Gute Wahlbeteiligung bei den Betriebsratswahlen

Von dieser Wahlbeteiligung können Bundes-und Landespolitiker nur träumen. Die Wahlbeteiligung bei der Wahl zum Betriebsrat des Zeitungsverlags Westfalen, der u.a. die Westfälische Rundschau herausgibt, lag bei 83,9 Prozent. 156 von 186 stimmberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gingen an die Wahlurnen.

Der Wahlvorstand, der die Wahlen organisiert hatte, dankte der Belegschaft für das starke Interesse. „Es zeigt dem neuen Betriebsrat, dass die  Belegschaft der Westfälischen Rundschau hinter ihm steht. Auf diese Rückendeckung kann er bauen, wenn er sich für die Interesse der Kolleginnen und Kollegen einsetzt. Ein gutes Gefühl“, heißt es in einem Info des Wahlvorstands. 14 Kolleginnen und Kollegen hatten sich zur Wahl gestellt, sieben von ihnen, darunter zwei Frauen. wurden als ordentliche Mitglieder in den Betriebsrat gewählt, dazu gibt es sieben Ersatzmitglieder. Der neue Betriebsrat wird seinen Vorstand am Dienstag, 23. März, in seiner konstituierenden Sitzung wählen.

Schwächer fiel die Wahlbeteiligung beim Zeitungsverlag Ruhrgebiet (ZVR) aus, wo 330 Kolleginnen und Kollegen aus den WAZ-Redaktionen und vom Content Desk zur Wahl aufgerufen waren. Die Wahlbeteiligung lag dort bei 71,8 Prozent, vor vier Jahren hatte sie bei 81, 6 Prozent gelegen. Der neunköpfige Betriebsrat wird sich zu seiner konstituierenden Sitzung am Dienstag, 23. März treffen.

Beim Iserlohner Kreisanzeiger (IKZ) wurde der bisherige Betriebsrat bis auf einen Kollegen wiedergewählt. Über den Ausgang der Betriebsratswahlen in den anderen Unternehmensteilen der WAZ-Mediengruppe werden wir hier nach und nach berichten.

20 Antworten zu “Gute Wahlbeteiligung bei den Betriebsratswahlen”

  1. BR-Wahl sagt:

    Wer ist denn nun mit wieviel Stimmen in den einzelnen Verlagen gewählt worden? Listen veröffentlichen, damit man/frau sieht, was sich aus den Erfahrungen des letzten Jahres mit der Personalabwicklung ergeben hat.

    @Übrigens zur“‚guten Wahlbeteiligung“: „Von dieser Wahlbeteiligung können Bundes-und Landespolitiker nur träumen. (…) Die Wahlbeteiligung bei der Wahl zum Betriebsrat des Zeitungsverlags Westfalen, der u.a. die Westfälische Rundschau herausgibt, lag bei 83,9 Prozent. 156 von 186 stimmberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gingen an die Wahlurnen usw.

    Da wird ein falscher Vergleich gezogen: Politiker haben bei ihrer Wahl auf Parteitagen meist höhere Prozentanteile.

  2. Medienmoral sagt:

    @BR-Wahl: Die Ergebnisse der BR-Wahl im Einzelnen können und sollen in den Betrieben diskutiert werden. dort gehört die Diskussion hin, da sind die Einzelergebnisse bekannt, eine allgemeine öffentliche Debatte braucht es darüber unserer Meinung nicht geben.
    Was deinen Einwand zur Wahlbeteiligung angeht, so ist der nicht nachvollziehbar: Natürlich kann man die Wahlbeteiligung bei BR-Wahlen mit denen bei Landtags- und Bundestagswahlen vergleichen. Und eine hohe Wahlbeteiligung verleiht den Gewählten eine hohe Legitimation und zeigt auch, dass es den Belegschaften nicht egal ist, wer sie im Betriebsrat vertritt. Die hohen prozentualen Zustimmungen, von denen Du sprichst, bekommen ja Politiker nur auf Parteitagen, wenn sie für ein Parteiamt meist als einziger Kandidat (oder Kandidatin) antreten und dann 88 oder 90 Prozent Zustimmung der Delegierten bekommen, die eigens zum Wählen da hingeschickt worden sind. Da sollte man also nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
    Mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de

