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	<title>Medienmoral NRW &#187; Westfalenpost (WP)</title>
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	<description>Blog zur aktuellen Mediensituation in NRW</description>
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		<title>Zeitungsvielfalt erhalten: Lokales Bündnis für die WP</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2009 09:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Medienmoral</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ)]]></category>
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		<description><![CDATA[Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal ohne eigenständige Lokalredaktionen der Westfalenpost (WP), statt dessen eine Gemeinschaftsredaktion für alle drei Städte unter Führung der Führung der Westfälischen Rundschau (WR) &#8211; für die Region sind die Pläne der WAZ-Mediengruppe ein Verlust: Ein Verlust an Meinungsvielfalt und bei der geplanten personellen Ausstattung wohl auch ein Verlust an Qualität. Die Bürger, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal ohne eigenständige Lokalredaktionen der Westfalenpost (WP), statt dessen eine Gemeinschaftsredaktion für alle drei Städte unter Führung der Führung der Westfälischen Rundschau (WR)  &#8211; für die Region sind die Pläne der WAZ-Mediengruppe ein Verlust: Ein Verlust an Meinungsvielfalt und bei der geplanten personellen Ausstattung wohl auch ein Verlust an Qualität. Die Bürger, die Wirtschaft und die Politik sind besorgt, wie eine Veranstaltung in Gevelsberg am 25. März zeigte.</p>
<p><span id="more-968"></span></p>
<p>Die Lokalredaktionen Gevelsberg, Schwelm und Ennepetal der Westfalenpost werden geschlossen, die Lokalredaktionen der Westfälischen Rundschau bleiben erhalten. Für den Ennepe-Südkreis wird es künftig unter der Führung der WR eine Gemeinschaftsredaktion geben, in der WP- und WR-Redakteure gemeinsam aus den drei Städten berichten. Dies waren die harten Fakten, die die beiden Chefredakteure Bodo Zapp (WP) und Malte Hinz (WR) sowie dessen Stellvertreter Frank Fligge am vergangenen Mittwoch in Gevelsberg im Rahmen einer von Bürgermeister Claus Jacobi initiierten Informationsveranstaltung vorstellten. Sieben Redakteure und eine kaufmännische Kraft wird die Gemeinschaftsredaktion zählen.</p>
<p>Nicht nur die Gewerkschaften sehen darin ernste Warnsignale für die Meinungsvielfalt (siehe auch öffentliche Anhörung zur Mediensituation im Ennepe-Ruhr-Kreis, 31. März, 19:30 Uhr, Kreishaus Schwelm <a href="http://www.medienmoral-nrw.de/2009/03/anhorung-zur-mediensituation-im-ennepe-ruhr-kreis/">http://www.medienmoral-nrw.de/2009/03/anhorung-zur-mediensituation-im-ennepe-ruhr-kreis/</a>).</p>
<p>Besorgt sind auch Politiker, die lokale Wirtschaft und vor allem die Bürgerinnen und Bürger. „Lokales Bündnis für die Westfalenpost – Erhalt der Zeitungsvielfalt“ lautete der Name der Veranstaltung am 25. März, die überdeutlich die Sorge der weit mehr als 100 Anwesenden um „ihre“ Lokalredaktionen zeigte: Zahlreich und intensiv waren die Fragen, Wortmeldungen und Diskussionen, denen sich die Chefredakteure sowie die Betriebsräte Jörg Tuschhoff (WR), Volker Dörken und Heinz-Gerd Lützenberger (beide WP), die Bürgermeister Claus Jacobi (Gevelsberg), Johannes Kraft (Ennepetal) und Günther Dresen (Schwelm), DJV-Bundesvorstandsmitglied Jörg Prostka und der stv. DJV-Landesvorsitzende Volkmar Kah stellten.</p>
<p>Dabei war sich das Plenum weitgehend mit Gastgeber Jacobi einig, der zum Auftakt des Abends erklärt hatte, wie wichtig die Vielfalt der Zeitungslandschaft aus seiner Sicht sei: Gerade die Wettbewerbssituation der Lokalredaktionen habe für die notwendige Meinungsvielfalt gesorgt. Es seien die Tageszeitungen, die demokratische Öffentlichkeit kommunizierten und über das Stadtgeschehen informierten.</p>
<p>Dass dies in Gevelsberg künftig unter anderen Vorzeichen geschehen wird, bestätigte Bodo Zapp. Er stellte dem Plenum den Sparkurs der WAZ-Mediengruppe vor, nach dem Doppelstrukturen aufgelöst und künftig in keiner Stadt mehr zwei selbstständige Lokalredaktionen existieren werden. Der auflagenstärkere Titel schluckt den schwächeren – in diesem Falle also die WR die WP. Malte Hinz ergänzte, dass ein Teil der WP-Redakteure in die künftige WR-Redaktion integriert würde, um gewissermaßen die Farben beider Häuser zu erhalten. Ernüchternd waren die Zahlen, die DJV-Bundesvorstandsmitglied Jörg Prostka nannte: Für die künftige EN-Süd-Redaktion seien nur sieben Redakteure und eine kaufmännische Stelle geplant. Wie damit Qualität hergestellt werden soll, ist mehr als fraglich.</p>
<p>Da tröstete es die Besucher des Informationsabends in Gevelsberg auch nur wenig, dass nach den Worten von Bodo Zapp WAZ-Management und -Betriebsräte einen „großzügigen Sozialplan“ erarbeitet haben, der mit Abfindungen und Altersteilzeiten dafür sorgen solle, dass niemand ins Bodenlose falle. Betriebsbedingte Kündigungen, so die Arbeitnehmervertreter auf dem Podium, sollten nach Möglichkeit vermieden werden.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gevelsberg/2009/3/26/news-115517911/detail.html">http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/gevelsberg/2009/3/26/news-115517911/detail.html</a></p>
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