Verhandlungen mit WAZ-FotoPool geplatzt

Viele Gespräche wurden geführt, viele mögliche Lösungen angedacht. Doch jetzt steht fest: Die Verhandlungen des DJV für eine Verbesserung von Honoraren und Rechteklauseln für die freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von WAZ-FotoPool sind vergangene Woche endgültig gescheitert.

Der DJV hat Verschiedenes angeboten, die Geschäftsführung konnte sich aber weder für Pauschalierungen noch für die Idee eines Start-up Bonus mit anschließender Rückschau auf die Erlössituation erwärmen. Aus Sicht der WAZ-Geschäftsführung gelten die Gemeinsamen Vergütungsregelungen nicht, weil FotoPool eine Agentur sei. Man bewege sich im Markt und verhalte sich marktgerecht.

Der Geschäftsführer der WAZ New Media, Marc-Oliver Multhaup will seine Konditionen nun so schnell wie möglich durchsetzen. Der DJV rechnet daher damit, dass alle Betroffenen in Kürze aufgefordert werden, Verträge zu unterschreiben. Ob sich diese von den Entwürfen von November 2009 unterscheiden werden, ist unklar. Der DJV und ver.di NRW bittet daher, neue Verträge schnell zu mailen. „Wie immer behandeln wir solche Informationen natürlich vertraulich“, sagte Anja Zimmer, Geschäftsführerin des DJV-NRW.

Sollte es bei den bekannten Inhalten bleiben, ist auch die Einschätzung der DJV-Geschäftsführer unverändert: „Die im November 2009 versandten Verträge enthalten aus unserer Sicht keine angemessenen Regelungen und sind daher in wichtigen Teilen unwirksam.“ Die Vergütung entspreche im Verhältnis zu dem damit verbundenen Rechtepaket nicht den gesetzlichen Vorgaben.

Um die Lage der Kolleginnen und Kollegen von WAZ-FotoPool zu erörtern, laden wir alle Interessierten zu einem Treffen ein für

Donnerstag, 1. Juli 2010, 20 Uhr
UNPERFEKTHAUS
Friedrich-Ebert-Str. 18
45127 Essen
http://www.unperfekthaus.de

30 Antworten zu “Verhandlungen mit WAZ-FotoPool geplatzt”

  1. […] Medien: Verhandlungen mit WAZ-FotoPool geplatzt…Medienmoral […]

  2. Medienmoral-NRW sagt:

    Auch für Blogs gelten bestimmte Spielregeln. Zu diesen Spielregeln zählt, dass auch sie den hohen Stellenwert von Persönlichkeitsrechten wahren sollten. In einem Kommentar in medienmoral-nrw wurden solche missachtet. Deshalb haben wir den Beitrag nach Rücksprache mit Betroffenen entfernt. Das stellt keine Zensur dar, sondern entspricht den Grundsätzen des Fairplays. Wir bitten, nicht über Dinge zu diskutieren, die Persönlichkeitsrechte einzelner Mitarbeiter verletzen.

    Helmut Dahlmann
    Vorsitzender
    DJV-NRW

  3. Bodo H., der Neueste sagt:

    Na hörense mal Dahlmann…
    Wat sindse denn plötzlich so empfindlich. Auf mir und meine Leute trampelnse doch schon seit Monaten rum. Und wenn Sie dann jetzt wieder in einem Fettpott getreten sind, dann müssense halt ne Zeit damit rumlaufen. So ist dat nun mal in unsere Mediendemokratie. nich wahr?
    Ich kann ja auch kaum noch in Essen aufs Klo gehen ohne das ich dat dann hier nicht noch wieder vorgesetzt bekomm. Und dann sind wa ja imma alle so gereitzt.
    So wie Sie dat ja auch sein können. Schön, dat ich dat noch von Ihnen erleben darf. Bringense jetzt ihren Laden mal wieda in Ordnung. Vielleicht brauchn wa denn ja noch…
    Bis bald und hier.
    Ihr Bodo H., der Neueste

