Medienmoral
12.02.2009
12.02.2009
WP-Betriebsrat über die Äußerungen Zapps verärgert
In einem Offenen Brief an Chefredakteur Bodo Zapp außerst der Betriebsrat der Westfalenpost (WP) seine Verärgerung über die Äußerung Zapps zur Schließung der Lokalredaktionen Ennepe-Süd, Siegen, Soest, Warstein und Werl. Ein solcher Schritt bedeute den vollkommenen Rückzug. Das sei nicht nachvollziehbar, gehe weit über die avisierten Vorhaben hinaus und sorge für Irritationen. Hier der Offene Brief als pdf.

Hallo, wenn man sich die Schickler-Präsentation ansieht, erübrigt sich eine solche Frage nach dem Warum eigentlich…
Bei mehr als drei Millionen “Miese” in den ersten drei Quartalen 2008 im Wirtschaftsraum Kreis Soest… Ohne die Auflagenverluste zum Jahresende…
….sie wussten nicht was sie taten….
….und dann rasten sie mit Volldampf ins totale Fiasko…….
Was liest man denn hier, etwa eine neue Strategie? Wurde von Essen jetzt der Bodo als Buhmann ins Rennen geschickt, um vom unglücklich agierenden Uli zunächst mal abzulenken?
Leute es ist doch wohl klar, dass diese neueste Entwicklung von Essen aus vorgegeben wurde und Herr Zapp es nur verkünden durfte. Und der legt sich natürlich nicht mit denen an, auch wenn er jouranlistisch anderer Meinung sein könnte bzw. dürfte, das ist eher die Handschrift vom “Zeitungsvorstand” Reitz. Unwissend wie Schickler und der “Iceman”, ehemals BILD, nunmal sind und nur auf die verdammten Zahlen schielen, machen sie jetzt blindlings Tabularasa und geben ihren vorher gemachten Ankündigungen der Lächerlichkeit preis.
Zitat Bodo Hombach 05.12: “Ich schließe aus, dass Standorte gänzlich aufgegeben werden. Ein einem solcher Schritt wäre ein Versagen aller.”
Ja was ist dann der totale Abgang in Soest denn dann? Sind denen eigentlich mal die Folgen bewusst??? Wieviele Abonnenten und Leser werden da auf den Schlips getreten und einfach aussortiert? Die Kröte, dass man eine eigenständige WR dort eingestampft wurde, mussten die Soestler und Warsteiner ja schon schlucken. Wieso scheut die große WAZ Mediengruppe im Soester Raum plötzlich den Wettbewerb, sie konnte doch sonst nicht aggressiv genug sein?!? Etwa ein neuerliches gentelman agreement dieses Mal mit Herrn Ippen zu Lasten der WP-Kollegen? Was ist mit denn dann dort mit der ganzen “Verlags-Peripherie” in Personalunion von Geschäftsstellen-Angestellten, Medienberatern, Grafikern, Vertrieblern usw.? Die Instution “WP-Silversterlauf” wird damit einfach peng und weg beerdigt? Die gute journalistische Arbeit und der Einsatz der Kollegen einfach weggewischt? Man kann es kaum glauben!
Man scheint es in Essen wirklich noch nicht begriffen zu haben, doch eigentlich muss nun auch versucht werden, Leser und Anzeigenkunden zu halten und nicht weiter zu verunsichern und zu vergraulen. Neben der Zeitung müssen wir auch mit Events die Bindung zu den Lesern suchen. Der WDR beispielsweise muß zwar auch 100 Millionen in den nächsten 4 Jahren sparen, doch gehen sie nach wie vor auf TV-Konsumenten und Hörer zu, gespart wird dort, wo der “Kunde” es nicht merkt. Am Samstag steigt wieder die WDR2-Hausparty, dieses Mal in Gronau. Oder Kleinkunst in den Funkhäusern, die noch nicht einmal teuer sein muss, die Leute kommen trotzdem in Scharen dahin.
Da müssen wir auch hin, Leserläden als Kleinkunstbühnen und die WAZ als Eventveranstalter, wo sich die verbleibenden Leser sich mit identifizieren und neue hinzugewonnen werden. Aber eher treten wir die noch weiter in den A…..!
Wenn Grausamkeiten redaktioneller Art dann doch eher erst einmal die, als bestehende übriggebliebene Redaktionen dicht zu machen. Wenn es sein muss, dann sollten als erstes die Fakes von Ausgaben neudeutsch Branding dran glauben, das spart zunächst mal Sachkosten wie Platten, Papier, Farbe und Vertrieb. Ich sehe ehrlich gesagt in so einer Situation keinen Sinn darin, Ausgaben wie die WR Witten, WR Hattingen und WAZ Dortmund aufrecht zu erhalten, wenn es eigentlich WR bzw. WAZ-Lokalseiten sind, wo in Essen einfach nur die Köpfe der anderen “Konfession” darüber gestülpt werden und man sich noch nicht einmal mehr die Mühe macht, die verräterischen Spuren wie in Bildern (Bericht vom WAZ-Redaktionsmobil auf WR-Seiten), Logos etc. pp. zu vertuschen und die Consumer damit sowieso voll veräppelt werden. Die Leser und Abonnenten der Branding-Ausgaben muß man nach dem Cut natürlich umschwärmen und denen ein lukratives Angebot machen, dass sie auch die andere Ausgabe lesen, was sich ja dann auch nur auf den Mantel beziehen würde.
Den Lokalkollegen dort tritt man damit nicht auf die Füße, weil die ja weiter für die ursprüngliche Ausgabe recherchieren und schreiben werden. Zum Opfer würde nur der spezifische Mantel fallen, aber so what, wer liest schon den Mantel, wenn sich der Leser eh 3/4 für die lokalen Themen interessiert? Ich weiß, dass ich damit einigen auf die Socken trete, aber lieber sind wir überall zumindest einmal gegen Wettbewerber vertreten, als komplett die weiße Fahne zu hissen und journalistisch abzudanken. Anderswo wie in Siegen oder Ennepe-Süd könnte man die Leser von einer schlagkräftigen Redaktion aus beide Titel it kerningen Themen oder Schwerpunkten bedienen, der Vielfalt wären keine Grenzen gesetzt. Anstatt sich kaputt zu sparen muss journalistisches Gespür und Kreativität mit 120 % fordern und fördern.
Ich bin allerdings sehr verwundert, dass die GGF den Kahlschlag trotz des öffentlichen Drucks gerade aus der Politik durchzieht und es sich mit denen allen mutwillig vermurkst. Und anstatt Zukunftskommission bei Herrn Rüttgers wäre es schön, wenn sich der eine Mann aus der GGF in dieser besch….. Situation ausschließlich um das Wohl der WAZ Mediengruppe kümmern würde!!!
Wir können ja dann dieses Jahr zu Ostern anstatt eines Friedensmarsches mal einen “WAZ/WP/WR/NRZ-Sternenmarsch” aus allen Himmelsrichtungen machen mit anschließender kerninger Kundgebung in Essen. Eine Aktion ist echt mal wieder überfällig, ein bisschen Sterben in Recklinghausen und Kerzenschwenken in Duisburg kann von uns nicht alles gewesen sein.
“Ich bin allerdings sehr verwundert, dass die GGF den Kahlschlag trotz des öffentlichen Drucks gerade aus der Politik durchzieht …”
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Und ich bin sehr verwundert, dass das jetzt überhaupt noch jemanden wundert. Da waren auf der einen Seite zwei Geschäftsführer, die seit letztem Sommer pausenlos den Teufel an die Wand malten und im Dezember via Schickler offen darüber sprechen ließe dass man sogar eigentlich eine Zeitung (die Rundschau) hätte schließen können oder müssen.
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Und auf der anderen Seite? Da waren 900 Redakteure, die brav ihren Dienst versahen, von denen eine Handvoll zwischendurch (aber nur die, die Urlaub oder frei hatten!) mit ein “bisschen Sterben in Recklinghausen und Kerzenschwenken in Duisburg” die nächst stehenden Passanten amüsierten. Da waren Betriebsräte, die sich erfolgreich zum Schweigen vergattern ließen. Und der Kopf dieser schweigenden Schar wurde sogar Chefredakteur. Und die anderen Die moserten leise und heimlich vor sich hin, schrieben brav weiter ihre Texte, aber nur nicht über sich selbst und ihre eigentlich unerträgliche Situation. Ein paar ganz Mutige schrieben im Protestblog, in diesem Hort des Widerstandes gegen die “WAZ-Axt”. SAlles in allem Sternstunden des Journalismus.
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So. Und jetzt staunen wir, dass die, die uns seit Monaten täglich neu erfolgreich um die Fichte führen, jetzt immer weiter gehen? Dass sie immer weiter eins draufsetzen? Ja, warum sollten sie denn nicht? Oder: Warum sollen die uns überhaupt noch ernst nehmen? Die drei werden sich köstlich amüsiert haben und uns im Übrigen alle für unglaubliche Schnarchnasen halten. Recht haben sie.
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Wie sagte doch Gottlieb Biedermann: “Wenn die wirklich Brandstifter wären, du meinst, die hätten keine Streichhölzer? … Babettchen, Babettchen!” So ist das.
Das Schlimme ist, dass der WAZ-Group bei dieser Aktion genau die Mitarbeiter erhalten bleiben, die für die grottigen Ausgaben verantwortlich sind.
Das haben die Manager offenbar nicht bedacht: Die, die schwimmen können, gehen als erste vom sinkenden Schiff.
Falls Kündigungen nicht zu umgehen sein sollten: Macht ne betriebsweite Abstimmung darüber, wer gehen soll, damit die verbleibenden Ausgaben eine Chance haben.
