Deutschland, entblättert – ein Zeit-Dossier

„Es war ein besonderes Jahr für Zeitungen und Zeitschriften. Einige wurden eingestellt, einige trotzten der Krise, andere arbeiten an neuen Strategien. Auf dem Spiel steht unsere Meinungsvielfalt.“ So lautet der Vorspann des Dossiers zu den Printmedien, das die ZEIT heute online gestellt hat.

In dem Text erfahren wir z.B., dass es „nie einfacher als heute“ war, in „Tageszeitungen, Frauenzeitschriften, Fachmedien“ ein so genannte Rundum-sorglos-Paket unterzubringen: fertige Texte, die Redaktionen nur noch abdrucken müssten, aufbereitet mit Infografiken, Protagonistenfotos, Experteninterviews. „Die Gleichung ist simpel: Je schwächer die Redaktionen, umso leichter haben es die Marketing-Abteilungen.“

Der ganze Text unter http://www.zeit.de/2009/49/DOS-Medien?page=all

4 Antworten zu “Deutschland, entblättert – ein Zeit-Dossier”

  1. Ganze Arbeit sagt:

    Die angestellte Generation der Verlagsmanager hat versagt. Das, was wir bei der WAZ gesehen haben und das, was aktuell in Thüringen passiert, zeigt, wohin die Reise geht. Unverschämt werden Institutionen beschädigt, um eine schnelle Mark zu machen.
    Ich hoffe, dass die WAZ-Axt in Thüringen scheitert. Zensur durch Klaus Schrotthofer im zwanzigsten Jahr des Mauerfalls. Man kann sich nur mit Abscheu abwenden.

  2. Tristesse sagt:

    Toller Artikel!
    .
    Frage: War eigentlich Schickler nicht auch beim Handelsblatt,ehe sie dann da rausgeflogen sind? Von den bescheuerten Konzepten würde es ja passen :-)!

  3. Abgesang sagt:

    Zum Heulen. Die Verleger halten Sonntagsreden gegen die Gefahr google, weil sie vor lauter Sparen vergessen haben, wie man Leser von Kauf einer Zeitung überzeugt. Die Ereignisse in Thüringen sind nur das vorerst letzt Glied in einer Kette von Unfähigkeit, Missmanagement und Arroganz. Wenn es für die Gesellschaft nicht so schädlich wäre, möchte man angesichts des Umgangs der WAZ mit den Kollegen in Thüringen wünschen, dass der ganze Laden jetzt schnellstens den Bach runter geht. Ich bin gespannt auf die IVW-Ausweisung im Frühjahr. Und ich freue mich auf die nächste öffentliche Großveranstaltung, bei der Hombach & Co. auftauchen, um mal wieder kräftig mit ihren tollen Konzepten anzugeben. Ekelhaft.

  4. pasquale sagt:

    Den ganzen Zeit- Artikel kann man mit allen Aussagen und Implikationen guten Gewissens unterschreiben; oder ganz, ganz tapfer ignorieren, die Ideen und Prinzipien leugnen und jeden Nestbeschmutzer schimpfen, der es wagte, solche funktionierenden Blaupausen bei der WAZ anzulegen.

    Am Wochenende nehme ich mir stets einen Vormittag oder auch zwei Zeit für Zeit, Freitag, SZ und taz, um das süsse Gefühl des Qualitätsjournalismus zu spüren; WAZ ist ganz gestrichen.

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