01.04.2009
Bezahlung der freien Mitarbeiter abenteuerlich
Die Chefredakteure von Westfalenpost und Westfälische Rundschau, Bodo Zapp (rechts) und Malte Hinz diskutierten mit Bürgen, Gewerkschaftern, Betriebsräten über die zukünftige Zeitungslandschaft im Ennepe-Ruhr-Kreis. Foto: Frank Biermann
Schwelm. Bei der Anhörung zur Mediensituation im Ennepe-Ruhr-Kreis gestern Abend (am 31. März) im vollbesetzten Sitzungssaal im Kreishaus in Schwelm wurde auch die Bezahlung der freien Mitarbeiter der vier Zeitungstitel der WAZ-Mediengruppe diskutiert. „Die Honorarsätze, zu denen wir freie Mitarbeiter beschäftigen, sind in der Tat abenteuerlich”, sagte der Chefredakteur der Westfälischen Rundschau, Malte Hinz. „Wir werden zukünftig einmal über eine andere Verteilung der Honorarmittel nachdenken müssen”. Ganz ähnlich äußerte sich Bodo Zapp, der Chefredakteur der Westfalenpost. „Was wir zahlen, ist allenfalls ein Zubrot, von unseren Honoraren kann kein freier Mitarbeiter leben”.
Auf die Zuhörerfrage, was denn die Leser für den Erhalt der Zeitungsvielfalt in ihrer Heimat tun könnten, sagte der Medienwissenschaftler Horst Röper; „Meckern Sie so viel Sie können!!! Der Chor der Empörung muss noch viel lauter werden, damit ihn die Konzernleitung in Essen hört”. Der Konzentrationsprozess, den die WAZ-Mediengruppe jetzt eingeleitet habe, sei in der bundesrepublikanischen Pressegeschichte einmalig. fbi
Lese dazu auch: Qualität gefordert, angemessene Honorare verweigert


Der Honorar-Etat für die NRZ-Lokaalredaktionen war schon vor 30 Jahren viel zu knapp bemessen. Wollte man freie Mitarbeiter angemessen honorieren, konnte man sie nur sparsam einsetzen. Dann allerdings arbeiteten die Redakteure 60 Stunden und mehr in der Woche.
Wollte man diesen, den Tarifverträgen spottenden Einsatz meiden, blieb die Bezahlung für freie Mitarbeiter mager. Trotzdem überzogen die meisten Lokalchefs ihren Etat und bei Etatgesprächen mit der Chefredaktion kamen sie sich vor wie auf einem arabischen Basar.
Was soll denn bitteschön in diesem Zusammenhang der Satz bedeuten, mann müsse “zukünftig einmal über eine andere Verteilung der Honorarmittel nachdenken”?
Mehr oder nicht mehr, lautet hier die Frage!
[...] Update 1.4., 19.12 Uhr: Jetzt gibts auch einen Bericht über die Veranstaltung bei Medienmoral. [...]
Zukünftig will Malte Hinz über die Honorare nachdenken!!! So,so. Er vergaß allerdings zu erwähnen – und Bodo Zapp auch – dass die Honoraretats für 2009 eingedampft wurden, um fast 50 vH. gekürzt. Malte ist nun voll integriert!!! Freie Mitarbeiter werden in den Redaktionen nach Schickler Art nur noch marginal benötigt. Auch sie sind zum Auslaufmodell geworden. Die noch verbliebene Redakteurs-Schrumpfmannschaft soll alles, aber auch wirklich alles am Desk erledigen, weit ab von jeder Leserrealität. Überstunden sind en masse vorprogrammiert. Wie sagt Herr Reitz immer wieder: Wenn es ihnen nicht passt, können sie ja gehen.
Auf der Internetseite des Ennepe-Ruhr-Kreises ist jetzt ein Bericht über die Veranstaltung zu finden, in dem auch ausführlich das Eingangsreferat von Landrat Dr. Arnim Brux zitiert wird
http://www.enkreis.de/Pressemeldung.62+M5b534d05468.0.html?&tx_ttnewsbackPid=8&tx_ttnewstt_news=831
Auch auf derwesten.de ist ein kurzer Bericht erschienen
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/schwelm/2009/4/1/news-116064730/detail.html
Der Evangelische Pressedienst hat ebenfalls von der Veranstaltung berichtet. Tenor: WR-Chefredakteur Hinz kritisiert die Sparpläne des WAZ- Konzerns, sieht sie aber als “nicht revidierbare unternehmerische Entscheidung”. Außerdem verweist epd auf das Eingeständnis beider Chefredakteure, als Konzern “kommunikative Fehler” gemacht zu haben und zitiert Hinz wie folgt: “Wir haben viel zu wenig über die Hintergründe der Krise berichtet. Man habe befürchtet, dass eine breite Berichterstattung in den eigenen Zeitungen zu einem Auflagenverlust führen werde.”
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw
@Gaga: Sollten das weinerliche Gestammel und die Grabenkämpfe hier in den Kommentare tatsächlich das Beste gewesen sein, was die Kollegen zu bieten haben, wäre es um keinen Arbeitsplatz schade.
Die Realität sieht zum Glück anders aus. Auch wenn de facto auch offline kaum einer den Arsch hochbekommen hat.
Nach der Umsetzung des radikalen Sparkurses bei den vier Zeitungstiteln in NRW will die WAZ-Mediengruppe jetzt auch die Zeitschriften-Titel neu aufstellen.
Mehr hier
http://meedia.de/nc/details/article/waz-magazine-vor-umzug_100019215.html
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw
Ja, es gibt eine ehrliche ernstverhaltene Stimmung. Das müssen wir begrüßen.
ja so ist das, wenn man jahrelang alles “verschwiegen” hat.. fakt ist, dass die “kompetenden” steuerberater schon jahre über jahre das gesamte finanzielle desaster ihrer mandanten sehr wohl einschätzen konnten, aber die mandanten ihren wohlstand nicht aufgeben wollten. nun rennen sie massenweise mit ihren leeren köfferchen zu frau merkel. nun denn .
zu den freien mitarbeiter honoraren nur einen tipp: wer qualität verlangt sollte auch dafür entsprechend zahlen. mein vorschlag: zeilenhonorare auf 25 cent, bildhonorare auf 17 euro.. damit wären fahrtkosten etwaig gedeckt.
liebe grüsse UNFUG
Die Zeitungs-Verleger jammern und klagen, und wie sehen die Fakten aus? Nach aktuellen Zahlen von Nielsen Media Research legten die oftmals schon totgesagten Tageszeitungen im ersten Jahresviertel um 6,4% an Werbeeinnahmen zu.
Mehr zu den Tageszeitungen als Krisengewinnlern hier:
http://www.kress.de/cont/story.php?id=127743
mit freundlichen Grüßen. medienmoral-nrw
Die Diskussion und Vernunft sind entschwunden, nur einer kifft, bleibt und schreibt
Es sieht so aus als sollte medienmoral noch einen Abschlussbericht schreiben und dann das Blog schließen.
schließe mich Bob Marley an. Der letzte macht das Licht aus und Bodo kann sich mit dem Uli darauf erst einmal eine schöne Flasche Rothschild runterschlürfen. Am Kamin schwelgen sie dann “Ach Uli man muss das Gezeter nur aussitzen und weiter konsequent sein Ding durchziehen, dann legt sich von allein jeglicher Widerstand” Unsere WAZ-Leutz sind zum Glück nicht vom Schlage der Kruppianer und Opelaner geschnitzt – Prost!” Uli: “Mahlzeit” Grööööhhhllllll***Lach****
Das war’s ja dann wohl, liebe Anscheinsprotestler, Halbwiderständler und Salonrevoluzzer. Viel Spaß noch bei WAZens nächster Spar-Runde! Die kommt so sicher wie das “Mahlzeit!” in der Lichtburg…
Nun ja, wenn Schreiber, die zu kämpferischen Tönen neigten und einen gewissen Widerstand in die Köpfe bringen wollten, hier weggebissen wurden – ich denke besonders an Hans Plagwitz oder die tippse -, weil das den lieben Frieden stören könnte (stattdessen gab man Fatalisten oder Abfindungsanlageberatungen den Vorzug), dann muss man sich nicht wundern, wenn die ganze Sache nun sanft einschläft. Wenn die Betriebsräte eher einen harten Kurs gefahren wären, dann hätte wesentlich mehr gerettet werden können. Aber was soll das “wenn” und “hätte” – man/frau hat sich für den Schmusekurs entschieden, und das ist nun dabei herausgekommen.
Hey Leute, es köchelt das Gerücht, das am kommenden Freitag die eigenständige WP in EN-Süd mit der Samstagsausgabe am 25.April beerdigt wird! Hat da jemand genauere, implizit bestätigende Informationen?
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Sollte das so sein, würde ich doch mal auf einen symbolischen Trauerumzug setzen, um die lange und traditionelle Pressevielfalt in EN-Süd publikumswirksam zu beerdigen. Auch wenn die Chefredakteure immer etwas Gegenteiliges erzählen, sie werden noch ihr blau-rotes Wunder in Sachen Leserverhalten und Abonnentenflucht erleben.
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Vielleicht gibt es ja noch einmal Unterstützung von 200 Metallern, wie letztens in Hagen-Hohenlimburg? Ich bin mir sicher, dass da kommenden Freitag ab ca. 17 Uhr doch etliche Leser, Freunde, Politiker, Sportler, Vereinsvertreter, Bürger mitlaufen würden. Würde sich als Training für den dort meines Wissens am kommenden Wochenende stattfindenen Ruhrgebiets-Wandertag in Gevelsberg anbieten.
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Also Gewerkschaften, ruft auf! Zahlreiche Menschen werden dann hoffentlich basteln, malen, schreiben und dann am Freitag kommen!
Hallo, bevor sich “medienmoral” und Kolleginnen und Kollegen hier verabschieden, noch diese zuversichtliche Botschaft für unsere Zukunft in diesem Land:
Jetzt wissen wir endlich, warum sich WAZ-GGF Hombach nicht selber um den rechtzeitigen Umbau der Zeitungsgruppe kümmern konnte, in die er vor siebeneinhalb Jahren als Medienexperte gerufen wurde. Ihm fehlte einfach die Zeit dazu, deshalb musste eine Unternehmensberatung ran: Hombach war intensiv mit der Arbeit in der Zukunftskommission NRW von MP Rüttgers beschäftigt. Ihm blieb es vorbehalten, die intellektuellen Erkenntnisse dieser Kommissionsarbeit zu verkünden und seinem Sozialwissenschaft-Kollegen, dem Soziologen Dahrendorf, gewissermaßen beim Schlussakkord der Kommission zu assistieren.
“Die Zukunft muss nicht schlechter sein als die Gegenwart ist”. Diese beruhigende Erkenntnis verkündete Bodo H. laut aktueller Spitzenmeldung in der derwesten.de den Menschen in diesem Land, dem er bereits viele Jahre gedient hat. Am Dienstag ist es dem Rüttgers-Berater Hombach im Landeskabinett an der Seite des Ministerpräsidenten vorbehalten, den Menschen in NRW zu sagen, wie sie 2025 leben werden. Da darf man gespannt sein, was der Visionär Hombach an der Seite des Sozialreformers Rüttgers in seinem Abschlussbericht über die Erkenntnisse der hochkarätig besetzten Kommission zu vermelden hat.
Bereits kurze Zeit, nachdem Hombach als Gruppe-Geschäftsführer seine Aufgabe im WAZ-Medienkonzern angetreten hatte, hat er seine weitreichenden Perspektiven von der Zukunft der Regionalzeitung erkennen lassen: In seinen wegweisenden Ausführungen auf dem Zeitungskongress 2003 der Bundeszentrale für Politische Bildung in Duisburg entwickelte Hombach Visionen zur Zukunft der Zeitung und sah deren Chance gerade in der Krise. In seinen grundlegenden Betrachtungen zum “Qualitätsanspruch der Regionalzeitung” war Hombach zuversichtlich: “Die Regionalzeitung hat eine gute Zukunft.”
