Super-Regiodesk in Hagen

Nach Informationen von Medienmoral stimmen sich die Chefredaktionen der Westfälischen Rundschau (WR) und der Westfalenpost (WP) derzeit über einen neuen Super-Regiodesk am Standort Hagen ab. Über das Konzept wurden die Redaktionsleiter der WR bei einer Klausur am Wochenende im Sauerland informiert. Für die WP soll der entsprechende Informationstermin am kommenden Wochenende stattfinden. Offiziell entschieden sei noch nichts, heißt es.

Als möglicher Standort ist Druck- und Verlagszentrum in Hagen-Bathey im Gespräch (und gilt unter Insidern als die wahrscheinlichere Variante). Eine Alternative wäre das Pressehaus in der Stadtmitte. Am neuen Desk würden die WR-Ausgaben Märkischer Kreis, Hagen und Siegen produziert, dazu alle Lokalausgaben der Westfalenpost. Die WR-Ausgaben Kreis Unna, Dortmund und Wetter/Herdecke bleiben am Regiodesk Dortmund.  Während die Tischleitung am neuen Desk für die WR-Ausgaben auch die inhaltliche Kompetenz hätte, würden die WP-Seiten hier nur „gebaut”.

Das Konzept sieht vor, dass der Regiodesk für den Märkischen Kreis in Lüdenscheid nach drei Jahren wieder abgebaut wird. Die Kollegen sollen an den neuen Standort nach Hagen-Bathey umziehen. Unterschiedliches hört man zur Frage, ob zusätzlich zum Standortwechsel weitere Veränderungen für die Mitarbeiter geplant sind.

Die WR-Chefredaktion erhofft sich dadurch eine Stärkung der WR. Die WAZ und die NRZ wollen in ihrem Beritt “Billig-Tische” machen, d.h. dem Rat des Gutachters Prof. Gunter Rager (emeritierter Journalistikprofessor an der TH Dortmund) folgen und nur wenige Journalisten, dafür viele Mitarbeiter aus der Technik an die Tische setzen.

223 Kommentare zu “Super-Regiodesk in Hagen”

  1. bsirske sagt:

    Um wie viel dreckiger muß es den Redakteuren- und innen noch gehen, ehe sie einmal der Arsch hoch kriegen. Rasseln und Plakate machen auf die Verlegervertreter bei den Tarifverhandlungen keinen Eindruck. Nur Streik!

  2. brisko sagt:

    @Hannes
    so, inzwischen führt der Link zu Informationen.
    Gut Ding will bei Gewerkschaftens eben Weile haben 🙂
    https://tarifrunde-print.verdi.de/)

  3. […] Wer ernst genommen werden will, muss beweisen, dass er in der Lage ist, für seine Interessen zu handeln. […]

  4. Hannes sagt:

    @brisko:
    fast geschafft – der Link. Die Klammer rechts macht leider alles zunichte 😉

    Richtig:

    https://tarifrunde-print.verdi.de/

    Drücke Euch trotzdem die Daumen 🙂

  5. Hans Lassmann sagt:

    Neben der Debatte zum Super-Desk scheint die nachfolgende Seite nicht unteressant zu sein.
    Ja, es gibt sie, die Super-Hero-Bodo-Seite. Man fasst es nicht…
    http://www.derwesten.de/bodo-hombach/

  6. […] Meine Gedanken wurden heute Nachmittag befeuert von cbl und Hans Lassmann Tags »   Bodo Hombach, WAZ « Trackback: […]

  7. zeilenschinder sagt:

    Himmel, ist das peinlich, @Hans Lassmann. Welcher arme Hund muss ihm die Seite wohl schreiben?

