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	<title>Medienmoral NRW &#187; Personalabbau</title>
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	<description>Blog zur aktuellen Mediensituation in NRW</description>
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		<title>Rheinischer Merkur vor dem Aus</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 16:20:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Medien in NRW]]></category>
		<category><![CDATA[Personalabbau]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Rheinische Merkur (RM) in Bonn steht vor dem Aus als eigenständige Zeitung. Die renommierte katholische Wochenzeitung wird spätestens ab dem 1. Januar 2011 nur noch als sechsseitige Beilage der Wochenzeitung Die Zeit erscheinen, teilte die Deutsche Bischofskonferenz mit. Medienberichten zufolge werden für die neue Beilage nur noch sechs oder sieben der bisher zwanzig Redakteure [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Rheinische Merkur (RM) in Bonn steht vor dem Aus als eigenständige Zeitung. Die renommierte katholische Wochenzeitung wird spätestens ab dem 1. Januar 2011 nur noch als sechsseitige Beilage der Wochenzeitung Die Zeit erscheinen, teilte die Deutsche Bischofskonferenz mit.</p>
<p>Medienberichten zufolge werden für die neue Beilage nur noch  sechs oder sieben der bisher zwanzig Redakteure gebraucht. Ingesamt sollen von der Einstellung 47 Mitarbeiter betroffen sein. <span id="more-1356"></span>Die Deutsche  Bischofskonferenz erklärte, dass sie bei den Mitarbeitern, die nicht  weiterbeschäftigt würden, die sozialen Belange berücksichtigen und sich um neue Arbeitsplätze bemühen werde.</p>
<p>Mit der Kooperation will die Bischofskonferenz ihrer Erklärung zufolge die &#8220;Kernkompetenz des Rheinischen Merkur unter gewandelten Bedingungen des Medienmarktes weitestgehend sichern&#8221;. Die Gesellschafter haben sich nach eigene Angaben wegen des &#8220;erheblichen Zuschussvolumens&#8221; und der gesunkenen Abonnentenzahl gezwungen gesehen, &#8220;in ihren Aktivitäten die ökonomische Balance zu halten und auf besonders zuschussträchtige Engagements zu verzichten&#8221;.</p>
<p>Beobachter sind allerdings überzeugt, dass das Blatt den Bistümern zuletzt zu liberal und eigenständig gewesen sei. Besonders dem Kölner Kardinal Meisner wird Missfallen an dieser redaktionellen Linie nachgesagt.</p>
<p>Die jetzige Entschiedung bedeute nicht den Rückzug der Kirche aus der Publizistik oder aus dem gesellschaftlichen Diskurs, so die Deutsche Bischofskonferenz in ihrer Presseerklärung. Die katholische Kirche werde für diesen Diskurs auf andere Medien setzen, u.a. durch den Ausbau des bisherigen Internetengagements, durch weitere Investitionen in die Ausbildung junger Menschen beim Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses und die Stärkung der Katholischen Nachrichtenagentur KNA.</p>
<p>Letztere spielte eine Rolle bei der Schließung der Paderborner Bistumszeitung Der Dom (siehe dazu auch diesen <a href="http://www.medienmoral-nrw.de/2009/12/erzbistum-paderborn-schliest-der-dom-redaktion/" target="_blank">Beitrag bei Medienmoral</a> und <a href="http://www.dom-protest.de" target="_blank">www.dom-protest.de</a>).</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 0px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">
<pre>"Rheinischer Merkur vor dem Aus

Der Rheinische Merkur (RM) in Bonn steht vor dem Aus als eigenständige Zeitung. Die renommierte katholische Wochenzeitung soll nur noch als Beilage zur Wochenzeitung Die Zeit fortgeführt werden. Spätestens ab dem 1. Januar 2011 soll das Blatt als sechsseitige Beilage der Wochenzeitung Die Zeit erscheinen, teilte die Deutsche Bischofskonferenz mit.

Die Bischofskonferenz will mit der Kooperation eigenen Angaben zufolge die "Kernkompetenz des Rheinischen Merkur unter gewandelten Bedingungen des Medienmarktes weitestgehend sichern".

