Funke-Springer-Deal: Viele offene Fragen

Neue Sorgen um die Meinungsvielfalt nach dem Großeinkauf der Funke Mediengruppe bei Springer: Langsam kristallisiert sich heraus, was die angekündigten „Content-Liefervereinbarungen“ zwischen beiden Gruppen besagen könnten. So sollen die Mantelseiten von Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost weiterhin Texte, Reportagen und auch Kommentare von der WELT-Gruppe übernehmen. Das Handelsblatt meldet, dass zudem auch der Content-Desk in Essen bedient wird: Er darf den Einheitsbrei dann weiterverteilen an die NRW-Titel Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), Westfalenpost (WP), Neue Ruhr/ Neue Rhein-Zeitung (NRZ) und die redaktionslose Westfälische Rundschau (WR).

Befürchtungen hegen DJV-NRW und dju NRW deshalb nicht nur für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen in Hamburg und Berlin. Zeichnet sich da schon ab, dass die neuen und alten Objekte in WAZ-/Funke-typischer Manier noch mehr auf Rendite getrimmt werden? Dass der Deal mit erneuten Sparrunden in NRW und an anderen Standorten „finanziert“ wird – auf Kosten von Vielfalt und Qualitätsjournalismus, vielleicht auch auf Kosten der Beschäftigten?

Diese Fragen stellen sich nicht nur für Regionalzeitungen und Anzeigenblätter, sondern auch für die TV- und Frauenzeitschriften. In diesem Segment gibt es Überschneidungen und Doppelstrukturen an den Standorten München (alt) und Hamburg (neu).

Welche Folgen das 920-Millionen-Euro-Geschäft noch haben wird, dazu kann man belastbar noch nichts sagen. Medienmoral NRW wird die Entwicklung aufmerksam verfolgen und sich immer dann einmischen, wenn Meinungs- und Medienvielfalt sowie die Interessen der Journalisten bedroht sind. Die Meinungsvielfalt sollte auch das Kartellamt im Blick haben, wenn es den Deal prüft, der Medienberichten zufolge noch gar nicht angemeldet ist. Das Okay der Wettbewerbshüter vorausgesetzt, soll der Verkauf dann zum 1. Januar 2014 wirksam werden.

 

Hier eine Linkliste zum Verkauf der Regionalzeitungen, Anzeigenblätter und Zeitschriften der Axel Springer AG an die Funke-Gruppe, der am 25. Juli bekannt wurde:

 

Berliner Zeitung mit Horst Röper:

http://www.berliner-zeitung.de/medien/axel-springer-verlag-der-springer-geist-ist-verflogen,10809188,23834198.html

 

FAZ zum Verkauf und zum „Wachstum des grauen Riesen“:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/springer-verkauft-zeitungen-und-magazine-der-springende-punkt-12305462.html

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/funke-mediengruppe-der-graue-riese-waechst-12305424.html

 

FR zum Abschied vom Journalismus:

http://www.fr-online.de/medien/springer-verlag-abschied-vom-journalismus,1473342,23827958,view,asFirstTeaser.html

 

Handelsblatt über Döpfner „kalte, digitale Konsequenz“, Friede Springers Einschätzung und den neuen Einheitsbrei:

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/analyse-zum-springer-funke-deal-doepfners-kalte-digitale-konsequenz/8549008.html

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/verlage-friede-springer-nennt-zeitungsverkauf-unumgaenglich/8559462.html

http://www.handelsblatt.com/meinung/kolumnen/kolumne-off-screen-einheitsbrei-verdirbt-den-appetit-seite-all/8565616-all.html

 

 

kress zu offenen Fragen:

http://www.fr-online.de/medien/springer-verlag-abschied-vom-journalismus,1473342,23827958,view,asFirstTeaser.html

 

Süddeutsche Zeitung über Mathias Döpfner und den Medienstandort Hamburg:

http://www.sueddeutsche.de/medien/springer-vorstandschef-mathias-doepfner-vom-journalisten-zum-zeitungsverkaeufer-1.1731941

http://www.sueddeutsche.de/medien/hamburg-und-der-springer-verlag-schaut-auf-diese-stadt-1.1732082

 

Tagesspiegel über Friede Springers Einschätzung:

http://www.sueddeutsche.de/medien/hamburg-und-der-springer-verlag-schaut-auf-diese-stadt-1.1732082

 

taz zum Springer-Verzicht auf Journalismus:

http://www.taz.de/Axel-Springer-AG-verkauft-Zeitungen/!120740/

 

Deutschlandfunk zum erwarteten Kahlschlag, zu Springers Abkehr vom Journalismus und zu Springer als Mischkonzern:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kommentar/2191502/

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/2191829/

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2192228/

 

Tagesschau.de zum Verkauf

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1323080.html

 

WDR.de zum Verkauf:

http://www1.wdr.de/themen/wirtschaft/springer110.html

594 Antworten zu “Funke-Springer-Deal: Viele offene Fragen”

  1. freitagsmail sagt:

    die nächste Freitagsmail der Funke-Mediengruppen-Geschäftsführung gibt es erst wieder im Januar 2014

