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	<title>Medienmoral NRW &#187; Allgemein</title>
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	<description>Blog zur aktuellen Mediensituation in NRW</description>
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		<title>WAZ-Deal am 23.1.12 besiegelt</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 13:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Neue Ruhr Zeitung (NRZ)]]></category>
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		<description><![CDATA[WAZ-Gesellschafterin Petra Grotkamp wird Mehrheitseignerin der Mediengruppe. Der Verkauf des Brost-Anteils ist besiegelt, wie der Konzern am Abend des 23. Januar mitteilte. Zusätzlich zu ihren bisherigen Anteilen von 16,66 Prozent übernimmt Grotkamp den 50-Prozent-Anteil der drei Brost-Enkel. Das Bundeskartellamt hat der Transaktion bereits zugestimmt. Der Erwerb erfolgt rückwirkend zum 31. Dezember 2011. Über den genauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WAZ-Gesellschafterin Petra Grotkamp wird Mehrheitseignerin der Mediengruppe. Der Verkauf des Brost-Anteils ist besiegelt, wie der Konzern am Abend des 23. Januar mitteilte. Zusätzlich zu ihren bisherigen Anteilen von 16,66 Prozent übernimmt Grotkamp den 50-Prozent-Anteil der drei Brost-Enkel. Das Bundeskartellamt hat der Transaktion bereits zugestimmt. Der Erwerb erfolgt rückwirkend zum 31. Dezember 2011.</p>
<p>Über den genauen Kaufpreis wird geschwiegen &#8211; bei der Berichterstattung im Vorfeld wurde die Summe von 500 Mio Euro genannt. Peter Heinemann, Testamentsvollstrecker der Brost-Erben, schätzte den Preis<span id="more-1530"></span> als fair ein. Er habe dem Verkauf &#8220;schweren Herzens&#8221; zugestimmt. Es liege nicht in seiner Macht, &#8220;Entscheidungen der Familie des Erblassers, die dem Erblasserwillen widersprechen, zu korrigieren&#8221;.</p>
<p>Für die Funke-Familien-Gesellschaft begrüßte Klaus Schubries die Übernahme der Brost-Anteile und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass mit der &#8220;Einigkeit, die bei den letzten FFG-Sitzungen praktiziert worden ist&#8221;, gelingen werde, die WAZ-Mediengruppe &#8220;erfolgreich in die Zukunft zu führen und weiter zu entwickeln&#8221;.</p>
<p>Als der von der Brost-Seite bestellte Geschäftsführer verlässt Bodo Hombach das Unternehmen, wird aber nach eigener Aussage auf Bitte der Funke-Familien-Gesellschaft die WAZ-Mediengruppe weiterhin im Initiativkreis Ruhr vertreten und ihr „beratend zur Verfügung“ stehen.</p>
<p>Die Mediengruppe hat dazu keine eigene Presseerklärung veröffentlicht, sondern über den Presseverteiler eine Reihe von Erklärungen weitergeleitet.<br />
Ein <a href="http://www.derwesten.de/wirtschaft/waz-medienkonzern-im-mehrheitsbesitz-der-familie-grotkamp-id6277442.html">Beitrag zur Übernahme steht auf DerWesten.de</a>.</p>
<p>Dort sind auch diese Erklärungen zu finden:<br />
<a href="http://www.derwesten.de/media/6277421-7301/Stellungnahme-Klaus-Schubries.pdf">Stellungnahme Klaus Schubries</a><br />
<a href="http://www.derwesten.de/media/6277420-1781/Presseerklaerung-Dr.-Andreas-Urban.pdf">Presseerklärung Dr. Andreas Urban</a><br />
<a href="http://www.derwesten.de/media/6277418-8269/Presseerklaerung-Dr.-Peter-Heinemann.pdf">Presseerklärung Dr. Peter Heinemann</a><br />
<a href="http://www.derwesten.de/media/6277419-6813/Presseerklaerung-Bodo-Hombach.pdf">Presseerklärung Bodo Hombach</a></p>
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		<title>Unruhe beim Onlineportal DerWesten.de</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 18:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien in NRW]]></category>
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		<category><![CDATA[WAZ NewMedia]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie der Pressedienst meedia.de berichtet, verlor der Internetauftritt der WAZ-Mediengruppe im Oktober letzten Jahres innerhalb eines Monats trotz Relaunch massiv an Nutzern. Zudem lässt der zweite wichtige Schritt des Relaunches, vom Verlag selbst „zum neuen Jahr“ angekündigt, weiterhin auf sich warten. Überraschend kommt zu diesem Zeitpunkt die Nachricht, dass die für die Online-Aktivitäten zuständige WAZ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie der Pressedienst <a title="zum Artikel &quot;AGOF: stern.de gewinnt, DerWEsten verliert&quot;" href="http://meedia.de/internet/agof-sternde-gewinnt-derwesten-verliert/2012/01/18.html" target="_blank">meedia.de</a> berichtet, verlor der Internetauftritt der WAZ-Mediengruppe im Oktober letzten Jahres innerhalb eines Monats trotz Relaunch massiv an Nutzern. Zudem lässt <a title="zur Meldung des DJV NRW vom 20.10.2011" href="http://www.djv-nrw.de/php/evewa2.php?d=1326988990\&amp;menu=01001&amp;NEWSNR=1447&amp;GSAG=f38f2f748b13dde13d91b9b259f92449" target="_blank">der zweite wichtige Schritt des Relaunches</a>, vom Verlag selbst „zum neuen Jahr“ angekündigt, weiterhin auf sich warten.</p>
