05.12.2008
Überwiegend Enttäuschung: Kündigungen nicht vom Tisch
Mehr als 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gingen nach etwa vier Stunden überwiegend enttäuscht aus dem Kinosaal der “Lichtburg” in Essen in die Redaktionen oder nach Hause: Es war wenig Konkretes zu hören, vor allem aber ist nach wie vor offen, ob es betriebsbedingte Kündigungen geben wird oder nicht. Gruppengeschäftsführer Bodo Hombach versicherte zwar wiederholt, dass “ein Maximum an Sozialverträglichkeit” angestrebt werde, der erlösende Satz aber kam nicht.
Offen blieb auch, welche Standorte von Redaktionsschließungen oder von der neuen Kooperationsform des “Branding” betroffen sein sollen. Hombach schloss allerdings aus, dass Standorte gänzlich aufgegeben werden. In einem solchen Schritt sähe er ein Versagen aller.
In der Versammlung wurden zwei Modelle zur Konsolidierung gegenübergestellt. Das Modell der Unternehmensberatung Schickler ist vom betriebswirtschaftlichen Ansatz dominiert und stellt ein reines Zahlenfeuerwerk dar. Verblüffend offen wurde zugegeben, dass das angestrebte Sparziel von 30 Mio. Euro pro Jahr die Marschrichtung vorgab und nach den Vorstellungen der Beraterfirma mit der Trennung von rund 270 Mitarbeitern erkauft werden müsse. Eine aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht nahe liegende Option sei gewesen, die Redaktion der Westfälischen Rundschau aufzugeben. Dieses, so sagte Berater Lafrenz, sei von der Geschäftsführung ausdrücklich nicht gewünscht.
Die Betriebsräte und ihre Sachverständigen stellten ein inhaltlich ansetzendes Konzept dagegen. Dieses fordert unterm Strich mehr Redakteurinnen und Redakteure als der Vorschlag Schickler. Vor allem die deutlich zu geringe Besetzung der Titelredaktionen, die Nicht-Berücksichtigung der Zuarbeiten für den Online-Auftritt und die personelle Ausstattung der Regional-/Lokalredaktionen wurden von den Betriebsräten aufgezeigt. Alle Redaktionsmitglieder sind jetzt aufgefordert, hierzu eigene inhaltliche Vorschläge zu machen. “Hier müssen der Sachverstand und die Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Und niemand weiß besser Bescheid als unsere Leute vor Ort”, sagte Volker Dörken (Betriebsratsvorsitzender der WP).
Die Regelungsabrede zwischen Geschäftsführung und Betriebsräten sieht vor, bis Ende Januar 2009 Klarheit darüber zu haben, ob es eine gemeinsam getragene Lösung geben kann.
PS: Entlarvend empfanden viele Kolleginnen und Kollegen die Dünnhäutigkeit von Bodo Hombach, sich vielfach vor der Öffentlichkeit rechtfertigen zu müssen. Der Gewerkschaftsslogan “Gegen die WAZ-Axt” sei geschäftsschädigend und beleidige alle Redakteurinnen und Redakteure. Sehen wir ihm die Dünnhäutigkeit nach, er ist ja an einer empfindlichen Stelle getroffen – sein Image leidet.
Ja, dann fangen wir mal an. Ich bin offenbar der erste, der vom Nachsitzen (natürlich mussten wir in den Lokalredaktionen die Samstagsausgabe nacharbeiten, was denn sonst?) nach Hause gekommen ist.
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Wenn es mich erwischt, dann habe ich schon einen neuen Job: Ich werde Hellseher. Ende November habe ich nämlich bei “Ernst-verhaltene Stimmung…” geschrieben:
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“Ich bin auch gern bereit, falls ich den Betriebsräten hier nun öffentlich Naivität unterstelle, mich beim Eintreten des Gegenteils ebenso bei ihnen zu entschuldigen und alles Nachfolgende zurückzunehmen. So lange dieses Gegenteil aber nicht eingetreten ist, behaupte ich: 1. Die Betriebsräte sitzen einer perfekt geplanten Augenwischerei auf. 2. Ihr Verhandlungsspielraum ist marginal, falls überhaupt vorhanden. 3. Das Konzept zur Zusammenlegung von Redaktionen, zu betriebsbedingten Kündigungen und zu der Zahl der Kündigungen pro Titel ist fertig, liegt in der Schublade und kommt genau dann heraus, wenn Hombach & friends das wollen. 4. Dieses Konzept ist endgültig, womöglich mit etwas Luft für sehr geringe Änderungen, um den Betriebsräten das Gefühl zu geben, sie hätten tatsächlich etwas mildern können.
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Warum ich das glaube: Der gesamte, so sorgfältig inszenierte Zeitplan spricht dafür. Erst mal den absoluten GAU als Versuchsballon hintenrum über die Süddeutsche publik machen (und wie ein Rohrspatz über die Weitergabe von Betriebsinterna schimpfen, ja welcher Schlingel war das denn wohl?). Dann gewöhnen wir uns allmählich an die Zahl 300. Dann sehen wir es mit der Zeit positiv, dass ja 600 bleiben dürfen. Dann wird auf Zeit gespielt, um uns mürbe zu machen. Sollte nicht letzte Woche schon “Verkündigung” sein? Sollten nicht spätestens heute Zahlen kommen? Was werden sie uns denn am 5. Dezember auftischen? Garantiert keine klaren Zahlen, weil man inzwischen zu “interessanten Lösungsvorschlägen”, “bemerkenswerten Verbesserungen” und ähnlichen Worthülsen gefunden haben wird, die dringend weiter diskutiert werden müssen. Vielleicht geht da ja doch noch was… Und deshalb fahren wir am 5. Dezember spätestens so gegen 15 Uhr auch alle schnell in unsere Redaktionen, hämmern die Samstagsausgabe doch noch zusammen, schließlich kann man die zwei Kollegen, die da geblieben sind, damit der Chefredakteur sich freut, doch nicht mit sechs oder sieben Seiten hängen lassen…
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Und so kommt dann Weihnachten, und ab dem 29.12. die tatsächliche Verkündigung der Zahlen, wenn die eine Hälfte von uns in den Weihnachtsferien ist, die andere sehen muss, wie sie über die Feiertage die Zeitung zu bekommt, und bei allen die Luft raus ist.
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Wollen wir nur mal hoffen, dass ich das alles irgendwann zurücknehmen muss.”
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Ich muss offenbar leider nichts zurücknehmen. Selbst die Uhrzeit 15 Uhr heute hat gestimmt…
Ach so, das mit den zwei Kollegen hat übrigens auch gestimmt.
In der Tat, sie haben uns mit dem Ring der Nase durch den Ring gezogen. Natürlich liegen die Pläne für die einzelnen Standorte längst in der Schublade, sind auch den Betriebsräten mitgeteilt worden. Die dürfen natürlich bei einer Betriebsversammlung dies nicht publizieren, sind darauf angewiesen, dass die GF ihre Pläne bekannt gibt.
Was hätte es heute für Aufschreie gegeben, wären die einzelnen Redaktionen durchdekliniert worden. Aber die Salamitatik geht auf, schön Scheibchenweise, dann wird es vom Fußvolk auch besser verdaut. Mal eben in der Lokalredaktion deren Exitus bekannt zu geben, da findet nicht der große Aufschrei statt.
Leute, die Pläne für das Lokale müssen auf den Tisch, der Schwebezustand ist doch längst unerträglich.
Mann, auf solche Klugscheißer habe ich jetzt echt noch gewartet. Heute Morgen auf der BV die Fresse nicht aufbekommen, heute Abend unter dem Schutz der Anonymität im Blog den großen Strategen mimen und die Leute, die in dieser Zeit für die Arbeitnehmer die Verantwortung tragen und nicht gerade Chefredakteurs-Schmerzensgeld beziehen, auch noch anpissen.
Im übrigen kenne ich keine Lokalredaktion, die über ihr Schicksal nach Schickler nicht längst Bescheid weiß.
Hi, ich dachte bislang, dass wir Mitarbeiter kaum was bewegen können. Nun staune ich: Offenbar haben die Herren in der Geschäftsleitung die Hosen voll! Herr Reitz sass still und züchtig auf seinem Platz, Herr Hombach will es harmonisch haben, ein Reitz-freier neuer Chef für die WR… und weil die offenbar richtig Angst hatten, jemand könne mit Tomaten nach ihnen werfen, engagieren sie noch die Security.
Offenbar ist es fest in deren Köpfen, das WAZ-Modell aufzugeben. Drei mal derselbe Mantel mit ein bischen links hier und rechts da, das ist keine Unabhängigkeit – das ist blanker Hohn. Die Leser werden schnell merken, was da passiert. Dabei, die Titel-Autonomie ganz aufzulösen, war ihnen offenbar mulmig. Aber der faule Kompromiss, der da jetzt rausgekommen ist, wird keinem gerecht.
Und was das Lokale betrifft: Seit wann hätte ein Monopol je für Qualität gesorgt? Wenn der Leser mit seinem Anliegen in der einen Redaktion ausgelacht wird, geht er zur Konkurrenz und findet da vielleicht Gehör. Und wenn es nur eine Zeitung gibt?
Aber diese Aspekte interessieren offenbar nicht. Weil leider hinter der WAZ keine engagierten Verleger stecken, sondern Kaufleute. Ich finde aber, eine Zeitung ist keine Ware wie ein Ohrenwärmer oder eine Rheumadecke.
Was die Betriebsräte angeht: Bislang scheint das Konzept doch aufzugehen. Und die Vorschläge von Onlinern im Lokalen bis zu Teilzeit-Modellen waren doc nicht dumm oder utopisch. Ich glaube, die Nähe zur Macht schmeichelt und macht vielleicht etwas zahmer als angebracht – aber ich sehe nicht, dass es bis jetzt der Sache geschadet hätte. Sieht eher aus, als blamieren sich die Sanierer bis auf die Knochen.
Hätte mich auch echt gewundert, wenn in dieser Firma wirklich jemand mal ein durchdachtes, ausgereiftes Konzept vorgelegt hätte – von der Hugo-Bildbearbeitung über Eventool bis zum Westen war das ja bislang alles andere als der große Wurf.
[...] noch fünf Stunden bis sich im WAZ-Protestblog die Lebensgeister der Diskutanten wieder regten. Die erste offizielle Einschätzung lautet: “Mehr als 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gingen nach etwa vier Stunden [...]
Genau so! Die ziehen das durch und setzen mit der Wurst-Strategie voll auf Entsolidarisierung. Also Leute, lasst Euch nicht auseinanderdividieren und macht den ge-Reitz-ten Hombachs nicht die Arbeit leicht!
@Cassius Clay: Heute morgen auf der BV saßen alle unsere Betriebsräte mit der Unkündbarkeit in der Tasche oben auf dem Podium. Ich hatte einen guten Platz und konnte gut sehen, wer alles Hombach applaudiert hat.
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Und ich soll aus dem Publikum heraus den dicken Max machen und dann später vielleicht als erster gehen? Natürlich brauchen wir hier den Schutz der Anonymität, um uns offen äußern zu können. Natürlich nicht, wenn man Cassius Clay heißt.
Die Nummer mit den vergessenen 55 Fotografen nehme ich Schickler nicht ab: Wer 3000 Euro Beraterhonorar pro Tag plus Spesen kassiert, der darf solche Fehler nicht produzieren.
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Es sei denn, es ist Strategie, die Kollegen herauszurechnen, sie in eine Sondergesellschaft zu überführen und unterzubezahlen.
So nicht!
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Keine Ausdifferenzierung auf kaltem Weg! Die WAZ lebt von guten und sehr guten Bildern. Und die kommen von ihren engagierten Fotografen, die in ihrer Eigenschaft als Redakteure auch als mobile Sensoren unterwegs sind.
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Lafrenz’ Portfolio-Tipps (”Hat keiner meiner 70 Tageszeitungskunden”) lassen sich eben nicht auf WAZ, WR, NRZ und WP übertragen.
Vielleicht ist das Tageshonorar doch zu hoch.
Im Grunde wurden wir doch heute wieder nur vertröstet. Frohe Weihnachten, sag ich dann mal in die Runde. Da kann man im Kreise der Familie so richtig entspannt feiern. Noch ein letztes Mal dicke Geschenke kaufen. Nächstes Jahr wird’s wohl nichts damit.
Wir im Lokalen gehen seit Wochen am Stock. Hoch motiviert sollten wir nach Hause gehen, meinte Bodo H.. Haha. Diese Ungewissheit macht einen doch völlig fertig. Ich kenne mehrere Kollegen, die haarscharf am Rande einer Depression entlangschrammen. Ist das eigentlich erlaubt, so mit Menschen umzugehen?
Ach, nee, wir sind ja Kostentreiber. Hatte ich einen Moment lang aus den Augen verloren. Soll nicht wieder vorkommen.
@Cartier Bresson
“Die WAZ lebt von guten und sehr guten Bildern. Und die kommen von ihren engagierten Fotografen, die in ihrer Eigenschaft als Redakteure auch als mobile Sensoren unterwegs sind.”
So, so, die guten Bilder werden also nur von den Festangestellten gemacht?! Und die Freien und die Agenturen????
Wir zählen nicht zu den 300 hier zur Debatte stehenden Redakteuren. Wir kriegen im Zweifelsfall ohne jeglichen Sozialplan ein Tritt in den Arsch und raus-bist-Du.
@freierknipser
BRAVO! Genau so ist es. Die fest angestellten Fotografen sind wissenstechnisch (oft, nicht alle) nicht annähernd auf der Höhe, knipsen – und dieses Wort ist in diesem Zusammenhang bewusst genutzt – mit dem besten WAZ-finanzierten-Material, das wir Freie uns selbst kaufen müssen.
Nun also zeigen die Rendite-Jäger im WAZ-Konzern offen die häßliche Fratze des Kapitalismus. Von publizistischer Verantwortung ist ebenso wenig zu hören wie von sozialder Verantwortung. Betriebsbedingte Kündigungen von dem Ausmaß kommt zwischen Rhein und Ruhr einem berufsverbot gleich: Wo sollen denn die Kollegen neue Jobs finden ? Der Markt gibt keine neuen Redakteursstellen her. Die fatale Folge: journalistische Kompetenz in Harz IV-Reservoiren, Billig-Löhnern in Mini-Jobs. Von den Freien ganz zu schweigen.
Das kann nicht ohne Protest hingenommen werden. Es ist an der Zeit, den Arbeitsplatzvernichtern, den ach so kühlen Zahlen-Jongleuren in der Geschäftsführung zu zeigen, wer tatsä#chlich das Geld für den Konzern verdiente und immer noch verdient. Es sind die Mitarbeiter. Die angeblichen Kostenfaktoren.
Warum nicht in den Ausnahmezustand treten, die Arbeit niederlegen, solange, bis eine Geschäftsführung die Kündigungen wirklich wieder zurücknimmt. Also: Laßt uns wenig einmal darin einig sein und ab sofort kein Blatt mehr produzieren.
Acha ja zum Coup mit Malte Hinz: Geschickter Taktzug. Doch wie sicher wird sein neuer Job wirklich sein ? Von Chefredakteuren kann man sich ganz schn ell trennen. Und ich ahne es schon, wann das im Fall Hinz dann sein könnte.
Nee, nee Kollegen: Solidarität muß von unten kommen. Von uns. Wir sind das Kapital des Verlages. Also: Ran an den unbesfristeten Streik!
Dann bleiben wir doch gleichmal im Bild einer der vier Titel angehörenden Lokalredaktion: Fotos machen, Texte schreiben, Termine deligieren, Beiträge redigieren, Archive pflegen, täglich Kommentare schreiben, PR-Aktionen planen, Diskussionrunden organisieren, Leser-Blatt-Bindung stärken, Abo-Kündigungen verhindern, freie Mitarbeiter ausbilden, online-Präsentationen nicht vergessen, mit schönen, bunten Fotostrecken. Regel-Arbeitszeiten spielen keine Rolle mehr. 45 Sonntagsdienste pro Jahr im Sport, Überstunden durch Spätberichte, Überschuss von 25 MTV-Tagen plus 13 Tage Resturlaub, keine regelmäßige Vertretung mehr. So sieht er aus, der Lokal-Alltag anno Dezember 2008. Alles auf einer Redakteursschulter. Nach 25 Berufsjahren immer noch eine Steigerung drauf. Kann sich da ein Schick(l)er-Berater reindenken? Hier wäre noch Bedarf für manche Arbeitskraft.
Die Betriebsversammlung war ENTTÄUSCHEND, bei jeder noch so lächerlich anberaumten Pressekonferenz sind mehr Neuigkeiten zu erfahren. Das einzig Neue in vierstündiger Qualsitzung war doch die Aufschlüsselung, wie viele Lokalredakteure in den einzelnen Titeln ihren Job verlieren sollen. Auf jeder Pressekonferenz hätte ich inständig und beharrlich insistiert, nur leider konnte ich heute nicht: Mir verklebt die Angst den Mund. Gerade mal ein paar Jahre im Job, schon reichlich um Perspektive im WAZ-Haus gezittert, null Sozialpunkte: Wer bitteschön kann da noch an einer Diskussion teilnehmen, geschweige denn sie anstacheln? So wir mir geht es doch den meisten Kollegen, da gilt: 1, 2, 3 – und raus bist du!!! Wenn angeblich jeder Dritte gehen muss, müssen sich bei der noch offenen Herangehensweise der GGF doch fast alle Sorgen um ihre berufliche Zukunft machen.
Stimmen hier im Blog, die uns Weinerlichkeit vorwerfen, mögen angesichts unserer momentanen sozialen Stellung nachvollziehbar sein, aber der Kern ist auch: Für die meisten von uns, gerade für die, die sich von mangelhaften Strategien der WAZ-Geschäftsführung und jüngst auch einiger Chefredakteure (Mahlzeit, die Lenz ist da!) noch nicht haben entmutigt haben lassen, ist Journalismus nicht nur ein Berufsfeld, sondern eine Berufung. Wir wollen unseren Lesern die bestmöglichen Informationen bieten. Nur, bitteschön: Seit ich im WAZ-Haus arbeite, haben die Oberen Qualität nicht forciert, sondern entweder per Spardiktat gehandelt, stümperhaft investiert (Technik und nicht zur Leserschaft passende Chefredakteure – Mahlzeit!) oder durch Dilettantismus geglänzt, bei dem nie gehörte und gefragte Redaktionsmannschaften nur den Kopf schütteln konnten.
Dazu nur einige wenige Beispiele: Die Auflage sinkt hat nicht erst seit gestern, sondern schon über viele Jahre. Das schmerzt jeden Redakteur. Aber ein Redakteur ist kein Betriebswirtschaftler. Wo war die GGF in all den Jahren? Nicht einmal gab es konzertierte Aktionen, wo “Experten” aus der Essener Zentrale (Marketing, Vertrieb etc.) zusammen mit der lokalen Kompetenz überlegt hätten, was man tun könnte. Tausende Abbestellungen – aber kommt mal einer der Oberen in Essen auf die Idee, die Ex-Abonnenten zu fragen, warum sie gekündigt haben? Was sie in ihrer Zeitung, der sie teilweise über Jahrzehnte die Treue gehalten haben, vermissen? Stattdessen werden Geschäftsstellen geschlossen, die den Kontakt zum Leser halten, wird ein anonymes Callcenter (zu Call-Center-Anruftarifen) geschaffen, deren Mitarbeiter nicht mal über Schulungen so in das komplexe WAZ-Haus eingeführt werden, dass sie in der Lage sein können, die Anrufenden an deren Wunschgesprächspartner zu vermitteln (Ich spreche aus Erfahrung: Jeder zweite weitergeleitete Anruf ist bei mir bzw. meiner Redaktion an der falschen Adresse; wer sagt, er komme aus Dingsbums, wird einfach an Redaktion Dingsbums weitergeleitet). Dann engagiert die WAZ Leute für die Aktion “Mitreden! WAZ lesen!”, die für den journalistischen Inhalt einer Ausgabe Passanten auf der Einkaufsstraße nach ihrer Meinung zum Thema xy befragen. Die Leute haben keinerlei journalistische Erfahrung. Herauskommt, dass Zitate in der Zeitung erscheinen (müssen), die nicht mal stimmen und Leser sich beschweren, dies und das so nicht gesagt zu haben. Da verliert man Glaubwürdigkeit. Ebenfalls abenteuerlich für einen Verlag dieser Größenordnung: Wieder werden irgendwelche Fremdagenturen beauftragt, an einem Stand in Innenstädten Zeitungen an Mann und Frau zu bringen. Ein Leserbeirat berichte jetzt, die Damen mal beobachtet zu haben. Angesprochen haben sie niemanden. Dann kommt eine Passantin und fragt: “Darf ich eine Zeitung mitnehmen?” Antwort: “Ja!” Passantin: “Ist die von Samstag?” Antwort: “Ja!” Innovativ, nicht wahr? Ganz zu schweigen davon, dass man wohl in der Essener Zentrale zu glauben scheint, dass ein einmal anrollender Weihnachtsbus (Wo ist das teure Ding eigentlich in diesem Jahr? Zur Inspektion?) irgendetwas für das Image bzw. für die Lesergewinnung tun könnte. Noch mal: Die Strategen in Essen müssen endlich erkennen, dass das Lokale die Kompetenz und Zukunft ihrer Geschäftstätigkeit ist! Es gilt, endlich mal lokal abgestimmte Konzepte zu erarbeiten. Hombach, Mailinglistler und hoffentlich erfolgreicher OB-Kandidat Zowislo (dann isat er endlich weg!) und Kollegen haben doch niemals den Hauch einer Idee entwickelt, um erfolgsversprechend auf Markterfordernisse zu reagieren. Das ist auch ein Vorwurf an unsere Betriebsräte, dies heute nicht zur Sprache gebracht zu haben. Wie gesagt: Mir und vieler meiner Kollegen ist das nicht möglich. Wir können uns in der bedrohlichen Lage nicht erlauben, durch Äußerungen auf der Reitz-Hombachschen Streichliste noch weiter noch oben zu rutschen.
So, ich mach mal ne Pause und schmier mir mal ne Stulle. Ich musste nach vier Stunden spät angesetzter Betriebsversammlung und Stau bei der Rückreise in die Redaktion nämlich noch mit meinen Kollegen eine Samstagsausgabe recherchieren und produzieren, die uns ruhig schlafen lässt und bei unseren Lesern nicht weiteren Misskredit schafft…
ganz vergessen, mein Schlusssatz: Die Ernährung ist dabei heute (wie so oft) natürlich auf der Strecke geblieben… MAHLZEIT!!!
@WAZ daz denn. Dann hast Du einfach nicht richtig zugehört. Sowohl Volli Dörken als auch Sise Krause haben das Versagen des Verlags mehrfach deutlich angesprochen. Rudi Rupp hat das mit Zahlen unterfüttert.
Ich kann verstehen, dass die Betriebsräte nicht völlig vom Leder gezogen haben, weil die ja schließlich mit Hombach & Nienhaus noch verhandeln müssen. Und das geht natürlich schlecht, wenn die denen vorher kräftig eins in die Fresse gehauen haben. Das hat dann, in bewährter und wohl auch verabredeter Arbeitsteilung, Michael Konken vom DJV übernommen.
Im Gegensatz zur vergangenen Betriebsversammlung habe ich diesmal mitgenommen, dass der Verlag sich stärker als bisher bemüht, den Stellenabbau sozialverträglich zu gestalten. Insofern ist ein Thema, das die Betriebsräte gesetzt haben, jetzt auch bei der Verlagsleitung verbal auf die Agenda gekommen.
Und noch was. Der allwissende Zeilenschinder wird sich mächtig irren. In der Weihnachtspause passiert nichts, weil nämlich gesagt worden ist, dass vor dem 31. Januar keine Maßnahmen bei den vier Redaktionsgesellschaften erfolgen wird. Sprich: Keine Kündigungen vor Ablauf der Verhandlungsfrist.
Im übrigen kann ich die nervtötende Lärmoyanz hier nicht nachvollziehen. Macht Euch doch nicht selbst so klein! Wir können gemeinsam noch etwas retten. Also: Fallt nicht ständig übereinander her und haltet nicht x oder y vor, bei der Rede von Hombach kurz geklatscht zu haben. Das ist Kinderkacke.
Was sagen denn eigentlich unsere Kunden zu dem ganzen?
Ich hörte derer Tage immer wieder, man wisse eigentlich gar nicht mehr wozu man denn eine Tageszeitung kaufen soll, deren Lokalteil derweil dünner ist als der Mantel…
Ich hörte dieser Tage immer wieder, man wolle “Qualitätsjournalismus”. Die haben aber scheinbar in Betriebswirtschaftslehre blau gemacht. Den bekomme ich nicht für 300€ Produktionskosten/Seite bzw. mit Hungerhonoraren wie 10€ Bildhonorar und 0,13€ Zeilenhonorar. Und nicht mit einer vollkommen demotivierten Schrumpfmannschaft mit um 900% gestiegenem Herzinfarkt- und Burn-Out-Syndrom-Risiko. Zunächst mal richtig ist, dass unser Job ist guten Journalismus zu machen. Wie der zum Kunden kommt, ist zweitrangig – solange er dafür zahlt und wir mit den Nachrichten Geld verdienen.
Papier, E-Book, HTML – scheißegal. Wenn der Kunde dafür einen Preis zahlt, der es erlaubt Gewinne zu machen. Wenn wir mit unserem Produkt Verluste machen, muss sich die Geschäftsführung in der Tat Fehler vorwerfen lassen – denn diejenigen die die Bausteine für das Produkt herstellen, die Redakteure und freien Kollegen, haben nicht versagt und gute Arbeit geliefert. Wenn mit dem Endprodukt dann was nicht stimmt, der Kunde es nicht mehr attraktiv genug findet um es zu kaufen, muss das Produkt eben wieder attraktiv gemacht werden: Wieder in die Fläche und in die Tiefe gehen, mehr statt weniger Lokalseiten (deswegen kaufen die Leute doch ‘ne Tageszeitung, den Inhalt des Mantels könnten Sie in weiten Teilen auch in der FAZ oder SZ finden oder in den Regionalnachrichten des WDR).
Vielleicht ist es bitter: Aber möglicherweise hätte schon längst aber langsam die ein oder andere Stelle fallen, der ein oder andere Arbeitsplatz weniger Kosten verursachen dürfen. Der ein oder andere Bänker spricht gerne mal vom “Hoesch-Syndrom”. Aber die Nummer die da nun abgezogen werden soll, macht das Produkt für den zahlenden Kunden sicher nicht attraktiver und bringt weder Inserenten noch Leser zurück. Eher geeignet ist das dazu, Noch-Abonnenten in die arme der besseren schlechten Alternative der Mitbewerber zu treiben, zumindest dort wo es eine gibt. Schließlich gibt’s für den Wechsel ja dann auch noch ‘nen Toaster.
Und Beruf kommt eben doch von Berufung. Das hat schon jeher zum mittelständischen Unternehmertum gepasst, aber noch nie zum maximalkapitalistischen Renditeschöpfen.
Ich bin ja gespannt, ob es vielleicht doch mal gelingt, dass Journalisten mal den eigenen Lesern über ihre eigenen Probleme berichten, statt es den anderen Medien zu überlassen darüber unkritische Berichterstattung in Meldungsform zu bringen.
@robert: Equipment, dass wir von 10€ Bildhonorar erwirtschaften sollen. Am besten immer technisch voll auf der Höhe, am besten noch inkl. 400er 2.8/600er 4.0, damit man auf dem Konzert den Unfug der Veranstalter mitmachen kann und vom Mischpult aus CloseUp’s vom Solokünstler und Bundesligaqualitätsfoto aus der Kreisklasse liefern kann wo man an einem Nachmittag sechs Spiele heimsuchen soll.
Dabei wissen manche Kollegen mitunter nicht, wie Sie von 10€ Bildhonorar den Verschluss oder das Auto reparieren lassen sollen.
@Aussteiger
“Der Markt gibt keine neuen Redakteursstellen her.”
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Wenn man sich mit ca. 18, vielleicht noch 22 oder auch spätestens 25 Lebensjahren darauf eingerichtet hat, dass ein Job bei einem Riesenkonzern wie der WAZ alle Probleme des zukünftigen Lebens schon richtet, weil er ja unbefristet und der Konzern unsinkbar ist, dann könne einem solch abstruse Gedanken schon mal das Hirn vernebeln.
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Ich darf hier immer wieder lesen, wie super ausgebildet die WAZ-Redakteure – auch grad im Hinblick auf universitäre Ausbildung – doch sind. Sich damit auf einen immer noch vorhandenen Markt der Nachfrage nach wirklich guter, universaler Ausbildung zu begeben, scheint ein echtes Existenzproblem für Arbeitnehmer zu sein, die nichts Anderes als einen quasi-Beamten-Algorithmus ala Befehl und Gehorsam kennengelernt haben.
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Die “Angestellten-Formel” 8 Uhr dasein, 16 Uhr abhauen, Rest ist Lebensqualität, dürfte aber mittlerweile Jedem als zumindest im aktuellen Kontext als “Komisch”, wenn nicht sogar als lebensfremd vorkommen.
Kommt es nur mir komich vor, dass angesichts der von Rudi Rupp aufgezeigten Verteilung von 42 Prozent Vertriebs- zu 25 Prozent Redaktionskosten Schickler sich einzig auf die Kostenreduktion in den Redaktionen, nicht aber im Vertrieb, konzentriert? Mit gerade mal zwei Sätzen und einer nicht weiter aufgeschlüsselten Folie räumt Herr Lafrenz ein, man müsse halt auch mal in anderen Betriebsteilen schauen. Sehr richtig! Tu das mal und berichte uns im Januar, wie viel Geld dort verbrannt wird. Dass die Gruppengeschäftsführung sich allerdings sicher zu sein scheint, dass es besser und einzig erfolgbringend ist, das komplette Einsparpotenzial in den Redaktionen zu suchen, ist äußerst bedenklich. Tja, ich mag falsch liegen, aber soweit ich die Leser, die sich bei uns über Umfangreduzierungen beklagen, verstehe, geht es Abonnenten noch immer um guten Journalismus, nicht um Werbung in 4c, die sich wiederum nur verkaufen lässt mit gutem Journalismus …
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Und wenn schon in den Redaktionen sparen, sparen wir doch einfach an der Reitzschen Bagage. Die Zahl kursiert, seit der Ära Reitz seien 60.000 Abonnenten für den Titel WAZ verloren worden; den Verlust addier ich als Posten A. Dann ließe sich sicherlich gut an seinen reitzenden Auftritten sparen … noch so eine Zahl, die kursiert: ein Selbstdarstellungs-im-Presseclub-sitzen-so-viele-Kompetentere-die-mir-die-Schau-stehlen-Wirtschaftsforum koste im sechsstelligen Bereich für Diskutanten, die nur gegen Honorar mit ihm aufs Podium stiegen, Einladungskarten, Location, Catering, Sicherheit, Organisation – und mal ehrlich: Die Bilder dutzender leerer Stuhlreihen beim Forum in dieser Woche werfen schon Fragen nach der Sinnhaftigkeit auf, addieren wir das als B. Zählen wir die rund 10 Millionen, die auf der Schickler-Folie für die absehbare Fehlentscheidung Vest aufgelistet waren (C) hinzu und ein paar Punkte, die ich dem gestern so schweigsamen Herrn Reitz für mangelnde Blattmacher-, Führungs-Kompetenz zuschlage (D), komme ich auf ein desaströses Zwischenergebnis seiner „Amtszeit“. Wow – so viel Geld hat bei Wazens, außer Mr. Truckstop-Zowislo, noch keiner ungestraft verbrannt. Zudem erinnere ich mal an Hombachs Worte während einer Betriebsversammlung vor etwa vier Jahren. Hombach sinngemäß zur Personalie Knüpfer: Wir haben noch nie erlebt, dass sich so viel Kritik an einer Führungsperson festmacht. Wir mussten handeln! – So gesehen, kritisiert munter weiter, liebe Kollegen.
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Ein wenig unzufrieden, enttäuscht eigentlich schon, war ich mit mir und uns, als die 55 Bildredakteursstellen (und Bildredakteure gibt es seit Pöschkes Deal um die acht Festanstellungen von Jungredakteuren streng genommen gar nicht mehr) so sang- und klanglos den Sachkosten zugerechnet wurden. Hübsch zu sehen, dass Herr Lafrenz wenigstens noch rot wird, wenn er mit den eigenen, verschwommen-schwarz auf Weiß vorgelegten Zahlen konfrontiert wird. Insgesamt bleibt festzuhalten: Auf uns mag die 1-2-Raus-1-2-Raus-Formel zutreffen, die Fotokollegen sind Raus-Raus-Raus wenn es nach den Schickler-Plänen und wohl auch denen der Gruppengeschäftsführung, die das Hand-Out zur Präsentation sicherlich bereits vorab bekam, geht. Wenn wir aber Ende Januar wollen, dass irgendwer für uns aufsteht, wo war dann heute unsere Solidarität mit den Fotokollegen?
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Die Frage nach der Solidarität stellt sich insgesamt. Natürlich war der Einwand, es werde im Verhältnis Mantel zu Lokalem unverhältnismäßig in den Städten gekürzt, berechtigt. Natürlich ist rein rechnerisch nicht zu verstehen, warum ein mit 85 MAK (haha) ausgestatteter Content-Desk 16,5 Seiten täglich produziert, während im Lokalen die 1:1-Formel propagiert wird. Aber vielleicht sollten wir die Frage, Lokales gegen den Mantel, WP, WAZ und NRZ versus WR noch ein wenig vertagen. Klar ist, dass sich etwas ändern muss und wird, für uns alle. Vielleicht bringt uns das neue Perspektiven, mag sein eine Chance – aber wie auch immer wir zu dieser Veränderung gelangen; ich bin entsetzt, wie leicht wir „Kostentreiber“ die geplante „Auslagerung“ der Fotografen hinnehmen, wie schnell dieses wir-ja-die-nein-Gefühl uns über die Lippen kommt und wir uns schon im Vorfeld, vor Bekanntgabe konkreter Pläne, auseinander bewegen. Ein bisschen mehr Geschlossenheit, Einigkeit stände uns gerade jetzt gut zu Gesicht … soll ja stark machen.
Hoffentlich haben auch alle Teilnehmer während der Betriebsversammlung – wie versprochen – daran gedacht, sich mit den Kollegen der MSG solidarisch zu fühlen. Groß erwähnt wurde die Serviceredaktion ja nicht (außer von Hombach, der sie wieder einmal als bösen Kostenverursacher geißelte). Ist ja auch eine andere Gesellschaft und hat nichts mit den Titeln zu tun…
Nur zur Erinnerung: Die betriebsbedingten Kündigungen für diese 20 Kolleginnen und Kollegen sind bereits ausgesprochen.
@ Multicom
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Du hast natürlich Recht; man darf die MSG-Leute nicht vergessen. Wie schon gesagt: unserer “solidarisches Profil” bedarf dringend der Schärfung. Und zur Erinnerung: Nicht wenige MSG-Kollegen sind ehemalige WAZ-Leute, die entweder freiwillig zur Freizeit gewechselt sind oder per Betriebsübergang (z.B. die Cocktail-Redaktion) dahin verfrachtet wurden.
@reitz-klima
…und weil es sich bei den geschassten MSGler u. a. um ehemalige WAZ-Leute oder WR-Volos handelt sollte die am Rande der Betriebsversammlung gestellte Frage beantwortet werden, ob auch sie sich bei den geplanten neuen Gesellschaften um Stellen bewerben können.
Bin erst seit gestern im Blog, aber ich frage mich bei diesem Thread, ob es denn nicht in den einzelnen Standorten Aktionssausschüssen von ver,di und DJV gibt. Bei Mecom sollen 200 Stellen abgebaut (http://mecom.verdi.de), wir haben in fast allen Standorten Gewerkschaftsver-sammmlungen druchgeführt und Aktionsausschüsse gebildet. Wo es am meisten brannte haben wir mit Komnplettunterstützung in einem Betrieb zu einem Warnstreik aufgefufen und die anderen haben sich daran beteiligt. Die Betriebsräte haben ihren Platz, aber in der Abwehr auseinandersertzung müssen die Gewerkschaften voran, am Ende bleibt uns ein bischen Gestaltungsklimbim und ein Sozialpolan. Wenn wir richtig aufgestellt sind, es im Kessel sichrbar vor der Tür dampf, unsere Leser/innen uns verstehen, dann können Betriebsräte mehr rausholen. Der Glaube, am Tisch holen die BRsmehr raus, naja, das reden sie, wenn sie keinen Plan hatten und dann den Kram als Erfolg verkaufen wollen (sorry).
@ jammer
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Zu wünschen wäre das natürlich – aber es ist doch zu befürchten, dass die Gruppengeschäftsführung hinter die Namen derer, die ohne Betriebsrat leicht zu kündigen waren, schon lange einen (Ab-)Haken gemacht hat. So wie die Lage jetzt ist werden sie niemanden von “Draußen” reinholen … außer vielleicht ein paar neue Wasserträger für den verstummten Reitz.Auslöser.
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Nur so ein – trauriger – Gedanke!
Lasst fahren alle Hoffnung!
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Nach meinen persönlichen Eindruck war das die letzte Betriebsversammlung zu diesem Thema. Alle weiteren Maßnahmen werden uns von unseren Ressort-/Lokalchefs in kleiner Runde mitgeteilt. Da erfahren wir dann, ob unsere Redaktion geschlossen, gebrandet oder sonstwie verhackstückt wird. Bei dieser Gelegenheit wird dann auch dem Redakteur mit Schwerpunkt Fotografie mitgeteilt, dass er sich ab sofort bei der Gesellschaft XY um einen untertariflichen Job bewerben kann, um für weniger Geld mehr zu arbeiten. Ansonsten könne er ja frei arbeiten. Und in kleiner Runde werden die Kollegen betreten zu Boden sehen.
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Übrigens, bewerben: wir werden uns alle nach den Gesprächen in kleiner Redaktionsrunde neu für die noch übrig bleibenden Jobs bewerben. Bei diese Rennen reißt keiner, der das Geld braucht, das Maul auf. Da gibt es erst einmal nur Solidarität mit der eigenen Familie….
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Aber wir haben doch Betriebsräte! Haben wir? Wer die in zwei Minuten von Frau Krause gestammelte Lobhudelei für die ach so tolle Zusammenarbeit mit der GGF gehört hat, hat auch seine letzten Hoffnungen verloren. Alles andere waren nur “spannende” Fragen. Der Beitrag des WP-Kollegen hatte wenigstens einen humoristischen Wert. Lediglich Rudi Rupp und Kollegen lassen mich zu dem Schluss kommen, dass sich eine Belegschaft lieber gute Experten kaufen sollte, statt Betriebsräte zu wählen, bei denen ich die Befürchtung habe, dass sie auch gern dem Beispiel ihres Ex-Kollegen Hinz folgen würden.
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Aus dem ganzen kann ich leider nur den Schluss ziehen, dass hier jeder für sich alleine kämpfen wird, da alle Maßnahmen nur nur noch in kleinen Runden verkündet werden.
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Bis dann ab März das Schickler-Konzept real umgesetzt wird, kann man wunderbar die Weihnachtszeit genießen, wenn man körperlich und psychisch noch in der Lage ist,
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Was bleibt ist dieses schöne Blog in dem man sich über die schrägen Beiträge von Forentrollen wie porschekiller amüsieren kann. Nach dem Motto “Spaß muss sein, sonst geht keiner mit zur Beerdigung” (und wenn es auch die eigene ist.”).
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Ich wünsche allen eine schöne Weihnachtszeit!
Noch ein Nachtrag:
Im ersten Moment habe ich Zeilenschinders Ablaufplan für den Ausdruck besserwisserisch vorgetragenen Pessimismus gehalten.
Damit hatte ich Unrecht, es wird alles noch viel schlimmer kommen, als es sich der Kollege vorstellen kann..
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Und wenn porschekiller hier wieder einmal mit “Weinerlichkeit”, “verwöhntes Volk” oder sonstigem Schwachfug aufschlagen sollte, ignoriert ihn einfach! Don’t feed the trolls!
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Bleibt gesund!
chZu meinen Erfahrungen mit Schickler: Die Verlage haben eine Idee, die sie immer wieder neu diskutieren. Wenn es in die Umsetzung geht, liefert das eigene Controlling die Zahlen. Es gibt nicht nur eine Idee, es gibt verschiedene Fälle, die in ihren Kosten und Erlöse über einen längeren Zeitraum gerechnet werden, wenigstens für den schlimmsten und besten Fall. Sechs bis sieben sind nicht unnormal. Wenn es an die Umsetzung geht beauftrage ich ein Beraterinstitiut, dass rumkommt. Schickler kommt rum und ist in meinen Augen respektabel. Hier im Norden sind sie durch so ziemlich alle Verlage gelaufen. Der Berater bekommt auf Grund der Annahmen des Unternehmens einen konkreten Auftrag mit Variabelen Fällen und macht sie an die Überprüfung. Bei der Zukunftsbeschreibung kennen die den durchforsteten Laden nicht groß, ist auch egal! Vieles von den Sätzen von Schickler kann man schon selber schreiben, es ist in Wirklichkeit immer das gleiche oder ähnliche, nur die konkreten Betriebszahhlen und Prozesse weichen ab, werden dann passend gemacht. Das beauftragende Unternehmen will von den Markterfahrungen wissen, was üblich etc. ist. Dazu brauch man die Externen. Es ist üblich, dass man sogar noch ein zweites Beratungsunternehmen beauftragt, was Teilprozesse oder Komplexe überprüft, damit man nicht nur eine Quelle der Erkenntnis neben der eigenen hat. Üblich ist übrigens auch, dass die Ausarbeitung von Unternehmensberatungen uns als Wurst hingehängt werden. In den Gesprächen mit den BRs haben die Unternehmen wieder ihre Annahmen (Kosten und Auswirkungen auf Erlöse oder den Prozess) und wir arbeiten uns an z.B. Schickler ab. Die bekommen, meine Meinung, dafür Schmerzengeld. Sich nur auf z.B. Schickler einzulassen führt dazu, dass man an der besagte Wurst hängt. Die Alternative sind die Menschen in den Redaktionen und Büros – wenn man sie dann organisiert einbringen kann.
Sic transit glorai mundi …
Wo war denn heute bittschön auch nur ein Zehnzeiler über die gestrige Versammlung zu lesen?
Na ja, Nokia streicht Rumänen ihren Job, hatte die WAZ auf dem Titel. Und in China fällt der Reissack um.
Ich will als Leser wissen, was in meiner Stadt und im Ruhrgebiet passiert.
Daß Reitz & Co. dies nicht kapieren, wird sich noch als betriebswirtschaftliches Desaster erster Güte herausstellen.
Nur schade, daß in der gegenwärtigen Situation es sich renommierte Wettbewerber nicht leisten können, in die entstehenden Lücken zu stoßen. Die Redaktionsmannschaft bekämen sie ja sofort zusammen, eine Leserschaft auch.
Trotzdem oder gerade deshalb schönen 2. Advent!
[...] WAZ Betriebsversammlung – Überwiegend enttäuschend Gestern fand erneut eine Betriebsversammlung von WAZ, NRZ, WR und WP in der Essener Lichtburg statt. Mehr als 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gingen nach etwa vier Stunden überwiegend enttäuscht aus dem Kinosaal. Wie nicht anders zu erwarten war, gab wenig Konkretes zu hören, vor allem aber ist nach wie vor offen, ob es betriebsbedingte Kündigungen geben wird oder nicht. Wie sehr die Stimmung angeheizt ist und die Motivation am Boden liegt kann man insbesonderen bei den Kommentaren zu den Artikeln im Blog “Medienmoral NRW” hier nachlesen>> [...]
@Klaus Müller
DU hast wohl nicht richtig zugehört. Sise Krauses Auftritte (und das gleich dreimal) waren – wie Hans Plagwitz schon schrieb – ein unerträgliches Gestammel mit Effekthascherei in Richtung GGF und “Volli” Dörkens (sorry Volli, ich schätze Dich sehr) Rede war zwar lustig, aber eher viel heiße Luft… ich war im Gegensatz zur ersten Betriebsversammlung eher enttäuscht von unseren BRs – zum Beispiel kein Ton zur MSG und zur obermiesen Aktion (Weihnachtsgeld-Kürzung) gegenüber den Zeitungsboten.
Und wir dürfen uns nach dieser Betriebsversammlung doch endgültig nichts mehr vornehmen: Für alle Lokalredationen gibt es bereits ganz konkrete Modelle. Ich weiß genau, was bei uns passiert…und ich bin nun sehr gespannt, was die Betriebsräte gegen diese Pläne tun wollen und können und ob und wiewiele Kündigungen bzw. Schließungen sie verhindern werden… oder auch nicht… Schönen 2. Advent
@Klaus Müller: Wenn ich mir geirrt haben sollte, mache ich eine gute Flasche auf. Ich habe übrigens, siehe Kommentar Nr. 1 ganz oben, nie davon gesprochen, dass es in der Weihnachtszeit Kündigungen geben würde, sondern dass dann die Schließungen und Zahlen für die einzelnen Lokalredaktionen und somit für die Mehrzahl der direkt Betroffenen herauskommen werden. Dann, wenn der zu erwartende Gegendruck am geringsten sein wird. Wir werden sehen.
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Hat übrigens nicht Hombach selbst auf der BV vom 31. Dezember gesprochen, bevor er korrigiert wurde? Man mag ja heutzutage nicht mal mehr an harmlose Versprecher glauben…
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Hans Plagwitz wird leider auch Recht behalten – alle weiteren Entwicklungen werden im kleinen Kreis mit ernster Miene vorgetragen werden, und der Kollege/die Kollegin, den/die es treffen wird, tut auch allen, die es nicht erwischt hat, ganz besonders leid. Aber ein halbes Dutzend Leute macht eben nicht so viel Druck, wie es 850 gekonnt hätten, wenn man ihnen die ja durchaus vorhandenen Zahlen präsentiert hätte – unabhängig davon, ob die BR noch nachverhandeln können oder nicht. Man hätte sie ja als “vorläufigen Entwurf” oder “derzeitigen Stand” deklarieren können, wenn, so Sise Krause, tatsächlich noch alles verhandelbar ist. Ich hoffe, wenigstens sie selbst glaubt daran. Die 100 Standorte hätten wir auch schneller durchdeklinieren können als in den an die Wand gemalten 15 Stunden, die man angeblich dafür brauchen würde. Aber es war ja aus gutem Grund nicht gewollt.
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Wenn es neue Gesellschaften gibt, werden wir uns vermutlich doch alle neu um unsere bisherigen Stellen bewerben müssen. Interessant wäre die Antwort auf die Frage, ob diese Bewerbungen für alle offen sein werden; muss sich ein 50-jähriger WAZ-Redakteur dann also zum Beispiel gegen einen 28-jährigen Braunschweiger Jungredakteur, einen 26-jährigen deutlich billigeren JSR-Volontär oder eine 32-jährige externe Doktorandin um eine Stelle in, sagen wir mal, Duisburg oder Dortmund bewerben? Dazu könnten die BR hier mal etwas sagen – wenn sie es denn wissen.
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Zu porschekiller & Co., die sich an unseren Ängsten weiden und so unglaublich gerne noch mal gezielt nachtreten, wenn man/frau am Boden liegt, sage ich nur noch eines: Nach eigenen Angaben ist er ja ex-Betriebsrat. Ich habe neuerdings zu manchen ex-Betriebsräten (und solchen, die es sein werden) ein besonders gestörtes Verhältnis.
@Aussteiger: Wenn du die Unruhe gesehen hättest, die sich einiger bemächtigte, als es dann doch schon 14.30 Uhr war, dann würdest du nicht an irgendeinen Streik denken. Ab da begann nämlich der Drang in die Redaktionen nach dem Motto: “Wir würden ja gerne um unsere Jobs kämpfen, aber erst müssen wir schließlich die Samstagsausgabe hinkriegen.” Oder, mit Wilhelm Busch: “Jede legt noch mal ein Ei, und dann kommt der Tod herbei.”
Ich habe mich im Nachhinein gleich mehrfach geärgert, nach Essen gefahren zu sein.
1. Nichts Konkretes gehört – viele Zahlen kannte man schon vorher aus SZ und FAZ.
2. “Information der Mitarbeiter” prangte auf der Leinwand. Das war eher Desinformation bzw. adventlich-besinnliches Einlullen. Hombach gibt den lieben Onkel und alle sind so brav, dass man am Ende fast eindöst.
3. Bodo Hombach hat wieder mal gezeigt, dass er sein Handwerk versteht und aus der Politik kommt. Viel pseudo-beruhigendes Gerede, aber nichts Konkretes.
3. Von den Betriebsräten (Sachverständige mal ausgenommen) kam nicht wirklich was. Nichts gegen Sise Krause, aber das waren (nicht nur rhetorisch) ganz schwache Auftritte. Da stach nur Volker Dörkens kurzweiliger Beitrag heraus (Ich hoffe, er bekommt von seinen WP-Kollegen und -Oberen keine Haue dafür!).
4. Aber vor allem: keine Infos zu den Lokalredaktionen. Und das war doch das, warum die meisten Kollegen gekommen waren. Die Zahlen und Konzepte für jede Redaktion liegen doch vor. Das alles noch als völlig unverbindlich und verhandelbar hinzustellen, ist reine Augenwischerei. Schade, dass die Betriebsräte das mitgemacht haben. So machen sie sich zu Gehilfen der Geschäftsführung. Es hieß, bis gestern sei Geheimhaltung vereinbart gewesen. Warum wurden die Pläne zu Redaktionsschließungen, Branding, Stellenabbau etc. dann nicht auf den Tisch gelegt? Das wird wohl jetzt geräuscharm bis -los im kleinen Kreis gemacht. Bitter, ganz bitter.
5. Wo waren die Proteste, die kritischen Stimmen? Drei, vier entsprechende Beiträge/Fragen habe ich gehört, sonst nichts.
6. Ärgerlich war es auch, dass sich der Saal ab 13.30 Uhr zunehmend lehrte, weil viele Kollegen dienstbeflissen in ihre Redaktionen eilten, um die Samstagsausgabe zu produzieren, der man bloß nicht anmerken sollte, dass etwas faul war.
Ich gebe die Hoffnung inzwischen fast auf, dass sich Redakteure einmal in erster Linie als stinknormale Arbeitnehmer verstehen und nicht als Künstler oder sonstwas.
So wird das nichts mit dem Widerstand, zumal die Solidarität bereits zu bröckeln beginnt.
Und wie beschissen werden die nächsten Wochen in diesem unhaltbaren Schwebezustand? So werden wir alle immer weiter zermürbt und weichgekocht. Und die Moral ist ohnehin schong ganz tief im Keller.
Nun denn: “Frohes” Schaffen bis zum Rausschmiss.
@zeilenschinder:
“Zu porschekiller & Co., die sich an unseren Ängsten weiden und so unglaublich gerne noch mal gezielt nachtreten…”
Falls du mich unter “& Co” subsummiert haben solltest: Die Polemik in meinem Blog-Eintrag “Ich trete nach …” bezieht sich sehr polemisch auf die meiner Meinung nach unzureichende Informationspolitik der Journalistenverbände. Sie soll sich auf keinen Fall gegen am Boden liegende Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen richten. Falls es anderes herübergekommen ist, bitte ich um Entschuldigung. Mein eigentlicher Grundgedanke war, dass eine informierte und für die Problematik sensibilisierte Öffentlichkeit, das ein oder andere Gewicht vielleicht zugunsten der WAZ-Mitarbeiter vs. Geschäftsführung hätte verschoben haben können.
@waz-leser
“Nur schade, daß in der gegenwärtigen Situation es sich renommierte Wettbewerber nicht leisten können, in die entstehenden Lücken zu stoßen.”
Wer sollte das sein? Ich muss gestehen, dass ich auch schon des öfteren darüber nachgedacht habe, sehe aber zur Zeit keine Alternative zu einer (ich spreche für meine Region) besseren Westfalenpost. Oder “alternative Selbstausbeuter” entwickeln mit langem Atem ein freches, solides Gegenstück. Auch dafür sehe ich keine Chancen.
Ich verstehe nicht, warum hier pausenlos auf der WAZ-Spitze herumgehackt wird. Herr Hombach sollte besser zum “Manager des Jahres” ernannt werden.
Denn es ist doch eine wirtschaftliche Binsenweisheit, dass, wenn eine Ware nicht läuft, die Qualität des Produkts vermindert werden muss.
Mit Hombach wäre es sicher nicht zur Opel-Krise gekommen. Wenn keiner die Autos will, verkauft man sie eben mit nur drei Rädern. Und schon gehen die Astras etc. weg wie warme Semmeln.
Und was ist der Unterschied zwischen Autos und Zeitungen?
“Oder “alternative…”
Soll natürlich “Es sei denn, “alternative …” heißen.
@zoom
Erinnern wir uns doch einfach mal an eine NRW-Ausgabe der SZ oder eine ebensolche der TAZ …
Auch für Die Welt oder die FAZ wäre ein wackelndes WAZ-Imperium die Chance, sich im Ruhrgebiet mit einer lokalisierten Ausgabe zu plazieren.
Nur sind halt leider die Zeiten nicht danach.
Ich habe auch schon mal etwas von einer RP-Expansion Richtung Ruhrgebiet murmeln hören. Was ein ganz spezielles Reitz-Thema wäre.
@Zeilenschinder & downunder
Ihr habt ja leider so recht. Wir werden jetzt in kleinen Grüppchen unter Ausschluss der Öffentlichkeit zur Schlachtbank geführt. Mancher wird noch versuchen sich individuell zu wehren und hat vielleicht Glück.
Man hat uns zu unsolidarischen Einzelschicksalen gemacht und wir haben uns dazu machen lassen. Wer frühzeitig die Betriebsversammlung verlässt um noch die Ausgabe zu produzieren…
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Und unsere Betriebsräte? Vergesst es! Ich nehme mal zu ihren Gunsten an, dass sie nur unfähig und weichgekocht sind.
Andernfalls könnte man auf die Idee kommen, dass sie es auf die eine oder andere Weise Malte Hinz gleichtun möchten.
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Am Ende werden sie dann stolz verkünden, dass nicht 275, sondern nur 268 Stellen weggefallen sind und dass es Ihnen gelungen sei, für eine Erhöhung der Abfindungen um 1,5 Prozent zu sorgen.
Ich fühle mich jedenfalls von Euch nicht gut vertreten, um es mal vorsichtig und juristisch unangreifbar auszudrücken. Wenn man schon an Markus Peters Äußerungen zur “Zwitter-Veranstaltung” im Vorfeld denkt.
Aber auch euch Betriebsräten wünsche ich eine ruhige Weihnachtszeit, besinnliche Stunden und einen erholsamen Nachtschlaf!
@waz-leser
ich erinnere mich daran; vor allen Dingen an das Scheitern. Dieses Scheitern fand allerdings auf der Ebene “NRW-Ausgabe” statt. Das ist und war noch keine >>Lokal<<berichterstattung. Die Hausnummern heißen Dinslaken-Hiesfeld, Olsberg, Hallenberg, Dortmund-Brackel, Meschede und Duisburg-Meiderich, ach und dann war da noch dieser Autounfall in …., die Ortsumgehung dort und der Klärschlamm hier.
