Absichtlich Druck aufbauen

Essen. Die Betriebsräte der WAZ werfen der Funke Mediengruppe vor, einige Mitarbeiter des Essener Content Desks absichtlich enorm unter Druck zu setzen. Drei Tage nach Einsetzen einer Einigungsstelle, in der die gescheiterten Sozialplanverhandlungen mit einem externen Schlichter fortgesetzt werden sollen, wurden sie von der Personalabteilung „mit einem besonderen Dokument überrascht“, wie es in einer aktuellen Betriebsratsinfo heißt. Danach will die Personalleitung ein „Konsultationsverfahren nach § 11 Kündigungsschutzverfahren (KschG)“ einleiten, wonach es sich nach Einschätzung des Betriebsrats um eine „Massenentlassungsanzeige bei der Bundesagentur für Arbeit“ handelt. Der Betriebsrat fürchtet, dass die Funke-Gruppe damit die Weichen dafür stellt, betriebsbedingte Aufhebungsverträge abschließen bzw. betriebsbedingte Kündigungen aussprechen zu können.

Mit der unternehmerischen Entscheidung, die Funke Content Dienstleister GmbH zum 31.12.2015 komplett aufzulösen, würden spätestens zum 1. Januar 2016 rund 100 Arbeitsplätze in Essen wegfallen, etwa drei Viertel davon Redakteure. Die meisten von ihnen werden in andere Gesellschaften verschoben, viele zu schlechteren Konditionen. Allerdings gibt es nach BR-Informationen 14 Kolleginnen und Kollegen, die bisher noch keine Perspektive im Unternehmen haben.

Die Betriebsräte empfinden die Einleitung des Konsultationsverfahrens nach § 17 KschG deshalb als „absolut unnötig und im höchsten Maße unfair“. „Wozu wird jetzt noch eine Massenkündigung offiziell angemeldet?“, fragen sie – und kennen nur eine Antwort: Offenbar sollen die betroffenen 14 Mitarbeiter unter Druck gesetzt werden, „freiwillige“ Vereinbarungen anzunehmen. „Seriöse Unternehmen“, so die Arbeitnehmervertreter, hätten diese Situation als Betriebsübergang nach § 613 a BGB gestaltet und auf Kündigungen verzichtet. Der Betriebsrat fordert die Geschäftsleitung dringend dazu auf, die Anzeige bei der Bundesagentur für Arbeit nicht einzureichen.

Es sei ein Unding, „in Berlin eine neue Zentrale mit allem Pomp zu eröffnen und im Ruhrgebiet, der Wiege dieses Konzerns, einige wenige ‚Auserwählte‘ zu feuern“. Alle Vorschläge der Betriebsräte, für die Kollegen Arbeitsplätze im Lokalen anzubieten, habe die Geschäftsleitung bisher „konsequent ignoriert oder abgelehnt“.

212 Antworten zu “Absichtlich Druck aufbauen”

  1. Klarundeinfach sagt:

    Ich höre immer die Strukturen in der Funke Gruppe sind nicht durchschaubar oder verwirrt. Das ist eindeutig nicht der Fall. Kann aber auch sein, dass nur ver.di den Eindruck erwecken will, weil sie nicht den Durchblick hat. Wäre nicht das erste Mal bei der Gruppe.
    https://funkemedien.wordpress.com/2016/05/04/klare-konzernstrukturen-in-der-funke-mediengruppe/

  2. Funkes digitales Zwei-Säulen-Modell sagt:

    Funke liefert zukünftig noch mehr digitale News und startet an vielen seiner Tageszeitungsstandorte neue Nachrichtenportale. Den Anfang macht Mitte Mai Braunschweig. Sukzessive sollen die anderen Standorte folgen. Funke bleibt weiter bei seinem digitalen Zwei-Säulenmodell und bietet neben kostenpflichtigem paid contend mit „exklusiven Premiuminhalten“ auch die für Werbekunden interessanteren kostenfreien „Reichweitenportale“.
    Hier die aktuelle Funke PM vom heutigen Tage
    http://bit.ly/1Wij0sc
    und hier noch der Hinweis auf den Artikel bei meedia.de
    http://meedia.de/2016/05/09/news38-de-funke-startet-netzwerk-regionaler-newsportale-in-braunschweig/

