Auswirkungen der lokalen WAZ-Offensive noch unklar

Die Mitarbeiter der WAZ-Gruppe sind heute und vergangenen Freitag in Versammlungen darüber informiert worden, welche Veränderungen mit der lokalen Offensive verbunden sind. Das Gesamtkonzept für die vier NRW-Titel WAZ, NRZ, WP und WR sieht u.a. vor, die Lokalredaktionen personell aufzustocken. Dafür verlieren die Teams der Titel-, Content- und Regiodesks Redakteure teilweise im zweistelligen Bereich. Wie man hört, sollen die Titelredaktionen im Zuge des neuen Konzeptes ihre Mantelteile nur noch bis Seite 4 selbst entwickeln  – der „Einheitsbrei“ lässt grüßen.

Die Rückkehr zum Lokalen bei den NRW-Titeln, vor allem mehr Personal für die Lokalredaktionen, haben die Redakteurinnen und Redakteuren seit langem gefordert. Der DJV-NRW hat die Unterbewertung des Lokalen von Anfang an kritisch gesehen und immer dafür plädiert, qualitativ hochwertigen Journalismus vor Ort zu ermöglichen. Wichtig ist nun, dass der Umstrukturierungsprozess fair verläuft und die Mitarbeiter der Titel-, Content- und Regiodesks nicht die Leidtragenden der neuen Entwicklung sind.

Bei den Regiodesks der WAZ und der NRZ zeichnet sich eine Zusammenlegung ab. Das neue Team soll aus Redakteuren und Mediengestaltern bestehen. Für Letztere gibt es die Befürchtung, dass sie zu Redakteuren zweiter Klasse werden könnten, die unter einer anderen Berufsbezeichnung und für ein niedrigeres Gehalt die bisherige Redakteursarbeit machen.

Die angestellten Fotografen der WR ereilt jetzt dasselbe Schicksal wie zuvor die Kollegen der WAZ und NRZ – sie sollen in den WAZ-Fotopool wechseln (siehe Meldung Fotografen sollen Platz machen für die lokale Offensive).

Die Umstrukturieriungen sind Ergebnis des vor anderthalb Jahren begonnenen Prozesses, dessen Ausgangspunkt „die kontinuierlichen und über dem Bundesdurchschnitt liegenden Auflagenverluste der WAZ-Titel“ sowie „Erkenntnisse aus Gruppendiskussionen mit Lesern“ waren. Das erklärten der neue Geschäftsführer Manfred Braun und die vier Chefredakteure vergangene Woche in einem Schreiben an alle Mitarbeiter.

106 Antworten zu “Auswirkungen der lokalen WAZ-Offensive noch unklar”

  1. Fehler sagt:

    Herr Reitz und seine Handlanger in der WAZ-Chefredaktion steuern das Schiff geradewegs in den Abgrund – wie die Auflagenzahlen beweisen. Lokale Offensive? Wie denn: Jeder weiß, dass ihm das Lokale völlig schnurz ist.

    Die Chefredakteure der anderen Titel merken nicht, wie er sie über den Tisch zieht. Sind sie zu dämlich? Oder geht es ihnen nur noch darum, ihre eigene Karriere zu sichern?

    Und wenn ihnen die Argumente ausgehen, reagieren die Architekten des Untergangs mit Druck, Drohungen und Einschüchterungen. Ein hervorragender Führungsstil.

  2. druff sagt:

    >Und wenn ihnen die Argumente ausgehen, reagieren die Architekten des Untergangs mit Druck, Drohungen und Einschüchterungen. Ein hervorragender Führungsstil.
    .

    Das soll auch für andere Titel des Hauses zutreffen.

  3. wurscht sagt:

    Hammer, Bünte, Schrotthofer, Lenzer, Hinz – jedes Mal ein anderer Führungsstil. Und jedes Mal konnte der einem ziemlich wurscht sein, wenn man den Herrschaften nicht täglich auf dem Gang begegnete oder bei der Konferenz. Und selbst dann…
    Nein, es ist schon richtig: Es waren vor allem die Fehlentscheidungen, die einem das Leben schwer machten: Schließungen der Geschäftsstellen, Kürzungen bei Etats, Umfangkürzungen, Nichtbesetzung von Stellen, Regiodesk-Irrsinn, Sparzwänge, während gleichzeitig auf dem Balkan Millionen verfeuert wurden. Ob der CR eine guten, einen schlechten oder überhaupt keinen Führungsstil hatte – mein Gott, wen interessierte das?