Bevor ihr anfangt, zu schreien:
Das Rauswerfen der Redaktionsbeamten, die seit Jahren Mikado spielen und nebenbei die Leser vergraulen, wäre etwas wirklich Soziales und Vernünftiges gewesen.
Für die Kollegen, die Leser und die Inhaber der Zeitung.
Und dann müsste der Rest jetzt nicht um seinen Job zittern.
Es ist auch schon anderen aufgefallen, dass mit den Abfindungen ungewollt eine Bestenauslese gepflegt wird:
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http://www.medienmoral-nrw.de/2009/01/sozialplan-aussteig-abfindung-altersteilzeit/#comment-3773
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Das scheint unserem höheren Missmanagement aber völlig wurscht zu sein. Hauptsache weg und ‘raus. Hauptsache, das Blatt wird billig.
An Innen/Außen oder einfach nur daneben: Innen/Außen schreibt über gute und weniger gute Journalisten. Über 300 Redakteursstellen sollen mittlerweile abgebaut werden und damit mehr als jede dritte Stelle. Damit würde kein halbwegs gesundes Unternehmen klar kommen. Innen/Außen faselt von guten und weniger guten Journalisten. Innen/Außen dürfte wohl weder ein guter noch ein schlechter Journalist sein, nur ein Troll.
Das Zurückziehen aus der Fläche ist strategisch der größte Fehler, den die WAZ-Gruppe begehen kann. Einmal verlorenes Land wird sie nie wieder hinzugewinnen können. Dazu stärkt sie damit den ungeliebten Nachbarn Ippen, der weiter wachsen kann und immer tiefer ins WAZ-Territorium eindringen könnte.
Wo bleibt da eigentlich der Mumm eines Unternehmers, den Kampf anzunehmen, vertriebliche Versäumnisse der letzten Jahrzehnte glattzubügeln, sich mehr um neue Leser bemühen, mit der Kriegskasse, wenn nötig an jeder Haustür klingeln und rappeln. Nein, das wird nicht getan.
Da liegt die Vermutung nahe, dass im Hintergrund eine Absprache auf der oberen Chefetage getroffen worden ist.
Und wie immer wird die Waz am Ende dumm dastehen… Eine fatale Entwicklung
Stimmt genau, Ippen dort, Siegener Zeitung da – es werden Absprachen getroffen oder sind es bereits – zu Lasten unserer Kollegen. Ob es zum Nachteil des Verlages ist, sei mal dahingestellt. Wie sagte Hombach bei einer Pressekonferenz nach der Betriebsversammlung am 5.12.2008: “Wir ziehen uns aus keinem Standort völlig zurück, sonst wäre es das Versagen aller.” Was er nicht sagte, war, dass die WAZ Anteile an der Konkurrenz erwirbt, um ganze Standorte ohne große Verluste schließen zu können. Die WAZ hat ja noch einen Fuß in der Tür. Allerdings laufen Hombach und Nienhaus Gefahr, in absehbarer Zukunft nur noch den Fuß auf dem Balkan oder in Vietnam zu haben. Über die österreichischen Beteiligungen spricht Hombach ja nicht gern, aber Nienhaus. Das könnte noch Konfliktpotenzial bergen. Bis dahin.
Zapp als armes Opfer der Essener? Er hat ja bis heute nicht mal den Anstand mit den Betroffenen direkt zu reden! Er soll die Nachricht lapidar bei einer Ressortleiterkonferenz in den Raum geworfen haben. Und an seiner Stelle hätte ich den Essenern die Brocken hingeworfen. So geht er – immer als braver Erfüllungsgehilfe – als der CR in die Geschichte ein, nach dem die WP nur noch ein kleines Häufchen war. Aber Hauptsache seinen Hauptteil hat er halbwegs gerettet, das ist ihm ja am Wichtigsten.
Zapp wird dahingehend zitiert, er habe gesagt, die Essener NRZ-Lokalredaktion würde künftig nur noch branden, aber keine Vollredaktion mehr sein. Stimmt das? Weiß jemand etwas Genaueres??
@Tippse: Der Bodo überblickt auch nicht immer alles.
Keine WP mehr in Werl, Soest und Warstein? Oh man, welch ein Armutszeugnis. Versagen mus man da vor allem der Chefredaktion vorwerfen. Es gibt Ideen (Heimatzeitung), es gibt Konzepte von engagierten Redakteuren und dem Betriebsrat – und was kommt: Nichts. Zapp und Co. sind ja nicht in der Lage, eigene Ideen auf den Weg zu bringen Stattdessen sollen sich die Redakteure kümmern – nach dem Motto: Wenns dann nicht klappt, hattet ihr eure Chance. Lächerlich.
“Heimatzeitung” ist zudem kein Einfall von Bodo Zapp – oder weiß der nicht, dass unter dem Titel WP seit Jahr und Tag “Stimme der HEIMAT” steht…?! Offenbar nicht.
Herr Zapp: Sehen Sie ihren Redakteuren ins Gesicht – vor allem in den betroffenen Ausgaben. Die Redakteurskollegen können bald nicht mehr…
Übrigens: Zum Thema Absprachen mit Ippen… – was ist an dem Gerücht dran, die WP gibt den Kreis Soest auf, Ippen dafür Menden?
wenn man von solchem verhalten von GGF und Redaktionsverantwortlichen gegenüber arbeitsplatzgefährdeten Kollegen liest bleibt einem die Luft weg. Da sitzen je weiter man in den Verlagsetagen nach oben schaut anpasser denen es wohl nur noch darum geht ihr eigenes Fell zu retten.
Warum sollte Ippen solch einen Deal machen? Im Kreis Soest läuft es für den Anzeiger doch gut, während die WP/WR/WAZ (siehe IVW) seit Jahren deutlich sinkende Auflagenzahlen hat und vermutlich schon unter der 10 000-er Grenze ist…
nicht nur vermutlich – Anfang November waren es nur noch 9850 Stück – Tendenz stark sinkend ..
…und wenn wir den Kreis Soest schon gewonnen haben, warum sollte uns das nicht auch irgendwann in Menden und Umgebung gelingen…?
Qualität setzt sich durch, langfristig – ein vernünftiges Betriebsklima und zufriedene Mitarbeiter tragen ihr Übriges dazu bei …
Man betrachte allein den Bereich Warstein, der immer fest in WAZ-Händen war. Der Anzeiger hat mittlerweile gleiche, wenn nicht sogar höhere Auflagenzahlen …
@ Ippen-Mitarbeiter: Und das Schöne daran ist ja für Ippen, dass er dann dort schon bald viel weniger Ippen-Mitarbeiter benötigt. Willkommen im Club.
@ noch einer von Ippen: Jaja, das mit dem vernünftigen Betreibsklima und den zufriedenen Mitarbeitern hätte ich vor einem halben Jahr auch noch so geschrieben. Sic transit gloria… – es geht schneller, als Ihr glaubt.
Das Konzept von Ippen war aber immer ein schlanker Personalstamm in den (meisten) Redaktionen und in anderen Abteilungen. Im Gegensatz zu aufgeblähten Großkonzernen…
Ich gehe mal davon aus, daß kein Ippen-Mitarbeiter in Euren Wundern stochern möchte, seid Euch unserer Solidarität, egal ob Konkurrenzkampf oder nicht, gewiß
@Ippen-Mitarbeiter: Zitat WAZ Ex-Geschäftsführung: “Wir waren schon immer schlank aufgestellt”. Von “aufgebläht” konnte in den Redaktionen der WMG wirklich nie die Rede sein.
Die Zeitungslandschaft wird neu aufgeteilt. Das bedeutet wahrscheinlich für alle Personalabbau. Man muß ja nicht mehr auf den anderen Zeitungstitel am Ort achten. Das wird für alle schön!!!
Daß die WAZ jetzt die Lokalredaktionen auflöst bzw. “zusammenschmilzt” hat ja auch den Grund, daß der Lokalzeitungsmarkt seit 2000 tendenziell immer weiter abnimmt. Laut Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), der jährlich seinen Bericht “Zur Lage der Zeitungen in Deutschland” herausgibt, gab es im Jahre 2000 im Bereich Lokal-/Regionalzeitungen noch 16,6 Mio. Auflage, im Jahr 2008 waren es dann nur mehr 14,3 Mio., also ein Minus von 2,3 Mio in nur 8 Jahren! Das ist ein Minus von knapp 14%. – Gleichzeitig hat die WAZ-Gruppe in Ost- und Südosteuropa in den letzten Jahren massiv Zeitungen und Verlage aufgekauft. Laut ver.di-Mitteilung aus 2005 erwirtschaftete die WAZ-Gruppe in Ost- und Südosteuropa knapp 43% ihres gesamten Umsatzes.
Die “Rationalisierungen” hier in NRW werden eben auch deshalb vorgenommen, um Kapital einzusparen, das dann zum strategischen Kauf im Ausland verwendet werden kann. Das ist also ein dialektisches Verhältnis, das auch entsprechend mit berücksichtigt werden sollte. Wer in NRW als JournalistIn und GewerkschafterIn gegen die Einstampfung von Lokalredaktionen eintritt, sollte auch den Kontakt zu den KollegInnen der WAZ-kontrollierten Medien im Ausland aufnehmen, um sich gegenseitig zu unterstützen. Von der WAZ ausgebeutet werden nämlich die KollegInnen dort genauso wie in NRW. (Und ich bezweifle, daß deren Arbeits- und Lohnbedingungen besser sind als in der hiesigen WAZ-Schwitzhütte.)
Etwa 80 Herner Bürgerinnen und Bürger sind heute dem Aufruf des DGB und ver.di gefolgt und haben sich an einer improvisierten Solidaritäts- und Protestaktion vor der WAZ-Geschäftsstelle in Herne beteiligt. Nachfolgend in Auszügen die Rede von Norbert Arndt (ver.di) bei der Aktion „Jetzt schlägt’s 13″ am 13.02. 2009 in Herne Solidarität mit den WAZ-Beschäftigten.