  3. freitagsmail sagt:

    hier mit etwas Verspätung aber gleichwohl natürlich wie immer lesenswert, die Freitagsmail

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    wir hoffen, Sie haben gestern einen schönen Feiertag verbracht. Das Wetter war ja auf jeden Fall wunderbar.

    Passend zu den Temperaturen haben WAZ und NRZ heute mit einer kostenlosen Sonderausgabe den Sommer eingeläutet.
    Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Servicethemen und Freizeittipps. Die Zeitungen wurden an nahezu alle Haushalte im Verbreitungsgebiet – rund 1,5 Mio. Exemplare – verteilt. Realisiert wurde die Sommer-Sonderausgabe von den Teams FUNKE Sonderprodukte und FUNKE Redaktions Services in Kooperation mit den Chefredaktionen von WAZ und NRZ.

    Ganz auf den Sommer ist auch die Westfalenpost eingestellt. Pünktlich zu Himmelfahrt hat sie die App „Biergärtner“ herausgebracht, die einen Überblick über die schönsten Biergärten zwischen Schwelm und Winterberg, zwischen Hagen und Siegen gibt.

    Sommerliches Treiben auch am Essener Baldeneysee: Die NRZ hatte zu ihrem traditionellen, nunmehr 46. Wandertag eingeladen – und es kamen gestern hunderte Leserinnen und Leser. Die Aktionen zum 70. Geburtstag der NRZ gehen weiter. Die Kolleginnen und Kollegen haben nun ein großes Online-Special vorbereitet. Dort finden Sie spannende Videos, interessante Texte und beeindruckende Bilder, zum Beispiel eine Fotostrecke mit Titelseiten aus 70 Jahren NRZ.

    Der Hafengeburtstag in Hamburg ist ebenfalls ein sicheres Indiz dafür, dass es Sommer wird. Rund 1.000 Leserinnen und Leser unserer NRW-Titel sind dabei. Morgen früh fahren sie aus den verschiedensten Städten des Verbreitungsgebiets nach Hamburg und werden dort kräftig mitfeiern, unter anderen bei der Taufe des Luxusliners Aida Prima. Die Aktion ist Teil einer Medienkooperation mit Aida Cruises, konzipiert und vermarktet vom Team des Produktmanagements Reise. Zu sehen ist das Event natürlich auch auf derwesten.de im Live-Stream.

    Im vergangenen Dezember haben sich auf Initiative von WAZ-Chefredakteur Andreas Tyrock und Manfred Braun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der meisten FUNKE-Zeitungstitel und einiger Zeitschriftentitel zu einem Workshop getroffen, um über neue, verbesserte Wochenend-Ausgaben nachzudenken. Der Workshop war tatsächlich ein Ereignis, weil hier titel- und hierarchie- und standortübergreifend unglaublich offen diskutiert und überaus produktiv miteinander gearbeitet worden ist. Einmal mehr zeigte sich, was für ein enormes kreatives Potenzial wir in unserer Gruppe besitzen! Die vielen spannenden Ideen und Ansätze wurden in den folgenden Wochen in Arbeitsgruppen zu konkreten Produkt-Konzepten verfeinert und in Dummys überführt. In dieser Woche gingen die ersten Dummys nun in die Marktforschung. Leser und Abbesteller befassten sich in Gruppendiskussionen intensiv mit den unterschiedlichen Ansätzen. Noch liegen keine abschließenden Ergebnisse vor, aber schon jetzt ist deutlich geworden, dass die Leser viele Ideen richtig gut fanden. Wir halten Sie auf dem Laufenden….