Hombach verwies auf den erfolgreichen Regionalzeitungsverleger Dirk Ippen und dessen Credo: “Die Betonung des Lokalen, des Sublokalen und Regionalen” und markierte zugleich seine eigenen Perspektiven. Bei allem gelte, betonte Hombach auf dem Zeitungskongress, “das Lokale als Schlüsselmotiv zum Abonnement”. Dem Lokaljournalismus gebühre “mehr Aufmerksamkeit, Anerkennung, Ausbildung, Anregung und Ehre”. Bodo H. hob besonders die “große Kunst und Leistung” der “Frontarbeiter des Journalismus” hervor.
Hombach zeigte sich davon überzeugt, dass “die Alltagstauglichkeit einer Tageszeitung anderen Medien überlegen ist”. Die Regionalzeitung biete den “umfassenden Überblick”. Schließlich blickte Hombach erwartungsvoll in die weitere Zukunft: “Die Zeit ist gut für eine Frischzellenkur der Regionalzeitung”. Dazu brauche sie eine noch “profiliertere publizistische Charakteristik”. Der Auftrag der regionalen Medien, die Menschen mit ihrer Nahwelt bekannt zu machen, bedeute: “Wir müssen die Menschen wieder stärker mit sich selbst bekannt machen.”
Die lokale Zeitung sei ein wichtiges Instrument, “damit die materielle Enge nicht zu Entkoppelung, Realitätsverlust und Bindungsarmut führt”. Die soziale Isolation bei laufender Mattscheibe könne die Tagszeitung so bekämpfen wie ein Sozialarbeiter, erinnerte sich Hombach an eigene frühere berufliche Erfahrungen. Dazu reiche es in Zukunft nicht mehr aus, machte sich Hombach für die lokale Aufgabe der regionalen Medien stark, “dass wir das Regionale und Lokale nur beschreiben. Wir müssen es mit ganzer Kraft propagieren, möglichwerweise auch organisieren”.
Hombach unterstrich: Die Branche der Regionalzeitung sei nicht in einer Existenzkrise, sie sei in einer Anpassungskrise. Der Sieger dieser Entwicklung stehe schon fest, war sich Hombach sicher: “Der Leser!”
“Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.” (Helmut Schmidt)
@ Zukunftsperspektiven: “…bevor sich “medienmoral” und Kolleginnen und Kollegen hier verabschieden…”
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Ein Wunsch: Blog sollte weiterlaufen, bis der grandiose Essener Newsdesk in Betrieb gegangen ist. Dann wäre Blattkritik fällig.
Wann kommt denn nun eigentlich der kleine Regiodesk in Meschede?
Die Betrachter des Blog sollten mal über den Stand der Dinge aufgeklärt werden. Welche Redaktionen werden wann wo geschlossen. Wieviele Kolleginnen und Kollegen werden nun die WAZ verlassen (freiwillig – unfreiwillig)! Was wird mit den Zeitungsträgern in Werl und Soest? Was gibt es NEUES von BR und Gewerkschaftschaften zum Thema WAZ? Wenn es hier keine neuen Meldungen mehr gibt, kann der Blog geschlossen werden. Wo bleibt die Öffentlichkeitsarbeit?
ver.di-Mitglied: Sehr richtig!
Bodo Hombach, der große Visionär?
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Seine großen Infarktrisiken – Alkohol, Nikotin, Essen im Übermaß, zu wenig Bewegung etc. – können ihn relativ beruhigt in die Zukunft blicken lassen, denn das Jahr 2025 noch zu erleben, das jedenfalls droht diesem Hombach nicht.
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Wie es um die konzeptionelle Zukunftsfähigkeit dieses Mannes bestellt ist, kann man leicht mit wenigen Zahlen dokumentieren:
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Im ersten Quartal 2002 kam Hombach als Geschäftsführer zur WAZ Mediengruppe. Natürlich mit Visionen von der eigenen Gestaltungskraft – weiter oben ist da einiges zitiert.
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Als Hombach also das Ruder übernahm, hatten die Tageszeitungen der WAZ Mediengruppe in NRW eine verkaufte Auflage von 1.078.870 Exemplaren. Die Bilanz nach 7 Jahren Hombach: Die verkaufte Auflage (alle Zahlen IVW) beträgt 850.550 Exemplare – das ist ein Auflagenverlust von 21,16%
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Die Abo-Auflage ist im gleichen Zeitraum von 998.125 auf 792.837 Exemplare (-20,57%) gesunken.
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Herr Hombach, Sie haben versagt! Ihre Visionen von 2002 haben sich für die NRW-Zeitungen der WAZ Mediengruppe als Albtraum realisiert. Dass Sie für Krisenzeiten der falsche Mann am Ruder sind, ist ausreichend bewiesen.
@Zukunftsperspektiven:
Bei dem Artikel im Westen habe ich mir gedacht, dass die gelebte Satire von Bodo Hombach schreibend kaum noch übertroffen werden kann.
@ver.di-Mitglied:
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass endlich eine Auswertung der ganzen Aktionen und Aktiönchen erfolgen muss. Die Gewerkschaft muss darstellen, was die Ziele waren, welche davon ereicht worden sind und welche nicht. Selbst, wenn die ganze Bewegung anscheinend, scheinbar, oder was weiß ich, keine wirklichen Erfolge gebracht haben sollte, wäre es wichtig, die Lehren für nachfolgende Arbeitskämpfe(so hieß das früher mal) zu ziehen. Falls er Erfolge gegeben hat, müssten diese aus gleichem Grund benannt werden.
@alle:
Ich persönlich vermisse immer noch eine Auswertung der “Rundzeitungs-Aktion”. Ich habe die Zeitungen damals mit Enthusiasmus bei uns im Ort verteilt und seit jenem Tag nicht mehr gehört, wie es anderen Exemplaren der Rundzeitung bzw. deren Austrägern (so es sie gab) ergangen ist.
@Journalisten:
Gibt es eine/einen der oder die die ganze Geschichte mal richtig gut journalistisch mit Hintergrundrecherche und dem ganzen handwerklichen ABC und SchickiMicki aufarbeitet? Das Ganze ist doch ein Lehrstück und schreit geradezu nach einer guten Frau oder einem guten Mann, die/der etwas draus machen.
Der Beitrag von “Zukunftsperspetiven” ist wegweisend. Bodo Hombach ist ein asoziales Arschloch, und man sollte ihn, wenn er noch nicht draußen ist ist, auf den gleichen Weg wie Wolfgang Clement schicken. Es sind beide Asozialdemokraten. Wahrscheinlich kennen die sich sehr gut und sind befreundet. Es ist mittlerweile so ätzend, diese ganze Scheiße zu verfolgen. Aber vielleicht tut sich beim Niedergang der Meinungsvielfalt doch die ein oder andere Chance für gute Journalistenkollegen auf, selbständg etwas zu machen.
Bodo, wenn Du dies liest: Mach Dich fort, Du Verräter aller Prinzipien. Nimm Malte mit und werde unglücklich.
Aber dazu bräuchte man Seele, und Du hast nicht einmal Herz. Ich wünsche Dir alles erdenklich Schlechte.
Ein ehemaliger Bruder im sozialdemokratischen Geiste.
@Zu Kein Visionär:
Du hast die aktuelle WAZ-Titel-Gesamtauflage für das erste Quartal 2009 schon genannt. IVW-Zahlen für das Quartal 1/09 liegen also vor: Auflagenrückgang von weiteren rund 10.000 zum Quartal 4/08
WAZ-Mediengruppe WAZ-Medien-G (WAZ+NRZ+WP+WR)+IKZ (Mo-Sa)
WAZ Mediengruppe (Essen)
Titel-Nr.: 1343, IVW-Nr.: 1192000000, ZIS-Schlüssel: 101334
Tageszeitungen
Änderungen der Titelbezeichnung:
3/2003: WAZ-Mediengruppe (WAZ+NRZ+WP+WR)+IKZ
0/0000: Zeitungsgruppe Westdeutsche Allgemeine Zeitung ZTG-G-WAZ (WAZ+NRZ+WP+WR)+IKZ
1/20094/2008+/-
Verbreitung902.603922.186-2.12%
Verkauf850.550860.675-1.18%
Abonnement792.837794.471-0.21%
EV-Verkauf42.53641.399+2.75%
EV-Lieferung85.90295.781-10.31%
Remittenden43.36654.382-20.26%
Bordexemplare1.5831.637-3.30%
Sonst. Verkauf13.59423.168-41.32%
Druckauflage953.458984.008-3.10%
Da verstärkt mit Prämienangeboten und kostenfreiem Anlaufbezug bis zu vier-sechs Wochen geworben wird, ist die Quartalsbilanz sicher geschönt. Vielen Lesern ist noch gar nicht voll bewusst, dass da, wo Lokalredaktionen bereits geschlossen wurden, sie jetzt zwei WAZ-Titel in einer Hand halten.
Bei der WR Olpe wurden in einem weiteren Akt des Trauerspiels zwei Kollegen verabschiedet. Und davon liest man, wie schon beim Ausscheiden von drei Kollegen Ende Februar, zumindest dort auch was im Blatt und im Westen:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/olpe/2009/4/20/news-117572227/detail.html
Noch deutlicher wird’s in einer Leserzuschrift:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/olpe/2009/4/21/news-117659614/detail.html
Für alle diejenigen, die die Analyse und die wegweisenden Perspektiven des visionären Medienexperten Bodo H. zur Zukunft der Regionalzeitung (Zitate oben im Blog) im Wortlaut nachlesen wollen (für Publizistikwissenschaftler und Journalistik-Studenten, die sich einmal mit dem Umbau der WAZ-Zeitungsgruppe beschäftigen werden), insbesondere die in dem Hombach-Beitrag herausgehobene wachsende Bedeutung der lokalen und regionalen Berichterstattung, an dieser Stelle noch der genaue Quellenhinweis zu den Ausführungen des Medienmanagers Hombach:
Bodo Hombach: “Der Qualitätsanspruch der Regionalzeitung”; Zeitungskongress 2003, “Vision Zeitung – Die Krise als Chance”, 29. April 2003 in Duisburg; Veranstalter: Initiative Tageszeitung, Bundeszentrale für politische Bildung, Stiftung Presse-Haus NRZ.
Redebeitrag verbreitet von der WAZ-Mediengruppe, Kommunikation, Täglicher Pressespiegel, Dienstag 29. April 2003, Teil 2
(gez. Gedenk/Dem Weiterbildungsbeauftragten der WAZ sei für die Überlieferung des Hombach-Textes ausdrücklich Dank gesagt)
@ downunder
Wat is nu: Wird die WR in Olpe Ende Mai auch geschlossen oder gibts wie in Ennepe-Ruhr eine WP/WR-Kombilösung ?
@Alter Kollege
laut einem Papier, was von den Betriebsräten am 20. Februar auf einer Pressekonferenz verteilt wurde, wird die Lokalredaktion der Westfälischen Rundschau (WR) in Olpe mit acht Redakteuren geschlossen, die Olper WR erscheint dann mit dem Lokalteil der Westfalenpost. Es entsteht dort also keine Gemeinschaftsredaktion wie in Ennepe-Ruhr.
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw
@Alter Kollege
Achtung, Korrektur! Wie wir soeben aus allgemein gut informierter Quelle erfahren haben, wird es auch in Olpe eine Gemeinschaftsredaktion geben. Anders als in Ennepe-Süd wird dort die Westfalenpost die Federführung inne haben.
Wir bitten um Entschuldigung für die anfängliche Falschmeldung, aber es ist auch für aufmerksame und akribische Beobachter des großen Reichs der WAZ, das am Ende ziemlich kleinteilig wird, nicht immer ganz einfach, momentan den Überblick zu behalten. Denn es befinden sich ja nicht nur die Redaktionen, sondern auch die anderen Unternehmensbereiche im Umbau.
mit kollegialen Grüßen, medienmoral-nrw
[...] Eine nette Satire über den WAZ-Geschäftsführer findet sich im Gewerkschaftsblog “medienmoral”. [...]
Schade, Olpe. Stimmt es eigentlich, dass auch der WR-Kulturchef gegangen ist?
