Funke: NRW-Betriebsräte sehen 300 Stellen allein in NRW auf der Kippe

8. Februar 2019

„Unglaublich!“ Wenn dieser Ausruf altgedienten Betriebsräten der Funke Mediengruppe entfährt, die schon den Abbau von 300 Redakteursstellen vor zehn Jahren in NRW erlebt haben, dann muss tatsächlich etwas Unerwartetes passiert sein. Nach langen Wochen und Monaten des Wartens hat die Geschäftsführung der Funke Mediengruppe in Essen nun endlich ihre Sparpläne konkretisiert. Und die fallen (wenn man die bekannt wolkige Funke-Rhetorik in der Pressemitteilung beiseite schiebt) noch weit aus radikaler aus, als viele befürchtet hatten.

Die in Hagen erscheinende Westfalenpost soll noch einmal 14,5 Stellen abbauen, die WAZ in Essen 14 Stellen, auch die NRZ soll ca. 10 Prozent ihres redaktionellen Personals einsparen. Geschlossen wird die fünfköpfige Lokalredaktion der Westfalenpost in Warstein, die sich nach Konzernangaben wirtschaftlich nicht rechnet. Mit diesen Entscheidungen dünnt die Gruppe die Lokalredaktionen weiter aus und setzt (in Warstein) den redaktionellen Rückzug aus der Fläche fort. (mehr …)

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Medienhaus Bauer teilt Redaktion in vier Gesellschaften

5. Februar 2017

Ende Januar trommelte das Medienhaus Bauer seine Redakteurinnen und Redakteure zusammen. In einer Abteilungsversammlung verkündeten Verleger Kurt Bauer und Verlagsleiter Gerd Blum, dass der Redaktionsbereich aus dem Verlag ausgegliedert und in vier neu zu gründende Gesellschaften aufgeteilt wird.

Von dieser Zerschlagung sind rund 75 Mitarbeiter betroffen. Sie arbeiten an unterschiedlichen Standorten für die Recklinghäuser Zeitung, die Marler Zeitung, die Hertener Allgemeine, die Stimbergzeitung, die Dattelner Morgenpost und die Waltroper Zeitung.

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In eigener Sache: Kommentarfunktion für ältere Beiträge abgeschaltet

31. Juli 2015

Seit medienmoral-nrw.de 2008 eingerichtet wurde, sind mehr als 150 Blogbeiträge zusammengekommen, nachzulesen im Archiv. Bei allen Beiträgen, die älter als 365 (Update 17.8.2015) 550 Tage sind, haben wir nun die Kommentarfunktion abgeschaltet. Denn die dient größtenteils nur noch als Einfallstor für Spam bzw. um Chats zu führen, die mit dem Ziel der Seite nichts zu tun haben.

Was hingegen sehr wohl Ziel der Seite ist, haben wir in „Was ist eigentlich Medienmoral NRW?“ erläutert. Dieser Beitrag bleibt nun oben stehen.

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Was ist Medienmoral NRW?

Entstanden ist die Seite Medienmoral NRW Ende 2008 – als die damalige WAZ-Gruppe (heute Funke Mediengruppe) ihre Pläne für den Abbau von 300 Arbeitsplätzen im Ruhrgebiet bekannt gab. Gemeinsam haben die NRW-Landesverbände der Gewerkschaften DJV und dju in ver.di die tiefgreifenden Umwälzungen der publizistischen Landschaft im Ruhrgebiet begleitet und den Betroffenen eine Plattform geboten, um sich zu informieren und auszutauschen. (mehr …)

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Rheinische Post bald auch auf Tarifflucht?

8. April 2014

Nun also auch die RP? Die Verlagsgruppe Rheinische Post will nach Informationen von medienmoral-nrw.de die bestehende Tochtergesellschaft RP Media künftig dazu nutzen, Volontäre sowie neu eingestellte Redakteure tariflos zu beschäftigen. Dem Vernehmen nach soll dort in der Regel deutlich unter Tarif gezahlt werden.

Auch wenn der Verlag offiziell noch dementiert: Aus der RP ist zu hören, dass der neue Chefredakteur Michael Bröcker, sein Stellvertreter Horst Thoren und der Personalleiter Volker Kaufels die Konstruktion vergangene Woche bereits im Hause vorgestellt haben. Und Näheres wird man wohl am Donnerstag erfahren: Der Betriebsrat der RP hat das Thema auf die Tagesordnung einer Betriebsversammlung gesetzt.

Wenn es so kommt, wie es die Spatzen von den Dächern pfeifen, bedeutet das für die Betroffenen (mehr …)

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Schleichwerbeverdacht beim Handelsblatt

28. März 2014

Mit einem unseriösen Angebot rückt sich das Handelsblatt in schlechtes Licht. Das Branchenblatt Werben & Verkaufen berichtet, dass ein Anzeigenvertreter einem Kunden ein Angebot für das Leserporträt auf Seite 3 unterbreitet. Kostenpunkt: 5.000 Euro. Das Format funktioniere „hervorragend, da es sich redaktionell absolut harmonisch in das Handelsblatt integriert und somit als als Beitrag der Redaktion wahrgenommen wird“, zitiert W&V aus dem Schreiben.