    Apropos kreatives Potenzial: Wir hatten ja bereits von der Chefredakteurs-Tagung am Niederrhein berichtet. Im Intranet finden Sie nun die versprochenen Präsentationen mit beispielhaften Best-Practice-Beispielen unserer Titel.

    Weiter geht’s mit Kreativität: Unsere Thüringer Zeitungen beteiligen sich am Schülerzeitungswettbewerb von Bildungsministerium und Jugendpresse-Netzwerk und loben einen Sonderpreis für besonders hoffnungsvolle Schülerzeitungs-Projekte aus. Vergeben werden drei Förderpreise, deren Gewinner von den Redaktionen von TA, OTZ und TLZ ausgewählt und gekürt werden. Ziel ist, damit auch die Medien- und Meinungsvielfalt in Thüringen sowie die Medienkompetenz junger Menschen zu fördern.

    Großes Jubiläum bei den Zeitschriften: Seit nunmehr zehn Jahren ist Sandra Immoor Chefredakteurin der BILD der FRAU, Europas größter Frauenzeitschrift. Was sie am meisten an ihrem Job liebt? „Dass jedes Heft mit neuen leeren Seiten beginnt.“ Diese füllt sie Woche für Woche gemeinsam mit ihrem Team mit viel Herzblut. Wir sagen herzlichen Glückwunsch zum Zehnjährigen und sind glücklich, dass Sandra Immoor und ihr Team Teil der FUNKE-Familie sind. Weitere interessante Antworten lesen Sie übrigens im Interview mit Sandra Immoor im Intranet.

    Vor einigen Wochen berichteten wir über das Kickoff-Treffen der Controller. Nun haben die Kolleginnen und Kollegen aus dem Einkauf gezeigt, wie das Zusammenwachsen innerhalb unserer Mediengruppe ganz praktisch funktionieren kann. Zusammen mit den Einkaufskoordinatoren aus allen Standorten haben sie sich in Erfurt getroffen, um zentrale Themen zu besprechen, sich besser kennenzulernen und das gegenseitige Verständnis zu fördern.

    Im Digitalbereich testen die Kolleginnen und Kollegen ja immer wieder neue Vertriebswege aus. Die Berliner Morgenpost ist jetzt exklusiver Launchpartner des neuen Readly-Angebots „ReadlyPlus“. Bislang hatte die Flatrate-App ausschließlich Magazine in ihrem Angebot. Mit der Morgenpost gibt es ab sofort auch die erste Tageszeitung auf der Plattform.

    Im letzten Blog hatten wir ja von einem wahren Preisregen, der auf Titel unserer Mediengruppe niedergegangen ist, berichtet. Der hat sich diese Woche fortgesetzt beim European Newspaper Award, wo Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt und Thüringer Allgemeine bedacht worden sind. Das ist toll – noch toller finden wir, dass Miriam Opresnik, Wirtschaftsredakteurin beim Hamburger Abendblatt, den mit 12.500 Euro dotierten Herbert-Quandt-Preis erhalten hat. Gratulation!

    Wir wünschen Ihnen ein sonniges, erholsames Wochenende. Als Lektüre für Liegestuhl oder Parkbank bietet sich das neue Rätselmagazin „Das Goldene Blatt – Rätsel mit Herz“, das am kommenden Montag auf den Markt kommt, an. Oder das NRZ-Magazin „Sommerlust am Niederrhein“. Exemplare von beiden Magazinen werden im Intranet verlost.

    Beste Grüße

    Ihre

    Manfred Braun und Michael Wüller

  4. Funke Gruppe gut bei Kasse sagt:

    der Funke Gruppe scheint es finanziell ganz gut zu gehen, die Schulden bei Springer die durch den Kauf der Zeitschriften- und Zeitungstitel entstanden waren, wurden vorzeitig beglichen berichtet turi2.de
    http://www.turi2.de/aktuell/funke-zahlt-begleicht-schulden-bei-springer-vorzeitig/

  5. trulla sagt:

    Jetzt macht die „Harmonisierung“, sprich Personalabbau im Unternehmen Sinn.