<p>Überraschend kommt zu diesem Zeitpunkt die Nachricht, dass die für die Online-Aktivitäten zuständige WAZ NewMedia Personal abbauen will. Laut Angaben von Verlag und Kennern der Szene müsse man sich von einer einstelligen Zahl an Mitarbeitern trennen und befinde sich in Aufhebungsgesprächen. Hauptsächlich betroffen sein soll der technisch-kaufmännische Bereich.<span id="more-1520"></span></p>
<p>„Der erneute Abbau von Personal bei der WAZ-Mediengruppe wirft viele Fragen auf“, erklärt der DJV-Landesvorsitzende Helmut Dahlmann. „Wer soll künftig die Arbeit der Kollegen übernehmen? Ist gar eine Verlagerung von Aufgaben auf Redakteure geplant? Schon jetzt arbeiten viele Kollegen am Limit. Für uns ist kein Personalkonzept erkennbar.“</p>
<p>Nach Angaben von Branchenkennern will sich WAZ NewMedia ausgerechnet von langjährigen Mitarbeitern trennen – und dies mitten im Relaunch-Prozess, der &#8211; besonders perfide &#8211; teilweise nur durch den Wochenend- und Nachteinsatz genau dieser Mitarbeiter ermöglicht wurde.</p>
<p>Heute gab es übrigens weitere Nachrichten aus der WAZ-Mediengruppe: Am morgigen Freitag, 20. Januar 2012, soll der Kaufvertrag unterzeichnet werden, der Petra Grotkamp zur WAZ-Mehrheitsgesellschafterin macht, meldet das <a title="zum Artikel &quot;Grotkamp kommt zum Zuge&quot;" href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,810082,00.html" target="_blank">Manager Magazin</a>.</p>
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		<title>Westfalen-Blatt: Schnelle Aufklärung gefordert</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 18:33:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien in NRW]]></category>
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		<category><![CDATA[Lokalredaktionen]]></category>

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		<description><![CDATA[Steht die Zeitungslandschaft in Ost-Westfalen-Lippe vor einem großen Umbruch? Das Bundeskartellamt hat eine Übernahme der Bielefelder C.W. Busse Holding GmbH (u.a. Westfalen-Blatt) durch die Aschendorff Medien GmbH mit Sitz in Münster (u.a. Westfälische Nachrichten) freigegeben. Noch im Sommer war lediglich von einer Finanzbeteiligung die Rede. Im Interesse der betroffenen Journalisten ist schnelle Aufklärung dieses Widerspruchs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Steht die Zeitungslandschaft in Ost-Westfalen-Lippe vor einem großen Umbruch? Das Bundeskartellamt hat eine Übernahme der Bielefelder C.W. Busse Holding GmbH (u.a. Westfalen-Blatt) durch die Aschendorff Medien GmbH mit Sitz in Münster (u.a. Westfälische Nachrichten) freigegeben. Noch im Sommer war lediglich von einer Finanzbeteiligung die Rede. Im Interesse der betroffenen Journalisten ist schnelle Aufklärung dieses Widerspruchs gefordert.</p>
<p>Am 3. Januar 2012 hat das Bundeskartellamt seine bereits am 30. September getroffene Entscheidung überraschend im Internet <a href="http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/download/pdf/Fusion/Fusion12/Fallberichte_2012/B06-057-11-ENDG.pdf">veröffentlicht</a>. Danach plane die Aschendorff Medien <span id="more-1514"></span>„den Erwerb der alleinigen Kontrolle über die C.W. Busse Holding in zwei Schritten“. Schritt eins, der Erwerb eines 24,9-Prozent-Anteils an der Busse-Holding im Juli letzten Jahres, dürfte damit abgeschlossen sein. Schritt zwei ist nicht näher beschrieben – und bleibt daher Spekulation.</p>
<p>Der Geschäftsführer des Westfalen-Blatt, Michael Best, hat dem DJV-NRW am 5. Januar 2012 versichert, dass die Familie Busse an der Holding und der Westfalen-Blatt-Gruppe nach wie vor die Mehrheit habe und dass dies auch so bleiben solle. Von der Aschendorff Medien GmbH liegt bisher keine Stellungnahme vor.</p>
<p>Zweifel bleiben: So titelt die Online-Ausgabe des Mindener Tageblatts heute <a href="http://www.mt-online.de/lokales/minden/5725640_Wechselt_Westfalen-Blatt_endgueltig_den_Besitzer.html">„Wechselt Bielefelder Westfalen-Blatt endgültig den Besitzer?“</a> Eine Frage, die nicht nur wegen der Formulierungen in der Veröffentlichung des Kartellamts nahe liegt. Auch in anderen Bundesländern gab es in der jüngeren Vergangenheit wieder Verschiebungen im Markt der Regionalzeitungen. So kauften beispielsweise Madsack in Niedersachen und die Augsburger Allgemeine in Bayern vor kurzem andere Titel zu.</p>
