Sozialplan unterschrieben

Essen. Am 30. April ist der Sozialplan für die Beschäftigten von WAZ, WP, NRZ und WR von der Geschäftsführung der WAZ-Mediengruppe unterschrieben worden. Sechs Wochen hatten die Betriebsräte auf die Unterschrift warten müssen. Mit dem Sozialplan ist auch eine Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung unterzeichnet worden. Betriebsbedingte Kündigungen sind damit zwar immer noch nicht ausgeschlossen, werden aber nach Einschätzung der Betriebsräte unwahrscheinlicher, da jetzt auch noch der Jahrgang 1953 in die Altersteilzeit einbezogen werden kann.

Mehr darüber sollen die Beschäftigten auf einer Betriebsversammlung erfahren, die innerhalb der nächsten drei Wochen stattfinden soll.

240 Beschäftigte sollen bislang einen Vertrag unterzeichnet haben. Viele sind mit einem Aufhebungsvertrag aus den Redaktionen ausgeschieden, andere sind in Alterzeit gegangen oder haben ihre Arbeitszeit verkürzt.

Der WAZ-Mediengruppe reicht der Stellenabbau noch nicht aus. Weitere 30 Stellen sollen möglichst noch kurzfristig über Aufhebungsverträge abgebaut werden.

233 Antworten zu “Sozialplan unterschrieben”

  1. Nochda sagt:

    Die wenigen verbliebenen Kollegen bei der WR reißen sich tagtäglich den Popo auf, damit ihre Leser keinen Einheitsbrei schlucken müssen.
    Das geht auf die Substanz und wird langfristig nicht durchzuhalten sein. Nicht mit den wenigen Leuten.

  2. Dr. Faust sagt:

    und noch etwas: Wir bekommen Tag für Tag ehrliche Lesermeinungen zu hören und keine „diplomatisch bereinigten“
    Äußerungen, die natürlich das Essener Handeln im guten Licht erscheinen lassen. In Wahrheit wird man von Bürgern und Instutitionen angesprochen und gefragt was das eigentlich soll in zwei verschiedenen Zeitungen den gleichen Lokalteil lesen zu
    müssen.
    .
    Man darf die Bürger, Leser und viele andere nicht immer
    für dumm verkaufen und meinen, die lesen alle eine Zeitung und
    sonst gar nichts. Die vergleichen natürlich auch die WP und WR und bei Mitbewerbern deren Zeitungen. Und man hört häufig, dass wir im Vergleich zum Recklinghäuser, Ippener und Hellweger Mitbewerber schlechter bei Lesern, Firmen und Politikern gerade im lokalen Bereich wegkommen. Und das ist keine Rufschädigung sondern eigentlich ein Ansporn um Lösungen zu suchen, wie man besser werden kann und diesen Rückstand wieder aufholen kann.
    .
    Und das Portrait von Axel Prahl vor ein paar Wochen auf der zweiten Hauptsportseite mag noch so gut sein, aber müssen es alle drei Blätter, die am Content-Desk hängen, es gleichzeitig übernehmen? Fällt in Dortmund bei der Co-Existenz von WR und WAZ glatt auf, wo (z.B im Rathaus, bei Banken, Versicherungen und Firmen) zwei Zeitungen abonniert sind. Da hätte ein anderer Autor ein anderes in dieser Form geartetes Portrait schreiben können und man hätte diese tauschen können. Was einmal im Pool existiert, kann auch noch einmal aufgerufen werden. Auch die Wirtschaftsseite ähnelt sich mittlerweile mehrheitlich bis auf einige wenige Platzierungen der (gleichen) Artikel auf den Seiten.
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    Diese Wahrheiten sollte man daher sagen dürfen.

  3. Empörung sagt:

    Ganz zu schweigen von den „Pannen“, die tief blicken lassen. Beispiel Kreis Olpe: WR-Seitenkopf, aber Leisten mit WP-Logo. Ähnliche Schizophrenie (mit WAZ und WR) kommt auch in der Dortmunder Rundschau vor. Zwitterzeug.

  4. Irrsinn sagt:

    @Empörung „WR-Seitenkopf, aber Leisten mit WP-Logo“
    .
    In Wittgenstein täglich derselbe Irrsinn: In der lokal gefakten WR-Ausgabe hängen notdürftig verbrämte WP-Seiten, mit den WP-Impressen und den WP-E-Mail-Adressen! Sorry, doch wer seine Leser für derart dämlich hält, der hat nichts anderes verdient als in kürzester Frist völlig vom Markt zu verschwinden. Aber vielleicht ist das ja sogar gewollt.
    .
    Dieser ganze blamable Auftritt lässt nur einen Schluss zu: Den Verantwortlichen ist es sch…egal, wenn die Auflage weiter in den Keller rauscht. Bin mal gespannt auf die IVW-Zahlen fürs 2. Quartal.

  5. Empörung sagt:

    Ein Witz für sich auch das neueste WR-Impressum. Jetzt sind zwar die ganzen „kommissarischen“ Leute raus, dafür wird nun jeder/jede genannt, der/die in Dortmund geblieben ist, unabhängig von der Funktion. Erstaunlich, dass Pförtner, Hausmeister und Reinigungskräfte nicht drinstehen. Aber die Leser sollen ja nicht merken, dass Leute fehlen. Deshalb hat man aufgefüllt. Lächerlich.

