STOPPT die Walze: Protest am 7. März in Soest

Es gibt noch mehr, sehr viel mehr zu verlieren als das, was im Moment bei der WAZ-Mediengruppe in NRW bekannt ist.
Die Gewerkschaften DJV und dju in ver.di NRW rufen auf zu einer Demonstration am Samstag, 7. März 2009, in Soest.

– Gegen mögliche betriebsbedingte Kündigungen
– Gegen den Verlust von Pressevielfalt in NRW
– Gegen einen Kahlschlag, der die Demokratie trifft

– Für guten Lokaljournalismus
– Für Innere Pressefreiheit
– Für Redaktionsstatute
– Für einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung

Soest ist der Gründungsort der Westfalenpost. Jetzt – nach 63 Jahren – steht u.a. diese WP-Redaktion auf der Streichliste der WAZ-Gruppe.

STOPPEN SIE die Walze, die alles platt macht: Redaktionen, Arbeitsplätze, Vielfalt und Moral

Vielfalt braucht Bewegung!
Deshalb auf nach Soest am 7. März.
Wir treffen uns um 11.30 Uhr!

Der Sammelpunkt wird noch bekannt gegeben. Infos zur Anreise folgen.

184 Antworten zu “STOPPT die Walze: Protest am 7. März in Soest”

  1. Märker sagt:

    @Gewerkschaft:
    Ihr löscht Beiträge wie diesen?
    Ich werde in den nächsten Tagen austreten. Das ist für eine Journalistengewerkschaft indiskutabel.
    Unfassbar ihr seid.
    Möge die WAZ mit euch sein.

  2. Medienmoral sagt:

    Wir haben den von „Soester“ verfassten Kommentar, auf den sich Beiträge von „Beobachter“, „Märker“, „Schrecken hoch drei“ und „Werler“ beziehen, vom Blog genommen, um ihn juristisch unter strafrechtlichen Aspekten prüfen zu lassen.

  3. Leser sagt:

    Weiss eigentlich schon jemand, was die Leser dann vorgesetzt bekommen, wenn die Ausgaben eingestellt werden. Gibt es statt der WR meschede dann den WP LOkalteil? Und was passiert im Kreis Soest? Kriegen die Leser dann plötzlich keine Zeitung mehr? Oder nur eine Alibizeitung mit irgendwelchen anderen Seiten?

  4. Medienmoral sagt:

    @Leser
    nach Auskunft der Pressestelle der WAZ-Mediengruppe gibt es in Meschede dann ab sofort die Ausgabe der Westfälischen Rundschau mit dem Lokalteil der Westfalenpost.
    Mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw

  5. Leser sagt:

    Danke für die schnelle Antwort. Aber was soll im Kreis Soest passieren, wo Standorte ja ganz geschlossen werden?

  6. Nach der Demo sagt:

    Könntet ihr nach der Demo vielleicht noch eben in Meschede vorbeischauen? Da müssen noch ein paar Möbel ‚rausgetragen werden…

  7. Medienmoral sagt:

    @Leser
    wir Journalistengewerkschaften sind ja nicht die Herausgeber dieser Blätter und von daher eigentlich nicht die richtigen Ansprechpartner für diese Frage. Wenn mich die Schliessungen betreffen würden, dann würde ich einfach mal in meiner Redaktion anrufen und mich erkundigen, was da passieren soll. Das freut sicherlich auch die Redakteurinnen und Redakteure, wenn sie merken, dass den Lesern ihr Schicksal und das Schicksal des Lokalteils nicht gleichgültig ist. Eventuell weiß ja auch die WAZ-Ombudsfrau Helga Lange weiter, ich weiß aber momentan nicht, ob die nur für die WAZ oder die gesamte WAZ-Mediengruppe zuständig ist.
    Die WAZ-Ombudsfrau erreichen Sie:
    montags bis freitags 13 bis 15 Uhr
    donnerstags auch 19 bis 20 Uhr
    Tel. 0201 – 804 2146
    E-Mail: ombudsfrau@waz.de
    mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw

  8. Beobachter sagt:

    „Wenn mich die Schliessungen betreffen würden, dann würde ich einfach mal in meiner Redaktion anrufen und mich erkundigen, was da passieren soll.“

    Medienmoral,

    bei aller Liebe – aber was soll den DER Quatsch? Ich würde mich als betroffener Redakteur schwer bedanken, wenn ich auch noch den Unmut von Lesern über Entscheidungen der GF auf meinen Buckel laden müsste. Die sollen die Ombudsfrau anschreiben oder (sicher ein guter Tipp!) massenweise Leserkommentare bei Derwesten schreiben.

    Ich habe eine Frage an die Insider hier: Es gibt ja schon seit Jahren eine WR, die mit einem fremden Lokalteil erscheint – die in Iserlohn nämlich, die mit dem (in meinen Augen unsäglichen) IKZ-Lokalteil daherkommt. Weiß jemand, welche Reaktionen das bei den Lesern ausgelöst hat?

    Zweite Frage: Ich höre gerüchteweise, dass es einen WR-Rückzug auch aus dem Volmetal geben soll – ist da was dran?

    B.