Vielleicht haben die Verleger erkannt, dass man mit Print auf absehbare Zeit kaum noch etwas verdienen kann, auch nicht, wenn man investiert, deshalb wird die Zitrone ausgepresst. Und ausgepresst. Solange der Leser noch an die Zeitung als Qualitaetsprodukt glaubt, denn die Juengeren suchen sich die Wahrheit vielleicht lieber im Internet zusammen.
Immer wieder nett und bei allen Sparmassnahmen auftauchend ist uebrigens die schoene Idee der schuldlosen Journalisten am schlechter verkauften Produkt. Wer davon ueberzeugt ist, sollte sich zu einer Interessengruppe “eigene Zeitung” zusammenfinden. Mitarbeiter scheint es genug zu geben, auch solche, die an die eigene, qualitativ hochwertige Arbeit glauben.
Der Leser goutiert es sicher, und den Kollegen von der WAZ-Konkurrenz sichert es Arbeitsplaetze. Wenn die eigene Annahme denn richtig ist. Aber vielleicht hat der Leser schon zu haeufig mitbekommen, wo der Lokalredakteur zu viele Kompromisse mit den Berichtssubjekten gemacht hat. Auch dank des Internet.
Ich habe bislang geglaubt, als alleinerziehende Mutter mit zwei unterhaltspflichtigen Kindern und 23 Berufsjahren im WAZ-Konzern genug Sozialpunkte gesammelt zu haben, um mir keine Gedanken über einen Rauswurf machen zu müssen: Kann mir mal jemand verraten, wie das mit den neuen Gesellschaften funktionieren soll? Ich habe das so verstanden, dass der Content-Desk in eine neue Gesellschaft ausgelagert wird und sich die ehemaligen Mantelredakteure dafür bewerben müssen. Meines Wissens bleiben die Lokalredaktionen von einem neuen Gesellschafter-Modell verschont, weil ja auch die einzelnen Verlage ZVR, ZVW etc. nicht zerschlagen werden.
Wie übrigens von Kollegen der WR zu erfahren war, sind dort nach dem bedauerlichen Ausstieg der Kathrin L. drei weitere Stellen frei geworden. Für Frank Fligge, Lokalchef in Do und neuer 2. Chefredakteur, kommt kein Ersatz. Der bisherige, stellvertretende Chefredakteur, Ernst Hessmann, ist ohne Vorwarnung und Benachrichtigung der Neubesetzung zum Opfer gefallen und hat sein Büro klammheimlich geräumt. Aus Verbitterung über diese miese und hinterhältige Tour ist seine im Hause ebenfalls tätige Gattin Barbara zusammen gebrochen. Halte durch, Babsi! Bei weiteren von diesen brutalen Personalentscheidungen dezimiert sich die Belegschaft von alleine.
Die großen Tatmenschen haben mit den Mondsüchtigen eins gemein: Sie vertragen es auf ihrem gefährlichen Weg nicht, angerufen, gestört oder gar gewarnt zu werden. Ich weiß auch nicht weiter!
@freier knipser
Sorry, die Freien sind selbstverständlich auch zum großen Teil hervorragende Fotografen – wie die Festangestellten es zum größten Teil auch sind. Das ändert nix daran, dass es beiden an den Kragen gehen soll. Und das, das wäre ein weitere Schritt in Richtung Schrott-Zeitung – vom Internet mal ganz abgesehen, das nicht allein mit nackten Pirelli-Kalender-Girls und Skilehrerinnen überleben kann. Trotz dieses Einsatzes blieben die Klickzahlen doch dramatisch unter dem Soll.
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Ich kenne Foto-Kollegen, die suchen sich schon etwas anderes. Gute Kollegen! So, Herr Hombach und Herr Reitz, trennt man auch Spreu vom Weizen. Und man behält Spreu übrig – wofür, für eine Qualitätszeitung?
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Wieder mal ein Beleg für die Weitsicht des Duo-Infernale, das sich 2004 bei einer seeligen Rotweinnacht in Düsseldorf dazu entschlossen hat, aus unserem hochrentablen Unternehmen WAZ eine Sandspielkiste für den größten Chefredakteur aller Zeiten (”größte Zentralredaktion Deutschlands”) zu machen. “Prost und Mahlzeit!”
Nachtrag:
Wem ist denn das WR-Desater anzurechnen? Wer hat Schrotthofer geschrottet und Lenzer geholt. Richtig, Reitz und Hombach! Übernehmen Sie mal dafür und für das anderweitige Verbrennen von Geld die unternehmerische Verantwortung! Und denken Sie immer schön daran, wie Sie durch jede Kündigung, die Sie ursächlich zu verantworten haben, die Marke WAZ beschädigt wird.
Haltet den Dieb zu rufen, nimmt Ihnen doch keiner mehr ab!
Richtig: Mit Reitz, Hombach und deren Fußvolk geht’s nur weiter bergab. Da haben Mitarbeiter und Leser ganz anderes Engagement verdient. Aber Berufsethos und journalistische/unternehmerische Weitsicht ist dieser Chefetage wohl ein Fremdwort…
Nur mal zur Einordnung: So machen es andere Verlage, die im Gegensatz zur ach so bösen WAZ bis heute ein tolles Image haben:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,594757,00.html
Bodo Hombach hat mal wieder in professioneller Manier – außnahmsweise ohne Krawatte – ich bin doch einer von euch – alle wieder eingelullt. Oft scharf an der Unwahrheit vorbei. Er versprach, dass – wenn es denn zu Neugründungen von Kleinstgesellschaften kommt, beispielsweise content desk, natürlich nach Tarif bezahlt. Von den Tarifverträgen für Tageszeitungsredakteure war nicht die Rede. Auf die Frage,ob denn auch beim “Kopf” gespart wird, verkündete er stolz, dass es doch keine vier sondern nur noch zwei Geschäftsführer gibt. Er vergaß natürlich zu sagen, dass dieser Beschluß der Gesellschafter aus ganz anderen Gründen vor Jahren fiel, zu einer Zeit, als die “Gelddruckmaschienen” noch liefen. Ervergaß auch zu erwäghnen, dass ein neuer Geschäftsführer kommt, der sich nur um die Tageszeitungen kümmern soll. Und dieser fällt in den Kostenkegel mit über 40 Prozent “Struktur” für den Zeitungsbereich. 25 v.H. machen übrigens nur die reinen Redaktionskosten aus. 10 v.H. die Herstellungskosten, 18 v.Hd. die Zustellkosten. Was alles im Bereich “Struktur versteckt ist, vergaß die “Schickler-Behörde” übrigens.
Das Untersuchungsunternehmen verstieg sich sogar in die Unverfrorenheit, die 55 Bildredakteure – im Schickler- Sprachjargon “Fotografen” – im Nirgendwo verschwinden zu lassen, als Kostenfaktor. Man habe bei den bisher untersuchten 70 Zeitungsverlagen nie Bildredakteure angetroffen. War die Auskunft, also gibt es bei der WAZ auch keine “Fotografen”. Was sich sein soll, was nicht sein darf. Kein Protest in der Betriebsversammlung! Es gingen einige Bildredakteure . . .
Im übrigen verlief die Versammlung sehr “glatt”, viel zu glatt. Kaum Fragen. Auf die Frage eines Betriebsrates, warum es in der Ära Reitz immer noch keine Leseranalyse gibt, “Machen wir eigentlich die richtige Zeitung”, keine Antwort, eisiges Schweigen, und natürlich auch kein Nachbohren. Eines ist klar, 2009 wird es annähernd 300 jornalistische Arbeitsplätze weniger geben. Weniger Quantität und auch weniger Qualität. Das helfen auch keine Verhandlungen des Betriebsrates.
Medienmoral. Bitte gestatten Sie mir, dass ich bei der Moral im Ruhrgebiet vom Reviergeist spreche. So könnte auch eine Kontroverse über die Deutung des Begriffs „Migranten-Demokratie“ entstehen, die zu mehr Selbstverständnis der Region führt. Aber dann ginge es um Wahrheit.
(engl.) The New Synthesis in Moral Psychology
Jonathan Haidt in Science 2007
People are selfish, yet morally motivated. Morality is universal, yet culturally variable.
Such apparent contradictions are dissolving as research from many disciplines converges on a few shared principles, including the importance of moral intuitions, the socially functional (rather than truth-seeking) nature of moral thinking, and the coevolution of moral minds with cultural practices and institutions that create diverse moral communities.
(dtsch.) Die neue Synthese in der Moral-Psychologie
Jonathan Haidt in Science 2007
Menschen sind eigennützig, dennoch aber moralisch motiviert. Moral ist universell, dennoch aber kulturell unterschiedlich ausgeprägt.
Solche offensichtlichen Widersprüche fließen in der Forschung von vielen Disziplinen zu einigen wenigen Prinzipien zusammen, einschließlich der Bedeutung von moralischen Intuitionen, der gesellschaftlich-funktionellen (und eher nicht wahrheitssuchenden) Eigenschaft vom moralischem Denken, und die Koevolution von moralischem Gedankengut bei kulturellen Praktiken sowie Institutionen, woraus sich unterschiedliche moralische Gemeinschaften gründen.
[...] Medienmoral. Bitte gestatten Sie mir, dass ich bei der Moral im Ruhrgebiet vom Reviergeist spreche. So könnte auch eine Kontroverse über die Deutung des Begriffs „Migranten-Demokratie“ entstehen, die zu mehr Selbstverständnis der Region führt. Aber dann ginge es um Wahrheit. [...]
@westiam: Was ist daran falsch? Leute die sich den Arsch platt sitzen werden vor die Tür gesetzt” Ich arbeite auch im Hause WAZ, aber in keiner Redaktion. Bei uns in der Abteilung gibt es bestimmt 20-30% “Low-Performer”. Die bekommen nichts auf die Kette und die restlichen Kollegen müssen das ausbaden bzw. sich dagegen stemmen um die Aufgaben noch erledigen zu können. Ich hoffe Schickler schaut auch mal bei uns vorbei…
@low &high
Richtig, ich arbeite in einer Abteilung, in der das Leistungsspektrum von 80 bis 120 Prozent reicht, je nach Tagesform. Und es gibt einige wenige, die erreichen nicht mal das.
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Du musst aber fairerweise in Rechnung stellen, dass die Kollegen auch unterschiedlich alt, unterschiedlich gebildet und ausgebildet und unterschiedlich erfahren sind. Da ist es dann wichtig, dass die Mischung und die Personalführung sowie -Fortbildung stimmen.
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Doch die beiden letzteren Faktoren sind bei WAZens miserabel, die Zusammensetzung von Redaktionen meist zufällig: Kaum noch Schulungsmöglichkeiten in der JSR – lehnen die CR meist ab, kaum noch externe Schulungen oder Kurse. Kein Blick mehr über den Tellerrand, keine Zeit, sind Themen zu nähern, Hau-Ruck-Recherche. Von erforderlichen Dienstfahrten und -reisen mal ganz zu schwiegen. Telefon oder Internet – muss reichen!
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Das frisst Substanz, das frist Motivation. Und wenn dann noch die Knuten der jeweiligen Qualitätsmanager kreisen (WAZ) bzw. Branding-Beauftragte durch die Redaktionen tieffliegen, dann ist die Demotivation perfekt.
Nur eine Notiz am Rande, die nichts mit Sozialneid, sondern nur mit Wirtschaftlichkeit zu tun hat:
Der Pascha ist zur Betriebsversammlung mit einer neuen S-Klasse (Langversion, ab ca. 90.000 Euro plus Extras, anscheinend auch gepanzert) vorgefahren worden.
Die Ex-GGF Dr. Erich Schumann und Günter Grotkamp fuhren – ebenso wie Frau Brost – meiner Erinnerung nach immer einen Gebrauchtwagen mit Stern (Jahres- oder Zweijahreswagen). Da könne man nämlich sparen, erklärte Frau Brost einem ihrer früheren Fahrer souverän.
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Auch fuhren Herr Schumann und Herr Grotkamp ihre Wagen zumeist selbst, und CR wie Maruhn, Lehmann und Knüpfer fuhren zumeist selbst – mit deutlich kleineren Wagen. Ab und an, wenn’s später wurde, saß Herr Michalke dann für Herrn Maruhn hinterm Volant (Lenkrad).
Die neue GGF- und CR-Riege lässt sich jedoch in neusten Luxus-Pkw fahren und verrechnet das anteilig über die Overhead-Kosten auf die Redaktionen. Das Gepränge sorgt auch für (kleinere) Defizite und kostet daher auch Planstellen….
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Malte Hinz sollte auf einen solchen Luxus verzichten.
@Personalrat
Mein Gott, euer Leistungsspektrum in Sachen Vertretung eurer Interessen tendiert gegen Null. Wären inzwischen nicht so viele Frauen unter euch, würde ich sagen: Ihr habt keine Eier in der Hose.
Eure Motivation ist angefessen? Bei der Arge wird man dafür sicher denmächst viel Verständnis haben.
Ich heul gleich mit euch, Geknechtete dieser WAZ.
Der SPD-Landesvorstand hat sich inzwischen ebenfalls zu Wort gemeldet:
http://www.nrwspd.de/meldungen/meldung.asp?id=60818
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Und die “Ruhrbarone” wollen für und mit Schon-/Bald-/Vielleicht-Gefeuerten eine Pink-Slip-Party feiern.
Nix Schlüpferiges anscheinend: “Pink Slips – das ist der spöttische Name der Kündigungsschreiben in den USA”, steht da.
http://www.ruhrbarone.de/pink-slip-party-im-mandragora/
VogelfreierKipser schrieb:
> Wenn mit dem Endprodukt dann was nicht stimmt, der Kunde es
> nicht mehr attraktiv genug findet um es zu kaufen, muss das
> Produkt eben wieder attraktiv gemacht werden
Diese Aussage setzt voraus, dass es ein Naturgesetz gibt, nach dem das Produkt “Lokalzeitung” (off- oder online) grundsätzlich am Markt exisitieren kann und eine und bitteschön Ewigkeitsgrantie hat.
Es zeigen zahlreiche sehr gute, sehr motivierte Versuche diverser Verlage, das diese Grundannahme falsch ist. In den unteren Altersgruppen sind Hopfen und Malz verloren. Da kann man machen, was man will.
Ich bitte, dies auch endlich mal zur Kenntnis zu nehmen. Ich habe immer das Gefühl, dass der durchschnittliche deutsche Zeitungsredakteur noch nicht jeden Schuss gehört hat. Die Tiefenprboematik zur Kenntnis zu nehmen und zu akzeptieren ist aber aus zweierlei Sicht überlebenswichtig: Erstens, um wirklich funktionierende Zukunftsszenarien zu entwickeln und zweitens, um als Gesprächspartner bei strategischen Fragen überhaupt ernst genommen zu werden.
Habt ihr eigentlich daran gedacht: Ihr seit schlichte Arbeitnehmer wie die Nokianer! Ebenso hilflos wie die es waren! Nicht nur nicht eine Zeile im eigenen Blatt, nein nicht eine Zeile über die Unternehmen die am Freitag über 1500 Mitarbeitern die Kündigung schickten? Jammert nicht! Wehrt euch endlich gegen die Nieten im Nadelstreifen!
@alle Solis der MSGler
Vielleicht bekommt ihr ja auch im nächsten Dezember eine ‘Sonderzahlung’ über 100 € (brutto) für die Mehrbelastung der letzten Monate. Mit dem schönen letzten Satz: “WIR FREUEN UNS AUF DIE FORTSETZUNG DER ANGENEHMEN UND ERFOLGREICHEN ZUSAMMENARBEIT!”….
Es ist ein dicker Schlag für den GGF Hombach, dass nun auch der SPD-Landesvorstand sich in unserem Sinne erklärt hat (Freundschaft!).
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Es hat zwar lange gedauert, aber der gesellschaftliche Druck auf die Verlegerfamilien (Brost, Grotkamp, Funke, Holthoff-Pförtner und Schubries) und die GGF wächst weiter. Und das ist gut so.
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Denn unabhängig von den kurzfristigen wirtschaftlichen Entwicklungen, die sie für eine Übergangszeit locker ausgleichen bzw. auffangen könnten, haben sie ihren Wohlstand auch durch unser Hände Arbeit erworben.
Also gehören sie in die Pflicht genommen!
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Richtig ist aber auch, dass Kündigungen nicht vom Tisch sind: Unsere und die unserer Leser. Warum kündigen die denn?
Sicher, viele haben weniger Geld. Sie kündigen aber auch, weil sie mit der Linie der Zeitung nichts mehr anfangen können!
Weil zu viel Schickimicki in der Zeitung steht!
Weil zu wenig Lokales und zu wenig Lokalsport in der Zeitung steht!
Weil die Zeitung – gefühlt – nicht mehr ihre Ruhrgebietszeitung ist, sondern Düsseldorf-orientiert und neoliberal ausgerichtet ist!
Weil außer den Grossmanns und Bernotats dieser Welt die regionale mittelständische Wirtschaft in der Wirtschaft kaum eine Rolle spielt!
Weil Montagsökonomen (WAZ) den Lesern in ihren Kolumnen erklären, dass sie selbst schuld an ihrem Elend sind und eigentlich für noch weniger Geld mehr leisten müssten!
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Und jetzt soll im Lokalen der Lokalschlag passieren, damit eine überbordende Zentralredaktion mit 85 + 12 + 2 Journalisten High-End-Manufakturjournalismus (bitte definieren Sie “Manufakturjournalismus” – Manufaktur ist meist nur teuer!) bieten kann. Das Reitz-Modell, Herr Hombach und Herr Nienhaus, geht doch nicht mal am grünen Tisch im Verlaghaus auf!
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Das kauft dem Reitz doch keiner mehr ab. Damit beschädigen Sie die Marke WAZ. Wir Redakteure verstehen mehr davon und wollen nicht, dass wir in ein paar Jahren bei einer 300.000er-Auflage aufschlagen.
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Doch uns fragt ja kein Reitz. Der hat seine Hausaufgaben seit 2005 doch nicht gemacht. Oder meinen Sie, 1-5-1 und ein paar Flapsigkeiten nebst Reitz-Themen reichen aus, um die Leser zu überzeugen und ein Schiff zu retten, das Schlagseite hat?
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Glauben Sie es reicht, Qualitätsmanager einzusetzen, in deren eigenen Ausgaben keine solche produziert wird? Herr Hombach und Herr Nienhaus: Glauben Sie doch nicht den Schönrednern in der Zwischeninstanz! Hören Sie aufs Personal vor Ort, repressions- und vorurteilsfrei! Dann klappt’s auch mit der Auflage.
Und bitte: Lassen Sie die Bildredakteure dort wo sie sind, sonst gibt’s langsam aber sicher “Gesprächsbedarf” im Laden. Denn noch hören wir alle zu und sind verhandlungsbereit. Und sehen Sie zu, dass die gekündigten MSG-Leute wieder im Hause als Redakteure unterkommen. So viel Anstand müssten Sie haben. Steht bei Wikipedia, unter “A”……
@ Anonymus – Leider ist vieles von den Anonymus-Ausführungen sehr richtig.
Was heißt zum Beispiel Schickimicki-Zeitung? Nehmen wir die WAZ-Wochenendbeilage von diesem Samstag.
- Titelbild: Ein Redakteur und eine Redakteurin, schüchtern Händchen haltend. Ernst der Blick, die Begeisterung, beim Schenken mehr als seine Pflicht zu tun, springt beiden aus den Augen.
- Die Panoramaseite: Eine Webcam mit 1359 Swarowski-Steinen für 399 € – Manschettenknöpfe von berühmten Köpfen (ab 400 €) oder mit dem eigenen Gesicht in Platin für 15 000 € – ein Privatkonzert von Tina Turner für 2 Mio € – Ein Subwoofer im Rubik-Design für 1500 € – Die Teekanne der Zukubft für 2200 € – Ein Springseil mit Silbergriffen für 550 €.
- Ums Einkaufen leicht zu machen, wird die Bezugsquelle (vollständige Adresse) gleich mitgeliefert, einen Teil der Bilder haben die Hersteller (siehe Bildvermerk) gerne zur Verfügung gestellt.
Freunde, Ihr habt doch den Schuss nicht gehört. Qualitätsjournalismus??? Solche Geschichten lassen sich am Schreibtisch per Internet in beliebiger Ausstattung und Stückzahl produzieren.
Traut Euch mal wieder ins richtige Leben. Begleitet doch mal die Eltern von zwei Kindern (er Facharbeiter bei Opel, sie 400 €-Job bei Lidl) beim Einkauf der Weihnachtsgeschenke.
Ihr werdet vor Scham erröten und Euch nicht mehr fragen, warum mehr und mehr Leser diese Zeitung nicht mehr haben wollen.
SPD zum Nachlesen: http://www.nrwspd.de/meldungen/meldung.asp?id=60818
@ges
Volle Zustimmung.
Das geschreibe von Qualitätsjournalismus bringt noch lange keinen hervor. Auch wenn ich hier die Werbebotschaft der Redakteure inzwischen tausendmal gelesen habe.
Wenn ich die bisherigen Blogeinträge zu der Versammlung lese, dann scheinen ja 800 Qualitätsjournalisten auf die Ausgabe der Pressemitteilung zum abtippen gewartet zu haben.
Und wie ich in diesem Blog erfahren habe macht es mehr Sinn die SZ zu lesen, als die im Vergleich für ihren Preis viel zu teure nrz. (Den Mantel der nrz zu lesen lohnt eh nicht – so viele Buchstaben, so viel Blablabla, so wenig wirklichen Inhalt, geschweige denn Hintergrund, Recheche und Qualität.
Der Lokalteil: LDH lies die Häfte, für den gleichen Preis – und dafür gibt es auch noch mindestens 1 Seite mit PR, sprich unübersichtliche Anhäufungen von Terminen.)
Mal eine Frage: Wenn tatsächlich so viele Texter im WAZ Verlag einen Hochschulabschluss haben, und damit eigentlich in der Lage seien sollten selbstdenkend zu arbeiten, wieso lese ich davon dann nur auf Nicht-derWesten.de Internet-Seiten, und nicht in der WAZ-Zeitung?
Zum Thema Zeitung und Qualität auch mal ein paar Anmerkungen von mir: Natürlich gibt es auch mal langweilige oder schlechte Ausgaben, genauso wie es langweilige oder schlechte Artikel gibt. Zeitung ist ein Massenmedium. Sie kann daher gar nicht immer perfekt sein und perfekt für alle sein, für alle Altersgruppen, für alle Interessensgruppen. Denkt bitte mal ans Fernsehen? Kennt jemand einen guten Fernsehsender? Da driften die Meinungen doch schnell auseinander, die einen plädieren vielleicht noch für die ARD, die anderen finden RTL2 toll, die meisten gar nichts. Ich will damit nicht die Kritik abbügeln, ich nehme sie ernst. Aber es wundert mich nicht, wenn die Zeitung von einigen pauschal (!) als schlecht dargestellt wird. Dann muss man über Verbesserungen nachdenken, man kann aber eben auch nicht alle zufriedenstellen.
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Dasselbe gilt für die aus meiner Sicht zu 99 Prozent albernen Blogs. Wenn jemand meint, dass er da ernsthafter, besser und qualitativ hochwertiger als in den klassischen Medien informiert wird, dann soll er so glücklich werden. Das ist eben wieder diese Bandbreite. Nie werden alle Blogs toll finden und nie alle die klassischen Medien. Ich sage auch mal, warum ich Blogs fast immer belanglos finde: Sie erzählen entweder total langweiligen Kram oder sie sind politisch eindimensional. Das mag für den einen oder anderen ja ganz prima sein, wenn er eine schwarz-weiße Welt ohne Zwischentöne und ohne andere Meinungen vorgekaut bekommt. Von mir aus. Ich kenne auch nur wenige Ausnahmen, eines davon ist der Pottblog. Der ist für mich aber auch Ergänzung zu den traditionellen Medien und kein Ersatz. Zu den belanglosen zähle ich einen Blog, der irgendwas mit Lounge zu tun hatte und von einer ewig kleinen Hamburger Klicke laut beklatscht wurde.
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Und dass junge Leute nicht mehr lesen: Auch so pauschal. Natürlich schrumpft der Anteil und er wird weiter schrumpfen. Es sind ja heute auch ganz andere Freizeit- und Beschäftigungsmöglichkeiten da als früher. Aber nach wie vor greift jeder Dritte jetzt und später zur Zeitung. Die Zeitung verliert an Gewicht, aber alles zersplittert. Und selbst wenn sie irgendwann einmal nur noch jeden Dritten erreichen sollte. Hey, jeder Dritte! Das ist eine gewaltige Masse! Das erreichen andere heute nicht.
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Wichtig ist jedenfalls die Ausrichtung auf das Lokale. Aber man muss es auch leben. Ich finde, dass die WAZ unter Herrn Reitz nicht mehr das Gefühl des Ruhrgebiets widerspiegelt. Ich stelle mich halt auch abends nach Dienst mal an die Trinkhalle oder stelle mich auf die Südtribüne beim BVB. Das ist das Leben. Das sind die normalen Menschen, nicht jene beim Presseclub, beim Wirtschaftsforum usw.
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Gleichwohl kann ich viele Synergiemaßnahmen nachvollziehen, ich finde sie sogar teilweise gut – wenn man sie streckt und sozialverträglich ohne Entlassungen umsetzt. Das könnte die WAZ locker. Dadurch, dass hier gezaudert und gedroht wird, entsteht ein nachhaltiger Schaden, Herr Hombach und Herr Nienhaus! Die WAZ wird in der Tat zurzeit als Marke beschädigt, innen wie außen. Stoppen Sie das! Setzen Sie vieles um, stärken Sie aber das Lokale und verzichten Sie auf Kündigungen.
Das klappt’s auch wieder.
Wenn ein Regional-/Lokalzeitungskonzern 207 Stellen im Lokalen streicht, gleichzeitig aber eine MEGA-Zentralredaktion von 85+12+12+12+online zusammenstellt, dann weiß der einfache Leser doch, welchen Stellenwert das Lokale künftig noch haben wird. Reitz hat immer schon großen Wert darauf gelegt, dass die WAZ auf den Schreibtischen der Bosse neben der FAZ liegt. Wir verkaufen unsere Auflage aber nicht in Frankfurt oder Hamburg, sondern in Rheinhausen, Wattenscheid oder Schmallenberg.
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Parallelausgaben machen Umsatz. Nicht jeder WR-Leser im Sauerland wird sich künftig mit der WP anfreunden. Nicht jeder NRZ-Leser möchte die WAZ lesen (und umgekehrt). Es ist nicht gerechtfertigt, zu glauben, diese Leser würden eine neue morgendliche Briefkastenbefüllung einfach so hinnehmen. Wir werden mithin noch viel mehr Abos verlieren.
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Für den Mantelteil, so gut er auch wirklich manchmal ist, hat doch kaum bis nie jemand WAZ, NRZ, WP oder WR abonniert. Er ist eine nette Dreingabe. Denn die Leser suchen bei uns das, was die Tagesschau nicht bietet. Und genau in diesem Bereich werden 207 Stellen gestrichen. Kann man denn wirklich so dumm sein?
Es war wieder einmal traurig erleben zu müssen, dass Journalisten nicht in der Lage sind, für ihre Belange kämpfen. Kaum einer traut sich, etwas zu sagen. Wer Angst hat, er werde früher gefeuert, weil er den Mund auf macht, tut mir nur noch leid und hat den falschen Beruf ergriffen.
Genauso schlimm ist aus meiner Sicht, dass man solch eine wichtige Versammlung frühzeitg verlässt, um eine normale Ausgabe für denm nächsten Tag zu produzieren, damit der Leser nur nichts merkt. Der Leser muss merken, dass etwas nicht stimmt! Erst dann macht er sich die Mühe und fragt nach. Dann kann man ihm erklären, was los ist, und welcher Einheitsbrei ihm droht. Wenn er dann sein Abo immer noch kündigt, na bitte. Wenn wir für unsere Belange kämpfen wollen, die sich eigentlich mit denen der Leser decken, muss das öffentlich geschehen.
Und Hombach kann erzählen, was er will: das neue WAZ-Modell produziert in den Mänteln journalistischen Einheitsbrei, denn die geplanten 12 Redakteure in den Titelredaktionen können kaum Eigenes produzieren. Und in vielen Bereichen des Verbreitungsgebiets, vor allem in Südwestfalen, entstehen sogar faktisch Meinungs-Monokulturen, wenn WP-Lokalseiten auf WR umgestrickt werden oder umgekehrt. Doch 1. lassen sich die Leser nicht verarschen und 2. wird die Qualität von Monopolisten nicht besser. Die Folge: sinkende Auflagen.
Zum Thema Qualität noch dieses: Qualität ist auch das, was sich verkaufen lässt. Mit Qualitätsjournalimus der Marke Schrotthofer hat die WR einen großen Schritt näher an den Abgrund getan. Das muss auch Schrotti-Fan Malte Hinz einsehen.
Zum Minus ordentlich beigetragen haben auch die völlig unsinnigen Marketingaktionen des Herrn Zowislo und Der Westen. Ich möchte endlich wissen, wer diese Desaster verantwortet und wo die Kosten verbucht werden.
@Knecht Ruprecht: Toll, wie du daran arbeitest, die eigene Auflage zu minimieren. Superpragmatisch ist es, sich in blinder Wut darüber zu freuen, wenn die Leser aufgrund von Tartarenmeldungen abbestellen. Das wird deinen eigenen Arbeitsplatz bestimmt sicherer machen Jetzt mal ohne Ironietaste: Was soll denn diese Politik der verbrannten Erde? Selbst wenn das Management Fehler macht, ist es doch komplett hirnrissig, das Produkt, von dem man lebt, zusätzlich mies zu machen. Aber in diesem Blog sind ja wohl fast nur HB-Männchen unterwegs. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel.
An “Was soll das”: “Aber in diesem Blog sind ja wohl fast nur HB-Männchen unterwegs. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel.”
Keineswegs. Es sind auch aufgeblasene Egos unterwegs. Jede Menge sogar. Hier weiß jeder total Bescheid.
Liebe Kollegen, ich mag es nun wirklich nicht mehr lesen! Kaum wird hier im Blog (ob von intern oder extern) auch nur ein Hauch von Kritik an den Inhalten unseren Zeitungen geäußert, wird diese entweder pauschal zurückgewiesen, oder demjenigen wird Miesmacherei vorgeworfen, die ja alles nur noch schlimmer mache und letztendlich wahlweise der GGF in die Hände spiele, verunsicherte Kollegen weiter schädige oder die Leser dazu bringe, ihre Abos zu kündigen.
Ist das – bezogen auf unsere eigene Arbeit – wirklich die Kritikfähigkeit, die wir in Kommentaren und Interviews hundertfach von anderen einfordern? Wie glaubwürdig sind wir als Journalisten noch, wenn wir uns sachlicher Kritik (und natürlich auch zugespitzt formulierter Kritik, denn dieses Stilmittel nehmen wir für unsere Kommentare schließlich auch gerne in Anspruch) komplett verweigern?
Wer hier mitliest bekommt vor allen Dingen zwei Dinge mit:
1) An der journalistischen Qualität unserer Arbeit darf nicht gezweifelt werden.
2) Falls berechtigte Zweifel an der journalistischen Qualität bestehen, sind immer die Umstände schuld. Weil wir überlastet sind. Weil wir nicht fortgebildet werden. Weil wir ja auch noch online machen müssen. usw, usw.
Ich will keinen dieser Umstände gutheißen, denn die Arbeitsbedingungen für Redakteure sind derzeit alles andere als ideal. Aber wir sollten uns auch nicht selbst in die Tasche lügen: Unsere Arbeit ist nicht sakrosankt, und wir produzieren nicht jeden Tag Spitzenprodukte. Manchmal ist reichlich Mittelmaß dabei, und es gibt auch Tage, an denen man sich fragen muss, ob man dem Leser für diese Ausgabe wirklich guten Gewissens 1,25 Euro abnehmen kann.
Es ist aber doch ebenso falsch wie unglaubwürdig, wenn hier behauptet wird, alle würden immer Spitzenleistung bringen. Was für ein Quatsch! Wir alle kennen die Kollegen, die spät kommen und früh gehen und ihre Seite Woche für Woche 08/15 abfüllen. Und auch Sprüche wie “eine Seite zuwichsen”, “große Bilder sind schnell geschrieben” und vieles mehr kommen nicht von ungefähr – ich höre sie, seit ich vor 25 Jahren hier im Haus als Redakteur angefangen habe.
In jeder beliebigen Lokalausgabe finden sich über die Woche verteilt etliche Texte, die so eigentlich nicht erscheinen dürften – einfach nur, weil sie langweilig sind, am Leser vorbei gehen oder handwerklich schlecht gemacht sind: Mit Verschwurbelungen aufgeblähte Meldungen, die 15 Zeilen Information auf 45 Zeilen quälen. Polizeimeldungen, in denen nicht eine einzige der schrecklichen Amtsdeutschformulierungen geändert wurde. Große Berichte über Bau- Und Wirtschaftsprojekte, die nichts weiter sind als Verlautbarungen der städtischen Pressestellen. Wo die Gegenseite nicht gehört wird, nichts hinterfragt wird, obwohl selbst Unbeteiligten beim Lesen der Geschichte die offenen Fragen nur so entgegenpurzeln.
Wir veröffentlichen Ankündigungen in denen Telefonnummern, Ansprechpartner, Eintrittspreise, Kontaktadressen fehlen. Sollen die Leser doch selber da nachfragen, wenn es sie wirklich interessiert. Als Redakteur hat man nun wirklich keine Zeit, sich auch noch um alles zu kümmern…
Jetzt, wo die Umfänge so stark gekürzt wurden, solle man ja eigentlich glauben, dass auf dem kostbaren verbliebenen Platz in unseren Augaben nur die wichtigsten, besten, aufwändigsten Geschichten der Stadt stehen. Aber ganz ehrlich, wenn ich mir unsere eigenen Seiten (und manche andere auch) angucke: Wenn das schon das wichtigste ist, dann möchte ich die Unwichtigen gar nicht erst kennenlernen. Und das ncith alles, was da in seinem Briefkasten landet, Premiumqualität hat, bemerkt auch der Leser.
Ich sage es gerne nochmal: Ich will hier nicht Schwarzmalen, nicht Nestbeschmutzen und keine Generalanschuldigungen erheben. Aber das bei uns immer alles toll ist und wir über jede Kritik erhaben sind, ist eine wirklich penetrant arogante Haltung, die nimmt uns keiner ab. Von der Lust am journalistischen Arbeit, vom täglich-neu-für-den-Leser-ins-Zeug legen-wollen haben hier viele geschrieben und ich bin sicher, dass diese Motivation auch noch in vielen brennt. Aber ich möchte auch darauf hinweisen, dass man das den Zeitungen, die wir unseren Lesern verkaufen möchten, noch längst nicht immer genügend ansieht.
@zeilenschinder
So dumm kann nur jemand sein, der sich in Europa zu Hause fühlt, einer der Düsseldorf für den Nabel der Welt hält und einer, der aus Hamburg kommt und unsere Region ebenso wenig kennt wie er unsere Leser kennt. Das neue Dreigestrin ist auf dem besten Weg, den Karren noch weiter in den Dreck laufen zu lassen. Denn es lenkt ihn (und damit uns) durch 201 Stellenstreichungen im Lokalen in die falsche Richtung. Wofür – für die Ideen eines Mannes.
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@Lokalvebot
Völlig richtig!
http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/#comment-2758
# blitzam 06.12.2008 um 23:09
Habt ihr eigentlich daran gedacht: Ihr seit schlichte Arbeitnehmer wie die Nokianer! Ebenso hilflos wie die es waren! Nicht nur nicht eine Zeile im eigenen Blatt, nein nicht eine Zeile über die Unternehmen die am Freitag über 1500 Mitarbeitern die Kündigung schickten? Jammert nicht! Wehrt euch endlich gegen die Nieten im Nadelstreifen!
Knecht Ruprechtam 07.12.2008 um 15:06
Es war wieder einmal traurig erleben zu müssen, dass Journalisten nicht in der Lage sind, für ihre Belange kämpfen. Kaum einer traut sich, etwas zu sagen. Wer Angst hat, er werde früher gefeuert, weil er den Mund auf macht, tut mir nur noch leid und hat den falschen Beruf ergriffen.
# Blattspinatam 07.12.2008 um 17:39
An “Was soll das”: “Aber in diesem Blog sind ja wohl fast nur HB-Männchen unterwegs. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel.”
Keineswegs. Es sind auch aufgeblasene Egos unterwegs. Jede Menge sogar. Hier weiß jeder total Bescheid.
@ Blattspinatam
@ mit dem Aber von Knecht Ruprechtam und blitzam,
Liebe Journis,
Ihr müsst Euch historisch betrachtet aufstellen! Homberg, Duisburg, Ruhrgebiet in Weicheihaft. Hier fehlt das moralische Regulativ der Mittelstands in der hundertjährigen Migranten-Demokratie von Systemfuzzies eines Madenwerks.
Diese neologistische Betrachtungsweise ist nicht charmant und bewegt sich jenseits neuer Grenzen.
Ich vertrete hier keine Partikularinteressen. Meine Zukunft ist entschieden. Ich habe als Non-Journi an zwei Prinzipien orientiert:
1.Homberg, Duisburg, Ruhrgebiet. Wir sind schon heute die Zukunft der Nation.
2.Neben den Ossi ist keiner dichter an der Zukunft als das Revier. Hier entsteht die historische Innovation. (Im alten Trend werden jetzt Eure Jobs eingesackt.)
3.Information ist der erste Schritt beim Projektmanagement.
Deshalb empfehle ich PLiB-Eintext. Der neue Job der Printmedien heißt Mediation. Das habe ich Thomas Kloß vor geraumer Zeit vorgetragen. Er hat nicht geantwortet – schlechter LeserService.
System versus Leben. Kloß hat nicht mehr mein Vertrauen; und genau das prägt unsere Region: Vertrauensverlust, Dem(ent)okratie und Dem(ent)ographie.
Unsere Region ist geprägt von einer gewissen Moratität (im Sinne von Jonathan Haidt), die ich Madenwerk von Systemfuzzies nenne. Dieses System und auch Eurer Ulrich Reitz (WAZ) hat kein historisch neues publizistisches Konzept für das Verbreitungsgebiet seiner Auflage.
So – ich habe jetzt hier bei Euch Journis den Mund aufgemacht. Steinewerfen kenne ich aus dem Lokalen. Der ehemals stellvertretende Chef der Lokalredaktion von Der Duisburger Westen Herr Martin Ziecke (NRZ, SPD) war Anlass für das Konzept abo-sharing. Sein Chef war Christoph Grirschik.
Auch diesem Blog empfehle ich das Konzept PLiB-Eintext. Pulblizistische Mediation ist Zukunft. So helft doch dem Looser Ulrich Reitz bei seiner Armenauflage der WAZ!
PLiB-Eintext ist lösungsorientiert. Danke, es gibt viel Arbeit für die Zukunft von Homberg, Duisburg, Ruhrgebiet in Weicheihaft.
Sorry, die Unterschrift fehlt.
Tenrix – eben drum
@ Tenrix:
“Ich habe als Non-Journi an zwei Prinzipien orientiert:
1…
2…
3…”
“Neben den Ossi ist keiner dichter an der Zukunft als das Revier. Hier entsteht die historische Innovation…und genau das prägt unsere Region: … Dem(ent)okratie und Dem(ent)ographie.”
Die Demenz als unsere Zukunft? Die Moratität in Weicheihaft (aber im Sinne von Jonathan Haidt)? Womöglich gar die hundertjährige Migranten-Made mittelständischer Systemfuzzis als moralisches Korrektiv?
Ist das jetzt Loriot, der hier schreibt? Irgendwie kann ich mir vorstellen, warum Thomas Kloß nicht geantwortet hat.
Und am Montagmorgen, liebe Kollegen, wie soll’s Montagmorgen weitergehen. In die Redaktionen gehen, Weihnachtskonferenzen für Weihnachts- und Neujahrsthemen machen? Die letzten Ratssitzungen und Ausschüsse abfrühstücken, Meldungen schreiben, sich über Leseranrufe freuen, denen wieder mal die Zeitung nicht oder zu spät geliefert wurde?
Das WAZ-Image aufpolieren?
Oder was? Warten auf Schickler? Warten auf die Lokalgespräche mit dem grinsenden Experten Lafrenz, der nicht einmal unsere Bildredakteure auf der Agenda hatte und uns rausdrängen will? Ein-Zwei-raus-Spielen?
Zieht euch warm an, oder haut endlich mal verbal dazwischen!
An Hans Plagwitz (6.12., 15:08 Uhr):
“Am Ende werden sie dann stolz verkünden, dass nicht 275, sondern nur 268 Stellen weggefallen sind und dass es Ihnen gelungen sei, für eine Erhöhung der Abfindungen um 1,5 Prozent zu sorgen.”
Wer sagt denn, dass überhaupt Abfindungen vorgesehen sind?
@ Zeilenschinder
“Wenn es neue Gesellschaften gibt, werden wir uns vermutlich doch alle neu um unsere bisherigen Stellen bewerben müssen. Interessant wäre die Antwort auf die Frage, ob diese Bewerbungen für alle offen sein werden; muss sich ein 50-jähriger WAZ-Redakteur dann also zum Beispiel gegen einen 28-jährigen Braunschweiger Jungredakteur, einen 26-jährigen deutlich billigeren JSR-Volontär oder eine 32-jährige externe Doktorandin um eine Stelle in, sagen wir mal, Duisburg oder Dortmund bewerben?”
Das ist doch schon alles vorgeführt worden, als die WAZ Anfang 2007 im Kreis Recklinghausen sieben (7) Lokalredaktionen (Recklinghausen, Herten, Marl, Haltern, Waltrop, Datteln, Oer-Erkenschwick) dicht gemacht hat. Da durften sich die langjährigen Redakteure aus den zu schließenden Lokalredaktionen auf die Stellen am neuen News-Desk “Vest Recklinghausen” bewerben. Grob: So etwa 50 Redakteure auf etwa 25 Stellen. Sie waren allerdings nicht alleine mit ihren Hoffnungen. Die Stellen wurden betriebsweit ausgeschrieben, was von oben (und vom BR) als etwas “ganz Dolles” dargestellt wurde. Und – das ist die Vermutung nicht nur eines Einzelnen: Wer die Stellen bekam, war schon vor der Ausschreibung klar. Zumindest gab es für die Verlierer keine Auskunft, warum ausgerechnet sie kein Ticket nach Recklinghausen bekamen. Wenn du dich also auf eine Stelle in xy (was auch deine alte Redaktion sein könnte) bewirbst und sie nicht erhältst, wundere dich nicht, wenn man dir sagt: Ja, da haben sich 23 (oder elf oder 19 oder 30) Leute beworben, und auf Sie ist die Wahl leider nicht gefallen. Fazit: Das ist alles nicht nachprüfbar und von der Nase abhängig, wenn man sich auf ein Bewerbungsverfahren einlässt.
Der Sauer-/Siegerlandkurier reagiert übrigens in einem Schreiben an die Mitarbeiter auf die Misere der Tageszeitungen in NRW und will ab Frühjahr 2009 zweimal statt einmal pro Woche erscheinen (in Kooperation mit anderen Lokalblättern). Der Chefredakteur glaubt, dass Anzeigenblätter die Tageszeitungen als Leitmedien abgelöst haben. Der Sauer-/Siegerlandkurier ist mit der WAZ verbandelt.
Diese Debatten sind etwas ermüdend. Niemand stellt offenbar in Frage, was die Herren der Schickler GmbH als werkseigene “Standards” verkaufen.
Da lohnt der Blick auf die Fakten: Der “Kostentreiber” Redaktion lag 2007 bei 25 (!) Prozent der Gesamtkosten, in diesem Jahr liegt er bei 23 Prozent.
Teurer geworden sind dagegen all’ jene Posten, auf die die Redaktion NULL Einfluss hat: Strukturkosten, Zustellung, Direkte Vermarktung (+ 50%!).
Das heißt ja wohl: Die Verlagsleitung will 100 Prozent des “Einsparvolumens” (=30 Millionen Euro) herausholen aus dem Bereich, der ohnehin schon schrumpft.
Gute Idee. Oder?
@Sir Peter “Zieht euch warm an, oder haut endlich mal verbal dazwischen!”
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Warm anziehen ist bei Warmduschern nicht nötig. Die ganzen Maulhelden hier flüchten sich in dieses Hinterhof-Blog und die einzig wahre Plattform zur Demonstration ihres angeblichen Könnens – das eigene Blatt – ist am Montag voll der Leere über die Ereignisse, die angeblich so überraschend dramatisch über einen hereinbrechen.
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Statt nun*endlich* mal, nachdem die Ansage der GGF offiziell über den Tisch ging, Diejenigen mit ins aufklärende Boot zu holen, die einem den Arbeitsplatz mit Abos, Straßenkauf oder Anzeigen finanzieren, flüchtet man ins Verschweigen aus Angst, man könne ja mit offener Sprache bei Denjenigen anecken, die jetzt noch in Absprache mit dem Betriebsrat die Lokal-Redaktionen verheimlichen, die betroffen sein werden.
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Leute, ihr haut euch mit dieser Angsthasen-Haltung gleich doppelt in die Pfanne: Wer jetzt “brav” ist, hat trotzdem keine Garantie auf Weiterbeschäftigung und wer jetzt den einzig möglichen Verbündeten, den Kunden, durch Verschweigen belügt, der verspielt auch die letzte Karte, die er in diesem fiesen Spiel noch hätte spielen können!
Auch wenn ich gleich wieder als Obertroll gedisst werde, aber einen habe ich noch:
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@hardcore “Dann bleiben wir doch gleichmal im Bild einer der vier Titel angehörenden Lokalredaktion: Fotos machen, Texte schreiben, Termine deligieren, Beiträge redigieren, Archive pflegen, täglich Kommentare schreiben, PR-Aktionen planen, Diskussionrunden organisieren, Leser-Blatt-Bindung stärken, Abo-Kündigungen verhindern, freie Mitarbeiter ausbilden, online-Präsentationen nicht vergessen, mit schönen, bunten Fotostrecken.”
Da sehe ich das Berufsbild einer Geschäftsführungs-Sekretärin fast vollständig erfüllt; sie muss nur nebenbei noch Schnittchen bestellen, Kaffee machen, dem Chef den Schlips rücken, Leihwagen organisieren, nöhlende Mitarbeiter abwimmeln, Lecker-Essen-Termine wahrnehmen, die Gattin abholen und bespassen, Klamotten kaufen und evt. noch Geliebte termin-koordinieren.
Weswegen ein Redakteur eben doch mehr als eine solch begabte Sekretärin verdient? ->: Redakteure können den zweistündigen Mittagsbesuch auf dem Weihnachtsmarkt steuerlich absetzen.
@oje
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Yep – die seltsame Sparrelation ist mir – s.o. – aufgefallen.
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Da Du die Zahlen so gut zu kennen scheinst: Was genau fällt alles unter den mit 42 Prozent größten Batzen Vertrieb und wieso sind die Kosten für den Titel WAZ im vergangenen Jahr vergleichsweise “explodiert”?
Ist eigentlich der komische Troll “porschekiller” mal wieder hier aufgeschlagen? Über den kann man trotz der traurigen Lage wenigstens noch lachen.
Zahlen zur geplanten WAZ-Axt (Stellenabbau WAZ-Mediengruppe)…
Wie bereits mehrfach hier im Pottblog berichtet fand am vergangenen Freitag eine Betriebsversammlung in der Essener Lichtburg statt, bei der die genauen Pläne zur Restrukturierung der WAZ-Mediengruppe vorgestellt werden sollten. Kurz vorher wurd…
@ zeilenschinder
@ mitverlaub
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So einfach ist das nicht. Die sieben Redaktionen wurden geschlossen; damit sind auch die Arbeitsplätze weggefallen. Keine Redaktion – kein Job, und vor allem keine Planstelle, in die man sich wieder einklagen kann. Ob vor den Stellenausschreibungen “offen” war, wer ins Vest geht, daran habe auch ich meine Zweifel. Richtig war aber, dass auf der einen Seite Arbeitsplätze weggefallen sind und es auf der anderen Seite eine neue Struktur/Firma/Redaktion gab, für die man sich neu bewerben musste. Wahrscheinlich ist es Pöschke zu verdanken, dass den Kollegen aus den sieben Redaktionen nicht bedtriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen wurden und das Vest nicht als “Outsourcer” ohne Tarif an den Start gegangen ist. By the way … wo sind Klümper und Reitz, eine rhetorische Frage, ich weiß, wenn es heute darum geht, unsere Interessen zu wahren?
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Wenn jetzt, wie angedroht, ein Content-Desk kommt, werden die alten Mantelredaktion reduziert – folgen würden betriebsbedingte Kündigungen, weil es dort nur noch zwölf Stellen gibt. Auf weggefallene Arbeitsplätze kann man sich auch dort nicht einklagen.
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Dann gibt es mit dem Content-Desk eine neue Redaktion; und wie die Verträge dort gestaltet sein werden, Stichwort Serviceredaktion, da es sich um reine Inhalte-Zulieferer handelt wäre das denkbar, darauf darf man gespannt sein. Auf jeden Fall darf sich in einer offenen Ausschreibung JEDER bewerben; hat was mit dem Arbeitsrecht zu tun.
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Für die Lokalen gilt: Wer als Redaktion weiter und auf seiner angestammten Planstelle (wenn auch mit reduziertem Personal) arbeitet wie bisher, kann nicht so einfach gekündigt werden. Es seie denn, man entwickelt ein Outsourcing-Modell und findet/gründet Dienstleiter, die nicht mehr WAZ/ZVR/ZVN sind, und mit dem alten Personal die Titel beliefern. Tritt dieser Fall ein, bedeutet dies, wir gehen in eine neue Gesellschaft über, was wiederum die Besitzstandswahrung für ein Jahr zur Folge hat, wir würden aber nicht mehr an tariflichen Erhöhungen teilnehmen – allerdings dürfte man uns weder unter Qualifikation beschäftigen, noch die zur Zeit des Outsourcings geltenden Bedingungen kürzen. Nach dem Jahr könnte eine Änderungskündigung erfolgen, um diese Konditionen zu verändern; das ist arbeitsrechtlich allerdings nicht leicht durchzusetzen.
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Für die Kollegen, die bald nur noch “branden” gilt das nicht. Sie arbeiten in neuen Strukturen, es kann also sein, dass ihre Redaktionen formal geschlossen werden und das Branding dann von einer Outsourcing-Firma – der MSG? – übernommen wird. Kann man sich bestimmt auch hin bewerben (haha).
Warum stellt ihr hier maulenden Helden nicht einmal generell in Frage, was mit euch geschieht? Euer Grundvertrauen in die Mama WAZ ehrt euch. Aber im Vest habt ihr doch schon gesehen, dass die Zeitungsregion Rhein-Ruhr von ein paar Leuten zum Medienstandort neu geordnet wird. Warum lasst ihr euch denn dazu her, die Zahlen nachzurechnen, die sie euch da vorgeben? Wann fangt ihr endlich an, diesen Zahlen mal zu misstrauen, die euch die Hombachs, Nienhaus’ und Schicklers da servieren? Wann lasst ihr endlich mal davon ab, euch Gedanken zu machen, wie ihr euch künftig branded. Die Nabelschau hier nervt und ist wahrlich nicht arbeitsplatzerhaltend.
@ tagelöhner
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… stimmt, so konstruktiv differenziert wie Du habe ich das noch nie betrachtet.
@tacheles: So ganz richtig ist das mit dem Sauer-/Siegerlandkurier nicht. Die WAZ Mediengruppe – hier die Tochter aus Hagen – ist Dienstleister für die Kurierblätter. Wahrscheinlich aber nicht mehr lange. Herr Dr. Ippen (Westfälischer Anzeiger, Lüdenscheider Nachrichten, Merkur, tz, etc.) hat die Mehrheit an dem Verlag erworben. Mit Sicherheit wird er die Sportseiten in Kürze in Hamm machen lassen. Weitere Verbandelungen sind mir nicht bekannt.
[...] 1. “Überwiegend Enttäuschung: Kündigungen nicht vom Tisch” (medienmoral-nrw.de) Das “Blog zur Situation bei WAZ, NRZ, WR und WP” berichtet von einer Betriebsversammlung. Interessant dabei die Kommentare, in denen sich offenbar viele Mitarbeiter, ein Grossteil davon anonym, zur Lage äussern: “Die Betriebsversammlung war ENTTÄUSCHEND, bei jeder noch so lächerlich anberaumten Pressekonferenz sind mehr Neuigkeiten zu erfahren.” – “Nun also zeigen die Rendite-Jäger im WAZ-Konzern offen die häßliche Fratze des Kapitalismus.” – “Ich habe bislang geglaubt, als alleinerziehende Mutter mit zwei unterhaltspflichtigen Kindern und 23 Berufsjahren im WAZ-Konzern genug Sozialpunkte gesammelt zu haben, um mir keine Gedanken über einen Rauswurf machen zu müssen…” [...]
201 Stellen sollen im Lokalen eingespart, der Mantel dagegen soll aufgeblasen werden. Wahrscheinlich mit Leuten, die vom Lokalen wenig bis keine Ahnung haben.
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Die sitzen aber schon jetzt zuhauf in Essen. Wenn unerfahrene Volos direkt nach der Ausbildung in die Zentrale übernommen werden, dann ist das schön für sie und praktisch für Reitz und Co.: Dankbare, motivierte junge Leute, denen man noch ein X für ein U vormachen kann, sichern einem die Hausmacht.
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Und dann ist es auch gar nicht so schlimm, wenn K. wieder Wochenddienst hat – und kommentiert. “Und man möche sich gar nicht vorstellen, wie eine Ratsebatte verläuft, wenn Vertreter der Fraktionen plus Gruppen (in Duisburg sind es acht) sich alle zu Wort melden”, schreibt K. heute
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Eben “vorstellen” ist das Zauberwort. Der Mann hat nur wenig Ahnung davon, wie’s im Lokalen abgeht. Dabei ist sein Credo gegen viele Fraktionen doch vielleicht so nachzuvollziehen: Weniger Fraktionen und Gruppen bedeutet für ihn auch, dass Kollegen weniger Zeit brauchen für Politik-Berichterstattung. Dann brauchen die noch weniger Stellen, um eine bürgernahe themengetriebene Zeitung zu machen.
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Den interessanten Ansatz in seinem Kommentar, sich zu öffnen und Querdenker zu Wort kommen zu lassen, sollte K. einmal selbst beherzigen. Ein prima Weihnachtswunsch. Doch dafür ist es längst zu spät, dafür müsste Vertrauen da sein.
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Noch was zum Thema Qualitätszeitung a la Reitz: Der Montagsökonom – schieben wir die Finanzkrise und alles Schlechte doch einfach über den Atlantik und auf G.W.Busch – und der Specher der Schutzvereinigung Wertpapierbesitz schreiben netto eine Seite zu. Prima Lesestoff, gähnnn!
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Ein Reiz-Thema, kein Reitz-Thema, der BND soll einen Hilferuf eigener Agenten ignoriert haben, ist verschenkt, findet sich nur als kleine Meldung wieder. Zu dumm, dass man nur rtr und keine dpa mehr benutzt.
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Und beim Aufmacher RWE bleibt der geneigte Leser mit der Frage allein zurück: Warum sitzt ein abgehalfterter Clement immer noch im Aufsichtsrat? Und warum darf der Werbung für den anderen Sultan von der Ruhr machen, den Großmann?
