Lensing-Chefs: Auf niemanden Druck ausgeübt

Nach Aussagen von Geschäftsführer Christoph Sandmann und Chefredakteur Dr. Wolfram Kiwit herrscht im Medienhaus Lensing (Ruhr Nachrichten, Münstersche Zeitung) ein fairer Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. In einem Gespräch mit dem DJV-Landesvorsitzenden Helmut Dahlmann und Geschäftsführerin Dr. Anja Zimmer sagten beide, dass der Verlag angesichts eines verschärften Wettbewerbs auf dem Vertriebsmarkt und weiterhin mangelnder Anzeigenerlöse  circa zehn Prozent der Personalkosten einsparen müsse. Deshalb habe man versucht, einvernehmliche Gespräche über die Aufhebung des Arbeitsvertrages vor allem mit solchen Beschäftigten zu führen, die “rentennah” seien. Das sei in etwa 15 bis 20 Fällen passiert. Diese Gespräche seien weitgehend abgeschlossen. In keinem Fall sei Druck auf die Beschäftigten ausgeübt worden. Das gelte auch für solche Fälle, in denen Mitarbeiter auf das Angebot nicht eingegangen seien. Sandmann und Kiwit unterstrichen, man habe gezielt individuelle Lösungen gesucht. Betriebsbedingte Kündigungen solle es nicht geben.
 
Beide verwahrten sich vor öffentlicher Kritik an ihrem Vorgehen und betonten, es herrsche ein kreatives, gutes Arbeitsklima.
 
Etliche Beschwerden und Anfragen nach Rechtsberatung zeigen dem DJV-NRW allerdings ein anderes atmosphärisches Bild vom Medienhaus Lensing.
 
Alles ein Sommermärchen?

9 Antworten zu “Lensing-Chefs: Auf niemanden Druck ausgeübt”

  1. […] Medien: Lensing-Chefs – Auf niemanden Druck ausgeübt…Medienmoral NRW […]

  2. Wolf sagt:

    Wie sieht denn das sogenannte Angebot aus? Finanziell und auch die zeitliche Koponente des Ausscheidens.

  3. PR-Journalismus 2012 sagt:

    Auch das gehört zum Thema Medienmoral:

    Stefan Bergmann, Chefredakteur der Münsterschen Zeitung, begleitet Daniel Bahr nach Auschwitz. Ein PR-Termin der besonderen Art:
    http://www.westline.de/lokales/muenster/nachrichten/lnrn/Daniel-Bahr-eroeffnet-Hospiz-in-Auschwitz;art1789,1004676

  4. Westerwave sagt:

    @PR-Journalismus 2012
    Ja, ganz tolle Geschichte. Mit dieser Gazette können wir sicher in Zukunft noch einiges inszenieren.

  5. Printy sagt:

    Bergmann & Bahr – was für eine Traumkombination…

  6. Keek sagt:

    In der Tat. Die hatten sich bestimmt viel zu erzählen.

  7. Osteoporose sagt:

    Die Checker tun ja immer gerne so, als hätten sie die neuen Trends in den USA entdeckt. Dafür werden die Blogs anderer Fachjournalisten ins Deutsche übersetzt, oder man/ frau schaut nach, was das große Vorbild Axel Springer so macht.
    .
    In diesem Fall kopiert das Vorbild ebenfalls die so unglaublich erfolgreichen Medienhäuser in den USA. Da dürft Ihr Euch schon mal freuen, was Zampano & Co. bald für den Lokaljournalismus in Ruhrgebiet und Münsterland präsentieren werden. Eine Kopie der Kopie. Wetten, dass…?
    .
    http://www.axelspringer.de/presse/Hyperlokaler-Journalismus-Axel-Springer-Akademie-startet-zoom-berlin.com_7807071.html

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