Funke: NRW-Betriebsräte sehen 300 Stellen allein in NRW auf der Kippe

„Unglaublich!“ Wenn dieser Ausruf altgedienten Betriebsräten der Funke Mediengruppe entfährt, die schon den Abbau von 300 Redakteursstellen vor zehn Jahren in NRW erlebt haben, dann muss tatsächlich etwas Unerwartetes passiert sein. Nach langen Wochen und Monaten des Wartens hat die Geschäftsführung der Funke Mediengruppe in Essen nun endlich ihre Sparpläne konkretisiert. Und die fallen (wenn man die bekannt wolkige Funke-Rhetorik in der Pressemitteilung beiseite schiebt) noch weit aus radikaler aus, als viele befürchtet hatten.

Die in Hagen erscheinende Westfalenpost soll noch einmal 14,5 Stellen abbauen, die WAZ in Essen 14 Stellen, auch die NRZ soll ca. 10 Prozent ihres redaktionellen Personals einsparen. Geschlossen wird die fünfköpfige Lokalredaktion der Westfalenpost in Warstein, die sich nach Konzernangaben wirtschaftlich nicht rechnet. Mit diesen Entscheidungen dünnt die Gruppe die Lokalredaktionen weiter aus und setzt (in Warstein) den redaktionellen Rückzug aus der Fläche fort.

Besonders hart betroffen auch die Beschäftigten im nicht-redaktionellen Bereich: Das Druckhaus in Essen soll komplett geschlossen werden. Gedruckt wird in NRW künftig nur noch im DVZ in Hagen. Mit den Beschäftigten in Essen soll beraten werden, inwiefern Beschäftigungen am Standort Hagen möglich sind. Ein Aus soll es nach Information der Betriebsräte auch für 21 der 26 Geschäftsstellen in NRW geben. Im Anzeigenbereich sollen 120 Kolleginnen und Kollegen gehen, außerdem soll bei den Sekretariaten aller NRW-Titel gespart werden.

Unter dem Strich rechnen die Betriebsräte mit der Streichung von knapp 300 Stellen allein in NRW. „Bei uns gibt es schon lange nichts mehr einzusparen“ sagt Barbara Merten-Kemper, Betriebsratsvorsitzende der WAZ. „Kapieren die das eigentlich gar nicht?“ Sie war auch schon im Amt, als 2009 die WAZ-Axt geschwungen wurde. Damals konnten die Betriebsräte in langwierigen Verhandlungen einen Sozialplan aushandeln, der diesen Namen noch verdiente. Soziale Abmilderungen sind 2019 kaum zu erwarten. Nach dem, was zu hören ist, auch keine Altersteilzeitmodelle.

Nicht nur NRW steht auf der Streichliste, auch die Redaktion in Berlin: Dort fallen 22 von 94 Stellen weg. Die Politik wird mit der Wirtschaft zusammengelegt, das Investigativ-Ressort ganz eingestellt. „Die Zentralredaktion ist für uns überaus wichtig, sie ist eine unüberhörbare Stimme in Deutschland geworden“, sagt Geschäftsführer Ove Saffe. Allerdings sollen die Regionaltitel künftig „straffer und standardisierter“ beliefert werden. Das riecht nach überregionalem Einheitsbrei für die Leser. Die ohnedies schon verlagsübergreifend verwendeten Serviceseiten werden künftig von Raufeld Medien erstellt, ebenfalls Teil der Funke-Gruppe.

Auch an anderen Funke-Standorten in der Republik wird der Rotstift angesetzt. Allerdings scheinen dort die Pläne noch etwas vager zu sein. In Braunschweig, wo eh schon ein proaktiver Stellenbbau betrieben wurde, sollen laut Funke-Mitteilung die Wochenblattaktivitäten reduziert werden. In Hamburg ist eine zentrale Redaktion für alle Wochenblätter geplant. Von den Tageszeitungen scheinen Hamburger Abendblatt und Braunschweiger Zeit von gravierenden Einschnitten verschont zu bleiben. Ebenso die drei Funke-Titel in Thüringen, wo über eine Versorgung der Leserinnen und Leser in ländlichen Gebieten sinniert wird. Dort soll es aber 18 Mitarbeiter in der Vermarktung treffen.r

In Hamburg, so lobt der für das Zeitungsgeschäft zuständige Geschäftsfüher Saffe, habe der Verkauf von Digitalabos um 300 Prozent angezogen. Die Umsetzung des „User-First“-Prinzips, das nach und nach auch in den anderen Standorten umgesetzt werden soll, sei dort schon erfolgreich. Das ist ganz nach dem Geschmack der Geschäftsführung. Denn die sieht den Kern des Zukunftsprogramms im „Ausbau digitaler journalistischer Bezahlangebote“.

Der stellvertretende verdi-Bundesvorsizitzende Frank Werneke hat die Pläne der Funke-Gruppe als „unverantwortlichen Kahlschlag“ kritisiert und angekündigt, mit den in ver.di organisierten Beschäftigten um jeden einzelnen Arbeitsplatz zu kämpfen. Er warnte von spürbaren Folgen für die Presse- und Meinungsvielfalt, es bestehe die Gefahr, dass immer mehr Einheitsbrei produziert werde. Durch eine Kette an publizistischen und unternehmerischen Fehlentscheidungen werde ein einstmals stolzer und bedeutender Verlagskonzern systematisch vor die Wand gefahren.