Prima Qualitätszeitung, gell?
Nur zur Info:
http://www.wdr.de/themen/_config_/kurznach/index.jhtml?krubrik=regional&art=essen
@Blattkritik: Mit Verlaub, wer sich ein X für U hat vormachen lassen, war in den letzten Wochen leider überdeutlich zu sehen. Die Volos waren es nicht.
Wann streiken wir endlich, Kollegen?
@papiertiger: Dann streik doch, du Dummerchen. Einen besseren fristlosen Kündigungsgrund kannst Du Bodo gar nicht geben. Wir können erst dann streiken, wenn die Gespräche der Betriebsräte mit der GGF über einen Sozialplan ergebnislos verlaufen und die Gewerkschaften einen Sozialtarifvertrag erkämpfen. Wobei: Es kann dabei nur um die Sozialplan-Gespräche, nicht aber um die strukturellen Entscheidungen gehen. Die sind – leider – nicht mitbestimmungs-, sondern nur informations- und beratungspflichtig.
Capisce?
In wessen Wind du dein Mäntelchen hängst, war schon weiter oben nachzulesen.
Hallo ihr da im Westen;
tut mir leid jetzt muß ich hier doch auch einmal etwas schreiben.
Vor langer Zeit war ich auch einmal in Eurem schönen Konzern tätig- das ist jetzt fast 10 Jahre her. Damals ging ich zu meinem -Thüringer- Boss und erklärte ihm es müsse sich was ändern. Wichtige Anzeigenkunden hatten mir mit begeistert glänzenden Augen ein Ding namens Internet gezeigt und langjährige Leser hatten mir berichtet sie wüßten gar nicht mehr so recht warum sie das Blättchen noch lesen sollten.
Daraufhin erklärte mir mein Chef ich solle mich von Themen fernhalten die mich nichts angingen und Stellenanzeigen für fünfstellige Beträge kämen sowieso für für alle Zeit von selbst.
Ich hab dort sehr gern gearbeitet- nach einigen Monaten nachdenken erschien es mir damals als fahrlässig darauf zu setzen das das die fast 30 Jahre bis zur Rente noch gutgeht.
Heute hab ich einen besseren Job- bin selbst Chef, woanders.
Was aus einer Fabrik wird entscheidet in unserer Gesellschaft der Eigentümer. Löst Euch erst einmal von der Illusion Zeitungmachen seie etwas anderes als eine ganz gewöhnliche Marmeladenfabrik.
Jetzt stellt Euch die Marmeladenbranche vor: Die Zeiten sind hart- immer weniger können und wollen sich Marmelade leisten, böse Konkurrenz auf dem Markt verdirbt die Preise.
Der Marmeladenfabrikeigentümer ruft nach einem Konzept für diese schwere Zeit.
Der Chef Bodo H. schlägt im vor man müsse sich mit Sparen für diese schweren Zeiten rüsten. Wenn man weniger Erdbeeren auf mehr Gläser geschickt verteile, die Gläser etwas kleiner mache und den Kunden erkläre die Marmelade sei jetzt besser könne man 30 Millionen einsparen- man brauche dann ja viel weniger Erdbeerenpflücker.
Das gefällt den Erdbeerenpflückern nicht.
Sie schreiben viele Briefe an den Marmeladenfabrikbesitzer. Darin steht immer wieder wie schrecklich ungerecht das alles sei- sie müßten so furchtbar viel arbeiten, früher schmeckte die Marmelade viel besser und überhaupt sei nur Bodo H. allein schuld an der Weltmarmeladenkrise und wenn er nur weg wäre würde alles gut.
Tut mir leid, Jungs: Wäre ich Marmeladenfabrikbesitzer und müßte zwischen diesen beiden Konzeptideen wählen- ich würde Bodo H. nehmen trotz vehementer Zweifel das mehr Leute meine Marmelade kaufen wenn ich sie dünner mache.
Also: Jammert hier nich so rum, macht ein besseres Konzept welches ein Eigentümer versteht oder sucht Euch einen neuen Job.
Haste sehr schön beschrieben, Thüringer Würstchen: Chefs denken, Zeitungen machen ist wie Marmelade kochen.
@papiertiger. Wind hin oder her, das ändert nichts am sach- und fachlichen Unsinn deiner Beiträge.
Na, wenigstens gibst du es zu.
Wann erfährt eigentlich der gemeine Zeitungsleser, der sich eigentlich auf seine Morgenlektüre verlässt und nur in Notfällen auf Internet, Hörfunk- und Fernsehnachrichten, Videotext und was es vielleicht sonst noch gibt, was ihm blüht?
Als Dortmunder WR-Konsument beziehe ich mich nur auf dieses Blatt.
Da hält man sich jetzt einen Chefredakteur, den man von der Gewerkschaft abgeworben hat, der aber – nach eigener Aussage – deshalb kein anderer Mensch geworden ist. Man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege, aber bisher war ich immer davon ausgegangen, dass der Chefredakteur das letzte Wort hat, wenn es um die Inhalte des Blattes geht.
Ich sehe jetzt mehrere Möglichkeiten, warum der Leser nichts erfährt:
- Das Thema ist gar nicht so wichtig, weder für die Gewerkschaft noch für die Belegschaft und erst recht nicht für die Leserschaft.
- Das Thema hat den Leser nicht zu interessieren, er hat sein Abo zu bezahlen und damit basta.
- Die Chefetage, die ja eigentlich nur für die wirtschaftlichen Belange zuständig ist, verbietet eine redaktionelle Aufarbeitung – das nennt man wohl “Zensur” und ist eigentlich gesetzeswidrig.
Nun hat die WR ja trurige Tradition darin, den Leser zu bevormunden indem er ihm Informationen vorenthält. Und nicht für alles kann die Chefetage des Konzerns verantwortlich gemacht werden. Hier nur zwei Beispiele:
1) Vor gar nicht langer Zeit ist das kongeniale Hombach-Pendant Lensing-Wolff mit den Mitarbeitern seiner Zeitungen in Münster ähnlich umgesprungen, wie es jetzt der WAZ-Konzern plant. Über den Ablauf der Geschehnisse fand sich in der WR kein Wort, erst nach Protesten aus der Leserschaft ließ man sich dazu herab, eine Begründung für die Nicht-Berichterstattung zu liefern: Man wolle nicht durch Negativ-Berichterstattung gegenüber einem Mitbewerber profitieren (oder so ähnlich). Immerhin: Jetzt profitiert man davon, denn der Mitbewerber Ruhr Nachrichten berichtet auch nicht.
2) Ein paar Jahre zuvor stand der heimische Profi-Fußballverein Borussia vor der Pleite. Bis in den letzten Winkel Deutschlands wurde darüber in großen Lettern berichtet. Nur das WR-Verbreitungsgebiet war ein “Tal der Ahnungslosen” (um einmal jene Region der früheren DDR zu bemühen, in der westdeutscher Fernsehempfang seinerzeit nicht möglich war). Erst einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe durch den Verein, wie sehr der Baum brannte, ging die Westfälische Rundschau von ihrer Auffassung ab, dass anderswo nur dem BVB geschadet werden solle. Es blieb ihr auch nichts Anderes mehr übrig.
Zurück zur Ausgangsfrage: Muss ich erst nach Hintertupfingen oder in ein sonstiges bayerisches Kuhdorf im Verbreitungsgebiet der “Süddeutschen Zeitung” (die sei hier nur als eines von vielen Beispielen genannt) umziehen, um zu erfahren, dass die Dortmunder bald in den Genuss kommen werden, die NWRAPZ oder wie auch immer das neue “Mischblatt” heißen wird, lesen zu dürfen? Hier sei auch der “Thüringer” noch – korrigierend – erwähnt: Die Erdbeermarmelade ist nur einer von vier Brotaufstrichen, die zusammengemanscht werden sollen. Wie würde es ihm wohl schmecken, wenn o. g. Marmelade mit Streichkäse, Leberwurst und Heringsalat vermischt und serviert würde?
Aber was geht das alles die Leser an, vor allem die Arbeitslosen unter ihnen (was bei der hohen Quote in Dortmund wahrscheinlich ist). Ein ehemaliger WR-Chefredakteur hat sie mal als “Schmarotzer” und “Parasiten” bezeichnet – ja, genau der, für dessen Meinungsfreiheit sich die WR erst kürzlich so ins Zeug gelegt hat (Kommentar von D. Seher). Und denen muss man auch nicht verständlich machen, warum die WR-Lokalredaktion Dortmund bis vor 14 Tagen zwei Lokalchefs brauchte und jetzt gar keinen mehr (ich setze mal voraus, dass die hier gelesene Information richtig ist, dass die Stelle nicht wieder ausgeschrieben wird). Aber vielleicht kehrt der stellvertretende Chefredakteur ja bald wieder auf seinen Posten in der Lokalredaktion zurück. Schließlich benötigt die neue NWRAPZ ja keine vier Chefredakteure nebst Stellvertretern.
@papiertiger: Ich habe gar nichts zuzugeben. Erst recht nicht, dass ich auf der Seite der Kolleginnen und Kollegen und ihrer demokratisch legitimierten Vertreter stehe und nicht auf der Seite des anonymen Blog-Mobs, der Plagwitze, Lassmanns, Hammers, zeilenschinder, papiertiger und sonstiger ahnungsloser Wichtigtuer, die hier permanent unqualifizierten Dünnpfiff in die Welt setzen.
Stichwort Tarifverträge
Tarifvertragliche Regelungen kommen dann zum Zug, wenn eine Regelung zwischen der Geschäftsleitung und den Betriebsräten nicht möglich ist.
Sollte es bei den nun angekündigten Maßnahmen für die Zeitungstitel zu keiner Einigung mit den Betriebsräten kommen, so besteht die Möglichkeit dass die Gewerkschaften die WAZ-Mediengruppe auffordert für alle Betroffenen einen Sozialtarifvertrag abzuschließen. Da sich hierbei um einen neuen Tarifvertrag gehandelt, besteht dann auch keine Friedenspflicht.
Daneben gibt es auch noch die Möglichkeit unabhängig von den Regelungen mit den Betriebsräten zusätzlich einen Qualifizierungstarifvertrages zu verhandeln.
Das Thema „crossmedia“ ist ja bereits angesprochen worden.
Hier reicht es aber auf gar keinen Fall aus, dass Kolleginnen und Kollegen aus Print-Redaktionen mal eben zwei Wochen durch andere Beschäftigte „angelernt“ werden oder den Wochenend-Crashkurs „Wie bediene ich eine Digitalkamera und nehme gleichzeitig die O-Ton für den Lokalsender auf“ besuchen.
Es reicht nicht, wenn die Kolleginnen und Kollegen „lernen“ das System der WAZ-Gruppe zu bedienen, sondern ihnen durch die Qualifizierung auch die Möglichkeit eröffnet wird auf Dauer ihren Lebensunterhalt sichern zu können.
Für die vorgestellten Möglichkeiten stehen die Gewerkschaften natürlich zu Verfügung, neben der schon stattfindenden Unterstützung der Betriebsräte. Tarifverträge gelten formal juristisch nur für Gewerkschaftsmitglieder, denn nur für unsere Mitglieder können wir verhandeln und gemeinsam mit ihnen agieren. Allerdings: die Arbeitgeberseite muss bereit sein Verhandlungen zu führen.
Wie es ohne tarifvertragliche Regelungen aussieht zeigt die aktuelle Entwicklung bei den Zeitungszustellern, die pünktlich zu Weihnachten die Mitteilungen erhalten haben, dass ihr „Weihnachtsgeld“ von max. 180 auf max. 60 Euro gekürzt wurde.
Da es keinen Tarifvertrag gibt handelt es sich um eine „freiwillige“ Leistung des Arbeitgebers.
Und gerade bei dieser Gruppe, die so nah am Leser ist, wie kaum eine andere, wird er Rotstift angesetzt.
Auch in anderen Betrieben der WAZ-Mediengruppe existieren nicht immer Tarifverträge. Zum Beispiel bei der WAZ KG mit ca. 800 Beschäftigten und der MSG mit knapp über 500 Beschäftigten.
Unabhängig von den tariflichen Fragen unterstützen wir natürlich die Betriebsräte und unsere Mitglieder in der Auseinandersetzung um den Erhalt der Arbeitsplätze und der publizistischen Vielfalt.
Ach Kläuschen, Hauptsache das eigene Schäfchen sitzt im Ttrockenen, gell.
@WML
Eine offizielle Nachricht kann man auf ftd.de lesen.
Ansonsten kann ich als Außenstehender nur staunen wie wenig Kumpelhaft die Angestellten des WAZ-Verlages zu sein scheinen.
Da wird weder über den Externen Berater geschrieben, noch über die Veränderungen des Arbeitsplatzes, und die Salamitaktik des kleine Gruppen rausschmeissens scheint den Redakteuren in ihrer bisherigen Laufbahn noch nie in einer Pressemitteilung zu Entlassungen bei anderen Firmen aufgeschrieben worden zu sein.
Solidarität und gemeinsames Handeln gegen ein Missmanagement kennt man nur aus den Tickermeldungen -ähm wann war das noch mal mit der Ukraine, oder war das jetzt in Thailand?
Und dann verlässt man sich bei den Verhandlungen mit der Geschäftsführung mutmasslich auch noch auf Menschen die mit fliehenden Fahnen gerade erst die Seite gewechselt haben. Ich bin kein Orakel, aber verlass dich auf andere, dann bist du mit Sicherheit verlassen.
Was die Qualität des Blattes angeht: Ich habe mir die Samstagsausgabe der nrz gekauft (meine Form der Solidarität) und muss sagen: gääääähhhhnnnn und schnarch! Vor allem die “Serviceseiten” scheinen mir so als ob da nur noch bei C&P (copy and paste) geklaut wird – und weil noch Fläche frei war, werden dann nichtssagende Fotos groß aufgezogen: Das ist bestenfalls Quantität, lieblos zusammengeschustert.
Beispiele:
ReiseJournal:
“Bergab auf fetten Brettern”. Ach in Kanada gibt es noch “unberührten Tiefschnee” erfahre ich da, muss wohl daran liegen das es “Gästeschwund bei teuren Touren” gibt, wie der Artikel daneben schreibt. Dann kommt ein wenig verdeckte PR für TUI, denen anscheinend kein Name für eins ihrer Schiffe einfällt, und für die DB die einen besseren Handy-Empfang in ihren ICEs plant. Schön das die TUI Anzeige gleich unten plaziert ist, denn sonst hätte ich gar nicht gemerkt das TUI darin für “Mein Schiff” wirbt – komisch die Vermarkten anscheinend schon etwas von dem sie nicht wissen wie es heissen soll…
Auto:
Essen Motor Show (für mich vollkommen uninteressant daher nicht gelesen, aber ich vermute mal das es um tiefergelegte Fahrgestelle geht die von höhergelegten Frauen präsentiert werden).
Ein Wolfgang Ibel ist einen Fiat 500 kurz gefahren, sein Fazit: “Zum Gernhaben für Liebhaber” Häääää???
Dann noch ein Artikel über einen “toten Winkel” der beim Madza 3 stirbt. Das wird dann so erklärt: “Er hat nun Bi-Xenon-Kurvenlicht sowie erstmals eine Elektronik, die beim Spurwechsel den toten Winkel und den rückwärtigen Verkehr im Blick hat.” Toll, habe ich nicht verstanden was das sein soll, aber das geht Philipp Jann, der dies abgetippt hat, wahrscheinlich genauso – hätte er wohl mal bei Madza fragen sollen, anstatt die overknees des Stufenschnittchens in den Vordergrund des Bildes zu bringen. Die Kurzmeldungen erspare ich mir. Viele Buchstaben um den Grauwert der Zeitungsseite zu erhalten, wenig bis gar kein Inhalt.
Ok die wenigen lokalen Seiten waren interessant, aber ich frage mich wieso ich soviel unnütze Verpackung für 4 interessante Seiten bekomme. Weltnachrichten waren gestern, heute will ich was über die Hintergründe lesen, in die Tiefe gehen und auch mal die Argumente der Gegenseite erfahren.
Ich bin zwar kein Redakteur und damit (noch) nicht betroffen von den Sparmaßnahmen unserer Geschäftsführung, doch hoffe ich auf spürbare Protest- und Streikaktionen, die den Managern der WAZ-Mediengruppe, den geldgierigen Gesellschafterfamilien und unseren Lesern klarmachen, wer die Renditen der Gesellschafer erwirtschaftet: Wir Mitarbeiter!!! In den Redaktionen genauso wie in der Verwaltung. Auch die vielen tausend Zeitungszusteller tun ihr Bestes, um den Abonnenten die Zeitung bei Wind und Wetter in den frühen Morgenstunden zuzustellen.
Heute werden die Redakteursstellen gestrichen, morgen die der kaufmännischen Angestellter, der Drucker, Versandmitarbeiter und Zusteller!!!
Die radikale Streichorgie, die sich unsere Geschäftsführung von der Unternehmensberatung Schickler aufs Auge hat drücken lassen, wird nur dazu führen, dass die Zeitungstitel der WAZ-Mediengruppe zwischen Niederrhein und Sauerland belanglos und austauschbar werden und noch stärker und schneller an Auflage verlieren als das bereits der Fall ist. Schon jetzt sind die auf 32 Seiten zusammengestrichenen Ausgaben zu Käseblättern verkommen, sind die Lokalteile, die eigentlich das Herzstück einer regionalen Abozeitung sein sollten, zu blut- und inhaltsleeren Seiten geworden, die man als Leser im Nu überfliegen kann. Künftig sollen zwei Drittel der bisherigen Belegschaft – angeblich! – für eine Steigerung der journalistischen Qualität sorgen, bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten für eine Mantelseite von derzeit 1.500 auf maximal 700 Euro. Und im Lokalteil soll es noch billiger gehen. Dass ich nicht lache!
Die Ernennung von Malte Hinz zum WR-Chefredakteur ist ein gewievter Zug der Geschäftsführung, um die Belegschaft im Kampf um ihre Arbeitsplätze und einen Sozialplan zu schwächen und auseinanderzudividieren.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, lasst euch nicht entmutigen!!! Kämpft lautstark für den Erhalt eurer Arbeitsplätze, der Meinungsvielfalt und ein Minimum an journalistischer Qualität. Die übrige Belegschaft der WAZ-Mediengruppe und unsere (Noch-)Leser werden es euch danken.
Ob Marmeladenfabrik, Kohlenzeche oder WAZ-Konzern.
Als (Noch)-Leser und Nicht-Abonnent gibt es gewisse Indikatoren für das Verbreitungsgebiet der NRZ. Die selbst und deren Projektionen sind offensichtlich etlichen Kommentatoren nicht bekannt, so mein Eindruck.
Ich verstehe die Besorgnis bei Arbeitsplatzverlust, die hier zum Ausdruck kommt.
Und ich erkenne die traditionellen weicheihaftigen Postionen, die die „veröffentliche Meinung“ der NRZ widerspiegeln. Nur damit lässt sich die bekannte Entwicklung des Ruhrgebiets und seiner Institutionen mühelos nach den bisher bekannten Trends extrapolieren.
So verfestigt sich die Annahme, dass sich die gemeinsamen Teilabschnitte des Wahrnehmungshorizontes – mit freundlicher Unterstützung des WAZ-Konzerns – ausdehnen werden.
Es sind die YADOMs – einstige WAZ-Abonnenten, deren innerdeutsche Migration das redaktionelle Konzept der WAZ verfestigen wird. Im Trend des Reviergeists von Zeitungsmachern wird sich die Fähigkeit von „Machen oder Können“, dem Handwerklichen und der Kunst, weiter polarisieren.
Für 2009 erwarte ich zunehmend die Publikation der öffentlichen Meinung. Wer jetzt seinen Job bei der WAZ verliert, kann mittelfristig froh sein, schon heute einen Impuls für seine Zukunft zu erhalten.
Dieser Revier-Wahnsinn, der WAZ-Journi wird ver-rückt. Die Armenauflage der WAZ.
Die veröffentlichte Meinung des WAZ-Konzerns hat das Ruhrgebiet geschändet und unterstützt Partei-Dem(ent)okratie und Partei-Dem(ent)ographie, also das Madenwerk der Systemfuzzies.
Und wer Zweifel bei dieser Sichtweise hat, kann sich die Migrationsstudien unserer Revier-Unis genauer anschauen.
Ich behaupte: WAZ-Publikationen haben zur Prollofizierung des Verbreitungsgebiets geführt. Tenrix – eben drum
Die publizistische Weiterentwicklung kann PLiB-Eintext sein. Journis! Zeigt mir Innovation.
Und wenn hier noch ein rechtfertigender Mietfinger der NRZ Steine schmeißt, fang ich auf meine alten Tage doch noch auf den Fersen der Zeitungsausträgerin an, das Konzept Abo-Sharing (Reitz kennt es) ganz praktisch zu verbreiten.
@Tenrix: Hä? Kannst du den Stuss, den du da verzapft hast, wieder in die Tüte schütten, komplett durchmischen und noch einmal auskippen? Wenn’s geht, irgendwo anders?
@der User.de
der Link zu der von dir genannten Quelle lautet:
http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Stellenstreichungen-WAZ-unruhiger-Riese/448633.html?p=1
[...] medienmoral Den Informationsbedürftigen gerade unter den NRZ-Mietfingern empfehle ich das Berlin Institut – 200 Seiten für € 10. Die Rheinische Post liest das. [...]
So langsam nerven diese Trantüten, die hier nur Reklame für ihre durchgeknallten Blogs machen wollen. Früher hatten wir ind er Lokalredekation eine eigene Akte für solche Leute. Die S-Files. Für Spinner. Heute betreiben die ihr eigenes Blog.
@papiertiger: Meine Schäfchen sind leider beim Ausbruch der Blauzungenkrankheit verendet. Sprich: Ich bin kein Betriebsrat (mehr), insofern habe ich auch nichts im Trockenen.
Aber ich gehöre trotzdem nicht zu den Leuten, die den Kolleginnen und Kollegen, die sich im März 2006 übrigens unter völlig anderen Vorzeichen zur Wahl gestellt haben, unlautere Motive unterstellen. Im Gegenteil: Ich hoffe, dass sie mit neidgelben Papiertigern genau das Richtige machen: Zusammenfalten und final im Papierkorb entsorgen.
Dieses sich gegenseitig Beharken mit “Verbal-Erotik” bringt nichts. Hört auf damit! Schaut euch lieber die Realität an. Die letzten Ausgaben der WAZ sind in den Lokalteilen dünner geworden. Die Reduzierung der Seitenzahlen trifft jetzt das Herz der Ausgaben. Die Minimierung der Seiten ist drastische Qualitätsminderung, ist weniger Information für den Leser. Es ist auch Betrug am Leser, der für sein Geld mehr verlangen darf. Früher auch mehr bekommen hat.
Es kommt aber noch schlimmer. Wenn die Lokalseiten zurückgefahren sind, wird das Redaktionspersonal in einer weiteren Entlassungswelle reduziert. Es gibt dann ja zu
viele Redakteure.
Und das geht munter so weiter. Wenn der Content-Desk kommt, wird es auch die Reduzierung der Vielfältigkeit bedeuten, denn das aus Essen kommende Nachrichtenmaterial ist inhaltlich gefiltert, ausgerichtet, um nicht zu sagen “zensiert”. Oder wie es so schön in der Betriebsversammlung hieß “inhaltliche Kosmetik”.
Und noch etwas. Die vornehme Zurückhaltung der Betriebsräte in der Betriebsversammlung ( erst mit der Geschäftsleitung verhandeln, dann reden ) wird sich bitter rächen. Das Schweigen der Belegschaften – nur sporadisch einige nicht gerade kämpferische Fragen – ebenfalls. Es war ein Trauerspiel wie die Versammlung es zuließ, dass die 55 “Fotografen” ( Bildredakteure ) durch die Fa. Schickler als Kostenfaktor abstempelt und somit “beleidigt” wurden. Schließlich verschwanden sie sogar im “Konzept-Versteck”, da Schickler – so ihre Angabe – bei bisher 70 untersuchten Zeitungen noch nie auf Bildredakteure gestoßen war. Dann kann es sie ja nicht geben. Ungeheuerlich!!!
Das Konzept der Geschäftsleitung wird durchgezogen, vielleicht mit etwas “Kosmetik”, damit man den Betriebsräten “hartes Verhandeln” bescheinigen kann. Es war auch bezeichnend wie die Rednerliste in der Versammlung vorher zwischen Geschäftsleitung und Betriebsräten “abgekaspert” wurde. Gewerkschaftsvertreter, die den Widerstand – vor allem im Detail – besser und vor allem härter hätten artikulieren können, hatten “Redeverbot”. Lediglich der DJV-Bundesvorsitzende durfte zum Abschluß ein gewerkschaftliches “Grußwort” sprechen. Das saß allerdings, und Bodo Hombach ging unter die Decke. So hätte der Schlagabtausch zwischen Belegschaft und Geschäftsleitung vorher laufen müssen, damit die GF die Stärke, den Willen der Redakteure erkennt, dass man mit sich nicht so umgehen läßt. Dafür ließen sich über 800 Journalisten von Bodo Hombach vollabern.
Liebe Kollegen, das Spiel ist aus, und ihr habt es nicht einmal bemerkt, wolltet es vermutlich nicht merken. Die Dimension dieses Kahlschlages wird immer noch nicht richtig eingeschätzt. Prognose nach der bisherigen Schleifung des “Westfälischen Rundschau”: Noch zwei Jahre. Dann ist die WR abgewickelt. Da nutzt auch keine personelle Kosmetik.
Ich verabschiede mich aus dem Blog. Es lohnt sich nicht mehr. Diese Weicheipolitik seit Wochen ist für Redakteure und Redakteurinnen unwürdig!
Und diesen Redakteure sagt man nach, dass sie die “vierte Gewalt” im Staat sind, die Demokratie stabilisieren. Sie können sich ja nicht einmal selber aufrecht halten. Was hat die WAZ-Geschäftsleitung bloß aus ihnen gemacht!!!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
hier eine elektronische Presseschau zum Thema, ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit, ich hoffe, die Links funktionieren.
Gute Nacht, Frank Biermann
http://www.welt.de/wams_print/article2839408/Faustischer-Pakt-WAZ-befoerdert-Gewerkschaftschef.html
http://www.sueddeutsche.de/kultur/745/450467/text/
http://www.wuv.de/news/medien/meldungen/2008/12/115740/index.php
http://www.horizont.net/aktuell/leute/pages/protected/WAZ-Gruppe-Gewerkschaftsfunktionaer-folgt-auf-WR-Chefredakteurin-Kathrin-Lenzer_80824.html
http://turi-2.blog.de/?paged=2
http://www.wdr.de/themen/wirtschaft/wirtschaftsbranche/waz/081205.jhtml
http://www.jungewelt.de/2008/12-08/043.php
http://blog.miescha.de/
http://www.ftd.de/technik/medien_internet/:Stellenstreichungen-WAZ-unruhiger-Riese/448633.html?p=2
http://www.pi-news.net/2008/12/waz-gruppe-wird-einheitsblatt/
http://www.paz-online.de/newsroom/medien/zentral/medien/art663,750197
Nun mal zu Schinder, äh Schickler:
Die bringen es noch nicht mal fertig eine Zeitschriftenseite vernünftig einzuscannen:
http://www.schickler.de/deutsch/dieGruppe/Publikationen/2008/Dokumente/2008-11-20_Horizont_print_Zeitschriftentage_Defizite_in_Verlagen.pdf
Wie lau das Wissen der Berater ist zeigt sich sehr schön an einer Studie zu den Zustelldiensten der Verlage. Wäre ich echt nicht drauf gekommen das die Zeitungsverlage mit eigenen Zustellern richtig gut verdienen werden:
http://www.schickler.de/deutsch/dieGruppe/Studien/2005/Dokumente/ZusammenfassungSchicklerMarktstudieVerlagspost.pdf
Und wenn ich mir dann den Leistungskatalog anschaue:
http://www.schickler.de/deutsch/MedienUndVerlage/Zeitungsverlage.html
Dann frage ich mich welche Titel bringen die eigentlich auf den Markt – wenn die genau wissen wer, was und wie dann müssen Sie ja außerordentlich dumm sein sich nur mit den Beraterkosten abzugeben.
Sorry, aber wer solche externe Berater braucht, der sollte darüber nachdenken die eigene Führungsmannschaft auszutauschen, was in der Realität leider erst geschieht nachdem die Führungsmannschaft die letzten Reserven in wertlose Vorschläge investiert hat. Erst dann liest man die Verträge und stellt fest das jegliche Haftung und Erfolgsgarantie ausgeschlossen ist, und dass es sich bei dem vielen Papier, das einem als Gutachten verkauft wurde, um eine Kopie eines Word-Dokuments handelt, das bereits bei zig anderen Unternehmen, aus unterschiedlichen Bereichen, als Heilsbringer eingesetzt wurde.
Ich glaube ich werde auch Berater für Zeitungsverlage: 300,00 EUR für eine Seite Lokales??? Das schafft eine Schreibkraft doch in max. 1h die Seite mit Grußworten, Veranstaltungstipps, und tollen Scheck- und Schnack-Übergaben zu füllen. Und der restliche Platz wird mit Leserfotos gefüllt. Ist doch interessant zu sehen welche unscharfe Blume im Garten von Gerd R. wächst, das die unterbelichtete Göre von Inge S. der undefinierbare Fleck am Urlaubsstrand sein soll… Natürlich braucht man bei 3 Seiten Lokalem nur maximal 3h. Somit reicht als Schreibkraft eine 400 Eurokraft, die auf ihrem eigenen Computer von zu Hause aus arbeitet.
Alternativ könnte man im Lokalteil ja auch Screenshots der Internetseiten aus dem lokalen Bereich zitieren. Die 400 Eurokraft hat dann immerhin 50 min täglich Zeit die PIs der eigenen Internetpräsenz in die Höhe zu treiben.
Systematisch werden die Schreibkräfte durch die Arbeitsagentur ausgetauscht und per Maßnahmen bezahlt.
Da in der Folge von Massnahme 1 die Leserzahl drastisch reduziert wird kann auch eine immense Kosteneinsparung bei den Papier- und Druckkosten erfolgen. Die Zeitung wird nur noch in der Auflage der Belegexemplare gedruckt, welche nach einer kurzen Übergangszeit als PDF an die Kunden geliefert werden.
Nachdem auch Schritt 2 vollzogen ist, können die Einnahmen für Anzeigen in voller Höhe auf das Gesellschafterkonto überwiesen werden.
Kommentar zu Cartier Bresson:
Die WAZ lebt von guten und sehr guten Bildern. Und die kommen von ihren engagierten Fotografen….
DDR-Witz – bitte einmal lachen! Wieso nimmt die WR dann am vergangenen Freitag ein Winterfoto vom Kahlen Asten mit, dass von einer Agentur stammt?! Wenn die WAZ-Zeitungsgruppe doch so viele engagierte Fotografen vor Ort hat, hätte bestimmt am Freitagmorgen einer dieser unterbezahlten “Redakteure” wohl vor der Haustür selber mal ein Foto schießen können. Aber leider schaffen sie das nicht. Wann sieht man/frau denn im Hautpteil überhaupt noch ein Foto aus dem Verbreitungsgebiet, das von einem Fotoredakteur aus der Lokalredaktion stammt?
Und Geschichten aus dem Verbreitungsgebiet laufen nur dann, wenn sie zeitgleich über Agentur kommen oder einen Tag vorher in Bild/Express gestanden haben….
Die meisten Lokaljournalisten leben mit einer inneren Kündigung zum Arbeitgeber und haben sich schon lange in die Rente verabschiedet. Es kann der Qualität des Blattes nicht schaden, wenn hier mal Stühle verrückt werden – oder ein Blatt ganz vom Markt verschwindet, was sowieso keiner merkt (bei mir stehen in der WR- und WP-Lokalausgabe eh die gleichen Texte – teilweise sprechen sich die Redaktionen auch ab, z.B. nach 17 Uhr keine Termine mehr am folgenden Tag mitzunehmen).
@reitz.klima: Dass es bei der Neustrukturierung von WAZ Dortmund und Vest keine betriebsbedingten Kündigungen gegeben hat, verdanken wir der Intervention von Frau Brost. Sonst hätte es spätestens beim Vest welche gegeben; ich kenne jemanden, der das vor hatte. Deshalb war mit das Hoffnungsvollste, was ich hier gelesen habe, der Brief unserer vier Ruheständler an Frau Brost und ihre Antwort (via Hombach) darauf.
.
@Klaus Müller: In wessen Auftrag pampst du Plagwitz, mich und andere als “anonyme Blog-Mobs… und sonstige ahnungslose Wichtigtuer, die hier permanent unqualifizierten Dünnpfiff in die Welt setzen”, an? Genau so funktioniert nämlich ein agitierender Spaltpilz. Glaub’ mir, ich kenne so was…
nun
versetzt euch mal in die situation von Hombach, Reitz und Nienhaus. Was sollen die denn machen, wenn rote Zahlen geschrieben werden, und rund 30 Millionen Euro gespart werden müssen?
dann müssen die ganzen flaschen, die nicht schreiben können, rausgeschmissen werden.
Zu dem Spiel Dortmund-Bochum z.B fahren 4 redakteure, und schreiben mehr oder weniger dasselbe, alle von zeitungen der waz- Gruppe. Hier wird gespart, es reicht, wenn 2 Redakteure dahin fahren. der bessere text wird genommen und so wird die Qualität erhöht, und an Arbeitsplätzen gespart.
@ihrseiderbärmlich. Ich kann mir zwar keinen Reim machen ( vielleicht ein fehlgeleiteter Fußballfan? ), was der Beweggrund für diese Zeilen ist, aber diese Mehrfachbesetzung ist eine wahrheitswidrige Legende, die von der Geschäftsleitung immer wieder in die Welt gesetzt wird. Zweifachbesetzungen sind die absolute Ausnahme, nur bei Derbyspielen, wenn es aus journalistischen Qualitätsgründen unbedingt notwendig ist.
Tach zusammen. Macht ja fast Arbeit, die ganzen Kommentare zu lesen. Also, ich sach ma, ihr lasst Euch da nicht gerade ein bisken verschaukeln? Also wenn icke hätte in meine Bude da zuerst die Leutskes rausgeschmissen die wo die geringste Kostensteigerung gemacht haben anstatt da dazwischenzuhauen wose meine Kohle plötzlich wie verrückt ausm Fenster geworfen haben, dann, dann könnte ick mir getzz keine Zeitung mehr leisten. Und meene Leutskes auch nich mehr, weil die hätten dann heute alle gar kein Job mehr. Diese komischen Unternehmenssanierer von eure Bosse, die scheinen ja von gar nix nich ne Ahnung zu haben was in eure Bude da wirklich los iss. Klar hab ich de Laumalochers rausgeworfen, aber doch nich die Leutskes die sich seit Jahren den Puckel für mich krummschuften und dett machen watt de Kunden bezahlen sollen. Watt soll ick denn noch mit den Blatt, wenn nix mehr drin stehen tut was mich interessieren tut? Kann ich mir auch ne neue Glotze kaufen und die beschissenen Lokalnachrichten im dritten Programm gucken. Tut ma da sparen, wose die Pinunsen für Kacke verbraten! Wenn ick mir inne schlechten Zeiten ma fünftausend ausse Kasse nehmen tu issas ma mörderviel. Kann icke die Gehälter nich zahlen, dann tu ich auch ma als Cheffe GAR NIX inne eigene Tasche. Was verdienen denn eure Bosse so in Monat? Da kann icke mitte eigene Firma ganz bestimmt nur nachts von Träumen! Ma janz ehrlich. Hätten meine Leutskes nich so jute Ideen ausse Tasche geholt inne schweren Zeiten, wärn wa alle wech vom Fenster. Tut ma auffe Basis hörn, die ham den Draht zu de Kunden. Und tun auch gerne ma inne schweren Zeiten gerne nen paar Mark weniger verdienen, wennse dafür ihrn Job behalten. Zähne zusammenbeissenunddurch, dat tut manchma not. Ich sach imma, ich sitz mit meine Leutskes in das selbe Boot und tu mitabsaufen, wenn ich nen Loch reinborhn tu.
Machma nich, daß icke demnächst datt Blatt vom anderen blauen Lutskesrausschmeißer gucken muß!
so “on”
dann erklär mir mal bitte wie die 30 Millionen Euro gespart werden sollen??
ihr beschwert euch den ganzen tag über diese situation und habt selber keine lösung…
Es kommt aber noch schlimmer. Wenn die Lokalseiten zurückgefahren sind, wird das Redaktionspersonal in einer weiteren Entlassungswelle reduziert. Es gibt dann ja zu
viele Redakteure.Es kommt aber noch schlimmer. Wenn die Lokalseiten zurückgefahren sind, wird das Redaktionspersonal in einer weiteren Entlassungswelle reduziert. Es gibt dann ja zu
viele Redakteure.
@ out
Es droht “Reitz 2″
@ Klaus Müller
Ich weiß wie man fast 40.000 Seitenaufrufe im Monat zieht. Clicks interessieren mich nicht mehr. Was ich hier vortrage ist der Versuch, Impulse für die Rettung des Reviers zu senden und Eure Jobs. So ist hier manchein Kommentar nicht unbedingt publizisch mediativ.
Ich bin NRZ-Abo-Sharer im dritten Glied und für die Papierentsorgung zuständig. Ich glaub, das tu ich mir nicht mehr an. Für Klaus Müller eins vorher in die Presse.
@Tentrix
Unter wieviel Namen willst Du dein kruses Geschwätz hier noch verbreiten? Ist jetzt, glaube ich, der vierte Beitrag unter dem vierten Namen. Hoher Wiedererkennungswert.
Nenn dich doch einfach: Total bekloppt – und alle wissen damit umzugehen.
Das hasse ich so am Internet. Suchst Du eine Information, hast Du es nur mit Dummschwätzern zu tun. Noch viel mehr übrigens als bei einer durchschnittlichen Lokalredaktion.
Sind wir doch mal ehrlich. Die Pläne über Redaktionsschließungen liegen in der Schublade von Hombach, Niehaus und Reitz und nichts kann daran rütteln. Es geht nur darum, uns das Weihnachtsfest nicht zu versauen. An den grundsätzlichen Plänen kann auch der neue Chefredakteur nichts ändern wenngleich er der einzige ist, der das Tagesgeschäft kennt. Er kommt jedoch zu spät und kann die Schäden. die Schrotti durch den Versuch, den Leser zu bevormunden und Lenzer durch stetes Nichtstun verursacht haben nicht mehr ausbügeln – jedenfalls nicht, bevor die Pläne spätestens am 5. Januar auf den Tisch kommen. Machen wir uns doch selbst nichts vor. Alle Versuche, das Ding jetzt noch zu retten sind müßig. Da hätte man zu Schrotti!s Zeiten intervenieren müssen. Aber es gibt leider gestandene Journalisten, die sich von seien Rhetorik-Künsten haben blenden lassen. Das Schlimme ist – dass es das Lager heute immer noch gibt. Es liegt wohl in der Natur der Menschen, dass man aus Schaden nicht klug wird und nach einem Wirbelsturm die gleichen, lüttigen Holzhäuser wieder aufbaut. Hoffen wir mal, dass Malte die Pläne ein wenig abmildern kann. Am Entschluss, Standorte zu schließen, wird er sicher nichts ändern können. Und alle diejenigen, die ihn als Schrotthofer-Günstling bezeichnen und damit sicherlich nicht ganz falsch liegen sollten bedenken, dass Malte ein Mann des Tagesgeschäfts ist und Schrotti ein Mann der großen Worte war. Also geben wir ihm doch mal eine Chance – auch wenn es für viele von uns zu spät ist.
@Anonym. Was willst Du denn erwarten, wenn wirklich gute Fotosäue, die sich den A….llerwertesten für den Verlag aufgerissen haben ins sauerländische Exil geschickt werden und dort an die Kette gelegt werden weil sie zu kreativ waren. Gehört wsl. auch zum Andiwandfahr Konzept.
@ihrseiderbärmlich
Es stand schon zu lesen, dass im Tendenzbetrieb Zahlen “Glaubenssache” sind, man kann sie glauben oder nicht. Die ominösen 30 Millionen Euro Minus sind nie von der Geschäftsleitung erläutert worden oder wie sie zustande gekommen sind, errechnet wurden. Es wurde sogar grafisch dargestellt ( ist auch schon an anderer Stelle erwähnt ) in der Betriebsversammlung, dass die Redaktionskosten lediglich 25 Prozent an den Gesamtkosten ausmachen ( in 2009 sogar gesunken ), der undefinierbare größte Block aber mit über 40 Prozent “Struktur” betitelt ist. Welche Beträge sich hier verstecken, wurde nicht erklärt. Fest steht allerdings, dass die neue Position des neuen Geschäftsführers ( kommt noch ) für die vier Tageszeitungen diese “Struktur” noch weiter aufbläht.
Es wäre schön, wenn weniger polemisiert würde, dafür sich mehr Sachlichkeit im blog wiederfindet.
@out
Wer erinnert sich eigentlich noch, als das “Schleifen” der “Rundschau” begann, als sie zur WAZ kam. Bochum, Hattingen, Herne . . . Heute gibt es in Hattingen, WAZ-Domaine, noch nicht einmal mehr eine Geschäftsstelle. Hattingen ( Ennepe-Ruhr-Kreis mit Kreisstadt Schwelm) soll ja künftig bekanntlich mit Bochum “koordiniert” werden. Das ist doch “schick” oder? Die Lesernähe springt einem ja geradezu ins Auge.
@anonym
Dass die Fotografen nicht mehr zum Zuge kommen hat mehrere Gründe:
In den Zentralen (z.B. WAZ) gibt es an entscheidender Stelle keinen, der noch einen Blick dafür hat. Bis zum Wechsel auf Reitz und seiner Führungsmannschaft galt es, aus der Flut der lokalen Bilder, ein Bild des Tages auszusuchen.
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Die Fotografen waren aufgerufen, Motive und Themen zu melden. Es wurde teilweise sehr erfolgreich kommuniziert. Dann kam Newsdesk, kam der Stimmungswandel. Wo wurde denn noch motiviert, wo wurde noch kommuniziert? Listen, Tagesbefehle – von wegen Manufaktur und Qualität – Fließbandarbeit war angesagt. Und was sollten die Lokalen anbieten, wenn Fotoseiten aus Kuala Lumpur in die Ausgabe reingeschaufelt wurden.
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Ne’ wöchentliche Fotoseite aus dem Revier wäre angesagt gewesen – nicht nur x-beliebige (dpa)Fotostrecken im Internet, die von 500 Lesern geklickt werden.
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Doch wenn der Blickwinkel international und national liegt, was für eine Lokalzeitung wie die WAZ völlig verkehrt und Reitz zu verdanken ist, dann haben lokale Fotografen verloren. Dann werden sie ja noch nicht mal – wie peinlich für Schickler – zum Personal gezählt.
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Hallo Herr Reitz, aufwachen: Die WAZ ist nicht der tägliche Focus oder die tägliche Welt – sie ist die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Und die braucht nicht die größte Zentralredaktion Deutschlands, die baucht Manpower im Lokalen. Denken Sie mal drüber bei einem Rotwein mit Herrn Hombach und Herrn Nienhaus darüber nach.
Heute war Herr Holthoff-Pförtner in der WP zu sehen, dem man eine soziale, fürsorgliche Ader nachsagt. Er bediente Caritas-Mitarbeiter, weil die sich das ganze Jahr über ehrenamtlich um sozial Schwache kümmern. Ob er auch darüber nachgedacht hat, dass aufgrund der Geschäftspolitik demnächst heutige WAZ-Mitarbeiter zu den Bedürftigen zählen könnten?
@katzenklo: Ich glaube Du bist nicht informiert, Hattingen WIRD schon längst von Bochum (Leserladentechnisch auch Velbert) aus “koordiniert” und glaube mal ja nicht, dass das bei Kunden und Lesern gut ankommt und angekommen ist. Was tut man nicht alles, um den Laden bewußt kaputt zu machen?
@Dr. Faust: Diese Kooperation ist mir bekannt. Es geht hier um engere redaktionelle Zusammenarbeit.
Zur Ankündigung im WDR und zu den Parolen, die derzeit durch Olpe geistern, was die Schließung der WR-Lokalredaktion angeht, kann ich nur sagen, dass ich die Mitarbeiter der WP mit Ausnahme des Sports als durchweg engagierter erachte. Damit möchte ich die fachliche Kompetenz der WR-Redakteure nicht schmälern, doch haben die wohl mehr damit zu tun, mit einer verkrusteten Redaktionshierarche zu kämpfen, als ihre eigenen Ideen und Vorstellungen umzusetzen. Irgendwann resigniert auch ein flotter Schreiberling, wenn ein längst aufs Altenteil gehörender Chefredakteur es stets erfolgreich schafft, seine eigenen Schwächen durch “diktatorische” Mitarbeiterführung zu überspielen und somit den versierten Kollegen jeden Spielraum für flotten, kreativen und investigativen Journalismus nimmt. Bei den noch Mitbewerbern gibt es zwar auch solche Unikate, jedoch mischen sich die wenigstens unter’s Volk und lassen den Kollegen journalistischen Spielraum. Tipp: Gebt den Jungen eine Chance und macht Euch ein schönes Leben.
Am kommenden Montag sind die “Leitenden” der WAZ, die ja arbeitsrechtlich keine Leitenden sind, weil sie weder einstellen noch feuern können, sind also die Lokalchefs nach Essen einbestellt. Dort sollen sie von Schicklers Lafrenz erfahren, was Sache ist.
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Vielleicht wird ihnen aber genau so Sand in die Augen gestreut wie uns bei der jüngsten Betriebsversammlung – es wird nicht die letzte BV sein.
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Egal: Auch am Dienstag wird nicht publik werden, welche Schritte die GGF mit den Lokalredaktionen zeitlich vor hat und mit welchem Personalschlüssel die neue WAZ starten soll – wohin eigentlich, mit U.R. bis zum Abo-Sieg oder doch in den Untergang?
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Was deutlich wird, ist die Salamitaktik: Ruhe bis Weihnachten – und dann ganz zügig – heimlich, still und leise – kleinkloppen, was über Jahrzehnte gewachsen ist, dann jedoch mangels solidem Mangement in die Grütze gefahen wurde. Wer, Herr Hombach, saß seit 2002 bzw. 2005 denn am Steuer des Karrens, den die verbleibenden Redakteure jetzt aus dem Dreck ziehen müssen? Sie – und ein Reitz!
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Insofern sollten die Gesellschafter mal ganz genau drauf achten, was in ihrem Namen bzw. auf ihre Rechnung passiert und fragen, wer denn im Jahre 2008 die 15 Millionen Euro Mehrkosten gegenüber 2007 für Direktverkaufs-Maßnahmen angeordnet hat. Die Lokalredakteure? Die Leser?
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Wer hat denn ein GF-Board mit zehn hochbezahlten Managern eingerichtet, weil ihm die bisherige funktionierende Struktur zu altbacken erschien. Die Lokalredakteure? Nein, s.o.!
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Wer hat denn Geschäftsstellen geschlossen und Lesern vor den Kopf gestoßen? Die Lokalredakteure? Nein, s.o.!
Wer im Lokalen holzt wie Sie, riskiert den Untergang!
An “Ölper”: Krass, wie Sie hier Kollegen in die Pfanne hauen und gegeneinander ausspielen. Schämen Sie sich! Selbst wenn nicht alles unwahr sein sollte, so ist es doch unanständig.
so ist es doch unanständig.
Stimmt. In DIESEM Kontext ist das unanständig. Hier geht es um was anderes.
GRUNDSÄTZLICH wächst aber beim Studium dieses Blogs meine Überzeugung, dass wir über unser Selbstverständnis dringend mal nachdenken müssen. Das Redaktionsbeamtentum scheint mir weit verbreitet zu sein.
Dass das hier erstens deutlich und zweitens dann mit anderen Dingen (nämlich mit dem völlig berechtigten Kampf der WAZ-Kollegen um ihre Arbeitsplätze) verquickt wird, ist nicht richtig.
Wobei ich mir allerdings einen Hinweis dann doch erlaube: Journalisten können nicht so blöd sein, dass sie jetzt erst merken, was da alles schiefgelaufen ist.
@Der Untergang: Das stimmt leisder nicht. Der ZVR-Betriebsrat hat vor Jahren leider einen arbeitsrechtlichen Musterprozeß in letzter Instanz verloren, in dem es um die vom Verlag “ernannten” Leitenden Angestellten ging. Zu den bis zum damaligen Zeitpunkt im Betriebsverfassungsgesetz festgelegten Kriterien “Finanz- und Personalhoheit” der Leitenden ( das haben die Lokalchefs oder Ressortleiter der WAZ-Mediengruppe natürlich nicht ) fügten die Arbeitsrichter die sehr hohe Verantwortung des Zeitungsmachen hinzu. Mit hohen Regressansprüchen bei eventuellen Fehlern, Wiedergutmachung oder anderem Schaden für den Verlag wurde die Entscheidung untermauert. Kein anderer Zeitungsverlag ist dem Bespiel der WAZ damals gefolgt, obwohl von ihr behauptet wurde, das dies ein Musterprozeß sei.
Diese “Leitenden”, das muß man jetzt bei allen Diskussionen berücksichtigen, werden nicht vom Betriebsrat vertreten ( bei der WAZ haben sie eine eigene Vertretung ) können nach dem Betriebsverfassungsgesetz von heute auf morgen “gefeuert” werden. Sie müssen, das muß man klar erkennen, das konsequent tun, was der Verlag/Chefredaktion von ihnen verlangt.
Dies zur Korrektur.
Die WAZ-Geschäftsführung hat heute das Konzept der Schickler-Beratung ins Netz gestellt, zusammen mit einem Text
http://www.derwesten.de/blogs/mediengruppe/stories/4370/
Schöne Scheiße, dieses verscheißernde Konzept!
Leser kommen überhaupt nicht vor, Anzeigenkunden nur am Rande.
Und zu Lesen bekommt man über die WAZ-Axt auch nix.
Eine Schande!
Es gibt übrigens sogar das Urteil zu den Leitenden auf einer Betriebsratsseite; sollten die BR-Leute eigentlich kennen:
http://www.betriebsraete.de/bag-1994/7-abr-32-93.html
[...] es jedoch gelingt, die nicht immer konstruktiven Diskussionen aus dem gewerkschaftlich dominierten Protestblog zumindest teilweise auf die hauseigene Spielwiese zurückzuholen, wage ich zu [...]
Nun müsste doch zuerst einmal eine gute inhaltliche Auseinandersetzung mit der Schickler-Präsentation erfolgen.
Das Ganze ist ja mehr als eine mediale Aufbereitung von Zahlen(hoffentlich).
Also stellt sich für mich die Frage: Welche betriebswirtschaftlichen Daten/Zahlen stecken hinter der Darstellung durch die Hamburger Medienberater.
Ohne diese Kenntnis der Daten/Zahlen würde eine Auseinandersetzung auf Grundlage einer widerspruchsfreien PPP – oder was immer das war – erfolgen. Und das reichte nicht.
Über Powerpointpräsentationen allein kann man nicht diskutieren ;->
wenn man sich das ganze einmal zur Gemüte führt, dann fällt doch auf, dass die WAZ unter Herrn Reitz im Vergleich zu den anderen Titeln am meisten Geld verschlingt. Welche Konsequenzen sollten sich daraus ergeben?
Ersichtlich sind im Manteolbereich 7,8 Millionen Redaktionskosten gegenüber 5 Millionen bei NRZ und WR und 3,6 Millionen bei der WP. Beim “Schickler-Benchmark-Korridor” schießt die WAZ weit über die Grenze hinaus.Auch im Lokalen ist die WAZ auf der Kostenseite “einsame Spitze”. Im Vest wurde ein Verlust von 4,3 Millionen eingefahren, gab es da nicht anderslauternde Ziele?
Daher frage ich mich, wieso die 3 Titel NRZ, WR und WP so gebürstet werden und warum die WAZ an sich bei Schickler so gut wegkommt. Wie oben schon erwähnt, sollte Herr Reitz diese Zahlen doch mal erklären und sich nicht damit zu brüsten, das Konzept zur finalen Rettung zu haben. Mahlzeit!
Na endlich mal Zahlen und Fakten.
Meine erste Durchsicht:
1. Die WAZ-Zeitung wird fotografenfrei, vielleicht eine Autorenzeitung, oder sorgen demnächst die Anzeigen für Farbe im Blatt?
2. Lokalredaktionen und Produktion werden vielfach getrennt. Da kann man natürlich auch gleich die Räume der bisherigen Redaktionen abmieten, denn für den wenigen Text. der zu übertragen ist, reicht eine einfache UMTS Verbindung. Und Morgens kommt eine SMS mit Zeilenanforderung. In Verbindung mit 1. könnte das auch bedeuten das lokale Redakteure ihr eh vorhandenes Fotohandy einsetzen müssen.
3. Der gewandelte Betriebsratvorsitzende bekommt 1 Mio extra dazu…
4. Die Personalkosten von der Wersten.de werden den Mantelredaktionen auferlegt.
5. Vest, Düsseldorf, Kleve, Emmerich, Lünen, Schwerte, Märkischer Kreis, Soest, Werl, Warstein und Siegen sind so gut wie weg vom Fenster.
6. Jede Planstelle die Rationalisiert wird, ähm jeder der Gegangen wird, bringt 80.000 EUR Ersparnis. Ich kenne die Redakteursgehälter nicht würde aber annehmen, dass um dieses Ziel zu erreichen, die Gehaltshöchsten Stellen zuerst abgebaut werden müssen.
7. Woher kommen die Fremdnachrichten, die man anscheinend billig einkaufen will?
8. Wie spart man auf der einen Seite dpa ein, will aber auf der anderen Seite auch kein eigenes globales Nachrichtennetz aufbauen? Was steht dann noch im Mantel?
9. Sind die kaufm. Stellen z.B. auch Anzeigenverkäufer, ähm -berater? Dann heißt das doch das man sich aus der Vermarktung herauszieht, wenn auch in diesem Bereich Stellen gestrichen werden.
10. Bei einem Produktionspreis von 300 EUR pro Lokalseite dürften sich die Leser über lange, sehr lange Artikel freuen, denn nur dann macht es wirtschaftlich Sinn, alternativ speist man mehrere Autoren und freie Knipser mit nicht der Kosten deckenden Honoraren ab.
10b. Inwieweit werden Kosten einer Lokalredaktion bei Übernahme durch andere Content-Bezieher verrechnet? Oder führt das System im Endeffekt dazu das vermehrt fremder, aber kostenfreier Content anderer Redaktionen eingebaut wird – frei nach dem Motto das ist doch nur 30 km von unserem Verbreitungsgebiet passiert.
10c. Umtexten von Veranstalterinfos und Abdrucken von honorarfreien Fotos dürfte der neue Lieblingssport werden, da nur hierdurch effektiv Kosten für Recherche und Eigenproduktion gespart werden können.
Was vollkommen fehlt ist ein Planspiel welches die Maßnahmen in Bezug zu den erwarteten Veränderungen der Auflage setzt. (Dieser Umstand wird in der Präsentation gar nicht erwähnt)
Wirklich interessant die Präsentation und mit viel mehr versteckten, weil nicht enthaltenen Konfliktpotential versehen, als ich dachte.