  2. paidcontent sagt:

    immer mehr Verlage schenken ihre Inhalte nicht mehr kostenlos im Internet her und setzten auf Bezahlinhalte oder wie man das in Englisch sagt, entwickeln Modelle für paid content, etwa 100 Zeitungen, so schätzt der Bundesverband der Zeitungsverleger (BDZV) werden bis Ende 2014 ihre Websites nur noch gegen Entgelt zugänglich machen
    http://www.absatzwirtschaft.de/content/communication/news/online-zeitungs-abo-kostet-acht-euro;81486

  3. freuenauffunke! sagt:

    das von der Funke Mediengruppe aufgekaufte Hamburger Abendblatt veröffentlicht Auszüge aus einer Rede ihres Verlagsgeschäftsführers Frank Mahlberg
    http://www.abendblatt.de/nachrichten/article123612734/Danke-Springer-Jetzt-freuen-wir-uns-auf-Funke.html

  4. prominenterrauswurf? sagt:

    gehen Funkes und ihr Geschäftsführer Christian Nienhaus bald getrennte Weg, es wird schon fröhlich spekuliert
    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/mediengruppe-funke-schmeisst-nienhaus-raus/9306006.html

  5. Wenn sagt:

    ich es richtig sehe, greift Herr Ürük das erste Mal so massiv auch die Gesellschafter der Funke Mediengruppe an. Wow! http://www.newsroom.de/news/detail/$IWBNHRIQFLNR/funke-manager_christian_nienhaus_ich_bin_nicht_morgen_weg

  6. freitagsmail sagt:

    nun ist sie diese Woche auch mal beim Kollegen Bülent Ürük von newsroom.de gelandet, weswegen wir heute mal nur verlinken
    http://www.newsroom.de/news/detail/$IWBNHRIQLRNR/

  7. Autor sagt:

    Wer schreibt eigentlich die Freitagsmails? So gut können WAZ-Gewächse ja in der Regel nicht formulieren.

  8. kreativ sagt:

    @Autor. Ja ich finde die Freitagsmails auch sprachlich sehr kreativ, so eine Formulierung wie „Es bringt nichts, Probleme mit Himbeersauce zu übergießen“ war mir vorher auch noch nicht untergekommen, und meine inzwischen müden Augen haben schon viel gelesen…

  9. originell sagt:

    @autor @kreativ. Stimmt, die Freitagsmails sind wirklich originell – man hätte das der Waz-GF nicht zugetraut. Ich kenne eigentlich niemanden bei der WAZ, der das so schlau schreiben könnte.

  10. Gespannt sagt:

    Jetzt bin ich aber mal gespannt, ob sich die CDU oder die SPD durchsetzt beim Mindestlohn für Zeitungszusteller: http://www.newsroom.de/news/detail/$IWBNHRJRGMGK/cdu-generalsekretr_peter_tauber_lehnt_mindestlohn_fr_zeitungsboten_ab

  11. klebebildchen sagt:

    mit den guten alten Klebebildchen, Panini-Bildern, die das „pralle Leben im Revier“ zeigen, will die Funke-Mediengruppe neue Märkte erschliessen und Umsätze generieren, schön, dass es so was noch im digitalen Zeitalter gibt und die Redaktion in Sprockhövel macht schon kräftig Werbung dafür!
    http://www.derwesten.de/staedte/sprockhoevel/panini-bilder-zeigen-leben-im-revier-id8885477.html

  12. Samstag sagt:

    Wo bleibt die aktuelle Freitagsmail? Bin ein bisschen süchtig danach …

  13. Freitagsmail sagt:

    hier wieder die Freitagsmail der Funke Mediengruppen Geschäftsführer, sie will uns business as usual in der Gruppe suggerieren, na dann man tau
    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    zur Freitagsmail der vergangenen Woche erreichten uns viele Rückmeldungen. Darunter fand sich natürlich auch Kritik. Es überwogen aber ganz deutlich Stimmen, die uns ermutigten, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen und jetzt alle Kraft auf das zu konzentrieren, was unsere Aufgabe ist: Unsere Medien und unser Medienhaus erfolgreich weiterzuentwickeln.

    Natürlich fragen viele von Ihnen, wie es jetzt weitergeht, wer Nachfolger oder Nachfolgerin von Christian Nienhaus wird, wie wir den Springer-Deal weiter angehen, was unsere Pläne für die nächsten Monaten sind und und und. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir viele Fragen, etwa die nach der Nachfolge von Christian Nienhaus, erst in den kommenden Wochen verlässlich beantworten können. Grundsätzlich gilt aber: Wir arbeiten wie bisher mit ganzer Kraft an unseren zentralen Projekten. Zugegeben, es klingt seltsam (und manche werden es vielleicht sogar als zynisch empfinden – so ist es aber ganz und gar nicht gemeint) wenn wir vor dem Hintergrund der Ereignisse der letzten Woche von „Business as usual“ sprechen. Irgendwie trifft es das aber ganz gut. Wichtig ist, dass wir die vor uns liegenden Entscheidungen jetzt mit Ihrer Hilfe beherzt aber nicht überstürzt angehen. Wir setzen darauf, dass wir alle dabei unsere persönlichen Interessen hinter die des Unternehmens stellen. Jede und Jeder ist jetzt mehr denn je gefordert, einen Beitrag zum Erfolg des Ganzen zu leisten. Idee, Einsatz und Leistung zählen, nicht das Gerede darüber. So viel ist sicher: Wir halten Sie über alle wichtigen Entwicklungen auf dem Laufenden. Und das “zeitnah“, wie man neudeutsch sagt, fortlaufend und offen.