  4. nichtwurscht sagt:

    Damals war damals. Wenn die CR heute eine guten, einen schlechten oder überhaupt keinen Führungsstil hat – mein Gott, das macht viele Menschen fertig.

  5. Siegener sagt:

    Puh, da wird aber jemand ziemlich deutlich: Die WR verliert damit ihren letzten und traditionell bedeutenden Außenposten im Südzipfel des WAZ-Verbreitungsgebietes. Was für eine Schmach für die amtierende WR-Chefredaktion
    http://goo.gl/ReYHk

  6. zeilenschinder sagt:

    Ab heute heißen die Online-Auftritte wieder wie früher nrz.de, waz.de usw.
    .
    Wieder ein Borchert-Spleen (Drei-Säulen-Konzept: r.i.p., Community: r.i.p., Geotagging: r.i.p.) zu Grabe getragen. Und was hat es damals ein Theater und Hype gegeben um den neuen Namen derwesten.de. Zur Erinnerung:

    http://www.pottblog.de/2007/09/24/waz-mediengruppe-bestaetigt-derwesten-als-name-fuer-das-neue-internet-portal-ehemals-westeins/

    oder hier:

    http://kress.de/alle/detail/beitrag/88420-derwesten-ist-online.html

    Was mag das alles nur gekostet haben? Wie viel Geld ist dafür versenkt worden? Wie viele Redakteure hätte man dafür einstellen können? Wer hat das eigentlich alles zu verantworten?

  7. Wie schön, sagt:

    dass sich mit “DerWesten” eine abgebrochene Studentin allen Warnungen erfahrener Kolleginnen und Kollegen zum Trotz so richtig austoben durfte. Und jetzt: Schwamm drüber. Wieviel Kohle wurde mit dem tollem Konzept wohl in den Sand gesetzt? Vom Imageschaden, verlorenen Marktanteilen und dem Schaden für die einzelnen Titel reden wir lieber erst gar nicht.
    .
    Ist es nicht wunderbar, was in der Medienbranche unter der Ägide aphrodisierter Manager so alles möglich ist?
    BTW: Was macht denn eigentlich der Wanderprediger? Man liest so gar nichts mehr von seinen tollen Vorträgen…

  8. kohle sagt:

    . . . man spricht von 30 Mio Euro.

  9. […] nrz.de, waz.de usw.: “Wieder ein Borchert-Spleen (Drei-Säulen-Konzept: r.i.p., Community: r.i.p., Geotagging: r.i.p.) zu Grabe getragen” (zeilenschinder) … medienmoral […]

  10. dunnerschlag sagt:

    bis zu 100 Redakteure, so Schätzungen von Beobachtern, die im Branchenmagazin „Journalist“ wiedergegeben werden, könnten noch vor dem Sommer den Auftrag erhalten, künftig eine Lokalredaktion zu verstärken, damit wäre jeder sechste Beschäftigte in den Redaktionen von der lokalen Offensive betroffen…

  11. Willkommen im richtigen Leben! sagt:

    @ dunnerschlag
    .
    dann lernen die Low Performer vom Regiodeckchair und einige der allwissenden Herrschaften aus aufgeblähten Chatterboxredaktionen endlich einmal Journalismus kennen, so richtig schön mit mindestens vier Terminen und 500 bis 800 Zeilen pro Tag. Arbeitszeit nicht unter zehn Stunden, Pausen und Mahlzeiten finden zweckmäßigerweise im Auto statt. Ach ja, und in der Ferienzeit bitteschön täglich vier lokale Seiten mit eigenen Ideen füllen, und zwar selbst.
    .
    Freut euch, liebe Kollegen, die Ihr zur Verstärkung eilt: Die Zeit der Langeweile ist vorbei!