  6. Innen - außen sagt:

    Hier zum wiederholten Male die Frage: Nach Bekanntgabe des unterschriebenen Sozialplans sollte in einer 3-Wochen-Frist eine „Gesamtbetriebsversammlung“ stattfinden. Haben die Einzelbetriebsräte nicht einmal den Mumm den Sozialplan zur Diskussion zu stellen. Die Belegschaften haben sich bisher doch ohnehin als zahnloser Tiger gezeigt. Wenn nach Angaben von Herrn Hombach erst eine „Bereinigungsquote“ von 260 Stellen erreicht wurde, wäre es schön ( Sozialplanunterzeichnung 30. April ), wenn nun endlich etwas Verbindliches zum 330er-Paket verkündet würde. Nun doch Kündigungen? Man könnte sich vonseiten der Betriebsräte doch mal laut überlegen, ob ihre Unterschrift unter den Sozialplan nach dieser Verzögerungstaktik noch gilt? Ach, das wäre ja „Revolution“!
    WamS-Interview: Wie wenig Herr Hombach bisher bei der WAZ bemerkt hat, was für ein Produkt hier produziert wird, zeigte sich erneut bei diesem Interview, als er das Bespiel mit den Opel-Mitarbeitern brachte ( er führte es auch in der letzten WAZ-Betriebsversammlung an ). Ohne den Opelanern zu nahe treten zu wollen, sie produzieren am Fließband per Roboter aus Versatzstücken Massenware, die Redakteure und freie Redaktionsmitarbeiter der WAZ-Mediengruppe. . . .
    NRZ-Betriebsratsvorsitzender Markus Peters fiel hier im blog schon mehrfach durch sehr „eigenwillige“ und der gemeinsamen Sache wenig dienliche Statements auf. Was er im WamS-Interview jedoch so von sich gab, wäre Anlaß schnellstens zurückzutreten. Oder wurde er nur von der Springer-WamS „mißbraucht“? Er sollte sich dazu äußern, ob das, was da zu lesen war, von ihm auch so gesagt, so gemeint war.

  7. ver.di-Mitglied sagt:

    Habe gehört die Redaktion der WP in Soest soll bis September noch tätig sein. Man führt Verhandlungen mit Ippen (Soester Anzeiger) wegen Übernahme von Abo-Kunden und dem Silvesterlauf?!

  8. Dr. Faust sagt:

    ….der ist ja schon wieder hier….. Tenrix wann begreifst Du endlich, dass man dich hier nicht will? Der Blog heißt jeden willkommen, der sich konstruktiv zu dieser ganzen üblen Geschichte rund um die WAZ äußern möchte.
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    Da wir uns alle nicht richtig gewehrt haben, sehen wir jetzt das Ergebnis. Gerade die lokale Schiene ist nur noch ein Trauerspiel, wo die Axt schon angesetzt wurde. Die Lösung kann nur heißen, dass dort anderweitig lokal angesetzt wird und den LeserInnen Alternativen geboten werden.
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    Der Kahlschlag kann man nicht mit Systemfuzzies, Madenwerk und dergleichen Phantasiegesocks vergleichen. Die Personalie Reitz ist zwar ein Fall für sich, aber lassen wir ihm weiter den Traum einer „Süddeutschen“ für das Ruhrgebiet, in der Lokales nicht mehr vorkommt. Habe dabei die Hoffnung, dass eine Personalberatung ihn dann für „sein Werk“ doch noch in irgendeine Metropole in verantwortlicher Position holt und er damit belohnt wird.

  9. Wazzens sagt:

    @verdi-Mitglied
    Warum sollte Ippen über etwas verhandeln, was ihm quasi automatisch in den Schoß fällt? Die WP-Abozahlen werden in Soest, Werl und Warstein weiter rapide in den Keller gegangen sein. Preiserhöhungen und Umfangsreduzierungen nimmt doch kein Leser hin. Hat mal jemand nachgefragt, wie viele Abbestellungen täglich in den Geschäftsstellen eingehen? Und wenn der Kreis Soest bis September so weiter macht, fährt er doch wieder millionen Miese ein – wie war das noch bei Schickler? Eine Mille pro Quartal. Okay, ein paar Kollegen wurden schon umgesetzt oder gegangen, tiefrot bleibt es trotzdem. Und in Warstein wurde nichts abgebaut, ganz im Gegenteil. Mit dem Olper Kollegen -r- wurde das Personal sogar noch aufgestockt.

    Und wozu sollte man sich den Klotz Silvesterlauf ans Bein binden? Den wird die WP sowieso abgeben, oder soll es ein „dieseswarmalunsergeburtsort“-Gedächtnislauf werden? Und der Organisator wird irgendwann froh sein, wenn der Anzeiger einsteigt…

  10. Abgesang in Siegen sagt:

    „Liebe Leserinnen und Leser,
    dieses ist die letzte Ausgabe, die von der eigenen WP-Lokalredaktion produziert wurde. Was jedoch nicht heißt, dass die WESTFALENPOST in Siegen nicht mehr erscheint. Solche Gerüchte hat es gegeben, sie entbehren jeder Grundlage! Ab morgen übernehmen wir die lokalen Seiten von unserer Schwesterzeitung Westfälische Rundschau. Sie können sicher sein, dass Sie weiterhin über das Geschehen in Ihrer Stadt bestens informiert werden. Mehr noch: Wir wollen Ihnen in
    Zusammenarbeit mit den Kollegen von der WR einen besonders
    interessanten, frischen Lokalteil mit vielen guten Seiten bieten.
    … Herzlichst Ihr Bodo Zapp WP-Chefredakteur“

    Aber ja doch, Herr Zapp, jetzt wird jetzt alles besser, schöner und besonders interessant. Und Ihre Leser sind alle doof.