Auch der DJV-NRW sieht keine erkennbare Zukunftsstrategie bei der Funke Mediengruppe  – trotz der Formel „Zukunftsprogramm Funke 2022“. „Mit der neuen Sparwelle setzt der Konzern die alte, verhängnisvolle Politik des Personalabbaus fort, die bereits hunderte Arbeitsplätze gekostet hat“, erklärte DJV-NRW-Geschäftsführer Volkmar Kah. Die Konzentration auf Sparmaßnahmen als Geschäftsmodell konterkariere Funkes Anspruch, sich im digitalen Zukunftsmarkt einen guten Platz zu sichern. „Der kontinuierliche Abbau der Belegschaft und der Aufbau neuer, personalintensiver Onlineprojekte schließen sich gegenseitig aus.“ Der DJV auf Bundesebene bezeichnet die Sparpläne als „konfusen und völlig überzogenen Aktionismus“.

Mit „Entsetzen und Unverständnis“ haben die krisenerprobten NRW-Betriebsräte auf die Schließung der Lokalredaktion in Warstein und die umfassenden Stellenstreichungen reagiert. Sie wollen so schnell wie möglich mit der Geschäftsführung in Verhandlungen treten und raten den betroffenen Beschäftigen, sich nicht auf individuelle Verhandlungen mit dem Arbeitgeber einzulassen. Das habe sich auch in der Vergangenheit bewährt.

Beide Gewerkschaften stehen ihren Mitgliedern für Beratung und mehr zur Seite.||fb/cbl

498 Antworten zu “Funke: NRW-Betriebsräte sehen 300 Stellen allein in NRW auf der Kippe”

  1. […] Gearbeitet wird überwiegend aus dem Mobile Office, ab und an trifft man sich in Essen zum Austausch. Der ehemalige Innendienst ist in Essen zu einem Sales Office gebündelt worden. Die Kollegen – es sollen sich tatsächlich mehr gemeldet als eigentlich gehen sollten – sind über ein Freiwilligenprogramm mit Abfindungen gegangen – ohne Kündigungen.  (mehr …) […]

  2. Annika Rinsche wird Online-Chefin der Westfalenpost sagt:

    hier die Pressemitteilung der Funke Mediengruppe

    FUNKE-Zeitung WESTFALENPOST beruft Annika Rinsche als Head of Online in die Chefredaktion

    Die 41-Jährige soll die Veränderungsprozesse bei der FUNKE-Zeitung weiter vorantreiben
    Annika Rinsche war schon am Aufbau des Online-Portals „DerWesten” entscheidend beteiligt
    HAGEN / ESSEN

    Die FUNKE Mediengruppe arbeitet weiter intensiv an der digitalen Transformation: Die Berufung von Annika Rinsche in die Chefredaktion der WESTFALENPOST (WP) setzt dafür einen klaren Akzent. Die 41-Jährige ist dort ab sofort für die weitere digitale Ausrichtung der FUNKE-Zeitung zuständig.

    Annika Rinsche hat seit 2018 bei der WP als Head of Online bereits in einer wichtigen Führungsposition entscheidende Akzente gesetzt und coacht die zwölf Lokalredaktionen der WP erfolgreich bei den Veränderungsprozessen. Diese Fähigkeit wird auch in ihrer neuen Funktion ganz entscheidend sein. „Die große journalistische und menschliche Kompetenz von Annika Rinsche wird uns sehr helfen, die WP weiterzuentwickeln“, sagt Chefredakteur Dr. Jost Lübben. FUNKE-NRW-Geschäftsführer Thomas Kloß betont, dass die WESTFALENPOST in den vergangenen drei Jahren radikale Veränderungsprozesse in Richtung Digitalisierung umgesetzt hat. Annika Rinsche habe diese Entwicklung an entscheidender Stelle mitgestaltet.

    Nach ihrem Volontariat hat Annika Rinsche von 2003 bis 2007 bei der WP als Lokalredakteurin gearbeitet. Später war sie am Aufbau des Online-Portals „DerWesten“ beteiligt, arbeitete unter anderem als Nachrichtenchefin der NRW-Onlineredaktion sowie als Chefin vom Dienst. Die Journalistin nimmt am Leadership-Programm der FUNKE Mediengruppe teil. Die Seminarreihe wird über ein Jahr begleitet und bereitet Teilnehmer auf eine mögliche Führungsrolle vor.

  3. Funke strukturiert die Vermarktung in NRW neu sagt:

    Menschen Machen Medien von verdi berichtet
    https://mmm.verdi.de/medienwirtschaft/funke-vermarktung-in-nrw-umstrukturiert-75377

  4. Im freien Fall sagt:

    https://kress.de/news/detail/beitrag/147970-werbeminus-um-40-prozent-funke-streicht-stellen-in-der-anzeigenabwicklung.html
    Werbeminus um 40 Prozent: Funke streicht Stellen in der Anzeigenabwicklung
    Die Funke Mediengruppe plant laut „Horizont“, die Anzeigenabwicklung ihrer Regionalzeitungen zu „straffen“. Im Bereich „Operations“ stünden deswegen 50 Stellen zur Disposition.
    So wirkt sich der fehlende Kontakt im B2B aus.