Frage: Was ist ein Reporter-Editor-Prinzip?
@TZ.: Der Sauer-/Siegerlandkurier wurde/wird in Hagen gedruckt, personell gab es Verquickungen z.B. zwischen WP-Mitarbeitern und SK-Mitarbeitern für die Sportseiten des Kuriers. Die Druckqualität des SK war in dieser Zeit – als die Farbfotografie WAZ-weit eingeführt wurde – um ein Vielfaches besser als die der WAZ-Tochter. Dies wirft die Frage auf, warum die WAZ als Dienstleister eine soviel bessere Qualität liefern konnte und wollte als für die eigene Tochter. Den Karren extra vor die Wand fahren, diese Vermutung wurde hier schon einige Male geäußert. Es gab viele Abo-Abbestellungen wegen miserabler und nicht konkurrenzfähiger Druckqualität.
Es führt zu weit, um auf all die Unzulänglichkeiten der WAZ hinzuweisen, wenn es um Konkurrenzgebiete geht. Da, wo die Konkurrenz größer ist, hat die WAZ- bzw. deren Töchter weniger Personal, dort, wo sie stark ist – in den großen Ruhrgebietsstädten z.B. – hat sie mehr Personal, und das bei wesentlich weniger Seiten als in umkämpften Gebieten. Es sollte auch darum gehen, sich in Regionen zu behaupten, in denen man noch etwas gewinnen kann. Aber dazu müsste Geld investiert werden und – was viel schlimmer und schwieriger ist – Konzepte müssten erstellt werden.
Siehe das Vest.
Mit den Beteiligungen an den österreichischen Zeitungen hat die WAZ schon vor über 20 Jahren – also schon zu Anfang – deutlich mehr verdient als mit den NRW-Titeln. Herr Nienhaus zeigte sich in einem Interview erst kürzlich beeindruckt von den Gewinnspannen in Österreich. Über Gewinne oder Verluste wurde über all die Jahre und Jahrzehnte innerhalb der WAZ-Gruppe bekanntlich nicht gesprochen. Es wurde ja auch immer nur ein Unternehmen über all die Jahre mit der Betriebsführung beauftragt. Bis Schickler kam …
Herr Reitz sprach nur von den Balkan-Beteiligungen. Hombach – Balkan ?
11. nrz übernimmt WAZ Mantel und branded ihn.
Tja, ich kann eine bekannte Marke für eine fremde Ware branden, um den Namen der Marke zu nutzen, aber ich glaube die meinen umlabeln. Oder steht dann auch groß WAZ auf dem Titel???
12. Als Vergleich wird die Braunschweiger Zeitung genutzt. Der Vergleich hinkt, da hier ein Blatt ohne nennenswerte Konkurrenz in ihrem Verbreitungsgebiet mit Titeln, die sich um ihre Kundschaft mit ein bis zwei Konkurrenten (mit lokalem Bezug) vergleichen müssen, gleichgesetzt wird.
12b. Da die Schinkler-Gruppe ja so viel Erfahrung im Medienbereich hat wären Vergleiche mit anderen Verlagshäusern und Titeln im Zuge der Vergleichserhebung erforderlich, zudem würden diese Zahlen die Kompetenz der Berater zeigen.
13. Lösungen mehr Kunden für die Zeitungen zu erhalten/gewinnen kann ich in dem Konzept nicht finden. Vielleicht reicht es ja auch weiterhin alle halbe Jahre bei mir anzurufen und um mit gebrochenem Deutsch mein Geburtsdatum und die Bankverbindung herausfinden zu wollen, aber keinen blassen Schimmer zu haben was das für ein Produkt ist das ich bestellen soll.
14. Was “branded” eigentlich derWesten.de??? Die Marke WAZ, nrz, WP oder WR? Raider ist jetzt Twix, oder wie das Zeug inzwischen heißt?
15. Wie wirken die Überschneidungen von kostenlosen Anzeigenblättern aus dem eigenen Verlag auf die Anzeigeneinnahmen der Tageszeitungen?
16. Inwieweit ist das vorstellte Konzept zukunftstauglich? Bei absehbarem weiteren Verlust von Anzeigenkunden und bezahlenden Lesern durch a) aktuelle Rezession b) Ableben der Stammleserschaft c) andere mediale Nutzung der jungen Generation …
“12. Als Vergleich wird die Braunschweiger Zeitung genutzt.”
Das schlängelt sich durch die gesamte PPP wie Bratfett durch Küchentücher. Ist keinem von Euch aufgefallen, gelle? Oder war schon zu spät, um die Äuglein kurz vor der Samstags-Ausgabe noch einigermassen frisch zu halten…
Da wird der Regional-Clustergewinn bei 400.000 Euronen Heimat-Umsatz lt. “Schickler Benchmark-Korridor” festgezurrt und alle gucken wie’s Täubchen auf das plakative Rechteck, das in Signalrot irgendwelche “Grenzen” aufzeigen soll. Hat “Schicklers Benchmark-Korridor” überhaupt irgendeine Aussagekraft?
Ja, hat er. Wenn man beliebigerweise die WP-Zahlen als “unterstes Limit” für Effizienz- und Rendite-Betrachtungen ernst nehmen (oder besser: propagieren) will, dann sollte eigentlich jedem auch noch so unbedarften WAZ-Kollegen klar sein, dass hier ein harter Schnitt erfolgt.
Schicklers Bude hat nur farbtreu und medienkonform das auf Folie gebracht, was bei euch schon längst auf dem Trapez stand – Verabschiedung vom “ich bin” WAZ/NRZ/WR/WP-”Süpertüp!”
Die wirklich journalistischen Erfolge eurer Titel und Menschen dahinter sind in den letzten 10 Jahren dem Mantel der Beilagen, der dpa-Apkupferei, der “Reise-” und “Freizeit”-Belanglosigkeit und der Sprachlosigkeit gegenüber wirklich relevanten Lokalthemen geopfert worden. Das wissen die Kunden mittlerweile und diese wissen es zu honorieren.
Was mich wundert ist die Tatsache, dass die von der Arbeitslosigkeit bedrohten Redakteure bislang keinen einzigen Versuch unternommen haben, die geplanten Umstrukturierungen und Stellenstreichungen aus ihrer Sicht in den eigenen Blättern zu thematisieren. Aus meiner Sicht könnte damit eine Diskussion auch innerhalb der Leserschaft angestoßen werden, die den verantwortlichen Herren in der Geschäftsleitung klarmacht, dass sie bei einer Umsetzung des Reitz-Konzeptes – Stichwort: Schließung von Redaktionen und Zusammenlegung von Mantel- und Lokalteilen – Gefahr läuft, auch die letzten treuen Leser zu vergraulen.
So ein Bericht bzw. offener Brief an Geschäftsleitung und Gesellschafter sollte sachlich und frei von überhitzten Emotionen, Polemik und Hass sein. Nehmt euch mal ein Beispiel an den Kolleginnen und Kollgen der “Berliner Zeitung”! Die haben Mut bewiesen und um ihre Jobs gekämpft, selbst wenn das am Ende nicht das meiste gebracht hat. Aber wie heisst es so schön? “Wer nicht kämpft, der hat bereits verloren!”
@außenstehender
Tja, Recht hast Du, jetzt kommt aber das aber:
Die WAZ-Chefredaktion hat jegliche Veröffentlichung in eigener Sache verboten! Keine Berichterstattung in den Ausgaben über Solidaritätsadressen, Aufrufen von Kirchen, Politikern und Verbänden zur Rettung der Arbeitsplätze und gegen den Kahlschlag in der Medienlandschaft.
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Dazu kommt: Die Schockstarre und die Empörung weicht nur langsam, doch jetzt, da Schickler nicht einmal wie angekündigt durch die Redaktionen reisen, sondern nur die Leitenden Angestellten informieren will, kocht die Wut hoch. Auch über den Fragebogen des Betriebsrates. Als ob damit noch etwas gerettet werden könnte. Wer sich schon nicht die Zeit nimmt, vor Ort Fakten zu sammeln, womit soll der am grünen Tisch überzeugt werden. Diskussionsbereitschaft über die Lokalen sehe ich zumindest in der WAZ-Chefredaktion, die sich nur um ihre neue Zentralredaktion kümmert, nicht. Die Holzhacker dort wollen offenbar der WAZ den Stamm einschlagen, damit die Krone blühen kann.
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Briefe an die CR und die GGF, haben wir drüber gesprochen, doch derzeit ist es schwierig: Keiner will auf eine schwarze Liste oder in Einzelgesprächen verbal eins in die Fresse kriegen. Kannst Du das verstehen? Trotzdem hast Du Recht: Wir müssen den Spieß umdrehen. Und das können wir auch, wenn wir zusammenstehen. Wollen Wir? Nicht, dass es um etwas ginge: Unsere Arbeitsplätze, unsere Familien, die Pressefreiheit und Meinungsvielfalt, ein Stück Demokratie…..
Warum steht das nicht mehr unter “Meist diskutiert”: “Ernst-verhaltene Stimmung in der Betriebsversammlung
453 Kommentare”?
Wir gehen der Sache mit der Sortierung der meist gelesenen Kommentare umgehend nach. Bis zur Behebung des Fehlers bitten wir um Geduld und Verständnis. Vielen Dank.
Was ich so beklemmend finde ist die Selbstverständlichkeit, mit der hier das “Schickler-Papier” überhaupt als Diskussionsgrundlage akzeptiert wird, obwohl das Machwerk nicht mal den Strom für den Beamer wert ist.
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Nur drei Beispiele:
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Da werden kurzerhand die über 50 fest angestellten Fotografen “vergessen”. Wie ich höre, wurden auch sämtliche Mitarbeiter der noch vorhandenen Schlussredaktionen “vergessen”. Was soll ich von einer Personalabteilung und einer Unternehmensberatung halten, die mit völlig falschen Stellenzahlen und den daraus resultierenden völlig falschen Schlüsseln operiert?
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Da werden Äpfel mit Birnen verglichen, in dem man das historisch gewachsene und vom Konzern so gewollte Verbreitungsgebiet und vor allem die Ausgabenstruktur der WR mit der von WAZ oder WP vergleicht. Dabei kennt jeder die Gründe für die aus beiden Punkten resultierende Redaktions- und Personalstruktur. Aber in der Betriebsversammlung besitzen Hoimbach und Konsorten die Dreistigkeit so zu tun, als habe man Gnade vor Recht ergehen lassen. Dabei waren es genau diese Versager, die die Kostenstruktur zu verantworten haben – nicht die Redaktion, die jetzt für deren Missmanagement bluten soll.
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Da wird Transparenz vorgegaukelt, wo es Null Transparenz gibt. Über die “Strukturkosten” werden den Titeln Millionen und Abermillionen Versager-Kosten untergeschoben. Um es ganz klar zu sagen: Mit der Streichung von Redakteursarbeitsplätzen soll das größtenteils andernorts von Hombach, Reitz und Konsorten angerichtete Defizit aufgefangen werden.
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Gewerkschaften, Betriebsräte und vor allem wir schlucken das alles einfach. Es ist eine Schande und wenn es so bleibt, haben wir es nicht anders verdient.
Und die TLZ wird als leuchtendes Beispiel angeführt – die haben doch noch nie eine schwarze Null aus der Nähe gesehen!!!!
Wieso TLZ und nicht die führende Zeitung in Thüringen TA?
LASST EUCH NICHT VER….RSCHEN!!!!
Ich kann die Zahlen der Präsentation nicht wirklich nachvollziehen: Der Titel WAZ hat die mit Abstand höchsten Kosten pro Seite steht da. Trotzdem ist er angeblich der einzige profitable Titel.
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Damit bei deutlich höheren Kosten pro Seite ein positives Ergebnis herauskommt, müsste nach Adam Riese der Umsatz pro Seite dramatisch höher sein als bei den anderen Titeln.
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Wo soll denn bitte schön dieser große Umsatzunterschied pro Seite herkommen? Kann mich da bitte jemand aufklären???
Tja, Aufklärung … das dürfte nicht so einfach sein. Da ein Tendenzunternehmen keinen Wirtschaftsausschusses des Betriebsrates kennt, müssen auch keine “wahren”, sprich: nachprüfbaren Zahlen vorgelegt werden.
Man kann Hombach, Nienhaus & Co also nur glauben … oder halt nicht.
Auch die Beraterfirma macht ja kein neutrales Gutachten.
Dass ausgerechnet die mit Abstand teuerste Produktion das meiste Geld einfährt, wundert mich auch. Da müsste man doch glatt fordern, bei den anderen Zeitungen zuzulegen, bis sie ebenfalls Erfolg haben, oder?
Ich reime mir die eklatanten Differenzen bei den Durchschnittspreisen (bei gleicher Ausgleichslage, sprich: keine Redaktion hat eigene Einnahmen) so zusammen, dass viele Kosten allen angelastet werden – einige Einnahmen (z.B. Erlöse für durchlaufende Anzeigen) aber im Wesentlichen bei der WAZ gebucht werden.
Vielleicht finden ja die Sachverständigen der Betriebsräte eine überzeugende Erklärung.
sach ich doch! Vor allem wenn man einmal durchrechnet, werden die Redakteure der WR anscheinend nicht nach Tarifvertrag bezahlt und verdienen deutlich mehr (80) als WAZ oder NRZ (65 bzw. 70) Wer hat denn da welche Zahlen bekommen und für einen komischen Durchschnitt errechnet?
Leser-Blatt-Bindung findet überhaupt nicht statt, liest sich in der Theorie alles ganz toll aber in der Praxis sind Leser Regionaldesks und andere wolkig-blumige Einrichtungen völlig egal. Die wollen,das vor Ort journalistisch handwerklich perfekt aus ihrem Kaff und Umgebung berichtet wird. Und nicht von Bochum aus Hattingen betrachtet wird und anderer hirnrissiger Gedanke.
Und mal davon ab:Das was bei den Redakteuren eingespart werden soll,darf Marketing-Zowieslo wieder aufwenden, um die Leser bei der Stange zu halten. Wie gesagt,die lassen sich nicht veräppeln, die switchen nicht mal eben von der WP zur WR oder von der NRZ zur WAZ, weil es die nicht mehr gibt. Die hatten gute Gründe,warum sie gerade den Titel gewählt haben. Hat von der GGF das einer einmal marktforschungsmäßig erfassen lassen, wie sich die Bindung vom Leser zu “seiner” Zeitung darstellt?
Wenn nicht,dann wird es mal Zeit,sonst gibt es noch ein zusätzliches böses Erwachen, wenn die Abo-Zahlen noch einmal drastisch einbrechen,weil den Lesern vor Ort “ihr” Titel weggenommen wurde. Und kommt nicht auf die Idee, denen eine Mogelpackung zu verkaufen und WR-Köpfe auf WP-Seiten zu montieren, wie zum Beispiel in Soest…. Leser sind nicht doof! Vereinzelt kann man das machen,aber nicht massenhaft!
Auch hier gilt der Satz von Abraham Lincoln: “You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time.”
Nur nebenbei bemerkt: Den MSG-Kollegen wurden heute die Kündigungen überreicht. So richtig in echt, auf Papier, mit Unterschriften. Schönes Wochenende und ‘n frohes Fest!
@supergrobi
Die Zahlen sind doch zu erklären: Bisher war die WAZ so profitabel, weil sie im Mittel brauchbar (nicht gut!) ausgestattete Lokalredaktionen hatte und damit ihr Ohr am Puls der Leser haben konnte.
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Die Logik ist: Hoher Personaleinsatz rechnet sich im Lokaljournalismus auch betriebswirtschaftlich, kostet aber auch mehr MAKs (widerliches Wort). Wenn jetzt über 40 Prozent der WAZ-Lokalredakteure gefeuert/abgebaut werden sollen, wird sich das spätestens mittelfristig rächen. In der Leserakzeptanz, und dann in der Auflagenzahl. Achtung, dies ist eine Absturz-Warnung!
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Da kann Mahlzeit-Reitz sich ruhig seinen Traum erfüllen und auf Kosten der Lokalen-Leser eine noch so eine tolle und große Zentralredaktion aufbauen: Entschieden wird die Zeitungs-Schlacht im Lokalen. Das machen uns doch alle kleineren Verlage vor. Die halten durch die Stärkung der Lokalteile die Auflagenverluste gering. Und dort Qualität zu liefern, geht nur mit ausreichend motivierten und ausgebildeten MAKs (Redakteuren = Menschen, Genosse Hombach!).
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Wenn man das von Reitz aufgepresste Modell “Vest” analysiert, was für Rückzug aus dem Lokalen steht und mit dem inhaltsleeren Etikett einer themengetriebenen Bürgerzeitung belegt wurde, dann bestätigen sich die obigen Argumente: Mehr als 45 Prozent Verluste in zwei Jahren! Warum? Weil die WAZ sich dort von ihren Lesern entfernt und die Hälfte der Redakteure – sozialverträglich Dank Frau Brost!! – in die Wüste geschickt oder versetzt hat (BAW-Stellen = BisAufWeiteres).
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Vielleicht erklärt das mal einer der Lokalbosse am Montag diesem ständig lächelnden Jobkiller Lafrenz, der 55 Redakteure in seinem Konzept einfach vergisst, weil die WAZ+NRZ-typischen Gegebenheiten nicht in sein 08/15-Konzept passen, und der sein Wort von Vor-Ort-Gesprächen ja aus Mangel an Kompetenz ja anscheinend ebenso nicht einhalten will, wie sie auch ein Bodo Hombach – um Vorweihnachtsfrieden heischend – zugesagt hat. Bitter.
@ Alles wird gut
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Von 119 Kommentaren bis 09.12.2008 um 20:20 Uhr haben allein elf Leute 51 Beiträge geschrieben.
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7: zeilenschinder
6: reitz.klima
5: Laus Müller, papiertiger
4: Hans Plagwitz, Tenrix, Pingbacks
3: Cartier Bresson, derUser.de, porschekiller, WAZ daz denn
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Wenn ich als Leser unter vier Namen schriebe, wären das doch paradiesische Verhältnisse einer Leserbeteilung jenseits eines selektierten Leserbeirats wie bei der WAZ Duisburg.
Und wenn vom Leserbeirat mehr Pro- und Contra-Positionen gewünscht werden, dann kann langsam, aber zunehmend heftiger über publizistische Innovation nachgedacht werden: PLiB-Eintext als Mediation in den Medien.
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Macht dem Verlag Auflage, sonst kommt REITZ 2.
@Erbsenzähler: Du sprichst mit Herrn Zowislo einen weiteren interessanten Protagonisten an, der hier noch viel zu kurz gekommen ist. Er ist auch eine der Geldvernichtungsmaschinen des Konzerns. Wer erinnert sich nicht an den tollen WAZ/NRZ/WP/WR- Truck, der vor wenigen Jahren quer durch die Verbreitungsgebiete geschickt wurde. Das Ding hat angeblich eine Millionen verpulvert, und nicht annähernd eingespielt. Schätze, diese Kosten wurden den einzelnen Titeln auch noch aufs Auge gedrückt, weil damals vor Ort von den ansässigen Kollegen nicht genügend Werbung gemacht wurde. Und, weil wir ja wie immer Schuld am Scheitern dieser Schnapsidee waren. Na Mahlzeit!
@Hans Lassmann
Die Telefonnummern der Berater stehen am Ende der Präsentation.
Die 55 Redakteure / Fotografen werden doch mit dem Satz berücksichtigt das sie zur freizusetzenden Masse An Kreaturen (MAK) gehören.
DerWesten.de/Witten berichtet:
Mit großem Bahnhof ist Rudolf Kellerhoff, langjähriger Leiter der WAZ/WR-Lokalredaktion, offiziell in den Ruhestand verabschiedet worden.
Bei einem Empfang am Donnerstagmorgen (11.12.) mit über 80 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft in der Wittener Werkstadt hob WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz die besondere Bedeutung des Lokaljournalismus hervor.
„Ich habe auch im Lokalen angefangen, Gott sei Dank”, sagte Reitz. Der Job vor Ort sei viel komplizierter und schwieriger als in der überregionalen Zentralredaktion. Reitz: „Bei uns rufen Herr Ban oder Frau Merkel nicht an. Wenn Herr Kellerhoff aber schreibt, dass die Bürgermeisterin Mist gemacht hat, muss er ihr am anderen Morgen in die Augen schauen.”
Die konkret gelebte Verantwortung sei wesentlich größer als im „Mantel”, erklärte Reitz. „Sie müssen jeden Tag mit den Menschen klarkommen.” Dem scheidenden Wittener Lokalchef, der die Redaktion der WAZ/WR seit 1995 leitet, zollte er ein dickes Kompliment: „Heute ist viel von Bürgernähe die Rede. Das war bei Ihnen immer so.” Der Lokalredakteur der Zukunft, betonte Reitz, „sitzt in der Fußgängerzone im Schaufenster”….
@ Neues von Mahlzeit
By the way:
http://www.derwesten.de/nachrichten/staedte/essen/2008/12/9/news-97094181/detail.html
Noch Fragen?
[...] MedienMoral: Was ist eine Grenze? „… da kam REITZ 2 von hinten an und sagte guten Morgen“: Demokratie in unserer Revierzeit ist das Kirchturmdenken einer Region mit ihren Bürgern unter dem Einfluss der herrschenden publizistischen Eliten. Mainstream als Ruhrstream: „Ähh, iss doch schön hier. Ich leb gern hier!“ [...]
@Mahlzeitgeist
Traurig, traurig. Nicht verzweifeln! Auf die Straße geht wohl im Konzern niemand. Bis jetzt jedenfalls. Erste Maßnahmen wären: Mit der Gewerkschaft reden, einen guten Anwalt für Arbeitsrecht suchen, rechtzeitig beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage einreichen.
@ all
Diskutieren wir doch mal den Vorschlag des Betriebsrates, der die Einführung der Vier-Tage-Woche favorisiert. AUF DAUER !?
Wer von Euch würde das unterschreiben?
@ reitz.Klima
Warum eigentlich nicht… Wenn man das Ganze mit Jahresarbeitszeitkonten flexibel gestaltet.
Und wenn es darüber hinaus gelingt, über Altersteilzeitregelungen auch jungen, guten Volontäre an den Laden zu binden, wäre mir um die Zukunft unserer Titel nicht mehr so bange!
@reitz.klima: Ich finde Teilzeitmodelle grundsätzlich erstrebenswert. Dadurch könnte bestimmt so manche Stelle gesichert und jüngeren Kollegen eine Perspektive gegeben werden.
@ Mediekus
@ downunder
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… und dass es sich nicht um eine befristete Regelung handelt stört Euch nicht ?
Ich möchte die Blogautoren bitten, nach dem Konzept „PLiB-Eintext“ – Probleme, Lösungen, Informationen, Bedenken – strukturiert eine Blognachricht zu verfassen, die nach lösungsorientierten Beiträgen sucht.
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Aus meiner Sicht erwartet die WAZ.usf-Redakteure ‘Reitz 2′, so wie derzeit die Blogkommentare aus meiner Lesersicht zu verstehen sind. Aus der Sicht aktueller Projektionen, wie sie andeutungsweise in den WAZ-Medien veröffentlicht wurden.
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Die Duisburger Journis hauen derzeit mehr auf die Kacke. Gut so!
Arbeitszeitkonten, selten so gelacht…
- die Organisation und Abrechnung müsste von Grund auf aufgebaut werden.
- seit Jahren ist deutlich, dass die Wochenarbeitszeit nur auf dem Papaier steht.
- solche Lösungen spielen den Arbeitgebern doch nur in die Hände, wenn nicht sichergestellt ist, dass es eine Betriebsvereinbarung gibt, mit der sich die elektronisch zu erfassenden Arbeitszeiten auch dann abbummeln lassen, wenn die Kollegen bedarf haben. Und dort, wo es organisatorisch nicht möglich ist, wird da Mehrarbeit versilbert bzw. ausgezahlt?
Glaubt ihr, dass die GGF dabei mitspielt.
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Und wenn, was heißt Arbeitszeit schon im Vergleich zu Effizienz. Sind 40 Zeilen, für die eine Stunde lang recherchiert wird, das gleiche Wert wie 250 Zeilen Meldungen, die in der selben Zeit heruntergeschrieben sind? Wie sollte das bitteschön geregelt werden? “Redaktionsintern”, die Antwort kenne ich schon aus Pöschkes Zeiten. Was heißt das denn dann?! Denkt doch mal über den journalistischen Alltag in LOKALREDAKTIONEN nach. Die sind weit weg von einem Leben im Essener/Dortmunder/Hagener Elfenbeinturm.
Das andere ist: Wer kann 4-Tage-Woche oder ähnlichen Gehaltsverzicht schon leisten, ich kann es aufgrund meiner familiären Situation nicht.
+++ Die großen deutschen Konzerne wollen 2009 auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs von Unternehmensleiter und Angela Merkel am Sonntag im Kanzleramt. +++
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Und, Herr Hombach und Herr Nienhaus, wie positionieren Sie sich gegenüber den Gesellschaftern und der Belegschaft in dieser Frage?
@Tenrix Ich hab Dir doch gesagt, du sollst dieses Pilze nicht nehmen!
@Tenrix
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Was soll bitte dieser PLiB-Eintext-Blödsinn? Hat man nicht erst ein Problem, sammelt Informationen, bewertet diese und kommt so zu einer Lösung? Hast Du zu viel Tagesfreizeit, keinen, der sich deine mediativen PiBL-Eintext-Wahnideen anhört? Ja, das kann ein schweres Los sein; aber es scheint, als wollten wir es nicht teilen. Wieso spamst Du also nicht weiterhin die Abo-Sharing-Seite zu, die Du ewig monologisierend längst an Dich gerissen hast, oder bist ?! Wie auch immer: zähl einfach und weiter brav die Probleme behandelnden Wortbeiträge auf dieser Seite, sammle daraus Informationen, bewerte sie und trag die Lösung still in Deinem Herzen!
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Und bitte, liebe Duisburger Kollegen, falls Ihr hier reinschaut, kommentiert das Unwort “Journis” …
@ Stechuhr
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Was mich interessiert ist die Haltung zur Vier-Tage-Woche, die auch ich mir nicht leisten kann – dies nur nebenbei bemerkt -, der die Gruppengeschäftsführung laut letztem BR-Rundschreiben nur zustimmt, wenn sie unbefristet eingeführt wird.
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Ich gehe dabei nicht davon aus, dass wir 36,5/5*4 Stunden pro Woche arbeiten werden; das wird sich auch weiterhin auf deutlich höherem Niveau abspielen. In Anlehnung an aktuelle Arbeitszeiten etwa so: 42 bis 45/5*4 plus 2 bis 4 Stunden Vorarbeit für den freien Tag. Zudem stellt sich die Frage: gleiten wir pro Woche einen Tag ab, so dass die Redaktion die Ausfälle auffangen muss oder als Blockmodell (analog zur Zeit für Nachwuchs) mit dann redaktioneller Verstärkung aus einem Pool, in dem sich die Kollegen tummeln, deren Redaktionen geschlossen wurden?
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Aus meiner Sicht so oder so nur dann eine Lösung, wenn es befristet passiert, z.B. bis der anvisierte Stellenabbau durch freiwilliges Ausscheiden/Berentung/Altersteilzeit vollzogen ist, und im Gegenzug die Gruppengeschäftsführung betriebsbedingte Kündigungen ausschließt.
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Bis das vor 15 Jahren so fortschrittlich eingeführte Modell der Arbeitszeitkonten bei WAZens eingeführt wird, werden aber sicherlich noch zehn Jahre ins Land gehen.
@ Schickt Schickler in die Wüste
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Wenn ich es richtig verstanden habe, beteiligen sich daran nur DAX-notierte Unternehmen. Als “Familienbetrieb” wird die WAZ sich schon irgendwie da rausreden … fürchte ich.
@tenrix: Ja, Journalisten sind ein diskutierfreudiges Völkchen…
Warum die WAZ-Seiten so teuer sind:
Die Redakteurinnen/Redakteure haben neben ihrer lokalen Aufgabe noch einige andere, zum Beispiel das Erstellen von zahlreichen und regelmäßigen Verlags-/Anzeigen-Sonderbeilagen, die 4, 8, 12, 16 oder mehr Seiten umfassen. Der Rekord liegt, glaube ich, bei 96 Seiten oder sogar mehr. Diese Beilage wird dann auch anderen Titeln beigelegt, zumeist der NRZ. Hinzu kommen die üblichen Zuarbeiten für den Mantel, online usw.
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Deshalb ist die Rechnung “Redakteurinnen-/Redakteursgehälter geteilt durch produzierte Lokalseiten gleich Kosten” eine Banalisierung, die ich jedem Volontär wegen schlechter Recherche um die Ohren hauen würde (verbal gesehen, versteht sich).
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Wenn die Stellen wie geplant reduziert und wir uns an dem Benchmarking orientieren werden, dann müssen wir unseren lieben Anzeigenvertretern demnächst sagen, dass sie selbst zusehen sollen, wer ihnen die Sonderbeilagen baut, umbricht, vollschreibt (machen oft – aber längst nicht immer – Freie), Bilder produziert und einliest und das Ganze abschließend Korrektur liest. Denn die dadurch produzierten Gewinne werden keineswegs den Redaktionen gutgeschrieben, im Gegensatz zu den Manpower-Kosten, die auf die Lokalseiten umgelegt werden.
@Zeilenschinder
Die von Dir völlig richtig beschriebene Milchmädchenrechnung der Schickler-Truppe lässt sich noch ergänzen: um das inzwischen von vielen als ziemlich bescheuert empfundene Prestige-Projekt “Zeitung und Schule”. Das schlägt nämlich, bei einer jährlichen Dauer von sieben bis acht Wochen, je nach Größe mit einer Sechstel-Redakteursstelle zu Buche.
Dass “ZEUS” vermutlich kaum jemals neue Dauer-Abonnements gewonnen, ziemlich sicher aber stets welche gekostet hat, sei hier nur am Rande erwähnt.
Am heutigen Abend wurden die Lokalchefs über ihre künftige Redaktionsstärke informiert, und nun ist es auch raus, was die Schickler-Truppe rät: Alle Fotografen sollen ausgegliedert und in eine neue Gesellschaft transferriert werden. Wie die aussieht, weiß keiner, und was sie bietet (Altersversorgung, Tarif, Urlaubstage, BR, Status) auch nicht. Das bedeutet nicht nur die Trennung Text- und Bildredakteur(in), das bedeutet in meinen Augen Redakteur(in) und Knipser. Die Foto-Kollegen werden dadurch in den eigenen Redaktionen nach zum Teil jahrzehntelanger Zusammenarbeit zu Angestellten einer Fremdfirma – Gastarbeiter. Die Redaktionen sollten sich aber nicht auseinander dividieren lassen! Fotografen leisten mit einer Bildberichterstattung dasselbe, was Schreiber mit einer Textberichterstattung leisten: Redakteursarbeit! Jetzt muss der Betriebsrat ran und verhandeln.
Und nicht nur das: Der Kahlschlag a la Schickler geht tiefer als erwartet. Regionale Newsdesks ohne Sinn und Verstand werden da an Orten eingerichtet, die Rückzugsstellungen sind. Nicht mehr – nicht weniger. Und nachher, Pooling um jeden Preis, Synergien auf Kosten der Leser. Bleibt eigentlich noch jemand vor Ort, an der Schüppe? Oder bekommen die Regionalen Newsdesk ihren lokal-regionalen Input auch vom Super-Reitz-über-den-Tisch-zieh-Content-Desk?
Abgerechnet, die Herren Hombach, Reitz, Nienhaus, Klümper, wird am Schluss. Und dann stehen Sie da – mit einer 250.000er Auflage bei der WAZ – und sagen den um Millionen-Einnahmen ärmeren Verlegern dann bestimmt: Schuld sind die Lokalredakteure….
Und dann haben Sie noch eine Lokalausgabe Essen und die Regio-Desks – und können sich auf einer Ebene fühlen mit der Süddeutschen, der FAZ und der Welt: Ganz unten (mit der Auflage), aber ganz oben im Zeitungs-Olymp. Eine fragwürdige Strategie: Geld und Auflage verbrennen – und dann noch sagen: Boah ey, was sind wir gut und innovativ. Mahlzeit!
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Wie also setzen wir ein deutlich sichtbares Zeichen für die Fotografen? Mit Bilderseiten, die den Wert der Arbeit hervorheben, mit Seiten ohne Bilder, um dem drohenden Verlust ein Gesamt-”Bild” zu geben?
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Meine Unzufriedenheit mit dem Betriebsrat wächst. Solidaritätskerzen, Kreidemalereien auf dem Gehweg an der Sachsenstraße … alles ganz nett, aber wann TUN wir etwas?
Meine Wut wächst mit dem Grad der scheinbaren Hilflosigkeit. Und irgendwann geht mein Deckel hoch.
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Zumal ich beim Ausräumen meines Schreibtisches – man bereitet sich ja in einer Art Übersprungshandlung auf das vor, was kommen mag – den Kalender WAZ-Weihnachtskalender 2005 gesehen habe. Wisst ihr noch, den mit dem grinsenden Messias Reitz unter dem Kläppchen vom 24. Dezember? Damals dacht ich mir – so viel Hybris, Selbstgerechtigkeit, Größenwahnsinn – das geht schief. Ging es auch. Jetzt haben wir die Auswirkungen des Messias zu tragen und sollen uns einem Zwangskorsett von BWLern unterwerfen, die von Benchmark-Korridoren reden anstatt von Lesernähe, von MAK-Abbau statt von recherchierendem Jorunalismus, während Reitz und Hombach öffentlich von Qualitätssteigerung schwadronieren und das Lokale wegholzen.
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Die Frage ist: Lassen wir uns durch Schicklers einen Mühlstein um en Hals binden, der die WAZ und damit uns unter Wasser zieht, oder sagen wir NEIN? Dabei stellt sich die Frage, wie wir dem Wahnsinn Arbeitsplatz- und damit Auflagenvernichtung entgegentreten können? Also auf keinen Fall mit Weihnachsfrieden!
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Also ich halte die Idee mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen immer noch für die beste Lösung. Damit beschädigen wir nicht die Marke WAZ, sondern die Marken Hombach, Nienhaus und Reitz. Denn das sind Marken…..
Regionale Newsdesks ohne Sinn und Verstand – genau so ist es. Weil es Schickler es schick findet.
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Die WAZ steht vor einer Katastrophe: Erst wird das Lokale abgeholzt und dann werden die verbliebenen Trümmer zu Newsdesks zusammengefegt.
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Wem die Auflage lieb ist, der müsste es stoppen.
Aber wo es im Vest doch so reizvoll gelaufen ist…
@Stechuhr und reitz.klima:
Sicherlich haben einige Kollegen/Kolleginnen aufgrund ihrer familiären Situation (Alleinverdiener, Hausbau, Kinderzahl etc.) finanziell nicht sehr viel Spielraum.
Ehrlicherweise muss man aber auch sehen, dass Redakteure nicht gerade zu den einkommensschwachen Berufsgruppen zählen, sondern (zumindest in den höheren Berufsjahr-Staffeln), zu den 10 Prozent mit den höchsten Durchschnittseinkommen. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Jahreseinkommen betrug in Westfalen knapp 30.200 Euro (Quelle: letzte verfügbare Einkommensteuer-Staistik 2004).
Von daher dürfte für die meisten eine Absenkung von Einkommen und Gehalt auf 80 oder 75 Prozent wohl tragbar sein. Wenn dadurch im gleichen Umfang Stellen für andere, vor allem jüngere Kollegen erhalten werden können, finde ich das durchaus sinnvoll und sozial.
Ich hätte jetzt gerne mal vom BR eine Liste der geplanten Streichungen pro Redaktion aller vier Titel, meinetwegen unter dem Vorbehalt, dass alles noch verhandelbar sei (wer’s glaubt…). Einfach mal eine Übersicht, wo genau zugeschlagen werden soll, wenn Schickler sich durchsetzt. Das wäre mir lieber, als wenn man es sich alles zeitraubend zusammenklauben oder einem befreundeten Presseorgan entnehmen müsste.
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Dann würde ich gerne wissen, ob eine freiwillige Stellenreduzierung von Kolleg(inn)en in Redaktionen, die nicht oder gering von der WAZ-Axt betroffen sind, Kolleg(inn)en in anderen Redaktionen oder auch Titeln zugute kommen kann. Also, wenn jemand zum Beispiel in Duisburg auf eine halbe Stelle geht, hat dann ggf. auch jemand in Olpe oder Dortmund etwas davon?
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Dann wäre vor allem zu klären, wie die Auslagerung der Fotografen zu verhindern ist. tippse hat völlig recht, nur gemeinsam können wir etwas erreichen, und die Auslagerung hat garantiert Nachteile; zumindest schwächt er durch die Trennung beide, die Text- wie die Bildredakteure. Der Verlag baut sich schließlich keine neue Gesellschaft zusammen, um den Fotografen eine Freude zu machen. Würden sie ihren vollen Status behalten, müsste man sie ja nicht auslagern. Also: Tarif? Redakteursstatus? Presseversorgungswerk? Arbeitszeiten? Urlaubstage? Berufsjahre-Anerkennung? Fester oder mobiler Einsatzort? Betriebsräte? Vor allem: Wie ist die Auslagerung überhaupt zu verhindern?
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Die nächste BR-Info wird sicher über viele Seiten gehen…
@downunder
Is ja prima, sind wir Redkateure also schon Einkommensmillionäre? Also ich habe im vergangenen Jahr trotz 50 Stunden-Woche keine 32.000 Euro netto nach Hause gebracht. Das waren mal knapp 68.000 D-Mark, haben aber heute kaum die Kaufkraft wie vor sieben Jahren.
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Jeder Ingenieur im 5. Berufsjahr bekommt mehr, also bitte keine Statistik von 2004 bemühen, sondern unsere Realitäten anerkennen. Sicher haben DINKS (double income no kids) keine Probleme mit einer Stellenreduzierung, für uns Familienväter – und Mütter in den Redaktionen fängt es aber schon damit an, im Falle einer Versetzung höhere Kosten für Pkw tragen zu müssen. Komm jetzt nicht mit ÖPNV – das geht beim Klümper-Modell “vagabundierender Reporter mit Laptop” schon gar nicht.
Habe erst heute von einem Redakteur erfahren, dass es diesen Blog gibt. Ich wähnte “unsere Tageszeitung” die Werler-Westfalenpost in Sicherheit!
Nun sieht es doch so aus, dass die Belegschaft halbiert werden soll und die ganze Redaktion evtl zur Disposition steht.
Für Werl wäre das eine schlichte Katastrophe!!!!
Wir wollen unsere Leute und unsere tägliche WP behalten!
@alle, die hier eine Gehaltsdiskussion anfangen wollen:
Ich habe überhaupt kein Interesse daran, hier über die Höhe und Angemessenheit meines Gehaltes zu diskutieren. Gemessen an meiner Qualifikation, an der Verantwortung, die ich trage und der Leistung, die ich täglich abliefere, ist es zu niedrig. Natürlich muss die Qualifikation, für die ich studiert habe, bezahlt werden; selbst ein Zirkusartist wird nicht nur für seinen fünfminütigen Auftritt auf dem Drahtseil bezahlt, sondern für die Fähigkeiten, die er dazu mitbringt.
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Das Durchschnittseinkommen, downunder, ist für mich schon deshalb kein Maßstab, weil ich – wie fast alle von uns – mein erstes Geld erst dann verdient habe, als andere schon ihren dritten Wagen verschrottet haben. Damals habe ich nichts verdient und mir Geschichten von Häusern und Traumurlauben angehört, jetzt verdiene ich mehr als der Durchschnitt; ich habe schließlich noch “Nachholbedarf”. Das muss ich nicht rechtfertigen. Ob ich auf ein Viertel verzichten kann, kann mir nicht irgendwer sagen, der von meinen wirtschaftlichen Verhältnissen keine Ahnung hat. Und Solidarität muss mir niemand predigen, das tue ich schon selber…
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Das sollten wir mal klarstellen. Kann mich aufregen, so was…
Wie schrieb MESSIAS so “schick”: Bei mir fliegt gleich der Deckel hoch! Recht hat er! Die Taktik der Betriebräte und damit auch der Gewerkschaften mit ihrem wochenlangen “vertrauenvollen Schweigen” ist allmählich “tödlich”! Während seit Wochen die Betriebsräte mit der WAZ-Geschäftsleitung verhandeln, im wahrsten Sinne des Wortes ( mit Nehmen und Geben und auch Kompromissen ) angeblich, ist in den meisten Redaktionen längst per Information der GGF und Chefredaktion über die Redaktionsleitungen bekannt, wie die Umsetzung des Schickler-Kahlschlags aussieht. Wie sagte Geschäftsführer Nienhaus in der letzten Betriebsversammlung so schön: Erst wird verhandelt, dann wird entschieden! Ich weiß nicht, ob alle genau hingehört haben, als er auch kurz vor Schluß wörtlich sagte: “Die Geschäftsführung wird nicht an die Betriebsräte abgegeben. Wir treffen die Entscheidung!”
Diese Hinhaltetaktik ( zu allem Überfluß liegen auch die Feiertrage noch dazwischen ) der Geschäftsleitung: Verhandelt mal schön, dann seid ihr beschäftigt, während wir Fakten schaffen, geht mal wieder auf. Welch` falsches Spiel die Fa. Schickler im Einvernehmen mit der Geschäftsleitung mit ihrem vollmundigen Versprechen spielt, dass jede Redaktion vor Ort durchleuchtet wird, ist doch nun entlarvt. Wo war Schickler denn schon? Am linken Niederrhein, im Sauerland oder im Ruhrrevier? Wie hieß es so schön in der Selbstdarstellung dieses “Inquisitors”: Unseren Fachleuten braucht man in den Firmen nicht vor Ort zu erklären, was zu tun ist, das sehen wir sofort.
Genau so das heuchlerische Verhalten von WAZ-Chefredakteur Reitz. Bei der Verabschiedung des Wittener Redaktionsleiters in den Ruhestand lobte er das Lokale in höchten Tönen, beschwor dieses Standbein der Tageszeitung, und gleichzeitig betreibt er den rigerosen Kahlschlag in den Lokalredaktionen. Sicherlich ist hier und dort in allen Redaktionen Umdenken und mancherort auch Änderung vonnöten, aber nicht mit der Axt im “Redaktionswald”.
Die Betriebsräte merken allem Anschein nach nicht wie sie seit langem vorgeführt werden, während hinter ihrem Rücken die Entscheidungen schon längst gefallen sind. Wenn jetzt nach den Feiertagen nicht das große “Donnerwetter” der Betriebsräte und der Gewerkschaften kommt, hat die Geschäftsleitung den “Redaktionswald” längst abgeholzt. Wenn jetzt die Belegschaften nicht “aufstehen”, haben sie verloren. Der Leser, die Pressevielfalt, der Qualitätsjournalismus, spielt allem Anschein nach ohnehin keine Rolle mehr. Die Zeitungsabbestellungen der letzten Wochen allem Anschein nach auch nicht mehr.
Wie las ich so schön in den letzten Tagen in einer Medienfachzeitschrift zur PR-Arbeit der Zukunft: Die Medienkrise läßt für die professionelle PR große Chancen erhoffen. In den ausgedünnten Redaktionen gibt es künftig mehr PR-Medienarbeit. Und dann das verhängnisvolle Wort: Der Qualitätsjournalismus stirbt an der Kostenfrage.
Und wir sehen zu und warten ab?
@Knall. Kann ich alles unterschreiben. Es fehlt nur, dass bei der MSG auch schon mit der Kündigung aller Redeakteure Fakten geschaffen wurden. Ebenso ist die Sache mit den 55 Bildredakteuren gelaufen. Sie werden keine “von uns” mehr sein. Ausgegliedert, futsch. Nur noch Fotografen, Knipser. Und natürlich sicher auch nicht mehr im Tageszeitungstarifvertrag. Herr Hombach sagte doch so sibyllinisch, dass alle ausgegliederten ( Content desk ) Redakteure weiterhin im Tarifvertrag sich befinden werden. In welchem sagte er nicht. Vielleicht wie in Bielefeld im Tarifvertrag des Speditionsgütergewerbes. Aber hier war ja die SPD-Bundesschatzmeisterin die “Verkünderin”, die nichts Besonderes dabei fand.
@Gerd
“… inzwischen von vielen als ziemlich bescheuert empfundene Prestige-Projekt “Zeitung und Schule”.”
Dies ist jetzt zwar ein Nebenschauplatz, aber es würde mich ehrlich interessieren, welches oder welche Argumente hinter “bescheuert” verborgen sind.
“Dass “ZEUS” vermutlich kaum jemals neue Dauer-Abonnements gewonnen, ziemlich sicher aber stets welche gekostet hat, sei hier nur am Rande erwähnt.”
Item: Ist die obere Aussage belegbar?
Hallo und @tippse,
stimmt es wirklich, dass die Redaktionsleiter der Lokalredaktionen am Montagabend über zukünftige Personalplanungen informiert wurden?
Und weiss jeman mehr über die Zukunft der WP im Kreis Soest?
@ zeilenschinder
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Es gibt eine Liste; seit gestern hat jeder Redaktionsleiter ein Exemplar. Daraus geht hervor, dass allein in den Lokalredaktionen der WAZ 94 Stellen abgebaut werden sollen. Wie viele Kollegen von der Altersteilzeit Gebrauch machen bzw. mit einer Abfindung schon jetzt in den Ruhestand gehen, ist noch unklar. Dem Betriebsrat fehlen wohl noch Fragebögen aus den Redaktionen.
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Wie die verbleibenden Redaktionen in Persona besetzt sein werden (es soll nach Schickler-Plänen Komplett-Schließungen geben) ist offen. Da aber in jeder Redaktion abgebaut bzw. umbesetzt wird, kann man kaum darauf hoffen, dass eine halbe Stelle, die an einer Stelle abgebaut wird, an einem anderen Ort wieder angedockt wird. Wer raus ist, das darf man befürchten, ist raus, oder kann sich z.B. in die Betriebsgesellschaft, die für den Content-Desk gegründet werden soll, bewerben.
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Große Redaktionen, etwa Essen, erhalten einen Metropolenfaktor, d.h. formal werden Planstellen gestrichen, dies wird in jeder Redaktion der Fall sein. Auf der anderen Seite gibt es “Metropol-Faktor-Stellen”, die Kollegen, die dort sitzen werden, sollen stark in die Zusammenarbeit mit dem Mantel eingebunden werden, stehen dem Lokalen also nur eingeschränkt zur Verfügung. Zusätzlich bekommen die Metropol-Faktor-Redaktionen einen Onliner und einen Regio-Desk. Wie Schickler sich das konkret vorstellt, für welche Redaktionen also demnächst zentral aus der Metropol-Redaktion mitproduziert wird, steht ebenfalls auf der Liste. Beispiel: In Essen sitzt der Producer aus Essen, einer aus Velbert und einer aus Hattingen, die am Regio-Desk von Essen aus die einzelnen Lokalausgaben produzieren. Was das soll weiß niemand.
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Für die Fotografen gibt es immer noch keine konkreten Auskünfte; nachdem sie alle Text-Redakteure sind, ist es wohl nicht so einfach, sie in eine Betriebsgesellschaft “auszugliedern”. Sie kommen – ebenfalls laut Liste – in den Schicklerplänen nicht mehr als Lokal-Planstellen vor. Morgen gibt es für die Fotografen im NRZ-Forum in Essen eine gesonderte Info-Veranstaltung, vielleicht wissen sie danach ja mehr.
@ armin
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Die Redaktionsleiter der einzelnen Titel werden in gesonderten Runden informiert. Heute abend ist die NRZ dran. Wie es für WP und WR aussieht musst Du dort erfragen.
Laut Schickler soll es für den Kreis Soest (also die Redaktionen Werl und Soest) einen regionalen Newsdesk geben (die Unterlagen können ja mittlerweile von jedem im Internet eingesehen werden). Mit der Hälfte der jetzt in beiden Redaktionen beschäftigten Redakteure. Wie das aussehen soll und was es dann für eine Zeitung geben soll, das weiß hingegen keiner.
Nur eins scheint klar: Die Leser werden das bestimmt nicht mitmachen. Die Leute lesen ihre WP wegen der Lokalteile und die kommen jetzt schon zu kurz. Wenn es dann nur einen Lokalteil für den ganzen Kreis gibt, dann findet dort keiner mehr das, was er lesen möchte und was ihn interessiert. Das riecht danach, dass die Ausgabe bewusst vor die Wand gefahren werden soll.
Leute, merkt noch einer was?!
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Erst die MSG-Redakteure,
jetzt – womöglich – die Fotografen,
als nächstes all jene, die grundsätzlich zu viel kosten – also alle.
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Warum sollten nicht die 45- bis 54-Jährigen outgescourced werden..? – raus aus dem Tarifvertrag – wieder rein in die Gewinnzone. Was man mit Volos machen kann, und wo die Altersteilzeit noch nicht greift – da muss es doch auch eine Business-Lösung geben, oder? Leute, es geht um Gruppen-Bildung und Gruppen-Ausschluss. Um, sorry, Profit orientierte Cluster-Bildung, die dem Geschäft zuträglich ist.
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@Katzenklo: Definiere er “keine von uns”.
Wenn das so weiter geht, gibt es kein “uns” mehr.
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Durch die scheibchenweise Zergliederung der Belegschaft:
WAZ-Gruppe > Titel > Texter/Fotografen > Jung(Volos)/Alt (Altersteilzeit) wird am Ende kein “uns” in alter Form mehr übrig bleiben.
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Von Betriebsräten ganz zu schweigen. Je kleiner der (neue) Laden, das neue Outscourcing-Produkt – desto unwahrscheinlicher ist ein (starker) Betriebsrat. Und ohne Arbeitnehmervertretung, kann man auch gleich ganz in den Sack hauen oder auf ewig den Kopf einziehen (siehe Belegschaft der RN).
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Ohne BR gibt es keine Podiumsdiskussionen mehr, keine Lichtburg, keine Öffentlichkeit, keine Rückendeckung der Gewerkschaftsfunktionäre. Dann wird es dunkel. Verdammt dunkel.
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p.s. Frühzeitig ejakulierte Solidaritätsbekundungen mit den Fotografen, die es – womöglich – als Nächste trifft, sind wie blumige Worte und Kränze am Grab. Am nächsten Tag lassen sie die Köpfe hängen…und werden vergessen.
An “Teile_und_herrsche”:
“Ohne BR gibt es keine Podiumsdiskussionen mehr, keine Lichtburg, keine Öffentlichkeit…”
Was hat denn die Lichtburg gebracht? Wo hat denn breitenwirksame Öffentlichkeit geherrscht?
“….oder auf ewig den Kopf einziehen (siehe Belegschaft der RN”
Keine Prophetie, sondern sehr wahrscheinlich: Wenn die WAZ-Gruppe ihren Abbau erledigt hat, wird Lensing-Wolff wieder hinlangen und die RN nochmals verschlanken.
reitz.klima schreibt: “In Essen sitzt der Producer aus Essen, einer aus Velbert und einer aus Hattingen, die am Regio-Desk von Essen aus die einzelnen Lokalausgaben produzieren. Was das soll weiß niemand.”
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Das kann doch nur eines bedeuten: Dass langfristig die Ausgaben von Velbert und Hattingen komplett von einer Mega-Redaktion aus Essen gemacht werden. Nur: Welche Leserin, welcher Leser aus Hattingen ruft denn in Essen an, um etwas durchzugeben? Das gleiche gilt für andere Mega-Redaktionen wie Bochum oder Duisburg und ihr Umfeld.
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Da Herr Hombach ja nach eigenem Bekunden diese Diskussionen liest und er sich ja Rückmeldungen aus den Redaktionen wünscht, bitte schön:
Was hier gemacht wird, ist verlagsschädigend. Es wird die Auflage massiv senken und die Akzeptanz der Leser “ihrer” Lokalzeitung gegenüber schwächen. Es ist wie das untergehende Vest eine reine Kopfgeburt fern der Praktikabilität und eine Fehlentwicklung, die man in spätestens drei bis fünf Jahren bedauern wird. Es schwächt das Alleinstellungsmerkmal “lokaler Content” der Ausgaben bis zu ihrem Zusammenbruch.
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Mit schlecht abgeknipsten Bildern der XYZ-Agentur GmbH & Co. KG geht das Ganze noch ein bisschen schneller…
@Teile_und_herrsche
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… und den jetzt angenommen starken Betriebsrat siehst Du wo?
@ zeilenschinder
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NUR die Producer sollen am Regio-Desk in z.B. Essen sitzen. Die Lokalredaktionen bleiben, mit dann dezimierten Planstellen, dezentral in den Städten … Schlusssatz – Du weißt schon -: nur ein Plan, kein Anspruch auf Um- oder Nichtumsetzung, alles diskutabel, aber nicht kritisierbar!
Zeilenschinder hat Recht.
Die Regiodesks sind reine Theorie.
In der Praxis funktionieren sie schlecht oder gar nicht; das sagt die Basis überall (wer die Chefs fragt, kriegt natürlich blumige Antworten, die haben es ja so verbockt).
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Schon mal bei der WR nachgefragt? Die macht das ja schon in Teilen und die Mehrzahl der Leute ist alles andere als zufrieden. Es klappt nur leidlich!
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Von daher: Kompetenz vor Ort lassen. Mit Regio-Desks wird Auflage vernichtet! Das sollte sich die GGF zu Herzen nehmen!
@blattspinat: Zustimmung soweit. Indes: Du musst die Latte tiefer legen. Immerhin haben wir noch einen Betriebsrat – und deswegen gibt es Lichtburg-Veranstaltungen (mit welcher Wirksamkeit auch immer). In Zukunft sind sie Vergangenheit.
In Sachen RN gebe ich erst recht Recht. Wahrscheinlich ist der nächste Schnitt schon abgekaspert. Bei einem geschmackvollen Abend, irgendwo in essen.
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@reitzklima: Noch am Mikro. Im Gespräch. In Verhandlungen. Im Kampf. Bald aber: Im Ruhestand. In den Geschichtsbüchern der Publizistik-Studenten.
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@armin: Die WP wird bald unternehmensberatenden Besuch bekommen, wenn er nicht schon da war.
an Zeilenschinder:
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War die Zahl 94 (WAZ-lokal) auch schon bei der Präsentation in der Lichtburg Thema? Oder hat Schickler da “nachjustiert”?
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Und wenn, gibt es dann auch Zahlen für die anderen Titel auf “Schicklers Liste”, die sich – sagen wir mal angepasst haben?
Ich habe die Zahlen verdrängt…
@ Settembrini
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… das ging wohl an mich ?
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Die konkreten Zahlen für die einzelnen Lokalredaktionen sind erst gestern abend in der WAZ-Lokchef-Runde vorgelegt worden; in der Lichtburg wurde das noch nicht mitgeteilt. Für die anderen Titel – s.o. -: Die NRZ wird sie heute hören. Wie es mit WP und WR steht, weiß ich nicht.
@reitz.klima
Excusez moi, mein Fehler. Danke für die Info.
[...] welcher Wirksamkeit auch immer) : Auch beim Blog MedienMoral findet ein Blograuschen als sublimative Entsorgung der persönlichen Betroffenheit statt. Wer auf [...]
Die Gesamtzahlen gab es auch schon in der Lichtburg; bei der WAZ waren das minus 95 Stellen lokal. Das alles ist auch im Schickler-Konzept nachzulesen, das der Westen inzwischen ja veröffentlicht hat.