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Wir stehen heute hier, um Solidarität und Sympathie zu bekunden. Solidarität mit Journalisten, Bildredakteuren, Zeitungszustellern, mit allen Beschäftigten der WAZ- Lokalredaktionen in Herne und Wanne-Eickel. Wir stehen hier, weil die WAZ-Redaktionen auch in unserer Stadt in ihrer Existenz bedroht waren und 261 Arbeitsplätze im WAZ-Konzern bedroht sind.
Wir stehen heute hier, weil uns die Pressefreiheit und eine qualitativ hochwertige Lokalberichterstattung am Herzen liegt.
Darauf wollen wir nicht verzichten!
Wir stehen auch hier und sagen heute, am 13’ten, „ Jetzt schlägt’s 13 !“, weil eine Lokalzeitung und das Lokalradio ebenso zu einer urbanen und lebenswerten Stadt gehören wie z.B. ein florierender Einzelhandel. Gerade sind Wehmeyer, Sinn-Leffers und HERTIE Opfer der Wirtschaftskrise und skrupelloser Heuschrecken geworden. In dieser Stadt, die durch die Arbeit von Generationen zu dem geworden ist, was sie heute ist.
Einer Stadt, in der sich jetzt, zur nie wirklich überwundenen
Strukturkrise die aktuelle Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise gesellen.
Diese Stadt, in der wir leben, blutet bereits aus vielen Wunden.
Jetzt will der WAZ-Konzern die Axt anlegen, an die letzten, verbliebenen Lokalredaktionen in Herne und Wanne-Eickel.
Sollen wir tatenlos zusehen, wie diese, unsere Stadt vor die Hunde und nieder geht ? Sollen wir uns widerstandslos abfinden mit dem Raub an Kultur und Lebensqualität ? Sollen uns am Ende Suppenküchen, Tafeln für immer mehr Bedürftige, Mittagstische für arme Kinder, Kleiderkammern, sollen verödete Innenstädte und immer mehr Billigshops übrig bleiben ?
Sollen Arbeitslosigkeit, materielle und kulturelle Armut für die
Menschen, die hier leben, übrig bleiben, nachdem die Konzerne weitergezogen sind ?
Gewiss: Wir stehen heute hier, vor der WAZ-Geschäftsstelle ? in
Solidarität mit unseren Redakteuren und Beschäftigten der Lokalredaktion. Wir stehen aber auch hier, weil wir zum Ausdruck bringen wollen, dass sich in diesem Land etwas grundsätzlich ändern muss !
So, wie bisher, darf es nicht weitergehen ! Deshalb sagen wir nicht nur: Hände weg von der WAZ-Lokalredaktion in Herne und Wanne-Eickel sondern auch: Für einen politischen Richtungswechsel, der die Bedürfnisse der Menschen, der Alten und Jungen, der Erwerbstätigen und Erwerbslosen in den Mittelpunkt stellt !
Vereinte
Dienstleistungs-
gewerkschaft
Bezirk Bochum-Herne
Ortsvorstand Herne
Hoffentlich gehen für uns im Kreis Soest die Bürger in Werl, Warstein und Soest auch auf die Straße… Wir werden doch sonst lautlos verschwinden!
Hallo?
Zitat:
“Sollen uns am Ende Suppenküchen, Tafeln für immer mehr Bedürftige, Mittagstische für arme Kinder, Kleiderkammern, sollen verödete Innenstädte und immer mehr Billigshops übrig bleiben ?”
Wir reden über die Arbeitsplätze von Leuten, die im Schnitt etwa 60000 Euro Brutto verdienen.
Die alleinerziehende Halbtagskraft bei Hertie ist eine ganz andere Qualität.
Wenn für den Erhalt von Redaktionen demonstriert wird, dann nicht aus sozialen Gründen, sondern allein wegen der Meinungsvielfalt.
@WP-Kollege:
Nachdem früher die Drucker für euch gestreikt haben, damit ihr eure Forderungen ohne Schlafentzug oder Zwang zur Bewegung durchsetzen konntet, sollen nun die Bürger für euch auf die Straße gehen.
Schon mal aus dem Fenster geschaut?
Vielleicht sollte die Redaktion da mal rausgehen. Aber Vorsicht: Es regnet und ist kalt.
Liebe Redakteure im Kreis Soest, lasst die Seiten doch einfach mal weiß… Nur so als kleiner Tipp am Rande!
Wenn alles so eintritt, wie angekündigt, würde das wieder einen Ein-Zeitungs-Kreis mehr auf der Landkarte bedeuten. Herzlichen Glückwunsch, die Meinungsvielfalt verabschiedet sich immer mehr und auf leisen Sohlen aus der Gesellschaft.
@ alle Ippener: beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Ippen-Blatt mehr Qualität besitzt als ein Waz-Titel, allenfalls mehr Quantität was die Seitenanzahl angeht. höhere Prämien beim Aboabschluss waren in der Vergangenheit wohl am ehesten das schlagkräftigste Argument bei der Leserbindung.
breit getretene Lokalteile allein sprechen auch nicht unbedingt für gehobene Qualität. Im Gegenteil
wie muss sich jetzt eigentlich der Kollege fühlen, der bei diesem beschränkten Mitarbeiter-Wettbewerb mitgemacht hat und bei der Akquise von Neuabonnenten sehr erfolgreich war. Über die persönliche Ausbeute mit all den Prämien kann er stolz sein, für die Abonnenten ist das eher Abzockerei, die sich 24 Monate binden mussten und sich jetzt über drastische Umfangreduzierungen und bald die komplette Einstellung schwarz ärgern dürfen.
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Aber dafür kann der emsige Kollege ja nix. Hätte er von der jetzigen Entwicklung gerade in Werl vorher gewusst, hätte er sicherlich schön die Finger davon gelassen, wie viele andere Mitarbeiter auch. Wieviel Geld ist eigentlich bei der Aktion die Ruhr runter geflossen, weiß das zufällig jemand?
Aha. Die abonennten sind also zum anzeiger gewechselt, weil es bessere Werbeprämien gibt. War es nicht die waz, die ihre werber mit einem Kofferraum voller präsente bei den Leuten vorbei geschickt hat?! Vielleicht haben die Leser aber nicht nur Quantität, sondern auch Qualität honoriert? Manchmal hilft es, die Blätter nebeneinander zu legen und zu vergleichen – vor allem aufm Dorf, denn Kaufentscheidung ist und bleibt vor allem der lokalteil.
Wenn ich so an unsere Redaktonsleiterin denke, dann kann ích schon verstehen, warum wir von der WP-Karte verschwinden sollen. Aber da wurden wohl ganz Oben genug falsche Entscheidungen getroffen. Aber die Idee mit den weißen Seiten ist gut, mal schaun wie das so geht.
Redaktionsleiterin? Meinst du etwa Warstein? War wohl vielleicht sogar von oben geplant, dort keinen frischen Wind nach dem bialas-abschied rein zu bringen?
Weiße Seiten ist nicht schlecht. Besser wäre, wenn alle in den betroffenen Redaktionen zeitgleich so ein gelbes Blatt mit meist unleserlicher unterschrift abgeben würden…
Oh Mann geht das jetzt schon wieder los? Die Zerfleischerei untereinander bringt echt nix und bietet denen da oben nur Angriffsfläche und freuen sich diebisch, wie solidarisch und kollegial wir doch untereinander sind. Auch die Neckereien gegenüber den “Ippenianern” ist kindisch. Leider muss ich zugeben, dass mir die Aufmachung konkurrierender Blätter oftmals besser gefällt. Nicht immer inhaltlich aber von der Aufmachung her, dass es dem Leser durch die Gestaltung gefällt weiter in der Zeitung zu lesen. Und das wir zur Zeit den lokalen Sportlern am Montag einen vor den Bug geben und Spielberichte, Tabellen und anderes interessantes vom Sportwochenende streichen müssen aber dafür 2 Seiten Kultur in der Montagsausgabe haben, geht ja mal gar nicht. Da lacht sich die Konkurrenz nur kaputt.
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Was bei den WAZ-Blättern gar nicht mehr geht ist der Anzeigenteil, der nur noch unübersichtlich ist und nur vor Farbe trieft. Farbe gehört eigentlich dem Kunden und nicht der eigenen Selbstdarstellung!!!! Hat damals mal ein Zitat gegeben, was entweder von Herrn Schumann oder Günter Grotkamp geäußert wurde, wo man sich dagegen bewahren wollte, dass “unsere Zeitungen so bunt aussehen wie eine Hurriyet”.
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Frage an WPler und WPman: Habe das Glück mich nicht darüber beklagen zu müssen, aber braucht man unbedingt immer einen pushenden Hampelmann vorneweg, mit dem nur ein interessantes Lokalblatt zu machen ist? Kann man den frischen Wind nicht erst einmal selber mit Kreativität und journalistischem Engagement einbringen? Wir wollen doch immer alle eigenverantwortlich arbeiten und nicht gegängelt werden. .
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Gepusht werden müssen nur die Leute die von selber nicht hochkommen und wirklich morgens um 11 Uhr kommen und um 14.30 Uhr mit Abgabe seiner Dorfseite wieder gehen und einmal im Jahr richtig Stress haben wenn die ellenlange Ratssitzung zu den Haushaltsberatungen ansteht. Die habe ich leider auch schon erlebt.
Hallo Leute,
ich bin ein Arbeitnehmer aus dem Raum Warstein,
möchte niemanden auf die Füße treten, sicherlich hat jeder sein Daseinsberechtigung – so er seine Arbeit vernünftig macht.
Und die machen die WP’ler sicherlich nicht richtig.
