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	<title>Medienmoral NRW</title>
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	<description>Blog zur aktuellen Mediensituation in NRW</description>
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		<title>Lokaloffensive der WAZ nur eine Mogelpackung?</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 17:32:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)]]></category>
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		<description><![CDATA[Unerfreuliche Nachrichten aus dem Hause WAZ: Die Siegener Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau (WR) soll durch die Westfalenpost (WP) ersetzt werden. Wird die große Lokaloffensive gleich zu Beginn ad absurdum geführt? Noch auf dem Gewerkschaftstag Ende April in Wuppertal hatte der DJV-NRW die neue „Lokale Offensive“ der vier NRW-Titel der WAZ-Gruppe grundsätzlich begrüßt, jedoch ausreichende Ressourcen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unerfreuliche Nachrichten aus dem Hause WAZ: Die Siegener Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau (WR) soll durch die Westfalenpost (WP) ersetzt werden. Wird die große Lokaloffensive gleich zu Beginn ad absurdum geführt?</p>
<p>Noch auf dem Gewerkschaftstag Ende April in Wuppertal hatte der DJV-NRW die neue „Lokale Offensive“ der vier NRW-Titel der WAZ-Gruppe grundsätzlich begrüßt, jedoch ausreichende Ressourcen angemahnt. Nun sieht es so aus, als würde gar nichts besser, sondern vieles noch verworrener, auch für die Mitarbeiter. Die Entscheidungen im Konzern scheinen weiterhin vorwiegend durch ein Spardiktat bestimmt zu sein &#8211; und dann wäre die Lokaloffensive eine reine Mogelpackung.<span id="more-1565"></span></p>
<p>Beide Titel erscheinen in Siegen mit einem identischen Lokalteil. Er wird seit 2009 von der WR-Redaktion produziert. Bis vor kurzem sollte diese im Zuge der Lokaloffensive noch zwei dringend benötigte zusätzliche Redakteure erhalten. Dies scheint mit der jetzigen Entscheidung vom Tisch.</p>
<p>WR-Chefredakteur Malte Hinz bedauert das Aus: „Wir beenden damit ein außerordentlich erfolgreiches journalistisches Projekt“, erklärte er heute gegenüber dem DJV-NRW. In einem schwierigen Wettbewerbsumfeld habe man versucht, einen frischen und jüngeren Lokalteil zu machen. Die Chefredaktionen führen jetzt strategische Gründe für den Wechsel an, insbesondere solle das Verbreitungsgebiet der WP in Südwestfalen gestärkt werden. Aus guten Quellen hört man jedoch auch anderes: So soll durch die Übernahme eine Summe im sechsstelligen Bereich eingespart werden.</p>
<p>Angesichts der erfolgreichen redaktionellen Leistung ist dieser Schritt nicht nachvollziehbar. Zumal die Zahl der WR-Abonnenten in Siegen um ein Vielfaches höher liegt als die der WP. Auch ihre Auflagenverluste fallen mit nur 0,6 Prozent deutlich besser aus. Nimmt die WAZ-Gruppe die Lokaloffensive wirklich ernst? Und droht hier nicht eine Marktbereinigung, auch wenn der Verlag dies dementiert?</p>
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		<title>Auswirkungen der lokalen WAZ-Offensive noch unklar</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 17:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Mitarbeiter der WAZ-Gruppe sind heute und vergangenen Freitag in Versammlungen darüber informiert worden, welche Veränderungen mit der lokalen Offensive verbunden sind. Das Gesamtkonzept für die vier NRW-Titel WAZ, NRZ, WP und WR sieht u.a. vor, die Lokalredaktionen personell aufzustocken. Dafür verlieren die Teams der Titel-, Content- und Regiodesks Redakteure teilweise im zweistelligen Bereich. Wie man hört, sollen die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Mitarbeiter der WAZ-Gruppe sind heute und vergangenen Freitag in Versammlungen darüber informiert worden, welche Veränderungen mit der lokalen Offensive verbunden sind. Das Gesamtkonzept für die vier NRW-Titel WAZ, NRZ, WP und WR sieht u.a. vor, die Lokalredaktionen personell aufzustocken. Dafür verlieren die Teams der Titel-, Content- und Regiodesks Redakteure teilweise im zweistelligen Bereich. Wie man hört, sollen die Titelredaktionen im Zuge des neuen Konzeptes ihre Mantelteile nur noch bis Seite 4 selbst entwickeln  &#8211; der „Einheitsbrei“ lässt grüßen.</p>
<p>Die Rückkehr zum Lokalen bei den NRW-Titeln, vor allem mehr Personal für die Lokalredaktionen, haben die Redakteurinnen und Redakteuren seit langem gefordert. Der DJV-NRW hat die Unterbewertung des Lokalen von Anfang an kritisch gesehen und immer dafür plädiert, qualitativ hochwertigen Journalismus <span id="more-1548"></span>vor Ort zu ermöglichen. Wichtig ist nun, dass der Umstrukturierungsprozess fair verläuft und die Mitarbeiter der Titel-, Content- und Regiodesks nicht die Leidtragenden der neuen Entwicklung sind.</p>