  9. kopfschütteln sagt:

    sehen wir doch auch mal das positive:

    wenn weiterhin scheinbar konzeptlos an dem produkt, das die leser mit der gesamten mediengruppe verbindet, nämlich die „gewohnte morgendliche zeitung“, rumgedoktert wird,
    dann gibt es auch bald keinen kunden mehr, den die GGF übers ohr hauen kann.
    für alle, die es noch nicht wissen:
    neuerdings werden lieferunterbrechungen erst ab dem 4.tag erstattet.
    die ersten drei tage werden den kunden als zeitungsspende normal berechnet um die auflage zu halten.
    natürlich werden die kunden darüber nicht! informiert.

    ede zimmermann warnte uns vor neppern, schleppern, bauernfängern und genau da geht die reise hin. die kunden für dumm verkaufen, denn die sind ja so blöd und merken es nicht.
    wenn das erstmal großflächig rauskommt, „dürfen“ die armen mitarbeiter mit kundenkontakt (dialog, geschäftsstellen) die suppe auslöffeln.
    traurig, traurig, das vertrauen in die glaubwürdigkeit der waz (-mediengruppe) war mal ein echtes pfund mit dem sich wuchern ließ.
    so wird der gute ruf im blindflug vor die wand gefahren.

    alles für den guten zweck die auflage zu halten.
    ich bin mal gespannt auf die entwicklung der kündigerzahlen.

  10. FremderLokalteil sagt:

    Auch die WR Castrop-Rauxel, Hattingen und Witten (alle WAZ) sowie Warstein (WP) erscheinen mit fremdem Lokalteil.

  11. Immerhin wird der Leser in Olpe mal informiert.

  12. Ein einziger Redaktionsleiter mit Mut! sagt:

    Ein mutiger Mann, der Olper WR-Redaktionsleiter. Wenigstens einer im ganzen WAZ-Universum! In den anderen Redaktionen, auch von WAZ und WP und NRZ, kneifen sie lieber den Schwanz ein. Da gibts keinen Abschied, da nennt niemand öffentlich den Grund. Bis auf die drei in Olpe werden also zahllose langjährige und sicher ebenso kompetente Redakteurinnen und Redakteure namenlos und klammheimlich verschwinden. Peinlich ist das.
    .
    Man darf vermuten, dass die WAZ-Zensur den Text im verlagseigenen Portal DerWesten ganz schnell offline setzen lässt. Man mag so etwas nicht. Deshalb hier vorsorglich zur Dokumentation im Internet der wesentliche Abschnitt aus dem WR-Text, wie er auch heute im Olper Lokalteil der WR erscheint:
    .
    „Redaktionsleiter Gerhard Hausen dankte Birgit Ohm aus Drolshagen, Wolfgang Schneider aus Saßmicke und Thomas van de Wall für ihre geleistete Arbeit. Er bedauerte den Weggang der Mitarbeiter, die im Rahmen der redaktionellen Sparmaßnahmen entsprechende Aufhebungsverträge unterschrieben haben.“

  13. findus sagt:

    Na und? was soll denn jetzt daran mutig sein?

  14. Gregor sagt:

    @ findus
    Frage mal „tippse“. Die erklärte unter https://www.medienmoral-nrw.de/2009/02/betriebsrate-der-waz-gruppe-distanzieren-sich/#comment-4125 ausführlich, warum das in den familiären Sozialsuizid führt und warum davon keine Zeile je in die Zeitung kommt und warum Kommentare im gewerkschaftlichen Blog die einzige Möglichkeit sind, überhaupt etwas darüber zu veröffentlichen. Naja.

  15. Olper Leser sagt:

    Deutlich ist auch heute die Meldung „Guten Morgen“ von „Flurschütz“ in der Olper WR. Das steht: „gestern gingen zwei Kollegen und eine Kollegin – sie werden nicht mehr reinkommen. Der Letzte macht das Licht aus. Wer das sein wird, darüber denkt traurig nach Flurschütz.“
    Es ist ein Trauerspiel was da passiert.

  16. Leere Chipstüte sagt:

    Vor allem hat der Mann auch Anstand. Er macht das, was andere zwar großspurig versprochen haben, von dem sie aber nicht im Traum daran denken, es zu halten: Er schaut den Menschen „dabei“ in die Augen. Die anderen stehlen sich feige weg.
    Einge haben nach vielen Jahren bei der WMG eine „Abschiedsmail“ bekommen. Zu mehr habe man leider keine Zeit. Der Verfall von Anstand und (Medien)Moral in diesem Laden ist nur noch zum Kotzen.

  17. Franz Wiebel sagt:

    Eigentlich wäre es doch wohl bei so vielen alt gedienten Mitarbeitern, wenn sie zur selben Zeit gehen, angebracht, dass die Chefredaktion sie verabschiedet. Stattdessen unternimmt also ein Lokalchef den gleichermaßen ehrenwerten wie rührenden Versuch, stellvertretend jenes Rückgrat zu zeigen, das die anderen Herrschaften auf ihrem Weg nach oben offenbar verloren haben. Wahrscheinlich musste der Mann sogar Blumen und Präsente aus der eigenen Tasche bezahlen.

  18. Soester reloaded sagt:

    Ja – Katharsis – der Beitrag von mir war polarisierend, extrem und vielleicht auch unangenehm. Aber er hat nicht alle Tatsachen verleugnet. Wer heute in Diensten der Tippen-fuer-Ippen-Gruppe ist, hat auch nicht mehr das, was ein Tarifvertrag mal war. Schon vergessen, wie ein langjähriger Ressortleiter Land beim Soester Anzeiger wegen angeblich zu viel abgrechneter Kilometer von heute auf morgen entlassen wurde? Soli-Grüße an rh! Schon vergessen, wie platt gemacht und auch autokratisch regiert wurde?