    Das Springer-Projekt tritt jetzt in eine neue Phase. Auf der einen Seite versuchen wir die Bedingungen dafür zu schaffen, dass das Kartellamt auch den Erwerb der Programmzeitschriften und die Gründung der Gemeinschaftsunternehmen genehmigt. Das sind hoch komplexe und nicht immer dankbare Aufgaben, die vor allem von unserem Justiziar Dr. Axel Kroll und seinem Team mit Kompetenz, Geschick und bewundernswerter Geduld gemeistert werden. Großer Dank! Auf der anderen Seite bereiten wir bereits die Integration der Zeitungen und Zeitschriften vor. Simone Kasik hat es übernommen, das Projektteam aufzusetzen, das von der Organisation der Finanzierung über die Klärung letzter offener Vertragspunkte bis hin zur Migration der Systeme das gesamte Projekt koordiniert. In enger Abstimmung mit der Geschäftsführung definiert sie gerade die anstehenden Aufgaben, die jeweils verantwortlichen Projektteams, den zeitlichen Ablauf mit den einzelnen Projektschritten und Meilensteinen zur Integration. Das ist eine irre spannende, aber durchaus auch nervenaufreibende Aufgabe. Dank an Simone Kasik, dass sie diese Aufgaben mit Energie, Stringenz und Weitblick angeht!

    Lassen Sie uns auch heute wieder einen Blick auf einige der vielen Aktivitäten werfen, die unser Haus so lebendig und interessant machen. Dringend nachtragen müssen wir die Eröffnung der „Gläsernen Redaktion“ der WAZ in Gladbeck, die kurz vor Weihnachten stattfand. Eigentlich geht es um einen „Gläsernen Verlag“. Denn Redaktion, Logistik und Mediaberatung befinden sich unter einem Dach, im prallen Leben mitten in der Stadt, schön sichtbar und „anfassbar“ für Leser und Kunden. Wir sind gespannt, welche Erfahrungen die Kolleginnen und Kollegen damit machen. Übrigens: Die WAZ positioniert sich mit vielen schönen Aktionen mehr denn je als die Zeitung des Ruhrgebietes. Heute bringt sie z.B. ein Panini-Sammelalbum mit Motiven der Region auf den Markt. 288 ausgesuchte Klebebildchen zeigen Persönlichkeiten, Wahrzeichen und Architektur aus allen Städten des Ruhrgebiets. Das macht Spaß – und wir empfehlen gerade allen Kolleginnen und Kollegen, denen das Ruhrgebiet eher fremd ist, mit dem Bildersammeln zu beginnen. Das Panini-Heft, das die Braunschweiger Kollegen vor einigen Monaten aufgelegt hatten, erfreute sich ja schon großer Beliebtheit in der Gruppe.

    Wir wünschen Ihnen allen ein schönes Wochenende. Sollten Sie von einer Erkältung befallen worden sein – und wir haben den Eindruck, das zurzeit gruppenweit viel geschnieft wird – oder einer solchen vorbeugen wollen, empfehlen wir einen Blick auf die neue iPhone-App der LandAPOTHEKE (Link zum App Store). Unsere Ismaninger Kolleginnen und Kollegen haben dort 10 Tipps gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit zusammengetragen…

    Nun aber genug mit der Produktwerbung (wir hören schon die Klagen…).

    Herzliche Grüße

    Ihre

    Manfred Braun Christian Nienhaus Thomas Ziegler

    Übrigens: Wir werden naturgemäß überall im Haus gefragt, wie es denn jetzt so läuft zwischen uns in der Geschäftsführung. Christian Nienhaus hat am vergangenen Dienstag auf dem von der Zeitschrift Horizont veranstalteten Deutschen Medienkongress, an dem wir drei teilnahmen, auf einer Podiumsdiskussion gesagt: „Wenn in einem diskussionsfreudigen Dreiergremium alle gleichberechtigt sind und keiner die letzte Entscheidung hat, dann kommt es eben auch mal zu Diskussionen, die man aushalten muss.“ So ist es. Auch hier könnte man sagen: Business as usual.

  14. geschwurbel sagt:

    was soll ich denn bitte schön von diesem Geschwurbel halten „Wenn in einem diskussionsfreudigen Dreiergremium alle gleichberechtigt sind und keiner die letzte Entscheidung hat, dann kommt es eben auch mal zu Diskussionen, die man aushalten muss.“
    was sind das denn für merkwürdige Führungsstrukturen in diesem Hause, drei gleichberechtigte Geschäftsführer und keiner hat die letzte Entscheidung?
    Wie werden dann in dieser nicht eben kleinen Bude die Entscheidungen gefällt, schnick schnack schnuck, würfeln? Oder rufen sie Mutti an?

  15. freitag sagt:

    Wieder mal super geschrieben, die Freitagsmail. @geschwurbel: die Führungsstrukturen sind wirklich veraltet. so kann man nicht eun großes verlagshaus führen – schon gar nicht, wenn die Leser und Anzeigenkunden wegbrechen.

  16. Mutti sagt:

    @geschurbel wen meinst Du denn mit Mutti? die Angela M. wohl nicht? Sondern wohl eher die Mehrheitseigentümerin Petra Grotkamp, meinst Du die hat die Führungsstrukturen so schräg eingerichtet, damit sie und ihre Berater im Hintergrund am Ende das Sagen haben?