<p>Bei den Regiodesks der WAZ und der NRZ zeichnet sich eine Zusammenlegung ab. Das neue Team soll aus Redakteuren und Mediengestaltern bestehen. Für Letztere gibt es die Befürchtung, dass sie zu Redakteuren zweiter Klasse werden könnten, die unter einer anderen Berufsbezeichnung und für ein niedrigeres Gehalt die bisherige Redakteursarbeit machen.</p>
<p>Die angestellten Fotografen der WR ereilt jetzt dasselbe Schicksal wie zuvor die Kollegen der WAZ und NRZ &#8211; sie sollen in den WAZ-Fotopool wechseln (siehe Meldung <a href="http://www.medienmoral-nrw.de/2012/04/fotografen-sollen-platz-machen-fur-die-lokale-offensive/#more-1539">Fotografen sollen Platz machen für die lokale Offensive</a>).</p>
<p>Die Umstrukturieriungen sind Ergebnis des vor anderthalb Jahren begonnenen Prozesses, dessen Ausgangspunkt „die kontinuierlichen und über dem Bundesdurchschnitt liegenden Auflagenverluste der WAZ-Titel“ sowie „Erkenntnisse aus Gruppendiskussionen mit Lesern“ waren. Das erklärten der neue Geschäftsführer Manfred Braun und die vier Chefredakteure vergangene Woche in einem Schreiben an alle Mitarbeiter.</p>
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		<title>Fotografen sollen Platz machen für die lokale Offensive</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 08:18:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zehn Redakteure der Westfälischen Rundschau (WR), die schwerpunktmäßig fotografieren und/oder Bilder bearbeiten, sind am Donnerstag Mittag letzter Woche in die Chefredaktion nach Dortmund einbestellt worden. WR-Chefredakteur Malte Hinz eröffnete ihnen, dass sich die WR sehr bald schon von ihnen trennen wolle. Sie bekämen alle Verträge für den WAZ-Fotopool angeboten. Der WAZ-Fotopool gehört zur nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zehn Redakteure der Westfälischen Rundschau (WR), die schwerpunktmäßig fotografieren und/oder Bilder bearbeiten, sind am Donnerstag Mittag letzter Woche in die Chefredaktion nach Dortmund einbestellt worden. WR-Chefredakteur Malte Hinz eröffnete ihnen, dass sich die WR sehr bald schon von ihnen trennen wolle. Sie bekämen alle Verträge für den WAZ-Fotopool angeboten. Der WAZ-Fotopool gehört zur nicht mehr tarifgebundenen WAZ New Media. Hinz versprach ihnen weitestgehende Besitzstandswahrung. <span id="more-1539"></span><br />
Wie ihr Einsatz dann genau geregelt wird und ob und in welchem Umfang sie dann noch für die WR tätig werden sollen, blieb unklar. Dass vor etlichen Jahren genau diese Kollegen bereits unterschreiben mussten, dass sie fortan Text- und Bild-liefernde &#8220;Normal&#8221;-Redakteure der WR seien, scheint heute niemandem mehr zu stören. Nun sind sie plötzlich doch wieder Fotografen. Laut Malte Hinz sollen die zehn Platz machen für KollegInnen aus den verschiedenen Titelressorts der WAZ-Printmedien, die künftig als lokale Offensive die Lokalredaktionen überall im Land verstärken sollen. Dass &#8220;ihre Rundschau&#8221; sie zum Teil nach Jahrzehnten treuer Dienste einfach vor die Tür setzt, soll bei den  Betroffenen  sauer aufgestossen sein. In den WR-Lokalredaktionen wächst jetzt die Sorge, wie die Kollegen demnächst noch motiviert und engagiert Bilder für die Lokalausgaben liefern sollen und sich an der optischen Gestaltung der Zeitungen beteiligen sollen, wenn sie keine Redaktionsmitglieder mehr sind.</p>
<p>Ob der Wechsel in den WAZ-Fotopool auch für die schwerpunktmäßig bei der Westfalenpost Bilder liefernden KollegInnen gelten soll, blieb bislang unklar. Die WAZ und die NRZ bedienen sich längst der Kollegen des Fotopools.</p>
<p>In verschiedenen Betriebsversammlungen werden die KollegInnen der WAZ, der WR, der WP und der NRZ gerade vom neuen Geschäftsführer der Mediengruppe, Manfred Braun, über die anstehenden Veränderungen informiert. Es wird ein großes Personalkarussell erwartet, bei dem alle Titelressorts und der Conten Desk in Essen Federn lassen müssen zugunsten der Lokalredaktionen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>WAZ-Deal am 23.1.12 besiegelt</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 13:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<description><![CDATA[WAZ-Gesellschafterin Petra Grotkamp wird Mehrheitseignerin der Mediengruppe. Der Verkauf des Brost-Anteils ist besiegelt, wie der Konzern