<p>Das Mindener Tageblatt und die Neue Westfälische, die beide über die Kartellamtsentscheidung berichteten, halten zudem das Erschließen von „Synergiepotenzialen“ in den Bereichen Redaktion, Anzeigenvermarktung, Druck und Vertrieb für möglich. Erfahrungsgemäß sind Übernahmen häufig mit personellen Einsparungen und anderen Nachteilen für die Arbeitnehmer verbunden. Sollte Aschendorff die vollständige Kontrolle über die Busse Holding anstreben, von der das Bundeskartellamt spricht, könnte dies die Medienvielfalt in Ostwestfalen empfindlich beschneiden.</p>
<p>Das Bundeskartellamt vertritt in seinem Bericht hingegen die Auffassung, dass „der geplante Zusammenschluss keine Verstärkung der in einigen räumlichen Märkten bestehenden marktbeherrschenden Stellungen der Verlage erwarten“ lasse. Die Behörde erklärt dies u.a. wie folgt: „Die Verbreitungsgebiete der Westfälischen Nachrichten und des Westfalen-Blatt grenzen lediglich in einem kleinen Gebiet aneinander und weisen keine Überschneidungen auf.“</p>
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		<title>Springer bietet 1,4 Mrd. für die WAZ-Gruppe</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 16:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Vollends entbrannt ist jetzt der Kampf um die WAZ-Mediengruppe: Denn der Springer-Konzern hat ein hohes Angebot in den Ring geworfen. Das schreibt das manager magazin (mm) am 30. September, das einen guten Monat zuvor auch das Kaufangebot von Petra Grotkamp öffentlich gemacht hatte. Dem stets vorzüglich informierten mm-Autor Klaus Boldt zufolge unterbreitete Springer-Chef Mathias Döpfner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vollends entbrannt ist jetzt der Kampf um die WAZ-Mediengruppe: Denn der Springer-Konzern hat ein hohes Angebot in den Ring geworfen. Das schreibt das <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/0,2828,789400,00.html">manager magazin (mm) am 30. September</a>, das einen guten Monat zuvor auch das Kaufangebot von Petra Grotkamp öffentlich gemacht hatte.</p>
<p>Dem stets vorzüglich informierten mm-Autor Klaus Boldt zufolge unterbreitete Springer-Chef Mathias Döpfner am 28. September in einem fünfseitigen Schreiben sein Angebot an die Eigner der WAZ-Gruppe: Danach hat der Konzern „nach wie vor ein erhebliches Interesse <span id="more-1505"></span>an einem Erwerb der WAZ-Beteiligungen in Österreich an Krone und Kurier“. Und auch am Zeitschriftengeschäft der WAZ sowie an einigen Regionalzeitungen und Anzeigenblättern habe Springer Interesse.</p>
<p>Döpfner listet die verschiedenen Sparten auf &#8211; mit detaillierten Vorstellungen über deren Wert und einem Angebot für den jeweiligen Erwerb. Insgesamt 800 Millionen biete der Konzern für ein Gesamtpaket aus Krone und Kurier sowie den Auslandsbeteiligungen auf dem Balkan, den Programm- und den Frauenzeitschriften, dem Braunschweiger Verlag und der Zeitungsgruppe Thüringen, den Anzeigenblättern, sowie dem WAZ-Anteil an der Markt Gruppe.</p>
<p>Trotz kartellrechtlicher Hürden würde Döpfner auch ein Gebot für die gesamte WAZ-Gruppe, „heute nicht prinzipiell ausschließen wollen“. Die Bewertung der gesamten WAZ-Mediengruppe sieht Springer bei circa 1,4 Milliarden Euro.</p>
<p>Damit liegt der Medienkonzern deutlich über dem Angebot von Petra Grotkamp, die den Brost-Enkeln Ende August 470 Millionen Euro für ihren 50-Prozent-Anteil angeboten hatte (siehe <a href="http://www.medienmoral-nrw.de/2011/08/waz-gruppe-vor-eigentumerwechsel/">WAZ-Gruppe vor Eigentümerwechsel?</a>).</p>
<p>Neben den kartellrechtlichen Problemen, „die bei einem Gesamtverkauf vermutlich kaum zu lösen wären“, sieht mm-Autor Boldt vor allem die Gesellschafterverträge der WAZ-Gruppe als wesentliches Hindernis für einen solchen Verkauf. Denn sie schreiben den beiden Familienstämmen Brost und Funke ein gegenseitiges Vorkaufsrecht vor. Seiner Einschätzung nach werden sich vor allem Petra Grotkamp und ihr Mann Günther nicht so einfach geschlagen geben.</p>
<p>Da liest sich vielleicht eine Passage interessant, die das manager magazin in Bezug auf das 800-Millionen-Euro-Paket (ohne Zeitungsgruppe NRW) zitiert: Man könne sich auch einen gemeinsamen Kauf der Geschäftsbereiche mit einzelnen WAZ-Gesellschaftern vorstellen, „um unsere jeweilige verlegerische Expertise &#8230; zu bündeln“.</p>
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		<title>WAZ-Gruppe vor Eigentümerwechsel?</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 18:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Brost]]></category>