  4. FreierFotolieferant sagt:

    Vergleichen wir doch nur einmal die Tarifverträge für (Foto)redakteure. (Vergütungsregeln / Manteltarifvertrag). Und was waz fotopool ihren freien Mitarbeiter einräumt:

    Gehalt eines festen Redakteurs im 1. – 3. Berufsjahr 2987,- p.m.
    Sonn- und Feiertagszuschlag 76,50
    Urlaub 30 Tage, Urlaubsgeld 80% vom Monatsgehalt.
    Kosten für eigene Kameraausrüstung wird auf 5 Jahre verteilt erstattet, sofern keine Ausrüstung gestellt wird.
    zzgl. Jahresleistung in Höhe von 95% des Monatssalärs

    Ergibt: (12*2987 + 0.8*2987 + 0.95*2987 / 11) + 10 * 76,5 / 11 + 5000 / 60 = 3733,75 + 69,57 + 83.33 = 3886

    (11 = vereinfachter Ansatz 12 Monate – 1 Monat Urlaub)
    (5000 = billige Kameraausrüstung)
    10 = 10 Sonn- und Feiertage pro Jahr an denen man arbeitet.

    Freie Mitarbeiter:
    115,- Euro p. Tag (8 Stunden)

    Bei den 173 Durchschnittsstunden pro Monat ergeben sich gut 22 Tage die ein Freier im Monat vergleichbar arbeiten müßte: = 2530 Euro p.m. Auch der Freie braucht ggf. einen Monat Urlaub = 2319 Euro

    Oder anders gesagt: waz Fotopool will den Freien nur 59% dessen zahlen was sie den Festen gewähren, aber gleichzeitig noch mehr Rechte an den Bildern besitzen.

  5. Dabei sagt:

    Du solltest 150 Euro pro Tag verlangen. Wird manchen gezahlt, macht das Minus erträglicher.

  6. Fester sagt:

    @FreierFotolieferant
    Weniger Geld, na und? Dafür wird Dir auch der Genuss von Freiheit und Abenteur zuteil. Unabhängigkeit hat eben ihren Preis. Hättest ja auch Fotoredakteur werden können.

  7. FreierFotolieferant sagt:

    @Dabei

    Bei 150 EUR p. Tag komme ich auf 3025 EUR p.m.
    Was 77% des Fotoredakteurs im 1.-3. Jahr ausmacht.

    Erst bei circa 190 EUR p. Tag gibt es einen ungefähren Gleichstand.

    @Fester
    Fotoredakteur bin ich auch, die Arbeit zwischen Festen und Freien unterscheidet sich nicht.

  8. FreierFotolieferant sagt:

    Bleibt wohl nur uns Freie unter dem Kapitel Scheinselbstständigkeit in die höhere Bezahlung der Festen einzuklagen.

  9. ohneWNM sagt:

    Es ist doch nichts neues, daß ein freier bei der WAZ weniger verdient als ein festangestellter! Wer das ungerecht findet sollte halt woanders arbeiten, festangestellter werden oder sich einklagen. Aber die lamentiererei nützt doch niemanden.
    Und jetzt mal eine frage: Welcher freie bei der WNM arbeitet denn 22 tage im monat? Und das regelmäßig… Es ist doch vielmehr so, daß freie mitarbeiter verfügungsmasse sind. 130 euro ist nicht viel und der ausverkauf der rechte unerträglich. Ich denke, wer nicht drauf angewiesen ist, sollte es bei der WNM lassen. Ich fürchte „der westen“ wird sein schülerzeitungsniveau auch mit unbezahlten mitarbeitern noch halten können… Naiv, wer glaubt, daß sich da noch was bewegt…….