@medienmoral:
naja, bei den WAZ-Oligarchen kann man nicht immer auf dem aktuellsten Stand sein. im “großen Reich der WAZ” wäre fast schon zu partizipatorisch ausgedrückt. Vielleicht liegts daran, dass ihr den Wechsel zur Sommerzeit verpasst habt.
Im Ennepe-Ruhr-Kreis werden die Lokalteile der WP im Südkreis (Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm) und in Wetter/Herdecke am Montag zum letzten Mal erscheinen, ab Dienstag arbeiten dann die neuen Lokalreaktiionen unter Leitung der WR, ergänzt um WP Kollegen. Ab dann heißt es: Ein Lokalteil in zwei Manteltelien. Willkommen im Ein-Zeitungs-Zeitalter
Immer mehr führende Köpfe warnen nun vor sozialen Unruhen. “Ich kann mir vorstellen, dass in zwei bis drei Monaten die Wut der Menschen deutlich wachsen könnte”, sagte die SPD-Kandidatin für das Bundespräsidentenamt, Gesine Schwan, dem “Münchener Merkur”. (Zitat: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,620634,00.html )
..
Die Wut der Menschen gegen die Schamlosen und Gierigen, gegen die Asozialen und Unmoralischen in der Upper Class wächst offensichtlich rapide. Darüber sollten sich die mal Gedanken machen, die Freie mit einem Hungerlohn abspeisen und denen der Profit und die persönliche Bereicherung immer noch wichtiger ist als ihre Beschäftigten und deren soziale Situation.
@medienmoral
Stimmt es, dass im Zuge des Personalabbbaus in den verbleibenden Redaktionen der WAZ-Titel die Zahl der Planstellen nicht nur deutlich – bis zu 50-60 Prozent – reduziert wird, sondern die verbleibenden Stellen auch mit reduziertem Tarifgehalt unter mehreren Kolleginnen und Kollegen aufgeteilt und die Stellen nur noch mit rund 90 Prozent des Tarifgehalts bezahlt werden, um betriebsbedingte Kündigungen aufzufangen? Beispiel: 4,5 Planstellen in Redaktion A teilen sich fünf Kollegen, 2,7 Planstellen in Redaktion B teilen sich 3 Kollegen oder bisher halbe Teilzeitstellen werden nur noch mit 0,4 Anteil einer Planstelle bewertet. Damit Einkommensverlust um mindestens 10 Prozent zum bisher gezahlten Tarifgehalt und Weiterbeschäftigung nur mit Bezahlung unter Tarif ?
@medienmoral
Ändern etwas an diesem Blog oder schließt ihn. Hier gibt es keine richtigen Informationen mehr. Ihr wollt doch aufklären, also tut etwas an eurer Öffentlichkeitsarbeit! So geht die Sache ins NICHTS!!!!
@medienmoral
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Dem kann man nur zustimmen. Der letzte Blog-Eintrag datiert vom 1. April! Über drei Wochen nix mehr zu berichten gewesen? Von Interesse wäre zum Beispiel die Frage, ob es stimmt, dass die Betriebsräte fordern, die bereits vertraglich vereinbarten Abfindungen zusätzlich abzusichern, um deren Auszahlung zu gewährleisten. Und es wäre schön, mehr über die Gründe einer solchen Forderung zu erfahren.
Für die Angestellten geht es rückwärts:
“Der Verband der Zeitschriftenverleger (VDZ) hat sich mit den Journalistengewerkschaften DJV und DJU (gehört zu Verdi) auf einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung geeinigt. Konkret heißt das: Um Entlassungen wegen rückläufiger Umsätze zu vermeiden, können Betriebsräte bei Zeitschriften-Verlagen ab sofort Gehaltskürzungen für Redakteure aushandeln, die sogar den geltenden Manteltarif unterschreiten. Es handelt sich also um eine Art Krisen-Tarifvertrag, der allerdings bis Ende 2010 befristet ist.”
siehe:
http://meedia.de/nc/details/article/vdz-tarifvertrag-erlaubt-gehaltskrzungen_100019667.html
Für die Steuermänner vorwärts:
“Es ist eine beschlossene Sache: Bereits im vergangenen November kursierten die Gerüchte, nun kommt ein halbes Jahr später die endgültige Bestätigung aus Essen und London: Mit bis zu 40 Millionen Euro beteiligt sich die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EZBD) am Osteuropa-Geschäft der WAZ-Gruppe.”
siehe:
http://meedia.de/nc/details/article/XXX_100019764.html
@ alle Fragesteller
Zu später Stunde hier noch ein paar weiterführende Informationen.
In Ennepe-Süd wird am kommenden Montag die Gemeinschafts-Redaktion den Betrieb aufnehmen. Gleich gilt fürs “Branding” bzw. “Spezialisieren” in Hagen/Hohenlimburg und für die neue Redaktion in Wetter/Herdecke (Rundschau plus eine WP-Redakteurin).
Für die Gemeinschafts-Redaktion Olpe gibt es (noch) keinen konkreten Termin. Ebensowenig für die anderen Standorte. In Werl und Soest – so heißt es – werden bis Mai (wenn nicht sogar bis in den Juni hinein) noch Anzeigen verkauft, so dass hier indirekt abgeleitet werden könnte, dass bis dahin auch noch tatsächlich redaktionell gearbeitet wird – wenngleich die Stimmung dort nicht gerade die Beste ist. Wann die Siegener ihren Minibetrieb mit den vier oder fünf WR-Leuten aufnehmen, ist ebenso ungewiss.
mit kollegialen Grüßen, medienmoral-nrw
@Medienmoral
Und was ist nun mit der Aufteilung von Planstellen (offene Frage s.o.) zwischen mehreren KollegInn/en zu reduzierten Tarifanteilen?
@ texter
natürlich sind variable Teilzeitmodelle (z.B. eine vier Tage-Woche bei 20 Prozent Stellen-Reduzierung und dazu 20 % der Abfindung, die man bekommen hätte, wenn man den Betrieb ganz verlassen hätte) ein Teil des Konzepts zum Stellenabbau in der WAZ-Mediengruppe neben der Altersteilzeit für die Jahrgänge 47 bis 52 und dem unverzüglichen Ausscheiden unter Mitnahme einer Abfindung. Das ist ja den Beschäftigten spätestens seit der zweiten Betriebsversammlung bekannt. Insgesamt sollen nach unseren Kenntnissen, genau weiß das wohl nur die Personalabteilung, so etwa 12 Stellen der anvisierten 300 Redakteurstellen eingespart worden sein.
mit kollegialen Grüßen, medienmoral-nrw
Nachdem wir uns alle mit den Redaktionsschließungen beschäftigt haben darf ich euch dann eröffnen, dass es (wahrsch. ab Woche 19) nun endlich auch den 17 Geschäftsstellen an den Kragen geht, deren Schließung seit 2 Jahren anstand. Bisher hegten alle die Hoffnung, dass wir eine Leser-Blattbindung auch dadurch erhalten, dass wir vor Ort sind. Am vergangenen Dienstag wurden wir in Essen eines “besseren” belehrt: Da wir alle rote Zahlen schreiben, braucht man uns nicht mehr. Angeblich ist das Ticket-Geschäft unrentabel. Der Buchverkauf in den GS auch – (alle Mitarbeiter/Innen haben übrigens in diesem Punkt seit Jahren darauf hingewiesen, dass die Buchauswahl uninteressant ist..)
Davon abgesehen, wer kein Internet hat, hat Pech – ältere Leser, langjährigste Abonnenten -die sind doch bald weg! (Nicht von mir, der Ausspruch…)Ich war immer der Meinung, eine Zeitung lebt von Anzeigen… der Kunde, der diese nicht mehr vor Ort aufgeben und sofort sehen kann, wird in Zukunft darauf verzichten – macht doch nix – die paar Anzeigen (Auch nicht von mir!) Die Bestatter, die sehen, wie schlecht Anzeigen vom Call-Center in Essen gesetzt werden, werden in Zukunft ihren Kunden davon abraten , macht doch auch nix…., s.o.
Das allerschlimmste ist die Hilflosigkeit, der wir hier gegenüberstehen – an wen sollen wir uns wenden? Ans dritte Programm, wo die WAZ auch schon die Finger drin hat? An andere Zeitungen? Selbst wenn wir überregional Lärm machen, wer in Wuppertal oder München interessiert sich dafür?
Hat schon mal einer von euch in der GS einer Krankenkasse oder seines Sportvereines Bücher oder Tickets gekauft?? GS heisst, vor Ort für die Kunden als Ansprechpartner da zu sein, als Bindeglied (und Puffer) zwischen Verlag und Redaktionen.
Ach ja, das sollen in Zukunft Servicepoints übernehmen, wie bei der Post… die Angestellten dort werden sicherlich hocherfreut über wütende Abonnenten sein – allerdings können die darauf hinweisen, dass sie nix damit zu tun haben!
Aber …die paar Abos, die da verloren gehen (wieder nicht von mir!) Am besten bleiben wir gleich alle zu Hause, Herr Hombach schafft es mit seiner brillanten Geschäftsführung sicher auch alleine die nächste Ausgabe zu drucken und vor allem- zu verkaufen!
@mecki Jaja, der Tanker WAZ fährt ja auch in schwerer See. Die Kapitäne Hombach und Nienhaus machten ihn leichter, indem sie ein Drittel der Mannschaft über Bord warfen. Jetzt muss nur noch das eingedrungene Wasser raus, dafür bohren sie 17 große Löcher in den Rumpf. Ganz unten, am Kiel…
Bisher habe ich Heiner Müllers Spruch für blanken Zynismus gehalten. Aber im Falle unserer Arbeitsplätze bei der WAZ-Gruppe scheint es zu stimmen: “Optimismus ist nur ein Mangel an Information”.
Und wen freut es am meisten? Den mitbewerber. Siehe ivw.
Wohl dem, der seine Abfindung schon ausgezahlt bekam!
Mal zur Entspannung ein Stück Realsatire, gefunden in der WAZ Lokalausgabe Essen am vergangenen Samstag:
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Ein Zweispalter unter der Überschrift “Organisierte Überraschung”, die in der Unterzeile etwas gelüftet wird: WAZ-Chefredakteur und die “Magie der Zeitung”.
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Berichtet wird über den neunten Programmtag von “Common Purpose” – das ist ein Essener Verein mit dem Ziel (Zitat: Stärkung des gesellschaftlichen Lebens durch Diskussionen zwischen Fühungskräften und Vertretern aus allen Gesellschaftsbereichen.
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Frei übersetzt: Noch so ein Schwätzerkreis, der weit weg ist vom Leben und dessen Mitglieder sich wechselseitig für ihre Selbstdarstellung beklatschen lassen.
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Am Freitag nun referierte WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz, “wie die WAZ versucht, die Magie der Zeitung zu erzeugen”. Zitat: Die Menschen verlangten nach mehr als den Nachrichten, die sie am Vortag in der Tagesschau erfahren haben. Reitz: Wir müssen das Foto und den Dreh bieten, den man sonst nicht findet.”
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Der “kluge” Ulrich Reitz weiter: Allerdings: Man dürfe sich nie an sich selbst berauschen, “sonst laufen einem die Leser weg”.
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Der Mann weiß, wovon er spricht, immerhin hat die WAZ seit Dienstantritt von Reitz als Chefredakteur dieser Zeitung über 80.000 Abos verloren und im Einzelverkauf über 40% eingebüßt.
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“Organisierte Überraschung”? Das sieht doch eher nach einem bösen Desaster aus, dessen Hauptdarsteller mehr und mehr zur peinlichen Lachnummer wird.
ja den Artikel den WAZ969 da zitiert, ist mir hochrotpeinlich auch aufgefallen. Was die WAZ und deren GGF auführt, ist nur noch ein Schmierenstück. Wie kann man panikmäßig allen erzählen, dass man unbedingt 30 Millionen Euro einsparen muss und jault wie der FC Bayern, der als Tabellen-Dritter noch alle Chancen hat aber dabei voll das Weltuntergangsszenario ausmalt.