am Abend des 23. Januar mitteilte. Zusätzlich zu ihren bisherigen Anteilen von 16,66 Prozent übernimmt Grotkamp den 50-Prozent-Anteil der drei Brost-Enkel. Das Bundeskartellamt hat der Transaktion bereits zugestimmt. Der Erwerb erfolgt rückwirkend zum 31. Dezember 2011. Über den genauen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>WAZ-Gesellschafterin Petra Grotkamp wird Mehrheitseignerin der Mediengruppe. Der Verkauf des Brost-Anteils ist besiegelt, wie der Konzern am Abend des 23. Januar mitteilte. Zusätzlich zu ihren bisherigen Anteilen von 16,66 Prozent übernimmt Grotkamp den 50-Prozent-Anteil der drei Brost-Enkel. Das Bundeskartellamt hat der Transaktion bereits zugestimmt. Der Erwerb erfolgt rückwirkend zum 31. Dezember 2011.</p>
<p>Über den genauen Kaufpreis wird geschwiegen &#8211; bei der Berichterstattung im Vorfeld wurde die Summe von 500 Mio Euro genannt. Peter Heinemann, Testamentsvollstrecker der Brost-Erben, schätzte den Preis<span id="more-1530"></span> als fair ein. Er habe dem Verkauf &#8220;schweren Herzens&#8221; zugestimmt. Es liege nicht in seiner Macht, &#8220;Entscheidungen der Familie des Erblassers, die dem Erblasserwillen widersprechen, zu korrigieren&#8221;.</p>
<p>Für die Funke-Familien-Gesellschaft begrüßte Klaus Schubries die Übernahme der Brost-Anteile und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass mit der &#8220;Einigkeit, die bei den letzten FFG-Sitzungen praktiziert worden ist&#8221;, gelingen werde, die WAZ-Mediengruppe &#8220;erfolgreich in die Zukunft zu führen und weiter zu entwickeln&#8221;.</p>
<p>Als der von der Brost-Seite bestellte Geschäftsführer verlässt Bodo Hombach das Unternehmen, wird aber nach eigener Aussage auf Bitte der Funke-Familien-Gesellschaft die WAZ-Mediengruppe weiterhin im Initiativkreis Ruhr vertreten und ihr „beratend zur Verfügung“ stehen.</p>
<p>Die Mediengruppe hat dazu keine eigene Presseerklärung veröffentlicht, sondern über den Presseverteiler eine Reihe von Erklärungen weitergeleitet.<br />
Ein <a href="http://www.derwesten.de/wirtschaft/waz-medienkonzern-im-mehrheitsbesitz-der-familie-grotkamp-id6277442.html">Beitrag zur Übernahme steht auf DerWesten.de</a>.</p>
<p>Dort sind auch diese Erklärungen zu finden:<br />
<a href="http://www.derwesten.de/media/6277421-7301/Stellungnahme-Klaus-Schubries.pdf">Stellungnahme Klaus Schubries</a><br />
<a href="http://www.derwesten.de/media/6277420-1781/Presseerklaerung-Dr.-Andreas-Urban.pdf">Presseerklärung Dr. Andreas Urban</a><br />
<a href="http://www.derwesten.de/media/6277418-8269/Presseerklaerung-Dr.-Peter-Heinemann.pdf">Presseerklärung Dr. Peter Heinemann</a><br />
<a href="http://www.derwesten.de/media/6277419-6813/Presseerklaerung-Bodo-Hombach.pdf">Presseerklärung Bodo Hombach</a></p>
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		<item>
		<title>Unruhe beim Onlineportal DerWesten.de</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 18:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Medien in NRW]]></category>
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		<category><![CDATA[WAZ NewMedia]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie der Pressedienst meedia.de berichtet, verlor der Internetauftritt der WAZ-Mediengruppe im Oktober letzten Jahres innerhalb eines Monats trotz Relaunch massiv an Nutzern. Zudem lässt der zweite wichtige Schritt des Relaunches, vom Verlag selbst „zum neuen Jahr“ angekündigt, weiterhin auf sich warten. Überraschend kommt zu diesem Zeitpunkt die Nachricht, dass die für die Online-Aktivitäten zuständige WAZ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie der Pressedienst <a title="zum Artikel &quot;AGOF: stern.de gewinnt, DerWEsten verliert&quot;" href="http://meedia.de/internet/agof-sternde-gewinnt-derwesten-verliert/2012/01/18.html" target="_blank">meedia.de</a> berichtet, verlor der Internetauftritt der WAZ-Mediengruppe im Oktober letzten Jahres innerhalb eines Monats trotz Relaunch massiv an Nutzern. Zudem lässt <a title="zur Meldung des DJV NRW vom 20.10.2011" href="http://www.djv-nrw.de/php/evewa2.php?d=1326988990\&amp;menu=01001&amp;NEWSNR=1447&amp;GSAG=f38f2f748b13dde13d91b9b259f92449" target="_blank">der zweite wichtige Schritt des Relaunches</a>, vom Verlag selbst „zum neuen Jahr“ angekündigt, weiterhin auf sich warten.</p>
<p>Überraschend kommt zu diesem Zeitpunkt die Nachricht, dass die für die Online-Aktivitäten zuständige WAZ NewMedia Personal abbauen will. Laut Angaben von Verlag und Kennern der Szene müsse man sich von einer einstelligen Zahl an Mitarbeitern trennen und befinde sich in Aufhebungsgesprächen. Hauptsächlich betroffen sein soll der technisch-kaufmännische Bereich.<span id="more-1520"></span></p>