  10. Journalist in Freilandhaltung sagt:

    @ohneWNM
    (Wer das ungerecht findet sollte halt woanders arbeiten, festangestellter werden oder sich einklagen. Aber die lamentiererei nützt doch niemanden.)
    Dummschwätzer. Da könntest Du auch gleich zu einem Arbeitslosen sagen, geh doch einfach arbeiten.
    Wer so dermaßen Müll von sich gibt, ist hoffentlich niemand von der Presse.

  11. Freelander sagt:

    @Journalist in Freilandhaltung
    Quatsch. Niemand zwingt Dich, diesen Beruf auszuüben. Niemand zwingt Dich, für WNM zu arbeiten. Niemand zwingt Dich, Sch…-Verträge zu unterschreiben!
    Wenn Du es aber doch tust, dann hör‘ auf zu jaulen. Dann hast Du es Dir selbst so ausgesucht. Dann stützt Du das Vorgehen der WNM und trägst dazu bei, genau die Verhältnisse zu stabilisieren, über die die Du hier lamentierst!
    .
    Übrigens: „Bei den Arbeitslosen handelt es sich nicht um eine gleichbleibende Gruppe. Im Jahr 2007 wurden mehr als 8,2 Mio. Personen arbeitslos; gleichzeitig gab es 8,8 Mio. Abgänge“ (Zitat: bpb). Die meisten Arbeitslosen finden also wieder neue Arbeitsstellen, d.h. die Zahl bleibt zwar etwa gleich, die Individuen sind bereits mittelfristig andere. Sollte für einen Journalisten eigentlich zum Allgemeinwissen gehören. Wer also Müll wie „da könntest Du gleich einem Arbeitslosen sagen, geh doch einfach arbeiten“ von sich gibt, ist hoffentlich nicht von der Presse.
    .
    Herr, schmeiß‘ Hirn vom Himmel!

  12. FreierFotolieferant sagt:

    @ohneWNM
    „Welcher freie bei der WNM arbeitet denn 22 tage im monat? Und das regelmäßig“
    Ich kenne mindestens Zwei, wobei ich nicht einer davon bin.

    „Wer das ungerecht findet sollte halt woanders arbeiten, festangestellter werden oder sich einklagen“
    1. Ich glaube das versucht derzeit jeder Freie der waz, allerdings sind die Stellen für Pressefotografen nicht gerade unüberschaubar.
    2./3. Das ist genau die Idee, zumindest für diejenigen die genauso arbeiten wie Feste, aber nicht angestellt werden.

    Wenn Du etwas über deinen sehr begrenzten Horizont hinausschauen würdest, dann würde dir auffallen, dass die Verträge von wnm nicht nur Auswirkungen auf die Freien der waz-Zeitungen haben, sondern als Vorlage für die anderen Verlage dient. Klappt es bei der waz über den Konstrukt Agentur, dann wird genau dieses über kurz oder lang bei den anderen ebenfalls eingeführt.

    @Freelander
    „Herr, schmeiß’ Hirn vom Himmel!“ – JA, vielleicht kommst Du dann hinter den statistischen Blödsinn den Du da schreibst.

  13. Anonymous sagt:

    @FreierFotolieferant, „statistischer Blödsinn“
    Bevor Du Dich hier noch mehr selbst disqualifizierst, schau einfach ‚mal hier nach: http://www.bpb.de/wissen/4JL61U,0,0,Zugang_und_Abgang_an_Arbeitslosen.html
    Lesen bildet manchmal ungemein.

  14. Freelander sagt:

    Da haben Leute Bildungslücken, so weit wie Scheunentore, und wundern sich, dass sie nicht fest eingestellt werden. Wer Sätze von sich gibt wie „Da könntest Du auch gleich zu einem Arbeitslosen sagen, geh doch einfach arbeiten“, der fällt im AC vermutlich schon in der ersten Stunde durch.