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Dabei wurden mal eben 40 Millionen Euro für fragwürdige Osteuropa-Investments der EBRD aus dem Kreuz geleiert und trotz aller angekündigten Sparmaßnahmen ist es Herrn Reitz mal eben erlaubt, im sündhaften teuren Europa-Center, was seit Jahren wohl auch wegen der horrenden Mieten leer stand, schlappe 1500 qm (!) für sein Lieblingskind Content Desk anzumieten. Dabei stehen im WAZ-Tempel ganze Räume und Etagen leer. Ist sich der Herr etwa zu fein, um im angestammten Haus zu residieren? Er sollte sich einmal ein Beispiel an Frau Brost nehmen, die immer noch ihre alte Ausstattung in ihrem Büro hat. Böse Zungen behaupten, dass es bei Herrn Reitz mittlerweile die vierte Büroausstattung ist. Das nenne ich einfach nur Verschwendung!
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Auch was Mecki sagt ist völlig richtig. Wenn jetzt weitere Geschäftsstellen eingedampft werden, wird das wieder auf Kosten der Leser-Blatt-Bindung gehen. Wir gehen immer weiter von den Kunden und Lesern weg und schielen immer nur noch auf den Deckungsbeitrag. Ticketing ist Service am Kunden meine Herren! Sicherlich kann man Konzerttickets im Internet kaufen, aber vor Ort ist es persönlicher, kann Mißverständnisse vermeiden und muß vor allem nicht die unverschämt hohe Portogebühr von 4,50 Euro bei Eventim bezahlen.
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Ich weiß nicht was ihr da oben vorhabt, aber im Sinne der Leser und Kunden ist das schon lange nicht mehr und dafür gibt es handfeste Beweise. Die Konkurrenz ist mittlerweile deutlich mehr auf Zack als die WAZ und bindet die Leser mit pffigen Angeboten und Aktionen an sich. Die Macher aus Essen dagegen träumen anscheinend genauso vergeblich vom großen Wurf wie Clemens Tönnies auf Schalke.
@Dr. Faust “Dabei wurden mal eben 40 Millionen Euro für fragwürdige Osteuropa-Investments der EBRD aus dem Kreuz geleiert”. Stimmt. Ja und?
Blick in die NRZ. Die zitiert Balkan-Bodo: “Ost-Strategie in der gegenwärtigen Krisensituation: ‘Bestand sichern, Bestand halten”.
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Zwischen den Zeilen lese ich (beachte besonders die Wortwahl “sichern” und “halten”): Ohne die rettende EBRD-Finanzspritze würde Bodos tolles Osteuropa-Engagement spätestens jetzt den Bach respektive vermutlich die Drina oder die Wolga ‘runtergehen. Fragt sich, wie sich das an der Ruhr auswirken würde.
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Zitat EBRD-Präsident Thomas Mirow: Es “sei … besonders wichtig, dass die WAZ-Gruppe auch in Zeiten der Krise ihr Engagement im Osten und Südosten des Kontinents aufrechterhalte”.
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Zwischen den Zeilen lese ich: Ohne die EBRD ginge das nicht mehr. Die legendäre Kriegskasse, mit der früher so gern gedroht wurde, ist also leer. Wie es um die anderen Kassen bei WAZens bestellt ist, weiß man ja traditionell nicht so richtig. Vermutlich auch nicht gut, wenn man den Spar-Gerede der GGF Glauben schenken darf.
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Und weiter im NRZ-Text: “Alarmierend sei insbesondere, dass sich dort (Anm.: in Osteuropa) zunehmend Akteure tummelten, die als Medieneigner keine wirtschaftlichen Interessen verfolgten, sondern schlicht Einfluss und Druck ausüben wollten.”
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Zwischen den Zeilen lese ich vor allem, dass der Wirtschaftsbetrieb WAZ ausgesprochen schlechte Karten hat gegen gesponserte Konkurrenten, denen es einzig um politischen Einfluss geht und die deshalb auf die Kostendeckung pfeifen können, gescheige denn einen Ertrag im Auge haben.
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NRZ: “Die EBRD erwirbt für zunächst 20 Millionen Euro einen zehnprozentigen Anteil an der Ostholding. Der kann in einer zweiten Etappe bis auf knapp 17 Prozent steigen, wenn sich die EBRD mit weiteren 20 Millionen an Projekten in Südosteuropa und Russland beteiligt.”
Und der tolle Hombach wird zitiert, sein (sic!) Unternehmen sei bereit, sich den strengen Maßstäben der EBRD für ihre Beteiligungen zu unterwerfen. Mit der Verbindung der Autorität der Bank und der publizistischen Qualität der WAZ-Gruppe werde man negativen Entwicklungen im südosteuropäischen Medienmarkt leichter begegnen können.
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Zwischen den Zeilen lese ich: Die WAZ ist zumindest in Osteuropa nicht mehr Herr im eigenen Haus. Herr Schumann würde sich, wenn er noch lebte, vermutlich in Grund und Boden schämen. Allerdings hätte er die WAZ-Gruppe auch nicht in ein solches Fiasko gesteuert.
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Zitat NRZ: “Die Partnerschaft ist zunächst zeitlich begrenzt. Hombach begrüßte jedoch, dass sich die EBRD auch eine längerfristige Kooperation vorstellen könne.”
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Zwischen den Zeilen lese ich: Die WAZ wird in Osteuropa angesichts der politisch motivierten Konkurrenz dauerhaft am Tropf der EBRD hängen.
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Meine Meinung: Das alles hört sich nicht gut an, überhaupt nicht gut. Auch wenn es natürlich Verschwendung ist: Degen diese offensichtlich großen Löcher in der osteuropäischen Finanzdecke sind Ulis mehrfach renovierte Dienstzimmer und die Miete für senen Fake-Desk bloße Marginalien. Ja, die Macher aus Essen träumen vom großen Wurf. Einen, der ihnen doch noch aus der Klemme hilft. Koste es, was es wolle – zum Beispiel Arbeitsplätze an Rhein und Ruhr.
Heimat von Zeitung verlassen
unter diesem Titel berichtet heute Boris Rosenkranz in der taz über die Gemeinschaftsredaktion von Westfalenpost und Westfälischer Rundschau im Ennepe-Süd-Kreis
http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=fl&dig=2009%2F04%2F28%2Fa0114&cHash=44ead01a99
oder
http://tinyurl.com/djdy3a
mit kollegialen Grüßen, medienmoral-nrw
Meine Güte haben sich heute die EN-Süd-Seiten von WP und WR vielleicht unterschieden-NÄMLICH GAR NICHT!!! Was wird den Lesern da eigentlich vorgegaukelt? Habe mir mal den Aufwand geleistet und die beiden Ausgaben gekauft. Es ist einfach nur mies, wie eine erste Ausgabe einer 08/15-Zeitung aus dem tiefsten Wladiwostock, unterschiedliche Schrifttypen aus den Hausschriften der WP und WR, Negativleisten mal WR, mal WP, die Vignetten von der WR, die E-Mail-Adresse der WR in der WP usw. Leute so geht das nicht, das ist Vera….. am Leser und Kunden!
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Und es wird ja noch härter. Die Magie der Zeitung kann bei den krassen Redaktionsschließungen und dem Personalabbau nicht mehr stattfinden, das Lokale geht bei so einer jämmerlichen Darstellung völlig vor die Hunde. Aber nun kommt es: Es wurde ja an anderer Stelle schon einmal gewarnt; wenn bei den Redakteuren der Cut einmal so leicht gelingt, wie ein heißes Messer durch die Butter schneidet, dann sind die anderen Repressialien nicht mehr weit. Und so kommt es nun auch durch den fehlenden Widerstand bei uns Schreiberlingen. Durch die Aufsplittung der MSG in Medienberater (zu einzelnen Firmen bei mediensales@service) und den Damen in den Geschäftsstellen und Leserläden hat man die Arbeitnehmervertretung der MSG soweit geschwächt, dass man jetzt ganz verschärft vorgehen kann, wie man aus verschiedenen Richtung vernehmen konnte:
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Die WAZ will sich demnach nur noch an 5 Stellen dem Leser in eigenen Leserläden präsentieren: Duisburg, Essen, Bochum, Dortmund und Hagen, der Rest wird liquidiert. Das nennt man dann Dienst am Leser und Kunden, wow! Die Folgen sind verheerend, aber das scheint wirklich diesen Entscheidungsträgern egal zu sein. Die Anzeigenblättchen und die Konkurrenz hauen sich feixend auf die Schenkel. Es fehlen einem nur noch die Worte.
Ein Paar Türme, da alle rein – und fertig:
In eine Turm der Service-Bereich (gerade wieder einen Ex-Leser getroffen, der gekündigt hat, weil er am Telefon niemanden mehr vor Ort erreicht und dafür auch noch zahlen muss).
In den anderen die Redaktion, neudeutsch Desk genannt.
Habe übrigens gehört, dass die Westfalenpost keine freiwilligen Schäfchen findet, die sich zur Schlachtbank dort führen lassen. Jetzt sollen die Mitarbeiter teils zwangsrekrutiert werden (Drohung: Alle Stellen werden dann ausgeschrieben…).
So motiviert man seine Leser und Mitarbeiter
(
Die Leser und Kunden lieben uns gerade mal wieder über alles…
http://www.derwesten.de/nachrichten/2009/4/30/news-118476711/detail.html
Musste wirklich nicht sein, wirklich widerlich! Wie eben BLÖD-Zeitung!
über die aktuelle Entwicklungen rund um Essener Content Desk berichtet der kress report
http://www.kress.de/cont/story.php?id=128008
kommt gut in den Mai, medienmoral-nrw
@medienmoral zu Kress: “Zum ‘Content Desk’ gehört auch ein neues, sechsköpfiges Rechercheteam. Es untersteht direkt Chefredakteur Reitz und soll fortan die großen, investigativen Geschichten ranschaffen”, verbreitet der Kress-Report. Investigativer Journalismus unter WAZ-Reitz. Da kündigt sich offenbar eine völlig neue journalistische Qualität, sozusagen ein publizistischer Quantensprung an. Nach dem Online-Flop von derwesten darf man gespannt sein. Das wird die Zeitungskonkurrenz sicher richtig wachrütteln. Darf gefragt werden, nach welchen Kriterien das von Kress genannte Reitz’sche Führungspersonal am Content Desk ausgewählt worden ist?
Dieses Führungspersonal sind Arschkriecher!
@Betroffener: Könnte man mit einem etwas moderateren Sprachgebrauch auch sagen, es handelt sich um eine Ansammlung von angepasstem Karrieristentum ?
@Betroffener und texter
Wie man’s auch dreht: Ihr habt beide Recht.
Nach 17 Jahren Abo das WAZ-Blatt gekündigt wg. Seiten- , Nachrichten- und Niveauverlust.
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Stattdessen: Überregionale Qualitätszeitung ohne unterdrückte Nachrichten in Sachen WAZ , d.h. “Süddeutsche”. Lokale Neuigkeiten von Interesse aus dem Internet und aus der WDR-”Regionalzeit”, außerdem drei kostenlose Anzeigenblättchen pro Woche.
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Also: Reicht völlig aus, WAZ-Billig-Blättchen ist entbehrlich.
Die Honorare der freien Mitarbeiter wurden von den beiden Chefredakteure Malte Hinz ( WR ) und Bodo Zapp ( WP ) in der Anhörung zur Mediensituation in Schwelm am 31.3.2009 als “abenteuerlich” bezeichnet. Und wörtlich hieß es damals: “Wir werden zukünftig über eine andere Verteilung der Honorarmittel nachdenken müssen” sagten die beiden Herren wörtlich. Das hat nun die Spitze der WAZ-Mediengruppe getan. Ergebnis: Drastische Honorarkürzung!!!
Von der neuen Firma MedienSales@Service – vom neuen Pruduktmanager ( einer von fünf regionalen PM ) – bekamen viele ( “liebe” ) freie Mitarbeiter am 30. April 2009 zum Betr.” Produktion von lokalen Sonderseiten mit lokalen Inhalten” neue Honorarregelungen, die ab sofort zum 1. Mai 2009 gelten. Ergebnis: Drastische Honorarkürzungen unter dem Deckmatel “gerechter”. Ein Hohn!!!
