Archiv für die Kategorie 'Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)'

Medienmoral

Proteststerben in Recklinghausen

Bis zu 50 Journalistinnen und Journalisten beteiligten sich an der ersten Protestaktion “Gegen die WAZ-Axt” heute in Recklinghausen. Feste und Freie der Titel WAZ, WR und NRZ waren dabei. Zu der Aktion aufgerufen hatte der Journalisten-Kreis Recklinghausen (JKR im DJV). An drei Stellen Den ganzen Beitrag lesen »

Im Anschluss an die gemeinsame Betriebsversammlung von WAZ, NRZ, WR und WP, zu der die Betriebsräte für Dienstag, 11.11., um 11 Uhr in die “Lichtburg” in Essen (Kettwiger Straße) eingeladen haben, stehen der DJV-NRW und die dju in ver.di NRW in einer Pressekonferenz für Stellungnahmen zur Verfügung. Die Pressekonferenz beginnt um 14.30 Uhr. Der Ort steht noch nicht fest, wird aber so schnell wie möglich bekannt gegeben.

Stellvertretend für die gesamte Redaktion der WAZ hat uns Norbert Robers, Ressortleiter Innenpolitik, folgende Stellungnahme übermittelt:
Wir, die Redaktion der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), wurden am vergangenen Donnerstag über geplante Veränderungen Den ganzen Beitrag lesen »

Quasi eine Agenturfunktion soll ein gemeinsamer Content-Desk für die Titel WAZ, WR und NRZ haben. So stellen sich die Chefredakteure die Zukunft der Mantelredaktionen vor. Die WP ist dabei außen vor. Zahlen wurden in dem heutigen Gespräch Den ganzen Beitrag lesen »

Medienmoral

WAZ-Modell nicht zerschlagen

Die fast 300 Delegierten des DJV-Verbandstags verabschiedeten heute in Rostock-Warnemünde einmütig eine Resolution zur Erhaltung der publizistischen Vielfalt und der journalistischen Arbeitsplätze bei der WAZ-Gruppe. Wörtlich heißt es: Den ganzen Beitrag lesen »

Die Betriebsräte von WAZ, WR, NRZ und WP haben zu einer gemeinsamen Betriebsversammlung für Dienstag, 11. November, 11 Uhr eingeladen in die Lichtburg Essen, Kettwiger Straße 36. Anlass für diese Großveranstaltung ist die Verunsicherung in den Redaktionen. Den ganzen Beitrag lesen »

Medienmoral

WAZ-Titel: Redaktionen überrumpelt

Die ersten Auswirkungen des drastischen Sparkurses bei den vier WAZ-Titeln in NRW zeigen die heutigen Ausgaben mit nur noch 32 Seiten Umfang. Angeblich soll das nicht so bleiben, versucht Pressesprecher Paul Binder prompt zu beschwichtigen. Die Planungen für die morgige Ausgabe besagen aber etwas anderes: “Mit der Platzgestaltung ist es heute noch schlimmer als gestern”, so eine Redakteurin.

Pikant und bezeichnend für die unternehmerische Desinformation im Haus: Mit der Anordung für diese Maßnahme sind die Redaktionen völlig überrumpelt worden. Selbst die Chefredakteure hatten nach bisherigem Kenntnisstand bis zuletzt keine Ahnung. Dabei war den Betriebsräten noch am vergangenen Mittwoch von der Geschäftsführung zugesagt worden, bis 21. November die einzelnen Maßnahmen für das Sparpaket von insgesamt 30 Millionen Euro zu erläutern. Es war keine Rede davon, was schon am nächsten Tag auf die Redaktionen zukommen sollte.

Die rund 30 Millionen Euro will die WAZ-Gruppe an Sach- und Personalkosten sparen, berichtete die Süddeutsche Zeitung am Abend des 23. Oktober. Der schon angedrohte Personalabbau könnte danach mehrere hundert Stellen kosten.

WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach soll den Betriebsrats-Vertretern der vier Ruhrgebiets-Titel am Mittwoch bei einer Besprechung erklärt haben, die Lage sei “dramatischer, als sie je war”. Das Sparziel sei ohne “deutlichen Personalabbau” nicht zu erreichen. Dabei könnte es um bis zu 300 der insgesamt 900 stellen gehen – falls bei den Sachkosten nicht gespart wird, so die Informationen der SZ. Einer Mitarbeiterinformation der Geschäftsführung zufolge will man “sehr schnell in die notwendigen Verhandlungen über einen Sozialplan eintreten”.

Als mögliche Maßnahmen zur Kostenersparnis werden u.a. Umfangsreduzierungen genannt, die jetzt offensichtlich bereits umgesetzt wurden. Diskutiert werden aber auch – Formen der titelübergreifende Zusammenlegung von Redaktionen und die Schließung von Lokalredaktionen.

Dem internen Zeitplan zufolge soll der Bericht der Unternehmensberatung Schickler am 21. November vorliegen. Eine Einigung über einen Personalabbau soll bis zum 31. Januar 2009 erzielt werden.

Zum Beitrag der Süddeutschen Zeitung (23. Oktober)
Zum Editoral Das miese Geschäft mit der Angst (JOURNAL 5/08)
Zum Beitrag Das WAZ-Modell wird der Rendite geopfert (JOURNAL 5/08)

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