    Es stimmt, was hier andere schreiben. Wenn die WP geht, ist auch beim SA, abgesehen vom Lokalchef vielleicht, nicht mehr alles so, wie es war. Das sind Tatsachen. Und wer Wahrheiten ausklammert, wie die, dass Dr. Artur Sträter als Erstverleger der WP die Lizenz bekommen hat, weil er auch jüdischen Mitbürgern während der NS-Zeit geholfen hat, außer Landes gelangen zu können, der verleugnet Tatsachen und begibt sich auf das Terrain jener, die schon immer von allem nichts gewusst haben wollen.

    Wir leben in einer Zeit, in der das Kapital alles überrollt, was noch menschlich, mitfühlend und wertschätzend ist. Und das macht die WAZ, wenn sie die Wiege der WP zertrümmert und das passiert, wenn alle leugnen, was irgendwann mal passiert ist. Tut mit leid, dass ich so unbequem war, zu erwähnen, was damals war. Wer die Geschichte nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen.

    Entschuldigung an alle, die das nicht wissen wollen.

  19. Blog-Leser sagt:

    @soester reloaded

    Die Frage ist, was hat das mit dem heutigen waz-Kahlschlag zu tun?

  20. Irritierter sagt:

    @soester reloaded + Blog-Leser
    Das frage ich mich allerdings aus. Eine Zeitung, die sich nur noch aus der demokratischen Vergangenheit definiert? Und die Gegenwart? Die Zukunft? Zählt nichts? Da wundert einen nichts mehr, wenn man sich die WP-Ausgaben der letzten Jahre ansieht (und ich habe mir sie angesehen und weiß, wovon ich schreibe…) Was nützt es (Fußball-Vergleiche sind ja auch in der Zeitung immer gern gesehen) dem 1. FC Nürnberg, dass er in grauer Vorzeit mal Deutscher Meister war, wenn er heute in der 2. Liga kickt? Zu nicht so guten Fußballern kommen auch weniger Zuschauer – zu einer nicht so guten Zeitung bei allen historischen Verdiensten das Herausgebers weniger Abonnenten. So ist das GESCHÄFT. Gute Zeitung, viele Leser, viele Abos – wäre der Rückzug der WP aus Soest/Werl dann auch erfolgt? Darüber reden wir hier doch viel zu wenig.
    Und: Niemand, der heute in der Region Soest Zeitung macht, ist ewig gestrig. Niemand verleugnet, was damals an Grauen geschehen ist – zumindest habe ich das von keine Redakteur bislang irgendwie in Worten oder Zeilen vernommen. Den Anzeiger-Redakteuren indirekt zu unterstellen, sie seien weniger demokratisch, weil die WP damals nach dem Krieg der Demokratie Vorschub leistete, ist niveaulos und unverschämt. In Vergangenheit verhaftetes Denken und Zaunlatten-Argumentation gegen andere? Was soll das? Der Beitrag und damit Sie, der Schreiber, bleibt vor allem in seinem Verständnis von Demokratie und Achtung der Menschenwürde (oh ja, die zählt auch heute im Hier und Jetzt!) höchst fragwürdig. Das ist auch mit Enttäuschung und Verbitterung nicht zu entschuldigen. Wer heute hetzt, vor allem gegen die „Kollegen“ der anderen Zeitung, der disqualifiziert sich selbst.

  21. Godwins Law sagt:

    Mein Gott, ist das hier langsam abseitig. Ein schöner Beweis für Godwins Law: „As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches one“.

  22. Soester reloaded sagt:

    Letztlich, liebe Kolleginnen und Kollegen, ging es darum, zu zeigen, dass es zwei demokratitsche Zeitungen in Soest gibt (bald gab), die ihre Ursprünge haben und, dass jede dieser Zeitungen verdient hat, viele Leser zu haben.

    Mein Gott, wer sich von Provokation getroffen fühlt, hat eine niedrige Toleranzschwelle und es ist auch wenig die Arroganz der Auflagen-Macht, hier jene gleich mit Verleumdung und Prüfung auf strafrechtliche Verfolgung zu bedrohen, die sagen, was auch war und ist. Ich wollte lediglich auf die lange und wichtige Tradition, auf die noch wichtigeren Wurzeln der Lizenzpresse hinweisen, die zum Glück von denen eingeführt wurde, die Deutsche nach dem Krieg nicht ganz so fähig hielt, wieder einfach so weiterzumachen.

    Und nein, ein großer Mensch wie Dr. Artur Sträter hätte nicht und hat nicht die „Schnauze gehalten“. Der hat sich gewährt. Wie Pastor Jansen aus Welver und andere. Wer diese Tradition einfach wegwischt, der ist auch schief gewickelt.

    Ich bleibe dabei: Die WP ist das beste, was Soest passieren konnte und die Restauration hat dann in der Stadt wie auch überall die Vergangenheit und die Zukunft behindert!

  23. Fürst Metternich sagt:

    Es ist unfassbar, mit welch unglaublicher Ignoranz in diesem Blogg die Ippen-Leute das Aus der WP in Soest und Werl kommentieren. Geht Euch das Schicksal dieser Kollegen und ihrer Familien wirklich so knapp am Arsch vorbei? Dass ihr diesen Kampf um die Gunst der Leser letztlich gewonnen habt, ist in erster Linie keine Frage der Qualität. Die war und ist in den Redaktionen der WP mindestens genau so groß gewesen. Nein, entscheidend war, dass der Verleger Ippen ausschließlich auf das Lokale gesetzt hat, während man bei der WP mit der Qualitäts-Heimatzeitung mit einer aufgeblasenen Mantelredaktion geglaubt hat, den Kampf zu gewinnen. Und es ist einer bundesweit einmaligen Seitenschlacht zu verdanken. Zu keiner Zeit war die WP in dieser Zeit konkurrenzfähig. Hinzu kommen die Familienanzeigen. Für viele Leser ein wichtiges Kaufargument. Hier also so zu tun, die Redakteure der WP seien selbst schuld, dass der Laden geschlossen wird, weil sie keine ach so guten Journalisten sind wie die Ippen-Leute, ist einfach nur krank. Macht einfach mal die Augen auf: Der Kollege, der Euch jetzt noch am Schreibtisch gegenüber sitzt, ist vielleicht schon der erste, der aus dem höchstprofitablen Ippen-Laden fliegt.

