Ernst-verhaltene Stimmung in der Betriebsversammlung

Der Schwebezustand für die Redakteurinnen und Redakteure der vier WAZ-Zeitungen in NRW hält an: Für die rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zur gemeinsamen Betriebsversammlung in die „Lichtburg“ nach Essen gekommen waren, blieben am Ende viele Fragen unbeantwortet. Allerdings hatte wohl auch niemand klare Antworten erwartet. Die Geschäftsführer Bodo Hombach und Christian Nienhaus hatten sich nämlich schon vorher „abgekündigt“. Kajo Döhring, Geschäftsführer des DJV-NRW: „Sie haben gekniffen.“
Beobachter bezeichneten die allgemeine Stimmung als ernst-verhalten. Allerdings: Chefredakteur Ulrich Reitz rei(t)zte zu Buh-Rufen, als er von Entlassungen sprach und als er behauptete, es sei „ungerecht“, wenn im Ausland verdientes Geld die Verluste der NRW-Zeitungstitel ausgleichen müsste. Da hatten Teilnehmer noch die Aussagen der ehemaligen Geschäftsführer Erich Schuhmann und Günter Grotkamp im Gedächtnis: Die Investitionen in Südosteuropa waren von beiden seinerzeit ausdrücklich damit begründet worden, die Arbeitsplätze in den heimischen Zeitungsredaktionen zu sichern.
Sicher ist eins: Das war nicht die letzte Betriebsversammlung zum Thema Sparpaket. Der ganze Bereich Lokalredaktionen steht noch aus. Über deren künftige Strukturen will die Geschäftsführung die Betriebsräte am 2. Dezember informieren.

456 Antworten zu “Ernst-verhaltene Stimmung in der Betriebsversammlung”

  1. Anonymous sagt:

    @ draufhauer: Was für ein entwürdigendes Schauspiel, wie Sie hier 170 WP-Kollegen denunzieren, die auch Angst um Ihre Arbeitsplätze haben.

    Oder war es nur der Spaß des Feiglings am Draufhauen aus der Anonymität heraus? Überdenken Sie den von Ihnen gebrauchten Begriff Solidarität!

  2. NixNutz sagt:

    @ all
    Lediglich 159 (nachgezählte) unterschiedliche Namen bzw. Nicks tauchen unter „Ernst-verhaltene Stimmung in der Betriebsversammlung“ auf. Irgendwie hätte ich mir gewünscht, dass mittlerweile wenigstens mal 800 Gleichgesinnte Ihre anonyme Solidarität bekunden.
    Im Umkehrschluss muss ich doch nicht vermuten, dass gerade mal rund 20% die Kastanien für den Rest der Kolleginnen und Kollegen aus dem Feuer holen wollen?!
    Wenn nicht jetzt, wann dann ist die Zeit für sichtbare Zeichen gekommen?
    Sonst heißt es bald: Advent, Advent vom Job getrennt.
    Solidarische Protestkundgebungen aller „Zeilenlieferanten“ sind ja wohl das Mindeste hier!
    Nix tun nützt nix.

  3. WPler sagt:

    @Schusterjunge

    Es ist ja nicht das eigentliche Thema, aber ich will dennoch darauf eingehen: Warum sollte die WAZ die WP verkaufen und somit ein dann Gebiets bereinigtes Südwestfalen aufgeben? Das erschein mir sehr unlogisch. Genauso gut könnte sie die WR zumachen oder die NRZ verkaufen, auch wenn beide am Hauptdesk sitzen. Doch auch dazu wird es nicht kommen.
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    Aus meiner Sicht spielt hier eher unberechtigter Neid eine Rolle, dass die WP eben nicht diesen Einheitsbrei verpasst bekommt. Außerdem sollte man mal die Anzahl der dann noch verbliebenen Köpfe im WP-Mantel nachzählen. Ergebnis: Es werden nicht mehr Leute für die WP im Mantel tätig sein als bei den anderen Titeln auch = genauso „kostengünstig“. Insofern kann man Zapp an der Stelle durchaus Respekt zollen, dass er mehr eigene Inhalte erhalten hat (hätte z.B. die NRZ ja auch mal versuchen können). Man sollte auch daran denken, dass er der einzige CR war, der wenigstens „Bauchgrummeln“ mit Blick auf die Sparpläne öffentlich bekannt hat und zumindest eine Art von Mitgefühl gezeigt hat. Was man ja von anderen nicht gerade sagen kann…
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    Dass alle Chefredakteure diesen Kahlschlag mitzuverantworten haben, ist gleichwohl nicht zu leugnen.