    Im Gegensatz zu ihrem Chefredakteur bemühen sich die Kolleginnen und Kollegen auf derselben Lokalseite um einen Rest Wahrheit. Sie verabschiedeten sich heute unter der Rubrik „Zitat“ mit diesen Worten:

    „Wenn die Stufen ins Nichts
    führen, achte auf die letzte.“

  11. Sülze sagt:

    Das ständige Gesülze von der strahlenden Zukunft mit „Schwesterzeitung“ ist unerträglich. Den Abowerbern der Siegener Zeitung oder auch der Ruhr Nachrichten werden Argumente geliefert.

  12. Vorbei sagt:

    Jetzt ist es amtlich: Am 30. Juni 2009 erscheint die letzte Ausgabe der WESTFALENPOST in Soest und Werl. Mal schauen, welches Gesülze sich die Chefredaktion dann einfallen lässt.

  13. Medienmoral sagt:

    Der Personalabbau und die Ausdünnung der Lokalredaktionen bei den vier NRW-Zeitungstitel der WAZ-Mediengruppe steht laut Handelsblatt in keinem Zusammenhang zum geplanten Ausstieg bei der österreichischen Kronenzeitung, der bis zu 200 Millionen Euro in die WAZ-Kasse bringen könnte
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/waz-gruppe-steigt-bei-krone-aus;2294682
    mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw

  14. Dr. Faust sagt:

    jaja sie ziehen feige gegenüber Ippen den Schwanz ein! Soviel zu „ein Gigant erfindet sich neu“! Was soll das denn für ein Gigant sein, der sich trollt und nicht richtig kämpft und es auch in der Vergangenheit mehr als halbherzig getan hat und Ippen damit leichtes Spiel hatte, um die Leserschaft dort zu erobern. Na denn Mahlzeit!

  15. Alles frisch in Siegen sagt:

    Um übrigens in Siegen die ganz besonders frischen und ganz besonders interessanten Lokalseiten zu basteln, hat man eine neue Redaktionsleitung eingeflogen, eine ebenfalls ganz besonders frische und ganz besonders interessante.
    .
    Dazu fällt mir jetzt nur noch Erich Kästner ein:
    „Was auch immer geschieht:
    Nie dürft ihr so tief sinken
    von dem Kakao, durch den man euch zieht,
    auch noch zu trinken.“

  16. Alles frisch in Siegen sagt:

    Um übrigens in Siegen die ganz besonders frischen und ganz besonders interessanten Lokalseiten zu basteln, hat man eine neue Redaktionsleitung eingeflogen, eine ebenfalls ganz besonders frische und ganz besonders interessante…
    *
    Dazu fällt mir jetzt nur noch Erich Kästner ein:
    „Was auch immer geschieht:
    Nie dürft ihr so tief sinken
    von dem Kakao, durch den man euch zieht,
    auch noch zu trinken.“

  17. Redaktionsleitung in Siegen sagt:

    @Alles frisch in Siegen

    Neue Redaktionsleitung bei der WR in Siegen eingeflogen? Die WP-Redaktion ist doch heute geschlossen worden. Was ist denn mit der alten, ist die ausgeschieden? Haben die denn nicht genug Redakteure in Siegen?

  18. sauerland sagt:

    tja – die Siegener Redaktionsleitung (alt) wird entsorgt und durch Neue aus Dortmund ersetzt. Die Entsorgten von der WP Siegen dürfen täglich in die große weite WAZ-Welt fahren, um dort zu arbeiten. Olper WP-ler fahren auch, weil Olper Rundschauler aus der da geschlossenen Redaktion einen Arbeitsplatz vor Ort behalten.

    Wer hat denn hier mit wem verhandelt? Und wer ist da der Looser? Ein Verdacht: Der Name fängt mit Z an und hört mit app auf.

    Dem Mann scheint alles egal zu sein. Ist der eigentlich noch in der Gewerkschaft? Und wenn ja: Warum kümmert sich da nicht das Ehrengericht?