  5. Radio Q: Funke lässt es in in Berlin so richtig krachen sagt:

    und Allein-Verlegerin Julia Becker: „Wir brauchen einen guten unabhängigen Journalismus“ so ist es Frau Bekcer, bitte tun Sie auch etwas dafür:
    https://www.morgenpost.de/politik/article233271257/funke-mediengruppe-medien-q-veranstaltung-berlin.html

  6. Zufrieden, nö! sagt:

    Vergessen sind die vielen Menschen, die unabhängigen Journalismus erst ermöglichen. Die werden wegrationalisiert, alles digitalisiert und der Leser*in geht durch die Decke wenn die Zeitung morgens fehlt.Die Blechstimme am Ende der Reklamationsleitung bringt sie nicht. Bittere Realität und die Auflage sinkt.

  7. Satz mit X, war wohl sagt:

    https://netzpolitik.org
    Die Krux mit der digitalen Transformation
    Mit einer Subvention von 220 Millionen Euro wollte das Bundeswirtschaftsministerium die digitale Transformation der deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage unterstützen, doch dazu kam es nicht. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) musste das Projekt kurz vor der Auszahlung einstampfen.

  8. Lensing Media und Funke Mediengruppe.... sagt:

    so sagt das Bundeskartellamt, dürfen bisher in der ORA-Gmabh betriebenen Anzeigenblattaktivitäten im Ruhrgebiet auch getrennt voneinader betreiben
    https://www.lto.de/recht/kanzleien-unternehmen/k/bundeskartellamt-freigabe-trennung-ostruhr-anzeigenblattgesellschaft-funke-mediengruppe-lensing-media/

  9. Faxen dicke sagt:

    Das jetzt wieder etliche Kolleginnen und Kollegen vor die Tür gesetzt werden ist nicht das Ergebnis, dass sie schlechte Leistungen abgeliefert haben, im Gegenteil.

    Die neuerliche Entlassungswelle ist das Komplettversagen der Manager, die seit Jahren falsche Entscheidungen treffen und Erwartungen haben, die nicht eintreffen. Es wurden Schwerpunkte gesetzt, die alles andere als kundenfreundlich waren und Entwicklungen völlig verschlafen. Das ist aber auch bewusst und um die eigene Haut zu retten, werden jetzt aus der Hüfte Standorte und Abteilungen geschlossen.

    Der Personalabbau ist kaum mehr zu verhindern und für viele Kolleginnen und Kollegen äußerst schmerzhaft, gerade zu Pandemiezeiten. Es bleibt nur zu hoffen, dass im gleichen Zug jetzt auch endlich die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden, die den Karren dermaßen an die Wand gefahren haben…

  10. Funke setzt weiter auf Print.... sagt:

    …. sagt Julia Becker, Chefin vons Janze auf einem Kongreß, ganz einfach weil der Leser gedrucktes am Frühstückstisch will, naja denn…
    https://www.handelsblatt.com/dpa/wirtschaft-handel-und-finanzen-funke-gesellschafterin-betont-wert-von-gedruckter-zeitung/27614878.html?ticket=ST-2328482-kTeHN5LBag7eeU0F2Xar-ap3

  11. wer`s glaubt sagt:

    und die Erde ist eine Scheibe…..

  12. Realitätsfern sagt:

    Weiß Frau Becker eigentlich, was in ihrem Unternehmen vor sich geht?

    Wie kann sie auf einem Kongress so etwas äußern, wenn die von ihr eingesetzten Führungskräfte von oben nach unten genau das Gegenteil in die Wege leiten? Funke kann nicht nur vom redaktionellen Inhalt leben, sondern Werbekunden sind weiterhin immens wichtig. Die sollten aber auch gehegt und gepflegt werden, aber nicht so. Denn wer ist denn dafür noch da, es werden ja immer weniger und in dem gesamten Bereich wird auch kein hoher Qualitätsanspruch mehr verlangt und favorisiert, da zu kostenintensiv.

    Zudem sprechen die Erlöse, mit denen man sich nur noch zufriedengibt wenig für das Selbstbewusstsein eines hochqualitatives Produktes, was man aber zu glauben meint.

    Letztendlich kann man sich nicht dem Eindruck erwehren, dass Vorbereitungen getroffen werden, dass die ganz schweren Jungs aus der Finanzinvestorenszene am Jakob-Funke-Platz alsbald auflaufen.

    Dann gute Nacht und viel Spaß!

  13. Kritik an der Rheinischen Post sagt:

    von Jürgen Döschner auf Twitter
    https://twitter.com/jdoeschner/status/1442010844573937664?s=20

  14. Funke wird jetzt auch noch Nachhaltig sagt:

    es soll niemand sagen, der Atem der Geschichte sei an der Funke Mediengruppe vorbei gegangen, weil der Chefin vons Janze Julia Becker und ihren Geschwistern das Thema Nachhaltigkeit besonders wichtig ist, darf sich jetzt die Gundula Ullah zum Head of Sustainability ernannt worden, was sie aber nur zusätzlich zu ihren Aufgaben als Einkaufschefin ist
    https://kress.de/news/detail/beitrag/148136-funke-befoerdert-gundula-ullah-zur-nachhaltigkeits-chefin.html

  15. Meinungsvielfalt? sagt:

    https://www.new-business.de/medien/detail.php?rubric=5&nr=775015
    Funke: Kartellwächter untersagen Übernahme der ‚Ostthüringer Zeitung“
    Das Bundeskartellamt hat den Erwerb der alleinigen Kontrolle an den Verlagsgesellschaften der ‚Ostthüringer Zeitung‘ durch die Essener Funke Mediengruppe untersagt.