  4. glabotge sagt:

    @Und das Schöne ist:
    In Gelsenkirchen haben’s schon mehr Leser mibekommen, was in der WAZ läuft. Unter der Überschrift „Verdi-Chef reagiert auf Sparpläne“ berichtet die Lokalredaktion am Montag über einen Brief des Verdi-Geschäftsführers Gottschalk an Hombach. U.a. so: „Mit dem Brief reagiert der für die Städte Gelsenkirchen, Bottrop und Gladbeck zuständige Gewerkschafter auf die bekannt gewordenen Sparpläne in der WAZ-Gruppe. Unter den 18000 Verdi-Mitgliedern im Bezirk Emscher-Lippe-Süd befänden sich Tausende von WAZ-Abonnenten und -Lesern, so Gottschalk. Viele von ihnen seien wie auch der Verdi-Vorstand in Sorge über die geplante Einsparung von 30 Millionen Euro. Die Verdi angehörende Deutsche Journalisten Union befürchte dabei den Abbau von rund 300 Arbeitsplätzen. Mit den Kürzungen einher gehen würde auch ein Verlust publizistischer Qualität, so Gottschalk. Die Presse leiste einen unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren einer demokratischen Gesellschaft. Dazu gehöre, dass über Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln berichtet werde. Mit der Schließung der Ruhr-Nachrichten-Redaktionen und der Einstellung der Buerschen Zeitung im Jahr 2006 habe der Verdi-Bezirk bereits publizistische Vielfalt eingebüßt. „Ein Abbau weiterer Pressearbeitsplätze dürfte der hiesigen publizistischen Landschaft irreparable Schäden zufügen“, schreibt Gottschalk an Hombach.“
    Schön, dass hier in der WAZ die Schweigespirale einmal durchbrochen worden ist. Schön wäre es aber auch, wenn noch mehr Räte, Parteien, Institutionen, Gewerkschaften und Einzelpersonen ihre Stimme erheben würden – und die Redaktionen darüber berichten, so wie sie es bei anderen Unternehmen ja auch tun würden.

  5. fiftyruhr sagt:

    Für mich ist das Aussparen der WP vom ach so trendigen Nachrichtentischleindeckdich (wohl nicht von Einsparungen) der einzige Lichtblick. Ich glaube fest daran, dass eine lesernahe Heimatzeitung mit „local first“ zwischen den Zeilen gute Chancen hat. Mehr jedenfalls, als eine weitere auf Schickimicki getrimmte WAZ-Imitation im Einheitsbrei-Mantel.

  6. fiftyruhr sagt:

    @ glabotge
    Respekt nach Gelsenkirchen! Im Kreis Recklinghausen gab es eine DJV-Aktion und einen gemeinsamen Brief von Landrat und sieben Bürgermeistern (nachlesbar hier unter Soli-Grüße). Vielleicht liest man davon ja auch mal was.

  7. zeilenschinder sagt:

    Wer am 5. Dezember nicht zur Betriebsversammlung kommt, schwächt unsere Position und muss sich nicht wundern, wenn es bald keine Betriebsversammlungen mehr geben wird. Wenn ich von lokalen Kolleg(inn)en schon höre „ich würde ja gerne kommen, aber die Samstagsausgabe ist immer so umfangreich, die muss doch auch gemacht werden“ oder „einer muss doch in der Redaktion am Telefon sitzen“ (wieso eigentlich?), dann geht mir der Hut hoch. Wenn wir da nicht zahlreichst erscheinen und unsere Meinung in angemessener Form zum Ausdruck bringen, dann gibt es bald für 300 von uns keine Samstagsausgaben mehr zu machen, und mo – fr auch nicht.
    .
    Also Freunde, wenn ihr glaubt, ihr könntet euch damit beim Chefredakteur auf den letzten Metern noch beliebt machen – der sieht das nicht, dass ihr brav in der Redaktion hockt und Einspalter schreibt. Der ist nämlich auf der Betriebsversammlung.

  8. katzenklo sagt:

    Wer am Freitag, 5. Dezember, nicht zur Betriebsversammlung in die „Lichtburg“ nach Essen kommt und die Samstagausgabe produziert oder sogar Stallwache“ macht, spielt den „Plattmachern“ in die Hände. Mehr noch: Wer in der Redaktion bleibt, ist mit den Maßnahmen der GGF einverstanden!!! Ist der „Totengräber“ von Arbeitsplätzen!
    Macht es sichtbar für jeden Leser und hängt ein Schild vor die Redaktionstür ( wie wir es beispielsweise von der Post kennen ) „Heute Betriebsverrsammlung – Es geht um unsere Arbeitsplätze.
    Der 5. Dezember 2009 ist der denkwürdigste Tag in der 60jährigen Geschichte der WAZ. Wie er ausgeht, entscheidet die Belegschaft mit, entscheidet ihr!

  9. on sagt:

    Katzenklo. Eine sehr gute Aufforderung. „Kein Belegschaftsmitglied darf an der Teilnahme gehindert werden!!!“ Habt ihr den Hinweis auf der Einladung zur Betriebversammlung genau gelesen? Noch ein Hinweis: Auf den Anrufbeantworter des Redaktionstelefons ebenfalls mitteilen, dass die Abwesenheit durch eine wichtige Betriebsversammlung bedingt ist. Wir sehen uns in Essen.