  12. Wie schade... sagt:

    …dass einige Titel die Zeichen der Zeit erkannt haben und andere leider nicht.

  13. pay sagt:

    Jetzt will die WAZ eine Kreativ-Werkstatt gründen? Und externe Berater spielen wirklich keine Rolle mehr? Weiß jemand mehr?

    http://www.newsroom.de/news/detail/724907/waz_will_kreativ-werkstatt_fr_neue_produkte_grnden Was passiert da genau?

  14. Kopfschüttel sagt:

    @willkommen….
    Das ist also dein Arbeitstag und deine Auffassung von Journalismus?
    Täglich vier Termine und davon bis zu 800 Zeilen (etwa 3 neue 6-spaltige Seiten komplett) schreiben?
    Und in der Ferienzeit dann sogar eigene Ideen haben müssen?
    Vielleicht sollte dir einer mal deinen Job erklären.

  15. Kopfschüttel sagt:

    Vergessen: Du bist ein Dummschwätzer. Weil: So einen Arbeitstag hat (zum Glück) natürlich keiner. Dank Desk.

  16. Anonymous sagt:

    @Kopfschüttel
    Mag sein, dass „Willkommen“ etwas übertrieben hat. Aber, was gewisse Redaktionen betrifft, eben nur etwas. Wo nur noch drei Redakteure für acht Kommunen, darunter eine große und eine mittlere kreisangehörige Stadt sowie eine Kreisverwaltung, zuständig sind, da gibt es eine Menge Pflichttermine, die auf einen Mann entfallen: Sitzungen der Räte, Ausschüsse, Pressekonferenzen.
    Natürlich kann man, lieber „Joberklärer“, die alle schlabbern und mit einem Tag Verspätung telefonisch nachrecherchieren. Das geht oft auch gar nicht mehr anders mit nur drei Leuten. Denn der Desk hilft einem da leider nicht weiter. Vor allem erklärt der dem Leser nicht, warum die personelle fürstlich ausgestattete Konkurrenz die politischen Termine aus den Gemeinde-„Parlamenten“ jeweils aktuell und mit dem Diskussionsweg der Politiker einschließlich Zitaten im Blatt hat. Es kann sein, dass das aus der Perspektive vom weit entfernten und hohen Desk nicht so wichtig erscheint. Vielleicht sollte man die Beschwerden mal dorthin umleiten. Denn hier kostet der Mangel täglich Leser!
    Drei Redakteure für acht Komunen, ein Riesengebiet von 650 km² und mi 250000 Einwohnern! Da muss man nicht einmal besonders viel Erfahrung im Lokaljournalismus und auch nicht im Kopfrechnen haben, um sich den Arbeitstag ausmalen zu können.

  17. Siegen: Beide Titel stärken sagt:

    Antwort der Verlagsleitung auf Politikerbeschwerden:

    „Es ist zutreffend, dass es Überlegungen bzgl. einer Restrukturierung unserer Lokalredaktion in Siegen gibt. Es ist allerdings nicht so, dass der Westfälischen Rundschau im Siegerland hierdurch das Aus droht. Im Gegenteil: Unsere Überlegungen zielen darauf, beide Titel unseres Hauses in der Region zu stärken und damit den Wettbewerb mit dem Marktführer Siegener Zeitung zu intensivieren – hierin sehen wir nicht den Verlust medialer Meinungspluralität sondern vielmehr deren Ausweitung. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir, da wir uns in einem laufenden Prozess befinden, gegenwärtig keine Details nennen möchten. Soviel können wir jedoch schon sagen: Unsere Lokalredaktion in Siegen ist und bleibt eine Redaktion der Westfälischen Rundschau und der Westfalenpost. Dies gilt analog für alle unsere Redaktionen in der Region.“

  18. Verarsche sagt:

    Solchen Antworten sind eine jämmerliche Verarsche ähh Verklärung. Als ob alle blöd wären.

