen Arbeitsplatz in der neuen Redaktionseinheit können sich Mitarbeiter (weiterlesen…) […]

  2. Bülend munkelt sagt:

    25 Redakteure sollen durch den neuen zentralen Newsdesk in Berlin in NRW „übrig“ sein, berichtet kress.de
    http://kress.de/mail/alle/detail/beitrag/131578-funke-mediengruppe-bis-zu-25-redakteure-sind-uebrig.html

  3. FASsungslosigkeit und große Sorge sagt:

    in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung soll heute ein längeres Stück über die Funke Mediengruppe drin stehen, weiß jemand mehr? Die FAS ist mir heute noch nicht untergekommen und online bringen die so gut wie nix!

  4. FAS sagt:

    in der FAS stand nur was über Bodo Hombach und Wir in NRW drin….

  5. Funke BRs: Neuer Tiefschlag sagt:

    mit dieser Information hat sich heute die Betriebsrats AG der Funke-Titel an die Belegschaften gewandt

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    Mittwoch, der 13. Mai 2015: ein weiterer Tiefschlag in der bewegten Historie der NRW-Tageszeitungen. Morgens um 11.30 Uhr war der Großraum am Content Desk ein weiteres Mal überfüllt, weil die Geschäftsführung kurzfristig ihre Pläne zur neuen Berliner Zentralredaktion und die Folgen für den Content Desk und die NRW-Titel vorstellen wollte.

    Gut 90 Minuten dauerte die Präsentation der NRW-Geschäftsführer Constanze van Overdam und Matthias Körner sowie die anschließende Fragerunde. Erschreckt, erschüttert, wütend, teils ungläubig hörten sich
    die Kolleginnen und Kollegen an, wie unsere Führungskräfte die Zeitungen der Funke Mediengruppe in eine sichere Zukunft führen wollen. Auf diese Nachricht war niemand eingestellt: Die Content Dienstleister GmbH (Content Desk) soll im Herbst aufgelöst werden.

    Angst und Sorge um ihre Existenz standen Allen in der Runde ins Gesicht geschrieben. Ihre zentrale Frage war: „Drohen diesmal Kündigungen?
    Und wenn ja, für wen?“

    Ein klares „Nein“ darauf gab es nicht. Personalchef Gerrit Hempelmann betonte wiederholt, man werde alles versuchen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Mit den Betriebsräten sei vereinbart, dass ab Ende Mai über alle offenen Fragen verhandelt wird.

    Die Betriebsräte hatten den Schock am Vorabend erlebt. Drei Vertreterinnen der Geschäftsführung, Personalleitung, die Chefredakteure Jörg Quoos und Thomas Kloß sowie die NRW-Geschäftsführung hatten die BR-AG nach monatelanger Funkstille erstmals zur offiziellen Informationsrunde geladen. Die Runde begann um 15.30 Uhr und dauerte viereinhalb Stunden.

    Auch wenn die Verlagsleitung immer wieder betonte, die neue
    Organisation sei gerade kein Sparkonzept – Fakt ist: In ihrem Konzept
    fallen 17 Redakteursstellen und fünf für kaufmännische Angestellte weg.
    Der Content Desk, über sechs Jahre (und nach zweimaligem Stellenabbau) zum gut funktionierenden Team zusammengewachsen, wird zerschlagen. Künftig sollen viele kleine neue Einheiten – und ein teurer neuer Content Desk in Berlin – allen Titeln mehr Effizienz und mehr Qualität einbringen.

    Diese Rolle rückwärts hat uns die Sprache verschlagen. Wir fragen uns:
    Was soll das? Und welchen Preis werden die Zeitungen in den fünf
    Funke-Ländern in den nächsten Jahren dafür zahlen müssen?

    Das wissen wir nicht. Wir wissen bisher dies:

    Zentralredaktion Berlin: Hier sind 51 Stellen geplant, davon 13 für Onliner. Das Team soll crossmedial Themen von nationaler und internationaler Bedeutung für alle Titel liefern. Alle Mantelseiten werden an sieben Tagen
    in der Woche produziert. Die Onliner arbeiten täglich von 5 – 24 Uhr.

    Allein diese Rahmendaten lassen uns ahnen: Dieses Team ist eher unterdimensioniert für all die Aufgaben, die von ihm erwartet werden.

    NRW: Der Titel WAZ wird verstärkt und um die Ressorts Politik, Wirtschaft und Kultur erweitert. Diese WAZ-Stellen werden nur im Content Desk ausgeschrieben.

    Content Desk: Der Betrieb wird zerlegt und aufgelöst.

    Der Bereich CvD/Seitenproduktion, die Redaktionstechnik und der Tabellendienst werden in eigene neue Gesellschaft überführt. Die
    Redakteursstellen im Bereich CvD werden Content-intern ausgeschrieben.

    Die Onliner werden in zwei weitere Gesellschaften wechseln. Hier
    bleiben alle Stellen erhalten, ein Teil der Redakteursstellen werden
    aber in die Region verlagert.

    Besonders hohe Erwartungen knüpft das NRW-Management an das neue „Kompetenzzentrum Sport“: In dieser neuen Firma sollen sich die Mantelsportler, die Mannschaft des Reviersport-Magazins sowie die Sport-Onliner zu einem schlagkräftigen Dienstleister für alle digitalen und Printkanäle zusammenraufen.
    Diese 17 Stellen werden NRW-weit ausgeschrieben, Kolleginnen und Kollegen aller Titel und auch aus dem Lokalen können sich bewerben.
    Für die Titel NRZ und Westfalenpost ändert sich nichts. Die zwei Blattmacher der Westfälischen Rundschau gehören künftig zur WP. Deren Chefredakteur steht bereits seit Mai auch im Impressum der WR.

    Thüringen: Für die Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung und Ostthüringer Zeitung ändere sich „im Moment“ nichts, hieß es am Dienstag. Hier sind zunächst umfangreiche Marktforschungen geplant.
    Ab dem 1. September sollen die Blätter über den Agenturkanal Zugriff auf die Texte aus Berlin bekommen.

    Braunschweig: Mit ihrem Konzept der konsequenten Bürgerzeitung kann die Braunschweiger Zeitung komplette Seiten aus Berlin nur beschränkt nutzen. Ein weiteres Hindernis der Direktversorgung ist das eigenständige Redaktionssystem, das nicht mit Eidos verbunden ist.

    Hamburg: Das Abendblatt muss ab 1. September alle Mantelseiten aus der Zentralredaktion erhalten. Eidos läuft in Hamburg. Über einen möglichen Stellenabbau – auch in Richtung Berlin – gibt es in der Redaktion bisher
    noch keine klaren Auskünfte.

    Berliner Morgenpost: Kolleginnen und Kollegen wurden bereits darauf angesprochen, ob sie nicht in die neue Zentralredaktion wechseln wollen.

    Welche Folgen hat der Umbau für die Betroffenen?

    Die Konzernspitze hat entschieden: Alle neuen Gesellschaften werden tariffreie Zonen sein. Alle heute Beschäftigten, die in eine dieser Firmen wechseln, erhalten aber Arbeitsverträge, die alle bisherigen Rechte (z.B.Berufsjahre, Presseversorgung) garantieren. Die tariflichen Ansprüche werden dynamisch gesichert.

    Wie geht es weiter?

    Die Betriebsräte streben einen Rahmensozialplan für alle Titel an. Die Geschäftsführung hat sich zu Verhandlungen bereiterklärt. Vereinbart wurde außerdem, dass die Ausschreibungen erst dann erfolgen sollen, wenn wir uns über die Modalitäten geeinigt haben.