  10. zeilenschinder sagt:

    Wer der wahre Hausherr der Betriebsversammlung am 5. Dezember ist, hat Herr Kopatzki den Mitarbeitern heute in einem Rundschreiben deutlich gemacht. Angeordnet ist Erscheinen mit Presseausweis oder Personalausweis bis 10.30 Uhr, damit keine Betriebsfremden hereinkommen können. Ohne Ausweis kein Einlass.
    .
    Das bedeutet: Keine Berichterstattung über die BV durch andere Medien wie Blogger, Radio, TV, andere Presse außer WAZ-Gruppe (und da wird schon das Richtige drin stehen). Kein Einlass für freie Mitarbeiter, die vielleicht wissen möchten, wie es um ihre Redaktionen demnächst steht. Kein Zutritt für Gewerkschafter oder Politiker.
    .
    Warum um Himmels Willen haben sich die Betriebsräte auf solche Gängelung durch die GGF eingelassen? Wie kommt es zu diesem Schreiben? Können die uns denn jetzt schon alles diktieren? Sagt mal was dazu, Betriebsräte!

  11. downunder sagt:

    @NixNutz: Da gebe ich dir völlig Recht – und klinke mich deshalb auch mal hier ein. Aber war es nicht bei den Streiks in den vergangenen Jahren auch so, dass einige meinten, in den warmen Büros bleiben zu können, während andere auf der Straße standen. Manche Kollegen haben immer noch nicht kapiert, dass sie keine Schöngeister jenseits der normalen Tarif- und Arbeitswelt sind. Bei aller Identifikation mit „seiner“ jeweiligen Zeitung muss sich jeder klar sein, dass er vor allem ein stinknormaler Arbeitnehmer ist. Das scheint der eine oder andere immer noch nicht kapiert zu haben, der noch immer starr wie das Kaninchen vor der Schlange sitzt und nichts tut. Am Freitag ist Flagge zeigen angesagt – und in den Wochen danach erst recht.
    @WPler: Wir sollten hier keine Neiddebatte führen, sondern Solidarität unter Beweis stellen. Früher oder später kann es jeden treffen – auch den, der sich vorerst in Sicherheit wähnt. Wobei ich zugestehen muss, dass CR Zapp in der Tat der einzige war, der zumindest „Bauchschmerzen“ zugab. Ist ja immerhin ein Tick mehr als ein schnoddriges „Mahlzeit“.
    Apropos Chefredakteure: Die Chefredakteurin der WR ist leider seit vielen Wochen sprachlos gegenüber ihren Mitarbeitern geblieben. Dabei würde jeder sicher gerne auch mal ein paar Worte zur Lage von ihr hören – vor allem vor dem Hintergrund, dass die WR offensichtlich ganz besonders wird bluten müssen.

    Trotz Einlass- und Passkontrolle (die neue Offenheit der WAZ-Gruppe?) hoffe ich, dass alle Kolleginnen und Kollegen am Freitag in Essen sind und Flagge zeigen. Und am besten gar keine Samstagsausgabe produzieren, damit auch die Leser, die in unseren Blättern keine Zeile über die aktuelle Situation finden, auf diese Weise merken, was los ist.

  12. Tippse sagt:

    Ich finde dieses Rundschreiben auch äußerst befremdlich, ebenso den Ausschluss der Öffentlichkeit. Sekretärinnen besitzen beispielsweise keinen Presseausweis (aber selbstverständlich einen Personalausweis – ALSO MITBRINGEN!!).

    Wie heute zu hören war, ist ein Ende der Veranstaltung bis spätestens 14 Uhr gewünscht, um die Produktion der Samstagsausgaben nicht zu gefährden. Das könnte dann schwierig werden, wenn dort mehr Gerüchte wie das heutige aus Oberhausen fundiert werden sollten. Demzufolge soll die WAZ-Redaktion Oberhausen auf 4 Redakteure halbiert werden, um Platz für die Zusammenlegung mit der NRZ-Redaktion zu schaffen.

    Ich glaube, dass es dann unter dem Tagesordnungs-Punkt 6. „Aussprache“ zu einer eventuellen Überschreitung des Zeitlimits kommen könnte.

  13. fiftyruhr sagt:

    Tja, über diese „gemeinsame Einladung“ von Geschäftsleitung und Betriebsräten habe ich mich auch gewundert. Gibt sie doch dem Arbeitgeber die Möglichkeit, ganz legal die Hausherren-Rolle zu spielen: Wer darf rein in den Lichtburg-Saal, wer darf wann was sagen (oder auch nicht), wann ist die Veranstaltung beendet (z.B. rechtzeitig genug vor dem Andruck)…
    Die Betriebsräte werden so zu Statisten. Man sitzt gemeinsam „oben“ auf der Bühne. Und jede erhoffte, erwünschte, erwartete „Verlängerung“ über das von „oben“ verkündete Ende der Sitzung hinaus wird praktisch illegal.
    Wie die Geschäftsleitung die „Gemeinsamkeit“ auslegt, sieht man nun an den Rundmails und den zu erwartenden Einlasskontrollen: Wir haben das Sagen, signalisiert das, und nicht Eure Betriebsräte.
    Bisher hatte ich gedacht, die Betriebsräte machen nix falsch. Bisher. Die „Gemeinsamkeit“ könnte der erste Fehler gewesen sein.
    Entweder Mitarbeiterversammlung oder Betriebsversammlung. Direkt hintereinander vielleicht, aber beides gleichzeitig: das geht in solchen Krisensituationen eigentlich gar nicht.
    Die Betriebsräte müssen bewusst so entschieden haben. Wurden sie über den Tisch gezogen… oder wollten sie dokumentieren, dass es noch nicht die Zeit für Konfrontationen ist?
    Ich kann nur hoffen, dass der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen verkündet wird.