Wörtlich heißt es: “Auf Veranlassung der Hauptanzeigenleitung gibt es . . . und erstmals einheitliche ( ! ) Sätze pro Zeile, Foto und komplette Seiten bzw. Seitenstücke, nach denen die Tätigkeiten der Mitarbeiter entlohnt werden. Die bisherigen Unterschiede zwischen einzelnen Städten resultieren auf einer uralten Berechnungsgrundlage und hatten zur Folge, dass einige Mitarbeiter für die gleichen Leistungen weniger bezahlt bekamen als andere. Um das System gerechter und einfacher zu gestalten, kommt es nun zur Vereinheitlichung der Honorare.
Zeilenhonorar einheitlich 23 Cent.
Bildhonorar einheitlich 13.50 Euro.
Seitenpreis ( TZ-Format ) maximal 160 Euro ( “all inklusive” – Layout, Texte, Bilder und redaktionelle Freigabe ).
Seitenpreis ( Tabloid-Format ) maximal 100 Euro.
Jeweils im Preis enthalten ist das Abdruckrecht des erstellten Text- und Bildmaterials innerhalb der Tageszeitungs-Titel des Gesdamtkonzerns der WZ-Mediengruppe sowie der Verwendung durch die durch die jeweiligen Online-Portale.
Das sind massive Kürzungen bis zu 40 v.H. Es entspricht nicht den Tatsachen, dass die vorherigen unterschiedlichen Honorare “ungerecht” waren. Es wurde u.a. differenziert bezahlt, entsprechend des unterschiedlichen Arbeitsaufwandes, der unterschiedlichen Gegebenheiten. Jetzt geht’s nach der Rasenmähermethode, stark reduziertes Einheitshonorar. Verluste im Monat um die 500 Euro sind jetzt die Folge. Ganz abgesehen von der “sittenwidrigen” Weiterverwendungsklausel, die bei anderen Verlage schon “gerichtsmäßig” untersagt wurde.
Das sind abenteuerliche Zustände. Das ist Ausbeutung der freien Journalisten in schlimmster Form. Was sagen die beiden Herren Malte Hinz und Bodo Zapp dazu? Sie werden zu diesem Honorarabenteuer schweigen, denn sie haben auf dem Honorarsektor nichts zu sagen.
Jetzt will die WAZ noch von unseren mageren Honoraren, die “harzmäßig” sind, erhebliche Abstriche machen. Unverschämt und skandalös. Die Begründung ist wirklich eine Lüge, von wegen gerechter. Vorher konnte man wenigstens noch den “Schwierigkeitsgrad” geltend machen, den Zeitaufwand. Eigentlich müßten wir uns alle weigern unter diesen Konditionen weiter zu arbeiten.
Liebe “Freie”,
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verzichtet ab sofort darauf, für diese sittenwidrigen Hunger-Honorare auch nur einen Finger krumm zu machen.
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Erstens bleibt euch nach Abzug eurer Kosten praktisch nichts mehr übrig. Rechnet nach: Selbst ein Aushilfsjob in der Döner-Bude wird besser bezahlt.
Zweitens braucht ihr euch in dem Laden keinerlei Hoffnungen auf eine Festanstellung mehr zu machen, egal was euch irgendein Lokalchef weismachen will. Der zittert ja selbst davor, dass seine Redaktion die nächste ist, die dichtmachen muss.
Drittens schadet es, so wie die WAZ ihr eigenes Ansehen demontiert hat – zum Beispiel mit Redakteuren, die aus dem Internet abkupfern müssen – eher eurer Reputation als dass es euch nützt. Jedenfalls dann, wenn ihr einmal bei seriösen Medien anfangen wollt.
Wie sagte Sachsens letzter König? “Macht euern Dreck alleene!”
Honorare für freie Mitarbeiter oder für freie Journalisten. Für letztere gibt es, wie alle wissen, feste Tarifvorgaben nach Auflagenstaffelung. Die sind einzufordern, notfalls auch einklagbar. Für freie Mitarbeiter gab es seit über 2 Jahrzehnten nicht nur nicht erhöhte, in verschiedenen Lokalredaktionen auch ungleiche Honorare und Pauschalen für einzelne Mitarbeiter, mit unterschiedlichen Sätzen, je nach Redaktion, die sich teils noch unter den o. g. Sätzen bewegt haben. Abenteuerlich.
@Abenteuerlich Wieso hat Malte Hinz zum Honorarabenteuer nichts zu sagen? In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit. Und es hat sich ja bekanntlich unser Ex-dju-Gewerkschaftsboss innerlich niiiiemals verändert. Nein, nein, innen, da ist er noch immer ganz der alte Malte. Einer, der der Verlagsführung tapfer und selbstlos die Stirn bietet. Malte steht voll auf der Seite der Arbeitnehmer, der Freien und der Gewerkschafter. Außen Chef, innen Kumpel. Man merkt es nur nicht mehr so…
@texter. Einklagen? Das ist doch wohl ein Witz! Erstens gelten die Tarifvereinbarungen nur für die Unternehmen, die im Verlegerverband mit Tarifbindung sind – MedienSave@Service ist natürlich nicht drin – und zweitens klagst du nur einmal ein, dann bist du für immer draußen. Also verar . . . mich nicht. Die bisher geltenden Honorarsätze lagen alle über den neuen Sätzen. Sie waren nicht das Gelbe vom Ei und waren viel zu niedrig, aber sie waren von Standort zu Standort verhandelbar. Mit dem jetzigen “Honorar-Einheitsbrei” senkt die WAZ-Mediengruppe im Schnitt kräftig und kassiert bei den Freien ab.
@Nur noch peinlich. In welchem Wolkenkuckucksheim lebst du eigentlich? Klar, wie`s drinnen aussieht, geht niemanden etlwas an. Aber warum läßt Malte solche Sprüche in Schwelm ab, die eventuell Hoffnung wecken, und dann ist alles nur heiße Luft. Das hat mit Gewerkschaftler nichts zu tun. Eines steht fest: Die Chefredaktionen haben keinen Einfluß auf die Honorargestaltung. Sie bekommen ihren Etat vorgeschrieben, und der wurde für 2009 insgesamt für alle Titel massiv gesenkt. Frag doch mal nach!
Vielleicht hätte ich etwas deutlicher drüberschreiben müssen “Vorsicht, Satire” statt “Nur noch peinlich!” Ernst war’s jedenfalls nicht gemeint.
Jetzt müßten die beiden Journalistengewerkschaften gegen die neuen WAZ-Honorarrichtlinien für Freie, vor allem gegen die beliebige kostenlose Weiterverwendung des geistigen Gutes klagen.
@ los – Warum sollten denn die Gewerkschaften jetzt schreien? Das tun sie schon seit Jahren. Die Diskussion um die kalte Enteignung läuft doch schon lange. Aber das mitzukriegen, setzt voraus, das man sich auch mal über den Tellerrand informiert. Wo kommen denn die belächelten Honorarempfehlungen her? Wenn’s die nicht gäbe, wären die Honorare nicht erst jetzt im Keller.
Die ganze Diskussionskette hier belegt für mich letztlich nur noch, wie wenig Widerstand bei der WAZ existiert. Das ist nämlich das eigentliche Problem. Die Arbeit sollen immer die anderen machen. Da wo man als RedakteurIn selbst am kleinen, mittleren oder auch großen Hebel sitzt, Freien auch mal halbwegs vernünftige Honorare geben könnte, da wird das Problem ausgesessen. Dann riskiert doch mal einen leeren Honorartopf! Das wäre ja schon mal eine Tat.
Und dass Hinz die Unterbezahlung öffentlich zugegeben hat, finde ich gut. Endlich mal einer, der auch was dazu sagt. Zumindest ist der Kollege kein Feigling.
Wie stark werden nochmal die bescheidenen Bezüge der Herren Hombach und Nienhaus gekürzt?
@Warum denn? “Zumindest ist der Kollege kein Feigling.”
Nö, das fällt ihm jetzt wohl auch nicht mehr schwer. Ich darf ‘mal kurz daran erinnern, dass Hinz selbst seinen überaus erstaunlichen Seitenwechsel damit begründete, dass er so die bevorstehende Schließung der WR verhindern wollte. Eines kann man deshalb als sicher annehmen: Egal, wie lange Hinz noch WR-Chef ist, er wird jedenfalls der letzte WR-Chef gewesen sein. Und wenn er geht, dann tut er das garantiert mit einer Abfindung, die sich gegenüber seinem Status als Lokalchef und BR-Vorsitzendem, den er noch vor kurzem hatte, vervielfacht haben dürfte. Da kann er jetzt leicht “mutig” seine Meinung sagen – nach ihm die Sintflut. Mich als Beschäftigten macht der ungewöhnliche, auch noch in aller Öffentlichkeit zur Schau getragene “Mut” unruhig. Diese merkwürdige Renitenz gegenüber der GGF könnte allzu leicht ein Hinweis auf das nahende Ende der WR, wenigstens als Zeitung mit eigener Chefredaktion, sein.
“Dann riskiert doch mal einen leeren Honorartopf!” Ja, und weiter? Dann isser leer, und die Freien kriegen erstmal keine Aufträge mehr. Tolle Lösung.
Zu Abenteuerlich am 03.05.2009 um 11:33
Nur zur Klarstellung:
Die skandalösen Honorarsätze gelten nicht für die Freien, die für die WAZ New Media arbeiten sollen. Die festangestellten Fotografen der WAZ und NRZ werden in die WAZ New Media GmbH überführt und von dort aus werden dann die Titel beliefert. Der Einsatz von Freien wird ebenfalls von dort aus koordiniert und honoriert.
Die „unterirdischen“ Honorare werden „angeboten“ von den regionalen Anzeigenbüros, die früher als einheitlicher Betrieb MSG aufgetreten sind und nun als MediaSales@Service auftreten. Es handelt sich um die Honorierung von Sonderveröffentlichungen, Anzeigensonderseiten und Kollektiven, die von der Anzeigenabteilung in Auftrag gegeben werden. Die Redaktionen der Tageszeitungen sind komplett außen vor und haben keinen Einfluss.
Leider sind die Verhandlungen zu einer angemessenen Vergütung mit dem BDZV trotz jahrelanger Verhandlungen immer noch nicht abgeschlossen, was nicht an den Gewerkschaften liegt. Aber unabhängig davon hat jeder Urheber nach § 32 Urhebervertragsgesetz den Anspruch auf eine angemessene Vergütung und dies gilt selbstverständlich auch für Tochterunternehmen für Verlage. Und von angemessen kann bei diesen Honorarregelungen nun wirklich nicht die Rede sein.
Was jetzt wieder ganz offensichtlich wird ist, dass nicht nur die Redaktionen von den Sparmaßnahmen betroffen sind, sondern alle in der WAZ-Gruppe beschäftigten ob Druckern, Zeitungsboten, Anzeigenvertreter oder kfm. Angestellte, Feste oder Freie. Bei den Freien geht es am einfachsten – kein Betriebsrat – kein Sozialplan. Freie in der freien Wildbahn, sie werden ja schließlich etatmäßig als „Sachkosten“ geführt und da kann man ja einsparen.
Bevor das eigentliche Thema hier ganz verschütt geht:
Ich weiß von Pauschal-Tarifen pro Tag von
60 bis 150 Euro bei den WAZ-Titeln. Für Gelernte.
Weiß wer mehr – oder weniger?
100,- Euro pro Tag, was im Regelfall 9 Stunden, aber auch mal 14 Stunden sein können. Sonn- und Feiertage werden nicht extra honoriert.
Damit meint der Verlag sämtliche Rechte innerhalb der Lokalredaktion erworben zu haben, d.h. ein Bild wird ohne weitere Nutzungsbezahlung so oft wie gebraucht genutzt.
Zudem erwartet man das die Bilder selbsttätig in HUGO gestellt werden, zwischendurch Bildrecherche betrieben wird, die Bilder für die Produktion produziert und korrigiert werden, Fotomontagen anzufertigen sind … natürlich ohne Honorierung (inwieweit hier der Tatbestand der Scheinselbstständigkeit zum Tragen kommt sollte die LVA mal prüfen).