  19. Alles frisch in Siegen sagt:

    „Diese Ausgabe ist historisch!“, jubelt die WR-Chefredaktion in der heutigen Ausgabe der Siegener WR. Die kann dort nämlich nicht mehr „WR“ genannt werden, sondern wird wohl fortan „SR“ heißen müssen: „Erstmals überhaupt heißt die WR an einem ihrer mehr als 20 Redaktionsstandorte nicht ‚Westfälische Rundschau‘. In Siegen erscheinen wir ab heute als ‚Siegener Rundschau‘. Zugegeben, das ist zunächst nur ein anderer Titel, ein neuer Name. Doch es ist auch ein klares Bekenntnis zu Siegen und dem Siegerland.“
    .
    So feiern Malte Hinz und Frank Fligge die Tatsache, dass die WR an einem ihrer Standorte erstmals ihre Identität aufweicht. Die 63-jährige Geschichte des Namens „Westfälische Rundschau“ wird in der nebulösen Hoffnung beiseite gewischt, als „Siegener Rundschau“ gegen die „Siegener Zeitung“ bestehen zu können. Zusammen mit der Auflösung der Seitenordnung nach Kommunen (da fällt es nicht so sehr auf, wenn mal eine Seite weniger drin ist) eine devote Annäherung an das Konkurrenzblatt, das man aber, so beteuern Hinz und Fligge im selben Text, nicht kopieren wolle.
    .
    Wenigstens erschien dieser Text der WR-Chefredaktion (die ja nun in Siegen die „SR“-Chefredaktion ist), nicht auch noch in der ab heute lokal identischen Ausgabe der WP – von deren Umbenennung in „Siegener Post“ man zum Glück noch abgesehen hat, vorerst jedenfalls. Konsequent wäre es ja. Ansonsten ist aber, wie an anderen Standorten auch, alles zu 100 Prozent identisch. Sogar die Mail-Adressen mit „siegen@westfälische-rundschau“ (die bleiben komischerweise, esmüsste ja jetzt „siegen@siegener-rundschau heißen) die WR-Impressen mit WR-Adressen in der WP. Nur die Leiste wird blau statt rot.
    .
    @Redaktionsleitung in Siegen Das Rätsel wird auf der Lokalseite 2 aufgelöst. Zwei Kollegen, die zuvor freie Mitarbeiter in Siegen waren und von denen einer erst kürzlich Redakteur wurde, verstärken das Redaktionsteam und übernehmen gleich auch die Leitung. „Die Kollegen verstärken ab sofort die Siegener Redaktionsleitung.“ Einer bildet bildet mit dem bisherigen Redaktionsleiter eine „Doppelspitze“, ebenso wie der Jungredakteur mit der mit der stellvertretenden
    Redaktionsleiterin Wambsganß.
    Wozu das alles? Die Antwort überrascht, vor allem angesichts der übrigen überaus erfahrenen Kollegen in der Siegener Redaktion , die solches nicht nötig gehabt hätten: „Für eine optimale Einarbeitung.“ Damit würden „frühzeitig die Weichen für eine erfolgversprechende Zukunft der Siegener Rundschau gestellt: Denn das bisherige Führungsduo wird bis Ende nächsten Jahres in die passive Phase der Altersteilzeit gehen.“
    .
    Na dann.

  20. Redaktion in Siegen sagt:

    Redaktionsleitung als „Doppelspitze“: Ist das jetzt das Konzept, mit dem jüngere Redakteure und Jungredakteure ein redaktionelles Fortbildungsprogramm zur Qualifizierung von Leitungspositionen absolvieren? Wird ja ein ziemliches Gedränge in der Redaktion geben. Wieso wurden eigentlich junge Redakteure aus Dortmund nach Siegen verschickt? In Siegen hätten doch genug erfahrenere und qualifiziertere Redakteure von WR und WP bereitgestanden und berücksichtigt werden können. Irgendwie hat diese Personalverschieberei ein „Geschmäckle“ von Ruhrgebietsconnection und klientelhafter Personalpolitik. In Siegen werden Stellen freigesetzt, der Nachschub wird aus dem Ruhrgebiet besetzt. Wo bleiben die frei gesetzten Kollegen aus dem Südwestfälischen?

  21. Redaktion in Siegen sagt:

    … das sieht mehr nach Tourismus als nach Journalismus aus.

  22. Ohrfeige für Siegener Kollegen sagt:

    @Redaktion in Siegen
    „In Siegen hätten doch genug erfahrenere und qualifiziertere Redakteure von WR und WP bereitgestanden und berücksichtigt werden können“
    ..
    Die Neubesetzung der Redaktionsleitung mit einem jungen und einem Jungredakteur ist eine schallende Ohrfeige für die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen in Siegen. Die bestehende Redaktionsleitung wird bei vollem Bewusstsein aufs Abstellgleis gedrängt. „Optimale Einarbeitung“ und „frühzeitige Weichenstellung“, so ein Unfug. Es bezeichnet wohl gerade die Qualität einer Redaktionsleitung, dass man sie nicht Jahre lang einarbeiten muss. Der einzige Grund, der neben der leichten Beeinflussbarkeit der Youngster für eine solche Personalpolitik überhaupt noch denkbar ist, liegt in den billigen und vor allem befristeten Verträgen, die sie lediglich haben. So geht man nur ein geringes Risiko ein, wenn der Laden in zwei Jahren endgültig dicht gemacht wird.

  23. medienmoral-nrw.de bei der WAZ gesperrt sagt:

    Es hat etwas von der Jämmerlichkeit nordkoreanischer Internet-Restriktionen: Die WAZ-Gruppe hat auf ihren Redaktionsrechnern die Seite „medienmoral-nrw.de“ gesperrt.

  24. Halbwahr sagt:

    Das ist nicht ganz richtig: Die Geschäftsleitung und einige „Auserwählte“ lesen weiter interessiert „medienmoral“.

  25. Blattspinat sagt:

    Eine erbärmliche Zensurmaßnahme. Aber nach dem Spruch „Was verboten ist, das macht uns gerade scharf“ wird Medienmoral jetzt vielleicht wieder interessant.