Die Gesellschafter haben sich nach eigene angaben wegen des "erheblichen Zuschussvolumens" und der gesunkenen Abonnentenzahl gezwungen gesehen, "in ihren Aktivitäten die ökonomische Balance zu halten und auf besonders zuschussträchtige Engagements zu verzichten". Beobachter sind allerdings überzeugt, dass das Blatt den Bistümern zuletzt zu liberal und eigenständig gewesen sei. Besonders dem Kölner Kardinal Meisner wird Missfallen an dieser redaktionellen Linie nachgesagt. 

Medienberichten zufolge werden für die neue Beilage werden nur noch sechs oder sieben der bisher zwanzig Redakteure gebraucht. Ingesamt sind von der Einstellung 47 Mitarbeiter betroffen. Die Deutsche Bischofskonferenz erklärte, dass sie bei den Mitarbeitern, die nicht weiterbeschäftigt würden, die sozialen Belange berücksichtigen und sich um neue Arbeitsplätze bemühen werde.

Die jetzige Entschiedung bedeute nicht den Rückzug der Kirche aus der Publizistik oder aus dem gesellschaftlichen Diskurs, so die duetsche Bischofskonferenz. Die katholische Kirche werde für diesen Diskurs auf andere Medien setzen, u.a. durch den Ausbau des bisherigen Internetengagements, durch weitere Investitionen in die Ausbildung junger Menschen beim Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses und die Stärkung der Katholischen Nachrichtenagentur KNA.

Letztere spielte eine Rolle bei der Schließung der Paderborner Bistumszeitung Der Dom (siehe auch diesen Beitrag bei Medienmoral:
(<a class="moz-txt-link-freetext" href="../2009/12/erzbistum-paderborn-schliest-der-dom-redaktion/">http://www.medienmoral-nrw.de/2009/12/erzbistum-paderborn-schliest-der-dom-redaktion/</a>)
und <a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.dom-protest.de/">www.dom-protest.de</a>."</pre>
</div>
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		<title>Der Wolf kommt – ein saTIERisches Straßentheater</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 16:39:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Endlich mal so richtig Personal loszuwerden. Das scheint derzeit der Traum (fast) jeden Medienhauses zu sein. Die kostengünstige „Entsorgung“ von teuren oder unbequemen Beschäftigten lässt sich sogar in speziellen Seminaren lernen. Nun braucht nicht jeder Unternehmer einen Lehrgang. Manche haben eben Naturtalent&#8230; Aber das ist nur in der Realität so. In dem märchenhaften Straßentheater des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-medium wp-image-1315" title="DerWolfkommt2" src="http://www.medienmoral-nrw.de/wp-content/uploads/2010/09/DerWolfkommt2-300x236.jpg" alt="DerWolfkommt2" width="300" height="236" /></p>
<p>Endlich mal so richtig Personal loszuwerden. Das scheint derzeit der Traum (fast) jeden Medienhauses zu sein. Die kostengünstige „Entsorgung“ von teuren oder unbequemen Beschäftigten lässt sich sogar in speziellen Seminaren lernen. Nun braucht nicht jeder Unternehmer einen Lehrgang. Manche haben eben Naturtalent&#8230;<br />
<span id="more-1297"></span><br />
Aber das ist nur in der Realität so. In dem märchenhaften Straßentheater des DJV-NRW besuchen der böse Wolf, Chef irgendeines Medienunternehmens, und der Maulwurf (mit einem höchst speziellen Auftrag) ein Seminar bei der Schlange, um das mit dem Loswerden endlich zu lernen.</p>
<p>Tja, was daraus wohl wird…</p>
<p>Wer neugierig geworden ist, sollte sich das saTIERische Stück anschauen, eine fantastisch übertriebene Fiktion garstigen Unternehmertums. Es kostet nichts.</p>
<p>Übrigens: Ähnlichkeiten mit lebenden Personen wären reine Einbildung.</p>
<p><a href="http://www.facebook.com/home.php#!/pages/Der-Wolf-kommt/106313322762366?ref=ts"><img class="alignnone size-full wp-image-1311" src="http://www.medienmoral-nrw.de/wp-content/uploads/2010/09/wolfkommt_header.jpg" alt="" width="395" height="168" /></a></p>
<p><strong>Termine und Spielorte 2010:</strong></p>
<p><strong>* Dortmund:</strong> Samstag, 11.9., 13:00 Uhr, Westenhellweg Höhe Petrikirche<br />
<strong>* Haltern: </strong> Mittwoch, 15.9., 17:00 Uhr, Alter Markt<br />