  6. Holger Artus sagt:

    Für die Beschäftigten der Vorstufe der Bergedorfer Zeitung wurde jetzt ein Sozialplan vereinbart. Hier eine kurze Info über die Ergebnisse und deren Bewertung.

    https://funkemedien.wordpress.com/2016/05/12/bergedorfer-zeitung-sozialplan-vereinbart/

  7. Zeitungsfotograf bekommt deutlich höhere Honorare sagt:

    vor dem OLG Hamm hat jetzt ein Fotograf erfolgreich eine Nachvergütung entsprechend der Vergütungsregeln zu Bildhonoraren für freie hauptberufliche Journalisten und Journalistinnen durchsetzen können. Der Kollege aus Hagen, der seit 2000 für verschiedene Ausgaben der Westfälischen Rundschau im Märkischen Kreis gearbeitet hatte, bekam jetzt eine Nachvergütung in Höhe von 79.000 Euro vom Gericht zugesprochen. Der Fotograf hatte von 2010 bis 2012 ingesamt ca. 3.500 Bilder geliefert und 10 Euro Netto pro Bild bekommen unabhängig von der Größe des veröffentlichten Bildes und der Auflagenstärke des Blattes. 10 Euro pro Beitrag seien kein angemessenes Honorar, befand der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm. Die Westfälische Rundschau wurde in den Jahren 2010 bis 2012 vom Zeitungsverlag Westfalen herausgeben, der zur damaligen WAZ- (heute: Funke-) Mediengruppe in Essen gehörte.
    Hier die Pressemitteilung des OLG Hamm dazu

    OLG Hamm stärkt das Urheberrecht von Zeitungsfotografen
    Einem freien hauptberuflichen Journalisten, der einem Verlag in Tageszeitungen veröffentlichte Fotobeiträge für 10 Euro netto pro Beitrag zur Verfügung stellt, kann ein Nachvergütungsanspruch nach § 32 Urheberrechtsgesetz (UrhG) zustehen. Dieser kann auch für die Jahre 2010 bis 2012 entsprechend den Gemeinsamen Vergütungsregeln zu Bildhonoraren für freie hauptberufliche Journalisten und Journalistinnen zu berechnen sein. Das hat der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm mit Urteil vom 11.02.2016 unter weitgehender Bestätigung der erstinstanzlichen Entscheidung des Landgerichts Bochum entschieden.
    Der Kläger, ein Journalist aus Hagen, war seit 2000 für den beklagten Zeitungsverlag aus Essen als Fotograf tätig. Er lieferte auf Aufforderung der Beklagten im Wesentlichen Bildbeiträge aus dem Märkischen Kreis, die die Beklagte in verschiedenen Ausgaben von ihr verlegter Tageszeitungen veröffentlichte. Für diese erhielt er unabhängig von der Größe des veröffentlichten Bildes und der Auflagenstärke der jeweiligen Zeitung ein Netto-Honorar von 10 Euro. Im Jahre 2010 veröffentlichte die Beklagte 1.329 Bildbeiträge des Klägers, 2011 1.277 Bildbeiträge und 2012 891 Bildbeiträge.
    Im Rechtsstreit hat der Kläger von der Beklagten eine Nachvergütung für diese Bildbeiträge gemäß § 32 UrhG verlangt und diese nach den Gemeinsamen Vergütungsregeln zu Bildhonoraren für freie hauptberufliche Journalisten und Journalistinnen – abzüglich der gezahlten Beträge – berechnet. Die Gemeinsamen Vergütungsregeln bemessen die Bildhonorare nach der Größe des Bildes und der Auflagenstärke der Zeitung, wobei die Netto-Honorare für Erstdruckrechte zwischen 19,50 Euro (kleiner als einspaltige Fotos in einer Auflage bis 10.000) und 75,50 Euro (vierspaltige Fotos und größer in einer Auflage über 200.000) liegen.
    Die Vergütungsklage war erfolgreich. Der 4. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat dem Kläger gemäß § 32 UrhG eine Nachvergütung von insgesamt ca. 79.000 Euro zugesprochen. Der Kläger sei, so der Senat, Urheber der gelieferten Fotobeiträge, die Beklagte sein Vertragspartner. Ein vorrangiger Tarifvertrag stehe dem Anspruch nicht entgegen. Bis 2012 sei der Kläger kein Mitglied des Deutschen Journalisten-Verbandes gewesen.
    Für die vom Kläger in den Jahren 2010 bis 2012 gelieferten Fotobeiträge habe die Beklagte mit netto 10 Euro pro Beitrag kein angemessenes Honorar gezahlt. Insoweit sei der Vertrag der Parteien anzupassen, wobei der Kläger unmittelbar auf Zahlung der angemessenen Vergütung klagen könne. Die Gemeinsamen Vergütungsregeln zu Bildhonoraren für freie hauptberufliche Journalisten und Journalistinnen seien zwar erst im Jahre 2013 in Kraft getreten. Dennoch könnten sie als Vergleichsmaßstab einer angemessenen Vergütung herangezogen werden. Dabei seien im vorliegenden Fall die für das Einräumen eines Erstdruckrechts vorgesehenen Tarife maßgeblich. Denn die Beklagte habe dem Kläger die Aufträge ersichtlich in Erwartung einer ihr einzuräumenden Priorität der Veröffentlichung erteilt. Letztlich könnten sogar die tarifvertraglichen Vergütungsregeln als Orientierungshilfe dienen. Danach sei die vom Kläger verlangte Vergütung selbst dann angemessen, wenn ein Erstdruckrecht nicht vereinbart worden sei.
    Urteil des 4. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Hamm vom 11.02.2016 (4 U 40/15), nicht rechtskräftig (BGH I ZR 85/16).