Onlineverwertung ist stillschweigend natürlich ohne Honorierung mit drin (und dann auch egal für welche Redaktion), zumindest habe ich als Freier keine Möglichkeit die Onlineverwendung zu diesen Konditionen abzulehnen. Bilder die im HUGO sind scheinen dem Verlag zu gehören, für immer und ewig.
Für eine Fotostrecke unter derWesten.de gibt es 20 EUR (RP-Online zahlt 60 EUR), allerdings muss man aufpassen das die Honorierung auch wirklich erfolgt. (Zudem stellt man z.B. 30 Bilder ins System die danach beliebig genutzt werden können)
Bilder im Mantel werden extra honoriert (~17 EUR) was gegenüber z.B. der Rheinischen Post einem Drittel der Vergütung entspricht.
Die Vergütung für Werbeseiten von MediaService entspricht dem was der Verlag auch bei seinen wöchentlichen Anzeigenblättern zahlt. Wenn es sich um ein Archivbild handelt mag das gerade noch ok sein, wenn man aber extra aufnehmen muss ist das ein Minusgeschäft.
An Fahrtkosten gibt es großzügige 22 Cent + 7% Mwst = 23,54 Cent pro Kilometer, wer viel fahren muss kann die Differenz aus der großzügigen Tagespauschale bezahlen.
Das man als Pauschalist bei dem Verlag natürlich keinen bezahlten Urlaub, noch andere Sonderleistungen die die Festen bekommen, erhält spricht für sich.
Einen Werkvertrag, überhaupt etwas schriftliches gibt es nicht, was im Streitfall aber nicht unbedingt schlecht für den Fotografen sein muss…
@Jutta Klebon
Die Strukturierung der Fotografen in Regionen, die ihre Weisungen und Aufträge seitens eines zentralen Desks erhalten, mag auf dem Papier eine schöne Idee sein, die bei vorausplanbaren Großevents klappt, bei gleichzeitiger lokaler Arbeit aber eher zu Chaos führt.
Logischerweise müssten die Lokalredaktionen vorab ihren Bedarf an die Zentrale melden, die dann disponiert und entscheidet welcher der zeitgleichen Termine der wichtigste ist.
Wehe dem da kommt dann ein unerwarteter Unfall oder sonst eine Katastrophe dazwischen. Der Lokalredakteur ruft dann in der zentralen Einsatzplanungsverwaltung an, meldet seinen Bedarf, und der Disponent sieht das z.B. in Dortmund ein “Springer”-Fotograf gerade Zeit hat um in Duisburg ein Foto zu machen… Dank der nicht vorhandenen Ausstattung mit Laptop und UMTS schickt der Fotograf, wenn er in seinem Stützpunkt zurück ist, ein Foto mit hübschen Bremsspuren auf leerer Straße ins HUGO…
Freie: Lasst euch mal von Jutta Klebon die Honorare als Vergleich darstellen, die beim WDR in den Regionalstudios gezahlt werden. Wer die liest, sieht bei den WAZ-Blättern keinen Freien mehr und Bewerberschlangen vor den WDR-Studios.
@Freie: Die kriegen ja auch unser aller Rundfunkgebühren …
Damit kann man offenbar ganz anders wirtschaften…
(… Eine Sauerei ist es bei der WAZ natürlich gleichwohl).
Gemessen an den Honoraren, die bei WR vor 30 Jahren gezahlt wurden, hat sich nicht wirklich viel geändert. Für Bilder wurden bis zu 30 DM gezahlt; die Tagespauschalen lagen betrugen bis zu 100 DM. Gemessen an der Inflationsrate war das damals deutlich mehr netto als heute jemals erzielt werden kann.
Und das bitteschön bei der Westfälischen Rundschau, die sich schon damals im Dauer-Sparzwang befand.
Übrigens: Redakteure, die selbst den Fotoapparat in die hand nahmen, weil es nicht in jeder Redaktion einen Fotografen gab, erhielten immerhin ein halbes Bild-Honorar…
Zwei Monate sind vergangen und die WR zahlt immer noch die gleichen Hungerlöhne an ihre Tagelöhner.
Pfui.
Die 160 Euro Seitenpauschale bei der WAZ-Beilagenredaktion bekommt man übrigens auch nur, wenn es sich dabei um 1/1-Redaktion handelt. Sobald Anzeigen auf der Seite sind reduziert sich der Betrag gleich noch erheblich. Und das für Text, Foto und Layout – mal ganz abgesehen von Fahrtkosten etc. Leider wird es immer verzweifelte Menschen geben, die für diesen Hungerlohn arbeiten werden. Das wird in den meisten Fällen keine gute Arbeit sein – aber darauf legt der WAZ-Konzern ja schon lange keinen Wert mehr. Hauptsache billig. Ich weiß von studierten Leuten, die für Tagespauschalen von weit unter 100 Euro bei den Anzeigenblättern der WAZ-Tochter WVW arbeiten, meist mehr als 8 Stunden am Tag, inkl. Kundenpflege, Terminkoordination, Büroarbeiten usw. – und diese Ausbeutung wird sogar noch als normal empfunden….
Ich weiß sogar von 40 Euro aktuell.
… und interessieren tut es natürlich niemanden. Da weinen lieber die Festangestellten (zurecht – das stelle ich gar nicht in Frage) und fordern von den Freien Solidarität…
Die pompösen Honorare des WAZ FotoPool:
seit dem 01.08.2009 übernimmt WAZ FotoPool auch die Honorare der von ihm beauftragten freien MitarbeiterInnen. Die Mitarbeiter werden ausschließlich gegen Rechnung und nicht mehr per Anstrich bezahlt.
Bis auf Weiteres wird zu folgenden Honorarsätzen abgerechnet:
Einzelbild: 23,00 €
Halbtagespauschale (bis 4 Std.): 60,00 €
Tagespauschale (bis 8 Std.): 115,00 €
Genehmigungspflichtiger Satz für Einsätze >8 Std.: 125,00 €
Bei mehr als drei eingekauften Bildern des selben Themas werden automatisch die Pauschalen von 60,00 € respektive 115,00 € bezahlt.
Slight-Show werden bis auf Weiters für 25 € pro Slight-Show honoriert. Der entsprechende Mitarbeiter muss diese auf seiner Monatsrechnung aufführen.
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Nicht nur das ein freier der Bilder zum Fotopool liefert jetzt auch noch selbst recherchieren soll wo die Bilder verwendet wurden, bei den großzügigen 23 EURO pro Bild (wahrscheinlich inklusive vollkommener Nutzungsrechtabtretung) darf ein Termin inklusive An- und Abfahrt, Nachbearbeitung und an den Fotopool senden allerhöchstens 20 Minuten dauern, ansonsten zahlt der Freie mehr oder weniger drauf.
Interessanterweise liegen die 23 Euro noch unter den bisherigen 27 Euro für Bilder im Mantel.
Drastische Honorareinbußen müssen jetzt auch freie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Westdeutschen Zeitung hinnehmen. Deren Artikel wurden in der Vergangenheit gelegentlich auch im Solinger Tageblatt (verkaufte Auflage 24.660 Ex.) abgedruckt. Das produziert nur einen eigenen Lokalteil und bezieht den Mantel von der Hauptredaktion der Westdeutschen Zeitung in Düsseldorf. Die beiden Titel bilden zusammen mit dem Remscheider Generalanzeiger die Arbeitsgemeinschaft Bergischer Zeitungen. Bislang wurde für diese Zweitverwertung ein Honorar in Höhe von 17,65 zzgl. Mwst. gezahlt. In der jüngsten Honorarabrechnung hat das Solinger Tageblatt die Honorarhöhe fast halbiert auf 8,95 Euro pro Artikel, ohne Vorankündigung. Für die Freien bei der WZ ist es schwierig auf diese krassen Dumpinghonorare zu reagieren. Untersagen sie die Weitergabe der Artikel an das Solinger Tageblatt, erhalten sie einen Hinweis, man sei vertraglich gebunden und müsse dann eben die Konsequenz ziehen, dem Freien weiter keine Aufträge zu erteilen. Dem Kommentar eines betroffenen Kollegen ist nichts mehr hinzuzufügen: “Die Zeitung ist ein sterbendes Medium. Verlagen fällt nichts anderes ein, als den Tod zu beschleunigen. Ohne freie Mitarbeiter gibt es nirgends mehr ein lebendiges Blatt, aber das scheint den so genannten Machern nicht einzuleuchten.”
Mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de
Ist das Thema schon auf dem Tisch gewesen, dass es ein Verfahren gegeben hat zwischen einem der WAZ-Erben und allen anderen? Dabei hat dieser Erbe darauf bestanden, dass – wie es der Wille von Verleger Erich Brost war – Einnahmen stets reinvestiert werden. Meines Wissens sind 520 Mio. Euro hereingekommen durch den Verkauf von RTL und unter den Erben aufgeteilt worden. Hätte man sich an den Willen des Gründers gehalten, gäbe es jetzt keine Lücke bei der WAZ und niemand müsste entlassen werden. Aber die Gierschlünde der Erben hat sowohl den Erblasser betrogen als auch die Mitarbeiter, die jetzt gekündigt werden. Das ganze hat dann auch noch ein Gericht in 2. Instanz bestätigt. Böse Zungen würden fragen, wie teuer das alles wohl gekommen ist.
@photomic
Ich hatte das in einem anderen Beitrag http://www.medienmoral-nrw.de/2009/07/waz-gruppe-einheitsbrei-mit-individuellem-look/comment-page-2/#comment-10336 hier schon kurz erwähnt. Geklagt und leider verloren hat Ex-GGF Grotkamp; es ging um 400 Millionen Entnahme aus dem Verkauf der RTL-Anteile.
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Geht man vom Sparziel der 30 Millionen p.a. aus, dann könnte man es rein rechnerisch tatsächlich so sehen, dass die nun entlassenen bzw. abgefundenen Mitarbeiter ohne dieses Abkassieren der Eigentümer mehr als 13 Jahre hätten weiter beschäftigt werden können. Jedenfalls wäre es sicher möglich gewesen, den (auf die Dauer unbestritten notwendigen) Personalabbau sozial verträglicher zu gestalten. Vermutlich hätte eine Besetzungssperre ausgereicht. Aber die Funke-Seite benötigte die Millionen offenbar sofort. Herr Grotkamp hat sich also sehr wohl dafür eingesetzt, dass der Wille Erich Brosts eingehalten wird. Es ist übrigens schade, dass dieser großartige Manager nicht mehr tätig ist – die vielen Fehler eines Hombach und neuerdings Nienhaus wären ihm und Herrn Schumann sicher nicht unterlaufen.
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Mehr dazu z.B. unter:
http://www.wuv.de/nachrichten/medien/guenter_grotkamp_verliert_waz_prozess
Wenn das, was FreierFotolieferant schreibt, richtig ist, wird bei der WR immer noch wesentlich schlechter bezahlt. Trotz Gewerkschaftsboss an der Spitze.
115 Euro Tagespauschale Minimum?
Schön wär’s. Und weniger als acht Stunden arbeitet eh kein Pauschalist…
Gilt übrigens bei der WR für Schreiber und Knipser.
[...] Medien-Krise: Drastische Honorareinbußen bei der Westdeutschen Zeitung … medienmoral [...]
Dass der Widerstand gegen Honorarkürzungen bei Freien auch erfolgreich sein kann, zeigt dieses Beispiel aus Berlin
Liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,
gestern haben die Freien des Neuen Deutschland gemeinsam mit ver.di erreicht, dass die Kürzung des Zeilenhonorars zurückgenommen wird. Im Februar hatte das ND das Zeilenhonorar von 39 Cent auf 35 Cent gesenkt.
Gestern von 8 bis 10.30 Uhr verteilten die Freien mit uns vor dem ND-Haus Flugblätter und Kuchen. Zahlreiche Redakteure, der Betriebsrat, aber auch der Chefredakteur und sein Stellvertreter informierten sich bei den Freien und zeigten Verständnis für den Unmut. Kurz vor Schluss unserer Aktion kam ND-Geschäftsführer Olaf Koppe und erklärte, zum 1. Oktober die Kürzung zurückzunehmen.