<strong>* Greven:</strong> Donnerstag, 16.9., 17:00 Uhr, Marktplatz an der Martinuskirche<br />
<strong>* Rheine:</strong> Freitag, 17.9., 17:00 Uhr, Historischer Marktplatz</p>
<h3><a href="http://www.facebook.com/home.php#!/pages/Der-Wolf-kommt/106313322762366?ref=ts">Unterstützen Sie uns und werden Sie Fan der Aktion bei Facebook</a></h3>
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		<title>Lensing-Chefs: Auf niemanden Druck ausgeübt</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 14:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Münstersche Zeitung]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhr Nachrichten]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach Aussagen von Geschäftsführer Christoph Sandmann und Chefredakteur Dr. Wolfram Kiwit herrscht im Medienhaus Lensing (Ruhr Nachrichten, Münstersche Zeitung) ein fairer Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In einem Gespräch mit dem DJV-Landesvorsitzenden Helmut Dahlmann und Geschäftsführerin Dr. Anja Zimmer sagten beide, dass der Verlag angesichts eines verschärften Wettbewerbs auf dem Vertriebsmarkt und weiterhin mangelnder Anzeigenerlöse  [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Aussagen von Geschäftsführer Christoph Sandmann und Chefredakteur Dr. Wolfram Kiwit herrscht im Medienhaus Lensing (Ruhr Nachrichten, Münstersche Zeitung) ein fairer Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In einem Gespräch mit dem DJV-Landesvorsitzenden Helmut Dahlmann und Geschäftsführerin Dr. Anja Zimmer sagten beide, dass der Verlag angesichts eines verschärften Wettbewerbs<span id="more-1294"></span> auf dem Vertriebsmarkt und weiterhin mangelnder Anzeigenerlöse  circa zehn Prozent der Personalkosten einsparen müsse. Deshalb habe man versucht, einvernehmliche Gespräche über die Aufhebung des Arbeitsvertrages vor allem mit solchen Beschäftigten zu führen, die “rentennah” seien. Das sei in etwa 15 bis 20 Fällen passiert. Diese Gespräche seien weitgehend abgeschlossen. In keinem Fall sei Druck auf die Beschäftigten ausgeübt worden. Das gelte auch für solche Fälle, in denen Mitarbeiter auf das Angebot nicht eingegangen seien. Sandmann und Kiwit unterstrichen, man habe gezielt individuelle Lösungen gesucht. Betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben.<br />
 <br />
Beide verwahrten sich vor öffentlicher Kritik an ihrem Vorgehen und betonten, es herrsche ein kreatives, gutes Arbeitsklima.<br />
 <br />
Etliche Beschwerden und Anfragen nach Rechtsberatung zeigen dem DJV-NRW allerdings ein anderes atmosphärisches Bild vom Medienhaus Lensing.<br />
 <br />
Alles ein Sommermärchen?</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Trauerkundgebung für die Mendener Zeitung</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2010/03/trauerkundgebung-fur-die-mendener-zeitung/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Mar 2010 13:40:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[dju]]></category>
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		<description><![CDATA[Trauermusik erklang vor dem Alten Rathaus in Menden. Ein Blechbläser-Trio der Musikschule Iserlohn umrahmte die Kundgebung, zu der der Märkische Presseverein des DJV-Landesverbandes NRW in Abstimmung mit DJU in Verdi eingeladen hatte. Zahlreiche Journalistinnen und Journalisten, aber auch viele Mendener hatten sich eingefunden, um Abschied zu nehmen von der traditionsreichen Mendener Zeitung, deren Erscheinen eingestellt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="Blechbläser-Trio der Musikschule Iserlohn" src="http://djv-nrw.de/custom/bilder/MZ_344_kl.jpg" alt="" width="370" height="272" /></p>
<p>Trauermusik erklang vor dem Alten Rathaus in Menden. Ein Blechbläser-Trio der Musikschule Iserlohn umrahmte die Kundgebung, zu der der Märkische Presseverein des DJV-Landesverbandes NRW in Abstimmung mit DJU in Verdi eingeladen hatte. Zahlreiche Journalistinnen und Journalisten, aber auch viele Mendener hatten sich eingefunden, um Abschied zu nehmen von der traditionsreichen Mendener Zeitung, deren Erscheinen eingestellt wurde – kurz vor dem 150. Jubiläum.<span id="more-1245"></span></p>