Redaktionsscharf ist das aber nicht (es sind ja nur die Lichtburg-Folien).
Bei der WP gibt es morgen eine BV, da wird es wohl Details geben.
Ich glaube, es ist nicht davon auszugehen, dass es morgen bei der WP neue Zahlen gibt. Ich habe gehört, dass es auch keine BV ist, weil GGF und Chefredaktion die Veranstaltung meiden werden. Es läuft jetzt unter “Info-Veranstaltung”. Infos rund um einen möglichen Sozialplan und wie man sich gut abfinden lässt…
Das waren die PPP-Zahlen in Essen laut derwesten:
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IST:
211 Redakteure Lokal
27 Kaufmännische
SOLL:
122 Redakteure Lokal
21 Kaufmännische
——————-
89 Redakteure
6 Kaufmännische
…
Lag ich demnach in großen Teilen richtig, was das herauslesen aus der Präsentation betrifft.
Das Konzept der “Unternehmensberater” ist wahrlich gekupfert und so schön beliebig auf jedes Unternehmen übertragbar, es geht mathematisch an Teilprobleme heran – die Formeln zur Einsparung per Stellenabbau sind dabei recht einfach (kann sogar ein Schulkind nachdem es Malnehmen und Minuszahlen gelernt hat). Die weiterführenden Formeln sind bei den verursachenden BWLern aus der letzten Reihe des Hörsaals leider nicht angekommen. Und mit den vielen Parametern einer komplexen Formel die vereinfacht Gewinn = Einnahmen – Ausgaben lautet, will man sich nicht befassen, weil der Excel-Grundkurs den Solver und die höheren mathematischen Weihen der Wahrscheinlichkeitsrechnung nicht hergab (oder man dummerweise wieder in der letzten Reihe gefristet hat).
Kleine Nebenwirkungen des Stellenabbaus und der Ausgliederung: Auch die Anzahl der Betriebsräte verringert sich!!! Aber die braucht in einer Personal-Service-Agentur keiner, denn wer dort vorstellig wird, der weiss schon das er seine “reguläre Berufskarriere” vermutlich nicht mehr wieder sehen wird.
Im Zusammenhang mit der Ausgliederung der “Fotografen” würde es mich nicht wundern, wenn eine GmbH, die zufälligerweise der WAZ-Gruppe gehört, aber natürlich nichts damit zu tun hat, diejenigen anheuert die nicht schnellstens bei einem anderen Verlag unterkommen. So verdient man doppelt: Einerseits zahlt man weniger an Lohnkosten, andererseits wird Zeitarbeitern ein Teil des Lohns einbehalten…
Der andere Punkt der Producer hört sich erst einmal nicht so verkehrt an. Ein Redakteur muss sich nicht ums Layout kümmern, sie/er liefert den Inhalt (Content), der Producer schiebt die Zeilen so lange hin und her bis eine Seite voll ist. Aber wie sieht es dann mit inhaltlichen Veränderungen der Texte aus, darf der Producer einfach das was nicht passt abschneiden? Wer sucht das Bild zum Artikel aus, wer macht den Bildschnitt und die Unterzeile?
Aus meiner praktischen Erfahrung im Layout ist kurz vor Schluss immer noch was zu ändern, wartet man auf Texte, Bilder und Freigaben, auf Korrekturen und es zieht und zieht sich … und dann kommen immer die Computerprobleme dazwischen. Bei einer One-Man-Show (gemäß der Präsentation) eine gewagte Stellenreduzierung, wenn gleichzeitig der Abgabetermin nicht verschiebbar ist.
So langsam scheint sich bei den Betroffenen die Erkenntnis durchzusetzen:
JA, es ist genau so schlimm wie befürchtet.
und die die bleiben dürfen werden feststellen das zwar das Gehalt gleich bleibt, allerdings bei vollem Arbeitsausgleich für die entlassenen Kollegen. Ob das ein Vorteil ist???
Ach ja, und spätestens ein halbes Jahr nach Durchführung der Maßnahmen lädt die Geschäftsführung die Verbliebenen um ihnen eindringlich zu offenbaren, das wenn sie so miserabel weiter machen, die Kunden nur noch weglaufen und sie damit ihren Job riskieren. Also gilt ab jetzt: Mehr Qualität für den gleichen Preis, mehr gut recherchierte Artikel und im Zuge der Optimierung der Arbeitsauslastung werden die Einsatzgebiete der Redakteure flexibel gestaltet. Freiwerdende Stellen kann man unter den dann herrschenden wirtschaftlichen Verhältnissen leider nicht neu besetzen, und sollte dies doch mal unausweischlich sein, dann nur mit Zeitvertrag – aber es gibt ja genug Nachwuchs der seine 174te Praktikumstelle sucht…
Ich klinke mich ab jetzt hier aus. Diskussionen bringen keine Änderungen und gehandelt wird nicht. Solidarität beansprucht jeder eh nur für sich.
Viel Glück, Leute (ernst gemeint).
@Hans Lassmann und Zeilenschinder:
Ohne eine Gehaltsdikussion fortführen zu wollen, nur zwei Anmerkungen:
1. Die letzte verfügbare Einkommensstatistik stammt tatsächlich von 2004 – denn die Statistik wird nur alle 3 Jahre erhoben und die Zahlen von 2007 liegen noch nicht vor.
2. Sicherlich meint (fast) jeder, dass er auf Grund seiner Arbeitsleistung, Stundenzahl, unregelmäßigen Dienste, Wochenendarbeit etc. eigentlich mehr verdient hätte als er tatsächlich bekommt. Fakt ist aber nun mal, dass das Redakteurseinkommen deutlich überb dem Durchschnitt liegt. Und deshalb wären für die meisten die Reduzierungen auf 80 oder xy % Gehalt und Arbeit wohl noch irgendwie rechenbar. Oder was denkt ihr, was ihr bei einem Anzeigenblatt oder in einer kommunale Pressestelle oder … verdient?
Punkt. Ende der Diskussion.
@all: Die konkreten Schickler-Planungen bzw. -Zahlen werden inzwischen wohl den meisten bekannt sein. Die Streichungen in den Lokalredaktionen wurden ja titelspezifisch bei der 2. Versammlung in Essen bekanntgeben und sind im Schickler-Papier in derwesten.de einsehbar. Außerdem hat der WDR ja schon konkrete Standorte genannt. Also: Bei der WR sollen laut Schickler die Lokalredaktionen Meschede, Olpe und Bad Beleburg geschlossen werden, bei der WP sind es die Lokalredaktionen, Siegen, Werl und Ennepetal. Zudem kommt ein teilweise erheblicher Planstellen-Abbau in den “überlebenden” Redaktionen hinzu. Bei der WR sind 59.5 lokale Redakteurstellen auf der Streichliste, bei der WP 27.
Auch ich klinke mich jetzt aus. Niemand ist allem Anschein nach bereit sich zu wehren, zu kämpfen. Schliddert sehend in ein Desaster. Wer will eigentlich das künftig leblos zusammengeschusterte Produkt Zeitung noch lesen? Von echten Journalisten hätte ich mehr erwartet.
An downunder:
Na und? Dann liegt das Redakteurseinkommen eben deutlich über dem Durchschnitt. Warum eröffnest du jetzt eine solche Debatte hier, wo du garantiert doch zu den vielen Kolleginnen und Kollegen gehörst, die ansonsten in zahllosen Kommentaren und Berichten den Populisten der LINKEN, bei jedem Versuch, die Verteilungsgerechtigkeit zu hinterfragen, blanken Populismus und Neid-Diskussionen vorgeworfen haben? Bist du da jetzt Mitglied geworden?
@Katzenklo et al.: wehren, kämpfen? Also erstens würde ich eine
Aktion nicht ausgerechnet hier in Bodo Hombachs Morgenlektüre verbreiten. Zweitens setze ich immer noch geringe Hoffnungen in das Verhandlungsgeschick des Betriebsrats. Drittens gibt es gesetzliche Vorgaben; wenn die Engagiertesten unter uns beispielsweise ab sofort in einen wilden Streik träten, dann hätten es die Herren mit der Streichliste wesentlich einfacher.
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Die Öffentlichkeitswirkungen von Demonstrationen und Aktionen ist meines Erachtens begrenzt. Wenn sich die Seite, die über das Kapital verfügt, entschlossen hat, ihren Betrieb herunterzuwirtschaften, dann macht die andere Seite wenig dagegen.
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Man könnte sich allerdings überlegen, welcher Plan dahinter steckt, die vier Titel auf Leserhauab zu verschlanken und dafür massig Geld in die Spardose zu tun. Doch nicht etwa, damit der Konzern bei einem Verkauf auch recht teuer wird?
ich muss Zeilenschinder rechtgeben, dieser Gedanke spukt mir auch schon die ganze Zeit im Kopf rum. Wer sagt denn, dass die WAZ Mediengruppe nicht für Montgomery und Konsorten aufgehübscht wird? Die Inhaberfamilien haben Großes geleistet, sind aber in die Jahre gekommen? Was kommt dann? Die Nachfahren zeichnen sich auch nicht als die Verleger mit der überragenden Kenne aus. Also wieso die WMG nicht für 5-7 Mrd. Euro+X verkaufen und das Sümmchen schön gleichmäßig verteilen? Dann sind die Familien Brost und Funke ihre Sorgen und Streitigkeiten los .
Das Schickler-Papier ist und bleibt für mich beliebig zusammengestellt und nicht belegbar, wie die Zahlen zustande gekommen sind. Eine Unternehmensberatung agiert nach Zielvorlage und kann nur mit Zahlen operieren, die sie auch vorgelegt bekommt. Das Vest deutliche Verluste finanziell und in den Abonnenten macht ist politisch gewollt gewesen, die Verlagsgruppe Bauer wartet schon auf unseren Abgang dort.
Diese Woche werden ja die konkreten Schließungspläne bekanntgegeben, die WR Meschede soll von ihrem Aus ja schon erfahren haben. Dabei wurde dochngesagt, dass noch nichts feststeht, oder?
Mein Gott, dieser Reitz ist wirklich ein famoser Dummschwätzer. Selbst Hombach sollte ihn bremsen, denn der Mann richtet doch mit seinem Gelaber nur Schaden an.
Im „Meedia-Interview“ sagt dieser Reitz: „Unser Anspruch muss sein: ein Mann, ein Tag, eine Seite.“
Möchte dieser Tünsel aus Düsseldorf wirklich noch ernst genommen werden? Überträgt man seinen Anspruch auf das Schickler-Konzept und die bei der WAZ verkündeten Stellenkürzungen, kann man nur noch lachen.
Eine Lokalredaktion, die täglich 4 Seiten produziert, braucht nach dem Reitz-Motto 6 Planstellen, denn das Zeitungsjahr hat 300 Tage, aber der Redakteur nur 200 Arbeitstage. Tatsächlich wird die Redaktion aber Personal abgeben müssen. Folge: Je Mann/Frau und Arbeitstag sind künftig 1,7 Seiten zu produzieren.
Aber das gilt nur fürs Lokale. Für den Mantel gelten andere Maßstäbe: 14 Redakteure in der Rest-Redaktion, 75 (die 10 Onliner lassen wir mal außen vor) am Content Desk, das macht zusammen 89 Redakteure, auf die jetzt die Wahnsinnsbelastung von 0,28 Seiten je Tag wartet.
Aber dafür ist der Content Desk „übrigens die größte regionale
Mantelredaktion in Deutschland“ – Originalton vom Dummschwätzer im besagten Interview.
In diesem Interview kann man dann auch lesen, dass die online-Redaktion von derwesten.de “selbstverständlich in den Content-Desk integriert wird”. Und von was ist die Dame Borchert dann noch Chefredakteurin?
Wie schon oben gesagt, selbst Hombach sollte großes Interesse haben, dem Dummschwätzer endlich den Ton abzudrehen. Könnte er nicht Korrespondet in Washington werden??? Markus Günther geht doch zur Augsburger Allgemeinen…
Ich hege Zeilenschinders Vermutungen auch. Der Plan, ein Unternehmen extrem kurzfristig auf Rendite zutrimmen, spricht nicht für langfristige Ziele. In meinen Augen ist das Schickler-Konzept ohne Perspektive, da es bei seinen Sparzielen bewusst eine Produktverschlechterung in Kauf nimmt.
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Das Vest hat bewiesen, dass das Konzept “Regio-Desk” von den Kunden nicht angenommen wird. Eine Lokalzeitung ohne Lokalteil funktioniert eben nicht. Selbst wenn jetzt kurzfristig Defizite abgebaut werden, wird ein deutlicher Auflagenverlust eine Spirale ohne Ende in Gang setzen.
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Stehen schon Investoren vor der Tür, die dann die momentan auf Gewinn getrimmten Titel oder die ganze WMG übernehmen wollen?
Stichwort Dummschwätzer: In dem Meedia-Interview behauptet Reitz ja auch, man habe (seit einer Woche!!!) gute Erfahrungen mit dem Verzicht auf dpa gemacht. Lächerlich!!! Auf jedem Rechner kann jeder WAZ-Redakteur nach wie vor alle Agenturmeldungen von dpa lesen. Und natürlich legt der Chefredakteur großen Wert darauf, dass der “Autorenzeitung” keine wichtige News entgeht. Dann muss man eben einen “Autor” anrufen und (um)schreiben lassen… Damit die schöne Quelle nicht versiegt, verzichten zwar die WAZ-Zeitungen auf dpa, aber über derwesten.de ist der Reitzsche Content Desk ja bestens versorgt.
Verzicht heißt also wohl nur: Wird nicht mehr bezahlt!
@Zeilenschinder:
Zitat “Die Öffentlichkeitswirkungen von Demonstrationen und Aktionen ist meines Erachtens begrenzt. Wenn sich die Seite, die über das Kapital verfügt, entschlossen hat, ihren Betrieb herunterzuwirtschaften, dann macht die andere Seite wenig dagegen.”
Das war so, das ist so, das wird immer so sein. Wozu überhaupt noch Veränderung?
@all
Nur weil die hochdotierten Redakteure seit Jahren ihren Biss verloren haben, weil es viel einfacher ist mit der Macht zu schreiben, als dagegen? Weil Recherche lästige Arbeit für Novizen ist? Ein gut recherchierter Artikel über die Veränderungen der Macht / Geldverhältnisse, über Niederlagen und Siege im Gerangel um Macht (u.a. auch bei Arbeitskämpfen) wäre ja auch mal einen Artikel wert – aber wer sich dermaßen niedrigem Niveau prostetuiert um seinem Chef zu gefallen, der sollte seine Rolle als Sklave annehmen, und damit glücklich werden. Nach erstem Arbeitsmarkt kommt ALG und dann HARTZ IV, vielleicht sogar zwischenzeitlich die Selbsterfahrungsgruppe ‘Prekäres Arbeitsverhältnis’.
Mir als nur Leser eines Produkts des WAZ-Verlages kommt das alles etwas zu lau vor – was bitte wird euch morgendlich verabreicht? Valium, Opiate, oder kreist die Tüte?
@Katzeklo: Mein Eindruck ist, jeder hofft zur Zeit, daß nicht ihn trifft und hält deshalb die Füße still, auch wenn nur noch “geringe” Hoffnungen in den Betriebsrat gesetzt werden. Damit spielt man aber nur der Geschäftsleitung in die Hände.
@waz969: Es ist doch wohl kein Zufall, dass ein Jahr nachdem DerWesten unter Frau Brochert online geht, geplante Kürzungen und Personaleinsparungen bekannt gegeben werden. Das lag doch längst in den Schubladen von Hombach, Reitz und Co. Keine Ahnung, ob die Kollegen wissen, an was sie da mitwirken, aber der Trend geht weg vom Print hin zum Internet (wo noch weniger Geld durch Werbeeinnahmen reinkommt). Was wir damals beschwichtigt wurden! Was uns als Erweiterung und als neue Chance verkauft wurde, ist nichts anderes als ein Jobkiller. Übrigens, am Informationsaustausch beteiligt hat sich von denen hier noch keiner. Auch kein Zufall!
@ VogelFreier @ Katzenklo
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> Auch ich klinke mich jetzt aus.
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Das nenn ich Migration, nämlich der YADOMs. Und daran geht das Ruhrgebiet und die Auflage der WAZ kaputt. Es kommt REITZ 2.
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Munth Reitzbert kann mal einen AuflagenTipp für 2020 geben – so ganz demographisch und dem(ent)okratisch. Die WAZ-Medien müssen sich demokratisch öffnen, um mit der Region zu überleben. Wie? Zum Beispiel: Ein neues Format für Leserbriefe – eben PLiB-Eintext als Mediation in den Medien. YADOMs schmeißen keine Schuhe. Und WAZ-Journis schmeißen eher ihren Job, als für handwerklich mediale Innovation für die Region zu kämpfen.
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Steckt Euch die Jakobsschleife an den Hut und erwartet geduldig die Projektionen des Deutschen Städtetages aus 2005. Das ist REITZ 2 – wegen der medialen Filter-Köpfe aus 2008 minus.
Zukunft Tageszeitung: Wer macht ein WAZWiki auf?
zum Thema ‘Madenwerk’ und ‘neo-NSDAP’
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http://duisburg-city.blog.de/2007/09/14/partizipation_und_integration_lasst_uns_~2980711
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Journis: go-asap
@Tenrix: Mach’s gut! Aber bitte woanders, du PLiB-Eintext-Halbhirn!
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@all: Lasst diese dämlichen Gehaltsdiskussionen aus dem Spiel. Watt soll der Mumpitz? – Kein Job – kein Gehalt. Also, alles wenig Gehaltvoll.
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Und außerdem: Ich habe das Gefühl, dass das Wort Resignation hier mittlerweile ein Synonym für Redakteur geworden ist.
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Für sinnvoller halte ich es, dieses Forum – im Sinne des Erfinders – als solches zu nutzen. Zahlen gehören hier hin. Fakten. Ideen. Kreative Vorschläge. Begründete Kritik. Links zu Sites, die die Phrasendrescher anhand ihrer Worte entlarven. Beleidigen kann jeder – Widerlegen, Hinterfragen – darum muss es hier gehen.
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Und, liebe Gewerkschaft: Das Wesen des Blogs ist es, täglich fortgeschrieben und mit Neuem angefüttert zu werden. Kann doch nicht wahr sein, dass man hier als 943. irgendwo im Nirgendwo kommentiert.
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Neues frisch auf den Tisch! – Und glaubt mir, es gibt jetzt täglich Neues
> Neues frisch auf den Tisch! – Und glaubt mir, es gibt jetzt
> täglich Neues
REITZ 2 plus für Backofficielle.
Halleluja, Tenrix klinkt sich aus.
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Wenden sich manche Dinge also doch noch zum guten.
Nachschlag in Fragen:
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Was und wie hoch ist eine “Turbo-Prämie?
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Wie hoch sind die Abfindungen in welchem Fall für wen? (Habe was von fünf- bis sechsstellig vor Steuern gehört…)
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Was wird aus dem Nachwuchs, der den Blättern noch Schwung gibt?
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Wird derwesten komplett in den Content-Desk integriert – oder nur partiell (was nur logisch wäre)?
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Was wird aus denen, die bleiben, wenn am Ende nichts mehr bleibt?
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Wie könnte Altersteilzeit funktionieren?
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Was raten die Leute von der Presseversorgung?
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> Halleluja, Tenrix klinkt sich aus.
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> Wenden sich manche Dinge also doch noch zum guten.
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reitz.klima, mein Sohn. Wo bleibt die Wahrhaftigkeit Deiner medialen Aussage? Bist Du einer der NRZ-Journis, die Abo-Sharing provoziert haben? Und weshalb jetzt REITZ kommt und REITZ 2 folgen wird?
>>Gute Erfahrungen hat die “WAZ” mit dem Verzicht auf die Meldungen der Nachrichtenagentur DPA seit dem vergangenen Montag gemacht. Das sagte Chefredakteur Ulrich Reitz im Interview mit dem Branchendienst “Meedia”. So verstehe sich die “WAZ” als Autorenzeitung. “Wir haben weiterhin jede Menge gute und exklusive Geschichten im Blatt. Dabei kann uns keine Agentur helfen”, so Reitz.<< (Quelle; dwdl.de)
Nimmt Herr Reitz bewusstseinserweiternde Drogen oder leidet er seit neuestem unter vollkommenem Realitätsverlust? Mit seiner Meinung über die Qualität der WAZ steht er jedenfalls allein auf weiter Flur. Vielleicht sollte er mal jemanden fragen, der sich damit auskennt, z. B. seine Leser oder die, die es die längste Zeit waren.
@ Backoffice
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Jetzt hast Du meine ungeteilte Aufmerksamkeit.
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Nun Dein guter Vorschlag: Wo tauschen wir Ideen für die Zeit nach dem Gau – so wir dann noch gehaltvoll stehen – aus? Wie kommen wir – möglichst schnell – zusammen, um ein Konzept unter Einbeziehung aller Redaktionen auszuarbeiten, das unseren Erfahrungswerten und unserer Qualifikation gerecht wird, die Fotografen beinhaltet, Einsparpotenzial hat, den Regio-Desk abwendet, uns für Leser und Inserenten interessant und damit zukunftsfähig aufstellt – und mit wenig Personal auskommt?
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So komfortabel es sich in dieser Anonymität lästern lässt – es ist wohl an der Zeit, dieses devote Hiobsbotschafts-Bombenkraterlöcher-Stopfen, in dem sich der Betriebsrat übt, zu vertagen, die Kreisdenkerei sein zu lassen und einen diskutablen Kontervorschlag aus den Redaktionen an die GGF auszuarbeiten.
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Wenn möglich unter Umgehung der Chefredaktion. Es wird lästig, dass Reitz den Blick auf uns verstellt.
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Ideen hätte ich.
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Nun Du: Wo und wie?
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reitz.klima@live.de
[...] der Beiträge ist das Diskussionsniveau auf dieser Website sehr hoch. Merkwürdige Schreiber wie Tenrix sind gemessen am Gesamtaufkommen der Einträge recht selten. Hatten bislang die [...]
Wenn auch Außenstehende diesen Blog verstehen sollen – denn aus der der Tageszeitung erfährt man als doofer Leser ja nichts – dann müsste die Gewerkschaft hier mehr Informationen verbreiten.
Der Kenntnisstand dürfte außerdem auch innerhalb des Konzerns sehr unterschiedlich sein. Also: Nicht nur für die Außenstehenden, auch für die eigenen Leute wären mehr Infos wichtig.
Ich gehöre zu den Leuten, die auf der Schickler-Liste stehen. Die Redaktionen, die geschlossen werden sollen, dürfte jeder Redakteur der WAZ-Gruppe mittlerweile kennen. Lokalchefs wissen das schon länger, haben sich aber in Schweigen gehüllt bzw. haben das miese Spiel mitgemacht.
Die Hierarchie in der WAZ-Gruppe ist eines der größten Probleme. Chefredakteure verstehen sich als Zampanos, egal wie klein die Zeitung ist, weil sie zu jedem mehr oder weniger blödsinnigen Event eingeladen werden. Bauchpinselei, die bei diesen Leuten funktioniert. Jeder, der so eine exponierte Stellung innerhalb der WAZ-Gruppe annimmt, macht sich zum Verbündeten der Mächtigen. Das funktioniert schon bei den kleinen Lokalfürsten, die völlig planlos durch die Lande laufen und die Kollegen mit Ahnung anschnauzen: Schau mal ins Impressum, ich bin der Chef!
Wer Hombach glaubt, glaubt Hinz allemal. Ich glaube an gar nichts. Wenn ich glauben will, gehe ich in die Kirche. Und dann stehen da neben mir Christenmenschen wie Reitz.
@Zoom:
- Dieser Blog hat es sicherlich verdient, eines Tages wissenschaftlich (von einem Studenten) untersucht zu werden.
- Oft weiß man nicht, worauf sich die Antworten beziehen – eine Suchfunktion wäre wohl hilfreich.
- Ich weiß nicht, ob man es der Gewerkschaft überlassen sollte, hier Zusammenfassungen zu schreiben. Das würde Objektivität voraussetzen. Die kann es in diesem Blog m.E. nicht geben.
@Tacheles Den Titel für die Untersuchung wüsste ich auch schon: “Blogs in ihrer Funktion als informelle Korrektive zur Medienrealität zensierter und gleichgeschalteter regionaler Monopolzeitungen.” Da fällt mir ein: Wenn ich freigesetzt werde, kann ich ja wenigstens noch meine Promotion nachholen…
@Vogelfreier @ Katzenklo @ alle, die jammern (also fast alle hier!!)
Hier läuft ja wohl einiges schief. Wer kämpfen – im Sinne von: streiken – will, soll das tun, gerne – aber doch bitte zur rechten Zeit!
Jetzt jedenfalls ist die Zeit des Verhandelns. Das geschieht – und meinem Eindruck nach sind die Betriebsräte dabei recht gut aufgestellt – um hier mal gegen das allgegenwärtige, teils ziemlich dümmliche Betriebsrat-Bashing anzuschreiben.
Deshalb gilt auch: Ja, es gibt eine Schickler- oder besser Hombach-Nienhaus-Reitz-Liste mit Redaktionen, die geschlossen werden sollen (und anderen, in denen Stellen eingespart werden sollen). DIE SIND ABER NOCH NICHT GESCHLOSSEN! Das letzte Wort ist nicht gesprochen, es wird eben noch verhandelt mit den Betriebsräten. Ob sich Reitz& Co (=Konsorten) durchsetzen, ist noch gar nicht klar. Die Betriebsräte hoffen auf einen Stellenabbau in geringerem Umfang; dass dies möglich ist, sollen gerüchteweise auch schon die Eignerfamilien und die Geschäftsführung bestätigt haben.
So gesehen ist mir der Tonfall hier schon reichlich resignativ. Ja, es wird Einschnitte geben, ja, die Geschäftsführung will und wird bei den Redaktionen sparen. Aber wer seinen Betriebsräten schon jetzt in den Rücken fällt, sie nicht stützt, seine Ideen (zum Sparen, wichtiger aber noch für die Zukunft der Zeitung) für sich behält, der/die hat den Kampf offenbar schon aufgegeben. VIEL ZU FRÜH. Warum etwa die Foto-Redakteure von WAZ und NRZ (die von WP und WR übrigens offenbar nicht!!) schon aufgeben. So ein Humbug. Nur weil Schickler die in seinem Nicht-Konzept nicht vorsieht?
Im Übrigen: Ein Blog ist ein Blog ist ein Blog. Arbeitskämpfe werden nicht virtuell ausgefochten, noch jedenfalls nicht. Und dieser Blog taugt nun einmal nur sehr bedingt zur Organisation von Kampf-Maßnahmen, jedenfalls, solange alles anonym abläuft (was ja im Übrigen sehr vernünftig ist).
@Frank: Wohl eher “Webforen: Zwischen Selbstgerechtigkeit, Selbsthilfe und Selbstmord. Wenn Ohnmacht die Sinne benebelt” – Gibt’s aber schon zur Genüge: http://www.nakos.de/site/selbsthilfe/internet/
Auf Tauchstation ist Reitz seit seiner Mahlzeit-Rede in der Lichtburg gegangen, lässt die Lokalredaktion schändlich im Stich. Und auch ein Klümper ist dem Vernehmen nach in den Schickler-Runden nicht in der Lage, Partei für die Lokalredaktionen zu ergreifen, duckt sich weg, geschweige denn, dass er die falschen Schickler-Zahlen gerade rückt. Beide Reitz und Klümper setzen auf den großen Wurf Content-Desk.
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Dabei wusste bisher jeder Chefredakteur der WAZ, dass diese Zeitung wegen ihrer Lokalteile gekauft wird. Doch diese sollen nun kleingeholzt werden. Andere Verlagsgruppen machen es uns doch vor: Lokales first!
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Trotzdem träumt Reitz von der größten Zentralredaktion Deutschlands: Hernn Nienhaus, Herr Hombach, es wird Zeit, dass Sie diesen Blödsinn, der die WAZ-Gruppe über kurz oder lang weitere zigtausende Abos kosten wird, ganz schnell beenden und uns eine kompetente Führungsmannschaft geben. Und die sieht anders aus als Reitz und Klümper!
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Hören Sie doch bitte auf die Redakteure, die wissen, was ambach ist. Die ihnen auf Anhieb sagen können, dass Planstellen gar nicht dort sie, wo sie Schickler abgelesen hat, dass Schicklers-Seitenzahlen nicht stimmen und die ihnen auf Anhieb sagen können, wo sechsstellige Overhead-Kosten in den Redaktionsbetriebs eingerechnet werden.
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Denken sie doch mal drüber nach, ob der Ego-Trip eines Einzelnen zigtausende Aboverluste wert ist…. Falls sie nicht drüber nachdenken wollen, vielleicht tuns ja die Gesellschafter.
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Wir haben in der Gruppe in 9 Jahren rund 300.000 Abos verloren. Wenn Reitz u. Co. weitermachen, sind die nächsten 300.000 schneller weg….. Denn zu halten sind die Lokalen Abos mit dem Essener Content-Newsdesk und den Regio-Desks nicht….
Ein Mann pro Tag und Seite….
Mensch, Hombach, dass Reitz Ihnen das als Rezept verkaufen kann, wundert mich nicht. Sie haben schließlich einen anderen Hintergrund als Verlagsmanager zu sein. Aber Herr Nienhaus: Sie zumindest müssten doch wissen, dass one man, one page nicht geht! Wie viele Redakteure machen bei der Blöd-Zeitung eine Seite, wie viele bei der Welt? Denken Sie mal über das Regio-Harakiri-Content-Konzept nach.
Von denjenigen Bekannten und Freunden, die überhaupt noch eine Zeitung aus unserem Haus lesen, bekomme ich immer häufiger zu hören, dass sie sich mit dem Gedanken tragen, ihr Abonnement zu kündigen. Häufigstes Argument: “Da steht ja sowieso nichts mehr drin!” Und mir, der in der Vergangenheit stets bemüht war, Kritiker vom Gegenteil zu überzeugen, gehen mittlerweile die Gegenargumente aus.
Wieso darf ein talent- und glückloser Marketingleiter wie Herr Zowieslo es ist, Hunderttausende Euro für sinnlose Marketingaktionen verbraten? Der Wettbewerb “Wir sind Zeitung” beispielsweise kostet unser Haus eine Menge Geld, bringt unterm Strich aber nichts ein. Gerüchten zufolge soll ein nicht unerheblicher Teil der im Rahmen dieser Aktion gewonnenen Neuleser das Abo zum Ende der Mindestvertragslaufzeit bereits wieder gekündigt haben.
Warum wird das “Content-desk”-Konzept des Herrn Reitz ohne einen Hauch von sachlicher und fachlicher Kritik umgesetzt, obwohl es de facto den Rückzug aus der lokalen Berichterstattung bedeutet und unzählige weitere Abokündigungen nach sich ziehen wird? Die Leser unserer Titel wünschen sich einen ausführlichen und informativen Lokalteil! Um zu wissen, was in der Region, in Deutschland oder weltweit geschehen ist, bedarf es weder der WAZ noch der NRZ, WR oder WP. Da gibt es weitaus bessere Alternativen, sowohl online als auch in gedruckter Form.
Sehr geehrter Herr Hombach, sehr geehrter Herr Nienhaus, machen Sie sich doch bitte die Mühe und fragen die Mitarbeiter einer unserer Geschäftsstellen am Niederrhein oder im tiefen Sauerland, was die Menschen dort von einer gutgemachten Tageszeitung erwarten. Dann werden sie erfahren, wie wichtig die Lokalberichterstattung für den Fortbestand unserer NRW-Titel ist. Überhaupt: Unsere Zeitungen kommen seit nunmehr acht Wochen vorwiegend als 32 Seiten dünne Blättchen daher, die haptisch noch dünner wirken als eine 16-seitige “Bild”-Zeitung. Dass es die WR mit ihrer ausufernden Lokalberichterstattung vor allem im Dortmunder Raum über Jahrzehnte hinweg maßlos übertrieben hat, ist bekannt. Aber muss man deswegen alle Ausgaben auf 32 Seiten zurechtstutzen? Hätte man nicht vorerst ein Limit von 36 oder 38 Seiten festsetzen können, ohne harte Einschnitte bei einzelnen Ressorts? Ließen sich die Papierkosten nicht auch durch harte Verhandlungen mit den Herstellern und Lieferanten drücken?
Die Mitarbeiter der WAZ-Mediengruppe machen sich zurecht Sorgen um ihre Arbeitsplätze und die Zukunft unseres Unternehmens. Handeln Sie bitte nicht allein aus einem nicht wegzudiskutierenden Kostendruck heraus, planen Sie langfristig und stellen Sie sich die Frage, wo wir mit unseren Zeitungen in drei, fünf oder zehn Jahren stehen wollen und wie wir dieses Ziel erreichen können. Das einzige, wodurch wir uns von anderen Zeitungen und Wettbewerbern unterscheiden und abheben könnten, sind Qualität und Quantität! Ein Blick nach Thüringen zeigt, wie ausgezeichnet im wahrsten Sinne des Wortes eine Tageszeitung sein kann. Stülpen Sie einem unserer NRW-Titel das Layout und das Konzept der Thüringer Allgemeinen über und Sie werden sehen, dass es auch an Rhein und Ruhr, zwischen Niederrhein und Sauerland Menschen mit Anspruch gibt. So ließen sich endlich auch wieder junge Leute für das Medium Tageszeitung begeistern. Auch wenn tendenziell immer weniger junge Menschen eine Zeitung lesen: Die, die es tun, greifen nicht selten zu Titeln wie Süddeutsche Zeitung, FAZ oder Zeit.
“Auch wenn tendenziell immer weniger junge Menschen eine Zeitung lesen: Die, die es tun, greifen nicht selten zu Titeln wie Süddeutsche Zeitung, FAZ oder Zeit.”
Das stärkt natürlich in der Diskussion die Position derjenigen, die Lokales für nicht so wichtig halten. Diese Zeitungen haben keinen Lokalteil für Dortmund, Gelsenkirchen oder Winterberg.
Schaut man auf die WAZ-Titel, dann fällt der riesige Spagat auf, den die WR leisten soll: Teile des Ruhrgebietes abzudecken UND das Sauerland – das ist ist eine Kunst, die kaum gelingen kann. Wobei zugegeben sei, dass das mit der Westfalen-Seite gut gelingt. Der absolute Schwachpunkt ist hier der Hauptsport mit seiner den Sauerländer als solchen nervenden BVB-Lastigkeit.
@all: Habt ihr alle mal die Soligrüße gelesen? Es ist beschämend, dass die Politiker punktgenau dass genauso analysieren wie wir alle hier und nur man in der dagegen Essener Zentrale völlig “schickler-verblendet” ist und das nicht sehen will, das sämtliche Abkehr vom Lokalen für die WMG noch mehr Schaden zufügt, als die jetzige Situation. Wenn man Vorschläge erwartert dann bitte sehr: Die Leser erwarten einen 8-12seitigen ausführlichen Lokalteil (incl. Lokalsport) und einen knappen griffigen Mantel, der noch einmal das zusammenfasst, was man eh schon im Videotext und von Tageeschau und N-TV erfahren konnte. Ausserdem -jetzt muss ich leider wieder einmal auf ein Gerücht zurückgreifen- darf die Frage erlaubt sein, warum bei allen Einsparzielen, ein Marketingleiter 28 Millionen (!) Euro für Aktionen ausgeben darf, die die Abozahlen nachweislich nicht gepusht haben??? Da hätten wir dann bei Richtigkeit dieser Zahl schon einmal einen dicken Batzen des Einsparpotenzials ausgemacht…. Auf jeden Fall möchte ich abschließend einmal die Beiträge von Lokales.First und Außenstehender loben, da war wieder viel wahres enthalten, weiter so!
Im Schickler-Papier stecken grobe methodische Fehler. Da sie im Ergebnis dazu führen, dass die potentiellen Einsparungen weit rosiger dargestellt werden als real mit den Schickler-Ansätzen möglich, darf man Absicht unterstellen.
Dass Hombach und Reitz diese Fehler nicht entdecken, ist wohl ihrem Unwissen und ihren Absichten geschuldet, vom gelernten Verlags-Manager Nienhaus muss man aber erwarten dürfen, dass er diese Schickler-Fehler sieht und entsprechend handelt.
Die Fakten (sorry, wenn es jetzt etwas trocken und ausführlich wird, aber das geht nicht anders):
Auf Seite 10 Schickler sind die Redaktions-Budgets aufgelistet, nämlich 22,2 Mio. € für die NRW-Titel. Auf Seite 19 Schickler sind die möglichen Einsparungen aufgelistet, nämlich 18,3 Mio. €. Verbleiben verrechnet mit den Budgets 3,9 Mio. € für 3 Restredaktionen plus WP-Mantelredaktion, also erheblich zu wenig.
Rechnet man mit den Schickler-Zahlen die künftigen Redaktionskosten aus, ergeben sich folgende Zahlen:
Content Desk: 10, 7 Mio. €
WAZ: 1,5 Mio. € (für 12 Red., CR plus Vertr. und 4 MAK Kaufm.)
NRZ: 1,5 Mio. € (Besetzung wie WAZ)
WR: 1,5 Mio. € (Besetzung wie WAZ)
WP: 2,8 Mio. € (Mantelredaktion Heimatzeitung)
Ergibt in der Summe 18 Mio. € und in der Differenz zu den aktuellen Budgets (22,2 Mio. €) 4,2 Mio. € – und nicht wie von Schickler auf den Seiten 19 u. 34 behauptet 7,6 Mio. €.
Methodisch falsch sind auch die Schickler-Berechnungen für die künften Kosten pro Seite im Mantel. Die künftigen Seitenkosten für WAZ, NRZ u. WR sind leicht auszurechnen:
(1/3 Cont. Desk + Redaktionskosten) : (Ausgaben/Jahr x Seiten)
Aus der Theorie in die Praxis:
(5,06 Mio. € + 1,5 Mio. €) : (300 x 16,5)
= 6,560.000 : 4950 = 1325,25 € je Mantelseite WAZ, NRZ u. WR
Und für die WP:
Redaktionskosten : (Ausgaben/Jahr x Seiten)
= 2,789.000 : 4950 = 563,43 € je Seite
Wie kommt Schickler zu seinem günstigeren Wert? Schickler hat die Kosten Content Desk einfach auf alle 4 Titel umgelegt und “übersehen”, dass auch ja auch die Restredaktionen noch bezahlt werden müssen.
Jeden Bürgermeister, der seinem Stadtrat solche Zahlungen und Rechnungen vorlegt, würden wir (zu Recht) zum Rücktritt auffordern. Unsere GGF übernimmt solche Zahlen ungeprüft und läßt sie von Schickler als Evangelium vortragen.
Und es gibt noch mehr Fehler dieser Art in dem Schickler-Papier, wie eingangs gesagt, methodische Fehler, weil auch das Methode dieses Schickler-Papieres ist, ein Ergebnis vorzutäuschen, um einer Vorgabe (Hombach und Reitz) zu entsprechen, weil ein bestimmtes Ziel (Klärung der Machtfrage) erreicht werden soll.
Ein solches Papier kann nicht Basis seriöser Verhandlungen sein!!!
Sorry, Sorry Sorry!!! – Versehentlich die falsche Fassung kopiert!!! Der richtige Text hier mit der freundlichen Bitte an “medienmoral” die erste Fassung von 3,14 Uhr und diesen Vorspann zu löschen:
Im Schickler-Papier stecken grobe methodische Fehler. Da sie im Ergebnis dazu führen, dass die potentiellen Einsparungen weit rosiger dargestellt werden als real mit den Schickler-Ansätzen möglich, darf man Absicht unterstellen.
Dass Hombach und Reitz diese Fehler nicht entdecken, ist wohl ihrem Unwissen und ihren Absichten geschuldet, vom gelernten Verlags-Manager Nienhaus muss man aber erwarten dürfen, dass er diese Schickler-Fehler sieht und entsprechend handelt.
Die Fakten (sorry, wenn es jetzt etwas trocken und ausführlich wird, aber das geht nicht anders):
Auf Seite 10 Schickler sind die Redaktions-Budgets aufgelistet, nämlich 22,2 Mio. € für die NRW-Titel. Auf Seite 19 Schickler sind die möglichen Einsparungen aufgelistet, nämlich 18,3 Mio. €. Verbleiben verrechnet mit den Budgets 3,9 Mio. € für 3 Restredaktionen plus WP-Mantelredaktion, also erheblich zu wenig.
Rechnet man mit den Schickler-Zahlen die künftigen Redaktionskosten aus, ergeben sich folgende Zahlen:
Content Desk: 10, 7 Mio. €
WAZ: 1,5 Mio. € (für 12 Red., CR plus Vertr. und 4 MAK Kaufm.)
NRZ: 1,5 Mio. € (Besetzung wie WAZ)
WR: 1,5 Mio. € (Besetzung wie WAZ)
WP: 2,8 Mio. € (Mantelredaktion Heimatzeitung)
Ergibt in der Summe 18 Mio. € und in der Differenz zu den aktuellen Budgets (22,2 Mio. €) 4,2 Mio. € – und nicht wie von Schickler auf den Seiten 19 u. 34 behauptet 7,6 Mio. €.
Methodisch falsch sind auch die Schickler-Berechnungen für die künftigen Kosten pro Seite im Mantel. Die künftigen Seitenkosten für WAZ, NRZ u. WR sind leicht auszurechnen:
(1/3 Cont. Desk + Redaktionskosten) : (Ausgaben/Jahr x Seiten)
Aus der Theorie in die Praxis:
(3,56 Mio. € + 1,5 Mio. €) : (300 x 16,5)
= 6,560.000 : 4950 = 1022,22 € je Mantelseite WAZ, NRZ u. WR
Und für die WP:
Redaktionskosten : (Ausgaben/Jahr x Seiten)
= 2,789.000 : 4950 = 563,43 € je Seite
Wie kommt Schickler zu seinem günstigeren Wert? Schickler hat die Kosten Content Desk einfach auf alle 4 Titel umgelegt und “übersehen”, dass auch ja auch die Restredaktionen noch bezahlt werden müssen.
Jeden Bürgermeister, der seinem Stadtrat solche Zahlungen und Rechnungen vorlegt, würden wir (zu Recht) zum Rücktritt auffordern. Unsere GGF übernimmt solche Zahlen ungeprüft und läßt sie von Schickler als Evangelium vortragen.
Und es gibt noch mehr Fehler dieser Art in dem Schickler-Papier, wie eingangs gesagt, methodische Fehler, weil auch das Methode dieses Schickler-Papieres ist, ein Ergebnis vorzutäuschen, um einer Vorgabe (Hombach und Reitz) zu entsprechen, weil ein bestimmtes Ziel (Klärung der Machtfrage) erreicht werden soll.
Ein solches Papier kann nicht Basis seriöser Verhandlungen sein!!!
@ Beobachter:
Warum sollte man nicht einmal den Versuch unternehmen, das Niveau von Süddeutsche, Frankfurter Allgemeine Zeitung oder Zeit wenigstens ansatzweise auf unsere regionalen Abozeitungen zu übertragen? Das schließt inhaltlich ebenfalls ansprechende Lokalteile nicht aus. Wie Dr. Faust richtigerweise schreibt, können unsere Titel allein über einen dicken und informativen Lokalteil punkten. 8 bis 12 Seiten hielte auch ich für angemessen. Wenn man dann noch den Quatsch mit der Umfangreduzierung rückgängig machen und den Gesamtumfang auf 38 bis 40 Seiten zurückführen würde, könnte man das Lokale stärken, ohne den Mantel zu schwächen. Im Übrigen: Hat sich schon mal jemand von den Verantwortlichen Gedanken darüber gemacht, warum das Anzeigengeschäft insbesondere im Lokalen schwächelt? Ganz klar: Weil die Anzeigenpreise trotz sinkender Auflagen und schrumpfender Umfänge seit Jahren nur eine Tendenz kennen, die nach oben. Erst wenn das redaktionelle Umfeld und die Preise wieder stimmen, werden auch wieder die Anzeigenkunden zurückkehren, die zwischenzeitlich zu den kostenlosen Anzeigenblättern abgewandert sind. Und ein Großteil unserer Abonnenten wird sich eine Kürzung von Inhalten und Umfängen bei weiter steigenden Bezugspreisen nicht gefallen lassen und kündigen.
All das sind Dinge, die sich unsere Geschäftsleitung noch einmal durch den Kopf gehen lassen sollte. Bei den Armbanduhren, die er in Vergleichen immer wieder erwähnt, setzt Herr Hombach doch auch auf Tradition und Qualität und nicht auf billige Digitaluhren. Warum nicht auch bei den Stammtiteln in NRW? Oder sollte Herr Hombach das Vertrauen in das Medium Zeitung verloren haben?
@waz_backoffice
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Vielleicht ist aber auch Deine Berechnungsgrundlage nur bedingt richtig. Wenn die GGF für den Content Desk eine neue Betriebsgesellschaft gründet und die Leute dort nicht mehr als Redakteure beschäftigt – sie wären reine Inhalte-Zulieferer und hätten mit dem Redigieren, der Seitenplanung etc. nichts mehr zu tun – würde ich davon ausgehen wollen, dass die Leute künftig weit unter Tarif beschäftigt werden; dann kämen wir nicht mehr auf die von Dir errechneten 18 Mio und ein Einsparpotenzial von 7,6 Mio wäre möglich. Was dann auch die weiteren Rechnungen für die Seiten-Gesamtkosten erklären würde.
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Herr Hombach mag “betriebsfremd” sein, doch ich denke, rechnen (oder zumindest nachrechnen) kann er. Gleiches gilt für Herrn Nienhaus. Hinter der für uns großen Unbekannten in dieser Gleichung dürften die Personalkosten liegen; wenn ich es recht erinnere, wollte man “Redakteure” auch weiterhin nach Tarif beschäftigen – wie um erhebliche Augabenbereiche reduzierte Stellen vergütet werden, z.B. im Content-Desk, das bleibt abzuwarten.
@reitz.klima – Das ist schon sehr naiv. Natürlich ist in der Schickler-Vorlage kräftig mit Zahlen manipuliert worden, um ein Wunschergebnis zu erreichen. Scheint aber hier nicht besonders zu interessieren. Schade….
Andere zeigen, wie es geht:
“Berliner Zeitung” ohne Frühausgabe
Die Frühausgabe der “Berliner Zeitung” für Freitag erscheint nicht. Zudem wird die Belegschaft der “Netzeitung”, die ebenfalls zum Berliner Verlag gehört, weiter ausgedünnt. Die Frühausgabe der “Berliner Zeitung” für Freitag kann nicht erscheinen. Grund ist, dass die Redaktion der “Berliner Zeitung” sich zu Beratungen zu einer Erklärung ihres umstrittenen Chefredakteurs Josef Depenbrock zur Personal- und Onlineplanung 2009 versammelt hat. Das erfuhr die taz aus Redaktionskreisen. Im kommenden Jahr wird es bei der “Netzeitung”, die wie die “Berliner Zeitung” zum Berliner Verlag gehört, wohl weitere Kündigungen geben. Nach Informationen der taz hat Depenbrock intern angekündigt, das Budget der ersten ausschließlich im Internet erschienenen Zeitung Deutschlands weiter zu kürzen. Da bereits allen 15 freien Mitarbeitern gekündigt wurde, müssen dann festangestellte gehen. Depenbrock ist in Personalunion mit dem Posten des Chefredakteurs der “Berliner Zeitung” auch Geschäftsführer der BV Deutsche Zeitungsholding.
… und wir warten aufs Christkind und die Zwangsvollstrecker…
Da möchte man doch neidisch werden, oder? Wir sind schon zufrieden, hier unsere virtuellen Zettelchen in die Klagemauer schieben zu können. Es geht uns wohl noch viel zu gut. So gut jedenfalls, dass wir lieber Schickler-Hombach als den eigenen Insidern glauben. Nicht wahr “reitz.klima”? Runterschlucken ist halt leichter als Aufmucken….
Liebe Leute,
ich teile die Befürchtung von zeilenschinder, Hans Plagwitz und anderen: Die Braut macht sich hübsch zur Hochzeit, und wir sind gerade beim Beginn des Schmückens angekommen. Die Verhandlungen sind bloß die Schminke. Und für eine Hochzeit macht sich ein großer Berg Geld besser als Mitgift, als ein Stapel zu alimentierender Lokalredaktionen im Sauerland, Vest oder am linken Niederrhein.
Wollen wir nur hoffen, dass sich ein Verkauf des ganzen Unternehmens noch etwas hinzieht. Ich hätte zwar nie gedacht, das einmal sagen zu müssen, aber: Zum Glück wird man/frau älter. Vielleicht reicht es ja noch…
“@ Beobachter:
Warum sollte man nicht einmal den Versuch unternehmen, das Niveau von Süddeutsche, Frankfurter Allgemeine Zeitung oder Zeit wenigstens ansatzweise auf unsere regionalen Abozeitungen zu übertragen? Das schließt inhaltlich ebenfalls ansprechende Lokalteile nicht aus. Wie Dr. Faust richtigerweise schreibt, können unsere Titel allein über einen dicken und informativen Lokalteil punkten. 8 bis 12 Seiten hielte auch ich für angemessen. ”
Jaaaaaaaaaaaaaaaa,
das wäre sehr wünschenswert –
Aaaaaaaaaaaaaber,
bei WAZens soll gespart werden. Verträgt sich das mit einer Qualitätssteigerung im Lokalen? Nein! Das kostet nämlich richtig Geld. Da kann man dann nicht mal eben den Gymnasiasten zum Knipsen des Seniorenkaffeetrinkens schicken. Oder so.
Mal abgesehen davon, dass es wahrscheinlich einen Aufschrei der Entrüstung gäbe, fände das Seniorenkaffeetrinken nicht mehr statt. Was aber der Forderung nach Qualitätssteigerung widerspricht.
8 bis 12 Seiten Lokalteil? Vielleicht für eine Großstadt, das kann ich nicht beurteilen. Nicht für Klein- und Mittelstädte. Da ginge das nicht ohne abklappern jeden (aber auch WIRKLICH jeden) Termins. Was ja Qualität eher senkt statt befördert.
@beobachter
Qualitätssteigerung bedeutet nicht, jeden Lokaltermin abzuklabastern, Qualität heitß für mich auch, Sprache zu pflegen, Themen zu setzen und eine Kontinuität der Berichterstattung sicherzustellen.
Geld allein ist für eine gesteigerte Qualität nicht erforderlich, zunächst ist ein Umdenken in den Köpfen der Redaktion erforderlich, dann der Mut, die Dinge auch anders anzugehen, eigene Themen zu setzen und schräg zu denken.
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Beispiel dafür ist die Vest-Ausgabe, die von Schickler in Grund und Boden gerechnet wird: Da finden sich z.B. 800.000 Euro Personalkosten zu Lasten der Redaktion in der Aufstellung – am Standort Marl (!) fallen sie an. Dort gibt es nach der Schließung der WAZ-Redaktion Anfang 2007 keine WAZ-Redaktion und kein Redaktionspersonal mehr.
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Woher kommen dann die 800.000 Euro Personalkosten? Erklärt wird das nicht. Entweder ist Schickler falschen Zahlen aus dem Verlag aufgesessen, oder hier wurde mit Vorsatz vor interessierter Seite manipuliert!
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Bei solchen Zahlen – und der ablehnenden Haltung des Herrn Lafrenz mit den Lokalredaktionen zu reden und Strukturen überhaupt zu analysieren, stellt sich mir doch die Frage, ob Schickler sein Geld Wert ist oder ob hier nicht irgendwer betrogen werden soll?
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Wenn sich auch an anderen Standorten derlei unerklärliche Buchungsfehler fänden, wäre der verlagsseitig angestrebte Sparerfolg sicher schnell erreicht: Einfach mal alles richtig durchbuchen und auf die realen Kostenstellen schreiben. Eine Aufgabe fürs WAZ-Controlling?
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Liebe Gesellschafter: Gucken Sie doch mal hin, wer und was sich hinter der Zahlendreherei verbirgt – oder sind 800.000 Euro für Sie nur Peanuts?
Spendabel ist sie ja, die WAZ,
da kündigt die Abteilung Personal an, ab Januar im Intranet einen Abfindungsrechner freizuschalten, an dem jeder Interessierte sich seinen persönlichen “Goldenen Handschlag” ausrechnen lassen kann. Unverbindlich, selbstverständlich, dafür automatisch, unpersönlich – unpersönlicher geht’s gar nicht mehr.
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Eben genau so unpersönlich und unverbindlich, wie sich das CR-Duo Reitz/Klümper gibt. Anstatt in schwerer See auf der Brücke zu stehen, sind in volle Deckung gegangen und lassen die Mannschaft im Stich. Anstatt die Fehler in Schicklers Papier zu diskutieren, kommt von ihnen Schweigen. Sie kriegen das Maul nicht auf, weil sie es entweder selbst nicht besser wissen, weil sie ihren Laden nicht kennen. Oder aber, weil sie die Vorgaben zum Personalabbau selbst gemacht haben und sich jetzt hinter Schickler verstecken.
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Feige ist so etwas! Solche Leute gehören nicht in die Chefredaktion der (noch) größten deutschen Regionalzeitung! Dorthin gehören Menschen, die etwas von Regionalzeitung verstehen und nicht solche, die sich auf Kosten anderer einen Traum verwirklichen wollen.
Bei Durchsicht meiner Notizen aus der BV vom 5. Dezember sind mir die Wort von Hombach noch einmal aufgefallen: Er redet da einem “Manufaktur-Journalismus” das Wort der Zukunft.
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Manu factum heißt Hand gemacht.
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So wird sie auch aussehen, die WAZ-Ausgabe der Zukunft im Lokalen: Hand gemacht – Strg C, Strg V.
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Ist doch ne klare Hand-Habe für Redakteure: Text (Einmail-Eingang) definieren, auf Block legen, in Multicom einklicken und Text einlaufen lassen. Schick machen mit einer Zeile eigenem Vorspann plus Hinweis auf Mehr lesen Sie auf DerWesten.de
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Dann klappt’s auch mit one man – one page.
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Damit halten Sie aber keine Auflage, Herr Hombach, damit geht’s bergab! Schussfahrt, wenn Sie verstehen, was ich meine. Mist ist nur, wenn man nicht weiß, wie man noch bremsen soll! Ich würde mich für diesen Fall warm anziehen. Gewarnt worden sind Sie ja. Frohes Fest und viel Erbauliches beim vorweihnachtlichen Märchenerzählen mit Herrn Reitz.
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Ach ja: Berechnen Sie ihm für die Anzeige in der WAZ eigentlich Normaltarif? Ich meine den Bericht über die “International School”, die am 15.12. die Rhein-Ruhr-Seite zierte – nicht einmal ein Autor gab seinen Namen dafür her….tzzz…
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Kein Wunder, denn der Text hält nicht, was die Überschrift verspricht: “Und das erscheint auch deutschen Eltern immer attraktiver für ihre Kinder”. Kein Beleg, keine Recherche für die Notwendigkeit dieser Einrichtung folgen.
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Und der dünne Hinweis “Schon zum Beginn des nächsten Schuljahres planen 70 Unternehmen der Region eine solche Einrichtung zu eröffnen, um ihren Bedarf an internationale Führungskräften besser decken zu können” ist keinesfalls Manufaktur-Journalismus.