    Die nächste Verhandlungsrunde findet am Donnerstag, 28. Mai in Essen statt. Die Betriebsräte erwarten, dass die Verantwortlichen uns zügig exakte Informationen über die neue Arbeitsorganisation, Gesellschaftsstrukturen
    und mehr liefern.

    Auch diesmal unser Hinweis: Wer ernsthaft über einen Wechsel nachdenkt, soll alle notwendigen Informationen erfragen. Einen Vertrag unterschreiben sollte man aber erst, wenn die BR-AG die Bedingungen für Arbeitsverträge, Wechselmodalitäten und einen Sozialplan vereinbart haben.

    Soviel für heute. Mit herzlichen Grüßen

    Barbara Merten-Kemper, Sigrid Krause (WAZ/Content Desk)
    Uwe Zak, Denise Ludwig (NRZ)
    Rudi Pistilli, Rolf Hansmann (WP)
    Michael Mielke, Jörn Göhler (MoPo)
    Jörg Brokmann, Christina Schaschke (Braunschweiger Zeitung
    Britt Mandler, Henry Trefz (TA)
    Volker Herold, Denise Ohms (Funke Redaktions-Services)
    Axel Ritscher, Dörte Kabel (Hamburger Abendblatt)
    Ulrike Kern, Angelika Schimmel (OTZ)
    Anette Elsner, Thomas Beier (TLZ)

  6. freitagsmail sagt:

    und hier nun noch die Freitagsmail von letzter Woche, die allerdings wg. des Feiertages schon am Mittwoch verbreitet wurde.

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    aus aktuellem Anlass kommt unser Blog in dieser Woche bereits am Mittwoch.

    In den vergangenen Wochen hat das Team um Jörg Quoos, Thomas Kloß und Andreas Schulte intensiv an der Konzeption der FUNKE Zentralredaktion in Berlin gearbeitet. In intensiven Gesprächen mit den Chefredakteuren unserer Regionalmedien wurden die Anforderungen definiert, in Runden mit den Verlagsbereichen die kaufmännischen Rahmenbedingungen abgesteckt. Gestern haben sie mit den Betriebsräten ihre Ideen diskutiert. Das sind die Eckpunkte: Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Print und Online sollen in der Redaktion künftig tätig sein. Sieben Tage in der Woche wird sie arbeiten – für die rund 4 (!) Millionen Leser unserer Regionaltitel und die rund 6,5 Millionen Unique User unserer digitalen Plattformen. An die Redaktionen werden überregionale Inhalte zu Politik und Wirtschaft, Ratgeber, Wissen, Vermischtes sowie TV/Medien geliefert. Gleichzeitig wird sie die regionale Kompetenz der FUNKE-Titel heranziehen und dafür sorgen, dass regionale und lokale Themen mit überregionaler Relevanz national gespielt werden. Die Redakteure unserer Regionalmedien kennen sich vor Ort am besten aus. Dieses Wissen wollen wir nutzen: So muss es, um ein Beispiel von vielen möglichen zu nennen, selbstverständlich sein, dass die Entwicklungen bei VW von den Braunschweiger und Wolfsburger Kollegen für alle unsere Titel begleitet werden.

    Die gesamte Zentralredaktion versteht sich als crossmedial arbeitende Einheit. Die Redakteure sollen in ihrer täglichen Arbeit die Anforderungen der digitalen Kanäle mitdenken. Es geht weder um „Online first“ noch um „Print first“. Vielmehr soll der Veröffentlichungsprozess über Print, Digital und die Agenturen abgestimmt werden. Das heißt: Wo schnell reagiert werden muss, wird die Redaktion schnell sein und Online nutzen. Wenn sie aber die Nachrichtenhoheit besitzt, erfolgt die Veröffentlichung gesteuert, so dass FUNKE-Publikationen den größten Nutzen, die größte Reichweite erzielen. Deshalb ist es auch wichtig, dass Print und Digital-Redakteure nah beieinander sitzen. Es war gar nicht so einfach, dafür Räumlichkeiten in Berlin zu finden. Auch das hat jetzt aber geklappt. Die Zentralredaktion wird ins Zentrum Berlins, an die Friedrichstraße, in das Bürogebäude „The Q“ ziehen. Hier können alle auf einer Etage arbeiten. Besonders schön: Auch FUNKE DIGITAL und FUNKE Digital TV Guide werden in das Gebäude ziehen. So wird im Herzen der Hauptstadt ein lebendiges FUNKE-Zentrum entstehen mit Redakteuren, Digital-Köpfen und Bewegtbild-Pionieren! Das neue Gebäude wird zum 31. Juli bezogen. Bis dahin soll die Redaktion schrittweise aufgebaut werden. Die Stellenausschreibungen werden Ende Mai veröffentlicht.

    Die FUNKE Zentralredaktion wird zunächst die Berliner Morgenpost und das Hamburger Abendblatt mit überregionalen Inhalten beliefern. Es folgen dann schrittweise unsere Regionalmedien in NRW, Thüringen und Braunschweig. Für NRW hat das besondere Folgen, denn hier gibt es ja einen Content Desk, der als Vollanbieter die Mantelinhalte für WAZ, NRZ, WP und WR liefert. Er verliert seine Funktion. Wie sich NRW künftig neu organisieren soll, wurde gestern mit dem Betriebsrat diskutiert. Zurzeit sprechen die NRW-Verlagsgeschäftsführer Constanze van Overdam und Matthias Körner mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Content Desk.

    Vorgesehen ist, dass die NRW-spezifischen Inhalte künftig von der jeweiligen Mantelredaktion übernommen werden. Die WAZ-Titelredaktion wird ihre redaktionelle Kompetenz in den Ressorts Politik, Wirtschaft und Kultur auf- bzw. ausbauen. Die Mitarbeiter des Content Desk haben die Möglichkeit, sich für die Zentralredaktion in Berlin zu bewerben oder zum Beispiel auch auf eine Stelle in der WAZ-Titelredaktion. Die FUNKE Redaktionsservices sichert die zentrale Seitenerstellung für alle Titel mit dem Aufbau eines Produktionsdesks. Er übernimmt im Auftrag der NRW-Titel u.a. Spätdienste, Tabellendienste, Grafik- und Layoutdienstleistungen und Redaktionstechnik.

    Der Hauptsport Print und Online soll künftig für alle Titel von einer eigenen spezialisierten Einheit FUNKE Sport NRW geliefert werden. Das macht Sinn, weil der Sport in NRW eine besondere Bedeutung hat und in der vorgesehen Ausstattung – geplant sind 17 Redakteurinnen (!) und Redakteure – der redaktionelle Inhalt, zum Beispiel die Fußballberichterstattung, aufgewertet werden kann. Außerdem entstehen so Freiräume, die für die Entwicklung neuer Print-, Digital- und crossmedialer Sportangebote wichtig sind. Die Stellen für die neue Sport-Einheit werden NRW-intern ausgeschrieben. Die redaktionellen Online-Aktivitäten sollen künftig in einer eigenen Gesellschaft stattfinden. Alle Online-Mitarbeiter am ehemaligen Content Desk können hier weiterbeschäftigt werden.

    Ja, der Umbau wird einige Stellen kosten. Wieviel es sein werden, kann heute noch nicht genau gesagt werden, weil noch nicht klar ist, wie viele Kolleginnen und Kollegen künftig in Berlin arbeiten werden. Wir werden aber versuchen, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.

    So viel steht aber auch fest: Wenn uns dieser Umbau gelingt, dann werden unsere Medien in NRW gewinnen: Wir stärken unsere Titel, die Produktionskompetenz, die Sportkompetenz, die Lokalausrichtung und unsere regionalen und lokalen Aktivitäten.

