Das Personalkarussell in der WAZ-Mediengruppe dreht sich weiter: Jetzt steht ein Chefredakteurswechsel bei der Westfalenpost an. Bodo Zapp soll nach Informationen des Branchendienstes textintern Mitte des Jahres in dieser Funktion abgelöst werden. Der Betriebsrat wurde am 11. Januar über die Personalie informiert, konnte den Termin aber nicht bestätigen. Die Mediengruppe wollte gegenüber textintern keine Auskunft geben. Zapps Vertrag laufe bis Ende Januar 2011, so Unternehmenssprecher Paul Binder. Den ganzen Beitrag lesen »
Es gibt noch mehr, sehr viel mehr zu verlieren als das, was im Moment bei der WAZ-Mediengruppe in NRW bekannt ist.
Die Gewerkschaften DJV und dju in ver.di NRW rufen auf zu einer Demonstration am Samstag, 7. März 2009, in Soest. Den ganzen Beitrag lesen »

“Hier ist ein Stück Demokratie in Gefahr” war die Kernbotschaft einer gut besuchten Pressekonferenz der Betriebsräte von WAZ, NRZ, WR und WP heute im ver.di-Haus in Dortmund. Deutlich bezogen die Betriebsräte Stellung gegen den von der Unternehmensberatung Schickler und der Geschäftsführung der WAZ-Gruppe beabsichtigten Personalabbau. Diese Pläne bedeuteten einen nie wieder rückholbaren Verlust von Meinungsvielfalt durch Redaktionsschließungen.
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Was befürchtet wurde, ist seit gestern amtlich: Die WP-Redaktionen Siegen, Ennepe-Süd, Werl und Soest werden geschlossen, Warstein wackelt noch. Auch in anderen Redaktionen soll die Zahl noch heruntergefahren werden, z.B. NRZ Düsseldorf/Hilden.
Die „freigesetzte“ Anzahl der Beschäftigten wird Den ganzen Beitrag lesen »
In einem Offenen Brief an Chefredakteur Bodo Zapp außerst der Betriebsrat der Westfalenpost (WP) seine Verärgerung über die Äußerung Zapps zur Schließung der Lokalredaktionen Ennepe-Süd, Siegen, Soest, Warstein und Werl. Ein solcher Schritt Den ganzen Beitrag lesen »
Eine der Forderungen der Betriebsräte soll jetzt erfüllt werden: Am Donnerstag, 6. November, wollen die Chefredakteure die Betriebsräte aller vier WAZ-Titel ihre Pläne zur künftigen Struktur der Zentralredaktionen vorlegen – bisher aber auch nur für diese. Wie es mit den Lokalredaktionen weitergehen soll, das steht dann noch aus.
Die von Bodo Hombach zugesagten detaillierten Wirtschaftsdaten liegen immer noch nicht vor. Das monierten gestern die Betriebsräte aller vier WAZ-Titel in NRW. In einem Rundschreiben der Betriebsräte an die Belegschaften heißt es, das Personalmanagement werde das unverzüglich nachholen. Außerdem soll die Verlagsleitung das “offenbar längst fertige” Konzept für die geplanten Neuerungen in den Mantel- und Lokalredaktionen vorlegen.
Heftige Kritik übten die Personalvertretungen an der Reduzierung der Umfänge.Die undifferenzierte Einschränkung des redaktionellen Angebots beschädige die Konkurrenzfähigkeit vieler Ausgaben, was zu weiteren Abo-Verlusten führen und damit auch Arbeitsplätze gefährden könne. Immerhin: Bodo Hombach hat sich für das Versäumnis entschuldigt, die Betriebsräte am 22. Oktober nicht über die geplante Reduzierung der Umfänge informiert zu haben. Fragt sich jetzt nur, wie das mit einer Meldung in der Frankfurter Rundschau unter dem Titel “Die WAZ korrigiert” zusammenpasst. Darin heißt es nämlich: “Die WAZ weist auch den Eindruck zurück, die vier NRW-Titel der WAZ Mediengruppe würden ihre Umfänge ,empfindlich verkleinern’. Richtig sei, dass die Umfänge bislang zwischen 38 und 32 Seiten pendelten und nun beschlossen wurde, den Regelumfang auf 32 Seiten festzusetzen. 48 Seiten habe es nur in extremen Ausnahmenfällen gegeben.” Hier ein Dementi, dort eine Entschuldigung. Alles klar?
Rundschreiben der Betriebsräte 29.10.2008 br-ag-info-29-10-081
Frankfurter Rundschau
Medienmoral. Der Name dieser Webseite kommt nicht von ungefähr. Über “Die Moral der Medien” hat nämlich Bodo Hombach gesprochen und zwar am 24. Oktober in Bayreuth. “Wir haben alle erdenklichen Maßnahmen eingeleitet und Vorkehrungen getroffen, unsere Qualität zu verbessern und Unabhängigkeit zu sichern. Das gilt für das Inland, aber auch für unser Auslandsengagement”, heißt es in diesem Beitrag. Dagegen wird Medienforscher Horst Röper, Dortmund, heute in der Berliner Zeitung zitiert: “Bei der Zusammenlegung oder Schließung von Lokalredaktionen gibt es künftig weniger journalistische Sichtweisen,” sagt er. Es drohe ein “Einheitsbrei”. Und die Moral von der Geschicht?
Zum Beitrag Berliner Zeitung hier
Zum Beitrag von Bodo Hombach beitrag-bodo-hombach-bayreuther-dialoge-2008