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Anzeige drüber zu schreiben, wäre aufrichtiger gewesen. Fehlen den Düsseldorfern etwa noch zahlungskräftige Schüler aus dem Revier? Hat Reitz nicht auch Kinder auf einer Düsseldorfer Privatschule?
Guten Rutsch, Herr Hombach!
Wer wird denn so blöd sein, den online-Abfindungsrechner im WAZ-Intranet anzuklicken (vielleicht noch vom Dienst-PC aus)? Hat man die richtigen Infos, dann leistet jeder mickrige Taschenrechner gleich gute Dienste.
[...] Ruhrgebiet: Wer nicht glaubt, kriegt REITZ 2 By jakobswege ! Bundeskanzlerin Merkel: Angst vor REITZ 2. Das Ruhrgebiet nimmt die Vorhersage des Deutschen [...]
@Zukunft Ruhrgebiet: Wer nicht glaubt, kriegt REITZ 2 « Jakobswege: Niederrhein & Ruhrgebietam
langsam machst du mir sorgen, tenrix. du brauchst dringend hilfe.
@Blattspinat Was soll denn der Unsinn? Anders als vom Dienst-PC kommt man ja wohl nicht ins Intranet. Aber warum sollte jemand deshalb blöd sein? Welche Nachteile sollten mir denn entstehen, wenn ich den Rechner anklicke? Mein Gott, wer seine Paranoia unbedingt füttern will, kann das ja mit einem Gast-Account tun. Und die Vorhänge zuziehen, alle Türen abschließen und die Telefone ausstöpseln…
In einem Betrieb, in dem ich Grund hätte, derartige Ängste zu pflegen, würde ich sowieso keinen Tag länger arbeiten. Ich tu’s aber. Und ich mache meine Arbeit nach wie vor mit Freude und vollem Einsatz. Wenn man mich dort nicht mehr will, dann mache ich eben etwas anderes. Aber ich mache mich nicht verrückt.
Das uns angekündigte Konzept ist m. E. bestenfalls als Übergangskonzept für die nächsten drei bis fünf Jahre zu sehen. Überlegen wir einmal ganz emotionslos, was da geplant ist:
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Die Redaktion Y hat nach der neuen Struktur 5 Redakteur(inn)en für 5 Seiten. Eine(r) davon fährt zur Regio-Redaktion nach Jott-we-de und layoutet in der Ferne die Ausgabe, die mit deutlich weniger Aufwand auch daheim hätte erstellt werden können. Plus Fahrt hin und her, Spiegeländerungen am Nachmittag usw. ist der/die Kollege/in so ziemlich den ganzen Tag weg. Bei einem Layout vor Ort könnte er/sie aber noch viel Tagesproduktion – Meldungen, Glosse, Leserbriefe etc. – zusätzlich erledigen. Betriebswirtschaftlich ist das also zunächst widersinnig, und das rechnet sich doch auch ein Hombach durch; trotzdem setzt er aber dieses Konzept durch.
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5 Leute haben etwa 160 Tage Urlaubsanspruch. Rechnet man ein paar Krankheits- und die freien Tage von Wochenenddiensten mit dazu, ist immer mindestens einer weg. Eine(r) ist sowieso weg zum Layouten, bleiben also noch drei. Wer vertritt den Lokalsportler, wenn der mal Urlaub/frei hat oder krank ist? Bleiben also noch etwa zweieinhalb. Wehe, eine(r) davon will ein Fortbildungsseminar (das uns alljährlich zusteht)…
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Lohnt es sich noch, für die zweieinhalb Leute eine teure Redaktion anzumieten, Räume zu beheizen, bewirtschaften, möblieren etc. etc.? Nein, dieses Konzept sieht meiner Meinung nach die Schließung aller der Regio-Redaktionen angegliederten kleineren (lästigen, teuren, zahlreichen) Lokalredaktionen vor. Mit Arbeit von zu Hause oder per Laptop aus einem gemütlichen Café. Zeitpunkt: Ab heute fünf Jahre maximal.
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Fürs Café bezahlt niemand einen Redakteur. Die wenigen Redakteure, die es noch geben wird, sitzen in den Regio-Redaktionen. Vor Ort schreiben freie rasende Reporter oder Verlagsangestellte.
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Und dann, um mit tippse zu sprechen, ist die Braut schlank, hübsch – und reich.
Aus Essen sprach eine Stimme zu mir: „Lächle und sei froh, es
könnte schlimmer kommen.“ Ich lächelte und war froh, und es kam
schlimmer.
Doch es geht schlimmer: Allerneueste Ausgabe vom DER SPIEGEL, Seite 71. Dort wird beschrieben, wie US-Zeitungen über indische Journalisten in Indien die heimische Zeitung füllen, damit sie massiv an Kosten sparen Würde das PDF hier gerne zur Ansicht zur Verfügung stellen, weiß aber nicht wie! Hat jemand eine Idee?
@ Dr. Faust: Das ist auf jeden Fall auch eine Lösung für das Sauerland
an Frauke: Jetzt bitte das diensteifrige Gottvertrauen noch mit einem Kniefall vor Ulrich R. bekräftigen.
“Wenn man mich dort nicht mehr will, dann mache ich eben etwas anderes.”
Viel Glück und Spaß dabei.
@Kniefall Du wirst es nicht glauben: Ich HABE notfalls eine Alternative, weil ich schon vor geraumer Zeit vorgesorgt habe. Genau deshalb habe ich es nicht nötig, Diensteifrigkeit nur zu simulieren oder vor irgendwem Kniefälle zu machen. Anders gesagt: Wer mich nicht will, der hat mich auch nicht verdient.
Und: Oh ja, den Spaß werde ich haben. Für Larmoyanz und Trübsal ist mir mein Leben nämlich zu schade.
An Frauke: “Ich HABE notfalls eine Alternative, weil ich schon vor geraumer Zeit vorgesorgt habe.”
So groß war also das Vertrauen in den Arbeitgeber, dass du dich schon frühzeitig abgesichert hast. Aber: Wer kann schon sagen, dass er sich wirklich “abgesichert” hat. Da lauert schon die nächste Illusion. Hochmut kommt vor dem Fall.
@Kiniefall Hat nix mit Hochmut zu tun, sondern mit Arbeit. Zufällig habe ich, bevor ich mich einst entschied, Redakteurin bei WAZens zu werden, noch eine andere, gründliche Ausbildung abgeschlossen. Deshalb ist mir vor meiner Zukunft und vor “Mahlzeit!” nicht bange.
Vertrauen habe ich zunächst nur in mich selbst. Und dann kommt erst einmal lange, lange nichts. Dann kommt meine Familie, kommen meine Freunde. Aber Vertrauen in meinen Arbeitgeber? Oder in die Gewerkschaften, wie manche hier? Sorry, ich bin Journalistin. Da hat man im Laufe der Jahre so seine Erfahrungen gesammelt. Du etwa nicht? Nie über Insolvenzen berichtet?
Im Übrigen finde ich es vernünftig, meine Zukunft aktiv anzugehen, statt in das allgemeine Gewinsel einzustimmen, dabei aber letztlich doch nichts anderes zu tun, als wie das Kaninchen auf die Schlange zu starren und den Biss abzuwarten. Solches Opferverhalten scheint mir in diesem Blog zu überwiegen. Naja.
An Frauke: Du schrammst nahe an gnadenlosen Sprüchen wie “Ey, du Opfer!” entlang. Schon mal über eine FDP-Mitgliedschaft nachgedacht?
An Kniefall: Was willst Du eigentlich? Jammern? Mir geht das Geheule auf den Keks, wenn es sonst mit purer Inaktivität einhergeht. Tut etwas oder lasst es meinetwegen. Aber jammert nicht bloß herum! Auch wenn diese Tage etwas anderes suggerieren: In diesem Fall kommt kein Erlöser und hilft Euch. Das könnt ihr nur selber leisten!
EOD
Frauke, und was willst du? Deine Leistungsstärke und deinen Triumph verkünden? Dann ist dies hier ein falscher Ort.
@Kniefall: Das “EOD” heißt, dass sie nicht weiter mit dir diskutieren will. Möglichweise mag sie ja eher mutige Männer – dann solltest Du zumindest über einen neuen Nick nachdenken…
Außerdem hat sie leider Recht. Hier gibt es, neben viel (hoffentlich korrekter) Information leider auch viel Selbstmitleid. Wie weiter oben schon jemand schrieb: eine virtuelle Klagemauer. Die hilft aber nicht weiter, wenn sonst nichts geschieht.
BTW: Ohne dass ich dieser Partei zugeneigt wäre: Mir ist ein ehrliches FDP-Mitglied immer noch lieber als ein peinliches SPD-Mitglied.
@Dr.Faust zum Thema Indische Journalisten. Die Geschichte, die der Spiegel da jetzt offensichtlich ausgegraben hat, scheint mir ein alten Hut zu sein, der noch mit einen paar neuen Fakten verziert wird. Der gute alte Stern hat schon im Mai (!) 2007 darüber berichtet.
http://www.stern.de/computer-technik/internet/:Outsourcing-Lokaljournalismus-Wer-Ort/589168.html
Im Moment haben aber schlechte Nachrichten aus der Zeitungsbranche Konjunktur, da wird so etwas gerne wieder recycelt und die Krise weiter hochgejazzt und eine fragwürdige Lust am Untergang zelebriert. Der indische Journalist, der aus der Ratssitzung von Herne berichtet, ist das denn wirklich ein realistisches Szenario. Wohl kaum!
Wer sich noch mehr in Krisenszenarien für die Zeitungsbranche am Beispiel der USA versteigen will, getreu der Devise: “Only bad news, are good news” der findet hier weitere Nahrung:
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/1644422_Feuern-Sie-den-Kommentator.html
Mir ist um die Zukunft der Heimatzeitung im Grunde nicht so Bange, aber da müssen publizistische Konzepte für den Lokaljournalismus der Zukunft her, und keine Rechenschiebereien einer Unternehmensberatung, die sowieso überall mit dem gleichen Credo aufschlägt: Kosten runter, Personal raus. Dann noch eine Power-Point-Präsentation mit dem Titel “Restrukturierung” und ein wenig “Wir sitzen doch alle im selben Boot und müssen jetzt in der Krise an einem Strang ziehen und die Karre gemeinsam aus dem Dreck ziehen”-Trallala und am Ende bleibt von vier mal eigenständigen Zeitungstiteln mit eigener Tradition nur noch ein beklagenswerter Rest über.
Und der so viel umworbene Leser, der wird vor vollendete Tatsachen gestellt, gefragt und informiert wird er jedenfalls nicht.
einen schönen vierten Advent noch, Frank Biermann
@Frank Biermann: Zudem scheint mir die (abgeblasene) Auslagerung des (Online-)Newsdesks der Süddeutschen nach Prag das bessere Beispiel. Das war 2006:
http://www.onlinejournalismus.de/2006/10/29/sueddeutschede-in-prag-schreibt-sichs-billiger/
Im März tauchte im nicht öffentlich zugänglichen Internetforum des Vereins der Freunde der deutschen und tschechischen Kultur erstmals eine Stellenanzeige auf. [...] “Deutsche Muttersprache” und “die Herausforderung, etwas aufzubauen, bedeutet Ihnen mehr als ein geregelter Acht-Stunden-Tag”, wurden unter anderem als Voraussetzung genann. [...] Die wichtigste Arbeitsbedingung wurde freilich im Inserat weggelassen: Angestellt wird man bei sueddeutsche.de zu ortsüblichen Löhnen.
bzw.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,437131,00.html
Der Süddeutsche Verlag ist auf der Suche nach Möglichkeiten, das Online-Angebot der “Süddeutschen Zeitung” möglichst kostengünstig zu verbessern. In diesem Zusammenhang dachte die Geschäftsführung auch an eine unkonventionelle Lösung: die Auslagerung der Nachrichtenredaktion nach Prag.
@Frank Biermann: wer schon einmal eine amerikanische Zeitung in der Hand hatte, sehnt sich nach “seiner” deutschen Ausgabe zurück. Mieses Layout, schlechter Druck, leserunfreundliches Format usw. usf. Ich finde es aber trotzdem den Knaller, dass die Amis überhaupt auf die Idee kommen, so etwas anzuschieben. Unter dem Link habe ich noch etwas ähnlches gefunden:
http://www.rhein-sieg-anzeiger.ksta.de/html/artikel/1228404085625.shtml
Journalistisch gesehen traue ich das auch keiner deutschen Zeitung zu, sich auf diesen Pfad zu begeben. Aber verlags-verwaltungstechnisch traue ich dieser Kaste von Medienmanagern mittlerweile alles zu!
Deiner Forderung nach zukunktsträchtigen Konzepte für Lokaljournalismus stimme ich voll und ganz zu. Dazu müssen wir den “Desk-Architekten” erst einmal den “Online-First”-Schwachsinn austreiben. Wenn wir damit anfangen alles vorher auf DER WESTEN zu stellen, können wir die Zeitungen gleich begraben, wer liest denn dann noch eins unserer Blätter, wenn wir vorher alles brühwarm im Internet publizieren??? Wir sollten da höchstens Appetit auf die kommende Ausgabe machen, indem die Anreißer dazu provozieren, die Zeitung zu kaufen. Oder es wird dort das publiziert, was nicht zwangsläufig in der Zeitung stehen muss. Spiegel Online und andere uns überlegenen Online-Dienste bringen nur vereinzelt Inhalte aus dem Heft oder erst später bzw. bringen Storys die nicht im Heft des STERN oder SPIEGEL zu lesen sind. Sollten uns auch mal damit beschäftigen, was unsere neue Online-Beteiligung der WAZ in Richtung Madsack-Gruppe auf sich hat, die machen ja wohl auch Research-Projekte und versuchen Online-Auftritte zu optimieren. Hat sich da einer von euch schon einmal beschäftigt?
Zum Schluß noch ein Wort hier zu den Auseinandersetzungen zum Thema Gehalt, Jammern, oder wie zuletzt zwischen “Frauke” und “Kniefall”. Finde ich total bekloppt. Trotz 4 unterschiedlicher Titel und nun anzunehmender Ausrichtung sollten die Schreiberlinge an einem Strang ziehen und sich hier nicht gegenseitig bekriegen, das freut die GGF+den geschäftsführenden CR ganz besonders. Auch die Stammtisch-Schimpfkanonaden auf den Mann sind überflüssig, was ändert es? Der hat nun einmal derzeitig die volle Rückendeckung von der WAZ-Elite und die Leute, die ihn hier “Dummschwätzer” schimpfen ändern nichts an seinem Standing. Was ihn höchtstens fällt, sind knallharte Argumente gegen den Weg mit Content-Desk, Regional-Desk und andere theoretische Spleens, die in der Praxis platzen werden wie eine Seifenblase. Wenn wir es schaffen würden, eine Umfrage unter Lesern und Abonnenten zu starten, dann käme da ein Ergebnis raus, was sämtliche Schickler- und GGF-Konzepte den Bach runtergehen lässt. Liegt auch jetzt an uns allen, dass wir ein tragfähiges Konzept für die Zukunft entwerfen, was die Ziele “Qualitätsjournalismus”, “Umsatz-+Anzeigenerlössteigerung und die Gewinnung und Rückgewinnung von Lesern, Abonnenten und Kunden erfüllt und damit die “Schwarze Null” oder ein Plus einfährt.
Das kann aber nicht nur auf den Rücken der Redakteure und Fotografen ausgetragen werden. Ich sage auch ganz bewußt, dass da die Verlagsangestellten mit aufgefordert sind, an der Konzeption mitzuarbeiten. Dazu gehört auch die Überprüfung, ob manche eingeleitete Dinge der vergangenen 3 Jahre so 100%ig richtig waren, oder ob es da nicht auch eine Modifikation geben muss. Mir fallen dazu die Schlagwörter Flexibilität, Kundennähe- + Wünsche, sowie Effektivität ein. Aus dem Haus habe ich einen nachdenklichen Satz gehört. “Es wäre eine einmalige Erfahrung, dass sich die Kunden an einem digitalen Workflow und den dazugehörigen Strukturen der WAZ zu richten habe und nicht umgekehrt und das dadurch anzunehmen ist, dass eine Menge von Anzeigenerlösen und Anzeigenkunden in den letzten Jahren verloren gegangen sind.” Wenn das so sein sollte, bedarf dies einer klaren Aufklärung seitens der Macher!
Zum 4. Advent: So lasset uns nun, liebe verschicklerten Kolleginnen, liebe ausgereitzte Kollegen, die letzte Soli-Kerze anzünden! Bevor demnächst alles den (Hom)bach runter geht, singen wir ein letztes Mal gemeinsam: “Stille Nacht, heilige Nacht! Alles schläft…”
Dr. Faust: Frauke muss ich insofern zustimmen, als sie zu Recht Taten statt Gejammer und Abwarten fordert. Was muss denn eigentlich noch alles geschehen?
Nicht, dass sich die Onliner sicher fühlen können:
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Berlin/Frankfurt a.M. Nach Berichten der Gewerkschaft Verdi will der Geschäftsführer und Chefredakteur der Berliner Zeitung, Josef Depenbrock, allen festangestellten Redakteuren des Online-Ablegers Netzeitung.de kündigen. Die Website soll künftig von den Mitarbeitern der Berliner Zeitung gefüllt werden. Erst kürzlich hatte Depenbrock allen freien Mitarbeitern der Netzeitung gekündigt. FR
Oder die Öffentlich-Rechtlichen:
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Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) muss in den nächsten vier Jahren fast 100 Millionen Euro einsparen. … „25 Millionen Euro pro Jahr sind eine enorme Summe“, sagte WDR-Intendantin Monika Piel. „Dies werden wir nur durch erhebliche Einschnitte in allen Bereichen des Hauses einsparen können.“ (dpa)
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Oder, oder, oder…
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Die ganze Branche ist im Umbruch. Wohl den Kolleg(inn)en wie Frauke, die Alternativen haben.
[...] wenn es verspätet noch politische Aktionen aus der Belegschaft geben würde. Auch wenn Taten hier und da noch im Protest-Blog eingefordert [...]
Leon S. (und andere): “Frauke muss ich insofern zustimmen, als sie zu Recht Taten statt Gejammer und Abwarten fordert. Was muss denn eigentlich noch alles geschehen?”
Die Dame hilft doch nur sich selbst und sonst niemandem. Solidarität habe ich mir immer anders vorgestellt.
Ach Blattspinat, wie stellst du sie dir denn so kurz vor dem Ende noch vor, die Solidarität?
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Oder bist Du jetzt etwa nur beleidigt, weil eine Frau es wagte, zum guten Schluss die allgemeine Tatenlosigkeit zu kritisieren? Stimmt, irgendwann muss man/frau vermehrt an sich selbst denken. Es bleibt einem ja auch so langsam sonst nichts mehr übrig. Oder weißt Du vielleicht von irgendwelchen spektakulären Aktionen, an denen man sich jetzt, schätzungsweise eine Minute vor zwölf, noch wirksam und solidarisch beteiligen könnte? Lass’ mal hören, da bin ich sehr gespannt.
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Falls nicht: Lese oben einfach noch einmal die ersten Beiträge über das ach so solidarische und kämpferische Verhalten unserer Kollegen nach, in den Kommentaren von Zeilenschinder zum Beispiel. Wie sagte Bertolt Brecht: “Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.” Quot erat demonstrandum.
Kollegin: Na, dann feiert euch doch selbst. Welch ein Erfolg für diesen Blog und für das egoistische Journalisten-Pack.
@ Kniefall @Blattspinat: “Die Dame hilft doch nur sich selbst und sonst niemandem. Solidarität habe ich mir immer anders vorgestellt.”
Da sagt also eine Kollegin, dass sie ihre Arbeit mit Freude und Einsatz verrichtet – ihr werft ihr diensteifriges Gottvertrauen und devotes Verhalten vor. Sie verteidigt sich und antwortet, dass sie das nicht nötig habe und sich notfalls eine andere Stelle suchen wird – ihr werft der Kollegin Hochmut vor und mangelnde Solidarität. Sie fordert Taten statt Worten und Selbstmitleid – ihr werft ihr Gnadenlosigkeit vor. Auf welchem Stern lebt ihr beide eigentlich?
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Jetzt kommt mal herunter. Vielleicht wisst ihr es auch einfach auch noch nicht: Wenn nämlich in den nächsten Wochen eine Kollegin oder ein Kollege erklärt, sie/er werde bei der WMG ausscheiden und anderswo eine Stelle annehmen, dann ist das die höchste Form der Solidarität, die ihr oder ihm überhaupt noch möglich sein wird. Den sie erhöht damit anderen die Chancen, ihre Stellen vielleicht noch ganz oder wenigstens teilweise zu behalten. Das ist übrigens, wenn ich es nicht völlig falsch verstanden habe, auch im Sinne der Betriebsräte. SO ist leider inzwischen der Stand der Dinge.
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Meine Bitte: Leistet doch dem falschen Bild vom Redaktionsbeamten nicht durch peinliche Beiträge Vorschub.
fast 100 prozent weihnachtsgeld, dasselbe in sachen “urlaub” – habt ihr euch mal gedanken darüber gemacht, wer das heutzutage noch hat? ich hab ‘ne kollegin, die hat mal bei schlecker gedient. da schreibt ihr schicke lifestyle-reportagen drüber. im waz-wochenende wird nur noch gefressen und maniriert, und herr reitz stellt einen roten christbaum rein mit einer mehr als peinlichen geschichte – mein gott, leute, wo lebt ihr?
Also, ich fahre immer ganz gern in meinem Maybach 62S zu meiner Drettman-Yacht Elegance 98 hinaus. Und wenn ich mich nicht gerade mit Warren Buffet im Golfclub bei zwei, drei Fläschchen Mouton Rothschild 1945 zu Tode langweile, dann sitze ich halt noch ein bisschen in der WAZ-Lokalredaktion herum und amüsiere mich. Sonst noch was?
@ wow
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> @Zukunft Ruhrgebiet: Wer nicht glaubt, kriegt REITZ 2 « Jakobswege:
> Niederrhein & Ruhrgebietam
> langsam machst du mir sorgen, tenrix. du brauchst dringend hilfe.
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Danke für das Mitgefühl und den verblassten Glauben an die sog. Soziale Marktwirtschaft, die vielfach vom verfallenden Reviergeist – wir sprechen in diesem Blog über REITZ und seine Unterstützer (Mietfinger!) – Folge der realexistierenden historischen Ereignisse sind.
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Turbo-REITZ 2.0 – so oder so!, ich verlange von Reitz (WAZ) Anregungen für ein Konzept für eine Neue Soziale Marktwirtschaft, die „Lebensorientierte Marktwirtschaft“ im eigenen Konzern.
Homberg, Duisburg, Ruhrgebiet in Weicheihaft. Wir sind schon heute die Zukunft der Nation – so oder so.
@ Tenrix
na dann schreib’ dem uli das mal. da wird er sich bestimmt so richtig freuen und postwendend stellung nehmen und ein konzept auflegen und dir bei der übergabe sowas von fest in die augen schauen. die antwort lesen wir hier? na, dann mal mahlzeit!
wollte sich hier Tenrix nicht hier vom Acker machen *gääähnnnn*??? Das nervt langsam wie damals der Holgi in den Werner-Büchern (an meinen Porsche muss ich auch noch bei, da leckt Öl raus). Bald kommt dann wieder der PLiB-Eintext-Blödsinn und Reitz2 ist auch nur die Tonne!!! Gute Nacht!
sorry der provoziert auch noch, dass ich mich vertippe, ist natürlich ein “hier” deutlich zu viel!!!!
@wow
Du darfst jetzt nicht hinter deine Glanzleistung zurückfallen:
“…langsam machst du mir sorgen, tenrix. du brauchst dringend hilfe.”
wow – diese zehn Worte sind wie wie ein Mantra und gingen mir heute beim Laufen nicht mehr aus dem Kopf. Unter den Fichten laufend habe ich beschlossen: meine ungeschriebene Broschüre über die Neben- und Abwege der Auseinandersetzungen bei WAZens hat genau diesen Titel:
… langsam machst du mir sorgen, tenrix. du brauchst dringend hilfe.
Unter uns im Ernst: tenrix leidet entweder unter dem Jehova Syndrom oder praesuizidaler Hyperaktivität oder er versteckt einen Vorrat von ganz vorzüglichen Pilzen in seinem Kühlschrank.
Verzeiht den fehlenden Ernst. Ich sammele schon einmal (s.o.).
Mich machen die psychotischen Begleiterscheinungen in diesem Blog langsam unruhig. Seid ihr inzwischen auf Homegrowing umgestiegen, oder geht es hier noch um die WAZ?
Genau betrachtet war dieser Blog der Sache nie hilfreich.
Eigentlich kann man jeder Firma, die ähnliches plant, nur raten, ihren Opfern von sich aus so ein Frustventil anzubieten.
Ergebnis hier: Der anfangs vorhandene Druck hat sich ins Unendliche des Internets verflüchtigt, bevor er irgendjemand in der gelebten Restrealität gefährlich werden konnte.
Übrig bleiben vornehmlich schlaffe Säcke, die nach 30 Jahren ohne Außentermin langsam in Selbstmitleid versinken, und natürlich die cleveren Jungratten, die den Schutz der hinteren Seiten verlassen haben und schon längst dabei sind, die Rettungsboote der Nachbarschiffe zu besetzen.
Das Schlimme ist nicht einmal, dass die faulen und/oder unfähigen Kollegen, die schon seit Jahren andere für sich arbeiten lassen, mit den fettesten Abfindungen belohnt werden.
Nein, schlimmer noch ist, dass diese Leute es geschafft haben, dass kein Leser den geschlossenen Redaktionen eine Träne nachweinen wird.
@Dankeauch: Danke auch für diese Kollegenschelte. Was soll der Unsinn? Willst du den Unternehmensberatern zeigen, dass die Alten, die sich 30 Jahre für den Laden krumm gelegt und abends – ich kenne noch die regelmäßigen Abendtermine, vier- bis fünfmal die Woche – sowie sonntags in schöner Regelmäßigkeit ihre Familien vernachlässigt haben, zuerst weg sollen (auch, weil sie inzwischen teuer sind)? Das wussten die schon vorher.
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Schlaffe Säcke. Faul und unfähig. Soso. Ein durchaus unnützer, unerfreulicher, überflüssiger Beitrag, der vor mangelnder Solidarität und Sozialneid (”fetteste Abfindungen”) nur so trieft.
Wie oft ist zu lesen, dass die WAZ über die Lokalausgaben punkten muss! Haha, aber nicht mit der bescheidenen Qualität.
Beispiel 23.12.2008 – das ist der Tag vor Heilig Abend! – , WR-Lokalausgabe Olpe (wie mache ich mich als Redakteur überflüssig):
Aufmacherfoto (vom festangestellten Fotoredakteur): beschmierte Altglascontainer (kommt in der Republik ganz selten vor, deshalb absolut berichtenswert)
Aufmachergeschichte: Kurs macht’s möglich. Endlich eigene Krippe (im Ernst: keine Bildzeile, sondern ellenlange, langweilig geschriebene Geschichte über jemanden, der sich eine Krippe gebastelt hat)
Polizeimeldung: Erpresste Attendorner Frankfurter Firma?
Auf den nächsten 2,5 Lokalseiten folgende “Stories” wie:
Konzerterlös schönes Geschenk
8.500 Euro für Brasilien
Omas und Opas lasen in St. Johannes vor
SPD erwägt eigenen Kandidaten
“Seemänner” sorgten für Vorfreude auf Fest
Pfarrer bekam Unterstützung
SPD Olpe: Noch nie war die Chance so groß
Rock und Punk zwischen den Tagen
und ansonsten nur (Polizei-)Meldungen, die teilweise noch nicht einmal mehr im Anzeigenblatt abgedruckt werden!
Was heute die WR-Lokalredaktion Olpe abgeliefert hat, ist eine absolute Unverschämtheit. In anderen Firmen gibt’s für so eine Leistung eine Abmahnung….
ich hoffe es kommt keiner auf Idee, “Anonym” jetzt anzuzählen! Das ist eine persönliche Einschätzung eines Lesers und die ist nun einmal ernstzunehmen. Wir bzw. die dort Kritisierten sollten das hinterfragen, auch wenn gerade in dieser Region die WR redaktionell schweren Zeiten entgegensieht. Nur wenn sich jetzt die Journalistenschar auf “Anonym” einschießt, haben wir ein weiteres Mal das Fett weg “arrogant” und “unbelehrbar” zu sein. Würde mir auch mal wünschen, dass hier mal wieder etwas konstruktives zu lesen ist…..und man nicht ständig auf solche Spinner wie Tenrix reagieren muss.
@ Klaus
@ zoom
keine sorge, er wird mein winterhobby – wider das homegrowing!
@ Anonym
klingt spannend – verkauft der kerl die krippen auch?
[...] Madenwerk-Boykott: Mit REITZ 2 sterben die Systemfuzzies. By jakobswege Zukunft Journalismus !:Proporter. Der Deutsche Städtetag 2005 und das Berlin Institut beschreiben die Zukunft Ruhrgebiet. [...]
@Dr. Faust: Ich find’s trotzdem Mist, was “Anonym” da treibt. Soll er den Olpern einen Leserbrief unter vollem Namen schreiben. Aber dieses anonyme Denunziantentum ist charakterlich daneben. Hier sind mir überhaupt zu viele Leute unterwegs, die sich selbst großartig vorkommen.
@Blattspinat: Du glaubst doch wohl nicht wirklich, dass dieser Leserbrief abgedruckt würde? Außerdem steht bei uns der schöne Satz “die Redaktion behält sich Kürzungen vor und die Meinung des Lesers spiegelt nicht unbedingt die der Redaktion wieder”, was würde also davon übrigbleiben? Hier kürzt dich keiner weg und obwohl ich bzw. wir betroffen sind,finde ich es okay dass Blogger wie anonym Ihre Meinung ungefiltert äußern können. Jedenfalss besser als Tenrix und dieser Jakobswege-Kram…. Und außerdem Blattspinat, auch so was gehört zum Leser- und Aboschwund neben den hausgemachten Problemen dazu. Wenn wir alle schreien “lokal first” dann müssen wir uns alle verdammt anstrengen, uns dabei nicht lächerlich zu machen. Zwar muss dann der Kaninchenzüchtzerverein und Oma Hertha zum 95. Geburtstag da rein, doch kann man das auch so formulieren, dass man nicht die Begeisterung wie beim Zahnarztbesuch spüren lässt. Kann nicht jeden Tag ein LKW von der Brücke fallen oder ein Biker frontal mit einem Trecker zusammenstoßen, MANN!!! Jedoch letzterer Satz stimme ich Dir zu, irgendwie funzt das hier nicht mehr so richtig! Null Struktur, wenig Sachdienliches, wenn das so weitergeht, schläft das hier ein und das 3Gestirn Essen1 hat mit ihrer kompletten Ignoranz alles erreicht!
und zu guter letzt verbleibe ich mit Happy Christmas Euch allen! Wollen dann mal sehen, wo wir 2009 zur gleichen Zeit stehen!
@ Dr. Faust: (kennste ja wohl)
.
Der Worte sind genug gewechselt,
Laßt mich auch endlich Taten sehn;
Indes ihr Komplimente drechselt,
Kann etwas Nützliches geschehn!
.
In diesem Sinne: Frohes Fescht!
Ich schließe mich den faustischen Wünschen an
und wünsche allen
.
Frohe Weihnachten!
Ich wünsche allen Kolleginnen und Kollegen ein besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und jedem für das neue Jahr alles gute, zeigt Euch solidarisch und geht das neue Jahr mit neuer Kraft an.
@anonym
Leider kommt es immer mal wieder vor das eine Ausgabe vollkommen daneben ist. Leserbriefe bringen da wenig, die verschwinden anscheinend in der Altpapiersammlung (hoffentlich vorher zerkleinert wg. Datenschutz).
Es fällt aber auch mir auf das im Lokalteil zu oft nur eine Meldung steht, der Hintergrund und recherchierte, gut erklärende Artikel am folgenden Tag dann aber fehlt. Irgendwie scheint es so zu sein das “im System” mit “aus dem Sinn” gleichgesetzt wird.
Vielleicht kommen jetzt ja ein paar Tage in denen die Redakteure wieder Luft schnappen können, sich erholen und darauf besinnen was Sie ehemals für Anreize hatten diesen Beruf zu ergreifen.
Vielleicht kommt dabei ja auch heraus das die WAZ-Blätter den Lesern das lokale Geschehen erklären.
In diesem Sinne wünsche ich Allen eine paar ruhige Tage, stressfrei und mal auf andere Gedanken kommend – im nächsten Jahr kann man laut Angela genug schlechte Nachrichten verbreiten…
Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Ihr hier auf langen Seiten allen Frust von der Seele geschrieben habt.
Ich leide mit als langjähriger ehemaliger Redakteur der Gruppe: Mit allen, die sich immer schon für die Firma engagiert, mehr als reingehängt und im Dienst der Leser eine spannende Zeitung gemacht haben, die mancher vermissen wird.
Ich leide nicht mit: Denen, die ich auch gut kenne. Redakteuren, die um 14 Uhr nach Hause gegangen sind, nachdem sie eine Seite mit Buchstabenmüll zusammengekleistert haben. Redaktionsleitern, die junge engagierte Redakteure gegängelt haben, um sich weiter unbeobachtet ausruhen zu können. Chefredaktionen, die junge, engagierte Kämpfer in den Redaktionen klein gehalten und Ihnen jegliche Aufstiegschancen verwehrt haben; denn, wer in der großen Gruppe einmal Lokalchef oder Ressortleiter war und unfallfrei unspektakulär eine Einschlaf-Zeitung mitverbrochen hat, der durfte das so lange machen, bis er die Leserinnen und Leser bis zu seiner eigenen Rente zu Tode gelangweilt hatte.
Ich leide nicht mit: Denen, die in Essen noch nicht einmal wussten, dass es Lokalausgaben dort und dort gibt, die in Konkurrenzgebieten zum Beispiel der Ippen-Gruppe jahrelang in die Hände gespielt haben, indem sie alles verhinderten, was innovativ gewesen wäre.
Schade um stolze Titel, wegen derer nächsten Ausgaben ich und Kollegen früher nachts nach Bathey rasten, um die druckfrische Zeitung stolz in den Händen zu halten und zu hoffen, die Konkurrenz möge unsere klasse Story nicht auch haben.
Schade um die vielen Kolleginnen und Kollegen, die gute Journalisten waren und sind und vielleicht ihre Arbeit verlieren. Schade darum, dass sich oben viel zu viele viel zu lange angesehen haben, wie Zeitung von Un-Journalisten gemacht wurde, denen man den Presseausweis hätte entziehen müssen. Das rächt sich jetzt, denn die Leser haben mehr Auswahl denn je und so werden sie gnadenlos auswählen.
Frohes Fest
Der Ex-Westfale
@zeilenschinder
Ich spare mir weihnachtliche Floskeln.
Wem von euch allzu warm ums Herz ist, dem empfehle ich die Lektüre des heutigen Kommentars in der WR. Der lässt Formulierungen, wie “Sozialneid” erfreulicherweise in einem ganz anderen Licht erstrahlen. Leider mussten die Leser viel lange auf so eindeutige Worte warten.
Es gibt auch in diesem Konzern Leute, die als Aufstocker zur Arge gehen müssen. Sie machen die Arbeit, über die Du, zeilenschinder, gerne fabulierst. Sie sitzen bei Abendterminen, sie fahren am Wochenende durch die Gegend – und das für einen Hungerlohn.
Ich wünsche allen Kollegen, die so oft wie möglich um 15 Uhr Feierabend machen und sich für ihren Sonntagsdienst grundsätzlich ZWEI freie Tage nehmen, ein frohes Fest.
Würde es nur sie treffen, ich würde ihnen sogar ihre FETTEN Abfindungen gönnen. Hauptsache weg.
Leider treffen die Konsequenzen ihrer Berufsauffassung nicht nur sie.
Und deswegen haben die Familien ihrer Kollegen keine ruhigen Feiertage.
[...] Dankeauch.) PPP: Wir sind das Stadtteil-Blogging und Du bist die WAZ – noch …: REITZ 2 – so oder [...]
Damit hier für Blog-Leser von außerhalb kein falscher Eindruck entsteht: Ich habe in weit über 20 Jahren Arbeit in Lokalredaktionen der WMG keinen einzigen Kollegen kennengelernt, der öfters um 15 Uhr nach Hause gegangen wäre, und keinen einzigen, der sich zwei freie Tage für einen Wochenenddienst genehmigt hätte (’mal abgesehen davon, dass das kein Redaktionsleiter, sofern er alle Tassen im Schrank hat, mitmachen würde).
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Ich kenne aber sehr viele, die seit Jahren die ständig gewachsene Mehrbelastung dadurch auffangen, dass sie unbezahlte und nirgendwo erfasste Überstunden leisten. Ich kenne viele fest angestellte, die pro Woche drei, vier Abendtermine aktuell für den nächsten Tag schreiben, und die das ganz selbstverständlich seit vielen Jahren tun.
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Vor diesem Hintergrund stelle ich für meinen Teil ganz unweihnachtlich fest, dass “Dankeauch” hier in bösartiger Absicht Lügen verbreitet.
@Dankeauch:
Ich verstehe nicht was du meinst. Da mir der WR Kommentar nicht vorliegt, kann ich nicht nachprüfen, wie dieser Kommentar “Formulierungen erstrahlen lässt”. Kannst du einen “Link” angeben? Auch kann ich die Befindlichkeit der Leser nicht nachvollziehen, von denen du sagst: “Leider mussten die Leser viel lange auf so eindeutige Worte warten.” Ich weiß auch nicht, ob es “die Leser” in der von dir genannten Form gibt. Da müsstest du schon konkreter werden.
@Blattspinat:
“Hier sind mir überhaupt zu viele Leute unterwegs, die sich selbst großartig vorkommen.”
Mir nicht. Dr. Faust, der User.de, Ex-Westfale und Klaus habe ja noch einmal gezeigt, dass es Leute gibt, die realistische Urteile abgeben können und wollen.
In diesem Blog wird, gemessen an anderen Internet-Diskussionen, ausgesprochen vernünftig und sachorientiert diskutiert.
Darüber hinaus: @Dr. Faust: Natürlich gibt es “Null Struktur, wenig Sachdienliches, …” aber das hängt auch mit dem Vakuum zusammen, welches durch “Null-Bewegung” entstanden ist.
Ansonsten: Frohes Fest
@Klaus:
“Ich habe in weit über 20 Jahren Arbeit in Lokalredaktionen der WMG keinen einzigen Kollegen kennengelernt, der öfters um 15 Uhr nach Hause gegangen wäre, und keinen einzigen, der sich zwei freie Tage für einen Wochenenddienst genehmigt hätte.”
Völlig richtig! Das kann ich nur unterstreichen. Die unsinnige und teilweise hinterhältige Geißelung von Kollegen kann ich hingegen nicht nachvollziehen.
Trotz allem ein frohes Fest.
Es geht auch anders, wenn man innovativ ist und weiß, für wen man die Zeitung – FÜR DEN LESER!!!
http://www.kress.de/cont/story.php?id=125805
@ Dr. Faust
Das war doch einmal ein Wort gegen Kleinmut. REITZ 2: Es gibt fast nichts mehr zu verlieren! Sprechen wir über die nackte Vierte Gewalt?
Vierte Gewalt: Auf Sicht fahren!
http://jakobswege.wordpress.com/2008/12/24/gnadige-glimpfe-%e2%80%93-zukunft-ruhrgebiet-2009-schreib%c2%b4s-mir-reitz-2-waz-strategie-gegen-inflation-und-deflation/#comment-135
Wir müssen neue publizistische Wege für die Würde des Menschen und die Wahrhaftigkeit finden.
Reitz ist das bisher nicht gelungen. Deshalb gibt es Abo-Sharing. REITZ 2 wird kommen – so der so!
sag mal tenrix, was willst du eigentlich außer N E R V E N ??? brauchst du einen arzt?
> Di Lorenzo macht Qualitätsjournalismus zur Orientierung.
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Neu ist PLiB-Eintext in den Tageszeitungen. Lokoregionale Mediation in den Medien. Mein Wort. Dein Wort.
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Liebe WAZ-Journis. Das ist ein Riesen-Geschäft und ein bisschen mehr Demokratie: Mediation in den Medien. Es geht über Di Lorenzo hinaus.
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Ich danke Herrn Martin Ziecke (ehemals stellvertretender NRZ-Chef in Der Westen Duisburg) für seine Schmähartikel als SPD-Mietfinger, der mich zu diesen Punkt geführt hat: Konzept PLiB-Eintext.
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Information ist der Erste Schritt im Projektmanagement. Das ist die nackte Vierte Gewalt. Innovation im Ruhrgebiet. Wir sind schon heute die Zukunft der Nation. (Und wer das letzte Handelsblatt gelesen hat – jetzt erst recht.
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REITZ 2. Und nackend ist´s am schönsten!
@ forensik-tenrix online
ich freu’ mich über dein tiptop enthirntes dasein.
[...] Finanzkrise ihren Job verlieren: REITZ 2: Kündigungswelle im WAZ-Konzern. Hunderte werden folgen. Dr. Faust Ein Konflikt im Übergang zur [...]
Mann-o-Mann das hat hier echt keinen Zweck mehr!!! Ich klinke mich aus, kann mir nicht mehr das hirnlose Zeugs von Typen reinziehen, die anscheinend gerade aus der Anstalt entlaufen sind. PLiB-Eintext und dem ganzen anderen Reitz2-Müll sei Dank. Bekommt der vom Original eigentlich Zeilenhonorar und Erfolgsprämie, wenn der Schwachmat hier Blogger um Blogger fällt?!? Mahlzeit!
@Dr.Faust: Genau die richtige Entscheidung. Ist ja auch viel bequemer als eigene Ideen zu entwickeln oder die Dritter zu diskutieren (Wenn man den intellektuellen Schleim wegschiebt, der Tenrix’ Konzepte umschließt, findet man übrigens durchaus diskussionwürdige Gedanken).
Warum auch nicht? Genau diese geistige Unbeweglichkeit hat die Lokalausgaben – ich hatte zum Fest mal wieder das Vergnügen – schließlich zu dem gemacht, was sie heute sind. Und einige von euch zu respektierten Redakeuren.
Dazu noch Typen wie der Zeilenschinder, bei dem ich mir schon lange nicht mehr sicher bin, auf welcher Seite er steht, und dieser bescheidene Versuch hier, etwas Gegenöffentlichkeit zu schaffen, hat sich endgültig erledigt.
Ihr könnt echt stolz auf euch sein. Weiter so, die WAZ schafft ihr auch noch!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
von einigen unterirdischen Ausnahmen abgesehen wurde und wird doch hier im Blog ganz vernünftig und sachlich diskutiert. Tut Euch bitte selbst nur einen Gefallen: Ignoriert die Idioten. Diese schreibenden Randprobleme schlagen in jedem Blog und in jeder Newsgroup auf, im Hirn nichts anderes als Provokation und Sabotage. Einfach nicht darauf antworten, dann gibt sich das.
@Dr. Faust: Ja, so geht es auch, statt sich hinter scheinbar naturgesetzlichen “Vorgaben” einer Unternehmensberatung feige zu verstecken. Herr di Lorenzo wird sich mit seinem Konzept, in das er offenbar selbst wirkliche Arbeit steckt, als fähiger Chefredakteur einen Namen machen. Und er kann sich, so ganz nebenbei, auch noch künftig rasieren, ohne dabei einem gewissenlosen, asozialen Schmierlappen in die Augen sehen zu müssen.
[...] Sven Gösmann (RP) muss nicht trauern. By jakobswege Migranten-Demokratie Ruhrgebiet: „Wie bisher besprochen. Wie bisher läuft nix mehr. Volkspartei wird mit Basis sprechen.“ Ich [...]
Ich persönlich finde den Anstoß, den Dr. Faust mit seinem Link auf das Di Lorenzo Interview gegeben hat, ganz nachdenkenswert.
Mich persönlich als Leser würde es erstens interessieren, wie sich die hier diskutierenden Redakteure eine gute Lokalzeitung vorstellen, zweitens welches die Gründe sind, dass eine solche Vorstellung nicht oder nur teilweise verwirklicht werden kann und drittens, ob diese Ideen und Konzepte in der Zukunft verwirklicht werden könnten.
Ich bin mir darüber im Klaren, dass man zwar Ideale entwickeln muss, aber dass in der Praxis Abstriche gemacht werden (müssen, könnten, werden … ).
Eine Bemerkung zur “Die Zeit”: “Die Zeit” hat meiner Meinung nach eine anderer Leserschaft als eine Lokalzeitung. Sie spricht einen horizontalen Ausschnitt der Gesellschaft an.
Eine Lokalzeitung muss sich um maximale Vertikalität bemühen. Sie darf dabei aber weder akademisch noch populistisch sein.
Di Lorenzo bewegt sich daher in einem anderen Spannungsfeld als der Herausgeber/Chefredakteur einer Lokalzeitung.
Gibt es nicht von Seiten der Herausgeber der “Medienmoral” die Möglichkeit mit ein paar Thesen in einem gesonderten “thread” bzw. Artikel eine derartige Diskussion über Qualität von Lokalzeitungen zu eröffnen? Oder sprengt das den Rahmen des Blogs?
@zoom: sehr guter Beitrag, sehe ich genauso! Habe schon einmal angeregt, dass wir wenn die Möglichkeit hätten, mal eine Umfrage unter Lesern und Abonnenten machen sollten, um mal wirklich deren Vorstellungen zu hinterfragen (hatte übrigens so etwas ähnliches von G+J in meinem E-Mail-Postfach, die wollen zur Zeit auch einiges von ihren Lesern zum Leseverhalten etc. wissen).
Und Diskussion hin- oder her! Wir kommen hier nicht weiter, ich schlage den Blog-Initiatoren einen Workshop genau in der Mitte des WMG-Verbreitungsgebietes vor. Dort können wir uns mal Gedanken um die Zukunft der Lokalzeitung machen und wie sie für den fortschrittlichen Leser attraktiv und geschaffen sein sollte und auch das Verhältnis dann zur Online-Verbreitung klären. Alle die hier regelmäßig sich beteiligen, sollten die Tarnkappe des Anoymen aufgeben und dort hinkommen (bis auf einige hier bekannte Ausnahmeerscheinungen vielleicht). Angst vor der Personalabt. ist auch fehl am Platze, die Herrschaften sind visuell bekannt und bei deren Erscheinen könnte man dementsprechend reagieren.
Wie gesagt, wir können hier noch bis zur Sehnenscheidenentzündung tippen, doch um uns herum werden Fakten geschaffen. Beispiel gefällig? Wenn meine Informanten recht behalten, wird WP EN-Süd komplett eigenredaktionell eingestampft, d.h die weiter vorhandene WR-Konkurrenz wird sich hinter dem weiter bestehenden WP-Mantel “breitmachen” und man pappt nur die WP-EN-Süd-Köpfe drüber und ändert -hoffentlich- noch das Schriftbild, um die Mogelpackung komplett zu kaschieren. Ich habe mich mal schlau gemacht, das wäre eine Verschlechterung der Pressevielfalt von fast 100.000 Einwohnern und auch als Kreisstadt wäre Schwelm vom Einheitsbrei bedroht. In den Soligrüßen haben sich alle politischen Kräfte des EN-Kreises dort zur Wort gemeldet und meines Erachtens die richtigen Schlüsse aus dem Presse-Kahlschlag gezogen, interessieren tut das im 3 OG des WAZ-Tempels die Herren anscheinend keinesfalls. Ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso gerade auch flächenmäßig großen Einzugsgebiet (+Nachbarstadt Wuppertal mit Konkurrent WZ) keine zwei Zeitungen existieren können, ist für mich schleierhaft und für mich reine Willkür von Schickler!
und noch was zum Thema Spekulation:
http://www.welt.de/welt_print/article2935223/Berliner-Zeitung-vor-dem-Verkauf.html
http://www.tagesspiegel.de/medien-news/Berliner-Verlag-Medien-Montgomery;art15532,2692308
was soll man davon halten, wenn es immer geheißen hat, die Krise innerhalb der WAZ “wäre existenzbedrohend”. So wie Montgomery diese Zeitung heruntergewirtschaftet hat, ist das bestimmt kein Filetstück und mit Altlasten nur so gespickt. Welchen Sinn würde so ein investment machen?
Ich hoffe, dass sich bei Ansicht des Niederganges der MECOM- Montgomery-Gruppe mal einige auf das Ursprüngliche besinnen.
@Dr. Faust
Sehr guter Gedanke. Nur fürchte ich, dass ein solcher Workshop mindestens ein halbes Jahr zu spät kommt und vor allem, dass dessen Ergebnisse im Management niemanden interessieren wird. Es sind doch recht einfache Überlegungen, mit denen man sich die Zukunft vieler Ausgaben ausrechnen kann. Nur zwei Punkte:
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- Die von den Schicklers anhand ihres ominösen “Benchmarks” vorgegebenen Stellenpläne werden nicht ausreichen, um noch eine akzeptable Qualität zu liefern. Das kostet weitere Leser.
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- Wenn beispielsweise, wie in Deinem Beispiel, die christlich-konservative Leserschaft künftig den (aus ihrer Sicht) WR-Wolf im WP-Schafspelz bekommt, wird es Abbestellungen hageln.
Was mich wirklich beunruhigt: Hombach und Nienhaus können nicht so dumm sein, dass sie das nicht wissen. Die Frage ist also, warum sie das trotzdem so machen.
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Es gäbe Alternativen, ja: Neben einer echten Stärkung der Lokalteile, statt sie auszudünnen, endlich ein Marketing, das diesen Namen wirklich verdient. Denn nicht die Redaktionen haben die NRW-Zeitungen in die (angeblich) roten Zahlen geschrieben. Vielmehr ist über Jahre das Marketing sträflich vernachlässigt worden, während Konkurrenzblätter vorgeführt haben, wie das funktioniert. Die WAZ-Männer sind stattdessen lieber auf Shopping-Tour gegangen – mit dem Geld, das sie aus den vier Traditionsblättern über Jahrzehnte entnommen haben. Und jetzt, da sie im Ausland mehr Geld verdienen, hängen sie die NRW-Zeitungen hin. Oder werfen sie auf den Markt. Springer oder sonstwer wartet schon.
So interessant ich den Wandel der Diskussion in Richtung “Wie machen wir eine bessere Zeitung”, die von mehr Leser gekauft wird, finde, muss ich doch fest stellen das die Diskussion allenfalls in der post-schinkler-Phase primär die monetären Belange der Verursacher dieses Blogs berühren wird. Sekundär geht es um die Erhaltung der verbliebenen Jobs, also Eigensicherung (trotz der Erkenntnis das niemand an seinem Platz unersetzlich ist, und das eine Zeitung auch nur ein neoliberales Papier ist dessen Vorgabengeber sich der lokalen Globalisierung verschrieben haben).
Inzwischen werden dank dieses Blog Details der Realisierung des Schinklerschen Denkens bekannt – und obwohl viele erkannt haben wohin es geht ist der Widerstand dagegen bestenfalls erahnbar.
Niemand ist unersetzlich! Auch die Geschäftsführer nicht, denkt mal drüber nach, was passiert wenn ihnen keine(r) mehr folgt. Wie lange würden die GGF den WAZ-Blätterwald füllen können?
Auge um Auge, Zahn um Zahn das kannten schon die Menschen als Texte noch mühevoll in Stein geschlagen wurden. Wie du mir, so ich dir, sprich: ist der Chef nicht zu Kompromissen bereit dann bin ich es auch nicht.
Habe gerade diesen Artikel von David Schraven bei den Ruhrbaronen gelesen.
http://www.ruhrbarone.de/ein-ausstand/
Sollte nur die Hälfte davon war sein, wäre es bedrückend.
@Micha
“Denn nicht die Redaktionen haben die NRW-Zeitungen in die (angeblich) roten Zahlen geschrieben. Vielmehr ist über Jahre das Marketing sträflich vernachlässigt worden, während Konkurrenzblätter vorgeführt haben, wie das funktioniert.”
Das liest sich so, als wäre guter Journalismus noch nicht mal im Ansatz für gutes Marketing des eigenen Blattes verantwortlich. Ich als naiver Zeitungs-Konsument kenne aber kein Produkt des Blätterwalds, das durch von Dir solch deklariertes Marketing irgendwen mehr oder öfter erreicht hätte. Auch die BLÖD bildet da keine Ausnahme.
Wenn man aber die eigene “Glanzleistung” immer nur als Abbild von werbe-fördernden Massnahmen wahrnimmt und seine eigenen Fähigkeiten als eingebaut in das “Große und Ganze” kastriert, dann kommen solcherart unerfreuliche Statements dabei raus.
Deswegen werden eure Abo-Zahlen ja auch gegen Null tendieren, weil Niemand euch mittlerweile ernsthaft abnimmt, dass ihr eine “Message” transportiert oder über die “Wahrheit” berichtet – ihr seid selbst nicht mehr in der Lage, für eure Profession Werbung zu machen, denn das muss ja neuerdings der Verlag “erledigen”:-((((
Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass auf dieser Seite mittlerweile viel dummes Zeug gelabert und auf für mich unverschämte Art eine “anonyme” Kollegenschelte betrieben wird. Und die kann m.E. nicht von Lesers stammen, sondern von Nestbeschmutzern, die in den eigenen Reihen sitzen. Statt die Kolleginnen und Kollegen – die meisten reißen sich den Hintern auf, um ein gutes Blatt zu machen – ständig vors Schienbein zu treten, sollten mal konstruktive Vorschläge gemacht werden, wie man die WAZ-Axt am Kahlschlag hindern kann.
Hirnverbrannten Chaoten, die sich auf dieser Seite mit unqualifizierten und diffamierenden Äußerungen tummeln, sollte das Wort entzogen werden. Wenn solch tumpe Kommentare weiterhin abgegeben werden, sollte man diese Seite schließen. Ich für meinen Teil kann auf unsachlichen Äusserungen gut und gerne verzichten. Falls diese Unterstellungen und gegenseitige Nestbeschmutzungen nicht aufhören, werde ich mich – wie viele schon vor mir – ausklinken.
@ draufhauer
Manche sind ein echter Fall für Mediation, so als Tipp für den Normalojourni.
[...] „Kein REITZ 2. Rettet die Auflage der Tageszeitung!“ By jakobswege PLiB-Eintext sagt konstruktiv als Leser: „Kein REITZ 2. Rettet die Auflage der [...]
@ draufhauer
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Bei mir keimt die Freunde für ein Blog: Der Palliativ-Reporter als Hausjournalist in der Dem(ent)okratie und Dem(ent)ographie des Ruhrgebiet = WAZ-Verbereitung – gerüstet in seiner Tradition des Reviergeistes.
@draufhauer: Nur zu, auch wenn wir Ihre konstruktiven Diskussionbeiträge sicher schrecklich vermissen werden.
Ganze zwei waren es diesen Monat. Einmal anonyme Kollegeschelte an Malte Hinz am 8.12., und oh, dann noch ein zweizeiliger Solidaritätsaufruf am 1.12.
Weiter so!
@draufhauer:
“Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass auf dieser Seite mittlerweile viel dummes Zeug gelabert und auf für mich unverschämte Art eine “anonyme” Kollegenschelte betrieben wird.”
