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	<title>Medienmoral NRW &#187; Aachener Nachrichten</title>
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	<description>Blog zur aktuellen Mediensituation in NRW</description>
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		<title>Der &#8220;Westzipfel&#8221; kommt unter den Hammer</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 11:03:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Oktober ist bekannt, dass der Aachener Zeitungsverlag auf der Suche nach einem „Partner“ ist. Nun soll offenbar die Braut hübsch gemacht werden. Im Aachener Zeitungsverlag erscheinen die beiden unabhängigen Tageszeitungen Aachener Nachrichten (als erste deutsche Nachkriegszeitung mit der Lizenz Nr. 1) und Aachener Zeitung. Zwei unterschiedlich ausgerichtete Marken unter einem Dach.
Die Alsdorfer Redaktionen sowie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit Oktober ist bekannt, dass der Aachener Zeitungsverlag auf der Suche nach einem „Partner“ ist. Nun soll offenbar die Braut hübsch gemacht werden. Im Aachener Zeitungsverlag erscheinen die beiden unabhängigen Tageszeitungen <span id="more-729"></span>Aachener Nachrichten (als erste deutsche Nachkriegszeitung mit der Lizenz Nr. 1) und Aachener Zeitung. Zwei unterschiedlich ausgerichtete Marken unter einem Dach.</p>
<p>Die Alsdorfer Redaktionen sowie die zurzeit getrennten Redaktionen „Euregio“ und „Rhein-Maas“ der Aachener Nachrichten und Aachener Zeitung werden im kommenden Jahr zusammengelegt. In diesem Rahmen sollen einige Redakteure in den Vorruhestand geschickt werden. Getrennt sind nach der ersten Welle von Zusammenlegungen in 2003 bislang noch mehrere Mantelseiten sowie die Lokalredaktionen in Aachen und Düren.<br />
Wie das weitergehen wird, ist zurzeit nicht absehbar. Ob auf Dauer beide Zeitungen erhalten bleiben, ist unklar und hängt vom potentiellen Käufer bzw. Partner ab. Es ist zu befürchten, dass die beiden unabhängigen Tageszeitungen &#8211; und damit die eh schon reduzierte publizistische Vielfalt in Aachen &#8211; nicht mehr lange Bestand haben werden und das in einem Verbreitungsgebiet, in dem es keine Konkurrenz gibt und der Zeitungsverlag Aachen das Monopol hat. „Partnersuche“ bedeutet konkret den Verkauf von Anteilen bis hin zum gesamten 63-Prozent-Anteil an der AVG (Aachener Verlagsgesellschaft), die wiederum mit 75,5 Prozent eine Mehrheitsbeteiligung am ZVA hält. Alles ist möglich.</p>
<p>Wie viele der mehr als 300 Arbeitplätze bei den beiden Zeitungstiteln im Zeitungsverlag gefährdet sind, ist nicht absehbar. Ein massiver Personalabbau ist allerdings zu befürchten.<br />
Seit 1995 hält die Mediengruppe Rheinische Post Anteile in Höhe von 24,5 Prozent am Aachener Zeitungsverlag, eine später angestrebte Erhöhung der Anteile ließ das Kartellamt nicht zu.<br />
Die Zeitungszustellerinnen und -zusteller spüren schon länger die Auswirkungen und kämpfen um ihre Jobs (Knebelverträge, Gehaltseinbußen incl. Sozialleistungen für die Stammzusteller bis zu minus 30 Prozent, für Neueinstellungen bis zu minus 55 Prozent!). Aktuell sollen beim Aachener Presseversand 20 von knapp 50 Beschäftigten entlassen werden. Die Betriebsräte und ver.di werden dies nicht hinnehmen.</p>
<p>Welche Auswirkungen die Pläne der Geschäftsleitung auf die angeschlossene, eigenständige Druckerei haben werden, ist ebenfalls noch nicht absehbar, bestehende Verträge zwischen Zeitungsverlag Aachen und der Druckereigesellschaft sind gekündigt.<br />
Der Zeitungsverlag Aachen ist nicht insolvent, sondern steht trotz Anzeigen- und Abonnentenrückgängen auf „gesunden Füßen“. Man sucht „nach einem strategischen Partner für die Ausrichtung der Gesellschaft in der Zukunft“.</p>
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