    In diesen Zusammenhang passt auch die Nachricht, dass nun endlich der Neubau des FUNKE Media office auf den Weg gebracht ist. Die letzten Verträge sind unterzeichnet, die Bauarbeiten werden im Spätsommer beginnen, für Ende 2017 ist der Umzug geplant. Das ist ein gutes Zeichen: Für den Standort Essen, für unsere Mediengruppe, letztlich für uns alle, die wir in der FUNKE MEDIENGRUPPE arbeiten.

    Wir wünschen Ihnen einen schönen Feiertag morgen und schon jetzt ein erholsames Wochenende. Wir melden uns wieder am Freitag in zehn Tagen.

    Beste Grüße

    Ihre

    Manfred Braun und Michael Wüller

  7. Korenke spricht sagt:

    der Pressesprecher der Funke Mediengruppe, Tobias Korenke analysiert und bewertet gerne das aktuelle Zeitgeschehen und die Rolle von Journalisten, Medienjournalisten und Betriebsräten. Eine kleine Auswahl hat Bülend Ürük in newsromm.de zusammengestellt
    http://www.newsroom.de/news/detail/827721

  8. trauriges kapitel sagt:

    auch die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di im Bezirk Ruhr hat die Schließung des Essener Contendesk kritisiert. Hier die Pressemitteilung
    Ein weiteres trauriges Kapitel: Das Aus und der Kahlschlag für den Funke-Contentdesk in Essen.
    Die Geschichte der Sparmaßnahmen im heutigen Medienhaus der letzten Jahre: 2008 wurde unter dem damaligen Chefredakteur Ulrich Reitz der Contentdesk für die vier Zeitungstitel in NRW eingeführt. 300 Mitarbeiter der damals 860 Beschäftigten mussten gehen, um 30 Millionen einzusparen. 2013 wurde von heute auf morgen die Westfälische Rundschau aufgelöst und alle 120 Mitarbeiter in den Redaktionen entlassen. Eine weitere Personaleinsparung in Millionenhöhe. Ende 2013 die Schließung der Auslandsbüros im Unternehmen. Kosteneinsparung wieder in Millionen.
    Nur sechs Jahre hatte der Contentdesk Bestand. In den sechs Jahren gab es einen zweimaligen Stellenabbau, jetzt das endgültige Aus. Seit dem Funke/Springerdeal gibt es unter dem Dach der Mediengruppe noch mehr Tageszeitungen (Berlin/Hamburg). Sie alle sollen jetzt von Berlin aus, mit nationalen Themen von einer Zentralredaktion, beliefert werden. Ganze Themenseiten werden in Berlin für alle nationalen Funke-Titel und den Online-Auftritten einheitlich produziert. Mannschaftstärke: 50 Mitarbeiter – produziert wird von 5 Uhr bis 24 Uhr.
    Einsparung in Millionen: Alleine in NRW werden 25 Mitarbeiter keinen neuen Arbeitsplatz finden. Kündigungen nicht ausgeschlossen, so die Geschäftsführung. Altersteilzeitmodelle unerwünscht. Sozialplanverhandlungen schwierig. Andere Funke-Titel werden mit dem Personalabbau in ihren Mantelredaktionen folgen. Bärbel Sumagang, ver.di-Sekretärin im Bezirk Essen: „Hier werden Redaktionen bis auf den letzten Tropfen ausgeblutet. Wir fordern den Verlag auf, betriebsbedingte Kündigungen auszuschließen. Einsparungen in Millionenhöhe auf Seiten der Mitarbeiter und die hohen Gehälter der Geschäftsführer im Unternehmen, die im Bundesanzeiger veröffentlicht wurden, das passt nicht zusammen.“
    Zudem gibt es für die Onlinern eine Rolle rückwärts. Lies sich der Verlag noch letztes Jahr mit der Tarifbindung für Onliner in den Medien feiern, werden jetzt die Redakteure in eine tariffreie Gesellschaft überführt. Tariffrei sind auch alle neuzugründenden Gesellschaften.
    Tarifflucht, Zentralredaktion und hoher Personalabbau – Ein Verlag zerlegt sich gerade selber. Journalistischer Anspruch gleich null. Wer will solch ein Zeitungsprodukt noch kaufen?

  9. Die Sendung mit der Maus sagt:

    Früher, liebe GewerkschaftskollegInnen, hieß der Hauptteil deshalb Hauptteil, weil er ein Hauptteil war. Heute ist er kein Hauptteil mehr, sondern McNews des vergangenen oder vorvergangenen Tages. Den „Hauptteil“ kauft keiner mehr und wenn der Content-Desk verfünffacht wurde. Manche LeserInnen würden ihn gar nicht mehr haben wollen. Kommt endlich mal in der Realität hat, GenossInnen. Lokal spielt die Zukunft und da wird nichts abgebaut. Deshalb kaufen viele Leute die Zeitungen.

  10. […] hatten vor kurzem über die Auflösung des NRW-Content-Desks der Funke-Gruppe, der bislang die Mantelinhalte für die NRW-Titel WAZ, NRZ, WP und WR erstellt, […]

  11. Funke holt neue Leute sagt:

    für das Digital-Team des neuen Zentraldesks der Gruppe hat sich Funke neues Personal besorgt von der Rheinischen Post und der Rheinzeitung
    http://www.funkemedien.de/de/presse/medienmitteilungen/news/FUNKE-holt-Digitalexperten-in-die-Berliner-Zentralredaktion/

  12. Röper, geh' bitte in Rente sagt:

    Zitat Röper: „Die Lokalteile bestehen heute fast ausschließlich aus Meldungen und Berichten über gesetzte Termine oder Pressekonferenzen. Andere journalistische Darstellungsformen, etwa Interviews, Kommentare und Reportagen zu eigenen Themen, werden überhaupt nicht gepflegt.“

    Wann hat der denn zuletzt einen Lokalteil in der Hand gehabt? In den frühen 80ern? Beschämend, so eine Aussage!

  13. wie lieb sagt:

    die WAZ lädt alle Panini-Bild-Sammler zu einer Tauschbörse ein, und einen Promi gibt es dabei noch on top
    http://www.derwesten.de/staedte/essen/christian-keller-und-rene-pascal-bei-panini-tauschboersen-id10718423.html

  14. freitagsmail sagt:

    es ist Freitag und und wie immer Zeit für die Freitagsmail. Wie, wie immer nur belangloses und Lob für die Redaktionen, und die anderen Abteilungen reagieren verständlicherweise enttäuscht

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    an Tagen wie diesen, in denen uns der Fußball und das Drumherum in Atem halten, macht es besonders viel Spaß in unserer Mediengruppe zu arbeiten. Unsere NRW-Medien begleiten seit Tagen die Dortmunder Borussen ins Pokalendspiel am Samstag in Berlin. Die Kollegen der Braunschweiger Zeitung und Wolfsburger Nachrichten fiebern mit dem VfL mit. Und in der Berliner Morgenpost kann man genau verfolgen, wie sich die Hauptstadt auf diesen Tag vorbereitet, wo sich welche Fangruppen treffen, welche Fußball-Partys anstehen. Außerdem „syndizieren“ die Berliner ihren Pokalfinale-Ticker mit den Inhalten von Braunschweig zu Wolfsburg und Essen zu Dortmund. So wird es in Berlin einen Ticker mit BVB- und VfL-Brille geben. Und die anderen beiden profitieren von den atmosphärischen Inhalten, die sie wiederum in ihre Ticker übernehmen. Perfekter Austausch zwischen drei Standorten.