  16. Träumereien? sagt:

    https://www.turi2.de/
    Hinweis auf ein Interview mit der FUNKE Verlegerin Julia Becker.
    Schaun mer mal. Was ist bloß Ankündigung, was wir realisiert. Was kommt beim Mitarbeiter/der Mitarbeiterin an.
    Da ist noch viel Luft nach oben!

  17. […] Folgende Meldung findest man auf Medienmoral NRW: Das Bundeskartellamt hat den Erwerb der alleinigen Kontrolle an den Verlagsgesellschaften der ‚Ostthüringer Zeitung‘ durch die Essener Funke Mediengruppe untersagt. Funke ist Herausgeberin der ‚Thüringische Landeszeitung‘, deren Verbreitungsgebiet sich mit dem der ‚Ostthüringer Zeitung‘ teilweise überschneidet. Mit dem jetzt untersagten Zusammenschluss wären ‚Ostthüringer Zeitung‘ und ‚Thüringische Landeszeitung‘ unter der alleinigen Kontrolle der Funke Mediengruppe zusammengefasst worden. (mehr …) […]

  18. Das Beispiel der Kronen-Zeitung macht in Deutschland hoffentliche keine Schule sagt:

    und wer ist Mit-Eigentümer der profitablen Kronen-Zeitung, die Funke-Verlegerfamilie, die sich in Sonntagsreden immer für Qualitätsjournalismus stark macht
    https://www.sueddeutsche.de/politik/oesterreich-medien-korruption-thomas-schmid-sebastian-kurz-1.5433509?fbclid=IwAR0Z2HA_mw7sOoNx-XgMZuk2qP75V-4xHLoc6_pieFlanj2uMwPapZl2zJI

  19. Bei FUNKE in Thüringen Arbeitsplatzabbau sagt:

    https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/mitte-thueringen/erfurt/funke-druckerei-schliessung-sozialplan-versand-100.html
    Erfurt-Bindersleben Funke-Druckereischließung: Sozialplan für Versandmitarbeiter unterschrieben .
    Das Funke-Druckereizentrum in Erfurt schließt Ende des Jahres. Nun haben sich Arbeitgeber und Betriebsrat auf einen Sozialplan für die Mitarbeitenden im Versand geeinigt.

  20. Invest in Erfurt sagt:

    https://www.new-business.de
    Funke baut Digital Hub in Erfurt aus
    Die Funke Mediengruppe aus Essen investiert in ihren Standort Erfurt und baut dort das digitale Entwicklungszentrum aus. Das erweiterte Team soll ab 2022 sämtliche rein werbefinanzierten Digital-Angebote des Konzerns betreuen

  21. Ernüchternde Zahlen sagt:

    Die IVW Vergleichszahlen des sind da.
    Vom 3. Quartal 2020 zum 3 Qaurtal 2021 büßt die Gesamtausgabe der FUNKE Blätter im ABO über 5% ein und die Druckauflage sinkt um 6%. Ein kontinuierlicher Verlust. Ebenso die Anzahl passiv gezeichneter Titel. Einzig die E Paperabos steigen.

  22. Das Verleger:Innen-Leben ist halt kein Ponyhof sagt:

    Wenn die Distributionskosten für ein ePaper-Abo nur 10% des Aufwands für ein Papierstück betragen, ist doch alles OK? Oder?? Dann kann man – Pardon – man:frau doch wieder in den Sattel steigen und sich den angenehmen Seiten des Lebens widmen. https://www.zeit.de/2021/40/julia-becker-funke-mediengruppe-familienunternehmen-aufsichtratschefin-verlegerin

  23. Kritik auch aus dem Funke Lager an Döpfner sagt:

    wegen des Verhalten des BDZV-Präsidenten und Springer-Chefs in der Causa Julian Reichelt
    https://www.rnd.de/medien/kritik-an-zeitungsverleger-praesident-mathias-doepfner-waechst-NL5KYEMIPMNKC3A4PYDF4N4SUA.html

  24. Platz 9 sagt:

    Kress veröffentlicht das Ranking der reichsten (ist immer relativ) Verleger in unserer Republik.
    https://kress.de/news/detail/beitrag/148331-die-reichsten-verleger-2021.html
    Platz 9 für die Verlegerfamilien der FUNKE Mediengruppe mit 0,45 Mrd. Euro

  25. Bettina Steinke wechselt von Bild zu Funke sagt:

    und wird dort in Nachfolge von Marie Todeskino Chefredakteurin u.a. von derwesten.de und anderer Newsportale der Funke Mediengruppe
    https://meedia.de/2021/11/03/bettine-steinke-wird-chefredakteurin-der-funke-reichweitenportale/

  26. Neuigkeiten aus Hamburg sagt:

    https://www.new-business.de/koepfe/detail.php?rubric=K%D6PFE&nr=776135&PHPSESSID=d4q29stt2a132e6m0ohpqmb3g5
    ‚Hamburger Abendblatt‘ erweitert Chefredaktion.
    Das ‚Hamburger Abendblatt‘, das von der Funke Mediengruppe in Essen herausgegeben wird, holt zwei Digital-Experten in die Chefredaktion.