  14. Hans Lassmann sagt:

    Schade, dass Hombach und Co. noch keinen Fingerprint- oder Iris-Scanner einsetzen können…
    .
    Seht ihr Kollegen, das ist der Anfang vom Ende: Einlasskontrollen, Ausweis! Wird da etwa auch registriert, wer teilnimmt – und bekommt derjenige dann Abzüge bei den Sozialplanpunkten? Wo bitte sind wir denn hingekommen mit dem bisherigen Regiment der GGF. Ganz nah an den Abgrund?
    .
    Wenn der Verlag keine Öffentlichkeit herstellen will, die Chefredaktion die Redaktionen per Maulkorb zum Schweigen zwingt, dann sollten wir das tun. DJV und Verdi!: Was ist mit einer anschließenden Pressekonferenz? Gibt es schon einen Termin?
    .
    Oder veranstalten wir 900 doch eine Podiumsdiskussion unter freiem Himmel – Megaphone müsste es doch noch irgendwo geben, Reservebatterien mitbringen!
    Ach, und ja – fahrt mit der Bahn! Die hat zwar zurzeit wetterbedingt ständig Verspätungen, aber ökologischer ist’s allemal 😉
    .
    Keine betriebsbedingten Kündigungen!

  15. Blattspinat sagt:

    An Hans Lassmann: Seien wir doch froh, dass keine Nacktscanner zum Einsatz kommen.

  16. Markus Peters sagt:

    Kleine Rechtshilfe:

    § 42 Betriebsverfassungsgesetz schreibt ausdrücklich vor, dass Betriebsversammlungen nichtöffentlich sind.

    Gruß

    Markus Peters
    ZVN-Betriebsratsvorsitzender

  17. Atex sagt:

    @downunder: „Die Chefredakteurin der WR ist leider seit vielen Wochen sprachlos…dass die WR offensichtlich ganz besonders wird bluten müssen.“ Glaubt denn eigentlich auch nur einer im Haus jetzt noch ernsthaft, dass diese „reitzende“ Dame irgend einen anderen Auftrag hat, als die WR möglichst geräuschlos abzuwickeln?

  18. Mediekus sagt:

    @ Markus Peters

    Da steht aber auch, dass „sie vom Betriebsratsvorsitzenden geleitet wird“
    Und in §46 Satz 2 finden wir indirekt auch was zur Rolle der Arbeitgeber: „Nimmt der Arbeitgeber teil…“

    Also eigentlich klar, wer da das sagen haben sollte. Allein – es macht irgendwie nicht den Eindruck. Bin mal gespannt!

  19. zeilenschinder sagt:

    @Markus Peters: Eine Rechtsbehelfsbelehrung war es eigentlich nicht, was ich mit meinem Satz „Sagt mal was dazu, Betriebsräte!“ haben wollte. Bislang waren noch in jeder BV Gewerkschaftsvertreter als Gäste anwesend. Bislang wurden noch in keiner BV Ausweiskontrollen durchgeführt (und „bislang“ ist bei mir ganz schön lang, nicht erst seit vorgestern). Bislang hat noch in keiner BV der Personalchef die Vorgaben zum Verlauf gemacht („10.30 Uhr da sein“).
    .
    Was läuft da eigentlich ab? Wir werden langsam unruhig, musst du wissen…

  20. Leon sagt:

    @zeilenschinder: Ganz einfach. Da lassen sich gerade ein paar Akteure zu Statisten degradieren.

  21. zeilenschinder sagt:

    @Leon: Und ich hab‘ sie gewählt. Aber doch nicht dafür.

    Nun zeigt doch mal Rückgrat, verdorrich nochma. Wenigstens am Freitag!
    .
    Bitte…

  22. Beobachter sagt:

    Zitat:

    „Glaubt denn eigentlich auch nur einer im Haus jetzt noch ernsthaft, dass diese “reitzende” Dame irgend einen anderen Auftrag hat, als die WR möglichst geräuschlos abzuwickeln?“

    Im Leben nicht. (Auch) dafür fehlt ihr jede Qualifikation.

  23. Hausnummer sagt:

    Vielleicht mal ein Aspekt, der in der Betriebsversammlung – und später – von großer Bedeutung sein wird. Wie könnte denn ein Interessenausgleich aussehen, der wirklich sozial ist? Dazu Auszüge aus einem Artikel in der WAZ vom März 2006, den Ex-WAZ-Wirtschaftschef Jürgen Frech unter der Überschrift „BP zahlt für Frühpension 80% des Nettogehalts“ schrieb: „BP und Aral wickeln ihren Personalabbau über Frühpensionierung und Abfindungen ab. Betroffen sind 500 Arbeitsplätze, davon die Hälfte in der Zentrale in Bochum. Der Interessenausgleich ist nun erstellt. (…)
    Frühpensionierung: Im Grundsatz gilt, dass 53-Jährige und Ältere auf diesem Weg ausscheiden können. Sie bekommen dann 80 Prozent ihres letzten Nettogehalts. Infrage kommen auch Mitarbeiter ab 50 Jahre, doch sie erreichen dann weniger als 80 Prozent ihres Nettoeinkommens. Hinzu kommt in jedem Fall eine Zusatzabfindung von bis zu fünf Monatsgehältern. Wer das Angebot, das bis Ende Dezember 2006 gilt, innerhalb von vier Wochen nach Aushängung annimmt, erhält nochmals zwischen 12 000 und 15 000 Euro obendrauf.
    Abfindung: Sie richtet sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit. Beispiel: Ein 42-jähriger Mitarbeiter, der seit 15 Jahren im Unternehmen ist und 4000 Euro verdient, erhält 120 000 Euro. Mitarbeiter ab 50 Jahren, die nicht unter die Frühpensionierungsregelung fallen, erhalten einen Zuschlag auf die Abfindung von zehn Prozent.“
    Das wäre doch zumindest eine Hausnummer, wenn denn schon Leute gehen müssen!