Das ND berichtet heute selbst über die Aktion. Der Link steht auf unserer Internetseite sowie weitere Infos und Fotos von der Aktion:
http://dju-berlinbb.verdi.de/
Herzliche Grüße
Silke Leuckfeld
Mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de
Und die folgende Mail (siehe unten) ging heute rund:
- das bedeutet nun definitiv das sich alle Lokalredaktionen an den Fotos nach Lust und Laune bedienen können, und der Fotograf keine angemessene Honorierung hierfür bekommt.
- Inwieweit abgebildete Personen allerdings einer Veröffentlichung außerhalb des eigentlichen Anlass zugestimmt haben, ist mir unklar – denn normalerweise frage ich die Person, ob sie mit einer Veröffentlichung in der Lokalen Zeitung einverstanden ist. Für frei verwendbare Fotos gab und gibt es ein Model-Release, das ich allerdings bisher bei keinem Foto im Hugo finden konnte.
- Die Ankündigung das “Altmaterial” in die neue Vermarktung zu transferieren sollte genau beobachtet werden. Denn es kann ja nicht sein das die AGB im nachhinein zu Ungunsten der freien Fotografen geändert werden. Ich bin schon gespannt welches großzügige Angebot pro Bild kommen wird.
- Ein Problem ergibt sich bei dem Transfer der Fotos von Fotografen, Veranstaltern und sonstiger Bildlieferanten, die nicht zu den Pauschalisten gehören, in den Hugo. Die Bilder erscheinen danach im WAZFotoPool, was nicht stimmen kann.
Nun die email:
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
in den vergangenen Tagen wurde häufig die Frage an uns herangetragen, welche Bilder im Lokalen frei genutzt werden können.
Es gab den Wunsch nach einer “Positivliste”, dem wir gerne entsprechen.
Frei benutzt werden kann natürlich das Material des WAZ FotoPools. Im HuGo Kanal “WAZ FotoPool” finden Sie ab dieser Woche zuverlässig all die Bilder, die vom WAZ FotoPool erstellt wurden. Die endgültige Umstellung wird voraussichtlich am Ende der laufenden Woche abgeschlossen sein.
Auch das Altmaterial wird in den nächsten Wochen schrittweise in den neuen Kanal überführt, so dass Sie in sehr absehbarer Zeit dort ein komplettes Angebot an Bildern finden, an dem eindeutige Abdruckrechte bestehen.
Selbstverständlich finden Sie hier alle Bilder, die auf den von den Lokalredaktionen bestellten Terminen fotografiert worden sind, für all diese Bilder entfällt wie bekannt seit 1.8.09 der Anstrich.
@FreierFotolieferant:
Kannst Du mir als Außenstehendem erklären, was der letzte Absatz “Selbstverständlich finden Sie hier alle Bilder, die auf den von den Lokalredaktionen bestellten Terminen fotografiert worden sind, für all diese Bilder entfällt wie bekannt seit 1.8.09 der Anstrich.” bedeutet?
Heißt das, dass wenn freier Mitarbeiter Max Müller z. B. auf die Cranger Kirmes geschickt wird, er für die erst-veröffentlichten Fotos bezahlt wird (die im bestellten Artikel) diese danach dem Verlag nach Gutdünken unentgeltlich zur Verfügung stehen?
Was ist, wenn Max Müller vom Termin XY drei Fotos zur Auswahl einreicht, mit den anderen beiden Bildern, die nicht veröffentlicht wurden, wenn nur eines genommen wird?
Oder liege ich mit meinen Fragen völlig daneben?
@ Hannes
Leider habe ich noch keine vertraglich formulierte Vereinbarung zwischen WAZNewMedia und einem freien Fotografen gesehen, daher kann ich auch nur vermuten das es folgendes bedeuten soll:
Ein Fotograf hat den Termin Cranger Kirmes, er stellt z.B. 3 Aufnahmen ins System und hat damit alle seine Verwertungsrechte am Bild aufgegeben. Wird ein Bild gedruckt erhält er genausoviel wie beim Druck aller 3 Bilder, nämlich die Pauschale (und wenn die Kirmes sein einziger Termin war, dann beträgt die m.E. 60 EUR). Jetzt können alle WAZ Zeitungen die Bilder kostenlos nutzen, so oft sie wollen – der Fotograf bekommt keinen weiteren Cent zu sehen.
Ein kleiner Lichtblick könnte sein das bisher von der Verwertung durch die Lokalredaktionen geschrieben wurde, und nicht von Fotos im Mantel.
Besonders eklatant wird dies für den Fall das der Fotograf eine Fotostrecke unter derwesten.de macht und z.B. seine 30 besten Bilder einstellt. Hierfür bekommt er 25 EUR zusätzlich zur Pauschale! Spätere Nutzung der Fotos durch die WAZ/WP/WE/NRZ Zeitungen natürlich kostenfrei…
Wenn man jetzt weiß das WNM plant als Fotoagentur auch für andere Zeitungen und Zeitschriften zu fungieren, wird es wirklich haarig.
Wenn Du mich fragst ist die kleine Erhöhung der Tagespauschale mit verdammt vielen Verschlechterungen für freie Fotografen gespickt. Über kurz oder lang wird es dazu führen, dass der Fotograf nur noch ein Bild pro Termin abgibt, und dieses so auswählt dass es nur für den speziellen Artikel verwendbar ist. Es lohnt sich ja anscheinend nicht Bilder zu liefern die immer wieder gebraucht werden.
@FreierFotolieferant:
Danke für die Erklärung. Das liest sich nicht gut ;-( Die WAZ scheint damit im (weltweiten)Trend zu liegen:
http://www.nytimes.com/2009/08/11/business/media/11photo.html?_r=1&ref=media
Eine Sache geht mir gerade durch den Kopf: “alle Bilder, die auf den von den Lokalredaktionen bestellten Terminen fotografiert worden sind”.
Und was ist wenn der Fotograf zufällig an einem Unfall vorbeikommt und diesen fotografiert? Gibt es dann für das Bild die Einzelbildpauschale? Oder reicht es wenn die Lokalredaktion das Foto nachträglich auf die Bestell-Liste setzt?
Und was bedeutet “alle Bilder” ???
Gerade gefunden – ich hoffe, das hat auch Auswirkungen auf die WAZ-Politik:
Fotojournalisten gewinnen gegen Bauer
Die Vereinbarung eines Pauschalhonorars, mit dem sämtliche Leistungen und Rechte abgegolten werden sollten, ist ebenso unzulässig wie die Bedingung, wonach mit dem Pauschalhonorar auch zukünftige verwandte Schutzrechte des Verlages und die Nutzung durch Dritte bezahlt sein sollten.
Berlin – Der Deutsche Journalisten-Verband und die dju in ver.di haben vor dem Landgericht Hamburg eine Einstweilige Verfügung gegen die Heinrich Bauer Achat KG erwirkt. Nach dem Richterspruch vom 22. September sind wesentliche Regelungen in Bauer-Verträgen mit freien Fotojournalistinnen und -journalisten rechtswidrig. Dazu gehören vor allem die Honorarbedingungen, die der Verlag zu Lasten seiner Freien ersonnen hatte. Die Vereinbarung eines Pauschalhonorars, mit dem sämtliche Leistungen und Rechte abgegolten werden sollten, ist ebenso unzulässig wie die Bedingung, wonach mit dem Pauschalhonorar auch zukünftige verwandte Schutzrechte des Verlages und die Nutzung durch Dritte bezahlt sein sollten.
[...] Die vom Gericht monierten Bedingungen des Verlags waren weder redlich noch angemessen. Untersagt worden ist auch die Regelung, die die Verwendung der Fotos für werbliche Zwecke erlaubt. Schließlich hat das Gericht auch die vom Verlag verwendete Haftungsklausel für rechtswidrig erklärt. Danach sollten die Fotografen den Verlag auf dessen Anforderung von fast allen Kosten durch Dritte freistellen. (www.newsroom.de)
Anmerkung Medienmoral: Diese Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
Tja, momentan verschickt WAZ New Media die Verträge an die freien Fotografen. Es handelt sich um Buy-out Verträge, bei denen noch obendrauf gesetzt wurde das das allumfassende Nutzungsrecht letztendlich auch für die Bilder existiert, die gar nicht ins System gestellt wurden.
Wenn ich das was im Vertrag steht richtig verstanden habe, darf ich die von mir gefertigten Bilder nicht mal mehr für Eigenwerbung nutzen, sondern muss von WAZ New Media wahrscheinlich ein eingeschränktes Nutzungsrecht erwerben…
Übrigens verkauft die WAZ Fotos aus dem WAZ-Fotopool für gutes Geld an andere Blätter – ohne das der Fotograf dafür etwas sieht, soweit ich informiert bin. Ist das wirklich noch von geltendem Recht abgedeckt? Das darf doch nicht!
@Freier Fotolieferant
Nicht alles gefallen lassen! Die gefährlichen Passagen auffällig aus dem Vertrag herausstreichen, und nur dann unterschreiben. Noch besser: Fotos zu eigenen AGB verkaufen. Wenn sie es nicht wollen, dann lassen sie es eben. Dann verkaue’ Deine Fotos eben an andere Kunden. Wir sind doch keine Sklaven.
@Caroline
Ob sie das dürfen? Solange keiner klagt wird es weiter gemacht.
Wenn man den Vertrag unterschreibt dann dürfen sie das, so oft und lange sie wollen – und das schöne dabei ist: Der WAZ Fotopool bietet gnädigerweise in dem Vertrag die Möglichkeit vorher mit Ihnen über Beteidigung zu verhandeln (allerdings auch nur bei Verkauf an Dritte !!!! Natürlich unter Abzug sämtlicher Eigenkosten von WAZ NewMedia – was da wohl noch übrigbleibt…
Natürlich muss sich der Fotograf auch um die Persönlichkeitsrechte der Aufgenommenen kümmern. Schließlich will WAZ NewMedia allumfassend vermarkten.
Anscheinend muss der Fotograf sich nun auch noch mit einem Model-Release absichern. Ich kann mir die Reaktion schon vorstellen, wenn ich Passanten für ein Featurefoto bitte mit aufs Foto zu kommen, nachdem ich Ihnen erklärt habe, das sie zu meiner Sicherheit einen Vertrag unterschreiben müssen und mir die Erlaubnis, dieses Bild nicht für eine der nächsten Lokalausgabe, sondern für jedwede Verwendung, Überall und zeitlich unbegrenzt, zu geben.
Für 23,50 Eur bei einem Einzelbild (andere lokale Zeitungen zahlen 30,00-60,00 EUR für die einmalige Verwendung) kann ich mich schon mal nach einem Job umschauen, um das “Hobby Zeitungsfotograf” zu finanzieren – WAZ NewMedia finanziert es auf jeden Fall nicht.
Die Verträge der WAZ NewMedia gehen aus Sicht des DJV viel zu weit. Um das weitere Vorgehen zu besprechen, laden wir deshalb zu einem Treffen ein:
am Freitag, 11. Dezember 2009, 19.00 h auf der Zeche Unser Fritz in Herne.
Wer kommen mag, ist herzlich eingeladen. Das gilt auch für Fotografen, die nicht Mitglied im DJV sind. Bei Fragen bitte Mail an zentrale@djv-nrw.de.
An all die Freien des WAZ Imperiums: Wartet mit dem unterschreiben! Noch ist nicht das letzte Wort gesprochen, denn der Vertrag ist in vielen Bereichen mehr als fragwürdig.
Und wenn die Fotografen eine eigene Agentur gründen?
@doofer Leser
Das wäre durchaus eine Idee. Zumindest wären die Fotografen in dieser “Agentur” genauso viel oder wenig eine Fotoagentur wie waz fotopool.
Im Gegensatz zu wirklichen Fotoagenturen gibt es bei waz Fotopool anscheinend keine Möglichkeit Kunde zu werden – es ist nur ein Konstrukt um die bisher per Gericht verbotenen Buyout-Klauseln zu umgehen.