  15. ohneWNM sagt:

    @ Journalist in Freilandhaltung
    „Wer das ungerecht findet…“ Das ist doch eine ganz einfache, wenn auch folgenreiche, regel in unserem wirtschaftssystem.
    Jetzt hast du bestimmt auch gewartet, daß die WNM auf die freien zugeht. Ergebniss: Null…. Jetzt kannst du mal gucken, welchen platz dir die WNM in ihrem system zubilligt.
    Die verlage leben ja schon fast davon, immerwieder leute zu finden, die es für noch weniger machen. Und die es machen jammern sich durchs leben, bis sie was für sich ändern und die verlage suchen sich eine neue „verschleißmannschaft“.
    Was zu deinen kommentaren hier: Ich finde deine rechnung, bei der dann rauskommt, daß ein freier unter optimalen bedingungen 41% weniger verdient einfach phenomenal! Ich dachte ja immer beim waz fotopool würden alle gleich verdienen!! Und auch alle 173 stunden im monat arbeiten.. Aber immerhin gibt es ja einen, der zwei davon kennt! Zwei!
    Und zum zweiten kommentar an mich gerichtet: Ich empfinde es als nunkultur, andere kommentatoren zu beleidigen. Das ist eines Journalisten nicht würdig.
    Ach übrigens: Wenn du mit deiner rechnung zu herrn m. gehst und erfolgreich wieder rauskommst, kannst du es ja hier verkünden. Bis dahin kannst du ja weiterjammern und dich als „Journalist im Freiland“ weiterhin von der wnm im regen stehen lassen. Oder es einfach aktzeptieren, unterschreiben aber dann aufhören zu jammer und rumzurechnen wieviel es denn mehr sein müßte. Das ist ungesund.

  16. Freiland-Lieferant sagt:

    Buhuhuuu, ich muss einen ganz schlimmen Vertrag unterschreiben! Und für ganz wenig Geld Fotos liefern, die dann noch -zig Mal weiter verwertet dürfen, ohne dass ich einen Cent dafür kriege! Schnief!
    Alle sind sie so böse zu mir! Dabei bin ich immer so lieb zu den anderen.
    Aber das war ja schon immer so. Im Sandkasten haben die anderen Jungs mir auch schon immer die Förmchen weggenommen. Die, die heute Audi A8 fahren.
    Egal, kann ich sowieso nichts dran ändern. Unterschreibe ich halt…

  17. Medienmoral sagt:

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    könnt ihr bitte mal zu einem verbindlichen und kollegialen Umgangston zurückkehren! Wäre prima, vielleicht macht ja auch die Hitze so gereizt, aber dieses gegenseitige angepeste hilft niemandem und ist kontraproduktiv. Einen schönen Abend noch, medienmoral-nrw.de

  18. Freelander sagt:

    @Medienmoral
    Gebongt. Aber manchmal ist sie schwer erträglich, diese peinliche Synchronität von Unterwürfigkeit und Larmoyanz.

  19. ohneWNM sagt:

    @Medienmoral Ein guter einwand! Der stil geht ja schon fast in die richtung der leserkommentare bei „der westen“ wo es ja oftmals mehr darum geht einen anderen kommentator zu beleidigen, als sich zu der sache/artikel selbst zu äußern. Und damit auch noch per tastenklick dem verlag geld in die kasse spült… Und „der westen“ lässt es gerne zu, was ihn qualitativ disqualifiziert. Dumme kommentare, beleidigungen wie auch hier, führen schließlich nur dazu, daß am ende keiner mehr die seite anklickt. Zumindest keiner, der noch ein wenig hirn hat.
    Jammern ist auch kulturgut! Und das darf man ja auch mal! Aber ich denke, daß es auf dauer nichts nützt und es sei nur jedem ans herz gelegt selbstbewußtsein zu entwickeln und nicht zu glauben, das wird schon mit der WNM. Einzelnen mag das gelingen aber ich habe in 15 jahren erlebt, daß sich die WAZ mit der „generation praktikum“ durchmogelt. Oder hier „der generation freier mitarbeiter“… Ohne zukunft ohne jede sicherheit. Ich weiß, daß es viele gibt, die nur von dem job bei der WAZ/Konstrukt leben… und der markt ist hart! Aber wer nur darauf setzt, hat jetzt schon verloren. Für diese kollegen: Weitermachen und parallel über alternativen nachdenken! Gilt insbesondere für die jüngeren! Nicht einlullen lassen, man würde ja so gute arbeit machen… Einfach wirtschaftlich denken!!!! Das macht die fotos nicht schlechter.