  8. Funke CEO Manfred Braun stellt elf Thesen auf sagt:

    zur Situation und zur Zukunft der Zeitung. Braun fordert eine klare journalistische Haltung: Zeitungen müssten, so der Manager, „ihre Leser verstehen, nicht belehren.“ nun ja…
    http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2016-05/37367009-elf-thesen-zur-situation-und-zukunft-der-zeitung-funke-ceo-manfred-braun-bei-der-konferenz-chefredakteure-ausserdem-digitalstrategien-millennials-007.htm

  9. Freitagsmail sagt:

    hier ist sie nun, nach den Pfingstfeiertagen, die Freitagsmail

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    weil’s so schön aktuell ist und weil wir alle mächtig stolz sind, lassen Sie uns heute mal mit Preisen beginnen. Die Westfalenpost hat den Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Kategorie „Kommunalpolitik“ erhalten für das Projekt „Was braucht Hagen?“. Die Braunschweiger Zeitung hat diesen Preis in der Kategorie „Interaktion“ für das Portal „alarm38.de“ bekommen. Und die Berliner Morgenpost ist in der Kategorie Datenjournalismus für das Projekt „M29 – Berlins Buslinie der großen Unterschiede“ ausgezeichnet worden. Gratulation! Wir haben über alle Projekte in der Vergangenheit immer wieder berichtet, Sie finden ausführliche Informationen dazu im Intranet. M29 hat ja schon zahlreiche Preise abgeräumt. Das „Aufreger-Portal“ alarm38 ist am Mittwoch gerade mit dem Ferag-Leser-Blatt-Bindungs-Preis 2016 ausgezeichnet worden. Am Montag hat die Braunschweiger Zeitung selbst ihren Gemeinsam-Preis verliehen. Bei der wirklich eindrucksvollen Veranstaltung im Braunschweiger Dom sprach unter anderen der Fußballmanager Klaus Allofs, die Rede finden Sie im Intranet.