  26. Spinat sagt:

    Die Sperrung gerade zum jetzigen Zeitpunkt ist kaum zu verstehen. Es ist doch fast alles „vorbei“? Oder? Es muß wohl hinter den Kulissen etwas passiert sein, was zu diesem „Durchknallen“ geführt hat. Anderseits wird jedem nun ganz deutlich, was die Geschäftsleitung, die WAZ-Mediengruppe von Meinungsfreiheit, von Pressefreiheit hält. Dieser ganze Medienskandal in Essen – das zeigt sich nun – ist doch noch zu toppen. Makaber!

  27. Erwin der Fassungslose sagt:

    …und jetzt geht es den Kolleginnen und Kollegen vom Marketing an den Kragen.
    „Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
    die negative wirtschafltiche Entwicklung der WAZ Mediengruppe NRW zwingt uns dazu, alle Bereiche zu analysieren und neu auszurichten.
    Davon ist auch Ihr Arbeitsbereich betroffen.
    Wir möchten Sie deshalb zu einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 04. Juni 2009, 11.00 Uhr, im NRZ-Forum einladen und bitten um Ihre Teilnahme. Der Betriebsrat der WAZ-KG wird bei dieser Veranstaltung ebenfalls vertreten sein.“
    Wir dürfen gespannt sein, ob sich die Kolleginnen und Kollegen genause erfolglos zur Wehr setzen, wie unsere Redaktionskollegen.
    MAHLZEIT

  28. ver.di-Mitglied sagt:

    Meldung im WDRtext Südwestfalen:
    Brase kritisiert Zeitungsstruktur

    Die Westfalenpost in Siegen erscheint ab heute mit dem Lokalteil der Westfälischen Rundschau, die jetzt Siegener Rundschau heißt. Nach Auskunft der Chefredaktion in Dortmund ist der Lokalteil jetzt „lesernäher“ und er soll jüngere Leser ansprechen. Der Siegener DGB-Vorsitzende Willi Brase sagte, mit der Schließung der Westfalenpost-Redaktion gehe Meinungsvielfalt verloren. Bislang gehörte das Siegerland zu den wenigen Regionen in NRW mit drei Tageszeitungen.

  29. Historische Ausgabe in Siegen sagt:

    Neues Zeitungszeitalter in Siegen: “Ohne jede Übertreibung: Diese Ausgabe ist historisch!“ Mit dieser Betrachtung wendeten sich WR-CR Hinz und sein getreuer Stellvertreter Fligge in der heutigen Ausgabe der WR in Siegen an “Liebe Leserinnen und Leser“ der Siegener Rundschau. Was die Leser mit der historischen Ausgabe “gerade in ihren Händen halten“ wird diesen in der CR-Ansprache so mitgeteilt: “eine neue und ziemlich andere Rundschau“.

    Dann geht die Post ab, was alles neu an der Siegener WR ist: “Wir werden noch frecher und mutiger, noch unkonventioneller berichten (…) – seriös, verlässlich und kompetent. Wir werden harte Fakten modern präsentieren: unterhaltsam, pointiert, präzise, auf den Punkt gebracht. Wir werden in Kommentaren Position beziehen. Klare Kante eben. Wir werden stärker als bisher polarisieren und so Orientierung bieten“ (…) und so weiter und so weiter – “und wir möchten mit Ihnen ins Gespräch kommen.“

    Eine beeindruckende Ideenvielfalt, die da als Erfolgsrezept der WR-CR für die Siegener Rundschau ausgegeben wird: “Wir streben einen Mix aus wichtigen Nachrichten, einfühlsamen Reportagen, originellen Themen, flippigen Ideen und Verrücktheiten an. Denn Lesen soll nicht nur informieren, es soll und muss manchmal auch einfach nur Spass machen.“ Siegen, heisst es weiter, “verdient eine Zeitung, die großstädtisch, jung und intelligent ist“. Beachtlich, wie hier eine Lokalausgabe, die bisher im Lokalteil schon “Siegener Rundschau“ hieß, neu erfunden worden ist. Ein Bravour den Zeitungsmachern, dass es endlich diese neue Zeitung mit einem tollen, jungen, einfach sympathischen Konzept für Siegen gibt.

    Wie bitte, Konzept? Was in der Anrede an die lieben Leser zusammengeschrieben wurde, ist nicht mehr als eine plattitüdenhafte Ansammlung von plagiaten Formulierungen. Von standortbezogenem Konzept für Siegen ist aus diesem Mischmasch ebenso wenig etwas Nennenswertes herauszulesen, wie von wesentlichen journalistischen Inhalten. Eben, wie oben beschrieben, ein verrücktes Blatt. Na, denn mal los. Den 28. Mai 2009 sollten sich die Leser der Siegener Rundschau wirklich merken, ein historischer Tag für die WR und die Zeitungslandschaft in Siegen. Hoffentlich nehmen die Leser das mit der neuen und ziemlich anderen Rundschau überhaupt wahr. Die erste neue Ausgabe war unübersichtlicher als die alte.

  30. kenner sagt:

    @Erwin der Fassungslose…und jetzt geht es den Kolleginnen und Kollegen vom Marketing an den Kragen.

    Ist dieses Schreiben ein Witz oder existiert das wirklich ?
    Damit würde nach den MitarbeiterInnen in den Leserläden und den MedienberaterInnen ja schon wieder eine Abteilung „ausgedünnt“ – oder vielleicht ganz verschwinden.
    Das wird immer trauriger.
    Aber leider ist für die WMG auch hier noch einiges „zu holen“.