  27. Belgier wollen sich bei Aachener Zeiung einkaufen sagt:

    so ganz in trockenen Tüchern ist der Deal allerdings noch nicht, betroffen wäre auch die Rheinische Post, die jetzt schon 30 % an der Aachener Zeitung hält
    https://kress.de/mail/news/detail/beitrag/148382-spektakulaerer-einstieg-was-die-belgier-wirklich-mit-der-aachener-zeitung-wollen.html

  28. Katzengold? sagt:

    Digi Abos, alles für die Katz?
    Exklusive Zahlen: Welche Inhalte wirklich Digitalabos bringen
    https://kress.de/

  29. "Rheinische Post" will um "Aachener Zeitung" kämpfen sagt:

    der droht die Übernahme durch ein belgisches Medienhaus
    https://www.newsroom.de/news/aktuelle-meldungen/vermischtes-3/rheinische-post-will-um-aachener-zeitung-kaempfen-929090/

  30. Thüringer Funke Blätter erscheinen mit weniger Ausgaben sagt:

    als ein Grund dafür wird genannt: die geringe Impfqouote der Mitarbeiter;
    https://kress.de/mail/news/detail/beitrag/148487-auch-durch-die-geringe-impfquote-der-mitarbeiter-thueringer-funke-blaetter-mit-weniger-ausgaben.html

  31. Aus für das Funke Druckhaus in Erfurt sagt:

    die letzten Ausgaben wurden jetzt in Thüringen gedruckt, nun ist schicht im schacht, berichtet der MDR
    https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/zeitungen-otz-ta-tlz-druckerei-aus-funke-100.html

  32. DuMont kündigt festangestellten Fotograf:innen sagt:

    das teilt verdi heute mit:
    ROTE LINIE ÜBERSCHRITTEN
    Betriebsbedingte Kündigungen bei DuMont Schauberg in Köln ausgesprochen
    In einer überraschend anberaumten Videokonferenz sind die Redakteur:innen von Kölner Stadt-Anzeiger und Express darüber informiert worden, dass alle festangestellten Fotograf:innen zum 30.06.2022 gekündigt werden. Das Kölner Unternehmen DuMont Schauberg, das neuerdings unter dem Namen „Kölner Stadt-Anzeiger Medien“ firmiert, hat entschieden, ab dem 1. Juli kommenden Jahres das Bildmaterial bei freien Fotograf:innen oder Fotoagenturen einzukaufen. Zudem ist die Erwartungshaltung der Geschäftsführung um CEO Thomas Schultz-Homberg, dass die Redakteur:innen immer mehr Bildmaterial selbst mit ihren Mobiltelefonen erstellen – und die Arbeit der professionellen Fotografen ersetzen.
    „Fotos und Videos gehören zum Kern journalistischer Berichterstattung, gerade auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung. Mit den betriebsbedingten Kündigungen in diesem Bereich hat das Unternehmen eine rote Linie überschritten“, erklärt Stephan Somberg, ver.di Gewerkschaftssekretär. Und weiter: „Die Kollegen:innen sind teils seit 30 Jahre bei DuMont beschäftigt. Es gibt klügere Wege mit langjährig Beschäftigten umzugehen, als sie betriebsbedingt zu kündigen.“ Dies habe das Unternehmen in der Vergangenheit auch mehrfach bewiesen.
    Im vorliegenden Fall habe das Unternehmen aber offenbar kein Interesse an einer sozialverträglichen Lösung. Zwei der betroffenen Kolleg:innen haben sich in Verfahren vor dem Arbeitsgericht erfolgreich eingeklagt, nachdem sie zuvor viele Jahre als Scheinselbstständige beschäftigt worden waren. „Anstatt die Gerichtsurteile und geltendes Recht zu akzeptieren, greift das Unternehmen nun zum letzten Mittel, um die Kolleg:innen doch noch loszuwerden, und kündigt nun allen Fotografinnen und Fotografen. Dieser Eindruck drängt sich zumindest auf“, kritisiert Somberg und weist darauf hin: „ver.di-Mitglieder erhalten im Fall der Fälle rechtliche Unterstützung.“

  33. Online-Umfrage von Ruhr24.de sagt:

    Wenn es darum geht besinnungslos Klicks zu generieren, dann kommt sowas dabei heraus…
    Am Freitag hat das Online-Magazin „Ruhr24“ einigen Rechtsextremisten eine Freude gemacht. Es lud zur Abstimmung, ob in Dortmund ein Platz nach Siegfried Borchardt benannt werden sollte, dem als „SS-Siggi“ überregional bekannten Neonazi, der im Oktober gestorben ist. „Ruhr24“ bot als Alternativen an, ein solcher Platz wäre:
    … ein einziger Witz.
    … eine schöne Erinnerung.
    … unangebracht.
    … dazu habe ich keine Meinung.
    Die rechtsextreme Partei „Die Rechte“ nahm das Angebot an und forderte unter anderem auf ihren Telegram-Kanälen zur Teilnahme auf. Stefan Niggemeier berichtet über das Ergebnis für uebermedien.de
    https://uebermedien.de/66379/waere-ein-nach-ihm-benannter-platz-nicht-eine-schoene-erinnerung-an-einen-neonazi