    Zur selben Zeit bibbert das Hamburger Abendblatt mit dem HSV. Vergangenes Jahr hatten die Kollegen ja noch Buchstaben an der Alster aufgestellt: Niemals 2. Liga. Hätte man die nicht wieder aus dem Keller holen sollen? Aus München hören wir übrigens, dass sich manche Kollegen noch immer nicht von der Meisterfeier (Frauen- und Herrenmannschaft) auf dem Marienplatz erholt haben…. Auf jeden Fall haben alle unsere Titel die unsäglichen Vorgänge um die FIFA und Sepp Blatter genau im Blick. Ganz gleich, wie das alles ausgeht, soviel steht fest: Eine hervorragende Fußballberichterstattung ist zentraler Bestandteil unserer Regionalmedien, ja, unseres Geschäftsmodells.

    „Print geht auch noch was.“ So kommentiert Berliner Morgenpost-Chefredakteur Carsten Erdmann die Ehrung mit dem 2. Platz des Deutschen Lokaljournalistenpreises der Konrad-Adenauer-Stiftung. Seine Zeitung hatte in den vergangenen Monaten so ungefähr alle Preise erhalten, die für journalistische Digitalprojekte vergeben werden. Ausgezeichnet wird nun die Serie zum 1. Weltkrieg und wie die Ereignisse in den lokalen Zusammenhang gestellt worden sind.

    Seit gestern liegt die zweite Ausgabe des jüngsten FUNKE-Magazins Schlager Echo am Kiosk. Wenn Sie wissen wollen, wie Andrea Berg so lebt oder welche Schattenseiten der Erfolg von Helene Fischer hat oder Sie sich einfach für eine professionell gemachte Zeitschrift interessieren, dann beteiligen Sie sich an der Heft-Verlosung im Intranet.

    Wir wünschen Ihnen ein erholsames Wochenende.

    Beste Grüße

    Manfred Braun und Michael Wüller

  15. erstaunlich... sagt:

    welche News die Bürgerreporter im lokalkompss.de alles (sicherlich geprüft von ausgebildeten Redakteuren) ins Licht der interessierten Öffentlichkeit befördern
    http://www.lokalkompass.de/gelsenkirchen/spass/scheidung-realschullehrer-schrieb-seiner-frau-ein-ehezeugnis-d551281.html

  16. erstaunlich auch... sagt:

    dass Volker Gaams noch journalistisch aktiv ist, ich dachte der hätte sich schon längst zur Ruhe gesetzt und würde im Schrebergarten die Radieschen zupfen oder seine Tauben füttern…

  17. freitagsmail sagt:

    heute mal am Samstag abend!

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
    viele hatten damit schon nicht mehr gerechnet: Das Bundeskartellamt hat nun das Joint Venture zwischen der FUNKE MEDIENGRUPPE und Axel Springer genehmigt. Geplant ist, dass FUNKE sich mit 25,1 Prozent an der Axel Springer Media Impact (ASMI) beteiligt, die bisher zu 100 Prozent zu Axel Springer gehörte. Das Ziel: Das gemeinsame Unternehmen soll die gesamte nationale Vermarktung der Medienangebote beider Medienhäuser übernehmen. Bereits seit einem guten Jahr betreut ASMI im Rahmen eines Dienstleitungsvertrages die Vermarktung verschiedener Zeitschriftenmarken sowie der Berliner Morgenpost und des Hamburger Abendblatts. Jetzt sollen die restlichen FUNKE-Regionalmedien dazu kommen. Die Detailplanung gehen wir in den kommenden Wochen an. Bisher konnten wir noch gar nichts tun, weil ein sogenanntes Vollzugsverbot bestand. In der Überlegung ist, dass wir eine „Docking Station“ aufbauen, die die nationale Vermarktung für unsere Titel koordinieren soll. Bis wir soweit sind, dauert es aber noch. Bis dahin bleibt alles wie bisher. Wir halten Sie über die nächsten Schritte auf dem Laufenden…
    Diese Woche ist der niederländische digitale Zeitungskiosk „Blendle“ mit viel Begleitmusik an den Start gegangen. Mit dabei sind auch die Angebote unserer Tageszeitungen aus Thüringen. Mit diesen digitalen Vertriebsaktivitäten sollen neue, junge Zielgruppen als digitale Bezahlkunden unserer Premium-Inhalte gewonnen werden. Und natürlich werden wir auch weitere Erfahrungen mit Bezahlmodellen sammeln, die uns helfen, über eigene Modelle nachzudenken.Danke an die Kolleginnen und Kollegen von FUNKE DIGITAL, die das so professionell auf den Weg gebracht haben.
    Die Braunschweiger Zeitung hat zum vierten Mal den Hans-und-Helga-Eckensberger-Preis für Nachwuchsjournalisten in unserer Mediengruppe verliehen. Den ersten Preis erhielt Mara Mertin von der Thüringer Allgemeinen für ihre Reportage aus Ostritz „Schlaflose Nächte an der Neiße – ein Ort liegt auf der Lauer“, in der sie eindringlich beschreibt, wie ein Ort unter Grenz-Kriminalität leidet. Diese Lektüre lohnt sich. Aber auch die der anderen prämierten Texte. Gratulation!
    Einen wahren Fan-Ansturm erlebte die WAZ- Panini-Tauschbörse, die gestern in unserem Essener Verlagsgebäude stattfand. Hunderte Leser handelten, tauschten und begeisterten sich für die Essener Klebebildchen (siehe Bild des Tages).
    Ein sommerliches Wochenende Ihnen. Und vielleicht schauen Sie mal ins Intranet. Da gibts einen netten Sommerfoto-Wettbewerb.

    Beste Grüße
    Ihre
    Manfred Braun und Michael Wüller

    Zitat der Woche: Es wird „deutlich, dass angesichts der ungeheuren Dynamik in der Branche die Gegenwart praktisch schon Vergangenheit ist. Und dass es für diejenigen, die Schritt halten wollen, entscheidend ist, sich auf die Zukunft zu konzentrieren.“ (Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei der Eröffnung des Medienforums Köln) Noch Fragen?

  18. neue wege sagt:

    die Funke Gruppe beschreitet neue Wege in der digitalen Vermarktung seiner Titel mit dem Dienst sharemagazines können sich Leserinnen und Leser zukünftig ortsbasierte Lesezirkel zusammenstellen und Angebote aus zehn Programm- und Frauenzeitschriften der Gruppe, dem Hamburger Abendblatt, der Berliner Morgenpost und der NRW-Tageszeitungen der Gruppe zusammen stellen
    http://www.funkemedien.de/de/presse/medienmitteilungen/news/Erweiterung-des-digitalen-Vertriebs-FUNKE-MEDIENGRUPPE-bringt-ausgewaehlte-Titel-in-sharemagazines-Portfolio-ein/

  19. freitagsmail sagt:

    es ist Freitag, Zeit für die Freitagsmail der Funke Geschäftsführer

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    die Nachricht ist zwar nicht mehr taufrisch, wir wollen aber trotzdem mit ihr starten: DerWesten.de hat mit 16,8 Millionen Visits einen neuen Allzeit-Rekord aufgestellt! Das Portal hat damit die 16-Millionen-Grenze eindrucksvoll geknackt und erstmals nach vielen Monaten wieder RP-Online hinter sich gelassen. Gratulation!