  31. Aberwitzige Situation sagt:

    @Historische Ausgabe in Siegen „Eine beeindruckende Ideenvielfalt, die da als Erfolgsrezept der WR-CR für die Siegener Rundschau ausgegeben wird“

    Vor allem ist es eine Mischung aus fröhlich und frisch klingenden Forderungen an eine auf fast die halbe Personalstärke eingedampfte Mannschaft, die zudem noch wegen der neuen Redaktionsleitung bis unters Dach frustriert sein wird. Insgesamt eine völlig aberwitzige Situation.
    .
    Wohin es führt, wenn unerfahrene Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter in Schuhe gesteckt werden, die ihnen drei Nummern zu groß sind, konnte man erst vor wenigen Monaten bei der „jungen Chefredakteurin“ der WR erleben: Überforderung pur. Nichts gelernt daraus.

  32. Keine halben Sachen! sagt:

    Bodo und Malte, jetzt macht aber keine halben Sachen! „Siegener Rundschau“, das reicht doch nicht aus! Es steckt ja immer noch das Wort „Rundschau“ drin! Das kommt im Siegerland nicht gut an. Überhaupt nicht gut. „Zeitung“ statt „Rundschau“ klingt doch viel besser! Passt irgendwie so schön zu „Siegener“. Dazu noch das Format etwas ändern und den Umbruch, keine roten Leisten und dafür den Titel in Fraktur, dann klappt das schon. Ja, und bevor ich es vergesse: In Siegen drucken lassen und natürlich noch weiter überschüssige MAK entsorgen.

  33. Hubert sagt:

    @kenner: Dieses Schreiben (eine Email) an die Kolleginnen und Kollegen aus dem Marketing gibt es tatsächlich – seit gestern. Es ist eingeschlagen wie eine Bombe… und jetzt bleibt nur abzuwarten, wie viele Köpfe bei uns rollen sollen… Aber der rückgratlose Betriebsrat wird´s schon richten – nicht wahr?

  34. Fassungslos sagt:

    @ Hubert „bleibt nur abzuwarten, wie viele Köpfe bei uns rollen sollen“
    .
    Wann denkt eigentlich die SPD über ein Ausschlussverfahren ihres Mülheimer Asozialdemokraten nach? Gegen seinen menschenfeindlichen Brachialkapitalismus war Herrn Schumanns Kohl-Spende ein Witz.

  35. WR-Situation in Siegen sagt:

    @Aberwitzige Situation: “Überforderung pur. Nichts gelernt daraus.“

    Und wie sich die WR-CR gerade an einem besonders gefährdeten Standort wie in Siegen verhält mit einem Personalgeschiebe, dass nicht nur den Blickwinkel für den Zeitungsstandort, sondern auch jedes Fingerspitzengefühl gegenüber der alten Redaktionsbesetzung vermissen lässt. Ein Verhalten, dass einfach nur peinlich ist. Nach Qualifikationsmerkmalen ist diese neue Personalbesetzung nicht zusammengestellt worden. Das legt unübersehbare Defizite an den Fähigkeiten der Personalführung der WR-CR in Dortmund offen.

  36. Blattspinat sagt:

    Das Siegener Gehampel hat etwas vom „letzten Aufgebot“.

  37. Also bitte, etwas Mäßigung! sagt:

    Also bitte, etwas mehr Respekt vor Vorgesetzten, ja?
    Der neue Redaktionsleiter kann, öh – kann ziemlich gut fotografieren. Er macht außerdem recht gute Bilder. Und er kann mit einem Fotoapparat umgehen.

  38. Buntes gemüse sagt:

    @Blattspinat: „Siegener Gehampel“

    Was meinst Du damit? „Gehampel“ in Siegen – oder in Dortmund?

  39. Blattspinat sagt:

    An Buntes Gemüse: Gemeint ist das Dortmunder Gehampel und Gemöhre rund um Siegen, also die Eiertänze der WR-Chefredaktion.

  40. Alter Kollege sagt:

    @Gemüse und Spinat:
    Das ganze Gehampel und Gemöhre samt krampfhafter Umbennenung und Umbesetzung wird nichts bringen, denn die Todesanzeigen des Siegerlandes stehen weiterhin im Konkurrenzblatt. Und zwar nur da.

  41. Spinat sagt:

    Ich wundere mich schon seit längerem, was das für ein Gehampel im Raum ist. Gesicherte Informationen – auch von medienmoral – gibt es nur selten. Komisch: Im Westen, im Bereich der NRZ und WAZ, scheint es keinerlei Probleme zu geben. Ich habe seit viel zu lange nichts mehr gelesen. Es kann ja auch sein, dass hier Reitz und Co. schon endgültig für „Ruhe“ ohne Gegenwehr gesorgt hat.

  42. Wird nicht besser sagt:

    @Alter Kollege ‚Todesanzeigen des Siegerlandes stehen weiterhin im Konkurrenzblatt. Und zwar nur da‘

    Das wird nicht mehr besser werden, weil ja die Geschäftsstelle auch dichtgemacht wird. Wer gibt denn schon Todesanzeigen telefonisch beim WAZ-Dialog auf?
    Dazu kommen nun noch die beiden neuen Untergangsgehilfen in der Redaktion. Wäre die Siegener WR ein Schiff, würde ich sagen: Bisher hat es im Sturm zwar schon eine Menge Wasser gemacht. Aber jetzt werden auch noch sämtliche Schotten, Luken und Flutventile geöffnet..