  24. außen - innen sagt:

    Peters: Das Betriebsverfassungsgesetz sagt ganz eindeutig, dass Gewerkschaftsvertreter der Betriebsversammlung beiwohnen, mitdiskutieren. Sollte den Gewerkschaften der Zutritt verweigert werden, muß er „eingeklagt“ werden, per einstweiliger Verfügung schnellsten erzwungen werden.
    Was ist mit den Betriebsräten los? Ich glaub´das nicht. Wenn H. Kopatzki die „Verfügung“ erlassen hat, ist es keine Betriebsversammlung, hat der Betriebsrat nicht die Leitung der Versammlung, und er ist auch kein Hausherr. Hat sich alles aus der Hand nehmen lassen. Ade!

  25. fiftyruhr sagt:

    Die Gewerkschaften haben, Mitglieder im Haus vorausgesetzt, ein eigenes Zutrittsrecht zu Betriebsversammlungen, sie dürfen sogar reden; da beisst kein Betriebsrat und keine Geschäftsleitung einen Faden ab. Dieses Recht wird sicher notfalls erstritten.
    Aber darum geht es ja gar nicht.
    Die Frage ist: Erlebt die „Lichtburg“ überhaupt eine Betriebsversammlung? Sprich: Sind die Betriebsräte die Hausherren und Versammlungsleiter?
    Wenn das tatsächlich so sein sollte, dann können sie auf die „Anordnungen“ des Personalchefs in Sachen Ausweise und Einlasskontrolle pfeifen … und es, wie beim letzten Mal, bei der Bitte an Betriebsfremde belassen, aus dem Raum zu gehen.
    Wir werden es sehen.

  26. Hans Plagwitz sagt:

    So nun möchte ich es auch klar wissen:

    Ist das am Freitag
    .
    a) eine Mitarbeiterversammlung
    .
    oder
    .
    b) eine Betriebsversammlung?
    .
    Eine Mitarbeiterversammlung wird von der Geschäftsführung einberufen. Sie (die GF) hat dabei Hausrecht, kann über Teilnehmer, Redner, Beginn und Ende der Versammlung entscheiden.
    .
    Bei einer durch das Betriebsverfassungsgesetz geregelten Betriebsversammlung hat, verkürzt gesprochen, der Betriebsrat das volle Hausrecht, kann im Rahmen des Gesetzes bestimmen, was passiert.
    .
    So, lieber Markus (oder jeder andere BR), jetzt hätte ich gern eine Rechtsbelehrung, welchen Charakter die Versammlung am Freitag hat.
    .
    Wurden unsere gewählten Betriebsräte etwa schon bei dieser Veranstaltung über den Tisch gezogen? Ich will es einfach nicht glauben. Deshalb bitte ich um schnelle Auskunft.

  27. lachhaft sagt:

    Ich glaube es schon, dass sie über den Tisch gezogen wurden und ich meine schallendes Gelächter aus einer Essener Etage zu hören. Vor allem darüber, dass schwadroniert wurde, die Samstagsausgabe ausfallen zu lassen.

  28. Markus Peters sagt:

    Kein Problem. Streng rechtlich betrachtet ist die Veranstaltung am Freitag ein Zwitter zwischen Mitarbeiter- und Betriebsversmmlung. Geleitet und moderiert wird die Versammlung gemeinsam vom Personalchef und den Betriebsräten.

    Geplant ist, dass zunächst die Geschäftsleitung ihre Vorstellungen erläutert und dass anschließend der Betriebsrat seine Positionen dazu darstellt. Anschließend können und sollen Fragen gestellt werden.

    Die Gewerkschaftsvertreter haben selbstverständlich Zutritt, stehen aber derzeit noch nicht auf der Rednerliste, werden sich aber sicher auch zu Wort melden bzw. das Wort erteilt bekommen.

    Ich denke, wir sollten im Moment wirklich nicht über Formalien streiten. Wir teilen auch nicht die Befürchtung, dass die Geschäftsführung in einer solchen gemeinsamen Veranstaltung die Betriebsräte über den Tisch ziehen will. Das würden wir auch nicht zulassen.