<p><img class="alignnone" title="Trauerkundgebung für die Mendener Zeitung" src="http://djv-nrw.de/custom/bilder/MZ_341_kl.jpg" alt="" width="364" height="230" /></p>
<p>Wieder ging ein Stück Pressevielfalt in Nordrhein-Westfalen verloren. Wieder haben die Menschen in einer Stadt keine Wahl mehr zwischen mehreren Zeitungen. Mit selbstgemalten Schildern dankte eine Abordnung der Mendener Juso-AG den Redakteuren der Mendener Zeitung für engagierten Journalismus. Schmerz und Enttäuschung prägten die Ansprachen auf der Kundgebung. Und zum Schluss erklang noch einmal Trauermusik.</p>
<div class="wp-caption alignnone" style="width: 379px"><img class="     " src="http://www.klinkebiel.com/DJV/DemoMenden.jpg" alt="Demo in Menden" width="364" height="239" /><p class="wp-caption-text">Foto: Angelia Osthues</p></div>
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		</item>
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		<title>Erzbistum Paderborn schließt &#8220;Der Dom&#8221;-Redaktion</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2009/12/erzbistum-paderborn-schliest-der-dom-redaktion/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 13:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Der Dom]]></category>
		<category><![CDATA[kna]]></category>
		<category><![CDATA[Outsourcing]]></category>
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		<description><![CDATA[Ausgerechnet drei Tage vor Weihnachten ließ der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker per Pressemitteilung ankündigen, die Redaktion seiner Bistumszeitung „Der Dom“ spätestens zur Jahresmitte 2010 komplett vor die Tür setzen zu wollen. Fünf Redakteure und zwei feste Freie sind von dieser Entscheidung des Bistums, dem die Produktion der Wochenzeitung zu teuer geworden ist, betroffen. Begründet wird [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgerechnet drei Tage vor Weihnachten ließ der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker per Pressemitteilung ankündigen, die Redaktion seiner Bistumszeitung „Der Dom“ spätestens zur Jahresmitte 2010 komplett vor die Tür setzen zu wollen. Fünf Redakteure und zwei feste Freie sind von dieser Entscheidung des Bistums, dem die Produktion der Wochenzeitung zu teuer geworden ist, betroffen.</p>
<p><span id="more-1165"></span></p>
<p>Begründet wird der überraschende Schritt mit der wirtschaftlichen Lage der Wochenzeitung, die unter hohem Kostendruck und Auflagenschwund leide. Dagegen sagt der bisherige Chefredakteur Christian Schlichter: „Der Dom ist kreuzgesund.“ Schlichter versteht den überraschenden Schritt  des Bistums nicht: „Wieso hat man nicht mit der Redaktion gesprochen?“ Laut Pressemitteilung des Erzbistums wurde die Aufgabe der Redaktion mit dem Erzbischof als Herausgeber „im Vorfeld intensiv beraten.“</p>
<p>Künftig setzt das Erzbistum auf die Katholische Nachrichtenagentur (KNA) in Bonn, die journalistische Inhalten zuliefern soll. Wie die Zusammenarbeit ab dem 1. Janauar kommenden Jahres aber genau aussieht, konnten gestern die Geschäftsführer Thomas Juncker (KNA) und Rainer Beseler (Bonifatius Verlag Paderborn) noch nicht übereinstimmend beschreiben. Dort befinde man sich noch im „Abstimmungsprozess“, so Beseler auf Nachfrage. Beseler spricht aber von einem „klaren Schnitt“, der angesichts der künftigen Entwicklung in der Branche nötig gewesen sei. Es sei eine „zukunftsweisende Entscheidung“. KNA will künftig weiteren deutschen Bistumszeitungen nach dem Vorbild der Deutschen Presseagentur (dpa) vorproduzierte Inhalte anbieten.</p>