  8. ganzwertfrei sagt:

    Zitat: „Mit dabei auch (…) der neue Chefredakteur der Westfalenpost, Stefan Hans Kläsener.“

  9. Bodo sagt:

    Wirklich, der Kläsener ist dabei gewesen? Ich dachte schon, der sei nur eine Fatamorgana – Texte von ihn finde ich in meiner Sauerland-Ausgabe nämlich immer noch nicht. Nur auf einem Foto ward er wohl mal wieder gesichtet…

  10. Hans Lassmann sagt:

    @Zeilenschinder, ach, da wird sich wohl jemand in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit finden, der ihm das zusammenBINDERt und dann an die Online-Fredel zum hochladen gibt. Peinlich ist es allemal.
    Noch peinlicher war aber heute das Aufmacherbild in der WAZ, Seite Rhein/Ruhr wie sie neudeutsch heißt: B.H. mit feister Mine und als einziger der Gäste scharf fotografiert – Westerwelle und alle anderen verschwammen unscharf. Er wirkte irgendwie aufgeblasen. Ob’s an seiner Aura liegt?

    Am (Maß)Anzug wohl nicht: Die BLÖD-Zeitung geiferte heute auf Seite 8, B.H. hätte sich angesichts seiner wohl gewachsenen Körperfülle statt (s)eines ansonsten wohl kneifenden Smokings einfach Satin-Streifen an einen noch passenden schwarzen Anzug pappen lassen….
    Blender, Sparefroh, abgehoben oder einfach nur peinlich – das Urteil mache sich jeder selbst.

  11. Alter Kollege sagt:

    @Hans Lassmann „Noch peinlicher war aber heute das Aufmacherbild in der WAZ“
    .
    Leider nicht nur in der WAz. Die Leser der WR wurden ebenfalls mit einem alles überragenden, rosafarbenen Antlitz beglückt.

  12. Hans Plagwitz sagt:

    Und wie peinlich ist erst heute die Aufmachung der WAZ: Eine Mischung aus Bild, Gala und Frau im Spiegel. Seriös ist etwas anderes. Kein schönes Gefühl für die, die dort im Lokalen Zeilen schinden müssen.

  13. Hans Lassmann sagt:

    @Hans Plagwitz
    Wir haben uns in der Redaktion für die heutige Ausgabe fremdgeschämt. Die heutige Ausgabe mit und über von und zu Guttenberg zeigt, wie abgehoben die Zentralredaktion in ihrem Elfenbeinturm ist.
    Fünf Seiten über den Abgang eines höchst umstrittenen Ministers hinzulegen ist das eine. Wie es gemacht wurde, das andere.

    Unterirdisch allein schon die Fotoauswahl auf S.2.
    Rundschau, NRZ und WP sehen besser aus. Sie berichten angemessen. Das Reitz-Blatt überdreht – und er mit.

    Was macht der Content-Desk eigentlich, wenn mal wirklich was passiert?
    Oder wann macht Reitz mal fünf Seiten über soziale Ungerechtigkeit in diesem Land? Oder fünf Seiten über bankrotte Revierstädte?

  14. Black Mamba sagt:

    Tja ein Beweis mehr, dass Reitz ein „schwarzer“ Chefredakteur ist und der ehemals neutralen WAZ überhaupt nicht gut tut. Der sollte sich eher Richtung Springer orientieren.
    .
    Aber: Springer kommt ja eh zu uns, ein paar Manager sind schon da und 2014/2015 wird die WAZ anteilsmäßig zu Springer gehen. Dafür wird derzeitig alles getan mit Verschlankung, „MAK-Abbau“ und so weiter und so fort.
    .
    Standardspruch zur Zeit auf allen Fluren zwischen Kleve und Bad Berleburg: „Die wollen und werden das Ding an die Wand fahren“

  15. blauerschlumpf sagt:

    bei den blauen schluempfen gibt es andauernd neue parolen und verunsicherungen. so sollen alle reporter gezwungen werden, taeglich zwei geschichten abzuliefern. was ein spass.

  16. roterschlumpf sagt:

    @blauerschlumpf
    Was meinst Du mit Reporter und was mit Geschichte?
    Zwei Reportagen sind doch damit sicherlich nicht gemeint.?!?
    Zwei normale 80Zeiler für einen Redakteur finde ich nicht ungewöhnlich.
    Mir wurde mal gesagt, dass drei davon bei der WR nicht übertrieben seien.