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		<description><![CDATA[Für die WAZ-Gruppe könnte ein Eigentümerwechsel anstehen. Wie das in WAZ-Themen gewöhnlich sehr gut unterrichtete manager-magazin (mm) meldet und die WAZ-Gruppe mittlerweilie bestätigt hat, will Petra Grotkamp, Tochter des WAZ-Mitgründers Jakob Funke und Ehefrau des langjährigen Verlagschefs Günther Grotkamp, ihre Anteile aufstocken. Danach hat sie den Gesellschaftern der Brost-Holding angeboten, deren 50-Prozent-Anteil für  einen Betrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die WAZ-Gruppe könnte ein Eigentümerwechsel anstehen. Wie das in WAZ-Themen gewöhnlich sehr gut unterrichtete <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,783120,00.html">manager-magazin (mm) meldet</a> und die WAZ-Gruppe mittlerweilie bestätigt hat, will Petra Grotkamp, Tochter des WAZ-Mitgründers Jakob Funke und Ehefrau des langjährigen Verlagschefs Günther Grotkamp, ihre Anteile aufstocken.</p>
<p>Danach hat sie den Gesellschaftern der Brost-Holding angeboten, deren 50-Prozent-Anteil für  einen Betrag von 500 Millionen Euro zu übernehmen. Das Geschäft soll laut mm möglichst in den nächsten vier bis acht Wochen abgewickelt werden.</p>
<p>Sollte die Übernahme klappen, würde dies die schwierigien Besitzverhältnisse in dem Medienhaus glattziehen. Die WAZ-Gruppe gehört<span id="more-1489"></span> zu jeweils 50 Prozent den Familienstämmen Brost und Funke, den Nachfahren der Gründer Erich Brost und Jakob Funke. Erschwert durch die Vorgaben im Gesellschaftervertrag, hatte der &#8211; zeitweilig auch vor Gericht ausgetragene &#8211; Streit zwischen den Eigentümern in der Vergangenheit jahrelang die Entwicklungen der Gruppe behindert.</p>
<p>Zuletzt hatte es innerhalb des Funke-Familienstamms Ärger zwischen den Famlien Holthoff und Grotkamp gegeben, als im Juni zuvor geheim gehaltene Verträge bekannt wurden, die die Funke-Tochter Gisela Holthoff und ihr Adoptivsohn Stephan Holthoff-Pförtner mit der Brost-Witwe geschlossen hatten (<a href="http://www.djv-nrw.de/php/evewa2.php?d=1314641833\&amp;menu=01001&amp;NEWSNR=1306&amp;GSAG=4b817b479875c33e35697fabd34d1f38">siehe diese Meldung</a>). Sowohl Anneliese Brost als auch Gisela Holthoff sind zwischenzeitlich verstorben. Auch um die Erbfolge von Gisela Holthoff ist in den vergangenen Wochen Streit entbrannt. Das manager magazin <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,780658,00.html">berichtete</a>, dass der Grotkamp-Stamm Feststellungsklage einreichen wolle, falls Holthoff-Pförtner die Rechtsnachfolge seiner Mutter antreten wolle.</p>
<p>Ziel des jetzigen Übernahmeangebots von Petra Grotkamp ist nach Aussage ihres Anwalts Dr. Andreas Urban,  &#8220;klare Gesellschafterstrukturen zu schaffen und sicherzustellen, dass die WAZ-Mediengruppe auch künftig als Familienunternehmen Erfolg haben kann&#8221;. Seine Mandantin habe das Kaufangebot &#8220;vor den Hintergrund ihrer Verantwortung für die WAZ-Mediengruppe&#8221; unterbreitet. Ihr Wunsch sei, das fortzuführen, was ihr Vater Jakob Funke gemeinsam mit Erich Brost aufgebaut habe. Sie sei der &#8220;tiefen Überzeugung, dass Printmedien auch in Zukunft erfolgreich sein werden, wenn sie sich den Gegebenheiten der Zeit anpassen&#8221;. Sie sehe ihr Angebot als klares Bekenntnis zu WAZ-Mediegruppe und als Signal an die Leser und Mitarbeiter in allen Regionen des Verbreitungsgebietes, dass &#8220;die Zukunft der Gruppe langfristig gesichert ist&#8221;.</p>
<p>Mit den drei Enkeln von Erich Brost hat Petra Grotkamp ihrem Anwalt zufolge bereits Einigkeit über &#8220;wesentliche Bedingungen des Erwerbs&#8221; erzielt. Allerdings liegt die Entscheidung beim Testamentsvollstrecker der Brost-Enkel, dem Anwalt Dr. Peter Heinemann. Dieser hat dem Verlag zufolge erklärt, er wolle &#8220;das alles gründlich prüfen und die testamentarische Verfügung des Erblassers und die Interessen der Enkel abwägen&#8221;.</p>
<p>Falls seine Prüfung positiv ausfällt und zum Verkauf führt, würden die Verhältnisse in der WAZ-Gruppe komplett neu justiert. Vor allem könnte man wohl auf die Doppelspitze in der Geschäftsführung verzichten, mit der die Familienstämme ihre Interessen gewahrt hatten. Spekuliert wird, dass Geschäftsführer Bodo Hombach, der die Brost-Seite vertritt, entbehrlich würde. Die Funke-Seite wird seit 2008 durch Geschäftsführer Christian Nienhaus vertreten. Er könnte möglicherweise Verstärkung von anderer Seite bekommen. Genannt wird hier der Name von Manfred Braun, der neben dem Zeitschriftenbereich kürzlich das Verlagsgeschäft in NRW übernommen hat.</p>
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		<item>