  19. hammer sagt:

    planen die grotkamps schon den exit? aus der waz soll eine börsenfähige kommanditgesellschaft mit aktien werden. http://goo.gl/8t9dM

  20. personalwechsel sagt:

    In der Chefredaktion der Westfälischen Rundschau wird es einen personellen Wechsel geben. Frank Fligge, seit Dezember 2009 stv. Chefredakteur bei der WR neben Malte Hinz, wird das Blatt zum 1. August diesen Jahres verlassen. Er wird künftig bei Geschäftsführer Manfred Braun titelübergreifend an der Qualitätssicherung und – entwicklung der lokalen Berichterstattung weiterarbeiten und später auch an der Konzeptionierung etwaiger neuer Printprodukte mitwirken.
    Nachfolger von Frank Fligge als stellvertretender Chefredakteur der Westfälischen Rundschau wird der bisherige Leiter der Lokalredaktion Unna, Lars Reckermann.

  21. Was darf man unter sagt:

    „Qualitätssicherung und Entwicklung lokaler Berichterstattung“ verstehen? Mehr Personal?
    Die Erkenntnis, dass man nicht noch mehr Häuptlinge, sondern auch Indianer braucht?

  22. RP sagt:

    Es gibt noch einen neuen Häuptling mehr. In der RP vom Samstag war zu lesen, daß die WAZ mit Thomas Ziegler einen neuen Finanzchef erhalten soll. Zur Zeit ist er Chef von Metro Properties, der Immobilientochter des Meto-Handeskonzern, einer der größten Immobilieninvestoren Deutschlands ( Buchwert an Immobilien von rund acht Mrd. Euro ). Die WAZ hat ja wohl auch genügend Immobilien zu verscherbeln. Wann Ziegler wechselt geht aus der Meldung nicht hervor.

  23. Sprüche sagt:

    Es hat sich nichts viel geändert unter Manfred Braun. In unserer Betriebsversammlung viel heiße Luft, ausweichende Antworten. Ein wirkliches Konzept konnte der Geschäftsführer nicht aufweisen. Er ist nun lange genug bei der WAZ, als dass er sich nicht ein genaues Bild von diesem von Hombach/Nienhaus/ Reitz in den Dreck gefahrenen Karren hat machen können. Reitz darf als „Geschäftsführer“ wohl nicht mehr mitmischen.
    Die so vollmundig propagierte Lokaloffensive ist ein Schuß in den Ofen. Was sich in Siegen ereignet ist nichts anderes als Fortführung der altbekannten WAZ-Politik ( Billigheimer ). Siehe Statement der Verlagsleitung. Von Lokaloffensive keine Spur. Und nun noch Frank Fligge in Essen. Qualitätssicherung und Entwiclung lokaler Berichtserstattung am grünen Tisch. Eine Lachnummer. Taten müßten her, sofort. Die Praktiker in den Lokalredaktionen wissen, was zu tun wäre. Auch bei knappen Mitteln. Man hat in den letzten vielen Monaten nichts dazu gelernt. Herr Grotkamp, ist das der neue Aufbruch?

  24. Häuptling verschwunden... sagt:

    ..auf der Geschäftsführungsseite der WAZ KG fehlt nun Ulrich Hölscher, Gesamtkoordinator des Geschäftsleitungskreises,
    Leiter Steuern, Revision und M&A – kein Wort in den Medien warum er weg ist….

  25. Schlußredakteur sagt:

    @Zu Sprüche und seiner „Lachnummer“ Fligge nach Essen:

    Wie ist die WAZ-Zentrale und GF Braun denn auf diese Personalie für „Qualitätssicherung und Entwiclung lokaler Berichtserstattung“ gekommen. Ist der Kollege besonders durch journalistische Qualitäts- oder Selbstkontrolle aufgefallen?

  26. Krabatzbär sagt:

    @“Nachfolger von Frank Fligge als stellvertretender Chefredakteur der Westfälischen Rundschau wird der bisherige Leiter der Lokalredaktion Unna, Lars Reckermann.“

    Lars für London: Seichte Not gegen plattes Elend. Nun denn…

  27. Er ist sagt:

    überhaupt nicht aufgefallen – wenn man ‚mal von seinen zehn bis etwa 20 Facebook-Pinnwandeinträgen täglich absieht. Setzt immer fleißig Links auf DerWesten und auf andere kluge Webseiten, dazu kluge Kommentare wie „Coole Seite von klugen Studis, vor denen ich morgen wieder referieren darf“.
    Das macht natürlich schön.

