WAZ-Gruppe: Nur gemeinsam sind Freie stark!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Nur gemeinsam sind wir stark!

Die derzeit gezahlten Honorare für Freie an Tageszeitungen sind so niedrig, dass sie auf Dauer keine akzeptable Existenzgrundlage sein können. Die WAZ-Mediengruppe hat nun ihre grundsätzliche Bereitschaft erklärt, die Gemeinsamen Vergütungsregelungen für Tageszeitungen anzuwenden. Die Vergütungsregeln gelten  rückwirkend zum 1. Februar 2010 für Beiträge hauptberuflicher  freier Journalistinnen und Journalisten in allen vier Zeitungstiteln  der Gruppe  – und das auch dann, wenn zwischen den Parteien etwas anderes vereinbart wurde. Das heißt, auch bisher getroffene Vereinbarungen, die die freien Journalisten schlechter stellen, müssen hinter den Vergütungsregeln zurückstehen. Welche Honorare genau die Vergütungsregeln für die Freien bedeuten, steht in dieser zweiseitigen Tabelle. Soweit die Theorie – dies gilt es jetzt auch in der Praxis umzusetzen.

Suchen Sie Mitstreiter!

Jetzt muss es darum gehen, möglichst viele Mitstreiter zu sammeln (die Einaldung hier als pdf zum Weiterverteilen). Denn je mehr Freie sich beteiligen, desto besser ist es für den Einzelnen. Lassen Sie sich nicht isolieren!

Wenn Sie selbst also für die WAZ-Gruppe in NRW arbeiten, melden Sie sich bitte! Wenn Sie angesprochen werden, helfen Sie uns, eine gemeinsame Liste aufzustellen. Oder schicken Sie eine Mail an susanne.prinz@djv-nrw.de. Alle Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt. Ohne Ihr Einverständnis geben wir nichts an den Verlag oder Dritte weiter.

Bitte geben Sie diese Informationen an möglichst viele Freie weiter Es spielt dabei keine Rolle, ob jemand dem DJV oder der dju angehört oder  gar nicht organisiert ist.

Um die gemeinsamen Interessen zu bündeln und sich gegenseitig kennenzulernen, laden wir zu einem Treffen ein.

Wann?          18. Oktober 2010, 20 Uhr
Wo?             Unperfekthaus in Essen, Friedrich-Ebert-Str. 18

Wir freuen uns auf zahlreiche Mitstreiterinnen und Mitstreiter (zur Erleichterung der Planung bitte kurze Rückmeldung an susanne.prinz@djv-nrw.de).

Anja Zimmer                                  Jutta Klebon
DJV-NRW                                       ver.di NRW
(anja.zimmer@djv-nrw.de)             (jutta.klebon@verdi.de)

Weitere Informationen auch unter www.faire-zeitungshonorare.de/

34 Antworten zu “WAZ-Gruppe: Nur gemeinsam sind Freie stark!”

  1. […] behandelt. Ohne Ihr Einverständnis geben wir nichts an den Verlag oder Dritte weiter … medienmoral Tags »   Bildungspolitik, Dresden, Exorzismus, Frank Goosen, Freie […]

  2. […] WAZ-Gruppe: Nur gemeinsam sind Freie stark! (Medienmoral NRW) – Die freien Journalisten der WAZ-Mediengruppe sollen die gemeinsamen Interessen bündeln. […]

  3. […] WAZ-Gruppe: Nur gemeinsam sind Freie stark!…Medienmoral NRW […]

  4. […] Medienmoral NRW » Blog Archive » WAZ-Gruppe: Nur gemeinsam sind Freie stark! Einerseits um Leser betteln, andererseits die Content-Macher nicht richtig bezahlen – auch wenn sich das wohl bessert: Die WAZ müsste schon viel unternehmen um meinen Respekt überhaupt erstmal zu gewinnen. (tags: zeitung) […]

  5. Neugierig sagt:

    Ergebnisse?

  6. fiftyruhr sagt:

    Ergebnisse?
    Hinkommen!
    Es waren bei diesem ersten Treffen bereits über 30 Leute (!) im Unperfekthaus, die sich gegenseitig informierten, Erfahrungen austauschten – und sich künftig auf dem Laufenden halten bzw. mehr gemeinsam machen wollen. Das Netzwerken geht los. Das nächste Treffen wird bestimmt größer.