		<title>Glückwunsch, Herr Hombach!</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 16:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Es gibt schlimmeres als ein Management, das täglich klüger wird.&#8221; Das sagt WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach in einem Interview mit der Wochenzeitung &#8220;Horizont&#8221; (Interview als pdf hier online). Wenn&#8217;s denn stimmt mit dem Täglich-klüger-Werden, möchte man fast sagen: Herzlichen Glückwunsch, Herr Hombach! Hombach bezieht sich mit dem Satz auf die Entscheidung, dass auch in NRW künftig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es gibt schlimmeres als ein Management, das täglich klüger wird.&#8221; Das sagt WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach in einem Interview mit der Wochenzeitung &#8220;Horizont&#8221; (Interview als <a href="http://www.derwesten.de/derwesten/archive/00000/Horizont-Interview_Bod_506a.pdf">pdf hier online</a>). Wenn&#8217;s denn stimmt mit dem Täglich-klüger-Werden, möchte man fast sagen: Herzlichen Glückwunsch, Herr Hombach!</p>
<p>Hombach bezieht sich mit dem Satz auf die Entscheidung, <span id="more-1479"></span>dass auch in NRW künftig Holding und operative Verlagsaufgaben getrennt werden und dass Manfred Braun, der seit kurzem zusätzlich zu seiner Position als WAZ-Zeitschriftenchef auch die Geschäfte der NRW-Zeitungen führt, weitgehend freie Hand haben soll. Brauns Verdienst, so Hombach, &#8220;besteht darin, gleich zu Beginn seiner Tätigkeit in NRW eine Marktforschung aufgesetzt zu haben, die wir in dieser Professionalität und Erschließungstiefe bei Regionalzeitungen noch nicht hatten&#8221;.</p>
<p>Das Fazit lautet jetzt: Stärkung des Regionalen. &#8220;Regionalzeitungen haben unter allen Medien die höchste Glaubwürdigkeit und überaus treue Leser. Das ist unser Pfund, und wir sollten damit wuchern. Aber Reformstau ist dort besonders gefährlich, wo er noch nicht schmerzt&#8221;, referiert Hombach. &#8220;Wir brauchen eine Stärkung der regionalen und lokalen Kompetenz. Der Leser will wissen, was in seiner Nähe los ist. Ihn interessieren aber auch überregionale und weltpolitische Themen. Er fordert einen hohen Gebrauchswert seiner Zeitung. Er fordert einen hohen Gebrauchswert seiner Zeitung. Er will Einordnung, Lebenshilfe, Partizipation. Und schließlich erwartet er eine übersichtliche Struktur und ein lesefreundliches Layout.&#8221;</p>
<p>Überrascht hätten ihn die Ergebnisse der Marktforschung nicht, sagt Hombach. &#8220;Aber es  freut mich, dass mein Bauchgefühl nun auch empirisch untermauert ist.&#8221;</p>
<p>Die wirtschaftliche Situation bei den NRW-Blättern  habe sich &#8220;erfreulich verbessert&#8221;. Allerdings könne sich die Westfälische Rundschau &#8220;noch nicht zurücklehnen. Leider war und ist sie nirgendwo lokaler Marktführer.&#8221;</p>
<p>Nach der altbewährten WAZ-Methode &#8220;Mangagement by Interview&#8221; kündigt Hombach weitere Sparmaßnahmen in NRW an, diesmal nicht in den Redaktionen: &#8220;Nun sollen auch der Verlagsbereich und die Produktion ihren Beitrag leisten.&#8221; Die Sparpotenziale beziffert Hombach &#8220;im hoch zweistelligen<br />
Millionenbereich&#8221;.</p>
<p>Darüber hinaus will die WAZ-Gruppe bei der Vermarktung den Schulterschluss mit anderen Verlagen suchen will, etwa Hubert Burda Media und Axel Springer, und sich neuen, verlagsnahen Geschäftsfeldern widmen.</p>
<p>Einen &#8220;sensationellen Wachstumsmarkt&#8221; sieht Hombach schließlich im Bereich Corporate Publishing. Statt in den &#8220;Vor- und Hinterzimmern der Politik für ihre industriepolitischen Ziele und Projekte&#8221; zu werben,  werde die Wirtschaft begreifen, dass sie die Akzeptanz für ihre Projekte selber herstellen muss, weil &#8220;eine große Zahl unserer Volksvertreter nur noch auf der Protestwelle der Bürger surft.&#8221; Dazu hatte Hombach bereits am 18. Mai bei einer <a href="http://www.waz-mediengruppe.de/fileadmin/template/Inhalte/Downloads/PDF/Reden/Trurnit_Corporate_Publishing_18.05.2011.pdf">Rede in München</a> Thesen formuliert (&#8220;In diesem Sinne ist Corporate Publishing eine Art soziales Engagement.&#8221;).</p>
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		<title>Besonders Autos kommen schleichend</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 14:56:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>
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		<description><![CDATA[Reise, Auto, Gesundheit/Pharma &#8211; diese drei würden vermutlich die meisten Journalistinnen und Journalisten nennen, wenn es um die Themenfelder geht, die anfällig dafür sind, dass werbliche Inhalte unter die journalistischen gemogelt werden. Dabei schleichen sich die Autos wohl medienübergreifend besonders gerne ein, wie drei aktuelle Fälle in NRW zeigen: Bei „Radio Kiepenkerl“ (Kreis Coesfeld) beanstandete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Reise, Auto, Gesundheit/Pharma &#8211; diese drei würden vermutlich die meisten Journalistinnen und Journalisten nennen, wenn es um die Themenfelder geht, die anfällig dafür sind, dass werbliche Inhalte unter die journalistischen gemogelt werden. Dabei schleichen sich die Autos wohl medienübergreifend besonders gerne ein, wie drei aktuelle Fälle in NRW <span id="more-1442"></span>zeigen:</p>