    Erinnern Sie sich? Vor einigen Monaten hatten WAZ Lokalredaktion Bochum und Radio Bochum dazu aufgerufen, den inzwischen zur inoffiziellen Stadt-Hymne avancierten Herbert-Grönemeyer-Song „Bochum“ um eine fünfte Strophe zu ergänzen. Nun, 30 Jahre nach Entstehung des Liedes und pünktlich zu den Jubiläumskonzerten, gibt die Bochumer WAZ Lokalredaktion gemeinsam mit dem Sänger eine Charity-CD heraus – mit der 5. Strophe der WAZ-Leserin Ursula Tharr, die den Strukturwandel im Revier besingt: „Du hast den Ruß abgewaschen, und Deine Öfen sind kalt. Doch Deine Zechen sind voll Leben. Hier wird getanzt, gelacht, das Morgen ausgedacht. Gefördert wird was lebt.“ Der Erlös der CD kommt zwei Kinderheimen in Bochum zugute, die sich besonders um minderjährige Flüchtlinge ohne Begleitung kümmern. Großartige Aktion, danke allen, die sie ermöglicht haben.

    Die wachsende Zahl von Flüchtlingen beschäftigt natürlich alle unsere Regionalmedien. Morgen startet die WP unter dem Titel „Fluchtpunkte“ ein großes redaktionelles Projekt zu dieser Thematik: Wie meistern Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bürger die große Herausforderung? Die WP möchte in bestem Sinne journalistisch aufklären, ohne zu beschönigen. Die Zeitung wird Schicksale von Flüchtlingen vorstellen. Denen eine Stimme geben, die sich Sorgen machen. Mit Bürgermeistern über Handlungsmöglichkeiten sprechen und Bezüge herstellen – etwa zu Menschen, die nach 1945 aus Ostpreußen nach Südwestfalen gekommen sind. Ein gutes Beispiel für die Bedeutung von Regionalmedien: Sie können Verständnis für gesellschaftspolitische Herausforderungen schaffen und zu ihrer Bewältigung beitragen.

    Die Hintergründe des Flüchtlingsstroms waren auch Thema im Vortrag des NRZ-Nahostkorrespondenten Martin Gehlen am Dienstag. Vor rund siebzig Lesern berichtete er eindrücklich von Umwälzungen und Umbrüchen in der arabischen Welt. Auch das ist ein wichtiger Beitrag, um zu verstehen, warum so viele Menschen im Kampf um ihr Leben bei uns Zuflucht suchen.

    In der vergangenen Woche hatten wir von unserer Mitwirkung beim digitalen Zeitungskiosk „Blendle“ berichtet. Einige Wochen davor haben wir unser Angebot im All-you-can-Read-Leseshop „Readly“ bekanntgegeben. Wir wollen weiter lernen – denn darum geht es zunächst – und neue Wege beim digitalen Vertrieb unserer Regionalmedien und Zeitschriften ausprobieren: Über den ortsbasierten digitalen Lesezirkel „sharemagazines“ lassen sich ab sofort mehr als zehn Frauen- und Programmzeitschriften sowie die Berliner Morgenpost, das Hamburger Abendblatt und die FUNKE-Tageszeitungen aus Nordrhein-Westfalen lesen. Wir halten Sie über die Erfahrungen auf dem Laufenden.

    Beschleicht Sie etwa auch manchmal das Gefühl, zu viel Zeit vor dem PC-Bildschirm oder mit Ihrem Handy zu verbringen? Die aktuelle Ausgabe des „Herzstücks“ mit dem Titel „Die Kraft des Echten“ will dazu inspirieren, „wieder das echte Leben mit all seinen Facetten zu genießen“. Na also, das klingt nach einer optimalen Wochenende-Lektüre. Im Intranet werden Exemplare verlost.

    Den WAZ-Lokalchefs, die sich am Wochenende mit der Chefredaktion zusammensetzen, wünschen wir viel Erfolg bei ihrer Arbeitsrunde in Velen. Und all jenen, die nicht arbeiten müssen, ein erholsames Wochenende.

    Beste Grüße

    Ihre

    Manfred Braun und Michael Wüller

    Übrigens gab es dann doch noch ein „Champions-League-Finale“ mit deutscher Beteiligung – neben den Frauen vom 1. FFC Frankfurt, die gegen Paris gewonnen haben. Beide Teams kamen aus dem Verbreitungsgebiet der NRZ. Mit 1:0 besiegte die E-Jugend von Hamborn 07 im Endspiel die Jungs der Arminia aus Oberhausen-Klosterhardt. 24 Fußballmannschaften und 240 Kicker kämpften in 80 Spielen um die vier Kristallpokale, und knapp 500 Eltern sowie Großeltern fieberten am Rand der Bezirkssportanlage in Moers im Herzen des Verbreitungsgebietes mit. Nach der NRZ-Mini-WM im

  20. sozialplanverhandlungen sagt:

    weiß denn jemand was der Stand der Dinge ist bei den Sozialplanverhandlungen zwischen den vereinigten Zeitungs-BRs und der Personalbteilung der Funke Gruppe mit Herrn […] an der Spitze?

  21. harte haltung sagt:

    @sozialplanverhandlungen eine gute Frage! Nach allem was zu hören ist, scheint die Geschäftsführung, die ja unlängst noch im Handelsblatt verkündete „gut bei Kasse“ und offen für neue Investitionen zu sein, sich in den Verhandlungen mit den Betriebsräten eine ausgesprochene harte Haltung einzunehmen. Jedenfalls scheint es momentan sehr schwierig zu sein, auch nur ansatzweise die Leistungen des bis 2014 geltenden Sozialplans zu erreichen, na ja irgendwo her muss ja auch das Geld ja für die neuen Investitionen kommen :-(((

  22. betriebsräte unter Druck sagt:

    Funke Geschäftsführung will Sozialplan für die Redaktionen und den Essener Contentdesk nur zu eigenen Bedingungen abschliessen und setzten die Betriebsräte unter Druck
    http://kress.de/mail/tagesdienst/detail/beitrag/131924-funke-geschaeftsfuehrung-setzt-betriebsraete-unter-druck-abschluss-nur-zu-unseren-bedingungen.html

  23. Offenheit sagt:

    @korenke spricht. Habe mir jetzt mal die gesamte Thüringer Rede von Korenke druchgelesen. Er sagt dort ja nicht nur etwas zu Journalisten und Betriebsräten, sondern vor allem auch etwas zu Verlagsmanagern und Gesellschaftern. Das ist sowas von wohltuend. Das sagt endlich mal jemand, was er denkt – und das ohne Scheuklappen. Und mutig ist es auch. Ganz egal, was man von den Thesen im einzelnen denkt…

  24. freitagsmail sagt:

    es ist Freitag, Zeit für die Freitagsmail

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
    es ist gar nicht so leicht, in einem Blogeintrag etwas zu laufenden Verhandlungen mit dem Betriebsrat zu sagen. Jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt, die Gefahr, dass Aussagen schief interpretiert oder falsch verstanden werden, ist groß. Und es wäre gewiss nicht weiterführend, wenn der Eindruck von Rechtfertigung oder gar Provokation entstände. Auf der anderen Seite wissen wir natürlich, dass die aktuellen Verhandlungen um einen Sozialplan in NRW breit diskutiert werden. Und wir wollen ja in diesem Blog die für unser Unternehmen zentralen Themen aufzugreifen. Deshalb nun doch ein paar Erläuterungen.
    Vor einigen Wochen hatten wir in einem Gespräch mit dem Handelsblatt gesagt, dass unser Unternehmen wirtschaftlich gut dasteht. Diese von uns allen hart erarbeitete Lage gibt uns Handlungsfreiheit. Das ist die Voraussetzung, um zu investieren, etwa in Digitalisierungsprojekte, neue (journalismusnahe) Geschäftsmodelle oder auch in die Akquise weiterer Medien, die uns ermöglichen, die Vorteile unserer Größe wirkungsvoll zu nutzen. Nur auf diesem Wege werden wir unserer Mediengruppe eine Zukunft eröffnen und damit auch Arbeitsplätze sichern können. Wir sind uns unserer Verantwortung für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehr wohl bewusst. Wir tragen aber auch eine Verantwortung für die Zukunft unserer Mediengruppe. Diese Aspekte müssen wir beim Aushandeln von Sozialplänen sorgsam abwägen. Nur so können wir zu vernünftigen, tragfähigen Lösungen kommen.
    Natürlich ist auch in dieser Woche wieder viel in unserer Mediengruppe passiert. Lassen Sie uns gleich mit einer besonders schönen Nachricht beginnen: Kirsten Simon, Redakteurin im Ressort Leben am Essener Content Desk, hat vor einiger Zeit einen außergewöhnlichen Artikel verfasst, der nun von der Jury des Publizistikpreises Senioren ausgezeichnet wurde. Der Artikel „Der Wunsch nach Berührung“ handelt vom Tabuthema Sexualität bei Älteren und erschien in den NRW-Titeln auf der Gesundheitsseite des Ressorts Leben. Ein bemerkenswerter Text. Gratulation!
    Die Digital-Kollegen erweitern unser Vermarktungsangebot und bieten jetzt speziell für Start-ups zugeschnittene Kommunikationskonzepte an: Zum Start hat das Unit-übergreifende Team aus Mitarbeitern von FUNKE DIGITAL und Berliner Morgenpost eine 360-Grad-Kampagne für die Online-Parkplatzbörse „parku“ konzipiert. Die erste Phase startet unter anderem mit Radiospots sowie Print- und Online-Anzeigen unter dem Slogan „Berlin ist, wenn jeder seinen Platz findet.“
    Es gibt viele Königinnen, aber nur eine Queen: Das wurde beim Staatsbesuch Elisabeth II. wieder deutlich. Unsere Frauenzeitschriften, allen voran Frau im Spiegel, aber auch alle unsere Regionalzeitungen, hier standortbedingt vorneweg die Berliner Morgenpost, haben das Ereignis ausgiebig gewürdigt. Da sind sehr schöne Geschichten zusammengekommen.
    Am Mittwoch wurde Hubert Burda in seinem Amt als Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) bestätigt. Im Handelsblatt hat er einen bemerkenswert ermutigenden Text publiziert, in dem er sein Programm skizziert. „Die digitale Revolution verändert unsere Verlagsbranche seit zwei Jahrzehnten fundamental“, heißt es hier. „Sie eröffnet uns faszinierende neue Horizonte, rüttelt aber gleichzeitig kraftvoll an allen Gewissheiten (…) Die Vielfalt der deutschen Verlagslandschaft ist in der Welt einzigartig. Es ist unsere Verantwortung, sie in die Zukunft zu führen.“
    In NRW beginnen heute die Sommerferien. Allen, die jetzt bereits wegfahren, wünschen wir erholsame Tage. Allen anderen zunächst mal ein erholsames Wochenende.
    Mit besten Grüßen
    Ihre
    Manfred Braun und Michael Wüller

  25. freitagsmail sagt:

    es ist heiß es ist Freitag, also Zeit für die Freitagsmail

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
    Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut im Journalismus. Deshalb müssen die Ergebnisse einer infratest-Studie, die in der vergangenen Woche veröffentlicht wurde, alarmieren: 60 Prozent der Befragten gaben an, sie hätten wenig bis gar kein Vertrauen in die Medien. Heute wurden nun die Ergebnisse einer weiteren Studie, dieses Mal von derForschungsgruppe Wahlen, veröffentlicht, die ein differenzierteres Bild zeichnen. Danach genießen Regionalzeitungen das höchste Vertrauen in Deutschland. Auf einer Skala von -5 bis +5 wird die Vertrauenswürdigkeit von Regionalzeitungen mit plus 2,5 bewertet. Natürlich muss man sich die Studie noch genauer anschauen, um die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen. Eines kann man aber schon jetzt sagen: Regionalmedien sind unverzichtbar.
    Zur Glaubwürdigkeit trägt auch die Arbeit von Journalisten wie Jan Jessen bei. Seit Jahren schon berichtet er für die NRZ nicht nur aus den Krisenregionen im Nahen Osten, sondern initiiert und unterstützt auch Aktionen, um Not leidenden Menschen dort zu helfen. Jetzt war er wieder in den irakischen Kurdengebieten, die zurzeit zwar militärisch stabil sind, in die sich aber hunderttausende Menschen vor dem IS-Terror geflüchtet haben. Eindrucksvoll berichtet er vom „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“, das in der Nähe der Stadt Sheikan errichtet wird. Bis jetzt konnten dank der Spenden von Lesern, Städten, Unternehmen und Kirchengemeinden 40 Wohncontainer gebaut werden, die Platz für 80 Familien bieten. 5000 Dollar kostet ein Container, 100 sollen es werden.
    Großes Vertrauen genießt auch der Verein des Hamburger Abendblattes „Kinder helfen Kindern“. Wieder kamen die Erlöse des 14. HSH Nordbank Run, bei dem mehr als 24.000 Teilnehmer durch Hamburg liefen, dem Verein zugute. Er unterstützt damit die Aktion „Kids in die Clubs“ für sozial benachteiligte Mädchen und Jungen. 155.000 Euro sind dieses Mal zusammengekommen.
    Die Thüringische Landeszeitung feiert ihr 70-jähriges Bestehen, die zu ihr gehörende Eisenacher Presse begeht ihren 25. Geburtstag. Aus diesem Anlass trafen sich Wegbegleiter der Zeitung zu einer Podiumsdiskussion, in der es natürlich auch um die Glaubwürdigkeit von Medien ging. Bernhard Vogel, der ehemalige Ministerpräsident des Freistaats Thüringen, zitierte in seinem Statement Thomas Jefferson, den 3. Präsidenten der Vereinigten Staaten: „Wenn ich zu wählen hätte zwischen einem Land mit einer Regierung, aber ohne Zeitung, und einem Land mit Zeitung, aber ohne Regierung, dann würde ich mich für das Land ohne Regierung entscheiden.“ Passt zur oben erwähnten Studie, oder?
    Wir haben wiederholt darüber berichtet, wie wir im digitalen Vertrieb Erfahrungen sammeln. Die ersten Erfahrungen mit dem All-you-can-read-Leseshop Readly waren gut. Die FUNKE-Titel werden nachgefragt, neue Leserkreise erschlossen. Deshalb bauen wir unser Engagement bei Readly aus: Ab sofort sind sämtliche wöchentlichen Frauenzeitschriften vertreten, außerdem gibt es jetzt alle Ausgaben der TV DIGITAL. Damit sind 19 Frauen- und Programmzeitschriften Teil des Angebotes.
    Wir wünschen Ihnen ein erholsames Wochenende. Vielleicht werfen Sie einen Blick in die neue LandIDEE: „In den Sommer eintauchen“ heißt die schöne Titelgeschichte…
    Beste Grüße
    Ihre Manfred Braun und Michael Wüller

  26. sozialplanverhandlungen sagt:

    die ausgesprochen zähen Sozialplanverhandlungen für die Redakteurinnen und Redakteure der Funke Gruppe, die von der Einrichtung des Berliner Newsdesks und der Einrichtung der neuen NRW- Gesellschaften betroffen sind, gehen nun am 15. Juli in die sechste Runde. Die Betriebsrätw hatten schon die Einrichtung einer Einigungsstelle gefordért. Mit den Tarifverträgen scheint es der neue Funke Personalchef Hempelmann nicht mehr so genau zu nehmen…Also Augen auf beim. Unterzeichnen neuer Arbeitsverträge

  27. freitagsmail sagt:

    Samstag mittag, höchste Zeit für die Freitagsmail, in der die tollen Herren von der Geschäftsführung ordentlich Weihrauch streuen

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
    die Zentralredaktion entfaltet bereits Wirkung, obwohl sie noch gar nicht richtig gestartet ist. Zum Auftakt der deutschen Olympia-Bewerbung erläuterten Bundesinnenminister Thomas de Maizière und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz in allen FUNKE-Zeitungen, wie sie die Spiele 2024 nach Deutschland holen wollen. Jörg Quoos, Chefredakteur der Zentralredaktion, und Matthias Iken, stellvertretender Chefredakteur des Hamburger Abendblattes, führten das Interview im Hamburger Rathaus gemeinsam und exklusiv für alle Titel. Genauso haben wir es uns vorgestellt…
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    > Die Zukunftssicherung unserer Mediengruppe über das Harmonisierungsprojekt ist in den letzten Wochen einen großen Schritt vorangekommen. Die in den Projektteams auf Basis der Ist-Situation entwickelten Optimierungspotenziale wurden auf Herz und Nieren geprüft, die daraus abzuleitenden Schritte werden in den nächsten Wochen u. a. mit den Betriebsräten auf Detailebene besprochen und beraten. Nach den Beratungen werden die Optimierungspotenziale dann schrittweise durch die Projektleitung gemeinsam mit den Projektteams umgesetzt. Dieser Veränderungsprozess wird nicht von heute auf morgen gehen, das wissen wir. Aber er wird uns für die ständig wachsenden Anforderungen des Marktes fit machen. Nach den Gesprächen mit dem Betriebsrat werden wir mehr berichten können – und natürlich stehen Ihnen auch die Projektleiter Fred Hogrefe, Mirco Striewski und Markus Wendler für Fragen zur Verfügung. Zögern Sie nicht …
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    > Überraschung und vielleicht auch ein bisschen Stirnrunzeln ausgelöst hat diese Woche ein Artikel im Horizont zur möglichen engeren Zusammenarbeit der drei Berliner Blätter Tagesspiegel, Berliner Zeitung und Berliner Morgenpost. Zumindest unsere Berliner Kolleginnen und Kollegen wissen, dass alle drei Titel bereits seit Juli 1996 in der BZV (Berliner Zustell- und Vertriebsgesellschaft für Druckerzeugnisse) zusammen arbeiten, um die Zustellung der Titel gemeinschaftlich durchzuführen. Vor dem Hintergrund der Einführung des flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns, der uns – wie die meisten Verlage in Deutschland – vor enorme wirtschaftliche Herausforderungen stellt, loten wir zurzeit aus, wie die laufende Zusammenarbeit verbreitert und vertieft werden kann. Wohlgemerkt: Das gilt ausschließlich für die Verlagsbereiche, nicht für die Redaktionen. Wir halten Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
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    > Was ist eigentlich der Grund für die Renaissance der Newsletter? Egal, ab sofort spricht die WP mit einem wöchentlichen digitalen Newsletter alle an, die sich für Wirtschaft in Südwestfalen – eine Region, die schon lange in Wirtschaftskreisen einen Ruf als Hidden Champion genießt – interessieren. Die WIRTSCHAFTSPOST erscheint jeden Mittwoch zur Mittagszeit und informiert über das, was wichtig ist und was in den nächsten Tagen wichtig wird. Der Newsletter ist aus der Beteiligung der WP am Digitalprojekt „Mission local“ entstanden. Hier arbeiten zwölf Verlage aus Deutschland und Österreich zusammen, um neue Wege bei der Entwicklung von digitalen redaktionellen Inhalten zu gehen. Das Projekt ergänzt hervorragend unseren Weg in NRW zu einer neuen Digitalstrategie. Gratulation!
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    > Gute Neuigkeiten von den Programmzeitschriften: Wir verstärken unser Engagement im Bereich der digitalen Programmführer. Die FUNKE MEDIENGRUPPE beteiligt sich mit 33 Prozent an ON AIR, der drittgrößten TV-Programm-App in Deutschland. Die App ist ein Produkt des 2009 gegründeten Berliner Start-ups „stanwood“, das auf TV-Apps und Fernsehzeitschriften für mobile Geräte spezialisiert ist. Das Berliner Unternehmen verfügt über ein umfassendes Mobile-Knowhow und agiert konsequent zahlengetrieben. In Verbindung mit unseren Programmzeitschriften und deren digitalen Ablegern entsteht ein erhebliches Wachstumspotenzial. Wir wünschen eine gute Zusammenarbeit!
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    > Last but not least: Ein herzliches Willkommen allen Volontären, die in dieser Woche ihre Ausbildung an der Journalistenschule Ruhr begonnen haben. Erstmals sind auch Kolleginnen und Kollegen aus Berlin und Hamburg dabei. Was wir Ihnen wünschen? Dass Sie in unserem Haus erfahren, dass der Journalistenberuf großartig ist – trotz oder auch gerade wegen der radikalen Veränderungen in der Medienbranche.
    Ihnen allen ein erholsames und sonniges Wochenende.
    Beste Grüße
    Ihre
    Manfred Braun und Michael Wüller

  28. steffi geht zu Funkes nach Berlin sagt:

    Steffi Dobmeier, bislang in der Zeit Online-Redaktion beschäftigt, wird Chefin vom Dienst in der neuen Berliner Zentralredaktion der Funke Mediengruppe
    http://www.funkemedien.de/de/presse/medienmitteilungen/news/FUNKE-holt-weitere-Digitaljournalistin-in-die-Berliner-Zentralredaktion/

  29. Hogrefe soll für Harmonie sorgen sagt:

    … bei der Funke Mediengruppe, berichtet Kai-Hinrich Renner in seiner Medienkolumne im Handelsblatt, der Burda-Mann kommt wohl auf Wunsch von Gf Manfred Braun
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/medienmacher/medienmacher-auf-der-suche-nach-neuer-harmonie/12072312.html

  30. freitagsmail sagt:

    es ist Freitag und Zeit für die Freitagsmail, und dann geht es ab an den Strand :-))