  24. Soester reloaded sagt:

    @fuerst metternich…

    Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Die arrogante Empörung von Ippen-Leuten, die ihren eigenen Ressortleiter Land wie einen alten Hund vom Hof gejagt haben, ist so unglaublich bigott und verlogen, dass einem die Worte fehlen.

    Aber sie haben es wieder geschafft. Ein harter, aber konstruktiver Beitrag aus dem Blog gelöscht, weil unbequem. Es lebe die Zensur.

    Danke allen, die kritisch geblieben sind. Das ist das mindeste, was Journalisten am Leib und im Kopf haben sollten.

    Gruß und einen großen Kranz ins Grab der WP

    Soester reloaded

    PS: Den Namen von Gotwin Elbert zu missbrauchen, ist so schäbig, dass Godwins Law sich schämen müsste….

    PPS: Shame on the trade union, which did make it happen…

  25. Blog-Leser sagt:

    Leute, wenn ihr so frustriert seid, geht doch lieber joggen, hackt Holz oder tobt euch anderweitig aus. Dieses plumpe Herumhacken auf ippen-Mitarbeitern und orakeln über Dinge aus der vergangenheit ist doch armselig. Seid doch froh, dass der anzeiger über die Kürzungen berichtet und sie ebenso wie andere medien öffentlich gemacht hat, dass vermutlich auch viele Mitarbeiter aus anderen Verlagen (noch) am Protest am nächsten Samstag teilnehmen wollen.
    Und wenn ihr Frust auf euren Arbeitgeber habt, warum lasst ihr das an anderen aus? Der Kollege in Olpe hat doch bewiesen, dass es auch anders geht, als den Schwanz einzukneifen.

  26. Irritierter sagt:

    Was ich am allererstaunlichsten finde: Jede kritische Stimme (von LESERN!!!) wird hier sofort niedergebrüllt als Kommentar der Ippen-Leute. So eine ideolologisch verbohrte Debatte unter Ausschluss aller Qualitätsmerkmale (und an dieser Frage kommt man als LESER! beider Zeitungen einfach nicht vorbei) ist viel zu kurz geführt. Vielleicht hat es an dieser Kritikfähigkeit schon länger gemangelt, auch an der Einsicht, es vielleicht doch besser machen zu können. Ja, zuletzt war es vielleicht Frsut, zumindest kann ich das vermuten. Aber liebe WP’ler, ihr hattet doch über all die Jahre auch morgens nur weiße Seiten vor Euch. Die habt ihr, das muss man einfach im jahrelangen Vergleich zum Anzeiger so sagen, weniger gut gefüllt. Und Qualität würde immer besser bewertet als reine Seitenmasse. Also macht euch doch nichts vor, auch wenn’s weh tut. Fragt doch mal die Leute in den Städten. Diese (sicher immer subjektive, aber unbequeme) „Wahrheit“ ist die, die draußen angekommen ist. Es ist verbohrt, das nicht sehen zu wollen – bei allem Bedauern, dass natürlich ein Stück Meinungsviefalt in Soest und Werl verloren geht, Journalisten ihre Koffer packen müssen. Wer sollte darüber glücklich sein.
    Und mal so als Außenstehender gefragt, weil mir der Aspekt der Wirtschaftlichkeit hier erstaunlich kurz kommt: habt ihr euch eigentlich mal gefragt, ob die WAZ vielleicht wirtschaftlich gar nicht mehr anders kann, als unrentable Standorte dich zu machen? Ich hör immer: Die WAZ ist liquide und kerngesund. Die Worte hör ich wohl, allein…

  27. tippse sagt:

    Und diesem Olper Kollegen spreche ich meine Hochachtung aus. Er hat sich das getraut, was ich mich nicht traue, ebenso wenig wie andere, nämlich aus Angst vor dem Sozialsuizid wenigstens hier, wenn schon nicht in der Zeitung, für die ich arbeite, Namen und damit Gesicht zu zeigen.

    Womöglich ist er abgesichert oder hat die Abfindung in der Tasche, kann sein. Ich weiß es nicht. Auch wenn es kein Harakiri war – es ändert aber nichts an meiner Hochachtung.

    In Olpe, bei ihm, da würde ich gerne arbeiten.

  28. Kopfschüttler sagt:

    @ soest reloaded,
    wenn Verleumdungen und Beschimpfungen zum Stil des „kritischen Jounalisten“ gehören und deren Löschen in Blog-Beiträgen (und Ihrer hatte ohne Frage Strafrelevanz!) als „Zensur“ gebrandmarkt wird, dann wird mir Angst und bange um das Berufsbild Redakteur und das Verständnis, das Sie davon haben. Und da kann man im Sinne junger Redakteure nur hoffen, dass Sie eine gewisse Altergrenze haben…
    Da bleibt nur Kopfschütteln.