  7. Mutig sagt:

    Ein großartiges Beispiel, wie man sich mit mutigen Aktionen gehör verschaffen kann! Und das können wir Freie an Tageszeitungen auch, wenn wir selbstbewusst und kreativ an einem Strang ziehen! Schliesslich sind wir doch die Medien-Fachleute!
    http://static.rp-online.de/layout/fotos/HBvwWHtL.pdf

  8. djunrw sagt:

    Zum Download des wdr print fake geht es hier entlang, da gibt es auch noch ein paar informationen über die Absichten der mutigen Blattmacher
    http://dju-nrw.verdi.de/aktuelles_termine/wdr20101028

  9. Medienmoral sagt:

    In NRW sind zwei weitere Treffen für Tageszeitungsfreie geplant, um mit der Umsetzung der Vergütungsregeln weiterzukommen.

    22. November um 20 Uhr in Köln:
    Treffen für Freie und Pauschalisten der Kölnischen Rundschau in der Gaststätte „Rut un Wiess“, Schaevenstraße 5, 50676 Köln. Eine kurze Anmeldung an freie-in-koeln@gmx.de hilft bei der Organisation. Dort kann man sich auch melden, wenn man in die Mailingsliste der Kölner Tageszeitungsfreien aufgenommen werden will.

    29. November um 20 Uhr in Essen:
    Treffen für Freie und Pauschalisten der WAZ-Mediengruppe im „Unperfekthaus“, Friedrich-Ebert-Str. 18. Bitte kurze Rückmeldung an susanne.prinz@djv-nrw.de (zur Vereinfachung gerne mit dem Betreff [WAZ FREIE]).

    Beide Veranstaltungen sind offen für alle Freien und Pauschalisten. Die Mitgliedschaft in einer der beiden Gewerkschaften spielt hier keine Rolle. Und weiterhin bemühen sich DJV und dju/ver.di darum, in allen Zeitungshäusern möglichst viele Mitstreiter zu sammeln. Denn je mehr Freie sich beteiligen, desto besser ist es für den Einzelnen. Lasst Euch nicht isolieren!

  10. HaeBae sagt:

    Der Revierfrischling Erik Peper community management derwesten.de (einst bild.de) wird einreviert. Neo-revieralistische Kräfte kämpfen um die WAZ-Zukunft im Ruhrgebiet.

  11. Wos? sagt:

    Sonst keine Sorgen außer, ob einer Revierfrischling ist, oder nicht? Ich schon. Denn entweder bin ich mal wieder zu pessimistisch, oder Mitarbeiter, Betriebsräte und Gewerkschaften verpennen mal wieder eine dramatische Entwicklung. Erik Peper wird neuer Chef der IT der WAZ-Mediengruppe. Wenn ich die Mitteilung richtig verstanden habe, soll die IT in einer neuen Gesellschaft stattfinden. Wenn ich es richtig verstanden habe, soll es in den Verlagen und anderen Konstrukten der Mediengruppe keine IT, und vor allem keine IT-Beschäftigten mehr geben. Ich mach´ mir da so meine Gedanken.

  12. Bahnbrechende Content Desk Studie sagt:

    Hallöchen, wo ist hier im Blog über die bahnbrechende Studie „Content Desk der WAZ bringt mehr Qualität“ zu lesen? Aus Hamburg wird – ohne Angabe der Nachrichtenquelle – in WAZ-Blättern vermeldet: Die Einführung des Content Desk mit Abbau von rund 300 Redakteursstellen habe in den Mantelteilen der WAZ, NRZ und WR zu einer „messbaren Verbesserung der journalistischen Qualität geführt“. Ergebnis einer Studie der Zeitungsforscher Lars Rinsdorf (Stuttgart) und Günther Rager (TU Dortmund). Und man höre und staune: die drei Blätter „konnten ihre Lesernähe durch eine Steigerung des regionalen Bezugs der Berichterstattung erkennbar steigern“. Das Ergebnis der Studie ist für den Zeitungsmarkt ja geradezu verblüffend, nein, mehr noch, sensationell. Haben die „Zeitungsforscher“ mit einer Auftragsstudie Zeitungsausgaben der WAZ untersucht, die nur außerhalb des Verbreitungsgebietes erscheinen oder ein plagiates Pamphlet als unterhaltsame Lachnummer a la „WDR-Print“ abgeliefert?

  13. zeilenschinder sagt:

    Ich hoffe jetzt auch auf die Solidarität meiner freien Kollegen bei den anstehenden Arbeitskampfmaßnahmen der Festangestellten (siehe djv-Website). Von einem habe ich bereits die spontane Zusage, dass er „verhindert ist“ und nicht einspringen kann, wenn wir streiken sollten (wovon ich ab heute ausgehe). Ich möchte, dass es noch mehr werden.

    Ich möchte übrigens auch, dass die heutigen Beschlüsse der Großen Tarifkommission des djv hier in einem eigenen Thread veröffentlicht und diskutiert werden.