<p>„Der erneute Abbau von Personal bei der WAZ-Mediengruppe wirft viele Fragen auf“, erklärt der DJV-Landesvorsitzende Helmut Dahlmann. „Wer soll künftig die Arbeit der Kollegen übernehmen? Ist gar eine Verlagerung von Aufgaben auf Redakteure geplant? Schon jetzt arbeiten viele Kollegen am Limit. Für uns ist kein Personalkonzept erkennbar.“</p>
<p>Nach Angaben von Branchenkennern will sich WAZ NewMedia ausgerechnet von langjährigen Mitarbeitern trennen – und dies mitten im Relaunch-Prozess, der &#8211; besonders perfide &#8211; teilweise nur durch den Wochenend- und Nachteinsatz genau dieser Mitarbeiter ermöglicht wurde.</p>
<p>Heute gab es übrigens weitere Nachrichten aus der WAZ-Mediengruppe: Am morgigen Freitag, 20. Januar 2012, soll der Kaufvertrag unterzeichnet werden, der Petra Grotkamp zur WAZ-Mehrheitsgesellschafterin macht, meldet das <a title="zum Artikel &quot;Grotkamp kommt zum Zuge&quot;" href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,810082,00.html" target="_blank">Manager Magazin</a>.</p>
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		<title>Westfalen-Blatt: Schnelle Aufklärung gefordert</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 18:33:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Steht die Zeitungslandschaft in Ost-Westfalen-Lippe vor einem großen Umbruch? Das Bundeskartellamt hat eine Übernahme der Bielefelder C.W. Busse Holding GmbH (u.a. Westfalen-Blatt) durch die Aschendorff Medien GmbH mit Sitz in Münster (u.a. Westfälische Nachrichten) freigegeben. Noch im Sommer war lediglich von einer Finanzbeteiligung die Rede. Im Interesse der betroffenen Journalisten ist schnelle Aufklärung dieses Widerspruchs [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Steht die Zeitungslandschaft in Ost-Westfalen-Lippe vor einem großen Umbruch? Das Bundeskartellamt hat eine Übernahme der Bielefelder C.W. Busse Holding GmbH (u.a. Westfalen-Blatt) durch die Aschendorff Medien GmbH mit Sitz in Münster (u.a. Westfälische Nachrichten) freigegeben. Noch im Sommer war lediglich von einer Finanzbeteiligung die Rede. Im Interesse der betroffenen Journalisten ist schnelle Aufklärung dieses Widerspruchs gefordert.</p>
<p>Am 3. Januar 2012 hat das Bundeskartellamt seine bereits am 30. September getroffene Entscheidung überraschend im Internet <a href="http://www.bundeskartellamt.de/wDeutsch/download/pdf/Fusion/Fusion12/Fallberichte_2012/B06-057-11-ENDG.pdf">veröffentlicht</a>. Danach plane die Aschendorff Medien <span id="more-1514"></span>„den Erwerb der alleinigen Kontrolle über die C.W. Busse Holding in zwei Schritten“. Schritt eins, der Erwerb eines 24,9-Prozent-Anteils an der Busse-Holding im Juli letzten Jahres, dürfte damit abgeschlossen sein. Schritt zwei ist nicht näher beschrieben – und bleibt daher Spekulation.</p>
<p>Der Geschäftsführer des Westfalen-Blatt, Michael Best, hat dem DJV-NRW am 5. Januar 2012 versichert, dass die Familie Busse an der Holding und der Westfalen-Blatt-Gruppe nach wie vor die Mehrheit habe und dass dies auch so bleiben solle. Von der Aschendorff Medien GmbH liegt bisher keine Stellungnahme vor.</p>
<p>Zweifel bleiben: So titelt die Online-Ausgabe des Mindener Tageblatts heute <a href="http://www.mt-online.de/lokales/minden/5725640_Wechselt_Westfalen-Blatt_endgueltig_den_Besitzer.html">„Wechselt Bielefelder Westfalen-Blatt endgültig den Besitzer?“</a> Eine Frage, die nicht nur wegen der Formulierungen in der Veröffentlichung des Kartellamts nahe liegt. Auch in anderen Bundesländern gab es in der jüngeren Vergangenheit wieder Verschiebungen im Markt der Regionalzeitungen. So kauften beispielsweise Madsack in Niedersachen und die Augsburger Allgemeine in Bayern vor kurzem andere Titel zu.</p>
<p>Das Mindener Tageblatt und die Neue Westfälische, die beide über die Kartellamtsentscheidung berichteten, halten zudem das Erschließen von „Synergiepotenzialen“ in den Bereichen Redaktion, Anzeigenvermarktung, Druck und Vertrieb für möglich. Erfahrungsgemäß sind Übernahmen häufig mit personellen Einsparungen und anderen Nachteilen für die Arbeitnehmer verbunden. Sollte Aschendorff die vollständige Kontrolle über die Busse Holding anstreben, von der das Bundeskartellamt spricht, könnte dies die Medienvielfalt in Ostwestfalen empfindlich beschneiden.</p>