  17. Mail sagt:

    waiting for the Freitagsmail…

  18. freitagsmail sagt:

    Absender:Geschaeftsfuehrung-Funke-Mediengruppe
    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    wir ahnten ja, dass der Jahresbeginn lebhaft werden würde. Mit so einem Schwung haben wir dann aber doch nicht gerechnet…

    Für Unruhe vor allem bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zeitschriften sorgten in dieser Woche Pressemeldungen zu möglichen Auflagen des Kartellamtes im Zusammenhang mit dem Kauf der Programmtitel von Axel Springer. Manfred Braun und Thomas Ziegler haben ihre Tour durch die Redaktionen und Verlagsbereiche von Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost unterbrochen, um Donnerstagvormittag an einer Versammlung der Hamburger Zeitschriften-Mitarbeiter teilzunehmen. Gemeinsam mit Michael Geringer und Jochen Beckmann, die als verantwortliche Verlagsgeschäftsführer die Zusammenführung der Titel für FUNKE und Axel Springer vorbereiten, beantworteten sie Fragen zum aktuellen Stand. Und der sieht so aus:
    · Das Kartellamt hat bisher keine Entscheidung zur Übernahme der Programmtitel getroffen. Alles, was man über Auflagen des Bundeskartellamtes lesen konnte, beruht auf Spekulationen. An denen beteiligen wir uns nicht.
    · Es wäre allerdings naiv, nicht mit Auflagen des Bundeskartellamtes zu rechnen. Wie viele und welche Titel wir ggf. weiterverkaufen müssen, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Dass wir uns auf diesen Fall vorbereiten und entsprechende Gespräche mit möglichen Käufern führen, ist selbstverständlich.
    · Die Führung des künftigen Programmzeitschriften-Bereichs werden Michael Geringer und Jochen Beckmann gemeinsam übernehmen. Wir überlegen derzeit, dass die Programmzeitschriften zumindest mittelfristig an zwei Standorten – Ismaning und Hamburg – produziert werden. In Hamburg könnte dann die zentrale Programmredaktion arbeiten.

    Natürlich wissen wir, dass unsere Aussagen zu den Kartell-Fragen nicht befriedigend sind. Wir rechnen damit, dass das Kartellamt im Laufe des 1. Quartals zu einer Entscheidung kommt. Vorher können und dürfen wir dazu einfach nichts sagen. Wir hatten den Eindruck, dass die Hamburger Kolleginnen und Kollegen das verstanden haben und dass – trotz der Ungewissheiten in dieser Phase – die Vorfreude auf die gemeinsame Arbeit groß ist.

    Auch bei den Gesprächen, die wir mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hamburger Abendblatts und der Berliner Morgenpost am Mittwoch und Donnerstag führten, wurde immer wieder Vorfreude geäußert. Natürlich – und für uns nachvollziehbar – gab es auch hier nachdenkliche und kritische Fragen. Vorherrschend war aber konstruktive Ungeduld: Alle möchten jetzt endlich mit der gemeinsamen Arbeit beginnen! Die Diskussionen waren anregend und haben uns großen Spaß gemacht. Und sie haben uns ermutigt: Wir sehen uns darin bestätigt, dass in dem „Deal“ eine Riesenchance liegt: Gemeinsam mit vielen klugen, kritischen, kreativen und unternehmerisch „tickenden“ Kolleginnen und Kollegen werden wir ein neue, zukunftsweisende FUNKE MEDIENGRUPPE auf die Beine stellen.

    Es ist schön zu sehen, welche Überlegungen dafür an unseren Standorten angestellt werden. Im Rahmen der Quartalsgespräche hat sich am Dienstag und Mittwoch z.B. der erweiterte Führungskreis des Zeitschriftenbereichs intensiv auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und Kollegen vorbereitet und an den kulturellen Eckpunkten des neuen Bereichs gearbeitet. Wir denken darüber nach, dass ein ähnlicher Workshop mit den Springer-Kollegen stattfindet und in einem nächsten Schritt dann alle zusammen die gemeinsame „Story“ entwickeln. Vergleichbare Workshop-Reihen sind auch für die Zeitungsbereiche sinnvoll.

    Natürlich ist in dieser Woche noch viel mehr passiert: Das Zeitungsboard kam zu einer ersten Sitzung zusammen, um u.a. über grundlegende strukturelle Fragen zu diskutieren. Überall wird an neuen Produktideen gearbeitet. Das WAZ-Panini-Album entwickelt sich zum Revier-Hit. Die LandIDEE bringt eine Spezialausgabe zum Thema Käse. Dazu und zu den vielen anderen Aktivitäten unserer Gruppe in den kommenden Freitagsmails mehr.

    Jetzt wünschen wir Ihnen aber erst einmal ein gutes Wochenende. Wir wollen heute schließen mit einer Zeile aus dem grandiosen Poetry-Slam-Video von Julia Engelmann, das seit einigen Tagen im Web kursiert: „Los, schreiben wir Geschichten, die wir später gern erzählen…“ (Link zum Poetry-Slam-Video von Julia Engelmann)

    In diesem Sinne herzliche Grüße

    Ihre

    Manfred Braun Christian Nienhaus Thomas Ziegler

    Übrigens: Wir haben festgestellt, dass die Freitagsmails bei Axel Springer mindestens so intensiv gelesen werden wie bei uns. Deshalb heute auf diesem Wege: Viele Grüße nach Hamburg und Berlin. Wir freuen uns auf Sie!
    P.S.: Und hier im Gewerkschaftsblog wird sie auch noch sehr intensiv gelesen, über so viel Aufmerksamkeit darf man sich wohl nicht beklagen!