  14. […] Streiks bei den Medien: zeilenschinder will die Solidarität der Freien … medienmoral […]

  15. Hans Plagwitz sagt:

    Mein lieber Zeilenschinder,
    auf was ich viel mehr hoffe, ist, dass sich die fest angestellten Kollegen mit sich selbst solidarisch zeigen. Nach den Erfahrungen beim letzten Arbeitskampf, bei dem es schließlich auch hauptsächlich um die Abwehr von Verlegerforderungen ging, habe ich meine Zweifel an der Einsichtigkeit der Kollegen. Dazu noch die Angst und der Frust, die in den verschiedenen Desk-Konstruktionen herrschen…
    Dabei geht es jetzt wirklich ums Eingemachte! Wenn ich nur an den „Nachwuchs“-Tarif denke, frage ich mich, welch geringes Ansehen wir bei unseren Verlegern haben.

  16. Es ging sagt:

    in den letzten Arbeitskämpfen doch stets ums „Eingemachte“. Ich habe mich, als Redakteur in einer kleineren Lokalredaktion, regelmäßig ziemlich blöde und wütend zugleich gefühlt, wenn dort mindestens ein Kollege doch noch mit aller Gewalt eine Ausgabe in fast normalem Umfang gestrickt hat, weil ja erstens der Leser nicht der Leidtragende sein darf und weil man ja zweitens in Konkurrenz zu einer starken Heimatzeitung steht und weil man ja drittens sonst noch mehr Auflage verlieren würde und weil man ja viertens blablabla…
    .
    So ging es jedes Mal. Und so wird es wieder sein. Wetten?

  17. registrierenwirdpflicht sagt:

    Die WAZ Mediengruppe führt auf DerWesten.de die Registrierungspflicht für Nutzer ein, die auf dem Regionalportal Artikel und Beiträge kommentieren wollen. Das hat die WAZ-Mediengruppe heute mitgeteilt. Ab Dienstag, 18. Januar, müssen sich die Nutzer des Portals über eine gültige E-Mail- Adresse registrieren lassen, wenn sie Kommentare im Nachrichtenbereich der Seite abge-
    ben möchten.

  18. zeilenschinder sagt:

    Ja, lieber Hans Plagwitz und „Es ging“, die Erfahrung habe ich leider auch gemacht. Man kann ja gar keinen hängen lassen, nicht die armen Sreikbrecher in den Redaktionen, die dann leider mehr und länger arbeiten müssten, womöglich sogar tagelang, noch den armen Ressort- oder Redaktionsleiter, der dann öfter später nach Hause käme – nur die Kollegen, die draußen für die Rechte aller kämpften, die konnte man sehr gut hängen lassen. Ich kann mich auch bestens daran erinnern, wie die Streikbrecher nach Ende des Arbeitskampfs 2004 von den gemeinsamen Vorgesetzten für ihren übergroßen Einsatz hoch gelobt worden und erst mal Freizeit bekamen; Namen sind dem Zeilenschinder bekannt.

    Eines muss klar sein: Wir kämpfen nicht, weil wir etwas fordern. Wir kämpfen ausschließlich, um etwas abzuwehren. Wir hätten nur gerne unseren von den Verlegern gekündigten Manteltarifvertrag wieder zurück, und zwar das Original. Nur und ausschließlich darum geht es. Es sind die Verleger, die uns durch die Vertragskündigung und ihre totale Blockade- und Verweigerungshaltung in einen Arbeitskampf hineindrängen.

    Lust auf Streik habe ich überhaupt nicht. Aber dass wir uns wehren müssen, wenn wir jetzt nicht untergehen wollen, das werden wir doch wohl einsehen.

  19. itwonderboys sagt:

    Was soll die Registrierung bringen? …abgesehen von ein paar Spam Wegwerf Email Adressen. Profis at work.

  20. Habe mich sagt:

    eben angemeldet: Hodo.Bombach@trash-mail.com.
    It works!

  21. faireverguetung sagt:

    Faire Vergütung sichert die Qualität in den Medien

    Berlin, 23.04.2011 – Anlässlich des Welttags des geistigen Eigentums am 26. April fordern der Deutsche Journalisten-Verband und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in ver.di die Verlage und Rundfunkunternehmen als unmittelbare Nutzer journalistischer Leistungen auf, die Urheberrechte ihrer Autoren zu respektieren.

    Texte zum Preis eines Butterbrots, Hörfunkbeiträge für einen Apfel und ein Ei, Fotos und Videos gratis, dazu alle Rechte ausschließlich und inklusive: Solche Zumutungen der Medienunternehmen trocknen den professionellen und kreativen Journalismus aus und schaden massiv der Medienfreiheit.