  17. blauerschlumpf sagt:

    dann zählen wir mal in der wr die achtzigzeiler.

  18. roterteufel sagt:

    Das Schlimmste ist, wie die CR sich selbst und uns verschaukelt. „Die Redaktionen sind von Produktionsaufgaben befreit.“ Ist klar.
    .
    Material sichten, Material vorbereiten, Material anmelden, Layout abstimmen, Layout bekommen, Seiten mitzumachen! Das ist die Realität.
    .
    Das wird auch die Realität beim Super-Desk in Essen und in Hagen sein. Ein Deskler hat nur zwei Arme und sein Tag acht bis zehn Stunden. Mehr geht nicht. Und Produktionsaufgaben sind von der Masse her nicht nur für einen da. Aber es wird wieder heißen: „Die Redaktionen sind von Produktionsaufgaben befreit“. Lächerlich!

  19. Neusprech sagt:

    Die Redaktionen sind von Produktionsaufgaben befreit. Überstunden gibt es nicht; es hat sie auch niemals gegeben. Durch die Desks ist die Qualität erhöht worden. Qualitätsjournalismus entsteht durch Personalreduzierung Nutzung von Synergien und die Konzentration auf das Wesentliche. Unsere Verlagsspitze ist absolut kompetent. Guttenberg ist ein durch und durch aufrechter, ehrlicher Mensch.

  20. Folgerichtig sagt:

    Man konnte darauf wetten: Nach dem wunderschönen Foto vor wenigen Tagen, auf dem Bodo Hombach in der Reihe mit Guido Westerwelle saß, erschien heute in den WAZ-Blättern das ausführliche Interview mit Westerwelle.

  21. Wiebke Westhues sagt:

    Schon gesehen? Es gibt da jetzt eine Satireseite, unter http://www.reitzthema.de.

    In diesem Blog geben sich die Autoren als „Ulrich Reitz“ aus und schreiben satirische Texte zu aktuellen Themen wie Studiengebühren, Guttenberg, Bundesliga und so. Der größte Lacher: Ein Text mit der Überschrift „Studiengebühren sind gerecht“.

    Finde ich gut, dass die Leute ernste Themen aus dem Bereich Sozialstaat und soziale Gerechtigkeit auch mal mit Humor angehen. Humor ist schließlich, wenn mensch trotzdem lacht! Richtig, genau so sieht das aus, liebe Redaktion Reitzthema!

    Danke dafür! Öfter kann ich aber dann doch nicht auf Eure Seite. Es gibt einfach zu viele professionell gemachte Alternativen…

  22. Entsetzen sagt:

    Ich habe gerade die heutige WAZ in Händen…. Wer kann mir dieses diskriminierende Aufmacherbild „Unser Foto des Jahres“ und die darauf folgende Geschichte auf der „RHEIN-Ruhr“- Seite erklären? Schlimmer geht es ja wohl gar nicht mehr..

  23. Watzmann sagt:

    @Entsetzen „Schlimmer geht es ja wohl gar nicht mehr..“

    Ich finde, es ist eine ingesamt gelungene Komposition. Das Foto ist gut, und die Rhein-Ruhr-Seite ausgezeichnet recherchiert. Die Frage, warum Top-Jobs meistens an Männer gehen, wird doch sogar noch in der Meldungsspalte beantwortet: „Mädchen gerät in Knetmaschine“.
    Eben. Technik is nix für Frauen. Fußball sowieso nicht, da gibts nur Bälle ins Gesicht. Zudem wird der Wirkungskreis der Frau genau verortet, in der „Kopfnote“: „Mit einem weiblichen Wesen im Stall lassen sich nicht nur Bauern besänftigen.“
    .
    Schön. Wirklich schön. Und so lebensnah. Fehlt nur noch der Kommentar, in dem UR die Abschaffung des Frauenwahlrechts fordert.