    Und auch nach Thüringen geht ein Preis: Den Veltins-Lokaljournalistenpreis 2016 in der Kategorie „Bild“ gewinnt Thüringer Allgemeine-Fotograf Sascha Fromm. Die Jury lobte die ungewöhnliche Perspektive und beeindruckende Farbenwelt, mit der er die Menschenmasse beim Rennsteiglauf einfing: „Ihm gelang die buchstäbliche Ordnung in der Unordnung.“ Herzlichen Glückwunsch!

    Einen Preis verdient hätte auf jeden Fall auch unser Corporate-Finance-Team, das in den vergangenen Monaten mit großem Engagement daran gearbeitet hat, sämtliche finanziellen Verpflichtungen, die wir im Zusammenhang mit der Übernahme gegenüber Springer eingegangen sind, abzulösen – und das aufgrund des günstigen Zinsumfeldes deutlich schneller als wir es in unseren Planungen beabsichtigt hatten. Damit wurde ein wichtiger Schritt für die künftige strategische Gestaltung unserer Mediengruppe getan. Tolle Leistung, großer Dank!

    Wie kann man mit journalistischen Inhalten im Netz Geld verdienen? Diese Frage treibt uns und die gesamte Branche ja seit Jahren um. Ein Patentrezept gibt es nicht, wir müssen immer wieder Neues ausprobieren. So sind auch unsere Reichweitenportale zu verstehen, die wir in diesen Tagen und in den kommenden Wochen an unseren Standorten starten werden. Das erste Portal ist in Braunschweig live gegangen. Schnell, regional, kostenlos und mobil sollen sie Zielgruppen ansprechen, die wir mit unseren Markenportalen oder Print kaum oder gar nicht (mehr) erreichen. Auf den Markenportalen werden dann künftig Premiuminhalte durch eine Paywall geschützt. Die neuen Portale sind optimiert für die Nutzung auf mobilen Geräten und funktionieren nach dem Newsfeed-Prinzip. Gepflegt werden sie von eigens aufgebauten Redaktionen mit erfahrenen Online-Journalisten, Bewegtbildspezialisten und Außenredakteuren. Die Teams bieten ihren Usern ein Themenspektrum von Lifestyle- und Unterhaltungsthemen von Blaulicht über Sport bis hin zu Breaking News aus aller Welt. news38.de ist gut gestartet. Am 1. Juni geht „Thüringen24“ live. Dort läuft seit wenigen Tagen übrigens eine schöne Mitmach-Aktion, bei der alle Thüringer kurze Videoclips von sich und aus ihrem Leben einsenden können. Daraus wird eine Video-Collage entstehen, die 24 Stunden im Leben der Thüringer zeigt. Wir sind gespannt, wünschen viel Erfolg und werden an dieser Stelle auch berichten, wie sich die Portale entwickeln. Das Thüringen24-Team hat übrigens in Zusammenarbeit mit dem Interaktiv-Team der Berliner Morgenpost eine Seite entwickelt, auf der sie sich auf ziemlich originelle Weise vorstellen: http://team.thueringen24.de

    Dass das Ruhrgebiet längst nicht mehr grau und verrußt ist, sollte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Wie grün es rund um unseren Stammsitz tatsächlich ist, zeigt eine weitere interessante neue Anwendung des Interaktiv-Teams der Berliner Morgenpost. Anhand von Satellitenbildern haben die Kollegen ausgewertet, wie viele Grünflächen es in den 79 deutschen Städten mit über 100.000 Einwohnern wirklich gibt. Im inoffiziellen FUNKE-Ranking liegt Essen hinter Hamburg und München, aber vor Berlin. Schauen Sie mal rein.