  20. Freelander sagt:

    Wenn die, die hier und anderswo in oftmals epischer Breite jammern, einfach nein sagen würden! Einfach: „Nein, den Sch…-Vertrag unterschreibe ich nicht, von mir kriegt ihr keine Billigbilder!“ Denn sonst wird das wird immer so weitergehen. Die Schüler-Praktikanten-Bürgereporter-Dumpingpreise werden doch keinem Profi zum Überleben reichen. Wer das mitmacht, der gibt nur den Organisatoren dieses Preiskampfes Recht.
    .
    Sollen sie doch Billigbildchen nehmen! Handyfotos von Bürgerreportern zweifelhafter Herkunft (beides, Bildchen und Bürgerreporter). Nach und nach gibt’s die Quittung für die unsägliche Billigheimerei, vom Leser nämlich. Und dann ist in so einem Laden für Profis eh‘ nichts mehr zu holen, außer Schäden an der eigenen Reputation.

  21. FreiFotolieferant sagt:

    @Anonymus
    Die Statistik und die Erklärung habe ich gelesen:
    Zitat: „Wie die Zugänge sind auch die Abgänge aus der Arbeitslosigkeit differenziert zu betrachten. Nur ein Teil der Personen überwindet die Arbeitslosigkeit mit einer Beschäftigung. Bei lediglich 38,9 Prozent der Abgänge, also bei 3.205.000 Personen, folgte auf die Arbeitslosigkeit die Erwerbstätigkeit – 557.000 Personen nahmen eine Beschäftigung auf dem zweiten Arbeitsmarkt auf. Eine Ausbildung beendete bei 17,2 Prozent aller Abgänge die Arbeitslosigkeit. Und bei 33,7 Prozent der Abgänge, rund 2.775.000 Personen, schloss sich eine Nichterwerbstätigkeit an – zum Beispiel in Form von Arbeitsunfähigkeit (1.495.000 Personen) oder Vorruhestandsregelungen (270.000 Personen).“

    @ohneWNM
    Sorry, aber ich kenne nicht so viele Freie Fotografen des wnm, um ehrlich zu sein: Mit mir 4, bei denen ich die Einsätze nachvollziehen kann. Bei hiervon zwei Personen die 22 Tage erreichen ist das für mich eine ganze Menge.
    Deiner Ausführung über die „Generation Praktikum“ stimme ich zu. Die waz, und inzwischen auch die anderen Tageszeitungen, machen keine festen Verträge mehr (mit Ausnahme des Manegements). Bei der waz kommt nun aber hinzu das über den Konstrukt „Fotoagentur“ jegliche mit den Gewerkschaften erzielte Vereinbarung über Honorare ausgehebelt werden soll…
    Das „einfach wirtschaftlich denken“, ist leider leichter geschrieben, als unternehmerisch umgesetzt.

    @Freelander
    Wo du Recht hast, hast du Recht.