  24. Elend sagt:

    Wohl kein Gerücht: noch im März soll die Produktion der Siegener Rundschau vom Newsdesk MK in Lüdenscheid übernommen werden.

  25. neuerchef sagt:

    Manfred Braun wechselt von den Zeitschriften der WAZ Womengroup zu den Zeitungstiteln und wird neuer Verlagsgeschäftsführer NRW
    http://kress.de/tagesdienst/detail/beitrag/109057-heisser-waz-posten-manfred-braun-ist-verlagsgeschaeftsfuehrer-nrw.html

  26. Neues Deutschland sagt:

    Und die beiden WVW-Geschäftsführer sind dann nur noch Abteilungsleiter oder was? Da könnte man jetzt auch schön Kosten reduzieren. Nicht nur immer untenrum rasieren.

  27. notundelend sagt:

    @Elend
    Es werden noch Wetten angenommen, ob Siegen damit die Lüdenscheider Erfolgsstory fortsetzt. Über den hohen Auflagenschwund spricht man besser erst gar nicht mehr.

  28. Anonym sagt:

    Man kann aber drüber schreiben: minus 52,93 Prozent in den letzten zehn Jahren, davon allein in den letzten zwei Jahren minus 19,18 Prozent (Quelle: IVW)!
    .
    Merke: Man kann auch mit einer Mini-Besetzung in einer Großstadtredaktion Qualitätsjournalismus versuchen. Es funktioniert allerdings nicht.

  29. zeilenschinder sagt:

    Glaub‘ ich nicht, @Black Mamba: Was sollte Springer denn mit einem derart aufgeblähten Contentdesk machen wollen? Springer würde im Fall einer Übernahme doch den Mantel-Content lieber selbst liefern wollen. So hat dieser Riesencontentdesk in seiner Überspanntheit doch noch etwas Tröstliches.

    @Hans Lassmann: Nein, ich habe mich nicht geschämt für die fünf Seiten Guttenberg. Ich sehe mich angesichts solcher Ungeheuerlichkeiten nur noch für meine Beiträge verantwortlich. Ich habe es beim Lesen mit dem verglichen, was ich mal über Relevanzen, Gewichtung, Agenda Setting usw. gelernt habe – bei einem anderen Chefredakteur. Das, was da stand, war Medienhype und Hofpostille. Ich weiß nicht, was er sich einfallen lässt, wenn Merkel mal zurücktreten oder abgewählt werden sollte. Über Nordafrika dagegen lese ich immer nur tagesaktuelle Ereignisberichterstattung als gedruckte Tagesschau, aber keine fundierten Hintergrundberichte. Es ist natürlich peinlich, was ein Supercontentdesk da abliefert bzw. abliefern darf, aber nicht für diejenigen, die weiter versuchen, im Mantel und Lokalen gute Texte und Fotos abzuliefern.

    Sollte es tatsächlich zu einem Streik kommen, weil sich die Verleger auch von einem Bruchteil ihrer Gewinne nicht trennen mögen (die für uns alle erfreulichen Auflagenzuwächse der WAZ-Gruppe im letzten Quartal sind bei ivw nachzulesen) und stattdessen auch noch unser Gehalt kürzen wollen, dann können wir den Herren mal zeigen, was wir wirklich von ihrem Journalismus, der mit Qualität nur noch wenig zu tun hat, halten. Wer dann noch aus falsch verstandener Loyalität, die uns von der anderen Seite schon längst nicht mehr entgegengebracht wird, den Streikbrecher macht, hat es nicht besser verdient.

    Ich bin aber guter Hoffnung, dass es gar nicht so viele Streikbrecher geben wird. Denn viele der beim letzten Streik zur falschen Zeit so überaus arbeitswütigen Redakteure und Freien haben, Namen sind dem Zeilenschinder gut bekannt, die Abfindungskohle genommen bzw. sich verdrückt. Denn von einem kurzfristigen finanziellen Vorteil abgesehen hat sich das Kollaborieren für diese Freien auch nicht gelohnt – die erhoffte spätere Festanstellung kam bekanntlich nie.