    Die Kolleginnen und Kollegen aus IT und Unternehmenskommunikation arbeiten daran, das FUNKE-Intranet zur zentralen internen Kommunikationsplattform auszubauen. An manchen Standorten müssen noch technische Hürden aus dem Weg geräumt werden, aber wie wir hören, sind wir da auf einem guten Weg. Inhaltlich tut sich im Hintergrund derzeit einiges, manches ist auch schon sichtbar: So ist die NRZ die erste FUNKE-Zeitung mit einem eigenen Auftritt. Neben einer Seite für die Mantelredaktion ist auch jede Lokalredaktion mit einer eigenen Seite vertreten. Nach und nach werden alle Titel aus allen Bereichen folgen, auch die Verlagsbereiche bekommen neue gruppenweite Auftritte. Mittelfristig wird es nur noch ein Intranet geben, die lokalen Portale werden abgeschaltet, sobald alle wichtigen Inhalte übertragen worden sind. Das Adressbuch im Intranet wird zudem das zentrale Kontaktverzeichnis sein. Dieses speist sich aus den Angaben in den einzelnen Profilen. Daher möchten wir Sie an dieser Stelle noch einmal bitten, zu überprüfen, ob Ihr Intranetprofil und alle relevanten Kontaktdaten auf dem aktuellen Stand sind. Andernfalls tauchen Sie nicht im Adressbuch auf und können von Kollegen nicht gefunden werden. Wäre schlecht.

    Wir wünschen Ihnen ein erholsames Pfingst-Wochenende! Vielleicht schalten Sie am Sonntag um 11 Uhr mal den Fernseher ein. Im „Doppelpass“ (Sport 1) unterhält sich Pit Gottschalk, Chefredakteur von FUNKE Sport, unter anderen mit Christoph Metzelder.

    Beste Grüße

    Ihre

    Manfred Braun und Michael Wüller

  10. Wilde Vertriebsehe sagt:

    Springer und Funke verzichten auf gemeinsamen Vertrieb berichtet turi2.de und bezieht sich auf zwei Pressemitteilungen der beiden Verlage vom heutigen Tag
    http://www.turi2.de/aktuell/springer-und-funke-begraben-joint-venture-fuer-betrieb/

  11. freitagsmail sagt:

    hier die Freitagsmail, zur wie immer erhellenden und erheiternden Lektüre zum Wochenbeginn

    Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

    der Klartext-Verlag hat sich einen exzellenten Ruf für zeitgeschichtliche, aber auch für regionale und populäre Themen erworben. Gerade sind die frischen Programme für Sachbücher und das allgemeine Sortiment erschienen. Ein Blick lohnt sich auf jeden Fall…

    Sie haben es gestern sicherlich schon gehört: Wir stellen den Vertrieb unserer Zeitungen und Zeitschriften neu auf. Ab dem 1. Juli übernimmt der „Moderne Zeitschriften Vertrieb“ (MZV), an dem wir beteiligt sind und der bisher schon für alle übrigen FUNKE-Titel zuständig ist, auch den Vertrieb von „Hörzu“, „TV Digital“, „BILD der FRAU“ und „FRAU von HEUTE“. Zum 1.1.2017 werden sämtliche FUNKE-Zeitungen von Newspaper Impact vertrieben, einem Tochterunternehmen der Axel Springer SE. Nach dem Kauf der Springer-Titel gab es ja zunächst die Überlegung, eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft zu gründen. Das Kartellamt hätte einem solchen Joint-Venture mit großer Wahrscheinlichkeit eine Absage erteilt. Das ist aber auch gar nicht schlimm. Entscheidend ist, dass wir mit unseren Partnern erfolgreich zusammenarbeiten und unsere Titel in guten Händen sind. Die jetzt beschlossenen Kooperationen mit dem MZV und Axel Springer sind für uns ausgezeichnete Lösungen.