  34. NRZ kriegt Kreisredaktion in Wesel sagt:

    ungewöhnliche Töne von der Funke-Gruppe zum Jahresende: Hier die PM:

    FUNKEs „Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung“ bringt Kreisredaktion in Wesel an den Start
    Der Zeitungstitel der FUNKE Mediengruppe stärkt damit seine redaktionelle Berichterstattung am Niederrhein
    Besonders die digitalen Kanäle sollen weiter ausgebaut werden
    Ab 1. Januar kümmert sich das vierköpfige Team zusätzlich zu den bestehenden Lokalredaktionen um Geschichten und Nachrichten aus der Region
    WESEL / ESSEN
    Die „Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung“ (NRZ) stärkt die redaktionelle Berichterstattung am Niederrhein, besonders auf den digitalen Kanälen. Zum 1. Januar bringt der zur FUNKE Mediengruppe gehörende Zeitungstitel in der Kreisstadt Wesel eine Kreisredaktion an den Start, die sich zusätzlich zu den bestehenden Lokalredaktionen um Geschichten und Nachrichten kümmern wird, die über die jeweiligen Ortsgrenzen hinweg für die Leserinnen und Leser in der Region interessant sind.

    Robin Brand wird ab dem 1. Januar die neue Kreisredaktion in Wesel leiten.

    Dazu gehört die schnelle Online-Meldung über eine Autobahnsperrung ebenso wie die hintergründige Berichterstattung über kreispolitische Themen oder die Wölfe am Niederrhein. Das vierköpfige Team wird geleitet von Robin Brand, seine Stellvertreterin ist Ann-Christin Fürbach. Beide waren bisher als „Head of Digital“ für die Planung und Steuerung von Inhalten auf den digitalen Kanälen der NRZ verantwortlich und bringen diese Expertise nun im Kreis Wesel ein. Robin Brand leitet zudem das sechsköpfige Team der Lokalredaktion Wesel, sitzt somit an der Schnittstelle für lokale und regionale Themen.

    „Das Interesse unserer Leserinnen und Leser hört an der Lokalredaktionsgrenze nicht auf. Mit der zusätzlichen Kreisredaktion wollen wir unsere lokalen und regionalen Angebote stärken, vor allem online, aber natürlich auch in der gedruckten Zeitung“, sagt Ralf Kubbernuß, stellvertretender Chefredakteur der NRZ.
    „Ich freue mich auf diese spannende Aufgabe. Wichtig ist mir, alle Leserinnen und Leser im Kreis Wesel auf allen Kanälen schnell und hintergründig über Neuigkeiten im Kreis Wesel zu informieren“, so Robin Brand.

  35. Wert-Schätzung? sagt:

    https://www.horizont.net
    FUNKE auf Einkaufstour: Funke Digital übernimmt Gofeminin von der TF1 Group. Kurz Weihnachten, hat in diesem Verlagshaus schon Tradition, wird den Mitarbeiter*innen des techn. Auftragsmanagement, die standortbezogene Personalplanung mitgeteilt.

  36. Funke-Chefin Julia Becker befürchtet "Überwachungs-Kapitalismus" sagt:

    was ja zumindest mal eine interessante Wortschöpfung ist:
    https://www.turi2.de/aktuell/hoer-tipp-funke-chefin-julia-becker-befuerchtet-ueberwachungs-kapitalismus-durch-tech-giganten/

  37. Schuster bleib bei deinem Leisten sagt:

    Die Funke Mediengruppe übernimmt 75,1 Prozent an dem Hausbau-Portal Musterhaus.net. Das Unternehmen mit Sitz in Lüneberg ist nach eigenen Angaben das größte unabhängige Hausbau-Portal in Deutschland.
    https://meedia.de/
    Aussagen des GF Rüth lassen staunen.

  38. Viele Häuptlinge sagt:

    https://kress.de/news/detail/beitrag/148679-funke-macht-unternehmensberater-jan-philip-neubueser-zur-fuehrungskraft.html
    GF Rüth in Action. Wie wäre es die Expertise im eigenen Haus zu fördern und zu hören.

  39. Funke-Zentralredaktiom im Zitate-Ranking weiterhin top sagt:

    na immerhin :-)) Hier die PM vom heutigen Tage
    Spitzenplatz verteidigt: FUNKE Zentralredaktion 2021
    am häufigsten zitiert
    · Platz 1 im Zitateranking der Regionalzeitungen von Pressrelations
    · Christoph Rüth würdigt Agendasetting-Qualität von Regionalmedien
    · Jörg Quoos dankt für Teamleistung
    BERLIN / ESSEN
    Zum vierten Mal in Folge hat die Zentralredaktion der FUNKE Mediengruppe Platz 1 beim Zitationenvergleich unter Deutschlands größten Regionalzeitungen erreicht. Interviews, Exklusivbeiträge und Recherchen der Zentralredaktion der FUNKE Mediengruppe wurden im vergangenen Jahr insgesamt 5.882 Mal von führenden Medien in Deutschland zitiert. Das ergab die aktuelle Jahresstatistik 2021 des Düsseldorfer Medienanalyse-Instituts Pressrelations. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen das Redaktionsnetzwerk Deutschland und die Rheinische Post.