  30. Alter Kollege sagt:

    @zeilenschinder Freie haben Abfindungskohle genommen? Das ist stark erklärungsbedürftig.
    .
    Bei den Redakteuren habe ich im Gegenteil den Eindruck, dass die gegangen sind, die es sich „leisten“ konnten – etwa, weil sie andere Stellungen in Aussicht hatten oder Mut zu einem geänderten Lebensentwurf. Mit einem Wort: Es waren, zumindest bei der WR, NICHT die Tröten, sondern fähige Leute, die gingen.
    .
    Viele von denen habe ich einst bei Streiks gesehen, und zwar nicht als strebsame Steikbrecher. Es wäre merkwürdig, wenn das auf dem Mutterschiff gerade andersherum gewesen wäre. Wahrscheinlich ist es einfach so, dass mancher Freie das nur deshalb so sieht, weil er es sich so wünscht. Nix für ungut, Zeilenschinder, aber daran Hoffnungen zu knüpfen, halte ich für etwas verwegen.
    .
    Was die IVW-Zahlen angeht, so möchte ich nicht die Sektlaune verderben. Aber das „letzte Quartal“ als Argument in Gehaltsverhandlungen ist kaum besonders tragfähig. Es wird auf Verlegerseite in Geschäftsjahren gerechnet, und da sind es für 2010 z.B. immer knapp zwei Prozent Miese für WAZ+NRZ 103 Essen.
    Mahlzeit!

  31. notundelend sagt:

    @Anonymous
    Ich meinte eher die Zahlen im Märkisch Kongo…
    .
    Merke: Man kann auch mit einem Riesen-Entscheider-Desk in einer Fläche Qualitätsjournalismus versuchen. Es funktioniert allerdings nicht.

  32. zeilenschinder sagt:

    Hallo, @Alter Kollege, da war ich vermutlich etwas zu schnell. Also:
    Einige „arbeitswütige“ Redakteure („Tröten“) haben die Abfindungskohle genommen und Freie, denen vorgegaukelt wurde, es würde sich nach dem bösen Streik doch schon ein Plätzchen für eine Festanstellung bzw. ein Volontariat finden, wenn sie nur währenddessen fleißig arbeiteten, haben sich inzwischen verdrückt. Vielleicht ja auch, weil ihnen auf einmal wichtige Fürsprecher fehlten?
    Es sind heute weniger Streikbrecher von damals mit dabei, und manche sind sogar klüger geworden. Dass Lokalredaktionen viel zu schwach besetzt sind, dafür aber mit vielen Gewerkschaftern, kann ja auch mal irgendwann in naher Zukunft ein großer Vorteil sein (übrigens hört man von der dju zu diesem Punkt SEHR wenig).
    .
    Wie die Verleger rechnen, ist deren Sache, da will ich mich auch gar nicht einmischen. Wichtig ist, wie wir rechnen. Wir haben im 4. Quartal 2010 zu einem nennenswerten Anstieg der Bilanz beigetragen und tun dies gerne auch erneut im 1. Quartal 2011. Und als Dank dafür soll ich mir das Gehalt kürzen lassen? Ich bin doch nicht Media Markt…

  33. mahlzeitgeist sagt:

    Da hat jemand Post von Herrn Reitz erhalten:
    http://www.revierflaneur.de/2011/03/04/briefkastenmull-i/
    Dem Urteil „Briefkastenmüll“ schließe ich mich an.

  34. tach! sagt:

    Neue Zahlen aus verlässlicher Quelle über die WAZ. Danach schließt der Konzern das Jahr 2010 mit einer Umsatzrendite von 8 Prozent ab, man spricht von runden 30 Millionen Euro Gewinn. 80 Prozent des Umsatzes der Gruppe in NRW besorgen die vier Tageszeitungs-titel, vor allem aber die Anzeigenblätter. WAZ new media, also derwesten.de, schließt das Jahr 2010 mit 6,5 Millionen Miesen ab.
    In NRW kommen die vier WAZ-Tageszeitungstitel auf nurmehr 725.000 Expl. Gesamtauflage, die Westfalenpost schafft 113.000 und die Westfälische Rundschau 127.ooo Expl.