Ich bin in der glücklichen Lage, beide Lokalzeitungen zu kennen und zu vergleichen und mußte feststellen, daß die so hochgelobten Redakteure der WP oftmals aus dem Anzeiger abschreiben.
Verbraucher,- Leserfreundlich geht anders.
Eine Lokalzeitung soll auch den Endverbraucher informieren, egal ob redaktionell oder über Anzeigen -
beides ist nicht wirklich gegeben – was nutzt mir als Endverbraucher eine Zeitung, der ich nicht entnehmen kann, was vor Ort los ist. Leider meistens einen Tag später, wenn der Zug schon abgefahren ist.
Da leisten eure KOnkurrenten vom Anzeiger doch deutlich bessere Arbeit – egal ob die Readaktionen, die Berater, bis hin zu den Boten …
Ihr hättet früher von dem hohen WAZ-Rroß runter kommen müssen.
Der erste GEnickbruch war sicher Bialas ausscheiden, dann die Berater in Soest zusammen zu rotten. Wer soll denn die “Geldgeber” vor Ort betreuen? Und nicht zu vergessen, das Käsebllättchen, daß seit November auf dem Markt ist …
@ ippener: Jenseits des “Mein-Förmchen-ist-aber-schöner-als Deins”-Gehabes fragt Euch doch bitte mal kurz, was es wohl für Euch und Eure Arbeitsplätze bedeuten könnte, wenn Ihr plötzlich in einem oder mehreren Gebieten allein seid. Könnte es nicht sein, dass Eure Firma sich dann von einigen ebenso plötzlich überflüssigen Seiten und in diesem Zuge auch von den überzähligen Kolleginnen und Kollegen trennen möchte? Seht Euch ruhig mal ein wenig um, dann findet Ihr in der deutschen Zeitungslandschaft schon ein paar sehr nette Beispiele dafür. Ippen kennt sie auch, verlasst Euch drauf.
@Beobachter
der Anzeiger ist deutlich lesefreundlicher und hier bei uns auf dem “Dorf” zielgerichteter.
Da haben eure Redakteure sicherlich einiges verpaßt.
Die ´Qualität ist sicherlich – nicht nur meine Überzeugung – deutlich höher als die der Westfalenpost, von der Quantität braucht man gar nicht mehr zu reden.
Schauen sie doch mal in die Ausgabe Warstein …
ist wirklich nicht lesenswert – und die Anzeigen fehlen, da sind anscheinend auch falsche Leute am Werk.
Hätten Sie und ihre Warsteiner Kollegen (wahrscheinlich auch die Werler und Soester) ein Beispiel genommen, wäre es sicherlich nicht so weit gekommen. Es gab Zeiten, ca. 10 bis 15 Jahre vorbei, da war die Westfalenpost noch frisch, dynamisch, BESSER
@sam
hier geht es doch nicht um Förmchen, hier geht es um Eure Arbeitsplätze.
Sicherlich wird es keinem gefallen, wenn der Mitbewerber plötzlich weg ist – Konkurrenz belebt das Geschäft und natürlich bestünde die Gefahr, daß auch hier Maßnahmen ergriffen würden.
Aber ich muß auch “Verbraucher” recht geben, daß bei der WP – Kreis Soest, einiges falsch gemacht wurde.
Die WP war früher besser, als noch die alte Garde da war …
Mensch Leute, wann kapiert Ihr es denn endlich: Sie haben Euch genau da, wo sie Euch haben wollen, Ihr zerfleischt Euch gegenseitig. Jeder gegen jeden statt alle miteinander! Genau das haben Hombach und Nienhaus gewollt und erreicht – leider mit vielen Helfersherlfern, die es entweder nicht gemerkt haben oder bewusst mitmachen – Betriebsräte und Chefredakteure.
Lauf wie eine dumme Kuh gleich auf den eigenen Metzger zu…
Der Sozialplan ist unter Dach und Fach und jetzt setzen Hombach, Nienhaus und Co. ihre Konzepte um – da haben die Betriebsräte nämlich nichts, aber auch rein gar nichts mitzubestimmen. Und setzen gleich noch einen drauf, Landesregierung und SPD hofieren Hombach und Nienhaus noch und bieten Erleichterungen für die arme Presse an. Wo ist eigentlich Clement?
Da ist doch die Hofberichterstattung von Herrn Reitz bei den Wahlen schon vorprogrammiert.
Solche Aktionen wie in Herne hätte es schon von Anfang an geben müssen. Stattdessen Schweigen, Geheimverhandlungen – und nun habt Ihr den Salat. Wacht endlich auf. Die regieren nur, wenn die Seiten überall weiß bleiben und es weh tut im Geldbeutel. Dann bekommen es auch mal Eure Leser und die Öffentlichkeit mal mit, was da läuft – und von der lokalen Politik und Gewerkschaften habt Ihr sicher dann auch Unterstützung.
Keiner hatte mit dem Kreis Soest gerechnet! Hier (in Soest) wurde doch die WP gegründet. Ich kann mir einen Rückzug nicht vorstellen, das wär ein Eingeständinis des Versagens… Aber wir haben wirklich nur Schlafmützen in den höheren Positionen. Vor fünf Jahren lagen wir im Kreis Soest über 12000 Abos, jetzt müssten wir schon bei knapp 9000 liegen. Wer soll denn uns noch bezahlen…
an Aufwachen
Zum Aufwachen ist es wohl zu spät, daß hätte früher passieren müssen.
Klar, jeder gegen jeden, so möchten die Herren das,
aber warum redet – und hat bisher nicht – niemand Tacheles???
Jeder denkt an sich – bloß nicht den Mund aufmachen, könnte ja einen Job in der Sonderthemenredaktion bekommen.
Einer für alle, alle für einen …
… lange vorbei.
Weiße Seiten werden jetzt auch nichts mehr nützen, das hätte deutlich früher beginnen müssen.
In “sicheren” Gegenden wird kein Redakteur die Seiten aus Solidarität weiß lassen.
Die denken auch nur an ihren Job …
Auch wenn die “Sicheren” Verbesserungsvorschläge hätten, würden sie diese Äußern?
Ich denke nicht, das Gesamtpaket der WAZ ist einfach zu groß. Von oben wird bestimmt, unten macht man …
Und wenn ich mal die Miesen sehe, 2,9 Mill. Euro am Ende des 3. Quartals im Kreis Soest, Einsparpotzential 0,6 Mill., ist eigentlich nicht anders rechenbar …
Da haben wohl alle Fehler gemacht – Verlagsleitung, Reakteure, Anzeigenberater, Vertrieb …
sorry
@ WP-Frau
ich kann mich auch noch an höhere Auflagenzahlen erinnern ….
Auffällig ist, dass die waz Mitarbeiter fast immer die Schuld bei anderen, bsp. Ippen suchen. Schonmal an die eigene Nase gefasst?
@WP- Frau:
Der Punkt mit den hohen Abopreisen ist nicht von der Hand zu weisen. Und wenn jetzt die Redaktionen geschlossen werden, die Abozahlen weiter sinken, wird der Preis noch mehr ansteigen. Die Konsequenz? Richtig! Es hagelt noch mehr Abbestellungen.
@Ippen-Bande: Ippen muss man eins lassen, er hat erkannt, wie man die Leser vor Ort bekommt. Zum Beispiel indem lokale Themen im Mantel erscheinen, und nicht irgendwo im dritten oder vierten Buch. Das macht bei den lokalen Lesern Eindruck. Ihre Stadt auf der Titelseite, und nicht irgendwelche überregionalen Themen mit denen sie am Abend zuvor schon vor der Glotze versorgt wurden. Die politischen Kommentare, Kultur und Zeitgeschehen kann man auch ohne ihre Bedeutung zu schmälern in ein hinteres Buch verfrachten. Aber da formiert sich der Widerstand bei der/n Chefredaktion(en). Lieber den Lokalredaktionen vorbeten, dass sie diejenigen sind, die Auflage machen, um sie dann hinten vergammeln zu lassen und die Umfänge weiter kürzen. Heimatzeitung ist halt relativ…
Weiß schon einer, was die “Elefantenrunde” am Donnerstag gebracht hat?
Ich glaube nicht, dass die Chefredaktionen Lokales nicht vorne haben wollen. Im Kreis Soest jedenfalls habe ich heute sogar was lokales (vom Sport) auf der ersten Seite mit Foto gesehen – nun gut, war auch eine WP-Veranstaltung. Und die “Region” war mal wohl als genau das gedacht, was >Fritz Mecker< fordert. Und die Idee “Heimatzeitung” klingt ja auch irgendwie in die Richtung. Ohne dpa sollte ja auch mehr Platz dafür sein…
Die Frage, die bleibt, ist, ob dafür dann auch die Leute da sind, die Seiten zu füllen… Sprich: Meiner Meinung nach ist das “Konzept” der WAZler von der falschen Seite her aufgezäumt: Anstatt zu schauen, wie man die Blätter besser machen kann – und dann überlegt, wie man die Kosten senkt (meinetwegen in einigen Bereichen auch mit weniger Personal), werden erst die Leute herauskomplimentiert (wer eh auf dem Absprung war oder gut ist, freut sich vielleicht noch über das zusätzliche Geld), und die Restmannschaft kann sehen, wie es (vielleicht) weitergeht…
Ansonsten glaube ich, dass die meisten Kollegen hier vor allem (auch) um die verschwindende Meinungsvielfalt kämpfen. Ich glaube, dass angesicht dieser “Abwrackprämie” die erwünschte Mitarbeiterzahl erreicht wird und die verbliebenen weiter als WAZ-Redakteure tätig sein können. Was gehen würde, ist die Meinung-Vielfalt. Und die zu erhalten sollte doch das Ziel sein, ob nun als einer von der WAZ oder aus dem Ippen-Lager. Ich weiß eines: In Bereichen, wo es nur eine Zeitung gibt, profitieren werde die Redakteure noch die Leser davon; wenn überhaupt, dann die Verleger, weil sie sparen können…
Die ganze Diskussion, ob Ippen oder die WAZ besser aufgestellt sind, ist doch völlig müßig, weil der Zug für die WP in Soest und Werl endgültig abgefahren ist. Mal schauen, wie man mit Warstein umgeht, denn noch ist die WP (wenn auch knapp) dort Marktführer. Dem Verleger Ippen muss man eines attestieren; er hat begriffen, wie man mit einer Lokalzeitung Leser bindet und neue holt: Lokales, Lokales, Lokales. Das hat er sich bisher im Kreis Soest eine Stange Geld kosten lassen und Produkte angeboten, die vom Umfang her ihresgleichen suchen – und das bundesweit.