<p>Pikant an der Paderborner Ankündigung ist, dass der Paderborner Erzbischof Becker vor fast genau drei Jahren vor dem Hintergrund der ersten deutschen Redaktionsschließung bei der Münsterschen Zeitung in Münster gemahnt hatte: „Sachgerecht, umfassend, kritisch, unabhängig berichten hat seinen Wert und braucht deshalb gerechten Lohn und nicht Tarifflucht!“ (siehe auch diesen <a href="http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Medien;art290,2230533">Beitrag im Tagesspiegel des 27.1.2007</a>) Damals hatte Becker, der auch stellvertretender Vorsitzender der Publizisitschen Kommission der deutschen Bischöfe ist, öffentlich gefragt: „Kann es angehen, dass die Kräfte und Herausforderungen der Globalisierungsbeschleunigung die Verantwortlichen davon entbinden, gewissenhaft zu handeln und Verantwortung zu übernehmen?“  Beckers fragende waren damals bundesweit beachtet worden: „Täuscht mich der Eindruck, dass die moralische Schere zwischen rücksichtslosem Profitdenken und sozialer Fairness auch in der medialen Welt immer weiter aufgeht?</p>
<p>Als „verlegerisch fragwürdig und menschlich tragisch“ kritisiert die Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands e.V. (GKP) die Entscheidung des Paderborner Bischofs für die Redaktionsauflösung (<a href="http://www.zenit.org/article-19432?l=german&amp;utm_campaign=germanweb&amp;utm_medium=article&amp;utm_source=zenit.org/g-19432">siehe diesen Beitrag vom 22.12.2009</a>). Die Gesellschaft weist auf den Interessenskonflikt bei der KNA hin, da sie als Nachrichtenagentur zu Neutralität und Sachlichkeit verpflichtet sei und unabhängig über diözesane Entwicklungen berichten müsse. Zudem gerate die KNA durch die Kooperation in Konkurrenz zu anderen Bistumszeitungen, deren Dienstleister sie ist. Mehrheitsgesellschafter der KNA ist zu rund 80 Prozent der Ver- band der Diözesen Deutschlands (VDD).</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Jetzt gibt es auch Medienmoral Thüringen</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2009/12/jetzt-gibt-es-auch-medienmoral-thuringen/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Dec 2009 09:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DJV]]></category>
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		<category><![CDATA[Tageszeitung]]></category>
		<category><![CDATA[WAZ-Gruppe]]></category>

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		<description><![CDATA[Medienmoral-NRW hat einen Ableger bekommen: Der DJV-Landesverband Thüringen hat seinen eigenen Blog gestartet &#8211; www.medienmoral-thueringen.de. Auch in Thüringen rappelt es. Das wissen wir spätestens, seit die WAZ-Mediengruppe Ende November mitteilte,  dass der langjährige Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Sergej Lochthofen, &#8220;andere Aufgaben&#8221; übernehmen soll und durch Paul-Josef Raue abgelöst wird. Unschön für die Medienlandschaft in Thüringen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Medienmoral-NRW hat einen Ableger bekommen: Der DJV-Landesverband Thüringen hat seinen eigenen Blog gestartet &#8211; <a href="http://www.medienmoral-thueringen.de" target="_blank">www.medienmoral-thueringen.de</a>.</p>
<p>Auch in Thüringen rappelt es. Das wissen wir spätestens, seit die WAZ-Mediengruppe Ende November mitteilte,  dass der langjährige Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen, Sergej Lochthofen, &#8220;andere Aufgaben&#8221; übernehmen soll und durch Paul-Josef Raue abgelöst wird.<span id="more-1152"></span></p>
<p>Unschön für die Medienlandschaft in Thüringen auch die Schließung der  Gemeinschaftsredaktion in Coburg, die bisher Mantelseiten für Freies Wort und Südthüringer Zeitung (stz), für die Frankenpost (Hof) und die Neue Presse (Coburg)  produzierte. Acht Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz.</p>
<p>Weitere 100 Beschäftigte bangen in der ohnehin strukturschwachen Region um ihre Jobs, weil sich die Gesellschafter der Suhler Verlagsgesellschaft (Süddeutscher Verlag mit 70 Prozent, die SPD-Medienholding dd_vg mit 30 Prozent) gegen Investitionen in die Druckerei Suhl entschieden haben.</p>
<p>Medienmoral-NRW wünscht den Kolleginnen und Kollegen von Medienmoral Thüringen eine ebenso große Aufmerksamkeit, wie wir sie genießen. Also einfach mal vorbeisurfen und mitdiskutieren!</p>
<p><a href="http://www.medienmoral-thueringen.de/" target="_blank">www.medienmoral-thueringen.de</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>STOPPT die Walze: Protest am 7. März in Soest</title>