  3. BR-Wahl sagt:

    @medienmoral:

    Vergleich mit Landtags- und Bundestagswahlen ist allein schon deshalb unsinnig, weil diese auf einer ganz anderen Ebene stattfinden.

    Zu den Ergebnissen der Betriebsratswahlen: Die stehen nach dieser Lesart in Zukunft also auch nicht mehr in den Journalistenverbandsorganen von djv und dju. Interessant.

  4. Pottblog sagt:

    Links anne Ruhr (18.03.2010)…

    Datteln: 23:16 Stimmen für neuen Bebauungsplan (Recklinghäuser Zeitung) – Der Stadtrat von Datteln hat einen neuen Bebauungsplan beschlossen, der das Bauvorhaben des Eon-Kraftwerks absichern soll.
    Duisburg: Ausschreitungen auf Dierkes-…

  5. Medienmoral sagt:

    Die mit Abstand höchste Wahlbeteiligung gab es bei der Westfalenpost. Von 122 wahlberechtigten Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich dort 112 an der Betriebsratswahl, das entspricht einer Wahlbeteiligung von 91,8 Prozent, dort wurde ein siebenköpfiger Betriebsrat und sieben Ersatzmitglieder gewählt.
    Mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de

  6. Quark sagt:

    @Medienmoral „Natürlich kann man die Wahlbeteiligung bei BR-Wahlen mit denen bei Landtags- und Bundestagswahlen vergleichen“
    .
    Natürlich kann man das nicht: Einerseits reine Listenwahl, praktisch keine Personenwahl möglich, Sitz-Mindestzahl fürs Minderheitengeschlecht mit Berechnung nach d’Hondt und so weiter, andererseits Wahlkreise, Zweistimmenwahlrecht, Überhangmandate, Fünf-Prozent-Hürde, Grundmandatsklausel…
    .
    Auch wenn man sich zu Recht über eine hohe Wahlbeteiligung freut: Bitte seriös bleiben und nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

  7. Medienmoral sagt:

    Inzwischen gibt es auch den ersten neu gewählten Betriebsratsvorsitzenden bei einem Zeitungstitel der WAZ-Mediengruppe zu melden. Bei der Westfalenpost wurde Thorsten Bottin zum neuen Betriebsratsvorsitzenden gewählt, Bottin ist damit Nachfolger von Volker Dörken, der bis zum Beginn seiner Altersteilzeit Mitte 2011 dem BR noch als einfaches Mitglied angehören wird.
    Zum stellvertretenden BR-Vorsitzenden wurde Rolf Hansmann gewählt.
    Mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de

  8. […] höchste Wahlbeteiligung bei den Betriebsratswahlen im WAZ-Konzern gab es laut dem Gewerkschaftsblog “medienmoral” bei der Westfalenpost. Von 122 wahlberechtigten Kolleginnen und Kollegen beteiligten sich  112 an […]

  9. WAZ des Tages sagt:

    Schön, das unterdessen doch noch ein bisschen Geld aufgetrieben werden konnte: „WAZ startet internationalen Online-Dienst“
    .
    Zitat (Meedia.de): Die WAZ Mediengruppe präsentiert am Freitag ihren neuen englischsprachigen Online-Dienst WAZ.EUobserver.com. Unter dem Titel „South East Europe in Focus“ wendet sich das Angebot vor allem an Nutzer, die sich für die Staaten im Osten und Südosten Europas und deren europäischer Integration interessieren.
    .
    http://meedia.de/nc/details-topstory/article/waz-startet-internationalen-online-dienst_100026900.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=23&cHash=fbd418d7d2
    .
    Prognose: Wird abgehen wie verrückt. 🙂

  10. anhängsel sagt:

    Hat da evtl. jemand völlig den Bezug zur Realität verloren? Oder werden Entscheider der Gruppe von der Konkurrenz bezahlt?