Es tut weh, hier zu lesen, dass sich die Ippen-Apostel über die Qualität der WP-Redakteure negativ auslassen. Der größte Teil der WPler hat einen verzweifelten Kampf gegen eine Konkurrenz gefochten, die immer in allem einen Schritt schneller war (Farbilder, Inernet).
Und wenn man bei der WP-Chefredaktion das hohe Lied vom Lokalen gesungen und gleichzeitig den Mantel weiter ausgestattet hat, hat Ippen gehandelt und wirklich in seine Lokalteile investiert. Hinzu kommt über Jahre eine konsequente und zum Teil recht aggressive Akquise. Das hat sich in Abos ausgezahlt. Die Bemühungen des WAZ-Konzerns, mit zum Teil zahnlosen Werbern, für die Welver ein Vorort von Wladiwostik ist, dagegegen zu halten, waren einfach nur lächerlich.
Der größte Fehler aber ist gemacht worden, als man in Warstein die Rundschau geschlossen und die Abonnenten auf dem Silbertablett zum zum Anzeiger gebracht hat.
Derartige verlegerische Offenbarungseide suchen ihresglechen. Dergleichen Fehlentscheidungen – gerade auch personelle – hat es im Kreis Soest immer wieder gegeben, weil man nie den Arsch in der Hose gehabt hat, gegenüber Ippen für Waffengleichheit zu sorgen.
Und noch ein Wort zu allen Ippen-Mitarbeitern, die sich hier im Forum tummeln: Heute wir und morgen ihr. Man muss schon sehr naiv sein, wenn man nicht sieht, dass hinter den WP-Schließungen im Kreis Soest konkrete Absprachen der WAZ mit Ippen stehen. Wobei längst nicht mehr der honorige Dirk Ippen – einer vom wirklich alten Verlegerschlag, der Zeitungmachen nicht nur als Gewinnaximierung, sondern als publizistische Aufgabe sieht -, sondern sein umtriebiger Neffe den Takt vorgibt. Und dem sind im Zweifel sein A8 und sein Penthouse wichtiger als der Erhalt der publizistischen Vielfalt. Also, liebe Kollegen, wärmt Euch noch schon am warmen Feuer, denn vielleicht steht ihr schon morgen zitternd neben uns in der Kälte.
Nochmal: Wozu Absprachen, wenn man den Kreis Soest doch auflagenmässig längst gewonnen hat? Die ivw-Kurve ist doch eindeutig…
Es sollte sich niemand über die Situation freuen. Wenn die Konkurenz weg ist, wird auch bei den anderen Tageszeitungen die Berichterstattung zurückgefahren. Auch hier wird es um Arbeitsplätze gehen!!! Der Werler Anzeiger wird keine 7 Lokalseiten mehr haben und auch der Patriot nicht mehr alles vom Sport aus dem Bereich Rüthen am nächsten Tag bringen. Übrigens die Abopreise werden bei allen Zeitungen steigen, denn man muss den Verlust im Anzeigengeschäft ausgleichen. Kann ja auch sein, dass die Verlage die Verbreitungsgebiete schon neu aufteilen. Hier sollte niemand Schadenfreude haben!
@Leser Die Antwort ist einfach: Weil man schon seit einiger Zeit ganz bewusst die IVW-Kurve hat nach unten rutschen lassen. So schwer ist das nicht zu erraten. Das gibt es in anderen Branchen auch: Erst eine Weile das Marketing schleifen lassen, die Preise erhöhen, das Personal und Etats verknappen, den Service verschlechtern und Kunden vergraulen. Dann hat man bald den erforderlichen Grund, die Bude dicht zu machen.
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Eine noch halbwegs florierende Ausgabe ließe sich schließlich trotz aller Absprachen nicht problemlos einstellen. Erst braucht man Rechtfertigungsgründe, erst muss man sie abwirtschaften, damit es die Belegschaft auch kapiert, wenn am ihr sagt: “Ihr schreibt rote Zahlen.” Dann gucken die schön betroffen und halten die Klappe. De Bevölkerung, der man mal wieder ein Stück Pressefreiheit nimmt, tut es auch. Die Politiker mit den helleren Köpfen merken es zwar, werden aber mit gefälliger Berichterstattung (wie Rüttgers neuerdings) geködert und verfassen morgens pflichtschuldig Protestnoten, um nachmittags mit den Herren wieder zu golfen oder Sekt zu trinken.
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Bei WAZens ist der Trend, sich in NRW auf Kernbereiche zurückzuziehen, unverkennbar. Im Ausland – demnächst, dank der 30 Millionen von der KfW sogar in Vietnam – kann die WAZ-Mediengruppe nämlich seit einiger Zeit sehr viel höhere Renditen erzielen. Mittlerweile wird ein erheblicher Teil ihres Umsatzes (die Rede ist von über 50 Prozent, aber weiß das schon genau) im Ausland generiert.
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Da kann man jetzt leicht den kleinen Verlagen, den Ippens und anderen, im teureren Inland die weniger lukrativen Randgebiete überlassen. Warum dort weiter unnötig Geld in Konkurrenzkämpfen verfeuern, wenn es sich neuerdings woanders, in Bulgarien, Ungarn, Kroatien (dort zum Beispiel mit 49-Prozent-Beteiligung an der Europapress Holding, die allein über 600000 Auflage vertritt), in Serbien, Rumänien, Mazedonien und Montenegro und seit 2007 auch in Russland viel, viel leichter verdienen lässt? DAS ist der Grund für manche Entscheidung im Inland, die uns so widersinnig erscheint. Ippen kratzt die kaum noch.
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BTW: Über Jahre hinweg wurde den Beschäftigten der WAZ-Mediengruppe erzählt, dass das eiserne Sparen im Inland und das großzügige Investieren im Ausland ihre Arbeitsplätze sichere. Alle haben es geglaubt, alle sind hereingefallen.
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Fazit: Liebe Rest-WAZler, liebe Ippenheimer, tut Euch einen Gefallen: Glaubt Ihnen nichts. Kein einziges Wort. Es geht ihnen nicht um Euch. Es geht ihnen nicht mehr um Pressevielfalt, nicht um Meinungs- und Informationsfreiheit. Es geht ihnen nur noch ums Geld. Und die so gern propagierte Qualität verschwindet spätestens dann, wenn sie nicht mehr benötigt wird. Dann, wenn die Grenzen abgesteckt sind.
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Und jetzt ist mir ein wenig übel. Mahlzeit!
Schreckliche Nachricht. Ich war ernsthaft schockiert, als ich die Horrormeldung von einem WP-Kollegen erfahren habe. Das ist eine Jetzt-Katastrophe für die WP und eine Bald-Katastrophe für den Anzeiger.
Darauf haben die Herren in Hamm doch nur gewartet! Ich erinnere mich noch an Zeiten, als etwa in der Soester Redaktion 5 festangestellte Fotografen beschäft waren. Doch seit Jahren wurden Abgänge nicht wieder ersetzt, die Stellen sind weggefallen. Die verbliebenen zwei Fotografen rechnen jeden Tag mit einem Aufruf, sich doch selbstständig zu machen…
Jetzt tut es mir wirklich leid um die Kollegen von der WP. Da spielt die Qualität keine Rolle – Stümper und Helden gibt es bei allen Verlagen, egal ob WP oder Ippen. Aber da fallen Arbeitsplätze weg: Vertrieb, Redaktion, Fotografie,…, bis hin zur Putzfrau. Am schlimmsten haben es die freien Mitarbeiter, die sich teilweise jahrelang ein Zubrot verdienen konnten und sich jetzt auf erhebliche Einkommenseinbußen einstellen müssen.
Ich sehe schwierige Zeiten auf *uns alle* zukommen. Einzige Lösung Internet? Da sehe ich schon wesentlich mehr Chancen darin, die Reporter in Zukunft direkt von den Vereinen zu bezahlen. Alles nach dem Motto: “Komm zu uns, mach ein Foto und schreib einen Bericht, und wir zahlen dir deine 10/20/30 Euro…”
Nochmal: Schreckliche Nachricht. Ich hoffe, dass die WP-Mitarbeiter den Mut aufbringen, ein paar Tage hintereinander weiße Seiten drucken zu lassen.
@ Freier Mitarbeiter bei Ippen
“Ich erinnere mich noch an Zeiten, als etwa in der Soester Redaktion 5 festangestellte Fotografen beschäft waren.”
Womit bitte beschäftigt eine Lokalredaktion FÜNF festangestellte Fotografen?
Beobachter
“Über Jahre hinweg wurde den Beschäftigten der WAZ-Mediengruppe erzählt, dass das eiserne Sparen im Inland und das großzügige Investieren im Ausland ihre Arbeitsplätze sichere. Alle haben es geglaubt, alle sind hereingefallen.”, schreibt Erdgeist.
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Genau so ist es. Ich gehöre auch dazu. Zu den Leuten, die man belogen und betrogen hat, die kostenlose Überstunden am laufenden Band gemacht haben, und der man wie dem Esel, der laufen soll, die Möhre namens “sicherer Arbeitsplatz durch Balkan-Investitionen” vor die Nase gehalten hat. Sie haben mich ausgenutzt, verraten und verkauft. Und ich wollte es nicht wahrhaben.