		<link>http://www.medienmoral-nrw.de/2009/02/stoppt-die-walze-protest-am-7-marz-in-soest/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 11:59:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Westfalenpost (WP)]]></category>
		<category><![CDATA[Demokratie]]></category>
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		<category><![CDATA[Lokalredaktionen]]></category>
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		<category><![CDATA[Protest]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt noch mehr, sehr viel mehr zu verlieren als das, was im Moment bei der WAZ-Mediengruppe in NRW bekannt ist. Die Gewerkschaften DJV und dju in ver.di NRW rufen auf zu einer Demonstration am Samstag, 7. März 2009, in Soest. - Gegen mögliche betriebsbedingte Kündigungen - Gegen den Verlust von Pressevielfalt in NRW - [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt noch mehr, sehr viel mehr zu verlieren als das, was im Moment bei der WAZ-Mediengruppe in NRW bekannt ist.<br />
Die Gewerkschaften DJV und dju in ver.di NRW rufen auf zu einer Demonstration am Samstag, 7. März 2009, in Soest.<span id="more-860"></span></p>
<p>-	Gegen mögliche betriebsbedingte Kündigungen<br />
-	Gegen den Verlust von Pressevielfalt in NRW<br />
-	Gegen einen Kahlschlag, der die Demokratie trifft</p>
<p>-	Für guten Lokaljournalismus<br />
-	Für Innere Pressefreiheit<br />
-	Für Redaktionsstatute<br />
-	Für einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung</p>
<p>Soest ist der Gründungsort der Westfalenpost. Jetzt – nach 63 Jahren – steht u.a. diese WP-Redaktion auf der Streichliste der WAZ-Gruppe.</p>
<p>STOPPEN SIE die Walze, die alles platt macht: Redaktionen, Arbeitsplätze, Vielfalt und Moral</p>
<p>Vielfalt braucht Bewegung!<br />
Deshalb auf nach Soest am 7. März.<br />
Wir treffen uns um 11.30 Uhr!</p>
<p>Der Sammelpunkt wird noch bekannt gegeben. Infos zur Anreise folgen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sparziel neu gesteckt: Jetzt 330 Stellen</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 13:28:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsräte]]></category>
		<category><![CDATA[Neue Ruhr Zeitung (NRZ)]]></category>
		<category><![CDATA[Westfalenpost (WP)]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalredaktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Personalabbau]]></category>

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		<description><![CDATA[Was befürchtet wurde, ist seit gestern amtlich: Die WP-Redaktionen Siegen, Ennepe-Süd, Werl und Soest werden geschlossen, Warstein wackelt noch. Auch in anderen Redaktionen soll die Zahl noch heruntergefahren werden, z.B. NRZ Düsseldorf/Hilden. Die „freigesetzte“ Anzahl der Beschäftigten wird auf das bisher in Rede stehende Kontingent hinzugerechnet, so dass sich die Verlagsleitung von insgesamt 330 Beschäftigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was befürchtet wurde, ist seit gestern amtlich: Die WP-Redaktionen Siegen, Ennepe-Süd, Werl und Soest werden geschlossen, Warstein wackelt noch. Auch in anderen Redaktionen soll die Zahl noch heruntergefahren werden, z.B. NRZ Düsseldorf/Hilden.<br />
Die „freigesetzte“ Anzahl der Beschäftigten wird <span id="more-809"></span>auf das bisher in Rede stehende Kontingent hinzugerechnet, so dass sich die Verlagsleitung von insgesamt 330 Beschäftigen (kaufmännische Angestellte inklusive) statt gut 260 (ebenfalls inkl.) trennen will.<br />
Das ist die bittere Nachricht von gestern aus der Unterrichtung der Betriebsräte durch die Geschäftsführung. Von der ursprünglich geplanten gemeinsamen Betriebsversammlung am kommenden Freitag haben die Betriebsräte inzwischen Abstand genommen. Derzeit stehen zwei getrennte Versammlungen für je zwei Titel und an einem der daraf folgenden Tage noch eine gemeinsame in Rede.<br />
Die Gewerkschaften sind zudem von den Betriebsräten aufgefordert, sich „Gedanken zu machen“ über einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung.</p>