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
    es ist immer wieder beeindruckend, zu sehen, was unsere Regionalmedien bewirken können. Zurzeit wird das besonders deutlich angesichts des Flüchtlingsdramas, das sich direkt vor unserer Haustür abspielt. Fast alle unsere Titel sind hier auf die eine oder andere Weise engagiert. Nur einige Beispiele von vielen: Die Westfalenpost hat bereits vor einigen Wochen eine große Serie unter dem Titel „Fluchtpunkte“ gestartet. Eine Geschichte über die syrische Familie Alojayli hat nun eine überwältigende Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst.
    Die Kolleginnen und Kollegen des Hamburger Abendblattes starten am kommenden Montag eine Hilfsaktion für Flüchtlinge: In ihrer Sonnabendausgabe werden sie alle Leserinnen und Leser dazu aufrufen, Hilfsgüter wie Kleidung, Hygieneartikel und Bettwäsche zu sammeln und diese am Montag zum Hamburger Abendblatt zu bringen, wo kurzfristig eine Annahmestelle eingerichtet wird. Dort nehmen hilfsbereite Mitarbeiter des Hamburger Abendblattes die Waren dankend in Empfang und bringen sie zu einem hinter dem Gebäude wartenden LKW, der die Spenden direkt in die Hamburger Flüchtlingslager bzw. zu den Hilfsorganisationen bringen wird.
    Flüchtlingen eine Stimme geben möchte Hamburger Abendblatt-Fotograf Marcelo Hernandez. Für eine Ausstellung hat er eindrucksvolle Portraits von Menschen geschaffen, die nach teilweise jahrelanger Flucht nun in Hamburg-Bergedorf leben. „Wir suchen dringend eine Wohnung“, sagt da etwa Juan, der mit seiner Familie aus Syrien gekommen ist, „aber es ist, als gäbe es in ganz Deutschland keine Wohnungen.“
    Über die Arbeit von Jan Jessen, Leiter des Politik-Ressorts der NRZ, haben wir hier ja schon wiederholt berichtet. Das maßgeblich von ihm und der NRZ initiierte „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“ im irakischen Kurdengebiet – eine Region, in die zurzeit hunderttausende Menschen vor dem IS-Terror flüchten –, wächst und wächst. Dank der Unterstützung vieler Leser, Unternehmen und anderer Einrichtungen bieten jetzt bereits 60 Wohn-Container Platz für 300 bis 400 Menschen. Wir halten Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden.
    Von sommerlicher Ruhe war auch diese Woche wenig zu spüren. Eine besonders schöne Nachricht von den Zeitschriften: Wir haben die LandIDEE-Gruppe komplett übernommen. Damit ergeben sich neue Möglichkeiten, die auch in unserer Mediengruppe so beliebte LandIDEE-Markenfamilie weiter auszubauen.
    Das Digitalteam der Braunschweiger Zeitung hat ein Flirt-Portal gestartet: spotted38.de. Über das Portal können Verliebte, die sich bei der ersten Begegnung noch nicht so recht getraut haben, Botschaften an das „Objekt ihrer Begierde“ senden. Im Intranet gibt‘s ein aufschlussreiches Interview mit dem Kopf hinter diesem Portal David Nickel.
    Wir wünschen Ihnen ein erholsames Wochenende!
    Beste Grüße
    Ihre
    Manfred Braun und Michael Wüller

  31. regionalportale sagt:

    die Funke Mediengruppe will im Herbst zusätzlich zu den etablierten Online-Portalen der Gruppe noch kostenlose Regionalportale starten, an ausgewählten Standorten, Der zukünftige Online-Chef Stephan Thurm im Gespräch mit dem Kress Express
    http://kress.de/mail/tagesdienst/detail/beitrag/132148-jung-mobil-und-nicht-so-ernst-funke-will-im-herbst-regionalportale-starten.html

  32. freitagsmail sagt:

    es ist Freitag und Zeit für die Freitagsmail

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
    heute vor genau fünf Jahren starben 21 Menschen auf der Duisburger Loveparade oder erlagen wenige Tage später ihren Verletzungen. Mindestens 540 wurden verletzt, als am Eingang zum Festivalgelände eine Massenpanik ausbrach. Ein unit-übergreifendes Team der Online-Portale waz.de und nrz.de hat zum Jahrestag der Katastrophe die Ereignisse eindrucksvoll aufbereitet.
    Eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft hat das Hamburger Abendblatt ausgelöst: Mehr als 10.000 Leser hat die Abendblatt-Aktion für Flüchtlinge am vergangenen Montag mobilisiert. Pausenlos strömten Hamburger mit Koffern, Taschen, Kinderwagen und sogar Fahrrädern zum Redaktionsgebäude und spendeten Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Spielzeug, Hygieneartikel … Statt der erwarteten vier Touren mit zwei 7,5-Tonnern fuhren schließlich sechs Lastwagen in 20 Lieferungen die Spendengüter aus. Was für ein Erfolg! Man kann daraus viel lernen: Dass die Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge doch sehr viel größer ist, als manche üblen Bilder von Demonstrationen vor Flüchtlingsheimen suggerieren. Was Regionalmedien (noch immer) bewirken können. Wie kraftvoll die Marke „Hamburger Abendblatt“ ist. Nicht zuletzt wird deutlich, mit wie viel Herzblut sich die Hamburger Kolleginnen und Kollegen einsetzen für Hilfsbedürftige, für ihre Stadt und ihre Zeitung. Großartige Aktion – zur Nachahmung empfohlen.
    Gute Nachrichten von unseren Zeitschriften: Ein Jahr nach der Übernahme der Springer-Titel haben sowohl die wöchentlichen Frauen- als auch die Programmzeitschriften ihren Marktanteil nach Auskunft der IVW ausgebaut. Bei den Frauentiteln erhöhte er sich auf 24,1 Prozent (Vorjahr 23,2), bei den Programmzeitschriften auf 37,1 (Vorjahr 36,6). Kompliment!
    Noch ein Wort zu den Verhandlungen mit dem für den Essener Content Desk zuständigen Betriebsrat: Leider konnten wir uns (noch) nicht auf einen Sozialplan verständigen. Das hat uns überrascht, denn wir sind den Forderungen des Betriebsrats sehr weit gefolgt – so weit, dass es für die von der Schließung des Content Desks betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Lösung hätte geben können, die in wirtschaftlicher Hinsicht der Ursprungsforderung des Betriebsrats vollständig entsprochen hätte. Auch für die „neuen“ Berliner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlt es nun an einer gemeinsamen Lösung, mit welchen unterstützenden Leistungen des Verlags sie nach Berlin wechseln. Im August/September werden wir nun bei der Einigungsstelle weiter miteinander sprechen. Das Scheitern der Verhandlungen ist ärgerlich, aber kein Beinbruch. Gerrit Hempelmann und sein Team werden noch heute den nach Berlin wechselnden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Content Desk ein Gesamtpaket der vom Verlag angebotenen Leistungen übermitteln; mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, für die sich (bisher) leider keine neuen Beschäftigungsmöglichkeiten abzeichnen, wird das Personalteam im August das Gespräch und individuelle Lösungen suchen.
    Last but not least: Am 26. September wird wieder der FUNKE TeamCup im Stadion Essen stattfinden. Im Intranet können sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das FUNKE-Fußballturnier und Familienfest als Besucher, Spieler beim TeamCup oder für das neue Tischkickerturnier beim FunCup anmelden. Wäre schön, wenn Sie dabei wären!
    Wir wünschen Ihnen ein erholsames, sommerliches Wochenende.
    Ihre Manfred Braun und Michael Wüller

  33. freitagsmail incomplete sagt:

    die Freitagsmail ist aber irgendwie ziemlich unvollständig diese Woche , zwar sagen die Verlagsbosse etwas zu den gescheiterten Sozialplanverhandlungen mit den Zeitungsbetriebsräten, die jetzt in einer Einigungsstelle weitergeführt werden, völlig unerwähnt bleibt aber, dass im Essener WAZ-Druckhaus 90 der 260 Arbeitsplätze wegfallen sollen! Die Kunst der Darstellung liegt bekanntlich im Weglassen! Und so ist wieder alles klar auf der Andrea Doria…..

  34. kalkulierter rechtsbruch sagt:

    der Medienanwalt Christian Scherz schießt scharf gegen die deutschen Boulevard-Zeitschriften, insbesondere gegen die in der Funke Gruppe erscheinende „Aktuelle“, die er für eine der „aggressivsten“ Boulevardblätter überhaupt hält
    http://www.turi2.de/aktuell/turi2-tv-promi-anwalt-christian-schertz-ueber-die-rauen-sitten-des-boulevards/

  35. […] Essen. Zeitungsbetriebsräte gehen in Einigungsstelle  –  Essener WAZ-Druckhaus: 90 der 260 Arbeitsplätze sollen wegfallen! (Wortbeitrag auf Medienmoral NRW). (mehr …) […]

  36. Weihnachtsbrief sagt:

    Man kann ja viel über funke sagen, aber der Weihnachtsbrief ist klasse… Wenn auch nur die Hälfte stimmen sollte, sie haben eine ganze Menge auf die Beine gestellt…

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