Letztlich ist waz fotopool eine reine Bildbeschaffungs-GmbH, die nicht frei anbietet, sondern Aufträge der waz Zeitungen abarbeitet. Soweit ich weiß, ist seitens fotopool auch nicht geplant z.B. Mitarbeiter für die Aufbereitung der Bilder einzustellen, damit “Kunden” diese besser finden.
Es gibt auch nicht die in anderen Fotoagenturen übliche Selektion der eingehenden Bilder – all das würde ja Geld kosten.
In diesem Firmen-Konstrukt geht es letztlich darum die sonst üblichen Einzelbildhonorare für die 4 beteiligten Zeitungen WP, waz, WE und nrz zu umgehen.
Wobei noch hinzukommt das waz fotopool anscheinend nicht mal über eine eigene Infrastruktur der Bildverwaltung verfügt. An dem Bildsystem HUGO hat sich nichts geändert – da frage ich mich natürlich wie diese Fotoagentur jemals vermarkten will?
schön, dass der WAZ Fotopool mit der Ruhr 2010 kooperiert und denen die ganzen WAZ-Bildern kostenlos zur Verfügung stellt, aber wo bleiben die Rechte der freien Fotografinnen und Fotografen? Die gucken mal wieder in die Röhre…. quietsch!!
http://www.derwesten.de/kultur/ruhr2010/WAZ-Fotopool-kooperiert-mit-Ruhr-2010-id2273063.html
Warum stehen unter den Bildern jetzt keine Hinweise von Fotopool mehr. Gibt es da mal wieder rechtliche Probleme? Es stehen nur noch die Namen der Fotografen dort.
Stimmt, Hannah.
Es gebietet schonder Anstand, vorher mit den “Freien” darüber zu sprechen. Esist einfach erbärmlich zu sehen, wie das Management dieses Konzerns denkt. Auf der Strecke bleiben die Mitarbeiter,durch deren Einsatz erst solche “tollen” Angebote möglich werden.
Es tut sich was, Kolleginnen und Kollegen! Noch nicht bei den Bildhonoraren, da sollen mit den neuen Vereinbarungen, die vom WAZ Foto Pool verteilt werden, gerade wieder ernüchternde Fakten geschaffen werden, wohl aber bei den Texthonoraren für hauptberufliche freie Mitarbeiter an Tageszeitungen
Mehr über diesen kleinen Hoffnungsschimmer, der auch erst noch materielle Realität werden muss, findet ihr hier
http://mmm.verdi.de/archiv/2009/12/titelthema-23-journalistentag/keine-unendliche-geschichte
macht es gut, Silke
@Hannah.
Dank für den Hinweis auf die Kooperation des Fotopool mit Ruhr.2010.
Es ist immer wieder schön zu erfahren wie gut unsere Bilder sind, und das man diese zum Nulltarif verschenkt.
Ich frage mich aber wieso der Fotopool nicht noch eine Rubrik Musicpool gründet und die mp3-Dateien dann dem Volk schenkt. Damit ließen sich schlagartig die Klickzahlen auf derwesten.de potenzieren.
Wie lautet es so schön in den Verträgen des fotopool für die Freien:
Nach vorheriger Absprache kann es eine Honorierung für Bildverwendung durch Dritte geben, dies aber unter Abzug der Kosten des WAZ Fotopools (nicht wörtlich, sondern inhaltlich geschrieben).
Frage an Herr Multhaup: Ich befürchte das da ein Minus bei raus kommt, wenn die Einnahmeseite bei 0 Euro liegt. Wieviel muss ich jetzt bezahlen wenn dummerweise eines meiner Fotos durch die ruhr2010 genutzt wird?
@Silke:
ich brauch keinen Hoffnungsschimmer. Ich brauch Geld.
Was soll das den Pauschalisten bringen? Werden die WAZ-Titel ihre Leute jetzt endlich besser bezahlen? Ab wann? Machen alle Titel mit?
Ich schätze, dass die wenigsten “arbeitnehmerähnlichen Freien” bei den WAZ-Titeln Zeilenhonorar bekommen.
@Silke
Schön zu erfahren das man sich darauf geeinigt hat die Festlegung der Fotohonorare auf den Sankt-Nimmerleinstag zu legen. Bis dahin haben die Verlage ihre Strukturen so umgestellt das es keine freien Verlagsfotografen mehr gibt. Das waz fotopool Konstrukt geht genau in diese Richtung. Mit der Konsequenz für den Fotografen das er für eine “Pseudo-Agentur” arbeitet, bei der der Tarifvertrag obsolvent ist.
Frage: Wie kann man das Interesse der Verleger an einer schnellen Einigung auf hohen Niveau steigern? Vielleicht wäre eine Anfrage bei der BfA hinsichtlich der Abgrenzung “arbeitnehmerähnliche” Freien und Scheinselbstständige hilfreich?
Es wird Zeit das die Freien ein Zeichen setzen. Wie wäre es mit ein paar Tagen gemeinsamer anderweitiger Beschäftigung?
FreierFotolieferant:
die letzten sieben Tage im April und die ersten 7 Tage im Mai = 14 Tage ohne freie Mitarbeiter und Pauschalisten – das wäre doch mal ne Maßnahme. Für alle finanziell tragbar und dennoch 14 Tage am Stück Arbeitsniederlegung.
Ach so. Fast vergessen:
Danke für das Weihnachts- und Urlaubsgeld und die Lohnfortzahlung, als ich vor Weihnachten krank war….
Ironiemodus aus.
@FreierFotolieferant
sorry, dass ich mich erst melde, aber ich habe über die Festtage einfach mal den Computer gar nicht erst angemacht, bei einem Glas Rotwein ein paar Kerzen beim Brennen zugeschaut, I cried for you von Katie Melua gehört, mir meine Gedanken gemacht über all das, was war und über das was noch kommen könnte, und das würde ich am liebsten immer noch machen, aber irgendwann habe ich dann angefangen das Geld zu zählen, was ich in den letzten Jahren zurücklegen konnte und das ich nach guter alter Familientradition in einem Schuhkarton der Marke Salaman… aufbewahre mit einem hübschen Lurchi-Heftchen drin, you remember?
Aber nun zum weniger besinnlicher Teil: Die Vergütungsregeln für Fotos sind nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben worden, sie sollen vielmehr im Laufe des nächsten Jahres vereinbart werden.
Tja, ansonsten ist das natürlich immer interessant, wenn die Werktätigen auf dem Wege einer kollektiven Arbeitsverweigerung den Abnehmern ihrer Produkte, also in Eurem Falle dem WAZ FotoPool klar machen, dass sie nicht mehr bereit seid, für den Preis weiter für ihn zu arbeiten! Freie Mitarbeiter und Pauschalisten aller WAZ-Blätter vereinigt Euch. Und vielleicht kommt auch noch Gunter Gabriel vorbei und singt diesen Song “Hey Boß, ich brauch mehr Geld”. Der Beobachter hat ja auch schon einen Termin genannt. Die letzten 7 Tage im April- und die ersten 7 Tage im Mai, hört sich doch gut an für ein Praktikum in kollektiver Selbsthilfe, oder?
Ich mach jetzt erstmal wieder ne Kerze an und höre noch mal I cried for you von Katie Melua, für so was ist sie ja da, die Zeit zwischen den Jahren, Eure Silke
http://www.youtube.com/watch?v=ftZAZWLrWKo
@Silke
Ich habe über Weihnachten auch in der alten CD Kiste gewühlt, und bin auf “Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt” und “Ich will Spaß” gestoßen. Wäre doch schön wenn wir Freien mit Spaß das Bruttosozialprodukt steigern.
Zum Termin letzte Woche April, erste Mai Woche. Bei einem Termin sollten wir eine Zeit wählen in der viel los ist, [ironie an] das die WAZ Medien ausführlich über Maikundgebungen berichten (dürfen) scheint mir inzwischen eher unwahrscheinlich [ironie aus].
Trotz alledem einen guten Rutsch in nächste Jahrzehnt, und Silke für dich ein besonderer Wunsch der in Erfüllung gehen möge: Ich wünsche dir einen Karton für Overknee Highheels, der prall gefüllt ist
hauptberufliche freien Journalistinnen und Journalisten an deutschen Tageszeitungen haben seit dem 1.2.2010 einen Rechtsanspruch auf eine angemessene Bezahlung ihrer Texte.
Mehr dazu hier:
http://mmm.verdi.de/archiv/2010/01-02/print/jetzt-geht-es-ans-umsetzen
und hier
http://dju.verdi.de/freie_journalisten/vergutungsregeln
und Fragen und Antworten
http://www.djv.de/Aktuelle-News.2905+M56c958ba9b5.0.html
http://www.guardian.co.uk/media/2010/mar/29/freelance-journalists-strike
Habe mitbekommen, dass zumindest bei der WR die Honorare für die “festen Freien” hochgesetzt wurden. 120 Euro pro Tag soll nun Standard sein?!?
Weiß wer mehr?
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=fl&dig=2010%2F04%2F01%2Fa0139&cHash=cefa14ea5c
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/doch-niemand-jubelte/
Warum denn so billig wir Freien?
Am 02. August 2010 ab 19.00 Uhr informieren Jutta Klebon und Norbert Szepan von der Gewerkschaft ver.di zu den neuen gemeinsamen Vergütungsregelungen für Freie Hauptberufliche Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen.
Diese Informationsveranstaltung findet statt
am 02.08.2010
um 19.00 Uhr
im ver.di Haus Dortmund, Sitzungssaal A/B (2. Etage)
Am 01.02.2010 sind nach mehrjährigen Verhandlungen mit dem BDZV die o.g. Vergütungsregelungen vereinbart worden. Bisher gibt es allerdings nur spärliche Rückmeldungen über eine erfolgreiche Umsetzung der verbindlich vereinbarten Vergütungen. Über die Höhe der Vergütung und über die Durchsetzungsmöglichkeiten soll an diesem Abend informiert werden.
Alle Interessierten sind herzlich zu dieser Veranstaltung eingeladen..
Warum so billig, Teuerste(r)?
Warum verkaufen sich freie Journalisten viel zu preiswert an die
Tageszeitungen?
Infoabend zum Thema Vergütungsregeln für hauptberufliche Journalisten am 25. August 2010 im ver.di-Haus Dortmund
Seit einigen Monaten gibt es die von der dju in verdi und vom DJV auf der einen Seite und dem Zeitungsverlegerverband auf der anderen Seite vertraglich vereinbarten Vergütungsregeln für hauptberuflich tätige Journalisten. Nur: Kaum jemand unter den Freien wagt sich aus der Deckung und macht seine
ihm zustehenden Rechte geltend. Viele haben Angst nach der Meldung nicht mehr weiter beschäftigt zu werden. Andere zweifeln an ihrem Status, wer ist denn hauptberuflich Journalist?
Die Verlage jedenfalls haben offenbar kein Interesse an der Einführung der von ihrem eigenen Verband ausgehandelten einheitlichen Honorarsätze. Aber wir:
Die dju in NRW und der dju Bezirk Westliches Westfalen möchten das Problem weiter diskutieren. Hilft Solidarität weiter? Oder die Öffentlichkeit, die erfahren sollte, unter welchen erbärmlichen Bedingungen sich freie Journalisten immer noch verdingen müssen? Sollten Meinungs-Multiplikatoren aus gesellschaft-
lich-relevanten Bereichen informiert werden? Und die Leser?
Wir treffen uns am Mittwoch, 25. August, um 19.30 Uhr im verdi-Haus in Dort-mund, Königswall 36 (gegenüber dem Hauptbahnhof).
Eingeladen sind alle freiberuflich tätigen Journalisten, Betriebsräte aber auch alle anderen Festangestellten. Das Thema Vergütungsregeln geht uns schließlich alle an.
Kontakt: Norbert Szepan, ver.di Dortmund, Königswall 36, 44137 Dortmund Tel: 0231/913000-69, Fax: 0231/913000-95
[...] Warum so billig, Teuerste(r)?: Aus welchen Gründen verkaufen sich freie Journalisten viel zu preiswert an die Tageszeitungen? Infoabend zum Thema Vergütungsregeln für hauptberufliche Journalisten am 25. August 2010 im ver.di-Haus Dortmund … medienmoral [...]