<p>Das Bundeskartellamt vertritt in seinem Bericht hingegen die Auffassung, dass „der geplante Zusammenschluss keine Verstärkung der in einigen räumlichen Märkten bestehenden marktbeherrschenden Stellungen der Verlage erwarten“ lasse. Die Behörde erklärt dies u.a. wie folgt: „Die Verbreitungsgebiete der Westfälischen Nachrichten und des Westfalen-Blatt grenzen lediglich in einem kleinen Gebiet aneinander und weisen keine Überschneidungen auf.“</p>
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		<item>
		<title>Springer bietet 1,4 Mrd. für die WAZ-Gruppe</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2011/09/springer-bietet-14-mrd-fur-die-waz-gruppe/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 16:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vollends entbrannt ist jetzt der Kampf um die WAZ-Mediengruppe: Denn der Springer-Konzern hat ein hohes Angebot in den Ring geworfen. Das schreibt das manager magazin (mm) am 30. September, das einen guten Monat zuvor auch das Kaufangebot von Petra Grotkamp öffentlich gemacht hatte. Dem stets vorzüglich informierten mm-Autor Klaus Boldt zufolge unterbreitete Springer-Chef Mathias Döpfner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vollends entbrannt ist jetzt der Kampf um die WAZ-Mediengruppe: Denn der Springer-Konzern hat ein hohes Angebot in den Ring geworfen. Das schreibt das <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/handel/0,2828,789400,00.html">manager magazin (mm) am 30. September</a>, das einen guten Monat zuvor auch das Kaufangebot von Petra Grotkamp öffentlich gemacht hatte.</p>
<p>Dem stets vorzüglich informierten mm-Autor Klaus Boldt zufolge unterbreitete Springer-Chef Mathias Döpfner am 28. September in einem fünfseitigen Schreiben sein Angebot an die Eigner der WAZ-Gruppe: Danach hat der Konzern „nach wie vor ein erhebliches Interesse <span id="more-1505"></span>an einem Erwerb der WAZ-Beteiligungen in Österreich an Krone und Kurier“. Und auch am Zeitschriftengeschäft der WAZ sowie an einigen Regionalzeitungen und Anzeigenblättern habe Springer Interesse.</p>
<p>Döpfner listet die verschiedenen Sparten auf &#8211; mit detaillierten Vorstellungen über deren Wert und einem Angebot für den jeweiligen Erwerb. Insgesamt 800 Millionen biete der Konzern für ein Gesamtpaket aus Krone und Kurier sowie den Auslandsbeteiligungen auf dem Balkan, den Programm- und den Frauenzeitschriften, dem Braunschweiger Verlag und der Zeitungsgruppe Thüringen, den Anzeigenblättern, sowie dem WAZ-Anteil an der Markt Gruppe.</p>
<p>Trotz kartellrechtlicher Hürden würde Döpfner auch ein Gebot für die gesamte WAZ-Gruppe, „heute nicht prinzipiell ausschließen wollen“. Die Bewertung der gesamten WAZ-Mediengruppe sieht Springer bei circa 1,4 Milliarden Euro.</p>
<p>Damit liegt der Medienkonzern deutlich über dem Angebot von Petra Grotkamp, die den Brost-Enkeln Ende August 470 Millionen Euro für ihren 50-Prozent-Anteil angeboten hatte (siehe <a href="http://www.medienmoral-nrw.de/2011/08/waz-gruppe-vor-eigentumerwechsel/">WAZ-Gruppe vor Eigentümerwechsel?</a>).</p>
<p>Neben den kartellrechtlichen Problemen, „die bei einem Gesamtverkauf vermutlich kaum zu lösen wären“, sieht mm-Autor Boldt vor allem die Gesellschafterverträge der WAZ-Gruppe als wesentliches Hindernis für einen solchen Verkauf. Denn sie schreiben den beiden Familienstämmen Brost und Funke ein gegenseitiges Vorkaufsrecht vor. Seiner Einschätzung nach werden sich vor allem Petra Grotkamp und ihr Mann Günther nicht so einfach geschlagen geben.</p>
<p>Da liest sich vielleicht eine Passage interessant, die das manager magazin in Bezug auf das 800-Millionen-Euro-Paket (ohne Zeitungsgruppe NRW) zitiert: Man könne sich auch einen gemeinsamen Kauf der Geschäftsbereiche mit einzelnen WAZ-Gesellschaftern vorstellen, „um unsere jeweilige verlegerische Expertise &#8230; zu bündeln“.</p>
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		<title>WAZ-Gruppe vor Eigentümerwechsel?</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 18:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Brost]]></category>
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		<description><![CDATA[Für die WAZ-Gruppe könnte ein Eigentümerwechsel anstehen. Wie das in WAZ-Themen gewöhnlich sehr gut unterrichtete manager-magazin (mm) meldet und die WAZ-Gruppe mittlerweilie bestätigt hat, will Petra Grotkamp, Tochter des WAZ-Mitgründers Jakob Funke und Ehefrau des langjährigen Verlagschefs Günther Grotkamp, ihre Anteile aufstocken. Danach hat sie den Gesellschaftern der Brost-Holding angeboten, deren 50-Prozent-Anteil für  einen Betrag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Für die WAZ-Gruppe könnte ein Eigentümerwechsel anstehen. Wie das in WAZ-Themen gewöhnlich sehr gut unterrichtete <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,783120,00.html">manager-magazin (mm) meldet</a> und die WAZ-Gruppe mittlerweilie bestätigt hat, will Petra Grotkamp, Tochter des WAZ-Mitgründers Jakob Funke und Ehefrau des langjährigen Verlagschefs Günther Grotkamp, ihre Anteile aufstocken.</p>
