Tod von Anneliese Brost macht betroffen

Mit großem Respekt vor ihrer Persönlichkeit und ihrem Lebenswerk gedenkt der Deutsche Journalisten-Verband, Landesverband Nordrhein-Westfalen, der verstorbenen Verlegerin Anneliese Brost. „Für viele war und bleibt sie das gute, das soziale Gewissen der WAZ-Mediengruppe“, sagte Landesvorsitzender Helmut Dahlmann. Selbst in den für die Beschäftigten schweren  Monaten des Umbruchs sei Anneliese Brost Hoffnungsträgerin für einen fairen Umgang miteinander gewesen – ganz im Sinne ihres unvergessenen Ehemannes und WAZ-Mitbegründers Erich Brost.

28 Antworten zu “Tod von Anneliese Brost macht betroffen”

  1. Adieu Soziales Gewissen sagt:

    Mit dem bedauernswerten Tod von Anneliese Brost verliert die WAZ mit dem heutigen Tag das letzte soziale Gewissen. Von nun an wird ohne Widerstand eiskaltes Managerdenken- und das dazugehörige Handeln durchgezogen.

  2. BR sagt:

    Über viele Jahre haben wir im ZVR-Betriebsrat mit der Hilfe, Unterstützung der Familie Brost als „letzte Instanz“ rechnen können. Oft fiel das Wort vom „sozialen Gewissen“ der WAZ-Mediengruppe – zu Recht, vom „Petitionsausschuß“. Noch in der Entlassungsauseinandersetzung mit der Geschäftsleitung in den letzten Jahren war Anneliese Brost die letzte Hoffnung von uns Beschäftigten. Sie hat – von vielen unbemerkt – ihren Einfluß geltend gemacht, um Schlimmeres zu verhindern. Der Familie Brost galt unser Respekt, sie wußte, was die Seele einer Zeitung ausmacht. Der Tod von Anneliese Brost wird Spuren hinterlassen. Jetzt kann die Geschäftsleitung ohne Hemmung ihr Ding durchziehen, ohne Rücksicht auf Verluste.

  3. Anonymous sagt:

    Es wirkt ein bißchen sehr merkwürdig, dass Kommentare zum bedauerlichen Tod von Frau Brost hier unter der Ankündigung einer Satire-Vorstellung abgegeben werden müssen. Hallo, Medienmoral! Aufwachen! Könntet Ihr vielleicht einen passenderen Eintrag verfassen? Und könntet Ihr dann bitte die hier bereits erschienen Kommentare dort anhängen?

  4. WAZ des Tages sagt:

    @Anonymous is right.

  5. Genau! sagt:

    Stimme anonymus und WAZ des Tages voll zu! Macht bitte einen eigenen Thread dafür. Der Trauerfall ist schon schlimm und bedauerlich genug und hat hier an dieser Stelle nichts zu suchen!

  6. Gedanken eines Lesers sagt:

    Schlimmer noch als das reine, nun völlig ungebremste „Weitermachen“ der WAZ-Geschäftsführung finde ich die Tatsache, dass in den letzten 14 Tagen zwei Artikel über Frau Brost in der WAZ erschienen sind.

    Man beachte: Der erste war ein Interview von Potthoff mit Brost, welches durchsetzt war von Phrasen, in denen Brost deutlich macht, dass sie uneingeschränkt(!) hinter allen Massnahmen der Geschäftsführung und vor allem Bodo Hombachs steht.

    Jetzt der Artikel vom Reitz(-Wolf um beim Thema zu bleiben), der ebenfalls wie das Interview durchsetzt ist mit sog. O-Tönen (aber wer prüft das schon) von Frau Brost, die ebenfalls uneingeschränkt hinter den Reitzschen Massnahmen gestanden habe.

    Nu`ist die gute alte Dame leider verstorben und ich frage mich, ob sie überhaupt in der Lage gewesen ist, das Interview mit Potthoff bei völliger Geistesgegenwart noch gegenzulesen geschweige denn zu geben?

    Aus meiner Sicht haben die Wölfe hier schnell noch versucht, sich den schnell öffentlich gemachten Segen der Dame zu sichern, um sich damit für jetzt und immer auf ihr Vertrauen berufen zu können…

    Wie seht ihr das?

  7. Ein Beobachter sagt:

    Bodo Hombach schreckt im WAZ Artikel mit der Überschrift „Die Kontinutität ist gesichert“ auch nicht davor zurück, Anneliese Brost zur Anwaltin und Fürsprecherin des massiven Stellenabbaus und des ach so rei(t)zenden Content Desk zu machen, wenn er schreibt:

    „An die Mitarbeiter der WAZ-Mediengruppe gewandt sagte Hombach: „Frau Brost war stolz auf Ihre Arbeit. Stolz auch auf das, was an Umstrukturierung in der letzten Zeit geleistet wurde, insbesondere die Arbeit am neuen Content Desk der Zentralredaktion.“ Im Interview zum 90. Geburtstag hatte Anneliese Brost be­tont: „Die vielen eigenen Be­richte der Autoren und Korrespondenten geben den Zeitungstiteln ein eigenes Ge­sicht, sie heben sie aus dem üblichen Nachrichten-Einerlei heraus.“

    Und bitte medienmoral, eröffnet einen eigenen Thread für dieses Thema.