    Bis Freitag
    Markus Peters
    ZVN-Betriebsratsvorsitzender

  29. nonsens sagt:

    @ markus peters – Streng rechtlich betrachtet ist Ihre Antwort natürlich dummes Zeug. Entweder sind Sie wirklich ahnungslos oder Sie wollen hier Nebelkerzen zünden. Die Versammlung am Freitag ist entweder eine von der GGF geleitete Mitarbeiterversammlung oder eine von den BR geleitete Betriebsversammlung. Der von Ihnen ins Spiel gebrachte „Zwitter“ ist streng rechtlich betrachtet eine schöne Umschreibung für „Ich weiß es nicht“.
    Sie meinen „wir sollten im Moment nicht über Formalien streiten“. Und sie „teilen auch nicht die Befürchtung…“ – dann bitte schön sorgen Sie für klare Verhältnisse. Es kann nur am Freitag zuletzt nur einen Hausherren geben, der dann auch über das Ende der Veranstaltung entscheidet.

  30. nonstopnonsens sagt:

    Und wieder eines dieser Peters-Statements im schönsten Firmensprecher-Deutsch. Es gibt keine Zwitter-Veranstaltungen, vor allem nicht streng rechtlich betrachtet.

  31. groll sagt:

    Herr Peters, Sie sollten nicht versuchen, uns hier zu vera…. – Mit Ihren Bemerkungen hier machen Sie sich lächerlich und schaden der Sache.

    Man nehme nur das: „Anschließend können und sollen Fragen gestellt werden.“

    Sie sind wohl einfach nur ein dummer Wichtigtuer.

  32. Stoppp sagt:

    @Peters. Die Sache ist zu ernst, als dass man bei dieser „Veranstaltung“ am Freitag ( in 60 Jahren bei der WAZ die wichtigste ) nicht klar rechtlich vorgeht. Und da kann es nicht verhängnisvoll heißen:“Streng rechtlich betrachtet ist . . . ein Zwitter „. Das heißt nichts anderes, dass jeder macht was er will und kann sich gegen Dinge, die der andere will, nicht wirklich zur Wehr setzen.
    Beispiel: Der Arbeitgeber will nach seiner Einschätzung „Randalierer“ ( unbequemen Diskutierer ) vor die Tür setzen, der Betriebsrat hingegen nicht. Der Arbeitgeber will das Ende der Veranstaltung, da alles gesagt ist. Es gibt aber noch eine Unmenge von Fragen. Der BR will eine in jeder Hinsicht offene Diskussion. Kein Ende um 14 Uhr. ( Wer hat das eigentlich bestimmt? ) Was nun? Hier muß eindeutig geklärt sein, wer das Hausrecht, das Sagen hat. Das kann daher nur ganz klar eine Betriebsversammlung nach dem Betriebsverfassungsgesetz sein. Sonst endet alles im „Chaos“. Dann geht es um Formalien, die „zwittergemäß“ nicht geklärt werden können. Warum steht in der Einladung nicht, dass die Gewerkschaftsvertreter mit von der Partie sind. Das ist keine „Formalie“, sondern ein im Betriebsverfassungsgesetz fetsgeschriebenes Recht der Gewerkschaften. Was heißt in diesem Zusammenhang eigentlich „Rednerliste“?
    Wie konnten sich die Betriebsräte ( BR-Vorsitzende? ) und ihre gewerkschaftlichen Sachverständigen auf so einen stinkfaulen Deal einlassen? Hier entsteht auch die Frage, ob die Mitglieder aller vier Betriebsräte mit dieser Zwitterregelung einverstanden sind. Das ( Hintergründe ) sollten allen Beschäftigten schnell mitgeteilt werden. Entspricht die von der Personalleitung vorgesehene Eingangskontrolle eigentlich auch der Entscheidung der vier Betriebsräte? Oder ist das ein typisches Vorpreschen der Geschäftsleitung?
    Schnelle Klarheit ist dringend notwendig, wenn nicht alles aus dem Ruder laufen soll.

  33. klärung sagt:

    @ Markus Peters – Sprechen Sie hier eigentlich nur für sich oder im Auftrag aller Betriebsräte? Haben Ihre Ausführungen offiziellen Charakter oder ist das alles nur privates Gelaber? Da möge sich der „Zwitter“ doch bitte einmal deutlich zu Fisch oder Fleisch bekennen.
    Man mag die Linie der BR, im Vorfeld des 5.12. zu schweigen, für falsch halten, aber sie war jedenfalls konsequent. Und allemal besser als unqualifizierte Beiträge wie das Posting von Markus Peters, der den Zorn der Betroffenen in die falsche Richtung lenkt.

  34. Sach bloß sagt:

    Das war´s.
    .
    Ich habe mittlerweile aus so vielen Redaktionen mitbekommen, wie mit allen Mitteln möglich gemacht werden soll, dass die Samstagsausgaben erscheinen, dass es schnurz ist, was Freitag passiert – die Jobs sind so oder so flöten.
    .
    Von Anfang an krankte der „Widerstand“ gegen die kopf- und konzeptionslosen Sparpläne der Versager in Nadelstreifen an der fehlenden _breiten_ öffentlichen Wahrnehmung. Sogenannte „Kollegen“ (und offenbar bekloppte Betriebsräte, die sich das Hausrecht nehmen lassen) schlagen uns gerade das einzige wirksame Instrument aus der Hand, mit dem man die Bevölkerung hätte aufrütteln können.
    .
    Fragt einfach mal im Leitstand, wer den Platz für kommenden Samstag schon am Montag haben wollte. Fragt einfach mal herum und ihr werdet feststellen, wie horrend die Zahl der Freien, die für Freitag einbestellt wurden, bereits jetzt schon ist.
    .
    Es wird Samstag bei allen Titeln sein, wie üblich. Die Versager im Management freut´s – und ich habe ab sofort etliche Kollegen _gehabt_.