  19. alfredndumontüberdoepfner sagt:

    morgen ist ausführlich im neuen Spiegel nachzulesem, was Alfred Neven DuMont über den Springer-Chef Matthias Döpfner denkt, hier vorab ein paar Gedanken, der Titel des Beitrags lautet übrigens „Der Kassierer“
    http://kress.de/mail/alle/detail/beitrag/124790-alfred-neven-dumont-im-spiegel-doepfner-betreibt-verrat-an-der-sache.html

  20. freitagsmail sagt:

    da uns auch in dieser Woche natürlich die Freitagsmail der Funke-Mediengruppen-Geschäftsführer vorliegt, allerdings nicht in der gewohnten Form, werden wir uns mal nach und nach absatzweise und in Auszügen an ihr abarbeiten.
    Im 1. Absatz geht es um die Verabschiedung von Ullrich Erzigkeit, der 25 Jahre Chefredakteur der Ostthüringer Zeitung (OTZ) und ihrer Vorgängerausgaben war. Da waren natürlich alle möglichen wichtigen Menschen da, die Ministerpräsidentin, die Landtagspräsidentin usw. Die Geschäftsführerin der Zeitungsgruppe Thüringen, Inga Scholz, lobte zum Abschied, die konsequent praktizierte Lesernähe des Journalisten Erzigkeit. Dessen Nachfolger wird Jörg Riebartsch, der, da sind sich die Funke-Bosse, sicher, den Weg der OTZ als lesernahe, dynamische Regionalzeitung konsequent fortsetzen wird. Damit das auch mal klar ist….

  21. freitagsmail2 sagt:

    im 2. Absatz geht es um die Tour, die Manfred Braun und Thomas Ziegler (der nach wie vor unterzeichnende Nienhaus darf wohl nicht mehr mit?) zu den Standorten der FMG Gruppe in der ganzen Republik machen. Zuerst ging es nach Erfurt, danach weiter nach Braunschweig, wo es am Freitagmorgen eine „anregende Diskussion“ mit dem Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung Armin Maus und seiner Redaktion kam. Und da bekam das Duo offensichtlich viele kritische Töne über den aktuellen Kurs der Gruppe zu hören: „Es kann überhaupt nicht verwundern, dass nicht alle Entwicklungen unseres Hauses positiv bewertet werden“, heisst es etwas pikiert in der Mail.

  22. freitagsmail3 sagt:

    jetzt greifen wir mal vor auf den letzten Absatz, wo geschrieben steht „Wir haben die dunkle Jahreszeit allmählich satt“. Da sind wir wohl mal alle einer Meinung!

  23. freitagsmail4 sagt:

    kommen wir zum 4., dem zentralen Absatz dieser Mail.
    „In den vergangenen Freitagsmails haben wir uns immer wieder ausführlich mit dem Springer-Funke-Deal beschäftigt. Wir haben gehört, dass es einigen von Ihnen fast schon zu viel wurde. (aha) Schließlich gebe es ja noch jede Menge andere wichtige Projekte. Und der Alltag, nämlich die tägliche Produktion von erfolgreichen Medien print und digital, sei ja schon nervenaufreibend und spannend genug. Keine Widerrede! Eines sollten wir uns mal bewußt machen. Wir müssen unsere Strukturen, unsere Prozesse und auch unsere Formen der Zusammenarbeit verändern, um unserem Haus eine Zukunft zu eröffnen. Das ist kein Gerede, sondern harte Realität. Ein stumpfes „weiter so“ wäre vor dem Hintergrund der dramatischen Entwicklungen im Medienmarkt (…) unverantwortlich. Der Kauf der Zeitungs- und Zeitschriftentitel von Axel Springer ist nun so eine Art Turbobeschleuniger in unserem kulturellen und strukturellen Veränderungsprozeß. Wir bauen gemeinsam ein neues Medienunternehmen. Was gibt es also Neues? An allen Standorten der Gruppe wird fieberhaft (wir empfehlen da Paracetamol) daran gearbeitet. Und doch ist es ein bißchen so, als führen wir (das darf ja jetzt wohl nicht wahr sein, oder?) mit gezogener Handbremse (gemeint war wohl die angezogene Handbremse, oder?) Denn die Kartellbehörden haben für den Erwerb der Programmzeitschriften (anders als das schon in einigen Medien zu lesen war) noch keine Entscheidung getroffen. Dass wir mit Auflagen rechnen müssen, wissen wir. Welche es aber sein werden, ist immer noch unklar“.
    Und damit zurück nach Essen!