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		<title>WAZ-Titel: Redaktionen überrumpelt</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 14:05:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)]]></category>
		<category><![CDATA[Hombach]]></category>
		<category><![CDATA[Lokalredaktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Personalabbau]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialplan]]></category>
		<category><![CDATA[WAZ-Gruppe]]></category>

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		<description><![CDATA[Die ersten Auswirkungen des drastischen Sparkurses bei den vier WAZ-Titeln in NRW zeigen die heutigen Ausgaben mit nur noch 32 Seiten Umfang. Angeblich soll das nicht so bleiben, versucht Pressesprecher Paul Binder prompt zu beschwichtigen. Die Planungen für die morgige Ausgabe besagen aber etwas anderes: &#8220;Mit der Platzgestaltung ist es heute noch schlimmer als gestern&#8221;, [...]]]></description>
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<p>Die ersten Auswirkungen des drastischen Sparkurses bei den vier WAZ-Titeln in NRW zeigen die heutigen Ausgaben mit nur noch 32 Seiten Umfang. Angeblich soll das nicht so bleiben, versucht Pressesprecher Paul  Binder prompt zu beschwichtigen. Die Planungen für die morgige Ausgabe besagen aber etwas anderes: &#8220;Mit der Platzgestaltung ist es heute noch schlimmer als gestern&#8221;, so eine Redakteurin.</p>
<p>Pikant und bezeichnend für die unternehmerische Desinformation im Haus: Mit der Anordung für diese Maßnahme sind die Redaktionen völlig überrumpelt worden. Selbst die Chefredakteure hatten nach bisherigem Kenntnisstand bis zuletzt keine Ahnung. Dabei war den Betriebsräten noch am vergangenen Mittwoch von der Geschäftsführung zugesagt worden, bis 21. November die einzelnen Maßnahmen für das Sparpaket von insgesamt 30 Millionen Euro zu erläutern. Es war keine Rede davon, was schon am nächsten Tag auf die Redaktionen zukommen sollte.</p>
<p>Die rund 30 Millionen Euro will die WAZ-Gruppe an Sach- und Personalkosten sparen, berichtete die Süddeutsche Zeitung am Abend des 23. Oktober. Der schon angedrohte Personalabbau könnte danach mehrere hundert Stellen kosten.</p>
<p>WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach soll den Betriebsrats-Vertretern der vier Ruhrgebiets-Titel am Mittwoch bei einer Besprechung erklärt haben, die Lage sei &#8220;dramatischer, als sie je war&#8221;. Das Sparziel sei ohne &#8220;deutlichen Personalabbau&#8221; nicht zu erreichen. Dabei könnte es um bis zu 300 der insgesamt 900 stellen gehen &#8211; falls bei den Sachkosten nicht gespart wird, so die Informationen der SZ. Einer Mitarbeiterinformation der Geschäftsführung zufolge will man &#8220;sehr schnell in die notwendigen Verhandlungen über einen Sozialplan eintreten&#8221;.</p>
<p>Als mögliche Maßnahmen zur Kostenersparnis werden u.a. Umfangsreduzierungen genannt, die jetzt offensichtlich bereits umgesetzt wurden. Diskutiert werden aber auch &#8211; Formen der titelübergreifende Zusammenlegung von Redaktionen und die Schließung von Lokalredaktionen.</p>
<p>Dem internen Zeitplan zufolge soll der Bericht der Unternehmensberatung Schickler am 21. November vorliegen. Eine Einigung über einen Personalabbau soll bis zum 31. Januar 2009 erzielt werden.</p>
<p><a title="Zum Beitrag der Süddeutschen Zeitung (23. Oktober)" href="http://www.sueddeutsche.de/,ra3l1/wirtschaft/400/315293/text/" target="_blank">Zum Beitrag der Süddeutschen Zeitung (23. Oktober)</a><br />
<a title="Zum Editoral Das miese Geschäft mit der Angst (JOURNAL 5/08)" href="http://www.mehr-wert-nrw.de/2008/10/17/das-miese-geschäft-mit-der-angst/" target="_blank">Zum Editoral Das miese Geschäft mit der Angst (JOURNAL 5/08)<br />
</a><a title="Zum Beitrag der Süddeutschen Zeitung (23. Oktober)" href="http://www.djv-koeln.de/journal-nrw/seiten/thema3.htm" target="_blank">Zum Beitrag Das WAZ-Modell wird der Rendite geopfert (JOURNAL 5/08)</a></div>
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