  11. fixeidee sagt:

    Auf wessen Mist ist denn so eine Idee gewachsen? Ist das noch Borchert? Apropos: Was macht eigentlich die „Demokratisierung der Kulturberichterstattung“? Gibt es diese komische Seite mit dem durchschlagenden Erfolg noch? Westropolis oder so. Vermutlich wird da noch richtig Kohle reingepumpt.

  12. diemoralvondergeschicht' sagt:

    Zu Frau B. fällt mir nur ein Nachsatz ein:
    Sie wusste, wie man im Web Geld ausgibt, aber sie wusste nicht, wie man im Web Geld einnimmt.

  13. Neuer Verlagsdienst sagt:

    @WAZ des Tages:
    Internationaler Ost- und Südosteuropa-Onlinedienst – dieser Zusatzdienst wird sicher eine Creation des Herrn B. H. aus E, sein, zur Abrundung des Verlagsengagements auf dem Balkan und einer eigenen Plattform zur medialen Bedeutungssteigerung des ehemaligen EU-Beauftragten und Multimedia-Möchtegernmanagers. So kann von der Misswirtschaftsentwicklung des Verlagsgruppemanagements vor der eigenen Haustür abgelenkt werden.

  14. Medienmoral sagt:

    Auf der konstituierenden Sitzung des Betriebsrats des Zeitungsverlags Westfalen, der u.a. die Westfälische Rundschau herausgibt. ist gestern Uwe Tonscheidt vom DJV zum neuen Betriebsratsvorsitzenden gewählt worden. Sein Stellvertreter ist Heinz-Gerhard Lützenberger (Lü) von der dju in ver.di NRW.
    Mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de

  15. Medienmoral sagt:

    Die Redakteurin Cornelia Merkel (dju in ver.di) ist als Betriebsratsvorsitzende des Iserlohner Kreisanzeigers (IKZ) wiedergewählt worden. Auch ihr Stellvertreter Martin Sonneborn (ver.di) ist als solcher wiedergewählt worden. Herzlichen Glückwunsch!
    Mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de

  16. Medienmoral sagt:

    Auch der neu gewählte Betriebsrat der Westfalenpost ist inzwischen zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen gekommen, neuer BR-Vorsitzender ist Thorsten Bettin, Rolf Hansmann ist sein Stellvertreter.
    Mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de

  17. Social comments and analytics for this post…

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  18. Medienmoral sagt:

    Bei der WAZ ist es nach der konstituierenden Sitzung zu folgender Konstellation gekommen: Barbara Merten-Kemper (DJV) ist Vorsitzende, Sigrid Krause (dju) ist Stellvertreterin. Über das Modell der – bei der WAZ noch vorhandenen – Freistellung wird noch noch mit Verlagsleitung und Chefredaktion verhandelt.
    Mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de

  19. Sozi sagt:

    Na, dann geht ja alles seinen sozialistischen Gang.

  20. brisko sagt:

    Nicht so gute Nachrichten erreichen uns aus Iserlohn. Dort hatte es eine gemeinsame BR-Wahl vom Zeitungsverlag Iserlohn (Iserlohner Kreisanzeiger) und der IKZ-Anzeigen- und Vertriebsgesellschaft gegeben. Diese ist jetzt von den Geschäftsleitungen angefochten worden, weil die Gfs bestreiten, dass es sich um einen Gemeinschaftsbetrieb handelt, weil keine einheitliche Leitungsmacht mehr besteht. Die Sache geht jetzt vors Arbeitsgericht in Iserlohn…

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