Meine Schelte ist nicht anonym:
http://www.schiebener.net/wordpress/?p=1581
Im Ernst: Die Punkte, um die es geht, sind doch hier im Blog benannt worden. Ich denke, wenn sich jeder auf die Inhalte bezieht, könnte die Diskussion doch weiter gehen. Ich ignoriere “tenrix” et alli und versuche bei “porschekiller” et allii aus der Polemik den Kerngedanken herauszufischen. Der Rest interessiert mich nicht.
@ draufhauer
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> werde ich mich – wie viele schon vor mir – ausklinken.
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Das ist doch echte redaktionelle Empathie mit Abonnenten, die es nicht mehr sind.
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Sorgen bereitet mir, dass viele die Extrapolation der aktuellen Entwicklung noch nicht antezipieren und keine Maßnahmen erkennbar sind, die das Schicksal der WAZ besonders in den letzten vier Jahren bremsen könnten. Mir kommt es so vor, als läsen manche Redakteure die eigene Zeitung nicht. (WAZ Seite 1 vom 3. Dez. 2007) Dem kann man sich doch nur entziehen, indem Verluste asap realisiert werden – mit den gallopierenden Folgen auf die Auflage. Für mich ist deshalb klar, es wird REITZ 2 kommen – so oder so. In der bisherigen Diskussion sind keine redaktionellen Konzept (oder die Bereitschaft dazu) erkennbar. Der Mikrotrend der WAZ-Auflage wird sich also im Makrotrend der Region fortsetzen. Und das heiß: Keine Hoffnung! Die WAZ hätte dann zumindest einen Leser weniger. Abonnent bin ich schon lange nicht mehr.
Wie sollten mal drei Testgebiete für PLiB-Eintext ausgucken. Zwei Stellen extra pro Lokalredaktion, mit Geldern aus dem Konzern und der EU.
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Ziel: 10% plus bei der Auflage innerhalb von neun Monaten.
Eure Empathie treibt mich zum PliB. Seit gestern ist REITZ 2 da. Es schläft unter meinem Bett und vertreibt sich die Zeit mit Eintext.
Da auch in der Mikrowelle keine Hoffnung keimt, werde ich mich jetzt endgültig ausklinken und mit der nächsten Silvesterrakete heim fliegen. Danke für den Fisch.
scheint hier langsam eine One-Man-Show von Tenrix zu werden, was?
Allen, die ab und zu hier sich doch noch mal verirren, wünsche ich einen guten Übergang in 2009 und dass wir den Mumm haben, sich doch noch mal dem Wahnsinn entgegen zu stellen, der uns dank Schickler zu blühen droht!
Servus!
@ Dr. Faust: Ich schließe mich den Wünschen an. Und herzlichen Dank an meinen Ghostwriter für all seine Mühen hier im Blog. Auch dem gute Wünsche.
Mumm? Dat is doch getz wat zum trinken, ne? Hömma! Mit drei Fläschken von diese Brause intus tun wa uns jedem Waansinn entgejen stelln!
Also Tschüsskes, bis demnächs un allet Jute!
[...] möchte ich meinem/n anonymen Ghostwriter bei MedienMoral im Kampf gegen REITZ 2 Ruhrgebiet stellvertretend für die vielen ungenannten [...]
Bei den Ruhrbaronen gefunden:
http://www.ruhrbarone.de/waz-blatter-konnen-nicht-ohne-dpa/
>>”Etwa zehn Portestler konnten sich heute über einen Kaffee beim Chefredakteur Ulrich Reitz (WAZ) in seiner Medienzentrale freuen.
Die Gruppe versammelte sich bei Eiseskälte vor der Zentrale des WAZ-Imperiums, um ihre Missbilligung gegen die Medienpolitik des WAZ-Konzern zu demonstrieren und besonders um den Chefredakteur zu bitten, nicht mehrere hundert Redakteure in 2009 auf die Straße zu setzen. Diese Kündigungswelle hat es bisher noch nicht bei WAZ und NRZ gegeben – nur unter dem bisherigen Chefredakteur.
Die Protestler wurden ins Zeitungshaus auf ein Gespräch und einen Kaffee eingeladen. Einige Protestler nahmen die Herausforderung an und wurden in ein besseres Zimmer gebeten.<<”
???? Kann hier mal jemand aufklären ???? Fette Ente oder reeles Ereignis, wo es bisher mal für nötig befunden wurde, darüber zu berichten!?!
Kaffee! Sonn Stuss!Et kann getz nur eine Fordarunk gehm: Mehr Mumm für alle! Lass dat ma den Tenrix machen. So fakärt is dä ja donnich. Auch wenner nich die Waaheit schraibt.
Langsam kannze doch bessa am Teufel zu glaum statt wie anne Zukunft. Iss abba auch lanksam Pott wie Deckel.
Wenn ich als geborener und immer noch hier lebender Dortmunder eins hasse, dann sind das diese oberpeinlichen, manieristischen Versuche, einen Dialekt aufs “Papier” zu bringen (und dann auch noch so dermaßen phonetisch daneben).
Kleiner Tipp: Nichts ist so demütigend für die Bewohner einer Region wie die Anmaßung, man spräche als Berichterstatter und/oder Satiriker “mit Volkes Stimme” und wäre demzufolge fast ernst zu nehmen.
Für die Abschiebung von Herbert Knebel et al. auf die Aleuten!!!!!
Maingottnomma, du ollen Knötterkopp! Dann kannzen Kumpel Anton, dä Cervinski unnen Taumfatters Jupp gleich mit abschiem! Kennze aber waaschainlich nich mehr, bisse zu jung für! Oder hasse die Naam schomma gehört?
Porschekiller, du bist ja vielleicht eine Spaßbremse! Ich bin in Herne geboren und da lebe ich noch, und ich hatte schon als Kind Spaß an Tegtmeier und an “Kumpel Anton” in der WAZ. Es trägt eben nicht jeder die Nase so hoch wie du.
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Noch eines: Eine phonologisch halbwegs korrekte Wiedergabe des Ruhrgebiets-Regiolekts wäre überhaupt nur mit Hilfe einer Lautschrift möglich. Da hatten die WAZ-Leser doch Glück, dass Wilhelm Herbert Koch ihnen seit den 50er Jahren nicht so etwas wie das Internationale Phonetische Alphabet zumutete, weil er bei seinen Kumpel-Anton-Geschichten auf irgendwelche Pedanten mit sprachwissenschaftlicher Halbbildung hören musste. Der hat einfach geschrieben, wie er sich das dachte, und er hatte riesigen Erfolg damit.
Ich finde es auch ganz schön anmaßend, wenn ein einzelner gleich “für die Bewohner einer Region” spricht. Obwohl mir die Ruhri-Masche von Lyko, Stratmann und Konsorten auch nicht besonders gefällt: Noch viel weniger gefällt es mir, wenn hier im Blog einer dem anderen den Mund verbieten will.
Gegen alle Unkenrufe habe ich die nrz jetzt abonniert!
Beim Vergleich Rheinische Post, WZ und nrz hat mir der Lokalteil der nrz am besten gefallen.
Allerdings: Der Mantel ist mies, die Nachrichten habe ich eh schon am Tag vorher bekommen, und Neues steht da nicht. Vielleicht sollte der Mantel gekürzt werden…
@Kalle
Ich hab’s gelesen und auch gern. Der Unterschied: Damals wurden intelligent und phonetisch korrekt Inhalte vermittelt, heute geht es (wie man sieht) nur um Effekt und dumpfe Volkstümelei.
@Verena
Ich will hier Niemandem “den Mund verbieten” und ich schreibe auch nicht von ungefähr in der 1. Person Singular. Dieses reflexartige “Zensur! Zensur!”-Genöhle scheint aber symptomatisch für einen Berufsstand zu sein, für den kritisches Kunden-Feedback fast schon Majestätsbeleidigung ist.
@porschekiller Wenn Du hier in einem Anflug von Größenwahn für Dich in Anspruch nimmst, für nicht weniger als “für die Bewohner einer Region” zu sprechen, dann nützt die 1. Person Singular auch nicht mehr viel, Schlauberger.
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Dass Killerphrases (passen ja zum Nick) entsprechende Reflexe auslösen, das wirst Du ja, so vermute ich, gewohnt sein.
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Woher weißt Du übrigens, welchem Berufsstand die Kommentatoren hier angehören? Hellseher?
..schön, dass es hier noch um die eigentliche Sache geht…
Ob Energie-, Lebensmittel-, Gesundheits- und Informationsmarkt, die Konzentration nimmt zu und der örtliche Bezug / die Bürgernähe geht verloren. Jetzt wird der Informationsfluss durch Verminderung der Lokalredaktionen gekappt. Auf den Verkehrsfluss übertragen hieße das: Nur noch die Hauptstraßen im Stadtteil werden instand gehalten, der Weg zur Haustür bleibt dem Bürger überlassen.
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Die sichere Versorgung durch Waren-, Energie- und Informationsflüsse muss erhalten werden!
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Standortfaktoren sind gefühlte Sicherheit, Arbeitsplätze, angemessenes Angebot an Waren, medizinischer Versorgung und Bildung. Welche Bedeutung hat eine Lokalredaktion für die Entwicklung eines Standorts? Oder reicht die Gratiszeitung als Standortfaktor – frei nach dem Reviergeist-Motto: „Ähh, iss doch schön hier.“?
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Oder müssen wir den GEZ-Medienfonds auf die Printprodukte ausdehnen? Die örtliche Berichterstattung muss sichergestellt werden!
na sowas bringt es endlich mal auf den Punkt!!! hier wird über allen Mumpitz mittlerweile debattiert. das nach wie vor 261 Kollegen vom Abschuss bedroht sind, scheint hier nur noch Nebensache zu sein!
Das ” Reitzsche’ Kaffeekränzchen” vom vergangenen Dienstag (übrigens von Jakobswege publiziert) war ja die Ente schlechthin zum Jahresende. Denn es konnte ja hier keiner mal zur Aufklärung beitragen, war anscheinend keiner dabei!
Machts mal gut!
Entente: Ich bitte um Entschuldigung.
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> Silvesterkravalle Hochheide – Medien-Protestler schlürfen heißen Kaffee mit Chefredakteur
> http://jakobswege.wordpress.com/2008/12/30/medien-protestler-trinken-kaffee-mit-chefredakteur/
.
Das war ein Beitrag von mir nach Art des Küchenjournalismus. Das hatte ich aber mit „Fiction am Jakobsweg“ getagt. Besser wäre wohl ‘Faction’ gewesen – pardon, ich bin kein Profi. Aber die Rheinhausener ‘Lucy im Black Skai’ berichtet doch auch über ihr RP-Nirwana am 3. Jan. 2009, „die wohnortnahe … Versorgung langfristig sicherzustellen“.
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Jetzt lasst doch endlich mal das Blograuschen erklingen! Ich fordere Euch auf zu Blog-Beiträgen in Serie: „REITZ 2 (WAZ): Das Ende …“ (zielorientierte Unterstützung für die Lokalredaktion als Standortfaktor. Bitte mit Pingback auf MedienMoral.)
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http://jakobswege.wordpress.com/2009/01/03/serie-%e2%80%93-reitz-2-das-ende-%e2%80%a6/
[...] Hochwasser 1926 – Pegel Ruhrort 29,15m N.N. By jakobswege 13,04 + 16,09 = 29,15 m N.N. [...]
Derzeit unter MedienMoral-Zensur
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# jakobswegeam 03.01.2009 um 21:07
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http://www.medienmoral-nrw.de/2008/12/uberwiegend-enttauschung-kundigungen-nicht-vom-tisch/#comment-3391
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Der Kommentar muß noch freigegeben werden.
—
Entente: Ich bitte um Entschuldigung.
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> Silvesterkravalle Hochheide – Medien-Protestler schlürfen heißen Kaffee mit Chefredakteur
> http://jakobswege.wordpress.com/2008/12/30/medien-protestler-trinken-kaffee-mit-chefredakteur/
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Das war ein Beitrag von mir nach Art des Küchenjournalismus. Das hatte ich aber mit „Fiction am Jakobsweg“ getagt. Besser wäre wohl ‘Faction’ gewesen – pardon, ich bin kein Profi. Aber die Rheinhausener ‘Lucy im Black Skai’ berichtet doch auch über ihr RP-Nirwana am 3. Jan. 2009, „die wohnortnahe … Versorgung langfristig sicherzustellen“.
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Jetzt lasst doch endlich mal das Blograuschen erklingen! Ich fordere Euch auf zu Blog-Beiträgen in Serie: „REITZ 2 (WAZ): Das Ende …“ (zielorientierte Unterstützung für die Lokalredaktion als Standortfaktor. Bitte mit Pingback auf MedienMoral.)
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http://jakobswege.wordpress.com/2009/01/03/serie-%e2%80%93-reitz-2-das-ende-%e2%80%a6/
@Dr. Faust:
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Die Geisterwelt ist nicht verschlossen;
Dein Sinn ist zu, dein Herz ist tot!
Auf, bade, Schüler, unverdrossen
Die ird’sche Brust im Morgenrot!
@Dr. Faust zum Thema Indische Journalisten
Der Focus hat sich auch noch einmal dieses Themas angenommen, und ist dabei auch noch wortschöpferisch tätig geworden, in dem er die neue Profession des Glokaljournalisten erfunden hat
http://www.focus.de/kultur/medien/tid-13012/us-verlage-glokal-journalismus_aid_359186.html
@Frank Biermann: Der Begriff “Glokaljournalist” wurde von James MacPherson kreiert, über dessen Experiment Focus Online berichtet. Steht übrigens auch im Text.
Siehe auch http://netzjournalist.twoday.net/stories/5421105/
Ich verliere mich. Bin ich noch der Jakobsweg, oder schon mein Ghostwriter?
In meiner Küche rauscht es nur noch. REITZ 2 nagt an meinem Stuhl.
Die Zensur erlaubt mir kaum mehr als zehn Antworten auf meine Fragen.
Lucy: Wo ist mein Blog. Er ist verrauscht. Ich bin am Arsch
Ihre Session ist leider abgelaufen.
Tenrix, ich glaube, Deine Batterien werden schwach. Na, dann mach ich mal weiter:
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Twas brillig, and the slithy toves
Did gyre and gimble in the wabe;
All mimsy were the borogoves,
And the mome raths outgrabe.
Beware the Jabberwock, my son!
The jaws that bite, the claws that catch!
Beware the Jubjub bird, and shun
The frumious Bandersnatch!
Tenrix und Klaus, bitte nehmt Eure Tabletten!
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All’ die anderen: Es wäre schön, wenn hier Neues zu erfahren wäre. Wieso verfassen die Betreiber des Blogs keine Beiträge mehr? Oder ist alles schon gelaufen?
@Kollegin: Sehr guter Einwand! Es scheint so, dass man sich dem Schicksal ergeben will. In Frankreich oder ähnlichem Staat würde das ganz anders abgehen!
> All’ die anderen: Es wäre schön, wenn hier Neues zu erfahren
> wäre. Wieso verfassen die Betreiber des Blogs keine Beiträge
> mehr? Oder ist alles schon gelaufen?
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Ein kurzer Dank an meineN beharrlichen Ghostwriter.
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Wenn die Stimmung (Moral) hier im Blog richtig gedeutet werden könnte, bitte ich um eine kurze Nachricht des Blog-Betreibers. Vielfältige Wege zum Kontakt dürften nicht schwer fallen.
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Bisher waren hier die Blognachrichten so aufgelegt, dass jeder seine Betroffenheit schildern konnte. Die maulende Pilgerin Ines reicht jedoch nicht, um ein Projekt daraus zu machen. Es muss über Lösungsansätze diskutiert werden: Arbeitskampf.
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Zur Befriedung muss die Journi-Gewerkschaft mit Zielen ausgestattet werden. Aber das reicht auch nicht! Als Leser fordere ich die Lokalausgabe als Standortfaktor. Wäre die „Gedruckschaft“ (eine Vereinigung des Lokalredakteure und Leser) eine notwendige Innovation im Ruhrgebiet?
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MedienMoral-Blog muss eine Nachricht aufsetzen, die nach Lösungen sucht. Nahezu 300 Revier-Journis sind sehr traurig. Daraus kann Zorn oder gar Wut erwachsen – und das hieße die Anwendung des AS-Konzepts. Sich Clausewitz aus der Sicht einer Potsdamer Dame reingepfiffen zu haben, hieße seine vorzüglichen Chancen in der Strategie zu erkennen. REITZ 2 (WAZ): Das Ende des Handspiels.
@ Kollegin
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Was schlägst Du vor?
[...] Neue Story heißt “Mo & Billy, tät-tät“. Die Flucht der YADOMs. Es ist eine Geschichte über “REITZ 2 (WAZ) und kein Ende der [...]
Liebe “Macher” des Medienblogs,
jetzt seid ihr aber wirklich gefordert!
1. wie Kollegin schon anmahnte, mit inhaltlichen Beiträgen das Heft in die Hand nehmen
2. überlegen, wie verhindert werden kann, dass das Blog nicht völlig der Lächerlichkeit preigegeben wird
Schließe mich zoom voll und ganz an!
@zoom: Volle Zustimmung in beiden Punkten.
Nur zur Erinnerung nach diesen teilweise unerträglichen Beiträgen: Wir reden über diese Planungen im Lokalen: Westfälische Rundschau:
Abbau von 59,8 Redakteursstellen im Lokalen
Komplettschließungen: Olpe (-8), Meschede (-4), Bad Berleburg (-3)
Stellenabbau: Hagen (-3), Hohenlimburg, Wetter (jeweils -1), Arnsberg (-4,8), Märkischer Kreis (-8), Siegen (-1,9).
Umstrukturierung: Die bisherigen Redaktionen Dortmund inkl. Stadtteile (28,8 Stellen), Kamen (7,5), Lünen (12,8), Unna (8,8) und Schwerte (5,6) werden zu einem Regionaldesk zusammengelegt. Statt der bisher 63,5 Stellen in den Redaktionen sind für das Desk 41 Stellen (-23,5) geplant.
Westfalenpost:
Abbau von 27,4 Redakteursstellen im Lokalen.
Komplettschließungen: Siegen (-8), Ennepetal (-8,8), Werl (-7,8)
Stellenreduzierungen: Brilon, Hagen, Hohenlimburg (jeweils -1).
unverändert: Arnsberg, Bad Berleburg, Menden, Meschede, Olpe, Warstein, Wetter.
Aufstockung: Soest (+0,2)
Vielleicht kann noch jemand die konkreten Zahlen für WAZ und NRZ posten.
Hinzu kommen die Stellenstreichungen in den Mantelredaktionen.
Und seit Wochen dümpelt alles still und starr vor sich hin. Ich habe den Verdacht, viel zu viele haben sich schon einlullen lassen und denken nur noch, wie sie selbst am besten aus der Nummer raus kommen.
Ich vermisse etwas Druck der Gewerkschaft, ich vermisse einen Zeitplan bzw. ein Zeitfenster für die geplanten Maßnahmen und vor allem Gegenkonzepte. Hat mal jemand genau erfasst bzw. überhaupt abgefragt, wie viele Kollegen bereit sind, ihre Arbeitszeit zu reduzieren? Hat man abgefragt, wie viele ältere Kollegen vorzeitig in Ruhestand gehen wollen? Gibt es Anhaltspunkte, wie viele Kollegen sich für einen Ausstieg mit Abfindung erwärmen können?
Seit vier Wochen passiert (zumindest offenkundig) fast nichts. Das scheint mir seitens der Geschäftsführung Methode zu sein, um die Aufregung und den möglichen Widerstand still und leise einschlafen zu lassen. Mit dem Einschläfern hat Bodo Hombach ja schon am 5.12. in der Lichtburg begonnen.
Und da Redakteure leider noch nie große (Arbeits-)Kämpfer in eigener Sache waren, sehe ich ehrlich gesagt auch schwarz, was einen geordneten Widerstand betrifft. Die Kollegen, die nicht bzw. kaum betroffen sind, sind schon wieder zum Tagesgeschäft übergegangen. Schade, schade.
@Klartext: Danke für die ausführlichen Zahlen zum Stellenabbau! Sie belegen, dass Schickler anscheinend nur überregionale Zeitungen beraten kann und von der WAZ Mediengruppe und deren Ausrichtung überhaupt keine Ahnung hat, schade um das Geld was für die Jungs -mal wieder- aus dem Fenster geworfen wurde. Es zeigt sich bei dieser Aufstellung, dass es die Herren wirklich nicht nötig hatten, mal vor Ort zu recherchieren, was von den Redakteuren handwerklich sauber allzeit erwartet wird. Die können soviel von Kennzahlen und Benchmarking erzählen, wer sagt denn, dass die Zahlen stimmen? Schon aus der Strombranche haben wir gelernt, dass an Kalkulationen soviel herummanipulieren und hereinrechnen kann, um den hohen Strom/Gas-Preis zu rechtfertigen. Und auch wenn dieser Schickler-Benchmarking-Korridor 1:1 angwendet werden würde, müsste die WP zum Beispiel gar nicht bluten, weil sie voll in den gesteckten Zahlen steckt.
Das mal am Rande. Dann kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, was der Krampf mit dem Regionaldesk in Dortmund soll, aus dem Fehler im Vest nichts gelernt??? Die Ruhr Nachrichten werden sich die Hände reiben, weil die Leserschaft aus dem Dortmunder Umland das nicht mitmachen wird und zu RN und Hellweger Anzeiger wechseln werden. Oder darf man bei dem Schritt Absicht unterstellen, weil man sich mit Lensing und Hellweger Anzeiger claimmäßig geeinigt hat? Um es klar zu verdeutlichen, jede Redaktion sollte gemäß meines “Lokal-first”-Gedankens erhalten bleiben, aufgrund den Ausführungen von Klartext frage ich mich, ob die da wirklich mit dem Würfelbecher dran gegangen sind, denn die Standortschließungen sind doch völlig beliebig ausgefallen. Wieso soll die WR in Siegen gegen die Siegener Zeitung antreten? Siegen ist die größte Stadt des Siegerlandes, Universitätsstadt usw. usf. Soweit ich weiß, war die WP auch immer bei der SiLA (Siegerlandschau) immer sehr akiv. Auch der radikale Schnitt im Sauerland wird neben dem Siegerland der Konkurrenz des Sauer- und Siegerlandkurieres sehr in die Hände spielen. Meines Wissens wollen die auch im Lokalen radikal aufrüsten, weil sich die WAZ so zurückzieht. Dann das Besipiel, dass bei einer Einwohnerzahl von knapp 52.000 in Herdecke/Wetter ohne Konkurrenzdruck zwei Zeitungen bestehen bleiben, während in EN-Süd incl. Breckerfeld bei 100.000 Einwohnern eine Zeitung eigenredaktionell eingestampft wird und die benachbarte WZ in Wuppertal das bestimmt nicht schlecht findet, vielleicht ein bißchen mehr in das Gebiet einzudringen. Auc die Aufgabe der WP-Redaktion Werl in Richtung Soest ist andere als leserfreundlich und wird die Abozahlen nach unten katapultieren. Das sind Fragen und Tatsachen, wo sich bei mir sämtliche Logik entzieht und der Willkür keine Grenzen gesetzt zu sein scheinen. Daher frage ich mich, ob die wirklich wissen, was sie da tun? Daher hoffe ich, dass die 4 BR immer wieder unbequeme Fragen Stellen und das ganze Vorhaben in ab adsurdum geführt wird. Und mal ganz ehrlich: Wenn Geld da sein sollte, die “BZ” von Herrn Montgomery kaufen zu wollen, dann erwarte ich doch, dass im Kerngeschäft im Ruhrgebiet, was die WAZ erst zu dieser Größe verholfen hat, die angeblich schlechten Zahlen der vier Titel so zu korrigieren, dass dies in einem mittelfristigen Prozess erfolgt und nicht mit diese Kahlschlag-Methode, die alles zunichte macht, was einmal aufgebaut wurde. Ich bin auch der Meinung, dass sich in unserer WAZ-Zeitungslandschaft etwas ändern muss. Aber wir werden bestimmt nicht besser, wenn wir unseren Schwerpunkt weg vom Lokalen hin zum Überregionalen führen, da ist Herr Reitz völlig auf dem Holzweg. Gut recherchierte- und interessant geschriebene Lokalartikel und informativ gestaltete Lokalseiten sind das einzig exclusive Pfund, was wir haben werden. Alles andere aus Land und aller Welt wird uns via Internet, TV und Videotext schon lange vor unserem allmorgendlichen Erscheinen vorgekaut und haut die Leser nicht mehr von den Sitzen. Das was den Mantel noch rettet, sind zu Schwerpunktthemen ins Detail gehende Hintergrundberichte- und Informationen. So und jetzt können wir wieder diskutieren!
@Kollegin
Dass wir (DJV und dju in ver.di) als Betreiber des Blogs zuletzt keine neuen Beiträge verfasst haben, hat einen ganz einfachen Grund. In den letzten Tagen über Weihnachten und Neujahr hat sich nichts mehr ereignet – alle Entscheidungsträger waren schon vorher in die Ferien entfleucht. Erst morgen wird wieder eine Verhandlungsgruppe zum Sozialplan tagen.
Der Gesamtbetriebsrat hatte sich am 19.12. letzten Jahres noch einmal mit einem fünfseitigen Info an die Belegschaft gewandt und einen Überblick über den Stand der Dinge gegeben. Die Betroffenen sind also über die aktuellen Verhandlungsstände informiert und können sich jetzt ihre eigenen Gedanken machen, ob sie Angebote des Verlages für ein freiwilliges Ausscheiden annehmen, ob sie zukünftig in Teilzeit arbeiten möchten oder ob für sie die Altersteilzeit in Frage kommt.
Da gibt es aber offensichtlich noch viele Details zu klären.
Soweit für heute, Frank Biermann
@Frank Biermann:
Ich betone, dass die folgenden Fragen nicht zynisch gemeint sind, sondern nur der Ordnung meiner Gedankenwelt dienen sollen:
Frage Nr.1 plus: Gehe ich Recht in der Annahme, dass die “Zeit des Protestes” vorbei ist? Dass die Gewerkschaften sich mit dem Plan der Geschäftsleitung abfinden/einverstanden sind/or whatever, und es jetzt noch darum geht, die Feinheiten eines Sozialplanes bzw. die Bedingungen des “Ausscheidens” der 200 plus / 300 minus KollegInnen intern zu verhandeln?
Wegen folgender Aussage: “Die Betroffenen sind also über die aktuellen Verhandlungsstände informiert und können sich jetzt ihre eigenen Gedanken machen, ob sie Angebote des Verlages für ein freiwilliges Ausscheiden annehmen, ob sie zukünftig in Teilzeit arbeiten möchten oder ob für sie die Altersteilzeit in Frage kommt.” stellt sich mir als Weiteres die
Frage Nr. 2: Welche Funktion hat dieses Blog für die Herausgeber noch, wenn sich jeder seine eigenen Gedanken machen soll?
Mit freundlichen Grüßen aus dem verschneiten Hochsauerland
Zoom, die Sache ist hier wohl gelaufen. Es geht nur noch um Einzelfälle, nicht mehr ums große Ganze. Das zeichnet sich schon seit Tagen oder sogar Wochen ab.
@ frank biermann
“Die Betroffenen sind also über die aktuellen Verhandlungsstände informiert und können sich jetzt ihre eigenen Gedanken machen, ob sie Angebote des Verlages für ein freiwilliges Ausscheiden annehmen, ob sie zukünftig in Teilzeit arbeiten möchten oder ob für sie die Altersteilzeit in Frage kommt.”
Wie kann ich mir Gedanken machen, ob ich Angebote für ein freiwilliges Ausscheiden annehme, wenn ich die Angebote überhaupt nicht kenne? Oder liegen die irgendwo schriftlich (zumindest verbindlich) vor? Wie kann ich mir Gedanken machen, ob ich für die Altersteilzeit in Frage komme, wenn völlig unbekannt ist, ab welchem Alter sie gilt und wie die Konditionen aussehen? Ist analog zur gesetzlichen Altersteilzeit an einen Einstieg mit 55 Jahren gedacht? Endet sie mit 63 oder 65 Jahren oder 65 plus x Monate? Oder ist es nur eine schlichte (und für einen die Interessen seiner Leute kämpferisch vertretenden Betriebsrat in dieser Situation nicht akzeptable) Neuauflage der gerade ausgelaufenen Betriebsvereinbarung – Beginn mit 57 Jahren? Bin gespannt auf Antworten.
@ Dr.Faust Zum Siegerland, wo ja demnach dann bald die WR den WP-Lokalteil fabrizieren muss: Was machen denn da wohl die konservativen WP-Abonennten, wenn sie zum ersten Mal den neuen WP-WR-Mischmasch in die Hände gedrückt bekommen? Ihre bisherige Zeitung nur noch ein lächerlich dünnes, blaues Mäntelchen, innen rot abgefüttert? Das ertragen die nicht. Wer bis dahin noch nicht wegen der Umfangsreduzierungen abbestellt hatte, tut es dann. Die Siegener Zeitung wirds freuen. Der fallen innerhalb von ein paar Tagen einige tausend Abos extra in den Sack. Kann eigentlich niemand mehr diesen Unfug stoppen?
@Rainer H.: nö glaube ich selbst nicht mehr dran. Das was jetzt passieren wird, ist weiterer Anschwung, um die Abwärtsspirale noch schneller zu drehen!
Für die Spekulatii hier:
Laut w&v wird wohl DuMont in Berlin den Zuschlag bekommen.
Mit anderen Worten: Noch so’ne WAZ-Bauchlandung.
Auch aus der W&V:
“WAZ-Chef Bodo Hombach: Medien verbrauchen Lebenszeit
Anforderungen anspruchsvoller Konsumenten wandeln sich
München (ots) – Bodo Hombach, ehemaliger hochrangiger SPD-Politiker und seit 2002 Geschäftsführer der WAZ-Gruppe, konstatiert einen tiefgreifenden Wandel beim Medienkonsum. Beim Kampf um den Kunden werde deshalb künftig nicht mehr auf dessen Portemonnaie gezielt, sondern auf das Kostbarste, was der Medienkonsument zu bieten habe: seine Lebenszeit. Dies schreibt Hombach in einem zwei Seiten umfassenden Essay für das Wochenmagazin Werben & Verkaufen, W&V (ET: 08. Januar). Zunehmend etabliere sich der Typus des Medien-Egoisten, der den Wert seiner Zeit extrem hoch einschätze und deshalb bei der Wahl der Medien auch immer kritischer werde. “Er ist nicht bereit, sie an die Hütchenspieler und Marktschreier zu verhökern”, schreibt Hombach. “Er hält sie sich vom Leib, die Buchstabenzüchter in Käfighaltung, die Textverarbeiter, die das Prinzip ‘Gammelfleisch’ auf das Marktsegment ‘Information’ übertragen wollen.” Der Medien-Egoist, so Hombach in W&V, achte auf den Cholesterinspiegel seiner Gefühle. “Also meidet er Fettgedrucktes.”
Hombach plädiert in diesem Zusammenhang für Qualitätsjournalismus. Der Medien-Egoist brauche Leute, die ihren Beruf ernst nehmen und nicht Korrespondenten, die das Land von der Hotelbar aus erkunden wollen. Selbst das Internet dürfe man nicht der Anarchie überlassen. Hombach in seinem Essay: “Wo jeder mit jedem ins Gespräch kommen kann, ist Geschwätz nicht die einzige Alternative.”"
Da bleibt einem die Spucke weg!
@ klösschen, @ zoom, @ Dr. Faust
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Liebe Leute, bitte zwei Dinge. 1. Wenn hier Ghostwriter unter meinem Namen schreiben, betrachte ich das als ‘publizistische Heimtücke’. Wer wissen wissen möchte, wozu und wohin das führt kann „Rizinus mit den Extra-ieh“ fragen: Abo-Sharing.
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2. Dadurch öffnet sich der Blick auf Innovation in den Medien. Angesichts der Parteidem(ent)okratie (heute in Der Westen Duisburg bei NRZ und RP) folgt die Region den bekannten Projektionen. Ich habe die Kürzungen in den einzelnen Lokalredaktionen angeschaut und erkenne darin tiefeingefärbte Muster einer Publikation von Berlin Institut (€ 10 für 200 Seiten, viele bunte Graphiken; die Journis von Der Westen Duisburg lesen das.).
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Seit einigen Jahren habe ich Berührungspunkte mit den Parteidem(ent)okraten von SPD Duisburg und CDU Duisburg. Es gibt die Möglichkeit auch von Bürgerseite die Wirklichkeit zu bergen: IFG NRW. Und es gibt auch lokale Journis, die mitmachen und dann heftig eins vom Madenwerk der Systemfuzzies in die Fresse kriegen. Dann kuscht der städtische Chefredakteur und schreibt vermehrt über Gorillababys. Gut so! Das ist die Makrofauna von aufstrebenden Regionen der Renaturierung des Auflagengebiets. Zoom hat ja demnächst die Wisente (noch eine Entente) vor seiner Tür im Rothaargebirge.
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Die Großvolksparteien sind schwer angeschlagen durch die Parteidem(ent)ographie und Parteidem(ent)okratie. Dieses Madenwerk von Systemfuzzies vermag die Region nicht zu retten.
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Das neue Zeitalter der „Vierten Gewalt“ bricht an. Dann wird Information zum Projektmanagement einer Region. Das müssen auch die WAZ-Eigentümer (Otto versilbert) erkennen. Sonst lauert die nächste Heuschrecke.
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Die Clausewitz´schen Nebel des Schlachtfelds von YADOMs und der „Ähh, iss doch schön hier“-Typen haben sich noch nicht gelüftet. Wer noch nicht beim Thema angekommen ist, kann die Entwicklung der Parteidem(ent)ographie und Parteidem(ent)okratie fortschreiben. Kinderpolitiker in Der Westen Duisburg, heute gedruckt.
???? Zu Tenrix fällt mir nix mehr ein!!! ????
@Dr. Faust
Dann muss es wohl mal sein:
a) tenrix ist ein alternder Agit-Prop-Künstler, der in diesem Blog die letzte Chance seines Lebens sieht.
b) tenrix ist ein Captagon-abhängiger Student der Kommunikationswissenschaften, der noch ein Thema für seine Abschlussarbeit sucht
c) man stelle sich tenrix entspannt als Geschäftsführer der WAZ-Gruppe nach Feierabend, in den Pausen, mit dem Notebook auf dem Klo – WLAN im Spülkasten – vor
d) tenrix hat einen Lehrstuhl für Dekonstruktivismus an der Universität Duisburg
e) tenrix ist der Antipode von Christo
f) tenrix ist immer noch ein Student, der sich einen feixt
g) wegen der globalen Erwärmung ist es tenrix gelungen, auf den Rheinwiesen ein Gras anzubauen, welches es selbst in Kalifornien nicht gibt
h) tenrix nimmt kleine Pillen und schreibt an seinem Werk: “Die Pforten des Wahnsinns”
i) tenrix setzt gerade seinen Punkt unter die Dissertation: Die Infiltration sozialer Netzwerke durch parallel-verschobene Semantik und ihre Bedeutung für die Architektur neuer medialer Konstrukte”
k) tenrix ist mit drei Wisenten aus Bedburg-Hau entlaufen
l) tenrix ist “all of the above”
m) tenrix ist ein Gesamtkunstwerk
n) tenrix arbeitet jetzt schon an der Vermarktung seiner scheindebilen Beiträge
o) tenrix ist ein universales Prinzip: Es ist unmöglich in sozialen Netzwerken ein Vakuum zu erzeugen, denn sobald der Inhalt entfleucht wird das Netzwerk mit “tenrix” aufgefüllt.
p) – z) habe ich auch noch in der Tastatur, muss aber ins Bett, um morgen Geld zu verdienen.
Jede Bewegung hat ihren “tenrix”
Good Night miteinander
@Biermann. So, so. Alle Betroffenen sind seit dem 19. Dezembwer 2oo8 über den aktuellen Stand der Verhandlungsdinge durch die Betriebsräte informiert. Und damit, so ergibt sich doch wohl, die beiden Journalistengewerkschaften auch. Was sagen die beiden Gewerkschaften nun eigentlich zum Stand der Dinge? Bisher nichts. Sind sie auch entfleucht? Oder gibt es in diese Richtung keine Meinungsbildung? Die Betriebsräte sind auf dem Ticket von DJV und dju in Verdi in die Betriebsräte der WAZ-Mediengruppe gewählt worden. Jetzt sollten die Gewerkschaften verdammt noch mal auch deutlich machen ( bei aller Unabhängigkeit der Betriebstäte ), ob “ihre” Betriebsräte auch “funktionieren”, ob die bisherigen Verhandlungsergebnisse von den beiden Gewerkschaften mitgetragen werden. Oder sind DJV und dju in Verdi von Herrn Hombach auch schon eingelullt?
Dies ist eine hochbrisante gewerkschaftspolitische Situation, die bisher in der Zeitungslandschaft Deutschlands einmalig ist. Wenn jetzt offiziell weiter vertrauensvoll geschwiegen wird, obwohl alle Ergebnisse des personellen Kahlschlags offen auf dem Markt diskutiert werden, ist das ein eklatantes Versagen der beiden Mediengewerkschaften.
Es ist mir bis heute nicht klar, warum DJV und dju in Verdi die gemeinsame “Betriebsversammlung” am 5. Dezember 2oo8 zugelassen haben, dieses Possenspiel der Geschäftsleitung und “Kniefall” der Betriebsräte mitgemacht haben. Hier hätten bereits die beiden Gewerkschaften gerichtlich eingreifen müssen.
Der “Beileidstourismus” der Parteien und anderer Institutionen hilft nicht weiter, und die mitunter in diesem Blog verbreitete Verbalerothik, um nicht zu sagen Schwachsinn, helfen nicht weiter, beeindrucken die WAZ-Mediengruppe nicht. Wenn jetzt die beiden Journalisten-Gewerkschaften nicht klar öffentlich Stellung beziehen, alles weiter so laufen lassen, sind ihnen in wenigen Wochen hunderte von Mitglieder davongelaufen.
@Leid. Merken die zwei Journalistengewerkschaften eigentlich nicht, dass es Betriebsräte in der jetzigen Stärke künftig nicht mehr geben wird, ihnen von Herrn Hombach quais die Plattform entzogen wird? “Amateur-Betriebsräte” – wahrscheinlich auch noch ohne Freistellungen – können kaum noch etwas ausrichten. Was wird in den neu zugründenden kleinen Schachtelgesellschaften künftig eigentlich mit der Bezahlung nach den Tageszeitungstarifverträgen? Hierzu hat die Geschäftsleitung bisher nichts Konkrets gesagt. Herr Hombach sprach sibyllinisch lediglich von Tarifverträgen. Was wird aus den 55 hochqualifizierten Bildredakteuren? Sind diese “Fotografen” künftig nur noch Kostenfaktoren, die es zu senken gilt?
Journalistengewerkschaften rührt euch endlich! Nehmt öffentlich Stellung zu diesen gewerkschaftspolitischen Dingen!
Schweigen kann als Einverständnis mit der Geschäftspolitik der WAZ-Medienpolitik gewertet werden.
@Frank Biemann: “Der Gesamtbetriebsrat hatte sich am 19.12. letzten Jahres noch einmal mit einem fünfseitigen Info an die Belegschaft gewandt und einen Überblick über den Stand der Dinge gegeben. Die Betroffenen sind also über die aktuellen Verhandlungsstände informiert…”
So, so. Ich halte mein Gedächtnis noch halbwegs für leistungsfähig und habe meine Mails noch einmal durchgesehen. Doch leider finde ich keine fünfseitige Information der Betriebsräte. In der Tat wäre es schön, wenn die Betroffenen auf dem aktuellen Stand wären, doch das ist leider nicht so. Es läuft seit Wochen nach dem Motto “Nichts Genaues weiß man nicht”. Hier muss jetzt wirklich mal Butter bei die Fische.
@Lokalarbeiter von anderswo: “Typen wie der Zeilenschinder, bei dem ich mir schon lange nicht mehr sicher bin, auf welcher Seite er steht, …” hast du geschrieben. Lies doch einfach meine vorherigen Beiträge, kannst gleich ganz oben bei #1 anfangen, dann weißt du, wo ich stehe.
@tenrix: Kaum einer, nicht mal ein “agent provocateur”, schadet unserem Anliegen so sehr wie Sie. Es geht hier um Existenzen von mehreren hundert Kollegen (einschließlich meiner), und Sie nutzen dieses Blog als Forum egomaner neurotischer Selbstdarstellung und machen ein Werkzeug, das unsere Anliegen unterstützen und ihnen auch Nachdruck verleihen soll, zu einer Kaspermaschine, die von Verlag nicht mehr ernst genommen werden kann. So einen Troll habe ich noch nicht erlebt. Ich wäre ja geneigt, Sie für einen von Hombach engagierten Spalter zu halten, aber dieses Format bringen Sie wiederum nicht mit. Tun Sie wenigstens einmal hier etwas Gutes und halten Sie ab sofort einfach die Klappe.
So, und nun zum Wesentlichen. Wir sollten mit dem Gejammere aufhören und pragmatisch überlegen, was zu tun ist. Fakt ist, wir haben die Betriebsräte, die wir (nicht) gewählt haben. Die verhandeln seit gestern wieder. Ich will erst wissen, was dabei herauskommt, ehe ich mich wieder aufrege. Fakt ist auch, dass Verhandeln derzeit der einzige Weg ist. Marx und Engels stehen mir überhaupt nicht nahe, weiß Gott nicht, aber ich werde mich ihrer Erkenntnis nicht verschließen, dass das Großkapital die Macht hat und damit umzugehen weiß. Wenn die GGF die mittelfristige Zerschlagung der drei Ruhrgebietstitel plant, um eine Mega-WAZ zu installieren, die sich dann ggf. gut verkaufen lässt (denn darauf läuft doch wohl alles hinaus), werden wir sie daran nicht hindern. Wir müssen sehen, wie wir ihnen dabei bestenfalls lästig fallen können und dadurch aus dieser Situation das Beste für uns herausholen. Das kann man – zunächst – durch geschicktes Verhandeln. Was man dann ggf. sonst noch kann, das würde ich hier nicht der GGF zum Frühstück servieren.
@Frank Biermann. Erst einmal eine Korrektur: Es gibt keinen Gesamtbetriebsrat bei den vier WAZ-Tageszeitungstiteln, sondern vier eigenständige Betriebsräte. Wenn es ein fünfseitiges Infopapier über den aktuellen Stand des Verhandlungspaketes gibt, das den Belegschaften von den Betriebsräten ausgehändigt wurde – so Biermann – , sollte dieses Papier hier im Blog veröffentlicht werden. Sonst nutzt die ganze Diskussion im Blog nichts, denn man sollte hier aufgrund von Fakten diskutieren und nicht mit Vermutungen spekulieren. Frank Biermann sollte als dju-Funktionär endlich für Klarheit schaffen.
Danke. Und jetzt wird MedienMoral eine Blognachricht präsentieren, die nach Lösungen sucht. Das Abholen aus der reaktiven Depression war ja bisher sehr erfolgreich. Beim Aufarbeiten der bisherigen Kommentare kann MedienMoral PLiB-Eintext einsetzen. 0,2 Prozent macht die BRD jährlich beim Bevölkerungsverlust. Das WAZ-Auflagengebiet schiebt den Faktor 5-7 vor sich her.
Tenrix, halt doch einfach mal die Fresse.
Komisch, das sagt mein Arzt auch immer. Dabei ist es schon viel besser geworden, seit wir WLAN in der Klinik haben.
Sorgen macht mir nur Reitz 3, der nachts immer am Fußende des Betts sitzt und dort stundenlang PLiB-Eintexte rezitiert.
@zeilenschinder
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“Fakt ist, wir haben die Betriebsräte, die wir (nicht) gewählt haben. Die verhandeln seit gestern wieder. Ich will erst wissen, was dabei herauskommt, ehe ich mich wieder aufrege. Fakt ist auch, dass Verhandeln derzeit der einzige Weg ist.”
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Fakt ist, dass Eure “Betriebsräte” Euch schon belogen hatten, als es Anfang Dezember hiess, sie würden eine “Betriebsversammlung” abhalten wollen. Fakt war aber damals, dass dies eine reine Info-Veranstaltung des Arbeitgebers war.
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Fakt ist, dass hier ein Blog geschaffen wurde, welches in den Anfängen höchstes Interesse in der Blogwelt auslöste, weil hier endlich mal aus dem Innersten eines der großen Medien-Konzerne berichtet wurde. Fakt ist aber auch, dass genau dieses Coming-Out die meisten Leser anderer Blogs von der Verklebtheit und Realismus-Ferne der WAZ-Redakteursdenke, die vorher höchstens als Vorurteil unterwegs waren, nun endgültig per Beleg überzeugt hatte.
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Fakt ist, dass Euch alle “Organisierten” wochenlang im Stich gelassen haben, da da nichts kam, nichts angeleiert und nichts berichtet wurde. Man kann nun trefflich darüber streiten, ob das der Unfähigkeit Eurer Betriebsräte oder der Duckmäuser-Mentalität Eurer Gewerkschaften geschuldet ist. Ein 5-Seiten-Flyer über die ach so dollen Arbeitnehmer-Vertretungs-Leistungen unterhalb der Arbeitgeber-Bedingungen ist jedenfalls nach dem TamTam, was Ihr am Anfang Eurer Entrüstung veranstaltet habt, kein Arbeits-, sondern ein Armutszeugnis.
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Fakt ist, dass mich seit ein paar Wochen Vereine und Bürgerinitiativen ansprechen, warum ihren Stimmen seitens z.B. der WR kein Gehör mehr geschenkt wird und man gezwungen ist, mit seinen Anliegen zur vorher ungeliebten Konkurrenz zu wechseln, die darüber sofort und umfangreich berichten, als sei es eine Herzensaufgabe, für den momentanen Hirnfick der WAZ-Abhängigen in die Bresche zu springen.
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Fakt ist abschliessend, dass Ihr eine grosse Chance zur eigenen Emphatisierung von Ethos, Unabhängigkeit und journalistischer Professionalität dadurch verdaddelt habt, dass diese Berufsmerkmale Euch mittlerweile am Ar… vorbeigehen, wenn es ums Fressen oder Gefressen werden geht. Das Beamten-Journalistentum lässt weiterhin grüssen…
an meine Ghostwriter: ‘Tenrix’ – nur echt mit dem Link auf http://jabobswege.wordpress.de oder http://abo-sharing.blog.de.
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Alles andere ist REITZ 2 (WAZ): “Ähh, iss doch schön hier!”
[...] By jakobswege Minus 0,565 Prozent. Das war der Bevölkerungsverlust von Duisburg in 2008. Klartext berichtet, wo die WAZ-Axt demnächst zuschlägt. WAZ Duisburg, Freitag, 16. Januar [...]
Warum bitteschön laufen denn zwei getrennt Betriebsversammlungen?
Gibt es unterschiedliche Sozialpläne? Oder soll damit nur die Bildung einer kritische Masse verhindert werden.
Also Betriebsräte: Was soll der Unsinn?
Und warum wird schon über Sozialpläne verhandelt, die den geplanten Umbau abfedern?
Sind wir nicht mehr stark genug, um deutlich zu artikulieren, dass dieser Reitz-Hombach-Plan Zeitungs-Selbstmord auf Raten ist?
Der Content-Desk schwächt die Lokalredaktionen, die das Fundament der WAZ sind und waren.
Wer dieses Fundament leichtfertig zerbröselt, um sein ehrgeiziges Ego unter dem Deckmäntelchen des Sparens zu inszenieren, der riskiert den Untergang des ganzen Tankers WAZ. Da kann sich der Blender im Spiegel noch so spreizen.
Diese Idee bleibt Wahnsinn – zumal Reitz vom Lokalen keinen blassen Schimmer hat und sich nur für seine Zentrale interessiert.
Auch wenn es jetzt keine betriebsbedingten Kündigungen geben sollte: Wenn der Reitz-Hombach-Plan zieht, wird das Fundament bröseln. Qualitätsjournalismus im Lokalen ist nach Schickler dann nicht mehr möglich.
Die Folge wird eine rasante Abo-Talfahrt sein. Denn wer braucht schon abgeschriebene, “gepimpte” und gedrehte dpa-Nachrichten? Der gemeine WAZ-Leser will das nicht. Und das Revier ist nicht Düsseldorf!
Cave, Reitz! Cave Hombach!
@Lassmann:
1.) Die Sozialpläne – für die die Betriebsräte an dieser Stelle demnächst von anonymen Besserwissern angepinkelt werden, sind absolut identisch.
2.) Es sind keine Betriebsversammlungen, sondern Info-Veranstaltungen (Denn Betriebsräte und Arbeitgeber laden gemeinsam ein).
3.) Wie ich aus BR-Kreisen höre, sollen die zwei Termine lediglich praktische Gründe haben. Damit Leute nachfragen können.
4.) Soweit bekannt, sind die Konditionen durchaus interessant. Ich kenne auch schon Kolleginnen und Kollegen, die kurz vor einem Aufhebungsvertrag stehen.
5.) In der Kritik am Schickler-Konzept stimmen Dir alle BR vermutlich zu. Nur sind solche Dinge nicht Gegenstand von Sozialplan-Verhandlungen. Soweit ich weiß, wird heute über die künftige Struktur verhandelt.
6.) Dass die Betriebsräte hier allesamt von anonymen Besserwissern wahlweise für korrupt oder inkompetent gehalten werden, daran hat man sich ja gewöhnt. Ich empfehle dagegen, einfach nur mal persönlich nachzufragen. Dann wird man schon die entsprechende Antwort bekommen.
@Klaus Müller
Danke für die Info, dient der Versachlichung der Thematik.
Trotzdem vermisse ich durchgängig so etwas wie Kampfbereitschaft zur Rettung der Arbeitsplätze – nicht nur bei den Betriebsräten, sondern vor allem in der Belegschaft der WAZ-Gruppe…
@Hans Lassmann: Frag doch einfach mal Deine Betriebsräte. Das soll mitunter Wunder bewirken
.
Was die Kampfbereitschaft angeht: Abwarten… Noch ist die Schlacht nicht geschlagen und möglicherweise müssen wir bald alle auf die Barrikaden.
Mir scheint die Schlacht schon fast völlig geschlagen.
Es wird kaum noch diskutiert, dass:
-Redaktionen geschlossen und Monopolgebiete geschaffen werden
-eine völlig unnötige Monster-Zentralredaktion eingerichtet wird
-nur um des Prinzips willen Neuigkeitenschreibtische gebildet werden
-die Zahl der Redakteure im Lokalen total zusammengestrichen wird
-der Umfang der Zeitung bis zur Schmerzgrenze reduziert wurde
Hier wird überwiegend über Kündigungen und Sozialpläne geredet. Über das Produkt, das der Rest von uns anschließend unters Volk bringen soll, redet mittlerweile kaum noch jemand.
Der ganze Plan ist Mist. Die Berechnungen sind absurd. Die Führungsetage ist total durchgeknallt.
@Betroffener
Genau das wird das Problem sein: Manufactur-Journalismus wie ihn Hombach verkündet, kann es mit Schicklers-Liste im Lokalen nicht geben.
Ob die Führungsrige durchgeknallt ist, kann ich nicht sagen. Für mich scheint es aber immer deutlicher zu werden, dass Hombach und Reitz (der eine kurz nach der Verlängerung seines Vertrages, der andere kurz davor) händeringend nach einem Plan zu suchen, der kaschieren soll, dass sie seit 2004 nichts Besonderes getan haben, um die Auflage zu stabilisieren und Rendite zu erwirtschaften.
Sieht man einmal davon ab, dass Reitz für 1-5-1 zigtausende Euro aus dem Fenster geworfen – das hätte ihm übrigens auch jeder Design-Student günstiger machen können -, sich selbst als Marke (die keiner braucht) etabliert und um sich herum für ganz viel Geld einen Hofstaat von Ja-Sagern aufgebaut hat.
Wie sieht denn die Bilanz bisher aus? Rund 50.000 weniger Abos allein bei der WAZ, Einzelverkauf runter und – Dank einer katastrophalen Verkaufsstrategie (Schließung von Geschäftsstellen) – Zahl der Remittenden rauf.
Der zu Anfang der Reitz-Ära ausgegebene kinderpädagogische Slogan “Stärken stärken” wird jetzt dank Schicklers-Liste konterkariert – und der Blender redet immer noch – zuletzt bei Zapp (NDR) von Qualität ohne dpa-Basis und gibt auch noch zu, dass er seine Leute dpa im Internet abschreiben lässt.
Eine öffentlichere Bankrotterklärung kann es nicht geben, man müsste sich für Reitz schämen. Denn Journalismus unter dem Rubrum “Sparen – nur an die eigene Karriere und nicht mehr an den Leser denken” als Qualitätssprung zu bezeichnen, das ist Chuzpe.
Weiß dieser Mann eigentlich noch, was er da sagt und kann er einschätzen, wie es beim denkenden Leser ankommt. Die Mulitplikatoren lachen Redakteure, die außerhalb des Elfenbeinturms arbeiten, doch mittlerweile schon öffentlich aus.
Es wird Zeit, dass sich was dreht: Nachdem Reitz durch Zwangsversetzungen von Redaktionsleitern zu Beginn seiner Amtszeit unter dem Motto “Strafe einen, erziehe hunderte” die Kritik an seiner Person und seinen “Konzepten”, die nicht mehr waren als Schlagwörter, zum Schweigen und durch den Einsatz des Ahnungslosen (”einen schönen Tag noch”) das Klima vollends ruiniert hatte, kommt nun der Aktionismus. Und der blendet, führt ins Nichts, führt lediglich für ihn zu einer Vertragsverlängerung. Wer braucht einen Essener Content-Desk mit investigativem Ressort? Die WAZ-Leser brauchen und wollen das Lokale.
Reitz sollte man mit Chefredakteuren vom Schlage eines Ralf Lehmann reden. Der wusste, wie WAZ-Leser ticken. Und daran hat sich seit 2000 nicht viel geändert.
Und der hätte auch nicht ständig den RWE-Boss in der Ausgabe – Kollegen: Schaut euch mal in Hugo an, was über den an ultimativen Lobhudeleien in den letzten Monaten im Blatt stand. Ich kann es nicht mehr lesen, wie da die Hofberichterstattung (Wirtschaftsbosse als Segler) läuft…. Es ist zum k….. Völlig undistanziert – in die Feder diktiert?
Aber auf Inhalte kommt es bei Hombachs Manufaktur-Journalismus ja nicht mehr an. Das zeigte auch der peinliche Auszug seiner Festrede zum 400. Geburtstag der Tageszeitung in der WAZ. Nicht die Rede, sondern die Präsentation, die Einordnung und die Platzierung im Blatt waren unerträglich. Von der Aufmachung ganz zu schweigen.
Der Leser wurde wieder mal allein gelassen mit einem Reitz-Haufen. Gibt es denn in der Zentrale keinen, der mal einfach fachlich-fundiert “Nein” sagt, bevor noch mehr Leser Nein zur WAZ sagen?
Dem Vernehmen nach ist noch gar nicht klar, ob der offenbar jetzt aufgestellte “Sozialplan” überhaupt zieht: Desinformation und Gerüchte machen nach der jüngsten BR-Sitzung der WAZ vom Donnerstag die Runde. Wo bleiben die Fakten? Wir haben nichts Schriftliches von den BR’s
So langsam reicht’s. Haut in die Tasten, Kollegen! Aber vielleicht steht’s ja in Kürze in der Süddeutschen……?