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“Entschieden sozial”, das habe ich unterschrieben und geglaubt. Bis ich jetzt wie eine leere Chipstüte weggeworfen werde. Solidarität? Ich bitte euch – lest euch mal die Beiträge hier im Protestblog durch. Häme, Schadenfreude und krankhafte Spinnereien, kindische Freude bei Konkurrenz-Mitarbeitern, die nicht wahrhaben wollen, dass sie nicht auf der Insel der Seligen sitzen, sondern in der Kündigungs-Schlange nur etwas weiter hinten stehen.
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Früher war ein Lokalchef einer von uns. Solche gibt es immer noch, aber als aussterbendes Modell. Die anderen haben sich nach der Elefantenrunde und Klümper-Gesprächen zu Stillschweigen verpflichtet, mal wieder. Und lassen uns weiter im Nebel stochern. Ich müsste mich schämen, sie mit “Kollege” anzureden.
hier noch eine aktuelle Meldung aus der Welt am Sonntag zum Thema
http://www.welt.de/wams_print/article3207748/WAZ-spart-an-den-Wurzeln.html
mit freundlichen Grüßen, medienmoral-nrw
Der größte Fehler aber ist gemacht worden, als man in Warstein die Rundschau geschlossen und die Abonnenten auf dem Silbertablett zum zum Anzeiger gebracht hat.
So ein Quark….
Das hat die Leser zum Anzeiger gebracht? Da kann ich dir aber ein paar andere Gründe für einen Konkurrenzkampf nennen, den der Anzeiger rund um Reinhold Großelohmann mehr als verdient gewonnen hat. Die leute haben gewechselt, weil der Anzeiger die bessere Zeitung gemacht hat.
WP und WR haben nie eine Chance gehabt gegen den Anzeiger in den letzten Jahren. Die Standorte sind kaputtgespart worden und der Downhill-Kurs ist niemals korrigiert worden, obwohl es Gelegenheit genug gegeben hätte. Man hat zugesehen, wie die beiden Redaktionen in die Krise fuhren ohne zu reagieren. Für mich heißt das: Man wollte es so.
Die WR in Warstein zu schließen war Folge von Missmanagement auf allen Ebenen und wenn es ein Fehler war, dann sollte man sich heute bei so Leuten wie “Tarzan” Evers bedanken, der hier ganz geschickt Stellen abgebaut hat. Auch so ein “Kollege”….
Grüße usch
@usch
Als seinerzeit Betroffener möchte ich an dieser Stelle richtig stellen, dass Kollege Evers im Kontext der Schließung der Warsteiner WR-Lokalredaktion sich bis zuletzt vehement für den Erhalt des Standortes eingesetzt hat, sich damit aber – leider – bei den Verantwortlichen nicht durchsetzen konnte.
Dieser Kritik müssen sich zweifelsfrei andere stellen.
Ralf Münstermann,
seinerzeit Redaktionsleiter der WR Warstein
Hi Ralf, bei aller Loyalität, verlang nicht, dass ich dem Herrn noch danke. Er hätte es damals in der Hand gehabt, nicht nur nachträglich für Loyalität gerühmt zu werden, sondern wirklich aktiv den Laden zu retten. Dass er später, als es nichts mehr zu retten gab noch als Retter auftrat – sorry, aber das zählt nicht mehr!
Und das weißt du auch…ich erinnere an einige Dinge, die zwischen 1996 und 1999 passiert sind. Darunter fällt auch der von mir angesprochene “saubere Stellenabbau”
Grüße usch
Wieviele Fehlentscheidungen beim Personal gehen eigentlich auf das Konto von Evers und Alfringhaus? Die sind doch berüchtigt dafür, fähige Leute rausgeekelt und Nullnummern zu Chefs und Chefinnen gemacht zu haben.
Darunter leidet die WR bis heute.
@Fehlbesetzung Was soll denn das? Wir wissen doch alle, dass die Probleme ganz anderer Art sind, allen voran die chronisch knappen Besetzungen. Überdies besteht eine Redaktion ja nicht nur aus dem Lokalchef. Schließlich sind Redakteurinnen und Redakteure nicht bloß Erfüllungsgehilfen. Wer jetzt versucht, an einzelnen einzelnen Chefs und Chefinnen und an Personalentscheidungen aus dem letzten Jahrhundert die Ursachen festzumachen, der denkt entschieden zu kurz.
Statt Solidarität zu pflegen, wird hier in alten Wunden geleckt. Hier geht es weder darum welcher Redakteur (in) besser ist, noch ob die WP eine gute Heimatzeitung ist bzw. warum die Ippen-Zeitungen viel besser sind. Es geht hier um viele Arbeitsplätze von Redakteuren und Lebensgrundlagen von Freien und später auch um die Arbeitsplätze der Kolleginnen in den Geschäftsstellen und in der Schlussfolgerung auch um die Beschäftigten in der Technik. Dies nicht nur im WAZ-Konzern, nein wir werden alle betroffen sein die irgendwo in der Branche tätig sind. Wie schon in diesem Blog von einem Drucker gefordert: Kolleginnen und Kollegen Redakteure wo bleiben eure weißen Seiten und andere Aktionen? Die nächste Betriebsversammlung für den WAZ-Konzern ist in der Mache. “Morgenstund hat Gold im Mund”.
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Ich denke, dass die Fehlbesetzungen bei der gesamten WAZ das eigentliche Problem sind.
Vom Kopf bis zu den Gliedern.
Es liegt doch nicht allein am schlechteren Personalschlüssel, dass einige Redaktionen mehr Leser als andere verlieren.
Selbst im letzten Loch kann ein guter Chef die Leute motivieren und die Auflage steigern.
Umgekehrt habe ich (viele) Redaktionen erlebt, wo der Chef überfordert und der Rest sich mit 40 auf die Rente vorbereitet.
Fallende Auflage? Das liegt natürlich daran, dass der Mitbewerber noch mehr Leute und ein viel helleres Büro hat. Eigene Ideen, Themen? Fehlanzeige. Vereine und Pressemitteilungen sind ihr täglich Brot.
Zu verantworten hat dies allerdings allein die Führungsspitze.
Durch unfähige Leute wie Evers, das Reitz-Objekt und die übrigen Essener Geschäftsgeschwüre wurde und wird der ganze Verlag vor die Wand gefahren. Mit Anlauf.
Und viele von uns lächeln und machen die Gurte ab, weil sie auf die Airbags vertrauen.
Mit den rausgeekelten Lokalfürsten, die es früher bei den Titeln der WAZ gab, hätten sie es nicht so leicht gehabt.
Der Kampf um die eigenen Arbeitsplätze und die MEINUNGSVIELFALT zeigt doch exemplarisch, was vielen WAZ-Journalisten auch bei ihrer Arbeit vor Ort fehlt: Rückgrad.
Was nutzt jetzt noch alles Wehklagen, Aufrechnen und Vergleichen. Wenn jetzt nach der Bekanntgabe weiterer WAZ-Grausamkeiten über das Angekündigte hinaus niemand der “A….” hoch bekommmt und die Initiative des Handels übernimmt, dann jeder sein eigenes Schicksal selbst mitnesiegelt.
Angeblich soll heute der Rotstift angesetzt worden sein – weiß einer was genaues? Halte das nicht mehr aus…
@Fehlbesetzung Und wenn Du “Rückgrat” mit “d” schreibst, solltest Du Dich mit Urteilen über die Unfähigkeit anderer Journalisten vielleicht doch etwas zurückhalten. SCNR
Kampfmaßnahmen. Natürlich.
Aber – falls wir dann gewinnen sollten – bitte nicht zurück zum Alltagsgeschäft.
Jede Stadt ist Kampfgebiet. Jeder neue und alte Leser rettet unsere Arbeitsplätze.
Keine Absprachen, kein früher Feierabend am Nachmittag. Eigene Geschichten auf der Seite 1. Und damit meine ich nicht nur das Einwickelpapier.
Wir müssen bestimmen, worüber die Leute in der Stadt reden. Dann klappt das auch mit der Auflage.
Aber nicht vergessen: Freitag ist Ultimo. Viele sind schon weg. Der Rest muss es machen.
@Fehlbesetzung
“Und wenn Du “Rückgrat” mit “d” schreibst, solltest Du Dich mit Urteilen über die Unfähigkeit anderer Journalisten vielleicht doch etwas zurückhalten. SCNR”
Danke, Sam.
Das ist es, was die ganzen Pseudo-Journalisten in unseren Redaktionen auszeichnet. Keine Ideen, aber immer zusehen, dass die anderen Schreiber noch schlechter dastehen.
Prima. Noch mehr Futter für Sam:
War natürlich
@Sam
und nicht
@Fehlbesetzung
Offensichtlich fehlt mir (wie vermutlich uns allen) ein Korrektor.
Nö. Aber wer derart austeilt wie Du, sollte selbst nicht die peinlichsten Fehler machen. EOD
Für alle, die immer noch glauben, dass der Schrecken bald ein Ende nimmt: Heute ist den Betriebsräten in Essen mitgeteilt worden, dass nicht 260, sondern 330 gehen müssen. Geht euch jetzt endlich ein Licht auf: Diese Zahl kursiert schon seit dem Sommer. Die ganzen Gespräche und Verhandlungen der vergangenen Monate waren nur Scheingefechte. Die fahren de Kiste mit voller Wucht und Beleuchtung gegen die Wand.
@Sam
Du konntest also nicht widerstehen? Warum dann so schnell Ende der Debatte?
Das ist oberflächlich.
Wenn Du dich schon über mich aufregst, dann doch wenigstens so wie einer vom Fach.