  28. Wenn der Kollege sagt:

    Fligge so klug ist, wird er sicher viele kluge Ideen produzieren und aus Essen für die lokale Offensive und Qualitätssicherung liefern.

  29. Keiner auf Sendung? sagt:

    Der Deutschlandfunk hat gemeldet, dass die WAZ an die Börse will! Ist hier keiner auf Sendung?

  30. Wenn der Kollege sagt:

    so viele kluge Ideen gehabt und in Zeitungstexte gefasst hätte, dann hätte er sich auch Respekt erarbeitet.

  31. Eine Chance sagt:

    sollte man ihm geben! Er war früher in einer Lokalredaktion. Vielleicht hat er nicht alles vergessen. Schade, dass er nie mit einem Regiodesk zusammenarbeiten musste. Er würde die Tische abschaffen. Leider kennt er nur die rosarote Theorie und nicht die rabenschwarze Praxis.

  32. Jedenfalls sagt:

    ist er vor allem ein geschickter Selbstvermarkter. Auf seiner Facebook-Seite prangt er gleich auf zweien seiner Profilbilder groß vor dem großen Rundschauplakat, ganz weltgewandter Moderator mit Mikrofon in der Hand, Anzug und WR-roter Krawatte. Quasi unser Mann auf internationalem Parkett.
    Brauchte es noch mehr, um seine Qualitäten als auflagensteigernder Qualitätssicherer für Qualitätsjournalismus bei einem Qualitätsverlag zu beweisen? Wir meinen: Nein. Deshalb wünschen wir ihm auf seinem überraschendem Weg von Bord alles Gute. Schließlich sind wir bei einer Zeitung und nicht bei der christlichen Seefahrt. Dort dürfen Kapitäne und Offiziere das Schiff ja nicht vor der Mannschaft verlassen, wenn es abwärts geht…

  33. Zurück sagt:

    Die Personalie Brfaun/Fligge zeigt deutlich, dass WAZ-Chefredakteur Reitz als „Ideengeber“ ausgedient hat. Sein Konzept ist auf den Müll gelandet. Seine “ Geschäftsführerposition“ für die WAZ-Titel ist ad acta gelegt. Mahlzeit! Ob er das merkt?

  34. newsroom-Bericht sagt:

    @Link von newsroom_exklusiv und Bericht über das interne Personalgeschiebe bei der WAZ-Mediengruppe: Ist die Verbreitung mit naiv-unkritisch-lobhudelnden Beschreibungen über einzelne WAZ-Personen so zu verstehen, daß Autor und Online-Dienst inzwischen Teil der WAZ-Gruppe geworden sind und aufgekauft wurden?

  35. Nein, sagt:

    der Herr newsroom hat halt einfach nur das geschrieben, was ihm diktiert wurde. Nicht mehr und nicht weniger. Qualitätsjournalismus eben.

  36. Klein sagt:

    Angeblich hat ihn Fligge bezahlt

  37. ProZeile sagt:

    Mit dem Zeilenhonorar, das im Lokalen der WAZ-Titel für freie Mitarbeiter üblich?

  38. Vielleicht sagt:

    gibts ja dafür noch einen neuen Posten, denn es werden doch sicher noch ein paar Häuptlinge mehr benötigt: für den ganz großen Kriegsrat.

  39. In Thüringen... sagt:

    … steppt offenbar auch der WAZ-Bär: die redakteure haben dem CR einen Brief geschrieben, in dem sie so abgedrehte Sachen wie tägliche Redaktionskonferenzen fordern. Unangenehm anspruchsvolles Pack, diese Redakteure.
    .
    Schön auch, die Reaktion des CR: Die Kollegen sollen sich nicht so haben, bei der WAZ im Westen sei alles noch viel schlimmer.
    .
    Ein toller Konzern!
    .
    http://www.taz.de/Zoff-bei-der-Thueringer-Allgemeinen/!94862

  40. Lookeast sagt:

    Ist der Herr aus Thueringen nicht der Ziehvater von ****? Erstaunliche Parallelen zur W****.
    Brief sollte da direkt an Braun gehen!!!