  29. tippse sagt:

    @Irritierter: „Die WAZ ist liquide und kerngesund.“ So ist es. Das ist es ja, was uns so wütend macht. Kaum jemand würde nicht sofort auf 20, 25% Gehalt noch zum morgigen 1. März verzichten, wenn es dem Laden schlecht ginge. Ich wäre die erste.

    Aber man kauft mal eben die Braunschweiger Zeitung, ein bisschen Balkan, halb Vietnam – alles von unserem Geld. Denn wir haben das erwirtschaftet, ohne unsere Arbeitskraft wäre dieses Engagement nicht möglich gewesen. „Engagement auf dem Balkan sichert Arbeitsplätze in NRW“ haben sie mir und uns vorgelogen. Dafür haben wir gespart und Kürzungen akzeptiert. Kein einziger Arbeitsplatz wird jetzt von den florierenden Balkan-Zeitungen gesichert. Nur die satte üppige Rendite der Eigentümer.

  30. tippse sagt:

    @alle: Könnt ihr mal bitte das Ippen-ist-doof-Hickhack sein lassen? Wir haben doch nun wirklich weißgott andere Sorgen.

  31. Franky sagt:

    @tippse,

    ich glaube, du bist ein bisschen paranoid und kommst aus der Sozialsuizid-Nummer nicht mehr raus, oder? Ich habe den Text des Kollegen in Olpe gelesen und wette eine nennenswerte Summe, dass dem Mann gar nichts passiert. Da hat ein Lokalchef drei Mitarbeiter verabschiedet, mit Bild und einem kleinen Text. In dem Text kommt Kritik am Arbeitgeber mit keiner Silbe vor, was auch nicht Aufgabe des Olper Lokalchefs wäre. Er hat einfach klar gemacht, dass die Olper Leser und Honoratioren ein paar stadtbekannte Journalisten und eine Sekretärin künftig nicht mehr treffen werden. Das kann jeder Lokalchef machen, und einige werden es vermutlich auch tun.

  32. tippse sagt:

    @Franky: Du arbeitest nicht beim WAZ-Konzern, stimmt’s? 😉

  33. @ Irritierter – Ich kenne kritische Leserstimmen, die hier bei Medienmoral zensiert werden.
    .
    Bei der Aktion von Chefredakteur Ulrich Reitz mit seiner WAZ-Axt und den Protest in Soest geht es um mehr, als ein paar Lokalredaktionen im WAZ-Land und ihre Jobs zu retten.
    .
    Letztlich sind die Empfehlungen von Schickler nur ein Abklatsch von Projektionen des „Wegweiser Demographie“ der Bertelsmann Stiftung und des Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Soest wird so auch zur Entscheidung „Wie zukunftsfähig ist NRW?“
    .
    Von allen Bundesländern mit mehr als 500.000 Schülern hat NRW den größten Verlust (minus 1,5%) im Vorjahresvergleich, so aktuelle Daten des Statistikamtes des Bundes. Nicht das es weniger Kreißende gäbe; bei den Kennzahlen der Revierstädte gibt es eine Flucht der Bevölkerungsgruppe Null bis 18 Jahre und 35 bis 50 Jahre – das sind Familien.
    .
    Das hat Ursachen. Der Polit-Klügel im WAZ-Land wurde bisher kräftig publiztistisch unterstützt und hat zu dieser Entwicklung geführt. Jetzt habe ich den Eindruck, dass es beim Protest in Soest um mehr geht als die Rettung der Arbeitsplätze – gut so. Ich komme als Leser vom westlichsten Punkt des Hellwegs nach Soest.
    .
    Ich kämpfe mit Euch um Standortfaktoren in NRW als PiSo D.

  34. Westfalen Süd sagt:

    Richtig! Die NRhZ zeigt doch wie es geht! Warum gibt es sowas nicht in Soest oder Meschede?

  35. Franky sagt:

    @tippse, leider falsch geraten. Ich bin seit weit über 20 Jahren dabei, lokal und Mantel. Den extremen Meinungsdruck, von dem du hier ständig redest, kenne ich nicht. Wir schauen uns an, wie die Geschichte in Olpe weitergeht. Wetten werden noch angenommen. Irgendwann sollte das von dir behauptete Zwangsklima, unter dem die armen WAZler angeblich leiden, mal mit Fakten belegt werden.

  36. NRhZ-Fan sagt:

    @ Franky
    .
    > @tippse, leider falsch geraten. Ich bin seit weit über 20 Jahren dabei, lokal
    > und Mantel. Den extremen Meinungsdruck, von dem du hier ständig redest,
    > kenne ich nicht.
    .
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13470

    Mülheimer CDU-Parteifreund spricht von korruptionsspezifischen Hintergründen

    Muss Staatssekretär Baganz (CDU) zurücktreten?

    Neue Rheinische Zeitung (NRhZ), Peter Kleinert am 18.02.2009

    OB Baganz (Mülheim) hatte seiner Geliebten, der Rechtsanwältin Ute Jasper, lohnende Aufträge zukommen lassen und war dabei aufgeflogen.

    .
    Wie es tippse genau richtig meint. Im WAZ-Land gibt es eine Störung der Wahrnehmung von Wirklichkeit.
    .
    Als Antwort gibt es von Franky: „@tippse,
    ich glaube, du bist ein bisschen paranoid und kommst aus der Sozialsuizid-Nummer nicht mehr raus, oder?“ – Die WAX-Axt als gallopierender Reviergeist. So geht es nicht weiter! Sonst bleiben wir NRW mit seinen redaktionell unbekannten Projektionen: ‚Zusammenbruch: Standortfaktor Hochheide und Olpe. Die Gänse-Änne von Hochheide NRW‘.