  24. freitagsmail sagt:

    hier jetzt ungekürzt und im Original.
    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    das muss man sich einmal vorstellen: fast ein Vierteljahrhundert an der Spitze einer Regionalzeitung! Am 20. Januar 1990 ist Ullrich Erzigkeit im Zuge des politischen Umbruchs in der DDR von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Chefredakteur des Vorgängerblattes der Ostthüringer Zeitung (OTZ) gewählt worden. Gestern haben wir ihn verabschiedet. Tout Thüringen ist aus diesem Anlass in die neuen, noch zu beziehenden Redaktionsräume nach Gera gekommen. Die Ministerpräsidentin war da, die Landtagspräsidentin, zahlreiche andere Repräsentanten aus dem politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben des Freistaats. Inga Scholz, Geschäftsführerin der Zeitungsgruppe Thüringen, würdigte in ihrer Rede (siehe PDF) vor allem die konsequent praktizierte Lesernähe des Journalisten Erzigkeit, die die OTZ zu einem erfolgreichen Blatt gemacht hat. Wir danken auch an dieser Stelle Ullrich Erzigkeit für sein großartiges Lebenswerk und wünschen seinem Nachfolger Jörg Riebartsch viel Erfolg bei seiner Aufgabe. Wir sind sicher, dass Jörg Riebartsch den Weg der OTZ als lesernahe, dynamische Regionalzeitung konsequent fortsetzen wird.

    Manfred Braun und Thomas Ziegler nutzten das Ereignis, um ihre in der letzten Woche begonnene Tour durch die derzeitigen und künftigen Standorte der FUNKE MEDIENGRUPPE fortzusetzen. Zunächst diskutierten wir den Kurs unseres Hauses mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Redaktionen und Verlag in Erfurt. Dann fuhren wir weiter nach Braunschweig, um hier mit den Kolleginnen und Kollegen zu sprechen. Heute Vormittag hatten wir noch eine anregende Diskussion mit Armin Maus und seiner Redaktion. Es kann überhaupt nicht verwundern, dass nicht alle Entwicklungen unseres Hauses positiv bewertet werden. Im Großen und Ganzen haben wir aber den Eindruck, dass alle mitziehen und mit uns an der zukunftsfähigen Ausrichtung unserer Mediengruppe arbeiten.

    Dass wir an die Zukunft unseres Unternehmens glauben, zeigt sich deutlich an der Ausbildung unserer Volontäre. Zurzeit treffen sich 19 von ihnen aus NRW, Braunschweig und Thüringen zu einem Grundseminar an der Journalistenschule Ruhr in Essen. Joachim Kopatzki, Leiter Personalmanagement, übernahm es, die jungen Kolleginnen und Kollegen zu begrüßen und in das bunte FUNKE-Leben einzuführen. Uns ist in diesem Zusammenhang bewusst geworden, dass wir die Journalistenausbildung in unserem Hause künftig stärker herausstellen sollten. Die Zahlen sprechen für sich: Seit 1993 wurden an „unserer“ Journalistenschule rund 1700 Redakteure, von denen die meisten für unsere Medien arbeiten, ausgebildet.

    In den vergangenen Freitagsmails haben wir uns immer wieder ausführlich mit dem Springer-Deal beschäftigt. Wir haben gehört, dass es einigen von Ihnen fast schon zu viel wurde. Schließlich gebe es ja noch jede Menge andere wichtige Projekte. Und der Alltag, nämlich die tägliche Produktion von erfolgreichen Medien print und digital, sei ja schon aufreibend und spannend genug. Keine Widerrede! Eines sollten wir uns aber bewußt machen: Wir müssen unsere Strukturen, unsere Prozesse und auch unsere Formen der Zusammenarbeit verändern, um unserem Haus eine Zukunft zu eröffnen. Das ist kein Gerede, sondern harte Realität. Ein stumpfes „weiter so“ wäre vor dem Hintergrund der dramatischen Veränderungen im Medienmarkt (die Stichworte kennen Sie alle: Neue Lesegewohnheiten, Digitalisierung, Auflagenrückgänge und Einbrüche im Anzeigenmarkt) unverantwortlich. Der Kauf der Zeitschriften- und Zeitungstitel von Axel Springer ist nun so eine Art Turbobeschleuniger in unserem strukturellen und kulturellen Veränderungsprozess. Wir bauen gemeinsam ein neues Medienunternehmen. Was gibt es also Neues? In unterschiedlichen Arbeitsgruppen werden Integration und Migration vorbereitet. An allen Standorten der Gruppe wird fieberhaft daran gearbeitet. Und doch ist es ein bißchen so, als führen wir mit gezogener Handbremse. Denn die Kartellbehörden haben für den Erwerb der Programmzeitschriften noch keine Entscheidung getroffen. Dass wir mit Auflagen rechnen müssen, wissen wir. Welche es aber sein werden, ist immer noch unklar. Daumen drücken!

    Wir haben die dunkle Jahreszeit allmählich satt. Unsere Ismaninger Kreativwerkstatt will uns vor dem Winterblues bewahren und hat mit der LandIDEE Wohnen&Deko eine Zeitschrift herausgebracht, die Lust auf den Frühling macht. Werfen Sie mal einen Blick hinein. Tut gut!