Hintendran ein paar Netz-Kürzel? Billig das ist.
Machst Du so auch Zeitung?
Viel peinlicher als meinen Schreibfehler finde ich die unfassbare Distanz, mit der hier Leute wie Du zu Werke gehen. Bist Du selbst betroffen? Ich bin es.
EOD ist Freitag. Wo bist Du an dem Tag und danach?
Wer stellt solche Nerds ein, die finden, dass das eigentliche Problem unserer Redaktionen die chronische Unterbesetzung ist?
An Journalisten vielleicht. An Stuhlhockern sicher.
330 sollen und werden gehen, damit ist auch klar, dass die WAZ wohl nicht ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen wird. Wie war das noch mit dem Karren, der aus dem Dreck gezogen werden sollte? Peinlich, peinlich. Und wie schamlos seit September mit den Mitarbeitern umgegangen wird, ist wirklich beschämend. Aber bloß nicht den Namen WAZ beschmutzen, liebe Mitarbeiter. Dafür ist die Geschäftsführung schließlich ganz alleine zuständig…
@Fehlbesetzung Nun halte ‘mal den Ball flach; spare Dir Deine Energie für Freitag auf. Indem Du hier in Bausch und Bogen Kolleginnen und Kollegen beleidigst, spielst Du den Falschen in die Hand. Deine Versuche, mit nebulösen Vorhaltungen die Schuld ganz und gar auf angeblich unfähige Kolleginnen und Kollegen abzuwälzen, lenkt jedenfalls nur von den eigentlichen Ursachen ab. Da frage ich mich doch, in wessen Auftrag Du hier so einen Stuss schreibst. Assistent der Geschäftsführung?
Liebe Betriebsratsvorsitzende, Teilzeitarbeit wird als ein Mittel propagiert, den Stellenabbau sozialverträglich hinzukriegen. Es gibt aber keine verlässlichen Informationen darüber, ob dies überhaupt möglich ist. Der Personalchef Kopatzki sagte auf der Betriebsversammlung in Schwerte, “das regeln wir dann schon”, von der Personalabteilung erfährt man dann, das hängt davon ab, wie sich die Chefredaktion entscheidet. Die Chefredaktionen entscheiden sich für irgendetwas? Nein, darüber müssen Profis entscheiden, Personalmanager, in Absprache mit der Chefredaktion. Letztere ist im Stande, selbst das noch in den Sand zu setzen.
und was ist, bitte, heute in Essen genau bekannt gegeben worden? Ich warte schon den ganzen Tag auf Nachrichten, was mit meinem Arbeitsplatz passiert. Die Kollegen der einzelnen Titel werden ganz offensichtlich sehr unterschiedlich informiert. Und das ist einfach nur Scheiße
Teilzeitarbeit ist kein Tabu mehr. Es wäre endlich an der Zeit, die Kollegen umfassend darüber zu informieren. Wie sieht es bei einer 4/5- oder 3/5-Stelle aus, muss ich dennoch fünf oder vier Tage in der Woche arbeiten bei verminderter Stundenzahl? Es gibt dazu einschlägige Gerichtsurteile.
4/5-Stelle bedeutet z.B. vier Tage in der Woche bei reduzierter Stundenzahl zu arbeiten, und dann den Griffel pünktlich fallen zu lassen, weil man ja noch irgendwoanders sein Geld verdienen muss. Also keine Angst vor Teilzeitarbeit. Wir benötigen dringend vom Betriebsrat und seinen Sachverständigen noch mehr verlässliche Informationen dazu. Quält die Personalabteilung, bis sie aus den Nähten platzt!
Übrigens, es wird auch noch zu klären sein, ob man am Content-Desk oder als Ressortleiter nicht auch mit reduzierter Arbeitszeit arbeiten darf. Warum eigentlich nicht. Für sein Recht muss man streiten.
Ein Unternehmen, das 30 Prozent kappt, ist auf Dauer nicht lebensfähig. Heute nachzulesen in dem WAZ-Bericht über Opel.
Hombach, Nienhaus! Denkt mal drüber nach. Ihr seid mitlerweile bei mehr als 30 Prozent angekommen. Ihr macht den Laden kaputt! Wundert euch nicht, wenn’s beim nächsten Mal, nicht so kuschelig wird, wie in der Lichtburg!
Also ich erwarte jetzt von den beiden Journalistengewerkschaften den ersten Aufruf zum Warnstreik.
Wir haben uns – ebenso wie unsere Betriebsräte – seit November für dumm verkaufen lassen, haben uns hinhalten lassen und müssen jetzt die Notbremse ziehen. Das geht nur noch über einen flächendeckenden Streik.
Und das so lange, bis betriebsbedingte Kündigungen vom Tisch sind, eine Arbeitgebergarantie für die Arbeitsplätze kommt und schriftlich fixiert ist, was Teilzeit bedeutet.
Jetzt zählt nur noch die ultima ratio – und die kann nur heißen: Nein zu Hombach und Nienhaus, Nein zu Reitz und seinen überfliegenden Allmachtphantasien. Ja zu gutem Journalismus! Und der geht nur ohne Reitz!
Ein wahres Wort ruhig ausgesprochen – Kollege Hans Lassmann!!!
@Klaus Müller vom 13.2.: Ich fürchte, “der Bodo” wusste damals schon eine ganze Menge und hat sich nur mal verplappert. Denn offensichtlich soll die NRZ-Lokalredaktion Essen nun doch nicht mehr als Vollredaktion bestehen bleiben, sondern nur noch branden. Und aus 262 sind 330 geworden. Vorerst?
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Wir dürfen uns jetzt bei den Info-Veranstaltungen nicht vom bestimmt wieder gut salbadernden Bodo Hombach einwickeln lassen. Dass er das bis zur Perfektion kann, das wissen wir. Zur Not würde er auch am Rednerpult weinen.
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Die Zeichen stehen ab sofort auf Sturm, Freunde. Es wird, fürchte ich, leider Zeit, nun richtig zu kämpfen.
Fortbestand für WP und WR Warstein wahrscheinlich (13:44 Uhr)
Das Ringen um die Zeitungslandschaft im Kreis Soest geht weiter. Nach Angaben von Gewerkschaftern will der WAZ-Konzern offenbar die Ausgaben der Westfälischen Rundschau und der Westfalenpost in Warstein erhalten will. Allerdings halte der Medienkonzern daran fest, die Redaktionen in Soest und Werl zu schließen. Gewerkschafter sagten dem WDR, man wolle die Geschäftsführung davon überzeugen, sich nicht aus der Soester Börde zurückzuziehen.
Quelle: Wdr
WR Warstein? Einen toten Gaul sollte man nicht mehr ins Rennen schicken.
In der WR in Warstein steckt doch schon lange die WP drin, für alle die es immer noch nicht gemerkt haben!
@RM
stimmt, deshalb habe ich die WR auch gekündigt und das Original bestellt (WP), die habe ich dann im November gekündigt – mutierte zum Käseblättchen, stand kaum noch was drin, aber der Preis ist geblieben – und wechselte zum Anzeiger.
Das hätte ich mindestestens 2 Jahre früher machen müssen, weil:
aktuell, seriös, leserfreundlich und auch aktuelle Verbrauchertipps (Anzeigen)
So wird Zeitung gemacht – Glückwunsch !
wenn Werl und Soest geschlossen werden, Warstein bestehen bleibt, wo bekommt man dann die WP denn noch? Okay, ich habe mittlerweile den Anzeiger, aber es gibt doch sicherlich noch ein paar Hundert Leute, die die WP lesen oder sogar die gefakete Rundschau?!
Was ist mit den Geschäften, den Anzeigenverkäufern, den vielen Boten?
Bleiben die Geschäfte in Werl und Soest geöffnet ?
Braucht man dann noch die vielen Anzeigenverkäufer oder werden die auch noch wegrationalisiert?
Mir scheint, das ist erst die Spitze des Eisbergs.
Es tut mir wirklich leid zu lesen was da bei euch passiert …
@ Verbraucher: Die WP gibt es noch komplett im Sauerland… Dort wird jeweils der kleinere Titel wegrationalisiert bzw. der Lokalteil der jeweils anderen Zeitung übernommen (siehe WR Warstein). Ob jemand von der WP zur WR oder umgekehrt wechselt, ist doch der WAZ egal… Bleibt doch im Hause…
Die Geschäfte, Anzeigenverkäufer und Boten werden logischerweise auch verschwinden, sobald sich die WP aus Werl und Soest zurückgezogen hat. Die Geschäftsführung hätte beide Standorte am liebsten schon gestern geschlossen, allerdings hat man wohl gemerkt, dass es noch Mietverträge gibt, lästige Anzeigenverkäufer etc. Deshalb zieht sich das halt noch etwas hin…
Traurig ist es, fürwahr. Und absolut absurd, wie in Geschäften und Fußgängerzonen im Kreis Soest noch (als ob nix wäre) täglich Abos angeboten werden. Nicht zu fassen…
Traurig auch, dass in keiner der vier WAZ-Titel ein Wörtchen über die WAZ-Maßnahmen fällt, während die Konkurrenz, Agenturen und der WDR berichten…
Den Lokaljournalisten daraus einen Vorwurf zu machen, wäre aber falsch. Opelaner stehen selten mit komplettem Namen im Blatt, drehen das Gesicht im Fernsehen weg und Journalisten nutzen ihre journalistische Freiheit nicht… denn wer auf einem Ast sitzt, sägt ihn sich nicht selbst ab. Dafür sollte es Verständnis geben.
Diese Entscheidung sollte an anderer Stelle getroffen werden, seitens der Chefredakteure der einzelnen Titel und seitens der Geschäftsführung. Die gehen aber damit um, wie mit dem WAZ-Kahlschlag allgemein… völlig unprofessionell, von einer Unternehmensberatung gesteuert und schlicht und ergreifend am Leser vorbei. Traurig, aber wahr.