  43. Demian sagt:

    Leute, das kann es doch echt nicht sein. Nur weil die beiden Jungs jung sind, sind sie automatisch schlecht? Wer soll das denn noch verstehen? Ich finde die Entscheidung der WR mutig – ob man einen Markennamen zumindest teilweise aufgeben muss, sei allerdings dahingestellt.

    Aber wenn es ein Baustein ist, damit die WR im Siegerland überleben kann – dann kann sie von mir aus auch ganz anders heißen!

    Die WR muss sich in Siegen als absolute Zweitzeitung platzieren und präsentieren. Selbst in Kombination mit der WP-Auflage ist die WR leider immer noch nicht gerettet. Sowohl Alex als auch Florian sind durch die Hinz-Schule gegangen. Beide stammen aus der Region, haben dort jahrelang gearbeitet. Beide gelten als absolute Malocher, fürchten sich nicht vor Nachtschichten, sind sympathisch und können Menschen für sich gewinnen. Sie wissen, wie sie mit neuen Medien umgehen müssen, wissen, wie sie das Internet bedienen sollen und sind ausgewiesene Blattmacher.

    Aber diese beiden exzellenten Journalisten sollen zu schlecht sein, eine Redaktion zu führen, die irritiert ist, die nervös ist, die über viele Jahre links liegen gelassen wurde, weil sie so weit weg ist? Das Siegerland ist Kampfgebiet, meine Damen und Herren. Und wenn es gelingt, im Siegerland endlich als EINE Redaktion aufzutreten, können wir gegenüber der Siegener Zeitung endlich aufholen.

    Jetzt lasst Alex und Florian gemeinsam mit Brigitte und Wolfgang der SZ endlich mal ordentlich in den „Hintern“ treten!

  44. Informer sagt:

    Newspapers‘ future
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    Published: May 25 2009 18:42 | Last updated: May 25 2009 18:42
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    With each month, newspapers look less like a business and more like a lost cause. The crisis is acute in the US, where some newspaper groups are in Chapter 11 bankruptcy and there are questions over the long-term future even of venerable titles such as The New York Times and The Washington Post.
    .
    The problems of The New York Times Company, which has too much debt, has prompted interest from outsiders who sense vulnerability in the Ochs-Sulzberger controlling family. Even with creaky finances, the possibility of owning its flagship paper excites media gadflies such as David Geffen, the Hollywood billionaire.
    .
    One potential suitor has decided against entering the print fray – Google, whose Google News aggregation service is sometimes unfairly blamed for causing papers’ problems. Eric Schmidt, Google’s chief executive, told the FT that Google will help papers to adapt to the internet rather than buy them.
    .
    The degree to which the travails of papers are a threat to an informed democracy can be exaggerated, particularly by journalists. The internet has made print less profitable but has also made new forms of information-gathering and commentary possible. Bloggers get a bad press but low-cost publishing helps new sources to emerge.
    .
    The profitability of papers in the late 20th century, when they had a monopoly of classified advertising, was an anomaly. Before that, newspaper barons owned them more to wield power than nurture democracy, while the 18th-century press was as partisan and rambunctious as any bunch of bloggers.
    .
    Nor are all papers equally threatened. Business papers, including the FT, have had more success in charging online readers than general-interest publications. Many publishers regret their rush to give everything away on the web but the over-supply of general news makes it hard to backtrack.
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    There are legitimate concerns about the disappearance of general papers. The best dig up stories and provide coverage of local, national and foreign news that enlightens readers and citizens. It is easy to undervalue such news when it has been plentiful for decades, but society would feel its absence.
    .
    Perhaps some of the reporting done up to now by for-profit papers will in future be funded by foundations or trusts. But the industry should not lose faith in the free market. When people really want or need something, they will pay for it, one way or another. If today’s publishers cannot convince their readers to do so, they will be overtaken by others that can.
    .
    Copyright The Financial Times Limited 2009 by Miggenda Ruhrgebiet

  45. Abraxas sagt:

    @Demian
    „ausgewiesene Blattmacher“. Völliger Quatsch. Auch müssen exzellente Journalisten nicht über Jahre „eingearbeitet“ werden. Und die „Hinz-Schule“? Ist das die, in der gelehrt wird, wie man sich blitzartig vom Arbeitnehmervertreter zum Arbeitgebervertreter wandelt? Ja nee, is‘ klar..

  46. Lokaler sagt:

    Demian, trägst du nicht etwas dick auf? Einer der beiden war letztes Jahr noch Volontär. Bei allem Respekt, aber da gibt es tatsächlich erfahrenere Kolleginnen und Kollegen. Von Führungsqualitäten wollen wir lieber erst gar nicht reden. Aber egal. Natürlich wünsche ich der Siegener Rundschau viel Erfolg. Wenn auch das „In-den-Hintern-treten“ der Konkurrenz eine Formulierung ist, die erstens der tatsächlichen Situation überhaupt nicht angemessen und zweitens unter unserem Niveau liegt.