    Danke für Ihr Engagement auch in dieser Woche. Wir grüßen Sie mit besten Wünschen für das Wochenende

    Ihre

    Manfred Braun Christian Nienhaus Thomas Ziegler

  25. nienhauskrank sagt:

    Der scheidende Geschäftsführer der Funke Mediengruppe, Christian Nienhaus, ist offenbar erkrankt, das geht aus einem Redemanuskript hervor, dass der Rede der Geschäftsführerin der Zeitungsgruppe Thüringen, Inga Scholz, bei der Verabschiedung des langjährigen Chefredakteurs der Ostthüringer Zeitung (OTZ) zugrunde lag. Auch Führungskräfte sind eben nur Menschen…

  26. abgang sagt:

    in der aktuellen Ausgabe des „journalist“ ist eine Geschichte erschienen, die sich ausführlich mit dem Abgang von Christian Nienhaus bei der Funke Mediengruppe beschäftigt, und dabei auch intensiv die hier im Blog veröffentlichten freitäglichen Rundmails auswertet. Die Zustandsbeschreibung der Funke Mediengruppe ist zutreffend. Wirklich belastbare neue Fakten liefert die Geschichte „Der Rest ist Himbeersauce“ aber nicht, was auch an der restriktiven Auskunftspolitik der Pressestelle der Funke Mediengruppe liegt, die auf konkrete Fragen selten konkrete Antworten liefert, worüber sich der Autor, der frührere taz- inzwischen NDR-Mann Steffen Grimberg, zurecht beschwert. Problematisch wird es allerdings, wenn auch noch nicht wirklich belegbare Spekulationen über den weiteren Fortbestand der „Westfalenpost“ gestreut werden

  27. Kommtdiemailnoch sagt:

    Kommt die Freitagsmail noch? Es wäre schön, wenn Sie sie nicht wieder so zerhacken und uns mit Ihren Kommentaren sagen würden, was wir denken sollen. Schließlich haben wir ja unseren Verstand. Und der sagt, dass die Freitagsmails von Funke richtig schlau sind. Ich lese sie sehr gerne – man erfährt viel über das Unternehmen und das stets mit einem Augenzwinkern! Offenbar hat’s der derzeitige Vorstand drauf!

  28. freitagsmail sagt:

    hier wieder die Freitagsmail in der gewohnten Form, mit ausführlichen Einlassungen zur zukünftigen Digitalstrategie der Funke Mediengruppe und einer offenbar notwendigen Entschuldigung in Richtung Thüringen. Aber wir sollen hier ja nicht so viel kommentieren :-)) ja, das Original ist so schlau, das kann man gar nicht toppen (ich versteh auch immer nicht warum einige Mitarbeiter diese Freitagsmail immer als „unsäglich“ bezeichnen, die sind offenbar medikamentös noch nicht richtig eingestellt) und dass der jetzige Vorstand was drauf hat, manno, das sowas überhaupt noch betont werden muss…
    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    heute kommt die Freitagsmail etwas früher als sonst. Der Grund: Wir wollen versuchen, die Kommunikation über Neuigkeiten so aufzusetzen, wie es richtig und sinnvoll ist. Also zuerst Information der betroffenen, dann aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dann der Öffentlichkeit. So ganz ohne Gerüchte, Vorabinformationen und „Durchstechereien“… Mal schauen, ob es klappt.

    Darum geht’s: Wir stärken den Digitalbereich und bauen in Berlin das digitale Entwicklungs- und Servicezentrum für die FUNKE MEDIENGRUPPE auf. Aus der Hauptstadt wird FUNKE DIGITAL künftig das Digitalgeschäft für alle journalistischen Produkte unseres Unternehmens bündeln und vorantreiben. Die neue Unit wird die Forschung und Entwicklung innovativer journalistischer Digitalprodukte verfolgen, Apps und Software-Lösungen weiter entwickeln, deren Vermarktung forcieren sowie Support für die gesamte Unternehmensgruppe anbieten.

    Stephan Thurm, Leiter von FUNKE DIGITAL, und einige Kolleginnen und Kollegen gehen bereits im März nach Berlin, um die Unit dann Schritt für Schritt zu entwickeln. Unterkommen wird FUNKE DIGITAL zunächst im Neuen Kranzler Eck am Kurfürstendamm. Zugegeben, das ist viel zu schick für ein Unternehmen mit Start up-Charakter. Uns schwebte eigentlich – es lebe das Klischee! – eine alte Fabriketage in der Nähe der „Silicon Alley“, also der Kastanienallee, wo sich unzählige Online-Buden niedergelassen haben, vor. Die „Location“ am Kudamm besitzt aber den Charme, dass hier auch die Berliner Morgenpost ihre Räume hat. Es gibt also gute Nachbarn, die noch dazu bald zur Familie gehören.

    Unser Digitalgeschäft verfolgt ja zwei Ansätze: Zum einen geht es um die konsequente Überführung unseres Kerngeschäfts in die digitale Welt. Zum anderen wollen wir neue Geschäftsfelder aufbauen. In Berlin tummeln sich IT-Talente, hier ist der wichtigste Marktplatz für digitale Ideen in Deutschland, die Hauptstadt „tickt“ so digital wie keine andere deutsche Metropole. Gute Voraussetzungen, um von hier aus eine Plattform für Innovationen aufzubauen, die besten Ideen umzusetzen und der gesamten Gruppe zur Verfügung zu stellen. Dabei wird sich die neue Unit konsequent an internationalen Benchmarks orientieren.