<p>Bei „Radio Kiepenkerl“ (Kreis Coesfeld) <a href="http://www.lfm-nrw.de/aktuell/pressemitteilungen/pressemitteilungen-detail/article/medienkommissionssitzung-vom-1-april-2011.html">beanstandete die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) einen Verstoß gegen das Verbot der Schleichwerbung</a>: Nach Feststellung der LfM-Medienkommission hätten zwei Beiträge zur Präsentation eines neuen Automodells durch ein lokales Autohaus aufgrund des werblichen Charakters als Werbung gekennzeichnet sein müssen. Die Medienkommission reagierte damit auf eine <a href="http://www.fair-radio.net/www/2010/12/04/radio-kiepenkerl-macht-schleichwerbung/">Programmbeschwerde der Initiative „Fair Radio“.</a></p>
<p><a href="http://www.djv-nrw.de/php/evewa2.php?d=1302092850\&amp;menu=01001&amp;NEWSNR=1201&amp;GSAG=0653a0e2933c6c5734e28573b3bbd831">Schleichwerbung auch beim VOX-Magazin &#8220;auto mobil&#8221;</a>: Hier bemängelte die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Medienanstalten die Sendung vom 9. Januar 2011, gegen die mehrere Zuschauerbeschwerden eingegangen waren. In diesem Fall wurde ein Autopflegeprodukt ausgiebig im Bild gezeigt und im Moderationstext als &#8220;hochwertig&#8221; und im gegenüber anderen Pflegemitteln &#8220;überlegen&#8221; bezeichnet. Die ZAK sah hier eine Werbeabsicht, die Präsentation sei erkennbar &#8220;nicht aus inhaltlich-redaktionellen Gründen&#8221; erfolgt.</p>
<p>Auch bei der <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/einfluss-zu-verkaufen/">verdeckten Recherche, die ein taz-Mitarbeiter bei verschiedenen Tageszeitungen</a> durchführte, tauchen unter anderem die Autos auf.  Im Angebot sind sie bei der WAZ-Gruppe: “Sie können den Titelplatz hier vorne kaufen”, zitiert taz-Autor Sebastian Heiser im <a href="http://blogs.taz.de/rechercheblog/2011/04/01/westdeutsche_allgemeine_zeitung/">taz-Rechercheblog</a> einen Mitarbeiter des WAZ-Konzerns, der beim Gespräch in Essen das Automagazin “Mein Auto” vorzeigt. Für 66.666 Euro plus Mehrwertsteuer komme das Auto nicht nur auf die Titelseite des Magazins, sondern werde auch innen auf einer Doppelseite vorgestellt. Anders als es das <a href="http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/justizportal_nrw.cgi?sessionID=14132255421462587059&amp;templateID=document&amp;source=lawnavi&amp;chosenIndex=Dummy_nv_68&amp;xid=167140,11">Landespressegesetz</a> vorschreibt, wird der gekaufte Text dabei wohl nicht als “Anzeige” gekennzeichnet. Immerhin steht oben auf den Seiten “Verlagssonderveröffentlichung”. &#8221;</p>
<p>Bei der WAZ-Gruppe sind auch andere Themen im Angebot, wie Heiser beschreibt: &#8220;Bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung kann man Artikel per Katalog bestellen. Der Katalog liegt schon für mich auf dem Schreibtisch bereit, als ich den Raum zu dem Gespräch mit dem Mitarbeiter betrete. &#8216;Sonderwerbeformen – Daten und Preise&#8217; steht auf dem Titel, und dahinter kommen rund 60 Seiten voller Angebote zum Kauf von Anzeigen und Artikeln.&#8221; (<a href="http://www.sebastian-heiser.de/download/taz/waz.pdf">pdf zum Download</a>)</p>
<p>Auf Heisers Anfrage erklärt Konzernsprecher Paul Binder allerdings, dass in den Verlagssonderveröffentlichungen nur Anzeigen gekauft werden könnten, keine Texte. &#8220;Verlagssonderveröffentlichungen entstehen, weil Kunden ihre Anzeigen in themenaffinen Umfeldern schalten wollen. Ein Beispiel: Autoanzeigen im Umfeld von Texten zu Autothemen. Sonderseiten dieser Art sind für den Leser klar sichtbar als Anzeige oder Anzeigensonderveröffentlichung gekennzeichnet.”</p>
<p>Nun ist die Praxis der Verlagsonderveröffentlichungen nicht schön, aber auch nichts Neues, und immerhin ist die Schleichwerbung hier &#8211; anders als in den oben erwähnten Fällen von VOX und Radio Kiepenkerl &#8211; nicht in den redaktionellen Teil vorgedrungen.</p>
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		<title>Trauer um Siegfried Maruhn</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jan 2011 15:15:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[WAZ]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Deutsche Journalisten-Verband NRW nimmt Abschied von dem ehemaligen WAZ-Chefredakteur und seinem langjährigen Mitglied Siegfried Maruhn. Er starb am vergangenen Freitag im Alter von 87 Jahren. Wer den gebürtigen Tilsiter kannte, schätzte ihn als aufrechten, gradlinigen Menschen und Journalisten. So war Siegfried Maruhn vor 63 Jahren davon überzeugt, dass „die Journalisten eine schlagkräftige Interessenvertretung benötigten, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Deutsche Journalisten-Verband NRW nimmt Abschied von dem ehemaligen WAZ-Chefredakteur und seinem langjährigen Mitglied Siegfried Maruhn. Er starb am vergangenen Freitag im Alter von 87 Jahren. Wer den gebürtigen Tilsiter kannte, schätzte ihn als aufrechten, gradlinigen Menschen und Journalisten. So war Siegfried Maruhn vor 63 Jahren davon überzeugt, dass „die Journalisten eine schlagkräftige Interessenvertretung <span id="more-1415"></span>benötigten, die sich nicht nur um ihre materiellen Ansprüche kümmern, sondern auch ihre Freiheit verteidigen müsse“ und trat dem Verband der Berufsjournalisten in Hessen bei. Fünf Jahre später wechselte er zum damaligen Rheinisch-Westfälischen Journalistenverband, dem heutigen DJV-NRW.</p>