  35. Stanko S. sagt:

    @tach! „Umsatzrendite von 8 Prozent“
    .
    Bevor die Korken knallen: Aus Sicht der Geschäftsführung war in den vergangenen Jahrzehnten eine nicht-zweistellige Rendite regelmäßig ein Grund, sämtliche Alarmglocken schrillen zu lassen. Acht Prozent – das ist für die Herrschaften geradezu jämmerlich. Wobei natürlich Zahlen zum Betriebsgewinn nie veröffentlicht oder bestätigt wurden und auch niemals werden.
    .
    Außerdem:
    „Ungefähr 70 Prozent unseres Erlöses werden im Ausland generiert … blablabla … unser Inlandsgeschäft hingegen gibt natürlich, wie seit Jahren, ungebrochen Anlass zu größter Sorge … blablabla … wenn die Auslandsgewinne nicht wären… blablabla … vorausschauendes unternehmerisches Handeln der Geschäftsführung und Erschließen von neuen Märkten … blablabla … so werden auch hier noch Arbeitsplätze gesichert … blablabla … trotz schlechter Ergebnisse und eines wegbrechenden Anzeigenmarktes … das Inland verschlechtert das Ergebnis erheblich … blablabla …lange kann und darf es so nicht mehr … blablabla … erhoffte Spareffekte durch die allgemeine Entwicklung bereits wieder neutralisiert … deshalb in absehbarer Zeit weitere Personalreduzierung erforderlich … nur so ist Qualitätsjournalismus…“
    .
    Verdammt, da ist mir doch Bodos Sprechzettel untergejubelt worden! Sorry.

  36. bodoueberreitz sagt:

    zuerst die Rede zum 50. Geburtstag des WAZ-Chefredakteurs Ulrich Reitz von Bodo Hombach. Der Geburtstag liegt schon etwas zurück, aber es lohnt sich einen Blick in dieses pressehistorisch bedeutsame Dokument zu werfen
    http://www.derwesten.de/derwesten/archive/00000/Ulrich_Reitz_Rede_zum__362a.pdf

  37. Oberpeinlich sagt:

    Erinnert mich sehr an Ulrich Mühes Version von „La Paloma“ in „Schtonk!“
    .
    „Hermann, Hermann Willié,
    Mit Akzent auf dem E,
    Du bist die größte Spürnase
    Die ich an Bord hier seh.“
    .
    Ob sich Hombach davon hatte inspirieren lassen?

  38. Einer-wie-keiner sagt:

    Wie jetzt bekannt wurde, wird
    eine Uebergabe der Zeitungszustellung im Bereich Siegen vorbereitet. Die Siegener Zeitung verteit zukuenftig auch die Westfaelische Rundschau. Wie lange sich der Bereich Luedenscheid
    noch halten kann, ist fraglich. Redakteure, Zusteller und Vertriebler, packt schon mal die Koffer!

  39. brisko sagt:

    @bodouebereitz
    ist doch alles sehr schön, was Herr Hombach da alles erzählt:
    Wir übersetzen WAZ seit einiger Zeit mit „Wir arbeiten zusammen“,
    da muss man erstma drauf kommen….
    Und „Es ist schön zu sehen wie er (Reitz) sich immer tiefer und fester verwurzelt. Daraus erwächst die Energie für das nächste Kapitel, das wir alle gemeinsam aufschlagen wollen: Verstärkte Regionailisierung und Lokalisierung unserer Titel. In einen hochwertigen und modernen Mantelteil gehört auch ein mindestens so ambitionierter Lokalteil“.
    Werden jetzt also die eben noch massenhaft nach Hause geschickten Redakteure zurückgeholt oder machen diesen ambitionierten Lokalteil Schneewittchen und die sieben Zwerge?