    Ein halbes Jahr nach der Initialzündung hat das Creative Lab, eine Initiative der Trainees Laura Glockseisen und Gregor Vischer, bereits drei Projekte erfolgreich abgeschlossen: #mehralsnurWP, das NRZ-Kundenbindungsprogramm und die Portfolio-Analyse zu allen Ausbildungsportalen. Gratulation! Die Ideenschmiede aus Trainees, Volontären und Young Professionals hat inzwischen bereits 40 Mitglieder. Derzeit laufen noch die Projekte Sonderprodukte „Garten und Lifestyle“ sowie die Belieferung der Lokalredaktionen mit Inhalten durch die WAZ-Titelredaktion. Gleichzeitig haben die Verantwortlichen drei neue Projekte in den Ring geworfen. Alle Infos dazu finden Sie im Intranet. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

    Die Braunschweiger Kolleginnen und Kollegen veranstalten an diesem Wochenende in der Braunschweiger Milleniumhalle die Messe „Mein Zuhause – Einfach schöner Leben“ – mit einem neuen Konzept. Die klassischen Themen Bauen, Sanieren und Energie sind um die Trendthemen Wohnen, Ambiente und Lifestyle, um Garten, Terrasse und Balkon sowie um Küche, Kochen und Genießen ergänzt worden. Rund 80 Aussteller bieten Wissenswertes zu den Themen Bauen, Renovieren und Energiesparen, geben Anregungen für Garten und Wohnwelten und laden zu kulinarischen Genüssen ein. Viel Erfolg!

    Unser Berliner Standort in der Friedrichstraße entwickelt sich immer mehr zum echten FUNKE-Haus: Die Mannschaften der Zentralredaktion sowie von FUNKE Digital haben hier ja bereits seit August 2015 ihre Heimat, mittlerweile sind auch das rund 50-köpfige Team unserer Jobbörse ABSOLVENTA sowie das FUNKE Digital TV Guide-Team ins „Q“ gezogen. Gestern Abend haben die „Alteingesessenen“ ihre neuen Mitbewohner mit einer After-Work-Party willkommen geheißen. Wie wir gehört haben, war es für die mehr als 100 Besucher ein großartiger Abend!

    Es wird allmählich Sommer und es stellt sich wieder mal die zweitwichtigste (wichtigste: Warum ist es am Rhein so schön?) deutsche Frage: Nordsee oder Ostsee? Das Hamburger Abendblatt will da jetzt mal eine ultimative Antwort finden. Zwei Redakteure fahren von Montag an für einige Tage an die Nord- beziehungsweise Ostsee, sie reisen die Küste entlang und tauschen Schreibtisch gegen Strandkorb. Sie eint die Größe der Geldbörse – 500 Euro pro Tour – und die Größe der Leidenschaft für ihr jeweiliges Reiseziel, eben für die Nord- oder die Ostsee. Wo ist es schöner? Wo sind die Sonnenuntergänge bunter, die Möwen lauter? Die Strände weißer? Der Himmel blauer? Die Nächte länger? Was tun, wenn es regnet? Wie ist das Essen, wie die Übernachtung und was gibt es zu erleben? Regelmäßig werden Juliane Kmieciak (Ostsee) und Matthias Iken (Nordsee) in der kommenden Woche im Hamburger Abendblatt von ihren Erlebnissen berichten. Zudem werden sie ihre Reisevideos auf abendblatt.de hochladen und sich über WhatsApp eine Küstenschlacht liefern. Die Leser können dann tagesaktuell über ihren Favoriten abstimmen. Wir werden unsere Urlaubsplanung von den Ergebnissen abhängig machen…

    Ein hoffentlich sonniges, auf jeden Fall erholsames Wochenende wünschen wir Ihnen.

    Mit besten Grüßen

    Manfred Braun und Michael Wüller

  12. NOZ darf weiter wachsen sagt:

    hier etwas aus der unmittelbaren Nachbarschaft von NRW, aus Niedersachsen: Das Kartellamt hat den Kauf von mehr als 30 Tageszeitungen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern durch die Osnabrücker NOZ Medien genehmigt, die NOZ Medien steigen damit in die Liga der 10 größten Verlagshäuser auf – mit einer Gesamtauflage von nunmehr 460.000 Exemplaren
    http://www.horizont.net/medien/nachrichten/Zeitungsmarkt-Kartellamt-winkt-Fusion-von-NOZ-und-Medienholding-Nord-durch-139658

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