  22. Freelander sagt:

    @FreiFotolieferant, Statistik.
    Ja, und weiter? Das alles besagt doch, dass die wenigsten Personen in der Dauerarbeitslosigkeit verbleiben (und dass der kritisierte Spruch tatsächlich nicht besonders klug war). Die einen finden wieder Arbeit, einige beginnen überhaupt erst einmal eine Ausbildung (oft sind das Schulabgänger, die nicht sofort einen Ausbildungsplatz fanden), andere werden erwerbsunfähig und wieder andere gehen in den (Vor-)Ruhestand.
    Und was besagt das für Deine Situation? Dass Du keine andere Chance im Leben hast, als einen bestimmten, ungünstigen Knebelvertrag zu unterschreiben? Entschuldige, hast Du wirklich eine derart eingeschänkte Lebensperspektive? Gut, man muss vielleicht nicht, wie viele andere, mehrere Berufe ausgeübt haben, obwohl das heute eher die Regel als die Ausnahme ist. Aber nur WNM um jeden Preis oder lebenslang arbeitslos als einzige Möglichkeiten? Mann, wenn das die beiden einzigen Alternativen in deinem Leben sind, dann musst du sehr gefährdet sein.
    Dann solltest Du Dir dringend neue Perspektiven erarbeiten, vielleicht auch durch Aus- und Weiterbildung. So schwierig ist das gar nicht. Du solltest keine Angst vor der Keule Arbeitslosigkeit haben, und du solltest nicht denen kritiklos glauben, die aus wirtschaftlichem Eigeninteresse dem Rest der Bevölkerung ständig suggerieren wollen, dass Arbeit ein knappes Gut sei, das nur um den Preis eines möglichst geringen Lohnes zu haben ist.
    Verhandle mit den WNM-Leuten, setze Dir selbst eine Untergrenze, für die Du bereit bist, noch tätig zu werden. Und wenn sie diese Grenze nicht erreichen, dann verabschiede dich freundlich und suche Dir einen vernünftigeren Arbeit- oder Auftraggeber: „Komm mit“, sagte der Esel zu dem Hahn, „etwas Besseres als den Tod finden wir überall.“

  23. Freelander sagt:

    eingeschränkte Lebensperspektive – sorry.

  24. brisko sagt:

    Der WAZ-Fotopool hat jetzt unter http://www.waz-fotopool.de eine Plattform zur Vermarktung seiner Bilder gestartet. Das Angebot werde täglich, so heißt es in einer Pressemitteilung der WAZ-Gruppe, von 60 Mitarbeitern („Experten der Ruhrgebietsfotografie“, wie Mark-Oliver Multhaupt, Geschäftsführer der WAZ-NewMediea sagt) um tagesaktuelles Material erweitert. Die Kosten für die Nutzung des Bildmaterials orientieren sich an marktüblichen Honoraren

  25. blablup sagt:

    Ja, kann man machen, kann man auch einen Euro mit machen. Ist aber nicht der große Wurf, für den die GF das hält. Luftblasen. Blub. Blub.

  26. WIFAG sagt:

    Wohin die Verhandlungstaktik und die Konditionen beim FotoPool führen, ist kein Geheimnis: Es gibt nur noch wenige freie Mitarbeiter, die willens sind, sich rund um die Uhr auf Abruf bereit zu halten, um für n‘ Appel und n‘ Ei Bestes zu liefern.

    Guckt Euch doch mal die Qualtität an, die FotoPool für WAZ und NRZ liefert: Die WR hat eindeutig die besseren Bilder in der Ausgabe. Bei der WAZ im Lokalen greifen die Steh-Bilder wieder Raum……

    Und Extra-Bilder und Geschichten/Informationen, die die Fotografen früher als Antennen der Lokalredaktion nebenbei mitgebracht haben, gibt es laum noch: Ich kenne – produktionsbedingt – als Lokalredakteur die Fotografen ja teilweise gar nicht mehr. Wie sollen die wissen, welche zugesteckte Info relevant ist.

  27. FreierFotolieferant sagt:

    Das die Konditionen des waz fotopool bei den Freien dazu führen die Aufträge abzuarbeiten, und den Handschlag mehr ggf. dazu zu nutzen Agenturfotos für andere Anbieter zu machen, ist absehbar.
    Wer wird so dumm sein ein Foto mit allen Rechten für 23 Euro zu verramschen, und dann darauf zu hoffen das nach Abzug der Kosten des wazfotopools etwas von den Einnahmen bei Dritten überbleibt.
    Zudem bekommt man vom fotopool weder eine Auflistung welche Fotos wo genutzt wurden, noch eine Information darüber das Fotos über die Agenturplattform Dritten angeboten werden.