Die Verlagsgruppe Handelsblatt (vhb) hat den Vorfall bestätigt und ihn als „Fehler eines Außendienstmitarbeiters“ bezeichnet, der (mehr …)

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WZ: Rund jede zweite Redakteursstelle fällt weg

Und erneut gehen Journalistenarbeitsplätze und Medienvielfalt in NRW verloren. Diesmal trifft es die Westdeutsche Zeitung (WZ). Bei Mitarbeiterversammlungen in Düsseldorf, Wuppertal und Krefeld am 27. März hat der W. Girardet Verlag drastische Einschnitte verkündet.

Der WZ-Mantelteil soll zugekauft werden. Von wem, hat der Verlag noch nicht bekannt gegeben. Der Verlust des eigenen Mantel war (mehr …)

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Hürther Bürgermeister kritisiert Entscheidung der Kölner Verlage

25. März 2014

In einem Schreiben, das den Gewerkschaften DJV und dju zugespielt wurde, kritisiert der Hürther Bürgermeister Walther Boecker die geplante Zusammenlegung von Lokalredaktionen des Kölner Stadt-Anzeiger und der Kölnischen Rundschau mit deutlichen worten. Mit seiner Zustimmung dokumentieren wir den Brief an die beiden Verleger hier.

 

Sehr geehrter Herr Neven DuMont,
sehr geehrter Herr Heinen,

mit Ihren Schreiben vom 18.03.2014 haben Sie mir mitgeteilt, dass meine Meinung Ihnen wichtig ist. Hier deshalb – kurzgefasst – meine Meinung zu den angekündigten Veränderungen in den Lokalredaktionen:

1. Wie Sie bei einer Reduzierung der Redakteursstellen um 1/3 davon ausgehen können, dass Sie die bisherige Qualität nicht nur gewährlseiten, sondern nachhaltig steigern können, kann ich nicht nachvollziehen. Bisher gab es jeweils zwei Berichte zu Themen und Veranstaltungen in den beiden Zeitungen. Als jemand, der in vielen (mehr …)

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Gemeinsame Tarifflucht bei DuMont und Heinen-Verlag

18. März 2014

Das schlechte Beispiel des Ruhrgebiets macht Schule: Auch im Raum Köln wird der Lokaljournalismus schwer beschnitten und in seiner Vielfalt beschränkt. Die Kölner Medienhäuser M. DuMont Schauberg und Heinen-Verlag haben die Gründung einer neuen, nicht tarifgebundenen „Rheinischen Redaktionsgemeinschaft“ (RRG) bekannt gegeben, in der die Lokalredaktionen der Ausgaben Rhein-Erft, Rhein-Berg, Oberberg, Rhein-Sieg und Euskirchen/Eifel von Kölner Stadt-Anzeiger (MDS) und Kölnischer Rundschau (Heinen) ausgelagert werden. Beide Verlage sind zu gleichen Teilen Gesellschafter der RRG.

Die Gründung der Verlagstochter soll zum 1. Juni 2014 erfolgen, die Umsetzung der Maßnahmen Ende 2015 abgeschlossen sein. Mit der Auslagerung ist der Abbau von 30 Redakteursstellen verbunden. Erreicht werden soll dies (mehr …)

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Neue Funke-Mogelpackung in Castrop-Rauxel

15. Oktober 2013

Die WAZ-Axt der Funke-Mediengruppe kreist wieder – und schlägt dieses Mal gleich an mehreren Stellen zu. In Castrop-Rauxel entsteht eine neue Mogelpackung: Wo WAZ/WR drauf steht, ist ab November das Lokale des Konkurrenten Ruhr Nachrichten drin. Ganz verstummen wird die Funke-Zeitungsstimme in Dorsten, in Lüdenscheid/ Halver und in Altena/ Werdohl/ Plettenberg. Dort schließt der Konzern die Redaktion bzw. zieht sich aus dem Geschäft zurück.

Die heute bekannt gewordenen Pläne der Funke-Gruppe kennzeichnen einen deutlichen Verlust von Medien- und Meinungsvielfalt in der Region. Ausgerechnet dem Medienkonzern, der sich erst kürzlich mit dem Zukauf von Springer-Produkten zum Retter von Print erkoren hat, fällt außer Mogelpackungen und Redaktionsschließungen anscheinend nichts Kreativeres ein. Das lässt nichts Gutes ahnen für die 900 neuen Kolleginnen und Kollegen aus Berlin und Hamburg, die 2014 zum Konzern dazu stoßen sollen. (mehr …)

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