@susi
… wohl nicht nur in der Süddeztschen!
Heute treffen sich Hombach und Nienhaus mit Spiegel, Focus, WDR, Süddeutsche Zeitung, FR, FAZ usw. usw. zu einem Hintergrundgespräch. Das Thema: Die Umstrukturierung der WAZ Mediengruppe NRW und der sie begleitende Sozialplan.
Man tagt im Ericht Brost-Saal der Zeche Zollverein ud natürlich gibt es etwas Feines auf die Gabel.
Mahlzeit!
Ach – hoffentlich vergessen die Kollegen nicht, auch die andere Seite – die Betriebsräte – und die dritte Seite – die Kollegen von WR,WAZ, NRZ und WP zu fragen. Irgendwie scheint sich das Ganz zu verselbstständigen: die Basis wird nicht gehört. Dabei sind die Kollegen in den Lokalredaktionen am ehesten am Leser dran.
Aber nachher, wenn der Laden vor die Wand gefahren ist, heißt es dann wahrscheinlich bloß: Wieso haben die nicht gewarnt. Gewarnt vor Experimenten ohne Sachkenntnis des Lokalen? Hätten sie doch was gesagt….
Hoffentlich gibt Reitz noch waz zum Besten: So wie neulich bei ZAPP/NDR. Abschreiben und hübsch machen, das gesteht er ohne rot zu werden ein, dafür brauche ich keinen Content-Desk…..
Der Inhalts-Schreibtisch von Reitz war, ist und wird immer leer sein.
Ich hab Glück. Ich kann demnächst den Hellweger abonieren und mir die geklonten Geschichten der WAZ-Gruppe sparen.
Es lebe das Jubiläum der Currywurst. Und morgen erfreuen wir den Leser mit tausend gleichen Geschichten zur Mettwurst…
@porschekiller: Fakt ist auch, dass dieses Blog nicht zur Unterhaltung einzelner dient. Was hast du denn erwartet? Den Aufruf zum Klassenkampf? Und nach wie vor will ich erst wissen, was bei den Verhandlungen herausgekommen ist, ehe ich mich aufrege, Betriebsräte beschimpfe oder renitent werde. Vielleicht ja sogar etwas Gutes.
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@Klaus Müller: So ist es. Wenn um unsere Existenz und wirtschaftliche Sicherheit gekämpft werden muss – unser Organisationsgrad ist bekanntlich sehr hoch. Es stehen mehr Leute bereit, als sich das so ein Porschekiller vorstellen kann.
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@Blattkritik: Noch ein “So ist es”. Wenn ich deine Analyse lese, kommen mir wirklich wieder fast die Tränen. Da haben wir alle gedacht, Uwe K. sei das ultimative Desaster gewesen, und danach müsse es doch einfach wieder besser werden. Doch dann kam einer, der hat es richtig gemacht. Und zusammen mit dem Ahnungslosen ein Klima geschaffen, in dem immer mehr Leute nur noch ihren Stiefel nach 08/15 durchziehen. Dafür ist das Blatt erstaunlicherweise noch immer ziemlich gut.
[...] 2 (WAZ) – Das Ende des Standortfaktors By jakobswege Im Blog MedienMoral berichtet Klartext über die Schließung von Lokalredaktionen im Hochsauerlandkreis [...]
@waz969
Die Wirtschaftswoche berichtet am 24. 1. 2009 aus der PK vom Freitag in Essen:
http://www.wiwo.de/unternehmer-maerkte/waz-gruppe-online-2010-schwarze-zahlen-384756/
Ebenfalls aus der Wirtschaftswoche:
Die WAZ unter Palmen: Hombach geht auf Einkaufstour in Asien
Die eisigen Temperaturen in Essen können Bodo Hombach in diesen Tagen nichts anhaben. Der Chef des Zeitungskonzerns WAZ ist derzeit in Vietnam unterwegs. Die Mediengruppe aus dem Ruhrgebiet sucht ihr Heil unter Palmen. Die WAZ will in das asiatische Zeitungsgeschäft einsteigen. Bis 16. Januar wird Hombach in Vietnam, Thailand und Indonesien unterwegs sein, um über den Kauf von Zeitungen und Zeitschriften mit potenziellen Verkäufern zu sprechen. Alleingang oder Joint-Venture – die WAZ kann sich offenbar viele Modelle vorstellen.
Dass sich in Vietnam gutes Geld verdienen lässt, beweist der Schweizer Verleger Michael Ringier. Der Zürcher Medienunternehmer, der seit Jahren unter seinem schwachen Heimatmarkt leidet, hat das Schwellenland längst für sich entdeckt. Der Informations- und Unterhaltungshunger der Vietnamesen ist groß. Die dortige Werbebranche explodiert geradezu. Nun liberalisiert auch noch die Regierung den bislang stark reglementierten Zeitungsmarkt.
An Geld wird es den WAZ-M änner bei ihrer Einkaufstour in Asien nicht fehlen. Der gerade verkündete Ausstieg aus dem Hamburger Handelskonzern Otto bringt den Gesellschaftern der WAZ rund 1,7 Mrd. Euro zur Verfügung. Aus dem Verkauf einer Beteiligung am Fernseh- und Radiokonzern RTL Group vor anderthalb Jahren erlöste der Konzern bereits 550 Mill. Euro. Der Ausstieg beim Post-Konkurrenten Pin spülte weitere 150 Mill. Euro in die Kassen der Essener. Der Verkauf des 25-prozentigen Anteils an Otto bringt nun über die Familienholding E. Brost & J. Funke eine weitere Milliarde Euro.
Leben die Familien E. Brost & J. Funke in NRW?
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Die WAZ-Axt spaltet Deutschland! Diverse Forschungsinstitute färben die Zukunft von 463 BRD-Kreisen und ihre Standortfaktoren bunt ein. Bei den Projektionen ist ein isocoloridaler Keil zu erkennen, der von der Entwicklung der Neuen Bundesländer ausgeht und sich über das Revier ausbereitet.
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Die WAZ-Axt schlägt zu und spaltet Deutschland. Homberg, Duisburg, Ruhrgebiet in Weicheihaft. „Kein Fingschen Hoffnung, dann mal Brost!“ – im Angesicht der Westerweiterung der ‘Zukunft Neue Bundesländer’.
@WAZ969
Der Kressreport berichtet ebenfalls von dieser PK und geht insbesondere auf die Äußerungen von Hombach und Nienhaus zu den WAZ-Titeln in Thüringen ein. Die Verantwortlichen von “Thüringer Allgemeine”, “Thüringische Landeszeitung” und “Ostthüringer Zeitung” sollen nun auch nach Synergien suchen, nach dem Beispiel der vier Zeitungstitel der WAZ-Mediengruppe in NRW. Dann kann man sich ja in etwa vorstellen, was dort blüht: Personalabbau in den Redaktionen und der Verlust von Pressevielfalt.
Hombach hat sich auf der PK auch zu den inzwischen schriftlich vorliegenden Betriebsratskonzepten zur zukünftigen Aufstellung in NRW geäußert.
Mehr dazu hier:
http://www.kress.de/cont/story.php?id=126314
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de
Ich bin grad wieder vom Jacobswech abgekommen und inner Kneipe gestrandet. Nach dem Bibber ist mir echt schlecht geworden. Gut, dass nich Reitz3 ausser Emscher gekrabbelt is.
Der hätt gleich auch noch den Standortfaktor Meschede mitgefressen.
Der isocoloridaler Kreis war doch echt geil, oder? Hat wer das gegoogelt? Nich? Egal, ich bin überall. Kastriert, frustriert und vom Planeten PliB. System Eintext. PiSodnwrwa
Oder so. Ohne Wehlahn wäre die Welt inner Klinik doch echt fahd.
* Klaus Müller
“4.) Soweit bekannt, sind die Konditionen durchaus interessant. Ich kenne auch schon Kolleginnen und Kollegen, die kurz vor einem Aufhebungsvertrag stehen.”
Soweit ich weiß, sollen die Konditionen des Sozialplans den Redakteuren/innen am 29. Januar in Essen vorgestellt werden. Nach welchen (”interessanten”) Kriterien/Zusagen/Aussagen haben sich die Ihnen bekannten Kolleginnen und Kollegen gerichtet, die angeblich kurz vor einem Aufhebungsvertrag stehen? So etwas Gravierendes entscheidet man doch nicht ohne genaue Kenntnis der Fakten! Das passt doch alles nicht zusammen!
“Geschäftsführer Hombach sagte in Essen, dass die Arbeitnehmervertreter am Mittwoch ein eigenes Konzept für die zukünftige Aufstellung in NRW vorgelegt hätten. Ihr Vorschlag sei “mehr als diskussionswürdig“ und von einem “Geist getragen, der uns gewiss beeinflussen wird“. Details zu den Vorschlägen der Betriebsräte nannte Hombach nicht, er betonte aber, dass die Geschäftsführung an ihrem grundsätzlichen Sparkurs festhalte. Für die neue Mantelredaktion in Essen wird die WAZ-Gruppe laut Hombach wahrscheinlich eine neue Gesellschaft gründen. Redakteuren, die von den vier Zeitungen dorthin wechseln, hätten keinerlei Verschlechterung ihrer Verträge zu erwarten, versprach er.”
Wow, vernehme ich im ersten Absatz etwa ein Lob? Wäre natürlich klasse, wenn die BR-Mannschaft soviel von dem eigenen erdachten Konzept durchbringen würde, wie eben nur möglich. Die eigene Gesellschaft für den Content-Desk ist natürlich ein Dorn im Auge, weil es eine weitere Zersplitterung (diesmal unter den Redakteuren) der Arbeitnehmerseite bedeutet (trotz dann eigenem BR)
Jedoch müssen von der Arbeitgeberseite weitere Zugeständnisse kommen, wenn auf Arbeitnhemerseite der harte Schnitt erfolgt. So muss die “Geldverbrennungsmaschine von Z” im Studiohaus eingedämmt oder stillgelegt werden und ob die Rei(t)zfigur nach den ganzen Offenbarungen Richtung der Mitarbeiter und Darstellung in den anderen Medien noch der richtige Mann “für den neuen Weg” ist bleibt dahingestellt. DuMont hat nach der Übernahme Herrn Depenbrock bei der BZ ja ganz schnell kaltgestellt, weil den dortigen Mitarbeitern vor lauter Frost in den Adern ja jegliche Kreativität genommen wurde und aus ihrem Angstzustand wieder aufgetaut werden mussten.
@Dr. Faust
Für mich sind das Lippenbekenntnisse. Hombach und Nienhaus spielen, wie es aussieht, “Guter Cop – böser Cop”. Einen Hinweis darauf geben die Betriebsräte selbst. Zitat aus der aktuellen Info: “Chefredakteure und GGF haben zugesagt, dass nun über alles zu reden ist, wobei die Aussichten auf eine Nachbesserung der Schickler-Spar-Papiere mit Zurückhaltung, da Geschäftsführer Nienhaus bereits zu Beginn des Gesprächs auf weitere Einnahmeeinbrüche verwies, die die Verluste erneut erhöhen.”
Mit einem Wort: Mahlzeit!
> … bereits zu Beginn des Gesprächs auf weitere Einnahmeeinbrüche
> verwies, die die Verluste erneut erhöhen.”
> Mit einem Wort: Mahlzeit!
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Vulture-Pitch im WAZ-Land. Wer zuletzt geht, kriegt die Reste!
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Dänemark hat vor wenigen Jahren gezeigt, wie sich die Stimmung in einer Region wandeln lässt. Das kann das WAZ-Land auch! (Zufriedenheit jenseits von “Ähh, iss doch schön hier” ist messbar.)
Ich hätte eine Bitte um Recherche. Wie und was wurde bisher geforscht, um die Lokalredaktion als Standortfaktor nachzuweisen. Diese Frage stelle ich, weil im Hochsauerlandkreis – wie bereits in den Neuen Bundesländer lange vorher – jetzt Lokalredaktionen aufgegeben werden sollen. Ich protestiere heftig, dass nun Teile des WAZ-Landes diesem verwerflichen Trend durch ein Madenwerk von Systemfuzzies folgen sollen. Wir sind in der Weicheihaft von Politik, Verwaltung und Instituionen. Wieso treibt der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) tausende von Vertragsärzten durch die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte als Pilotprojekt NRW in den Widerstand? Dr. Hansen (KVNO) geht brutal über den zweifachen Beschluss der KVNO-Vollversammlung, der Bundesärztekammer und der Hausärztevereinigung Nordrhein hinweg, die die eGK ablehnen. So werden wertvolle Kräfte verschlissen, die den Bestand der medizinischen Versorgung im Hochsauerlandkreis sicherstellen könnten. Dr. Hansen (KVNO) ist SYSTEM. Das ist das Wesen von REITZ 2. – Keine Hoffnung! – Der HSK geht runter. Wünschenswert wäre eine projekthafte mediale Unterstützung des Hochsauerlandkreises, die auch die Lokalredaktionen in Meschede, Olpe und Winterberg retten würde. Darum, sehr geehrte Redakteure, möchte ich Sie bitten.
@WAZ 696
Der Kollege Boris Rosenkranz hat für die taz von der PK berichtet.
Hier sein Bericht:
http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/das-%5Creitz-modell%5C/
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de
Jemand Reitz bei Kress und Newsroom gelesen? Der Blender dementiert sich und seine dpa-Einlassung gegenüber dem Medienmagazin ZAPP (NDR) selbst. Wie glaubwürdig ist dieser Chefredakteur eigentlich noch?
Ach ja: Und in der Südeutschen ertrinkt er im Eigenlob. Redakteure, die ihn wegen seiner tollen Idee loben. Aber nicht im eigenen Haus, denke ich. Die meisten sind wegen seinem Ego-Way-of-Life auf Kosten der Qualität und des Betriebsklimas nur noch sauer auf ihn und Hombach. Und jetzt sollen die 28 Seiten Umfang festgeschrieben werden, es ist sogar schon davon die Rede, Umfänge weiter zu kürzen……
Das wir Abo-Kürzungen nach sich ziehen…..
Aber das scheint Hombach und Nienhaus egal zu sein.
dpa und DerWesten: Lustiges Quellenverschütten…
http://blogbar.de/archiv/2009/01/26/die-real-existierende-blogrevolution-von-derwesten/
was da von Herrn Reitz an gutem alten WAZ-Porzellan zerdeppert wird, dürfte nie wieder zu kitten sein. Machen wir uns nichts vor: Die WAZ ist nichts weiter als eine Steighilfe für eine höhere Karriere in Berlin oder in einer anderen Metropole. Und da gehört er eigentlich auch hin. Seine Visionen haben nichts mit einer Regionalzeitung zu tun und das ist auch nicht sein Metier, Glitzern, Glänzen und Großstadtflair ist seine Hausnummer. Was den Leser in Waltrop, Castrop oder anderswo berührt, ist nicht seine Welt. Lieber steht er mit Angie oder Guido W. auf der großen (TV-) Bühne.
Daher ist der Scherbenhaufen auch egal, der journalistisch hinterlassen wird, wenn es denn mal zum großen Ziel geführt hat. Wenn man heute schon sieht, was aus der guten alten WAZ auch politisch-tendenziell geworden ist kommen einem die Tränen.
Und mit dem Eigenlob, dass ihm die Rückkehr zum Journalismus gedankt wird, ist das auch so eine Sache. Entweder selbst erfunden oder gekauft, egal, solch eigene PR würde auch zum nächsten Regierungssprecher von Schwarz-Gelb in Berlin qualifizieren.
Und das jetzt zwei Titel in einem Ort bestehen bleiben sollen, ist auch nicht sein Verdienst. Das kann man eher dem pfiffigen Konzept den BR’s zollen, die genau die die richtige Analyse für die Zukunft erstellt haben. Alles andere ist Totengräberei der WAZ Mediengruppe im Kerngeschäft im Ruhrgebiet und Südwestfalen!
@medienmoral
Der Bericht in der TAZ hebt sich erfreulich von den erschreckend einseitigen wie unkritischen Berichten in den anderen Blättern ab. Was Süddeutsche und FAZ ihren Lesern zu diesem Thema anbieten, grenzt schon an Peinlichkeit – lag’s an den tomatisierten Bohnen, mit denen Hombach, Nienhaus und Reitz ihre “News” servierten?
Im Rahmen dieser PK hat Reitz seinen im NDR-Magazin “Zapp” frech verkündeten Coup “Wir haben dpa gekündigt und nutzen jetzt dpa via Internet zum Nulltarif” übrigens dementiert.
Das liest sich (bei dpa) dann so:
“WAZ-Geschäftsführer Christian Nienhaus begründete den Verzicht der WAZ-Gruppe auf sämtliche Dienste der Deutschen Presse-Agentur dpa mit den Sparzwängen der WAZ. Das Geld, das man bisher für dpa ausgegeben habe, investiere man lieber in eigene Leute, sagte Nienhaus. Die WAZ- Gruppe hatte Ende vergangenen Jahres ein Sparprogramm verkündet, das die Kosten um 30 Millionen Euro senken soll. 260 der 900 Stellen sollen abgebaut werden.
WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz wies Vorwürfe zurück, die WAZ- Medien nutzten weiterhin dpa-Inhalte aus dem Internet, ohne dafür zu bezahlen. Wörtliche Zitate von ihm, die in einem Beitrag des NDR- Medienmagazins “Zapp” zu sehen waren, gäben “ganz bestimmt nicht wieder, was ich da gesagt habe”, sagte Reitz und fügte hinzu: “Dieser Bericht war extrem verfälschend.”
Reitz hatte in dem Bericht unter anderem gesagt: “Und so, wie wir Informationen von dpa benutzen oder weiter daran arbeiten, so machen wir es aber auch mit anderen Informationsquellen, ohne für diese Informationsquellen zu bezahlen.”
Nun, Herr Reitz! Dann sollten Sie doch diesen bösen Klon oder bösartigen Clown verklagen, der da mit Ihrem Gesicht, Ihrer Stimme und Ihren Gesten den fortgesetzten geistigen Diebstahl gestanden hat.
Vor der “Zapp”-Kamera wurden Sie Herr Reitz einmal mehr zum Opfer Ihrer unerträglichen Eitelkeit. Sic tacuisses… – einem Selbstdarsteller wie Ihnen rät man das vergeblich.
am 25. März wird Reitz auf Einladung der Kölner Journalistenschule auf dem Tag des Wirtschaftsjournalismus referieren.
Zitat aus der Einladung:
„Am Nachmittag geht es zunächst um die Medienkrise. Ulrich Reitz (Chefredakteur Westdeutsche Allgemeine Zeitung), Bernd Ziesemer (Chefredakteur Handelsblatt), Sven-Oliver Clausen (stellv. Chefredakteur Financial Times Deutschland) und Jörg Eigendorf (Ressortleiter Wirtschaft, Die Welt), diskutieren mit den Kongressteilnehmern das Thema „Die neuen Redaktionsmodelle – Umbau oder Abbau des Journalismus?“.
mehr dazu hier
http://www.tag-des-wirtschaftsjournalismus.de/
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de
Zwischen den wohlfeilen Reden, die Herr Reitz bei Auftritten aller Art zu halten pflegt und dem Alltag in der Redaktion ist dann eben doch ein erheblicher Unterschied.
Den Kollegen der sogenannten Qualitätszeitungen diktiert Herr Reitz in den Block, seine Redakteure würden sich bei ihm dafür bedanken, dass er ihnen der Journalismus zurückgegeben habe. (Man staunt, dass solcher Schwachsinn kritiklos dann auch gedruckt wird.)
Der aktuelle Alltag in der Redaktion sieht anders aus:
Da wenden sich in ihrer Funktion als gewählte Vertreter der Kolleginnen und Kollegen zwei WAZ-Lokalchefs schriftlich an die Geschäftsführung und die Gesellschafterin Frau Brost. Tenor des Schreibens: Die Sorge um das Rückgrat der WAZ Mediengruppe in NRW, also die Lokalredakionen. In einem mehr als moderaten Ton bitten sie auch mit Hinweis auf das “Reitz-Modell”, nicht gegen die, sondern mit der Belegschaft zu entscheiden.
Am Dienstag durften alle WAZ-Lokalchefs in Essen antreten, um zu erfahren, wie es nun weitergehen soll. Das wurde ihnen zwar konkret nicht gesagt, aber ihnen wurde die Botschaft vom WAZ-Chefredakteur (er hatte für die Lokalchefs mal wieder keine Zeit) mit auf den Weg gegeben, Herr Reitz sei
1. stinksauer über das Schreiben an die GGF und Frau Brost und er könne
2. alle nur warnen, sich diesem Schreiben per Unterschrift anzuschließen, denn wer das beabsichtige, müsse sich
3. um seine Zukunft bei der WAZ keine Gedanken mehr machen, weil er
4. bei der WAZ mit Sicherheit keine Zukunft habe.
Sehr geehrter Herr Reitz. Seit Ihrem Antritt als CR der WAZ hat diese Zeitung über 15% an Auflage verloren. Keines Ihrer Konzepte hat bisher diesen Trend stoppen können, im Gegenteil. Ob Relaunch, aufgeblähter Mantel oder “Zeitung der Zukunft” (Ausgabe Vest) – der Markt (Leser) sagt deutlich Nein zu einer Zeitung, die ihn und seine Welt missachtet, die mit Beliebigkeiten spielt und Befindlichkeiten ignoriert.
Treffen Sie sich doch mal mit Ihren Lokalchefs zu einer “Stunde der Wahrheit” und hören Sie einfach mal zu. Sie könnten viel lernen – und das neue Konzept ja später immer noch als Ihre Erfindung in Talkshows rühmen.
Da hat doch Stefan Niggemeier einfach ganz frech etwas über die seltsamen Methoden der Nachrichtenbeschaffung im Hause WAZ geschrieben:
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wie-die-waz-ohne-dpa-auskommt/
Ich sage nur: “Danke, Sie haben uns den Journalismus wiedergegeben!”
Mahlzeit!
@waz969
Deiner Bitte kann sich nur jeder denkende Redakteur anschließen: Doch Reitz kneift, stellt sich keiner Diskussion mit der Belegschaft. Er ordnet an, regiert am Newsdesk unwidersprochen und droht konstruktiven Kritikern massive Vergeltung an. Kein Wunder: Sein Modell ist eine aufgeblasene Brötchentüte, in der ja nichts drin ist außer heißer Luft. Und das kann mittlerweile jeder durchschauen.
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Sicher, der eine oder andere Ansatz ist diskutierenswert. Aber mit wie wenig Augenmaß und mit wie wenig Erfahrung an Lokaljournalismus diese geplante Demontage, der Abruch von lokalen Strukturen und die Konzentration auf Aktionismus (Regio-Desks, mobile Reporter) durchgezogen wird, trifft nicht nur die Kolleginnen und Kollegen, es wird sich auch durch weiter rasant sinkende Auflage rächen.
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Reitz ist mit seinen “Konzepten” kein Messias für die WAZ, er ist ein Abwickler. Das hat er schon im Vest gezeigt, wo er das eigene Konzept der Redaktion in die Tonne gekloppt und seinen Plan ohne Debatte durchziehen ließ. Die Folge: Über 50 Prozent Auflage sind weg.
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Wie beratungsresistent Ulrich Reitz ist, zeigt auch die Entscheidung gegen den dpa-Dienst: Die Kollegen in Essen – und auch zunehmend die in den Lokalredaktionen, sind mittlerweile stundenlang mit Bildbeschaffung belastet, müssen sich bei Süddeutsche, Handelsblatt, FAZ, Zeit und IHK-online durchsurfen, um auf den abschreibbaren Nachrichtenstand zu kommen, den sie bislang zur Verfügung hatten. Wirtschaftlich ist das nicht. sich die Rosinen für die tägliche Backmischung WAZ zusammensuchen zu müssen, die dann oft genug nur noch zweitklassig ist bzw. hausbacken wirkt.
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Und lernt Reitz daraus? Nein! Offene Drohungen (s.o. waz969), Ignoranz (er beantortet Emails an ihn erst gar nicht), und seine unerträgliche Seichtigkeit des Scheins bestimmen seinen und leider auch unseren Arbeitsalltag.
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Und nach außen verkauft sich der Elfenbeinturmler Reitz, der nicht weiß, was draußen in den Lokalredaktionen und im Revier abgeht, als der Retter des Revier-Journalismus. Welch eine billige Nummer! Hochnotpeinlich! Aber bei dem unterstellten Realitätsverlust, den dieser Mann zu haben scheint, ist das kein Wunder.
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Apropos Brötchentüte: Irgendwann wird sie knallen, aber ganz laut.
Mahlzeit!
@Hans Plagwitz
Der Fall Hertie ist nicht der einzige Fall von Nachrichtenklau. Und es ist wichtig, auf derlei Handwerk hinzuweisen.
Mich wundert nicht, dass die Hertie-Nachricht so spät kam: Eine kontinuierliche Berichterstattung, bei der man sich wichtige Termine zwecks Nachfassen auf Wiedervorlage legt (der Hertie-PK-Termin war seit einer Woche bekannt) und Themen dann auch in Absprache-Konferenzen verfolgt, gibt es bei der WAZ trotz eingeführter Wochenplanung und ellenlanger Themen-Übersichten ja nicht mehr. Und auf die Wochen- und Tagespläne, die die Redaktionen einreichen, schaut in der Zentrale offenbar auch keiner mehr.
Hier liegt in der Planung offenbar auch einiges im Argen. Aber wundern tut mich das nicht: Täglich wird bei der WAZ doch eine Zeitung zusammengeschustert, die von Schusterjungen gemacht wird, die das Denken einem Reitz überlassen. Das starke Team, das die Zentralredaktion mal war, ist doch längst zerschlagen worden. Die übrigen haben Denk- und Redeverbot. Hier wird durchregiert. Basta!
Am Donnerstag soll Hertie im Mantel aufgearbeitet werden…Welch ein Glanzstück Reitzschen Hintergrundjournalismus soll den Lesern denn dann geboten werden?
Mal sehen: Wann war Großmann zuletzt bei Hertie einkaufen? Hertie oder Hertha BSC – wer steht wofür? Lagerfeld-Fashion gegen Hertie-Moden – was zieht das Revier an? Fotostrecke: Reste müssen raus? Blog: Ich bin Hertie-süchtig, was mach’ ich jetzt? Hertie – eine Legende geht baden? Hertie und Herta – Mode und Fleischwurst im Vergleich?
Bin mal gespannt, wie die Zentrale die Nachrichtenpanne vom Dienstag ausbügelt…..
Der Umfang der Westfälischen Rundschau heute ist eine Frechheit. Wo sind meine Lokalseiten geblieben, die ich teuer bezahle? Da steht ja im Stadtspiegel mehr.
Wenn Hertie mal der einzige Griff ins Klo gewesen wäre….
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…heute arbeitet die Zentrale auf der 1 und auf der Rhein/Ruhr das Thema Bonus-Karte für Schulbesuch auf.
Warum heute? Weil die Blöd-Zeitung das Thema gestern seitenfüllend hatte.
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Merke: Orientierung für die Zentrale ist das Blöd-Blatt.
Denn: Bereits im Dezember soll die Vest-Redaktion das Thema dem Mantel angeboten haben. Es blieb unbeachtet.
Nicht gelesen bzw. als Thema falsch eingeschätzt hat die Zentralredaktion, das Newsdesk, die entsprechende Bonus-Karten-Ausgabe “Unser Vest”.
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Sie hatte im Dezember über die 100-Euro-Option berichtet, die Oer-Erkenschwick Problem-Eltern in Aussicht stellt, die ihre Problem-Kinder regelmäßig zur Schule schicken. Auch ein Forum gab’s dazu (http://forum.derwesten.de/viewtopic.php?p=668102). Und auch Reaktionen wie die des Recklinghäuser Sozialdezernenten wurden dazugepackt. Auch alles nachzulesen im Internet. Auch andere Verlage und dpa haben darauf reagiert.
Merke: Der eigene Newsdesk hat im Dezember gepennt.
Frage: Was ist der WAZ seit der dpa-Abbestellung noch durch die Lappen gegangen bzw. wurde ignoriert? Wollen wir mal eine (selbst-)kritische Bilanz aufmachen? Und die Frage diskutieren, was Nachrichten wert sind und wie man sie erkennt?
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Hertie ist nur die Spitze der Titanic, mit der Reitz und sein Newsdesk durchs Eismeer schrammen.
@leser
Angeblich sollen es noch weniger Seiten werden. Die 28 Seiten sind mittlerweile festgeschrieben. Vier weniger sind in Planung……
Reitz im NDR-TV-Magazin “Zapp”: Wir brauchen keine Agenturen, wir haben ja das Internet…
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Wie verlogen der Anspruch “Autorenzeitung” in Wahrheit ist, sei an einem tagesaktuellen Beispiel belegt, diesmal aus der NRZ, deren Chefredakteur kaum schamloser agiert als Reitz.
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Unter der Überschrift “Bayern brennt ein Feuerwerk ab” berichtet die NRZ aus der Feder von Maik Rosner über das DFB-Pokalspiel VfB Stuttgart gegen Bayern München. Am Ende des Textes dann dieser Quellenvermerk: (NRZ)
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Richtig ist aber, dass dieser Text von Maik Rosner und Hans-Peter Sick mit exakt diesem Autorenvermerk am Dienstag nach dem Spiel von der Agentur Sportinformationsdienst (sid) ins Redaktionssystem der WAZ Mediengruppe geschickt wurde.
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Die NRZ-Redaktion hat sich dann die “Autoren”-Freiheit genommen, Hans-Peter Sick aus der Autorenzeile zu streichen und am Textende (sid) durch (NRZ) zu ersetzen.
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Das Portal derwesten.de hat ebenfalls diesen Text übernommen, allerdings beide Autoren gestrichen und als Quelle am Textende nur noch die (NRZ) genannt.
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So also definiert man Autorenzeitung? So also produziert man eine Qualitätszeitung?
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Geld gespart, aber das Ansehen ruiniert – schämt Euch!
Mit dem Schlagwort “Autorenzeitung” hat Chefredakteur Reitz noch als Chefredakteur der RP bei einer NRW-Verlegertagung auf dem Petersberg Eindruck geschunden und bei Herrn Hombach Eindruck geschunden, da gleichzeitig von Kosteneinsparung die Rede war. Effektivere (Aus-) Nutzung der eigenen Redakteure wurde empfohlen. Herr Hombach hatte damals ein Auge auf den RP-Mann geworfen, dessen Autorenschlagwort ihn wohl faszinierte. Nur hatte Hombach die eigene WAZ nie richtig gelesen, denn sie ist seit Jahrzehnten eine Autorenzeitung. Das gute Korrenpondentennetz ( teilweise eigene Vertretungen) und die Zulieferung aus über 30 WAZ-Lokalredaktionen waren seit jeher ein Garant für erstklassive Informationen aus erster Hand und exklusive Hintergrundinformationen.
Das Geschwafel von “Autorenzeitung á la Reitz ” ist schlichtweg eine Mogelpackung, um nicht zu sagen eine Lüge, denn die WAZ-Qualität aus erster Hand hat es in den vergangenen Jahrzehnten stets gegeben. Sie mußte nicht von einem Herrn Reitz kreiert, erfunden werden. Dafür ist er nun kräftig dabei, die Lokalredaktionen zu schleifen und die journalistische Vielfalt abzubauen. Er ruiniert nicht nur den WAZ-Qualitätsjournalismus, sondern zieht die jahrelange Leistung vieler Redakteure in den Dreck.
Vor etlichen Jahren hat die WAZ auf den dpa-Landesdienst verzichtet, da die eigenen Redakteure Liveberichterstattung besser konnten. Das war eine richtige Entscheidung. Die Abbestellung des dpa-Basisdienstes ist eine Showveranstaltung, denn “dafür 25 Redakteure einzustellen”, ist doch schlichtweg eine Ankündigung ohne Folgen. Damit wird in Presseverlautbarungen Schindluder getrieben. In den letzten vielen Monaten wurden in allen Redaktionen, auch in der Zentralredaktion bereits Redakteursstellen abgebaut, nicht ersetzt.
Und noch etwas. Vor wenigen Jahren wurde eine Weiterführung des WAZ-Bildarchivs nicht fortgesetzt, da man jederzeit elektronisch blitzschnell auf das hervorragende dpa-Bildarchiv zurückgreifen konnte. Damit natürlich enorm Geld sparte, kein Archiv-Personal mehr benötigte. Was nun Herr Reitz?
Ach ja, wie lange wollen eigentlich die Eigentümerfamilien die Politik der verbrannten Erde des Herrn Reitz noch zusehen? Es ist schon lange kein Kosten-Problem bei den WAZ-Titeln mehr, sondern ein Personalproblem. Der Qualitätsabbau ist jeden Tag beim Blick in die Zeitung ersichtlich ( übrigens Seitenreduzierung ist auch Qualitätsminderung ).
Unter Herrn Reitz ist die WAZ unter Kollegen bundesweit zur Lachnummer geworden. Die Beispiele journalistischen Fehlverhaltens, der Verstoß gegen die Grundsätze journalistischen Handelns, sein anmaßender rüder Ton oder seine unüberhörbaren Drohungen Kollegen gegenüber lassen keine normale journalistische Arbeit mehr zu. Seit langem wurde gefordert eine Analyse zu erstellen, ob die “richtige” WAZ gemacht wird, ob das WAZ-Produkt “ankommt”. So auch in der letzten Belegschaftsveranstaltung, Herr Reitz lehnt dies ab. Er will sich seine Leser “erziehen”. Der Abonnementrückgang unter seiner Redaktionsführung scheint die Eigentümer noch nicht zu schrecken. Auch die Leser merken, dass “ihre” Zeitung nicht mehr ihre Umwelt widerspiegeln. Wozu dann eine Zeitung?
@WAZ 696
Die Financial Times Deutschland berichtete am 26.01. aus der PK vom Freitag in Essen und kündigte den Kauf weiterer Regionalzeitungen durch die WAZ-Gruppe an.
Die WAZ-Mediengruppe, so werden Nienhaus und Hombach zitiert, wolle sich als führende Kraft bei der Konsolidierung des Zeitungsmarktes positionieren. “Wir sind daran interessiert, uns breiter aufzustellen”, sagte Hombach. Er gehe davon aus, dass die WAZ-Mediengruppe “Ende 2009 das eine oder andere im regionalen Bereich akquiriert habe”.
Interesse wird der WAZ laut FTD am Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag mit Sitz in Flensburg nachgesagt. Dieser gibt 14 Tageszeitungen und diverse Wochenzeitungen und Anzeigenblätter heraus.
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw.de
Für Herrn Reitz muss sich scheinbar alles um seine Person und um den von ihm “erfundenen” (Einheits-)Contentdesk drehen. Zur Arbeit und Relevanz der Lokalausgaben hat man bisher nur Allgemeinplätze hören dürfen.
Wenn er sein Wissen über die Arbeit vor Ort nur von Herrn “Schönen Tag noch-” Klümper bezieht, ist es kein Wunder, dass ihn die vielen kleinen lokalen Autoren-Zeitungs-Redaktionen nicht weiter interessieren.
So wird es ihn leider auch nicht beeindrucken, was die ZMG (Zeitungs Marketing Gesellschaft) in einer Repräsentativ-Umfrage zum Thema Tageszeitungs-Leseverhalten herausgefunden hat:
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“Redaktionell zeichnet sich die Zeitung vor allem durch ihre hohe lokale und regionale Kompetenz aus. Acht von zehn Bundesbürgern (82 %) halten die Zeitung zur Information über den eigenen Wohnort und die nähere Umgebung für unverzichtbar, weitere 13 Prozent halten sie zumindest für sinnvoll. Mit großem Abstand folgen das Internet (55 % unverzichtbar), der lokale Hörfunk (49 %) sowie kostenlose Anzeigenblätter (39 %).”
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weiter: “Die hohe lokale und regionale Kompetenz der Zeitung spiegelt sich auch in den Nutzungsgewohnheiten ihrer Leser wider: Der Lokal-/Regionalteil ist das wichtigste Ressort innerhalb der Zeitung und wird von fast allen Lesern genutzt.”
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Wenn es ihn interessiert, kann der Content-Desk-Director ja mal einen Untergebenen hier nachlesen lassen (kostenloser content, ist kein dpa drin!):
http://www.zmg.de/hauptnavigation/startseite/startseite-hauptartikel-detail.html
Dysdemokratie im Ruhrgebiet. Aus MedienMoral ein Kommentar von ‘innen – außen’ am 28.01.2009 um 16:32
Zu dieser Problematik äußerte sich der Blog http://abo-sharing.blog.de seit 2005. „REITZ 2 (WAZ) – Das Ende heißt Reviergeist!“
Das Madenwerk der Systemfuzzies hat die “Gemeinschaft der Vernünftigen” gebrochen. Der Zorn reicht weit: Redakteure, Lehrer, Polizisten, Ärzte und Richter in NRW sind die Opfer. In der Loeser-Region NRW konnte sich der Mittelstand nie gegen Groß-Kapital und seine Diener, die Parteifuzzies des Madenwerk etablieren. Jetzt schrumpft das WAZ-Land – Die Flucht der YADOMs, wenn die Integration Duisburg scheitert.
Herr Reitz entwickelt eine rechte Meisterschaft darin, sich selbst zu dementieren. So geschehen nach der denkwürdigen “Mahlzeit”-Betriebsversammlung, wo er sich gleich anschließend bei der Pressekonferenz selbst Lügen strafte – und nun nach der “Zapp”-Sendung, indem er es anschließend zustande brachte, seinen eigenen Auftritt, seinen eigenen O-Ton als “extrem verfälschend” zu bezeichnen.
Und jetzt? “Danke, Sie haben uns den Journalismus wiedergegeben!” Würg! Jetzt muss er sogar schon seine Jubelperser selbst erfinden! Denn richtige Menschen dazu zu bewegen, solchen Unsinn laut vor Kamera und Mikrofon äußern, das schafft er nicht. Schließlich wird es wohl auch der am stärksten unterdrückte Redakteur, die am stärksten unterdrückte Redakteurin mit Kästners Epigramm halten:
Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken!
Mahlzeit!
ARD-VideoText hat gestern im 400er Seitenbereich eine Meldung gebracht, dass die Leser hauptsächlich wegen des Lokalteils in die Zeitung schauten.
Hinweis für MedienMoral, bestimmte Begriffe auszuschließen:
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Einmal ganz abgesehen davon, dass die Regio-Desks mittelfristig den Tod der ihnen zuarbeitenden Satelliten-Redaktionen bedeuten werden: Der Zuschnitt dieser Desks muss von Timbuktu oder sonstwo weit weg gemacht worden sein, sicherlich nicht aber von Leuten, die auch nur ein einziges Mal tagsüber über die A40 oder A42 gefahren sind.
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Da wird laut Schickler also demnächst die WAZ Gelsenkirchen von Duisburg aus produziert. Der zuständige Redakteur fährt dafür dann quer durch Essen, um nach Duisburg zu gelangen. In Essen kann Gelsenkirchen nicht produziert werden, weil da Dorsten und Langenberg layoutet werden. Auch Mülheim fährt nach Duisburg, obwohl es mit Essen viel mehr Gemeinsamkeiten (=Synergien) in der Berichterstattung gäbe; ich denke da nur z.B. an MEO, das Bistum oder den Nahverkehr. Kann mir da einmal jemand bitte den Sinn erklären?
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Dorsten schickt dann einen Redakteur nach Essen an den Regio-Desk, ein weiterer wird wohl fotografieren. Da bleibt nicht mehr viel Dorsten in Dorsten, und offenbar ist das ja auch gewünscht. Ich behaupte: Alle kleineren Redaktionen werden das Vest-Schicksal teilen und innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre geschlossen werden. Dann gibt es noch drei WAZ-Standorte im “alten” Kern-Ruhrgebiet fürs Lokale, was wegen der dann stark gesunkenen Abonnentenzahl auch völlig ausreichend sein wird.
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Warum nur, warum machen die einen solchen hahnebüchenen Unsinn, den jeder frisch angefangene Volontär umgehend als solchen erkennen würde? Warum lässt man die Lokalredaktionen – zur Relevanz derselben siehe Hans Plagwitz oben – ausbluten bis zur Kraftlosigkeit? Wieso stampft der Ahnungslose sein letztjähriges Konzept “Stärken stärken”, das den Ausbau von Lokalredaktionen vorsah, nun sang- und klanglos wieder ein? Und wieso dürfen die Lokalchefs das alles nicht an Frau Brost schreiben?
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Wieso werden die Kolleginnen und Kollegen, die für WAZ World vorgesehen sind, angesprochen und unter Druck gesetzt, keine Stellenkürzungen auf 90 oder 80% vorzunehmen, weil sie ansonsten nicht für den Content Desk in Frage kämen? Das heißt doch nichts anderes, als dass die Stellenreduzierungen nur und ausschließlich von lokalen Kolleginnen/Kollegen geschultert werden (und von den Mantel-Kollegen der drei Titel, die gleich ganz weggehen) – und das heißt, dass uns schon jetzt klar sein muss, dass, was immer die Lokalen tun und an finanziellen Einbußen auf sich nehmen, nicht reichen wird. Dass es außerdem zu einer extremen Entsolidarisierung zwischen teilreduzierten lokalen und “hundertprozentigen” Mantel-Kolleg(inn)en kommen wird. Und zu betriebsbedingten Kündigungen, wenn nicht irgend ein Wunder geschieht.
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Was ist aus dieser Vorzeige-Zeitung mit ihren vier starken Titeln nur geworden? Wäre doch nur der Original-Plagwitz noch da! Und meinetwegen sogar: Uwe, komm zurück, es war nicht so gemeint, wir haben dich auch wieder lieb.
@ tippse
Es hat keinen Zweck die Vergangenheit zu beschwören, die bei WAZens für die Beschäftigten nie rosig war. Es gab jedoch journalistische Freiheit und Unabhängigkeit. Auf Wunder zu hoffen bringt nichts. Man muß für die Wunder selber sorgen. Also endlich das in den letzten Wochen in die Hose gerutschte Herz in die Hand nehmen und solidarisch für Furore sorgen . . . in aller Öffentlichkeit.
Aber nicht mit theatralischem Masssensterben, @stopp. Da müssen wir kreativ werden und den Rotsiftlern weh tun. Weh tut ihnen der Geldbeutel und – in Maßen – schlechtes Image. Wir müssen den Druck nach innen erhöhen, den Druck auf die Chefs und die Chefetage. Der Satz muss stehen: Keine betriebsbedingten Kündigungen. Um das zu erreichen, muss uns jedes kreative Mittel willkommen sein. Und diese Mittel wollen wir hier nicht breittreten. Erst intensiv verhandeln und unsere Fotografen retten, Turboprämie denjenigen sichern, die sich darauf einlassen können/wollen, dann zügig Betriebsversammlung, und dann los.
Mit einem Umfang von nur noch 24 Seiten haben WAZ und NRZ Essen heute einen neuen Tiefpunkt erreicht: Nur drei Seiten Lokales, danach folgen schon die Familienanzeigen. Obendrein erdreisten sich die verantwortlichen Entscheidungsträger im WAZ-Konzern, Aussetzer (= Bezugsunterbrechungen) ab sofort erst ab dem 4. Tag gutzuschreiben. Heisst im Klartext: Wer als Abonnent für zwei Wochen die Zeitung abbestellt, wird zwar 12-mal nicht beliefert, bekommt aber nur 9 Ausgaben gutgeschrieben. Mit den restlichen drei Tagen finanziert die Führungsriege ihre fetten Saläre und Tantiemen. Glaubt man wirklich, so neue Leser gewinnen und Noch-Leser halten zu können? *kopfschüttel*
Mich würde mal interessieren, wie Ex-Geschäftsführer Günther Grotkamp über all diese Entscheidungen denkt. Das Lebenswerk, das er und Erich Schumann in Jahrzehnte langer Arbeit errichtet haben, wird nun binnen weniger Monate bzw. Jahre vollends vor die Wand gefahren. Am Ende verlassen die Ratten das sinkende Schiff und werfen die Meute (= Mitarbeiter) den Aasgeiern zum Fraß vor.
Herr Hombach, wachen Sie endlich auf!!! Inkompetente Nieten in Nadelstreifen wie die Herren Reitz und Zowieslo verbrennen seit Jahren Millionen von Euro, malträtieren ihre eigenen Mitarbeiter und führen sich auf wie Graf Rotz persönlich. Mit der Folge, dass die Auflagen der NRW-Titel mmer stärker und schneller wegbrechen und selbst die letzten treuen Leser vergrault werden. Unter den Folgen der heutigen Umstrukturierungen wird der WAZ-Konzern noch in vielen Jahren leiden. Wenn es ihn dann überhaupt noch gibt.
@ Außenstehender:
Ja, tolle Aktion, das mit der Aussetzervergütung! So hält man bestimmt die Auflage. Früher oder später aber werden sich die Verbraucherzentralen damit beschäftigen (müssen). Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Vorgehensweise rechtlich abgesichert ist. Wenn ich beim RWE eine Überzahlung von 100 Euro habe, können die mir ja auch nicht bloß 50 Euro zurückerstatten, nur weil dieser Buchungsvorgang mit Kosten verbunden ist.
Daran wird einmal mehr deutlich, was für Idioten mittlerweile bei der WAZ am Werk sind: Lauter Raffkes, die nur auf den eigenen Vorteil bedacht sind und den Hals nicht vollbekommen. Unten hingegen wird weiter outgesourced und wegrationalisiert. Schon mal überlegt, wer die Sch….arbeit machen soll, wenn es nur noch Geschäftsführer, Abteilungsleiter, Trainees und Assistenten gibt? Ach ja, ich vergaß: Dafür gibt es ja das Outsourcing.
Gut, dass im Herbst Wahlen sind! Wie sagte schon unser Bundespräsident Köhler? “Es muss ein Ruck durch Deutschland gehen.” Hoffentlich ein radikaler Linksruck, damit die ganzen Kapitalistenschweine endlich mal beiseite gefegt werden.
Ich versuche mal hier, etwas zur heutigen Betriebsversammlung der WAZ loszuwerden – einen Bericht gibt es hier leider ja noch nicht…
Eines vorweg: Es lässt einen “normalen” Lokalredakteur vor Wut fast platzen, was da heute wieder für ein Drama abgegeben wurde.
Wären wir Kollegen nicht so in Angst um unsere Arbeitsplätze und denkbaren Szenarien einer Abstrafung durch die Obrigkeit bei klaren Worten aus der Belegschaft, es wäre heute wohl zur offenen Konfrontation insbesondere mit dem Menschen gekommen, der eigentlich mit aller ihm zur Verfügung stehenden Wortgewalt für den Ethos des journalistischen Berufsstandes Partei ergreifen sollte, sich aber in Eitelkeit, Selbstherrlichkeit und Ignoranz gegenüber der Bedeutung lokalen Inhaltes in unserer Regionalzeitung so sehr verstrickt hat, dass er lediglich als Marionette der Geschäftsführung und als Medienkaspar taugt.
Es war schon ein Trauerspiel, Reitz heute außer Fassung geraten zu sehen ob der (im Verhältnis zum Denkbaren) noch harmlos formulierten Kritik aus dem Betriebsrat. Hat er tatsächlich erst heute gemerkt, dass in den Lokalredaktion blankes Entsetzen, Wut und Verständnislosigkeit herrscht ob des Kahlschlags in den Redaktionen? Das heute durchexerzierte Beispiel Hattingen ist doch wirklich nur ein Beispiel. Hattingen ist überall, wo Reitz keinen “Metropolenzuschlag” verteilt. Teilweise wird das Personal in den Redaktionen fast halbiert, es soll aber gleich viel bzw. noch etwas mehr Platz in der Zeitung redaktionell “gefüllt” werden. Das ist schon jetzt in vielen, wenn nicht allen Redaktionen nur möglich, weil Redakteure unbezahlte Überstunden machen, sich für IHR Produkt aufreiben, in der Familie in Erklärungsnot geraten, warum sie denn wieder so spät zuhause sind, warum sie so wortkarg aufs Sofa fallen und ewig müde sind. Wenn Reitz oder Klümper in ihrer Amtszeit nur ein wenig mehr als null Gespräche über das Thema Arbeitsverdichtung und -belastung im Lokalen geführt hätten, wäre ihnen nicht verborgen geblieben, dass in den Redaktionen schon jetzt die am Stock gehen, die sich reinhängen fürs Produkt, weil sie für eine gute WAZ stehen wollen, weil sie sich bei den Lesern und in ihrer Stadt nicht blöd angucken lassen wollen nach dem Motto: Ach, Sie sind von der WAZ. Ja, die ist mir nicht hintergründig genug…
Hintergrund, Inhalt, investigativer und damit qualitätsvoller Journalismus vor Ort bedingt eine adäquate Personalstärke. Wenn heute die Arbeitslosenzahlen präsentiert werden, reicht es nicht, zur PK der Agentur zu gehen. Guter Journalismus hinterfragt die Dinge, deckt soziale Schieflagen dahinter auf etc. Das ist schon heute in den Lokalredaktionen kaum möglich, weil Thema B und C auch noch zu beackern sind, daneben Online, Telefonate, Leserkontakt, Redaktionsbesuche, Tagesplan, Wochenplan, Bilderwünsche, Anforderungen aus dem Mantel etc pp. – Klar, dass Reitz, Klümper und Co. immer noch denken, es sei mehr möglich. Sie haben sich nie mit der Arbeitssituation vor Ort auseinandergesetzt. Sie sind völlig entfremdet. Es ist letztlich wie bei Hartz IV. Die Chefredaktion fordert, aber sie fördert nicht.
Erst heute hat Reitz wohl Lunte gerochen, dass in den Lokalredaktionen längst ein riesiges Pulverfass steht, das hochzugehen droht. Er macht sich mit einem gut bestückten Content Desk schick für Lobhudeleien der High Society, wir in den Lokalredaktionen kriegen die Schmäh vom Leser. Es ist eine Farce, dass Reitz heute rumschicklerte und mit den Prozentzahlen der Einsparungen in Mantel vs. Lokalem (die auf den ersten Blick fast identisch sind) versuchte, die Stimmung wieder ein wenig zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Fakt ist ein anderer: Der Mantel der drei Titel wird zusammengelegt, die Lokalredaktionen bestehen aber fort. Der Mantel (Content Desk) könnte, weil er weniger Inhalt zu produzieren hat, mehr einsparen als das Lokale. Aber es scheint, dass Reitz sich sonnen will, sein Arbeitsumfeld muss stimmen. Überspitzt könnte seine Auffassung von der Zukunft SEINER WAZ so aussehen: Was kümmert mich das Lokale, das, wo die Leser sich mit verbinden? Hauptsache, ich kann mit einem bei Regionalzeitungen unvergleichlichen Konzept im Mantel prahlen…
Sorry, aber: WAS FÜR EINE SCHEISSE!!!
Das, was auch künftig im Mantel stehen wird, wird die Leser nicht wesentlich mehr interessieren, weil sie die Themen längst anderswo aufgefangen und deren Inhalt aufgesogen haben. Das Lokale kann ihnen bis jetzt niemand in der Form bieten wie die Tageszeitung. Anstatt diese inhaltlich (!) und konzeptionell (!), werden sie rasiert. Ohne dass mal einer der Herren Reitz, Klümper und Co. über Konzepte und Möglichkeiten mit denen gesprochen und debattiert haben, die die Erfordernisse und die Arbeit vor Ort kennen. Da schwadroniert Reitz heute darüber, viele seien froh, in Zukunft unter seinem neuen Konzept mit Regio Desk arbeiten zu können. Lokalchefs stünden dahinter… Welch eine Lüge, welch ein Offenbarungseid für diesen Egozentriker. Reitz hat wohl vergessen, dass die Lokalchefs einen Brief formuliert haben, in denen sie sich entschieden gegen die Pläne im Lokalen wenden. Wenn ich richtig informiert bin, hat die Chefredaktion, als sie davon Wind bekommen hat, den Lokalchefs Sanktionen angedroht, wenn sie ihr Papier unterschreiben und an Geschäftsleitung und Gesellschafter versenden.
Darin heißt es: “Wir, die Leiterinnen und Leiter der WAZ-Lokalredaktionen, fürchten, dass mit der Restrukturierung der vier NRW-Titel eine Strategie verfolgt wird, die dauerhaft für die WAZ und ihre Abonnentenzahl schädlich ist: Das Schickler-Konzept sieht eine Schwächung der Lokalredaktionen vor. Das widerspricht der erklärten WAZ-Philosophie, die ihre Kernkompetenz im Lokalen sieht und daraus ihre Leserschaft bezieht.
Mit der Zielvorgabe “One man one page” im Lokalen ist die geforderte und für die Zukunft der WAZ notwendige Qualität der Berichterstattung nicht zu gewährleisten. Dieser Personalschlüssel steht zudem in keinem Verhältnis zu der für den Content Desk geplanten Mitarbeiterzahl. Aus unserer Sicht ist es unumgänglich, die Relationen zu Gunsten der Lokalredaktionen anzupassen. Die bereits erfolgte Umfangsreduzierung hat überdies in vielen Lokalredaktionen schon zu gravierenden Qualitätsverlusten geführt.
Auch die bislang geplanten Regionalen Produktionsdesks betrachten wir als kontraproduktiv. Aus lokaler Sicht sind mit der beabsichtigten Struktur keine Synergien zu erzielen, sondern eher das Gegenteil: zusätzliche organisatorische Hürden, die wertvolle Arbeitszeit binden. Eine regionale Produktion von Seiten widerspricht elementar unserern Erfahrungen aus dem redaktionellen Alltag in den Stadtredaktionen. Sie würde keine Entlastung bringen, sondern Mehrarbeit und Qualitätsverluste. Die geäußerte Erwartung, dass – in der Struktur der Revierstädte – durch Auslagerung produktionstechnischer Prozesse Freiräume zur journalistzischen Arbeit geschaffen werden, teilen wir nicht.
Uns geht es dabei nicht um die grundsätzliche Ablehnung von Desks und Arbeitsbündelung. Vielmehr befürworten wir diese Organisationseinheiten für Großstädte wie Duisburg, Essen, Bochum oder Gelsenkirchen, in denen in der Tat Arbeitsabläufe konzentriert werden können, ohne die Nähe vor Ort zu gefährden.
Wir, die Leiterinnen und Leiter der WAZ-Lokalredaktionen, sind der festen Überzeugung, dass lokale Qualitätsberichterstattung das Pfund ist, mit dem wir heute und in Zukunft wuchern müssen, im Print, Online, TV oder anderen mobilen Diensten. Auch im Namen unserer Mitarbeiter bitten wir Sie eindringlich, das geplante Restrukturierungskonzept gründlich zu überdenken und zu Gunsten der Lokalredaktionen zu verändern. Wir bieten dazu unsere engagierte Mitarbeit an.”
Bedarf es hierzu noch Worten? Erst heute hat die Chefredaktionen ihren autoritären, ja monarchistischen Führungsstil wohl doch mal etwas kritischer gesehen, weil es in der Betriebsversammlung offensichtlich war, dass sie jeglichen Rückhalt in den Lokalredaktionen verloren hat und die Motivation der Mannschaften vor Ort durch ihre Ignoranz kräftig beschädigt hat.
Heute Abend trudelte dann plötzlich folgende Mail in die Lokalredaktionen:
“Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
im