  40. Hodo Bombach sagt:

    @brisko „…oder machen diesen ambitionierten Lokalteil Schneewittchen und die sieben Zwerge?“
    .
    Sieben? Um Himmels Willen! Viel zu kostpielig! Ein personeller Überhang, der unseren Sparmaßnahmen zuwider läuft. Nein, nein – Schneewittchen soll sich gefälligst anstrengen. Das bisschen Qualitätsjournalismus schafft die auch alleine.
    .
    So, und nun wieder zu etwas Wichtigem. Wo waren wir stehen geblieben, Uli? Ach ja. Ich möchte Dir weiter beim Wurzeln schlagen zusehen…

  41. brisko sagt:

    :-)))

  42. Übel sagt:

    Wenn es stimmt, dass die Siegener Zeitung jetzt den WR/WP-Vertrieb im Gebiet Siegen übernimmt (vgl. https://www.medienmoral-nrw.de/2010/04/wer-schurt-hier-angst/#comment-38074), dann Guts Nächtle.
    .
    Vermutlich stecken dann ab dem ersten Tag bei den WR/WP-Abonennten die Probezeitungen und Werbebroschüren der Siegener Zeitung gleich mit im Kasten. Und an der WR/WP-Abonenntenkartei, die früher einmal eines der bestgehüteten Betriebsgeheimnisse war, können sich die Telefonwerber der Siegener Zeitung in den nächsten Monaten nach Herzenslust abarbeiten. Bis auch wirklich der letzte D…. umbestellt hat.
    .
    Ist mir schlecht.

  43. Ex-Rundschau-Mann sagt:

    Übel: Eine Zeitung schafft sich ab. Langsam, aber stetig. Die WR ist offenbar der Geschäftsführung zu einem „Klotz am Bein“ geworden. Anders läßt sich das alles nicht mehr erklären.

    Und wenn die WR abgewickelt sein sollte, folgt das nächste Blatt. Die „NRZ“. Zumal die einstige große Grüne in vielen Revierstädten erscheint, in denen auch die WAZ präsent ist.

    Es ist schon bitter zu sehen, wie die einstigen guten Blätter zu austauschbaren Printerzeugnissen unter B. H. geschrumpft wurden. Schade drum. Publizistische Verantwortung eines gewissenhaften Zeitungsmanagers sieht anders aus. Hauptsache der Ex-Politiker kann weiter öffentlich sein Blablabla abblubbern.

  44. ausgeknipster-zusteller sagt:

    Das die Boten der Siegener Zeitung die paar übrig gebliebenen (…) WP und WR jetzt mit in die Kästen steckt war doch Voraus zu sehen.
    Manche meiner Kunden standen morgens in der Tür und haben mich auf die katastrophale Berichterstattung aufmerksam gemacht.
    Der kostenlos verteilte Siegerland Kurier ist doch um längen besser !!

    Bereits im Sommer wurde das Grücht gestreut das die Siegener Zeitungsboten die Jobs der WP und WR Boten übernehmen werden.
    Stellenweise wussten in meinem Bezirk die Oberboten nicht mehr wo
    sie Anfangen sollten da Boten kündigten und bei der Siegener Zeitung anfangen wollten.

    Mich würde mal Interessieren wie viele Boten überhaupt betroffen sind.
    Die Boten der Siegen Zeitung übernehmen nun Strasse für Strasse,hier mal 5 Exemplare da mal 3…
    In den vergangenen 2 Jahren habe ich anhand der zu verteilenden Proben fest gestellt das die WR und die WP
    noch nicht einmal kostenlos an den Mann zu bringen ist.

  45. veteran sagt:

    ausgeknipster zusteller: auch ehemaliger Leser? Oder alles nur vom Hörensagen?

  46. Intern sagt:

    In Siegen geht nun richtig die Post ab!
    Angeblich soll allen Zustellern gekündigt worden sein!
    Angeblich sind über 150 Zustellerinnen und Zusteller von dem Kahlschlag im Bereich Siegen betroffen!