  37. Walt Whitman sagt:

    @tippse, wo hier gerade einer dabei ist, sich an dir festzubeißen, da hätte ich auch noch was beizusteuern: Von dir und Hans Plagwitz stammt ja die Begeisterung für den Untergang „mit fliegenden Fahnen“, den du hier propagierst. Bei diesem romantischem Gesülze wird mir irgendwie schlecht. Kennst du das Bild „Der letzte Mann“ von 1916? Es zeigt einen deutschen Matrosen, der mit der Reichskriegsflagge in der Hand kurz vor dem eigenem Absaufen einem englischen Schiff hinterherdroht – mit fliegender Fahne eben. So ähnlich kommst du mir vor. Wenn du deine Würde behalten willst, dann dreh dem Haus ne lange Nase, nimm die Abfindung und such dir einen guten anderen Job. Das wäre eindeutig würdevoller als dieser pseudo-heroische Quatsch.

  38. Dann demonstriert mal schön! sagt:

    Ja, ich habe unterschrieben. Nein, ich wollte es nicht. Gern hätte ich weiter gearbeitet. Für meine Zeitung, für meine Leser. Doch die Chancen dafür standen schlecht, beschissen sogar. Jetzt wollt ihr also endlich demonstrieren. Ihr fordert, Reaktionsstandorte zu erhalten. Dabei habt ihr diese Forderung von Anfang an nicht gestellt. Ihr habt euch früh, viel zu früh auf das Verhandeln über Abfindungen, Teilzeit und Sozialplan eingelassen. Aber es gab nicht einen Funken Einsatz gegen die „Walze“, wie es auf einmal genannt wird. Ich aber bin „draußen“, viele andere sind es auch. Denkt mal dran, wenn ihr jetzt dieses Kaspertheater in Soest abzieht, eine Woche nach Ultimo.

  39. fiftyruhr sagt:

    @ Franky
    Habe ich Dich, den Mantel-Insider, richtig verstanden: Es gibt gar keine Anweisung zur Nichtberichterstattung in eigener Sache? Es sind die dummen feigen Redaktionsleiter und Lokaljournalist(inn)en, die ihren Lesern alles verschweigen, was in den anderen Medien über Ihre Ausgaben längst zu lesen ist?
    .
    @ alle, die sich sicher und den Angsthasen überlegen fühlen.
    Es würde mich wirklich nicht wundern, wenn der Personalabbau dann doch nicht reichen würde, zumal sich ja die Krise verschärft blablabla … und dann würden Nienhaus und Hombach bei den Gewerkschaften anklopfen, wie es mit einem Haustarif für die ausgedünnte Rest-Mannschaften stünde. Weil sonst ja doch betriebsbedingte Kündigungen drohen blablabla … Und dann wären 10 oder 20% Geld und ein paar soziale Tariferrungenschaften für einige Jahre futsch.
    So könnte man mit einer (Er-)Pressung die Zitrone zweimal ausquetschen, oder?

  40. ver.di-Mitglied sagt:

    Journalisten unter sich! Die Beiträge hier machen mir Angst! Lauter große Worte und wir stehen am Samstag alleine in Soest – wäre wohl wahrscheinlich in Essen genauso. Hier findet man nur Gründe dagegen – warum Mann/Frau nicht nach Soest kommt – warum andere Redaktionen besser oder schlechter sind! Gwinner sind: Nach der Walze der WAZ alle anderen VERLAGE, denn dann geht da das Stühlerücken los! Ich fordere hiermit alle Journalisten, egal ob Ippen oder WAZ auf: Nehmt an der Demo in Soest teil!

  41. kopfschütteln sagt:

    Recht hat der Mann!!!

    Fleissig wird hier der schwarze Peter hin- und her geschoben, wer wann warum und überhaupt Schuld hat.
    DAS IST ARMSELIG UND DUMM!!!

    Kollegen reagieren sich aneinander ab und die GGF kommt aus dem Grinsen nicht mehr raus.
    „divide et impera!“ (you remember?)

    Reisst Euch gefälligst zusammen, Ihr achso klugen und hochintelligenten Schreiberlinge, und fokussiert Eure Empörung dahin, wo sie hingehört: Gen Westen!

    (Das mußte mal gesagt werden)

  42. sonntagmorgen sagt:

    …es scheinen sich alle verausgabt zu haben.

    Warum wird eigentlich hier fast nur über den Kreis Soest diskutiert, die Walze hinterlässt doch auch in anderen Ecken deutliche Spuren?