  41. Mahlzeit! sagt:

    In Konferenzen rotten sich diese merkwürdigen Schreiberlinge doch nur zusammen und proben den Aufstand gegen den Chef. Außerdem geht die Zeit von der fürs Tippen ab. Die Redaktion soll Befehle ausführen und nicht schwätzen.
    Und damit: Assindia locuta, causa finita!

  42. Rauesner sagt:

    Wartet bis Mittwoch. Dann zeigt die „Kopie“, was sie noch kann.

  43. Oho! sagt:

    „Mahlzeit“ entlarvt sich selbst!
    Ich kann mich an ein Jahrbuch des Deutschern Presserates erinnern, in dessen Vorwort aus der Feder des Chefredakteurs der Braunschweiger Zeitung jetzt Thüringer Allgemeinen dieser Herr über die WAZ und deren Qualität lästerte. . .

  44. sickersicker sagt:

    so nach und nach sickern einige Details über die lokale Offensive durch, danach sollen im Lokalen insgesamt etwa 70 (!) Stellen ausgeschrieben werden, was bedeutet, dass mehr als jeder zehnte redaktionelle Mitarbeiter der vier WAZ-Titel in den nächsten Wochen in einer anderen Redaktion arbeiten wird, als bisher…

  45. Es wird sagt:

    ja offenbar immer mehr von dem über Bord geworfen, was der nette Herr L. im Jahr 2008 in der Essener Lichtburg an die Wand geworfen hat und das der nette Herr „Mahlzeit“ so nett begrüßt hat. 70 Stellen ohne Neueinstellungen, die also ziemlich sicher von den wunderbaren Desks weg ins Lokale verschoben werden: Das heißt wohl, dass die Gruppe des Alleinherrschers Herrn G., demnächst KGaA, sich nach „DerWesten“ auch von diesem einst hochgelobten Ei aus Zeiten der Zwei-Familien-Führung verabschiedet.
    Dann könnte es aber auch sehr gut sein, dass auf jene Alternativen zurückgegriffen wird, die auch schon in der Mitarbeiter-Info des Herrn L. enthalten waren. Als da zum Beispiel wären für die WR: „Schließung der kompletten WR-Redaktion“…“WR übernimmt den WAZ-Mantel“…“Seitenlieferung für WR-Lokalausgaben durch WAZ und WP“. Passt bloß auf: In Siegen wird schon der Anfang gemacht.!

  46. Elend sagt:

    Ist es denn richtig, dass keine der bislang im Intranet ausgeschriebenen Stellen die von starken Auflageverlusten gebeutelten Ausgaben im Märkischen Kreis betrifft?

  47. Auch bei dieser Frage, sagt:

    @ Elend, ist ein Blick in die alte Schickler-Info aus 2008 aufschlussreich. Dort steht als Szenario für die Schließung der kompletten WR-Redaktion als Maßnahme für den Märkischen Kreis: „Prüfung eines Fremdbezugs, sonst Aufbau einer WP-Lokalredaktion“.
    Bedenkt also man dies und die Tatsache, dass keine Stellen für MK ausgeschrieben wurden sowie die vorgesehene Schließung der WR-Redaktion Siegen, dann mehren sich die Anzeichen dafür, dass nun doch die ursprüngliche Strategie gefahren werden soll:

    – Verzicht auf Content Desk-Modell
    – WAZ-Mantelredaktion erstellt einen Mantel für die Gruppe (bis auf WP)
    – NRZ übernimmt WAZ-Mantel und „branded“ ihn
    – Schließung der kompletten WR-Redaktion
    – WR übernimmt den WAZ-Mantel
    – Seitenlieferung für WR-Lokalausgaben durch WAZ und WP

    Mahlzeit!

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