<p>Danach hat sie den Gesellschaftern der Brost-Holding angeboten, deren 50-Prozent-Anteil für  einen Betrag von 500 Millionen Euro zu übernehmen. Das Geschäft soll laut mm möglichst in den nächsten vier bis acht Wochen abgewickelt werden.</p>
<p>Sollte die Übernahme klappen, würde dies die schwierigien Besitzverhältnisse in dem Medienhaus glattziehen. Die WAZ-Gruppe gehört<span id="more-1489"></span> zu jeweils 50 Prozent den Familienstämmen Brost und Funke, den Nachfahren der Gründer Erich Brost und Jakob Funke. Erschwert durch die Vorgaben im Gesellschaftervertrag, hatte der &#8211; zeitweilig auch vor Gericht ausgetragene &#8211; Streit zwischen den Eigentümern in der Vergangenheit jahrelang die Entwicklungen der Gruppe behindert.</p>
<p>Zuletzt hatte es innerhalb des Funke-Familienstamms Ärger zwischen den Famlien Holthoff und Grotkamp gegeben, als im Juni zuvor geheim gehaltene Verträge bekannt wurden, die die Funke-Tochter Gisela Holthoff und ihr Adoptivsohn Stephan Holthoff-Pförtner mit der Brost-Witwe geschlossen hatten (<a href="http://www.djv-nrw.de/php/evewa2.php?d=1314641833\&amp;menu=01001&amp;NEWSNR=1306&amp;GSAG=4b817b479875c33e35697fabd34d1f38">siehe diese Meldung</a>). Sowohl Anneliese Brost als auch Gisela Holthoff sind zwischenzeitlich verstorben. Auch um die Erbfolge von Gisela Holthoff ist in den vergangenen Wochen Streit entbrannt. Das manager magazin <a href="http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,780658,00.html">berichtete</a>, dass der Grotkamp-Stamm Feststellungsklage einreichen wolle, falls Holthoff-Pförtner die Rechtsnachfolge seiner Mutter antreten wolle.</p>
<p>Ziel des jetzigen Übernahmeangebots von Petra Grotkamp ist nach Aussage ihres Anwalts Dr. Andreas Urban,  &#8220;klare Gesellschafterstrukturen zu schaffen und sicherzustellen, dass die WAZ-Mediengruppe auch künftig als Familienunternehmen Erfolg haben kann&#8221;. Seine Mandantin habe das Kaufangebot &#8220;vor den Hintergrund ihrer Verantwortung für die WAZ-Mediengruppe&#8221; unterbreitet. Ihr Wunsch sei, das fortzuführen, was ihr Vater Jakob Funke gemeinsam mit Erich Brost aufgebaut habe. Sie sei der &#8220;tiefen Überzeugung, dass Printmedien auch in Zukunft erfolgreich sein werden, wenn sie sich den Gegebenheiten der Zeit anpassen&#8221;. Sie sehe ihr Angebot als klares Bekenntnis zu WAZ-Mediegruppe und als Signal an die Leser und Mitarbeiter in allen Regionen des Verbreitungsgebietes, dass &#8220;die Zukunft der Gruppe langfristig gesichert ist&#8221;.</p>
<p>Mit den drei Enkeln von Erich Brost hat Petra Grotkamp ihrem Anwalt zufolge bereits Einigkeit über &#8220;wesentliche Bedingungen des Erwerbs&#8221; erzielt. Allerdings liegt die Entscheidung beim Testamentsvollstrecker der Brost-Enkel, dem Anwalt Dr. Peter Heinemann. Dieser hat dem Verlag zufolge erklärt, er wolle &#8220;das alles gründlich prüfen und die testamentarische Verfügung des Erblassers und die Interessen der Enkel abwägen&#8221;.</p>
<p>Falls seine Prüfung positiv ausfällt und zum Verkauf führt, würden die Verhältnisse in der WAZ-Gruppe komplett neu justiert. Vor allem könnte man wohl auf die Doppelspitze in der Geschäftsführung verzichten, mit der die Familienstämme ihre Interessen gewahrt hatten. Spekuliert wird, dass Geschäftsführer Bodo Hombach, der die Brost-Seite vertritt, entbehrlich würde. Die Funke-Seite wird seit 2008 durch Geschäftsführer Christian Nienhaus vertreten. Er könnte möglicherweise Verstärkung von anderer Seite bekommen. Genannt wird hier der Name von Manfred Braun, der neben dem Zeitschriftenbereich kürzlich das Verlagsgeschäft in NRW übernommen hat.</p>