  43. Westfale sagt:

    Was sich in den letzten Tagen hier im Blog ein Sammelsurium an Elaboraten angesammelt hat, ist der Kahlschlagsituation in der WAZ-Mediengruppe nicht angemessen, unter aller Sau, um es rustikal auszudrücken. Viele scheinen vergessen zu haben, worum es geht und ergehen sich in Beiträgen, die in Essen bei der GGF eigentlich Frohlocken aufkommen lassen muß.
    Ich halte es schlichtweg für falsch in Soest ( spät, aber es bewegt sich etwas . . .) diese Demo aufzuziehen. Taktisch unklug! Die WAP-Historie spielt in der aktuellen Auseinandersetzung eher eine zu übersehende Rolle, wenn man in den letzten vielen Jahren ( auch schon vor Hombachs Zeiten ) das Gebaren, die Reaktion und Empfindsamkeiten der Geschäftsleitung erlebt hat und analysiert. Ob in Soest sich aufgebrachte Redakteure versammeln, oder in China . . . , ist für die Essener Zentrale eine Marginalie. Vor der eigenen Haustür ( in der Friedrichstraße bei Arbeitsbeginn jedoch eine Katastrophe. Wenn tagsüber über die öffentlichen Protest-Vorkommnisse kontrovers oder emotional von der Belegschaft diskutiert wird, schwillt der Geschäftsleitung der Kamm. Kann sich denn niermand erinnern, was schon los war, wenn anläßlich eines Arbeitsprozesses drei oder vier Protesttierende mit einem kleinen Plakat vor dem Haupteingang standen? Betroffenheit im wahrsten Sinn des Wortes kommt bei Hombach und Co nur auf, wenn sie es selber erleben, sehen. Eine Demo in der Essener City, für jedermann sichtbar, aber nicht am nächsten Tag in der Zeitung, das haut bei Hombach in den Karton. Eine Demo im Anschluß an die WAZ- und NRZ-Betriebsversammlungen in der Essener und Duisburger City am Mittwoch und am Freitag, das wäre das Gelbe vom Ei.
    Was hier so zu lesen war, dass Hombach und Co in einer anderen Liga spielen, ist doch Bödsinn, wenn man sich ein wenig Mühe macht und Schwachstellen bei der GGF ausfindig macht oder sich an Dinge der Vergangenheit erinnernt wie dünnhäutig diese Herrschaften oft gewesen sind. Wie ist der angeblich so robuste und wegen seiner Einlullstrategie bekannte Hombach in der letzten Informationsveranstaltung in der Lichtburg in die Luft ging, als der DJV-Bundesvorsitzende ihm etwas ins Gebetbuch schrieb.
    Wer nicht in der Lage ist, in sieben Jahren in einem Laden wie die WAZ-Gruppe Schwachstellen zu erkennen, rechtzeitig bei dem allseits bekannten, ständigen Abonnementverlust wirkungsvoll gegenzusteuern, der hat einfach nichts drauf. Mit Hilfe der Betriebsräte wäre die eine oder andere Lösung gefunden worden. Aber diese Hilfe war nicht gewollt, dann wäre das Dilemma der GGF noch offensichtlicher geworden. Ich erinnere nur mal daran, dass es – wie in anderen Firmen auch – eine Aktion „Verbesserungsvorschläge“ von den Betriebsräten initiiert wurde. Sie verlief bei der WAZ-Geschäftsleitung ins Leere. Von der Belegschaft sich helfen lassen?
    An anderer Stelle im Blog wurde daran erinnert wie Hombach als Chef-Wahlhelfer von Ministerpräsident Rau so erfolgreich war. Das kann man auch anderes sehen. Die Wahl wurde zwar ganz knapp gewonnen, aber Hombach hatte eigenmächtig die Parteikasse bis auf den letzten Heller geplündert, so dass die SPD zähneknirschend Kredite in Millionenhöhe aufnehmen mußte. Stand übrigens auch in der WAZ.
    Auch in anderen Zeitungen nachzulesen, so auch in „redigierter Kurzform“ in WAZ-Blättern, die Elaboraten von Herrn Hombach bei Veranstaltungen und Interviews bundesweit über Qualitätszeitungen, Redaktionsbesetzungen, Honorare für Freie. Stets mit dem Hinweis, dass man dies alles erfolgreich zur Zufriedenheit der Belegschaft bei der WAZ-Gruppe geregelt habe. Welch ein Hohn!
    Also erinnert euch endlich eurer eigenen Kreativität und Kraft. Hört auf mit der „Zerfleischung“ im Blog. Der Gegner sitzt in Essen. Ich komme auch nach Soest. Mal sehen, was noch zu retten ist, denn es steht jetzt schon fest: Es wird Kündigungen hageln, wenig sozialverträglich. Diese sind durch die Unfähigkeit der GGF in den letzten Jahren verursacht! Der Redaktionsanteil der Personal- und Sachkosten macht knapp 23 v.H. aus, die Zeche zahlen die Redakteure fast allein. Wobei nicht einmal feststeht, ob das von der Geschäftsleitung vorgelegte „Millionen-Minus-Spiel“ überhaupt der Wahrheit entspricht ( im Tendenzbetrieb ). Wie sich die Minus-Millionen zusammensetzen, ist nicht bekannt. Als den Redaktionen ihr „Minus-Spiegel“ vorgehalten wurde und zahlreiche Nachfragen kamen wie diese „Zusammenrechnerei“ erfolgte, keine Antwort.
    Wir sollten jetzt endlich, alle, Belegschaften, Betriebsträte und Gewerkschaften, in aller Öffentlichkeit den WAZ-Verantwortlichen eine Antwort geben, was wir von ihrem Verzweifelungsakt des Kahlschlags halten. Von mir aus auch in „rustikaler“ Form, sonst begreifen sie es nicht.

  44. sonntagmittag sagt:

    @verdi-mitglied
    warum beharrst du so auf Soest und willst dich unbedingt in dieser verbreitungsecke verkriechen? wovor und vor wem hast du angst? hier wurde von kolleg-inn-en dargelegt, weshalb soest der falsche demo-standort ist. deshalb werden da weniger hinkommen. frag doch mal, warum die organisatoren ihre entscheidung für soest nicht korrigieren wollen. wenn schon eine aktion, dann eine die wahrgenommen wird. nur auf aktionismus zu machen, was bringt das in der jetzigen situation noch. zum warmlaufen ist es zu spät.