<p>Sich seiner Zwitterrolle als Chefredakteur der WAZ (von 1958 bis 1991) und Gewerkschaftsmitglied bewusst, blieb Maruhn tatsächlich lieber hinter den DJV-Kulissen, aber nicht untätig: Er setzte sich vehement für eine gute Journalistenausbildung ein und war elf Jahre lang Vorsitzender des Trägervereins vom Journalistenzentrum Haus Busch. Die Vertretung im Deutschen Presserat über 13 Jahre war für ihn eine „ehrenvolle Aufgabe“.</p>
<p>Seinen Wissensdrang wie seine gewerkschaftliche Haltung bewahrte sich der Journalist Maruhn mit trockenem Humor auch im Rentenalter. „Ich weiß“, schrieb er zum 60. des DJV-NRW, „dass die Situation der Journalisten heute in einer immer unübersichtlicheren Medienwelt schwieriger geworden ist. Doch das ist ein Grund mehr, einen starken Verband, eine tatkräftige Gewerkschaft zu unterstützen.“ Und an anderer Stelle: „Jetzt bin ich nur noch Pensionär und Beitragszahler und treuer Leser von Journal und <em>journalist</em>. So erfahre ich auch, was in der WAZ jeweils los ist.“</p>
<p>Der Abschied von Siegfried Maruhn für immer tut weh.</p>
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		<title>Kommt die WP nun doch an den Desk?</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 14:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Westfalenpost (WP)]]></category>
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		<category><![CDATA[WAZ-Gruppe]]></category>
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		<category><![CDATA[Zapp]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Stefan Kläsener zum 1. Februar Bodo Zapp als Chefredakteur der Westfalenpost ablöst, könnte mit dem Wechsel an der Spitze zugleich eine wesentlich tiefgreifendere Veränderungen verbunden sein. Das meldet kress.de.  Danach soll der designierte Chefredakteur ein Konzept entwickelt haben, das &#8220;der Stärkung der lokalen und regionalen Berichterstattung dienen soll, zugleich aber den Anschluss der Zeitung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Stefan Kläsener zum 1. Februar Bodo Zapp als Chefredakteur der Westfalenpost ablöst, könnte mit dem Wechsel an der Spitze zugleich eine wesentlich tiefgreifendere Veränderungen verbunden sein. Das meldet kress.de.  Danach soll der designierte Chefredakteur ein Konzept <span id="more-1404"></span>entwickelt haben, das &#8220;der Stärkung der lokalen und regionalen Berichterstattung dienen soll, zugleich aber den Anschluss der Zeitung an den Content Desk der Gruppe in Essen vorsieht&#8221;. Die &#8220;Heimatzeitung &#8221; Westfalenpost würde damit ihren Sonderstatus gegenüber den anderen Ruhrgebiets-Titeln der WAZ-Gruppe verlieren.</p>
<p>Bodo Zapp geht zum 31. Januar in den Ruhestand &#8211; ein Abschied, der nicht so ganz schmerzlos zu sein scheint, schreibt kress: Die ursprünglich vorgesehene Abschiedsfeier für Zapp sei wegen &#8220;betrieblicher Belange&#8221; abgesagt worden (entsprechende Gerüchte tauchten hier in Medienmoral schon Mitte Dezember in Kommentaren auf). kress zufolge feiert der scheidende Chefredakteur statt dessen seinen 67. Geburtstag im kleineren Rahmen mit Kollegen.</p>
<p><a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/108129-nach-dem-abschied-von-bodo-zapp-neues-konzept-fuer-westfalenpost.html" target="_blank">http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/108129-nach-dem-abschied-von-bodo-zapp-neues-konzept-fuer-westfalenpost.html</a></p>
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		<title>Köln: Verwirrung um Konstantin Neven DuMont</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Nov 2010 17:22:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[Kölner Stadt-Anzeiger]]></category>
		<category><![CDATA[Medien in NRW]]></category>
		<category><![CDATA[MDS]]></category>