    „Wer für die Medien am Input spart, sollte sich nicht wundern, wenn der Output Qualitätsmaßstäben nicht standhält“, erklärte dazu der DJV-Vorsitzende Michael Konken. „Nicht zuletzt von journalistischer Qualität lebt aber die Demokratie“, ergänzt der stellvertretende Bundesvorsitzende und Fachbereichsleiter Medien in ver.di Frank Werneke. Die öffentliche Meinung fußt auf verlässlich recherchierten und verständlich verfassten Nachrichten und Berichten in Wort, Bild und Ton, auf Einschätzungen und Kommentaren, auf Features und Hintergrundinformationen. Diese professionellen Leistungen von Journalisten sind weder zum Nulltarif zu haben noch durch Enteignung der Urheber zu erlangen.

    Leistungen sind zu bezahlen – aufwandsgerecht und fair. Nichts anderes gilt für die Rechte der Urheber, denn diese leben davon. Verträge dürfen nicht nur abgeschlossen werden, sie sind auch umzusetzen, gleich ob es sich um Tarifverträge oder um gemeinsame Vergütungsregeln handelt, etwa um die vom DJV und der dju in ver.di mit den Zeitungsverlegern vereinbarten Gemeinsamen Vergütungsregeln für freie Journalisten an Tageszeitungen.

    Dumpingpreise und rechtswidrige Geschäftsbedingungen mögen mancherorts branchenüblich sein, sie sind aber weder wirtschaftlich noch ethisch gerechtfertigt und gefährden auf Dauer die Qualität des Journalismus. DJV und dju rufen daher die Medienunternehmen auf, endlich eine angemessene Balance zwischen ihren Vergütungen und den Leistungen und Rechten ihrer Autoren zu akzeptieren.

    DJV-Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Hendrik Zörner
    dju-Bundesgeschäftsführung: Ulrike Maercks-Franzen

  22. […] Faire Vergütung sichert die Qualität in den Medien: Texte zum Preis eines Butterbrots, Hörfunkbeiträge für einen Apfel und ein Ei, Fotos und Videos gratis, dazu alle Rechte ausschließlich und inklusive: Solche Zumutungen der Medienunternehmen trocknen den professionellen und kreativen Journalismus aus und schaden massiv der Medienfreiheit … medienmoral […]

  23. Wiebke Westhues sagt:

    Der BDZV beschäftigt wortgewandte Texter und hat seinen eigenen Hohlspiegel online:
    .
    Zeitungsverlage setzen auf Social Media
    .
    Auszug: „Sogar der klassische Zeitungsvertrieb könnte über den Austausch in der digitalen Community befeuert werden.“
    .
    http://www.bdzv.de/pressemitteilungen+M574a2c27b68.html
    .
    Ah, ja….

  24. BDZV wird gehelft sagt:

    „…dass das Potenzial von Social Media noch nicht ausgeschöpft sei…“

    Und das Potenzial von Dativ ist auch noch nicht!

  25. Anonymous sagt:

    @ BDZV wird gehelft:
    .
    Es muss natürlich richtig heißen „das Potenzial VOM Dativ auch noch nicht“. Kauf dich ne Grammmatik…
    .
    Übrigens fällt das grottige Deutsch kaum noch auf, seitdem Billigheimer-Texte praktisch ungelesen ins Blatt gehoben werden. Ein Zeitungsseite mit zehn Fehlern war früher ein Grund für eine Abmahnung. Heute ist sie der Durchschnitt.

  26. Wiebke Westhues sagt:

    @BDZV wird gehelft, @Anonymous
    .
    Denke, die Leser dürfen da nicht auch noch Ansprüche grammatikalischer Art haben. Wo kommen wir denn da hin? So eine Unternehmensberatung arbeitet schließlich nicht für Journalisten-Tarife, der Lebensstandard dieser Jungs und Mädels kostet. Da werden ordentliche Rechnungen geschrieben, die pünktlich bezahlt werden müssen.
    .
    So lang es Studien wie die oben verlinkte gibt, ist das alles ja auch absolut gerechtfertigt. Ergebnisse wie die im verlinkten Text beschriebenen sind einfach bahnbrechend. Ohne die Berater wäre ganz bestimmt niemand darauf gekommen.

  27. erfolgevorgericht sagt:

    etliche Kollegen haben jetzt erfolgreich die Bezahlung nach Vergütungsregeln erfolgreich vor Gericht einklagen können! Nicht nur in Pforzheim, auch in NRW
    Glückwunsch!
    http://meedia.de/print/pforzheimer-zeitung-muss-honorar-nachzahlen/2013/08/13.html

  28. fernsehtipp sagt:

    heute 23.20 Uhr im NDR-Fernsehen
    Teilsieg im Kampf um faire Freien-Honorare
    8,50 Euro Mindestlohn, davon können viele freie Journalisten nur träumen. Die Verbände haben sich auf Mindesthonorarsätze verständigt. Aber für wen gelten die und für wen nicht?

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