  45. Rheinländer sagt:

    Ich wundere mich die ganze Zeit, was hier für ein Verwirrspiel bei der WP abgeht. Die einen haben schon das Licht in der Redaktionsendgültig ausgemacht, andere spekulieren noch und bringen noch mehr Verwirrung in die Diskussion. Ich habe mir sagen lassen – von Anwesenden – dass bei der WP-Betriebsversammlung die WP-Chefredaktion und Herr Nienhaus sich „geäußert“ hat. Es soll jedoch bei der Belegschaft eisiges Schweigen geherrscht haben. Keinerlei „Fragespiel“. Könnte niemand im Blog mal verbindlich sagen, was bei der WP Sache ist. Ich begreife zwar die „Ruhe“ bei den WP-Kollegen nicht, verstehe aber auch nicht, dass der Blog in dieser Frage zur „Rätselkecke“ wird. Verdammt noch mal, soll diese „Todesstille“ noch mehr auf die anderen WAZ-Titel übergreifen, die Mittwoch und Freitag ihre Betriebsversammlungen haben. Kommt endlich mit gesicherten Informationen rüber!!!

  46. zappa sagt:

    @Rheinländer

    Genau, es hat Todesstille und eisiges Schweigen geherrscht. Das war so. Warum? Weil alle vor allem wissen wollen, ob wir ohne betriebsbedingte Kündigungen da raus kommen. Die Antworten der GGF: Kann man nach wie vor noch nicht sagen, es sind noch nicht alle Aussteiger erfasst. Tja, dann stellen sich in dem Moment keine weiteren Fragen mehr, oder? Über Redaktionsschließungen zu diskutieren, kann man sich auch gleich sparen. Und wenn man dann noch so tolle Betriebsräte hat, die sich haben einseifen lassen, fährt man besser wieder nach Hause und hofft, dass es nicht noch schlimmer wird.

  47. attahöhlenbewohner sagt:

    @Olper WR-Mitarbeiterverabschiedung: In der Rundschau für den Kreis Olpe vom Samstag, die mir zugestellt wurde, ist auf Seite 1 der Lokalausgabe ein vierspaltiger lokaler Aufmacher des Redaktionsleiters (sen) mit 90 Zeilen und 3spaltigem Foto der drei verabschiedeten Redaktionsmitglieder und dem Lokalredaktionsleiter abgedruckt. Überschrift: “Redaktion vermisst … – Kompetente WR-Mitarbeiter verabschiedet“. Der Redaktionsleiter dankt den Redaktionsmitglieder ausdrücklich für ihre jahrelang geleistete Arbeit.

  48. ver.di-Mitglied sagt:

    @sonntagmittag. Wenn nach Soest niemand kommt, dann werden es in Essen auch nicht mehr sein. Dieser Blog wird langsam lachhaft. Hier wird nur auf Kollegen/Kolleginnen, Betriebsräte und Gewerkschaften eingeschlagen. Echt unter aller „Sau“ (entschuldigung).

  49. Leere Chipstüte sagt:

    @ver.di-Mitglied
    .
    Du kapierst es nicht, was? Die Betriebsräte haben über Monate völlig unter Ausschluss der Belegschaft verhandelt, sich viel zu früh auf Sozialplan-pi-pa-po festlegen lassen und die Warnungen aus der Belegschaft schlicht in den Wind geschlagen, sich stattdessen auf Schweigevereinbarungen zurückgezogen. Jetzt ist die Sache längst gelaufen, ein großer Teil der guten und erfahrenen Leute ‚rausgedrängelt und -gekauft, erste Redaktionen werden mangels Personal sogar noch früher geschlossen als vorgesehen. In diesem Chaos, das euch auf einmal zu überraschen scheint, ladet ihr zu einer Demo ein: an die Peripherie des WAZ-Landes, wo sie bestimmt niemanden stört.
    .
    Und da wundert ihr euch, dass ihr hier Haue bekommt wegen einer Aktion, die inzwischen nur noch albern und wie ein bloßes Alibi wirkt. Schon mal dran gedacht, dass der Fehler bei euch liegen könnte?

  50. Xirnet sagt:

    Hab ich etwas verpasst? Wie lautet das Motto für Soest? Jetzt macht sich schon der OB-Kandidat von der SPD Hagen Sorgen, dass die WP und WR Hagen geschächtet werden. Die Schickler-Strategie ist übrigens sehr überschaubar. Die haben sich einfach das DTV-Buch für € 10 (Berlin Institut „Die Demographische Lage der Nation“ gekauft: „Alles was kräftig eingefärbt ist, wird dicht gemacht!“ Wenn über Essen und Duisburg als Demo-Orte nachgesinnt wird, muss der Leser angesprochen werden. Und dabei geht um die Zukunft des Standortfaktors NRW und seiner Städte. Die Schließung der Lokalredaktion Olpe zeigt doch, wie ganze Städte ihre Funktionen verlieren, sage ich als Leser. Und hier wurde wiederholt von REITZ 2 gesprochen. Damit lässt sich die weitere Entwicklung beschreiben, würde der Chefradakteur Ulrich Reitz ohne jeden Widerstand in der aktuellen Situation sich durchsetzen. OPEL, HERTIE, WAZ, WDR.
    .
    Aber da gibt es noch ganz anderes Problem, dass eine aktuell veröffentlichte Studie der Uni Konstanz anspricht: „Keiner macht mehr mit!“ Die Tageszeitungen müssen sich fragen lassen, inwieweit sie an diesem Trend beteiligt waren und was demnächst anders wird als Auftrag an den Protest in Soest.