    Ein Digitalstandort in Berlin ist keinesfalls gleichbedeutend mit einer stumpfen Vereinheitlichung der Produkte. Die Anforderungen, die die einzelnen Standorte an Digital stellen, sind ja durchaus unterschiedlich. Entsprechend differenziert und beweglich wird sich FUNKE DIGITAL aufstellen. Was geplant ist, ist vergleichbar mit der Plattformstrategie in der Autobranche. Hier basieren z.B. der Ford Mondeo, der Volvo S60, der Mazda 6 und der Jaguar X-Type auf der gleichen Plattform (Fahrgestell), aber die Autos sind unterschiedlich, individuell und sprechen verschiedene Zielgruppen an.

    Um keine Missverständnisse entstehen zu lassen: Neben dem neuen Digitalstandort in Berlin wird es auch weiterhin digitale Units in Essen und an den anderen Standorten geben. Die Unit in Essen wird sich künftig vollständig auf ihre Märkte in NRW konzentrieren. Thomas Kloß wird weiterhin für die Online-Redaktion verantwortlich sein, Mark-Oliver Multhaup für die Content- und Produktionspools. Um die Vermarktung wird sich zumindest für die nächsten Monate Stephan Thurm kümmern.

    In den vergangenen Tagen haben wir mit den Spitzen der Häuser in Essen, Thüringen, Braunschweig und Ismaning gesprochen. Gestern wurde das Konzept den Mitarbeitern des NRW-Digitalbereiches auf einer Betriebsversammlung erläutert. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Das stimmt uns zuversichtlich. Wir wünschen der neuen FUNKE DIGITAL viel Erfolg!

    Natürlich wurde auch in der vergangenen Woche intensiv am Axel Springer-Deal gearbeitet. Dazu in der nächsten Woche wieder mehr. Heute nur ein Seitenblick: Einige Kolleginnen und Kollegen von uns haben am Samstag an der Hörzu-Gala zur Verleihung der Goldenen Kamera teilgenommen. Alle waren beeindruckt von den hochkarätigen Gästen, der glamourösen und ausgelassenen Stimmung, der hoch professionellen Organisation. Wir freuen uns sehr darauf, dass die Veranstaltung im nächsten Jahr unter Ägide der FUNKE MEDIENGRUPPE stattfinden wird.

    Es soll ein Wochenende mit frühlingshaften Temperaturen werden. Genießen Sie es!

    Alles Gute

    Ihre

    Manfred Braun Christian Nienhaus Thomas Ziegler

    Übrigens: Gute Kommunikation ist verdammt kompliziert. Das haben wir – Manfred Braun und Thomas Ziegler – einmal mehr im Nachgang zu unserem Besuch in Thüringen feststellen müssen. Wir konnten – leider! – nicht mit allen Führungskräften sprechen. Und am Rande der Festveranstaltung zur Verabschiedung von Ullrich Erzigkeit war auch keine Gelegenheit zur ausführlichen Entfaltung und Diskussion unserer Pläne. Dafür bitten wir um Verständnis. Wir kommen aber bald wieder und holen dann alles nach. Versprochen!

  29. lol sagt:

    Welche Drogen nehmen die?
    Das ist so glattgebügelter Werbesprech-Scheiß, da muss man sich doch für schähmen.
    „Dabei wird sich die neue Unit konsequent an internationalen Benchmarks orientieren.“
    Was kost son Scheiß eigentlich, wenn man den einkauft?
    rofl

  30. Anonymous sagt:

    Die haben extra jemanden eingestellt, der eine moderne Phrasendreschmaschine sein eigen nennt.

  31. Antwort sagt:

    @lol ich schäme mich ein bisschen dafür , dass Du „schämen “ mit h schreibst…. Quatsch, das ist keine Werbesprache. Das deutlich niveauvoller geschrieben als die WAZ und erst recht als die traurige WR

  32. Freitagsmail sagt:

    Klar sagen manche Mitarbeiter, dass die Freitagsmails unsäglich sind. Das sind diejenigen, die immer noch nicht begriffen haben, dass ihre Texte niemand mehr lesen will. Und die denken, dass sie die (Medien-) Moral für sich gepachtet haben…

  33. gegenrede sagt:

    @kommtdiefreitagsmailnoch also ich fand die kommentierte Wiedergabe der Freitagsmail sehr gut, weil da mal bestimmte Sachen herausgearbeitet und zugespitzt wurden und einer mal zwischen den Zeilen gelesen hat, vor allen Dingen ist dass dann nicht so ein langer Textklumpatsch, ich weiß gar nicht, welcher Mitarbeiter so einen langen Riemen am Freitagnachmittag auf dem Weg ins Wochenende liesst

  34. so what? sagt:

    Die Aufregung um den Duktus und Schreibstil der Eliten verwundert mich. Was ist daran bemerkenswert? Die Sprache entspricht dem ideologischen Background. Sie ist berechnend.

  35. VuW sagt:

    versuchen hier irgendwelche Leute jeden vernünftigen Austausch im Blog zu zerstören, es scheint mir so!

  36. Kommtdiefreitagsmailnoch sagt:

    Danke für das Einstellen der Mail.
    @gegenrede Das mag schon sein. Aber ich lass mir halt nur ungern vorschreiben, was ich denken soll.
    @WuV Du hast recht. Dieses Klassenkampfgewäsch von So what bringt niemanden weiter… Überhaupt ist es ja immer blöd, wenn man meint, immer schon alles zu wissen … Ich finde NRW-Medienmoral so gut, weil hier ein Diskurs stattfindet.