  35. soli sagt:

    Solidarität – höchste Zeit, diese unter Beweis zu stellen. Zum Beispiel am Freitag mit einer Aktion zu Gunsten der Zeitungsboten, denen die GGF mit einem Federstrich das Weihnachtsgeld von 180 auf 60 € gekürzt hat.
    Ich wünsche mir eine Aktion, mit der wir – unser Weihnachtsgeld ist doch vergleichsweise mehr als üppig – Solidarität beweisen gegenüber denen, ohne die wir keinen Leser erreichen könnten.
    Also Betriebsräte! Wie wäre es, wenn Ihr am Freitag am Eingang zur Lichtburg Musterbriefe verteilt, die an die Personalleitung der WAZ Mediengruppe gerichtet sind und diese beauftragen, vom Dezember-Gehalt einen Betrag X in einen „Fond Weihnachtsgeld Zeitungsboten“ einzuzahlen? Der Fond kann dann im Dezember umgerechnet und mit dem nächsten Lohn an die Zeitungsboten überwiesen werden.
    So könnte dieser Musterbrief aussehen:

    Personalleitung
    WAZ Mediengruppe
    Herrn Kopatzki

    Betr.: Weihnachtsgeld für Zeitungsboten

    Sehr geehrter Herr Kopatzki,

    bitte veranlassen Sie, dass von meinem Dezember-Gehalt (Nettogehalt) ein Betrag von 100 € in einen von Ihnen einzurichtenden Fond „Weihnachtsgeld Zeitungsboten“ eingezahlt wird. Dieser Fond soll unter den Zeitungsboten der WAZ Mediengruppe (NRW-Titel WAZ, NRZ, WR, WP und IKZ) zu gleichen Teilen aufgeteilt und mit dem nächsten Lohn ausbezahlt werden. Den entsprechenden Vermerk auf meiner Gehaltsabrechnung lassen Sie bitte als „Weihnachtsgeld ür Zeitungsboten“ eintragen.
    Name, Vorname: Mustermann, Hans
    Beschäftigt bei: ZVR
    Personalnummer: 123456789

    Essen, 5. Dezember 2008

    Unterschrift

    Eine solche Aktion wäre ein sichtbares Zeichen und würde jene beschämen, die diese brutale Kürzung zu verantworten haben. Und: Die Beachtung in anderen Medien sollte leicht herzustellen sein!

  36. Von außen sagt:

    Die Bürger wollt ihr wachrütteln?
    Rüttelt doch erst mal euch selbst und eure Vertreter wach und geht selbst auf die Barrikaden.
    Aber wenn ich hier lese, welche Abfindungen hier manche für angemessen halten, da kann ich als Normalverdiener nur staunen.
    Da tun mir schon eher die Zeitungsboten leid, denen ihr mickriges Weihnachtsgeld gestrichen wurde.

  37. Von außen sagt:

    Die Idee von soli finde ich gut! Hat sich mit meinem Betrag überschnitten.

  38. zeilenschinder sagt:

    Meines Wissens beginnt auch am Freitag in der Lichtburg um 15 Uhr die Nachmittagsvorstellung. Offenbar haben die Ausrichter der „Zwitterveranstaltung“ keine Notwendigkeit gesehen, den Kinoveranstaltern „open end“ zu signalisieren. Auch darüber werden wir natürlich nicht offiziell informiert. Fällt vermutlich ebenfalls unter das Schweigegelübde.
    .
    Und dann gibt es natürlich auch Kollegen, die „höchstens mal für ein Stündchen“ vorbeikommen wollen, weil sie am Freitag „so viel zu tun“ haben. (Für die haben wir kürzlich ebenfalls eine Gehaltserhöhung erstritten, es ist zum Heulen.)

  39. zeilenschinder sagt:

    @soli: Ich bin dabei!

  40. nonstopnonsens sagt:

    Es spielt für mich keine Rolle, ob Herr Peters offiziell spricht oder doch wohl eher seine Meinung schreibt. Vor allem letzteres zeigt ja, wie manche Betriebsräte ticken. Und irgendwie muss ich grad an einen denken, der den halben Tag am Essen ist und dabei öffentlich in einer Mischung aus Faszination und Grauen bei guter Laune darüber schwadroniert, wieviele Leute es wohl treffen wird und vor allem wer wie alt ist und daher bald raus sein könnte.
    .
    Manchmal denke ich: Ohne Betriebsrat wäre es besser. Auch weil es dann vielleicht eher nach Leistung ginge.
    .
    Die Idee mit der Spende an die Boten ist gut!