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		<title>Glückwunsch, Herr Hombach!</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jun 2011 16:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Es gibt schlimmeres als ein Management, das täglich klüger wird.&#8221; Das sagt WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach in einem Interview mit der Wochenzeitung &#8220;Horizont&#8221; (Interview als pdf hier online). Wenn&#8217;s denn stimmt mit dem Täglich-klüger-Werden, möchte man fast sagen: Herzlichen Glückwunsch, Herr Hombach! Hombach bezieht sich mit dem Satz auf die Entscheidung, dass auch in NRW künftig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Es gibt schlimmeres als ein Management, das täglich klüger wird.&#8221; Das sagt WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach in einem Interview mit der Wochenzeitung &#8220;Horizont&#8221; (Interview als <a href="http://www.derwesten.de/derwesten/archive/00000/Horizont-Interview_Bod_506a.pdf">pdf hier online</a>). Wenn&#8217;s denn stimmt mit dem Täglich-klüger-Werden, möchte man fast sagen: Herzlichen Glückwunsch, Herr Hombach!</p>
<p>Hombach bezieht sich mit dem Satz auf die Entscheidung, <span id="more-1479"></span>dass auch in NRW künftig Holding und operative Verlagsaufgaben getrennt werden und dass Manfred Braun, der seit kurzem zusätzlich zu seiner Position als WAZ-Zeitschriftenchef auch die Geschäfte der NRW-Zeitungen führt, weitgehend freie Hand haben soll. Brauns Verdienst, so Hombach, &#8220;besteht darin, gleich zu Beginn seiner Tätigkeit in NRW eine Marktforschung aufgesetzt zu haben, die wir in dieser Professionalität und Erschließungstiefe bei Regionalzeitungen noch nicht hatten&#8221;.</p>
<p>Das Fazit lautet jetzt: Stärkung des Regionalen. &#8220;Regionalzeitungen haben unter allen Medien die höchste Glaubwürdigkeit und überaus treue Leser. Das ist unser Pfund, und wir sollten damit wuchern. Aber Reformstau ist dort besonders gefährlich, wo er noch nicht schmerzt&#8221;, referiert Hombach. &#8220;Wir brauchen eine Stärkung der regionalen und lokalen Kompetenz. Der Leser will wissen, was in seiner Nähe los ist. Ihn interessieren aber auch überregionale und weltpolitische Themen. Er fordert einen hohen Gebrauchswert seiner Zeitung. Er fordert einen hohen Gebrauchswert seiner Zeitung. Er will Einordnung, Lebenshilfe, Partizipation. Und schließlich erwartet er eine übersichtliche Struktur und ein lesefreundliches Layout.&#8221;</p>
<p>Überrascht hätten ihn die Ergebnisse der Marktforschung nicht, sagt Hombach. &#8220;Aber es  freut mich, dass mein Bauchgefühl nun auch empirisch untermauert ist.&#8221;</p>
<p>Die wirtschaftliche Situation bei den NRW-Blättern  habe sich &#8220;erfreulich verbessert&#8221;. Allerdings könne sich die Westfälische Rundschau &#8220;noch nicht zurücklehnen. Leider war und ist sie nirgendwo lokaler Marktführer.&#8221;</p>
<p>Nach der altbewährten WAZ-Methode &#8220;Mangagement by Interview&#8221; kündigt Hombach weitere Sparmaßnahmen in NRW an, diesmal nicht in den Redaktionen: &#8220;Nun sollen auch der Verlagsbereich und die Produktion ihren Beitrag leisten.&#8221; Die Sparpotenziale beziffert Hombach &#8220;im hoch zweistelligen<br />
Millionenbereich&#8221;.</p>
<p>Darüber hinaus will die WAZ-Gruppe bei der Vermarktung den Schulterschluss mit anderen Verlagen suchen will, etwa Hubert Burda Media und Axel Springer, und sich neuen, verlagsnahen Geschäftsfeldern widmen.</p>
<p>Einen &#8220;sensationellen Wachstumsmarkt&#8221; sieht Hombach schließlich im Bereich Corporate Publishing. Statt in den &#8220;Vor- und Hinterzimmern der Politik für ihre industriepolitischen Ziele und Projekte&#8221; zu werben,  werde die Wirtschaft begreifen, dass sie die Akzeptanz für ihre Projekte selber herstellen muss, weil &#8220;eine große Zahl unserer Volksvertreter nur noch auf der Protestwelle der Bürger surft.&#8221; Dazu hatte Hombach bereits am 18. Mai bei einer <a href="http://www.waz-mediengruppe.de/fileadmin/template/Inhalte/Downloads/PDF/Reden/Trurnit_Corporate_Publishing_18.05.2011.pdf">Rede in München</a> Thesen formuliert (&#8220;In diesem Sinne ist Corporate Publishing eine Art soziales Engagement.&#8221;).</p>
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		<title>Besonders Autos kommen schleichend</title>
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		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 14:56:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Medien in NRW]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsender]]></category>
		<category><![CDATA[Radio Kiepenkerl]]></category>
		<category><![CDATA[Schleichwerbung]]></category>
		<category><![CDATA[VOX]]></category>
		<category><![CDATA[WAZ-Gruppe]]></category>