  8. Ex-Redakteur sagt:

    Es wurde in der Diskussion um die Schickler-Pläne immer wieder kolportiert, dass sich vor allem Frau Brost gegen die von Schickler vorgesehene Schließung der WR (bei der sie in frühesten Zeiten ja auch einmal beschäftigt war) ausgesprochen habe.

  9. Anonymous sagt:

    Hallo Medienmoral,
    bei dem Tod von Frau Brost handelt es sich ziemlich sicher um eine äußerst bedeutsame Zäsur in der Geschichte der WAZ-Mediengruppe, mit weit reichenden Folgen!
    .
    Könntet Ihr bitte hier im Blog halbwegs angemessen und einigermaßen journalistisch handelnd reagieren und einen eigenen Thread eröffnen? Falls Ihr gar nicht wisst, was Ihr schreiben sollt: „Zum Tode von Frau Brost“ mit einem Verweis auf den bereits aktualisierten Wikipedia-Eintrag “ http://de.wikipedia.org/wiki/Anneliese_Brost “ reicht als Text völlig aus!
    .
    Aber bitte, holt die bisherigen Kommentare aus diesem unsäglichen Satire-Thread heraus!

  10. Ex-BR sagt:

    Tja, liebe Kolleginnen und Kollegen bei der WR, von nun an haltet euch gut fest. Jetzt gehts nämlich rund!

  11. Blattspinat sagt:

    @Ex-BR:
    Gibt es dafür Anhaltspunkte?

  12. Es gibt nicht wenige Zweifler sagt:

    Es gibt nicht wenige, die an der Authenzität des Interviews zweifeln.

    Für ein Gerücht halten außerdem viele, dass sich Frau Brost über den Geburtstags-Gruß via Zeppelin derartig gefreut haben soll, dass sie noch nächtens Herrn H. anrief und zu erkennen gab, dass sie „gerührt“sei. So war es zumindest in der Postille zu lesen.

    Der Familie Brost mein Beileid, den WAZ-Mitarbeitern mein Mitgefühl.

  13. TsTsTsTs... sagt:

    Wer tagtäglich mitbekommt, was mittlerweile auf dem WAZ-Dampfer abgeht, der kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Da werden tagtäglich Hauspostillen aus verschiedenen Abteilungen veröffentlicht und nach der Durchsicht fragt man sich: „Arbeiten die woanders?“ Jede kleinste Fliege wird zu einem riesigen Erfolg hochgepusht und feiert sich nur selbst. Die Erfolge sehen aber anscheinend nur diese wenigen, denn das große „gemeine Fußvolk“ sieht anhaltende Tristesse und die anhaltende Entwicklung immer mehr vom Leser und Kunden weg.
    .
    Jetzt haben sie auch den bisher so erfolgreichen Geschäftszweig der Anzeigenblätter in ihrem Umstellungswahn angegriffen. Unzählige Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass die Kollegen und Kolleginnen bei WVW/ORA seit der Umstellung auf das ach so moderne Zeitalter eine mittelschwere Krise bekommen und die ersten Kunden sich entnervt abwenden, mit denen es vorher keine Probleme bei der Anzeigenakquise gab.
    .
    Wenn das so weitergeht, wird das Lebenswerk der Familien Funke/Brost und deren Nachfahren irreperablen Schaden nehmen.

  14. brrr sagt:

    Es entspricht nicht der Wahrheit, dass Frau Brost vom Content Desk des Herrn Reitz begeistert war, es ist auch kaum vorstellbar, dass Sie vom Geburtstagsgruß via Zeppelin begeistert gewesen sein soll. Die Schickler-Pläne waren ihr suspekt, und wer sie kannte, wußte, dass sie die Art von „Zeppelin-Öffentlichkeit“ nicht mochte und nicht wollte. Es ist wahrlich ein Trauerspiel wie sie von Hombach und Reitz für ihre Interessen vereinnahmt wird.

  15. Gedanken eines Lesers sagt:

    Nun ja, mit noch etwas mehr Abstand betrachtet kann es ja sogar sein, dass die Herren der Geschäftsführung und Chefredaktion sich auch deshalb auf den Segen der Frau Brost berufen möchten, da man ja nicht wissen kann, wer als nächstes den Einstieg ins Machtkarussel bei der WAZ nehmen wird. Und jedem der irgendwas in Frage stellt kann man ja das hochidealisierte Erbe seiner Ahnen gekonnt um die Ohren hauen…den ein oder anderen mag so etwas ja gefügig machen.