    Christoph Rüth, Geschäftsführer der FUNKE-Tageszeitungen: „Das ist ein großartiges Ergebnis und zeigt einmal mehr, dass auch Regionalzeitungen die Kraft haben, auf nationaler Ebene mit relevantem Journalismus Themen zu setzen und die Agenda mitzubestimmen“. Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion: „Ich freue mich sehr, dass unsere Exklusivbeiträge so viel Beachtung finden und danke dem ganzen Politik- und Wirtschaftsteam um Jochen Gaugele für diese tolle gemeinsame Leistung.“

    Die FUNKE Zentralredaktion beliefert alle FUNKE-Regionalmedien mit überregionalen Inhalten aus Politik, Wirtschaft, Vermischtem und Wissen/Ratgeber. Zu den Titeln der FUNKE Mediengruppe gehören: Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt, Bergedorfer Zeitung, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung, Westfälische Rundschau, Westfalenpost, Braunschweiger Zeitung, Harz Kurier, Thüringer Allgemeine, Ostthüringer Zeitung, Thüringische Landeszeitung.

  40. An-die-Wand-Fahrer sagt:

    Na ist ja super! Beide Meldungen zeigen, wo die Reise bei Funke hingeht. Zum einen holt man sich einen permanenten „Feind“ ins Funke-Bett, wo Herr Rüth sich dann immer hinter verstecken und argumentieren kann, die Entscheidung wurde im Einklang mit der Unternehmensorganisation getroffen.

    Was soll sich unter dem Dauerfeuer von „unternehmerischen Beratungen“ denn in Zukunft für ein kreatives Arbeitsklima unter Dauerangst entwickeln? Da bleibt kein Stein auf dem anderen, jeder befindet sich nun auf dem Schleudersitz und steht zur Disposition.

    Gut, dass Herr Rüth diese Hilfe benötigt, hat er im vergangenen Jahr umfassend bewiesen. Rhetorisch unterirdisch und außerordentlich zynisch hat er für ein unvergleichliches kommunikatives Desaster gesorgt. Leider reiht er sich in die Reihe erfolg- und glückloser Manager ein, die absolut keine Identifikation mit Funke aufbringen und aufgebracht haben, ist halt nur ein Job. Dafür fürstliches Gehalt und später mit ebenso hoher Abfindung ist man wieder verschwunden, was die Familie aktuell und in der Vergangenheit schon eine Stange Geld gekostet hat.

    Zwar ist er mit sich sehr zufrieden, weil er eine Menge MitarbeiterInnen entlässt und das für das Ego braucht, wenn ansonsten nur bleierne Unsicherheit auffällt. Die Betroffenen, haben aber sicherlich eine weitaus größere Identifikation mit Funke aufgebracht und hatten jederzeit einen Plan, was sie tagtäglich tun.

    Wie weit entfernt Herr Rüth vom eigentlich wichtigen Regionalgeschäft ist, zeigt die Tatsache, wie sehr ihm die Zitierhoheit einer Zentralredaktion wichtig ist. Was macht denn ein Regionalmedium aus, auch wenn die Berliner KollegInnen einen guten Job machen?

    Natürlich möchten User und Leser vornehmlich wissen, was vor Ort passiert und diese Informationen sind weitaus wichtiger als die News, die SPON, ntv, Tagesschau und viele andere ebenso liefern.

    Regional geht Funke aber seit langem einen absurden Weg, da ist nur noch sehr wenig bis gar nichts vorhanden, was eine Verbindung zwischen Regionalmedium und deren Konsumenten umfassend ausmacht.

    Wenn nur noch Klicks, Visits, das Unterwerfen bei Alphabet und Zuckerberg das A und O sind sowie das Zusammenkaufen eines Gemischtwaren-Portfolios, kann einem Angst und Bange werden.

    Was waren das herrliche wertschätzende Zeiten unter Grotkamp/Schumann…. zwar mit allen Wassern gewaschen, aber den MitarbeiterInnen ging es damals bedeutend besser als das, was da heute übel an der Tagesordnung ist.

    Der jetzige Familienstamm scheint sich dagegen nicht im Geringsten im Klaren zu sein, wen man sich da als angestellten Herrscher wieder ins Haus geholt hat. Mahlzeit….

  41. Ranking sagt:

    https://kress.de/news/detail/beitrag/148687-exklusiv-die-meistzitierten-medien-des-jahres-2021.html

    Platz 8 der Verbundtitel der FUNKE Gruppe im Ranking von 10 Regionalverlagen. Interessant auch die Aussage zu den Sparorgien einiger Verlage. Ob es hilft, allein mir fehlt der Glaube.

  42. Schutz der Daten sagt:

    https://meedia.de/2022/01/10/ivw-zahlen-wegen-datenschutzgesetz-erstmals-keine-reine-messung-mehr/
    Funke Medien NRW rangiert auf Platz 27 von Hundert. Der Artikel geht auf die Schwierigkeiten der Messung ein.