  47. Anonym sagt:

    @Demenzian

    Was ist das für eine bestellte und lobhudelnde Beweihräucherung über die Siegener WR-Neu- und Umbesetzung. „Exzellente Journalisten“ und „ausgewiesene Blattmacher“ als Retter der Siegener Rundschau? Wie können solcherart ausgewiesene Journalisten in die Siegener Rundschau wechseln? Wer soviel journalistisches Potenzial mitbringt, hat längst Angebote von FAZ, SZ oder Spiegel und ist für den Egon Erwin Kisch-Preis vorgeschlagen. Jetzt aber bitte mal konkreter: Wo haben die beiden erwähnten Neu-Redakteure sich als „exzellente“ und „ausgewiesene Blattmacher“ ausgezeichnet und zu welcher Zeit haben sie bereits als Redakteure in der Region Siegen gearbeitet? Sind sie dann an dem enormen Auflagenrückgang der letzten 10-15 Jahre, von dem WP und WR im Siegerland betroffen waren, mit beteiligt? Dann Glückwunsch zu dieser Personalauswahl. Mal im Ernst: Nach Deinem Kommentar kommst Du aus dem Kreis der „Schülerredakteure“, die bei „Zeitung und Schule“ mitmachen oder bei welcher Schülerzeitung machst Du gerade Deine ersten Gehversuche? Wer mit solcher Unkenntnis und mit durchsichtigen Täuschungsmanövern daherkommt, der hat von alldem, was an Kommentaren zu der veränderten Situation in Siegen kritisch, auch bissig, sicher auch hämisch und mehr, aber aus verständlichem Unmut und begründeter Verärgerung in diesen Blog geschrieben wurde, nicht nur nichts verstanden, wer so schreibt, der kann das auch gar nicht wissen und schreibt ohne journalistische Erfahrung, ohne Kenntnis der Hintergründe und Personen, und spielt sich in diesem Blog auf, als sei er der große Kenner der Siegerländer Zeitungszene. Dein Inkognito würde ich gern lüften, um zu sehen, was hinter Deinem hofierenden Auftritt für ein Möchtegern steckt. Im Klartext: Wer so schreibt, dem sollte klargemacht werden, dass er vom Journalismus alle Finger lassen sollte. Da sind andere Qualitäten gefragt, alles andere als schleimige Hofiererei.

  48. In den Hintern sagt:

    @Demian Wenn hier Leuten in den Hintern getreten wird, dann sind die nicht von der SZ, sondern aus unserer Redaktion. Egal wer du bist, du hast keine Ahnung. Der Sympathische, der Menschen für sich gewinnen kann, hat sich selbst schon mal als „Allzweckwaffe“ bezeichnet. Au weia.

  49. Kollege sagt:

    Kolleginnen und Kollegen, nicht ärgern. Demian ist kein Insider. Ein solcher hätte niemals „Wolfgang“ geschrieben.

  50. Siegener Pilotprojekt sagt:

    Also, über das ‚Gehampel‘ um Siegen und die Personalentscheidungen der WR-Chefredakteure ist noch einiges unklar geblieben. Warum wurde die lokale Redaktionsleitung jetzt neu und gleich doppelt besetzt, wenn die alte Redaktionsleitung noch bis nächstes Jahr mit Ausscheiden über Altersteilzeit von den alten Redaktionsleitern besetzt ist? Eine Doppelbesetzung gibt es das in einer anderen Lokalredaktion der WAZ-Zeitungen mit vergleichbaren Erfahrungen und wie passt das zusammen, wenn gleichzeitig bei den WAZ-Gruppe-Zeitungen mit dem Kahlschlagsprogramm Doppel-Redaktionsbesetzungen rigoros mit Stellenabbau aus wirtschaftlichen Gründen beseitigt werden? Ist die Doppelbesetzung der WR-Redaktionsleitung in Siegen ein Versuchs- oder Pilotprojekt?

    Der Neu-Siegener Co-Redaktionsleiter war mehrere Jahre Lokalredakteur in Dortmund unter dem lokalen Redaktionsleiter Fligge, der andere Jungredakteur hat sein erstes Berufsjahr unter dem vormals lokalen Redaktionsleiter Hinz in Lünen gearbeitet. Wie man hört soll der als neuer Co-Redaktionsleiter nach Siegen versetzte Dortmunder Jungredakteur sich schon Monate vor der Stellenausschreibung für Siegen darüber verbreitet haben, er sei als neuer Redaktionsleiter für Siegen vorgesehen – jedenfalls sei ihm die Redaktionsleitung von der CR angetragen worden. Die Stelle wurde aber erst vor einem Monat ausgeschrieben. Was sagt der WR-Betriebsrat zu diesem Vorgehen einer Personalbesetzung – und zu der Doppelbesetzung? WR-Chefredakteur Malte Hinz war doch bis vor einem halben Jahr selber noch Betriebsratsvorsitzender.

    Weiter hört man, dass sich einige sehr qualifizierte und erfahrenere, seit vielen Jahren engagiert und anerkannt ihre Arbeit für die WR leistende Redakteure aus dem südwestfälischen Raum, denen das Konkurrenzgebiet mit Siegener Zeitung vertraut ist, für die Redaktionsleitung beworben haben sollen, aber nicht berücksichtigt wurden. Mit welcher Begründung? Was hat die Chefredaktion in Dortmund dazu veranlasst, diese von der beruflichen Erfahrung und von der Personalführung naheliegenderen Bewerbungen nicht zu berücksichtigen. Denn es müsste doch in ihrem eigenen Interesse sein, an dem besonders hart umkämpften Zeitungsstandort in Siegen die bestmöglichste Personalbesetzung mit erfahrenen Redakteuren vorzunehmen, um gegen den Mitbewerber Siegener Zeitung besser aufgestellt zu sein und bestehen zu können.