    Wer tritt denn eigentlich rein rechtlich die Nachfolge von Frau Brost an?

  16. Alamo sagt:

    @brrr „Die Schickler-Pläne waren ihr suspekt“
    Sie hatte sich wohl auch besonders gegen die geplante Schließung der WR eingesetzt.

  17. Alamo sagt:

    “If the legend becomes fact, print the legend!”

  18. Nachfolge sagt:

    @Gedanken eines Lesers „Wer tritt denn eigentlich rein rechtlich die Nachfolge von Frau Brost an?“
    .
    Guckst Du hier: http://kress.de/alle/detail/beitrag/106149-waz-gesellschafterin-anneliese-brost-ist-tot.html:
    „Anneliese Brost, Witwe des WAZ-Mitgründers Erich Brost, war indirekt mit 30% beteiligt. Ihr Anteil fällt nun an die drei Enkel von Erich Brost, von denen zwei noch minderjährig sind. Für die Erben übernimmt Peter Heinemann bis 2015 die Verwaltung des Erbanteils. Der Rechtsanwalt ist bereits als Testamentsvollstrecker für das Erbe von Erich Schumann tätig. Der Adoptivsohn von Erich Brost hielt indirekt 20% an der Gruppe. Nach seinem Tod im Jahr 2007 (kress.de vom 22. Januar 2007) fiel Schumanns Erbe ebenfalls an die drei Enkel Erich Brosts.“
    Notabene:
    „In der Geschäftsführung der WAZ-Gruppe vertritt Bodo Hombach die Interessen des Brost-Stammes.“

  19. Gedanken eines Lesers sagt:

    Na, da ist ja alles im Lack für den guten, alten Bodo.
    Für die nächsten Jahre würde ich da tatsächlich wenig Hoffnung auf Wechsel setzen, es sei denn Bodo verscherzt es sich mit den Enkeln…

  20. Axel Hader sagt:

    Zieht Euch das mal rein:

    http://www.dtoday.de

    Kostenlose Wochenzeitung, 1,8 Mio. Auflage (2x wöchentlich), Nachrichtenportal mit Leserreporter, Videos und allen drum und dran!

  21. Gähn sagt:

    @Axel Hader
    Och jo. ist ja irgendiwie recht nett. Andererseits: Das gibt es so oder ähnlich schon reichlich. Muss ich also nicht haben, vielen Dank.
    Vor allem: Was hat das mit dem Thema dieses Threads zu tun?

  22. Anonymous sagt:

    @Medienmoral
    Könntet Ihr den Spammer löschen? Sonst macht diese Wochenzeitungs-Werbung hier noch Schule.

  23. ...wissen mehr sagt:

    Um aufs Thema zurückzukommen: Im „Register“ der aktuellen SPIEGEL-Ausgabe (Nachrufe) wird auch der verstorbenen A. Brost gedacht – mit dem Attribut „Schutzpatronin der linksliberalen Westfälischen Rundschau“. Wie kommen die gerade auf so ein Etikett? Was wissen die, was andere nicht wissen?

  24. Anonymous sagt:

    @…wissen mehr „Was wissen die, was andere nicht wissen?“
    Das ist kein Geheimnis. Andere wissen es auch. Und sie haben es laut und öffentlich gesagt. Einer beispielsweise, bevor er als Gewerkschafter, Betriebsrat und Verhandlungsführer der Belegschaft mitten im betrieblichen Konflikt elegant und vermögenswirksam auf die Arbeitgeberseite wechselte. Den könnte man ja fragen 🙁

  25. Ele Gant sagt:

    „mitten im betrieblichen Konflikt elegant und vermögenswirksam auf die Arbeitgeberseite wechselte.“
    Elegant? Wirklich?

  26. dinosaurier sagt:

    Die Schutzpatronin ist tot. Eine wie sie kann man lange suchen, ohne fündig zu werden. Die Zerstörung des Imperiums kann jetzt beginnen. Nur gut, dass die Gründer nichts mehr mitbekommen. In Braunschweig hat es schon begonnen. Deadline Ende 2012.

  27. toter stinkfisch sagt:

    Die WAZ-Redakteure/Innen haben vom Tod A. Brosts durch das Handelsblatt erfahren. Die Chefredaktion/Personalchef – der einen für jeden Furtz mit Mails zumüllt – hielten es nicht für notwendig, eine entsprechende Nachricht an alle Redaktionen zu senden. Erst am Nachmittag erschien im intranet der „Nachruf“.
    Das sagt mehr als tausend Worte. Aber, wo will man Stil erwarten, wenn der Kopf nicht einmal Stil hat…

  28. verwandte von a.brost sagt:

    ich kann mir nicht vorstellen, dass anneliese sich über den zeppelin-glückwunsch gefreut hat und mitten in der nacht sich bedankt hat.
    glaube ich nicht, ich kenne sie.

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