  41. Mediekus sagt:

    @ soi:
    Klasse Idee! Bin dabei…

  42. zeilenschinder sagt:

    @von außen
    .
    Und nicht nur das: Wir verdienen auch noch einigermaßen gut, wenn auch für unsere Qualifikationen generell zu wenig, und haben einen längeren Urlaub als der Bevölkerungsdurchschnitt.
    .
    Außerdem haben wir: Arbeitszeiten von 8 Uhr bis nach Mitternacht, einen Stress-Beruf mit einer der höchsten Scheidungsraten überhaupt, regelmäßige Wochenenddienste – teilweise jedes Wochenende – und ungeregelte Freizeit, die vor allem abends unplanbar ist. Ferner steigen die meisten erst mit 28 – 30 Jahren in den Beruf ein und verdienen ihr erstes Geld in einem Alter, in dem die meisten aus anderen Berufen schon ihren dritten Wagen verschrotten. Wir sind bis dahin mit dem Fahrrad oder in einer Ente zum Studium gefahren. Wir bringen dann natürlich auch entsprechende Qualifikationen mit, die wie überall auch angemessen bezahlt werden müssen – Sprachkenntnisse beispielsweise, fundierte Ausbildung in Soziologie, Politologie, Musikwissenschaften, Kunstgeschichte, Germanistik oder Islamwissenschaften, oder auch eine grundlegende publizistische Ausbildung. Deshalb kann jemand wie Hombach ja auch guten Gewissens von „Qualitätszeitung“ sprechen, auch wenn er uns das Erstellen einer solchen immer schwerer macht.
    .
    Das ist kein Gejammere, ich liebe diesen Beruf. Es erklärt aber, warum wir von einer anderen Gehaltsklasse reden als der Gelegenheitsarbeiter.

  43. Traumwandler sagt:

    Ich finde esy Unsinn, sich hier schon zu zerfleischen. Ich glaube, das liegt auch am Kommunikationsmittel Internet. Wir sind die Belegschaft, und dieser Zwist dient nicht der Sache.

    Mir fällt aber wieder auf, dass der Redakteur einfach zu lieb ist. Wenn wir eine normale Ausgabe produzieren, erwecken wir dem Leser gegenüber den Anschein, als sei alles in Butter. Das wollen wir doch nicht. Gut wäre doch, wenn die Samstagsausgabe so dünn wird, dass man es dem Leser erklären muss. Ich wünsche mir eine Meldung auf der ersten Seite „Wegen einer Betriebsversammlung erscheint diese Ausgabe nur in kleinerem Umfang“.

    Wenn wir brav wieder zur Arbeit gehen, fällt die „WAZ-Axt“ unbemerkt. Und das wäre doch dumm. Vor allem anbetracht der Tatsache, dass Vertreter anderer Medien aus der Veranstaltung offiziell ausgesperrt werden. Was für Methoden…

  44. klärung sagt:

    Greifen die Betriebsräte die gute Idee von „soli“ auf? Eine öffentliche Antwort auf diese Frage verstößt sicher nicht gegen das Betriebsverfassungsgesetz oder ein Schweigegelöbnis!

  45. Mediekus sagt:

    Wenn nicht die, dann die Gewerkschaften…

  46. Mediekus sagt:

    So viel zum Thema Vertraulichkeit vs Selbstdarstellung…
    „30 Millionen Miese und das Messer von Google & Co im Rücken. Wie WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz seine Sparpläne verteidigt und welche Chancen sein Essener Modell tatsächlich hat, steht in der „Zukunftsausgabe“ des aktuellen „MediumMagazins“.“
    http://www.mediummagazin.de/

    Ach, so: (dpa) – Der Medienmanager Andreas Rudas (55), derzeit bei der WAZ-Mediengruppe für die Geschäfte in Österreich, Osteuropa und Vietnam zuständig, wechselt zu Europas größtem Fernsehanbieter RTL Group (Luxemburg). Das gab RTL am Dienstag bekannt

  47. med sagt:

    Zu diesem Magazin und zum kress-Report pflegt Reitz schon lange sehr enge Beziehungen. Das Medium-Magazin war es auch, das Reitz 2007 zum „Journalisten des Jahres“ kürte – in der Kategorie Lokales übrigens, absurder geht’s ja wohl nicht!!! Quasi als Belohnung für die Auflagenvernichtung im Kreis Recklinghausen.
    Dann kann Reitz uns ja am Freitag vorlesen, was heute der Pressespiegel des Hauses verschweigt und online im Medium-Magazin nur für registrierte User zu lesen ist.
    Es kotzt mich an…

  48. mahlzeitgeist sagt:

    Heißt das – streng rechtlich betrachtet – etwa auch, dass die MSG-Geschassten draußen bleiben müssen?

  49. Hans Lassmann sagt:

    @med
    Das war schon damals der Treppenwitz des Jahrzehnts: Reitz als Journalist des Jahres 2007 in der Kategorie Lokales. Aber er hat ja vielleicht 2008/09 eine Chance auf den noch zu schaffenden Titel als: „Jobkiller des Jahres“.

  50. Jutta Klebon sagt:

    Zu den Kolleginnen und Kollegen der MSG.
    Ja, rein rechtlich können nur Beschäftigte der 4 Zeitungsverlage an der Versammlung teilnehmen. Die Kolleginnen und Kollegen sind bei der MSG beschäftigt.