    Das mit den Extra-Infos für Redakteure ist so eine Sache die inzwischen aufgrund mangelnder Redaktioneller Besetzung dazu führt das der Fotograf zwar nicht schreibt, aber die Geschichte gleich mitliefert – oder zumindest die Presseinfo in die Redaktion transportiert. Vielleicht sollte ich dementsprechend jeweils eine Kurierpauschale mit auf die Rechnung setzen?
    Ungenauigkeiten versehen: Es ist nicht ersichtlich welche Firmen dem waz-Imperium angehören, welche Redaktionen somit freien Zugriff auf die Bilder haben. Es ist nicht ersichtlich welche Einnahmen durch den Drittverkauf erzielt werden, und wieviel hiervon der Fotograf erhält. Es wird gesagt das im Honorar (115 Euro pro Tag / 23 Euro je Bild) bereits die Nutzung durch waz-Firmen eingerechnet wurde. Wie hoch ist dieser Anteil?
    Zudem gibt es inhaltlichen Schwachsinn indem die Paragraphen des Vertrags doppelt vergeben wurden. Zudem scheint sich seitens fotopool niemand zu diesem Vertrag mit seiner Unterschrift zu bekennen. Bisher kannte ich derartige „Werkverträge“ nur mit gegenseitiger Unterzeichnung…

  28. workshops sagt:

    WAZ-Fotopool
    Die dju in ver.di NRW und der DJV-NRW laden alle freien Fotografinnen und Fotografen, die für den WAZ-Fotopool tätig sind zu einem Seminartag am Samstag, 4.12.2010, von 10 bis 18 Uhr ins Haus Busch (Hagen) ein.
    In drei Workshops soll über die folgenden Themen informiert und diskutiert werden:
    Mein Bild gehört mir! Bildrechte und Persönlichkeitsrechte
    Im Umgang mit Bildern muss alles korrekt zugehen: Welche Fotos darf ich veröffentlichen? Wann muss ich die Erlaubnis der Fotografierten einholen? Der Workshop informiert über Urheberrechte des Fotografen, das Recht am eigenen Bild, Markenrechte sowie Lizenzmodelle
    Der Bildjournalist als Unternehmer
    Freie Bildjournalisten müssen einiges beachten, wenn sie unternehmerisch am Markt auftreten. Dieser Workshop informiert über die neuen Gemeinsamen Vergütungsregeln für Freie an Tageszeitungen, das Erstellen von eigenen AGB und beantwortet Fragen zur Haftung – mit vielen praktischen Tipps aus dem Arbeitsalltag
    Ich kann noch viel mehr! Neue Perspektiven für Bildjournalisten
    Sie möchten für mehr und andere Auftraggeber als bisher arbeiten, finden aber nie die Zeit dazu, sich darum zu kümmern? Dieser Workshop ermöglicht einen Blick über den Tellerrand und bietet praktische Tipps: Wie erstelle ich ein gutes Exposé, wie trete ich selbstbewusst gegenüber neuen Kunden auf? Vermittelt werden zudem Einblicke in neue Beschäftigungsfelder und Trends des Bildjournalismus.
    Das Seminar ist für Mitglieder kostenfrei.
    Ausführliche Informationen und die Möglichkeit der Anmeldung sind zu finden unter:
    HYPERLINK „http://dju-nrw.verdi.de/fotografen“ http://dju-nrw.verdi.de/fotografen

  29. Medienmoral sagt:

    Wir haben dazu einen eigenen Diskussionstrang eröffnet: http://www.medienmoral-nrw.de/2010/10/workshop-fur-bildjournalisten-der-waz-mediengruppe.
    Infos für DJV-Mitglieder und die Interessenten, die keiner der beiden Gewerkschaften angehören (u.a. zur Aufwandsentschädigung) auch unter
    http://www.djv-seminare.de/?p=1216.