@ Schrecken hoch drei
man sagte mir, jemand der mich kennt, ich habe mich lächerlich gemacht …
es heißt nicht “Geschäfte”, sondern Geschäftsstellen,
nicht “Anzeigenverkäufer” sondern Medienberater …
allerdings frage ich mich, was sollen diese Wortspielereien, das ist doch mal völlig daneben.
Hier geht es um viele Arbeitsplätze (330?!) und eine Dunkelziffer die wohl noch im Raum steht – eben die Personen, die ich fälschlicher Weise falsch benannt habe.
Nicht nur in Soest oder Werl, auch in anderen Bezirken, die Warsteiner werden wohl auch folgen, wer soll denn die Zeitung noch kaufen bzw. durch Werbung finanzieren? Wenn ihr da nur noch mit 3.000 oder vielleicht auch, optimistisch gesehen, 4.000 Zeitungen auftretet? Da sind ja diese komischen Hefte, die einmal im Monat erscheinen, besser dran!
Und die Firmenpolitik kann ich gar nicht verstehen – alle berichten über Euch Zeitungen, Radio …
nur der Betroffene nicht.
Ich hörte, daß nichtmal Eure eigenen Leute (”Medienberater” und Personal in den “Geschäftsstellen”)
wissen wie es weiter geht. Die glauben sie seien sicher, aber was soll eine nur noch kleine Zeitung mit zig Verkäufern und Redakteuren?
Glauben Ihre Bosse denn wirklich, daß die Westfalenpost in Warstein noch zu halten sein wird gegenüber den mächtigen (und auch guten) Anzeiger?
Glauben die noch verbleibenden Mitarbeiter wirklich auf der sicheren Seite zu sein? Ich meine nicht nur die SChreiberlinge …
Sie sagten selbst …
Zitat:
Die Geschäfte, Anzeigenverkäufer und Boten werden logischerweise auch verschwinden, sobald sich die WP aus Werl und Soest zurückgezogen hat. Die Geschäftsführung hätte beide Standorte am liebsten schon gestern geschlossen, allerdings hat man wohl gemerkt, dass es noch Mietverträge gibt, lästige Anzeigenverkäufer etc. Deshalb zieht sich das halt noch etwas hin…
Armes Deutschland …
… arme WAZ
und das Schlimmst, wie schon gesagt
die Informationspolitik der WAZ
Gute Nacht – das geht gar nicht
@Verbraucher. Aus welcher Ecke im Kreis Soest kommst du? Bist gut informiert
@ Schrecken hoch drei
habe ich ja noch ganz vergessen :
Ich wurde diese Woche angerufen, ob ich denn wohl nicht mal die Westfalenpost testen möchte …
Was soll der Blödsinn wenn Ihr eh verschwindet …
zumindest zum größten Teil
@Blog-Leser
Mitten drin – warum?
@Blog-Leser
ist doch auch ncith wichtig – ich verfolge den Blog, habe den Anzeiger gelesen, Hellweg Radio gehört
warum sollte ich nicht gut informiert sein?
@Blog-Leser
1 + 1 kann ich auch noch zusammen zählen
Lesen Sie doch mal die ganzen Kommentare, egal zu welchen Thema
gut, viele Annahmen, vieles was richtig sein wird
Pressemeldungen
also, wer richtig lesen kann, ist eindeutig im Vorteil …
Ist nicht böse gemeint, es tut mir wirklich leid um die vielen, vielen Arbeitnehmer, aber man muß auchsagen, daß die Firmenpolitik nicht ganz richtig war, da haben die Konkurrenten doch woh eindeutig bessere Arbeit geleistet …
Ich komme aus Warstein und verfolge die Sache auch mit großem Interesse. Damals die wr-Schliessung hatte auch nur der anzeiger exclusiv berichtet. Das ging damals auch ganz plötzlich, schwupp waren sie weg…
@Blog-Leser
die Geschicht habe ich auch erlebt – wohne zwar etwas weiter nord-westlich, aber trotzdem
war auch keine tolle Geschichte, hat dem Verlag “damals” schon sehr geschadet …
Guten Morgen,
ich verfolge das hier schon seit einigen Tagen, warum hackt hier jeder auf den Redakteuren rum, die machen doch nur ihr Arbeit wie von oben vorgegeben.
Wenn ich das richtig sehe, finanziert sich eine Zeitung duch Auflagen (also Abos) und insbesondere duch Anzeigen – die bringen die Gelder auf’s Konto.
Ich inseriere schon seit Jahren sowohl im Soester Anzeiger als auch in der Westfalenpost.
Wie konnte euer Anzeigeleiter zulassen, sich von guten Leuten wie Pomorsky, Sklenak, Trachten, Niellies …. zu trennen?
Wie konnt man zulassen, daß die Berater nur noch in Soest erreichbar sind?
Das waren Berater, die zu überzeugen wußten, die Geld in die Kassen brachten. Wenn ich mir ansehe was jetzt noch an Werbung in eurem Blatt ist , mit welcher Arroganz der für mich zuständige Berater auftritt …
Gute Nacht Marie!
@Inserent
“die machen doch nur ihr Arbeit wie von oben vorgegeben” – ist nicht böse gemeint, aber ich glaube, wenn die Kollegen in Soest und Werl das in den vergangenen Jahren gemacht hätten, wären ihre Redaktionen schon früher geschlossen worden. Ich hatte vielmehr den Eindruck, dass gerade in den Kampfgebieten viel mehr als erwartet malocht wurde, ohne sich zu beklagen. Und entstanden sind wahrlich gute Ausgabe, die mit dem zuletzt hier viel gelobten Anzeiger mehr als mithalten konnten. Nur: Wenn das restliche Verlagsdrumherum nicht mitzieht, ist es schwer, sich zu behaupten. Umso bitterer, dass engagiert arbeitende Mannschaften gesprengt und eventuell sehr gute Redakteure an die Luft gesetzt werden. Und das von einem kerngesunden Konzern…
Zeuge hat Recht. Gerade die WP-Redaktionen in den Kampfgebieten hatten mehr zu kämpfen, als anderswo. Sie mussten (mit weniger Personal als bei der Konkurrenz) viele Seiten machen und schafften das auch (überwiegend) ordentlich. Die WP im Kreis Soest war – zumindest bis zu einer plötzlichen und drastischen Seitenreduzierung, inhaltlich durchaus konkurrenzfähig.
Woran es immer gemangelt hat, war am Marketing. Da warben dunkle Gestalten, bei denen man lieber einen großen Bogen um sie herum machte als ein Abo zu bestellen. Radiowerbung? Fehlanzeige. Attraktive Angebote? Fehlanzeige. Die Konkurrenz machte das immer aggressiver, besser und interessanter. Warum nicht abonnieren, wenn es Gratis-Geldgeschenke oder moderne Technikgeräte gibt?
Während der WDR munter weiter berichtet, schweigen die WAZ-Titel über ihre eigenen Maßnahmen behaglich und verkaufen ihre eigenen Leser für dumm. Das ist traurig, denn das sind die Leser nicht… Es wird sich rächen. Das führt zu einem Vertrauensverlust und zu einem Imageschaden. Der Geschäftsführung scheint es aber egal zu sein! Die Fehler werden nicht in den Lokalredaktionen, sondern an anderer Stelle gemacht. Unter anderem im desolaten Vertrieb… Schade, schade.
Das stimmt aber nicht überall, dass die Konkurrenz besser ausgestattet ist als die WP. Im Kampfgebiet Warstein, wo der Anzeiger in den letzten Jahren dem WAZ-Konzern deutlich Auflage abgenommen hat, hat die WP deutlich mehr Personal. Und trotzdem ist der Anzeiger aktueller, schneller, besser, einfach näher am Leser.
@ Blogger,
und wie wichtig ist DAS jetzt? Fakt ist: Hier werden Arbeitsplätze vernichtet. Fakt ist auch: Meinungsvielfalt geht verloren. Und ich wette drauf, dass in absehbarer Zeit auch folgendes Fakt sein wird: Die Ippens und wie sie alle heißen, die werden in diesen Monopolgebieten reagieren. Nicht sofort vielleicht, sondern schleichend. Glaubst Du denn im Ernst, beim Anzeiger würde die nächste in der Redaktion frei werdende Stelle wiederbesetzt? Ja, wofür denn? Den Journalisten bei der Konkurrenz schadet diese Entwicklung genau so wie den Kollegen von der WAZ. Für dieses Ätsch-Gehabe gibt es also überhaupt keinen Anlass.
Beobachter
Logisch, dass hier viel polemisiert wird.@ Usch: Lass doch die alten Kamellen aus 1996 sein, dei WR war schon immer übel und hinkte hinterher, hinterfrag Dich lieber selber, bevor Du andere disst.
Realistisch ist der Anzeiger besser, aber Konkurrenz belebt das Geschäft, wie wird den Anzeiger denn wenn die WP zumacht ?
Wäre schade, aber die WAZ wird sicher auf die Zahlen gucken und nicht auf die Menschen…
Der Wdr bringt die künftige Situation unter obigen Link auf den Punkt.
Hey Leser aus W. du scheinst ja ein echter Kenner der Warsteiner Medienlandschaft zu sein. Die WR war übel, hat hinterhergehinkt und wurde deshab geschlossen? Wahrscheinlich lag’s an mir – oder warum soll ich mich hinterfragen?
Du armes Licht!
Entweder du versuchst zu begreifen, wo die Zusammmenhänge liegen oder du hälst dich da raus. Wenn ich hier jemanden “disse” dann allenfalls die Herrn Alfringhaus und Evers und dass auch nur um zu sagen: Jede Redaktionsschließung hat ihre Helden…
Grüße usch