  43. P. Einlich sagt:

    @An-die-Wand-Fahrer: Genau das ist seit Jahren dass Thema und Problem bei „Funke“: Es geht nicht um das wertvollste Kapital eines Unternehmens, nämlich gute und motivierte Mitarbeiter. Das sind seit Jahren nur „Kostenfaktoren“ und „Streichmasse“. Was da im kaufmännischen Bereich an Knowhow in den letzten Jahren vom Hof gejagt wurde, ist unglaublich. Jetzt ist man „schön schlank“ aber handlungsunfähig: Von der Zustellung angefangen, klappt da nichts mehr, weil die „Restmasse“ einfach hoffnungslos überfordert ist. Früher war man stolz, bei „der WAZ“ zu arbeiten – heute hofft man, dass niemand erfährt, wo man seine Haut zu Markte trägt… Ganz, ganz schlimm…Und der alte Spruch bewahrheitet sich wieder: Der Fisch stinkt vom Kopf her…. Der letzte macht dann das Licht aus…

  44. Tobi Tobsen sagt:

    Das ist mir ja ein doller Kummerkasten hier!

    Ich arbeite selbst bei FUNKE. In Berlin. Und ich tue das sehr gern!

    Meiner Meinung nach sind viele Mitarbeiter im Konzern schon so lange da, die kennen FUNKE nur als dicken, fetten, vollgefressenen, quasi Monopolisten in NRW, dem alles zufliegt, weil es überhaupt keine Alternativen oder Konkurrenz gab. So war das doch viele Jahrzehnte. Und da sind sehr viele, ganz faul geworden.
    Und die müssen jetzt nämlich das erste Mal für ihr Geld arbeiten!
    Das muss man sich mal vorstellen!

    Und sorry, wer bei den teilweise extrem komplizierten, manchmal doppelten Strukturen noch an effizientes, wirtschaftliches Arbeiten denkt, dem ist nicht zu helfen. Ich kenne Ecken in diesem Konzern, da sitzen noch ganz viele Leute, die jeden Tag beten, keiner möge sie fragen was sie hier eigentlich tun, oder warum ihrer riesigen Kostenstelle keine Umsätze entgegenstehen oder warum das seit Jahren niemanden interessiert.

    Für andere Leute im Konzern scheint ihre Arbeit nur Selbstzweck zu sein: „Ob das wer liest, was ich hier produziere?“…
    „Ob mein Team Deckungsbeitrag erwirtschaftet?“…
    „Keine Ahnung. Mir auch egal. Wenn nicht, will ich trotzdem bleiben.“…

    Ich kann so eine Einstellung nicht verstehen. Ich will doch das meine Arbeit Sinn hat. Ich will wissen, ob das Produkt entweder beim Leser, oder aber auch wirtschaftlich, beim Anzeigenkunden, funktioniert!? Und wenn das langfristig nicht gegeben ist, hab ich doch auch keinen Bock mehr auf den Job/Laden.

    Wie gesagt, ich liebe FUNKE, aber vor allem bin ich das ganze Gejammer satt! Die 70er Jahre werden nicht mehr wiederkommen. Und die Menschen, die 40 Jahre eine HÖRZU zu Hause liegen haben, obwohl keiner reinschaut, weil es die selben Menschen sind, die auch während jeder Energiekrise noch immer bei ihrem Grundversorger geblieben sind,….DIE STERBEN!

    Fazit:
    Ich sehe noch einigen Overhead und Doppelstrukturen, was alles noch weg kann. Aber klar ist natürlich auch: Allein auf der Kosten-Seite wird dieser Krieg nicht gewonnen. Es bräuchte mal wieder ein paar große Würfe inhaltlicher Natur. Und da sehe ich nichts am Horizont – oder auch nur Strukturen, die solche Würfe zukünftig potentiell einmal hervorbringen könnten.
    Mir fehlt aber das übergroße Selbstbewusstsein der ganzen Jammerlappen hier, mir einzubilden, ich wüsste natürlich ganz genau, was hier falsch läuft, und wie die Dinge laufen müssten.

    Darum halte ich den Ball lieber flach und mich mit klugen Ratschlägen zurück, denn die Wahrheit geht wohl am Ehesten in die Richtung:
    – Print ist tot und kommt nie wieder!
    – Menschen zahlen nicht gern für Content. Noch nicht mal für Guten!
    – Werbung wird im großen und ganzen nur noch bei Facebook und Google gemacht!
    – Das bisschen Online kann niemals den großen Apparat namens FUNKE durchfüttern!
    >>> Man muss sich stark verkleinern, bis wieder ein Gleichgewicht herrscht – oder FUNKE eben stirbt oder geschluckt wird.

    Aber bis dahin ist noch ein langer Weg. Der Kahn ist so riesig, der schwimmt noch Jahre nach dem Zusammenstoß mit dem Eisberg.

  45. Cyberangriff auf Funke sagt:

    Eine Blaupause für die gesamte Branche, eine Geschichte aus der süddeutschen nicht frei zugänglich
    https://www.sueddeutsche.de/medien/funke-mediengruppe-waz-cyberangriff-1.5508277?reduced=true

  46. Schuster bleib........ sagt:

    Pressemitteilung der FUNKE Medien Gruppe
    FUNKE startet Food-Portal eatclub.tv und baut konzernweiten Food Hub „EAT CLUB” weiter aus
    https://www.funkemedien.de/de/presse/

  47. Zahlenwerk sagt:

    die neuen IVW Zahlen liegen vor. Inkl Hinweis auf den Sabotageangriff 2020. Allerdings nix Neues, die Zahlen gehen binnen 1 Jahres um die 5% zurück.

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