		<category><![CDATA[Tageszeitung]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis gestern schien es, als könnte der Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) nach der &#8220;Blog-Affäre&#8221; um Konstantin Neven DuMont Ruhe in die Angelegenheit bringen &#8211; mit einer &#8220;kreativen Auszeit&#8221; für den Jungverleger. Jetzt sieht es immer mehr nach einem &#8220;offenen Machtkampf&#8221; bei dem großen Kölner Zeitungshaus aus, wie kress am 12. November berichtet. &#8221;Die können mich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bis gestern schien es, als könnte der Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) nach der &#8220;Blog-Affäre&#8221; um Konstantin Neven DuMont Ruhe in die Angelegenheit bringen &#8211; mit einer &#8220;kreativen Auszeit&#8221; für den Jungverleger. Jetzt sieht es immer mehr nach einem &#8220;offenen Machtkampf&#8221; bei dem großen Kölner Zeitungshaus aus, wie <a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/107271-konstantin-neven-dumonts-kampfansage-via-bild-die-koennen-mich-nicht-so-einfach-abschiessen.html" target="_blank">kress</a> am 12. November berichtet. &#8221;Die können mich nicht so einfach  abschießen&#8221;, verkündet Neven DuMont junior danach ausgerechnet in  der BILD-Köln (also der direkten Konkurrenz zum MDS-Blatt Express). Er  wolle sich öffentlich <span id="more-1386"></span>zur Wehr setzen. Damit widerspricht er der  Sprachregelung, die sich am Vortag in der undurchsichtigen Geschichte  herauskristallisiert hatte.</p>
<p>Am 10. und 11. November gab es unterschiedliche Lesarten zu der  &#8220;Auszeit&#8221;: War der Juniorverleger beurlaubt und von  seinen Aufgaben im  Vorstand (Strategie und Kommunikation) und als Herausgeber der  Frankfurter Rundschau entbunden worden? Oder hatte er selbst um den  Urlaub gebeten und mit seinem Vater Alfred Neven DuMont und dem  Aufsichtsrat vereinbart, dass er die Ämter ruhen lassen, aber Mitglied  des Vorstands und Herausgeber bleiben werde? Diese Sichtweise legte er  selbst in verschiedenen Medien dar, und so formulierte es auch die  Kommunikationsabteilung der Mediengruppe am 11. November in einer eher  dürren Mitteilung als Antwort auf die &#8220;verschiedenen zum Teil auch  verzerrten Berichte&#8221;: &#8220;Auf Wunsch von Herrn Konstantin Neven DuMont ist  er vom Hause M. DuMont Schauberg beurlaubt. Damit ruhen mit sofortiger  Wirkung alle seine Funktionen und Ämter für die Mediengruppe. Das  Verlagshaus M. DuMont Schauberg hat die Angelegenheit von Konstantin  Neven DuMont seit mehreren Wochen ausschließlich hausintern betrachtet  und keine Information nach außen gegeben.&#8221;</p>
<p>Mit seiner Äußerung in der BILD-Köln ist diese Sprachregelung vom  Urlaub und den ruhenden Ämtern wohl wieder hinfällig. Erneut stellt sich  die Frage, ob es ein freiwilliger Urlaub oder eine erzwungene  Beurlaubung ist &#8211; und wer eigentlich im MDS-Vorstand das Sagen hat.</p>
<p>Bei den Redakteurinnen und Redakteuren am Verlagsstandort Köln  (Kölner Stadt-Anzeiger und Express) sollen die Nerven blank liegen. Kein  Wunder: Seit KDN, wie der Juniorverleger im Netz salopp genannt wird,  in Verdacht geraten war, unter Pseudonymen hunderte anonymer Kommentare  im Blog von Medienjournalist Stefan Niggemeier abgegeben zu haben, fällt  es nicht nur ihnen immer schwerer zu entscheiden, wem sie in dieser  Sache glauben können.</p>
<p>Zur <a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/107271-konstantin-neven-dumonts-kampfansage-via-bild-die-koennen-mich-nicht-so-einfach-abschiessen.html" target="_blank">Meldung bei kress (12.11.2010)</a><br />
Zur <a href="http://www.dumont.de/dumont/de/101962/presse" target="_blank">MDS-Pressemitteilung (11.11.2010)</a><br />
Zur <a href="http://www.focus.de/kultur/medien/kommentar-affaere-dumont-auf-eigenen-wunsch-beurlaubt_aid_570705.html" target="_blank">Meldung bei Focus (11.11.2010)</a><br />
Zur <a href="http://www.evangelisch.de/themen/medien/konstantin-neven-dumont-beurlaubt-sich-selbst25949" target="_blank">Meldung bei evanglische.de/epd (10.11.2010)</a><br />
Zur <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,728353,00.html" target="_blank">Meldung bei Spiegel Online (10.11.2010)</a><br />
Zur <a href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/verwirrung-um-neven-dumonts-abgang_100031433.html?tx_ttnews[backPid]=23&amp;cHash=6cbac73629" target="_blank">Meldung bei Meedia (10.11.2010)</a><br />
Zur <a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/107199-m-dumont-schauberg-konstantin-neven-dumont-seiner-aufgaben-entbunden.html" target="_blank">Meldung bei Kress (10.11.2010)</a><br />
Zur <a href="http://www.turi2.de/2010/11/10/heute2-konstantin-neven-dumont-gehen-9950271/" target="_blank">Meldung bei turi2 (10.11.2010)</a><br />
<a href="http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/107271-konstantin-neven-dumonts-kampfansage-via-bild-die-koennen-mich-nicht-so-einfach-abschiessen.html" target="_blank"></a></p>
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