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		<description><![CDATA[Reise, Auto, Gesundheit/Pharma &#8211; diese drei würden vermutlich die meisten Journalistinnen und Journalisten nennen, wenn es um die Themenfelder geht, die anfällig dafür sind, dass werbliche Inhalte unter die journalistischen gemogelt werden. Dabei schleichen sich die Autos wohl medienübergreifend besonders gerne ein, wie drei aktuelle Fälle in NRW zeigen: Bei „Radio Kiepenkerl“ (Kreis Coesfeld) beanstandete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Reise, Auto, Gesundheit/Pharma &#8211; diese drei würden vermutlich die meisten Journalistinnen und Journalisten nennen, wenn es um die Themenfelder geht, die anfällig dafür sind, dass werbliche Inhalte unter die journalistischen gemogelt werden. Dabei schleichen sich die Autos wohl medienübergreifend besonders gerne ein, wie drei aktuelle Fälle in NRW <span id="more-1442"></span>zeigen:</p>
<p>Bei „Radio Kiepenkerl“ (Kreis Coesfeld) <a href="http://www.lfm-nrw.de/aktuell/pressemitteilungen/pressemitteilungen-detail/article/medienkommissionssitzung-vom-1-april-2011.html">beanstandete die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) einen Verstoß gegen das Verbot der Schleichwerbung</a>: Nach Feststellung der LfM-Medienkommission hätten zwei Beiträge zur Präsentation eines neuen Automodells durch ein lokales Autohaus aufgrund des werblichen Charakters als Werbung gekennzeichnet sein müssen. Die Medienkommission reagierte damit auf eine <a href="http://www.fair-radio.net/www/2010/12/04/radio-kiepenkerl-macht-schleichwerbung/">Programmbeschwerde der Initiative „Fair Radio“.</a></p>
<p><a href="http://www.djv-nrw.de/php/evewa2.php?d=1302092850\&amp;menu=01001&amp;NEWSNR=1201&amp;GSAG=0653a0e2933c6c5734e28573b3bbd831">Schleichwerbung auch beim VOX-Magazin &#8220;auto mobil&#8221;</a>: Hier bemängelte die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Medienanstalten die Sendung vom 9. Januar 2011, gegen die mehrere Zuschauerbeschwerden eingegangen waren. In diesem Fall wurde ein Autopflegeprodukt ausgiebig im Bild gezeigt und im Moderationstext als &#8220;hochwertig&#8221; und im gegenüber anderen Pflegemitteln &#8220;überlegen&#8221; bezeichnet. Die ZAK sah hier eine Werbeabsicht, die Präsentation sei erkennbar &#8220;nicht aus inhaltlich-redaktionellen Gründen&#8221; erfolgt.</p>
<p>Auch bei der <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/einfluss-zu-verkaufen/">verdeckten Recherche, die ein taz-Mitarbeiter bei verschiedenen Tageszeitungen</a> durchführte, tauchen unter anderem die Autos auf.  Im Angebot sind sie bei der WAZ-Gruppe: “Sie können den Titelplatz hier vorne kaufen”, zitiert taz-Autor Sebastian Heiser im <a href="http://blogs.taz.de/rechercheblog/2011/04/01/westdeutsche_allgemeine_zeitung/">taz-Rechercheblog</a> einen Mitarbeiter des WAZ-Konzerns, der beim Gespräch in Essen das Automagazin “Mein Auto” vorzeigt. Für 66.666 Euro plus Mehrwertsteuer komme das Auto nicht nur auf die Titelseite des Magazins, sondern werde auch innen auf einer Doppelseite vorgestellt. Anders als es das <a href="http://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsoft/justizportal_nrw.cgi?sessionID=14132255421462587059&amp;templateID=document&amp;source=lawnavi&amp;chosenIndex=Dummy_nv_68&amp;xid=167140,11">Landespressegesetz</a> vorschreibt, wird der gekaufte Text dabei wohl nicht als “Anzeige” gekennzeichnet. Immerhin steht oben auf den Seiten “Verlagssonderveröffentlichung”. &#8221;</p>
<p>Bei der WAZ-Gruppe sind auch andere Themen im Angebot, wie Heiser beschreibt: &#8220;Bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung kann man Artikel per Katalog bestellen. Der Katalog liegt schon für mich auf dem Schreibtisch bereit, als ich den Raum zu dem Gespräch mit dem Mitarbeiter betrete. &#8216;Sonderwerbeformen – Daten und Preise&#8217; steht auf dem Titel, und dahinter kommen rund 60 Seiten voller Angebote zum Kauf von Anzeigen und Artikeln.&#8221; (<a href="http://www.sebastian-heiser.de/download/taz/waz.pdf">pdf zum Download</a>)</p>
<p>Auf Heisers Anfrage erklärt Konzernsprecher Paul Binder allerdings, dass in den Verlagssonderveröffentlichungen nur Anzeigen gekauft werden könnten, keine Texte. &#8220;Verlagssonderveröffentlichungen entstehen, weil Kunden ihre Anzeigen in themenaffinen Umfeldern schalten wollen. Ein Beispiel: Autoanzeigen im Umfeld von Texten zu Autothemen. Sonderseiten dieser Art sind für den Leser klar sichtbar als Anzeige oder Anzeigensonderveröffentlichung gekennzeichnet.”</p>
<p>Nun ist die Praxis der Verlagsonderveröffentlichungen nicht schön, aber auch nichts Neues, und immerhin ist die Schleichwerbung hier &#8211; anders als in den oben erwähnten Fällen von VOX und Radio Kiepenkerl &#8211; nicht in den redaktionellen Teil vorgedrungen.</p>
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